Filmkritik: „Hatchet for the Honeymoon“ (1970)

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HATCHET FOR THE HONEYMOON

(RED WEDDING NIGHT | IL ROSSO SEGNO DELLA FOLLIA)

Story

 
 
 
Der Chef eines wohlhabenden Modehauses hat mit einem Kindheitstrauma zu kämpfen und kommt diesem nur näher, wenn er weiterhin junge Frauen umbringt…

 
 
 


 
 
 

HATCHET FOR THE HONEYMOON – Kritik

 
 
Wer Dario Argento seinen Lieblingsregisseur nennt, der sollte vermutlich schon früher einmal einen Mario Bava-Film gesehen haben, doch tatsächlich ist mir diese Freude bisher verwehrt geblieben, um nun also mit „Il Rosso segno della Follia“ aka. „Hatchet for Honeymoon“ aka „Red Wedding Night“ meinen Einstieg zu wagen. Mit zwischen sich verwischenden Farb- oder Blutspitzern auf Erde (oder Asche) aufblitzenden Porträts zu einer endlos schönen Score mit betörenden Trompeten gestaltet sich die dreiminütige Opening-Credit-Sequenz als neugierig machende, ästhetische Einstimmung, unvermittelt darauf rast ein Zug auf den Zuschauer und bereitet viszerale Kameraarbeit vor, bei der der Meister selber Hand angelegt hat. Modern wirkende, schnelle Schnitte spiegelnder Gesichter mahnen innerhalb von Sekunden an expressionistische Giallo-Sequenzen an, in der Tat inszeniert sich nun in verträumten, verzerrten Bildern mit hyperrealistisch stilisiertem Blut ein Doppelmord, in dem 7 Minuten lang bis auf „John!“ kein Dialog zu hören ist.
 
 
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John Harrington, so informiert uns ein Voiceover und laut dem gelungenem, 10-minütigen Bonusvideos von Marcus Stiglegger, ein Hitchcock-Verweis anhand eines Monologs über das Leben von Fliegen bzw. Insekten allgemein, der mich an Lees nächtliche Schneckenszene aus „The Wicker Man“ erinnert hat, heißt unser Protagonist und schnell offenbart er uns, dass er von Erinnerungen geplagt wird und aufgrund dieser bereits fünf Frauen umgebracht hat, die rund um sein Brautmodegeschäft vergraben liegen. Die zu Recht eifersüchtige Frau des in wunderbar farbenfrohen, grellen early 70s-Hemden posiernden Playboys schläft laut eigener Aussage nie und erwähnt recht nebensächlich dass sie zur einer Seance eingeladen wurde, das bildhübsche neue Model Helen schneit auch vorbei und biedert sich erfolgreich an. Ein großartig dekoriertes Set voller Schaufensterpuppen sorgt für eindrucksvolle Bilder, abseits des Ästhetikempfindens zieht sich der Film hier allerdings bereits nach knappen 18 Minuten, da John hier minutenlang „nur“ eine Puppe küsst und seine Mordwaffe präsentiert, das titelgebende Beil…
 
 
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Nachdem die Seance wenig ereignisvoll verläuft, besucht Inspektor Russel Johns Gewächshaus und lässt in blumigen Metaphern hervorschimmern, dass er dem umtriebigen Modelmörder längst auf der Schliche zu sein scheint. John wirkt überheblich unbekümmert und erinnert zu 70s-Reißzooms nur an den „richtigen Dünger“, die reizvolle Atmosphäre zwischen den Ermittlungen, der selbstüberhöhten, narzisstischen aber verstörten Darstellung Johns, dem schwarzen Humor und der Giallo-Ästhetik wird dabei durch eine nahezu experimentelle Score unterstützt, die spieluhrartige Melodien und an Italowestern erinnernde, große Gefühle mit schrillen E-Gitarrenriffs kontrastiert, die punktuell unfreiwillig komisch wirken können. In dem Ofen „für die Blätter“, der aber scheinbar in der Lage ist, menschliche Knochen zu verbrennen, den man eben so stehen hat im Gewächshaus, verbrennt John sein nächstes Opfer und kommt seinem Trauma wieder näher, als Zuschauer habe ich einzig durch generelles Genre-Vorwissen jetzt schon erraten können, wie sich sein Trauma wohl auflösen wird, was der Dramaturgie nicht in die Hände spielt. Die verzerrenden Spiegelbilder in bunten Farben und schneller Schnittfolge hingegen sind erneut als visuelles Schmankerl hervorzuheben – bitter nötig auch um die folgenden Szenen auszugleichen, in der partout nicht auf den Punkt kommen oder die Story weitertreiben wollende Dialoge die optisch ansprechenden Szenen inhaltlich sinnlos dehnen, während das zu oft genutzte, wenn auch harmonische Hauptstück des Soundtracks unpassenderweise auch in einer Clubszene gespielt wird, in der Leute wild tanzen.
 
 
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Leicht überlagernde Tonspuren sorgen für falsche Erwartungen, die Bava freudig mit überraschend-schwarzhumorigen Bildschnitten unterwandert oder enttäuscht, das perfideste und prägnanteste Bild des Films dürfte dann die deutlich an „Tenebre“ oder „Suspiria“ erinnernde Szene sein, in der die kunstvoll blutende und ausgestreckte Hand eines Opfers sich mitten zwischen den suchenden Inspektoren spiegelt, die ahnungslos unter der sterbenden Person liegen. Waren die Szenenverläufe bis zu diesem Zeitpunkt, etwa der 50-Minutenmarke, noch allzu vorhersehbar bis repetitiv und schienen zu geradlinig auf ihr Finale zuzusteuern, so überrascht Bava nun mit einem neuen Genreelement, das die Dynamik des Films ändert und einerseits für Verlaufsspannung sorgt, andererseits aber auch eine groteske Note mit sich bringt, die sich für mich nicht ganz in die Tonalität des Films gefügt hat. So läuft beim zweiten Clubbesuch zwar passend funkige und schnelle Musik, dafür aber ist der Besuch selber recht absurd in seiner Bildsprache, auch wirkt die Thematik plötzlich weniger seriös und beängstigend und deutlich ähnlicher einer „Geschichten aus der Gruft“-Folge, die auf teils abstrusen, unterhaltsamen Grusel aus ist. Die entfesselte Kameraführung entlang der malerischen Sets, die zahlreichen Schwenks und Neigungen sowie spannende Winkel vertrösten, das Finale kann mit poetisch-romantischem Dialog aufwarten und der gekonnte Schnitt sorgt für reibungslose, inspirierende Übergänge – dazu wird der Soundtrack so dissonanz und ambient-ähnlich wie noch nie. Doch wenn am Ende eine letzte, optisch sehr ansprechende Sequenz zum ein letztes Mal triumphal aufkommendem Soundtrack präsentiert wird, überwiegt leider nicht der Eindruck eines Films der so wild oder expressionistisch war, wie seine besten Passagen.
 
 
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Schauspielerische Extrapunkte dürften Genrefans gut und gerne nicht nur für die unterkühlte, charmante und überzeugend soziopathische, wenn auch nie sonderlich nahe gehende Performance von Stephen Forsythe vergeben, sondern zweifelsohne auch für die umwerfende Genrediva Dagmar Lassander als Helen und Laura Betti, einer Grande Dame des italienischen Kinos, als Johns Frau. Dass dieser so geradlinig und minimalistisch wirkende Film an Argento sowie Geschichten aus der Gruft, an eine Mörderkomödie ebenso wie an ein ernstes Psychodrama erinnern würde, hätte ich nach den teilweise sehr schleppenden, ersten 60 Minuten nicht gedacht und sehenswert kurios vermischt auf Genre- sowie tonaler Ebene ist „Hatchet for Honeymoon“ definitiv – nur von einem dramaturgisch versierten Film kann schwerlich geredet werden.
 
 
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HATCHET FOR THE HONEYMOON – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Wunderschöne Stilübung mit Kostümen, Perspektiven, Setdesigns und expressionistischen Morden zum Verlieben, ein wichtiger Film für Giallo-Fans und ein sehenswerter Bava zweifelsohne – doch so verziert die Rahmenbedingungen, so mager das Script, das weder als ernstes Psychodrama, noch als Thriller je wirklich klappt und zu langsam erzählt wird. Fast sieben, nach erster Sichtung aber „nur“ 6/10.
 
 


 
 
 

HATCHET FOR THE HONEYMOON – Zensur

 
 
 
Die Veröffentlichung von „Hatchet for the Honeymoon“ erschien hierzulande stets ungeschnitten. Das war auf VHS so und ändert sich auch auf der jetzt erhältlichen Blu-ray des Kassikers nicht. Der wurde sogar neu geprüft und ist bereits für Zwölfjährige geeignet.
 
 
 


 
 
 

HATCHET FOR THE HONEYMOON – Deutsche Blu-ray

 
 
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(c) Wicked-Vision (Mediabook – Cover A – auf 888 Exemplare limitiert)

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(c) Wicked-Vision (Mediabook – Cover B – auf 444 Exemplare limitiert)

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(c) Wicked-Vision (Mediabook – Blu-ray KeepCase Erstauflage)

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(c) Wicked-Vision (Mediabook – Blu-ray KeepCase Zweitauflage)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Il rosso segno della follia; Italien | Spanien 1970

Genre: Horror, Mystery, Krimil

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Italienisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook | KeepCase

Extras: Deutscher Audiokommentar von Bava- Experte Pelle Felsch, Vorwort von Schauspielerin Dagmar Lassander, „A Hatchet for Dagmar“: brandneues & exklusives Interview mit Schauspielerin Dagmar Lassander, „My Dying Bride“: brandneues & exklusives Video-Feature mit Prof. Dr. Marcus Stiglegger, Deutsche Titel- & Endsequenz, Italienische Titel- & Endsequenz,Spanischer Werberatschläge, Fotobuste (Italienischer Aushang), Artwork Galerie, Hidden Features, Originatrailer, Trailershow | zusätzlich im Mediabook: DVD mit dem Hauptfilm, 24-seitiges Booklet mit Text von Dr. Marcus Stiglegger

Release-Termin: Mediabook: 30.03.2016 | KeepCase-Erstauflage: 30.03.2016 | KeepCase-Zweitauflage: 25.05.2020

 

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HATCHET FOR THE HONEYMOON – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken und Packshots liegen bei Wicked-Vision)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Blutige Seide (1964)
 
The Girl Who Knew Too Much (1963)
 
Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (1970)
 
Tenebrae (1982)
 

Filmkritik: „Crash“ (1996)

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CRASH

Story

 
 
 

James Ballard (der damals noch attraktive James Spader) hat Stress mit seiner Gattin. Das anstrengende Modell der offenen Beziehung wird zelebriert, trotzdem ist alles doof. Nach einem Unfall gerät Ballard an den perversen Dr. Vaughan, dem die orthopädische Beinschiene des jungen Mannes auffallend gut gefällt. Über Vaughan geraten die Ballards in die Szene von Irren, die einen Fetisch für Unfallfotos hegen und sich auch selbst in Autounfälle verwickeln, schlichtweg weil es sie geil macht. Da ist der Tod bloß ein mehr oder weniger angenehmer Nebeneffekt. Was für ein Film!

 
 
 


 
 
 

CRASH – Kritik

 
 
 
Das Spiel heißt „Symphorophilie“. Man lernt hier auch als Autor nicht aus. Jene S. bezeichnet den sexuellen Lustgewinn durch das Betrachten von Tragödien oder Katastrophen. Grinsen beim Tippen. Erinnerung an den heimlichen Comedy-Roman des stinkeligen Marquis de S., „Die 120. Tage von Sodom“ natürlich, auf dessen kakophonischem Final-Spurt der wahnwitzige Satz „er entlud sich, während er das Gemälde eines Vulkanausbruchs betrachtete“ zur Erwähnung kommt. Schwindelerregend behämmert ist da der Lesespaß und bemitleidenswert simpel jene unserer Mitmenschlein, die in solchem Provokations-Mumpitz auch nur ein Körnchen Ernsthaftigkeit vermuten wollen. Die Protagonisten von „Crash“ sind Symphorophile mit einer wahrlich unappetitlichen Kante der Moderne obendrein dazu. Bestialische Autounfälle stellen den ganz speziellen Fick-Kick jener gelangweilten Bande von dekadenten Zivilisations-Opfern dar. Doch keine Gemälde von Naturkatastrophen sind’s hier, nein, zermatschte menschliche Leiber, auf perverse Art sexualisiert ineinander verschlungen mit den durch brutale Aufprall-Gewalt deformierten Bauteilen internationaler Autoingenieurs-Kunst.
 
 
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Da ist sie wieder: die Sache mit dem Body-Horror als Lehre von der Vernichtung des Menschen. Für einen Autor vom Kaliber J.G. Ballards muss schon jemand ran, den die filmhistorische Fachliteratur gewöhnlich als Schöpfer des so gern benutzten Begriffs oder Subgenres „Body Horror“ aufzuführen pflegt: Niemand anderes als David Cronenberg ist natürlich gemeint. Der kanadische Misanthrop sorgt seit den Siebzigern dafür, dass die Skalpelle der Körperzerstörung auch tödliche Schnitte in der unsterblichen Seele hinterlassen. Das gilt für die bedauernswerten Protagonisten seiner Filme genau wie für das Publikum seiner Kinofilme. In seiner dystopischen Science-Fiction-Parabel „Scanners“ lassen telekinetisch begabte Menschen die Köpfe ihrer Feinde zum Zerplatzen bringen. Bei „Die Unzertrennlichen“ und „Die Fliege“ geht es um eine außer Kontrolle geratene und sich zum Schöpfer-Gott aufgeschwungene Wissenschaft, die abseits moralischer und ethischer Normen vollends die Menschlichkeit verliert. Oder sein unumstößliches Frühachtziger-Meisterwerk „Videodrom“, in der in völliger Gottlosigkeit einer Gegenwart des Verfalls neue Menschen kreiert: „Long live the new flesh!“ heißt es dort in unglaublich Hinterhalts-faschistischer Wucht. „Crash“ ist einer seiner letzten Filme, die sich dem, was unter Körperhorror laufen dürfte, widmen. Das „Neue Fleisch“ bei „Crash“ ist eine sterbende Masse zerfetzter Menschen, verbunden mit Chrom und Stahl. Man denkt an Shinya Tsukamotos japanische Maschinenmenschen-Granate „Tetsuo – The Iron Man“ aus den kokain- und wahnsinnsgetriebenen achtziger Jahren. Nur eleganter, ruhiger und ohne comichafte Überzeichnungen gefilmt. Eher eine Meditation über die pure Perversion des Lustgewinns durch körperliche Zertrümmerung.
 
 
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Autor der Buchvorlage ist J.G. Ballard (1939 – 2009). Der arme Mann befindet gegenwärtig an unheimlichen Rand des öffentlichen Vergessenwerdens. Das war beileibe nicht immer so. Der in Shanghai geborene Brite gilt zeitweise als Fackelträger einer neuen Schule der Science-Fiction. Seine Romane mit postapokalytischen Settings zählen zu den Favoriten einer amphetamin-aufgeladenen Generation von Lesern. In der Tradition großer Autoren der Phantastik halten sie dem Leser einen Spiegel vor Augen, nutzen den Kunstgriff, Verhalten und Irrungen der Gegenwart in Zukunftsvisionen zu karikieren. Sozialkritisch auch sein Roman „High-Rise“, der erst 2015 vom großartigen Ben Wheatley verfilmt wird. „Crash“ entstammt Ballards Phase von Horror-Kurzgeschichten mit drastischen Gewaltszenarien und deftigen Verknüpfungen dieser Gewalt mit Sex-Fantasien im Mittelpunkt.
 
 
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CRASH – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
„Crash“ ist ein Film, dessen schlechtes Standing uns ratlos zurücklässt. Es muss wohl an der hiesigen Veröffentlichungspolitik liegen, aufgrund derer der Film nach seiner halbwegs erfolgreichen Kinoauswertung 1996 so untergegangen ist. Schon auf VHS war er nicht leicht zu bekommen, DVDs waren ebenfalls rar gesät. Anders können wir uns nicht erklären, wie die vergiftend dichte und harte Verfilmung einer Story von J.G. Ballard durch David Cronenberg nicht verbreiteter und bekannter ist. Die neue Scheibe gehört in den Schrank jedes Horrorfans, der sich auch mal in die feuchten Keller grausigster Psychosen wagt und nicht nur Gore oder Jump Scares als Merkmale des Genres einfordert.
 
 
 


 
 
 

CRASH – Zensur

 
 
 
„Crash“ erhielt für eine Kinoaufführung in den USA eine NC-17-Freigabe und wurde für ein R-Rating um einige Szenen entschärft. Hierzulande bekam die NC-17-Fassung in ungeschnittener Form eine FSK 18-Einstufung. Diese Fassung wurde 2012 erneut der FSK vorgelegt. Letztere attestierte „Keine Jugendfreigabe“. Demzufolge kann der Streifen nun nicht mehr indiziert werden. Diese Fassung ist nun auch auf der erhältlichen Blu-ray von TURBINE MEDIEN enthalten. Sammler können bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

CRASH – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Turbine Medien (limitiertes Mediabook Cover A – Blu-ray + DVD)

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(c) Turbine Medien (limitiertes Mediabook Cover B – Blu-ray + DVD)

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(c) Turbine Medien (limitiertes Mediabook – Blu-ray + UHD + DVD)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Crash; Kanada 1996

Genre: Drama, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.66:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 100 Min.

FSK: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook

Extras: Brandneue 4K-Abtastung vom original Kamera-Negativ unter der Aufsicht von David Cronenberg und DoP Peter Suschitzky, 40-seitiges Booklet mit einem Text von Christoph N. Kellerbach & Stefan Jung, Neue Interviews in HD (ca. 140 Min.): Talk mit Viggo Mortensen & David Cronenberg (HD, ca. 52 Min.), Peter Suschitzky, Kameramann (HD, ca. 20 Min.), Jeremy Thomas, Produzent (HD, ca.17 Min.), Howard Shore, Komponist (HD, ca. 23. Min.), Deirdre Bowen, Casting Director (HD, ca. 27 Min.), Interviews zum Kinostart mit den Macherns & Stars (ca. 22 Min.), Hinter den Kulissen (ca. 11. Min.), Kurzfilme von David Cronenberg: The Nest (ca. 9 Min.), Camera (ca. 6 Min.), At the Suicide of the Last Jew in the World in the Last Cinema in the World (ca. 4 Min.), Hauptfilm auf DVD.

Veröffentlichung: Mediabook: 22.05.2020

 
 

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CRASH – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei TURBINE MEDIEN)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Videodrome (1983)
 
Boxing Helena (1993)
 
Excision (2012)
 

Filmkritik: „Foxy Brown“ (1974)

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FOXY BROWN

Story

 
 
 
Foxy Brown, eine selbstbestimmte junge Frau, nimmt einen Job als hochklassige Prostituierte an, um sich an den Gangstern zu rächen, die ihren Freund ermordet haben.

 
 
 


 
 
 

FOXY BROWN – Kritik

 
 
„That’s my sister baby and she’s a whole lot of woman!“
 
Die längsten Reviews sind meist die, in denen man vom allgemeinen Konsens abweicht, eine Außenseitermeinung einnimmt und diese argumentativ belegen muss, um nicht als Troll abgestempelt zu werden – jeder weiß, dass gewisse Werke als großes Kulturgut und guter Film angesehen wird, also warum ellenlang ins immer gleiche Horn blasen? Loblieder über Jack Hills kultigen Blaxploitationklassiker „Foxy Brown“, Abhandlungen über seine Priorität im us-amerikanischen-Indiekino sowie den Gegenpol zur chauvinistisch-rassistischen Repräsentation schwarzer Frauen im Kino zur Zeit gibt es bereits zu Genüge, auch habe ich nicht viel an diesem Werk zu bemängeln – wir können uns also kurz halten.
 
„Baby, jail is where some of the finest people I know are these days.”
 
Vor Jahren bereits einmalig auf DVD gesehen und als nett, aber schwächer als „Coffy“ abgetan, war „Foxy Brown“ nun, auf Blu-ray, definitiv eine Neuentdeckung wert und genau die Art Film, die man sich vermutlich immer vorstellt. Im bunt leuchtenden Intro wird zu der wunderbar lebendigen, funkigen Score von Willie Hutch silhouettenhaft sowie erotisch getanzt, was folgt sind 88 Minuten reinrassige Rachekost, die Sozialkritik gerne direkt und unverblümt in griffigen Dialogen auf den Punkt bringt und abseits davon, gerade auf Blu-ray, mit einem wunderbaren Set- und Kostümdesign punktet, das den Zeitgeist nur so atmet. Pam Grier spielt die toughe badass mama charismatisch und wird immer wieder in bildhübschen Kleidern präsentiert, im Nebencast sind gerade die wunderbar gemeinen Antagonisten zu nennen, die natürlich zwischen korrupten Anzugträgern und sexuell aufgeladen devianten, pseudonoblen, stinkreichen Karikaturen schwanken.
 
„We’re gonna kill us a couple of niggas!“
 
O-Ton-Pflicht und Slang sind natürlich allgegenwärtig, Sid Haig im sportlichen 70s-Dress hat sichtlich Spaß daran, von Grier angeflirtet zu werden und in diesem so kleinen und unschuldigen und doch so stilprägendem Film Geschichte zu schreiben. „I don’t know, vigilante justice?“ – „It’s as American as apple pie!“ lautet die schlagkräftige Devise unserer Pistole im Afro versteckenden Heldin und wenn es nach einem recht gemütlichem Aufbau mal zu Action kommt, macht diese auch tatsächlich Spaß: Foxy verpügelt eine ganze Kneipe, kaum ist das überlebt kommt annährend blutige Action und bei allen exploitation-Wurzeln kommt der Film insgesamt überraschend zahm daher und driftet nie in eklig selbstzweckhafte Gefilde ab, ohne dass es negativ auffalle. So wird Pam Griers nackter Körper z.B. immer wieder geteast, unscharf oder im Hintergrund oder halb erhascht man ihre Brust, doch gieriges, ewiges Verweilen der Kamera, auffallend voyeuristische Perspektiven oder leere Sex/Gewaltszenen, die nur eben dafür existieren und den Flow des Films aufhalten, sucht man Gott sei Dank vergeblich. Geschmackvoll erotisch, selbstbewusst, frech, mutig, spaßig und kurzweilig als Gesamtpaket, hätte Foxy Brown imo als 80-Minüter doch besser geklappt, da sich szenenweise immer wieder leichte Längen einschleichen – auch das Schauspiel hapert natürlich hier und da, nicht jede Zeile passt perfekt – doch es stört nicht, denn für gelackte Perfektion schau ich diese Filme sicher nicht.
 
 
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Sozial ungerecht behandelte Underdogs in bunt leuchtenden Farben rächen sich zwischen fiesen Kapitalisten und leicht bekleideten Damen gegen den korrupten Staat, dazu Ohrwurm-Funk und Soul zum Mitsingen, so gelungen restauriert dass man jede Wimper zählen kann – was gibt es daran nicht zu mögen? Mehr noch, abseits des offensichtlichen Plots und der starken Protagonistin könnte man gar noch von einem feministischen Rape & Revenge-Film reden, da auch hier tatsächlich eine Vergewaltigung vorkommt, aber nie ausgebeutet oder gezeigt wird – die Konsequenzen bzw. Rache aber sehr wohl, in drastischen Bildern. Das Finale mag vielleicht etwas zu comichaft übertrieben sein, auch die Szene mit dem Richter ggf. etwas zu albern – aber genau diese Mischung macht den Film auch aus, er hat das Herz am rechten Fleck und sollte von jedem Filmfan mit –ploitation-Interesse mal gesehen werden.
 
 
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FOXY BROWN – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
Foxy Brown ist kein perfekter Film, einen Tacken zu lang und natürlich ein Stück weit vorhersehbar – aber gleichzeitig immer noch genau so cool, funky, kurzweilig, kick-ass, wichtig und sehenswert wie vor mittlerweile fast 50 Jahren. Knappe 8/10.
 
 


 
 
 

FOXY BROWN – Zensur

 
 
 
Alle Veröffentlichungen von „Foxy Brown“ waren bisher ungeschnitten und frei ab 18 Jahren. Das hat sich auch bei der HD-Auswertung des Titels nichts geändert. Die deutsche Blu-ray besitzt den roten FSK-Sticker und ist komplett.
 
 
 


 
 
 

FOXY BROWN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Jakob GmbH (Blu-ray im Mediabook auf 1000 Stück limitiert)

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(c) Studio Hamburg (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Foxy Brown; USA 1974

Genre: Thriller, Action, Krimis

Ton: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.77:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow | zusätzlich im Mediabook: 16-seitiges Booklet, Hauptfilm zusätzlich auf DVD

Release-Termin: Mediabook: 28.03.2020 | KeepCase: 24.04.2020

 

Foxy Brown [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Foxy Brown [Blu-ray im Mediabook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

FOXY BROWN – Trailer

 
 


 
 
 

Dr. Barry Nyle

(Rechte für Grafiken liegen bei Studio Hamburg)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Coffy – die Raubkatze (1973)
 
Superfly (2018)
 
Shaft (2019)
 
Ein Fall für Cleopatra Jones (1973)
 
Jackie Brown (1997)
 
Black Dynamite (2009)
 

Filmkritik: „Romeo Is Bleeding“ (1993)

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ROMEO IS BLEEDING

Story

 
 
 

Verzwickte Sache. ROMEO IS BLEEDING ist ein klassischer Fall von Film, dessen allzu ausführliche Inhaltsangabe dem neuen Zuschauer den Spaß komplett verderben würde. Also dann in knapp: Gary Oldman spielt den in alle Richtungen korrupten Polizisten Jack Grimaldi, der sich mit der falschen Mafia-Killerin einlässt. Diese tödliche Dame ist nicht nur im Umgang mit Schusswaffen gefährlich, sondern versteht sich auch im Verwenden von Informationen, mit denen sie dem moralisch wackelig dastehenden Gesetzeshüter das Leben völlig zerstören kann.

 
 
 


 
 
 

ROMEO IS BLEEDING – Kritik

 
 
 
Seinerzeit kann ROMEO IS BLEEDING so gut wie gar nicht einsortiert werden. In der Konsequenz sind die Zuschauerzahlen in den Kinos fürchterlich niedrig – erst in der nachfolgenden Videotheken-Verwertung sieht die Sache besser aus. Wohlwollend gestimmte Kritiker zumindest sehen in Peter Medaks Film einen Wegweiser in Richtung verschiedener ultra-brutaler und sich der vorausgegangenen Filmgeschichte bewusster Thriller, wie sie kurz darauf, in der Nachfolge von PULP FICTION zum Rückgrat der Filmindustrie werden sollten. Genauestens beobachtete, am Film Noir geschulte Handlungsfäden, die sehenden Auges in die Vernichtung der Charaktere führen, münden in exzessiven Gewaltausbrüchen. Eine graphisch präsentierte Brutalität, die das Publikum 1993 schlicht so kalt erwischt, dass der nach einem Song des unbesiegbaren und damals noch nicht unbedingt gehypten Tom Waits benannte Film regelrecht unter negativer Mundpropaganda zu leiden hat. Es ist eine Schande, findet hier doch bereits die Verbindung zwischen wasserdicht gescripteten Noir-Strukturen und sadistischen Austickern statt, die 1995 mit dem Fifties-Remake KISS OF DEATH zu Aufmerksamkeit und 1997 mit L.A. CONFIDENTIAL gar zu Oscar-Ehren kommen wird. Vom Elefanten im Raum, Quentin Tarantinos PULP FICTION nämlich, ganz zu schweigen.
 
 
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Gary Oldman, heute natürlich anerkannt als einer der größten lebenden Charakterdarsteller des Kinobetriebs, stellt sich in jenen Tagen, erste Hälfte der Neunziger, ein Portfolio von Rollen zusammen, auf denen sich sein späterer Ruhm begründen wird. Da wäre unstrittig seine Interpretation des Grafen DRACULA – in allen Mutationen, die er in Coppolas Film durchläuft, der grausam-psychotische Dreadlock-Zuhälter Drexel in TRUE ROMANCE oder der noch irrere Junkie-Bulle in LEON – DER PROFI. Sein Officer Grimaldi hier weist in seiner Hilflosigkeit und schließlich fatalen Zerrissenheit schon auf seine ruhiger angelegten Rollen der Zukunft hin und demonstriert die schauspielerische Tiefe und Vielseitigkeit des Iren.
Peter Medak, der in Ungarn geborene Regisseur am Werke, ist eigentlich in so gut wie jedem Genre zuhause. Ein echter Routinier kann man sagen. Sein größter Treffer im Horror-Genre ist 1980 THE CHANGELING, ein bei uns als DAS GRAUEN vermarkteter Geisterfilm mit dem großen George C. Scott, der nicht zu Unrecht als einer der gruseligsten seiner Zunft gilt.
 
 
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ROMEO IS BLEEDING – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Peter Medaks schweinisch harter Versuch, den Film Noir in die 90er zu übertragen, sieht nach fast dreißig Jahren besser aus denn je. Damals stellt er sein Publikum vor ein Rätsel. Heute – dreihundert echte und gefälschte Tarantino-Filme später – dürfte die historische Rolle des Thrillers unbestreitbar sein: So gut wie jeder moderne Gangster- oder Polizeifilm, der sich drastischer Gewaltsequenzen bedient, trägt Spuren von ROMEO IS BLEEDING in seiner DNS.
 
 
 


 
 
 

ROMEO IS BLEEDING – Zensur

 
 
 
ROMEO IS BLEEDING erhielt für eine Kinoaufführung im Jahre 1994 eine Erwachsenenfreigabe (FSK18). Diese war ungeschnitten. Später folgte eine ebenso ungeschnittene Fassung auf VHS. Neben dieser lies man auch eine um fünf Minuten gekürzte Version anfertigen, für welche man eine FSK16 erhielt. Diese fand man ziemlich oft in den Videoregalen der Kaufhäuser. Eine noch stärker geschnittene TV-Fassung lief sogar im Fernsehen. Bei dieser fehlten geschlagene zehn Minuten an Filmmaterial. Mit dem Siegeszug der DVD erschien ROMEO IS BLEEDING im Jahr 2000 über EUROVIDEO wahlweise in einer gekürzten FSK16- oder eine ungeschnittenen FSK18-Version auf DVD. Nun hat es der Thriller auch ins HD-Zeitalter geschafft. Erst brachte NSM RECORDS den Streifen ungeprüft im Jahr 2019 im Blu-ray/DVD-Mediabook. Danach ließ das Label den Film neu prüfen und bekam von der FSK eine Freigabe ab 16 Jahren in ungeschnittener Form. Diese Filmfassung befindet sich im praktischen Blu-ray-Steelbook, das man nun im deutschen Handel kaufen kann.
 
 
 


 
 
 

ROMEO IS BLEEDING – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Blu-ray Steelbook)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover A – auf 333 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover B – auf 444 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover C – auf 111 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover D – auf 111 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Romeo Is Bleeding; Großbritannien | USA 1993

Genre: Thriller, Action, Drama, Krimis

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 110 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Steelbook | Mediabook

Extras: Deutscher Trailer, Originaltrailer | zusätzlich im Mediabook: 16 seitiges Booklet mit Text von Daniel Wagner und den Film auf DVD

Veröffentlichung: Mediabooks: 30.04.2019 | Steelbook: 31.01.2020

 
 
NSM hat vier limitierte und von der FSK ungeprüfte Mediabooks mit zusätzlichem Booklet zum Film im deutschsprachigen Ausland veröffentlicht. Seit Januar 2020 kann man ROMEO IS BLEEDING auch in Deutschland als Blu-ray im Steelbook im Handel erwerben und muss keine Umwege über das deutschsprachige Ausland in Kauf nehmen. Die darin enthaltene Filmfassung ist selbstverständlich ungeschnitten und ist frei ab 16 Jahren.
 
 

Romeo is Bleeding [Blu-ray im Steelbook] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

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ROMEO IS BLEEDING – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Kiss of Death (1995)
 
L.A. Confidential (1997)