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Beiträge mit Schlagwort “Kreatur

Filmkritik: „Feral“ (2017)

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FERAL

Story

 
 
 

In einer Waldhütte geht das Böse um. Nein, FERAL ist kein weiteres Plagiat des beliebten Horrorklassikers EVIL DEAD. In diesem Horrorfilm stecken sich junge Menschen mit einem aggressiven Virus an, der diese in Monster verwandelt.

 
 
 


 
 
 

FERAL – Kritik

 
 
 
Eigentlich sollte es nur ein kleiner Campingausflug mit Freunden werden. Drei Pärchen machen sich auf in die Wälder, um die Natur genießen zu können. Doch es kommt mal wieder alles anders. Ein seltsames menschenartiges Wesen überfällt einen der Kumpels und reißt ihm die Innereien aus dem Körper. Das verursacht Panik bei den übrigen Freunden, die nacheinander ebenfalls vom Bösen attackiert werden und sich dabei mit einem ominösen Virus infizieren, der Menschen in Bestien verwandelt. Gott sei Dank kommt Unterstützung. Ein Fremder eilt den Freunden zu Hilfe und verschafft ihnen Unterschlupf im eigenen Heim. Doch offenbar ist man in dieser Hütte nicht sonderlich sicher. Ach hier ist man von den Attacken der Infizierten nicht sicher. Die versuchen alles, um weitere Menschen mit der furchtbaren Seuche anzustecken. Demzufolge ist der Fortgang von FERAL nicht sonderlich einfallsreich. Einer nach dem anderen wird angesteckt und verwandelt sich anschließend in eine ebenso aggressive Bestie, die nur ein Ziel kennt: die noch nicht infizierten Freunde ebenfalls in den Abgrund zu reißen.
 
 
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Wenn es ein Virus mal wieder nicht gut mit der Menschheit meint. Das klingt wie etwas, was man schon tausende Male gesehen hat. FERAL ist ein später Nachzügler der lukrativen Zombie-Welle, die vor einigen Jahren noch einmal erfolgreich aufkam. Dort wurden meist Menschen nach einem Virusausbruch in aggressive Kreaturen umfunktioniert, die geifernd durch Szenarien liefen, um den Virus möglichst schnell weiterzugeben. Mittlerweile ist es im Zombie-Genre verdächtig still geworden, was wohl daran liegt, dass sich allmählich ein Sättigungsgefühl beim Publikum eingestellt hat. Regisseur MARK YOUNG scheint das aber wohl egal zu sein. Der begibt sich noch einmal auf bekannte Zombie-Pfade und liefert solide Horrorunterhaltung ab, die sich irgendwo zwischen CABIN FEVER und THE DESCENT bewegt. Alles ist demzufolge wie gehabt: Protagonisten unterschätzen die Gefahr, handeln unklug und werden nacheinander mit dem Virus infiziert, der sie zu mutierten Kreaturen mit niederen Instinkten macht. Neu dagegen ist, dass eine taffe Heldin das Steuer übernimmt, die nicht unbedingt den gängigen Horror-Abziehbildern entspricht. Filmemacher MARK YOUNG hat für die Heldenrolle eine problembehaftete Kämpferin gewählt, die wegen ihrer sexuellen Orientierung private Niederlagen durchlebt. So liebt Heldin Alice (SCOUT TAYLOR-COMPTON aus GHOST HOUSE) keinen Mann, sondern hat die Reise mit der Liebsten (OLIVIA LUCCARDI aus IT FOLLOWS) angetreten, welche im Überlebenskampf stets zur Seite steht. Eine ungewöhnliche Prämisse, mit der sich FERAL zumindest etwas vom Zombie-Virus-Einheitsbrei abheben will. Doch das Abweichen von gängigen Heldenklischees funktioniert nur bedingt. Homosexualität wird in FERAL nur zum Randthema gemacht. Stattdessen liegt der Hauptfokus des Films auf das Infizieren und Auslöschen seiner Protagonisten. Sonderlich einfallsreich ist das nicht.
 
 
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Immerhin kann man Regisseur und Drehbuchautor MARK YOUNG nicht vorwerfen, dass der handwerklich nichts kann. Der Filmemacher hat in der Vergangenheit bereits einige Low-Budget-Streifen mit bekannten Gesichtern gedreht, wobei er es 2007 mit dem Horrorfilm TOOTH AND NAIL auch auf das beliebte AFTER DARK HORRORFEST geschafft hatte. FERAL besitzt gute Kameraarbeit, eine anständige Charakterentwicklung und auch Schauspieler, die ihre Rollen glaubhaft verkörpern. Zudem hat man sich auch hinsichtlich Gewaltszenen und Kreaturen-Design Mühe gegeben. Haben sich die Protagonisten des Streifens erst einmal mit dem seltsamen Virus angesteckt, verwandeln die sich schleichend in Gestalten, die an Monster von so Streifen wie THE DESCENT oder 30 DAYS A NIGHT erinnern. Damit lässt sich zwar keinen Blumentopf gewinnen – wer aber unbedingt atmosphärischen Horror-Naschub mit einigen Schocks benötigt, kann bedenkenlos zugreifen. Viel erwarten sollte man aber nicht.
 
 
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FERAL – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein grimmiger Mix aus CABIN FEVER, THE DESCENT und 28 DAYS LATER mit für Horrorfilme ungewöhnlicher Heldenkonstellation. FERAL ist kein Horror-Highlight. Der Horror-Indie ist ein solider Genre-Beitrag, der wegen seiner Vorhersehbarkeit und allzu bekannter Formeln schnell wieder vergessen sein wird. Lobenswerterweise hat man auf Charakterentwicklung geachtet und an gute Schauspieler gedacht. Die machen die gradlinige Handlung halbwegs ertragbar, die einzig darin besteht, Menschen mit einem Virus zu infizieren, die anschließend umgebracht werden müssen, weil sie sich in unaufhaltbare Killermaschinen verwandeln. FERAL ist ein typischer Vertreter der Gattung: Einmal gesehen und abgehackt. Etwas mehr Kreativität und Einfallsreichtum täten dem Horror-Genre gut. Mittlerweile scheinen Filmstudios und Macher nur noch auf die schnelle Mark aus zu sein. Die Folge: Man bekommt Geschichten vor die Linse, die im Grunde genommen – minimal abgeändert – die immer gleiche Handlung abspulen. Öde!
 
 
 


 
 
 

FERAL – Zensur

 
 
 
Sehr brutal ist FERAL nicht. Hälse werden aufgeschlitzt, ein Brustkorb aufgerissen und ein Messer wird ebenso in einen Rücken gerammt. Außerdem entledigt man sich dem Bösen mit einem Schrotgewehr. Sollte FERAL hierzulande veröffentlicht werden, ist eine FSK16 durchaus denkbar.
 
 
 


 
 
 

FERAL – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei IFC Midnight)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Redwood (2017)
 
The Descent – Abgrund des Grauens (2005)
 
Cabin Fever (2016)
 

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Filmkritik: „Redwood“ (2017)

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REDWOOD

Story

 
 
 

Der Rückzug in die Natur entwickelt sich für ein Paar zum Horrortrip. Sie kommen vom Weg ab und machen Bekanntschaft mit boshaften Kreaturen.

 
 
 


 
 
 

REDWOOD – Kritik

 
 
 
Mensch, warum machen Protagonisten in Horrorfilmen immer nur Dummheiten? Ein Ausflug in die Natur wird hier meist zum Albtraum. Der Grund ist oft in der Naivität aller Beteiligten zu suchen. So kommt es nicht selten vor, dass sich Figuren unlogisch verhalten und plötzlich Waldwege entlang schlendern, die sie eigentlich gar nicht betreten sollen. Auch im Indie-Horror REDWOOD wird Unbelehrbarkeit für zwei Wanderer zum Verhängnis. So macht sich ein Paar auf in die amerikanischen Redwood-Wälder, um dort die Natur genießen zu können. Musiker Josh hat vor einiger Zeit die Diagnose Leukämie erhalten. Das hat ihn aus der Bahn geworfen. Dennoch hat er den Lebensmut nicht verloren und möchte nun möglichst viel von der Welt sehen. Ein Grund mehr mit Freundin Beth auf Reisen zu gehen. Die kommt mit dem Schicksal des Partners nicht sonderlich gut klar. Steht ihm aber bei. Doch der Wanderausflug stellt die Beziehung der jungen Leute auf eine harte Probe. Immer wieder wird die Krankheit Thema, sodass Erholung unmöglich gemacht wird. Wer jetzt aber denkt, dass in REDWOOD nur Beziehungsprobleme dominieren, irrt gewaltig. Natürlich gibt es im Film auch einen Horrorpart zu bestaunen. So entfernen sich unsere Helden trotz Warnungen vom rechten Weg und verirren sich in das Jagdgebiet seltsamer Kreaturen, die den Wesen aus dem Horrorthriller THE DESCENT nicht unähnlich sind. Nur, was wollen die Kreaturen? Nach viel Lauferei und reichlich Geschrei ist man schlauer.
 
 
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Nee, so bekommt man den Zuschauer nicht. REDWOOD ist einer dieser Filme, der mit einem mysteriösen Prolog neugierig macht. Darin sieht man, wie sich zwei Protagonisten mit letzter Kraft vor einen seltsamen Altar schleifen. Was beide dort wollen, ist vorerst unklar. Doch dabei bleibt es nicht. So wird der eine vom anderen ermordet. Danach widmet sich der Streifen seinem eigentlichen Handlungsstrang. Der löchrige Beginn wirft Fragen auf, die aber erst in den letzten Minuten beantwortet werden. Bis dahin wird es ein sprichwörtlicher Marsch, denn REDWOOD nimmt sich viel Zeit, um seine Geschichte zu erzählen. Das ist dahingehend problematisch, weil sich Regisseur TOM PATON zu detailliert mit den Problemen seiner Filmhelden auseinandersetzt. Die laufen durch Wälder und klären dabei zwischenmenschliche Konflikte, welche die Beziehung belasten. Ungeduldige Zuschauer fragen sich da zu Recht, wann der Film endlich zum Horror übertritt. Im Falle von REDWOOD wird Sitzfleisch und Geduld vorausgesetzt. Erst nach knapp 45 Minuten geht der Streifen in die nächste Runde. Dann nämlich werden unsere Helden von mysteriösen Kreaturen terrorisiert, die die verschreckten Wanderer durch die Dunkelheit hetzen. Spätestens hier erlebt REDWOOD seinen Höhepunkt. Wenn man eine Sache lobend hervorheben sollte, dann ist es das geschickte Spiel mit der Angst vor dem Unbekannten. Regisseur TOM PATON lässt immer nur einen kurzen Blick auf seine unheimlichen Verfolger zu. Da ein Schatten, dort eine Hand und jede Menge grauenerregendes Gegeifer. Da springt sofort das Kopfkino an, Gruselstimmung ist somit garantiert.
 
 
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Unterm Strich ist REDWOOD in technischer Hinsicht ganz brauchbar. Klammert man die Startschwierigkeiten aus, gelingt Regisseur TOM PATON passable Gruselunterhaltung, die vor allem wegen seiner ausweglosen Stimmung in der zweiten Hälfte für Spannung sorgt. Hinzukommt, dass ein Twist im Finale kalt erwischt. Filmemacher TOM PATON – der sich übrigens selbst als Autodidakt bezeichnet – ist recht neu im Horrorgeschäft. Mit REDWOOD liefert der seine zweite Regie-Arbeit ab. Das Resultat geht in Ordnung. Da hat man schon weitaus Schlechteres vorgesetzt bekommen. Übrigens gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Für REDWOOD konnte Paton als eingefleischter BUFFY-Fan niemand geringeren als NICHOLAS BRENDON für eine Nebenrolle im Film gewinnen. Das dürfte all jene freuen, die in den 1990ern mit dem Teenie-Horror-Serienformat BUFFY – IM BANN DER DÄMONEN aufgewachsen sind. Es mutet seltsam an, wo man verschollen gemeinte Schauspieler plötzlich wieder trifft.
 
 
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REDWOOD – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Atmosphärischer Kreaturen-Horror mit grimmigen Ende. REDWOOD ist nichts Großes. Der Film braucht lange, bis er endlich mal zum Punkt kommt. Hat er dann die richtige Richtung angesteuert, ist die Gruselhatz durch dunkle Wälder ganz brauchbar. Quintessenz dieses Horrorstreifens sind seine mysteriösen Bösewichte. Die bekommt man leider nur selten vor die Linse, was aber nur den Gruselfaktor erhöht. Regisseur TOM PATON hat verstanden, dass Kopfkino weitaus effektiver ist, als das Böse in voller Pracht vor der Linse zu zeigen. Hier ein Schatten, dort Gegeifer – zugegeben, ab und an entsteht da Gänsehaut. Wohl auch deshalb, weil man die Kreaturen in erste Linie hört, statt sie zu sehen. Da werden Urängste aktiviert, schließlich ist nichts unbequemer als vor dem Unbekannten in der Dunkelheit ausgeliefert zu sein. REDWOOD entpuppt sich – zumindest in den letzten dreißig Minuten – als solide Regie-Arbeit mit einigen gut platzierten Schocks. Viel erwarten sollte man dennoch nicht. Für den kurzen Horror-Snack zwischendurch aber allemal brauchbar.
 
 
 


 
 
 

REDWOOD – Zensur

 
 
 
In REDWOOD gibt es kaum Gewalt zu sehen. Der Film setzt in erster Linie auf Terror und Gänsehaut. Es gibt zwei Kehlenschnitte zu sehen, die aber nicht detailliert gezeigt werden. Dafür ist eine ungeschnittene FSK-Freigabe denkbar.
 
 
 


 
 
 

REDWOOD – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Wistech Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Descent – Abgrund des Grauens (2005)
 
Temple (2016)
 
The Descent 2 – Die Jagd geht weiter (2009)
 
Arbor Demon (2016)
 
Beacon Point (2016)
 


Filmkritik: „The Midnight Man“ (2016)

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THE MIDNIGHT MAN

Story

 
 
 
Ist da eine Erwachsenenversion des Kultfilms JUMANJI? Eine junge Frau öffnet die Büchse der Pandora. Auf dem Dachboden der Oma findet sich beim Stöbern ein altes Spiel. Kaum zu spielen begonnen, öffnet sich das Tor zu Hölle. Bevor falsche Erwartungen geweckt werden: Nein, das hier ist kein weiterer Abstecher in das beliebte HELLRAISER-Universum.

 
 
 


 
 
 

THE MIDNIGHT MAN – Kritik

 
 
 
Wenn im Horrorfilm Spiele gespielt werden, denkt man vermutlich an die Horror-Serie SAW. Dort wurden bitterböse Spiele gespielt bei denen Teilnehmer nur dann gewinnen konnten, wenn sie dazu bereit waren an körperliche Grenzen zu gehen. Unterm Strich eine blutrote Sache, denn die meisten der dort zelebrierten Spielereien endeten für die unfreiwilligen Überlebenskämpfer mit dem Tod. Ganz anders geht es da im folgenden Horrorfilm weiter. Statt die Splatter-Keule zu schwingen, will man in THE MIDNIGHT MAN den Horror auf klassische Weise heraufbeschwören. Das bedeutet: Weniger Gewalt – dafür zurück zum alten Handwerk. Löbliche Ziele also, die Regisseur TRAVIS ZARIWNY verfolgt. Der Filmemacher hatte vor einigen Jahren bereits von sich hören lassen. Mit dem Remake zu CABIN FEVER bot er Zündstoff und lieferte Horror ab, der sich nicht gerade durch Kreativität auszeichnete. Das Resultat war enttäuschend. Seine Neuinterpretation über einen Menschenfleisch fressenden Virus fiel bei Fans und Kritikern durch und verschwand schnell in der Versenkung. Nicht unbegründet, sah zwar die Neuauflage zu CABIN FEVER verdammt gut aus. Dennoch klammert sich die Neuverfilmung zu sehr am bekannten Stoff und machte das Remake überflüssig. THE MIDNIGHT MAN ist da aus ähnlichem Holz geschnitzt. Auch hier bringt es folgende Floskel auf den Punkt: Außen hui – innen pfui. Manche Filmemacher haben eben kein glückliches Händchen bei der Auftragsauswahl oder einfach nur ein falsches Verständnis für Horror, der das Blut in en Adern gefrieren lassen soll.
 
 
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Bevor man Spiele spielt, sollte man auch deren Anleitung studieren. Leider kommt der Ratschlag für die attraktive Alex zu spät. Die macht sich Sorgen um die an Alzheimer erkrankte Großmutter und zieht daher in das Haus der alten Dame, um sich um das verwirrte Familienmitglied zu kümmern. Doch in der schlecht beleuchteten Hütte geht bald der Horror los. Die Enkelin findet nämlich auf dem Dachboden eine Kiste und darin ein seltsames Spiel. Natürlich ist da die Neugierde groß. Und so kommt was kommen muss. Let’s play a Game: Alex ruft beim ersten Spielzug den boshaften MIDNIGHT MAN herbei, der ebenfalls Lust auf eine Runde Monopoly hat. Doch die Gestalt ist nicht an fairen Spielrunden interessiert. Stattdessen ist ihr Ziel der Tod aller Mitspieler – und sei es mit Lug und Betrug. Weil es Alex bald mit der Angst zu tun bekommt, weiht sie den Liebsten und eine Freundin ein. Ein fataler Fehler, denn somit stehen auch die auf der Todesliste des MIDNIGHT MAN. Was folgt, hätte man besser machen können. Die verängstigten Spielteilnehmer müssen es mit einem nichtmenschlichen Gegner aufnehmen, der alles daran tut, um seine Opfer mit deren Ängsten zu konfrontieren. Leider verhält sich der „Mitternachtsmann“ nicht annähernd so fies, wie anfangs gedacht. Etwas mehr Raffinesse beim Schummeln hätte man schon von einer Gestalt aus der Welt des Übernatürlichen erwartet. Der Drehbuchautor war eben nicht der Ausgeschlafenste
 
 
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Immer wieder kommen uns Filme auf die Mattscheibe, die zwar atmosphärisch inszeniert wurden und Dank ansprechender Optik Eindruck hinterlassen. Blickt man aber hinter die „schöne“ Fassade, bekommen erfahrene Horrorkenner gern mal das kalte Grausen. THE MIDNIGHT MAN ist so ein Kandidat. Hier hat man sich fürs Visuelle so richtig ins Zeug gelegt. Zu sehen gibt es stimmungsvolle Kamerafahrten und eine unheimliche Bilderflut, die gerade wegen minimalistischer Beleuchtung angenehme Schaueratmosphäre bewirkt. Leider hat man sich am gruseligen Bilder-Mix schnell stattgesehen. Deshalb muss Plan B her. Dumm nur, dass auf den verzichtet wurde. THE MIDNIGHT MAN hat außer Optik nur wenig zu bieten. Die Substanz fehlt, denn bei genauerer Betrachtung spult der Streifen eine Geschichte ab, die auf einen Bierdeckel passt und zu oft von Drehbuchschreibern zu Papier gebracht wurde, das sie schnell langweilt. Was woanders im Zuge einer Anthologie Verwendung gefunden hätte oder als Kurzfilm auf Festivals aufgeführt worden wäre, hat man im Falle genannten Gruselstreifens auf Spielfilmlänge geblasen, damit das Resultat auf Blu-ray gepresst werden kann. Ein Schelm, wer da Geldgier vermutet. Dabei ist Gebotenes weit weg von originell. THE MIDNIGHT MAN erinnert nämlich in seiner Machart an so Gruselfilme wie THE BYE BYE MAN oder DER FLUCH DER HEXE. Das sind Filme in denen das Böse versehentlich gerufen wurde und danach einen möglichst heimtückischen Tod für jenen fordert, der es aus dem Schönheitsschlaf gerissen hat. Weil es mittlerweile zu viele dieser Streifen gibt, sind Abläufe relativ vorhersehbar. Die Opfer müssen Wege finden, um der herbeigerufenen Gefahr entkommen zu können. Leider müssen einige von ihnen das Zeitliche segnen, denn ohne Todesopfer verkaufen sich Horrorfilme nur schleppend. Gleiches Erfolgsrezept verfolgt auch THE MIDNIGHT MAN, der mit leichtem Inhalt sein kommerzverwöhntes Publikum nicht überfordern möchte. Der gradlinige Film spult belanglos ab, was ohnehin jeder kennt. Demzufolge bleiben Überraschungen aus. Der einfache Weg ist eben nicht immer der beste.
 
 
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THE MIDNIGHT MAN – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Atmosphärische Geisterbahn mit erschreckend dünner Story. Mehr als düstere Bilder voller Unbehagen besitzt THE MIDNIGHT MAN leider nicht. Da macht sich schnell Langeweile breit, zumal sich der Streifen auch noch ziemlich viel Zeit nimmt seine ohnehin schon überschaubare Geschichte zu erzählen. Statt originell und überraschungsreich setzt man auf Altbewährtes. Das bedeutet, dass man eher den konventionellen Weg einschlägt und Horror aus der Klischee-Kiste serviert. Da fragt man sich doch glatt, wie sich zwei Horrorikonen im Film verlaufen haben. Keine Geringeren als ROBERT ENGLUND und LIN SHAYE sind zu sehen. Letztere ist im Horrorgenre Dauergast und tritt in gefühlt jeder zweiten Horror-Produktion auf. Offenbar gab’s im Falle von THE MIDNIGHT MAN anständige Gage. Anders lassen sich die Cameos genannter Horror-Altstars nicht erklären. Besser wird der Film trotz Kurzauftritte leider nicht. Dazu fehlt es THE MIDNIGHT MAN eindeutig an Ideen und Neuerungen. Standard-Gruselware ohne Überraschungen. Irgendwie überflüssig!
 
 
 


 
 
 

THE MIDNIGHT MAN – Zensur

 
 
 
Der Hauptfokus in THE MIDNIGHT MAN liegt auf subtilen Horror. Viel Gewalt wird nicht gezeigt. Zu Beginn werden einige Kinder von einer unsichtbaren Macht getötet. Danach ist hinsichtlich Gewalt Funkstille. Erst im Finale gibt’s noch kurze Schauwerte zu sehen. Das hat THE MIDNIGHT MAN eine FSK16 eingebracht.
 
 
 


 
 
 

THE MIDNIGHT MAN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universum Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Midnight Man; USA 2016

Genre: Horror, Thriller, Grusel

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wendecover

Extras: Originaltrailer, Trailershow, Featurette: Behind the Scenes

Release-Termin: 09.03.2018

 

The Midnight Man [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

THE MIDNIGHT MAN – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Universum Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Bye Bye Man (2017)
 
The Midnight Game (2013)
 
Candyman’s Fluch (1992)
 
Boogeyman 3 (2008)
 


Filmkritik: „The Sandman“ (2017)

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THE SANDMAN

Story

 
 
 

Ein kleines Mädchen hat die Fähigkeit eine böse Kreatur heraufzubeschwören, die jeden tötet, der dem Kind zu nahe kommt.

 
 
 


 
 
 

THE SANDMAN – Kritik

 
 
 
Es gibt Dinge, die passen einfach nicht zusammen. So hätte man es wohl nie für möglich gehalten, dass Superhelden-Schöpfer STAN LEE irgendwann mal mit dem eher für schlechte Eigenproduktionen bekannten TV-Sender SYFY gemeinsame Sache machen würde. Der berühmte Comicautor schuf für Marvel Comics eine Reihe von klassischen Superhelden. Darunter Figuren wie SPIDER-MAN, HULK oder auch den SANDMAN. Letzterer taucht – um Comicfans zu beruhigen – nicht in der folgenden SYFY-Produktion auf. Lee hat zwar diesen Film mitproduziert, dürfte aber gleich gewittert haben, dass man Superheldenfilme besser nicht von so Buden wie SYFY produzieren lässt. In der Regel folgt nämlich da die Katastrophe auf dem Fuß. Demzufolge hat der hier vorgestellte THE SANDMAN nichts mit dem gleichnamigen Comic-Helden am Hut, der als WILLIAM BAKER in den SPIDER-MAN-Comics sein Unwesen treibt. Stattdessen wir eine eigenständige Geschichte über ein kleines Mädchen erzählt, die in gewisser Weise auch über Superkräfte verfügt – damit aber offenbar nicht umzugehen weiß. Damit gehört sie eigentlich in die aus X-MEN bekannte Schule für Mutanten.
 
 
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In THE SANDMAN werden Albträume wahr und das auch noch im wahrsten Sinn des Wortes. Die kleine Madison (SHAE SMOLIK aus THE HATRED) befindet sich mit dem Vater auf der Flucht. Das hat auch seinen Grund, denn egal wo sich die kleine Familie aufhält – dort sterben die Menschen. Offenbar ist das Mädchen verflucht. Die wird von einem Monster verfolgt, welches sie aus einem Buch kennt, das ihr der Vater vor langer Zeit geschenkt hat. Leider segnet auch der bald das Zeitliche, weshalb sich die verstörte Madison in die Obhut von Tante Claire (sympathisch und glaubhaft: HAYLIE DUFF) begeben muss, die fortan auf ihre Nichte achtgeben soll. Das scheint aber gar nicht so einfach zu sein, wie anfangs gedacht. Die Kleine wird nämlich auch im neuen Heim zur tödlichen Bedrohung. Auch hier ist man vor der bösen Kreatur nicht sicher, die aus nicht erklärbaren Gründen mit dem Kind in Verbindung stehen muss. Doch bald weiß man mehr. Nach mehrmaligen Bitten taut Madison endlich auf und beginnt sich Tante Claire zu öffnen. Die erfährt vom mordlüsternen Sandmann, der immer dann erscheint, wenn die Nichte wütend wird und es mit der Angst zu tun bekommt. Da stellt sich die Frage, wie man einen solchen Bodyguard wieder losbekommt? Eine komplizierte Angelegenheit für die man ins Unterbewusstsein der kleinen Filmheldin eindringen muss.
 
 
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Nicht schon wieder ein SYFY ORIGINAL FILM. Wer fleißig die Kritiken auf FILMCHECKER liest, wird mittlerweile erkannt haben, dass wir keine Fans von SYFY-Eigenproduktionen sind. Die rühmen sich nämlich nicht gerade mit Einfallsreichtum, quälen die Netzhaut mit schlechten Spezialeffekten und sind immer nach gleichen, simplen Muster gestrickt. Zu aller Überraschung gilt die ermüdende SYFY-Rezeptur nicht unbedingt für den Kreaturen-Streifen THE SANDMAN, der – vermutlich wegen STAN LEE im Schlepptau – passabler ausgefallen ist, als man es von einer SYFY-Produktion erwartet hätte. THE SANDMAN schafft es über einige Strecken richtig spannend zu werden und besitzt sogar Unterhaltungswert. So versucht Regisseur und Drehbuchautor PETER SULLIVAN das Geheimnis der ominösen Filmkreatur möglichst lang zu bewahren, um den Zuschauer so vor der Glotze halten zu können. Erst am Ende wird die Katze aus dem Sack gelassen und die Geschichte erhält den nötigen Feinschliff. Da werden Erklärungen gegeben und Fragen beantwortet. Das obligatorische Finale inklusive einem für Horrorfilme wichtigen Schlusskampf fehlt natürlich auch nicht. Horrorfans kommen da auf Ihre Kosten – vor allem auch deshalb, weil TOBIN BELL (aus den SAW-Film) in einer Nebenrolle zu sehen ist, diesmal aber keine Spiele spielen will.
 
 
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Dass THE SANDMAN nicht unbedingt für die große Leinwand gemacht wurde, ist unverkennbar. Der Streifen schaut nämlich sehr nach TV-Produktion aus und dürfte vermutlich auch nur dort sein Dasein fristen. Die TV-Optik kommt aber nicht von ungefähr. Filmemacher PETER SULLIVAN ist ein echtes Arbeitstier und dreht unaufhaltsam Trivial-Unterhaltung fürs Fernsehen. Da ist er beim SYFY-Channel an der richtigen Adresse. Dort betreibt man nämlich ähnlichen Sport und lässt Filme am Fließband von TV-erfahrenen Regisseuren drehen, damit eigene Sendeplätze gefüllt werden können. Das Ergebnis ist in den meisten Fällen katastrophal und nicht mal für Trash-Liebhaber zumutbar. Da fällt ein Film wie THE SANDMAN aus der Reihe. Bis auf einige Sandeffekte, die etwas ungeschickt mit Hilfe des Computers erzeugt wurden, kann diese SYFY-Produktion mehr als gedacht. Zwar wird auch hier das Rad nicht neu erfunden. Kurzweilige Unterhaltung ist aber garantiert. Manchmal geschehen doch noch Wunder.
 
 
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THE SANDMAN – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein schwer unterhaltsames Creature-Feature und die wohl bisher beste Eigenproduktion des SYFY-Channels. THE SANDMAN hat alles, was man von einem Monsterfilm erwartet. Ein boshaftes Wesen ist am Start, sympathische Filmhelden lassen mitfiebern und auch der Actiongrad lässt kaum Wünsche offen. Leider sieht man THE SANDMAN an, dass er fürs amerikanische Fernsehen gedreht wurde. Viel Budget war wohl nicht vorhanden gewesen, was den Streifen leider etwas günstig ausschauen lässt. Im Unterschied zu den meisten hauseigenen SYFY-Produktionen werden hier nicht ausschließlich Statisten durch Szenarien getrieben, die dann nacheinander das Leben lassen müssen. THE SANDMAN erzählt zu aller Überraschung auch mal eine Geschichte und schielt dabei sogar kurz gen Superhelden-Genre. So verfügt eine der Filmfiguren über geheimnisvolle Kräfte und muss damit lernen umzugehen. Der Superhelden-Einschlag verwundert aber nicht. Mit Comic-Ikone STAN LEE als Produzent ist nämlich jemand mit Superhelden-Erfahrung an Bord. THE SANDMAN ist ein kurzweiliges, unterhaltsames und ab und an sogar spannendes B-Movie. Kann man ohne Bedenken mal hineinschauen.
 
 
 


 
 
 

THE SANDMAN – Zensur

 
 
 
THE SANDMAN ist nicht sonderlich brutal. Was das Monster mit seinen Opfern macht, wird nicht explizit gezeigt. Am Ende kommt es erst so richtig in Fahrt und findet Gefallen am Töten von Menschen. Das Töten geht sehr schnell. Sonderlich viele Schauwerte gibt es demnach nicht zu sehen. THE SANDMAN dürfte ohne Probleme eine FSK16 erhalten.

 
 
 


 
 
 

THE SANDMAN – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen liegen bei Syfy | Lionsgate)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Scarecrow – Das Grauen stirbt nie (2013)
 
Husk (2011)
 
Neverknock (2017)
 
Red Clover (2012)
 


Filmkritik: „Neverknock“ (2017)

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NEVERKNOCK

Story

 
 
 

Einige Jugendliche werden von einem Monster verfolgt, das deren Ängste kennt und sie damit in den Tod treibt.

 
 
 


 
 
 

NEVERKNOCK – Kritik

 
 
 
Was kann man eigentlich von einem Film erwarten, der vom amerikanischen Sender SYFY produziert wurde. Filmkenner wissen, dass das in der Regel nicht sonderlich viel ist, weil man dort gern den Weg des geringsten Widerstands geht. Für Horrorfilmfans heißt das nicht selten Streifen ohne Hirn, denn SYFY ist neben THE ASYLUM jene Produktionsstätte, wo einfältiger Horror am Fließband gewerkelt wird der Gehirnzellen lahmlegt. Qualitativ wird da gern mal auf Sparflamme geköchelt, was bedauerlich ist, denn mittlerweile muss man gute Horrorfilme mit der Lupe suchen. Die sind nämlich rar geworden, weil offenbar jeder nur schnelles Geld verdienen möchte und deshalb Mühen und Kosten scheut. Natürlich ist das beim folgenden Horrorstreifen nicht anders, der ebenso vom Sender SYFY fürs Halloween-TV-Programm 2017 gedreht wurde und vermutlich nur deshalb Daseinsberechtigung besitzt, um Sendeplatz füllen zu können. NEVERKNOCK schimpft sich der konventionell zusammengezimmerte Käse, der eigentlich kaum der Rede wert ist – aber immerhin zu den besseren SYFY-Produktionen gehört. Das soll schon etwas heißen.
 
 
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In NEVERKNOCK wird Halloween für einige Freunde zum tödlichen Spaß. Die wollen besonders mutig sein und machen sich auf zu einem Haus in dem vor Jahren schreckliche Dinge passiert sind. Dort sind drei Jugendliche unter seltsamen Vorkommnissen ums Leben gekommen. Seither ranken sich allerhand Geschichten um das mysteriöse Gebäude. Die werden für unsere Helden bald auch bitterer Ernst. Als man nämlich an der Tür des Spukhauses klopft und sich versehentlich am morschen Eingang der Bude verletzt, erwacht das Gebäude zum Leben. Eine dunkle Gestalt wird aus seinem Schönheitsschlaf gerissen und folgt den Kumpels fortan auf Schritt und Tritt. Doch was will das Monster? Die Antwort darauf ist nicht sonderlich spektakulär. Das Wesen kennt die Ängste der jungen Leute und will sie damit konfrontieren. Für die meisten der Jugendlichen bedeutet das nichts Gutes. Die werden mit der etwas anderen Angstkonfrontation in den Tod getrieben und sterben grausam und blutig. Doch einige der Freunde haben einen Plan. Die versuchen einfach keine Angst mehr zu haben. Ob das der richtige Weg ist, um das Monster zu vertreiben. Nach unnötigen 90 Minuten wird man es wissen.
 
 
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Der kanadische NEVERKNOCK ist TV-Unterhaltung, wie man sie eigentlich viel zu oft auf der Mattscheibe zu sehen bekommt. Anspruch oder Originalität ist hier Mangelware, denn der Streifen wurde fürs (amerikanische) Massenpublikum gedreht und hat eigentlich kaum Substanz. Hier wird gerannt, geschrien und geweint. Einfallsreichtum? Fehlanzeige! NEVERKNOCK füllt Laufzeit, in dem er unsympathische Protagonisten mit abwechslungsreichen Ängsten ins Jenseits befördert. Die haben Furcht vor Feuer, Schlangen, Nadeln oder Blut, was zumindest jene bei Laune halten dürfte, die eine Leidenschaft für abwechslungsreiche Filmmorde besitzen. Leider wird das Sterben aber bald zum Geduldsspiel. NEVERKNOCK besitzt nämlich keinen Spannungsbogen und hangelt sich nur von Filmtod zu Filmtod. Dazwischen wird unnötig viel geflüchtet, um einem Monster zu entkommen, das offenbar unbesiegbar ist. Da macht sich schnell Müdigkeit breit, weil man die immer gleichen Szeneverläufe zu sehen bekommt und das Ableben der Helden egal bleibt. Letztere bestehen aus Stereotypen und besitzen – wie die Handlung – kaum Tiefe. Identifikationsmöglichkeiten bleiben da natürlich auf der Strecke und auch ein Mitfiebern wird so im Keim erstickt. Bei derart überflüssigem Horrorquatsch fragt man sich doch glatt, was Schauspielerin JODELLE FERLAND dazu bewegt hat, in diesem austauschbaren Horrorstreifen mitzuwirken. Die sah man in der Vergangenheit in großen Hollywood-Produktionen an der Seite von namhaften Darstellern. Darunter FALL 39, SILENT HILL und sogar einige TWILIGHT-Streifen. Vermutlich lag es am Geld. Offenbar zahlt SYFY gute Gage. Wäre nicht das erste Mail, das in Produktionen der Trash-Schmiede bekannte Gesichter aus Kino und Fernsehen zu sehen sind.
 
 
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NEVERKNOCK – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Horror vom Fließband. Filme, wie NEVERKNOCK hat man schon zu oft gesehen. Der fürs TV gewerkelte Streifen wurde nach einfacher Formel gestrickt und hat nichts, was im Gedächtnis haften bleibt. Die Geschichte passt auf einen Bierdeckel und wurde unnötige in die Länge gezogen, damit man Laufzeit fürs Fernsehen zusammenbekommt. NEVERKNOCK tritt in die Fußstapfen von so Filmen wie LEPRECHAUN ORIGINS oder SCARECROW. Letzterer wurde ebenso von NEVERKNOCK-Regisseur SHELDON WILSON inszeniert, der praktisch gleichen Filmen hier noch einmal unter dem Titel NEVERKNOCK gedreht hat. Vergleicht man nämlich die beiden Filme miteinander, sind Ähnlichkeiten nicht von der Hand zu weisen. Die mordende Vogelscheuche aus SCARECROW wurde quasi gegen einen Angstfresser in NEVERKNOCK ausgetauscht. Klammert man die Monster aus, ist der Verlauf beider Handlungen nahezu identisch: Jugendliche müssen vor einem Monster flüchten und abwechslungsreich sterben. Originell ist was anderes. Um auch mal etwas Positives über NEVERKNOCK zu sagen: Handwerklich wurde solide Arbeit geleistet. Der Streifen schaut besser aus, als manch andere Low-Budget-Gurke der letzten Jahre. Auch beim Monsterdesign hat man sich Mühe gegeben. Statt CGI wurde auf Handarbeit zurückgegriffen. Dass sich darin ein Schauspieler im Gummikostüm windet, fällt zu keinem Zeitpunkt negativ auf. Dennoch ist Optik allein nicht alles. Das Fundament von NEVERKNOCK hat Risse. Die Geschichte zum Film liest sich nicht nur langweilig, sie ist es auch. Das sind keine guten Voraussetzungen für einen Film, der mit der Angst seiner Protagonisten und die des Zuschauers spielt.
 
 
 


 
 
 

NEVERKNOCK – Zensur

 
 
 
NEVERKNOCK ist ein TV-Film und hält sich dementsprechend auch zurück mit Schauwerten. Aber es gibt einige grafischen Gemeinheiten zu bestaunen. Ein Genick wird gebrochen, Nadeln bohren sich durch Körper und Verbrennungen gibt es auch zu sehen. Sollte der Film hierzulande veröffentlicht werden, dürfte eine FSK16 wahrscheinlich sein.

 
 
 


 
 
 

NEVERKNOCK – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen liegen bei SyFy Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Scarecrow (2013)
 
Leprechaun Origins (2014)
 
Needle – Deinem Schicksal entkommst du nicht (2010)
 
Clive Barkers Dread (2009)
 


Filmkritik: „The Bye Bye Man“ (2017)

the-bye-bye-man-2017-poster
 
 
 

THE BYE BYE MAN

Story

 
 
 

Drei Freunde rufen versehentlich die Aufmerksamkeit einer ominösen Kreatur (gespielt von DOUGH JONES aus OUIJA 2 und THE OPERATOR) auf den Plan und müssen dafür sterben.

 
 
 


 
 
 

THE BYE BYE MAN – Kritik

 
 
 
Aufgrund der Masse an immer liebloseren Horrorfilmen, fragt man sich mittlerweile, ob sich manch Regisseur auch mal selbst die Mühe macht und sich das anschaut, was er dem Zuschauer da zumuten will. Nicht selten wird nämlich Bodensatz aufgetischt, der es aus unerklärlichen Gründen auch noch ins Kino schafft. Ganz weit vorn: THE BYE BYE MAN – ein weiterer ach so pseudo-gruseliger Film, der eigentlich nur aus einer Aneinanderreihung von Schreckmomenten besteht, die um eine triviale Geschichte gewebt wurden. Da fragt man sich doch glatt, was solche Filme eigentlich im Kino zu suchen haben, die nicht einmal das Papier wert sind auf das die Kinokarte gedruckt wurde. Die Antwort ist in der Formel vom schnellen Geld zu suchen, die oft von großen Studios angewandt wird, um mit wenig Kapital maximale Gewinne einzufahren. Da wird mit der Naivität Heranwachsender Geschäfte gemacht, die noch nicht begreifen, dass nicht alles Gold ist, was auf Hochglanz poliert wurde. Genau die sind im Falle von THE BYE BYE MAN leichte Opfer und sollen ums hart gesparte Taschengeld gebracht werden. Da wird mit schönen Menschen aus bekannten Vorabendserien gelockt, die sich gegen eine unheimliche Kreatur zu Wehr setzen müssen und dabei den Verstand verlieren. Das sieht zwar alles ästhetisch aus – auf tieferen Sinn oder gar Antworten hat man aber verzichtet. Stattdessen flimmern genug Buh-Sequenzen über Leinwand oder Mattscheibe, damit sich pubertierende Mädchen in die Arme ihres tapferen Freundes graben können. Ach ja, Jugendzeiten waren so unbeschwert und sorgenfrei. Da wusste man noch nicht, was draußen für eine böse Welt auf einen wartet.
 
 
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THE BYE BYE MAN zeigt Teenie-Horror nach einfachem Muster. Leider dürften Zuschauer jenseits der zwanzig mit dieser Hochglanz-Gurke so rein gar nichts anfangen können. Hier muss man dafür Geld zahlen, damit man ein Nickerchen auf Couch oder Kinosessel machen darf. Zu sehen gibt es nämlich nicht Geistreiches, denn der träge Teenie-Grusel erzählt eine Geschichte, die auf einen Bierdeckel passt und dazu auch kaum Überraschungen zu bieten hat. Drei Studenten beziehen hier ein altes Haus, das schon seit Jahren unbewohnt ist und weitab vom Unigelände steht. Als würde man es ahnen, werden bald furchtbare Dinge geschehen. Elliot (DOUGLAS SMITH) entdeckt im Schlafzimmer einen klapprigen Nachtschrank und erkennt auf dem Boden der Schublade merkwürdige Botschaften. Obwohl darin hingewiesen wird, dass man weder an den BYE BYE MAN denken oder dessen Namen aussprechen soll, macht’s der ahnungslose Student trotzdem. Ein fataler Fehler, denn sofort heftet sich eine dunkle Kreatur an die Fersen des jungen Mannes und will seinen Tod. Leider kann Elliot nicht die Klappe halten und muss es seinen Freunden erzählen. Keine gute Idee, denn nun wissen auch die von der Existenz des BYE BYE MAN und müssen sterben. Doch die Kreatur tötet nicht selbst, sondern lässt morden. Sie frisst sich in die Köpfe ihrer Opfer und verursacht schaurige Halluzinationen. Bald wissen die Freunde nicht mehr was Einbildung ist und was Realität. Die Folge: Sie gehen sich selbst an die Gurgel und löschen sich gegenseitig aus. Was für ein fieses Miststück von Monster.
 
 
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Kann es sein, dass amerikanischer Mainstream-Horror immer einfältiger wird? THE BYE BYE MAN hat kaum nennenswerte Einfälle zu bieten und zeigt quasi eine Art jugendkonforme Neuinterpretation von so Filmen wie CANDYMAN oder DER FLUCH VON DARKNESS FALLS – freilich ohne neue Einfälle oder cleverem Handlungsstrang. Die Grusel-Rezeptur ist simpel und beginnt mit starkem Auftakt. Dabei läuft ein verwirrter Herr Amok und richtet ein Blutbad an. Mit einem Schrotgewehr bewaffnet erschießt er Familie und Nachbarn. Was anfangs keinen Sinn ergeben will, löst sich aber früh auf. Zum Schutze der Menschheit, hat er all jene ins Jenseits befördert, die von der Existenz des sogenannten BYE BYE MAN wissen. Hierbei handelt es sich um eine Kreatur der Dunkelheit, die eine Leidenschaft für makabre Scherze hegt und mit Psychospielchen in den Tod befördert. Leider haben die Macher auf Antworten verzichtet, denn woher die Kreatur kommt und warum sie ausgerechnet auf jene Weise töten muss, erklärt man dem Zuschauer nicht. Stattdessen gibt’s Standard-Horror zu sehen, der wegen Vorhersehbarkeit müde macht. So rufen Teenager versehentlich das Böse herbei, die sich wenig später aufmachen, um das Geheimnis des mysteriösen BYE BYE MAN zu ergründen. Aufgrund fehlender Ideen und konventioneller Machart erinnert der Streifen von STACY TITLE eher an TV-Ware, die in der heutigen Zeit oft über mehr Produktionsgelder verfügt, als so mancher Kinofilm. Das ist dann auch schon das größte Problem dieses trivialen Grusel-Schnarchers. THE BYE BYE MAN erweckt eher den Eindruck, als wäre die Schlaftablette anfangs mal fürs Fernsehen geplant gewesen. Die stereotypen Charaktere wirken oberflächlich, bei den CGI-Effekten hat man gespart und das aus drei Seiten bestehende Drehbuch hätte jeder Fünfklässler besser zu Papier gebracht. Da will man mit allen Mitleid haben, die ganz unvoreingenommen (freiwillig oder erzwungen) Bekanntschaft mit dem BYE BYE MAN machen wollen (oder müssen), denn hierbei handelt es sich wohl um den überflüssigsten Filmbösewicht der letzten 30 Jahre. Weil der Film das Dreifache an Produktionsbudget in Amiland eingespielt hat, darf man sicherlich mit einer Fortsetzung rechnen. Das war auch die Intension der Macher. Mit dem BYE BYE MAN wollten sie eine neue, ikonische Gestalt des Horror-Genres erschaffen. Aufgrund des hohen Zuschauerzuspruchs könnte man das Vorhaben wohl als erfolgreich bezeichnen. So werden wohl einige Folgefilme kommen. Gott hab’ Erbarmen mit uns Horrorfans.
 
 
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THE BYE BYE MAN – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Bye Bye Spannung, Ideen und Anspruch. Der PG-13-Grusler aus Amerika mit dem dümmlichen Titel THE BYE BYE MAN ist kein Film für Feingeister. Regisseurin STACY TITLE macht’s konventionell und will mit ihrem simpel gestrickten Gruselstreifen eher pubertierende Zuschauer ansprechen, die in Sachen Horror noch recht grün hinter den Ohren sind. Das dürfte auch einer der Gründe gewesen sein, warum THE BYE BYE MAN in Amerika so erfolgreich gewesen ist, denn die Produzenten genannten Streifens zielen genau auf die Unerfahrenheit des jungen Publikums ab und versorgen es mit seichtem Grusel nach Schema F. Leider dürften sich alte Horrorhasen vom gebotenen Horror-Fast-Food schnell gelangweilt fühlen, denn der Film stibitzt rigoros und unermüdlich bei anderen, besseren Horrorstreifen und verzichtet gänzlich auf eigene Ideen. THE BYE BYE MAN basiert auf der Kurzgeschichte THE BRIDGE TO BODY ISLAND aus dem Buch THE PRESIDENT’S VAMPIRE: STRANGE-BUT-TRUE TALES OF THE UNITED STATES OF AMERICA. Darin schrieb Autor ROBERT DAMN SCHNECK mehrere Gruselgeschichten nieder, die sich so tatsächlich in Amerika ereignet haben sollen. Auch THE BYE BYE MAN beruht auf einer dieser wahren Begebenheiten. So wurden Anfang der 1990er drei Studenten in Wisconsin mit seltsamen Vorfällen konfrontiert, die sie nicht erklären konnten. Die, die leichtfertig alles glauben, dürfte schon allein der Gedanke daran Gänsehaut bereiten. Alteingesessene Horrorfilmkenner rollen da eher mit den Augen. Übrigens hatte es der Film bereits vor der Kinoauswertung nicht leicht. Geplant war ein deftiger Slasher und erhielt in Amerika auch eine Freigabe für Erwachsene (Rated R). Um ein größeres Publikum anzusprechen wurde der Horrorfilm noch einmal überarbeitet und entschärft. Bei einer Neuprüfung gab’s dann auch das angestrebte PG-13, um mehr Jugendlichen das Taschengeld abnehmen zu können. Manch Produzent geht für Geld eben über Leichen.
 
 
 


 
 
 

THE BYE BYE MAN – Zensur

 
 
 
THE BYE BYE MAN musste für ein PG-13 Federn lassen. Sonderlich viele Gewaltmomente gibt es nicht zu sehen. Einige Figuren werden mit einem Schrotgewehr erschossen. Eine Protagonistin wird von einem Zug überfahren, ein Baseballschläger kommt zum Einsatz und jemand schießt sich mit einem Gewehr in den Kopf. Eine Freigabe ab 16 gab’s von der deutschen FSK für die amerikanische, ohnehin schon entschärfte Kinofassung. Diese befindet sich nun auch auf der deutschen Blu-ray. In Amerika gab’s als Entschädigung auf Blu-ray die komplette Unrated-Fassung. Kurioserweise hat es die hierzulande nicht auf Heimkinomedium geschafft. Skandal!
 
 
 


 
 
 

THE BYE BYE MAN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Paramount Pictures Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Bye Bye Man; USA 2016

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DD 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 96 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 31.08.2017

 

The Bye Bye Man [Blu-ray] auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

THE BYE BYE MAN – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Paramount Pictures Germany 2017)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Candyman’s Fluch (1992)
 
Der Fluch der Hexe – Queen of Spades (2015)
 
Bloody Mary (2006)
 
Düstere Legenden 3 (2005)
 
Boogeyman – Der schwarze Mann (2005)
 
Boogeyman 2 – Wenn die Nacht Dein Feind wird (2008)
 


Filmkritik: „Devil in the Dark“ (2017)

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DEVIL IN THE DARK

Story

 
 
 

Die zwei Brüder Adam (ROBIN DUNNE) und Clint (DAN PAYNE aus CABIN IN THE WOODS) werden in den Wäldern Kanadas mit der Vergangenheit konfrontiert und müssen gleichzeitig ums Überleben kämpfen.

 
 
 


 
 
 

DEVIL IN THE DARK – Kritik

 
 
 
Wenn nach der Sichtung eines Horrorfilms Fragen entstehen, weil man Gesehenes nicht einordnen kann, ist das schon einmal ein gutes Zeichen. In der Regel werden so die grauen Zellen des Zuschauers beansprucht, der sich auch nach dem Abspann mit Eindrücken auseinandersetzen muss, um plausible Antworten zu finden. Wenn man aber einen Horrorstreifen gesehen hat, der trotz akribischer Analyse irgendwie gar keinen Sinn ergeben will, ist das alles andere als erbaulich. Offenbar hat dann der Regisseur sein Ziel verfehlt, der mit undurchsichtiger Handlung eher die Wut des Zuschauers schürt, statt ihn spannend zu unterhalten. Ganz ähnliches Desaster ist dem Regisseur TIM BROWN mit DEVIL IN THE DARK passiert – einem Mystery-Scharcher dessen Geschichte in den letzten Minuten sonderbare Wege geht. Dabei hat der Filmemacher eigentlich schon Erfahrung im Angstmachen sammeln können. Auf seine Kappe gehen Filme wie BITE und ANTISOCIAL 2 für die er zwar nicht auf dem Regiestuhl gesessen hat, aber immerhin als Geldgeber in Erscheinung getreten ist. Nun versucht sich TIM BROWN als Multitalent. Für den zweiten Spielfilm mit dem Titel DEVIL IN THE DARK zeichnet er neben der Produzententätigkeit ebenso als Regisseur verantwortlich. Entstanden ist ein Gruseldrama, bei dem nicht immer eindeutig ist, was man da eigentlich zu sehen bekommt.
 
 
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Wenn ein Vater seinem Kind nicht die Beachtung schenkt, welche es sich erhofft hat. Das Gruseldrama DEVIL IN THE DARK erzählt das Schicksal zweier Brüder, die nach 15 Jahren aufeinandertreffen, um jene Route durch die Wälder zu laufen, die auch der verstorbene Vater mit ihnen an Kindstagen gegangen ist. Leider ist das Verhältnis zwischen den Geschwistern angespannt. Der Vater hatte sie zu Lebzeiten nicht gleichwertig behandelt, was zu Spannungen geführt hat. Diese halten die beiden Männer auch Jahre nach dem Tod des Familienoberhaupts auf Distanz, was den Jagdausflug in den kanadischen Wäldern nicht gerade einfach gestaltet. Doch Familiendiskrepanzen sind bald das kleinere Übel. Im Schutze der Dunkelheit geht nämlich etwas Böse auf Beutezug. Eine unheimliche Kreatur will den Brüdern nichts Gutes und heftet sich an die Fersen der Männer. Bald wird klar, dass dieses Wesen kein Unbekannter ist. Bereits in der Kindheit haben die Brüder Adam (ROBIN DUNE) und Clint (DAN PAYNE) mit der finsteren Gestalt Bekanntschaft gemacht. Dass sie nun ausgerechnet als Erwachsene wieder auf den grotesken Bösewicht stoßen kann doch kein Zufall sein. Oder etwa doch?
 
 
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Was wie Werbung für Urlaub in den kanadischen Wäldern anmutet, hat mit Erholung nichts zu tun. Die Naturkulisse ist nur Schein, denn DEVIL IN THE DARK entpuppt sich als fast schon klaustrophobisches Gruseldrama in dem der Wald zur Falle, aber gleichzeitig auch zur Erlösung wird. Was wie beliebiges Gruselfutter beginnt, ist mehr Familiendrama statt Horror und begleitet zwei Brüder auf eine Reise in die kanadische Wildnis, auf der die entfremdeten Geschwister wieder zueinander finden werden. Während sich der eine vom verstorbenen Vater stets unverstanden gefühlt hat, sieht der andere im Familienoberhaupt sein Vorbild. Dass unterschiedliche Sichtweisen bereits an Kindertagen zu Spannungen und Rangkämpfen zwischen den Brüdern geführt hat, wird in Rückblenden geschildert. Doch alles wendet sich zum Guten. Die Geschwister sprechen sich aus und nähern sich an. Ein Happy End wäre somit vorprogrammiert gewesen, würde Regisseur TIM BROWN am Ende nicht einen unnötigen Rattenschwanz anhängen, der bei genauerer Betrachtung zu Verständnisproblemen führt. Da heftet sich plötzlich eine Kreatur an die Fersen der beiden Wanderer und zerrt den jüngeren Adam in seinen Bau. Der ältere Clint ringt mit der Angst und eilt dem Bruder herbei. Was folgt erschließt sich nicht wirklich. Fungiert die schlecht animierte Kreatur nur als Metapher für verdrängte Kindheitserlebnisse und die unterdrückte Emotionen der Hauptprotagonisten oder will hier einfach nur ein Walddämon Angst und Schrecken verbreiten. Aufgrund eines abrupten Endes und dem – in Horrorfilmen gern mal eingesetzten – Plottwist werden neue Fragen aufgeworfen, die in erster Linie eines gut können: verwirren. Weil Regisseur TIM BROWN mit einem offenen Ende nicht die erhofften Antworten bietet, die das Publikum wohl erwartet hat, dürften die meisten Zuschauer DEVIL IN THE DARK als Blödsinn abstempeln. Demzufolge ist dieser Mystery-Thriller definitiv nichts für jene, die Antworten auf dem Silbertablett serviert bekommen haben wollen. Mit denen hält man sich nämlich zurück, was zu einem mehr als unbefriedigendem Filmerlebnis führt.
 
 
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DEVIL IN THE DARK – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Unheimliches Mystery-Drama mit fast schon surrealem Einschlag. DEVIL IN THE DARK zeigt schöne Landschaftsaufnahmen, hat gute Darsteller zu bieten und beginnt auch vielversprechend. Doch je näher sich der Streifen der Zielgeraden nähert, umso mehr enttäuscht der gebotene Mix aus Drama, Grusel und Mystery zunehmend. So wird die Handlung in den letzten dreißig Minuten immer verworrener, was das Folgen der Handlung unnötig erschwert. Weil Regisseur TIM BROWN mehrere Interpretationen zulässt, offenbar von Metaphern Gebrauch macht und sich einen Deut darum schert Antworten zu liefern, dürfte das DEVIL IN THE DARK bei den meisten Zuschauern durchfallen. Apropos durchfallen: Auch wenn dieser Streifen im Horror-Genre verwurzelt ist, hat DEVIL IN THE DARK mit Horror nur wenig am Hut. Der Film fokussiert sich in erster Linie auf das Verhältnis zweier entfremdeter Brüder, die sich durch eine bewegte Vergangenheit kämpfen. Demzufolge passt der Streifen eher ins Dramenfach – auch wenn am Ende schlechtes CGI in Form einer ominösen Waldkreatur über die Mattscheibe flimmert. Manchmal ist es eben doch besser, wenn man dem Zuschauer einfach gestrickte Geschichten erzählt, die er auch versteht und deuten kann.
 
 
 


 
 
 

DEVIL IN THE DARK – Zensur

 
 
 
In DEVIL IN THE DARK werden kaum Schauwerte geboten. Der Film lebt in erster Linie von seiner unheilvollen Atmosphäre. Einer der Brüder stürzt von einer Klippe. Am Ende sehen wir eine von Elchgeweihen durchbohrten Körper. Demzufolge dürfte DEVIL IN THE DARK ohne Probleme eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

DEVIL IN THE DARK – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei eOne Entertainment | Momentum Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Witch (2015)
 
It’s in the Blood (2012)
 
The Monster (2016)
 


Filmkritik: „The Dark Below“ (2016)

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THE DARK BELOW

(THE CREATURE BELOW)

Story

 
 
 

Eine Meeresbiologin macht Bekanntschaft mit einem seltsamen Wesen aus dem Meer, das sie im heimischen Keller großzieht. Mit fatalen Folgen.

 
 
 


 
 
 

THE DARK BELOW – Kritik

 
 
 
Nicht alles was günstig ist, muss zwangsläufig auch gleich schlecht sein. Low-Budget-Horror eilt in der Regel seinem Ruf voraus, was aber oftmals ungerechtfertigt ist, denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass man auch mit überschaubarem Budget sehenswerte Grusler inszenieren kann. THE DARK BELOW (Originaltitel: THE CREATURE BELOW) ist so ein Kandidat, der auf den ersten Blick einen unnötigen Zeiträuber vermuten lässt. Der Trailer zeigt schlechte Computereffekte, die man sonst eigentlich in Produktionen der Trash-Schmieden THE ASYLUM zelebriert und auch das reißerische Plakat zum Film erinnert eher an grauenhaften B-Movie-Trash aus dem Hause SYFY. Doch wer nicht voreingenommen ist, könnte positiv überrascht werden, denn THE DARK BELOW verblüfft mit stimmungsvoller Kreaturen-Gruselei, wie man sie gern mal in den 1980ern zu sehen bekommen hat. Zudem hagelt es auch noch Umweltbotschaft – wenngleich eher subtil. Mut soll belohnt werden und den hat dieser britische Horror-Indie zweifelsohne. Der gruselt mit Old-School-Horror und ist darin gar nicht mal so untalentiert. Da schaut man doch gern über kleine Schwächen hinweg, die eben auf Budgetmangel zurückzuführen sind.
 
 
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Meeresbiologin Olive Crown (ANNA DAWSON) hat offenbar keinen guten Tag. Bei einem Tauchgang in den Tiefen des Atlantischen Ozeans macht die Forscherin Bekanntschaft mit einer mysteriösen Wasserkreatur, die ihr Leben verändern wird. Doch kaum gesehen, verliert die Frau das Bewusstsein und muss von der Crew an Bord geholt werden. Weil jegliches Tauchequipment nun auf dem Meeresboden sein Dasein fristet und Olive keinen blassen Schimmer hat, was ihr da im Wasser zugestoßen ist, verliert sie ihren Job und wird nach Hause geschickt. Doch die Wissenschaftlerin findet im Taucherhelm ein seltsames Ei, was sie heimlich aus dem Labor schleust und im Keller der eigenen vier Wände ausbrütet. Was da schlüpft, überrascht nicht. Ein krakenähnliches Wesen macht es sich einem Aquarium bequem und will gefüttert werden. Doch mit Plankton oder Meeresgetier will sich die Kreatur nicht zufriedengeben. Es ist menschliches Blut, was dem Meeresbewohner offenbar zu schmecken scheint, weshalb sich die Biologin überlegen muss, wie sie an den Lebenssaft kommt. Doch je mehr sich Olive mit dem Wesen beschädigt, umso stärker werden die Muttergefühle. Dass da die Katastrophe nicht weit ist, dürfte wohl jeder Leser rasch erahnen.
 
 
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Handgemachter Glibber und Krakenmonster aus Gummi. Die Effekte in THE DARK BELOW sind simpel, dafür aber wirkungsvoll. Regisseur STEWART SPARKE bewirkt mit schlecht ausgeleuchteter Kulisse und dreckig-farblosem Look schnell eine Aura der Bedrohlichkeit, die ein merklich ungutes Magengefühl entstehen lässt. Doch das minimalistisch ausgeleuchtete Szenario hat noch andere Vorteile zu bieten. Wegen Mangel an Licht schaut die Filmkreatur weitaus furchterregender aus, als sie letztendlich ist. Da bekommt der Zuschauer mal ein Krakenbein zu Gesicht oder die Kamera zoomt so stark heran, dass nur ein Monsterauge zu sehen ist. Weil es dem Set an Licht mangelt, fällt so schnell gar nicht auf, dass die Filmkreatur mit einfachsten Mitteln gebaut wurde. Ein raffinierter Taschenspielertrick, der gern in Low-Budget-Produktionen Verwendung findet, um Illusionen vorzugaukeln. Im Falle von THE DARK BELOW eine gut funktionierende Prämisse, die den Film nach deutlich mehr aussehen lässt, als er letztendlich gekostet hat. Demzufolge sollte man sich nicht von den missratenen Computereffekten zu Beginn des Streifens blenden lassen. Horrorfan und Filmemacher STEWART SPARKE hat hier eine Lovecraft’sche Symbiose aus BASKET CASE und HELLRAISER mit zynischem Ausgang geschaffen, die – gerade wegen ihrer boshaften Art – an die Folgen der beliebten GESCHICHTEN AUS DER GRUFT-Serie erinnert. Wer eine Vorliebe für handgemachtes Monsterkino besitzt sollte diesem kleinen Creature-Feature daher unbedingt eine Chance geben. Die hat dieser kleinen Grusel-Indie nämlich definitiv verdient.
 
 
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THE DARK BELOW – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein düsterer Grusel-Mix aus BASKET CASE und HELLRAISER mit einer Prise H.P.LOVECRAFT. THE DARK BELOW (im Original: THE CREATURE BELOW) stand zwar nicht viel Budget zu Verfügung. Dafür wurde trotzdem genug Herzblut investiert, weshalb der Streifen weit mehr taugt, als die meisten B-Movies neueren Datums. Das Creature-Feature sticht mit ungeschliffenem Indie-Look hervor und zitiert gut und gerne. Darunter Altmeister wie FRANK HENENLOTTER oder JOHN CARPENTER. Letzterer stand hier wohl für den Soundtrack Pate, denn THE DARK BELOW erinnert mit seinem monotonen Bass-Grummeln an die Werke des erwähnten Kult-Regisseurs. In Interviews mit der Presse erklärte THE DARK BELOW-Filmemacher STEWART SPARKE, dass er eine Leidenschaft für Horrorfilme besitzt, die von starken Frauen getragen werden. So zählte er Filme wie THE SHALLOWS, YOU’RE NEXT, THE BABADOOK und UNDER THE SKIN auf, in denen Frauen nicht von Männern gerettet werden mussten, sondern sich selbst zu helfen wussten. Demzufolge verwundert es nicht, dass die Vorliebe für Frauenpower auch im ersten Langfilm Verwendung findet. So macht es THE DARK BELOW genannten Filmen gleich und lässt eine selbstbewusste ANNA DAWSON zur aggressiven Furie mutieren, die im unfreiwilligen Mutter-Wahn den Verstand verliert. Übrigens outete sich Regisseur STEWART SPARKE – wen wundert’s – als großer Fan des Schriftstellers H.P.LOVECRAFT. Mit dessen Büchern kam er zwar erst vor einigen Jahren in Berührung. Diese hatten ihn aber derart fasziniert, dass er die Werke nach eigener Aussage regelrecht verschlungen hat. So kommt es nicht von ungefähr, dass sich THE DARK BELOW anfühlt, als würde man ins Lovecraft’sche Albtraum-Universum eintauchen. Wer es ungeschliffen mag, sollte unbedingt einen Blick wagen. Puristen, Erbsenzähler und Fans makelloser Hollywood-Blockbuster werden mit diesem Low-Budget-Horror dagegen wohl gar nichts anfangen können.
 
 
 


 
 
 

THE DARK BELOW – Zensur

 
 
 
Gewalt hat THE DARK BELOW (Originaltitel: THE CREATURE BELOW) kaum zu bieten. Einige Protagonisten werden an das Wesen verfüttert. Aber die Kamera blendet weg, wenn das Monster zuschlägt. Das Creature-Feature hat hierzulande eine FSK16 erhalten wird – in ungeschnittener Fassung.
 
 
 


 
 
 

THE DARK BELOW – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Mad Dimension (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Creature Below; Großbritanien 2016

Genre: Horror, Science Fiction, Grusel, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 02.06.2016 (BD KeepCase)

 

The Dark Below [Blu-Ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE DARK BELOW – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Abbildungen liegen bei MAD DIMENSION)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
H.P. Lovecrafts Necronomicon (1994)
 
Dagon (2001)
 
Basket Case – Der unheimliche Zwilling (1982)
 


Filmkritik: „Arbor Demon“ (2016)

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ARBOR DEMON

(ENCLOSURE)

Story

 
 
 
Ehe-Jubiläum mit Folgen: Ein Hochzeitstag endet anders als erwartet, nachdem man bei einem Campingausflug im Wald auf unheimliche Kreaturen stößt.

 
 
 


 
 
 

ARBOR DEMON – Kritik

 
 
 
Ob im Sport, der Musik oder eben auch im Film: Es ist nicht selten, dass Kinder von Berühmtheiten in die Fußstapfen ihrer Eltern treten. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Mal ist es, weil sie nichts Anderes kennen oder den Eltern nacheinfern wollen. Manchmal kann es aber auch sein, dass gezeigt werden will, dass der bekannte Name nicht alles ist über das man verfügt, sondern dass auch Talent vorhanden ist. So ähnlich dürfte es auch Schauspielerin FIONA DOURIF ergehen, deren Familienname zumindest in Genre-Kreisen kein unbeschriebenes Blatt ist. Kein Geringerer als Horrorlegende BRAD DOURIF ist nämlich der Vater genannter Dame und dürfte vielen Liebhabern des Phantastischen Films durch Auftritten in Kultfilmen wie ALIEN – DIE WIEDERGEBURT, DUNE oder HERR DER RINGE ein Begriff sein. Weitaus mehr Popularität erhielt der Schauspieler aber mit einer Sprechrolle. Was nämlich nur eingefleischte Horrorfans wissen: Mörderpuppe Chucky wird von BRAD DOURIF gesprochen – und das bereits seit 1988. Dass die Erwartungen an Tochter Fiona demzufolge besonders hoch sein dürften, ist nicht unbegründet. So konnte sich der Nachwuchs bereits durch Hauptrollen in Horrorware wie CURSE OF CHUCKY (da hat der Vater wohl Kontakte spielen lassen) oder FEAR CLINIC einen Namen machen. Mit guter Rollenauswahl und ausreichend Fleiß könnte FIONA DOURIF so gleichen Weg einschlagen, wie die nicht minder bekannte DANIELLE HARRIS. Letztgenannte genießt durch unzählige Auftritte in Horrorfilmen den Ruf einer waschechten Scream Queen und hat sich Jahre nach HALLOWEEN 4 zur beliebten Horrorikone gemausert, die sich gern mal in günstig gedrehten Schockern blicken lässt.
 
 
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Nächste Ausfahrt: Horrorfilm. Auch ARBOR DEMON (der anfangs noch ENCLOSURE hieß) ist selbstverständlichen im düsteren Genre beheimatet und dürfte dem Bekanntheitsgrad von FIONA DOURIF zugutekommen. Darin schlägt Mutter Natur mal wieder erbarmungslos zu – subtile Umweltbotschaft gibt’s gratis obendrauf. Ausgedacht hat sich den geradlinigen, aber dennoch kritischen Wald-Horror Regisseur PATRICK REA. Der wirbelte die Horrorszene vor einigen Jahren mit dem Low-Budget-Grusler NAILBITER auf, war aber danach wieder in der Versenkung verschwunden. Mit ARBOR DEMON versucht er wieder für Gesprächsstoff zu sorgen und präsentiert klaustrophobischen Zelt-Schauer mit außergewöhnlichem Kreaturen-Design, das man so schon lange nicht mehr im Horrorfilm zu sehen bekommen hat.
 
 
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Eigentlich wollten Ex-Rettungssanitäter Charles (KEVIN RYAN) und Frau Dana nur den zweijährigen Hochzeitstag beim gemütlichen Camping im Wald feiern. Doch im Horrorfilm kommt meist immer als anders. Dana (FIONA DOURIF) ist nämlich schwanger und traut sich nicht dem Gatten davon zu berichten, weil man eines dieser Pärchen ist, das nicht so gut mit Kindern kann. Umso erschütternder, was den Liebenden widerfahren wird. Sie geraten in einen Strudel von Umständen, der die Beziehung auf eine harte Probe stellt. Erst sind es lokale Jäger, die von Etwas angefallen und in Stücke gerissen werden. Später nehmen die beiden einen der Überlebenden (JAKE BUSEY aus MOST LIKELY TO DIE und THE DEVIL’S DOZEN) auf, welcher im Zelt von unheimlichen Legenden berichtet, die ihm von der Großmutter erzählt wurden. Schnell wird klar, dass die Geschichten Wahrheitsgehalt besitzen. Was draußen im Wald seine Kreise zieht, haust seit Jahrhunderten im Verborgenen und wurde zuvor von noch keinem Menschen gesehen. Nur warum tötet es ahnungslosen Spaziergänger, die in der Natur Erholung suchen? Die Antwort darauf lässt nicht lange auf sich warten, denn Dana trägt etwas in sich, was den geheimnisvollen Kreaturen des Waldes lieb und teuer ist.
 
 
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Die Idee zum Film kam Regisseur PATRICK REA selbst bei einem Campingausflug mit der Frau. Kaum am Lake Perry – einem See in der Nähe der Stadt Lawrence in Kansas – angekommen, beobachtete das Paar in den frühen Morgenstunden eine Auseinandersetzung zwischen zwei Campern. Als sich einer der beiden Streithähne wutentbrannt auf sein Quad schwang und beinahe das Zelt der Turteltauben streifte, rastete das Paar aus. Um sich den Ausflug nicht madig zu machen, scherzte Rea, dass es doch lustig wäre, wenn als Strafe etwas aus dem Wald kommen und die Übeltäter bestrafen würde, damit man wieder in Ruhe schlafen könne. Als man Jahre später das Drehbuch zu ARBOR DEMON verfasste, war Reas Frau schwanger. Ein Umstand, der mit in die Geschichte eingeflochten wurde und für zusätzliche Spannungen sorgen soll. Apropos Spannung: Diesbezüglich hat genannter Waldkreaturen-Horror erhebliche Startschwierigkeiten. Der Film beginnt mit gängigem Muster, lässt Camper unheimliche Geräusche hören und zeigt mysteriöse Schatten auf Fotos, die Fotografin Dana mit der Spiegelreflexkamera geschossen hat. Die vorhersehbaren Verläufe sind keine Spannungsgaranten. Trotzdem schafft ARBOR DEMON in der letzten halben Stunde die Kurve. Erst nach und nach bekommt der Zuschauer zu sehen, was sich im Gebüsch vor neugierigen Blicken versteckt. Zeigen sich die Filmbösewichte dann endlich in voller Pracht, überrascht der Einfalls- und Detailreichtum der Maskenbilder. Die verdienen Lob, denn gerade der obskuren Kostüme wegen bleibt ARBOR DEMON in Erinnerung. Trotzdem ist auch dieser Horrorfilm – trotz FIONA DOURIF als Hauptdarstellerin – kein Geheimtipp. Sieht man vom Kreaturen-Design ab, ist auch dieser Streifen auch nur ein weiterer der Sorte: Menschen werden im Wald vom Bösen verfolgt und müssen dabei ums Überleben bangen. Ob da nun Bären, Hexen, Bigfoot oder Waldwesen nach dem Leben trachten, ist letztendlich Jacke wie Hose. Handlungsverläufe fernab der üblichen Pfade hätten im Falle ARBOR DEMON vermutlich Wunder bewirken können. So ist es leider nur aufgewärmter Kaffee.
 
 


 
 
 

ARBOR DEMON – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Mutter Natur gibt – Mutter Natur nimmt. Klaustrophobischer Zelt-Horror mit einzigartigem Kreaturen-Design und subtiler Ökobotschaft. Aus ARBOR DEMON (Alternativtitel: ENCLOSURE) hätte ein wirklich sehenswerter Horrorfilm werden können, wenn man Mut zum Unkonventionellen bewiesen hätte. Die Filmbösewichte sind Bombe und zeugen von Einfallsreichtum. Leider trifft das aber nicht auf die Handlung zu. Die klaut schamlos bei Filmen wie BLAIR WITCH PROJECT, WILLOW CREEK und Konsorten. Zu sehen gibt es besorgte Protagonisten, die sich im Schutze eines Zeltes vor etwas Bösem in Sicherheit bringen müssen. Drinnen wird nicht nur vor dem da draußen gebibbert. Auch private Konflikte sorgen zusätzlich im Zelt für Spannung. ARBOR DEMON ist kein großer Wurf. Die Geschichte passt auf einen Bierdeckel, hat aber immerhin talentierte Schauspieler zu bieten, die man in vielen B-Movies oft vergebens sucht. Die retten, was zu retten ist und machen aus ARBOR DEMON zuminest solide Genre-Unterhaltung für verregnete Sonntage. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
 
 
 


 
 
 

ARBOR DEMON – Zensur

 
 
 
ARBOR DEMON hat nicht viel Brutalität zu bieten. Einen Knochenbruch gibt es zu sehen und wie einem Protagonisten mit einer Waffe ins Beim geschossen wird. Weiterhin fällt einer der Charaktere mit dem Schädel gegen ein Hirschgeweih und ein Genick wird ebenfalls gebrochen. Das alles reicht für eine umgeschnittene FSK16.
 
 
 


 
 
 

ARBOR DEMON – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Gravitas Ventures | Producer Capital Fund)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Feed the Gods (2013)
 
Willow Creek (2013)
 
The Jungle (2013)
 
The Monster (2016)


Filmkritik: „SiREN“ (2016)

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SIREN

Story

 
 
 
Ein Spin-Off des Found-Footage-Horrors: V/H/S – EINE TÖDLICHE SAMMLUNG. Darin wird eine singende Schönheit – auch Sirene genannt – zur tödlichen Gefahr für alle Männer im Film.
 
 
 


 
 
 

SIREN – Kritik

 
 
 
Wenn ein kurzer Kameraschwenk zum großen Leinwand-Wiedersehen führt. Das ist in der Welt der Kinofilme mittlerweile nicht ungewöhnliches mehr. So erhielten in den vergangenen Jahren immer mal wieder Figuren eigene Spielfilm-Abenteuer, die in anderen Werken nur in einer Nebenrolle zu sehen waren. Was aber sich vor allem im Marvel- und DC-Universum großer Beliebtheit erfreut, hat längst auch im Horrorfilm Einzug gehalten. Antiheld MACHETE wäre an dieser Stelle zu nennen. Der huschte in einem fiktiven Trailer der Bahnhofskino-Hommage GRINDHOUSE durch die Kamera. Weil der blutige Clip den Horror-Hunger beim Zuschauer weckte, musste der Machete schwingende Rächer zum Doppeltäter werden. Aus dem coolen Fake-Trailer wurden zwei Spielfilme und Hauptdarsteller DANNY TRJEO zur gefeierten Genre-Ikone. Ganz ähnlich passiert das jetzt wieder. Diesmal ist es kein fiktives Werbefilmchen, das zum Spielfilm gemacht wird. Für den Horrorstreifen SIREN musste eine der wohl erfolgreichsten Gruselanthologien der letzten Jahre herhalten. V/H/S – EINE MÖRDERISCHE SAMMLUNG entpuppte sich 2012 wegen seiner damals noch unverbrauchten Machart zum Überraschungs-Hit. Der Zuschauer bekam hier diverse Kurzgeschichten zu sehen, die wegen verrauschtem Videokassetten-Look den Eindruck erwecken sollten, als hätten hier ganz normale Menschen mysteriöse Ereignisse mit der Videokamera gedreht. Eine dieser Kurzgeschichten genannter Sammlung schimpfte sich AMATEUR NIGHT. Darin machten einige sexhungrige Freunde Bekanntschaft mit einer schüchternen Schönheit, die kurz darauf einen unstillbaren Hunger nach Menschenfleisch an den Tag legte. Weil die Episode gut ankam, war es nur eine Frage der Zeit, bis jemand auf die Idee kam, der geheimnisvollen Kreatur einen eigenen Spielfilm zu widmen. Der ist nun fertig und soll mehr Details um das männermordende Wesen preisgeben. Ob sich die Arbeiten zum Spin-Off gelohnt haben, das übrigens – nur so am Rande – ganz auf den Found-Footage-Stil verzichtet?
 
 
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SIREN erzählt praktisch das Davor oder Danach der Episode aus dem Found-Footage-Horror V/H/S. Ganz schlüssig ist das leider nicht gelöst. Trotzdem hat sich Regisseur GREGG BISHOP um kreative Antworten bemüht, damit der Horrorfilmfan mit interessanten Facetten über das mysteriöse Fabelwesen Lily versorgt werden kann. Die permanent nackt umherlaufende Frau ist definitiv nicht von dieser Welt, durchlebt sie doch im Jagdtrieb eine merkwürdige Metamorphose. Da wachsen der singenden Jungfrau plötzlich Schwanz, Flügel und spitze Zähne, was das Interesse eines Kreaturensammlers auf den Plan ruft. Der ist immer auf der Suche nach grotesken Gestalten, die er dann in seinem Prachtbau zahlenden Gästen vorführen kann. Mit genau jenem finsteren Zeitgenossen machen auch die Freunde Jonah, Mac, Rand und Elliott Bekanntschaft. Die wollten es eigentlich auf einem Junggesellenabschied so richtig krachen lassen. Doch es kommt mal wieder alles anders. Ein Fremder spielt den Kumpels die geheime Adresse eines zwielichtigen Nachtclubs zu. Kaum angekommen geht es dort drunter und drüber. Jonah begegnet hier der eingesperrten Lily und sorgt sich um das Wohlergehen der verschreckten Gestalt. Der lässt die schüchterne Dame aus ihrem Käfig, ohne zu ahnen, dass er damit die Büchse der Pandora öffnet. Die attraktive Gefangene wird zum Monster, richtet ein Blutbad an und heftet sich dankend an die Fersen ihres Retters. Der ist über die Dankbarkeit alles andere als erfreut und flüchtet vor der todbringenden Gestalt. Leider keine gute Idee, denn die Flucht vor der nach Männern gierenden Schönheit macht alles nur noch schlimmer.
 
 
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SIREN könnte man gut und gerne auch als weiteren Spielfilmableger der beliebten GESCHICHTEN AUS DER GRUFT-Serie sehen. Hier gibt es nämlich allerhand groteskes Zeug zu sehen, das bereits die TV-Serie und die dazugehörigen Kinoabenteuer so erfolgreich gemacht hat. Neben genug schwarzem Humor und zynischen Sprüchen, ist es vor allem die bitterböse Pointe am Ende des Films, mit der man sich vom üblichen Horror-Nonsens abheben will. Leider ist SIREN bei genauerer Betrachtung aber auch nichts weiter als konventionelles Horrorkino, das eher auf die schnelle Mark aus ist und mit bekannter Mixtur aus Gewalt, Schocks und dämlichen Handlungsverläufen unterhalten möchte. Das macht SIREN aber immerhin souverän, damit erst gar kein Leerlauf entsteht. Zuschauer und Protagonisten werden hier rastlos durchs Drehbuch getrieben, weshalb erst gar nicht auffällt, dass die Filmhandlung dann doch so ziemlich dünn geraten ist. Die passt auf einen Bierdeckel und scheint sich des Öfteren auch nicht im Klaren darüber zu sein, welche Figur denn nun eigentlich im Film als Identifikationsfigur für den Zuschauer dienen soll. Sonderlich tiefgründig ist keiner der Charaktere ausgearbeitet, weshalb es schwerfallen dürfte überhaupt für jemanden Sympathien zu entwickeln. Im Zuge der zügigen Inszenierung ist das aber nicht weiter tragisch. SIREN ist unterhaltsamer Popcorn-Horror ohne tieferen Sinn, der von schnellen Schnitten und guten Spezialeffekten lebt. Trotzdem sollte man nicht zu viel erwarten, denn der von CHILLER FILMS mitproduzierte Fast-Food-Horror kann nicht verbergen, wo die Ursprünge des Produktionsstudios liegen. Die Genre-Schmiede ging aus der Beliebtheit des amerikanischen TV-Senders CHILLER hervor. Der zeigt seit 2007 Thriller- und Horrormaterial – oftmals sogar in Eigenproduktion. Irgendwo dort lässt sich auch SIREN einordnen, der straffen aber auch überraschend blutarmen Horror auf TV-Niveau zelebriert. Für einen kurzen Mitternachtssnack reicht Gezeigtes aber allemal.
 
 
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SIREN – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Kurzweiliger und rasant inszenierter Grusel-Horror mit geheimnisvollem Filmmonster aber überraschend zurückhaltendem Blutzoll. SIREN ist ein Kurzfilm, der krampfhaft auf Spielfilmlänge geblasen wurde, aber eine Geschichte erzählt, die man hätte auch in 30 Minuten abhandeln hätte können. Große Horrorfilmkunst ist SIREN keineswegs. Hier wird von einer Kreatur aus der griechischen Mythologie berichtet, die Männer mit ihrem Gesang verzaubert und damit ins Verderben stürzt. Anders als in den vielen Fabeln, wo im Meer singende Sirenen bevorzugt Seefahrer in den Tod gerissen haben, erhält die heimtückische Fabelkreatur in diesem Film ein neues, modernes Gesicht. Dank sehenswerten Make-up-Künsten ist der Horrorfilm auch über weite Strecken ganz passabel geraten, weil GREGG BISHOP zusätzlich aufs Gaspedal tritt, als gäbe es keinen Morgen mehr. Der konnte für sein Spin-Off einer Episode der Kurzgeschichtensammlung V/H/S – EINE MÖRDERISCHE SAMMLUNG noch einmal die gleiche Schauspielerin gewinnen, die auch schon dort im Segment AMATEUR NIGHT als mordende Sirene triebgesteuerten Männern nach dem Leben trachtete. Ein guter Schachzug – wie wir finden – denn dank der hervorragenden Leistungen von HANNAH FIERMAN geht von dem unberechenbaren Filmmonster eine gewisse Faszination aus. Weil das griechische Fabelwesen im Vergleich zu den vielen Serienmördern, Zombies und Geistern eine wohlwollende Abwechslung darstellt, kann man davon ausgehen, dass SIREN mit Sicherheit eine Fortsetzung erhalten wird. Angesichts vieler offener Fragen, die Filmemacher GREGG BISHOP (bewußt?) unbeantwortet gelassen hat, ist ein Sequel ohnehin unvermeidlich.
 
 


 
 
 

SIREN – Zensur

 
 
 
Was im Trailer reißerisch beworben wird, ist im Film nur ein laues Lüftchen. Wer hier meint, dass es so richtig ans Eingemachte geht und die Gewaltkeule geschwungen wird, dürfte so ziemlich schnell dumm aus der Wäsche schauen. Die meisten Morde der singenden Lily passieren im Off. Das bedeutet, dass man meist nur ein Schmatzen aus der Ferne hört oder entsetzte Gesichter sieht, die die Überfälle der mordenden Kreatur stumm beiwohnen. Ansonsten gibt es einen Kehlenschnitt, ein übel zugerichtetes Gesicht und eine abgeschlagene Kniescheibe zu sehen. Sonderlich brutal ist der Film nicht. SIREN ist ein todsicherer FSK16-Kandidat.

 
 
 


 
 
 

SIREN – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

(echte für Abbildungen und Trailer liegen bei CHILLER FILMS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Siren – Verführung ist mörderisch (2010)
 
Der Todesengel aus der Tiefe (2001)
 
Nymph (2014)