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Filmkritik: „Boar“ (2018)

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BOAR

Story

 
 
 

Ein wild gewordener Keiler treibt in einer australischen Kleinstadt sein Unwesen und hat gern Menschenfleisch auf der Speisekarte.

 
 
 


 
 
 

BOAR – Kritik

 
 
 
Was haben wir nicht schon alles gesehen. Es gab mordende Riesenzecken, prähistorische Killer-Piranhas, fliegende Killerhaie und boshafte Psychofrösche, die sich am liebsten am Fleisch menschlicher Opfer gelabt haben. Das Tier-Horror-Genre ist so vielfältig wie kurios zugleich, vor allem auch deshalb, weil es mittlerweile wohl keine Tiergattung mehr geben dürfte, die nicht für einen Horrorfilm herhalten musste. War der Tier-Horrorfilm bis weit in die 1980er noch halbwegs ernsthafter Natur gewesen, sind Horrorfilme mit Tieren in Zeiten von THE ASYLUM & Co zu einer regelrechten Lachnummer verkommen. Da tummeln sich plötzlich dreiköpfige Riesenhaie oder nimmersatte Piranhacondas auf der Mattscheibe. Trash und Spaß, statt Ernst und Grauen. Sonderlich furchteinflößend ist das natürlich nicht. Doch der australische Regisseur CHRIS SUN will das ändern. Der kramt die Idee von einem Riesenwildschwein aus der Schublade, mit der vor über 30 Jahren auch Filmemacher RUSSELL MULCAHY Erfolge verbuchen konnte. RAZORBACK nennt sich der spannende Tier-Schocker, der mittlerweile unter Horrorfans Kultstatus genießt. Dementsprechend hoch dürfte auch die Erwartungshaltung an BOAR sein, der nicht unwesentlich an genannten Kultfilm erinnert und mit JOHN JARRATT auch noch ein bekanntes Gesicht in petto hat, das vor allem Liebhaber für grobe Gewaltunterhaltung freuen dürfte. Der Schauspieler konnte sich als boshafter Killer in der legendären Filmreihe WOLF CREEK einen Namen machen. Letztere schaffte es sogar als Serie ins TV. Das sind gute Voraussetzungen.
 
 
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Ein riesiges Wildschwein, das vor nichts und niemandem Halt macht. Genau ein solches Exemplar sorgt im australischen Hinterland für Angst und Schrecken, wo es sich offenbar zum Ziel gesetzt hat, die Bewohner eines kleinen Provinzkaffs zu terrorisieren. Keine guten Aussichten für eine Familie, die just zu jener Zeit die Gegend besucht, in der das blutrünstige Schwein auf Beutefang geht. Die Durchreisenden wollten eigentlich im Ort nur einen Verwandten besuchen. Aber die gemütliche Familienzusammenführung entwickelt sich schnell zu einer Jagd auf Leben und Tod. Der Unterschied: Hier jagen nicht Menschen das Wild, sondern das Wild die Menschen. Weil mit CHRIS SUN jemand am Steuer sitzt, der zuvor schon einige Horrorfilme gedreht hat, darf man auf blutige Hausmannskost hoffen. Die wird definitiv geboten, denn sonderlich zimperlich geht der Regisseur in BOAR nicht unbedingt vor. Splatterfans wird’s freuen.
 
 
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Ein wild gewordener Keiler im australischen Hinterland. Kling, wie nach einem Remake von RAZORBACK. Genau damit rechneten auch besorgte Fans des Tier-Horrorklassikers von 1984. Die stellten Regisseur CHRIS SUN zur Rede und der erklärte sich auf Facebook. Dort gab Sun zu verstehen, dass er es nie wagen würde mit einem der kultigsten australischen Horrorfilme aller Zeiten in Konkurrenz zu treten. Zwar ist auch in seinem BOAR ein riesiges Wildschwein zu sehen, dennoch hätten beide Filme unterschiedliche Figuren und Handlungsstränge. Weiterhin ließ der Regisseur verlauten, dass BOAR kein Remake ist und RAZORBACK auch keinerlei Inspirationen zum Film lieferte. Stattdessen holte sich Macher CHRIS SUN kreativen Input von so Horror-Hits wie DER WEISSE HAI und auch AN AMERICAN WEREWOLF IN LONDON – wer’s glaubt. Nimmt man nämlich seinen BOAR genauer unter die Lupe sind Parallelen zum australischen Tier-Horrorklassiker unverkennbar. Offenbar war hier ein Fanboy bei der Arbeit, der nicht zugeben möchte, dass er kopiert ist. Das ist aber nicht weiter tragisch. Horrorfilmkenner haben’s bereits bei der Sichtung des Filmtrailers durchschaut.
 
 

 
 
Doch was kann der Zuschauer denn nun von BOAR erwarten? Wir meinen nicht sonderlich viel. Auch wenn BOAR im Grunde genommen auch RAZORBACK 2 heißen könnte, schafft es Filmemacher CHRIS SUN nicht einmal ansatzweise dem kultigen Horrorklassiker das Wasser zu reichen. Qualitativ trennen beide Filme Welten. Dabei fällt besonders schwer ins Gewicht, dass BOAR keinerlei Figur besitzt, die den Zuschauer an die Hand nimmt und durch den Film führt. Identifikationsmöglichkeiten sind somit ausgeschlossen, was für einen Horrorfilm vergleichbar mit einem Todesurteil ist. Wer ist denn nun der Held der Geschichte? Die Frage danach wird unnötig erschwert, denn Sun führt immer wieder Charaktere ein, die dann vom Keiler getötet werden. Eine verwirrende Angelegenheit, vor allem auch deshalb, weil sich der Zuschauer orientierungslos mit einer austauschbaren Handlung konfrontiert sieht, die sich ausschließlich von Mord zu Mord hangelt. Spannung kommt da freilich nur selten auf. Erst am Ende steuert BOAR den richtigen Weg an. Dann nämlich muss unsere Familie aus der Inhaltsangabe dem Tier die Stirn bieten. Der hat Macher CHRIS SUN bisher kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Dennoch wird ihr nun das Schicksal zuteil, einen unfairen Endkampf gegen Mutter Natur auszutragen. Überraschenderweise wird da für wenigen Minuten Adrenalin versprüht. Ob das aber ausreicht, um BOAR ein „sehenswert“ zu attestieren, sollte jeder Zuschauer für sich selbst entscheiden. Wir meinen: keineswegs. Auch wenn die Spezialeffekte – bis auf einige Einstellungen im Finale – ganz annehmbar sind.
 
 


 
 
 

BOAR – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Sieht aus wie ein Remake zu RAZORBACK, ist aber angeblich keins. Hier wurden knapp drei Millionen US-Dollar in den Sand gesetzt. BOAR ist trotz gutem Willen eine Enttäuschung. Das liegt aber nicht daran, dass einige Spezialeffekte am Ende etwas unfertig aussehen, weil es an Budget gemangelt hat. Vielmehr hat der Streifen ein Problem mit seiner Handlung und den vielen Figuren. Letztere wirken zu keiner Zeit nahbar oder sympathisch. Zudem gibt es im Film keine Identifikationsmöglichkeiten oder Charaktere, die den Zuschauer an die Hand nehmen und an die sich das Publikum klammern kann, wenn es doch einmal unangenehm wird. Stattdessen besteht BOAR aus einer Aneinanderreihung von Szenen, in denen der eigentliche Star des Streifens – also ein riesiger Keiler mal Puppe, mal animiert – Menschen auf verschiedene Weise um die Ecke bringt. Spätestens hier wird klar, in welchem Genre Regisseur CHRIS SUN zuhause ist. Der probierte sich zuletzt mit Filmen wie CHARLIE’S FARM oder DADDY’S LITTLE GIRL im Horror-Bereich aus. Blutig ging es in diesem Filmen allemal zu. Das wird auch in BOAR beibehalten. Der Film ist für einen Tier-Horrorfilm relativ blutig geraten, wobei die Gewaltszenen auch noch genüsslich zelebriert werden. Wer es blutig mag, wird demzufolge seinen Spaß haben. Feingeister und Zuschauer, die einen qualitativen Horrorfilm sehen wollen, von dem sie ein Mindestmaß an Handlung voraussetzen, dürften dumm aus der Wäsche schauen. Viel Handlung – wenn man das überhaupt Handlung nennen kann – besitzt BOAR leider nicht.
 
 
 


 
 
 

BOAR – Zensur

 
 
 
BOAR ist für einen Tier-Horrorfilm ziemlich blutig ausgefallen. Zudem werden die Morde sehr lang zelebriert und die Kamera hält drauf. Vermutlich einer der Gründe, warum BOAR in Deutschland wohl erst mit einer Erwachsenenfreigabe in den Handel kommen wird. Bisher gibt es keine deutsche Kaufhausfassung. Anbieter METEOR FILM hat den Streifen bisher nur im deutschsprachigen Ausland ungeprüft im Mediabook veröffentlicht. Diese Fassung ist komplett.
 
 
 


 
 
 

BOAR – Deutsche Blu-ray im Mediabook

 
 
 
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Cover A – auf 555 Stück limitiert (c) METEOR FILM | ILLUSIONS UNLIMITED

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Cover B – auf 444 Stück limitiert (c) METEOR FILM | ILLUSIONS UNLIMITED

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Cover C – auf 333 Stück limitiert (c) METEOR FILM | ILLUSIONS UNLIMITED

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Cover D – auf 222 Stück limitiert (c) METEOR FILM | ILLUSIONS UNLIMITED

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Boar; Australien 2017

Genre: Horror, Splatter, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 96 Min.

FSK: nicht geprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook in vier verschiedenen Ausführungen

Extras: Mehrseitiges Booklet, Making the Beast, Interviews mit Cast & Crew, Trailer

Release-Termin: 30.11.2018

 

Boar – Mediabook Cover A [Blu-ray + 2DVDs] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

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BOAR – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Razorback (1984)
 
Keiler – Der Menschenfresser (2009)
 
Prey – Vom Jäger zur Beute (2010)
 

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Filmkritik: „Blutrache – Blood Hunt“ (2017)

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BLUTRACHE – BLOOD HUNT

(BLOOD HUNT)

Story

 
 
 

Ein junges Paar gerät an vier Hinterwäldler, in deren Entwicklung offenbar etwas schiefgelaufen ist. Die haben Spaß daran ahnungslose Stadtmenschen zu entführen und sich irgendwo am Hintern der Welt an ihnen zu vergehen. Rape-and-Revenge-Horror vom Feinsten.

 
 
 


 
 
 

BLOOD HUNT – Kritik

 
 
 
Manche Filmthemen sind einfach nicht totzukriegen und kommen deshalb wieder und wieder. Das kann einerseits daran liegen, weil sie ohne viel Aufwand auf Zelluloid gebannt werden können und sich damit leicht Geld verdienen lässt. Andererseits gibt es mittlerweile Filmstoff, der so beliebt ist, dass man schlichtweg damit beschäftigt ist der hohen Nachfragen nach den immer wieder gleichen Filmen Herr zu werden. Beide Thesen könnten vermutlich auch für den folgenden Streifen gelten. Der spult im Grunde genommen ab, was man schon bis zum Erbrechen gesehen hat. Dennoch ist die Gier nach solchen Filmen vor allem unter Fans deftiger Hausmannskost groß. Viele derer erleben Glücksmomente, wenn im Horrorfilm Anarchie regiert. Daher erleben vor allem Rachefilme seit einigen Jahren ein Comeback, die schon in den 1970er und 1980er Jahren Hochkonjunktur feierten. Ebenso im Rache-Genre beheimatet ist der australische BLUTRACHE – BLOOD HUNT, der sich im Original schlicht BLOOD HUNT schimpft. Hier geht es nicht zimperlich zu – wie der kontroverse Prolog im Film zu verstehen gibt. Der zeigt die Vergewaltigung eines Opfers in der Egoperspektive. Was danach kommt ist nicht minder schockierend. Rache-Thriller wie THE LAST HOUSE ON THE LEFT und I SPIT ON YOUR GRAVE lassen grüßen.
 
 
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In BLOOD HUNT erlebt ein junges Paar die Hölle auf Erden. Das wollte eigentlich Beziehungsprobleme in den Griff bekommen, gerät aber schon bald in die Fänge des personifizierten Bösen. An einer Tankstelle machen Dean (DEAN KIRKRIGHT) und Claire (KAHLI WILLIAMS) Bekanntschaft mit einem unheimlichen Zeitgenossen, der aggressives Verhalten an den Tag legt. Doch man kann der Bedrohung in letzter Minute entkommen – zumindest vorerst. Kaum vom ersten Schreck erholt, folgt der Zweite. Das Auto macht unterwegs schlapp und man wartet auf Hilfe. Die kommt auch bald in Form des Sensenmannes. Der Psychopath von der Tankstelle macht nämlich mit seinen Freunden Halt. Die verschleppen das Paar und erteilen eine Lektion in Sachen Terror. Was folgt, sollten ungeübte Zuschauer besser meiden. Die vier Hinterwäldler missbrauchen, foltern und demütigen ihre Opfer. Um die Grausamkeiten ertragen zu können, braucht man schon Nerven wie Drahtseile. Das Leben ist eben nun mal kein Ponyhof.
 
 
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Vom Demütigen und Rächen – Horrorfilmthemen, die offenbar nie aus der Mode kommen. Auch wenn bereits zuvor viele ähnlich gelagerte Filme polarisiert haben und erfahrene Zuschauer mittlerweile abgehärtet sein dürften, lässt BLOOD HUNT nicht kalt. Was hier gezeigt wird, ist nicht minder hart anzuschauen. Regisseur SAM CURTAIN ist noch unerfahren im Filmedrehen. Dennoch zeugt das Langfilmdebüt von Geschick im Schockieren. Der Newcomer scheint viele Werke der Herren Craven, Peckinpah und Zarchi genau analysiert zu haben. Auch in deren Streifen mussten ahnungslose Protagonisten Unmenschliches über sich ergehen lassen und haben anschließend rot gesehen. Weil zweifelhafter Ablauf damals schon gut ankam, verfolgt SAM CURTAIN ähnliches Konzept und schaut weder nach links oder rechts. Überraschenderweise kommt trotz bekanntem Ablauf kaum Langeweile auf. BLOOD HUNT wurde schnörkellos inszeniert und besitzt mit seinen 76 Minuten kaum Längen. Der Film überzeugt mit ungeschliffenem Digitallook und erinnert dadurch irgendwie an Amateurware. Doch keine Panik. Die semiprofessionelle Optik stört zu keiner Minute und lässt das Treiben kruder erscheinen. Dank ungeschönter Bilderflut und pulsierender Soundkulisse, wird schnell ein Gefühl permanenten Unbehagens heraufbeschworen. Das zieht sich durch den gesamten Film und sorgt so für schnellen Herzschlag. Handgemachten Spezialeffekte tun da ihr Übriges. Die dürften in ihrer blutigen Zurschaustellung nicht jedermanns Sache sein und hinterlassen ein flaues Gefühl in der Magengegend. BLOOD HUNT ist definitiv kein Schnellschuss. Dazu ist der bewusst auf unprofessionell getrimmte Racheschocker zu professionell geraten. Weil der erste Langfilm durchaus (grausame) Höhepunkte besitzt, darf man gespannt sein was Regie-Neuling SAM CURTAIN noch an heftigen Gewalt-Epen auf die Fanbase loslassen wird. Der erste Ausflug ins Horrorfach zumindest kann sich sehen lassen – insofern man so etwas denn sehen will und überhaupt ertragen kann.
 
 
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BLOOD HUNT – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Heftiger Tobak. Ein weiteres Quälfilmchen über die Unberechenbarkeit von Bestie Mensch. BLUTRACHE – BLOOD HUNT (OT: BLOOD HUNT) läuft nach gleichem Schema ab, das bereits Streifen wie THE LAST HOUSE ON THE LEFT und I SPIT ON YOUR GRAVE zum Erfolg verholfen hat. Neuerungen gibt es kaum, dafür jede Menge unmenschlicher Bilder, die Gewaltfans Freudentränen bescheren werden. BLOOD HUNT zeigt Exploitation in Reinform. Es werden Menschen gedemütigt, vergewaltigt und gerächt. Einfache Zutaten, die BLOOD HUNT über Wasser halten. Erfreulicherweise funktioniert der Mix aus Schandtaten, Quälstimmung und Geschrei recht gut. Der Rachestreifen besitzt ungemütliche Terrorstimmung und rasante Verfolgungsjagden. Schnelligkeit spielt hier überhaupt eine tragende Rolle. Macher SAM CURTAIN hakt im Eiltempo ab. Das lässt kaum Längen entstehen, weshalb die oberflächliche und eindimensionale Charakterisierung gar nicht so schwer ins Gewicht fällt. Die ist in dieser Art von Streifen aber nicht sonderlich wichtig. BLOOD HUNT ist einer der besseren Rachefilme. Wer auf diese Art von Horror steht, kann gern einen Blick riskieren ohne gleich enttäuscht zu werden.
 
 
 


 
 
 

BLOOD HUNT – Zensur

 
 
 
Die FSK hat bekanntermaßen große Probleme mit Filmen, in denen skrupellos gerächt, vergewaltigt und gemordet wird. Das ist auch in BLUTRACHE – BLOOD HUNT (Originaltitel: BLOOD HUNT) nicht anders. Ein Mann wird aufgehängt und als menschlicher Boxsack missbraucht. Ein anderer auf ebensolche Weise gefoltert und aufgeschlitzt, so dass er ausblutet. Weiterhin wird ein Kopf von einer Autotür zermatscht und die obligatorische Vergewaltigung fehlt natürlich auch nicht. Das Gewaltspektakel wird mit Schuss- und Stichverletzungen abgerundet. BLOOD HUNT hat in Deutschland keine ungeschnittene Freigabe erhalten. Das Label INDEED FILM musste eine gekürzte Fassung bei der FSK einreichen um eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten zu können. Eine ungeschnittene deutsche Veröffentlichung wurde über das deutschsprachige Ausland im Mediabook veröffentlicht.
 
 
 


 
 
 

BLOOD HUNT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Indeed Film (Blu-ray im KeepCase – geschnittene Fassung)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Blood Hunt; Australien 2017

Genre: Horror, Thriller, Crime

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 76 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Interviews, Behind the Scenes, Originaltrailer, Deutscher Trailer

Release-Termin: 20.07.2018

 

Blutrache – Blood Hunt [gekürzte Blu-ray] auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

BLOOD HUNT – Deutsche Blu-ray im Mediabook

 
 
 
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Cover A – auf 444 Stück limitiert (c) INDEED FILM | ILLUSIONS UNLIMITED

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Cover B – auf 333 Stück limitiert (c) INDEED FILM | ILLUSIONS UNLIMITED

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Cover C – auf 222 Stück limitiert (c) INDEED FILM | ILLUSIONS UNLIMITED

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Cover D – auf 222 Stück limitiert (c) INDEED FILM | ILLUSIONS UNLIMITED

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Blood Hund; Australien 2017

Genre: Horror, Thriller, Crime

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 77 Min.

FSK: nicht geprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook in vier verschiedenen Ausführungen

Extras: Mehrseitiges Booklet, Making the Beast, Interviews mit Cast & Crew, Trailer, DVD auf der noch einmal der Film enthalten ist.

Release-Termin: 30.10.2018

 

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BLOOD HUNT – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Abbildungen liegen bei INDEED FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
I Spit on Your Grave (2010)
 
I Spit on Your Grave (1978)
 
I Spit on Your Grave 2 (2013)
 
I Spit on Your Grave 3 (2015)
 
Hidden in the Woods – Remake (2014)
 
I’ll never die alone (2008)
 
Storm Warning – Überleben kann tödlich sein (2007)
 
Last House on the Left (2009)
 


Filmkritik: „I Spit on Your Grave 3“ (2015)

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I SPIT ON YOUR GRAVE: VENGEANCE IS MINE

(I SPIT ON YOU GRAVE 3)

Story

 
 
 
Jennifer Hills (SARAH BUTLER) – das Vergewaltigungsopfer aus dem I SPIT ON YOUR GRAVE-Remake – rächt sich an den Peinigern vergewaltigter Frauen einer Selbsthilfegruppe.
 
 
 


 
 
 

I SPIT ON YOU GRAVE 3 – Kritik

 
 
 
Wer öfter Kritiken auf FILMCHECKER liest, dürfte vermutlich mitbekommen haben, dass wir keine Freunde brutaler Gewaltfilme sind, in denen aus reiner Sensations- und Geldgeilheit Menschen gequält, gedemütigt und gerichtet werden. So hatten in der Vergangenheit vor allem Rape-and-Revenge-Streifen das Nachsehen, die wegen ihrer sadistischen Zurschaustellung frauenverachtender Quälerei keine lobenden Worte erhalten haben. Einer, dem besonderes Augenmerk geschenkt wurde, war I SPIT ON YOUR GRAVE 2. Hier wurde die Messlatte in punkto Sadismus besonders nach oben geschoben, was den Streifen vor allem bei jenen interessant machen konnte, die die Qualität eines Horrorfilms allein vom Gewaltpegel abhängig machen. Für Macher STEVEN R. MONROE ein ganz großer Coup. Dem gelang mit der kontroversen Neuauflage eines in Deutschland immer noch beschlagnahmten Racheklassikers und deren ultrabrutaler Fortsetzung der Sprung in die Liga der gefragtesten Horror-Regisseure. Trotz zweifelhaftem Ruhm gelang ihm immerhin das Kunststück, die schmuddeligen Revenge-Streifen von einst wieder ins Kino zu bringen. So war das Subgenre des groben Rachefilms in den siebziger und achtziger Jahren eine sichere Bank in Hollywood und bediente gnadenlos das niedere Auge-um-Auge-Bedürfnis des kleinbürgerlichen Zusehers. Meir Zarchis I SPIT ON YOUR GRAVE war seinerzeits nur die B-Movie-Überspitzung zahlreicher konservativen Reißer, die vor allem CHARLES BRONSON und Kollegen über Nacht zu gefragten Schauspielern machten.
 
 
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Dass aufgrund des finanziellen Erfolgs der neuen I SPIT-Streifen ein weiterer Ableger gedreht werden musste, war logische Konsequenz. Der ist nun unter dem Titel I SPIT ON YOUR GRAVE: VENGEANCE IS MINE erschienen und wirbt reißerisch im Namen mit vielversprechender „Rache“. Die zweite Fortsetzung knüpft direkt an die Geschehnisse des Remakes aus dem Jahr 2010 an und rückt Hauptdarstellerin Jennifer Hills (SARAH BUTLER aus TERROR Z) erneut in den Fokus. Die nennt sich jetzt Angela und versucht nach einer grausamen Vergewaltigung zu ihrem alten Leben zurückzufinden. Hilfe verspricht sie sich in einer Selbsthilfegruppe für Vergewaltigungsopfer, in der sie die schrecklichen Erlebnisse besser verarbeiten lernen will. Doch die zermürbte Protagonistin wird von ihrer Vergangenheit eingeholt. Als sie in der Gruppe die selbstbewusste Marla (JENNIFER LANDON) kennenlernt, scheint das Leben endlich wieder einen Sinn zu ergeben. Die Frauen schließen Freundschaft und verbringen viel Zeit miteinander, in der die taffe Marla Unterricht im schlagfertigen Umgang mit allzu aufdringlichen Männern erteilt. Doch die Ereignisse nehmen eine unerwartete Wendung. Die rebellische neue Freundin wird tot aufgefunden. Zurück bleibt eine desorientierte Angela, der der Boden erneut unter den Füßen weggezogen wird. Die versucht den Täter zur Verantwortung zu ziehen, scheitert aber an einem maroden Justizsystem. Umso einleuchtender die Entscheidung das Gesetz ein weiteres Mal selbst in die Hand zu nehmen. Weil die Polizei kein ernsthaftes Interesse besitzt, gemeldeten Vergewaltigungen nachzugehen, übernimmt Angela kurzum deren Arbeit in Eigenregie. Im Namen aller missbrauchten Frauen mutiert sie zur Super-Rächerin, um Vergeltung für all jene einzufordern, die ebenso vergewaltigt und von der Justiz im Stich gelassen wurden.
 
 
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Das Thema Vergewaltigung ist brisant. Immer mehr Frauen gehen an die Öffentlichkeit, um zu berichten, was aus Angst oder Scham lang geheim gehalten wurde. So brachen amerikanische Studentinnen 2014 ihr Schweigen und entfachten damit eine Debatte über sexuelle Übergriffe an Universitäten. Die wurde zusätzlich durch einen Report des Pentagons verschärft, in dem von acht Prozent mehr gemeldeten Vergewaltigungen unter Militäranghörigen berichtet wurde. Trotz heißer Diskussionen und schärferer Gesetze werden die meisten Täter nie vor Gericht gebracht. Der Anteil verurteilter Sexualstraftäter ist im Verhältnis zu den Anzeigen der Opfer gesunken, was vor allem daraus resultiert, weil nicht immer an einer ernsthaften Verfolgung und Aufklärung der Taten gearbeitet wird. Immer noch scheinen sexuelle Übergriffe auf Frauen verharmlost, nicht ernst genommen zu werden, was dazu führt, dass Sexualverbrechen nicht genauer untersucht oder Akten mangels Beweise ganz geschlossen werden. Für die Opfer ein Albtraum, die mit den tragischen Erlebnissen allein fertig werden müssen. Der Staat unterstützt nur die wenigsten bei der Trauma-Verarbeitung. Ein Grund mehr, warum vielen nur der Weg zum Psychologen oder die Flucht in Selbsthilfegruppen bleibt, um sich dort die Last irgendwie von der Seele reden zu können.
 
 
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I SPIT ON YOUR GRAVE 3 beteiligt sich an der kontroversen Debatte und greift genau jene Hilflosigkeit vieler Frauen auf, die sich von Justiz und Behörden im Stich gelassen fühlen. Filmheldin Angela sitzt in ähnlicher Zwickmühle und nimmt das Gesetz selbst in die Hand, weil ihr die Tatenlosigkeit des Rechtssystems ein Dorn im Auge ist. Was folgt, ist für die Gewaltfraktion interessant. Die fehlgeleitete Protagonistin bestraft all jene mit dem Tod, die Frauen quälen oder missbrauchen und dafür nicht verurteilt werden. Interessanterweise schlägt I SPIT ON YOUR GRAVE 3 einen Richtungswechsel ein. Statt möglichst viel perverses Material auf Film zu bannen und sich ausschließlich auf das exploitative Zelebrieren von Gewaltmomenten zu beschränken, hat dieser Ableger auch etwas zu erzählen. Die Weiterentwicklung war bitter nötig, stieß bereits I SPIT ON YOUR GRAVE 2 an seine Grenzen. Er hatte eigentlich die gleiche Geschichte zu erzählen, wie der Vorgängerfilm. Somit dürften sich vor allem jene vor den Kopf gestoßen fühlen, die sich vom neusten Ableger ein ähnlich gestricktes Gewaltepos versprochen haben, in dem ausschließlich gefoltert, gedemütigt und vergewaltigt wird.
 
 
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Der frische Wind ist dem Newcomer R.D. BROWNSTEIN zu verdanken, der für I SPIT ON YOUR GRAVE: VENGEANCE IS MINE verantwortlich zeichnet. Der macht aus schonungslosem Rape-and-Revenge gesellschaftskritische Thriller-Ware, die deutlich gehaltvoller ist, als man es von einem Film dieses Subgenres erwartet hätte. Statt dummer Gewalt dominiert im Film das Drama um Angela, die mit inneren Dämonen ringen muss und am Ende den Kampf gegen den Hass verliert. Was folgt ist das Resultat eines mangelhaft funktionierenden Justizsystems. Die verwirrte Filmheldin verwandelt sich zur Killermaschine, die im Racherausch nicht mehr zwischen guten und bösen Jungs unterscheiden kann. Doch damit nicht genug. BROWNSTEIN treibt seine Figur weiter in den Abgrund, bis die letztendlich selbst zur boshaften Kreatur mutiert, die weder Skrupel noch Moral kennt. Letztendlich vermittelt I SPIT ON YOUR GRAVE 3 eine wichtige Botschaft. So hebt BROWNSTEIN am Ende den Zeigefinger und mahnt vor unermüdlichen Streben nach Rache und Vergeltung, schließlich bringt grenzenloser Hass niemals gewünschte Genugtuung, sondern immer nur weiteres Chaos.
 
 


 
 
 

I SPIT ON YOU GRAVE 3 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
WENIGER I SPIT ON YOUR GRAVE – dafür mehr DEATH WISH und DIE FRAU MIT DER 45ER MAGNUM. I SPIT ON YOUR GRAVE: VENGEANCE IS MINE ist der beste Teil der gesamten Filmreihe, insofern man die Qualität von Horrorfilmen nicht unbedingt am Härtegrad festmacht. Zuschauer, die die Vorgänger gerade wegen der Gewalt in den Himmel gelobt haben, werden vom neuesten Ableger reichlich enttäuscht werden. Bis auf zwei kurze (aber heftige) Gewaltmomente hält sich Teil drei zurück mit der Zuschaustellung reißerischer Exploitation-Momente. Stattdessen wurde diesmal ein Drehbuch mit richtigen Dialogen verfilmt, das sogar gesellschaftskritische aber auch moralische Ansätze besitzt. So setzt sich der Streifen mit dem Thema Rache auseinander, klärt aber auf, dass Genugtuung nie zu Gerechtigkeit führt, welche man sich von Vergeltung erhofft. Das Gegenteil ist der Fall, denn die Filmheldin wird durch rastloses Rächen nur noch weiter in den Abgrund gerissen. Hier erinnert der Film an Abel Ferraras in Exploitationfan-Kreisen geschätzten, unterkühlt-brutalen DIE FRAU MIT DER 45ER MAGNUM. Newcomer R.D. BROWNSTEIN macht mit dem Richtungswechsel alles richtig und hat mit I SPIT ON YOUR GRAVE 3 einen Film gedreht, dem es zur Abwechslung gelingt wirklich zu polarisieren. Der Streifen ist mehr Drama als Horror und regt mit brisanter Thematik zum Nachdenken an. Das ist bisher noch keinem Streifen der Reihe gelungen. Somit wird der Film vermutlich all jene ansprechen, die bisher so rein gar nichts mit der Filmserie anfangen konnten. Auch wenn sich der aktuelle Ableger deutlich von seinen Vorgängern abhebt, kann man nur hoffen, dass man die Grab-Serie damit ruhen lässt. Jeder weiterer Rache-Quatsch wäre überflüssig und unnötig.
 
 


 
 
 

I SPIT ON YOU GRAVE 3 – Zensur

 
 
 
Auch wenn I SPIT ON YOUR GRAVE: VENGEANCE IS MINE in Sachen Gewalt nicht die Härte der Vorgängerfilme erreicht, gibt es 2-3 kurze Szenen, die es in sich haben. So wird ein männliches Geschlechtsteil bearbeitet und die Analpenetration mit einem Rohr geht durch Mark und Bein. Auch wenn Gewalteinsätze überschaubar sind, hat I SPIT ON YOUR GRAVE: VENGEANCE IS MINE hierzulande ebenso Probleme mit der FSK bekommen. Der Film ist in Deutschland geschnitten erschienen. Das ist kein Wunder, weil die Prüfbehörde so ihre Probleme mit Selbstjustiz in Filmen besitzt. Natürlich gibt es für Horrorfans eine Alternative. Rechteinhaber ILLUSIONS UNLTD. hat I SPIT ON YOUR GRAVE 3 – wie bereits die Teile zuvor – ungeschnitten im deutschsprachigen Ausland veröffentlicht.
 
 
 


 
 
 

I SPIT ON YOU GRAVE 3 – Österreichische Blu-ray

 
 
 
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(c) ILLUSIONS UNLTD. (KeepCase im Schuber – ungeschnittene Fassung)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

 

Originaltitel: I Spit on Your Grave III: Vengeance Is Mine; USA 2015

Genre: Horror, Drama, Thriller

Ton:Deutsch DTS HD 5.1, Englisch DTS HD 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 91 Min. (ungeschnittene Fassung)

FSK: AT-Import – ungeprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: AT-Import – KeepCase im Schuber (nur Erstauflage)

Extras: „Back to the Cabin“ – Interview mit Sarah Butler zu Teil 1 (2010), Sarah Butler Interview (2015), Trailer

Release-Termin: ungeschnittener AT-Import: 28.01.2016

 

I Spit on your Grave 3: Vengeance is mine – Unrated [Blu-ray / DVD] ungeschnitten auf BEYOND MEDIA bestellen

 

I Spit on your Grave 3: Vengeance is mine – Unrated [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
Der auf ungeschnittene Horrorware spezialisierte Rechteinhaber ILLUSIONS UNLTD. aus Österreich sorgt für zufriedene Gesichter. Das ist auch kein Wunder, denn das Label veröffentlicht den dritten Teil ebenso wie die Vorgänger in ungeschnittener Filmfassung und deutscher Sprache. Damit die Optik im Sammlerregal einheitlich bleibt, wurde auch die Blu-ray zu I SPIT ON YOU GRAVE 3 in einen stabilen Schuber gesteckt, der selbstverständlich nur bei der Erstauflage mit an Bord ist. Sammler sollten sich demnach beeilen, denn lange wird es diese Auflage aufgrund der hohen Nachfrage dieser Filmreihe nicht geben. Bleibt noch zu erwähnen, dass Bild und Ton tadellos sind. Leider mangelt es der Veröffentlichung an Bonusmaterial. Bis auf einige Interviews sucht man nach Extras vergebens. Schade. Dennoch dürfte das Fans der Reihe nicht stören. Denen dürfte es weitaus wichtiger sein, den Film ungeschnitten ihr Eigen zu nennen.
 
 
 


 
 
 

I SPIT ON YOU GRAVE 3 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Tiberius Film (KeepCase Blu-ray – geschnittene Fassung)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: I Spit on Your Grave III: Vengeance Is Mine; USA 2015

Genre: Horror, Drama, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Sarah Butler Interview (2015), Trailer

Veröffentlichung: 07.03.2016

 
 
 

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I SPIT ON YOU GRAVE 3 – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Savaged (2013)

Bait (2014)

Bound to Vengeance (2015)

Evangeline (2013)

Girls against Boys (2012)

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Autumn Blood – Zeit der Rache (2013)

I Spit on your Grave 2(2013)

Last House on the Left (2009)

I Spit on your Grave (2010)

Extremities (1986)

Straw Dogs (2011)

Eden Lake (2008)


Filmkritik: „Killers“ (2014)

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KILLERS – IN JEDEM VON UNS STECKT EIN KILLER

Story

 
 
 
Der erfolgreiche japanische Bänker Nomura Shuhei (Kazuki Kitamura) geht einem äußerst bedenklichen Hobby nach. Er fängt junge Frauen von den Straßen Tokyos ein und sperrt sie in seine sterile, kalte Wohnung. Dort bringt er sie nach vollzogenem Geschlechtsakt auf grausame Art und Weise um, und das vor mehreren laufenden Kameras. Die fertig geschnittenen Videos seiner Morde lädt er im Internet hoch und erregt die Aufmerksamkeit des indonesischen Journalisten Bayu Aditya (Oka Antara), der sich von den Snuff-Videos zwar angeekelt, aber auch irgendwie fasziniert zeigt. Schon bald gibt Bayu den Stimmen in seinem Kopf nach und begibt sich ebenfalls auf einen mörderischen Streifzug. Über das Internet tauschen sich die beiden Männer zwischen ihren Eskapaden aus und formen eine seltsame und instabile Beziehung.
 
 
 


 
 
 

KILLERS – Kritik

 
 
 
Hinter dem brutalen Action-Krimi steht das asiatische Filmemacher-Duo mit dem markanten Namen „The Mo Brothers“, bestehend aus Timo Tjahjanto und Kimo Stamboel. Vor allem Ersterer hat sich im letzten Jahr mit zwei Produktionen in den Olymp der brutalsten und schrägsten asiatischen Filmemacher katapultiert. Mit seinem Beitrag zur Horror-Wundertüte „The ABCs of Death“ stach er in einer Gesellschaft aus 26 Regisseuren heraus und zeigte, zu was er fähig war. Die paar Minuten, die er mit „Libido“ zur Verfügung hatte, packte er randvoll mit absurden und grob gewalttätigen Perversitäten. Das Ergebnis mag unvergesslich und auf gewisse Art und Weise herausragend gewesen sein, doch wirft der Kurzfilm auch die Frage auf, ob eine derartig grausame Darstellung nur um ihrer Grausamkeit wegen existieren muss. In einem weiteren Segment eines Horrorfilm-Potpourris legte Tjahjanto zwar seine zornige Gewaltdarstellung ab, nicht jedoch den Wahnsinn seiner Inszenierung. Brutal, direkt, gruselig und fernab von jeglicher Vernunft schuf er mit „Safe Haven“ ohne Zweifel das beste Segment von „V/H/S 2“.
 
Nun wendet sich Tjahjanto seinem zweiten Langfilm zu und möchte im stattlichen, mehr als zwei Stunden dauernden Rahmen eine komplette Geschichte erzählen. Erneut tut er sich mit seinem Komplizen Kimo Stamboel zusammen und bildet mit ihm das explosive Duo „The Mo Brothers“, das sich 5 Jahre nach „Macabre“ zum zweiten Mal den Regie-Credit eines Langfilms teilt.
 
In „Killers“ ist der Name Programm. Stamboel und Tjahjanto malen ein Gemälde des Todes und bedienen sich dabei einer reichhaltigen Farbpalette. Eines der zentralen Themen des Films ist die Motivation hinter dem Morden, die bei den beiden Protagonisten grundverschieden daherkommt. Bei dem augenscheinlich erfolgreichen und souveränen Nomura entsteht sie durch eine tief verwurzelte psychologische Störung, bei dem Journalisten Bayu durch einen Kontrollverlust in seinem Leben. Einer tötet aus pathologischem Verlangen, der Andere aus Egoismus und Geltungsdrang. Der Gegensatz von internen und externen Faktoren, die beide Männer zu Killern machen, ist sehr interessant umgesetzt und verstärkt zudem das Motto des Films „Inside us lives a killer“.
 
Selbstverständlich schauen Fans der etwas gröberen Bilder hier nicht in die Röhre. Wie zu erwarten ist, setzen die Mo Brothers ihre kaltblütigen Tötungsszenen mit einer rohen Kompetenz um, die irgendwo zwischen Eleganz und Grausamkeit schwebt. Die Befürchtung, dass es sich bei „Killers“ nach „Libido“ erneut um eine selbstzweckhafte Menagerie aus abartigen Bildern handelt, bewahrheitet sich zum Glück nicht. Die Gewaltspitzen sind effektiv und blutig inszeniert, aber driften nicht ins Übertriebene oder Bedenkliche ab. Oft besinnen sich die Filmemacher darauf, dass ein im Kopf des Zuschauers erzeugtes Bild eindrucksvoller sein kann als ein auf der Leinwand gezeigtes. Viel drastischer als das Blutvergießen ist in „Killers“ ohnehin die Snuff-Thematik, die sich mit dem voyeuristischen Aspekt von Mord und Tod befasst. Ein Gedankenansatz, der dank der modernen Grube unendlicher Perversionen, die gemeinhin als Internet bezeichnet wird, wohl nie an Relevanz verlieren wird.
 
Wenn man einen Film über die tödlichen Kreuzzüge zweier gestörter Männer macht, kann man nur so weit gehen, bis man sein Publikum verliert. So geschieht es leider auch bei „Killers“, denn spätestens zur Hälfte des Films sind Nomura und Bayu so weit von den (mental gesunden) Zuschauern entfernt, dass die Sympathie und somit die emotionale Verbindung zum Geschehen auf der Leinwand verloren gehen. Zu diesem Zeitpunkt macht „Killers“ einen Rückschritt und entwickelt sich von einem interessanten Psychogramm zurück zu einem zwar schön gefilmten, aber herkömmlichen Action-Krimi. Hier merkt man erstmals auch die Länge des Films, die mit 137 Minuten etwas übertrieben wirkt. Weniger wäre hier definitiv mehr gewesen.
 
Trotzdem ist „Killers“ ein guter und lohnenswerter Film. Die Themen von Mord und Mördern, die von den Mo Brothers in ihren früheren Werken fast ausschließlich für Schockwerte genutzt wurden, verstricken sich hier zu einer interessanten und komplexen Geschichte über die Ursachen und Konsequenzen des Tötens. Gewürzt mit guten schauspielerischen Leistungen, einigen deftigen Szenen und einem sehr eleganten visuellen und akustischen Stil fügt sich „Killers“ zu einem rohen, brutalen aber trotzdem tiefgründigen Film zusammen.
 
 
 


 
 
 

KILLERS – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Die zweite Regie-Arbeit der Mo Brothers zeigt nicht nur zwei gewohnt kompetente Filmemacher, die wissen, wie man Bilder, Töne und Gedanken effektiv zusammenknüpft. Mit „Killers“ gehen sie über einen ekstatischen Blutrausch hinaus und hinterfragen nicht nur die gewalttätigen Aktionen ihrer Protagonisten, sondern auch das voyeuristische Verhalten des Horror-Fans. Eine beinharte und sehr stylische Tour de Force durch die Gedanken zweier Mörder.
 
 
 


 
 
 

KILLERS – Zensur

 
 
 
Rein von den Schauwerten her ist „Killers“ gar nicht so bedenklich, wie man erwarten könnte. Abgesehen von der großzügigen Verteilung von Kunstblut gibt es kaum Szenen, bei denen sich der Magen umdreht. Allerdings verleihen die Kaltblütigkeit und ein mehr oder weniger starker Hauch von Sadismus dem Film eine weitaus „schlimmere“ Qualität. Die besonders heikle Thematik der Snuff-Videos hat das Schicksal von „Killers“ schließlich besiegelt und eine ungeschnittene deutsche Fassung unmöglich gemacht. Die erhältliche, deutsche Fassung ist um 11 Minuten geschnitten. Wer den Streifen ungeschnitten in deutscher Sprache haben möchte, muss den Umweg über Österreich in Kauf nehmen. Dort veröffentlicht ILLUSIONS UNLTD. FILMS ein Mediabook mit der kompletten Filmfassung.
 
 
 


 
 
 

KILLERS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Sunfilm / Tiberius Film (geschnittene Filmfassung)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Killers; Indonesien / Japan 2013

Genre: Action, Drama, Krimis

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1, Japanisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 @24Hz (1080p)

Laufzeit: ca. 127 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (um 11 Minuten geschnittene Fassung)

Verpackung: Schwarze Amaray mit Wendecover

Extras: Trailershow

Release-Termin: 06.11.2014

 
Die deutsche Heimkinofassung zum Film KILLERS aus dem Hause SUNFILM / TIBERIUS FILM ist leider um knapp 11 Minuten geschnitten. Sammler und Horrorfans, die nur komplette Streifen ins Filmregal stellen wollen, sollten sich im deutschsprachigen Ausland nach der ungeschnittenen Filmversion umschauen. Dort hat der Anbieter ILLUSIONS UNLTD. ein hochwertiges Mediabook veröffentlicht, dass KILLERS in der ungeschnittenen, deutschen Fassung beinhaltet.
 

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KILLERS – Mediabook

 
 
 
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Nachdem KILLERS bereits als stark geschnittene, deutsche Fassung in den Handel gebracht wurde, schafft nun das österreichische Label ILLUSIONS UNLTD. Abhilfe und veröffentlicht den Überraschungs-Hit vom FANTASY FILMFEST 2014 auch als hochwertige Sammleredition im beliebten Mediabook. Wie bei den Filmen des Anbieters üblich ist die darin enthaltene Fassung ungeschnitten – auf dem Cover rankt diesbezüglich der „Unrated“-Vermerk. Im Buch selbst ist der Film als DVD und Blu-ray enthalten, wobei die vorliegende Veröffentlichung leider einen Wermutstropfen besitzt: es gibt keinerlei Extras. Bis auf den Trailer zum Film und etwas Eigenwerbung in Form einer überschaubaren Trailershow lassen sich keinerlei filmbezogene Extras auf den Scheiben finden. Das ist bedauerlich, zumal die letzten Mediabooks und Digipacks aus dem Hause ILLUSIONS UNLTD. mit umfangreichem Komplettpaket überzeugen konnten. Immerhin gibt es filmbegleitende, deutsche Untertitel und einen 24 Seiten umfassenden Buchteil, der um einige Hintergrundinformationen und Fotos aus dem Film KILLERS bereichert wurde. Zudem ist die strenge Limitierung vermutlich ohnehin Grund genug, sich das hübsch gestaltete Mediabook ins Sammlerregal zu stellen. Die aufwendige Verpackung kann diesmal in drei verschiedenen Covermotiven gekauft werden. Jedes der Bücher wurde auf 1000 Stück limitiert, so dass die Auswahl nicht gerade leicht fallen dürfte.
 
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KILLERS – Trailer

 
 

 
 

Timo Löhndorf

Mehr Kritiken von Timo gibt es auf dasnapalmduo.de zu lesen

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
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Filmreview: „P.O.E. Project of Evil“ (2012)

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P.O.E. PROJECT OF EVIL

Story

 
 
 
Einige italienische Regisseure haben sich sieben literarische Werke des amerikanischen Horror-Schreiberlings EDGAR ALLAN POES vorgenommen und filmische Interpretationen mit reichlich Blut, Sex und Gewalt gedreht …
 
 
 


 
 
 

P.O.E. PROJECT OF EVIL – Kritik

 
 
 
Horror-Anthologiestreifen sind gefragter denn je. Die kleinen Kurzfilmsammlungen erfreuen sich seit den Überraschungserfolgen von V/H/S und THE ABC’S OF DEATH wieder großer Beliebtheit und lassen ähnliche Werke wie Pilze aus dem Boden sprießen. Bereits 2011 hatten 15 internationale Regisseure das Potenzial jener Filmkunst erkannt und an einer Horrorsammlung gewerkelt, die unter dem Titel P.O.E. POETRY OF EVIL in die Händlerregal gebracht wurde. Weil das Sammelsurium bekannter Horrorgeschichten aus der Feder EDGAR ALLAN POES gut angekommen ist, folgt nun der zweite Streich für den sich noch einmal sieben italienische Filmmacher zusammengesetzt haben, um an einer blutigen Erwachsenenvariante der Poe’schen Gruselstorys zu basteln. Bevor jedoch die Freude in Euphorie umschlägt: Herr Argento ist nicht mit von der Partie, dafür aber einige Filmemacher Italiens, deren kleine Genre-Schocker es immerhin schon in den deutschen Handel geschafft haben. Zu den wohl bekannteste Regisseuren diese Riege gehört zweifelsohne EDO TAGLIAVINI, dessen blutreicher Horrorfilm BLOODLINE – DER KILLER hierzulande vom Rechteinhaber sogar in einer hochskalierten 3D-Version auf den Markt geschmissen wurde und es trotz hohem Gore-Gehalt unbeschadet durch die FSK geschafft hat.
 
P.O.E. PROJECT OF EVIL nennt sich der zweite Ausflug in die Welt des EDGAR ALLAN POE, wobei das hier servierte Geschichtengebräu nicht jedem Horrorfan munden dürfte, auch wenn es diesmal deutlich ruppiger zugange geht, als im Streifen zuvor. Die sieben Erzählungen des berühmten Horrorautors werden so ziemlich frei interpretiert und haben außer dem Titel meist kaum noch etwas mit den Schriften Poes gemein. Wirklich unheimlich wird es nicht, dafür aber sehr blutig und vor allem surreal, denn einige der Kurzwerke erinnern eher an bizarre Experimental- und Kunstfilme, als an grausigen Horror. Hier wird einmal mehr deutlich, dass Indie-Streifen meist mehr kreativen Spielraum in der Umsetzung besitzen, als manch teurer Studio-Schocker, deren Macher sich nicht selten an den Auflagen der Produzenten orientieren müssen. P.O.E. PROJECT OF EVIL ist ein engagiertes Indie-Projekt, glänzt mit eigenwilligem Konzept und überrascht durch einen zwar ungeschliffenen aber durchaus charmanten, wenn auch rauen Look. Die Ausleuchtung ist meist miserabel und die Schauspieler vermutlich von der Straße aufgelesen. Dennoch funktioniert der Film auf seine ganze eigene Weise, bietet er doch dem Zuschauer genügend Abwechslung und Abartigkeiten, so dass man auch schon mal darüber hinwegsehen kann, dass nicht alle Segmente qualitativ gleich überzeugen können.
 
Jede Geschichte trägt die individuelle Handschrift des jeweiligen Regisseurs, der hier seine ganz eigene Vision der Poe’schen Gruselmärchen auf Zelluloid gebannt und diese mit allerhand Sex, Mord und Gekröse „verschönert“ hat. Auf Konventionen wird gepfiffen, stattdessen wurde gedreht, worauf man Lust hatte. So kommt der Zuschauer in den Genuss des Stumm-Kurfilms LOSS OF BREATH, in dem ein Pornostar von zwei Schlägertypen seiner Männlichkeit beraubt wird. An Kastrationen fand man vermutlich Gefallen, so dass im recht wortkargen THE TELL-TALE HEART von einem Obdachlosen berichtet wird, der nach Thailand reist, dort seinen Penis abschneidet um ein neues Leben als Ladyboy leben zu können. Nicht minder grausam geht es in der Giallo-Hommage THE MURDERS IN THE RUE MORGUE zu, in der zwei Prostituierte von einem Affen vergewaltigt werden und blutige Rache am Besitzer des Tieres ausüben. Zitate und Verbeugungen hagelt es in P.O.E. PROJECT OF EVIL reichlich, wobei die italienischen Filmemacher vor all jenen Gruselkönigen den Hut ziehen, die im italienischen Genre-Kino Rang und Namen haben. DARIO ARGENTO wird für seine extravaganten Farbspielereien und deftigen Schlitzer-Krimis gehuldigt und der italienische Zombie-Papst LUCIO FULCIO wird mit der Untoten-Episode THE PREMATURE BURIAL noch einmal gen Himmel gepriesen.
 
Auch wenn diese Sammlung von Horror-Kurzfilmen recht durchwachsen ist und man hin und wieder nach dem Sinn in einigen Episoden sucht, bleibt am Ende ein teils verstörendes Stück Film über, das aus den klassischen Geschichten eines EDGAR ALLAN POE zeitgemäße Interpretationen zaubert, mit denen jedoch der verwöhnte Mainstream-Zuschauer herzlich wenig anfangen kann.
 
 
 


 
 
 

P.O.E. PROJECT OF EVIL – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein verstörend-bizarres Filmexperiment mit reichlich Sex und Gewalt, das man so vermutlich noch nicht auf dem Bildschirm hatte. Für P.O.E. PROJECT OF EVIL mussten sieben klassische Werke der Schriftstellerlegende EDGAR ALLAN POE herhalten, die hier modern aufbereitet nur noch wenig mit den eigentlichen Schriften des Autors gemein haben. Die sieben italienischen Regisseure konnten sich bei der filmischen Adaptionen soviel Freiheiten nehmen wir nur möglich und haben teils surreale Beiträge auf Zelluloid gebannt, an denen kommerzverliebte Filmfans sicher gar keine Freude haben dürften. Die meisten Segmente dieser Anthologie erinnern an blutige Kunst- und Experimentalfilme, die trotz kleinen Budgets dennoch mit ganz eigenem Look glänzen, auch wenn dieser manchmal mit einigen technischen Defiziten so kämpfen hat. P.O.E. PROJECT OF EVIL verweist ziemlich oft auf das italienische Horrorkino der 80er und huldigt ganz nebenbei die ganz Großen des modernen Euro-Horrors: DARIO ARGENTO und LUCIO FULCI. Wer sich selbst als offener Horrorfan bezeichnet und die Nase voll hat vom ständig sich wiederholenden Horror-Einerlei, sollte mal einen Blick in P.O.E. PROJECT OF EVIL werfen. Anders wie in der Vorgänger-Anthologie P.O.E. POETRY OF EVIL bekommt der Zuschauer hier eine obskure, deprimierende und ziemlich finstere Bilderflut präsentiert, die ihresgleichen sucht.
 
 
 


 
 
 

P.O.E. PROJECT OF EVIL – Zensur

 
 
 
Die Fortsetzung P.O.E. PROJECT OF EVIL ist trotz kostengünstigem Indie-Look ganz schön gepfeffert, was die Gewaltmomente betrifft. Ein Mann wird kastriert und die Kamera hält drauf. Gleich in der zweiten Episode bekommt man eine Frau zu sehen, deren Gliedmaßen abgesägt wurden. Außerdem wird hier recht krude vergewaltigt. Leider wird der Streifen hierzulande nicht veröffentlicht. Das Filmprojekt wurde im deutschsprachigen Ausland veröffentlicht und kann leider nur auf Filmbörsen oder in auf Horrorfilme spezialisierte Onlineshops erworben werden.
 
 
 


 
 
 

P.O.E. PROJECT OF EVIL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) ILLUSIONS UNLTD. films

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: POE – Project Of Evil; Italien 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch Dolby Digital 2.0, Deutsch Dolby Digital 5.1, Deutsch DTS HD 2.0, Deutsch DTS HD 5.1, Englisch Dolby Digital 2.0,, Englisch DTS HD 2.0

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,32:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 95 (BD) / ca. 91 Min. (DVD)

FSK: ungeprüft und daher erst ab 18 Jahren (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook

Extras: diverse Trailer zum Film, 2 Kurzfilme (je ca. 10 Minuten), Trailershow mit drei weiteren Veröffentlichungen des Labels, 84-seitiges Booklet mit den deutschen Übersetzungen aller im Film gezeigten Original-Kurzgeschichten aus der Feder von Edgar Allan Poe

 
 
 
Man muss ILLUSIONS UNLTD. films an dieser Stelle einmal für die mutige Veröffentlichungspolitik loben, denn das österreichische Label bringt seit geraumer Zeit nicht ausschließlich nur Klassiker als deutsche HD-Ersterscheinungen auf den Horror-Markt. Mittlerweile erscheinen in regelmäßigen Abständen sogar neuere Produktionen im deutschsprachigen Ausland, die vermutlich ohnehin keine Freigabe hier in Deutschland erhalten würden. Nach den Splatterstreifen CROSS BEARER, THE CEMETERY und demnächst FIST OF JESUS hat sich das Horror-Label erneut die Rechte an einem äußerst „speziellen“ Indie-Film gesichert, der zur Abwechslung die Marke „Anspruch“ trägt. Auch der experimentale P.O.E. – PROJECT OF EVIL wird mit einer ansprechenden Aufbereitung im Mediabook gehuldigt, wobei man sagen muss, dass diese Veröffentlichung vermutlich die beste weltweit sein dürfte, denn neben eine schicken Verpackung hat sich der Anbieter etwas ganz besonderes einfallen lassen. Im Inneren des Buches befindet sich ein 84-seitiges Booklet mit den deutschen Erstübersetzungen jener EDGAR ALLAN POE Geschichten, die dem Film zugrunde liegen. So können alle Segmente des Streifens mit die Original-Vorlage verglichen werden. Dass sich ILLUSIONS im Gegensatz zu österreichischen Heimkino-Kollegen, wie NSM und XT nicht nur ausschließlich auf Verpackungswahn konzentriert, zeigt einmal mehr die technische Aufbereitung der gebotenen Scheiben. P.O.E. – PROJECT OF EVIL wurde nicht nur mit ansprechender deutscher Übersetzung ausgestattet (von Porno-Übersetzung keine Spur); das Unternehmen hat selbst die Titeleinblendungen der jeweiligen Kurzgeschichten ins Deutsche übersetzen lassen und an deutschsprachige Untertitel für den Hauptfilm gedacht. Zudem stimmt ein ansprechend gestaltetes Bewegtmenü auf den Hauptfilm ein. Doch all das ist natürlich längst nicht alles, denn Bonus hat es selbstverständlich auch auf die Veröffentlichung geschafft. Zu sehen gibt es neben den obligatorischen Filmtrailer auch zwei Kurzfilme (je rund 10 Minuten), die ebenfalls deutsche Untertitel erhalten haben. Drei Programmvorschauen weiterer Streifen des Publishers sind in einer Trailershow zu finden. Wer Horrorfilme jenseits des Mainstream sucht, ist mit P.O.E – PROJECT OF EVIL gut beraten, zumal sich die Veröffentlichung aus dem Hause ILLUSIONS UNLTD. durchaus gut im Sammlerregal macht. Übrigens erscheint das Mediabook in drei verschiedenen Covermotiven. Jedes Buch ist auf 666 Stück limitiert und kommt in bekannter DVD/Blu-ray-Combo daher. Schnell zugreifen heißt da die Devise, bevor das bevorzugtes Motiv ausverkauft ist und zu Mondpreisen gehandelt wird.
 
 
 
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P.O.E. PROJECT OF EVIL – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
V/H/S
 
V/H/S 2
 
ABC’s of Death
 
Two Evil Eyes (1990)
 
The Bunny Game (2010)


Filmreview: „Found“ (2012)

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FOUND

Story

 
 
 
Marty ist 12 Jahre alt, geht in die 5. Klasse und schnüffelt gern mal im Zimmer des großen Bruders herum. Der ist ein Serienkiller und bringt gern die Köpfe seine Opfer mit nach Hause, wo er sie im Wandschrank versteckt hält …
 
 
 


 
 
 

FOUND – Kritik

 
 
 
Kinder können so grausam sein, vor allem dann, wenn sie sich mitten in der Pubertät befinden. Da durchleben Heranwachsende nicht nur eine komplizierte Persönlichkeitsentwicklung; auch der Reiz des Verbotenen und die Neugier auf das “Nicht-Alltägliche” macht diese Phase für werdende Erwachsene zu einer aufregenden und besonderen Zeit. Leider bedeutet Erwachsenwerden auch, sich behaupten zu müssen. Rangeleien und Machtkämpfe unter Gleichaltrigen sind keine Seltenheit und die Schwelle zum Mobbing ist in vielen Fällen fließend. Wer sich nicht durchsetzen kann und schwach bleibt, gerät schnell ins Visier gehässiger Mitschüler, die den Schulalltag für Leidtragende zur Hölle machen. Auch der Fünftklässler Marty (authentisch gespielt von Newcomer GAVIN BROWN) in FOUND hat so seine Probleme mit den Klassenkameraden. Die haben ihren Spaß daran, gemeine Lügen über den Außenseiter zu verbreiten und ihm in der Schultoilette aufzulauern. Für Marty Grund genug, sich immer weiter in seine eigene Welt zurückzuziehen. Er malt Superhelden-Comics in denen er die Hauptrolle spielt und geht gern auch unerlaubt auf heimliche Entdeckungstour in das Zimmer seines älteren Bruders Steve (brillant aggressiv und beängstigend verkörpert von ETHAN PHILBECK). Der hat nämlich nicht nur eine umfangreiche VHS-Sammlung der besten Horrorstreifen aus den 80ern, sondern versteckt in seinem Wandschrank eine Tasche, in der er skalpierte Köpfe vorwiegend farbiger Frauen verstaut. Für den introvertierten Schüler keiner große Sache, hat er sich schon längst an den schockierenden Anblick der Häupter gewöhnt und findet die Mutprobe immer wieder spannend, den Köpfen der Opfer ins Gesicht zu schauen. Als Marty mal wieder in der Schule schikaniert wird und erneut keinen Rückhalt durch die Eltern erhält, weiht er seinen vermeintlich besten Freund David (ALEX KOGIN) in die geheimen Aktivitäten des größeren Bruders ein. Bruderherz bekommt jedoch schnell von den Schnüffeleien des Geschwisterchens Wind und nimmt sich Marty zur Brust – mit fatalen Folgen.
 
Was man nicht alles mit knappen 8000 US-Dollar auf die Beine stellen kann. Oft ist das wirklich nicht viel. Aber hin und wieder gelingt es Filmemachern trotz geringen Budgets gute Filme zu machen, die dann sogar noch teurer ausschauen, als es der Fall war. FOUND ist mal wieder so ein Beispiel. Der Streifen kann seine Herkunft (trotz hübsch-blutiger Titelsequenz im Comiclook von LOWELL ISAAK) nicht verleugnen und schaut unweigerlich nach Independent aus. Sieht man jedoch von der Prämisse ab, gehört der Horror-Thriller mit zu dem Besten, was das Indie-Horrorgenre hervorgebracht hat. Unkonventionell heißt hier das Zauberwort, das jedem verwöhnten Mainstream-Zuschauer das Blut in den Adern gefrieren lassen dürfte, denn FOUND pfeift darauf, sich den gängigen Mustern des austauschbaren Horrorfilms zu unterwerfen. Regisseur SCOTT SCHIRMER hat sich dem Roman von TODD RIGNEY angenommen und daraus einen ziemlich umfangreichen Spielfilm über die Suche nach sich selbst gedreht, der sowohl als Coming-of-Age-Drama als auch als Horrorfilm funktioniert. Die Kombination macht’s und hebt sich dabei sogar noch innovativ vom sonstigen Horrorquatsch ab, der dem Filmfan ja derzeit reichlich oft angedreht wird. Wir erleben zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sich aber untereinander aufrichtig verbunden fühlen. Beide hegen die Leidenschaft für den Horrorfilm und scheinen fast schon eine Obsession für diese Streifen entwickelt zu haben, was den Eltern seltsamerweise ziemlich egal ist. Bruder Steve hat sich vom trauten Familienfrieden schon längst verabschiedet und stellt das Treiben seines Lieblingsvideos “Headless” in der realen Welt nach. Sein Augenmerk liegt auf dem Ausradieren der Farbigen, die seiner Meinung nach schon alle Bereiche des täglichen Lebens in Beschlag genommen und verseucht haben. Für den jüngeren Marty gelten jene grausigen Streifen stattdessen als naive Mutprobe, ist er doch kindlich fasziniert von den gar grotesken Monstern in diesen Filmen und kann partout nicht genug von diesen Schauerwerken vor die Linse bekommen. Jedes Wochenende fährt er zusammen mit den Eltern in die örtliche Videothek, um sich dort neuen Gruselstoff besorgen zu können, wobei derartige Riten in manch Horrorfan längst vergessene Kindheitserinnerungen wach werden lassen dürften.
 
 

„…my life is a horror movie, but who is the monster? …“

(Marty)

 
 
An Gesellschaftskritik mangelt es in FOUND nicht. Themen wie Rassismus, Mobbing, Homosexualität oder Nachlässigkeit in der Erziehung von Kindern werden auf besonders unangenehme, sogar drastische Weise an den Pranger gestellt. Die schroffe Gesellschaftskritik ist aktueller denn je und Auslöser für die recht unerfreulichen Geschehnisse in FOUND. Auch wenn SCHIRMERS Debüt am Ende doch mehr Drama als Horror ist, sind die wenigen Gewalteskapaden nicht von schlechten Eltern. Hier hat man gänzlich aus dem Vollen geschöpft. Es werden Augen aus den Höhlen gerissen und genüsslich verspeist, Frauen enthauptet und in deren Köpfe penetriert. Schön anzuschauen ist das wahrlich nicht, dürfte aber immerhin den Gore- und Splatter-Nerd erheblich Freude bereiten. FOUND ist ein Nischenfilm und wird mit Sicherheit sein Publikum finden. Im Ausland hat der Schocker selbst abgebrühteste Genrefans in Entzückung versetzt und lief sogar auf dem beliebten AFTER DARK FILMFEST 2013 im kanadischen Toronto, wo er in den Kategorien Beste Titelsequenz und Bester Gore Auszeichnungen erhielt. Auch wenn natürlich nicht alles perfekt ist, waren wir dennoch von der unverbrauchten Idee überrascht, die trotz Low-Budget-Inszenierung nie billig, uninspiriert oder langweilig heruntergerasselt wird. Wer intelligentes Horrorfutter sucht, ist mit diesem Geheimtipp auf jeden Fall gut beraten. Da kann man nur hoffen, dass FOUND ein Indie bleibt und nicht das Interesse “gemeingefährlicher” Majors auf den Plan ruft. Denn uns würde es nicht wundern, würde der halbwegs unverbrauchten Vorlage bald ein glatt poliertes und konventionelles Remake folgen.
 
 
 


 
 
 

FOUND – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
FOUND ist einer der besten Independent-Horrorfilme der letzten Zeit – raffiniert, abartig, kontrovers und intelligent. Das hat auch die internationale Presse erkannt und FOUND mit dem Prädikat “Geheimtipp” ausgezeichnet. Wir können dem nichts entgegensetzen und waren erstaunt, wie “anders” FOUND doch ist. Wer unkommerzielles und unabhängiges Kino mag, sollte auf jeden Fall einen Blick wagen.
 
 
 


 
 
 

FOUND – Zensur

 
 
 
Es gibt einige Szenen in denen in Körperteile toter Frauen penetriert wird. Vermutlich hat das dazu beigetragen, dass FOUND hierzulande geschnitten werden musste. Die deutschen Filmfassung wurde dementsprechend um etwas Gewalt erleichtert. Eine Alternative wird im deutschsparachigen Ausland angeboten. Dort erschien der Film ungeschnitten und natürlich auf deutsch.
 
 
 


 
 
 

FOUND – Deutsche Blu-ray im Mediabook

 
 
 
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(c) ILLUSIONS UNLTD. films / Meteor Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Found; USA 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1/2.0, Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1/2.0

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 103 (BD) / ca. 99 Min. (DVD)

FSK: ungeprüft und daher erst ab 18 Jahren (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook

Extras: diverse Trailer zum Film, Trailershow, 16-seitiges Booklet, 2 Audiokommentare (ohne dt. UT), Making-of (ohne dt. UT), Film-im-Film: Deep Dwellers und Headless (je mit optionalem Audiokommentar aber ohne dt. UT)

 
 
 
Anbieter METEOR FILM hat Erbarmen mit den Horrorfans. Statt nur eine geschnittene Fassung für den deutschen Markt zu veröffentlichen, geht der Rechteinhaber einen weiteren Weg, damit die Horrorgemeinde FOUND auch in kompletter Filmfassung ins Sammlerregal stellen darf. Hierbei nahm man den Umweg über Österreich in Kauf, weil der Film – ähnlich wie auch im Ausland – bei der deutschen Zensurbehörde auf wenig Gegenliebe stieß. ILLUSIONS UNLTD. übernahm den Vertrieb und überzeugt einmal mehr mit einer hochwertig verarbeiteten Sonderpackung im immer noch äußerst beliebten Mediabook. Das ist diesmal nicht matt gehalten, sondern kommt mit glänzender Lackoberfläche daher. Im Innenteil bietet ein 16-seitiges Booklet weitere Hintergrundinformationen, wobei das Interview mit FOUND-Regisseur SCOTT SCHIRMER besonderes Augenmerk erhalten sollte. Im Unterschied zur ebenfalls erhältlichen FSK-geprüften Veröffentlichung besitzt die limitierte Mediabook-Variante übrigens mehr Bonusmaterial. Neben zwei filmbezogenen Audiokommentaren hat es zusätzlich noch ein Film-im-Film-Feature zu HEADLESS auf die Scheibe geschafft. Leider werden deutsche Untertitelspuren schmerzlich vermisst, was die Veröffentlichung runder gemacht hätte. Nichtsdestotrotz darf man sich dennoch über eine schöne Ausführung zu einem besonderen Film freuen. Ganz nebenbei ist die hier besprochene Auswertung die bisher beste Veröffentlichung des Films weltweit. Dass das Mediabook unter dem üblichen Verkaufspreis von 30 Euronen angeboten wird, ist löblich. Bleibt zu erwähnen, dass schnell zugegriffen werden sollte. Jedes der beiden Mediabook-Cover ist auf 1333 Stück limitiert.

 
 
 


 
 
 

FOUND – Fassungen

 
 
 
FOUND ist in mehreren Fassung zu haben. Neben zwei schicken Sammlerverpackungen im Mediabook, die den Film ungeschnitten beinhalten, gibt es auch noch die reguläre deutsche Fassung für den Handel. Leider ist diese um wenigen Minuten geschnitten, da FOUND sonst keine Freigabe von der FSK erhalten hätte. Demzufolge sollten Liebhaber kompletter Filme möglichst Abstand vom KeepCase halten. Dieses ist am roten 18er-Flatschen auf der Front zu erkennen.
 
 
 
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(c) Meteor Film (geschnittene deutschen BD)

Found – Mein Bruder ist ein Serienkiller [Blu-ray] geschnittene Fassung auf AMAZON kaufen

 
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(c) ILLUSIONS UNLTD. films / Meteor Film (ungeschnittenes Mediabook – Cover A)

Found – Mein Bruder ist ein Serienkiller – Uncut [Blu-ray] [Limited Collector’s Edition] ungeschnitten bei AMAZON kaufen

 
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(c) ILLUSIONS UNLTD. films / Meteor Film (ungeschnittenes Mediabook – Cover B)

Found – Mein Bruder ist ein Serienkiller – Uncut [Blu-ray] [Limited Collector’s Edition] ungeschnittene bei AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

FOUND – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Mike Mendez‘ Killers (1996)
 
Behind the Mask: The Rise of Leslie Vernon (2006)
 
The Orphan Killer (2011)
 
ChromeSkull: Laid to Rest 2 (2011)


Filmreview: „I Spit on your Grave 2“ (2013)

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I SPIT ON YOUR GRAVE 2

Story

 
 
 
New York City: Das Model Katie (Jemma Dallender) braucht neue Fotos für die Bewerbungsmappe und gerät dabei an ein krankes Trio von Hobbyfotografen, das die smarte Schönheit vergewaltigen, unter Drogen setzen und nach Bulgarien entführen, wo sie gedemütigt, missbraucht und am Schluss lebendig begraben wird …
 
 
 


 
 
 

I SPIT ON YOUR GRAVE 2 – Kritik

 
 
 
Im Jahre 2010 entfachte das Remake eines schmuddeligen 70er Jahre Streifens allerhand kontroverse Diskussionen. Bereits im Vorfeld sorgte die Neuverfilmung des berüchtigten Rape’n Revenge Schockers I SPIT ON YOUR GRAVE (1978) für ausreichend Furore unter Horrorfans und Skeptikern, wobei er nach Erscheinen nicht nur von Presse und Kritikern zerrissen, sondern in Deutschland in seiner ungeschnittenen Form sogar beschlagnahmt wurde. Da sich Opfer Jennifer Hills (gespielt von SARAH BUTLER) trotz Kontroverse erfolgreich in die Herzen der weltweiten Zuschauer winseln und rächen konnte, war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Sequel folgen würde. Es sind Zeiten lukrativem Folterabfalls und man scheint nach wie vor mit frauenverachtendem Content genug Zaster verdienen zu können, um das Vorhandenseins einer I SPIT ON YOUR GRAVE-Fortsetzung rechtfertigen zu können, denn sieht man einmal von der menschenunwürdigen Quälerei der neuen Hauptdarstellerin und deren Rachefeldzug gegen ihre Peiniger ab, hat I SPIT ON YOUR GRAVE 2 nichts zu bieten, was man nicht bereits im Teil zuvor gesehen hätte. Diesmal muss sich Model Katie (JEMMA DALLENDER) die Blöße geben und sich von drei Vollpfosten aufs ungnädigste demütigen und missbrauchen lassen. Da man als unbedeutendes Model stets mit chronischer Geldnot zu kämpfen hat, kommt eine Anzeige für ein kostenloses Fotoshooting gerade recht. In der Hoffnung ihr Portfolio an aussagekräftigen Bewerbungsfotos kostengünstig erweitern zu können, wählt sie die Telefonnummer der Anzeige und wird auch gleich zu einem Fototermin geladen. Dort läuft den drei widerwärtigen Foto-Amateuren bereits das Wasser im Munde zusammen und Katie wird aufgefordert mehr Haut zu zeigen. Für die selbstbewusste Frau Grund genug, das Shooting wieder zu verlassen. Doch einer der Brüder ist von Katie fasziniert und folgt dem nichtsahnenden Model nach Haus in ihre New Yorker Wohnung. Dort wird sie unter Drogen gesetzt, vergewaltigt und in eine Kiste gesperrt. Als sie wieder erwacht befindet sie sich in einem tristen Kellerloch und erlebt ein wahrhaftiges Martyrium. Sie findet heraus, dass sie nach Bulgarien verschleppt wurde, wo sie sogleich von einem zahlenden Kunden vergewaltigt und mit einem Elektroschocker vaginal penetriert wird. Als die Kerle mit ihrem wehrlosen Opfer nichts mehr anzufangen wissen, wird Katie zusammengeschlagen, erneut in die Kiste gesperrt und lebendig begraben.
 
Man muss schon eine unbeschreibliche Leidenschaft für derartige Filme besitzen, um I SPIT ON YOUR GRAVE 2 überhaupt genießen zu können. Nicht, dass eine solche Leidenschaft etwas erstrebenswertes wäre. Ganz nach der Devise „sensationsgeiler, brutaler und menschenverachtender“ wird in dieser Fortsetzung die Sadismus-Schraube ein wenig fester gedreht, damit der Hobby-Sadist auch ja das zu sehen bekommt, was er von Filmen dieser Gattung erwartet: leidende, wimmernde Opfer, die möglichst lange gequält und misshandelt werden. Der Hauptteil dessen wird natürlich Kandidatin Katie zuteil, die nach knappen 15 Minuten schreiend auf dem Boden liegt und zusehen muss, wie ihr sympathischer Nachbar erbarmungslos erdolcht wird. Danach wird die adrette Hauptdarstellerin vergewaltigt, wobei der grausame Missbrauchsakt in seiner ekelerregenden Detailfreudigkeit dem des Vorgängertitels in nichts nachsteht. Als wäre das nicht schon grausam genug, wird die leidtragende Protagonistin wenig später ein weiteres Mal sexuell missbraucht, während ihr minutiös ein Elektroschocker vaginal eingeführt wird. Die Kamera hält erbarmungslos drauf. Warum derartige Szenen voyeuristisch gefeiert werden müssen, entbehrt jeglicher Logik, bis auf die der Gewaltpornographie. Scheinbar hat die Erwartungshaltung der Zuschauer dazu beigetragen, dass Vergewaltigen in gewaltgeilen Folterzeiten wie diesen einfach nicht mehr ausreicht, um ausreichend schockieren zu können. Umso erstaunlicher, dass dem Gewaltporno trotz haarsträubender Wendungen am Ende doch etwas die Puste ausgeht. Der Racheakt wird erstaunlich kurz und unspektakulär abgehandelt. Waren die Tötungsarten in der Neuverfilmung aus dem Jahr 2010 noch reichlich grotesk, wird die Genugtuung der Protagonistin jetzt erstaunlich realistisch bebildert.
 
STEVEN R. MONROE zeichnet für diesen unnötigen Folter-Aufguss verantwortlich. Der hat bereits den Vorgänger inszeniert und sich gleich mal die Freiheit genommen, den Nachfolger zu drehen. Für Fans des Films durchaus erfreulich, denn MONROE hält mit seinem I SPIT ON YOUR GRAVE 2 konstant den technischen Standard des 2010er Remakes. Trotz neuer Szenerie schaut sein Sequel ebenso düster, dreckig und trist aus, was der kranken Atmosphäre des Films durchaus förderlich ist. Dennoch lässt sich nicht von der Hand weisen, dass dem Zuschauer mit I SPIT ON YOUR GRAVE 2 ein zwar handwerklich perfektes, aber nicht minder fragwürdiges weiteres Remake des eigentlich 1978er Originals von MEIR ZARCHI serviert wird. Denn damit der Intellekt des Zuschauers nicht zu sehr beansprucht wird, wurden in diesem vermeintlichen Sequel einzig Handlungsort und Namen der Figuren ausgetauscht – der Rest ist wie gehabt. Unterm Strich bleibt ein vollkommen überflüssiger und vor allem austauschbarer Film, der auch hätte ICH JÄTE DEIN GRAB 10 oder ICH HATTE WAS MIT DEM FRIEDHOFSGÄRTNER 23 heißen können und einzig darin Daseinsberechtigung besitzt, Freunde der fragwürdigen Filmkunst für knapp 100 Minuten in das Hirn eines anscheinend verstörten und frauenhassenden Drehbuchautoren zu entführen.
 
 
 


 
 
 

I SPIT ON YOUR GRAVE 2 – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Mehr Gewalt – weniger Story. Ein Film, der mehr Remake statt Fortsetzung ist und der vermutlich nur existiert, damit Filmsammler prahlen können, welch derbes Filmchen sie doch im Regal stehen haben!
 
 
 


 
 
 

I SPIT ON YOUR GRAVE 2 – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung zu I SPIT ON YOUR GRAVE 2 ist geschnitten. Wer den Film ungekürzt sehen möchte, muss einmal mehr den Umweg über Österreich in Kauf nehmen. Dort wird der Film ungekürzt angepriesen. Der Film wird definitiv zeitnah in seiner ungeschnittenen Variante beschlagnahmt werden!
 
 
 


 
 
 

I SPIT ON YOUR GRAVE 2 – Trailer

 
 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Girls against Boys (2012)

If a Tree falls (2010)

Black Rock (2012)

Last House on the Left (2009)

I Spit on your Grave (2010)

I Spit on your Grave (1978)


Filmreview: „The Bunny Game“ (2010)

 

 

In meinem bisherigen Leben habe ich ja schon genug, auf Zelluloid gebannten Dreck gesehen, aber ich bin immer wieder überrascht, welch dumme und völlig unnötige Filmideen aus den scheinbar kranken Hirnen diverser Möchtegern-Drehbuchschreiber entspringen.

Mit „The Bunny Game“ dürfte der Filmfan eine neue Dimension cineastischen Durchfalls erleben und es ist wirklich erstaunlich mit welch „pseudo“-kontroversen Filme ideenlose Nachwuchsregisseure um die Gunst und vor allem die hart verdiente Kohle gieriger Horrorfilmfans buhlen.

Das bei geistig-unterbelichteten Filmen, wie diesem, gut ausgetüftelte Marketingstrategien von Nöten sind um halbwegs kommerziellen Erfolg zu erzielen, dürfte jedem Filmfan nach Sichtung dieses Schundes klar werden.

Denn schenkt man diversen Filmforen Glauben, so schwanken diverse Gerüchte um diesen völlig überbewerteten Film. Der österreichische Publisher ILLUSIONS UNLTD. lies vor geraumer Zeit sogar verlauten, dass sich scheinbar kein deutschsprachiges Synchronstudio hat finden lassen, das „The Bunny Game“ ins deutsche übersetzen wollte.

Das aufgrund dieser arg überzogenen Gerüchte deutschsprachige Filmfreunde hellhörig und demnach unfreiwillig Teil dieser raffiniert ausgetüftelten Marketingkampagne werden mussten, dürfte jedem Filmfreund schnell klar werden, der sich letztendlich selbst ein Bild von „The Bunny Game“ gemacht hat.

Gerade einmal 10 Satzfetzen konnte ich zählen – eine Synchronisation demnach völlig fehl am Platz und vollkommen unnötig. Blut, Gewalt oder Splatter gibt es nicht. Keine Ahnung, warum ILLUSIONS UNLTD. seine Käufer derart auf der Nase herumtanzen muss, und derart haarsträubende Informationen in die Welt setzt.

Denn wer sich die 80 quälend langweiligen Minuten zu Gemüte geführt hat, dürfte krampfartig nach den Sinn und die Daseinsberechtigung von „The Bunny Game“ suchen.

Explizite Gewalt gibt es nämlich in diesem Film nicht, Story – absolute Fehlanzeige.

Der Filmfan erlebt das ultimative „Martyrium“ einer jungen Drogenabhängigen, die ihren Drogenkonsum mit Prostitution finanziert. Leider gerät sie in ihrem vollkommen verpeilten Leben letztendlich an den „ultimativen“ Kunden, der sie niederschlägt und 40 Minuten erniedrigt und demütigt. Leider hat das alles nicht einmal ansatzweise Sinn, schockiert null und gestaltet sich als unglaublich dumm und vor allem unerträglich langweilig.

Um dieses, auf Zwang in s/w-getrimmte Pseudo-Arthaus-Machwerk überhaupt halbwegs ertragen zu können, empfehle ich die Vorspultaste der Fernbedienung bereits nach Beginn einsatzbereit gen Player zu richten, denn „The Bunny Game“ schockiert leider nicht, sondern dürfte interessierte Filmfans für Müdigkeit lähmen.

Dabei beginnt der Film eigentlich recht vielversprechend. Der unweigerliche Verfall der perspektivlosen Hauptdarstellerin gestaltet sich als unerträglich deprimierend und hätte in dieser Form ersichtlich gut bis Filmende funktioniert. Leider führt „The Bunny Game“ diesen überaus erschreckend in Szene gesetzten Beginn nicht weiter fort und mutiert von einem ansprechenden Independent-Drama zur vollkommen lächerlich-peinlichen und vollkommen überzogenen Tour de Farce.

Der vermeintlich kranke Psychopath beginnt vor laufender Kamera sein hilfloses und scheinbar narkotisierendes Opfer in allen erdenklich möglichen Stellungen durch die Luft zu wirbeln und führt an der jungen Frau schamhaft-groteske „Trockenübungen“ durch, die in ihrer Darstellung weder schockieren wollen, als vielmehr fremdschämendes Gelächter beim Zuschauer verursachen.

Die Darstellung der Demütigungen des Opfers unterteilt sich in wenige Abschnitte, wobei der unbekannte Täter in der psychischen Misshandlung der jungen Frau von Abschnitt zu Abschnitt radikaler zu werden scheint, aber von körperlichen Misshandlungen (abgesehen von einem „Branding“) absieht.

Warum er aber nur in dieser Art und Weise vorgeht, bleibt ebenso unbeantwortet, wie unzählige Fakten über das Opfer selbst.

Leider geht einem das Geschehen, gerade aufgrund fehlender Antworten und mangels Identifikationsmöglichkeiten, bereits nach der Filmhälfte gehörig aufs Schwein.

Der Psychopath schreit seinem verwirrten Opfer minutiös ins Ohr und auch die vordergründig ruhige Kameraführung scheint vollkommen aus dem Ruder zu laufen und drängt den Zuschauer mit all seinen wirren Flashbacks und dem planlosen Soundgerassel an die Grenze zur Epilepsie.

Was uns Regisseur Adam Rehmeier mit seinem „The Bunny Game“ vorsetzt ist jenseits von Gut und Böse. Mit ernstzunehmender Kunst (egal in welcher Hinsicht)  hat das Teil rein gar nix am Hut.

Wer hier Psychogewalt, ähnlich eines „Martyrs“erwatet, dürfte nach Sichtung dumm aus der Wäsche schauen.

Gorehounds, Splatterfreunde oder sensationsgeile Exploitation-Filmfreaks, die einen überaus harten und krassen Film erwarten werden ebenso gänzlich enttäuscht.

Reheimers überaus unklarer Thriller scheint einzig dafür gemacht, um die Kreativität potenzieller Hobbypsychopathen zu fördern. Ein Film, der zumindest für mich, keine Daseinsberechtigung besitzt.

 

 

 

Fazit  1/10 Punkten

 

Wer an „The Bunny Game“ Gefallen findet, sollte sich schnellst möglich an den Psychologen seines Vertrauens wenden. Unmöglich schlechter Film!

(Deutsche Fassung kommt demnächst ungeschnitten über ILLUSIONS UNLTD aus Österreich)

 

Hellraiser80