Kritik: „Wolf Creek: Staffel 1“ (2016)

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WOLF CREEK: STAFFEL 1

Story

 
 
 
Die Teenagerin Eve (LUCY FREY aus THE DARKNESS) will den Mord an ihrer Familie rächen. Dahinter steckt kein Geringerer als Mick Taylor, der in den bisherigen WOLF CREEK-Kinoausflügen so manch ahnungslosen Touristen blutig um die Ecke gebracht hat.

 
 
 


 
 
 

WOLF CREEK: STAFFEL 1 – Kritik

 
 
 
Kino allein reicht heute nicht mehr aus. Seit Kinobetreiber über Besucherrückgang klagen und Blockbuster für kleines Geld mittels Stream direkt ins Wohnzimmer kommen, hat auch in der Filmindustrie ein Umdenken stattgefunden. Kino im TV-Format heißt der neue Trend, mit dem sich große Filmstudios und VOD-Anbieter seit Jahren ein goldenes Näschen verdienen. Dafür werden oft beliebte Filmfranchises, bekannte Kinoerfolge oder namhafte Kultklassiker als Fernsehserie adaptiert, um auch das Geld derer abgreifen zu können, die die heimische Couch dem Kinosessel vorziehen. Offenbar fährt man mit dieser Masche gut, was hohe Produktionsstandards beweisen. So sehen viele TV-Serien mittlerweile besser aus als mancher Kinostreifen, der starbesetzt vergebens um die Gunst des Publikums buhlt. Für ambitionierte Filmemacher ein gefundenes Fressen. Denen offenbaren sich bei der Umsetzung von TV-Serien nicht nur bessere Möglichkeiten durch mehr finanzielle Mittel. Auch die Freiheit des Erzählens hat zur Folge, dass immer mehr Schauspieler und Regisseure zum Fernsehen abwandern, um dort Zuschauer glücklich machen zu können. Letztere haben die Fäden in der Hand und entscheiden über Erfolg oder Aus. Das hatte bisher nicht selten zur Folge, dass schon so manche Serienadaption bereits nach wenigen Folgen wieder eingestellt wurde. Es ist eben nicht alles Gold was glänzt.
 
 
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Nach dem TV-Recycling von Horrorware wie SCREAM, EVIL DEAD oder FROM DUSK TILL DAWN hat es nun auch der Backwood-Slasher WOLF CREEK getroffen, welcher nach zwei Kinoausflügen ebenso im TV-Format fortgeführt wird. Der australische Streaming-Anbieter STAN macht es AMAZON und NETFLIX gleich. Dort bekommen Abonnenten immer öfter exklusiv produzierte Fernsehserien zu sehen, die man sich nur anschauen kann, wenn man als Kunde einen monatlichen Obolus zahlt. Offensichtlich fand das Konzept auch bei der australischen VOD-Plattform STAN Anklang, weshalb man sechs Folgen für eine erste Staffel produzieren lies, damit man die Geschehnisse um Serienkiller Mick Taylor weiterspinnen konnte. Was jedoch Liebhaber härterer Filmunterhaltung hellhörig macht, dürfte die meisten Fans der Filme enttäuschen. WOLF CREEK – DIE SERIE ist nämlich aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Die Serienumsetzung lässt sich mehr Zeit für Geschichte, Charaktere und Spannung. Was aber fehlt sind die harten Gewalteskapaten, die WOLF CREEK und seine Fortsetzung in Horrorkreisen so beliebt gemacht haben. Ob es sich da überhaupt lohnt die sechs 45-Minüter der Mini-Serie anzuschauen?
 
 
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Staffel 1 der WOLF CREEK-Serie beginnt mit altbewährter Formel, für die sich die bisherigen Leinwandabenteuer bei Horrorfans einen Namen machen konnten. Im Mittelpunkt steht dir Teenagerin Eve, die mit den Eltern und dem kleinen Bruder im Wohnwagen durchs australische Outback reist. Eigentlich ist der bisherige Urlaub für die amerikanische Familie ein aufregendes Erlebnis. Doch die Reise erlebt bald eine entscheidende Wendung, die den Zuschauer mit auf eine Reise voller Gefahren nimmt. Unterwegs trifft man auf den zynischen Mick Taylor, der sich bald als boshafter Todesengel entpuppt. Er besitzt eine Leidenschaft für das Töten von Touristen und ermordet die Familie auf grausame Weise. Leider ging er bei seiner gewissenlosen Tat nicht sonderlich genau vor. Eve wird von der Polizei gefunden, wird ins Krankenhaus gebracht und überlebt. Statt jedoch mit den Gesetzeshütern zusammenzuarbeiten, nimmt die traumatisiere Jugendliche das Gesetz bald selbst in die Hand. Sie kauft sich einen gebrauchten Bus und macht sich auf den Weg, um den Mord an der Familie zu rächen. Keine leichte Aufgabe, wenn man kaum Anhaltspunkte besitzt. Was folgt ist eine Irrfahrt durch das australische Hinterland, die das Mädchen vor manch furchteinflößende Herausforderung stellt. Hier draußen herrschen eben andere Gesetze.
 
 
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Keine reine Horror-Serie, sondern eher ein ruppiges Roadmovie auf sechs Episoden verteilt. Der Serienausflug wird die meisten Horrorfans vor den Kopf stoßen. Anders als erwartet, steht hier nicht ausschließlich Serienkiller Mick Taylor im Fokus. Serienschöpfer GREG MCLEAN konzentriert sich im TV-Rachefeldzug in erster Linie auf Widersacherin Eve, die durch staubige Wüstenlandschaften pilgert, um eine Spur zum Mörder ihrer Familie zu finden. Die besitzt nichts anderes, als ein Foto auf dem der fahrbare Untersatz ihres Peinigers zu sehen ist. Damit macht sie sich auf und wittert schon bald die Fährte zum berüchtigten Touristenkiller. Weil ein Herumirren durchs Outback auf Dauer recht langweilig werden kann, hat man an Nebenhandlungen gedacht. So trifft die Serienheldin im Verlauf der Suche auf verschiedenste Charaktere, die ihr mal mehr, mal weniger hilfreich zur Seite stehen. Aber nicht nur helfende Hände bringen Eve dem Ziel ein Stück näher. Die attraktive Frau muss sich im Verlauf der wenigen Episoden auch gegen allerhand menschlichen Abschaum zur Wehr setzen, der draußen in der Wildnis nach eigenen gesetzlosen Regeln lebt und gern mal junge Teenagerinnen zum Frühstück verspeist. Das sorgt für manch raue Szene, in der sich die Heldin unachtsam in Gefahr bringt. Doch Eve wächst über sich hinaus. Die verwandelt sich in sechs Folgen vom grauen Mäuschen zur Kampfamazone und liest Filmbösewicht Mick Taylor am Ende selbstverständlich die Leviten. Dass ein offene Ende einer weiteren Staffel die Türen offen hält, dürfte wohl die wenigsten Zuschauer verwundern – schließlich muss die Erfolgskuh so lange gemolken werden, bis sie keine Milch mehr gibt.
 
 
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Unterm Strich ist Staffel 1 von WOLF CREEK weder Fisch noch Fleisch. Die Serie beginnt stark, schwächelt aber nach drei spannenden Episoden. Offenbar sind den Machern bereits in der Halbzeit die Ideen ausgegangen, weshalb sich der Weg bis zur Zielgeraden zieht wie Kaugummi. Erst im Finale findet die erste Season zu eigentlicher Größe zurück und lässt im blutigen Schlagabtausch zumindest kurz die gewalttätigen Kinofilme Revue passieren. Bis dahin ist von schaufreudigen Perversionen kaum etwas zu sehen. Gleiches gilt übrigens auch für den bekannten Filmbösewicht. Der macht sich in der Serie so ziemlich rar und mordet zur Abwechslung still und leise. Die Kamera blendet meist schnell weg, wenn es für Gorehounds interessant wird. Das dürfte enttäuschte Gesichter zurücklassen. Immerhin wurde aber eine weitere Staffel bestätigt. Mal schauen, ob man dem Gehör der Fanbase diesmal Beachtung schenkt und das Treiben blutrot färben wird. Den eingefleischten WOLF CREEK-Anhängern wäre es zumindest zu wünschen.
 
 


 
 
 

WOLF CREEK: STAFFEL 1 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
MAD MAX in blutrot. Die erste Staffel der WOLF CREEK-Serie bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Der raue Ton der Kinofilme ist auch in der Serienadaption zu verzeichnen. Was aber fehlt, sind die ausufernden Gewaltmomente und die zynische Metzelorgien von Serienkiller Mick Taylor durch die die WOLF CREEK-Filme bekannt geworden sind. Letzterer ist hier nur Beiwerk und eher selten zu sehen. Zwar ist auch in der Serienumsetzung dessen Leidenschaft fürs Morden Programm – die Kamera fängt diese aber nur selten ein. Erst im Finale bekommt der Zuschauer ein paar deftige Schauwerte präsentiert. Bis dahin erlebt die WOLF CREEK-Serie so manches auf und ab. Qualitativ ist die erste Season durchwachsen. Die Serie beginnt stark und baut ab der Halbzeit erschreckend ab. Hier wird deutlich, dass manche Filmstoffe einfach nicht für Fortsetzungen oder Serien prädestiniert sind. Nach gerade einmal drei Episoden gehen der Serie die Luft und den Drehbuchschreibern die Ideen aus. Immerhin erhält der Zuschauer Antworten. Serienschöpfer GREG MCLEAN macht einen kurzen Abstecher in die Vergangenheit seines Bösewichts und erklärt in unschönen Bildern, wie es zur Leidenschaft fürs Abschlachten gekommen ist. Sonderlich einfallsreich sind die Gründe nicht. Aber das hat wohl auch niemand von einer Serie zu einer Backwood-Slasher-Reihe erwartet, die in erster Linie durch Gewalt, Gewalt und nochmals Gewalt bekannt geworden ist. Weil der Filmstoff kaum für eine erste Staffel ausgereicht hat, darf man gespannt sein, wie Staffel 2 fortgesetzt werden soll. Insofern die Spezialeffektkünstler häufiger ihres Amtes walten werden, dürfte das wohl den meisten Zuschauern auch relativ egal sein. Die erste Season zumindest schwächelt wegen allerhand Startschwierigkeiten. Es kann nur besser werden.
 
 
 


 
 
 

WOLF CREEK: STAFFEL 1 – Zensur

 
 
 
Auch wenn sich die erste Staffel von WOLF CREEK im direkten Vergleich zu den Spielfilmen hinsichtlich der Gewalt stark zurückhält, gibt es dennoch Schauwerte zu sehen. Gleich in den ersten Minuten der ersten Season wird eine Familie recht kaltblütig vor der Kamera erschossen. Danach machen sich Gewaltmomente rar. Meist werden die Übergriffe durch Serienkiller Mick Taylor nur angedeutet oder die Kamera blendet weg. Erst im Finale geht es wieder etwas ruppiger zur Sache. Dann werden Messer und angespitzte Stöcke in Körper gerammt. Ebenfalls hart anzusehen: Wie einer der Protagonisten sich die Hand mit einer Säge abtrennt. SAW lässt grüßen. WOLF CREEK – DIE SERIE ist trotz Mad-Max-Kulisse nicht sonderlich brutal. Da hat man im WALKING DEAD-Universum weitaus heftigeres zu sehen bekommen. Staffel 1 hat in Deutschland in der ungeschnittenen Fassung eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten.
 
 
 


 
 
 

WOLF CREEK: STAFFEL 1 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Polyband (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Wolf Creek: The Complete First Season; Australien 2016

Genre: Horror, Serie, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080i)

Laufzeit: ca. 295 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover und im Schuber

Extras: Cinema to Series, Making a Series, Locations, u.a.

Release-Termin: 25.05.2018

 

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WOLF CREEK: STAFFEL 1 – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Stan Australia | Polyband)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wolf Creek (2005)

Wolf Creek 2 (2013)

Outback – Tödliche jagd (2011)

Crawl (2011)

Drifter (2016)

Filmkritik: „The Darkness“ (2016)

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THE DARKNESS

(6 MIRANDA DRIVE)

Story

 
 
 

Eine Familie bringt aus dem Urlaub am Grand Canyon ein ganz merkwürdiges Souvenir mit nach Hause. Dort passieren bald seltsame Dinge.

 
 
 


 
 
 

THE DARKNESS – Kritik

 
 
 
KEVIN BACON und RADHA MITCHELL (SILENT HILL und dessen Fortsetzung) in einem Horrorfilm von der Stange im Kaufhaus. Was die beiden Schauspieler geritten hat, in THE DARKNESS mitzuspielen, dürfte wohl auf ewig ein großes Rätsel bleiben oder sich auf den Bankkonten der beiden abgespielt haben. Mehr als 08/15-Gruselei wird hier nicht geboten. Abermals sagen BLUMHOUSE PRODUCTIONS (EXITUS, SINISTER und das MARTYRS-Remake) Horrorfans mit Hirn den Kampf an. Die Produktionsfirma ist berüchtigt, Genrefilme für den Massenmarkt zu produzieren und sich dabei auf bekannten Horrorpfaden zu bewegen. Auf dass der Kinozuschauer beim Gruseln nicht überfordert werden möge. Immerhin hatte man mit dieser stets gleichen Mixtur aus Schreck und Schauer oft Glück. Viele der hauseigenen Leinwand-Schocker wurden – gerade wegen der überraschungsarmen Gruseltaktik – zu Kassenhits, was vor allem für jene Regisseure bitter gewesen sein dürfte, die an ambitionierten Indie-Projekten tüfteln und den Horrorfans auch mal Unkonventionelles bieten.
 
 
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Von Unkonventionellem oder Unverbrauchtem ist THE DARKNESS weit entfernt. Regisseur GREG MCLEAN gab sich die Blöße und hat kommerzielles Popcorn-Kino inszeniert, in dem eher die Spezialeffekte in Erinnerung bleiben als Geschichte oder Schauspieler. Fernab seiner üblichen Handschrift bekleckert sich Macher GREG MCLEAN nicht mit Ruhm. Zuletzt hatte er wegen derber Gewaltdarstellungen in WOLF CREEK 2 für Furore gesorgt und kam damit beim Publikum gut an. Umso verwunderlicher, warum er der Linie nicht treu geblieben ist. Blutorgien gibt es diesmal nicht zu sehen. Der gewalterprobte Macher versucht sich im Geister-Einmaleins. Das bedeutet: weniger Explizites, dafür mehr subtiler Budenzauber. Ob sich der Australier diese Entscheidung gut überlegt hat?
 
 
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Von nervigen Kindern und nicht sonderlich schlauen Dämonen. THE DARKNESS begleitet eine Familie beim Urlaub am Grand Canyon. Dort entdeckt der autistisch veranlagte Sohnemann fünf seltsame Steine in einer geheimen Höhle und nimmt sie mit nach Hause. Daheim ereignen sich bald schaurige Dinge. Der Junge verhält sich schräg und plaudert mit einer unsichtbaren Freundin. Erst will er Großmutters Katze an den Kragen, später zündet er sein Kinderzimmer an. Die Eltern (BACON und MITCHELL) sind ratlos und recherchieren im Internet. Dort wird man schnell fündig. Bösartige Dämonen! Dunkelheit soll über die Menschen kommen und ihre Zerstörung bewirken. Weil die Schattenwesen versehentlich aus ihrem Gefängnis befreit wurden, haben sie nun leichtes Spiel. Doch natürlich kommt alles anders. Weil THE DARKNESS nun mal ein Hollywood-Film ist, siegen am Ende die Guten über das Böse. Gott sei Dank.
 
 
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Wer schon ein paar Gruselfilme aus der Traumfabrik auf dem Schirm hatte, wird sich hier reichlich unterfordert fühlen. THE DARKNESS erfindet das Rad nicht neu und orientiert sich beim Angstmachen lieber an Altbewährtem. Vergleicht man die Vorgehensweise des Streifens, sind Parallelen zu anderen Filmen aus dem Hause BLUMHOUSE nicht von der Hand zu weisen. Das Produktionsstudio scheint an Geistern, Dämonen und Spuk einen Narren gefressen zu haben und produziert paranormalen Hokuspokus am Fließband. Nach ständig ähnlicher Machart (siehe: DER KULT, INSIDIOUS: CHAPTER 3 und JESSABELLE) – vermutlich solange sich dafür noch Zuschauer begeistern lassen. Leider ist die altbewährte Gruselrezeptur in THE DARKNESS aufgrund ihrer Vorhersehbarkeit nicht gerade Spannungsgarant. So passieren erst unerklärliche Phänomene, die natürlich ergründet werden müssen. Ist man erst des Rätsels Lösung ein Stück näher gekommen, muss ein Geisterjäger her. Der scheucht im Finale das Böse auf, um es zurück dahin zu weisen, wo es hergekommen ist. Das ist nicht gerade das, wofür man im Kino Geld für ein Kinoticket ausgeben müsste, wenn man doch gleiche Schauergeschichten in jeder drittklassigen Vorabendserie oder günstig gedrehten Videoproduktion zu sehen bekommt. Immerhin werden Besitzer von Heimkinoanlagen kurze Gänsehautmomente bekommen. In den letzten zehn Minuten wird an lauten Spezialeffekten nicht gegeizt. So durften Effekte-Macher und Tontechniker zeigen, was sie können. Besser macht das THE DARKNESS leider keineswegs.
 
 
 


 
 
 

THE DARKNESS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Einfallsloser dafür aber starbesetzter Gruselfilm, der sich recht unverfroren bei Klassikern wie POLTERGEIST oder THE AMITYVILLE HORROR bedient. Was jedoch dort seinerzeit für Gänsehaut gesorgt hat, ist in THE DARKNESS kalter Kaffee, weil der Film müde die ausgelutschten Etappen gängiger Geister- und Spukfilme abhakt. Das macht den kommerziellen Schnarcher vorhersehbar und verursacht Langeweile. Neue oder gar frische Ideen sind in diesem Gruselstreifen Mangelware. Übrigens stoßen zwei Schauspieler im Film erneut aufeinander. KEVIN BACON und JENNIFER MORRISON trafen sich bereits am Set zum Geisterthriller ECHOES – STIMMEN AUS DER ZWISCHENWELT. Leider scheinen alle Schauspieler im Film – wie das Drehbuch – ebenfalls gelangweilt und unterfordert zu sein. Zudem will man das Gefühl nicht loswerden, als wären KEVIN BACON und RADHA MITCHELL als leidgeplagte Eltern für die Rollen ungeeiget. Die wollen so rein gar nicht harmonieren und dürften die Arbeit an THE DARKNESS nur deshalb angenommen haben, weil es genug Zaster gab. THE DARKNESS ist eine Enttäuschung und mal wieder Beweis dafür, dass selbst bekannte Schauspieler einen Horrorfilm mit miserablem Drehbuch nicht besser machen können.
 
 
 


 
 
 

THE DARKNESS – Zensur

 
 
 
Gewalt gibt es im Film nicht zu sehen. Eines der Filmkinder wird von einem Hund gebissen. Am Ende werden einigen Protagonisten am Boden liegende Gegenstände entgegengeschleudert und verletzen die Haut. THE DARKNESS hat in Amerika eine PG13-Freigabe erhalten. Hierzulande gab es in ungeschnittener Form eine FSK16.
 
 
 


 
 
 

THE DARKNESS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NEW KSM (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Darkness; USA 2016

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (DTS-HD MA 5.1), Englisch (DTS-HD MA 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: FSK16

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Alternatives Ende, Entfallene Szenen, Trailer, Bildergalerie

Release-Termin: 13.03.2017

 

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THE DARKNESS – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei: NEW KSM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Insidious (2010)
 
Poltergeist (1984)
 
The Dead Room (2015)