Filmkritik: „Das Haus der langen Schatten“ (1983)

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DAS HAUS DER LANGEN SCHATTEN

Story

 
 
 
Kenneth (Desi Arnaz, jr.) ist Krimischriftsteller mit Blockade und großem Maul. Er wettet, binnen Tagesfrist einen klassischen Schauerroman schreiben zu können, der es zu Veröffentlichung und Erfolg bringt. Zur Inspiration begibt er sich auf einen leerstehenden walisischen Landsitz. Ordnungsgemäß pfeift der Wind durchs Gemäuer und die Schreibmaschine ist geölt, da knarrt es in den Balken. Das Haus ist gar nicht verlassen! Lord Grisbane (John Carradine) und seine Tochter (Sheila Keith, Stammschauspielerin Pete Walkers) haben sich heimlich um den Kasten gekümmert. Im Laufe der Nacht treffen auch die beiden Söhne seiner Lordschaft (Vincent Price und Peter Cushing ein, gefolgt von einer Sekretärin und Christopher Lee als Kaufinteressenten des Grundstücks. Nachfolgend kommt es zu kleinen Unfällen unter der Besetzung und der Zuschauer weiß nicht, wohin die Reise geht. Wer hat Interesse am horrorfilmkonformen Ableben der Schlossgäste?
 
 
 


 
 
 

DAS HAUS DER LANGEN SCHATTEN – Kritik

 
 
 
Zwar mit dem Gespür für ordentliche Horror-Klischees gedreht und doch manchmal ein wenig albern, erinnert der Film in seinem Aufbau hie und da an die gute alte Agatha Christie oder aber ganz, ganz zahme Einer-nach-dem-anderen-Filme aus der Welt des Giallos. Also bitte weder komplettes Nervenzerfetzen, noch Kellertreppen voller Kunstblut erwarten, liebe Kinder. Was als Horrorfilm oder auch Parodie des Genres vielleicht nicht immer zu hundert Prozentchen ins Schwarze ballert, kann immerhin von sich behaupten, als Zeitdokument der goldenen Genrezeit in jeden Schrank ernsthafter Filmologen zu gehören. DAS HAUS DER LANGEN SCHATTEN ist – Sie ahnen es – der einzige Spielfilm, in dem sich dieses Quartett von Horror-Charakterköpfen der alten Schule zusammengetan hat, dem Zuschauer das Schauervergnügen des Abends zu bereiten. In verschiedenen Konstellationen stand man immer mal vor der Kamera, geballt tatsächlich nur hier. Christopher Lee und Peter Cushing haben hier ihren letzten gemeinsamen Auftritt, Cushing verstarb wenig später. Interessant, dass dieses späte Beispiel britischen Horrors von den israelischen Cousins Golan und Globus und ihren Cannon-Studios produziert wurde, die derzeit ja auch späte Anerkennung erfahren.
 
 
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Pete Walkers Platz im Pantheon britischer und europäischer Exploitationfilmer ist unbestritten. Trotzdem ist der 1939 geborene Regisseur kein „household name“ wie die Männer hinter den Filmen der großen Studiozeit auf der Insel. Die großen Zeiten dieser Produktionshäuser, allen voran natürlich Hammer, aber auch Amicus, waren vorbei. Man drehte noch, sicher. Hammer wärmte immer wieder die alten Universal-Lizenzen auf und schickte Dracula und Kollegen in immer absurderen Drehbuchwildheiten auf die Leinwand und Amicus versuchte sich in Abenteuerfilmen und anderen eigentlich fremde Genres. Trotzdem umwehte die Veröffentlichungen der alten Haudegen eine gewisse Altmodischkeit. Fatal, befand man sich schließlich noch lange nicht in der Zeit der Nostalgie. Von diesem Verblassen der großen britischen Horrortradition profitierte eine B-Filmwirtschaft im Schatten der Industrie-Riesen. Wie in jedem Land lag es in der Hand findiger Exploitationeers, den Genrefilm in neue, publikumswirksame Ferkeltiefen zu befördern. Auf dem Kontinent waren das Sex- und Gewaltschmutzfinken wie der Spanier Jess Franco und in Amerika die Gang der „Forty Thieves“, legendäre Schlockfilm-Fabrikanten, von denen heute Namen wie David F. Friedman dem Kenner abseitiger Unterhaltung ein bescheuertes Lächeln auf die Schnute zaubern. Großbritannien hatte ein paar Produzenten, die ihre Firmen, auch aufgrund der debilen britischen Pornographiegesetze, die dort bis heute noch keiner so richtig verstanden hat, mit Softsex sanierten, hier und da aber auch den Hunger des jungen Trashpublikums nach Zelluloidbrutalität stillten. Die willfährigen Erfüllungsgehilfen dieser Produzenten waren Magier miesen Minibudgets, Zauberkünstler zotigen Z-Zelluloids wie Norman J. Warren und eben der heute hier zu lobende Pete Walker. Letzterer, der nach DAS HAUS DER LANGEN SCHATTEN sein Geld außerhalb der Filmindustrie machen wollte, steht hinter einer ganzen Reihe der klangvollsten bösen Filme made in Britain. Da gibt es Nackedeischrott wie ROSEMARIES LIEBESREPORT IN DREI DIMENSIONEN (1972) Sado-Exploitation wie den berühmten HAUS DER PEITSCHEN (1974) aber eben auch einige der bei Liebhabern höchstgeschätzten Horror-Reißern aus England nach Hammer.Titel wie IM RAMPENLICHT DES BÖSEN (1972), FRIGHTMARE (1974) oder AMOK (1976) – den einen oder anderen Blick lohnt fast jeder von Walkers Filmen.
 
 
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Das Drehbuch stammt von Michael Armstrong, selbst einem zumindest in jungen Jahren innerhalb des Eurotrash sehr aktiv gewesenen Filmschaffenden. Von ihm stammen Adrian Hovens wahnwitzige Inquisitions-Exploiter HEXEN BIS AUFS BLUT GEQUÄLT (1973) und die Fortsetzung. Später ist er dann seriös geworden.
 
 
 


 
 
 

DAS HAUS DER LANGEN SCHATTEN – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Schöne Horror-Persiflage endlich mal wieder verfügbar. Der letzte Film des wiederentdeckenswerten UK-Ein-Mann-Exploitation-Unternehmens Pete Walker kann sich rühmen, die einzige gemeinsame Arbeit des Kult-Quartetts Carradine/Price/Lee/Cushing zu sein und ist schon deswegen ein geschichtsträchtiges Stückchen Plastik.
 
 


 
 
 

DAS HAUS DER LANGEN SCHATTEN – Zensur

 
 
 
Die erschienene Blu-ray ist absolut ungeschnitten. Fans altmodischer Gruselei können bedenkenlos zugreifen. Die Gänsehaut wird in diesem Film auf subtile Weise heraufbeschworen. Für Splatterfans gibt es keine Schauwerte zubestaunen. DAS HAUS DER LANGEN SCHATTEN ist ungeschnitten frei für Zuschauer ab 16 Jahre.
 
 
 


 
 
 

DAS HAUS DER LANGEN SCHATTEN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Black Hill Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The House of the Long Shadows; Großbritannien 1983

Genre: Klassiker, Horror, Komödien, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: 101 Minuten

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer, Bildergalerie

Release-Termin: 23.06.2015

 
 

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DAS HAUS DER LANGEN SCHATTEN – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei Black Hill Pictures

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
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Filmkritik: „Dracula und seine Opfer“ (1967)

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DRACULA UND SEINE OPFER

(BLOOD OF DRACULA’S CASTLE)

Story

 
 
 
Glens Onkel verlässt unser irdisches Jammertal und bedenkt seinen Neffen mit der Erbschaft eines Borderline-Disney-Schlosses in der kalifornischen Wüste. Bevor der junge Herr Neureich nebst Lebensabschnittspartnerin allerdings in den neuweltlichen Gotik-Tempel einziehen kann, gilt es, den aktuellen Bewohnern die Mieterschaft abzuerkennen. Graf Townsend nebst Gattin, plus einem von Gnadenlosallesspieler John Carradine gegebenen Hausdiener und dem Zubehörbuckligen Mango. Um dem Titel auf deutsch und englisch gerecht zu werden, sind die Townsends zumindest Vampire und haben dazu gerade mal überhaupt keine Lust, sich von den jungen Sixties-Schnöseln aus dem heimischen Gemäuer verjagen zu lassen.

 
 
 


 
 
 

DRACULA UND SEINE OPFER – Kritik

 
 
 
Al Adamson, auch oder sogar bei Fans bittersten amerikanischen No-Budget-Schrotts für die Tiefschlagqualität seiner Werke berüchtigt, konnte auch bei dieser knackigen Blutsauger-Gurke alle Register dessen ziehen, was wir hier nicht als „Können“ bezeichnen möchten. Eher handelt es sich bei der filmischen Vision des 1995 von seinem Untermieter ermordeten Kaliforniers um ein eigenes Irrsinns-Universum, wie es in den Fünfzigern zum Beispiel Ed Wood verwaltete. Die oft gleiche Riege von Altstars auf der Suche nach einem darstellerischen Gnadenbrot und jungen, maßlos untalentierten Tunichtguten tobt unter Adamsons Aufsicht über die stets ähnlichen Kulissen und folgt Regieanweisungen, die nicht selten erst am Drehtag improvisiert wurden. Herauskommen sollten bei diesen Über-Trash-Orgien keine Genre-Meilensteine für die Ewigkeit, pickepackevoll mit kultisch zu verehrenden Schauspielerleistungen, Horroratmosphäre oder gar zitierfähigen Szenen für die Fan-Ewigkeit, nein, Al Adamson entstammte der B-Film-Tradition amerikanischer Super-Exploitation, die gerne einmal ein reißerisches Filmplakat vorzuweisen hatte, bevor auch nur eine Seite Drehbuch geschrieben oder eine Minute Zelluloid bespielt war. Möglichst einfach und unter großzügiger Nutzung der Schlüsselelemente Sex und Gewalt wurden da Filme auf den Autokinomarkt geworfen, denen mit cineastischer Logik nicht beizukommen ist. Hierbei verdingte sich die Adamson-Gang in beliebten Filmsparten wie dem Rockerfilm (DIE SADISTEN SATANS), Blaxploitation (BLACK SAMURAI) oder auch wahnwitziger Science Fiction (HORROR OF THE BLOOD MONSTERS), unbeschreiblichem wie dem Zukunfts-Märchen-Musical LIEBE IM RAUMSCHIFF VENUS oder eben, wie hier, Horror. DRACULA UND SEINE OPFER macht da keine Ausnahme im Angriff auf die geistige Gesundheit des Publikums. Weder lässt sich ergründen, wieso das Vampirpaar Townsend (?) in der sonnenfrittierten Mojave-Wüste lebt, noch, wie man auf den Trichter kam, sich im Schlosskeller an die Wand gefesselte Go-Go-Girls als Blutspenderinnen zu halten. Könnte ein Vorläufer des Bio- und Nachhaltigkeitsgedanken sein. Oh, California … Vollends ausschalten sollte man sein Gehirn bei der Ankunft des übergeschnappten Vergewaltigers Johnny, eines Freundes der Familie, der aus der Psychiatrie ausbüxt und auch in größter Verfolgungsnot noch Zeit findet, seinen kriminellen Sellerie in bedauernswerte Passantinnen zu dippen. Sinn ist hier keiner aber warum sollte gerade an den Punkt damit angefangen werden?
 
 
 


 
 
 

DRACULA UND SEINE OPFER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Knüppelbekloppter Drive-In-Trash aus den amerikanischen Sechzigern. Wenig für Horrorfans, mehr für Trash-Aficionados, die sich schon eine oder zwei Ebenen oberhalb des Schlock-Einstiegslevels befinden.
 
 
 


 
 
 

DRACULA UND SEINE OPFER – Zensur

 
 
 
Im Gegensatz zu den bisherigen Veröffentlichungen ist die deutschen DVD ungeschnitten und trägt den alten FSK18-Flatschen. Sammler können bedenkenlos zugreifen.
 
 


 
 
 

DRACULA UND SEINE OPFER – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Blood of Dracula’s Castle; USA 1960

Genre: Horror, Klassiker

Ton: Deutsch Dolby Digital 1.0 (Mono), Englisch Dolby Digital 1.0 (Mono)

Untertitel: Keine

Bild: 1,33:1

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: FSK18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Keine

Release-Termin: 24.10.2014

 

Dracula und Seine Opfer (DVD) ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

DRACULA UND SEINE OPFER – Trailer

 
 


 
 

Christian Ladewig

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Cabaret der Zombies (1964)
 
Draculas Bluthochzeit mit Frankenstein (1971)
 
Plan 9 aus dem Weltall (1959)
 

Filmreview: „The Nesting“ (1981)

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THE NESTING – HAUS DES GRAUENS

Story

 
 
 
Schriftstellerin Lauren (Robin Groves) ist Agoraphobikerin, fürchtet sich also vor der Atmosphäre öffentlicher Plätze. Ihr Freund meint’s nur gut und entführt sie in den Urlaub aufs Land, raus aus dem Trubel der Metropole. Gut gemeint ist meistens das Gegenteil von gut gemacht und so hat das arme Mädchen bald mit den gruseligen Visionen zu tun, die medial begabte Horrorfilmprotagonisten im Kontakt mir ekelhaften, verlassenen Landhäusern immer frei Haus (schlechtes Wortspiel, weiß ich) geliefert bekommen. Ob gewollt oder nicht. Hier sind das nervösmachende Geräusche vom Dachboden oder eine Party mit Gästen, die Robin nicht wirklich zuordnen kann. Werfen wir noch unfreundliche Mitglieder der Umlandbevölkerung oder übergeschnappte Nachbarn in die Rezeptur und fertig ist der Horrorreißer, der seine Artgenossen auf die Plätze verweisen kann. Oder wenigstens will …
 
 
 


 
 
 

THE NESTING – Kritik

 
 
 
Wenn wir ehrlich sein wollen, ist THE NESTING mal wieder ein Genrefilm, dessen Begleitumstände im Hintergrund interessanter sind als die doch relativ altbackene Handlung per se, in diesem Fall ein spukiges Spukhaus und so weiter. Regisseur Armand Weston kam von der anderen Seite des Grindhouse-Zaunes, der Pronographie nämlich. Hier verdingte er sich als beliebter Lieferant eher ruppiger Knatterfilme, den so genannten Roughies. Zu seinen bekannteren Flutschwerken zählt etwa der überharte Schändungsschocker DEFIANCE, in dem Fred J. Lincoln (kürzlich verstorben und bekannt als David Hess’ nicht minder perverser Kompagnon Weasel Podowski in LAST HOUSE ON THE LEFT) einen sektenguruartigen Verführer junger und nackiger Dinger gibt. Hinter THE NESTING steht der Wunsch einer Produktionsgesellschaft, auf den Ende der Siebziger sehr populären Zug von Haunted-House-Filmen nach dem Muster von THE AMITYVILLE HORROR aufzuspringen. Ein Unterfangen, was hier aber leider mit mangelnden production values und genereller Uninspiriertheit zu kämpfen hat. Die Schauspieler geben ihr bestes, sollten aber nicht als Kinolegenden im Lichtspiel-Pantheon enden. Erfreulich wenig Berührungsängste mit Hollywoods schmierigerer Seite zeigen zwei Stars goldener Zeiten: Gloria Grahame, in ihrer letzten Rolle sogar, und der wie immer völlig schmerzfreie Rekordschauspieler John Carradine. Beide tun, wofür’s Gage gibt: Sie spielen die Rollen von Schauspielern in einem Film.
 
 
 


 
 
 

THE NESTING – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Bahnhofskinoschmutz aus dem ungut müffelnden Zelluloidzwielicht der 42. Straße New Yorks. Hätte auch in Double Features von Horrorschocker plus rauem Pornofilm eine gute Figur gemacht. Außerdem: Was zu VHS-Zeiten auf dem fies-üblen Label Mike Hunter erschienen ist, hat immer Schmuddelbonus.
 
 
 


 
 
 

THE NESTING – Zensur

 
 
 
Alle bisherigen deutschen Veröffentlichungen auf DVD, Laserdisc und VHS waren nicht komplett. Das Label MOTION PICTURE ändert das und wagt nun den ersten kompletten Release in Deutschland. Um einer kostenspieligen FSK-Prüfung aus dem Weg gehen zu können, wurde die erste deutsche HD-Veröffentlichung ungeprüft im schicken Mediabook auf den Markt geworfen. Das kann wie immer bei „heißer“ Ware nur bei einschlägigen Onlinehändlern, Privathändlern oder auf Filmbörsen gekauft werden.
 
 
 


 
 
 

THE NESTING – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Mediabook Motion Picture

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Nesting; USA 1981

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (Dolby Digital 1.0 Mono), Deutsch – Kinomix (Dolby Digital 1.0 Mono), Englisch (Dolby Digital 1.0 Mono)

Untertitel: Deutsch (an einigen Stellen im Film Originalsprache mit Untertitel)

Bild: 1,85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 103 Min.

FSK: nicht von der FSK geprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook mit 16-teiligem Buchteil auf 1000 Stück limitiert – keine Limitierung auf dem Buchteil ersichtlich

Extras: entfernte & erweiterte Szenen (12:02), Fotogalerie (14:30), Englischer Trailer (1:55), Deutscher Trailer (2:02), Spanischer Trailer (1:55), 3 TV Spots am Stück (1:36), zusätzliche DVD mit dem Hauptfilm, Buchteil

Release-Termin: 16.05.2014

 
 
 
Rechteinhaber MOTION PICTURE veröffentlicht THE NESTING in einer dieser edlen Sammler-Veröffentlichungen, die unter Fans düsterer Horrorware immer mehr Liebhaber findet: Das Mediabook. Ob die Buch-Variante für diesen eher unbedeutenden Streifen hätte wirklich sein müssen, sei mal dahingestellt. Fakt ist jedoch, dass MOTION PICTURE dem Film eine optisch durchaus ansprechende Veröffentlichung spendiert hat, die Mediabooks aus dem Hause NSM, XT & Co. in nichts nachsteht. Die optische Präsentation macht im Gegensatz zu genannten Nischenlabels sogar einen weitaus professionelleren Eindruck, gefällt der Buchteil gerade aufgrund seiner Schlichtheit. Sieben Seiten Text wollen gelesen werden – der Rest dieser Veröffentlichung wurde mit Aushangbildern gefüllt. Natürlich darf in einem Mediabook neben der HD-Fassung des Streifens nicht die DVD fehlen, die hier als notdürftiges Übel mit beiliegt, so dass auch Filmsammler zugreifen können, die noch nicht im Full-HD-Zeitalter angekommen sind. Leider hat meist auch das schönste Release einen Haken. Im Falle der ersten HD-Veröffentlichung von THE NESTING in Deutschland fehlen Extras. Die waren jedoch auch auf den bisherigen deutschen Heimkino-Medien nicht enthalten. Trotzdem wären ein Audiokommentar und ein kleines Feature mit Interviews aller Beteiligten schön gewesen. So haben es gerade einmal Trailer und erweiterte/gelöschte Szenen auf den Silberling geschafft. Ärgerlich! Bleibt zu erwähnen, dass das schicke Mediabook nicht im regulären Handel erhältlich ist. Weil das Mediabook nicht FSK-geprüft veröffentlicht wurde, muss der Filmfan Umwege beim Besorgen des Sammlerstücks in kauf nehmen. Die bekannten Onlineshops aus dem deutschsprachigen Ausland vertreiben das auf 1000 Stück limitierte Mediabook. Aber auch die OFDB oder Privathändler bei AMAZON führen das gute Stück im Sortiment.
 
 

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THE NESTING – Trailer

 
 


 
 

Christian Ladewig / Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Das Grauen (1980)
 
Tanz der Totenköpfe (1973)