Filmkritik: „RAW“ (2016)

raw-2016-poster
 
 
 

RAW

(GRAVE)

Story

 
 
 

Eine überzeugte Vegetarierin verwandelt sich zur leidenschaftlichen Fleischesserin und richtet damit Unheil an.

 
 
 


 
 
 

RAW – Kritik

 
 
 
Man darf nicht immer alles glauben, was über Filme geschrieben wird. Was oft in Klatsch- und Tratschblättern ins Absurdum getrieben wird, damit mit den Schicksalen anderer Kasse gemacht werden kann, findet auch gut und gern mal in der Filmszene Verwendung, um den Kauf von Kinotickets anzukurbeln. So geschehen zur Weltpremiere des französischen Horror-Dramas RAW. Schenkt man nämlich Berichten Glauben, die im Internet die Runde machen, soll der Streifen so heftig sein, dass Zuschauer bei der Uraufführung in Cannes schockiert aus dem Kinosaal liefen. Doch es geht noch krasser. Als der Streifen zum Filmfestival im kanadischen Toronto gezeigt wurde, wurde sogar medizinische Betreuung benötigt, weil Zuschauer wegen unappetitlicher Szenen in Ohnmacht gefallen sein sollen. Das ist vermutlich absoluter Unfug, aber immerhin cleveres PR, um RAW bei Horrorfans interessant machen zu können. Letztere sollten sich aber von der verheißungsvollen Werbung nicht blenden lassen. RAW hat nämlich kaum Schauwerte zu bieten und ist ohnehin mehr Drama statt Horror. Regisseurin JULIA DUCOURNAU hält von reißerischen Grausamkeiten Abstand und verfolgt andere Intensionen. Damit macht sie alles richtig – auch wenn gleichzeitig enttäuschte Gesichter vorprogrammiert sein dürften, weil Frankreich in Sachen Horror seit Jahren einen härteren Kurs verfolgt.
 
 
raw-2016-bild-2
 
 
Ein neuer Lebensabschnitt bringt nicht selten neue Probleme mit sich. Diese Erfahrung muss auch die verschlossene Musterschülerin Justine (GARANCE MARILLIER) machen, die ihr Studium an einem Institut für Tiermedizin beginnt und es alles andere als leicht hat. Nicht nur, dass sie als Neuling die Demütigungen älterer Kommilitonen über sich ergehen lassen muss. Auch der Speiseplan an der Uni-Mensa hat mit dem von Hotel Mama nur wenig gemein. Hier isst man mit Vorliebe gebratenes Fleisch, was für die überzeugte Vegetarierin zum größten Problem wird. Leider nimmt auf Gaumenfreuden hier niemand Rücksicht – nicht einmal die eigene Schwester. Die stopft der verunsicherten Justine bei einem Aufnahmeritual eingelegte Hasennieren in den Mund und weckt somit neue Instinkte in der schüchternen Studentin. Leider führt die neue Vorliebe nach Fleisch zu Komplikationen. Einmal gekostet macht sich ein hässlicher Ausschlag breit, der mit Salbe behandelt werden muss. Doch es kommt noch schlimmer. Als bei einer Intimwachsstunde versehentlich Blut fließt, passiert das Unfassbare. Justine probiert neugierig vom Lebenssaft der großen Schwester und weckt so die Bestie in sich.
 
 
raw-2016-bild-1
 
 
Wenn Teenager erwachsen werden und dabei die Kontrolle verlieren. Viel mit Horror hat RAW nicht gemeint. Regie-Newcomerin JULIA DUCOURNAUS erzählt im ersten Langfilm vom Erwachsenwerden und welche Hürden gleichzeitig überwunden werden müssen. Dabei analysiert die Filmemacherin zerrüttete Seelenwelten von Teenagern und ruft so den Überraschungshit IT FOLLOWS ins Gedächtnis, der im Jahr 2015 mit nicht unähnlicher Thematik für Furore gesorgt hat. RAW ist ein zynisches Coming-of-Age-Drama, das mit den Mitteln des Horrorkinos erzählt wird. Hier kommt eine introvertierte Außenseiterin mit Menschenfleisch in Berührung und entwickelt kannibalistische Neigungen. Das Thema „Kannibalismus“ hat dabei jedoch nur Metapher-Funktion und symbolisiert die unterdrückte und unkontrollierbare Sexualität, welche allmählich von Heldin Justine Besitz ergreift. Die verliert bald die Kontrolle über sich und ihren Körper, ohne dabei zu ahnen, was für ein Chaos sie damit anrichtet. Sex und Triebe machen eben aus Menschen Tiere – Cronenbergs RABID lässt grüßen.
 
 
raw-2016-bild-3
 
 


 
 
 

RAW – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Weit weg vom einfältigen Genre-Kino oder reißerischen Ekelexzessen eines CANNIBAL HOLOCAUST. RAW besitzt zwar Body-Horror-Elemente und schneidet kontroverse Kannibalismus-Thematik an, ist aber unterm Strich eher ein rabenschwarzes Coming-of-Age-Drama, das sich irgendwo zwischen experimentellen Arthaus und mutigem Indie-Kino bewegt. Regisseurin JULIA DUCOURNAU – die sich offenbar vom Vater des Body-Horrors DAVID CRONENBERG inspirieren ließ – versucht im ersten Spielfilm Veränderungen eines Teenagers zu ergründen, der durch äußere und innere Einflüsse zum Erwachsenen heranreift. Leider ist der Reifeprozess alles andere als unkompliziert, denn Filmheldin Justine erlebt im Verlaufe von RAW eine schmerzhafte Verwandlung vom Mauerblümchen zur Frau, die vielen Versuchungen ausgesetzt ist – und keiner widerstehen kann. Der französische Indie-Geheimtipp hat kaum Schauwerte zu bieten und ist mehr Geschichte einer Außenseiterin, die aus gut behüteten Verhältnissen kommt und mit dem „richtigen“ Leben konfrontiert wird. Das bringt die Schülerin ins Stolpern, weil sie im neuen Lebensabschnitt mit Dingen in Berührung kommt, die ihr die Eltern bisher vorenthalten haben. RAW ist ein tragisch aber gleichzeitig komisches Genre-Erlebnis, für das man tiefer forschen muss, um es im Ganzen verstehen zu können. Deshalb lohnt eine Zweitsichtung, vor allem der vielen Metaphern wegen. Somit tritt Filmemacherin JULIA DUCOURNAU in die gleichen Fußstapfen wie bereits TOMAS ALFREDSONS. Der drehte mit SO FINSTER DIE NACHT im Jahr 2008 einen interessanten Streifen, der zumindest thematisch und atmosphärisch RAW nicht unähnlich ist. Demzufolge gilt auch hier: Wer den Anspruch im Horror-Genre sucht, ist mit RAW gut beraten, denn trotz kleiner Schwächen in der zweiten Filmhälfte ist dieses Genre-Drama für ein Erstlingswerk bemerkenswert tiefgründig.
 
 
 


 
 
 

RAW – Zensur

 
 
 
Wer trotz Kannibalismus-Thematik ausufernde Fressszenen erwartet, dürfte enttäuscht werden. RAW (der anfangs übrigens noch GRAVE hieß) ist mehr Drama statt Horror. Die Hauptdarstellerin knabbert an einem abgetrennten Finger, beißt sich in die eigene Hand und findet Gefallen daran, einem Kommilitonen in die Lippe zu beißen. Zudem gibt es einen abgenagten Unterschenkel eines Studenten zu sehen. Hierzulande ist das alles mit einer FSK16 in den Handel gekommen, da die wirklich überschaubaren Ekelmomente nicht selbstzweckhaft zelebriert werden.
 
 
 


 
 
 

RAW – Deutsche Blu-ray

 
 
 
raw-bluray

(c) Universal Pictures Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Raw; Belgien | Frankreich | Italien 2016

Genre: Horror, Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS 5.1, Französisch DTS 5.1, Spanisch DTS 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Isländisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 99 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: 26.10.2017

 

Raw [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

RAW – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Universal Pictures Home Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Alena (2015)
 
Eat (2013)
 
Excision (2012)
 
Naked Blood (1995)
 
Thanatomorphose (2012)
 
Rabid (1977)
 
Shivers (1975)
 
So finster die Nacht (2008)
 
Sensoria (2015)
 

Filmkritik: „Wilde Hunde – Rabid Dogs“ (2015)

rabid-dogs-2015
 
 
 

WILDE HUNDE – RABID DOGS

(ENRAGÉS)

Story

 
 
 
Es sollte der große Coup werden. Leider lassen die Bankräuber auf ihrer Flucht mit zwei Millionen Dollar einige Leichen zurück und müssen sich mit drei Geiseln, darunter eine Touristin (Virgine Ledoyen) und ein Vater (Lambert Wilson) mitsamt schwerkranker Tochter, auf einen steinigen Fluchtweg machen. Auf dem langen Weg Richtung Grenze sorgen nicht nur die Geiseln für Ärger. Zwischen dem Anführer Sabri (Guillaume Gouix), dem brutalen Psychopathen Vincent (Francois Arnaud) und dem eher sanftmütigen Manu (Franck Gastambide) tun sich langsam aber sicher Abgründe auf, die für dicke Luft im Fluchtauto sorgen.
 
 
 


 
 
 

WILDE HUNDE: RABID DOGS – Kritik

 
 
 
Der in Kanada gedrehte Thriller verlegt die Handlung des Klassikers „Cani arrabbiati“ von Horroraltmeister Mario Bava ins 21. Jahrhundert und in ein modernes Setting. Seine Qualität erreicht er dabei nicht über eine besonders ausgeklügelte Handlung, sondern über die instabilen, chaotischen Verhältnisse zwischen seinen Charakteren. Und nicht zuletzt über eine stilsichere, rasante Umsetzung. In seinem ersten Spielfilm beweist Regisseur Éric Hannezo ein überaus feines Gespür für die Führung und den kreativen Einsatz seiner Kamera. Wohlwissend, dass die Story der flüchtigen Bankräuber nicht besonders viel hergibt, inszeniert er „Wilde Hunde – Rabid Dogs“ als knallharten, furiosen Thriller, der sich die Aufmerksamkeit seines Publikums mit Gewalt schnappt und nicht aus der Hand gibt. Über eventuelle Logiklöcher, die in Form von geplatzten Reifen, leeren Tanks oder anderen sehr zufälligen Umständen daherkommt, kann der Zuschauer sich während der 100 Minuten kaum Gedanken machen. Der letzte Akt, in dem die unfreiwillige Bande in eine sehr unplausible Falle gerät, bremst das Tempo des Films leicht aus. Eine weitere Wendung zum Ende des Films ist, wenn auch ziemlich cool, arg unglaubwürdig und lässt mehr Fragen offen, als es sich für einen Film dieser Art gehört.
 
 
rabid-dogs-bild-1
 
 
Insgesamt wühlt „Wilde Hunde – Rabid Dogs“ in zu vielen Klischees des Bankraub-Genres, um die Neuauflage des Bava-Klassikers zu einem notwendigen Beitrag des französischen Thriller-Kinos zu machen. Da wäre die typische Konstellation der drei Bankräuber, die vor allem zwischen Manu und Vincent vorhersehbare Konflikte auslöst. Auch die unfreiwilligen Beifahrer, die in Form einer Touristin und einem besorgten Vater samt kranker Tochter in die rudimentäre Handlung stolpern, kommen nicht besonders frisch daher. Immerhin schafft Hannezo es, die beiden Nebencharaktere äußerst elegant in die vordergründige Handlung einzubauen. So hat der ehemalige Produzent mit seinem Sinn für Geschwindigkeit und Timing ein bemerkenswertes und hochwertig produziertes Erstlingswerk geschaffen, das in Erinnerung bleibt. Wer sich an den teils unplausiblen Wendungen der Handlung nicht stört, kann bedenkenlos im Fluchtauto Platz nehmen und einen unterhaltsamen, rauen Thriller genießen. Wir meinen: „Wilde Hunde – Rabid Dogs“ ist so tollwütig wie sein Titel – hochdramatisch, atemberaubend schnell und blutig ohne Ende.
 
 
rabid-dogs-bild-2
 
 


 
 
 

WILDE HUNDE: RABID DOGS – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Bava im 21. Jahrhundert: Schnell, brutal, schmutzig. Das Debüt des Produzenten Éric Hannezo nimmt sich dem Bava-Vorbild „Cani arrabbiati“ an und überzieht es mit einer stilvoll gefilmten und actionreichen Politur. Für den Kopf gibt es in diesen furiosen 100 Minuten nicht viel zu tun, die Augen werden jedoch mit kreativen Bildern und einer hochwertigen Inszenierung verwöhnt. „Wilde Hunde – Rabid Dogs“ mag keine essentielle Bereicherung des Kinos sein, aber das muss ein unterhaltsamer, grober Thriller auch nicht.
 
 


 
 
 

WILDE HUNDE: RABID DOGS – Zensur

 
 
 
„Wilde Hunde – Rabid Dogs“ spart nicht an Blut, Gewalt und unnötigen Übergriffen auf die weibliche Geisel. Zwar ist kein konstanter Blutfluss zu verzeichnen; dennoch besteht die Gewalt des Films aus kleinen Spitzen, die ihn angemessen würzen und dabei nicht all zu extrem daherkommen. In Deutschland hat der Film ungeschnitten eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

WILDE HUNDE: RABID DOGS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
wild-hunde-rabid-dogs-bluray

(c) TIBERIUS FILM

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Enragés; Frankreich | Kanada 2015

Genre: Action, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 100 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailershow, Originaltrailer

Release-Termin: 04.05.2016

 

Wilde Hunde – Rabid Dogs [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

WILDE HUNDE: RABID DOGS – Trailer

 
 


 
 

Timo Löhndorf

Mehr Kritiken von Timo gibt es auf dasnapalmduo.de zu lesen

Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei Tiberius Film

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Cani arrabbiati (1998)
 
Heat (1995)
 

Kritik: „Alléluia – Ein mörderisches Paar“ (2014)

alleluia-poster
 
 
 

ALLÉLUIA – EIN MÖRDERISCHES PAAR

Story

 
 
 
Für Gloria (Lola Duenas) hat das Leben nicht viel zu bieten. Sie lebt allein mit ihrer Tochter und hat ein überschaubares soziales Umfeld. Auch in ihrem Arbeitsalltag geschieht wenig, denn Gloria arbeitet im Leichenschauhaus eines Krankenhauses. Ein zaghafter Vorstoß im Online-Dating bringt sie mit dem schicken Weiberheld Michel (Laurent Lucas) zusammen. Die Beiden verbringen eine hitzige Nacht miteinander, doch kurz danach offenbaren sich Michels wahre Intentionen, die über den Liebesakt hinaus und bis in den kriminellen Bereich gehen. Fasziniert vom mysteriösen Mann schließt Gloria sich ihm an und begibt sich als seine Komplizin auf einen steinigen Weg aus Betrug, Besessenheit und einer instabilen Liebesbeziehung.
 
 
 


 
 
 

ALLÉLUIA – Kritik

 
 
 
Im vergangenen Jahr war der Belgier Fabrice du Welz fleißig. Neben „Alléluia“ übernahm er das Steuer des Polizei-Thrillers „Colt 45“, der von dieser beunruhigenden Romanze kaum weiter entfernt sein könnte. Grob basierend auf der wirklichen Geschichte der Lonely Hearts Killers, die in den späten 40ern zwanzig Menschen ermordet haben, erzählt er die Geschichte von zwei stark geschädigten Seelen, die entgegen jeder Wahrscheinlichkeit genau das finden, was sie suchen.
 
 
alleluia-bild-2
 
 
Wie auch in normalen, nicht-mörderischen Beziehungen, sind die Dinge für Gloria und Michel nicht ganz so einfach, wie sie zu Beginn scheinen. Mit der Vereinigung der beiden gestörten Menschen zeichnet sich das Rezept für ein unheilbares Desaster ab, unter dem die Opfer des Killer-Paares leiden werden. Der raubeinige, düstere Stil, den du Welz bereits in „Colt 45“ zur Schau stellte, funktioniert in „Alléluia“ noch besser. An Stelle eines flinken, actionlastigen Cop-Thrillers präsentiert er hier einen Blick in zwei Köpfe, in die man lieber nicht gesehen hätte. Als Wurzel für die Gräueltaten seiner Protagonisten beschränkt er sich nicht auf Sadismus oder die morbide Lust am Töten, sondern auf ein kompliziertes und äußerst flüchtiges Verhältnis zwischen Gloria und Michel. Für jeden der beiden erhalten wir einen Blick in eine düstere Vergangenheit, was den Charakteren die nötige Tiefe verleiht, um den Film wirklich interessant zu machen.
 
 
alleluia-bild-4
 
 
„Alléluia“ ist ein Film, der so unangenehm und schwer verdaulich ist, wie man es von einem psychologischen und sexuellen Thriller erwarten kann. Die Hauptdarsteller Lola Duenas und Laurent Lucas laufen zu einer Hochform auf und üben trotz der abstoßenden Natur ihrer Charaktere eine gewisse Faszination auf den Zuschauer aus. Mit ihrer Hilfe untersucht Fabrice du Welz die schlimmstmöglichen Konsequenzen, die eine Liebe zwischen zwei Menschen haben kann.
 
 
alleluia-bild-1
 
 
 


 
 
 

ALLÉLUIA – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
Fies, schmutzig und beklemmend – NATURAL BORN KILLERS in ernst. „Alléluia“ ist ein schockierender Albtraum aus Sex und Gewalt in dem der Belgier Fabrice du Welz einmal mehr zeigt, was er kann. Mit sicherer Hand führt er seine Schauspieler und strickt einen spannenden, schmutzigen Psycho-Thriller, der den seelischen Abstieg seines Paares in grausamen Details festhält. „Alléluia“ ist ein Geheimtipp für Freunde des unkommerziellen Kinos – sehenswert!
 
 
 


 
 
 

ALLÉLUIA – Zensur

 
 
 
Seine Härte erlangt „Alléluia“ primär über die beklemmende Atmosphäre, die den Film durchweg beherrscht. Trotzdem enthält der Film einige Gewaltspitzen, die allerdings nicht durch übertriebenes Vergießen von Kunstblut wirken. Stattdessen hält Fabrice du Welz die Kamera in seinen Tötungsszenen gnadenlos auf Opfer und Täter, was ihnen einen besonders rohen Charakter verleiht. Eine Freigabe ab 16 hat der Film von der FSK erhalten – ungeschnitten!
 
 
 


 
 
 

ALLÉLUIA – Deutsche Blu-ray

 
 
 
ALLELUIA-bluray

(c) Pierrot Le Fou

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Alléluia; Deutschland / Frankreich 2014

Genre: Drama, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Making of, Kurzfilm, Deleted Scenes

Release-Termin: 16.10.2015

 

Alleluia [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

ALLÉLUIA – Trailer

 
 


 
 
 

Timo Löhndorf

Mehr Kritiken von Timo gibt es auf dasnapalmduo.de zu lesen

Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei PIERROT LE FOU

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Natural Born Killers (1994)
 
Vinyan (2008)
 
Unter Kontrolle (2008)