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Filmkritik: „The Devil’s Candy“ (2015)

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THE DEVIL’S CANDY

Story

 
 
 

Eine kleine Familie zieht auf’s Land. Doch im neuen Heim geht es bald nicht mit rechten Dingen zu, denn Vater Jesse beginnt plötzlich mysteriöse Stimmen zu hören.

 
 
 


 
 
 

THE DEVIL’S CANDY – Kritik

 
 
 
Rockmusiker und Metalheads sind ungepflegt, aggressiv und ständig betrunken. Ein Vorurteil mit dem schon so einige Filme in der letzten Zeit aufgeräumt haben. Dass Liebhaber und Macher lauter Gitarrenklänge eigentlich nur selten den Klischees entsprechen – wie sie zum Beispiel Regisseur ROB ZOMBIE in seinen Horrorwerken beinahe übertrieben zelebriert – hat sich auch unter Filmfans rumgesprochen. So dürften zuletzt Streifen wie METALHEAD und DEATHGASM in Erinnerung geblieben sein, die gezeigt haben, dass Anhänger jener Musikgattung im Grunde genommen anständige Leute sind. Selbiges ist natürlich auch im Okkult-Schocker THE DEVIL’S CANDY der Fall, der sich mit Figuren auseinandersetzt, die eine Leidenschaft für Heavy Metal hegen. Auch hier wird dem Zuschauer die Voreingenommenheit genommen, denn Regisseur SEAN BYRNE hält Abstand von Vorurteilen und zeigt tugendhafte Charaktere, die eben ab und an mal Metallica hören. Knapp sechs Jahre hat sich der ambitionierte Filmemacher für den nächsten Ausflug ins Horror-Genre Zeit gelassen. Das lange Warten verwundert, hat doch SEAN BYRNE mit dem Debütwerk THE LOVED ONES vor Jahren bitterböse Horror-Unterhaltung abgeliefert, die vor allem wegen ihres rabenschwarzen Humors von Kritikern und Fans gelobt wurde. Offenbar wollte der Regisseur keine Eintagsfliege abliefern und hat sich Zeit für Qualitätsarbeit gelassen. Eine im Grunde genommen hervorragende Einstellung. Dennoch ist THE DEVIL’S CANDY nicht das geworden, was man nach dem gefeierten Erstling erwartet hat. Dazu fehlt es dem Streifen an Neuerungen, Ideen und Tiefe. Trotzdem ist THE DEVIL’S CANDY weit weg von schlecht, denn dank düsterer Aufmachung und guter Darsteller wird kurzweiliges Horror-Futter geboten, das kaum Längen besitzt.
 
 
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Schönes Landleben und mehr Inspiration. Um kreativer arbeiten zu können, zieht der Künstler und Heavy Metal begeisterte Jesse Hellman (ETHAN EMBRY aus LATE PHASES) zusammen mit Frau und Tochter in ein abgelegenes Landhaus, das günstig zu haben war. Die Gründe für den niedrigen Kaufpreis lassen der Familie die Haare zu Berge stehen. Darin soll der psychisch kranke Ray Smilie (PRUITT TAYLOR VINCE aus 13 SINS) die eigenen Eltern ermordert haben, weil es ihm Satan höchstpersönlich befohlen hat. Doch die neuen Eigentümer lassen sich nicht die Freude am Heim durch gruseligen Geschichten nehmen. Familienvater Jesse zieht sich in den Schuppen zurück, um Geld mit gemalten Bildern zu verdienen, während sich Tochter Zooney an der neuen Schule mehr schlecht als recht durchschlagen muss. Leider wird aus Glück bald Angst. Der neue Hausherr hört plötzlich Stimmen und malt in Trance Werke, die einen kalten Schauer einjagen. Darauf sind schreckliche Visionen zu sehen, die nichts Gutes erahnen lassen. Doch verstörende Gemälde sind bald das kleinere Übel. Der verwirrte Elternmörder steht nämlich bald wieder vor der Tür und hat keine Blumen dabei. Der hat seine Pflicht zu erfüllen und will Satan zufriedenstellen. Leider hat der labile Eigenbrötler nicht mit dem engen Zusammenhalt der Familie Hellman gerechnet. Mit vereinten Kräften nimmt man den Kampf gegen das Böse in Menschengestalt auf. Blut ist eben immer noch dicker als Wasser.
 
 
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Behutsamer Aufbau von unheimlicher Atmosphäre nach altmodischer Machart. Trotz lauter Gitarren-Sounds und ein wenig Hardrock ist THE DEVIL’S CANDY kein hektisch und reißerisch erzählter Horrorstreifen, der im Blut watet. Davon gibt es nämlich so gut wie gar keins im Film zu sehen, denn Regisseur SEAN BYRNE verzichtet auf Holzhammermethoden und versucht Unbehagen durch gruselige Atmosphäre zu erzeugen. Dementsprechend dunkel ist das Szenario auch, das anfangs einen weiteren Spukhaus-Grusler vermuten lässt, sich später aber zum dichten Serienkiller-Thriller entwickelt. Das Böse manifestiert sich diesmal nicht – wie man wohl meinen würde – als spukender Geist, sondern ist als unbeholfener Fettsack unterwegs, der von der Stimme des Teufels zu schrecklichen Taten angestiftet wird. Dabei macht SEAN BYRNE von interessanten Interpretationsansätzen Gebrauch. Statt den Teufel am Ende höchstpersönlich als fiese Kreatur durchs Bild sausen zu lassen, verzichtet der Filmemacher auf schauriges Kreaturen-Design. So erklärt ein TV-Pfarrer im Film, dass Satan keiner Gestalt bedarf. Der Teufel schlummert in jedem von uns und wird einzig durch grauenhafte, hasserfüllte Taten am Leben erhalten. Das macht THE DEVIL’S CANDY weitaus beängstigender, weil hier ein unscheinbarer Außenseiter plötzlich grausame Verbrechen an Kindern ausübt, die gerade wegen ihrer zurückhaltenden Zeigefreudigkeit das Kopfkino des Zuschauers in Gang setzen. Dennoch: Trotz guter Besetzung, verstörender Atmosphäre und stetig ansteigendem Spannungsbogen verrennt sich auch dieser Satanismus-Grusler zunehmend in Klischees und Ungereimtheiten, die man leider zu oft in Horrorfilmen zu sehen bekommt. Da handeln Protagonisten im Finale unverständlich und können trotz schwerer Verletzungen plötzlich Treppen und Leitern hinaufzusteigen, wie junge Hüpfer. Zudem ertappte man sich nicht nur einmal im Schlusskampf dabei, wie man den Figuren zurufen möchte, dass sie doch weglaufen sollen. Auch wenn am Ende mal wieder Antworten ausbleiben und man sich fragt, was der Bezug zu Heavy Metal eigentlich soll, wird mit THE DEVIL’S CANDY immerhin souverän inszenierte Genre-Unterhaltung geboten, die besser ist, als der übliche Indie-Horror-Blödsinn der letzten Jahre. Kein Horror-Hit – dafür aber spannend und verstörend. Für einen verregneten Sonntag reicht’s.
 
 
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THE DEVIL’S CANDY – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Spannender und technisch souverän gedrehter Satanismus-Grusel mit düsterer Stimmung und hervorragenden Darstellern. Leider hat auch dieser geradlinig erzählte Okkultismus-Serienkiller-Streifen kaum Neuerungen zu bieten. Trotzdem schafft es Regisseur SEAN BYRNE eine permanent bedrohliche Atmosphäre zu erzeugen, die letztendlich die Quintessenz dieses Okkult-Horrors ist. Zieht man den bitterbösen und rabenschwarzen THE LOVED ONES des Filmemachers zum Vergleich heran, liegen dazwischen Welten. THE DEVIL’S CANDY ist bierernst und hat keine makaberen Einfälle zu bieten. Zudem hält sich der Regisseur diesmal mit detaillierten Gewalttaten im Großformat zurück. Statt Gewalt zu zeigen, wird Kopfkino zelebriert. Wer meint, dass THE DEVIL’S CANDY deshalb harmlos ist, wird schnell eines Besseren belehrt. Der Film ist hochgradig verstörend, was in erster Linie am finsteren Look und den guten Leistungen von PRUITT TAYLOR VINCE liegt. Der spielt im Film derart glaubwürdig einen psychisch verwirrten Killer, der gerade wegen seiner unsicheren Art hochgradig beängstigend wirkt. THE DEVIL’S CANDY ist zwar kein Meilenstein des Horrorkinos, dafür aber schwer unterhaltsam und packend inszeniert.
 
 
 


 
 
 

THE DEVIL’S CANDY – Zensur

 
 
 
Ein Film vom Fantasy Filmfest 2016, der dort mit viel Lob aufgenommen wurde. THE DEVIL’S CANDY ist – auch wenn darin Metal-Klänge ertönen und Metalheads um ihr Leben kämpfen – keineswegs blutig. Ein Killer hat es auf kleinen Kinder abgesehen, die er dem Teufel opfert. Die Taten passieren im Off. Trotzdem hat der Streifen kurioserweise hierzulande eine Erwachsenenfreigabe (keine Jugendfreigabe) erhalten.
 
 
 


 
 
 

THE DEVIL’S CANDY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Devil’s Candy; USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 2.40:1 (1920 x 1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow,

Release-Termin: 26.05.2017

 

Devil’s Candy [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

THE DEVIL’S CANDY – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Lords of Salem (2012)
 
Die Prophezeiung (2000)
 
Here Comes the Devil (2012)

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Filmkritik: „The Autopsy of Jane Doe“ (2016)

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THE AUTOPSY OF JANE DOE

Story

 
 
 
Der Körper der toten Jane Doe (so wie nicht identifizierte Personen in den USA genannt werden) stellt Pathologe Tommy Tilden (BRIAN COX aus MINDSCAPE) und dessen Sohn Austin Tilden (EMILE HIRSCH) vor große Herausforderungen. Die sollen die Todesursache finden und bekommen es dabei schnell mit der Angst zu tun.

 
 
 


 
 
 

THE AUTOPSY OF JANE DOE – Kritik

 
 
 
Keine Lust mehr auf schlechte Horrorfilme, die Lebenszeit rauben und die Laune verderben? Das Jahr 2016 hat sich im Angstkino nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Viele miserable Horrorfilme haben das Licht des Zelluloidhimmels erblickt, die den Zuschauer in der Regel mit Langeweile und schlechten Effekten gestraft haben. Offenbar hat das der Regisseur ANDRÉ ØVREDAL erkannt. Der brachte im Jahr 2010 mit TROLLHUNTER eine originelle Mockumentary in die Kinos und hinterließ wegen spektakulärer Effekte selbst in Hollywood Eindruck. Den hinterlässt der Norweger nun auch sechs Jahre nach seiner beeindruckenden Trolljagd. Statt Fabelwesen und Wackelkamera geht es der Filmemacher diesmal subtiler an. In THE AUTOPSY OF JANE DOE möchte er den Zuschauer das Fürchten lehren und ist darin wirklich gut. Selten hat man solch knisternde Hochspannung im Horrorfilm ertragen müssen. Deshalb erscheint es auch nicht übertrieben, wenn man behauptet, dass THE AUTOPSY OF JANE DOE zum Besten gehört, was 2016 im Kino zu bieten hatte.
 
 
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Der Mystery-Horror THE AUTOPSY OF JANE DOE ist nichts für die Splatter- und Gewaltfraktion. Darin findet die Polizei in einem Haus Erschütterndes. Übel verstümmelten Leichen lassen auf einen Mehrfachmord schließen. Doch im Keller stößt man auf weitaus Schlimmeres. Dort ziehen die Beamten den Körper einer mysteriösen Schönheit aus einer Grube, den zuvor wohl jemand im Boden vergraben wollte. Zwei Pathologen sollen den unversehrten Körper untersuchen und die Todesursache bestimmen. Leider stellen sich die Untersuchungen als großes Problem heraus, denn offenbar stimmt etwas mit dem Leichnam nicht. Hand- und Fußgelenke sind gebrochen. Auch die Zunge fehlt. Zudem findet man im Magen der Toten ein Tuch mit mysteriösen Schriftzeichen. Was anfänglich wie ein Mord an einer Frau ausschaut, die von Menschenhändlern zum Sex gezwungen wurde, entwickelt sich bald zum Mysterium. Je weiter die Männer in den Körper der geheimnisvollen Schönheit vordringen, desto mehr Fragen fallen auf. Was musste diese Frau ertragen? Antworten, die schon bald das Leben der beiden Pathologen in Gefahr bringen wird, weil sich plötzlich seltsame Dinge ereignen.
 
 
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Wenn ein lebloser Körper auf dem Seziertisch liegt. Das weckt Erinnerungen an einen ähnlichen Streifen. Unter dem Titel DIE LEICHE DER ANNA FRITZ wurde bereits 2016 ein spanischer Psychothriller in die Läden gebracht, der sich einer ähnlichen Ausgangssituation bediente. Auch in diesem Streifen stieß man auf die Leiche einer mysteriösen Schönheit, der wenig später für Chaos sorgte. Während sich dort jedoch drei Freunde am toten Körper einer bekannten Schauspielerin vergingen und sich aus Angst vor Konsequenz gegenseitig an die Gurgel sprangen, überzeugt THE AUTOPSY OF JANE DOE durch weniger kontroversen Inhalt. Dieser Streifen verfolgt andere Intensionen. Der Gruselthriller will Angst einjagen und ist zu aller Überraschung damit auch noch äußerst erfolgreich. Hier geht es im wahrsten Sinne des Wortes übernatürlich zu. Was anfänglich wie eine normales Leichensezierung beginnt, entwickelt sich im späteren Verlauf für die beiden Hauptprotagonisten zum nicht enden wollenden Albtraum. Dabei orientiert sich THE AUTOPSY OF JANE DOE beim Aufbau am klassischen Horror. Das bedeutet, dass sich Regisseur ANDRÉ ØVREDAL weniger den lauten Schocks und Jump Scares widmet. Stattdessen spielt er virtuos mit Licht und Schatten. Eine unheilverkündende Geräuschkulisse tut ihr Übriges.
 
 
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Der Hauptfokus in THE AUTOPSY OF JANE DOE liegt aber nicht ausschließlich auf Angst und Grusel. Ein stetig steigender Spannungsbogen ist hier die eigentliche Geheimzutat, denn Regisseur ANDRÉ ØVREDAL hält lang geheim, was es denn nun eigentlich mit dem makellosen Frauenkörper auf sich hat. Erst nach und nach kommen die beiden Pathologen hinter das Mysterium und entschlüsseln dabei ein Rätsel, das eiskalt das Blut in den Adern gefrieren lässt. Mehr über den packenden Plot zu verraten, wäre unfair all jenen gegenüber, die sich endlich mal wieder im (Heim)Kino vor Angst in die Hosen machen wollen. THE AUTOPSY OF JANE DOE schafft das ohne Weiteres. Da kann man nur ehrfürchtig seinen Hut ziehen, denn THE AUTOPSY OF JANE DOE ist definitiv einer der besten Horrorfilme der letzten Jahre. Chapeau!
 
 
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THE AUTOPSY OF JANE DOE – Fazit

 
 
 
10 Punkte Final
 
 
 
Eine schaurige Glanzleistung! Ohne Zweifel der beste Horrorfilm aus dem Jahr 2016. Europa zeigt Hollywood einmal mehr eindrucksvoll, wie man anständige Gruselstreifen inszeniert. Statt Gewalt und ausgeklügelte Spezialeffekte aus dem Computer, reichen in der Regel Licht und Schatten aus, um möglichst effektives Grauen heraufbeschwören zu können. Zudem sind nach wie vor gute und vor allem neue Ideen die Quintessenz für sehenswerte Horrorfilme, denn niemand möchte stets recycelten Blödsinn vor die Linse bekommen, den man schon in zig anderen Filmen zu sehen bekommen hat. Der britische Mystery-Horror THE AUTOPSY OF JANE DOE zeigt allen wie es geht. Spannung ist alles und die kommt eben nur dann zustande, wenn man sein Handwerk beherrscht und sich auch mal den Kopf über neue Geschichten zerbricht. Somit gehören die ersten 50 Minuten dieses Horrorthrillers zum Besten, was man seit zehn Jahren im Horror-Genre zu sehen bekommen hat. Wer eine empfindliche Blase besitzt, sollte demzufolge vor Filmbeginn noch einmal auf die Toilette gehen. THE AUTOPSY OF JANE DOE zieht wegen seiner geheimnisvollen Handlung so in den Bann, dass ein Toilettengang danach unmöglich sein wird. Weil der norwegische Regisseur ANDRÉ ØVREDAL hier ganze Arbeit geleistet hat, darf man davon ausgehen, dass bald Produzenten aus Hollywood klingeln werden. Es wäre nämlich nicht das erste Mal, wenn europäische Indie-Filmemacher plötzlich Horrorfilme in der Traumfabrik drehen. Der bisher erfolgreichste Horror-Export aus Europa: ALEXANDRE AJA. Dem Franzosen hat sein Beitrag zur neuen französische Terror-Welle den Weg nach ganz Oben geebnet. Mal sehen, wie weit ANDRÉ ØVREDAL kommen wird.
 
 
 


 
 
 

THE AUTOPSY OF JANE DOE – Zensur

 
 
 
Gewalt gibt es im Film kaum zu sehen. Ein Messer wird in einen Brustkorb gerammt und eine Axt kommt versehentlich zum Einsatz. Weiterhin gibt es übel zugerichtete Leichen zu Beginn zu sehen und ein Mann erliegt an den Verletzungen eines Sturzes aus großer Höhe. Die eigentlichen Schauwerte reduzieren sich auf die Obduktion einer Leiche. Die hier gezeigten Spezialeffekte dürften nichts für Zartbesaitete sein, denn in THE AUTOPSY OF JANE DOE wird äußerst realistisch der Körper einer Frau geöffnet. Trotz Leichenöffnung hat der Film eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

THE AUTOPSY OF JANE DOE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universum Film (Blu-ray KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Autopsy of Jane Doe; Großbritannien | USA 2016

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray ohne Wechselcover

Extras: Interviews, Trailer

Veröffentlichung: KeepCase: 20.10.2016

 
 

The Autopsy of Jane Doe [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE AUTOPSY OF JANE DOE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte Film für Grafiken liegen bei Universum Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Aftermath (1994)
 
Die Leiche der Anna Fritz (2015)
 
The Body (2012)
 


Filmkritik: „Antibirth“ (2016)

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ANTIBIRTH

Story

 
 
 

Die drogenabhängige Putzfrau Lou hat einen Filmriss. Eines Tages ist die Arme schwanger und weiß nicht von wem. Leider erweist sich der Blackout als das kleinere Übel. Weitaus besorgniserregender ist die Geschwindigkeit mit der der Fötus im Bauch heranwächst.

 
 
 


 
 
 

ANTIBIRTH – Kritik

 
 
 
Keine Macht den Drogen – vor allem während der Schwangerschaft! Mit diesem Warnruf betreiben nicht nur Krankenkassen Aufklärungsarbeit. Auch im frischen Indie-Horror ANTIBIRTH erhält diese Botschaft neuen Zündstoff unter den Hintern – vor allem schwarzhumorigen. Wenn die Geburt des Kindes zum Horror wird. Das ist Stoff, der auch Jahrzehnte nach ROSEMARY’S BABY irgendwie immer noch gut funktioniert. Das sah wohl auch Regie-Neuling DANNY PEREZ so, der aber einiges anders macht – wenn auch nicht unbedingt besser. Der ambitionierte Regisseur schien erst gar nicht am Wohl seiner Heldin interessiert zu sein. Stattdessen lässt der seine Hauptdarstellerin trotz Kind im Bauch saufen und koksen. Die Quittung fliegt ihr sogleich um die Ohren, denn was da im Bauch heranwächst sorgt nicht nur für Schmunzler, sondern auch für reichlich Ekel.
 
 
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Was das größte Glück für jede Frau ist, entpuppt sich für Putzfrau Lou (NATASHA LYONNE aus THE RAMBLER) als Albtraum. Die lebt ein Lotterleben und hangelt sich von Party zu Party, wo sie an Sex und Drugs mitnimmt, was sie kriegen kann. Nach einer weiteren durchzechten Nacht mit viel Alkohol und Substanzen illegalen Zuschnitts, wacht sie orientierungslos auf und kann sich mal wieder an nichts erinnern. Eigentlich nichts Neues im Leben der recht ziellosen Mittdreißigerin, wäre da nicht ein seltsames Gefühl in der Magengegend, das Lou zu denken gibt. Nach drei Anti-Angst-Schnäpsen soll ein Schwangerschaftstest Gewissheit vermitteln. Leider lässt der die schlimmsten Ängste wahr werden. Lou ist schwanger und der Vater unbekannt. Doch statt im Panik zu verfallen, vertraut sich die Schwangere erst mal König Alkohol an und holt sich Rat bei Freundin Sadie (CHLOË SEVIGNY aus #HORROR). Die ist über das rapide Wachstum des Kindes besorgt. Ja, die Schwangerschaft schreitet beängstigend schnell voran. Plausible Antworten hat Verschwörungstheoretikerin Lorna (MEG TILLY) in petto. Die glaubt an seltsame Experimente und Entführungen durch Außerirdische. Ob Sie damit Recht hat?
 
 
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ANTIBIRTH wird fast ausschließlich von den guten Leistungen der Darstellerinnen getragen, von denen vor allem NATASHA LYONNE hervorsticht, die hier als saufende und koksende Schwangere für so manchen schrägen Moment sorgt. Leider kann auch die beste Schauspielarbeit nicht darüber hinwegtäuschen, dass ANTIRITH eine äußerst schläfrige Angelegenheit ist. Bis das schwarzhumorige Filmchen endlich mal den korrekten Weg gefunden hat, vergeht ziemlich viel Laufzeit. Warum ist Lou schwanger und weshalb kann sie sich an nichts erinnern? Das Mysterium um den ungeplanten Nachwuchs wirft viele Fragen auf – doch die Antworten darauf gibt es erst in den letzten Minuten. Regisseur DANNY PEREZ lässt sich viel Zeit, um die rätselhafte Schwangerschaft seiner Heldin zu beleuchten. So wird seine Protagonistin immer wieder mit absurden Träumen und Visionen konfrontiert, die ihr im Alkoholrausch das Hirn vernebeln. Aber auch seltsame Veränderungen am Körper deuten darauf hin, dass die nahende Geburt alles andere als normal verlaufen wird. Und so kommt, was kommen muss. Die Erzeuger-Suche wird mit Cronenberg’schen Ideen des Körper-Horrors angereichert präsentiert. Das sorgt im reichlich überzogenen Finale dann für ordentlich Ekel-Breitseite. Da bekommt auch der Fan des Kuriosen was zu sehen fürs Geld. Leider kommt der schräge Richtungswechsel viel zu spät, denn während man im Film froh darüber ist, dass der Schwangerschaftsspuk endlich ein Ende hat, dürfte der Zuschauer davon nicht viel mitbekommen haben. Der wird wegen dem fehlenden Spannungsbogen vielleicht sogar selig eingeschlummert sein und verschreckt aus dem Sessel springen, wenn laute Musik im Abspann das Schönheitsschläfchen rüde unterbricht. Wer sich trotzdem an ANTIBIRTH heranwagen möchte, sollte entweder ausgeschlafen sein oder bis zehn Minuten vor Schluss spulen. Dort gibt’s die wichtigsten Schlüsselmomente zu sehen. Was sich davor ereignet, lässt sich in zwei Sätzen zusammenfassen und steht bereits in der Inhaltsangabe weiter oben.
 
 
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ANTIBIRTH – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein Regie-Debüt, das nicht zwangsläufig Appetit auf mehr macht. ANTIBIRTH erstaunt durch enorme Gehaltlosigkeit, überzeugt aber trotzdem mit guten Darstellern, die zumindest retten, was noch gerettet werden kann. Viel bietet ANTIBIRTH nicht, was Erwähnung finden könnte, denn der Film quält sich förmlich damit, eine unterhaltsame Geschichte zu erzählen. Der schwarzen Komödie mangelt es an Tempo und Substanz. Zudem vermisst man schmerzlich den wichtigen Spannungsbogen, der in solchen Filmen unabdingbar ist. Viel passiert wirklich nicht – dieser Fehlzünder köchelt gescheite Ideen auf Sparflamme. Ein paar bizarre Visionen hier, ein absurdes Ekelfinale da – fertig ist ein Film, der irgendwie daherplätschert und erst kurz vor der Zielgeraden seine eigentliche Richtung findet. Ob das die meisten Zuschauer überhaupt zu sehen bekommen bleibt fraglich. Denn trotz Body-Horror und ein paar wenigen Trash-Schmunzlern dürften den meisten Filmfans nach wenigen Minuten bereits die Augen schwer werden. Diese Tatsache allein reicht aus, um erkennen zu können, dass es sich bei ANTIBIRTH nicht unbedingt um einen gelungenen Horrorfilm handelt. Also kann man diesen FANTASY FILMFEST-Beitrag gern auch auslassen. Es gibt weitaus bessere Horrorfilme über problematische Schwangerschaften.
 
 
 


 
 
 

ANTIBIRTH – Zensur

 
 
 
In ANTIBIRTH passiert nicht sonderlich viel – auch hinsichtlich Gewalt. Selbstzweckhaft wird hier gar nichts zelebriert. Bis auf einige körperliche Veränderungen und einer schmerzhaften Geburt am Ende, werden dem Horrorfan in ANTIBIRTH kaum Schauwerte geboten. Eine FSK16 ist demnach sicher.
 
 
 


 
 
 

ANTIBIRTH – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für rafiken liegen bei IFC Midnight)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Shelley (2016)
 
Bleed (2016)
 
The Devil Incarnate (2013)
 
Delivery: The Beast Within (2013)
 
Hell Baby (2013)
 
Devil’s Due – Teufelsbrut (2014)
 
Rosemaries Baby (1968)
 
Unborn – Kind des Satans (1991)
 


Filmkritik: „I Am Not a Serial Killer“ (2016)

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I AM NOT A SERIAL KILLER

Story

 
 
 

Der Teenager John Cleaver bezeichnet sich selbst als Soziapath und versucht alles daran zu tun, dass er nicht selbst zum Killer mutiert. Doch als im Städtchen Clayton der Tod die Runde macht, kann er die Bestie in sich nicht mehr im Zaum halten.

 
 
 


 
 
 

I AM NOT A SERIAL KILLER – Kritik

 
 
 
Facettenreich sein und mal was anderes ausprobieren. Schauspieler CHRISTOPHER LLOYD ist eigentlich dafür berüchtigt in familientauglichen Filmen für Spaß zu sorgen. So hat er sich als verrückter Professor in der ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT-Trilogie selbst ein Denkmal gesetzt und scheint nun am Höhepunkt seiner Karriere mal die Fronten wechseln zu wollen. Im Film I AM NOT A SERIAL KILLER überrascht er mit ungewohnt ernster Miene und ist zur Abwechslung keiner von den Guten – sondern blutgeil und böse. Hinter dem ungewöhnlichen Horror-Krimi steckt Regisseur BILLY O’BRIAN, der mit THE HYBRID und ISOLATION schon einige Ausflüge ins Horrorfach gewagt hat. Mit I AM NOT A SERIAL KILLER versucht er sich nun auch als ernstzunehmender Filmemacher zu behaupten, was durchaus fruchten könnte, denn hinter dem Titel steckt weit mehr als trivialer Fast-Food-Horror fürs Heimkino.
 
 
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Weil er der Mutter immer beim Präparieren von Leichen hilft und sich für das Treiben von Serienmörder interessiert, ist John (MAX RECORDS – der kleine Junge aus WO DIE WILDEN KERLE WOHNEN) ein Außenseiter und wird an der Schule gehänselt. Doch sein Interesse an der dunklen Seite von Menschen kommt nicht von ungefähr. Der Fünfzehnjährige ist nämlich fest davon überzeugt ein Soziopath zu sein und dass es sein Schicksal ist, selbst ein Serienkiller zu werden. Deswegen hat er eine Reihe von Regeln aufgestellt, die ihn daran hintern sollen ein Mörder zu werden. Doch der gute Vorsatz gerät ins Wanken, als im Heimatort obskure Dinge geschehen. Übel zugerichtete Leichen werden gefunden und ominöse Ölspuren an den Tatorten werfen Fragen auf. Leider ist die Polizei ratlos und tappt bei den Ermittlungen im Dunkeln. Als der Teenager mal wieder desorientiert durch die Straßen der Kleinstadt schlendert, kommt John dem geheimen Doppelleben des alten Mr. Crowley (CHRISTOPHER LLOYD) auf die Schliche. Der wohnt im Haus gegenüber und ist dem Schüler eigentlich als freundlichen Nachbar bekannt. Doch der Rentner kann auch anders. Als er dem betagten Herrn mit dem Fahrrad folgt, macht er im Wald eine schreckliche Entdeckung. Mr. Crowley scheint nämlich etwas zu verbergen von dem niemand erfahren soll. Doch das schreckt den Jungen nicht ab. Der entwickelt eine Faszination für die Taten des alten Mannes und wird so in einen Strudel von Umständen gezogen, aus dem es bald kein Entkommen mehr gibt.
 
 
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Der Horrorthriller I AM NOT A SERIAL KILLER basiert auf dem gleichnamigen Roman von DAN WELLS, der hierzulande unter dem Titel ICH BIN KEIN SERIENKILLER in die Buchläden gebracht wurde und der erste Teil einer Thriller-Serie ist. Zu der gehören auch die Folgeromane MR. MONSTER, I DON’T WANT TO KILL YOU, THE DEVIL’S ONLY FRIEND und OVER YOUR DEAD BODY, die die Geschehnisse um den jungen John Cleaver weiterspinnen. Wie schon das Buch, bleibt auch die Verfilmung des ersten Bandes Antworten schuldig. So bekommt es der Filmheld hier mit einem dämonischen Serienkiller zu tun, der offenbar wahllos Menschen tötet und sie ihrer Organe beraubt. Welches Ziel er damit verfolgt und wie er so lange im Geheimen morden konnte bleibt ungeklärt, denn Regisseur BILLY O’BRIAN hält sich weitestgehend an der packenden Buchvorlage, die sich vor einigen Jahren unter Horrorlesern zum Geheimtipp mauserte. Mit stimmiger 1980er Atmosphäre (der Film spielt aber in der Gegenwart) und ungeschliffene Indie-Optik wird schauriger Kleinstadt-Horror bewirkt, der vielerorts an die vielen Geschichten des jungen STEPHEN KING erinnert. So bahnt sich das Grauen langsam seinen Weg durch den Film und zeigt sich während eines nervenaufreibenden Showdown in ganzer Pracht auf der Mattscheibe. Trotz Horror- und Mystery bleiben aber nicht die Figuren auf der Strecke. Denen wird eine detaillierte Entwicklung eingeräumt. Allen voran Held John, der zwar unnahbar bleibt aber schnell wegen seiner eigensinnigen Art zum Sympathieträger avanciert. Der eigenbrötlerische Schüler begibt sich auf eine mysteriöse Serienkillerjagd und entfacht dabei just genau das Böse in sich, das er eigentlich nicht ausbrechen lassen wollte. Eine obskure Metamorphose, die den eher ruhig erzählten Film über weite Strecken spannend macht, weil lang ungewiss bleibt, wohin die Reise gehen wird. Dafür muss man Macher BILLY O’BRIAN an dieser Stelle Lob aussprechen. Der hat mit seinem Coming-of-Age-Schauer einen ungewöhnlichen Horrorthriller gedreht, der gerade wegen seinen ungewöhnlichen Charakteren und der bizarren Atmosphäre viele Horrorfilme neueren Datums in den Schatten stellt. Wer das nicht glaubt, sollte sich eines Besseren belehren lassen, denn I AM NOT A SERIAL KILLER klärt mal wieder auf, dass unkonventionelle Horrorfilme aus dem Indie-Bereich nun mal die besseren Horrorfilme sind.
 
 
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I AM NOT A SERIAL KILLER – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Sehenswerter Horror-Geheimtipp irgendwo zwischen DONNY DARKO und NAKED LUNCH. I AM NOT A SERIAL KILLER ist Indie-Horror wie er im Buche steht. Zwischen ungeschliffener Griesel-Optik und eigensinnigem Retro-Sound verbirgt sich ein unkonventionelles Coming-of-Age-Drama, das King’schem Kleinstadt-Horror ein neues Gesicht gibt. Wenn sich hinter der Fassade des liebenswerten Nachbarn das ultimative Böse verbirgt. Das sind eigentlich Geschichten mit denen der Horrorautor STEPHEN KING bekannt geworden ist. I AM NOT A SERIAL KILLER ist aber keine weitere Verfilmung aus der Mache des beliebten Gruselschriftstellers. Hinter dem Streifen verbirgt sich zwar auch eine Romanadaption; die kommt aber aus der Feder von DAN WELLS, der vor einigen Jahren mit den Geschichten um Antiheld John Cleaver bei Horrorlesern auf Zustimmung stieß. Die Filmumsetzung hält sich nah an der Vorlage und überzeugt gerade wegen seiner glanzlosen Machart und den guten Darstellern auf ganzer Linie. So gibt es ein Wiedersehen mit CHRISTOPHER LLOYD, der hier abermals mit Vielseitigkeit begeistert. Statt Späßen ist diesmal Schluss mit lustig, denn der in die Jahre gekommene Schauspieler verkörpert diesmal einen von den Bösen. Eine Rolle, die dem betagten Altstar erstaunlich gut steht. Umso mehr sei dieser sehenswerte Genrefilm jedem ans Herz gelegt, der eine Schwäche für ungewöhnliche Geschichten und eigensinnige Charaktere besitzt. Da kann man nur hoffen, dass die Leinwandumsetzung zu I AM NOT A SERIAL KILLER gut beim Publikum ankommt. Wäre da das Fall wäre es begrüßenswert, wenn Regisseur BILLY O’BRIAN auch die Folgeromane auf haargenau gleiche Weise fortführt.
 
 
 


 
 
 

I AM NOT A SERIAL KILLER – Zensur

 
 
 
Die Morde in I AM NOT A SERIAL KILLER passieren entweder in weiter Ferne oder im Off. Sonderlich blutig ist der Film demnach nicht. Immerhin gibt es einige übel zugerichtete Leichen auf dem Untersuchungstisch der örtlichen Leichenschauhauses zu sehen. Hierzulande gab es dafür eine FSK16.
 
 
 


 
 
 

I AM NOT A SERIAL KILLER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Indeed Film (Blu-ray im KeepCase mit Schuber)

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(c) Indeed Film (limitiertes Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: I Am Not a Serial Killer; Großbritannien | Irland 2016

Genre: Horror, Thriller, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.66:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 104 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Limitiertes Mediabook | KeepCase mit Wendecover und im Schuber

Extras: Early 2011 Mood Promo, Behind the Scenes, Deleted Scenes | im Mediabook zusätzlich: 72 Seiten Leseprobe des Originalromans

Release-Termin: 24.02.2017

 

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I AM NOT A SERIAL KILLER – Mediabook

 
 
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I AM NOT A SERIAL KILLER – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Indeed Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Stepfather (2009)
 
The Stepfather (1987)
 
House at the End of the Street (2012)
 
One Hour Photo (2002)
 


Filmkritik: „Sacrifice – Todesopfer“ (2016)

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SACRIFICE – TODESOPFER

(SACRIFICE)

Story

 
 
 

Eine Frauenärztin verschlägt es samt ihres Gatten in die Provinz, wo sie einem mysteriösen Kult auf die Schliche kommt.

 
 
 


 
 
 

SACRIFICE – Kritik

 
 
 
Totgeglaubte leben länger! Filmemacher PETER A. DOWLING war vor vielen Jahren mal kurzzeitig ziemlich gefragt. 2008 zeichnete der für die Regie des Horrorfilms STAGE NIGHT verantwortlich und steuerte einige Zeit zuvor sogar das Drehbuch zum Thriller FLIGHTPLAN mit JODIE FOSTER bei. Danach war plötzlich Funkstille. Lange war es still um den Regisseur – jetzt ist er wieder da und zwar mit einem Beispiel für derzeit so beliebten Okkult-Horror. Wer jetzt aber glaubt, dass mit SACRIFICE beunruhigende Dämonenaustreibungen oder blutige Rituale über den Fernseher sausen, der irrt. Viel mit Horror hat der Streifen nämlich nicht am Hut. SACRIFICE ist eher im Thriller-Genre beheimatet und richtet sich mit Puzzle- und Rätseltaktik an ein eher knobelerprobtes Krimi-Publikum, das mehr an Detektivarbeit interessiert ist und weniger blutiges Einerlei auf der Mattscheibe sehen will. Demzufolge steht ein okkultes Ratespiel über mysteriöse Ritualmorde im Mittelpunkt, das es zu lüften gilt. Kinogänger mit Vorliebe fürs Grobe dürfte so etwas natürlich langweilen.
 
 
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Wieder mal verirrt sich Schauspielerin RADHA MITCHELL in einen Film fernab von Liebe und Herzschmerz. Sie scheint Gefallen an Kinostreifen gefunden zu haben, wo es gerne mal deftig und düster zur Sache geht. Zuletzt war das mit dem Mystery-Film THE DARKNESS der Fall. Aber auch in der Videospielverfilmung SILENT HILL und dem Found-Footage-Schocker EVIDENCE schlug sie sich wacker als Heldin durch ungemütliche Albtraumszenarien. Auch im mysteriösen Sekten-Thriller SACRIFICE hat sie die Heldenrolle ergattert und verkörpert Tora, eine Frau mittleren Alters, die zwar als Frauenärztin Schwangere berät, aber selbst keine Kinder bekommen kann. Nach einer weiteren Fehlgeburt, entscheidet Gatte Duncan (RUPERT GRAVES), dass das Leben auf dem Land weitergeht. Fernab der Großstadthektik soll auf den schottischen Shetland-Inseln ein Gang heruntergefahren werden. Das Leben scheint hier stillzustehen und auch der angeschlagenen Tora geht es langsam wieder besser. Leider schreibt das Leben manchmal die sonderbarsten Geschichten. Als Tora hinter dem Haus im Boden den Körper einer übel zugerichteten Frau entdeckt, ist Schluss mit Erholung. Der Leichenfund wirft Fragen auf. Nicht nur, dass auf der Haut der Toten rätselhafte Symbole eingeritzt wurden; auch das Herz der Frau wurde offenbar bei lebendigem Leibe entfernt. Leider werden die Akten bald geschlossen, denn Wissenschaftler sind sich einig, dass diese Moorleiche bereits seit Jahrhunderten ihr Dasein unter der Erde fristet. Doch Frauenärztin Tora ist da anderer Meinung. Die vermutete einen frischen Mord, stellt eigene Ermittlungen an und wittert das Werk eines ominösen Kultes, der seit Jahrhunderten auf den Inseln sein Unwesen treibt.
 
 
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Spannende Sonntagabendunterhaltung – simpel gestrickt, aber immerhin kurzweilig. Leider hat SACRIFICE ein großes Problem. Der Film ist leicht zu durchschauen und wirkt an vielen Stellen vorhersehbar. Wieder einmal ist es eine Kleinstadt, die zusammenhält. Hier kennt jeder jeden und Traditionen sind dazu da, um sie aufrechtzuerhalten. Demzufolge weiß natürlich niemand von nichts – obwohl von Anfang an klar ist, dass auf dieser Insel der Teufel zu Hause ist. SACRIFICE orientiert sich an den typischen Vertreter der Gattung Kleinstadt-Okkult-Horror, wie er Anfang der Siebziger in Robin Hardys legendärem THE WICKER MAN seine Vorlage für die Ewigkeit fand. Wer zu viele Fragen stellt wird ausradiert – ebenso die, die beim Auflösen behilflich sind. Doch die Heldin ist hartnäckig und zeigt, was eine Harke ist. Sie kommt beim Recherchieren zwar nur schleppend voran, enttarnt aber am Ende die hinterlistige Saubande. Mit Originalität hat das nichts im Entferntesten zu tun. So geht es gradlinig voran und Anhaltspunkte werden schlüssig kombiniert. Leider wirkt das Detektivspiel teils sehr konstruiert, ändert aber nichts an der Tatsache, dass man unterhalten wird. SACRIFICE erinnert an die vielen skandinavischen Thriller, die in den letzten Jahren vor allem des kühl-trostlosen Filmlooks wegen auffallen und öfters auf den Öffentlich Rechtlichen TV-Sendern gezeigte werden. Wenn man also schön gefilmten, aber anspruchslosen Stoff fürs Abendprogramm benötigt, ist man hier gut aufgehoben. Richtige Nervennahrung oder gar Suspense-Horror sieht aber anders aus!
 
 
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SACRIFICE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
SACRIFICE basiert auf dem erfolgreichen Roman von Autorin SHARON J. BOLTON, ist aber nichts Großes. Hinter dem geradlinig erzählter Sekten-Thriller ohne Überraschungen steckt einfach gut verdauliche Detektivarbeit, bei der man irgendwie nicht das Gefühl loswerden möchte, als wollte man hier anfänglich was fürs Fernsehen drehen. Demzufolge ist Gezeigtes nicht sonderlich anspruchsvoll, glänzt aber immerhin mit typisch schottischer Kulisse. Leider hat SACRIFICE nur wenig mit Horror am Hut. Vielmehr verbirgt sich hinter dem vielversprechenden Filmtitel ein kurzweiliger Okkult-Krimi mit Thriller-Elementen, den man sich anschauen kann, wenn mal gerade nichts in der Glotze kommt. Man macht aber auch nichts falsch, wenn man SACRIFICE einfach mal auslässt. Von missraten kann hier zwar nicht die Rede sein. Trotzdem kommt – wenn man das so sieht – mal wieder die Erkenntnis in den Kopf, dass manche Bücher nicht zwingend verfilmt werden müssen. SACRIFICE gehört ins Buchregal, aber nicht auf die Mattscheibe.
 
 
 


 
 
 

SACRIFICE – Zensur

 
 
 
Wer jetzt glaubt, dass hier Gewalt zelebriert wird, der irrt. SACRIFICE ist relativ harmlos. Es gibt nahezu kaum etwas zu sehen. Am Ende bekommt ein Bösewicht einen Dolch in den Körper gejagt. Wegen der düsteren Thematik über Morde und Rituale hat es aber immerhin für eine FSK16 gereicht.
 
 
 


 
 
 

SACRIFICE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) EUROVIDEO MEDIEN (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sacrifice; Deutschland | Irland | USA 2016

Genre: Horror, Thriller, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.39:1 | @50 Hz (1080p)

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailershow, Originaltrailer

Release-Termin: 20.04.2017

 

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SACRIFICE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei EUROVIDEO MEDIEN)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Wicker Man (1973)
 
The Wicker Man (2006)
 
Rosemaries Baby (1968)