Filmkritik: „Feed the Gods“ (2014)

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FEED THE GODS

Story

 
 
 
Zwei Brüder reisen in das idyllische Städtchen Tendale, um dort nach den leiblichen Eltern zu suchen, stoßen dabei jedoch auf ein Geheimnis, das besser hätte im Verborgenen bleiben sollen …

 
 
 


 
 
 

FEED THE GODS – Kritik

 
 
 
Was ist nur mit dem kanadischen Regisseur BRADEN CROFT passiert? Mit seinem sehenswerten und intelligenten Psychotrip HEMMORRHAGE wandelte er 2012 noch auf unkonventionellen Pfaden und erhielt für sein Ausnahme-Debüt viel Lob von Kritikern und Filmfans. Sein Zweitwerk mit dem Titel FEED THE GODS ist da schon aus einem ganz anderen Holz geschnitzt und überrascht mit weitaus kommerzieller Machart – vermutlich, um damit ein größeres Horror-Publikum zu erreichen und auch etwas Geld verdienen zu können. Leider lässt der neue Streifen die durchdachte und tiefgründige Inszenierung seines Vorgängers missen, was FEED THE GODS zu einer zwiespältigen Angelegenheit macht, da sich der Streifen an den aktuellen Horror-Mainstream orientiert und so weit hinter den Erwartungen zurückbleibt, die HEMMORRHAGE zuvor aufgebaut hatte.
 
Durchgestylt und temporeich geht es in FEED THE GODS zu. CROFT eifert HOLLYWOOD nach und hat die Hauptrollen seines neusten Horrorwerks mit makellosen Gesichtern besetzt, die aber immerhin reichlich sympathisch agieren und sogar Humor besitzen. SHAWN ROBERTS (A LITTLE BIT ZOMBIE) und TYLER JOHNSTON (aus der TV-Serie SUPERNATURAL) verkörpern hier zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber gleiches Schicksal verbindet. Sie wurden von einer Pflegemutter großgezogen und kennen die leiblichen Eltern nicht. Als die Adoptivmutter stirbt und den Brüdern eine Kiste mit mysteriösen Gegenständen hinterlässt, beginnt für Kris und den älteren Will ein riskantes Abenteuer voller Gefahren. Unter den Hinterlassenschaften befindet sich ein altes Videoband, das die leiblichen Eltern zeigt und die Brüder samt Freundin auf die Idee bringt, den Spuren der verschollenen geglaubten Eltern zu folgen. Die führen in das kleine Städtchen Tendale, wo man über die Ankunft der Geschwister wenig erfreut ist. Glaubt man den Erzählungen der Einheimischen ranken Legenden über den Ort, die von einem Bigfoot-ähnlichen Wesen berichten, das in den Wäldern sein Unwesen treibt und von den Bewohnern gefüttert wird, damit es besänftigt werden kann. Schauergeschichten, die sich bald in bittere Realität verwandeln, denn in diesem Städtchen haben die Menschen einen Pakt mit dem Bösen geschlossen.
 
Rituale, Opfergaben, Götter und Pakte – Regisseur BRADEN CROFT hat so seine Probleme alles unter einem Hut zu bekommen, denn vor lauter Hektik vergisst er dem Zuschauer schlüssige Antworten zu liefern. Die Einwohner von Tendale verfüttern Neuankömmlinge an ein mysteriöses Waldwesen, um den Ort als Gegenleistung verlassen zu können. Warum sie jedoch die Morde ausgerechnet auf Videoband festhalten müssen und niemand dem Verschwinden dutzender Touristen nachgehen möchte, bleibt eines der vielen Mysterien, die FEED THE GODS nicht beantworten möchte. Ob der Regisseur hier etwas weniger Liebe zum Detail hat walten lassen oder schlichtweg Stoff für eine mögliche Fortsetzung benötigte wird wohl nie geklärt werden können. Fakt ist, dass viele Gegebenheit in diesem Monster-Horror schlichtweg keinen Sinn ergeben und den Zuschauer nach dem Abspann mit einem unbefriedigenden Gefühl vor der Glotze zurücklassen. FEED THE GODS wirkt unfertig und löchrig und das obwohl CROFT eigentlich fast alles richtig macht. Er kümmert sich um seine Helden, räumt ihnen eine ansprechende Charakterisierung ein und sorgt sich um Atmosphäre und Gruselfeeling – zumindest bis die unheimlichen Geschehnisse des Films entschlüsselt werden. Danach überschlagen sich die Ereignisse und zwischen Bigfoot-Trubel und Opfer-Riten scheint der Regisseur des Öfteren den roten Faden seiner selbst geschriebenen Geschichte aus den Augen zu verlieren, weil er im konfusen Monster-Treiben offensichtlich selbst gemerkt hat, dass vor Drehbeginn vielleicht doch noch mal jemand über das Drehbuch hätte lesen sollen.
 
Letztendlich ist FEED THE GODS trotzdem immer noch ein schwer unterhaltsamer Horrorfilm, dessen sympathische Hauptdarsteller mit reichlich Charme und Wortwitz manch Fehler in der Geschichte vergessen lassen. In diesem Film ist nicht das Monster der Star (das im Übrigen nur kurz vor Ende zu sehen ist), sondern seine Helden, die länger im Gedächtnis bleiben, als die haarsträubende Geschichte. Immerhin schafft CROFT das Kunststück, das unterversorgte Bigfoot-Genre endlich mal um einen halbwegs spannenden Beitrag zu bereichern. Er sieht vom Einsatz nervendem Found-Footage-Gewackel ab mit dem Waldmensch-Grusler wie EXISTS und WILLOW CREEK im Jahr 2014 um die Gunst der Zuschauerschar gebuhlt haben. Trotz Logiklücken hat er ganz nebenbei trotzdem einen der besseren Bigfoot-Horrorfilme neueren Datums inszeniert, der knapp 90 Minuten kurzweiligen Mystery-Horror verspricht, insofern man nach dem grandiosen Erstling HEMMORRHAGE die Erwartung herabschraubt. Da kann man nur hoffen, dass sich der kanadische Regisseur bei seiner nächsten Regie-Arbeit wieder dem unkonventionellen widmet oder im Falle kommerziellen Geschichten sorgfältiger am Drehbuch feilt. Denn dann dürfte uns mitunter ein neuer Geheimtipp ins Haus stehen – genügend Ideeninput bringt CROFT auf jeden Fall mit.
 
 
 


 
 
 

FEED THE GODS – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein schwer unterhaltsamer Bigfoot-Grusler, der den Zuschauer lang im Dunkeln tappen lässt und erst im letzten Akt verrät, worauf das Schauerabenteuer letztendlich hinauslaufen möchte. FEED THE GODS ist rätselhafter Bigfoot-Horror mit sympathischen Helden und reichlich Mystery, aber auch ziemlich vielen Logiklöchern, die mehr Fragen aufwerfen, als Antworten zu liefern. Trotz allem ist FEED THE GODS technisch souverän inszeniert und so straff durchgeplant, dass dem Zuschauer kaum Zeit bleibt, sich während der Sichtung Gedanken über Plotungereimtheiten zu machen. Die Suche nach Antworten beginnt erst weit nach Abspann, wenn sich der Herzschlag nach 90 Minuten Dauerhektik normalisiert hat und sich der Filmfan fragt, ob die vielen Mysterien der Handlung vielleicht bewusst nicht aufgelöst wurden, um eine mögliche Fortsetzung rechtfertigen zu können. Man wird sehen was die Zukunft bringen wird.
 
 
 


 
 
 

FEED THE GODS – Zensur

 
 
 
FEED THE GODS ist nicht sonderlich brutal. Es gibt ein paar Einschüsse zu sehen – das wars. Deshalb darf man davon ausgehen, dass der Streifen hierzulande unbeschadet die FSK passieren wird – mit einer Freigabe ab 16 Jahren versteht sich.
 
 
 


 
 
 

FEED THE GODS – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Willow Creek (2013)
 
Exists (2014)
 
Night of the Bigfoot (1980)
 
Bigfoot – Die Legende lebt! (2012)
 
Abominable (2006)
 

Filmkritik: „Jinn“ (2014)

Jinn-2014
 
 
 

JINN

Story

 
 
 
Böse Dämonen – zu denen auch die Djinn gehören – vermiesen Shawn (Dominic Rains) in diesem Film das Wochenende. Als er ein mysteriöses Videoband zugespielt bekommt, auf dem der verstorbene Vater vor drohendem Unheil warnt, tut sich plötzlich die Hölle auf. Shawn scheint dazu auserkoren zu sein die Menschheit vor den Djinn zu retten und fügt sich seinem Schicksal.
 
 
 


 
 
 

JINN – Kritik

 
 
 
Dass die Djinn nicht immer nur friedliebende Kreaturen sind, die den Menschen ungezwungen Wünsche erfüllen, dürfte seit Kurtzmanns Überraschungshit WISHMASTER längst bekannt sein. Der hat im Jahr 1997 eine düstere Version der bekannten Erzählung von ALADINS WUNDERLAMPE in Umlauf gebracht und damit vor allem das Interesse von Horrorfans geweckt. Viel mit dem ursprünglich islamischen Volksglauben hatte der Splatter-Spass jedoch nicht gemein, denn der bekannte Spezialeffekte-Guru konzentrierte sich zu verkrampft auf das Abhandeln möglichst grafischer Gewaltmomente, so dass der durchaus interessante Glaube vom Djinn etwas ins Abseits geriet. Der gebürtige Detroiter Filmemacher AJMAL ZAHEER AHMAD will das jetzt ändern und kramt für seinen Horrorfilm JINN (die englische Bezeichnung für „Djinn“) noch einmal jene Dämonen hervor, die laut arabischer und islamischer Folklore aus Feuer erschaffen wurden: die Djinn.
 
Die müssen im diesem Dämonen-Thriller zur Strecke gebracht werden, denn seit Jahrtausenden kämpfen die Kreaturen gegen die Menschheit, um die Macht über die Erde an sich reißen zu können. Der ahnungslose Autodesigner Shawn soll das verhindern. Er erfährt vom Fluch der Djinn, der seit Generationen der Familie anhaftet und für den plötzlichen Tod aller Nachkommen verantwortlich gemacht wird. Als Shawn ein mysteriöses Videoband per Post erhält, auf dem der verstorbene Vater vor drohendem Unheil warnt, geschehen plötzlich seltsame Dinge, die nichts Gutes verheißen.
 
Wer die Mythologie vom Djinn und dessen diversen Untergruppierungen nicht kennt, dürfte in diesem Fantasy-Grusler schnell fragend nach Antworten suchen, denn für den unbewanderten Zuschauer entwickelt sich JINN ziemlich schnell zu einer wirren Aneinanderreihung kaum Sinn ergebender Actionsequenzen. Immerhin geht hervor, dass die Wesen im Streifen böse sind und vernichtet werden müssen, bevor sie die Weltherrschaft an sich reißen können und die Menschen versklaven. Bis es jedoch soweit ist, muss sich Filmheld Shawn einer Menge Prüfungen unterziehen. Er gilt als der Auserwählte und soll den Kampf gegen die garstigen Kreaturen aufnehmen. Selbstverständlich besteht der tapfere Mittdreißiger die ihm auferlegten Prüfungen, so dass er ganz souverän den Dolch zücken und sich damit munter durch den Film schlitzen kann. Action am laufenden Band ist in JINN bitter nötig, denn schauspielerisch kann hier keiner überzeugen. Stattdessen überfrachtet der Regisseur sein unausgereiftes Fantasy-Spektakel mit Effekten, damit der Zuschauer nicht davon Wind bekommt, wie es den Schauspielern an Talent mangelt und im Drehbuch wurmt. Letzteres entpuppt sich als dreiste Mogelpackung, denn Regisseur und Drehbuchautor AJMAL ZAHEER AHMAD hat Stoff für eine halbstündige TV-Episode auf Spielfilmlänge geblasen, um JINN als Film bezeichnen zu können. Dem interessierten Horrorfan tut er damit keinen Gefallen, denn der sucht hier nicht nur vergebens nach dem roten Faden, sondern fühlt sich bei so konfusem Effekte-Gewitter sichtlich schnell gelangweilt. Da schmerzt das Cineasten-Herz, wenn Geld für wirklich sehenswerte Effekte verschwendet wird, das manch sehenswertem Horror-Indie in der Kasse fehlt. Wir können von JINN nur abraten, denn mit diesem langweiligen Fantasy-Horror vermiest man sich nur den Tag.
 
 
 


 
 
 

JINN – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
In JINN ist einiges schiefgelaufen. Zwar bekommt der Horrorfan ansprechende Effekte geboten; schauspielerisch und dramaturgisch ist dieser Fantasyfilm leider unter aller Kanone. Vielleicht sollte sich Regisseur AJMAL ZAHEER AHMAD demnächst vornehmlich auf das Drehen seiner Filme konzentrieren und das Schreiben von Drehbüchern Leuten überlassen, die sich damit auskennen. Sein JINN ist nicht nur vollkommen spannungsfrei inszeniert; dem Film fehlt der rote Faden und eine richtige Geschichte. Letztere besteht hier nur aus einer Aneinanderreihung wirrer Kampf- und Actionszenen, die scheinbar verbergen sollen, dass der Macher unausgereifte Einfälle zu Papier gebracht hat und daraus unbedingt einen Langfilm machen musste. Absolute Zeitverschwendung!
 
 
 


 
 
 

JINN – Zensur

 
 
 
Sonderlich hart ist JINN nicht. Hierzulande hat der Streifen keine Probleme mit der FSK erhalten und wurde bereits für Jugendliche ab 16 Jahren freigegeben – selbstverständlich in ungekürzter Form.
 
 
 


 
 
 

JINN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) WVG Medien GmbH

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Jinn; USA 2014

Genre: Horror, Mystery, Thriller, Fantasy

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 102 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray ohne Wendecover

Extras: Trailershow, Bildergalerie

Release-Termin: 31.10.2014

 

Jinn [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

JINN – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Wishmaster (1997)
 
Wishmaster 2 – Das Böse stirbt nie (1999)
 
Wishmaster 3 – Der Höllenstein (2001)
 
Wishmaster 4 – Die Prophezeiung erfüllt sich (2002)
 

Review: „Axe Giant: The Wrath of Paul Bunyan“ (2013)

AXE GIANT -THE WRATH OF PAUL BUNYAN
 
 
 

AXE GIANT: THE WRATH OF PAUL BUNYAN

Story

 
 
 
Die Kids Zack (Jesse Kove), Rosa (Victoria Ramos), Marty (Clifton Williams), Trish (Jill Evyn) und CB (Bernstein Connor) haben es faustdick hinter den Ohren. Vor einiger Zeit straffällig geworden, sollen ihnen nun die pubertären Flausen ausgetrieben werden. Kurzum finden sie sich in einem Rehabilitations-Camp im Herzen Minnesotas wieder, wo sie wieder auf den rechten Pfad geleitet werden sollen. Betreuer Hoke (Thomas Downey) kennt mit den jugendlichen Straftätern kein Erbarmen, kann aber auch nicht verhindern, dass Womanizer Zack unwissend das Grab von Babe, einem blauen Ochsen, entweiht und daraufhin den Zorn des sagenumwobenen örtlichen Butzemanns Paul Bunyan auf die Gruppe lenkt: eine riesige Kreatur, nordamerikanischer Folklore entsprungen, die sich nun an die Fersen der Teenager heftet und mit seiner monströsen Axt Vergeltung fordert …
 
 
 


 
 
 

AXE GIANT: THE WRATH OF PAUL BUNYAN – Kritik

 
 
 
Die Amerikaner sind schon ein eigensinniges Volk. Einerseits strotzen die Landsleute nur so vor Patriotismus, andererseits scheuen sie sich jedoch nicht davor, beliebte Sagen und Mythen kassenträchtig durch den Kakao zu ziehen, um schnell noch den lukrativen Dollar zu erwirtschaften. Diesmal geht es den beliebten Erzählungen rund um den friedliebenden PAUL BUNYAN an den Kragen. Es heißt, PAUL BUNYAN sei ein Holzfäller riesenhafter Größe und titanischer Kraft gewesen, der zusammen mit seinem blauen Ochsen BABE die über zehntausend Seen Minnesotas allein durch Fußabdrücke geformt haben soll. Des Weiteren soll er seine riesige Axt hinter sich hergezogen und daraufhin dem Grand Canyon zu seiner heutigen Form verholfen haben.
 
 
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In AXE GIANT: THE WRATH OF PAUL BUNYAN wird der friedliche Volksheld kurzum zum bösartigen Monster deklariert, das Konflikte allein mit seiner Axt zu lösen versucht. Der Grundstein für kommende Geschehnisse wird bereits in den ersten Filmminuten gelegt. Wie im Horrorfilm nicht unüblich, wird der Film mit einem vielversprechenden Auftakt eingeläutet, in dem PAUL BUNYAN erst einmal tatkräftig das Mordwerkzeug schwingt und seinen Unmut lauthals kundtun muss. Eine Gruppe Holzfäller, die zuvor BUNYANS Ochen erlegt und ihn nun über dem Feuer schmoren lässt, gerät in das Visier des Unholds. Dass das der Besitzer rein gar nicht gutheißen kann, steht wohl außer Frage. Und so macht sich der monströse Holzfäller an die Arbeit, jeden einzelnen der Männer graphisch in den Filmhimmel zu meucheln. Dass die Geschehnisse in AXE GIANT: THE WRATH OF PAUL BUNYAN nicht wirklich ernst zunehmen sind, scheint nach diesem übertriebenen Splatter-Auftakt wohl klar. Die Kreatur blickt nicht nur des öfteren vollkommen planlos in die Kamera, sondern schaut zudem auch an sich ziemlich bedeppert aus. Hier macht sich vor allem das knapp bemessene Produktionsbudget bemerkbar. Dem Zuschauer bleibt nicht verborgen, dass hier ein Mann in einem eher lieblos zusammengeschusterten Monsteranzug steckt.
 
 
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Trashig geht es zu. Ob nun Set, Make-up oder Spezialeffekte. Das Meiste kommt hier kostengünstig aus dem Computer und lässt den Film natürlich unglaublich blechern erscheinen. Trotzdem ist dieser Monster-Gassenhauer bei Weitem gar nicht so übel, wie man nach Sichtung des miesen Trailers gedacht hätte. AXE GIANT: THE WRATH OF PAUL BUNYAN ist so schlecht, dass er schon wieder unglaublich Laune macht. Auch wenn die gesamte Inszenierung kaum niveauvoller erscheint, als die unzähligen Kaum-Budget-Werke aus der unkreativen Filmschmiede ASYLUM. So bietet der Film hin und wieder gelungene Momente, die Freude bereiten. Die Geschichte ist hierbei eigentlich nur Mittel zum Zweck und vollkommen rudimentär. Das Hauptaugenmerk richtet sich auf das blutige Treiben des Holzfällers und rückt dem Zuschauer in unglaublich schlechten CGI auf den Leib. Fans der WRONG TURN Reihe dürften sich vage an diverse Ableger des Franchise zurückerinnert fühlen und dabei deren miserable Spezialeffekte bemängeln. AXE GIANT: THE WRATH OF PAUL BUNYAN entstammt der gleichen Tradition. Die Enthauptungen und Zweiteilungen sind vom gleichem Schlag. Immerhin sind die Kills derart überspitzt dargestellt, dass dem Horrorfan das Grinsen nicht verwehrt bleiben dürfte.
 
 
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AXE GIANT: THE WRATH OF PAUL BUNYAN ist No-Budget-Horror, der nur Trash-Fans zu empfehlen ist. Hier kämpft eine handvoll Kids gegen ein überdimensional großes Monster, das in seiner Darstellung arg an Filme wie ANGRIFF DER 20-METER-FRAU (1958) erinnert und diese ein wenig persifliert. Mit Blut-Bonus freilich. Die darstellerischen Leistungen sind harte Overacting-Schule, die Geschichte unglaublich schwachsinnig und die Effekte jenseits von Gut und Böse. Trotzdem macht der Riesen-Flick unglaublich Laune, insofern man ein Faible für schlechten Geschmack besitzt. Denn trotz semiprofessioneller Inszenierung lässt sich nicht leugnen, dass AXE GIANT: THE WRATH OF PAUL BUNYAN eigentlich recht kurzweiliger Monster-Trash ist, der diesmal nicht der Mache des berüchtigten Sci-Fi-Channel entspringt oder gar irgendwas mit der zweifelhaften Produktionswerkstatt ASYLUM zu tun hat! Von daher: Hirn aus, Bier auf und 90 sinnbefreite Minuten genießen.
 
 
 


 
 
 

AXE GIANT: THE WRATH OF PAUL BUNYAN – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein Film der so schlecht ist, dass er schon wieder Laune bereitet. Blutiger Monsterspaß für Horrorfans mit einer Leidenschaft für bewusst trashige Filme.
 
 
 


 
 
 

AXE GIANT: THE WRATH OF PAUL BUNYAN – Zensur

 
 
 
Die Effekte sind auf gleichem Niveau, wie zuletzt in WRONG TURN 5; natürlich weniger sadistisch. Daher wurde der Streifen hierzulande auch mit dem roten FSK-Flatschen in die Händlerregale gebracht: ungeschnitten – keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

AXE GIANT: THE WRATH OF PAUL BUNYAN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Paragon Movies / Edel Germany

 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Axe Giant: The Wrath of Paul Bunyan; USA 2013

Genre: Horror, Thriller, Fantasy, Trash

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.77:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, gelöschte Szenen, Audiokommentar

Release-Termin: 26.03.2015

 

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AXE GIANT: THE WRATH OF PAUL BUNYAN – Weitere Veröffentlichungen

 
 
 
ultimate-horror-collection-dvd

(c) Edel Germany GmbH

 
 
Neben der Einzelveröffentlichung von AXE GIANT: THE WRATH OF PAUL BUNYAN gibt es den Streifen in einer Horrorsammlung, die als „Ultimate Horror Collection“ in den Handel gebracht wurde und neben besagten Horrorfilm auch die Streifen HEXENJAGD, MASK MAKER, EXCISION, EVIL UNDEAD sowie CREEP VAN – TERROR AUF VIER RÄDERN beinhaltet. Leider gibt es dieses Horror-Sammlung nur auf DVD. Der Rechteinhaber hat auf eine parallele Vermarktung auf Blu-ray verzichtet. Immerhin sind alle Filme in der Box (Veröffentlichungstermin: 15. Januar 2016) ungeschnitten.
 
 
 

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AXE GIANT: THE WRATH OF PAUL BUNYAN – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings (2011)

Wrong Turn 5 – Bloodlines (2012)

Angriff der 20-Meter-Frau (1958)

Angriff der 20-Meter-Frau (1993)

Godzilla (1998)