Kritik: „Unter Freunden – Komm, lass uns spielen“ (2012)

Among-Friends
 
 
 

UNTER FREUNDEN – KOMM, LASS UNS SPIELEN

(AMONG FRIENDS)

Story

 
 
 
Eine Abschlussfeier der etwas anderen Art: acht Freunde werden während einer feuchtfröhlichen Party mit ihren am liebsten verborgenen Geheimnissen konfrontiert und für ihr unkameradschaftliches Verhalten schmerzhaft bestraft …
 
 
 


 
 
 

UNTER FREUNDEN – Kritik

 
 
 
Jeder hat so seine Leichen, über die er kaum sprechen möchte und wohl am liebsten ganz schnell wieder aus dem Gedächtnis streichen würde, im Keller. Umso problematischer, wenn scheinbar vertraute Personen lange verdrängte Gewissensbisse aus der Mottenkiste kramen und sie ungefragt und skrupellos ans Tageslicht bringen. Die naiven Knallchargen in UNTER FREUNDEN – KOMM, LASS UNS SPIELEN hätten sich vermutlich auch Besseres vorstellen können, als von der besten Freundin an den Pranger gestellt zu werden. Hätte nämlich jeder der Anwesenden geahnt, welch fieses Blutgematsche die selbsternannte Moralapostelette Bernadette mit den selbstsüchtigen Übeltätern veranstalten würde, hätten sie sich wohl eher nicht gerade in den edelsten Zwirn geworfen. DANIELLE HARRIS zeichnet für den cineastischen Denkzettel verantwortlich, und liefert mit AMONG FRIENDS (so heißt der Film nämlich im Original) ihre erste eigene Regiearbeit ab. Filmfans dürfte HARRIS keine Unbekannte sein. Sie schrie sich einst als Jamie Lloyd in HALLOWEEN 4 (1988) in die Herzen der Genre-Zuschauer und gehört mittlerweile zu einer der bekannteren Schauspielgrößen des modernen Horrorfilms. Als Marybeth in der Schlitzer-Reihe HATCHET hat sie sich selbst ein Denkmal gesetzt und vermutlich während ihre (Gast)Auftritte in einschlägigen Gruselfilmchen hin und wieder auch den Regisseuren bei ihrer Arbeit über die Schulter geschaut. Umso erfreulicher, dass sie mit UNTER FREUNDEN jetzt auch einmal hinter der Kamera Platz genommen hat und beweist, dass sie nicht nur eine charismatische Schauspielerin und Synchronsprecherin ist, sondern durchaus auch ein talentiertes Händchen für ganz schön gemeine Schocker hat. Welche Beliebtheit HARRIS unlängst unter Horrorjüngern genießt, macht ihr erster Ausflug als Filmemacherin deutlich. Hier gibt sich das Who-is-Who der Horrorszene die Klinke in die Hand. Neben JASON-VORHEES-Mime KANE HOODER, der hier gleich zu Beginn mit zynischem Humor vor der Kamera posiert, bekommt der Zuschauer auch einen Kurzauftritt von XAVIER GENS und MICHAEL BIEHN zu sehen, wobei Letzterer ja gut und gerne auch mal selber Filme dreht und produziert. Der scheint mit HARRIS nicht nur gern zusammen zu arbeiten, sondern auch ein freundschaftliches Verhältnis zu hegen, ist doch die smarte Schauspielerin in letzter Zeit ganz schön oft in dessen Streifen zu sehen (THE VICTIM, THE FARM). Nach grandiosen Auftritten in ROSEANNE (1992-93), ZUM TÖTEN FREIGEGEBEN (1990) und DÜSTEREN LEGENDEN (1998), dürfte vermutlich ein jeder interessierte Fan wissen wollen, ob HARRIS´ Spielfilmdebüt eigentlich überhaupt ernstzunehmen ist, denn nicht selten erlebt der Filmfreund, dass offensichtlich erfolgreiche Leinwandgrößen gerade hinter der Kamera eine eher bescheidene Figur gemacht haben. All jenen Skeptikern sei gesagt, HARRIS´Debüt macht im Vergleich zu aktuellen Horrorschockern der letzten Zeit gar keine so dumme Figur und dürfte vor allem Liebhaber der etwas makabren Unterhaltung gut unterhalten. Während HARRIS´ bereits 2008 im Thriller PRANK neben ELLIE CORNELL (HALLOWEEN 5) und HEATHER LANGENKAMP (NIGHTMARE – MÖRDERISCHE TRÄUME) Regieluft schnuppern durfte, ist ihr nun echter Regie-Einstand – welches Wunder – auch ein Horrorfilm geworden. Hier hat sie sich von einem Drehbuch von ALYSSA LOBIT inspirieren lassen, die sogleich auch die Rolle der „wahnsinnigen“ Gastgeberin Bernadette übernahm. Während wir in UNTER FREUNDEN nicht nur Zitate bekannter Vertreter des Genres serviert bekommen (PROM NIGHT, CARRIE) erweist sich HARRIS´Debüt quasi als mehr oder weniger ernstzunehmendes Duplikat eines aktuellen Thrillers, der unter dem Titel WOULD YOU RATHER (2012) in Deutschland bereits ausgewertet wurde.
 
In UNTER FREUNDEN – KOMM, LASS UNS SPIELEN werden die Freunde Blane (CHRIS MEYER), Melanie (JENNIFER BLANC), Sara (KAMALA JONES), Marcus (CHRISOPHER BACKUS), Lily (DANA DAUREY) und die Geschwister (AJ BOWEN) und Jules (BRIANNE DAVIS) in das pompöse Anwesen Bernadettes geladen, wo unter dem Motto PROM NIGHT 1984 ein raffiniertes Rollenspiel samt Dinner stattfinden soll. Die Stimmung ist spritzig und Rauschmittel erhöhen den Spielspaß. Leider hat die Gastgeberin anderes im Sinn. Sie reichert die Bowle mit reichlich Drogen an und macht ihre Mitstreiter bewegungsunfähig, um ihnen daraufhin die Leviten zu lesen. Schnell stellt sich heraus, dass ein jeder der Anwesenden gehörig Dreck am stecken hat und dafür natürlich bestraft werden muss. Sie hält ihren Gästen mittels Videobeweisen den Spiegel vors Gesicht und versucht den reichlich unsympathischen Einfaltspinseln einzubläuen, dass die Bezeichnung „Freundschaft“ in dieser Clique etwas arg oberflächlich gehandhabt wird. So stellt Bernadette ihre ganz eigenen Freundschaftsregeln auf und schreitet mit Schere und Hammer zu Tat, um Moral und Anstand in die Hirne des reichlich selbstsüchtigen Bekanntenkreises zu schlitzen und zu hämmern. Ganz zum Leidwesen der hilflosen Opfer, die die psychopatisch veranlagte Hausherrin nach dieser versemmelten Party mit Sicherheit aus ihren Facebook-Liste verbannen dürften – vorausgesetzt sie überleben das blutige Abendessen.
 
Unangenehm gehts in UNTER FREUNDEN zugange. Nicht nur aufgrund der etwas zweifelhaften Thematik, sondern auch des klaustrophobischen Terrors wegen, der sich schleichend durch die gesamte Szenerie frisst. Anfänglich schön schrill und bunt, wirds im Verlauf der Geschichte ganz schön düster, was vor allem den vielen morbiden Geheimnissen zu schulden ist, die die reichlich hohlen Protagonisten längst im Unterbewusstsein vergraben haben. In UNTER FREUNDEN – KOMM, LASS UNS SPIELEN geht ein jeder Charakter im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen, was gerade sensiblen Gemütern ganz schön an die Nieren gehen dürfte, wird die Vergeltung einmal mehr im typischen 08/15-Foltermurks auf dem Bildschirm zelebriert. Da wird munter skalpiert, kastriert und, ähm, pedikürt – was das Splatterherz jedoch nur selten in Wallung bringen dürfte. Die hier bebilderten Gewaltakte sind zwar vollkommen selbstzweckhaft; HARRIS blendet jedoch mit der Kamera weg, sobald es zu hart für den Zuschauer wird. Hart wirkt das alles dennoch, befindet sich das Schauspiel der wimmernden Protagonisten auf erstaunlichen hohem Niveau, so dass sich UNTER FREUNDEN mit seinem moralisch fragwürdigen Kontext vortrefflich in die Riege der vielen widerwärtigen HOSTEL-Plagiate einzureihen versteht. Immerhin weiß sich dieser Folterreißer mit seinem bitterbösen Humor vom üblichen Tortur-Gemansche abzuheben. HARRIS scheint eine Schwäche für sarkastischer Gemeinheiten zu besitzen, anders lassen sich einige der bissigen Schweinereien im Film nicht erklären. Die sorgen nämlich trotz kaltschnäutzigen Background für allgemeine Erheiterung. Auch wenn HARRIS mit ihrem zynischen Regie-Debüt ganz den Nerv gieriger Horrorfilmfans trifft, kränkelt auch dieser Film an der immens trivialen Geschichte. Die Szenarie beschränkt sich auf nur einen Schauplatz und auch das Schicksal des unnahbaren „Foltermaterial“ samt Richterin dürfte dem Zuschauer vollkommen Schnuppe sein. Dazu fehlt UNTER FREUNDEN einfach die Identifikationsfigur. Macht aber nichts, trotz Schnitzern darf Scream-Queen DANIELLE HARRIS gern weiterhin Filme drehen. Der (Horror)Regiestuhl ist wie für die zierliche Schauspielerin geschaffen und UNTER FREUNDEN gefällt mit seinen knackigen 80 Minuten Laufzeit durchaus – wenn auch vermutlich nur der Horror-Fanbase, denn Otto-Normal-Filmfreund dürfte an diesem perfiden Treiben nur wenig Freunde haben. Hoffen wir, dass HARRIS auch in Zukunft derart gemeine Streifen drehen darf und ihren ganz eigenen Humor nicht vernachlässigt. Der macht nämlich Laune und bereichert den eigentlich vollkommen austauschbaren UNTER FREUNDEN – KOMM, LASS UNS SPIELEN ungemein.
 
 
 


 
 
 

UNTER FREUNDEN – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein Fest für Horrorfilmfans! HARRIS Regie-Debüt erweist sich als Klassentreffen der Ikonen des modernen Horrorfilms. Blutig, zynisch und unglaublich böse geht es im Terrorstreifen UNTER FREUNDEN zugange, was zartbesaiteteren Kinogängern ganz schön an die Nieren gehen dürfte.
 
 
 


 
 
 

UNTER FREUNDEN – Zensur

 
 
 
Hart ist UNTER FREUNDEN – KOMM, LASS UNS SPIELEN auf alle Fälle – wenn auch eher auf psychologischer Ebene. Die „Kandidaten“ dieses Rollenspiels werden vornehmlich auf psychischer Ebene erniedrigt, so dass AMONG FRIENDS (wie der Film im Original heißt) hierzulande ungeschnitten durch die FSK gekommen ist. Mit dem roten KEINE JUGENDFREIGABE-Aufdruck versteht sich!
 
 
 


 
 
 

UNTER FREUNDEN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) TIBERIUS FILM / SUNFILM

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Among Friends; USA 2012

Genre: Thriller, Horror, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1, Englisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailershow

Release-Termin: 02.10.2014

 
 
 

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UNTER FREUNDEN – Trailer

 
 
 


 
 

Hellraiser80/ Marcel Demuth

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Would you Rather (2012)

Hostel – Part III (2011)

The Bunny Game (2010)

Vile (2011)

The Helpers (2012)

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Filmreview: „Victim – Trau keinem Fremden“ (2011)

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VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN

Story

 
 
 
Annie (Jennifer Blanc) und Mary (Danielle Harris) sind zwei gar unanständige Mädchen. Nicht nur, dass die beiden mit dem Gesetz auf Kriegsfuß stehen; um schnell an Drogen zu kommen verabredet sich Mary hin und wieder mit dem korrupten Sheriff James Harrison (Ryan Honey), der ihr für entsprechende „Gefälligkeiten“ beschlagnahmtes Koks besorgt. So auch diesmal. Zusammen mit Annie im Schlepptau, treffen die beiden Freundinnen den skrupellosen Gesetzeshüter, der erst einmal zum Beischlaf bittet. Doch das vielversprechende Schäferstündchen endet im Fiasko. Denn kurzum bricht Harrison der nichtsahnenden Mary das Genick. Um die Tat zu verschleiern soll nun auch das andere Mädchen einen schnellen Tod finden. Annie kann jedoch fliehen und findet tief im Wald eine kleine Hütte, die dem Einsiedler Kyle (Michael Biehn) Unterschlupf bietet. Kurzum entscheidet dieser, der verstörten Frau Asyl zu gewähren und sie vor den Machenschaften des Bösewichts zu schützen …
 
 
 


 
 
 

VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN – Kritik

 
 
 
Schenkt man dem Filmcover der Blu-ray/DVD Glauben, so muss man es sich bei VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN um einen ganz derben Reißer handeln. Da wird kräftig mit Vergleichen zu Filmen, wie I SPIT ON YOUR GRAVE geprahlt und dem Filmfreund suggeriert, dass VICTIM an gutes, altes Grindhouse-Kino erinnert. Umso ernüchternder die Tatsache, dass der Film nicht einmal ansatzweise den gewagten Vergleichen gerecht werden kann, die dem Zuschauer da schön plakativ vom Cover entgegenlächeln. VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN ist günstig gedrehte B-Movie-Ware, die zwar mit bekannten Gesichtern einschlägiger Genre-Produktionen aufwarten kann, inhaltlich aber so hohl ist, dass man nicht verstehen mag, wieso ausgerechnet dieser Film seinen Weg in die deutschen Kaufhäuser findet. In Anbetracht der Tatsache, dass weitaus wichtigere Film bereits seit Ewigkeiten auf deutsche Veröffentlichung warten, bildet VICTIM das traurige Schlusslicht einer ganzen Reihe Filme, auf die die Welt nun wahrlich nicht gerade gewartet hat.
 
Die unausgegorene Qualität des Filmes spiegelt sich auch in seinem Entstehungsprozess wieder. Die Realisierung von VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN dauerte gerade einmal zwölf Tage. Schauspieler MICHAEL BIEHN, der sich zuvor als begehrter Schauspieler in Filmen wie TERMINATOR (1984), ALIENS – DIE RÜCKKEHR (1986), und THE ROCK (1996) einen anerkannten Ruf erkämpfen konnte, scheint zuletzt an den Horror- und Thriller-Genres Gefallen gefunden zu haben. So konnte man ihn zuletzt nicht nur im Endzeit-Schocker THE DIVIDE (2011) sehen, sondern auch im Folternonsens SUSHI GIRL (2012) sowie dem Grindhouse-Knaller PLANET TERROR (2007) erleben. Für die Umsetzung seiner zweiten Regiearbeit schrieb er nicht nur das Drehbuch, sondern konnte sogar noch knapp 800.000 Dollar berappen, um seine etwas arg hanebüchene Geschichte auf Zelluloid bannen zu können. Wie euphorisch er in sein aktuelles Werk involviert war, beweist nicht nur das Engagement, das er für sein Projekt aufbringen konnte. Das Multitalent konnte sogar eine der beliebtesten Scream-Queens der Horrorfilmwelt für sein Low-Budget-Filmchen gewinnen. DANIELLE HARRIS, bekannt geworden durch Filme wie HALLOWEEN 4 (1988) und HATCHET (2006), fügt sich in die durchaus ansprechende Darstellerriege ein, ohne die VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN vermutlich schon längst in der Bedeutungslosigkeit verschwunden wäre.
 
Dabei beginnt der Film durchaus vielversprechend und sogar ironisch. Während Sheriff Harrison die kesse Mary bei einem gemeinsamen Schäferstündchen mit allerlei indiskreten Bezeichnungen tituliert hofft diese nur, dass der Akt ein schnelles Ende findet, um in den Genuss eines kostengünstigen „Schneenäschens“ gelangen zu können. Zum Drogenrausch kommt es jedoch nicht, da die junge Dame im Affekt quasi in den Tod penetriert wird. Was jedoch dann folgt, ist eine vollkommen stumpfsinnige Handlung, die unglaublich vorhersehbar ist und der einfach das gewissen Fünkchen Originalität fehlt. Polizist Harrison will seine Tat verschleiern und beginnt fortan eine Jagd auf alle Beteiligten einzuläuten, damit die Karriere durch seine Missetat nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Es folgt der typische Einheitsbrei: die Freundin des Opfers wird von den Widerlingen verfolgt, findet im Eigenbrötler Kyle einen Verbündeten, der dem diabolischen Sheriff die Leviten liest. Die Dramaturgie wirkt hier derart lächerlich, dass man kaum glauben mag, dass sich die eigentlich durchaus talentierte Cast für so einen Käse bereitgestellt hat. So ergeben viele Interaktionen im Film nur selten Sinn. Opfer Annie (gespielt von BIEHNS Ehefrau JENNIFER BLANC) leidet hier eindeutig am meisten unter der arg grenzwertigen Phantasie ihres Gatten. So scheint sie in ihrer der Todesangst immer noch ausreichend Zeit zu finden, um mit dem Helden der Geschichte noch ein wenig im Schlafzimmer umherzuturteln.
 
Der Plot von VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN ist auf das Wesentliche beschränkt. Wirkliche nennenswerte Überraschungen bekommt der Zuschauer hier nicht zu Gesicht. Die Geschichte ist gespickt mit allerhand unbeholfenen Rückblenden, in denen die Vorgeschichte der Misere geschildert wird. Dabei tragen die etwas aufdringlich wirkenden Flashbacks weniger zur Handlung bei, sondern stören den ohnehin schon zähen Erzählfluss des Films enorm. Immerhin gibt es einige Gewaltakte zu bewundern, die zumindest die Erwartungshaltung des Horrorfilmfans befriedigen können. Auch wenn von der, auf dem DVD-Cover reißerisch beworbenen Folterthemtik kaum etwas zu verzeichnen ist, so wissen die wenigen härteren Szenen im Film zu gefallen. So wird ein Kopf zermatscht, es gibt diverse Einschusslöcher zu begutachten und ein heißes Eisen brennt in menschliches Fleisch. Wirklich aufwerten können diese Effekte VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN leider nicht. Was bleibt ist ein unwichtiger Film, der zwar irgendwie trashig und grindhouse-like sein möchte, aber leider den Versuch weitestgehend verfehlt, das dreckige Kino der 70er und 80er Jahre aufleben zu lassen.
 
 
 


 
 
 

VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein Film, dem die gewisse Würze fehlt. VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN ist bedeutungsloses Low-Budget-Filmmaterial, das nur Allesglotzern und Hardcore-Horrorfans zu empfehlen ist.
 
 
 


 
 
 

VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN – Zensur

 
 
 
Der Film ist nicht sonderlich brutal. Somit ist die Heimkinofassung mit dem KEINE JUGENDFREIGABE-Flatschen vollkommen ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

VICTIM – TRAU KEINEM FREMDEN – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Coffin Baby (2013)

Redd Inc. (2012)

Would You Rather (2012)

Sushi Girl (2012)