Filmreview: „Bloodline – Der Killer“ (2011)

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BLOODLINE – DER KILLER

Story

 
 
 
Sandra und ihr Kollege Marco werden von ihrem Boss zu einem Porno-Set geschickt, um einen Hintergrundbericht zu machen. Alles scheint ganz und gar normale, alltägliche journalistische Routine zu sein, doch etwas ist anders. Der Film wird an genau der Location gedreht, an der vor 15 Jahren Sandras kleine Schwester von einem Serienkiller, den die Zeitungen nur „Der Chirurg“ nennen, ermordet wurde. Sandra zögert, sich ihren Ängsten zu stellen, nimmt den Auftrag aber schließlich an. Doch die Vergangenheit ruht nicht, der Chirurg – oder ein Nachahmer? – ist zurück. Damit nicht genug erwachen seine Opfer wieder zum Leben und morgen ebenfalls…
 
 
 


 
 
 

BLOODLINE – Kritik

 
 
 
BLOODLINE ist ein italienischer Low-Budget-Horrorfilm von EDO TAGLIAVINI, welcher zuvor mit einigen Kurzfilmen auf sich aufmerksam machen konnte. Sein 2011 erstmals veröffentlichtes Spielfilm-Debüt drehte er für gerade mal 70.000€. Bei diesen geringen Produktionskosten war es ihm aber immer noch möglich CLAUDIO SIMONETTI als Composer für sein Erstlingswerk zu gewinnen. Leider hinterlässt BLOODLINE keinen bleibenden Eindruck, als viel mehr einen sehr bitteren Nachgeschmack. Die Handlung ist kompletter Nonsens und die Schauspielerriege setzt sich komplett aus Laien zusammen. Es ist zu erkennen, dass es den Machern wohl Spaß gemacht hat den Film zu drehen, doch das Resultat ist ein sehr langweiliger und schlecht gedrehter Horrorstreifen geworden. Was zunächst auffällt ist der billige und sehr sterile Look. Zudem leidet BLOODLINE an einer für Amateurfilme typischen Krankheit, dass sich deren Macher scheinbar vor Totalen fürchten. So wird das Ansehen des Filmes dadurch erheblich erschwert, dass die Kamera immer viel zu nah am Geschehen ist, und man sich als Zuschauer räumlich kaum zurechtfindet. Darüber hinaus ist es schon erstaunlich, dass tatsächlich CLAUDIO SIMONETTI die Filmmusik komponiert hat. Der CLAUDIO SIMONETTI, der einst legendäre Soundtracks mit seiner Band Goblin für Filme wie ROSSO – DIE FARBE DES TODES (1975), SUSPIRIA (1977), George A. Romeros ZOMBIE (1978) oder PHENOMENA (1985) schrieb. Was er hier musikalisch abgeliefert hat, ist so unbedeutend und uninteressant, dass, wenn man nicht wüsste das er für die Musik verantwortlich war, niemals auf diesen Gedanken käme. Dies stellt leider keine Ausnahme dar, denn die von SIMONETTI angefertigten Soundtracks der letzten 15 Jahre klingen alle derart langweilig; man denke an MOTHER OF TEARS (2007) oder DRACULA 3D (2012).
 
 
 


 
 
 

BLOODLINE – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
 
BLOODLINE ist kein empfehlenswerter Film und nur etwas für die, die auch jeden Horrorfilme sehen müssen.
 
 
 


 
 
 

BLOODLINE – Zensur

 
 
 
BLOODLINE – DER KILLER, der übrigens vom hiesigen Rechteinhaber auch als SCALPEL MASSACRE zweitausgewertet wurde, trägt die KEINE JUGENDFREIGABE-Kennzeichnung und ist vollkommen ungeschnitten. Splatterfans dürfen ruhigen Gewissens zugreifen, denn der Film ist in Deutschland komplett zu haben.
 
 
 


 
 
 

BLOODLINE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Bloodline -Der-Killer-Blu-Ray

(c) Schröder Media (Erstauswertung ohne 3D)

 
 
 
Bloodline -Der-Killer-3d-Blu-Ray

(c) Schröder Media (Erstauswertung mit 3D)

 
 
 
Scalpel-Massacre-Blu-ray

(c) Savoy Film / Intergroove Media (Zweitauswertung)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Bloodline; Italien 2011

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch (DTS-HD MA 5.1), Englisch (DTS-HD MA 5.1), Deutsch (Deutsch DD 2.0)

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 97 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover (ohne FSK-Flatschen)

Extras: Originaltrailer, 3D-Fassung

Release-Termin: Erstauswertung als BLOODLINE:21.02.2013 / Zweitauswertung als SCALPEL MASSACRE: 16.05.2014

 
 
 
BlOODLINE wurde in unterschiedlichen Fassungen veröffentlicht. Die Erstveröffentlichung erlebte der Horrorfilm in Deutschland leicht verspäter im Jahre 2013, wo er vom damaligen Rechteinhaber SCHRÖDER MEDIA als normale DVD, Blu-ray und 3D-Blu-ray veröffentlicht wurde. Genau ein Jahr später kam der Streifen erneut in den Handel. Diesmal suggerierte ein neues Cover und ein ebenso neuer Titel einen gänzlich anderen Film. Leider ist der Inhalt jedoch der gleiche, nur der Rechteinhaber ist ein anderer. SAVOY FILM hat es sich nämlich nicht nehmen lassen unter dem reißerischen Titel SCALPEL MASSACRE noch einmal Kasse zu machen.
 
 
 

Bloodline – Der Killer [Blu-Ray] Erstauflage mit Original-Filmplakat-Cover ungeschnitten bei AMAZON kaufen

 

Scalpel Massacre (inkl. 2D-Version) [3D Blu-ray] Zweitauflage mit anderem Titel und hochgerechneter 3D-Version ungeschnitten bei AMAZON kaufen

 
 
 
 


 
 
 

BLOODLINE – Trailer

 
 


 
 

Sam Freissler

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wrong Turn 4: Bloody Beginnings (2011)
 
Cold Prey – Eiskalter Tod (2006)
 
Haunted Hill – Die Rückkehr in das Haus des Schreckens (2007)

Filmreview: „Zombie World War“ (2012)

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ZOMBIE WORLD WAR

Story

 
 
 
Ein Gen bzw. Virus entwischt aus einem Labor und macht sich in Taiwan breit. Die Infizierten mutieren zu grölenden Zombiehorden und lassen sich natürlich nicht von der schweren Bewaffnung der zuständigen Spezialeinheit beeindrucken, die gerade dabei ist, den District 108 zu evakuieren. Dazu kommt auch noch eine Gangsterbande, die sich wild durch die Nacht gevögelt und gefeiert hat. Die haben die Apokalypse verpennt und kriegen den Auftritt der anrückenden Polizisten in den falschen Hals, was zunächst zu einer Schießerei zwischen den gegensätzlichen Parteien führt, bis die gammeligen Infizierten dazwischenbeißen. Nebenbei bekommen wir auch noch Eindrücke aus dem Leben eines schwer gestörten Perverslings, der seinem Hobby, dem Frauensammeln und -schänden nachgeht …
 
 
 


 
 
 

ZOMBIE WORLD WAR – Kritik

 
 
 
Der Titel des vorliegenden Zombie-Folter-Flicks Z-108 war den Freunden des hiesigen Verleihs vermutlich zu unspektakulär. In Anbetracht der Umstände, dass WORLD WAR Z mit BRAD PITT in der Hauptrolle aktuell an den Kinokassen Erfolge feiert, war es nur taktisch klug den taiwanischen 2012er Horrorfilm Z-108 kurzum in ZOMBIE WORLD WAR umzubenennen. Qualitativ trennen diesen Heuler natürlich Welten von der glattgebügelten Hollywood-Ware, denn allein für das Gucken dieses Films sollte man bereits Geld fordern. Der Zuschauer sollte sich in Acht nehmen, sonst stolpert er gänzlich unvorbereitet in diesen miesen Film. Auch wenn der Trailer mit all seinen lechzenden Untoten durchaus Trash-Potenzial verspricht; die Szenen von in Käfig eingesperrten Frauen wirken für einen Zombiefilm leicht befremdlich und lassen Übles erahnen.

Das Ausmaß der Grottigkeit offenbart sich während der Sichtung, denn die haarsträubende Inszenierung des Films toppt den nicht vorhanden Qualitätsgehalt des ohnehin miserablen Trailers. Bereits die Geschichte um eine Gruppe Polizisten und eine handvoll Gangster, die sich zuerst ohne ersichtlichen Grund beschießen und wenig später abrupt zusammenarbeiten, wirkt nicht nur vollkommen unglaubwürdig, sie strotzt nur so vor nervigen Figuren, die vollkommen gesichtslos bleiben. Da wird dumm agiert, dauerhysterisch gekreischt und vollkommen unrational gehandelt. Zombies werden nicht durch einen Schuss in den Kopf erlöst; ihnen wird geradezu das Festmahl auf dem Silbertablett serviert. Overacting ist in WORLD WAR Z ein unabdingliches Übel. In Kombination mit der fast schon peinlich beschämenden, deutschen Synchronisation lässt sich ZOMBIE WORLD WAR kaum ertragen. Doch das ist erst der Anfang. Während sich die Konstellation aus Gut und Böse durch Massen an Untoter metzelt, entwickelt sich der taiwanische Klopper rasch zum Terrorfilm. Ein widerwärtiger Perversling mit grotesker Maskierung (das TEXAS CHAINSAW MASSACRE muss ihn wohl ausreichend inspiriert haben) besitzt eine Vorliebe für hübsche Frauen. Für den Psychopathen Grund genug trotz Ausnahmezustand ein paar Mädchen von der Straße zu fangen, sie in seinen Keller zu entführen und an ihnen Misshandlungen auszuüben. Sinn hat das natürlich keinen und ist bis kurz vor Ende auch vollkommen irrelevant für den Fortgang der Geschichte. Blutig, grausam oder zeigegeil wird ZOMBIE WORLD WAR trotz dilettantisch aufgezwungenen Torturanteils leider zu keiner Minute. Stattdessen bietet der unspektakuläre Folter-Part dem Zuschauer so etwas wie eine Verschnaufpause zur chaotisch zusammengeschnippelten Haupthandlung.
 
Aber das Schlimmste kommt ja bekanntlich immer zum Schluss. Da laufen die beiden hirnrissigen Handlungsstränge ineinander und gipfeln in einem der wohl lächerlichsten Filmenden, die die Welt bis dato gesehen hat. Vermutlich muss man ein Faible für asiatische Filmware besitzen, um die dahintersteckende Absurdität überhaupt verstehen, oder gar genießen zu können. Fakt ist, dass ZOMBIE WORLD WAR ganz schön unbrauchbarer Blödsinn ist, auf den der interessierte Zuschauer ganz gerne verzichten kann. Die technische Inszenierung ist trotz hochwertigen Equipments und pompösen Budgets unglaublich unübersichtlich. Die Kameraführung und der Schnitt wirken derart unausgegoren, dass der Zuschauer bei jeder Szene, in der nur halbwegs Bewegung stattfindet kaum noch durchblickt. Verwunderlich ist das jedoch nicht, denn ZOMBIE WORLD WAR ist das Spielfilm-Debüt des Taiwaners JOE CHEIN, der den vermeintlich gut gemeinten Trash-Spass ganz derbe in den Sand gesetzt hat. So haben wir am Ende von ZOMBIE WORLD WAR zwar Trash – der Spaß bleibt jedoch aus.
 
 
 


 
 
 

ZOMBIE WORLD WAR – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
Der Zuschauer stelle sich vor, der gute alte BRUNO MATTEI würde noch leben und für ein anständiges Budget in Taiwan einen Zombiefilm inszenieren. Dann dürfte schnell ersichtlich, welch unerträglicher Schwachsinn sich hinter ZOMBIE WORLD WAR verbrigt: Grauenvoller Schnitt, unerträgliche Wackelkamera, Logikfaktor zero, Zusammenbrüche in der Continuity und WTF?!-Momente am laufenden Band! Vorsicht sei geboten: ZOMBIE WORLD WAR oder Z-108, wie er im Original heisst, ist nur mit ganz viel Bier zu ertragen!
 
 
 


 
 
 

ZOMBIE WORLD WAR – Zensur

 
 
 
Die deutsche FSK-Fassung ist mit dem KEINE JUGENDFREIGABE-Aufdruck vollkommen ungeschnitten. Wer eine Vorliebe für Zombie-Trash besitzt kann gerne einen Blick riskieren, alle anderen sollten diesen Film meiden!
 
 
 


 
 
 

ZOMBIE WORLD WAR – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Zombie World War 2012 Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Z-108 qi cheng; Taiwan 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch+Mandarin DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Englisch

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: KJ (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer

 
 
 
Zum Test lag uns die Einzel-Disc-Variante ohne 3D-Scheibe vor!
Auch wenn das saubere Bild (der Film wurde auf digital gedreht) hin und wieder HD-Feeling aufkommen lässt, so wirklich nennenswert ist diese Blu-ray-Veröffentlichung nicht. Nicht nur, dass der Film nicht gerade das Gelbe vom Ei ist, auch die Blu-ray kommt sehr lieblos daher. Das macht sich vor allem beim Bonussektor bemerkbar. Hier gibt es nichts, außer den Trailer zum Film. Zudem mag zwar die Tonspur im DTS-HD MA 5.1 vorliegen; was bringt dennoch die beste Abmischung, wenn die Synchronisation kaum erträglich scheint. Verwunderlich zudem, dass es nicht einmal deutsche Untertitel auf die Scheibe geschafft haben, denn die liegen nur in Englisch (!) vor. Okay, immerhin gibt es ein Wechselcover und ungeschnitten ist der Film auch noch. Ob der Kauf jedoch nötig ist, sollte jeder selbst entscheiden. Wir raten ZOMBIE WORLD WAR vor dem Kauf zu leihen! Übrigens, gibt es ZOMBIE WORLD WAR auch als kassenträchtiges 3D in einer limitierten Sammlerauflage (mit mehr Bonus) zu kaufen. Hier wurde vermutlich der 3D-Effekt hochgerechnet – für einen Film wie diesen aber vollkommen überflüssig!
 
 

Zombie World War [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 

Zombie World War [3D Blu-ray] [Limited Collector’s Edition] [Limited Edition] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

Weitere Heimkinoveröffentlichungen

 
 
 
dead-invasion-dvd

(c) Cosmopolitan Pictures / Alive AG

 
 
 
Neben der bisher erhältlichen Auswertung des Streifens erhielt der Zombie-Horror eine weitere Veröffentlichung. Als Teil der DEAD INVASION ULTIMATE COLLECTION wurde ZOMIE WORLD WAR mit drei anderen Zombiefilmen in eine Box gesteckt. Die Box ist sowohl als DVD wie BD-Variante im Handel zu haben.
 

Dead Invasion – Ultimate Collection [2 DVDs]

 
 
 
zombie-madness-collection-dvd

(c) Savoy Film / Schröder media

 
 
 
Und noch eine Veröffentlichung: Diesmal als Resteverwertung in der ZOMBIE MADNESS COLLECTION. In dieser DVD-Zusammenstellung ist der Streifen in einer Box mit fünf thematisch ähnlichen Horrorfilmen zu finden. Selbstverständlich ist er hier ebenso ungeschnitten, wie alle anderen Veröffentlichungen dieser Zombiegurke.
 

Zombie Madness Collection [2 DVDs]

 
 
 

 
 


 
 
 

ZOMBIE WORLD WAR – Trailer

 
 
 


 
 

Marcel Demuth/ Andreas Port

 
 
Ähnliche Filme:

World War Z (2013)

Zombie Driller Killer (2010)

State of Emergency (2011)

Battle of the Damned (2013)

28 Days Later (2002)

28 Weeks Later (2007)

Crazies (1973)

The Crazies (2010)

Filmreview: „Excision“ (2012)

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Excision

Story

 
 
 

Das 17jährige Mädchen Pauline (AnnaLynne McCord) ist nicht wie normale Mädchen in ihrem Alter. Sie interessiert sich nicht für Jungs, schert sich ein Deut um ihr Äußeres und fühlt sich partout von ihrer Familie sowie ihrem Umfeld vollkommen missverstanden. Ein Grund mehr sich in vollkommen absurd-groteske Tagträume zu flüchten, in denen sie von einer bevorstehenden Karriere als Chirurgin träumt …

 
 
 


 
 
 

Excision – Kritik

 
 
 
Teenie Pauline hat gewaltig einen an der Waffel. Das kann man sagen ohne dem Film oder der Figur zu nahe treten zu wollen. Wenn sie nicht in bitter verkleideter Häßlichkeit totes Getier von der Straße aufsammelt und, den Traum von der Medizinerkarriere doch sehr erzwingend, das Skalpell schwingt, ergeht sie sich in Sexträumen, in denen der Splatterriemen tobt. Sex im Blut, Sex mit Blut, Gedärm, Kostüm und Trulala. Die Jungfräulichkeit ist dem armen Ding ein Dorn im unschönen Auge. Natürlich ist ihr Umfeld ein Nest suburbaner Leichenstarre zwischen Schulsport, Kirche und Klappe halten. Halber Lichtblick im Schwarzfilter der gräßlichen Vorstadtidylle ist Paulines kleine Schwester, die, in einem VICTOR HUGO’schen Zug des Ansammeln allen Elends, am großen Horror Mukoviszidose leidet und eine neue Lunge bitter nötig hätte. Wenn da mal nicht die Talente der großen Schwester von Nutzen sein dürften.
 
Die Horror-Sensation aus den USA! Regisseur RICHARD BATES JR. schuf mit EXCISION einen der visionärsten, bildgewaltigsten und provozierendsten Horrorfilm aller Zeiten!
 
So und nicht anders kreischt mich die Eigenwerbung an und ich frage mich, ob diese Form des Superlativ-Wahns bei Leuten ankommt. Selbst gesetzt den Trauerfall, das Zielpublikum ist wirklich in Gänze der Menschenmasse zuzuordnen, die davon ausgehen, Horrorfilme wurden dereinst, vor zehn Jährchen, gesetzlich vom großen Versicherungsrationalisierer Jigsaw Killer als solche beschlossen. Tatsächlich bedient man sich bei offensichtlichen Idolen wie Meister BRIAN DE PALMAS Verfilmung von STEPHEN KINGS erstem Hit, CARRIE, natürlich, findet aber auch Zeit (zumindest hoffe ich das, der Zufallsfaktor wäre schon ein sehr perverser) zu zeigen, was man bei MAY – DIE SCHNEIDERIN des Todes, einem der ersten besseren Beispiele des New Horror im Jahre 2005, der dazu noch bis heute seine Stellung halten kann, gelernt hat. Ist es bei MAY die Kunst des Kleiderdesigns, ist es hier die höhere Medizin, die zur triggernden Grundlage orgiastischer Ekelfeiern dienen muss. EXCISION basiert auf einem 2008er Kurzfilm und überraschenderweise kann man den Machern nicht vorwerfen, sich in allzu aufbläserischen Handlungen ergangen zu haben. Bei ähnlichen Projekten hat man das leider immer wieder sehen müssen. Knappe achtzig Minuten sind aber auch bei deutlich mieseren Schinken als dem hier ein schmerzlindernder Faktor.
 
Hauptdarstellerin ANNALYNNE McCORD musste sich für die Rolle der behackten Hobbychirurgin mittels einer SKETCH-UP/DIETHER KREBS artigen Cro Magnon-Augenbrauenmaske vom gewohnten Pornotussichic verabschieden. Sie steht einer Besetzung vor, die als eine einzige Verneigung vor den Bigotteriedemaskerierungen des großen Vorbildes JOHN WATERS bezeichnet werden kann. Jener ist dann auch gleich selbst an Bord, gemeinsam mit dem seinerzeit minderjährigen Ex-Pornostar TRACI LORDS, die ihre Rolle als strenge Spießermutter durch schiere Anwesenheit konterkariert. So auch, als in einem der satirischen Kerne des Films, Paulines Verzweiflung mit der Bubenwelt und der Kampf gegen jene lästige Unberührtheit entgegengetreten wird.
 
Wer den erwähnten MAY mochte und mit Splatterhorrorware etwas anfangen kann, deren Verständnis des Stilmittels Gewalt in etwa mit dem einer Groteske wie dem schönen Spätwerk KILLER JOE des großen WILLIAM FRIEDKIN d’accord geht, wird sich EXCISION mit Freude ansehen. Gestörte Freude, ja. Aber Freude.
 
 
 


 
 
 

Excision – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Groteske Horror-Satire mit herausragenden Schauspielern und bitterbösem Schlussakt!
 
 
 


 
 
 

Excision – Zensur

 
 
 
Die erhältliche, deutsche Heimkino-Fassung ist mit der „keine Jugendfreigabe„-Kennzeichnung vollkommen ungeschnitten. Es handelt sich hierbei um ein zynisches bebildertes Horror-Drama, dass mit einigen unappetitlichen Szenen nicht geizt. Daher ist die hiesige Alterfreigabe vollkommen gerechtfertigt!
 
 
 


 
 
 

Excision – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) MIG (Einzel Blu-ray)

 
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(c) MIG (Special Edition Blu-ray mit BD und DVD)

 
excision-mediabook

(c) 84 (Repack-Mediabook mit BD und DVD)

 
excision-neuauflage

(c) Cosmopolitan Pictures / Alive AG (Neuauflage)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Excision; USA 2012

Genre: Thriller, Drama, Komödie

Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1; (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: FSK 18 – Keine Jugendfreigabe

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Standard-Edition: nur Trailer, Audiokommentar des Regisseurs, Deluxe Edition: Dokumentation: „Nightmares in Red, White and Blue“ (93 min – deutscher Voice-over), Trailer, Audiokommentar des Regisseurs, Bildergalerie – Alle Extras besitzen keine Untertitel!

 
 
 
Die HD-Heimkino-Veröffentlichung von „Excision“ kommt in drei verschiedenen Blu-ray-Ausführungen daher. Neben der schlichten, Standard-Variante in einer herkömmlichen Amaray existiert noch eine 2-Disc Collector´s Edition Blu-ray. Diese wird ebenso in einem normalen Amaray angeboten, wobei sich im Inneren die herkömmliche Blu-ray aus der Standard-Edition befindet, sowie einer Bonus-DVD mit der sehr interessanten Dokumentation „Nightmares in Red, White and Blue“ (93 Min). Diese Deluxe-Variante wird zudem auch als schickes Mediabook vermarktet, sodass sich Verpackungs-Fetischisten danach sicher die Finger lecken dürften.
 
Uns lag zum Test die herkömmliche Collector´s Edition mit Blu-ray und Bonus-DVD zugrunde. Nach dem Einlegen der Blu-ray folgt ein schlichtes, mit Musik untermaltes, Standbild von wo aus der Filmfreund zwischen Hauptfilm, Kapitelwahl, Spracheinstellungen und Extras wählen kann. Die Extras auf dieser Blu-ray beschränken sich vorwiegend auf den Trailer zum Film, sowie einen Audiokommentar des Regisseurs, dem keine hilfreichen Untertitel spendiert wurden. Die Optik des Hauptfilmes überrascht mit einem überzeugendem Bild, das sich durchweg auf einem sehr hohen Niveau befindet. Sehr viele Details, wie Hauptporen und Falten, lassen sich problemlos erkennen und auch die Farben kommen mit einer erstaunlichen Sättigung und Frische daher – Bravo! Da es sich hier um ein eher ruhig erzählten Film handelt, sollten keine Wunder in punkto Tonwiedergabe erwartet werden. Trotzdem ist der Ton als durchweg hochwertig zu bezeichnen.
 
Die Bonus-DVD präsentiert den Hauptfilm erneut in seiner ungeschnittenen Fassung. Diesmal jedoch in SD-Qualität. Zudem unterscheidet sich hier das Bonusmaterial und die Menügestaltung von der Blu-ray-Ausführung maßgeblich. Zwar findet der Filmfreund auch hier den Audiokommentar des Regisseurs begleitend zum Film, aber neben dem Trailer und einer Bildergalerie hat es zudem auch die ausführliche Dokumentation „Nightmares in Red, White and Blue“ (93 Min) auf die Scheibe geschafft. Die Doku bietet einen hervorragenden Überblick über die Meilensteine, der in den USA produzierten Horrorfilme und liegt hier in ihrer gänzlich deutschen Synchronisation vor. Beiden Scheiben bieten deutsche Untertitel zum Hauptfilm. Ein flatschenfreies Wechselcover liegt ebenso vor!
 
 

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Excision – Herausschneiden das Böse um zu heilen die Krankheit (Blu-ray / Neuauflage) ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
Pain & Torture Collection

(c) SchröderMedia HandelsGmbH

 
 
Neben der herkömmlichen Blu-ray erschien der Film auch als Teil eines umfangreichen Horrorfilm-Pakets mit sechs Filmen auf 2 DVDs. Auf diesem Heimkinomedium, das als PAIN & TORTURE 6 MOVIE PACK in den Handel gebracht wurde, ist der Streifen ebenso ungeschnitten enthalten, wie auf der bereits erhältlichen Einzel-Blu-ray.
 

Pain & Torture Collection [6 Filme in einer Box] [2 DVDs] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

Excision – Trailer

 
 
 


 
 

Christian Ladewig

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
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Menschenfeind (1998)

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Michael (2011)

Filmreview: „Underground – Tödliche Bestien“ (2011)

Underground-Tödliche-Bestien-2011
 
 
 

UNDERGROUND – TÖDLICHE BESTIEN

(GATES OF HELL – UNDERGROUND)

Story

 
 
 
Stress während einer Rave-Party: Eine Gruppe Freunde gerät an eine aggressive Straßengang und flüchtet in ein merkwürdiges Tunnelsystem unter der Lokalität. Leider führt die Suche nach einem alternativen Ausgang zu keinem Erfolg, denn bevor überhaupt einer der Freunde das Tageslicht erblicken wird, gilt es den Kampf mit einigen Mutanten aufzunehmen, die in dem komplexen Labyrinth mit leeren Mägen auf die Kids lauern …
 
 
 


 
 
 

UNDERGROUND – Kritik

 
 
 
Man nehme eine handvoll prallbrüstiger Mädels, schütte sie zusammen mit einer Scharr sexy Knaben in einen Topf und würze das ganze mit seltsam deformierten und menschenfleischgeilen Mutanten. Fertig ist UNDERGROUND – TÖDLICHE BESTIEN (in Deutschland neuerdings auch als GATES OF HELL – UNDERGROUND zweitvermarktet) – ein neuer Hochglanzschocker der in seiner Machart stark an den Franka Potente U-Bahn-Horror CREEP aus dem Jahre 2004 erinnert. Um es vorwegzunehmen: UNDERGROUND rockt, keine Frage. Die Inszenierung ist hochwertig und kann als gelungen bezeichnet werden. Regisseur RAFAEL EISENMANN weiß, wie er Horrorfans zufrieden stellen muss. Er führt den Zuschauer in ein düsteres Tunnelsystem, wo ein erbitterter Kampf zwischen Kreatur und Mensch seinen Lauf nehmen wird, an dessen Ende selbstverständlich geistfrei gesplattert werden darf und das nicht gerade wenig. Das Tunnel-Setting ist durchaus stimmig entworfen und beliebte MTV-Videoclip-Ästhetik gefällt durch makellose Optik. Was will der Horrorfan denn mehr?
 
Licht, denn das ist in diesem kleinen Independent-Schocker Mangelware. Ganz zum Leidwesen des horrorerprobten Zuschauers, der dem Geschehen bis auf wenige Ausnahmen, nur leidlich folgen kann, erkennt er in der schlecht ausgeleuchteten Umgebung doch kaum, was da eigentlich auf der Mattscheibe passiert. Stimmung kommt dennoch auf. Gerade dann, wenn entstellte Mutanten zum fröhlichen Abendschmaus laden hat UNDERGROUND – TÖDLICHE BESTIEN seine Momente, wird doch mit blutigen Raffinessen nicht gespart. Großes Lob gilt dabei den Make-up-Künstlern, die beim CREEP-Design hervorragende Arbeit geleistet haben. Die Wesen schauen reichlich grotesk aus und es bereitet Laune den Dingern bei der Suche nach Abendbrot beizuwohnen. Natürlich folgt auch dieser Film den klassischen Horrorregeln. So werden die geistig umnebelten und schablonenhaft skizzierten Kids nach bekanntem Negerlein-Schema um die Ecke gebracht.
 
Leider macht EISENMANN den Fehler und zeigt seine Gestalten zu zeitig. Mit dem Erscheinen der Kreaturen erhält auch der Spannungsbogen einen Dämpfer. Demnach konzentriert sich der Streifen auf das immerhin temporeiche Jagen seiner neunmalklugen Protagonisten, die für einen Slasher mal wieder wenig bedacht handeln. Um Defizite im Drehbuch zu kaschieren wurde der Hetz-Gimmick eingebaut. Immer dann, wenn UNDERGROUND an seine dramaturgischen Grenzen stößt, werden hektische Hetzjagen eingestreut, die kaum Zeit zum Nachdenken ermöglichen. So wird der Zuschauer stets bei Laune gehalten und bemerkt ganz nebenbei erst gar nicht, dass ihm mit UNDERGROUND im Grunde genommen ein arg dünnes Süppchen vorgesetzt wurde. So kriechen „tödlichen Bestien“ aus Wand und Boden und trachten den unvorsichtigen Kids nach dem Leben. Zimperlich geht’s nicht zu Sache, denn die Filmmonster haben sichtlich kein Erbarmen mit ihren menschlichen Opfern. Die werden blutgeil in der Luft zerrissen, damit sich der Zuschauer vor lauter Splatter erst gar nicht mehr an das haarsträubende Ende erinnern kann. Über Letzteres hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens, denn Logiklöcher gibt es in UNDERGROUND – TÖDLICHE BESTIEN jede Menge.
 
Trotzdem; auch wenn UNDERGROUND kein geistreicher und intelligenter Film ist, bietet er kurzweilige Unterhaltung für verregnete Tage auf der Couch. Nicht mehr und auch nicht weniger.

 
 
 


 
 
 

UNDERGROUND – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein finsterer Mix aus CREEP und THE DESCENT nur ohne Story, dafür mit reichlich Monstern und Splatter. Hirn aus, TV-Bildschirmhelligkeitsregler auf Turbo dazu Chips und Bier. So lässt es sich leben.
 
 
 


 
 
 

UNDERGROUND – Zensur

 
 
 
UNDERGROUND – TÖDLICHES BESTIEN erhielt den roten FSK-Stempel und ist demnach erst für Volljährige geignet. Der Streifen besitzt die Einstufung: KEINE JUGENDFREIGABE. Aufgrund einiger Splatter-Momente ist die Freigabe gerechtfertigt.
 
 
 


 
 
 

UNDERGROUND – Deutsche Blu-ray

 
 
 
underground-tödliche-bestien-blu-ray

(c) Schröder Media / Mig Filmgroup (Erstauflage)

 
 
 
gates-of-hell-underground-blu-ray

(c) Savoy Film / Intergroove Media (Zweitauflage)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Undergrounds; USA 2011

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailershow, Trailer

Release-Termin: 23.02.2012 (Erstauflage) – 06.06.2014 (Zweitauflage)

 
 
 
UNDERGROUND – TÖDLICHE BESTIEN ist in Deutschland unter zwei verschiedenen Titeln auf Heimkinomedium erhältlich. Während der Streifen bereits im Jahr 2012 auf DVD und Blu-ray Disc unter seinem richtigen Namen veröffentlicht wurde, erhielt der Slasher im Jahr 2014 einen Re-Release und zwar unter dem Titel GATES OF HELL – UNDERGROUND. Hier sollte man sich nicht hinters Licht führen lassen. Der Inhalt ist identisch mit der Erstveröffentlichung. Nur das Cover wurde ausgetauscht.
 
 
 

Underground – Tödliche Bestien [Blu-ray] – Erstauflage auf AMAZON kaufen

 

Gates To Hell [Blu-ray] – Zweitauflage auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

UNDERGROUND – Trailer

 
 
 


 
 

Hellraiser80/ Marcel Demuth

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
The Underneath (2013)
 
Beyond the Darkness (2014)
 
Creep (2004)

Filmreview: „Tötet Katie Melone“ (2009)

tötet katie malone
 
 
 

TÖTET KATIE MALONE

Story

 
 
 
Die 3 Freunde Ginger, Jim und Dixie ersteigern auf einer Online-Plattform ein merkwürdiges und scheinbar antikes Kästchen indem laut Verkäufer ein wahrhaftiger Geist leben soll, der dem Besitzer der Kiste jeden Wusch erfüllt. Nachdem das Objekt der Begierde im Studentenwohnheim eingetroffen ist, sind die 3 Freunde zuvor noch skeptisch, äußern dennoch bedenkenlos zwei Wünsche, die sich zu ihrem Erstaunen tatsächlich erfüllen. Doch auch der Geist fordert Gegenleistung und tötet ab nun an jeden, der versucht die Clique auseinander zu treiben.
 
 
 


 
 
 

TÖTET KATIE MALONE – Kritik

 
 
 
Vorerst, TÖTET KATIE MALONE ist im Grunde genommen kein schlechter Film. Wer ein Faible für routiniert abgedrehte 08/15-Heimkinoware besitzt und sich an leidlich klugen Teenies nicht sattsehen kann, dürfte mit dem vorliegenden Horrorfilm bestens unterhalten werden. Zwar stolpert diese Geistergeschichte aufgrund eines total sinnbefreiten Plots immer wieder über die eigenen Füße (wer kommt denn auf derart unsinnige Idee einen Geist per Ebay zu verkaufen – und warum gibt es Idioten, die so was dann ersteigern); TÖTET KATIE MALONE schafft es aber dennoch kurzweilig zu fesseln und eignet sich sich mit Sicherheit als Lückenfüller für einen verregneten Sonntag Nachmittag. Daher: Glotze an, Hirn aus. Neu ist der Geschichte über einige Kids, die von einem Geist heimgesucht werden, freilich nicht. Die Drehbuchautoren von KILL KATIE MELONE (so der Horrorfilm im Original) haben sich ausreichend bei anderen Klassikern innerhalb des Genres bedient und den Stoff für ein jüngeres Publikum modern aufbereitet. So finden Schlüsselszenen aus POLTERGEIST (1982), RING (2002) und THE WISMASTER (1997) ebenso ihren Weg in den Film, wie dreiste Anspielungen aus dem BRIAN DE PALMA Kultwerk CARRIE (1976). Gerade weil der Film sich mit all seinem hölzernen Hokuspokus an vorwiegend Jugendliche richtet, dürfte es den Zuschauer wohl kaum verwundern, dass TÖTET KATIE MALONE fast vollkommen blutleer daherkommt und neben einigen wirklich miserablen CGI-Effekten kaum nennenswerte Überraschungen zu bieten hat. Was die hiesige FSK jedoch dazu geritten haben muss, den spukreichen Teenie-Slasher mit einer Erwachsenenfreigabe abzustrafen, dürfte vermutlich auf ewig ein Rätsel bleiben.
 
Die Geschichte des Films ist recht konventionell geraten, überzeugt aber dennoch mit einer recht flotten und kurzweiligen Inszenierung. Gerade gegen Ende wird es erstaunlich turbulent, aber leider auch etwas zu klischeebeladen und unglaubwürdig. Die Schlusspointe des Films dürfte an Trivialität kaum zu überbieten sein. Trotz enormen Unterhaltungsfaktor will man als Zuschauer nicht das Gefühl loswerden wollen, als wäre TÖTET KATIE MALONE direkt fürs Fernsehen produziert. Die Dialog sind flach und die Entwicklung der Protagonisten gleicht Vorabend-Soap-Niveau. Auch das billig wirkende Setting lässt vermuten, dass hier kaum Geld für die Realisierung des Machwerks zur Verfügung gestanden haben muss und auf Sparflamme geköchelt werden musste. Das ist eigentlich schade, etwas mehr Budget und eine liebevollere Investitionen in Effekte und Drehbuch hätten den Horrorfilm ganz sicher gut getan. Somit bleibt der seichte Geisterspuk leider nur durchschnittliche und unwichtige Trash-Ware, die vermutlich in den untersten Regalen der Videotheken ihr Dasein fristen wird.
 
 
 


 
 
 

TÖTET KATIE MALONE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
TÖTET KATIE MALONE ist ein Spukfilm auf TV-Niveau und ohne wirklich nennenswerte Überraschungen. Für einen verregneten und kühlen Winterabend zu zweit dürfte dieser Horrorfilm durchaus seinen Zweck erfüllen.
 
 
 


 
 
 

TÖTET KATIE MALONE – Zensur

 
 
 
TÖTET KATIE MALONE ist erstaunlicherweise in Deutschland ab 18 Jahren freigegeben. Etwas unverständlich, denn wirklich verdient hat dieser Film dieser Altersfreigabe nämlich nicht. Wirklich brutal wirds hier nicht, daher wurde TÖTET KATIE MALONE in hiesigen Gefilden ungeschnitten veröffentlicht.
 
 
 


 
 
 

TÖTET KATIE MALONE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Kill Katie Malone; USA 2010

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.77:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Original Kinotrailer, Slideshow

 
 
 
Mit TÖTET KATIE MALONE wird dreister Etikettenschwindel betrieben. Der aktuelle Rechteinhaber bringt die bereits bekannte Blu-ray erneut unter dem Titel EVIL HATEBREED mit einem anderen Cover in den Handel um den Filmfreund zu suggerieren, dass er mit dieser Blu-ray einen neuen, unbekannten Titel in den Händen hält. Das ist nicht nur falsch sondern auch ziemlich unfair dem zahlenden Horrorfilmfan gegenüber. Die Blu-ray ist abgesehen von der neuen Verpackung identisch zur alten Auflage von SCHRÖDER MEDIA / WGF. Das Bild bietet eine solide Qualität mit produktionsbedingten Mängeln. Es wird zwar einen angenehme Schärfe erzielt, wirklich plastisch will das Bild jedoch zu keiner Zeit wirken. Der Kontrast überzeugt in den dunklen Szenen, überstrahlt in den Tagszenen etwas. Auf homogenen Flächen kommt es nicht selten zu Bandingartefakten und Blockbildung. Immerhin erweist sich der Transfer als ruhig und rauscharm. Auch beim Ton ist keine Referenz zu erwarten. Den gebotenen Tonspuren mangelt es an Räumlichkeit. Gerade während der Schockszenen mangelt es dem Ton an Kraft und Dynamik. Zudem kommt die deutsche Tonspur reichlich dumpf daher, was aber nicht stört. Für einen Low-Budget-Film wie TÖTET KATIE MALONE sind die technischen Komponenten dennoch als durchweg akzeptabel und brauchbar zu betiteln. Anders sieht es jedoch im Bonusbereich aus. Hier ist tote Hose. Bis auf einen Trailer zum Film und einer Slideshow hat es hier nichts auf die Scheibe geschafft. Die Blu-ray mit neuem Cover und neuem Titel besitzt zwar ein Wendecover; das Cover ist aber derart verpixelt, dass man sich das Wenden getrost sparen kann.
 
 

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TÖTET KATIE MALONE – Trailer

 
 
 


 
 

Marcel Demuth/ Hellraiser80

 
 
Ähnliche Filme:

Wishmaster (1997)

Carrie – Des Satans jüngste Schwester (1976)

Ring (2002)

Poltergeist (1982)