Filmreview: „Machete Kills“ (2013)

Machete-Kills-2013
 
 
 

MACHETE KILLS

Story

 
 
 
Machete (Danny Trejo) wird auf Bitten des US-Präsidenten (Charlie Sheen, bzw. Carlos Estevez) nach Mexiko gebracht, wo er einen psychopathischen Gangsterboss darin hindern soll, eine Atomrakete auf die amerikanische Hauptstadt abzufeuern …
 
 
 


 
 
 

MACHETE KILLS – Kritik

 
 
 
Als die Regisseure ROBERT RODRIGUEZ und QUENTIN TARANTINO die liebenswerte Hommage an die schäbigen US-Erwachsenenkinos der 70er und 80er Jahre unter dem Titel GRINDHOUSE (2007) in die Lichtspielhäuser brachten, dürfte vermutlich keiner der beiden geahnt haben, welchen neuen Kult sie damit auslösen würden. Während sich das Double-Feature bestehend aus DEATH PROOF und PLANET TERROR nur schleppend in den Kinos behaupten konnte und nicht den Erfolg an den Kassen generierte, den man sich gewünscht hätte, kamen die Streifen wenig später in Europa getrennt voneinander auf die Leinwände und alles wurde gut. Besonderes Augenmerk galt jedoch einigen stilecht umgesetzten Trailern nicht existierender Horrorstreifen, die ebenfalls in den Vorstellungen gezeigt und von bekannten Genregrößen wie ELI ROTH oder ROB ZOMBIE umgesetzt wurden. Die schmuddeligen Werbefilmchen gefielen vielen Zuschauern so gut, dass ein Aufschrei durch die Filmgemeinde ging, mit der Bitte doch diesen Clips richtige Leinwandauftritte folgen zu lassen. Gesagt getan – drei Jahre später erschienen die Spielfilmumsetzungen des ersten beiden Fake-Trailers: HOBO WITH A SHOTGUN und MACHETE. Für letzteren nahm RODRIGUEZ erneut auf dem Regiestuhl Platz und erntete mit der vollkommen überzogenen Actionhatz ausreichend Lob unter Liebhabern deftiger Kinounterhaltung. Finanziell war MACHETE ein Erfolg, so dass es nur eine Frage der Zeit war, bis eine Fortsetzung nachgeschoben werden musste. MACHETE KILLS heißt der neue Filmspaß und schließt direkt an die Geschehnisse des Vorgängers an. RODRIGUEZ ist auch diesmal wieder als Filmemacher am Start und hat eine beachtlich prominente Cast um sich scharen können. DANNY TREJO, der mit Filmcharakter MACHETE CORTEZ die Rolle seines Lebens erhalten haben dürfte, wird mit ausreichend Starpower unterstützt. An seiner Seite waten erneut bekannte Größen der amerikanischen Traumwerkstatt durch Liter von tiefrotem Filmblut. Wie bereits im Teil zuvor bekommt der Zuschauer ein Who-is-Who Hollywoods vor die Linse. So gibt’s Starauftritte von ANTONIO BANDERAS, MEL GIBSON, CHARLIE SHEEN und sogar LADY GAGA zu sehen, wobei die Sängerin offenbar nur in den Film „gelockt“ wurde, um MACHETE KILLS auch einem jüngeren Publikum schmackhaft zu machen, lässt sich doch mit einer derartigen Popikone zusätzlicher Umsatz generieren. Der extrovertierte Popstar hat, trotz pompösem Auftritt, gerade einmal rund drei Minuten Screentime, was bei Fans der Künstlerin für Enttäuschung sorgen wird, wurde doch mit der GAGA im Vorfeld ausgiebig auf Filmplakaten geworben.
 
Der Anfang der Fortsetzung wird mit dem Mord an Machetes Geliebten Sartana Rivera (JESSICA ALBA) eingeläutet. Die wird während der Festnahme einiger korrupter Waffenhändler von einem maskierten Unbekannten durch einen heimtückischen Kopfschuss in die ewigen Jagdgründe beförderte. Damit Machete (DANNY TREJO) nicht allzu lang zu trauern hat, wird er kurzerhand in das Weiße Haus geladen, wo er vom US-Präsidenten (CHARLIE SHEEN) höchstpersönlich zum amerikanischen Staatsbürger deklariert wird, insofern er nach San Antonio reist und dort Marcos Mendez (DEMIAN BICHIR) ausradiert. Der mexikanische Gangsterboss und durchgeknallte Psychopath will Washington, D.C. mittels Interkontinentalrakete in die Luft sprengen, was Machete natürlich verhindern soll. Der stille Rächer reist nach Mexiko und bemerkt schnell, dass dort einige skurrile Zeitgenossen hausen, mit denen nicht gut Kirschen essen ist und die auf Machete sowieso nicht gut zu sprechen sind.
 
Alles beim Alten und doch irgendwie nicht. MACHETE KILLS ist ein zweischneidiges Schwert. Die herrlich überzogene Parodie auf Actionfilme und die darin immer wieder auftretenden Klischees und Stereotypen sind auch in diesem Sequel permanent präsent. Der zweite Teil ist ebenso abgefahren, in Bezug auf die mexikanische Immigrationspolitik der Amerikaner absolut giftig und geizt nicht mit extravaganten Splatter-Exzessen. Leider erreicht das Gezeigte bei Weitem nicht mehr die geniale Frische des Vorgängers. Vielmehr mag man in MACHETE KILLS das Gefühl nicht loswerden, man hätte unter dem Druck gestanden, eine Fortsetzung erzwingen zu müssen. Das Geschehen ist zwar erneut vollgestopft mit geschmacklosen Gags und abstrusesten Wendungen; wirklich Neues wird jedoch kaum hinzugefügt und der Unterhaltungswert hält sich zumindest im ersten Teil der Handlung eindeutig in Grenzen. Der stoische und eher wortkarge Einzelkämpfer MACHETE darf auch in seinem neusten Leinwandauftritt zum Schlitzwerkzeug greifen und findet sogar erheblich Gefallen an der überarbeiteten Version seines beliebten Meuchelutensils, das sich nun sogar auf Knopfdruck durchs Fleisch seiner Gegner schneidet. Weil sich MACHETE KILLS jedoch eindeutig mehr auf das Abhandeln diverser Cameos konzentriert und diese bei Weitem mehr Aufmerksamkeit erhalten, als der Titelheld selbst, bleibt der eher talentlose TREJO zwischen all den aufgedrehten Starauftritten seiner Gegenspieler vollkommen blass und unauffällig. Im direkten Vergleich zum Auftritt des (erschreckend gealterten) GIBSON oder BANDERAS agiert TREJO absolut unbeholfen, so dass man ernüchtert feststellen muss, dass TREJO in der Hauptrolle schnell an seine Grenze stößt und der Bezeichnung Schauspieler nicht im Entferntesten gerecht werden kann. Da fragt man sich doch glatt, wie er sich mit nur stupid in die Kamera glotzen durch den ersten Teil mogeln konnte. Immerhin legt RODRIGUEZ ein rasantes Tempo vor, so dass kaum Zeit bleibt, sich über die diversen Mankos den Kopf zu zerbrechen. Es wird sich mit allerhand grotesken Waffen durch den Film geballert, wobei die Albernheiten gegen Ende schon in fast abstruse Sphären driften: MACHETE rettet die Welt, springt auf eine Rakete und düst in den Weltraum, um seinen Kampf gegen das Böse fortzusetzen. Bösewicht VOZ (MEL GIBSON) hat sich kurzerhand ins All abgesetzt und wartet nur darauf von dort aus seine finsteren Machenschaften fortführen zu können. Als ob das nicht alles schon vollkommen bescheuert wäre, bringt RODRIGUEZ mit einem neuen Fake-Trailer das Fass zum Kochen: MACHETE KILLS AGAIN … IN SPACE. Da werden Erinnerungen an den zehnten Teil der berüchtigten FREITAG DER 13.-Reihe und natürlich an die STAR WARS-Trilogie aus der Feder von GEORGE LUCAS wach. Ob der Film jedoch je gedreht werden wird, dürfte fraglich bleiben. Denn bisher brachte das aktuelle Sequel nicht den erhofften Erfolg, denn man sich gewünscht hatte.
 
 
 


 
 
 

MACHETE KILLS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Absurd-blutiger Actionspaß für (fast) die ganze Familie. Leider bleibt MACHETE KILLS hinter den Erwartungen zurück und ist mit seinen knapp 100 Minuten an konstruiert wirkenden Wendungen einfach zu lang geraten. DANNY TREJO entpuppt sich als katastrophaler Schauspieler und die vielen splattrigen Ideen kaschieren gekonnt, dass das Potenzial von MACHETE eigentlich schon nach Teil eins verbraten wurde. Unterm Strich bleibt MACHETE KILLS ist ein mittelmäßiger Film, der eigentlich nicht hätte sein müssen und bei dem bereits im Teil zuvor alles gesagt wurde, was von Interesse gewesen wäre.
 
 
 


 
 
 

MACHETE KILLS – Zensur

 
 
 
Kennste MACHETE, dann kennste auch MACHETE KILLS. Der Gewaltpegel ist dem ersten Teil ebenbürtig. Aufgrund der selbstironischen und vollkommen überzogenen Umsetzung sind die Kills nicht sonderlich hart anzuschauen. Daher wurde MACHETE KILLS ab 16 Jahren ungeschnitten in die Kinos gebracht. Eine FSK16-Veröffentlichung für den Heimkinomarkt war demnach logisch. Die Heimkinofassung ist mit FSK16 vollkommen komplett.
 
 
 


 
 
 

MACHETE KILLS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Machete-Kills-Blu-ray

(c) Universum Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Machete Kills; Russland, USA 2013

Genre: Thriller, Horror, Splatter

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 108 Min. (uncut)

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Behind the Scenes, Deleted Scenes, Trailer und TV-Spots (Bonus zusammen: ca. 42 Minuten)

Release-Termin: 23.05.2014

 
 
 

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MACHETE KILLS – Trailer

 
 
 


 
 

Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Hobo with a Shotgun (2011)
 
Chillerama (2011)
 
If a Tree Falls (2010)
 
Planet Terror (2007)
 
Death Proof (2007)
 
Machete (2010)

Filmreview: „You Can’t Kill Stephen King“ (2012)

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YOU CAN´T KILL STEPHEN KING

Story

 
 
 
Sechs Freunde begeben sich in die Heimatstadt des berühmten Schriftstellers STEPHEN KING, in der Hoffnung, ihn ein einziges Mal zu Gesicht zu bekommen. Natürlich lässt er sich nicht blicken – stattdessen bekommen es die neugierigen Großstädter mit einem schlitzfreudigen Killer zu tun, der über die Schnüffelei der Fremden so gar nicht erfreut ist …
 
 
 


 
 
 

YOU CAN´T KILL STEPHEN KING – Kritik

 
 
 
Ist das jetzt genial oder einfach nur grottig daneben? Diese Frage dürften sich Interessierte vermutlich stellen, die sich den Trailer zu YOU CAN´T KILL STEPHEN KING zu Gemüte geführt haben. Es soll ja immer noch Menschen da draußen geben, die nichts mit dem berühmtesten aller Horrorautoren anfangen können. Der hat mit Romanen wie SHINING, ES oder FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE nicht nur Literaturgeschichte geschrieben, sondern mit seinen Werken auch Millionen begeisterter Leser viele schlaflose Nächte bereitet. Auch die drei Regisseure RONNIE KHALIL, MONROE MANN und JORGE VALIÉS-IGA müssen große Fans der Bücher und Filme des Schriftstellers sein, denn anders lässt sich nicht erklären, wie sie auf die bedepperte Idee gekommen sind, eine Ikone der neuzeitlichen Bellestrik zum Thema einer Slasher-Parodie zu machen. STEPHEN KING selbst soll sich angeblich während der 19 Tage Drehzeit im westlichen Maine zwei Mal blicken lassen haben, hat aber einen Cameo-Auftritt im fertigen Werk rigoros abgelehnt. So ganz unverständlich ist seine Entscheidung nicht, denn YOU CAN´T KILL STEPHEN KING ist weder Fisch noch Fleisch. Während der Trailer vielversprechend vor Augen führt, in welche Richtung der Film hätte gehen sollen, ist das fertige Werk von der im Trailer charmant überzogenen Inszenierung meilenweit entfernt. Wortwitzelei mag zwar in den ersten Filmminuten vorhanden sein, wird aber im weiteren Verlauf der Geschichte mehr oder weniger aus den Augen verloren und verpufft als dummer Slasher-Schnellschuss ohne nennenswerte Höhepunkte.
 
In YOU CAN´T KILL STEPHEN KING folgen sechs Mittzwanziger den Spuren des berühmten Schreibers STEPHEN KING. Einer der Freunde ist in Besitz einer Hütte, die angeblich nicht weit von der von KINGS stehen soll. Auf ihrem Erkundungstrip stoßen die Ortsfremden immer wieder auf die Bewohner des Städtchens, die gar nicht gern über den erfolgreichen Schriftsteller plaudern möchten, was der Suche natürlich nicht förderlich ist. So kommt es, dass die Schnitzeljagd kurzerhand auf Eis gelegt wird und man sich den schöneren Dingen des Lebens widmet. Als dann einer der Freunde auf unerklärliche Weise verschwindet und wenig später in Stücken an einer Tankstelle wiedergefunden wird, bricht Entsetzen aus. Alles deutet darauf hin, dass ein irrer Killer die Morde aus den KING-Romanen nachstellen möchte (SCREAM lässt grüßen) und die Fremden für sein Vorhaben auserkoren hat. Die lassen sich natürlich von einem perfiden Killer nicht den Urlaub vermiesen und machen es sich in ihrer vermeintlich sicheren Behausung hübsch gemütlich.
 
Dass jegliches Agieren mit einem Augenzwinkern genossen werden sollte, liegt auf der Hand. In YOU CAN´T KILL STEPHEN KING wird natürlich vollkommen bewusst dumm gehandelt, die stereotypen Rollen anfänglich ideenreich durch die Kakao gezogen. So bekommt der Zuschauer neben dem farbigen Sprücheklopfer auch drei hohlbirnrigen Tusneldas (eine derer ist Partygirl PARIS HILTON nicht unähnlich) vor die Linse, die im Verlauf der belanglosen Handlung zur Freude der männlichen Zuschauer reichlich textilfrei durch die Szenerie hopsen dürfen. Während die unverbrauchten Schauspieler mit ihrem überzogenem Overacting gar keine so miese Figur machen, erfreut, dass das Regie-Trio vor allzu derben Blödelklamauk und plumpen Gags jenseits der Gürtellinie zurückgeschreckt hat. So sind einige schräge Lacher garantiert – zumindest in der ersten halben Stunde. Dann leider gehen dem Film die guten Ideen aus und die selbstironische Slasher-Verarsche tritt unlustig auf der Stelle. Die rar gesäten Gags wollen kaum noch zünden und machen YOU CAN´T KILL STEPHEN KING zu einer arg einschläfernden und vor allem unlustigen Angelegenheit. Immerhin schreitet der Killer häufig zur Tat und beginnt, die Freunde halbwegs innovativ in den Filmhimmel zu befördern. Seine Taten werden dabei ansprechend akustisch untermalt, wobei das Thema an die beliebte FREITAG DER 13.-Reihe erinnert. Außerdem findet der Filmfreund mehr oder weniger subtile Verweise zu KINGS Werken im Film, die zwar recht gekonnt in Szene gesetzt werden, aber den Film nicht wirklich besser machen. Ohnehin wird es in der zweiten Hälfte erstaunlich ernst, wobei irgendwie nicht mehr wirklich schlüssig sein möchte, ob es sich hier denn nun um eine Parodie oder einen ernstzunehmenden Horrorfilm handeln soll. Was bleibt ist ein etwas zwiespältiger Genrefilm, der das anfänglich erfrischende Niveau der recht gelungenen Gags nicht einmal bis zur Hälfte halten kann und der irgendwie gar nicht so witzig ist, wie es eigentlich der selbstironische Trailer versprach.
 
 
 


 
 
 

YOU CAN´T KILL STEPHEN KING – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Gagreicher Horrorspaß in der Tradition der SCARY MOVIE-Reihe. Leider werden die guten Ideen bereits in den ersten Filmminuten verbraten, so dass YOU CAN´T KILL STEPHEN KING in der zweiten Filmhälfte kaum noch der Rede Wert ist. Immerhin gibt es eine ganz nette Auflösung, die STEPHEN KING-Fans ganz schön griesgrämig aus der Wäsche schauen lassen dürfte. Für all die: IT´S ONLY A MOVIE!
 
 
 


 
 
 

YOU CAN´T KILL STEPHEN KING – Zensur

 
 
 
Es gibt einen deftigen Kehlenschnitt zu sehen, einige abgetrennte Körperteile aber sonst nichts wirklich Nennenswertes, was den Gorehound vor Freude jauzen lassen dürfte. Daher ist die deutsche Fassung problemlos mit blauen FSK16-Flatschen im Handel zu finden – ungeschnitten versteht sich!
 
 
 


 
 
 

YOU CAN´T KILL STEPHEN KING – Deutsche Blu-ray

 
 
 
you cant kill stephen king blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: You Can’t Kill Stephen King; USA 2012

Genre: Horror, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.77:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray Wendecover

Extras: Deutscher Trailer zum Film (ca. 2 Minuten), Bildergalerie (ca. 2 Minuten), Trailershow mit fünf weiteren Titeln aus dem Programm des Anbieters

 
 
 
Nach dem Einlegen gibt es erst einmal zwei weitere Trailer kommender Komödien aus dem Fundus des Anbieters NEW KSM. Danach geht’s in ein animiertes Menü, das aus Szenen des Filmes besteht. Schön gestaltet ist es zwar nicht, erfüllt aber seinen Zweck. Das Bild ist erstaunlich gut; der HD-Effekt ist vor allem in den hellen Szenen erstaunlich positiv ausgefallen und offenbart viele kleine Details und eine angenehme Schärfe. Ansonsten ist die Synchronisation für einen unbedeutenden Low-Budget-Film ziemlich gut geworden. Die Dialoge sind gut verständlich, wobei sich das Geschehen vorwiegend im Frontbereich abspielt und man keine Soundkulisse der Extraklasse erwarten sollte. Hinter dem Menüpunkt „Extras“ versteckt sich eine ca. zweiminütige Slideshow, wobei irgendwie nicht wirklich schlüssig ist, ob es sich hier um Setimpressionen handelt oder um Screenshots aus dem Film. Wirklich brauchbar ist diese Bildergalerie nicht wirklich, wobei das Gimmick vermutlich einzig deshalb auf der Scheibe vorzufinden ist, um den Bonusbereich als solchen überhaupt rechtfertigen zu können. Neben der Bildergalerie gibt es noch den Originaltrailer (Deutsch, ca. zwei Minuten) auf der Blu-ray zu YOU CAN´T KILL STEPHEN KING und fünf Trailer weiterer Veröffentlichungen aus dem Hause NEW KSM. Wer mehr Infos zum Film sucht, schaut leider doof aus der Wäsche. Immerhin spendiert NEW KSM das obligatorische Wechselcover ohne FSK-Flatschen. Zudem ist die Veröffentlichung für erstaunlich kleines Geld zu haben. Wer leichte Horrorkomödien mag, macht mit diesem Film auf jeden Fall nichts falsch!
 
 
 

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YOU CAN´T KILL STEPHEN KING – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
100 Bloody Acres (2012)

Mega Monster Movie (2009)

A Little Bit Zombie (2012)

Chillerama (2011)

Hell Baby (2013)

Tucker and Dale vs. Evil (2010)

Scary Movie (2000)

Scary Movie 2 (2001)

Shaun of the Dead (2004)

Zombieland (2009)

Fido (2006)

Filmreview: „Hell Baby“ (2013)

hell baby 2013
 
 
 

HELL BABY

Story

 
 
 
Vanessa (Leslie Bibb) ist mit Zwillingen schwanger. Grund genug für ihren Gatten Jack (Rob Corddry), in einem der schlechteren Viertel von New Orleans ein heruntergekommenes Haus für günstiges Geld zu erwerben, um der kleinen Familie eine Grundlage bieten zu können. Doch so friedlich wie anfänglich gedacht scheint das Gebäude gar nicht zu sein. Der etwas seltsam anmutende Nachbar F’Resnel (Keegan Michael Key) klärt das Paar auf und berichtet, dass das von den Einheimischen genannte „House of Blood“ eine finstere Vergangenheit beherbergt und seither als verflucht gilt. Es dauert nicht lang bis allerhand mysteriöse Dinge in den neuen vier Wänden geschehen und Vanessa beginnt, sich merklich zu verändern …
 
 
 


 
 
 

HELL BABY – Kritik

 
 
 
Seit SCARY MOVIE im Jahr 2000 damit begonnen hat, aktuelle Horrorfilme möglichst plump zu parodieren, hat es eine ganze Menge mißratener Komödien gegeben, die aber nur selten Erfolge wie die der berüchtigten Comedyreihe verbuchen konnten. Mit Teil fünf flimmerte sogar zuletzt ein weiterer Ableger über die weltweiten Kinoleinwände, der jedoch nicht einmal annähernd an den ersten Film der Horror-Verarsche heranreichen konnte. Für das Filmduo ROBERT BEN GARANT und THOMAS LENNON Grund genug, an ihrer ganz eigenen, schlüpfrigen SCARY MOVIE Parodie zu arbeiten, die nun unter dem Titel HELL BABY in die heimischen Wohnzimmer kommt. Die beiden sind keine Unbekannten, wenn es darum geht mit viel Wortwitz und satten Budget möglichst gewinnträchtige Mainstream-Komödien für die ganze Familie ins Kino zu bringen. Neben DER BABYNATOR (2005), NACHTS IM MUSEUM (2006) und NACHTS IM MUSEUM 2 (2009) geht auch die Serie RENO 911 (2003) auf das Konto des dynamischen Duos. Letzgenannte haben sie nicht nur mitkonzipiert, sondern darin auch selbst die Hauptrollen gespielt.
 
 
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Diesmal haben sich die GARANT und LENNON für die Umsetzung einer weniger kindgerechten Komödie entschieden und stattdessen an einem herzlich niveaulosen Spaß für Erwachsene gebastelt, der vor allem das Interesse der Splatterfans auf den Plan rufen dürfte, denn zimperlich geht es in HELL BABY nicht vonstatten. Wir erleben die Geschichte von Vanessa (LESLIE BIBB), die zusammen mit Partner Jack (ROB CORDDRY) eine modrige Behausung bezieht, von der die Einheimischen berichten, dass es darin nicht mit rechten Dingen zugehen soll. So ganz Unrecht scheinen die Nachbarn nicht gehabt zu haben, denn die schwangere Vanessa verhält sich alsbald ziemlich daneben. Sie beginnt rohes Fleisch zu futtern, Lack und Wein zu trinken und entwickelt eine Leidenschaft für das grobschlächtige Handwerk, in dem sie ihren Frauenarzt gewissenlos an die Wand tackert und gierig ausweidet. Das seltsame Verhalten der bevorstehenden Mutter lässt Ehemann Jack verzweifeln, so dass er zwei nikotinabhängige Priester rufen lässt, die der Gattin den Teufel austreiben sollen.
 
 
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Gehen dir die anspruchsvollen Sketche aus, dann füll´ den Film doch einfach mit allerhand ekelerregender Schlüpfrigkeiten. Nach dieser Devise geht es in HELL BABY her. Hier bekommt der Zuschauer all das zu sehen, an dem sich manch pubertierender Teenager durchaus erfreuen kann. Es wird gefurzt, gekotzt und natürlich auch gekifft bis sich die Balken biegen, was vor allem Spaßbremsen und Moralapostel bitter aufstoßen dürfte. Ja, in KILL BABY geht’s mächtig freizügig und platt vonstatten. Wir sehen eine verwahrloste 90-jährige, die vermutlich zwischen den Wänden des Hauses lebt und sich als Nymphomanin entpuppt. Ganz zum Leidwesen von Jack, dem die zig weiblichen Protagonisten des Films und deren Anmachversuche gehörig auf den Zünder gehen. Zudem sorgt Nachbar F’Resnel (KEEGAN MICHAEL KEY) nicht selten für einige wohldosierte Schreckmomente. Er taucht nicht nur unerwartet in den ungünstigsten Momenten auf; er scheint auch nicht ganz dicht zu sein. Ganz allein ist er damit allerdings nicht: HELL BABY beherbergt vermutlich die obskursten Gestalten des Kinojahres 2013. Ob nun Priester, Polizist oder werdende Mutter – in diesem Film ist keiner der Anwesenden geistig auf der Höhe, was durchaus für einige herzliche Lacher sorgen dürfte. ROBERT BEN GARANT und THOMAS LENNON sind vehement darum bemüht, möglichst schön anspruchslos zu sein. Es wird (vor allem am Ende) herumgeblödelt als gebe es kein Morgen mehr, ganz zum Leidwesen der schemenhaften Handlung, die ohnehin nur schmückendes Beiwerk ist und kaum Beachtung findet. Immerhin finden, trotz der vielen seichten Witze, viele nette Anspielungen bekannter Horrorfilme den Weg in den Film. So macht der Zuschauer Bekanntschaft mit dem Hund aus DAS OMEN (1976) und die schwangere Vanessa gebärt am Ende wie in ROSEMARYS BABY (1968) den Teufel höchstpersönlich. Was bleibt ist eine nette, anspruchslose Horrorkomödie, mit vielen Witzen südlich der Gürtellinie, diversen Zitaten und einigen schön derben Bluteinlagen, die das Herz eines jeden Horrorfans schneller schlagen lassen.
 
 
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HELL BABY – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Herrlich gagreicher Horrorspaß im Stil der SCARY MOVIE-Filme. Hier wird platt gewitzelt und blutig gehandwerkelt; wer sein Hirn ausschaltet wird dennoch gut unterhalten werden.
 
 
 


 
 
 

HELL BABY – Zensur

 
 
 
HELL BABY ist zwar eine Komödie, trotzdem geht es hier gerade gegen Ende hin ordentlich zur Sache und der rote Lebenssaft darf ein wenig spritzen. Eigentlich müsste HELL BABY aufgrund des komödiantischen Untertons ab 16 Jahren freigegeben werden. Da der Film aber auch einige optische Gemeinheiten zu bieten hat, hat er in der ungeschnittenen Fassung eine Erwachsenenfreigabe erhalten. Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

HELL BABY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film | I-on New Media

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Hell Baby; USA 2013

Genre: Horror, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1,78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 94 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Keine Extras

Release-Termin: 26.02.2016

 

Hell Baby [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

HELL BABY – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

(Rechte für Abbildungen und Szenenbilder liegen bei Splendid Film | I-on New Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Monster Brawl (2011)

Chillerama (2011)

Mega Monster Movie (2009)

Shaun of the Dead (2004)

Zombieland (2009)

Fido (2006)

Tucker and Dale vs. Evil (2010)

Scary Movie (2000)

Scary Movie (2001)

Rosemarys Baby (1968)

Das Omen (1976)

Filmreview: „Warm Bodies“ (2013)

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WARM BODIES

Story

 
 
 
Teenager R., der vor Ewigkeiten seinen Namen vergessen hat und sich an rein gar nichts mehr aus seiner Vergangenheit erinnern kann, wandelt nun als Zombie auf einem Flugplatz umher. Doch sein „untotes“ Leben gerät arg ins Wanken, als er der menschlichen Julie (Teresa Palmer) begegnet, die ihn auch sogleich in ihren Bann zieht. Er rettet das Mädchen vor einer Rotte hungriger Zombies und zwischen den unterschiedlichen Teenagern beginnt eine sonderbare Romanze. Bald beginnt R. körperliche Veränderungen festzustellen, die darauf schließen lassen, dass Zombies doch nicht so unmenschlich sind, wie anfänglich vermutet …
 
 
 


 
 
 

WARM BODIES – Kritik

 
 
 
„Mann, sind wir Zombies langsam“ – So zynisch Hauptcharakter R. in WARM BODIES die schleppende Fortbewegung der Zombies bemängelt, so gemächlich hat sich, überspitzt ausgedrückt, bis dato auch das Zombie-Genre weiterentwickelt. Seit der moderne Zombiefilm im Jahre 1968 durch GEORGE A. ROMERO mit NIGHT OF THE LIVING DEAD ins Leben gerufen wurde, hat sich bis heute nichts wirklich Weltbewegendes in diesem Sektor getan. Aus taumelnden Zombies (DAWN OF THE DEAD) wurden zwischenzeitlich mal rasant flitzende Bestien (28 DAYS LATER) und während die Untoten vor 50 Jahren noch bevorzugt amerikanische Kleinstädte heimgesucht haben, sorgen die unberechenbaren Kreaturen nunmehr in Metropolen für Unruhe. Wirklich neu erfunden hat sich das Genre dabei nie und blieb bis heute seinen Wurzeln treu. Umso erfreulicher, dass mit WARM BODIES ein Film erscheint, der dem angestaubten Thema frischen Wind einverleiben möchte. Regisseur JONATHAN LEVINE, der sich mit dem Slasher ALL THE BOYS LOVE MANDY LANE zwar um ein paar Gehaltsklassen steigern konnte, sich kreativ aber nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, scheint dem ewig gleichen Schlamm überdrüssig gewesen zu sein, so dass er die Verfilmung eines Romans des Autors ISAAC MARION für nötig hielt, um so das Zombie-Thema neu zu interpretieren. Das Ergebnis ist eine durchaus sehenswerte Zombie-Komödie, welche die vielen altbackenen Zombie-Klischees auf die Schippe nimmt und mit allerhand Situationskomik schildert, wie aus scheinbar primitiv denkenden Hirnfressern wieder halbwegs zivilisierte Menschen werden können.
 
Immerhin ein guter Stoff wie auch ein unterhaltsamer Film, erzählen doch die meisten Zombie-Gurken eher die Verwandlung vom Menschen zum Zombie. WARM BODIES dreht den Spieß ganz einfach um und setzt sich dabei von der breiten Masse unendlich dummer Schocker ab. Anders wie in unzähligen anderen Filmen seiner Art, wird hier das alltäglich sinnlose Dasein des toten Teenagers R. in selbstironische Bilder gepackt. Er muss schnell feststellen, dass eine Heilung nicht undenkbar ist. Er verliebt sich in einen Menschen und verursacht dadurch eine Kettenreaktion, die den schlurfenden Untoten zu neuem menschlichen Leben verhilft. Klingt vermutlich alles arg kitschig – ist es auch. Mit WARM BODIES hält der Horrorfilmfan eine zwar unkonventionelle, aber dafür jugendfreie Grusel-Romanze in den Händen, die sich merklich am Erfolg der erfolgreichen Kinoreihe TWILIGHT orientiert. Das dürfte vermutlich nicht jedem männlichen Horrorfilmfreund zusagen, erwartet man(n) schließlich auch bei leichten Zombie-Komödien ein gewisses Maß an handfestem Splatter. Die niedrig angesetzte FSK-Freigabe offenbart schnell, welcher Ton in WARM BODIES angeschlagen wird. Der Film ist frei ab 12 Jahren, richtet sich an ein vorwiegend jugendliches, weibliches Publikum und verzichtet dabei auf jeglichen Einsatz blutiger Gewalt. Stattdessen konzentriert sich Filmemacher LEVINE auf eine nicht immer ernstzunehmende Darstellung einer postapokalyptischen Version von Romeo und Julia, die auch mit sozialkritischen Seitenhieben nicht geizt. Die teilweise philosophisch durchdachten Ansätze sorgen auch nach dem Abspann für Gesprächsstoff und sind Grund genug, dem vorliegenden WARM BODIES trotz seiner jugendgerechten Umsetzung eine Chance zu geben.
 
Was anfänglich wie eine urkomische Zombie-Persiflage beginnt, endet mit einer etwas arg aufgesetzten Prise Shakespeare. Der eigentlich selten ernstzunehmende Zynismus wird zugunsten einer hanebüchenen Lovestory in den Hintergrund gerückt. Schade, denn gerade die trockenen Kommentare des Leidtragenden R. sorgen für einige Lacher. Auch wenn die Zombie-Romanze im letzten Drittel unerträgliche kitschige Züge entwickelt und sich wohl nur weibliche Zuschauer mit dem schmalzigen Treiben auf der Mattscheibe identifizieren können, so gehört WARM BODIES zu jenen Werken, die man gerade aufgrund der unerwarteten Andersartigkeit als Genrefan gesehen haben sollte. Inszenierung, Score, Kamera und Schnitt befinden sich auf hohem Niveau und auch die ambitionierten Jungdarsteller NICHOLAS HOULT (A SINGLE MAN) als R. und TERESA PALMER (ICH BIN NUMMER 4) als Julie bereichern den Film ungemein. Als Filmfreund darf man nur hoffen, dass der außerordentliche Kinoerfolg von WARM BODIES zu keiner weiteren Fortsetzung führt. Denn das lukrative zu Tode melken interessanter Filmstoffe durch geldgierige Studiobosse hätte WARM BODIES nun wahrlich nicht verdient.
 
 
 


 
 
 

WARM BODIES – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
Unblutiger Zombiefilm? Wo gibt es denn so etwas? WARM BODIES ist trotz nicht vorhandenen Blutzolls einer der erfrischendsten Versuche der letzten Jahre, das angestaubte Zombie-Genre ideenreich aufzupeppeln!
 
 
 


 
 
 

WARM BODIES – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung wurde mit eine FSK 12-Freigabe in den Handel gebracht. Geschnitten ist hier nix.
 
 
 


 
 
 

WARM BODIES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
warm-bodies-bluray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Warm Bodies; USA 2013

Genre: Horror, Komödie, Thriller

Ton: Deutsch+Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 99 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Audiokommentar mit Regisseur Jonathan Levine sowie den Hauptdarstellern Nicholas Hoult und Teresa Palmer, Roman und Filmentwicklung, R & J, Das Schauspielerensemble, Zombie-Make-up, Produktionsdesign und Montreal, Waffen und Stunts, Visuelle Effekte, Hinter den Kulissen mit Teresa Palmer, „Wie man einen Zombie spielt“ mit Rob Corddry, Entfallene Szenen, Outtakes, Dt. und Original-Kinotrailer

 
 
 
Wenn COCORDE aktuelle Kinofilme auf dem HD Medium veröffentlicht kann man eigentlich immer davon ausgehen, dass dort Qualität geliefert wird. Gerade der Horrorfilmfan wird oft stiefmütterlich behandelt. Im Falle von WARM BODIES dürfte er umso mehr überrascht sein, welch Liebe zum Detail ihm hier geboten wird. Das beginnt bereits beim Hauptmenü. Das ist zwar schlicht gehalten, schaut aber bei weitem besser aus, wie das der meisten Blu-rays einschlägiger Horrorfilme aus, die immer mit gleicher Menüanordnung in den Handel gebracht werden und durchaus sehr spartanisch ausschauen. Ein rot gefärbter Bildschirm führt den Zuschauer zu Hauptfilm, Tonauswahl und Bonusmaterial. Gerade Letzteres ist erstaunlich üppig ausgefallen. Von „Hinter den Kulissen“-Features über „Entfallene Szenen“ bis hin zu „Outtakes“ wird hier das obligatorische Programm geliefert, was zudem auch noch lobenswerterweise deutsch untertitelt wurde. Bildtechnisch kommt WARM BODIES detailreich daher. Das tiefenschwarze HD-Erlebnis begeistert mit immerzu klaren, sauberen, kontrastreichen Farben und der perfekte Schwarzwert garantiert stets bombastisches HD-Feeling. Beim Ton gefällt der aggressive Soundtrack, der den Subwoofer ordentlich brummen lässt. Die Dialogverständlichkeit ist zwar sehr gut, der gesamte Sound fällt jedoch sehr leise aus, so dass eine nachträgliche Anpassung der Lautstärke unumgänglich ist. Auch fällt auf, dass der deutsche Ton nur selten die hervorragende Qualität der englischen Tonspur erreicht. Sei es drum, die hiesige Veröffentlichung kann sich sehen lassen. CONCORDE spendiert zudem ein Wechselcover, so dass Horrorfilmfans hier getrost zugreifen können.
 
 

Warm Bodies [Blu-ray] ungeschnitten bei AMAZON kaufen
 
Weitere Informationen zu WARM BODIES findet Ihr auf der Facebook-Seite zum Film

 
 


 
 
 

WARM BODIES – Trailer

 
 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
Ähnliche Filme:

Fido (2006)

Shaun of the Dead (2004)

Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen (2008)

Filmreview: „Hatchet 3“ (2013)

Hatchet-3-2013
 
 
 

HATCHET 3

Story

 
 
 
Nachdem Marybeth (Danielle Harris) den Geist Victor Crowleys (Kane Hodder) zur Strecke gebracht hat, wird sie in eine naheliegende Polizeistation gebracht, wo der Verdacht bezüglich der grausamen Morde direkt auf sie fällt. Niemand möchte ihr Glauben schenken, dass in den Wäldern eine unberechenbare Killermaschine haust, die für die Bluttaten zur Rechenschaft gezogen werden muss. Um ihre Unschuld zu beteuern, willigt sie ein, zusammen mit der Journalistin Amanda (Caroline Williams) die Asche von Crowleys Vater zu finden, die dem Spuk endlich ein Ende bereiten soll. Währenddessen werden die leblosen Überreste des Sumpfkillers von einem SWAT-Team in Sicherheit gebracht. Keiner der Anwesenden scheint zu ahnen, dass die Kreatur wieder von den Toten auferstehen und ihr blutiges Treiben erneut fortsetzen wird. Kann Marybeth dem rastlosen Mörder noch rechtzeitig das Handwerk legen?
 
 
 


 
 
 

HATCHET 3 – Kritik

 
 
 
Alle guten Dinge sind drei dachte sich vermutlich HATCHET-Macher ADAM GREEN (FROZEN – EISKALTER ABGRUND) und kurbelte in Windeseile den abschließenden, dritten und – planmäßig – letzten Teil der beliebten HATCHET-Serie herunter. Diesmal hat der Filmemacher das Regiezepter an BJ MCDONNELL weitergereicht, der für die beiden vorherigen Teile als Kameramann verantwortlich zeichnete und nun mit dem Abschluss der Trilogie seinen Einstand als Chef am Set gibt. Wirklich förderlich ist dieser konsequente Wechsel dem jüngsten Sequel nicht wirklich, denn HATCHET III ist leider nicht das geworden, was man von einem derart beliebten Franchise erwartet hätte. Während Kollege MCDONNELL vehement versucht, des wilden Treibens auf der Mattscheibe Herr zu werden, fungiert Erfinder ADAM GREEN diesmal nur als Produzent und Drehbuchautor. Aufgrund der Erwartungshaltung der Fanbase erschien der Druck enorm, so dass GREEN krampfhaft versucht haben muss, der Geschichte des mordgierigen Sumpfgeists ein würdiges Ende zu bereiten.
 
Herausgekommen ist eines, der vermutlich überflüssigsten Sequels der Filmgeschichte. Nicht einmal drei Jahre nach Fertigstellung des zweiten Teils kommt es in die Heimkinos der Welt. Ein Umstand, der dem Film keinen Gefallen tut. Die Geschehnisse wirken an den Haaren herbeigezerrt, die kaum vorhandene Geschichte zwanghaft auf Spielfilmlänge aufgeblasen. HATCHET-Erfinder GREEN scheinen die Ideen für einen würdigen Abschluss ausgegangen zu sein, so dass der dritte Aufguss förmlich wie ein Best Of der witzigsten Szenen der Vorgänger wirkt. Dabei schließt die Handlung direkt an die Geschehnisse des zweiten Teils an. Heldin MARYBETH schwingt die Kettensäge und macht Sumpf-Legende VICTOR CROWLEY mittels Schrotgewehr einen Kopf kürzer. Der irre Axtkiller scheint besiegt, wäre da nicht der Fluch, auf den Gebeinen der Kreatur der sie Nacht für Nacht unbeschadet von den Toten auferstehen lässt. Während die Geschichte konsequent weitergesponnen wird und sich MARYBETH zusammen mit Journalistin AMANDA und Sheriff FOWLER (ZACH GALLIGAN – war mal fast ein Star mit GREMLINS) auf die Mission begibt, der Wiederauferstehung des Bösen zu ein Ende zu machen, spielt sich eine Parallelhandlung ab. Ein wenig informiertes SWAT Team erkundet den Sumpf nach den Überresten der Opfer und stößt am darauffolgenden Abend natürlich auf den filetierten VICTOR CROWLEY, der sich wieder bester Gesundheit erfreut. Was folgt ist der obligatorische Blutzoll, den Fans der Reihe vermutlich auch erwartet haben.
 
Köpfe werden gespalten, Hirne fliegen vor die Linse und Gliedmaßen werden abgetrennt, ganz so wie man es seit jeher von HATCHET gewohnt ist. Ernstzunehmen ist das blutige Gorefest zu keiner Minute, dazu sind die Effekte zu überladen, zu überdreht und zu unausgegoren, was mit Sicherheit auf das beschränkte Budget zurückzuführen ist, das der Produktion zur Verfügung gestanden hat. Während sich der Film in der zweiten Hälfte in ein regelrechtes Effekt-Feuerwerk verwandelt, bleibt dem Zuschauer dennoch nicht verwehrt, dass das alles zwar ganz nett anzuschauen ist, aber nicht wirklich Substanz besitzt. Das einfallslose Finale ist weder spannend noch sonderlich innovativ. Die Szenenabfolge wiederholt sich bis zum Erbrechen, so dass spätestens nach der zehnten Enthauptung merklich Langeweile eintritt. Wie im Slasherfilm üblich- braucht der Filmfreund auch rein gar nicht über das oft sonderbare Handeln der Anwesenden zu grübeln. Die verhalten sich natürlich durch die Bank weg sinnbefreit und finden entsprechend schnell einen möglichst blutigen Tod – etwas anderes würde den Horrorfilmfan auch wundern. Während es der Original-HATCHET herrlich selbstironisch verstand, sich von der Masse hölzerner Backwood-Slasher abzuheben, ist der aktueller Beitrag weder Fisch noch Fleisch. Zwar ist das Geschehen auch weiterhin mit einem Augenzwinkern abgelichtet; die Geschichte aber so trivial und unwichtig, dass man nicht verstehen möchte, warum man sich dafür entschieden hat, einen weiteren Teil zu drehen. Die Handlung hätte genauso gut in HATCHET II eingearbeitet werden können. So ist HATCHET III zwar ganz nettes Splatterkino mit großartigen Cameo-Auftritten bekannter Stars der Horrorfilmwelt, ein würdiges Finale erlebt das HATCHET-Universum aber nicht!
 
 
 


 
 
 

HATCHET 3 – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Splatterkino zu wie es sein soll: kompromisslos, hart und blutig. Abgesehen vom durchaus blutroten Treiben ist HATCHET 3 leider nicht das Finale geworden, was man sich bei einem derart beliebten Franchise gewünscht hätte, denn wirklich frisch und ideenreich kommt der neuste Aufguss nicht daher. Stattdessen werden dem Zuschauer hier die bekannten Zutaten der Serie noch einmal lauwarm serviert. Schade drum!
 
 
 


 
 
 

HATCHET 3 – Zensur

 
 
 
Der Splatteranteil in HATCHET 3 ist erstaunlich hoch und durchaus seigefreudiger als im Vorgänger. Die netten, handgemachten Effekte sind trotz der ironischen Umsetzung dennoch erstaunlich hart, so dass HATCHET 3 hierzulande das gleiche Schicksal ereilen dürfte, wie bereits HATCHET 2: Freigabenverweigerung seitens der FSK!
 
 
 


 
 
 

HATCHET 3 – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings (2011)

Wrong Turn 5 – Bloodlines (2012)

Rites of Spring (2011)

Nobody gets out alive (2013)

No One Lives (2012)

Filmreview: „A Little Bit Zombie“ (2012)

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A Little Bit Zombie

Story

 
 
 
Was für ein Pech: ausgerechnet am letzten Wochenende vor den Vorbereitungen zu seiner Hochzeit wird Steve (Kristopher Turner) von einer Mücke gestochen, die sich einige Minuten zuvor am Blut eines Zombies beköstigt hat. Es dauert nicht lang, bis Steve sich arg unwohl beginnt zu fühlen und wenig später feststellt, dass er sich scheinbar mit einem seltsamen Virus infiziert hat, der ihn nun selbst zum Zombie werden lässt. Zusammen mit seiner Verlobten Tina (Crystal Lowe) und den beiden Freunden Craig und Sarah versucht er nun eine Lösung für das Problem zu finden. Wäre da nicht die allgegenwärtige Gier nach menschlichen Hirn, die ihm allmählich den Verstand rauben möchte …
 
 
 


 
 
 

A Little Bit Zombie – Kritik

 
 
 
Während eines bierseligen Wochenendtrips zur Vorbereitung der Hochzeitsvorbereitungen (tatsächlich) wird ein weicher Bürolurch, Personaler um genau zu sein, von einer übergschnappten Stop Motion Mücke gestochen. Die trägt einen Zombifizierungsvirus in sich. Über die nächsten anderthalben Stunden stellen wir uns nun die Frage, was schlimmer ist: Der Hunger des Protagonisten auf Menschenhirnsudel oder der garstige Kampf um die Gestaltung des propagandistisch schönsten Tag im Leben der eigentlich hasserfüllten Liebenden.
 
Die Sache mit der Ansicht. Wieso der Human Resources-Waschlappen seine Hardcore-Nervensäge von Schuhtick-Verlobter nicht schon nach dem Prolog in den nächsten Unkrauthäcksler wirft, kann nur mit hochengagierter Wahrnehmung ihrer ehelichen Pflichten zusammenhängen. Will sagen: Macht sie sich gut, wenn das Licht ausgeht? Diesen metaphorischen Elefanten, wie man so sagt, aus dem Auge und Wege geräumt, bleibt die Erklärung, dass die Figurenkonstellation so hingenommen werden muss. Sonst käme diese unschöne Melange aus IKEA-Süchtigen-Humor und aufgewärmter Zombiekost, quasi eine LADYKRACHER-fizierung der Genrespielregeln gar nicht erst zu Stande.
 
Oh ja, der Prolog. Praktisch das nächste Metaebene-Fass schaler Ironie aufmachend, wirft uns das Filmteam in die Wirren eines auf überdreht getrimmten Zombiejäger-Heulers. Es gibt sogar einen markigen Fake-BRUCE CAMPBELL und eine mopsige Pornoassistentin mit professoraler Hornbrille. Nach gorigem Spaß-Geballer, was uns in die Untiefen eines Kinosessels beliebiger Fantasy Filmfest Splatterkomödiendepphaftigkeit drückt, lernen wir fix, dass die unsympathischen Sympathieträger vom A LITTLE BIT ZOMBIE gerade in einem Autokino sitzen. Halbnette Idee, etwa fünf Tonnen zu selbstbewußt vorgetragen. Der Stallhase der baldigen Braut ist der coolste Typ im Auto. Ohne Schwierigkeiten. Cooler als der kanadische CHRISTOPH MARIA HERBST, um beim unappetitlichen Vergleich mit deutschem Fernsehhumor, der mir gerade in aller Eitelkeit so gut gefällt, zu bleiben in der Hauptrolle oder dem dauerrülpsenden Klischee-Partytier von bestem Kumpel.
 
Es mag altmodisch klingen aber sollte es nicht das – zumindest beiläufige – Ziel einer komödiantischen Darbietung sein, den Zuschauer wenigstens an den Rand eines Lachmoments zu transportieren? Der Irrglaube, vor lauter Ironie fast in die Hosen machende BWL-Spießer beim Sarkasmus mit Verbaldurchfall verwechseln abzulichten und das als des Humors letztes Hurra verkaufen zu können, war eigentlich fast verendet. Leider wird er aber durch den nicht enden wollende Hagel unwitziger Horror- meist Zombie-Komödien am nervtötenden Leben gehalten. Bis in die Haarspitzen durchkalkulierte und doch überraschend einschlagende Post-Everything Mainstream fare wie CABIN IN THE WOODS fällt dazu ein. Das war jetzt übrigens kein wohlwollender Nicker in Richtung der hippen Hütte. Nein, wirklich nicht. Es spricht nicht für die auf Schülertheater agierenden jungen Menschen im Crowdfundingrausch, wenn sie humoristisch von einer Plastikmücke überboten werden, die zu fiesem NuMetal den Angriffsflug unternimmt und dabei Geräusche macht wie der gefährliche Weihnachtsmann LAVA LAVA im gleichnamigen Drogencartoon aus dem Frankreich der 1990er.
 
 
 


 
 
 

A Little Bit Zombie – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
A LITTLE BIT ZOMBIE ist leider nur eine bedingt spassige Zombie-Komödie, der irgendwie das gewisse Etwas fehlt.
 
 
 


 
 
 

A Little Bit Zombie – Zensur

 
 
 
Die erhältliche, deutsche Heimkino-Fassung ist mit der „FSK16„-Kennzeichnung vollkommen ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

A Little Bit Zombie – Deutsche Blu-ray

 
 
 
A-Little-Bit-Zombie-Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: A Little Bit Zombie; Kanada 2012

Genre: Horror / Komödie

Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 / 16:9 (1080/24p)

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: FSK 16

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Vier Interviews (ca. 5 Min.), Originaltrailer in Deutsch & Englisch, Trailershow anderer Filme aus dem Hause ASCOT ELITE

 
 
 
ASCOT ELITE spendiert der Zombiekomödie A LITTLE BIT ZOMBIE eine arg bescheidene HD Auswertung. Zwar weiß das Bild durchaus zu gefallen, der Ton bleibt jedoch weitestgehend zweckmäßiger Natur, zumal der Film eher sehr dialoglastig inszeniert wurde und von seinem Dialogwitz lebt, sodass hier kaum Sound-Wunder erwartet werden sollten. Auch der Extra-Sektor schaut eher überschaubar aus. Aus dem schlichten, aber animierten Hauptmenü lassen sich gerade einmal vier Interview-Fetzen entnehmen. Zusammen ergibt das nicht einmal fünf Minuten Laufzeit. Immerhin hat ASCOT ELITE diese deutsch untertitelt. Abgerundet wird das magere Bonuspaket mit dem englischsprachigen sowie deutschen Trailer zum Film. Für Puristen wurde zudem an ein Wendecover ohne FSK-Sticker beigelegt.
 
 

A Little Bit Zombie [Blu-ray] ungeschnitten bei AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

A Little Bit Zombie – Trailer

 
 
 


 
 

Christian Ladewig

 
 
 
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Monster Brawl (2011)

Chillerama (2011)

Mega Monster Movie (2009)

Shaun of the Dead (2004)

Zombieland (2009)

Fido (2006)

Filmreview: „Bloody Bloody Bible Camp“ (2012)

Bloody Bloody Bible Camp
 
 
 

BLOODY BLOODY BIBLE CAMP

Story

 
 
 
Es ist 1977 und eine Gruppe bibeltreuer (*hust*) Teenager begibt sich für einige Tage in das fromme „Happy-Day-Bibel-Camp“, dass sich inmitten eines dicht bewachsenen Waldgebietes befindet. Doch an Beten und Beichten ist hier nicht zu denken, denn die gelüstge Rasselbande hat Anderes im Sinn. Schnell sind einige Joints gedreht und Alkohol gekauft, als auch schon eine vermummte Gestalt durchs Geäst schleicht und die Jugendlichen für ihr unchristliches Verhalten mit dem Tode bestraft. Sieben Jahre später, die Morde der sadistischen Nonne Mary Chopper (TIM SULLIVAN) gehören bereits unlängst der Vergangenheit an, wagen sich erneut einige Teens in das sagenumwobene Feriencamp. Trotz ausdrücklicher Warnungen der Einheimischen, lässt sich Pfarrer Richard Cummings (REGGIE BANNISTER) nicht von seinem Vorhaben abbringen, zusammen mit seiner kleinen Herde unerzogener Gören einige nette und erlebnisreiche Tage in dem geheimnisvollen Feriencamp zu verbringen. Unbeirrt richten sich die Jugendlichen häuslich ein, als auch schon der erste unsittliche Teen spurlos verschwindet …
 
 
 


 
 
 

BLOODY BLOODY BIBLE CAMP – Kritik

 
 
 
Als 1971 der erste moderne Teen-Slasher mit dem Titel IM BLUTRAUSCH DES SATANS über die weltweiten Kinoleinwände flimmerte, hatte vermutlich kaum ein ernstzunehmender Filmkritiker mit derart Langlebigkeit dieses Horror-Subgenres gerechnet. Wurde die Popularität des Slasherfilms mit HALLOWEEN – DIE NACHT DES GRAUENS und FREITAG DER 13. maßgeblich gefestigt, so löste der finanziell äußerst lukrative Teen-Slasher in den 80er Jahren einen wahren Horror-Boom aus. Vor allem unter Jugendlichen genossen die teilweise arg derben und billig heruntergekurbelten Filmchen Kultstatus und brachten eine regelrechte Lawine von thematisch ähnlichen Filmen ins rollen. Ob SLEEPAWAY CAMP, THE BURNING oder A NIGHTMARE ON ELM STREET – kaum ein Filmstudio existierte, das nicht auch einige Dollars aus dem bereits totgetrampelten Genre herausschlagen wollte und mehr oder wenige sinnvolle Beiträge ins Kino brachte oder direkt auf VHS veröffentlichte.
 
 
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Der vorliegende Horrorfilm BLOODY BLOODY BIBLE CAMP ist einer dieser Film, der vermutlich perfekt in jene Zeit gepasst hätte und der heute vermutlich nur eingefleischten Nostalgie-Horrorfans ein enthusiastisches Lächeln entlocken dürfte. BLOODY BLOODY BIBLE CAMP gehört zu der Art von Filmen, die sich ehrfürchtig vor den ganz großen Slasher-Klassiker der 70er und 80er verbeugen und versuchen wollen, den naiven aber dennoch liebenswerten Charme der diversen Teenager-in-Angst-Filmchen in das aktuelle Jahrtausend zu transferieren. Anstatt jedoch die bekannten Klischees dieser Filmchen uninspiriert abzuhandeln, versuchte Regisseur VITO TRABUCCO seine Geschichte mit einem gehörigen Augenzwinkern zu versehen, denn BLOODY BLOODY BIBLE CAMP ist kein Film, den man Ernst nehmen sollte. Die Richtung dieser Teenager-Farce ist schnell ergründet und so erweist sich „Das blutige Bibel-Camp“ als eine groteske Mischung aus bekanntem FREITAG DER 13.-Franchise sowie diversen TROMA-Werken der frühen 80er Jahre, ohne jedoch nur annähernd deren Genialität zu erreichen. Dabei stellt sich schnell heraus, dass Trabucco die zugrundeliegenden Klassiker erstaunlich genau studiert haben muss, denn BLOODY BLOODY BIBLE CAMP bietet ein wahrhaftig umfangreiches Sammelsurium bekannter Metapher und Klischees der wegweisendsten Teen-Slasher, die im Schlagabtausch mit Unmengen pubertärer Fäkalwitzchen um die Gunst der Zuschauergunst buhlen wollen. Anfänglich gelingt dem Film das erstaunlich gut. Trotz aller Political Incorrectness und der immensen Anzahl haarsträubender Geschmacklosigkeiten weiß das blutige Bibel Camp mit einer unverbrauchten Frische und erheblichen Kurzweil zu überzeugen. Hierbei gestaltet sich das offensichtlich schlechte Schauspiel der (von mindestens 30jährigen Schauspielern gespielten) überdrehten Teens als unglaublich komisch. Die Absurditäten-Schau wird zudem mit einer reichlichen Priese Slapstick angereichert, welcher nicht selten für einige Schenkelklopfer sorgt. Dass selbst die wenigen Schauspieler am Set einen gehörigen Gaudi gehabt haben müssen fällt direkt ins Gewicht, denn selbst Filmlegende REGGIE BANNISTER (PHANTASM) versprüht einen erfrischenden Ehrgeiz, der sich direkt auf den Zuschauer überträgt.
 
 
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Leider schafft es BLOODY BLOODY BIBLE CAMP nicht, das anfänglich arg ansprechende Tempo konsequent über die ganze Filmlaufzeit zu halten. Nach den ersten Morden dauert es eine geschlagene Stunde, bis Schwester Mary Chopper (übrigens gespielt von TIM SULLIVAN, der sich zuletzt als Regisseur für die Filme CHILLERAMA, 2001 MANIACS verantwortlich zeichnete) ihr blutgieriges Treiben fortsetzen darf. Der enorme Leerlauf und die mangelnde Gag-Rate im Mittelteil des Films stellen hierbei das größtes Manko dieser Horrorparodie dar. Auch wenn einige nackte Tatsachen vor allem männliche Zuschauer vortrefflich munden dürften, so kann BLOODY BLOODY BIBLE CAMP nicht verbergen, dass hier einiges an Potenzial mangels unausgegorenen Drehbuch verschenkt wurde.
 
 
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BLOODY BLOODY BIBLE CAMP ist einer der wenigen Vertreter des Slasherfilms, der gar nicht vertuschen möchte, dass er eigentlich vollkommen hirnrissig ist. Hier werden bekannte Teenager-in-Angst-Klischees aus bekannten Klassikern, wie FREITAG DER 13. und HALLOWEN auf die Schippe genommen und mit reichlich pubertierenden Fäkalhumor gewürzt. Der hirnlose Muskelprotz ist die gesamte Filmlaufzeit über damit beschäftigt, die naive Top-Model-Barbie in die Kiste zu bekommen. Hinzukommt, dass sich der einzelgängerische Außenseiter mit einem reichlich naiven Fettwanst das Zimmer teilen muss und Pfarrer Cummings weniger am Wohl seiner Schützlinge interessiert ist, statt vielmehr unter Drogenkonsum in seinen schwulen Männermagazinen zu blättern. Die bewusst miese Charakterzeichnung birgt einige haarsträubende Stereotypen, die den Film jedoch erfrischend bereichern. Leider reduzieren sich die positiven Ansätze der vollkommen überdrehten Freakshow vorwiegend auf den Anfang des Films. Auch wenn einige Ideen an die goldene Ära des TROMA-Studios erinnern, so schafft es BLOODY BLOODY BIBLE CAMP in leider nur wenigen Momenten die grandiose Kreativität und den gesellschaftskritischen Zynismus der 80er Jahre Kultfilm-Schmiede zu erreichen. Trotzdem, gerade Horrorfilmfans, die eine Vorliebe für vollkommen sinnentleerten Trash besitzen, dürften an dem vorliegenden Nonsens vermutlich ihre helle Freude haben. Zum unübersehbaren Overacting der Protagonisten gesellen sich vollkommen superbe (handgemachte!) Splatterszenen, die trotz aller Liebe zum Detail eher ein lauthalses Lachen entlocken können, als markerschütternde Abscheu!
 
 
 


 
 
 

BLOODY BLOODY BIBLE CAMP – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Herrlich trashige und bewusst überzogen inszenierte Persiflage der gesamten Slasher-Werke der 80er Jahre, die bei weitem besser ist, als einige ernste und aktuelle Vertreter der Teenager in Angst-Filme.
 
 
 


 
 
 

BLOODY BLOODY BIBLE CAMP – Zensur

 
 
 
Aufgrund vollkommen übertriebener Splatterszenen, hat BLOODY BLOODY BIBLE CAMP hierzulande eine Freigabe mit rotem FSK-Flatschen erhalten. Diese ist ungeschnitten – aber erst für Volljährige geeignet.
 
 
 


 
 
 

BLOODY BLOODY BIBLE CAMP – Deutsche Blu-ray

 
 
 
bloody-bloody-bible-camp-bluray

(c) I-ON New Media GmbH (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Bloody Bloody Bible Camp; USA 2012

Genre: Horror, Splatter, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow, Featurette, Making of, Slide Show

Release-Termin: 23.03.2018

 

Bloody Bloody Bible Camp [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

BLOODY BLOODY BIBLE CAMP – Trailer

 
 
 


 

Hellraiser80

(Rechte für Grafiken liegen bei I-ON NEW MEDIA)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Chillerama (2011)

Mega Monster Movie (2009)

Return to Sleepaway Camp (2008)

Scary Movie (2000)

Tucker & Dale vs Evil (2010)

Filmreview: „Chillerama“ (2011)

Chillerama
 
 
 

Chillerama

Story

 
 
 
Der Besitzer eines heruntergekommenen Autokinos lädt zur letzten Vorstellung ein. Unter dem Motto „Chillerama“ führt er seinem Publikum drei äußerste kurzweilige, wie geniale Trash-Kurzfilme seinen umfangreichen Archivs vor.
 
 
 
 
Geschichte 1)
„WADZILLA“
Parodie auf die diversen „Godzilla“-Streifen: Ein etwas schräger Zeitgenosse will seine Impotenz mit einem neuartigen Medikament kurieren. Dumm nur, dass seine Spermien nach Einnahme der Medizin nicht aktiver werden, sondern eher an Größe gewinnen und „Godzilla“-artig das New York der 50er Jahre heimsuchen.
 
 
 
 
Geschichte 2)
„I WAS A TEENAGE WEREBEAR“
„Twilight“-Parodie im 60er Jahre Musical-Gewand: Junger Bursche wird von einem schwulen Werwolf gebissen und mutiert zunehmend zu einem schwulen Leder-Fetisch-Burschen
 
 
 
 
Geschichte 3)
„THE DIARY OF ANNE FRANKENSTEIN“
„Anne Frankenstein“, eine Nachkommin des berühmten Dr. Frankenstein, wird zusammen mit ihrer Familie von Hitlers Gehilfen aufgespürt und kaltblütig ermordet. Das penibel geführte Tagebuch der „Anne Frank“-enstein umfasst die Aufzeichnungen des Doktors und ebenso wie sich ein künstlicher Mensch erschaffen lässt. Kaum in den Händen Hitlers versucht dieser das Experiment in die Tat umzusetzen und erschafft seinen ganz eigenen „Golem“.
 
 
 
 


 
 
 

Chillerama – Kritik

 
 
 
Aktuelle Projekte, in denen sich die ganz Großen der Horrorfilmszene die Klinke in die Hand geben und gemeinsam an einem Horrorprojekt werkeln, scheinen derzeit absolut in Mode zu sein, denn nach den beliebten TV-Serien „Masters of Horror“, „Tales from the Crypt“ und zuletzt in der Indie-Überraschung „The Theatre Bizarre“ laden nun in „Chillerama“ vier weitere hochmotivierte und vor allem horrorfilmerprobte Genre-Regisseure (Joe Lynch – „Wrong Turn 2“, Adam Green – „Hatchet“, Tim Sullivan – „2001 Maniacs“, Adam Riefkin ) zum munteren Stelldichein, um erneut die gierige Horror-Fanbase mit neuem frischen Filmstoff zu versorgen. Dass das Ganze liebenswert in einer munter-grotesken Hommage an das schnöde Autokino der 70er und 80er verpackt wurde und mit dreckig-abgewetzten Grindhouse-Look überrascht, ist nur einer der vielen tollen kleinen innovativen Einfälle mit denen „Chillerama“ den Nerv ausgehungerter Filmfreunde trifft.
 
Die Rahmenhandlung ist schnell erzählt und drei vollkommen abgefahren Kurzgeschichten flimmern über die Autokino-Filmleinwand, welche letztendlich in einem arg absurden Finale gipfeln, dass in seiner fragwürdigen Darstellung vermutlich seinesgleichen suchen dürften. Dabei wirken die Übergänge zu den jeweiligen Geschichten erstaunlich fließend und homogen, sodass die knapp 120 Minuten Filmlaufzeit kaum Zeit für eine kurze Verschnaufpause bieten.
 
Die einzelnen Episoden in „Chillerama“ sind bewusst billig inszeniert, die Effekte sind bewusst merklich schlecht umgesetzt und die Protagonisten agieren bewusst übertrieben mies, ganz so wie es in all den minderwertig trashigen Grindhouse-Werken seiner Zeit üblich gewesen ist. Natürlich ist die gesamten Inszenierung vortrefflich schräg und so genial übertrieben dargestellt, dass man sich als Horrorfilmfreund bereits nach nur wenigen Filmminuten in dieser urkomischen Auto-Kinovorstellung heimisch fühlt und man sich ein herzlich-lautes Lachen nicht mehr verkneifen kann. Das Ideenfeuerwerk mit dem die vier Regisseure zu Gange gehen, bildet den eigentlichen Reiz von „Chillerma“, denn sie haben es adäquat geschafft, in fast jeder zweiten Einstellung muntere Schenkelklopfer zu verstecken, die gänzlich fast jedes Subgenre vergangener Tage liebevoll persiflieren, aber niemals dreist, billig, belehrend oder niveaulos wirken.
 
Ob „Godzilla“, die „Twilight“-Movies, Filmwerke der Hammer-Studios, Romero´s „Zombie“ oder gar die Kult-Trash-Schmiede „Troma“ – hier wird sich vor jedem erdenklichen Horrorschnipsel der letzten 8 Jahrzehnte liebevoll verbeugt und dieser zugleich herzlichst umarmt, dass man diesen kleinen, ziemlich charmanten Streifen einfach dafür lieben muss. Dass sich bei all den munteren Gags, frischen Ideen und ironischen Anspielungen auch einige unschöne Schnitzer in das Drehbuch geschlichen haben, mag man „Chillerama“ verzeihen, zumal der Indie-Hit bis nach Abschluss der ersten drei Horrorgeschichten eigentlich alles richtig macht. Erst gegen Ende verläuft sich dieses kleine Genre-Juwel in eine vollkommen kontroverse Richtung und fährt ein wahrhaft-dämliches Arsenal an derb-dummen Sex- und Fäkalwitzchen auf, welche zwar einerseits immer noch kurzweilig und blendend zu unterhalten wissen, aber im Gegensatz zur grandiosen Ideenflut der drei ersten Kurzgeschichten regelrecht verblassen und das Niveau gehörig gen Keller zerren.
 
„Chillerama“ ist eine wahrlich kleine Überraschung geworden. Vier bekannte Genre-Regisseure basteln an einem gemeinsamen Film, der unter dem Deckmantel des derzeit aktuell so beliebten Grindhouse-Phänomens, drei vollkommen absurde Trash-Geschichten erzählt, die in ihrer Darstellung frischer und innovativer nicht hätten daherkommen können. Dabei ist der gesamte Film eine einzige schrullige und liebenswerte Trash-Hommage an das gesamte Horrorkino der vermutlich letzten 80 Jahre Filmgeschichte. Dass das arg hohe Niveau und die Rate an ironische Seitenhiebe nicht gänzlich bis zum Schluss konstant gehalten werden kann, enttäuscht etwas, denn das Ende fügt sich mit all seinen unpassenden Sex-, Kotz- und Kotwitzchen nicht wirklich passend in die Filmhandlung ein und wäre vermutlich produktiver in einem weiteren Sequel des „American Pie“-Universum aufgehoben.
 
Nichts desto trotz, „Chillerama“ ist eine echte Gag-Granate geworden, die so charmant zu überzeugen weiß, dass man sich als Horrorfilmfreund nach Sichtung wehmütig nach einer Fortsetzung sehnt. Der Film hat all das, was einen waschechten „Grindhouse“-Knaller der Neuzeit ausmacht: prallbrüstige Amazonen, abgefahrene Ideen, einen perversen Fake-Trailer und absurden Spaß ohne Ende. Hoffen wir doch, dass „Chillerama“ auch in hiesigen Gefilden die Aufmerksamkeit ernten wird, die er letztendlich gerechterweise verdient hat, denn dieser kleine, überraschend gute Genre-Beitrag ruft einmal mehr den schnöden und schmuddeligen Geruch heruntergekommen Bahnhofskinos in unser aller Gedächtnis zurück.
 
 
 


 
 
 

Chillerama – Fazit

 
 
 
10 Punkte Final
 
 
Herrlich abgefahren, grandios und unglaublich frisch – Eine Ideenflut der Extraklasse. Eine schräge Hommage an das großartige Horrorkino der letzten 80 Jahre. Das ist alles wunderbar unterhaltsam und immens „geil“ – leider!!!!
 
 
 


 
 
 

Chillerama – Zensur

 
 
 
In „Chillerama“ ist alles derart offensichtlich ironisch dargestellt, dass man den Film in keiner Minute ernst nehmen kann. Demnach ist der muntere Horrorspaß ungeschnitten überraschenderweise bereits ab „FSK 16“ geeignet.
 
 
 


 
 
 

Chillerama – Deutsche Blu-ray

 
 
 
chillerama blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Chillerama; USA 2011

Genre: Komödie/Trash/Horror/Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1 / Engl. DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1080p/24, 1:1,85

Laufzeit: ca. 120 Min.

FSK: FSK 16

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer zum Film in Deutsch und Englisch, diverse Trailer aus dem Hause „Sunfilm“, Audiokommentar, The Making of the Diary of Anne Frankenstein, I was a Teenage Werebear – Behind thr Scenes, I was a Teenage Werebear – Deleted Scenes, Zom-B-Movie – Deleted Scenes, Famous Monsters Interview, Salfen Comic-Con Interview, Wadzilla – Deleted Scenes, Musicvideo: Psycho Charger „Chillerama“ – alles Extras leider ohne dt. Untertitel

 
 
 
Zu einem derart, in der Horrorfilmszene umjubelten Projekt wie „Chillerama“, gehört natürlich auch eine astreinen HD-Auswertung. Das sah auch „Sunfilm“ so und hat dem kleinen Meisterwerk eine durchaus ansprechende Blu-ray spendiert, über deren Umfang der Filmfreund nicht meckern kann. Die Scheibe ist vollgestopft mit interessantem und vor allem witzigem Bonusmaterial, sodass der Zuschauer nach Sichtung des Hauptfilmes noch damit beschäftigt sein dürfte, sich durch den umfangreichen Extrasektor zu klicken. Leider muss der Fan hier, wie eigentlich bei „Sunfilm“ üblich, auf notwendige Untertitel beim Boni verzichten. Somit werden hier gute Englischkenntnisse vorausgesetzt. Über die HD-Auswertung lässt sich nicht meckern. Die ist für einen derart Film traumhaft. Es rumpelt und donnert erstaunlich räumlich durch die Boxen und Freunde mit einem Heimkinosystem, werden sich vermutlich vollends wohl in ihrem ganz persönlichen Autokino fühlen. Zudem erfreut die gute Synchronisation. Trotz mangelnder Untertitel: gutes Release, „Sunfilm“ – weiter so!
 
 

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Chillerama – Trailer

 
 
 


 
 

Hellraiser80

Ähnliche Filme:
 
 
The Theatre Bizarre (2011)

Little Deaths (2011)

The Road (2012)

Filmreview: „2-Headed Shark Attack“ (2012)

 

Ein riesiger mutierter und zweiköpfiger Haifisch befindet sich auf Beutezug.

Auf einer Jacht geht derweil die Sause so richtig ab – einige Jugendliche erhoffen das große Abendteuer. Leider macht der „hyperintelligente“ Meeresbewohner der Truppe einen Strich durch die Rechnung. Mitten im Meer kommt das Schiff zum erliegen, da der zweiköpfige Gegner ein totes „Etwas“ vor die Schiffswand donnert und es sich in der Schiffsschraube verheddert. Da die Jacht zu sinken droht retten sich die Jugendlichen auf eine Insel mitten im Meer. Aber der Fisch, mit dem überirdischen Wissen lässt nicht locker.

 

 

Eine neue Dimension unbeschreiblich deftigen und verstörenden Terrors bahnt sich demnächst seinen Weg in deutsche Heimkinos.

Der Titel des aktuellen „Asylum“ – Machwerkes „ 2 Headed Shark Attack“ dürfte, ohne den Film zuvor überhaupt gesehen zu haben, schon erahnen lassen, was für unaussprechlich dummer Mist erwartungsfreudige Filmzuschauer demnächst gehörig Albtraumreiche Nächte bereiten wird.

Mit seinem Haifilmmurks hat sich das B-Movie-Studio „Asylum“ erneut selbst übertroffen, denn ich habe in meinem bisherigen Leben selten so einen miesen und vollkommen schlechten Film gesehen.

Bereits der erste minderbemittelte digitale Effekt nach gerade einmal 60 (!) Sekunden Filmlaufzeit, lässt grob erahnen wohin das gesamten Produktionsbudget geflossen sein muss. In die Effektsequenzen vermutlich nicht, denn die sehen, gelinde gesagt, unter aller Kanone aus und haben mit Spezialeffekten so viel gemein, wie der Papst mit Verhütungsmittel.

Selbst die Grafik des Arcade Klassikers „Pac-Man“ gibt mehr her, als die vollkommen desaströsen CGI-Effekte eines „2 Headed Shark Attack“.

Vermutlich wurde hier weniger in glaubhafte Effekte investiert, als vielmehr in die Brust-Operationen der vorwiegend weiblichen Protagonisten, denn eigentlich hätte diese aktuelle Haifischgurke wohlmöglich besser als Softporno, ohne das gesamte Drumherum, funktioniert.

Wobei wir auch gleich bei der peinlich ins Gewicht fallenden Schauspielkunst wären. Die Schauspieler können durch die Bank weg nämlich NICHTS. Statt Schauspiel sehen wir hier eher ein Improvisieren und ein unfreiwillig komisches Interagieren. Irgendwie schon erbärmlich, dass erst bei dieser No-Buget-Produktion ersichtlich wird, dass selbst die Schauspielerin Carmen Elektra eigentlich auch rein gar nix kann, und sich der Filmfreund fragt, wie diese Frau sich bisher mit „NICHTS“ überhaupt im Schauspielgenre über Wasser halten konnte.

Das Drehbuch gestaltet sich als katastrophal wirr und überfordert selbst die unzureichend talentierten Jungschauspieler. Wer der Ideenkasper für diesen Müll gewesen sein muss, will ich erst gar nicht wissen. Die Story ist so dumm und abartig schlecht, dass einem als Filmliebhaber, regelrecht der Spaß auf weitere Haifisch-Horrorfilme vergeht.

Da der zweiköpfige Mutanten-Haifisch scheinbar nunmehr für „zwei“ speisen muss, giert er nach jedem Happen Fleisch, der ihm vor die vier Augen springt. Da sich die gut zwei duzend Teenies auf einer Insel mitten im Meer retten können, hat der blutgierige Hai eine der schlechtesten Ideen der Filmgeschichte ever: er zwingt die Insel (!) zum Untergang um an leckeres Menschenfleisch zu gelangen. Die Logik dahinter sollte man nicht ergründen, physikalische Gegebenheiten sollte man außer acht lassen.

Wer denkt, dass das alles nicht noch schlechter geht, der irrt.

Eine weitere Szene findet Beachtung, aber nicht aufgrund ihrer künstlerischen Einzigartigkeit, sondern aufgrund des einzigartigen Schwachsinns.

Drei Teenager finden Gefallen am ausgiebigen Liebsspiel im hüfttiefen Wasser. Natürlich lässt sich der mutierte, und mit Sicherheit 5m breite und 10m lange, Hai dieses Festmahl nicht entgehen. Nur komisch, dass man dennoch bei hüfttiefen Wasser und des immensen Körperumfangs des Haies, weder Rumpf noch sonst etwas des Tieres entdecken kann.

Gut, mag der interessierte Filmfan sagen, sinnfreie Trashfilme sind immer mal für gehörig Abwechslung gut. Aber „2 Headed Shark Attack“ scheitert auch in diesen Belangen. Mit Trash hat das alles nicht einmal ansatzweise zu tun. Der Film scheint wohlmöglich auch diese Schiene fahren zu wollen, aber selbst auf bewusst inszenierter Trash-Ebene scheitert Asylum, was beweist, dass die B-Movie-Schmiede „Asylum“ rein nichts kann. Wobei sich mir die Frage stellt, wie derart untalentierter Verein sich so viele Jahre über Wasser halten konnte und es schafft auch weiterhin vollkommen unbrauchbare Genrefilme zu produzieren.

Seit ihrem Bestehen, haben die Burschen von „Asylum“ bisher keinen einzigen sehenswerten Film geschaffen. Statt innovative eignen Ideen zu entwickeln werden die der anderen Filmemacher dreist, und vor allem schlecht, kopiert.

 

Auch das aktuelle Werk „2 Headed Shark Attack“ ist derart Fall, wobei dieser No-Budget-Film vermutlich der traurige Tiefpunkt seit dem bisherigen Bestehen des Produktionshauses darstellt. Hier stimmt einfach rein gar nix. Das krampfhaft komödiantisch inszenierte Geschehen ist absolut unwitzig, die Effekte sind so derb mies, dass sie die Bezeichnung „Effekte“ rein gar nicht verdienen und der Hauch einer Handlung entpuppt sich als  vollkommen wirrer und haarsträubend-unlogischer Nonsens. Einzig auf Splatterebene scheint „2 Headed Shark Attack“ ein bis zwei stimmige Momente vorweisen zu können, was darauf schließen lässt, dass die kommende deutsche Fassung mit einer kassenträchtigeren „Keine Jugendfreigabe“ – Einstufung daherkommen dürfte.

 

 

 

Fazit 1/10 Punkten

 

Dieser Film ist nicht schlecht, diese Gurke ist unsagbar schlecht. Wer sich diesen hirnverblödeten Murks ausgedacht hat, gehört gesteinigt.

Freunde, die hier Hochspannung, ähnlich der eines „Der Weiße Hai“ erwarten, sollten einen großen Bogen um diesen Abschaum machen.

FSK-Prognose: ungeschnitten mit „Keine Jugendfreigabe„.

 

Hellraiser80

 

Filmreview: „The Theatre Bizarre“ (2011)

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THE THEATRE BIZARRE

Story

 
 
 
Nachdem sich eine junge Dame in ein leerstehendes Theater locken lassen hat, zeigt ihr eine menschliche Holzpuppe (Udo Kier) sechs abwechslungsreichen Horrorkurzgeschichten auf der Kinoleinwand:
 
 
Epidsode 1 – The Mother of Toads (Regie: Richard Stanleys -”Dust Devil”/ “M.A.R.K. 13”)
 
Martin und Karina – ein amerikanisches Studentenpärchen – zieht es zum Entspannen ins spanische Bergland. Doch der erhoffte Urlaub endet für das verliebte Paar frühzeitig, als Martin von einer Einheimischen erfährt, dass sie eine Kopie des sagenumwogenen Necronomicon-Buches besitzt.
 
 
Epidsode 2 – I love You (Regie: Buddy Giovinazzos – „Combat Shock“ / “Maniac 2”)
 
Für den alkoholabhängige Axel bricht eine Welt zusammen. Seine große Liebe Mo scheint ihn wegen eines gemeinsamen Bekannten verlassen zu wollen. In seiner Verzweiflung bittet er um Erklärungen für ihre Entscheidung. Da zeigt Mo ihr wahres Gesicht und beichtet ihm alle Vergehen während drei Jahren Beziehung. Eine Beichte mit Folgen …
 
 
Episode 3 – Wet Dreams (Regie: Tom Savini – „Night of the living Dead“ / „Maniac“)
 
Donnie ist ein Frauenheld und betrügt seine Gattin Carla wo und wann es nur geht. Seltsamerweise plagen ihn seit geraumer Zeit Alpträume, in denen seine Affären sich den Spaß machen, ihm seines Genitals zu entledigen. Da der junge Casanova mit der Situation so langsam nicht mehr zurecht zu kommen scheint, vertraut er sich einem Psychologen an. Ein fataler Fehler.
 
 
Episode 4 – The Accident (Regie: Douglas Bucks – “Sisters”)
 
Ein kleines Mädchen wird zusammen mit ihrer Mutter Zeuge eines tragischen Unfalls. Auf einer Waldstraße müssen die beiden hilflos mit ansehen, wie ein junger Motorradfahrer mit einem Hirsch zusammenstößt und beide aufgrund ihrer Verletzungen tragisch verenden.
 
 
Episode 5 – Vision Stains (Regie: Karim Hussain – „Subconscious Cruelty“)
 
Das recht perfide Hobby einer Schriftstellerin: Eine Autorin bringt Leute um die Ecke und entzieht ihren Opfern im Augenblick ihres Todes Flüssigkeit aus deren Augäpfeln, welche sie sich letztendlich selbst injiziert. Daraufhin durchlebt sie noch einmal das Leben derer und hält es auf Papier fest. Der Drang nach neuen Erfahrungen und neuen Geschichten wird immer stärker, als sie eine schwangere Frau vor einem Wohnblock stehen sieht. Der Reiz zu sehen, was ein sterbendes Ungeborenes sehen könnte bevor es stirbt, wird ihr letztendlich zum Verhängnis.
 
 
Episode 6 – Sweets (Regie: David Gregory – “Plague Town”)
 
Estelle und Greg stehen vor den Scherben ihrer Beziehung. Greg liebt Estelle über alles, aber Estelle liebt Greg nicht mehr. Auf einer Vernissage soll das „Beziehungsproblem“ gelöst werden und endet im Desaster.

 
 
 


 
 
 

THE THEATRE BIZARRE – Kritik

 
 
 
Mit THE THEATRE BIZARRE präsentieren diverse namhafte Horrorregisseure ihre ganz eigenen makabren, zynischen und düsteren Interpretationen des „Théâtre du Grand Guignol“ – einem französischem Theater, das in der Zeit von 1897 bis 1962 mit allerhand Gruselstücken, Krimis und rabiat-derben Komödien versuchte das Publikum zu schockieren und somit das aktuelle Splatter- und Horrorkino maßgeblich mitprägte. Herausgekommen sind sechs derart unterschiedlich gestrickte Kurzwerke, die allesamt vereint durch ein recht grotesk-anmutendes Story-Rahmengerüst durchaus Filmkost der etwas anderen und ungewohnteren Art bieten dürften.
 
Unter der Führung von DAVID GREGORY (PLAGUE TOWN) erhielten sechs, in der Horrorfilmszene nicht unbekannte Kult-Regisseure die Aufgabe, unter gleichen Bedingungen und mit jeweils gleichem Budget ausgestattet ihr cineastisches und künstlerisches Können unter Beweis zu stellen. Das Endergebnis gestaltet sich als nicht uninteressant, denn kein Film gleicht sich dem anderen. Die einzelnen Kurzgeschichten lassen durch ihre gekonnt innovative Umsetzung eindeutig die Bildsprache und Erzählweise des jeweiligen Regisseurs erkennen. Demnach dürfte jeder Filmgeschmack unter den Kurzgeschichten befriedigt werden. Ob nun klassisch gruselig, Arthaus-like künstlerisch oder einfach nur ekelhaft; THE THEATRE BIZARRE dürfte auch für den noch so speziellen Horrorfilmgeschmack den passenden Beitrag bieten.
 
Überraschenderweise gestaltet sich die Entscheidung nach seiner ganz persönlichen Lieblingsepisode als überaus schwierig, da alle Segmente auf ihrer ganz eignen charmanten Weise funktionieren und zu überzeugen wissen. Das merklich minimale Budget ist dem Gesamtmeisterwerk an keiner Stelle anzumerken. Jede Episode wurde stimmig, atmosphärisch und liebevoll umgesetzt. Gerade das Rahmengerüst, das die einzelnen Glieder miteinander verknüpft strotzt nur so vor diversen Anspielungen an die großen Horrorfilme der 70er sowie 80er Jahre und punktet mit einer derart liebevollen Umsetzung, dass der Horrorfan vor Freude im Kreise tanzen möchte.
 
Die erste Episode THE MOTHER OF TOADS ist eine liebevolle Hommage an das triviale, hölzerne, aber dafür sehr atmosphärische italienische Trash-Kino der 70er Jahre und entpuppt sich am Ende als stimmiges Horrormärchen. Horrorfilmfans, die einen Hang zu asiatischem Extrem-Arthauskinos besitzen dürften in Episode vier vollends auf ihre Kosten kommen. Aufgrund der arg superben Ausgangssituation gepaart mit ein paar überaus markerschütternden Spezialeffekten sowie dem sehr ernüchternden Ende, dürften sich Freunde asiatischer Genre-Produktionen a lá NAKED BLOOD gierig die Hände reiben. Das dieses innovative Horrorprojekt gerade aufgrund der recht zeigefreudigen und drastischen Darstellung von Gewalt bei deutschen Zensurbehörden für Missgunst sorgen dürfte, sei vorab schon einmal angedeutet. Gerade TOM SAVINIS Episode mit dem recht zynischen, aber irgendwie passenden Titel WET DREAMS und der bitterböse Beitrag SWEETS zeigen sich gewalttechnisch nicht zimperlich, so dass es ein wenig verwundert, dass THE THEATRE BIZARRE hierzulande ungeschnitten von der FSK freigegeben wurde.
 
THE THEATRE BIZARRE ist ein richtiger Kracher geworden und dürfte nicht umsonst als potenzieller neuer Kultfilm gehandelt werden. Hier haben kreative Regisseure sechs abwechslungsreiche und vor allem gehaltvolle Kurzgeschichten abgeliefert, die in ihrer Darstellung ihresgleichen suchen dürften und die jedem offenen Horrorfilmfan aufgrund ihrer absolut unkommerziellen Umsetzung auf jeden Fall zur Sichtung zu empfehlen sind. Schade nur, dass bereits nach kurzweiligen zwei Stunden Spiellaufzeit bereits der Abspann über den Bildschirm flimmert und man das Gefühl nicht los werden möchte, mehr vom THE THEATRE BIZARRE sehen zu wollen. Da darf man nur hoffen, dass dieses Projekt die nötige Aufmerksamkeit erntet, die der Film offensichtlich verdient hat und bald mit einer Fortsetzung gerechnet werden kann. Glaubt man diversen Gerüchten im Internet, ist das Sequel bereits in Arbeit.
 
 
 


 
 
 

THE THEATRE BIZARRE – Fazit

 
 
 
10 Punkte Final
 
 
 
Gerade aufgrund der absolut unkonventionellen Inszenierung und einer durchweg kreativen Umsetzung haarsträubender Horrorkurzgeschichten darf sich THE THEATRE BIZARRE einen Ehrenplatz in den Herzen weltweiter Genre-Fans sichern – Pflichtprogramm!
 
 
 


 
 
 

THE THEATRE BIZARRE – Zensur

 
 
 
Zu aller Erstaunen wurde THE THEATRE BIZARRE hierzuland ungeschnitten in den Handel gebracht und ist aufgrund einiger deftiger Gewaltakte leider erst für Volljährige geeignet: Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

THE THEATRE BIZARRE – Deutsche Heimkinoveröffentlichung

 
 
 
Neben der herkömmlichen Blu-ray erschien der Film auch als Teil eines umfangreichen Splatter-Pakets mit sechs Filmen auf DVD. Auf diesem Heimkinomedium, das als BLOODY SPLATTER 6 MOVIE PACK in den Handel gebracht wurde, ist der Streifen ebenso ungeschnitten enthalten, wie auf der bereits erhältlichen Einzel-Blu-ray.
 
 
 
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(c) SchröderMedia HandelsGmbH

 
 
 

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THE THEATRE BIZARRE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The ABS’S of Death (2013)
 
Tom Holland’s Twisted Tales (2013)
 
P.O.E. Project of Evil (2012)
 
The Penny Dreadful Picture Show (2013)
 
5 Senses of Fear (2013)