Kritik: „Die Tribute von Panem – Catching Fire“ (2013)

Die-Tribute-von-Panem-Catching-Fire (2013)
 
 
 

DIE TRIBUTE VON PANEM – CATCHING FIRE

Story

 
 
 
Katniss (Jennifer Lawrence) und Peeta (Josh Hutcherson) haben die 74ten Hungerspiele überlebt. Doch viel mehr: Sie haben dem mächtigen Kapitol die Stirn geboten. Ihr Beispiel ermutigt die unterdrückte Bevölkerung der Distrikte zur Rebellion gegen das Regime. Doch dann ändert Präsident Snow kurzerhand die Spielregeln und wählt die neuen Tribute für das Jubel-Jubiläum der Hungerspiele aus den bisherigen Siegern, um gegeneinander anzutreten. Auch Katniss und Peeta werden erneut in die Arena geschickt und müssen sich dem Kampf ums Überleben stellen. Und langsam wird ihnen klar, dass sie in Wirklichkeit Teil eines viel größeren Plans sind …
 
 
 


 
 
 

DIE TRIBUTE VON PANEM: CATCHING FIRE – Kritik

 
 
 
Der erste Teil DIE TRIBUTE VON PANEM – THE HUNGER GAMES war weltweit ein durchbrechender Erfolg und verspricht eine ähnlich erfolgreiche Saga zu werden wie der Zauberspaß um HARRY POTTER oder das Vampirdrama TWILIGHT. Mit der Verfilmung des zweiten Teils der Panem-Trilogie, CATCHING FIRE, verspricht Regisseur FRANCIS LAWRENCE, die Erfolgsgeschichte des ersten Teils fortzusetzen. Und er hält sich an seine Worte. Imposante Schauplätze, große Emotionen, mitreißende Actionszenen, dafür aber auch eine eher durchwachsene Story, machen den 146 Minuten langen Film zu einem aufregenden Hollywood-Blockbuster.
 
Nachdem im Vorgänger der primäre Fokus auf den Gladiatorenkämpfen ähnlichen Hungerspielen lag, dreht sich die Handlung in der Fortsetzung vor allem um die aufkeimende Revolution im Land und die Versuche des machthungrigen Kapitols, diese zu unterdrücken. Die größte Zeit folgt man im Sequel der Protagonistin, Katniss Everdeen (JENNIFER LAWRENCE). Hatte die unfreiwillige Heldin nach den Geschehnissen im ersten Teil nur den Wunsch, einfach nur nach Hause zu gehen, wird ihr in DIE TRIBUTE VON PANEM – CATCHING FIRE jene Illusion schnell wieder genommen. So muss sie doch die vorgespielte Romanze zwischen ihr und Peeta Mellark (JOSH HUTCHERSON) fortsetzen um die Schaulust des entertainmentgeilen Kapitols zu befriedigen. In der ersten Hälfte des Films spielt die sich andeutende Rebellion und die wachsende und ungewollte Verantwortung unserer Protagonistin die größte Rolle. Bei Actionfans dürfte der eher ruhig erzählte Einstieg einen etwas zähen Nachgeschmack hinterlassen, ist er dennoch für den Spannungsaufbau und den weiteren Verlauf der Gesamthandlung von entscheidender Bedeutung. In der zweiten Hälfte müssen die Protagonisten erneut in die tödliche Arena aus der nur ein Teilnehmer als Sieger hervorgehen kann. Ab hier sollte es zur Sache gehen. Wohlgemerkt, sollte!
 
Zwar gibt es einige schnelle Finishes zu sehen und die Protagonisten müssen sich diversen Fallen stellen, ein Herzinfaktrisiko besteht jedoch bei weitem nicht. Spätestens hier merkt man, dass die Fortsetzung die Gewichtung anders legt als ihr Vorgänger. Es geht nicht mehr nur ums Überleben; hier nehmen die Gefühlswelt der Heldin und die sozialen Probleme der Panem-Gesellschaft einen höheren Stellenwert ein. Actionfans oder Liebhaber seichter Unterhaltung könnte diese Kehrtwende zuwider sein aber gerade gesellschaftskritische Kinobesucher und Leser der Buchvorlage dürften sich an der engen Filmumsetzung stark erfreuen. So ist CATCHING FIRE keineswegs eintönig, wie ähnlich groß angekündigte Blockbuster diesen Jahres, die mit schönen Bildern und großen Namen warben, dann jedoch mit flachen und absehbaren Handlungen enttäuschten. Das Leinwandabenteuer bietet sowohl emotionsgeladene, ruhige Abschnitte aber auch einige schnelle Kampfszenen. Zudem gefallen eindrucksvolle Bilder als auch das glaubhafte Schauspiel. Der Verlauf ist glücklicherweise nicht allzu absehbar und erfreut mit einigen überraschenden Auflösungen sowohl am Ende als auch zwischendurch. Auf eine klischeehafte abgedroschene Hollywoodromanze wurde erfreulicherweise verzichtet und das obwohl die Emotionen der Protagonisten eine große Rolle spielen. Deren Dosierung ist übrigens auch für abgehärtete Zuschauer erträglich. Sie sind keinesfalls eindimensional.
 
So wird Ms. Everdeen nicht nur von schweren Schuldgefühlen und schlafraubenden Alpträumen geplagt, sondern ist auch stetig hin und her gerissen zwischen aufgezwungener Heldenrolle und quälendem Heimweh, zwischen ihren unausgesprochenen Gefühlen gegenüber ihrem Kindheitsfreund Gale (LIAM HEMSWORTH) und der zunächst vorgetäuschten Beziehung zu ihrem Überlebenspartner Peeta, zwischen wachsendem Verantwortungsgefühl für diejenigen, die abhängig von ihr sind und Abscheu gegen die Marionettenspieler hinter dem Geschehen. So verkörpert JENNIFER LAWRENCE keine furchtlose Heldin, die sich selbstlos für das Gute einsetzt, sondern durchaus ein glaubhaft wirkendes 16jähriges Mädchen, das ungewollt in die Rolle der Heldin gezwängt wurde und deren Psyche durch die erlittenen Strapazen leidet.
 
Die Actionseite des Films ist kürzer gehalten als im Vorgänger, blutfrei und weniger spektakulär. Das tut jedoch nicht unbedingt einen Abbruch, schließlich liegt im Mittelteil der Panem-Saga der Fokus auf der Gesellschafskritik, auf die Ungerechtigkeit und den Machtmissbrauch durch das System und dessen Intrigen sowie die Ausbeutung und Unterdrückung des Volkes – auch in Bezug auf die Realität. So stellt Panem das fiktive zukünftige Nordamerika dar welches sich nach einem Atomkrieg neu geordnet hat. Die Interpretation der ausschließlich schwarzen Besatzung des Distrikts 11, der für Obstanbau auf Plantagen verantwortlich ist dürfte nicht allzu schwer fallen. Natürlich wird auch das Auge ausreichend bedient. Und das nicht zu knapp. Die neuen extrem hochauflösenden IMAX-Aufnahmen sorgen immer wieder für staunen. Sei es im prunkvollen Kapitol mit seinen dekadenten Bewohnern, im HighTech-Trainingscenter der Tribute oder im üppig bewachsenen Dschungel der neuen Arena. Die Macher haben keine Mühen gescheut staunenswerte Spielorte zu kreieren. Spielorte die mit detailierten und echtwirkenden Special Effects bespickt sind. Seien es aggressive Affen, futuristische Hovercrafts, lebendig wirkender giftiger Nebel oder eins der vielen anderen Produkte aus der Animationsschmiede – sie alle sind realistisch und mit Liebe zum Detail umgesetzt. Aber auch die Kostüme sind für nicht modeaffine Zuschauer einen zweiten Blick wert. Vor allem die extrovertierte Effie Trinket (Elizabeth Banks) begeistert mit ihren originellen Outfits. So ist DIE TRIBUTE VON PANEM – CATCHING FIRE eine gelungene und werksgetreue Umsetzung des Romans von Suzanne Collins, die auch kritische Leser erfreuen dürfte und die extrem Lust auf den Abschluss der Serie, DIE TRIBUTE VON PANEM – MOCKINGJAY macht.
 
 
 


 
 
 

DIE TRIBUTE VON PANEM: CATCHING FIRE – Fazit

 
 
 
9 Punkte Final
 
 
 
Spannend, Glaubhaft, Mitreißend, Beeindruckend jedoch ruhiger und actionärmer als der Vorgänger. Wie die Altersfreigabe ab 12 schon vermuten lässt werden Liebhaber stumpfer und blutreicher Horrorstreifen wohl nicht auf ihre Kosten kommen. Für alle anderen ist CATCHING FIRE auf jeden Fall sehenswert. Wegen den beeindruckenden IMAX Bildern, die nur auf großer Leinwand wirklich zu Geltung kommen können ist der Gang ins Kino sogar sehr empfehlenswert.
 
 
 


 
 
 

DIE TRIBUTE VON PANEM: CATCHING FIRE – Zensur

 
 
 
Wie im Teil zuvor DIE TRIBUTE VON PANEM – THE HUNGER GAMES ist es ebenso erstaunlich, wie auch die Fortsetzung unbeschnitten bereits für 12-jährige freigegeben werden konnte. Hier ist wieder einmal offensichtlich, dass die Wege der FSK oft nicht nachzuvollziehen sind. Den minderjährigen Fan des Franchise dürfte es freuen, dem hiesigen Rechteinhaber ebenso!
 
 
 


 
 
 

DIE TRIBUTE VON PANEM: CATCHING FIRE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
catching-fire-bluray

(c) Studiocanal

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Hunger Games: Catching Fire; USA 2013

Genre: Thriller, Drama, Abenteuer, Action

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 146 Min. (uncut)

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Digipack, FSK-Logo ist nicht aufgedruckt

Extras: Neunteiliges Making of über die Dreharbeiten, Audiokommentar von Regisseur Francis Lawrence und Produzentin Nina Jacobson, Geschnittene Szenen, Featurettes: „Die Vision“, „Rückkehr der Verbündeten“ (Die Besetzung), „Freund oder Feind“ (Die neuen Darsteller), Easter Egg, 5 Trailer, Booklet, Poster

Release-Termin: 27.03.2014

 
 
 

Die Tribute von Panem – Catching Fire – Fan Edition [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 

Die Tribute von Panem – The Hunger Games – Fan Edition [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

DIE TRIBUTE VON PANEM: CATCHING FIRE – Trailer

 
 
 


 
 

Sören C.

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Tribute von Panem – The Hunger Games (2012)
 
Battle Royale (2000)
 
Insel der Verdammten (1981)
 

Filmreview: „Killer Holiday“ (2013)

killer-holiday
 
 
 

KILLER HOLIDAY

Story

 
 
 
Eine Truppe Kids unternimmt einen netten Road Trip durch die amerikanische Einöde und düsen dabei geradewegs ins Verderben. Ein irrer Killer hat sich an ihre Fersen geheftet und folgt ihnen in einen leerstehenden Freizeitpark …
 
 
 


 
 
 

KILLER HOLIDAY – Kritik

 
 
 
Slasher gehören seit jeher zu einem der wohl beliebtesten Subgenres im Horrorfilm. Die Anfänge gehen hier sogar bis in die 60er mit verschiedenen italienischen Giallo-Thrillern oder die frühen 70er Jahre zurück, als Filme wie IM BLUTRAUSCH DES SATANS (1974) und BLACK CHRISTMAS (1974) über die Kinoleinwände flimmerten. Vierzig Filmjahre später sind die berüchtigten Schlitzerstreifen wieder in Mode und aus der Horrorfilmlandschaft nicht wegzudenken. Dennoch muss man immer genauer hinschauen, was einem da überhaupt untergejubelt wird, denn wirklich gut sind leider nur die wenigsten Slasher in heutiger Zeit. Zur Gattung „miserabel“ zählt auch der vorliegende KILLER HOLIDAY, der von MARTY THOMAS inszeniert wurde und einmal mehr vollkommen falsche Erwartungen beim Zuschauer weckt. Auf dem ansprechend gestalteten Filmcover wird mit einer gar fies grinsenden Clownsfratze geworben, was zwar bitterböse Streifen wie CLOWNHOUSE (1989) und STITCHES (2012) ins Gedächtnis ruft, aber schon wieder als hinterhältige Mogelpackung gewertet werden darf, lässt sich jener Zeitgenosse im Film nämlich gar nicht erst blicken. Für den Käufer eine enttäuschende Prämisse, der sein hart verdientes Geld für einen Film ausgegeben hat, den er eigentlich so gar nicht sehen wollte. Hinter dem ausgefuchsten Marketingkonzept steckt (zumindest in Amerika) Rechteinhaber LIONSGATE, der den Bullshit in Übersee ausgewertet hat. Was das in Genre-Kreisen bewanderte Label dazu geritten haben muss, sich die Rechte an diesem Schwachsinn zu sichern, wird der Horrorfilmfan vermutlich nie erfahren. Die gesamte Inszenierung schaut zwar verdammt nach Indie aus; qualitativ befindet sich der Streifen jedoch irgendwo auf Amateurniveau und erinnert in seinen schlimmsten Momenten an den 2011 veröffentlichten THE ORPHAN KILLER, in dem die einzelnen Mordsequenzen mit einem unerträglichen Hardrocksound untermauert wurden. Ähnlich geht´s auch in KILLER HOLIDAY zugange, wobei die Geschehnisse bei Weitem nicht einmal annähernd die Kaltschnäutzigkeit und Brutalität des besagten Slashers erreichen und im Vergleich zum heutigen Slasher-Standard eher als kaum nachhaltig einzuordnen sind. Die für das Genre wichtigen Kills sind zwar vorhanden, abwechslungsreich und blutig; jegliche Spannung und Atmosphäre wird jedoch von der fürchterlichen und vor allem unpassenden musikalischen Untermalung zunichte gemachte. Immer dann, wenn der Killer zur Tat schreitet, werden die elektrischen Gitarren hervorgekramt und es wird kraftvoll an den Saiten gezupft, dass sich bei derart Lärm dem Zuschauer die Zehennägel zusammenrollen. Zudem ist der theatralisch wirkende Score in einigen Erotikszenen fast schon wieder zu viel und wirkt meist unfreiwillig komisch und vollkommen deplatziert. Mit gewöhnungsbedürftiger Musik an den unpassendsten Filmstellen hat Regisseur MARTY THOMAS so seine Probleme, was ein wenig verwundert, hat doch der Filmemacher in der Vergangenheit mehr als 250 MTV Musikvideos gedreht und diverse TV-Sport hervorgebracht. Seine Arbeiten haben ihm bisher Nominierungen und Preise gebracht, so dass man nicht verstehen will, wie KILLER HOLIDAY zu so ein Rohrkrepierer werden konnte. Immerhin wird die Geschichte nach bekanntem Slasher-Schema abgespult:
 
Einige höchst nervende Kids (die natürlich von fast 30ern gespielt werden) unternehmen einen spontanen Spring Break Road Trip und lassen Stress und Eltern hinter sich. Wie es sich für einen Slasher gehört haben wir mal wieder die unterschiedlichsten Stereotypen am Start. So dürfen der Spaßvogel und der Vamp ebenso wenig fehlen, wie der Quotenfarbige und das graue Mäuschen. Es wird Alkohol geschlürft, dem unehelichen Beischlaf gefrönt und all jene Sachen veranstaltet, die Teenager in diesem Alter eigentlich nicht tun sollten. Schnell ist den mehr als naiven Jugendlichen ein skrupelloser Killer auf den Fersen, der sich „Melvin Spider Holiday“ (MICHAEL COPON) schimpft und eine triefende Blutspur hinter sich herzieht. Als die Kids irgendwo in der Einöde ein Werbeplakat eines geschlossenen Jahrmarktes finden, dürfte dem Zuschauer klar sein, welch Schicksal der Bande blühen dürfte. Das verschlossene Tor zum Rummel wird unachtsam geöffnet und nach ersten Erkundungstouren durch die Attraktionen des Vergnügungsparks verliert sich auch schon die Spur der ersten Freunde. Die hat der mordende Schönling bereits um die Ecke gebracht und schnitzt sich wenig später auch durch das Fleisch der übrigen Grünschnäbel. Am Ende bleibt das hässlichen Entlein übrig, dass ganz nebenbei auch gleich das Geheimnis des unberechenbaren Serienkillers lüftet, der natürlich nicht ohne Grund den Kiddies nach dem Leben trachtet.
 
Dilettantismus wird bei KILLER HOLIDAY ganz groß geschrieben. Sei es beim kaum talentierten Können der Protagonisten, die mehr schlecht als recht bemüht sind, ihre unwichtigen Texte in die Kamera zu quasseln. Oder der Einsatz von diversen Stilmitteln (Slow-Motion-Szenen, s/w-Sequenzen), die dieses Meuchelstück vermutlich irgendwie extravagant erscheinen lassen sollen; KILLER HOLIDAY ist ganz schöner Quatsch, den man möglichst meiden sollte. Die verschiedenen Kamerspielereien sehen arg bescheiden aus und der überraschende Endtwist wirkt derart aufgesetzt und uninspiriert, dass man am liebsten noch einmal Hoopers nostalgischen Klassiker KABINETT DES SCHRECKENS (1981) in den Player legen möchte, um sich davon zu überzeugen, wie so ein wirklich stimmiger Jahrmarkt-Slasher denn nun auszusehen hat. Immerhin konnte Regisseur MARTY THOMAS (der es übrigens auch schon einmal als Schauspieler in die Kultserie M*A*S*H geschafft hat) mit MICHAEL COPON einen halbwegs gescheiten Killer für sein Trauerspiel gewinnen. Der hat schon in 247°F (2011) und dem NIGHT OT THE DEMONS-Remake (2009) Gruselluft schnuppern dürfen und ist vermutlich der einzige optische und schauspielerische Gewinn im ganzen Film. Der Rest der ernüchternden Cast hat scheinbar noch nicht so wirklich verstanden, welche Qualitäten man als Schauspieler mitbringen sollte, wenn man in einem Horrorfilm agieren soll. Unterm Strich sollte man von KILLER HOLIDAY nichts erwarten. Der Film ist unglaublich schlecht und mit dem dürftigen und vor allem unspannenden Drehbuch gewinnt man heutzutage noch nicht einmal einen Trostpreis. Von daher sei jedem Fan geraten, die Euronen für diesen Schnellschuss lieber der Aktion „Brot für die Welt“ zu spenden – dort ist das Geld mit Sicherheit nützlicher angelegt.
 
 
 


 
 
 

KILLER HOLIDAY – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Eine blutige Achterbahn des Schreckens! Insofern man eher eine Schwäche für blutige, dumme Filme ohne Handlung besitzt. Denn wirklich fesselnd oder gar unterhaltsam ist KILLER HOLIDAY nicht einmal ansatzweise. Regisseur MARTY THOMAS hat trotz umfangreicher Erfahrung im Filmemachen scheinbar noch nicht wirklich ergründen können, wie eigentlich ein Horrorfilm im Jahr 2013 auszusehen hat. Umso enttäuschender für den Genrefan, dass er mal wieder 90 Minuten kostbare Lebenszeit für nichts verschwendet hat. Finger weg!
 
 
 


 
 
 

KILLER HOLIDAY – Zensur

 
 
 
KILLER HOLIDAY ist Slasherware von der Stange. Im Vergleich zu gängigen Filmen dieses Subgenres geht es doch hier schon erstaunlich züchtig zugange. Ein paar Schauwerte (wie ein abgehackter Arm) gibt es dennoch zu bestaunen, so dass KILLER HOLIDAY mit KJ-Freigabe in den Handel kommen wird.
 
 
 


 
 
 

KILLER HOLIDAY – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Jack the Reaper – Jahrmarkt des Grauens (2011)

Das Kabinett des Schreckens (1981)

Dark Ride (2006)

Filmreview: „No One Lives“ (2012)

no-one-lives-2012
 
 
 

No One Lives

Story

 
 
 
Eine skrupellose Rasselbande böser Kleinkrimineller gerät an ein vermeintlich, friedliebendes Pärchen, das sich kurzum gefesselt in einem leerstehenden Keller wiederfindet. Erwartungsfreudig, im Kofferraum des Paares an verwertbare Wertgegenstände zu gelangen, entdeckt Oberfiesling Flynn (DEREK MAGYAR) in einem geheimen Boden des Autos das gefesseltes Mädchen EMMA, worauf die mysteriöse Entdeckung für alle Beteiligten alsbald eine unerwartete Wendung findet. Denn was keiner des Verbrecherpacks ahnt: bei dem entführten Pärchen handelt es sich um ein gemeingefährliches Killer-Duo dass nun Vergeltung fordert …
 
 
 


 
 
 

No One Lives – Kritik

 
 
 
Liebhaber der etwas härteren Gangart dürften vermutlich mit dem Titel NO ONE LIVES erneut deftigen Nachschlag serviert bekommen und somit Freunde derben Gekröses jauzend im Kreise tanzen lassen. Bereits 2008 sorgte der japanische Regisseur RYÚHEI KITAMURA (VERSUS, AZUMI) unter weltweiten Horrorjüngern für allerhand Furore. Seine Leinwand-Adaption einer Kurzgeschichte des legendären Horror-Autors CLIVE BARKER (HELLRAISER) mit dem Titel MIDNIGHT MEAT TRAIN avancierte nicht nur zu einer der besten Film-Umsetzung eines BARKER-Stoffs, sondern brachte vor allem internationale Sittenwächter aufgrund der teilweise drastischen Gewaltdarstellungen im Film auf die Barrikaden. In Deutschland wurde der MIDNIGHT MEAT TRAIN erst gar nicht veröffentlicht, so dass er über Umwege im deutschsprachigen Ausland seinen ungeschnittenen Heimkino-Release fand. Und auch der amerikanische Rechteinhaber LIONSGATE lies die BARKER-Geschichte in nur wenigen, auserwählten Kinos über die Leinwand flimmern, so dass der Film nicht einmal annähernd die Aufmerksamkeit erhielt, welche diese Verfilmung ersichtlich verdient hätte. Nach seinem ersten, etwas unwillkommenen Einstieg in den amerikanischen Filmmarkt, folgt nun mit dem Rache-Triller NO ONE LIVES seine bereits zweite amerikanische Regie-Arbeit, die mit ebenso derben Schauwerten zu keiner Minute geizt.
 
Im direkten Vergleich mit der zuvor abgedrehten CLIVE BARKER-Kurzgeschichte zieht sein aktueller Beitrag definitiv den Kürzeren, denn wirklich innovativ-erfrischende Unterhaltung für Erwachsene sucht man hier vergebens. Stattdessen wird dem Zuschauer eine vollkommen unwichtige Geschichte präsentiert, die sich einzig auf das Abhaken möglichst absurder Todesarten beschränkt. Die vornehmlich rudimentäre Geschichte wird in der ersten halben Stunde im Eiltempo abgehakt, um das fragwürdige Handeln aller Beteiligten in irgendeiner Form zu rechtfertigen. Danach wird eine zeigefreudige Splatterhatz verbraten, die vor allem den Freunden „einfacher“ Unterhaltung vortrefflich munden dürfte. Dass hiesige Zensurbehörden mit derart selbstzweckhaften Gemetzel wohl kaum Spaß verstehen werden dürfte bereits vorab auf der Hand liegen. Da werden Körper entweidet um daraufhin in selbige hineinschlüpfen zu können, um sie als Tarnkostüm zu nutzen, eine Erntemaschine wird kurzum als Fleischwolf umfunktioniert und ein siffiger Auto-Motor gibt dem Gesicht eines der Opfer den nötigen „Feinschliff“. Die hier bebilderten Ekeleffekte sind zwar alle durchaus ziemlich grotesk, verfehlen ihre widerwärtige Wirkung dennoch nur selten. Von daher dürfte vorab feststehen, dass NO ONE LIVES in seiner ungeschnittenen Form keine Chance bei der deutschen FSK haben wird.
 
Immerhin, und das muss man Regisseur RYÚHEI KITAMURA durchaus zu Gute schreiben, schafft er trotz der vorwiegend bierernsten Inszenierung einige zutiefst schwarz-humorige Elemente in seinen aktuellen Splatter-Trip einzustreuen. So dürften vor allem die diversen Szenen im Film für ein bitterbös-zynisches Lächeln sorgen, in denen den vorwiegend weiblichen Opfern das Blut ihrer männlichen Geschlechtsgenossen literweise ins Gesicht spritz und diese daraufhin planlos und aufgesetzt gen Kamera schreien. Auch Millionär-Tochter EMMA muss in ihrem Martyrium schon einiges erlebt haben, so dass sie nur wenig beeindruckt von den durchaus perfiden Spielen des psychopathischen Killers scheint und mit einer fast schon gleichgültigen Langeweile ihren hysterisch-kreischenden Mitstreiterinnen beim Sterben beiwohnt. Trotz der vermeintlich vollkommen hölzernen Inszenierung, dürften derart erheiternden Szenen allen aufgeklärten Horrorfilmfans ein lauthalses Lachen entlocken.
 
Trotzdem, einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlässt NO ONE LIVES leider nicht. Viel zu beliebig skizziert sich die Handlung und die darin austauschbaren Figuren. LUKE EVANS als unkaputtbarer Killer bleibt weitestgehend gesichtslos, wobei man sich als Zuschauer nicht nur einmal fragen dürfte, wie er es immer wieder aufs Neue schafft, jeder Situation Herr zu werden und alle Interaktionen seiner Gegner vorausahnen zu können. Sein RAMBO´reskes Handeln wirkt zu keiner Zeit nachvollziehbar, sodass seine Gegenspieler kaum den Hauch einer Chance besitzen, überhaupt überleben zu können und es bereits zu Beginn ersichtlich scheint, wer bei diesem primitiven Hahnenkampf den Kürzeren ziehen wird. NO ONE LIVES ist leider kein wirklich intelligenter Beitrag innerhalb seines Genres, aber dennoch kann man Regisseur RYÚHEI KITAMURA nicht unterstellen, einen Film realisiert zu haben der langweilt. Mit einem erstaunlich hohen Tempo verbrät er eine Schlachterplatte der Extraklasse, die trotz dem Nichtvorhandensein irgendwelcher Identifikationsfiguren für reichlich Kurzweil sorgt. Dabei dürfte vor allem das Interesse im Vordergrund stehen, welcher der anwesenden Protagonisten als nächstes und in welcher Form das Zeitliche segnen wird. Politisch korrekt ist das alles natürlich nicht; ausgehungerte Gorhounds dürfte das natürlich kaum interessieren, sodass NO ONE LIVES auf gleicher Ebene mitschwimmt, wie zuletzt THE COLLECTION und das allseits beliebte SAW-Franchise: Gewalt als Mittel zum Selbstzweck, um die kaum vorhandene Geschichte tragen zu können.
 
 
 
NO ONE LIVES ist eines dieser Filmchen, auf welchen sich der Filmfreund aufgrund des vielversprechenden Zugpferdes (in diesem Fall RYÚHEI KITAMURA als Regisseur des zuvor abgedrehten MIDNIGHT MEAT TRAIN) ersichtlich freut und hofft, dass sein aktueller Beitrag auch das hohe Niveau seines Vorgängerfilmes konsequent beibehalten kann.
Leider ist ihm das im Fall von NO ONE LIVES leider nicht wirklich gelungen. Zwar dürfte der Film, aufgrund seiner teilweise derben Gewaltszenen, ausgehungerte Splatterfans einige Freudentränen entlocken; wirklich nachhaltig oder prägend ist sein aktueller Slasher-Thriller leider nicht. Vielmehr ist sein aktueller Horrorfilm eines dieser Werke, die man zwar einmal gesehen, aber nach wenigen Tagen bereits schon wieder vergessen hat. Aufgrund der Masse an ähnlich gewerkelten Beiträgen hinterlässt sein NO ONE LIVES leider keinen wirklich nachhaltigen Eindruck. Hoffen wir, dass es so schnell zu keiner weiteren dummen Fortsetzung kommt. Denn das Ende suggeriert, wie aktuell im Genre-Film üblich, einen weiteren möglichen Ableger – ob dieser jedoch zwingend von Nöten ist sollte jeder Horrorfans für sich selbst entscheiden!
 
 
 


 
 
 

No One Lives – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Derber Thriller, der das Herz jedes Horrorfans aufgrund der vielen „bösen“ Szenen definitiv höher schlagen lassen dürfte. Trotzdem, im Vergleich zu RYÚHEI KITAMURA Erstlingswerk MIDNIGHT MEAT TRAIN eine herbe Enttäuschung!
 
 
 


 
 
 

No One Lives – Zensur

 
 
 
Eine ungeschnittene „Keine Jugendfreigabe„-Kennzeichung durch die FSK dürfte hier ausgeschlossen werden. Mit etwas Glück passiert er ungekürzt die SPIO/JK!
 
 
 


 
 
 

No One Lives – Trailer

 
 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
The Aggression Scale (2012)

Storm Warning (2007)

Eden Lake (2008)

Filmreview: „The Cabin in the Woods“ (2011)

The Cabin in the Woods" (2011) - Filmplakat - Review auf Filmcheck
 
 
 

Cabin in the Woods

Story

 
 
 
Die fünf College-Studenten Dana, Curt, Jules, Marty und Holden planen einen hübschen Ferientrip zu einer angemieteten Hütte, tief draußen im Wald. Kaum dort angekommen bricht die Nacht herein und seltsame Geschöpfe trachten um das Leben der fünf partyhungrigen Kids. Für die Teens beginnt ein Kampf auf Leben und Tod, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt.
 
 
 


 
 
 

Cabin in the Woods – Kritik

 
 
 
Lang hatte er im Archiv geschlummert – dann endlich, 3 Jahre nach Produktionsbeginn kam er doch noch in die internationalen Kinos und setzt seinen Erfolgzug nun endlich auch auf DVD und Blu-ray fort. Bereits im Jahre 2010 sollte der 30 Millionen Dollar teure Horror-Thriller namens „The Cabin in the Woods“ in den Lichtspielhäusern erfolgversprechend anlaufen, wurde aber aufgrund strenger Geldsorgen und anschließender Insolvenz des Major-Produktionsstudios „MGM“ auf unbestimmt Zeit verschoben. Um die erwartungsfreudigen Filmfans dennoch bei Stange halten zu können und weiterhin Interesse für das Projekt zu wecken, wurden in regelmäßigen Abständen hübsch gestaltete Filmplakate veröffentlicht, die auf einen internationalen Kinostart hoffen liesen. Leider wurden alle angepeilten Starttermine kurz vor Filmveröffentlichung bereits vom Vertrieb wieder dementiert, weil der amerikanische Rechteinhaber nicht an den Erfolg der Horrorproduktion glaubte und die finanziellen Schwierigkeiten „MGM´s“ kaum Platz für Experimente zuliesen, sodass man in Horrorfilmkreisen bereits an der Ernsthaftigkeit des Projektes zweifelte. Nach einer 3-jährigen Veröffentlichungs-Odyssee hatte sich das einschlägige Genre-Label „Lionsgate“ die Rechte des Thrillers geschnappt und zugleich „The Cabin in the Woods“ Mitte April 2012 in den amerikanischen Kinos ausgewertet – mit immensen Erfolg, wie die amerikanischen Zuschauerzahlen der darauffolgenden Wochen eindrucksvoll bewiesen. Fast das Doppelte an Produktionskosten wurde eingespielt, sodass „The Cabin in the Woods“ letztendlich, trotz erheblicher Startschwierigkeiten, für alle Beteiligten ein rentables Geschäft bedeutete.
 
Und auch in unseren Gefilden löste der kleine, frische Genre-Mix nach seinem Kinostart im Herbst 2012 unter hiesigen Horrorfilmfans euphorische Begeisterungsstürme aus; kein Wunder erlebt der Filmfreund mit „The Cabin in the Woods“ eine der erfirschendsten Genre-Produktionen seit Jahren. Sicherlich dürfte der kleine Horrorschocker keinen Innovationspreis mit seinem recht notdürftig zusammengewerkelten Grundplot gewinnen, aber letztendlich will er vermutlich das Horrorgenre auch nicht wirklich neu erfinden, sondern schlicht und einfach nur unterhalten. Drew Goddard , der sich zuletzt als Regisseur bekannter TV-Produktionen („Buffy“, „Angel“, „Lost“) einen umfangreichen Erfahrungsschatz aneignen konnte, hat mit „The Cabin in the Woods“ einen hippen und zeitgemäßen Film kreiert, der unglaublich Spass macht und dessen Plott durch derben Zynismus zu glänzen weiß und mit einem gehörigen Augenzwinkern genossen werden sollte.
 
Vorab, wer sich den Spaß durch unnötiges Spoilern nicht vermiesen lassen möchte, dem sei an dieser Stelle dringend von der Sichtung des Trailers, sowie der folgenden Review abgeraten, denn letztendlich macht „The Cabin in the Woods“ eindeutig mehr Spaß, wenn man so wenig wie möglich über diesen kleinen, fiesen und hübsch durchgestylten Film weiß. „The Cabin in the Woods“ macht bereits zu Beginn keinen Hehl daraus, was er eigentlich sein will und erklärt dem Zuschauer vorab, was gleich mit den fünf, bewusst klischeehaft handelnden, Pappnasen passieren wird. Ein kluger Schachzug, verändert der Film mit seinem vorwegnehmenden Storytwist die grundlegenden Regeln eines jeden typischen Horrorfilms und bietet so einige recht gelungene Überraschungseffekte, mit denen der Zuschauer in derart Form vermutlich nicht rechnen dürfte. Die Interaktionen der stereotypen Charaktere sind natürlich vollends so vorhersehbar gewollt, zumal man bereits nach den ersten Filmminuten merklich spürt, dass sich „The Cabin in the Woods“ in keiner Filmminute ernst nehmen möchte. Parallelen zur selbstironischen Inszenierung eines „Scream“ sind hier unübersehbar und vollends gewollt.
 
Goddards“ Kinodebüt ist vermutlich DIE grandioseste Veräpplung der unzähligen Splatter-Genres der vergangenen Jahrzehnte. Die wundervoll-schräge Hommage an all die derben Splatter-Schinken und Horrorklassiker der Filmgeschichte birgt so manche Überraschung und beweist ein selbstsicheres Händchen für einige wahrlich liebevolle Filmzitate. Die ehrfürchtige Verbeugung vor Raimis Klassikers „Evil Dead“ dürfte vermutlich allen Fans dieses Kultfilms ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern, denn die modrige Holzhütte aus jenem Kultstreifen bietet die Grundlage zum vielversprechenden „Cabin in the Woods„. Wer jetzt jedoch denkt, dass der Film bereits zu Beginn seine gesamten, kreativen Ideen verschießt, der irrt. Die Einleitung und die gesamte erste Filmhälfte ist routiniert abgedrehter Teenie-Horror mit einigen recht hübschen Todesszenen. Hierbei rechnet das Genre-Werk mit einigen äußerst abgedroschenen Genre-Klischees auf ziemlich unsanfte Weise ab, ohne dabei jedoch den bissigen Humor zu vernachlässigen, welcher die gesamte Szenarie begleitet und für einige durchaus ansprechende Schenkelklopfer sorgt. Erst in der zweiten Filmhälfte beginnt „The Cabin in the Woods“ aus den Vollen zu schöpfen und punktet mit einem wahrhaftigen grandiosen Effekt und Gewalt-Feuerwerk der Extraklasse, das zudem auch splattergierige Horrorfilmnerds vollends zufriedenstellen dürfte. Was in den letzten Filmminuten an Blut und Gekröse verbraten wird, hat man in derart grotesker Weise schon lange nicht mehr auf der großen Leinwand und auf den heimischen Mattscheiben bewundern dürfen. Zudem erwartet dem Zuschauer eine feuchtfröhliche Geisterbahnfahrt durch die Annalen des Horrorfilms und selbst Freunde der Leinwand-Ikone Sigourney „Ripley“ Weaver dürfen sich auf einen „kruden„, wenn auch recht kurzen, Gastauftritt der Schauspiellegende freuen.
 
Am Ende ist doch noch alles gut geworden. Das ungewollte „MGM“-Stiefkind mit dem Titel „The Cabin in the Woods“ hat doch noch eine würdige Veröffentlichung spendiert bekommen und ist dort gelandet, wo es vermutlich am besten aufgehoben ist: im Kino und aktuell sogar auf Blu-ray sowie DVD. Der Horrorfilm-Gemeinde dürfte dieser Film unweigerlich munden, denn „The Cabin in the Woods“ ist zwar gruselig und unheimlich, dafür aber auch ein richtiger Party-Film, der mit gehörigem Alkoholpegel vermutlich die beste Wirkung erzielen dürfte. Nicht nur, dass er mit diversen Klischees des modernen Horrorfilm abrechnet, der überraschende und vollkommen superbe Storytwist ab Filmmitte ist der eigentliche Kern dieser witzigen Genreproduktion. Hier gibt es Action, Splatter und Blut frei für Alle – was will man als Horrorfilmfreund denn mehr?
 
 
 


 
 
 

Cabin in the Woods – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Scream“ war gestern – jetzt kommt „The Cabin in the Woods“. Für Anhänger des phantastischen Genre-Films absolutes Pflichtprogramm!
 
 
 


 
 
 

Cabin in the Woods – Zensur

 
 
 
Die Heimkinoversion ist mit einer „FSK 16“ – Kennzeichnung vollkommen ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

Cabin in the Woods – Deutsche Blu-ray

 
 
 

The-Cabin-in-the-Woods_bluray

 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Cabin in the Woods; USA 2011

Genre: Horror

Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1080p/24, 2,40:1

Laufzeit: ca. 95 Min

FSK: FSK 16

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Interactive Experience (Bonus View), We Are Not Who We Are: Making The Cabin in the Woods, AN ARMY OF NIGHTMARES: Makeup & Animatronic Effects, The Secret Secret Stash: Marty’s Stash, Hi, My Name is Joss and I’ll Be Your Guide, WonderCon Q&A, Kinotrailer

 
 
 
Die ungeschnittene Blu-ray aus dem Hause „Universum“ kommt erstaunlich umfangreich daher. Es ist ja aktuell zu einer argen Seltenheit geworden, wenn kleinen Genre-Hitgaranten mit reichlich Boni ausgestattet werden. Neben den obligatorischen Trailer, gesellen sich Audiokommentare und diverse Making ofs. Zudem existieren diverse Bild-in-Bild Features, die während des Filmes verhäuft aufplobben und genug Informationen über die Entstehung des Films offenbaren. Leider hat „Universum“ nur einige der diversen Extras (die übrigens ALLE in HD vorliegen) untertitelt, sodass gerade Fans, welche des Englischen nicht mächtig sind, durchaus ihre Probleme mit einigen Features haben dürften. Hierzu zählen die Audiokommentare, ebenso wie die grandiose Bild-in-Bild-Zugabe. Schade! Rein technisch ist diese Veröffentlichung durchaus als gelungen zu betiteln. Der Ton brummt in den Actioneinlagen gehörig auf und am Bild lässt sich kaum etwas zu beanstanden. Gerade in den hellen Passagen kommt das Bild scharf und knackig zu Geltung. Auch ein erfrischender Schwarzwert, weiß in den dunklen Szenen zu gefallen. Im Ganzen betrachtet, kann man an der „Cabin in the Woods„-Veröffentlichung nicht meckern.
 
Zudem hat sich „Universum“ für alle Fans ein ganz besonderes Schmankerl einfallen lassen:
Das sogenannte „Augmented-Reality-Special“ ist eine recht raffinierte App, mit der man das Blu-ray Cover scannen und das ominöse Häuslein des Films durch die Luft sausen lassen kann. Hierfür einfach die App herunterladen, den verschlüsselten QR-Code auf dem Cover scannen und das Cover der Blu-ray filmen. Prompt beginnt die titelgebende Hütte zu schweben. Klickt man nun selbige in einer bestimmten Kombination an, erscheint sogar der Trailer zum Film. Damit die Suche nach dem perfekten Code nicht in euphorischen Wutausbrüchen ausartet, hier natürlich auch die korrekte Kombination: Oben rechts, Mitte links und unten rechts auf die Hütte tippen. Dann erscheint der Trailer.
 
 
 

The Cabin in the Woods [Blu-ray] bei AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

Cabin in the Woods – Trailer

 
 
 


 
 

Hellraiser80

 
 
Ähnliche Filme:
 

Bloody Bloody Bible Camp (2012)

The Evil Dead 2 (1987)

Scary Movie (2000)