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Kritik: „Trauma – Das Böse verlangt Loyalität“ (2017)

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TRAUMA – DAS BÖSE VERLANGT LOYALITÄT

(TRAUMA)

Story

 
 
 

Ein Skandalfilm wie er im Buche steht: Vier Freundinnen wollen es sich in einem abgelegenen Haus gemütlich machen. Kaum angekommen, klopft es an der Tür. Davor steht aber nicht der Pizza-Mann, sondern zwei Fremde, die den Damen das Leben zur Hölle machen wollen.

 
 
 


 
 
 

TRAUMA – Kritik

 
 
 
Immer wenn man meint, es geht eigentlich nicht schlimmer, braucht man nicht lange zu warten, bis man eines Besseren belehrt wird. Vergewaltigung in Verbindung mit Rache ist seit den 1970ern ein beliebtes Thema im Kino. Meist werden hier wehrlose Frauen psychisch und körperlich so sehr misshandelt, dass sie nur noch eine Antwort kennen: Rache. Die fällt meist blutig und kompromisslos aus, was natürlich Fans viel umstrittener Rape-and-Revenge-Filme umso mehr freut. Erwähnte Erfolgsformel kennt man auch in Chile, wo man in den letzten Jahren mit filmischen Kontroversen für Aufmerksamkeit gesorgt hat. So bot nicht nur der polarisierende ELI ROTH mit dem harten AFTERSHOCK reichlich Zündstoff. Auch der chilenische Regisseur PARTICIO VALLADARES experimentierte in HIDDEN IN THE WOODS mit Exploitation und brachte damit einen kruden Vertreter hervor, der vor allem durch grenzüberschreitende Tabus in Verbindung mit Gewalt in einigen Ländern Probleme bekam. Die dürfte auch der folgende TRAUMA erhalten, welcher natürlich mit ebenso zweifelhaftem Filmkonzept Sittenwächter auf die Barrikaden bringt. Auch hier will man niedere Instinkte befriedigen und vermischt Sex und Gewalt zu einem deftigen Cocktail, der nur auf eines abzielt: Schockwirkung. Da werden Zuschauer hellhörig, die an Streifen wie I SPIT ON YOUR GRAVE oder A SERBIAN FILM Gefallen finden. Die bekommen in TRAUMA nämlich das zu sehen, was normale Cineasten abschreckt. Nur, kann genannter Streifen wirklich den vielen positiven Stimmen gerecht werden, die TRAUMA auf einschlägigen Filmfestivals erhalten hat? Wir klären auf.
 
 
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TRAUMA wird als wohl kontroversester Genre-Film des Jahres 2017 gehandelt. Darin wimmelt es nur so vor geschmacklosen Tabubrüchen und bluttriefenden Gewaltausbrüchen, die für Gesprächsstoff sorgen werden. Der Film handelt von vier Freundinnen, die sich irgendwo im chilenischen Hinterland zusammenfinden, um sich gegenseitig an die Wäsche gehen zu können. Was der einen gefällt, macht natürlich die andere eifersüchtig. Wer aber meint, dass in TRAUMA der Zickenkrieg regiert, wird bald eines Besseren belehrt. Der Streifen findet nämlich schnell eine andere Sprache und verwandelt sich zu einem harten Überlebenskampf, der nicht jedermanns Sache sein wird. So klopfen bald zwei Einheimische an der Tür des bezogenen Landhauses. Doch die haben weder Kaffee noch Kuchen dabei. Stattdessen überfallen sie die Frauen und gehen alles andere als zimperlich vor. Es wird vergewaltigt und gemordet, was nicht nur die Opfer verstört. Auch das Publikum dürfte wegen kaltschnäuzigen Vorgehens nach Luft ringen, weil der Streifen in puncto Grausamkeit stets versucht sich selbst zu übertrumpfen. Doch die Misshandlung der vier Frauen ist nur der Auftakt einer Reihe schrecklicher Ereignisse, die eine blutige Spur der Verwüstung nach sich zieht. So schwören die traumatisierten Opfer Rache und machen sich zusammen mit zwei Polizisten auf, den Peinigern die Leviten zu lesen. Leider folgen sie hier zwei Bestien in Menschengestalt, die weder Erbarmen noch Gnade kennen. Zartbesaiteten sei daher an dieser Stelle empfohlen diesen Film besser zu meiden.
 
 
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Das ist nichts für schwache Nerven. Da wird ein Säugling mit Fingern penetriert und ein Teenager wird gezwungen die eigene Mutter zu vergewaltigen, während selbiger der Kopf weggeschossen wird. Ja, TRAUMA will anecken und füllt seine Handlung mit bewusst widerwärtigem Inhalt, um das erreichen zu können, was vielen neueren Produkten nur selten gelingt. Er will eine neue Dimension menschlicher Grausamkeiten auf die Leinwand bringen und das gelingt zweifelsohne. TAUMA schockiert und stößt mit perversen Ideen auch jene vor den Kopf, die meinen bereits alles gesehen zu haben. So hat hier ein Heranwachsender während der chilenischen Diktatur Grausames erleben müssen, weshalb er nun als Erwachsener weder Skrupel noch Menschlichkeit empfindet. In eingestreuten Rückblenden bekommt der Zuschauer den Leidensweg des Irregeführten zu sehen, während selbiger in einem parallelen Handlungsstrang nun in der Gegenwart Menschen abschlachtet und dabei auch noch Spaß empfindet. Regisseur LUCIO A. ROJAS hat offenbar einiges dazugelernt. Der langweilte zuletzt mit bescheidenem Low-Budget-Trash wie PERFIDE oder ZOMBIE DAWN, gibt aber nun mächtig Gas. Vorbei die Zeiten schlechter Schauspieler und noch mieserer Effekte. TRAUMA spielt in einer anderen Liga und kann sich als ernstzunehmendes Projekt in die Reihe nicht minder skandalöse Genre-Filme wie ILSA – SHE WOLF OF THE SS, DIE 120 TAGE VON SODOM oder THE HUMAN CENTIPEDE 2 einreihen. Somit sei dieser Rape-and-Revenge-Thriller all jenen Horror-Fans empfohlen, denen es im Horror- und Thrillerkino nicht menschenverachtend wie möglich zugehen kann. Selbst die müssen sich eingestehen, dass sich Gezeigtes weit weg vom guten Geschmack bewegt und vor allem hart ist.
 
 
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TRAUMA – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
TRAUMA ist ein verstörender Gewaltrauch für Hartgesottene, über den man noch lange sprechen wird. Was MARTYRS für Frankreich und A SERBIAN FILM für Serbien, ist TRAUMA für Chile. Dieser Film will schockieren und polarisieren. Wegen vieler grenzüberschreitender Einfälle gelingt das zweifelsohne. So werden Tabus gebrochen und Abartigkeiten zelebriert. Dabei flimmert menschenverachtende Gewalt beinahe minütlich über die Leinwand. Weil Schauspieler, Kameraführung und Spezialeffekte erste Sahne sind, trifft Gezeigtes doppelt so stark. Hier mutiert ein Mann zur unberechenbare Killermaschine, weil er als Jugendlicher durch die psychische Hölle gegangen ist. Was sich aber liest, wie eine interessante Charakterstudie eines fehlgeleiteten Menschen, ist leider alles andere als glaubhaft. Regisseur LUCIO A. ROJAS nutzt Trauma-Thematik aus, um möglichst viel kontroversen Schmuddelkram zeigen zu können. Dabei verläuft er sich zu engstirnig im Exploitation-Fach und füllt die Handlung ausschließlich mit Sex und Gewalt. Wem das jedoch bewusst ist, dürfte TRAUMA wohl als neuen Geheimtipp betiteln. Doch Achtung: TRAUMA setzt einen gesunden Magen und gute Nerven voraus, denn dieser harte Horrorthriller aus Chile ist nichts für Anfänger, Feingeister und Moralapostel.
 
 
 


 
 
 

TRAUMA – Zensur

 
 
 
TRAUMA – DAS BÖSE VERLANGT LOYALITÄT ist einer dieser Filme, der sich bei der FSK bereits durch seinen harten Prolog ins Aus schießen dürfte. In diesem Film gibt es derart viel menschenverachtenden Content zu sehen, dass eine ungeschnittene Freigabe für die Kaufhäuser undenkbar ist. Offenbar weiß das auch das Label INDEED FILM und kündigt für den Spätsommer eine ungeschnittene Freigabe über das deutschsprachige Ausland an. Wer nicht so lange warten möchte, hat im April die Möglichkeit TRAUMA ungeschnitten auf dem OBSCURA FILMFESTIVAL zu sehen.
 
 
 


 
 
 

TRAUMA – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei INDEED FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Last House on the Left (2009)
 
I Spit on Your Grave (2010)
 
I Spit on Your Grave 2 (2013)
 
Bait (2014)
 
Kidnapped (2010)
 

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Filmkritik: „Hounds of Love“ (2016)

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HOUNDS OF LOVE

Story

 
 
 

Auch Serienkiller brauchen Liebe. In HOUNDS OF LOVE bringt Liebesentzug die Ehe eines Psychopathen-Duos ins Wanken.

 
 
 


 
 
 

HOUNDS OF LOVE – Kritik

 
 
 
Ein weiterer Film über die Bestie Mensch. Diesmal zeigt sie sich in Form eines Pärchens, das während der 1980ern in australischen Vororten ihr Unwesen treibt, um dort ahnungslosen Teenagerinnen aufzulauern. Die entführen minderjährige Mädchen und halten diese in ihrem Heim fest. Dort durchleben die Opfer die Hölle auf Erden. Sie werden vergewaltigt, missbraucht und letztendlich getötet. Doch auch Serienmörder geraten irgendwann einmal an ihre Meister. Der verbirgt sich in der rebellischen Vicki. Die Jugendliche hat zu Hause ihre Probleme und kommt mit der Mutter nicht klar. Weil die ihr verbietet eine Feier zu besuchen, geht die Heranwachsende einfach heimlich zur Sause und trifft unterwegs besagtes Mörderduos, das für die Teenagerin Taxi spielen will. Weil Vicki keine Gefahr ahnt, springt sie ins Auto und freut sich auf Freunde, Alkohol und Party. Doch alles kommt anders. Das Mädchen wird entführt und im Heim des Killerpaars auf eine Liege gekettet. Dort muss sie schreckliche Dinge über sich ergehen lassen. Trotz Martyrium ist Vicki wachsam. So erfährt das Opfer, dass in dieser Beziehung einiges falsch läuft. Während Psychopath John (unberechenbar und abgebrüht: STEPHEN CURRY) daheim perverse Neigungen auslebt, duldet Gattin Evelyn Abscheulichkeiten aus Liebe. Doch hinter der Fassade bröckelt es. Offenbar ist Evelyn in ihrer Ehe nicht mehr glücklich, denn emotionale Abweisungen stehen an der Tagesordnung. So nutzt die Jugendliche emotionale Diskrepanzen aus und bringt das Paar gegeneinander auf. Was folgt ist harter Tobak – exzellent gespielt und schockierend verfilmt.
 
 

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Was man nicht alles aus Liebe tut. HOUNDS OF LOVE ist schwer verdaulicher Stoff, den man nicht mal so nebenbei sieht. Der Film zeigt in deprimierenden und ungeschönten Bildern den emotionalen Abstieg einer Frau, die aus Liebe zur Mittäterin wird. Schauspielerisch befindet sich das von BEN YOUNG inszenierte Psychodrama auf hohem Niveau und hebt sich demnach lobenswert von den üblichen Indie-Konsorten ab, die man sonst so im Horror-Bereich vorgesetzt bekommt. Zu verdanken ist dies Darstellerin EMMA BOTH. Die liefert eine Glanzleistung ab und verkörpert im Film den weiblichen Part eines skrupellosen Psycho-Duos, das mit seinen Opfern keine Gnade kennt. Ihr wird besondere Aufmerksamkeit zuteil, denn während sich das neue Opfer Vicki und Täter-Gatte John in ihren Rollen kaum weiterentwickeln, erlebt die von Both gespielte Evelyn in HOUNDS OF LOVE eine qualvolle Lektion in Sachen Liebe. Dank der neuen Gefangenen komnt die emotional abhängige Kriminelle zur Erleuchtung. Die ringt vergebens nach Nähe, Liebe und Verständnis, wird aber vom Göttergatten abgewiesen. So hinterlassen emotionale Wunden tiefe Narben und führen in ein unbequemes Finale, das Erlösung und Qual zugleich ist.
 
 

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In HOUNDS OF LOVE weht ein rauer Wind. Hier zeichnet sich früh ab, dass das Streben nach unerwiderter Liebe mit Chaos enden muss. Das wird vor allem am ungemütlichen Ton des Streifens bemerkbar. HOUNDS OF LOVE wird mit laufender Spielzeit beklemmender und deutet früh an, dass der etwas andere Liebesfilm mit großem Knall enden muss. Filmemacher BEN YOUNG baut subtile Spannungen zwischen seinen Antihelden auf, die schlussendlich zur Katastrophe führen. Unerfahrene Zuschauer dürften damit Probleme haben, denn auch wenn nicht viel Gewalt gezeigt wird, sind die Geschehnisse im Film hart anzuschauen. Hier wird Kopfkino in Bestform zelebriert. Das dürfte wohl auch der Grund dafür sein, dass HOUNDS OF LOVE auf einschlägigen Festivals von Kritikern und Publikum mit Lob überhäuft wurde. BEN YOUNG beschwört mit wenig Mitteln maximales Unbehagen herauf und lässt Figuren wie Zuschauer an Grenzen gehen. Das muss ihm erst einmal jemand nachmachen. HOUNDS OF LOVE ist ein gutes Beispiel dafür, dass sehenswerte Genrefilme nicht zwangsläufig Effekthascherei, explizite Gewalt und Spezialeffekte benötigen. Erfahrenes Schauspiel und durchdachtes Drehbuch sind alles. Wir ziehen unseren Hut.
 
 

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HOUNDS OF LOVE – Fazit

 
 
 

8 Punkte Final

 
 
 
Ein Brett von Film – schockierend, ungemütlich und dennoch ergreifend. HOUNDS OF LOVE zeigt den erschütternden Weg in die Freiheit – doppelbödig und tiefgründig. Den suchen im Film zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Während die eine hier das Opfer ist und versucht aus den Fängen eines Psychopathenpaars zu entkommen, entpuppt sich die andere als personifiziertes Böse und sucht ebenfalls einen Weg, um sich Fesseln entledigen zu können. Es ist mal wieder die Liebe, die an Grenzen gehen und über sich hinauswachsen lässt. Im Falle von HOUNDS OF LOVE leidet die Komplizin eines Mörders an Liebesentzug. Die tut alles daran, um den Liebsten glücklich zu machen, wird aber als Gegenleistung für Mühe mit Füßen getreten. Das sorgt für eine emotionale Talfahrt und der Suche nach Wegen raus aus dem Liebesgefängnis. HOUNDS OF LOVE braucht keine Hochglanzbilder und makellose Jungschauspieler. Der Streifen schockiert mit ungeschönter Bilderflut und depressiver Grundstimmung. Das lässt das Psychodrama irgendwie authentisch wirken und erinnert daran, zu was Menschen fähig sein können, wenn sie geliebt werden wollen. Hinter HOUNDES OF LOVE steckt das Psychogramm einer emotional abhängigen Frau, das definitiv nicht kalt lässt. Somit kein einfach verdaulicher Stoff, sondern harter Tobak mit Tiefgang, Hintergrund und Anspruch. Letzterer hat sich seit einiger Zeit im Genrefilm sehr rar gemacht. Gut, dass er wieder da ist. Der tut nämlich dringend Not.
 
 
 


 
 
 

HOUNDS OF LOVE – Zensur

 
 
 
In HOUNDS OF LOVE wird explizite Gewalt nur sehr selten eingesetzt. Die meisten Grausamkeiten werden nur angedeutet, passieren im Off oder bekommt man nur zu hören. So wird ein Teenager missbraucht, ein Hund zu Tote getreten, ein Mädchen abgeschlachtet und mit Messer in einen Körper gestochen. Wer glaubt, dass das alles harmlos ist, wird schnell eines Besseren belehrt. HOUNDS OF LOVE fühlt sich sehr hart an, weil hier Kopfkino aktiviert wird. Trotzdem hat es eine FSK16 geben.
 
 
 


 
 
 

HOUNDS OF LOVE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Indeed Film (Blu-ray im KeepCase)

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(c) Indeed Film (limitiertes Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Hounds of Love; Australien 2016

Genre: Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 107 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Limitiertes Mediabook | KeepCase mit Wendecover

Extras: Behind the Scenes, Interviews, Make-up-Effekte, Kurzfilm: Something Fishy, Trailer, Trailershow | im Mediabook zusätzlich: 24-seitiges Booklet

Release-Termin: 20.10.2017

 

Hounds Of Love [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Hounds Of Love [Blu-ray + DVD im Mediabook] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

HOUNDS OF LOVE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte führ Grafiken liegen bei Indeed Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Jack Ketchum’s Evil (2007)
 
An American Crime (2007)
 
Chained (2012)
 
3096 Tage (2013)
 


Filmkritik: „Blutrache – Blood Hunt“ (2017)

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BLUTRACHE – BLOOD HUNT

(BLOOD HUNT)

Story

 
 
 

Ein junges Paar gerät an vier Hinterwäldler, in deren Entwicklung offenbar etwas schiefgelaufen ist. Die haben Spaß daran ahnungslose Stadtmenschen zu entführen und sich irgendwo am Hintern der Welt an ihnen zu vergehen. Rape-and-Revenge-Horror vom Feinsten.

 
 
 


 
 
 

BLOOD HUNT – Kritik

 
 
 
Manche Filmthemen sind einfach nicht totzukriegen und kommen deshalb wieder und wieder. Das kann einerseits daran liegen, weil sie ohne viel Aufwand auf Zelluloid gebannt werden können und sich damit leicht Geld verdienen lässt. Andererseits gibt es mittlerweile Filmstoff, der so beliebt ist, dass man schlichtweg damit beschäftigt ist der hohen Nachfragen nach den immer wieder gleichen Filmen Herr zu werden. Beide Thesen könnten vermutlich auch für den folgenden Streifen gelten. Der spult im Grunde genommen ab, was man schon bis zum Erbrechen gesehen hat. Dennoch ist die Gier nach solchen Filmen vor allem unter Fans deftiger Hausmannskost groß. Viele derer erleben Glücksmomente, wenn im Horrorfilm Anarchie regiert. Daher erleben vor allem Rachefilme seit einigen Jahren ein Comeback, die schon in den 1970er und 1980er Jahren Hochkonjunktur feierten. Ebenso im Rache-Genre beheimatet ist der australische BLUTRACHE – BLOOD HUNT, der sich im Original schlicht BLOOD HUNT schimpft. Hier geht es nicht zimperlich zu – wie der kontroverse Prolog im Film zu verstehen gibt. Der zeigt die Vergewaltigung eines Opfers in der Egoperspektive. Was danach kommt ist nicht minder schockierend. Rache-Thriller wie THE LAST HOUSE ON THE LEFT und I SPIT ON YOUR GRAVE lassen grüßen.
 
 
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In BLOOD HUNT erlebt ein junges Paar die Hölle auf Erden. Das wollte eigentlich Beziehungsprobleme in den Griff bekommen, gerät aber schon bald in die Fänge des personifizierten Bösen. An einer Tankstelle machen Dean (DEAN KIRKRIGHT) und Claire (KAHLI WILLIAMS) Bekanntschaft mit einem unheimlichen Zeitgenossen, der aggressives Verhalten an den Tag legt. Doch man kann der Bedrohung in letzter Minute entkommen – zumindest vorerst. Kaum vom ersten Schreck erholt, folgt der Zweite. Das Auto macht unterwegs schlapp und man wartet auf Hilfe. Die kommt auch bald in Form des Sensenmannes. Der Psychopath von der Tankstelle macht nämlich mit seinen Freunden Halt. Die verschleppen das Paar und erteilen eine Lektion in Sachen Terror. Was folgt, sollten ungeübte Zuschauer besser meiden. Die vier Hinterwäldler missbrauchen, foltern und demütigen ihre Opfer. Um die Grausamkeiten ertragen zu können, braucht man schon Nerven wie Drahtseile. Das Leben ist eben nun mal kein Ponyhof.
 
 
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Vom Demütigen und Rächen – Horrorfilmthemen, die offenbar nie aus der Mode kommen. Auch wenn bereits zuvor viele ähnlich gelagerte Filme polarisiert haben und erfahrene Zuschauer mittlerweile abgehärtet sein dürften, lässt BLOOD HUNT nicht kalt. Was hier gezeigt wird, ist nicht minder hart anzuschauen. Regisseur SAM CURTAIN ist noch unerfahren im Filmedrehen. Dennoch zeugt das Langfilmdebüt von Geschick im Schockieren. Der Newcomer scheint viele Werke der Herren Craven, Peckinpah und Zarchi genau analysiert zu haben. Auch in deren Streifen mussten ahnungslose Protagonisten Unmenschliches über sich ergehen lassen und haben anschließend rot gesehen. Weil zweifelhafter Ablauf damals schon gut ankam, verfolgt SAM CURTAIN ähnliches Konzept und schaut weder nach links oder rechts. Überraschenderweise kommt trotz bekanntem Ablauf kaum Langeweile auf. BLOOD HUNT wurde schnörkellos inszeniert und besitzt mit seinen 76 Minuten kaum Längen. Der Film überzeugt mit ungeschliffenem Digitallook und erinnert dadurch irgendwie an Amateurware. Doch keine Panik. Die semiprofessionelle Optik stört zu keiner Minute und lässt das Treiben kruder erscheinen. Dank ungeschönter Bilderflut und pulsierender Soundkulisse, wird schnell ein Gefühl permanenten Unbehagens heraufbeschworen. Das zieht sich durch den gesamten Film und sorgt so für schnellen Herzschlag. Handgemachten Spezialeffekte tun da ihr Übriges. Die dürften in ihrer blutigen Zurschaustellung nicht jedermanns Sache sein und hinterlassen ein flaues Gefühl in der Magengegend. BLOOD HUNT ist definitiv kein Schnellschuss. Dazu ist der bewusst auf unprofessionell getrimmte Racheschocker zu professionell geraten. Weil der erste Langfilm durchaus (grausame) Höhepunkte besitzt, darf man gespannt sein was Regie-Neuling SAM CURTAIN noch an heftigen Gewalt-Epen auf die Fanbase loslassen wird. Der erste Ausflug ins Horrorfach zumindest kann sich sehen lassen – insofern man so etwas denn sehen will und überhaupt ertragen kann.
 
 
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BLOOD HUNT – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Heftiger Tobak. Ein weiteres Quälfilmchen über die Unberechenbarkeit von Bestie Mensch. BLUTRACHE – BLOOD HUNT (OT: BLOOD HUNT) läuft nach gleichem Schema ab, das bereits Streifen wie THE LAST HOUSE ON THE LEFT und I SPIT ON YOUR GRAVE zum Erfolg verholfen hat. Neuerungen gibt es kaum, dafür jede Menge unmenschlicher Bilder, die Gewaltfans Freudentränen bescheren werden. BLOOD HUNT zeigt Exploitation in Reinform. Es werden Menschen gedemütigt, vergewaltigt und gerächt. Einfache Zutaten, die BLOOD HUNT über Wasser halten. Erfreulicherweise funktioniert der Mix aus Schandtaten, Quälstimmung und Geschrei recht gut. Der Rachestreifen besitzt ungemütliche Terrorstimmung und rasante Verfolgungsjagden. Schnelligkeit spielt hier überhaupt eine tragende Rolle. Macher SAM CURTAIN hakt im Eiltempo ab. Das lässt kaum Längen entstehen, weshalb die oberflächliche und eindimensionale Charakterisierung gar nicht so schwer ins Gewicht fällt. Die ist in dieser Art von Streifen aber nicht sonderlich wichtig. BLOOD HUNT ist einer der besseren Rachefilme. Wer auf diese Art von Horror steht, kann gern einen Blick riskieren ohne gleich enttäuscht zu werden.
 
 
 


 
 
 

BLOOD HUNT – Zensur

 
 
 
Die FSK hat bekanntermaßen große Probleme mit Filmen, in denen skrupellos gerächt, vergewaltigt und gemordet wird. Das ist auch in BLUTRACHE – BLOOD HUNT (Originaltitel: BLOOD HUNT) nicht anders. Ein Mann wird aufgehängt und als menschlicher Boxsack missbraucht. Ein anderer auf ebensolche Weise gefoltert und aufgeschlitzt, so dass er ausblutet. Weiterhin wird ein Kopf von einer Autotür zermatscht und die obligatorische Vergewaltigung fehlt natürlich auch nicht. Das Gewaltspektakel wird mit Schuss- und Stichverletzungen abgerundet. BLOOD HUNT hat in Deutschland keine ungeschnittene Freigabe erhalten. Das Label INDEED FILM musste eine gekürzte Fassung bei der FSK einreichen um eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten zu können. Eine ungeschnittene Veröffentlichung über das deutschsprachige Ausland ist aber geplant.
 
 
 


 
 
 

BLOOD HUNT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Indeed Film (Blu-ray im KeepCase – geschnittene Fassung)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Blood Hunt; Australien 2017

Genre: Horror, Thriller, Crime

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 79 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Interviews, Behind the Scenes, Originaltrailer, Deutscher Trailer

Release-Termin: 20.07.2018

 

Blutrache – Blood Hunt [gekürzte Blu-ray] auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

BLOOD HUNT – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Abbildungen liegen bei INDEED FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
I Spit on Your Grave (2010)
 
I Spit on Your Grave (1978)
 
I Spit on Your Grave 2 (2013)
 
I Spit on Your Grave 3 (2015)
 
Hidden in the Woods – Remake (2014)
 
I’ll never die alone (2008)
 
Storm Warning – Überleben kann tödlich sein (2007)
 
Last House on the Left (2009)
 


Filmkritik: „Tonight She Comes“ (2016)

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TONIGHT SHE COMES

Story

 
 
 

Die Suche nach einer vermissten Freundin führt direkt ins Desaster. In einem idyllischen Wald haust nämlich das Böse, gegen das sich eine Gruppe Mittzwanziger zur Wehr setzen muss.

 
 
 


 
 
 

TONIGHT SHE COMES – Kritik

 
 
 
In Zeiten, in denen man das Gefühl hat, dass die immer wieder gleichen Horrorgeschichten verfilmt werden, freut es, wenn sich Regisseure was trauen und sich jenseits der bekannten Genre-Pfade bewegen. Offenbar war der mangelnde Ideenreichtum heutiger Filmemacher auch Regisseur MATT STUERTZ ein Dorn im Auge, der nach dem Found-Footage-Grusler RWD ein Herz für Horrorfans hat. Statt die ewig gleiche Leier noch einmal abzuspielen, wirft er all jene Zutaten in einen Topf, die Horrorfilme seit jeher bekannt und berüchtigt gemacht haben. Entstanden ist mit TONIGHT SHE COMES ein etwas anderes Horrorsüppchen, das nicht grundlos Lob und Preise auf einschlägigen Festivals abstauben konnte. Offenbar stieß der Mix aus frischen Ideen und eimerweise Kunstblut beim Publikum jener Veranstaltungen auf Zustimmung, denn TONIGHT SHE COMES hat nicht nur Neuerungen zu bieten, sondern lässt Genre-Zeiten aufleben, in denen es weder Grenzen noch Tabus gab. Das dürfte alteingesessenen Horrorfilmkennern ein Grinsen bescheren, die mittlerweile von dem gelangweilt sind, was profitgierige Studiobosse und erfolgshungrige Filmemacher regelmäßig fürs Heimkino verzapfen. Deswegen sollte man an dieser Stelle noch einmal ein Hoch auf unabhängig produzierte Gruselstreifen aussprechen, wo fernab des Mainstream gut und gern mal unkonventionelle Indie-Grusler das Licht der Welt erblicken, die den Spaß am düsteren Filmgenre zurück ins Wohnzimmer holen.
 
 
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Kristy, wo bist du? Das fragen sich auch Ashley (LARISSA WHITE) und Lyndsey (CAMEISHA COTTON), die trotz mehrerer Telefonate nichts von der besten Freundin hören, obwohl man sich fürs Wochenende verabredet hat, um in friedlichem Naturidyll die Seele baumeln zu lassen. Statt sich über die fehlende Kommunikationsbereitschaft der Gesuchten zu wundern, machen es sich die Frauen aber erst einmal am Waldsee gemütlich und halten so den sexhungrigen Pete (ADAM HARTLEY) von der Arbeit ab. Letzterer hatte eigentlich vor Kumpel und Postboten James (NATHAN ESWINE) beim Postaustragen zu unterstützen. Doch das Verteilen der Briefe führt bald zu seltsamen Vorkommnissen. Die verschollen gemeinte Kristy (DAL NICOLE) wird nämlich nackt im Wald gefunden und verwandelt sich plötzlich in eine unaufhaltsame Killermaschine, die weder Gnade noch Mitleid kennt. Kein gutes Omen für alle Beteiligten. Die müssen flüchten und geraten auf der Suche nach Hilfe in die Fänge einer kuriosen Familie, die eine Leidenschaft für obskure Rituale besitzt. Was folgt ist für Splatter- und Gorehounds ein gefundenes Fressen, denn an Blut hat Regisseur, Drehbuchautor und Produzent MATT STUERTZ definitiv nicht gespart.
 
 
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Von Dämonenritualen mit Tampons und Jungs, die versehentlich auf Leichen urinieren. Wer mit den Horrorstreifen der 1970ern und 1980ern aufgewachsen ist, dürfte sich an TONIGHT SHE COMES einen Narren fressen. Regisseur MATT STUERTZ lässt genannte Dekaden aufleben und vermischt ungewöhnlich originell Exploitation-Kino, Okkultismus-Schauer und Backwood-Slasher zu einem absurden Splatter-Irrsinn, der lang undurchsichtig bleibt und unlogisch erscheint. Statt gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, wird mit unerwarteten Wendungen experimentiert, die möglichst lang verschleiern sollen, wohin die Reise gehen soll. Eine runde Sache, die den Spannungsbogen konstant hält. Leider ist aber nicht alles Gold, was glänzt. TONIGHT SHE COMES besitzt nämlich einen eigensinnigen Humor, der in seiner pubertären Art mancherorts an Roths CABIN FEVER erinnert und den Zuschauer verunsichert. Dem ist bald nicht mehr so klar, ob TONIGHT SHE COMES ernstgemeinter Horrorfilm ist oder sinnbefreite Parodie – vor allem auch, weil sich der Streifen im letzten Drittel bierernst nimmt und gleichzeitig mit übertriebenem Overacting vor den Kopf stößt. Das schmälert den positiven Gesamteindruck eines ambitionierten Filmprojektes, das anders sein will und sich vom üblichen Horrorschlamassel abheben möchte. Trotzdem will man nicht zu hart urteilen. TONIGHT SHE COMES kann weit mehr, als die üblichen Verdächtigen. Dafür sorgen hervorragende Spezialeffekte und zahlreiche Zitate. MATT STUERTZ zitiert im zweiten Spielfilm nicht nur bekannte Horrorstreifen und Regisseure. Der stimmungsvolle Synthie-Soundtrack verbeugt sich akustisch vor Altmeister JOHN CARPENTER und auch atmosphärisch sind Parallelen zu Kultklassikern wie FREITAG DER 13., NIGHT OF THE DEMONS oder TANZ DER TEUFEL nicht von der Hand zu weisen. Kann man sich schon mal anschauen.
 
 
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TONIGHT SHE COMES – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Blutig, witzig, spannend und makaber. Temporeicher Dämonen-Splatter-Irrsinn für Nostalgie-Fans, der sich vor Horrorstreifen der 1970er und 80er verbeugt. In Interviews gab Filmemacher MATT STUERTZ zu verstehen, dass er schon immer mal ein Drehbuch zu einem abgefahrenen Film schreiben wollte, das in derart Form garantiert keinen Geldgeber finden würde. Demzufolge schrieb er möglichst viele Absurditäten in die Geschichte zu TONIGHT SHE COMES und war umso verblüffter, als die dann auch noch Anklang bei interessierten Produzenten fand. Die positive Resonanz ist nicht unbegründet. TONIGHT SHE COMES ist so grotesk, dass man es gesehen haben muss. Der Film ist Hommage an eine Zeit, zu der vor allem Videotheken Hochkonjunktur hatten, weil man darin Filme leihen konnte, die man sonst nur in Bahnhofskinos zu sehen bekam – Exploitation eben. TONIGHT SHE COMES hat all das, was Horrorfanherzen schneller schlagen lässt. Vor allem die handgemachten Splattermomente sind nicht ohne und der eigentliche Star des Films. Das dürfte Fans blutiger Hausmannskost gefallen, die hier Nachschub erhalten, der in seiner teils geschmacklosen Zurschaustellung nicht jedermanns Sache sein dürfte. Übrigens besitzen nicht nur die selbstgemachten Gewalteinlagen Retro-Charme. Auch beim Soundtrack hat man sich von jemandem inspirieren lassen, der vor über 30 Jahren in Horrorfilmen für akustische Schauer gesorgt hat. So stand unverkennbar Altmeister JOHN CARPENTER Pate, der als Regisseur und Komponist bereits Horrorstreifen wie THE FOG oder THE THING zum Kult verholfen hat. Offenbar will Filmmusikschreiber WOJCIECH GOLCZEWSKI in dessen Fußstapfen treten und hat an CARPENTER-esquen Soundtrack gearbeitet, der so langsam zum Markenzeichen des Soundtrack-Tüftlers avanciert. Der zeichnet nicht nur für die Musik in TONIGHT SHE COMES verantwortlich, sondern hat auch schon akustische Synthie-Raffinessen für Filme wie WE ARE STILL HERE, LATE PHASES oder BEYOND THE GATES beigesteuert. By the Way: Alles sehenswerte Horrorstreifen.
 
 
 


 
 
 

TONIGHT SHE COMES – Zensur

 
 
 
TONIGHT SHE COMES geizt nicht mit Schauwerten. Vor allem in der letzten halben Stunde gibt es davon jede Menge zu sehen. Ein Hals wird aufgeschnitten, ein Gesicht mit dem Schrottgewehr weggeschossen und überhaupt fließt während eines Rituals genug Lebenssaft, damit sich Splatterfans und Gorehounds zufrieden zurücklehnen können. Wer aufmerksam ist, kann zudem einige Zitate im Film finden. So gibt es einen Schlafsackmord zu sehen, der an die legendäre FREITAG DER 13.-Reihe erinnert. Die im Handel erhältliche deutsche Fassung basiert auf einer Alternativ-Fassung, die zusammen mit Regisseur MATT STUERTZ erstellt wurde. Diese beinhaltet weniger Gewalt als die internationale Fassung, hat aber viele Alternativ-Szenen zu bieten, die nicht in der internationalen Fassung enthalten sind. Leider erhielt selbst diese ohnehin schon harmlosere Version von der FSK keinen Segen. Deshalb musste geschnitten werden. Doch Horrorfans brauchen sich nicht ärgern. Im deutschsprachigen Ausland erschien die Uncut-Fassung im Mediabook auf Blu-ray und DVD. Das Mediabook beinhaltet neben der internationalen Filmfassung auch die speziell für den deutschen Markt umgeschnittene Fassung. Wer mehr über diese Veröffentlichung erfahren möchte, scrollt etwas nach unten.
 
 
 


 
 
 

TONIGHT SHE COMES – Deutsche Blu-ray im KeepCase

 
 
 
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(c) INDEED FILM

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Tonight She Comes; USA 2016

Genre: Horror, Splatter, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 82 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Alternativ-Fassung, die extra für den deutschen Markt angefertigt wurde)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow, Deleted Scenes, Behind the Scenes

Release-Termin: 28.07.2017

 

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TONIGHT SHE COMES – Deutsche Blu-ray im Mediabook

 
 
 
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(c) INDEED FILM | ILLUSIONS UNLIMITED

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Tonight She Comes; USA 2016

Genre: Horror, Splatter, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: nicht geprüft (ungeschnittene internationale Fassung + ungeschnittene Alternativ-Fassung, die für den deutschen Markt erstellt wurde)

Verpackung: Mediabook in drei verschiedenen Ausführungen

Extras: Unratedfassung (HD, ca. 85 Min.), Unveröffentlichte „Family Friendly-Filmversion“ (Blu-ray Exklusiv), Audiokommentar mit Regisseur Matt Stuertz und Crew (Englisch), Deleted Scenes, Behind the Scenes, Teaser, Trailer, The Sixty Second Slasher Collection – 13 blutige Kurzfilme (Englisch)

Release-Termin: 29.06.2018

 

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TONIGHT SHE COMES – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Indeed Film | Illusions Unlimited)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
It Follows (2014)
 
Night of Something Strange (2016)
 
Night of the Demons (1988)
 


Filmkritik: „I Am Not a Serial Killer“ (2016)

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I AM NOT A SERIAL KILLER

Story

 
 
 

Der Teenager John Cleaver bezeichnet sich selbst als Soziapath und versucht alles daran zu tun, dass er nicht selbst zum Killer mutiert. Doch als im Städtchen Clayton der Tod die Runde macht, kann er die Bestie in sich nicht mehr im Zaum halten.

 
 
 


 
 
 

I AM NOT A SERIAL KILLER – Kritik

 
 
 
Facettenreich sein und mal was anderes ausprobieren. Schauspieler CHRISTOPHER LLOYD ist eigentlich dafür berüchtigt in familientauglichen Filmen für Spaß zu sorgen. So hat er sich als verrückter Professor in der ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT-Trilogie selbst ein Denkmal gesetzt und scheint nun am Höhepunkt seiner Karriere mal die Fronten wechseln zu wollen. Im Film I AM NOT A SERIAL KILLER überrascht er mit ungewohnt ernster Miene und ist zur Abwechslung keiner von den Guten – sondern blutgeil und böse. Hinter dem ungewöhnlichen Horror-Krimi steckt Regisseur BILLY O’BRIAN, der mit THE HYBRID und ISOLATION schon einige Ausflüge ins Horrorfach gewagt hat. Mit I AM NOT A SERIAL KILLER versucht er sich nun auch als ernstzunehmender Filmemacher zu behaupten, was durchaus fruchten könnte, denn hinter dem Titel steckt weit mehr als trivialer Fast-Food-Horror fürs Heimkino.
 
 
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Weil er der Mutter immer beim Präparieren von Leichen hilft und sich für das Treiben von Serienmörder interessiert, ist John (MAX RECORDS – der kleine Junge aus WO DIE WILDEN KERLE WOHNEN) ein Außenseiter und wird an der Schule gehänselt. Doch sein Interesse an der dunklen Seite von Menschen kommt nicht von ungefähr. Der Fünfzehnjährige ist nämlich fest davon überzeugt ein Soziopath zu sein und dass es sein Schicksal ist, selbst ein Serienkiller zu werden. Deswegen hat er eine Reihe von Regeln aufgestellt, die ihn daran hintern sollen ein Mörder zu werden. Doch der gute Vorsatz gerät ins Wanken, als im Heimatort obskure Dinge geschehen. Übel zugerichtete Leichen werden gefunden und ominöse Ölspuren an den Tatorten werfen Fragen auf. Leider ist die Polizei ratlos und tappt bei den Ermittlungen im Dunkeln. Als der Teenager mal wieder desorientiert durch die Straßen der Kleinstadt schlendert, kommt John dem geheimen Doppelleben des alten Mr. Crowley (CHRISTOPHER LLOYD) auf die Schliche. Der wohnt im Haus gegenüber und ist dem Schüler eigentlich als freundlichen Nachbar bekannt. Doch der Rentner kann auch anders. Als er dem betagten Herrn mit dem Fahrrad folgt, macht er im Wald eine schreckliche Entdeckung. Mr. Crowley scheint nämlich etwas zu verbergen von dem niemand erfahren soll. Doch das schreckt den Jungen nicht ab. Der entwickelt eine Faszination für die Taten des alten Mannes und wird so in einen Strudel von Umständen gezogen, aus dem es bald kein Entkommen mehr gibt.
 
 
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Der Horrorthriller I AM NOT A SERIAL KILLER basiert auf dem gleichnamigen Roman von DAN WELLS, der hierzulande unter dem Titel ICH BIN KEIN SERIENKILLER in die Buchläden gebracht wurde und der erste Teil einer Thriller-Serie ist. Zu der gehören auch die Folgeromane MR. MONSTER, I DON’T WANT TO KILL YOU, THE DEVIL’S ONLY FRIEND und OVER YOUR DEAD BODY, die die Geschehnisse um den jungen John Cleaver weiterspinnen. Wie schon das Buch, bleibt auch die Verfilmung des ersten Bandes Antworten schuldig. So bekommt es der Filmheld hier mit einem dämonischen Serienkiller zu tun, der offenbar wahllos Menschen tötet und sie ihrer Organe beraubt. Welches Ziel er damit verfolgt und wie er so lange im Geheimen morden konnte bleibt ungeklärt, denn Regisseur BILLY O’BRIAN hält sich weitestgehend an der packenden Buchvorlage, die sich vor einigen Jahren unter Horrorlesern zum Geheimtipp mauserte. Mit stimmiger 1980er Atmosphäre (der Film spielt aber in der Gegenwart) und ungeschliffene Indie-Optik wird schauriger Kleinstadt-Horror bewirkt, der vielerorts an die vielen Geschichten des jungen STEPHEN KING erinnert. So bahnt sich das Grauen langsam seinen Weg durch den Film und zeigt sich während eines nervenaufreibenden Showdown in ganzer Pracht auf der Mattscheibe. Trotz Horror- und Mystery bleiben aber nicht die Figuren auf der Strecke. Denen wird eine detaillierte Entwicklung eingeräumt. Allen voran Held John, der zwar unnahbar bleibt aber schnell wegen seiner eigensinnigen Art zum Sympathieträger avanciert. Der eigenbrötlerische Schüler begibt sich auf eine mysteriöse Serienkillerjagd und entfacht dabei just genau das Böse in sich, das er eigentlich nicht ausbrechen lassen wollte. Eine obskure Metamorphose, die den eher ruhig erzählten Film über weite Strecken spannend macht, weil lang ungewiss bleibt, wohin die Reise gehen wird. Dafür muss man Macher BILLY O’BRIAN an dieser Stelle Lob aussprechen. Der hat mit seinem Coming-of-Age-Schauer einen ungewöhnlichen Horrorthriller gedreht, der gerade wegen seinen ungewöhnlichen Charakteren und der bizarren Atmosphäre viele Horrorfilme neueren Datums in den Schatten stellt. Wer das nicht glaubt, sollte sich eines Besseren belehren lassen, denn I AM NOT A SERIAL KILLER klärt mal wieder auf, dass unkonventionelle Horrorfilme aus dem Indie-Bereich nun mal die besseren Horrorfilme sind.
 
 
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I AM NOT A SERIAL KILLER – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Sehenswerter Horror-Geheimtipp irgendwo zwischen DONNY DARKO und NAKED LUNCH. I AM NOT A SERIAL KILLER ist Indie-Horror wie er im Buche steht. Zwischen ungeschliffener Griesel-Optik und eigensinnigem Retro-Sound verbirgt sich ein unkonventionelles Coming-of-Age-Drama, das King’schem Kleinstadt-Horror ein neues Gesicht gibt. Wenn sich hinter der Fassade des liebenswerten Nachbarn das ultimative Böse verbirgt. Das sind eigentlich Geschichten mit denen der Horrorautor STEPHEN KING bekannt geworden ist. I AM NOT A SERIAL KILLER ist aber keine weitere Verfilmung aus der Mache des beliebten Gruselschriftstellers. Hinter dem Streifen verbirgt sich zwar auch eine Romanadaption; die kommt aber aus der Feder von DAN WELLS, der vor einigen Jahren mit den Geschichten um Antiheld John Cleaver bei Horrorlesern auf Zustimmung stieß. Die Filmumsetzung hält sich nah an der Vorlage und überzeugt gerade wegen seiner glanzlosen Machart und den guten Darstellern auf ganzer Linie. So gibt es ein Wiedersehen mit CHRISTOPHER LLOYD, der hier abermals mit Vielseitigkeit begeistert. Statt Späßen ist diesmal Schluss mit lustig, denn der in die Jahre gekommene Schauspieler verkörpert diesmal einen von den Bösen. Eine Rolle, die dem betagten Altstar erstaunlich gut steht. Umso mehr sei dieser sehenswerte Genrefilm jedem ans Herz gelegt, der eine Schwäche für ungewöhnliche Geschichten und eigensinnige Charaktere besitzt. Da kann man nur hoffen, dass die Leinwandumsetzung zu I AM NOT A SERIAL KILLER gut beim Publikum ankommt. Wäre da das Fall wäre es begrüßenswert, wenn Regisseur BILLY O’BRIAN auch die Folgeromane auf haargenau gleiche Weise fortführt.
 
 
 


 
 
 

I AM NOT A SERIAL KILLER – Zensur

 
 
 
Die Morde in I AM NOT A SERIAL KILLER passieren entweder in weiter Ferne oder im Off. Sonderlich blutig ist der Film demnach nicht. Immerhin gibt es einige übel zugerichtete Leichen auf dem Untersuchungstisch der örtlichen Leichenschauhauses zu sehen. Hierzulande gab es dafür eine FSK16.
 
 
 


 
 
 

I AM NOT A SERIAL KILLER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Indeed Film (Blu-ray im KeepCase mit Schuber)

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(c) Indeed Film (limitiertes Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: I Am Not a Serial Killer; Großbritannien | Irland 2016

Genre: Horror, Thriller, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.66:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 104 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Limitiertes Mediabook | KeepCase mit Wendecover und im Schuber

Extras: Early 2011 Mood Promo, Behind the Scenes, Deleted Scenes | im Mediabook zusätzlich: 72 Seiten Leseprobe des Originalromans

Release-Termin: 24.02.2017

 

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I AM NOT A SERIAL KILLER – Mediabook

 
 
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I AM NOT A SERIAL KILLER – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Indeed Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Stepfather (2009)
 
The Stepfather (1987)
 
House at the End of the Street (2012)
 
One Hour Photo (2002)