Filmreview: „Im Bann der Hexe“ (2013)

The_wicked_2013
 
 
 

IM BANN DER HEXE

THE WICKED

Story

 
 
 
Legenden ranken um eine kleine amerikanische Kleinstadt. Geschichten, die von einer bösartigen Hexe berichten, die tief in den Wäldern hausen und sich den Kinder des Ortes bemächtigen soll, um sich an deren Fleisch zu laben, das sie bereits über Jahrhunderte am Leben hält. Auch die siebenjährige Amanda fällt beinahe dem blutigen Treiben der gierigen Greisin zum Opfer, wären da nicht sechs Kids, die dem Wahrheitsgehalt der urbanen Legende auf den Grund gehen wollen. Zu aller Überraschungen müssen die Freunde kurzerhand feststellen, dass der Mythos über die Kinder verschlingende Kreatur reeller ist, als anfänglich gedacht. In einem leerstehenden Häuslein weit draußen im Wald, stoßen die Jugendlichen nicht nur auf die kürzlich verschwundene Amanda, sondern auch auf die wütende Hexe aus all den geheimnisvollen Legenden …
 
 
 


 
 
 

IM BANN DER HEXE – Kritik

 
 
 
Nachdem kreative Folterfürsten, menschenfleischgierige Zombies und dreiste Poltergeister die heimischen Mattscheiben und Kinosäle mannigfach bevölkert haben, sind nun bösartige Hexen an der Reihe, um den Filmfreund den unlängst gebeutelten Horrorfilm erneut schmackhaft zu machen. Nach dem internationalen Action-Spektakel HÄNSEL UND GRETEL – HEXENJÄGER und dem durchweg stimmigen MAMA keine üble Idee, denn im Fahrtwasser erfolgreicher Mainstream-Filmchen lässt sich am effizientesten der schnelle Dollar erwirtschaften. Um den vorliegenden IM BANN DER HEXE optimal genießen zu können, sollte man im Vorfeld alle Erwartung gehörig zurückschrauben, denn nur so lässt sich dieser vollkommen banale B-Movie-Aufguss am Besten goutieren. Im Zentrum der Geschehnisse stehen einige übermütige Kids, die natürlich vollkommen angstbefreit, den Legenden einer sagenumwobenen Hexe auf die Schliche kommen wollen und dabei natürlich tatsächlich auf jenes Monster stoßen. Im Keller einer zerfallenen Holzhütte hat die ihre eigene „Fleischerei“ eingerichtet und scheint mit einer Genüsslichkeit allzu neugierige Kids durch ihren hauseigenen Fleischwolf zu jagen. Doch bis es überhaupt soweit kommt, benötigt IM BANN DER HEXE (der übrigens im Original THE WICKED heisst) einen ziemlich zähen Anlauf. Nach einem stimmigen Auftakt und ansprechenden Opening-Credits vergeudet der Film geschlagene 30 Minuten damit die richtige Richtung zu finden. Da werden eine Handvoll naiver Kids in die Szenarie geworfen und blabbern fortan dummes Zeug, was der Handlung nur selten dienlich sein will. Hierbei scheint dem Film nicht gänzlich schlüssig zu sein, wie er denn nun eigentlich zum Punkt kommen soll. Es werden die obligatorischen Stereotypen eingeführt, dem ungenierten Beischlaf gefrönt und natürlich allerhand Schabernack getrieben, der nur selten wichtig für den Fortgang der Handlung sein möchte. Alles hat den Anschein, als würde dem Zuschauer hier eine erschreckend bedeutungslose Episode einer x-beliebigen TV-Serie serviert, was natürlich nicht wirklich verwundert, wenn man sich die Filmografie des Regisseurs PETER WINTHER zu Gemüte führt. Seine bisherigen Regiearbeiten beschränken sich vorwiegend auf ein breit gefächertes Sammelsurium bekannter TV-Formate. Und so überrascht nicht wirklich, dass es IM BANN DER HEXE mit einer spielerischen Leichtigkeit gelingt, dem Niveau eines günstig heruntergekurbelten Fernsehfilmchen vollends gerecht zu werden.
 
Wer jetzt jedoch denkt, dass IM BANN DER HEXE aufgrund der beschriebenen Defizite zwingend schlecht sein muss, der irrt. Denn mit dem Einbruch der Nacht, erwacht auch der Film aus seiner bedeutungslosen Lethargie und verpulvert ein kurzweiliges Action-Feuerwerk, das den penetrant-billigen Unterton dieser Low Budget-Produktion rasch vergessen lässt. Die Kids flüchten waldein, waldaus, erkunden die Hütte der Hexe, laufen erneut in den Wald, um anschließend festzustellen, doch jemanden in der heruntergekommenen Behausung zurückgelassen zu haben. Auch wenn das alles eigentlich vollkommen bedeppert scheint und die Kids natürlich brenzlich dumm agieren, so schafft es der Film ein enormen Tempo zu entwickeln, das die rund 100 Minuten(!) Spiellaufzeit wie im Flug vergehen lassen. Aufgrund der künstlich verursachten Hektik fallen auch die unzählig schlechten CGI-Bluteffekte weniger ins Gewicht, die in ihrer dilettantischen Darstellung kaum zu übertreffen sind und in ihrer nichtvorhandenen Fingerfertigkeit eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit denen aus den miesen WRONG TURN-Fortsetzungen besitzen. Immerhin greift IM BANN DER HEXE neben unnötigen CGI-Gekröse auch auf traditionelle Handmade-Effekte zurück und verzeichnet einen überschaubaren, wenn auch nicht minder unterhaltsamen, Splatter-Score.
 
Dass „billig“ nicht immer zwingend „Schlechtes“ bedeuten muss, hat Regisseur PETER WINTHER mit seinem ersten eigenen abendfüllenden Filmchen durchaus ansprechend bewiesen. Auch wenn die gesamte Inszenierung technisch nur selten besser ist, als die grandiosen „Kultfilme“ der unsäglich schlechten THE ASYLUM-Kreativschmiede, so bekommt der Filmfreund hier dennoch gehörig Kurzweil und Action geboten. Die Protagonisten des Szenarios werden unermüdlich durch die geradezu flache Geschichte getrieben, sodass nur selten Langeweile aufkommen will und die eigentlich vollkommen hanebüchene Geschichte geradezu bemerkenswert flott aufgewertet wird. Die Script-Schreiber haben sich zudem vom Action-Heuler JUMPER ausreichend inspirieren lassen. Denn die schauderhafte Kreatur „jumpt“ sich mit einem wahnsinnigen Einfallsreichtum durch Wald und Wiesen. Vermutlich scheint das gesamte Effekte-Budget allein nur in die etwas gewöhnungsbedürftige Fortbewegungsmöglichkeit der Hexe geflossen zu sein, sodass kaum Geld für wichtige Krösel-Effekte zur Verfügung gestanden haben muss. Die Spezial-Effekte schauen in ihrer günstig umgesetzten CGI-Pracht wahnsinnig unprofessionell aus – ein trashiger Unterton ist hierbei nicht von der Hand zu weisen. Dennoch ist IM BANN DER HEXE ein kleiner, netter Horror-Beitrag, der sich trotz seiner etwas dilettantischen Inszenierung immer noch besser macht, als all die miserablen Werke aus der grottigen THE ASYLUM-Filmwerkstatt zusammen. Als kleiner „Snack“ für Zwischendurch auf jeden Fall zu empfehlen!
 
 
 


 
 
 

IM BANN DER HEXE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Kleines, unscheinbares Gruselmärchen, das es aber deftig in sich hat. Böse Hexe mit eigenem Schlachthaus auf der Suche nach allzu neugierigen Kiddis – da lacht das Splatter-Herz!
 
 
 


 
 
 

IM BANN DER HEXE – Zensur

 
 
 
Da der Film nur wenige Splatter-Effekte besitzt, hat es IM BANN DER HEXE mit blauem FSK-Flatschen nach Deutschland geschafft. Die Kaufhaus-Version ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

IM BANN DER HEXE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Im-Bann-der-Hexe-Blu-ray

(c) Sunfilm / Tiberius Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Wicked, USA 2013

Genre: Thriller, Horror, Fantasy

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1, Englisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 105 Min. (uncut)

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: 05.06.2014 (Uncut-Fassung)

 
 
 

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IM BANN DER HEXE – Trailer

 
 
 


 
 

Hellraiser80

 
 
 
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Mama-2013-Filmplakat
 
 
 

Mama

Story

 
 
 
Nachdem ein Familienvater zusammen mit seinen kleinen Töchtern Victoria and Lilly bei einem Unfall mit dem Wagen von der Strasse abkommt und in einen Wald brettert, finden sie wenig später eine leerstehende Hütte, in der sich daraufhin Fürchterliches abspielt. Eine unheimliche Kreatur, welche die Kinder wenig später als „Mama“ betiteln, trachtet nach dem Leben des Vaters und zieht die kleinen Mädchen fortan selbst groß. Fünf Jahre später, die kleine Familie gilt als spurlos verschwunden, finden zwei Waldarbeiter das verunglückte Fahrzeug und jene verlassene Hütte, in welcher sie bald auf die kleinen, desaströs verwahrlosten Mädchen stoßen. Vollkommen verstört werden die „wilden“ Kinder in die Obhut ihres Onkels Lucas (Nikolaj Coster-Waldau) übergeben, der sich von nun an zusammen mit seiner Freundin Annabel (Jessica Chastain) für das Wohl seiner Nichten verantwortlich fühlt. Anfänglich darum bemüht, den beiden Waisen ein zivilisiertes Miteinander beizubringen, beginnen sich wenig später seltsame Dinge zu ereignen. Die Kinder beginnen seltsame Zeichnungen zu Papier zu bringen und furchterregende Stimmen dröhnen des Nachts aus dem Schlafzimmer der beiden Mädchen. Ist etwa „Mama“ zurückgekehrt, oder gibt es für all die ominösen Vorfälle eine plausible Erklärung?
 
 
 


 
 
 

Mama – Kritik

 
 
 
Ausnahmetalent und Filmgenie GUILLERMO DEL TORO ist immer für eine Überraschung gut. Bereits mit seinem ersten Film CRONOS (1993) hat er eindrucksvoll bewiesen, dass er eine grundlegende Vorliebe für unkonventionelle Filmstoffe besitzt, die sich erfrischend von der breiten Masse an üblicher Mainstream-Kost abheben. Anfänglich selbst als Regisseur für große Filmlabel tätig und an deren Interventionen gebunden, konnte er mit Filmen, wie MIMIC und BLADE 2 erhebliche Erfolge verbuchen, die ihm die Möglichkeit eröffneten, eigene Werke drehen zu können, ohne sich dabei den Vorstellungen geldgieriger Studiobosse oder Filmproduzenten unterordnen zu müssen. PAN’S LABYRINTH war einer der ersten Beiträge, in denen DEL TORO sein individuelles, künsterlisches Schaffen auf die Probe stellen durfte – mit Erfolg, denn die düstere und erwachsenengerechte Alice im Wunderland-Version konnte insgesamt drei der begehrten Oscar-Trophäen einheimsen. Um auch anderen, ambitionierten Filmschaffenden die Möglichkeit bieten zu können, ihre kreativen Ideen auf Zelluloid bannen zu dürfen, erprobte sich GUILLERMO DEL TORO, der sich seit jeher selbst als Fan des phantastischen Films bezeichnet, als fundierter Produzent für vorwiegend spanisch/mexikanischer Genre-Produktionen.
 
Filme, wie DAS WEISENHAUS oder JULIAS EYES, in denen sich GUILLERMO DEL TORO als spendabler Geldgeber erwies, ernteten international großen Zuspruch, sodass es nur eine Frage der Zeit war, bis weitere Filme entstanden, die mit Hilfe der Del Tor´schen Finanzspritze um die Gunst der Zuschauerschar buhlen sollten. Das vorliegende Gruselmärchen MAMA aus der Feder des Argentiniers ANDRÈS MUSCHIETTI ist ein derartiger Fall, der ohne die tatkräftige Unterstützung des erfolgreichen Regisseurs vermutlich nie entstanden wäre. MUSCHIETTI, der die zugrunde liegende Geschichte seines ersten abendfüllenden Spielfilms MAMA bereits im Jahre 2008 in Form eines Kurzfilms realisiert hatte, hat mit seinem ersten Langfilm einen unglaublich melancholischen Gruseltrip geschaffen, der sich vor den diversen Vertretern seines Sub-Genres nicht verstecken braucht. Lobenderweise sah dies das amerikanische Publikum genauso, sodass MAMA rasch die Spitze der amerikanischen Kinocharts erobern konnte und bereits jetzt als ernstzunehmender Erfolg für den talentierten Jung-Regisseur gewertet werden darf.
 
Dass der Erfolg vermutlich nicht allein von ungefähr gekommen ist, darf stark bezweifelt werden. Durchleuchtet man als Zuschauer die gesamte Inszenierung dieser kleinen Gruselgeschichte, so fallen offensichtliche Parallelen zu einigen der Werke Del Toro´s ins Gewicht. Nicht nur einmal drängt sich hierbei dem Filmfreund die Frage auf, ob GUILLERMO DEL TORO maßgeblich am künstlerischen Entstehungsprozess von MAMA mitbeteiligt war oder ob sich Regisseur ANDRÈS MUSCHIETTI einfach nur von dessen bisherigem Schaffen hat inspirieren lassen. Fakt ist, dass Del Toros unverkennbare Handschrift die gesamte Szenarie durchzieht und sich dadurch unweigerlich die Vermutung aufzwängen will, dass der Ausnahme-Regisseur vielleicht doch nicht nur als Produzent im Hintergrund stand, sondern MUSCHIETTI des Öfteren bei seinem Tun beeinflusst hat.
 
Ähnlich wie die diversen Werke Del Toros, die sich mit einer unglaublichen Leidenschaft an einem reichhaltigen Sammelsurium altbekannter Märchenelemente bedienen, liegt auch MAMA einem ähnliches Konzept zugrunde. Hierbei verschmilzt die rationelle Welt ungekünstelt mit der der Fabeln, Märchen und Legenden. Vor allem der Beginn erinnert doch schon ein wenig arg an das Grimmsche Hausmärchen Hänsel und Gretel. Auch viele der gespenstischen, aber zugleich auch leicht melancholischen Szenen und Bilder erinnern in ihrer Darstellung Del Toros bisherigen Filmen, wie PAN’S LABYRINTH und THE DEVILS BACKBONE. Trotzdem, MAMA ist kein plumpes Plagiat, sondern glänzt dennoch mit einer gewissen Eigenständigkeit. Zwar erfindet der Film das Rad nicht gänzlich neu, bietet aber dennoch einige unerhoffte Überraschungen und den obligatorischen wohldosierten Schauer, den man auch von einem Film diesen Kalibers erwartet. MUSCHIETTI konzentriert sich hierbei auf den klassischen Aufbau einer jeden Gruselgeschichte. Nach einem erschütternden und fulminanten Epilog, werden die Charaktere eingeführt und mit reichlich Unbehagen konfrontiert, um am Ende dem Geheimnis des rastlosen Geistes auf die Schliche zu kommen, damit dieser in einem effektgeladenen Finale in die ewigen Jagdgründe befördert werden kann. So wirklich spektakulär ist das natürlich nicht, dennoch schaffen es vor allem die facettenreichen Charaktere das Interesse der Zuschauer zu wecken. Vor allem die beiden Mädchen Victoria and Lilly, gespielt von MEGAN CHARPENTIER und ISABELLE NÈLISSE, bereichern MAMA ungemein. Ihre verstörenden, wortkargen Aktionen wirken derart suspekt und befremdlich, dass man hätte allein nur von der gesellschaftlichen Wiedereingliederung der verwilderten Kinder einen abendfüllenden Spielfilm drehen können.
 
Auch wenn Regisseur ANDRÈS MUSCHIETTI mit seinem Debütfilm einen durchaus konventionellen Film geschaffen hat, der mit einigen ziemlich klischeehaften Storywendungen zu kämpfen hat, gelingt es ihm dennoch für reichlich Kurzweil zu sorgen und immer wieder stimmige Momente zu schaffen. Die wenigen Schockmomente sitzen trotz vorhersehbarer Inszenierung deftig, überladen den Film glücklicherweise zu keiner Minute. Zudem verliert sich MAMA in keinem grobschlächtigen Splatter-Fest. Die ansprechenden Gruselmomente sind vorwiegend subtiler Natur und machen den Film vor allem für seichte Gemüter interessant, die ein Faible für altmodisches Schaudern besitzen. Auch wenn der Geist von MAMA im Verlauf der Handlung durchaus bedrohlich in Erscheinung tritt und gerade den erwachsenen Protagonisten des Films das Leben auf garstiger Weise zur Hölle macht, so schafft es Regie-Newcomer ANDRÈS MUSCHIETTI dennoch, ihrer Figur eine gewisse Tiefe einzuverleiben. Sicher beschränken sich ihre Interaktionen vorwiegend auf das obligatorische Erschrecken des Zuschauers und das Verwirren der unwissenden Protagonisten, trotzdem ist ihr Verhalten gerade gegen Ende hin von weitaus menschlichen Zügen geprägt und vermittelt eine gewissen Nachvollziehbarkeit. Ihre traurige Erscheinung überzeugt, trotz des konsequenten Einsatzes von CGI und ist stets glaubhaft präsent. So wirklich verwunderlich ist die halbwegs tiefgründige Charakterisierung der Anwesenden nicht wirklich. Jedes Werk aus der Mache von Maestro GUILLERMO DEL TORO ist für seine tiefgründige Charakterentwicklung bekannt. Bevor der Filmemacher seine Gedanken in Form von virtuosen Bildern auf Zelluloid bannt, beginnt er für jeden seiner Charaktere eine präzise Vita zu Papier zu bringen, um die mentale Entwicklung des Protagonisten rechtfertigen zu können. MAMA macht da keine Ausnahme und beweist einmal mehr, dass der argentinische Regisseur MUSCHIETTIumfangreiche Unterstützung seitens Del Toros für die Umsetzung von Drehbuch und Film genossen haben muss.
 
Mit seinem Film MAMA hat Regie-Neuling ANDRÈS MUSCHIETTI einen überraschend geglückten Einstig ins Filmbusiness geschafft, der ihm vermutlich einige gute Drehbücher für kommende Filmwerke bescheren dürfte. Sein kleines Gruselstück bietet durchaus subtile Unterhaltung für alle Gruselfreunde, die es eigentlich weniger blutig mögen. Wohldosierte Schauer und einige merklich effektive Schockmomente zieren die recht klischeebeladene Handlung, welche sich auf das klassische Erzählen einer x-beliebigen Gruselgeschichte konzentriert. Das beginnt mit einem reißerischen Prolog, um das Interesse des Zuschauers für sich zu gewinnen und gipfelt in einem ziemlich effektlastigen Finale, in welchem das Böse in voller Pracht präsentiert und letztendlich in die Schranken gewiesen wird. Natürlich handelt es sich bei MAMA um keinen weiteren seelenlosen Mainstream-Grusler. Regisseur ANDRÈS MUSCHIETTI hat von Filmemacher und Produzent GUILLERMO DEL TORO so einiges gelernt (bekommen??), so dass MAMA tiefgründiger scheint, als anfänglich gedacht. Die wenigen Protagonisten erleben im Verlauf der Handlung so etwas wie eine ernstzunehmende Entwicklung, der man ja sonst in derart Filmen kaum Beachtung schenkt. Zudem erinnern einige der Traumszenen und Visionen an diverse japanische Märchen, die dem Film eine ganz eigene Optik bescheren. Kurzum ist MAMA ein recht sehenswertes und stimmiges Stück Kino, wie man es leider nur viel zu selten auf der großen Leinwand zu Gesicht bekommt und das definitiv lohnt gesehen zu werden.
 
 
 


 
 
 

Mama – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein wunderbar altmodisches Gruselmärchen, das seine Wirkung auf der großen Kinoleinwand zu keiner Minute verfehlt.
 
 
 


 
 
 

Mama – Zensur

 
 
 
Die ungeschnittene, deutsche Fassung ist ab 16 Jahren freigegeben – Kein Wundern, denn Blut, Gewalt und Gekröse sieht man im Film nicht!
 
 
 


 
 
 

Mama – Trailer

 
 
 


 
 
 

Hellraiser80

 
 
 
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