Filmreview: „Dark Age“ (1987)

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DARK AGE

Story

 
 
 
Als starker Regen mehrere Dschungelgebiete überflutet, gelingt es einem riesigen Krokodil den Fluss hinaufzuschwimmen, genau zu der Stelle, an der ein kleines Dorf liegt. Nachdem es bereits mehrere Todesfälle gab, muss Tierschützer Steve Harris (John Jarrat) zusammen mit seinen Kollegen ausrücken, um die von dem Dschungelvolk vergötterte Bestie zu töten….
 
 
 


 
 
 

DARK AGE – Kritik

 
 
 
PARAGON MOVIES / MIG haben mit DARK AGE einen ziemlich in Vergessenheit geratenen Film veröffentlicht. Die 1987 entstandene Romanverfilmung wurde von ARCH NICHOLSON inszeniert, welcher, was Tier-Horrorfilme angeht, schon bei Russell Mulcahys RAZORBACK – KAMPFKOLOSS DER HÖLLE (1984) als Regieassistent Erfahrungen sammeln konnte. Auch DARK AGE, welcher NICHOLSONS selbstständig gedrehtes Spielfilmdebüt darstellt, punktet mit recht schönen Aufnahmen des Dschungels. Es ist zu erkennen, dass für einige Szenen ein enorm großer Aufwand nötig war um sie ordentlich in den Kasten zu bekommen. Sogar QUENTIN TARANTINO ist ein Fan des Films und wohnte einer Aufführung von DARK AGE im Jahre 2009 in Sydney bei. Doch leider macht der Film dann doch nicht alles ganz so gut, wie man nun womöglich glauben mag.
 
ARCH NICHOLSON versucht in seinem Film über ein menschenfressendes Krokodil zu oft einen Spagat zwischen Tier-Horror und familienfreundlicher Abenteuerunterhaltung zu schlagen. So beginnt DARK AGE wie ein vielversprechender Tier-Horrorfilm mit flotten Erzähltempo und recht sympathischen Charakteren vor einer schönen Kulisse und endet damit, dass die Hauptcharaktere versuchen das Krokodil vor den bösen Wilderern zu retten. Die gesamte Aktion gegen Filmende erinnert in ihrer Art und Weise ziemlich an das Finale aus FREE WILLY (1993). Natürlich hat DARK AGE keinen dreisten Ideenraub betrieben, schließlich entstand FREE WILLY erst einige Jahre später; trotzdem ist die teils familienfreundliche Inszenierung für einen Tier-Horrorfilm viel zu fröhlich geraten. Derart heitere Elemente werden dann in Verbindung mit recht brutalen Szenen gesetzt, bei denen Protagonisten Körperteile abgetrennt oder Menschen erschossen werden. DARK AGE schreckt sogar nicht davor zurück, ein Kind „on screen“ vom Krokodil fressen zu lassen. Aber selbst in solchen Horror-Szenarien wird kaum Spannung aufgebaut, da die Musik eher suggeriert, dass es sich bei der gerade stattfindenden Szene um ein abenteuerliches Geschehen handelt, statt um spannend und ernst inszeniertes Horror-Kino. Im Mittelteil verschwendet der Film dann etwas zu viel Zeit mit einer Liebesgeschichte zwischen den von JOHN JARRATTS (WOLF CREEK 1+2) und NIKKI COGHILLS (WÄCHTER DER ZUKUNFT) verkörperten Charakteren. Besonders Coghills Figur hätte etwas geebneter angelegt werden können, hat ihre Rolle scheinbar unter ziemlichen Stimmungsschwankungen im Film zu leiden. Während sie ihrem Filmkollegen in einer Szene die Leviten liest und ein schlechtes Gewissen einzureden versucht, ist sie im darauffolgenden Moment schon wieder fröhlich und guter Dinge. Wirklich förderlich sind dem Kroko-Horror die Launen der Filmheldin leider nicht.
 
 
 


 
 
 

DARK AGE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
DARK AGE ist im Endeffekt kein schlechter Film. Gerade wenn man auf Tier-Horrorfilme steht, ist der Streifen definitiv einer der besseren Vertreter des Genres. Aber es gibt leider einige Aspekte, welche die Geschichte um das Mörderkrokodil immer wieder stören.
 
 
 


 
 
 

DARK AGE – Zensur

 
 
 
Die erhältliche DVD zum Film DARK AGE ist hierzulande ungeschnitten ab 16 Jahren freigegeben.
 
 
 


 
 
 

DARK AGE – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Paragon Movies / MIG

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dark Age; Australien 1987

Genre: Horror, Abenteuer, Thriller

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: Keine

Bild: 1,78:1

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit alternativem Wendecover

Extras: Audiokommentar

Release-Termin: 09.05.2014

 
 
 
PARAGON MOVIES / MIG haben DARK AGE in seiner ungeschnittenen Fassung (FSK 16) hierzulande erstmalig auf DVD unter dem Titel CROCODILE – KILLER FROM THE DARK AGE veröffentlicht. Zuvor ist der Film in Deutschland nur ein Mal von EMBASSY 1987 auf VHS-Kassette erschienen. Die DVD selbst enthält keine Extras, dafür aber ein Wendecover ohne FSK-Logo. Dieses sieht so ähnlich (leider nicht genau) wie das alte Motiv der Kaufkassette aus.
 
 
 

Crocodile – Killer From The Dark Age – Ungeschnitten bei AMAZON auf DVD kaufen

 
 
 


 
 
 

DARK AGE – Trailer

 
 


 
 

Sam Freissler

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Der Horror-Alligator (1980)
 
Alligator 2 – Die Mutation (1991)
 
Der Mörder-Alligator (1989)
 
Killer Krokodil 2 – Die Mörderbestie (1990)
 
Lake Placid (1999)
 

Filmreview: „Apartment 1303“ (2007)

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APARTMENT 1303

Story

 
 
 
Weil Mariko nicht daran glaubt, dass ihre Schwester Sayaka Selbstmord begangen hat, geht sie dem mysteriösen Unfall selbst auf die Spur. Die Antworten scheinen in Sayakas alten Apartment verborgen zu sein …
 
 
 


 
 
 

APARTMENT 1303 – Kritik

 
 
 
APARTMENT 1303 ist ein Geister-Horrorfilm von ATARU OIKAWA aus dem Jahre 2007. Er basiert auf einem Drehbuch von KEI ÔISHI, welcher sich für mehrere Romanfassungen von TAKASHI SHIMIZUS bekannten Horrorfilm JU-ON: THE GRUDGE (2003) verantwortlich zeichnet. Man könnte nun also davon ausgehen, dass sich der Film in guten Händen befand. Immerhin prahlt auch das Cover mit dem Zusatz „Von den Machern von THE GRUDGE“… Leider war dem nicht so. KEI ÔISHIS Geschichte ist uninteressant und vorhersehbar, und wird nur noch mal durch ATARU OIKAWAS schlechte Regie unterboten. Es ist wirklich schwer etwas Gutes über diesen Film zu erzählen, denn er ist nicht nur unglaublich langweilig, sondern vereinzelt unfreiwillig komisch oder peinlich schlecht. Man sollte dem Label wohl danken das es eine derart furchtbare Synchronisation für APARTMENT 1303 hat anfertigen lassen, denn so hat der Zuschauer zwischenzeitlich etwas worüber er lachen kann und wird dadurch immerhin etwas unterhalten. Größtenteils wird man sich aber durch diesen Streifen quälen müssen. Weder die Geschichte, noch die Charaktere sind in irgendeiner Hinsicht interessant, die Filmmusik ist langweilig oder kaum vorhanden und die Sets sehen billig und steril aus. Hinzu kommt das der Film einen sehr unschönen digitalen Videolook hat. Ein kleiner Lichtblick war immerhin NORIKO NAKAGOSHI, die eine halbwegs vernünftige schauspielerische Leistung erbracht hat. 2012 entstand unter der Regie von MICHAEL TAVERNA (SHOWDOWN IN MANAGUA, 1996) ein Remake mit dem Titel APARTMENT 1303 3D, welches, wenn man den Kritiken Glauben schenken mag, noch mal eine ganze Ecke schlechter als sein Original sein soll. Wie dies möglich sein soll möchte ich gerne wissen.
 
 
 


 
 
 

APARTMENT 1303 – Fazit

 
 
 
1 Punkte Final
 
 
 
APARTMENT 1303 ist ein durch und durch uninteressanter Film, um den man einen großen Bogen machen sollte.
 
 
 


 
 
 

APARTMENT 1303 – Zensur

 
 
 
Der Film ist am 27. Februar 2014 von Movie Power/KNM auf DVD erschienen und trägt in seiner ungeschnittenen Form das FSK 16-Siegel. Das Remake wird hierzulande am 25. April 2014 von UNIVERSUM FILM direkt auf DVD und Blu-ray Disc veröffentlicht.
 
 
 


 
 
 

APARTMENT 1303 – Deutsche DVD

 
 
 
Apartment-1303-DVD

(c) MIG Film GmbH

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Apartment 1303; Japan 2007

Genre: Horror

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Japanisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Englisch

Bild: 1,85:1

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: 06.03.2014

 
 
 

Apartment 1303 (DVD) ungeschnitten bei AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

APARTMENT 1303 – Trailer

 
 


 
 

Sam Freissler

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Last Summer (2013)
 
Sadako 3D (2012)
 
Two Moons (2012)
 
RING (1998)
 
JU-ON (2000)
 
THE EYE (2002)
 
Dark Water (2002)
 

Filmreview: „Darkroom – Das Folterzimmer“ (2013)

Darkroom 2013
 
 
 

DARKROOM – DAS FOLTERZIMMER

Story

 
 
 
Michelle (Kaylee DeFer) hat in der Vergangenheit Schlimmes erlebt und versucht ihr Leben erneut auf die Reihe zu bekommen. Leider müssen ihre Pläne vorerst warten, denn sie findet sich bald im Keller eines riesigen Anwesens wieder, wo sie von drei Geschwistern gefoltert wird …
 
 
 


 
 
 

DARKROOM – Kritik

 
 
 
Mit DARKROOM (der natürlich nix mit dunklen Begattungsräumen für sexuell aktive Zeitgenossen am Hut hat) gibt es Nachschub für die heimische Foltersammlung, denn ohne Demütigen, Misshandeln und Foltern gewinnt man heutzutage im Horrorfilm keinen Trostpreis mehr. Jahre nach HOSTEL (2005), SAW (2004) und Co. erfreut sich das Torturgenre immer noch großer Beliebtheit und findet unter Fans der düsteren Unterhaltung genügend Käufer, um stets neue Streifen dieser Sorte zu rechtfertigen. In Deutschland hat man es da jedoch nicht so leicht, denn viele dieser grausamen Machwerke finden den Weg erst gar nicht in den hiesigen Handel – schließlich hat die FSK da ein Wörtchen mitzureden. Mit Gewalt als Mittel zum Selbstzweck scheint die deutsche Zensurbehörde so ihre Problemchen zu haben, was in den meisten Fällen eine Freigabeverweigerung zur Folge hat. Die ist oftmals nicht unbegründet, denn frauenverachtender Videomist wie I SPIT ON YOUR GRAVE 2 (2013) beweist, dass es im Bereich des grausamen Tötens genügend Luft nach oben gibt und Tabus da sind, um gebrochen zu werden. Im direkten Vergleich mit den ganz Großen des modernen Torturkinos sind die Grausamkeiten in DARKROOM schon Kinderfasching. Hier wird eher zurückhaltend und fast schon „sanft“ gefoltert, was aber noch durchaus genügend Potenzial besitzen dürfte, um die Zartbesaiteten unter den Horrorfans geschickt zu verstören. Regisseurin BRITT NAPIER wechselt für diesen Streifen ganz souverän die Fronten. Statt vor der Linse zu agieren, macht sie es sich diesmal dahinter gemütlich und gibt mit DARKROOM ihren Regieeinstand. Schlecht ist der wahrlich nicht geworden, denn trotz altbewährter Folterthematik ist ihr Debütstück überraschend spannend, auch wenn man hier mal wieder die altbekannte Geschichte vom Opfer und ihren Peinigern auf der Mattscheibe hat.
 
 
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Diesmal verschlägt es Michelle (KAYLEE DEFER) in eine pompöse Villa, wo das schnelle Geld wartet. Ein Fotoshooting soll dort stattfinden; den Hinweis hat sie von ihrer Psychotherapeutin Rachel (ELISABETH RÖHM) erhalten. Kurz zuvor hat das taffe Mädchen unter Alkoholeinfluss einen Unfall gebaut und dabei drei Freunde in den Tod gerissen. Nach langer Zeit unerträglicher Schuldgefühle und Therapiesitzungen versucht sie nun, ihr Leben neu zu ordnen – der lukrative Job kommt ihr da gerade recht. Doch natürlich kommt alles anders als erhofft, denn das geplante Shooting entpuppt sich rasch als hinterlistige Falle. Drei Geschwister locken unwissende Frauen in ihr Anwesen, wo sie im Keller gefoltert und so vom Bösen gereinigt werden sollen. Michelle erkennt schnell, dass sie nun ein weiteres Martyrium durchleben muss und die Peiniger ihr keine Unbekannten sind. Die haben viel Spaß daran, sich mit allerhand Elektrowerkzeugen durch das Fleisch ihrer wehrlosen Gäste zu bohren, schließlich können ihre verdorbenen „Patienten“ nur auf diesem Weg begangene Sünden begleichen.
 
 
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Alles wie immer. Man nehme eine gruselige Villa, die nur als Vorwand dienen soll, damit drei christliche Extremisten im Keller viel gemeinen Schabernack veranstalten können und werfe drei wehrlose Opfer in die Handlung, die den Folterspaß über sich ergehen lassen müssen. Fertig ist mal wieder Tortur von der Stange, auch wenn man feststellen muss, dass DARKROOM zwar nichts Neues bietet, aber immerhin wirklich kurzweilig umgesetzt wurde. Knapp 80 schmerzhafte Minuten dauert der Überlebenstrip, der mit wirklich hervorragenden Darstellern besetzt wurde, die zur Abwechslung mal wieder Ahnung vom Wimmern und fies sein haben. Damit der Zuschauer für Hauptdarstellerin KAYLEE DEFER Sympathien entwickeln kann, hat Drehbuchautor MICHAELBRENT COLLINGS einen kleinen Mitleidsbonus in die Geschichte eingebaut. Ihr privates Schicksal wird in kurzen Flashbacks beleuchtet, so dass es dem Filmfan einfacher gelingt am Ende mit der Heldin mitzufiebern. Die entpuppt sich im Film als wackere Gegenspielerin, die lieber handelt und denkt, als ihren vordiktierten Filmtod nichts sagend hinzunehmen. Dabei boxt sich Opfer Michelle durch die Pappwände der Villa und bewegt sich ähnlich wie in WES CRAVENS HAUS DER VERGESSENEN (1991) zwischen den Wänden durch die Szenarie. Ganz zum Leidwesen der drei Antagonisten, die bald keine Kontrolle mehr über ihr Versuchskaninchen besitzen und selbstverständlich am Ende ihre gerechte Strafe erhalten. Natürlich ist mal wieder die skrupellose Mutter an allem schuld, die den Tätern in Kindheitstagen ins Unterbewusstsein geflüstert hat und ihre gewissenlosen Taten rechtfertigen soll. Die Erklärung wirkt natürlich unglaubwürdig aufgetragen, gehört aber im Horrorfilm ohnehin grundsätzlich zum Standard, wenn aus Menschen gemeingefährliche Serienkiller werden.
 
 
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Unterm Strich ist DARKROOM kein dummes Filmchen. Es gibt einige nette Wendungen, eine wirklich atmosphärische Kulisse und für den Liebhaber der etwas härteren Filmgattung einige blutige Momente, die empfindsame Gemüter kurz zum Wegschauen bringen werden. Das meiste passiert jedoch im Off oder wird angedeutet, war der FSK dennoch die höchste Altersfreigabe wert. Bis zur nächsten I SPIT- oder HOSTEL-Fortsetzung ist DARKROOM ein durchweg solider, gut gefilmter und wirklich spannender Lückenfüller für alle jene , die härtere Kost bevorzugen.
 
 
 


 
 
 

DARKROOM – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Bohrmaschinen an die Macht. In DARKROOM werden einmal mehr gebräuchliche Werkzeuge aus dem Heimwerkerkasten zweckentfremdet und für ein kleines Stück böses Kino verwendet. Zwar kein neuer DRILLER KILLER und auch kein weiterer HOSTEL; DARKROOM bietet dafür aber trotzdem immerhin knapp 80 Minuten kurzweilige und spannende Unterhaltung mit einigen unappetitlichen Szenen, guten Darstellern und einem wirklich atmosphärischen Setting. Kein Meisterwerk oder Must-See, kann aber trotzdem als eines der kleinen Geschwister des legendären HOSTEL gewertet werden.
 
 
 


 
 
 

DARKROOM – Zensur

 
 
 
Sicherlich geht es in DARKROOM nicht zimperlich vonstatten. Säure wird ins Gesicht gespritzt, Bohren drehen sich in menschliche Hüften und Köpfe werden zermatscht. Das alles erreicht aber nicht einmal ansatzweise die Härte aktuell so beliebter Folterstreifen, so dass die FSK den vorliegenden DARKROOM mit KJ-Kennzeichnung freigegeben hat. Natürlich ungeschnitten!
 
 
 


 
 
 

DARKROOM – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Darkroom-das-Folterzimmer-bluray

(c) Edel Germany

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Darkroom; USA 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: FSK18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: 31.01.2014

 
 
 
Und wieder hat es ein durchaus sehenswerter Indie-Horrorfilm auf das HD-Medium geschafft, der hierzulande von PARAGON MOVIES und EDEL GERMANY in den Handel gebracht wird. Jene Label haben sich auf die Veröffentlichung kleiner Trash-Streifen spezialisiert und bringen in regelmäßigen Abständen sogar manch kleine Horror-Perle in die deutschen Wohnzimmer, die man sonst vermutlich nie zu Gesicht bekommen hätte. Leider muss man bei diesen Veröffentlichungen mit so manchem Manko leben, denn viele dieser Streifen kränkeln oftmals aufgrund ihrer miserablen Synchronisation. Bei DARKROOM – DAS FOLTERZIMMER ist das nicht anders, denn hier hört der Filmfan mal wieder die ewig gleichen Synchronstimmen, die zuletzt in vielen Streifen der Rechteinhaber MIG, EDEL GERMANY oder MARITIUM PICTURES vor dem Mikro standen. Es ist zwar schön, dass sich diese Anbieter auf eine Filmnische spezialisiert haben, aber derart unprofessionelle Übersetzungen rauben dem Liebhaber des Genres arg schnell den letzten Nerv, so dass die Freude am Schauen jener Werke recht schnell vergeht. Gleiches Grauen dürfte vermutlich auch Bildpuristen ergreifen, denn DARKROOM – DAS FOLTERZIMMER glänzt mit arg grobkörnigem Bildrauschen. Das passt aber zum Film und verpasst dem Folterschocker ein herrlich ungeschliffenen, düsteren und rauen Charakter. Leider ist bei den Extras Flaute. Hier wird gerade einmal der Filmtrailer in englischer Sprache (2 Minuten, HD) geboten. Einen Audiokommentar oder ein umfangreiches Making of sucht man leider vergebens. Ebenso haben es mal wieder keine deutschen Untertitel auf die deutsche Blaustrahlauswertung geschafft. Insofern man sich die grottige Übersetzung ersparen und DARKROOM – DAS FOLTERZIMMER im Original erleben möchte, schauen Horrorfans ins die Röhre, die auf Untertitel angewiesen sind. Trotz aller Kritik gibt es ein Wechselcover, was ja nicht bei jedem Anbieter zum Standard gehört.
 
 
 

Darkroom – Das Folterzimmer [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

DARKROOM – Weitere Veröffentlichungen

 
 
 
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(c) Edel Germany GmbH

 
 
Neben der Einzelveröffentlichung von DARKROOM – DAS FOLTERZIMMER gibt es den Streifen in einer Horrorsammlung, die als „Horror Extreme Collection – Volume 2“ in den Handel gebracht wurde und neben besagten Horrorfilm auch die Streifen THE RED HOUSE und PARANOIA – DER KILLER IN DIR beinhaltet. Leider gibt es dieses Horror-Sammlung nur auf DVD. Der Rechteinhaber hat auf eine parallele Vermarktung auf Blu-ray verzichtet. Immerhin sind alle Filme (Veröffentlichungstermin: 5. Februar 2016) in der Box ungeschnitten.
 
 
 

Horror Extreme Collection 2 [DVD] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

DARKROOM – Trailer

 
 
 


 
 

Hellraiser80

Die Rechte aller Grafiken liegen bei Edel Germany GmbH | MIG Film GmbH | Savoy Film

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Hostel (2005)
 
I SPIT ON YOUR GRAVE 2 (2013)
 
Schlaraffenhaus (2011)
 
The Helpers (2012)
 
Saw (2004)
 
Mum and Dead (2008)
 
Grotesque (2009)
 
Panic Room (2002)
 
Captivity (2007)
 

Filmreview: „Bloody Homecoming“ (2013)

bloody homecoming
 
 
 

BLOODY HOMECOMING

Story

 
 
 
Drei Jahre ist es nun bereits her, dass der Sohn des Sheriffs in einem Städtchen irgendwo im Süden der USA bei einem Klassentreffen ums Leben gekommen ist. Seither hat das verschlafene Kaff von weiteren Feierlichkeiten abgesehen, führt aber nach Jahren der Trauer die beliebte Tradition nun fort. Während sich die Stadt in den Vorbereitungen befindet, schleicht ein irrer Killer in Feuerwehrkluft um die Häuser und zieht all jene Studenten blutig zur Rechenschaft, die einst bei dem schrecklichen Unfall dabei gewesen sind …
 
 
 


 
 
 

BLOODY HOMECOMING – Kritik

 
 
 
Die produktive Recyclingsmaschinerie läuft und läuft und findet kein Ende. Da werden beinahe regelmäßig die immer wieder gleichen Geschichten geschrieben, in denen einzig Namen und Handlungsorte ausgetauscht werden, damit die Zuschauer für die Duplikate der Duplikate auch weiterhin ordentlich Zaster löhnen. Der Filmfan verdrängt scheinbar die immer offensichtlicher werdenden Unkreativität der Filmemacher und nimmt zähneknirschend das Aufköcheln längst totgefilmter Horrorstoffe in Kauf, vorausgesetzt ihm wird als Ausgleich boshafte Gewalt in Reinform geboten. Als kleine Hommage an den beliebten Old-School-Slasher der 80er Jahre rechtfertigt Regisseur BRIAN C. WEED seinen gar müden BLOODY HOMECOMING, wobei derartige Erklärungsversuche beim alteingesessenen Horrorpublikum schon lange nicht mehr ziehen möchten. Es wäre tatsächlich an der Zeit, dem Zuschauer eine Art Widerrufsrecht einzuräumen, was die Rückzahlung des Kaufpreises garantiert, sollte der Fan nach Sichtung gänzlich unzufrieden sein. Eine Prämisse, die Filme wie BLOODY HOMECOMING erst gar nicht entstehen lassen dürfte, hat doch dieser nichts anderes zu bieten als gähnende Langeweile und eine fast schon beschämende Inszenierung irgendwo auf Amateurniveau.
 
In BLOODY HOMECOMING verwandelt sich ein kleines Städtchen zum Vorhof der Hölle. Dort meuchelt sich ein rächender Psychopath durch eine Gruppe Schüler einer High School, die gerade in den Vorbereitungen eines Homecoming-Festes stecken. In den USA zur gängigen Praxis geworden, wird dort alljährlich ein kleines Fest Ende September oder Anfang Oktober an Universitäten, High Schools und Colleges zelebriert, zu welchem ehemalige Schüler und Studenten geladen werden. Diese Feierlichkeit dient dem vorliegenden Slasher als Aufhänger für ein wahrlich ermüdendes Schlachtfest, dass verlogenerweise auf dem Filmposter mit dem Slogan „Come Home to Terror“ beworben wird. Wo sich in BLOODY HOMECOMING der Terror versteckt hält, dürfte vermutlich nie ergründet werden, denn WEEDS Debüt hat mit Terror soviel am Hut, wie Mozzarella mit hessischem Handkäs‘. Immerhin hat der Regiedebütant seine Hausaufgaben gemacht und ausreichend die diversen Schlitzerstreifen der 80er Jahre studiert. Demnach bekommt der Horrorfan hier einige Schlüsselszenen bekannter Vertreter seiner Gattung zu sehen, die jedoch kaum Charme versprühen, sondern vollkommen lieblos und unbedeutend abgehandelt werden. Ob nun Carpenters HALLOWEEN (1978), der kultige PROM NIGHT (1980) oder gar MY BLOODY VALENTINE (1981) – in BLOODY HOMECOMING wird alles schlecht wiederverwurstet was im Slasher-Genre Rang und Namen besitzt. Das unspektakuläre Treiben wird mit dem obligatorischen Einführungsmord eingeleuchtet und endet mit dem Lüften der Identität des Killers. Die Ereignisse dazwischen werden nach Schema F durchgehechelt und durch bedeutungslose Kills bereichert. Die Kids bekommen unheilverkündende Post zugestellt (Parallelen zu ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST (1997) sind nicht von der Hand zu weisen) und werden wenig später von einem Killer in Feuerwehruniform in allen erdenklichen Variationen mittels Pfahl durchlöchert, was zumindest anfänglich noch halbwegs brauchbar abgehandelt wird. Das spitze Stück Holz gleitet durch Kopf, Brust und Auge; die vorhersehbaren Morde werden jedoch im weiteren Verlauf weitestgehend blutleer abgehakt, was vermutlich auf Budgetmangel zurückzuführen sein dürfte. Ansonsten hat man die Geschichte von BLOODY HOMECOMING leider schon zu oft präsentiert bekommen, als das sie überhaupt noch in irgendeiner Weise unterhalten würde. Da nutzt auch der begleitende Soundtrack wenig, der als gar beschämende Kopie des kultigen HALLOWEEN-Scores aus den Lautsprecherboxen der Heimkinoanlage schallt. Was bleibt ist ein langweiliger Horrorfilm, mit dem wohl schlecht besuchtesten High School-Ball in der Geschichte des Horrorfilms. Die kaum talentierten Schauspieler gehen einem mit ihrem unbeholfenen Agieren ganz schnell furchtbar auf den Zünder und ein seichter, nahezu lächerlicher Härtegrad ist in Zeiten gewaltgeiler Filme wie I SPIT ON YOUR GRAVE 2 (2013) und HUMAN CENTIPEDE 2 (2011) fast schon als schlechter Witz zu betiteln. Von daher sollte sich der Käufer auf seiner Kaufliste ganz dick notieren, dass er sich vom vorliegenden BLOODY HOMECOMING möglichst fern halten sollte, denn BLOODY ist in diesem Unding vermutlich nur die monatliche Periode der anwesenden Schauspielerinnen.
 
 
 


 
 
 

BLOODY HOMECOMING – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Im Rache-Thriller BLOODY HOMECOMING will so rein gar nix BLOODY sein. Da ist vermutlich Blutwurst auf einer Butterstulle blutiger. Wer sich selbst einen Gefallen tun möchte, sollte diesen als Old-School-Slasher getarnten Käse möglichst meiden.
 
 
 


 
 
 

BLOODY HOMECOMING – Zensur

 
 
 
BLOODY HOMECOMING ist ein typischer Slasher im Stile von MY BLOODY VALENTINE. Es gibt etwas Gekröse zu sehen, das aber in Verlauf der Handlung überraschenderweise sehr handzahm abgehandelt wird. Von daher ist BLOODY HOMECOMING hierzulande frei ab 18 Jahren ungeschnitten in den Handel gekommen.
 
 
 


 
 
 

BLOODY HOMECOMING – Deutsche Blu-ray

 
 
 
bloody-homecoming-blu-ray

(c) EURO VIDEO / MIG

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Bloody Homecoming; USA 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS 5.1), Deutsch Dolby Digital 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1.77:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 84 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Keine

Release-Termin: 05.11.2014

 

Bloody Homecoming – Come Home to Terror [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

BLOODY HOMECOMING – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
You’re Next (2011)

Alpha Girls (2013)

Bloody Bloody Bible Camp (2012)

Silent Night (2012)

Halloween (1978)

My Bloody Valentine (1981)

Ich weiss was du letzten Sommer getan hast (1997)

The House on Sorority Row (1983)

Black Christmas (1974)

Kritik: „Resurrection of the Walking Dead“ (2010)

Resurrection-of-the-Walking-Dead
 
 
 

RESURRECTION OF THE WALKING DEAD

Story

 
 
 
In einer Kirche kommt es zur ultimativen Fressorgie. Einige Trauergäste werden während Simons Beerdigung von einer Horde blutgieriger Untoter überrascht. Nur die drei Geschwister des Verstorbenen können sich in Sicherheit bringen und nehmen in den Katakomben des Gotteshauses den Kampf gegen die Kreaturen auf.
 
 
 


 
 
 

RESURRECTION OF THE WALKING DEAD – Kritik

 
 
 
Die Welt ist erneut im Zombie-Fieber. Nachdem das Genre durch die Neuverfilmung des Romero´schen Kultschockers DAWN OF THE DEAD (2004) reanimiert und zum Mainstream deklariert wurde, erfreut es sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit. Vor allem die Amerikaner sind es, die in regelmäßigen Abständen emsig für Nachschub sorgen und den fast vergessenen Zombiefilm sogar ins Kino bringen (WORLD WAR Z, RESIDENT EVIL). Bei so viel Erfolg will natürlich Europa nicht im Abseits stehen und versucht sich ebenso fleißig daran, Horrorfilmfans mit möglichst blutigen Filmen dieser Art zu versorgen. Ob England mit 28 DAYS LATER, Spanien mit dem Wackelcam-Thriller [REC] oder Frankreich mit DIE HORDE; der Zombiefilm spricht eine internationale Sprache. Selbst Deutschland hat den Trend der Zeit erkannt und schickte im Jahr 2010 mit dem Berliner Weltuntergangsszenario RAMMBOCK seinen Beitrag zur Untoten-Thematik ins Rennen. Dass es sich da der Nachbar Dänemark ebenfalls nicht nehmen ließ und mit OPSTANDELSEN ein Zombie-Werk produzierte, liegt nah. Drei Jahre hat es nun gedauert bis RESURRECTION OF THE WALKING DEAD (so der vielversprechende deutsche Titel) auch in hiesigen Gefilden veröffentlicht wurde. Wobei das etwas plakativ gestaltete Heimkinocover schon einmal entsprechenden Vorgeschmack bietet, was den Filmfreund in den nächsten 50 Minuten erwarten wird.
 
Richtig gelesen. Mit seinen rund 50 Minuten Laufzeit ist RESURRECTION OF THE WALKING DEAD mehr Kurzfilm als abendfüllendes Leinwanddebüt. Immerhin entpuppt sich Musikvideo-Filmer CASPAR HAUGEGAARD bei seinem ersten „richtigen“ Film als durchaus aufmerksames Kerlchen, der die vielen italienischen Zombiefilme der 80er und natürlich die Werke der letzten Jahre reichlich genau studiert zu haben scheint. Schnörkellos geht es in RESURRECTION OF THE WALKING DEAD zu, was sich vor allem bei dem etwas dünn geratenen Handlungsgerüst bemerkbar macht. Viel gibt es hier nicht zu erzählen, außer dass OPSTANDELSEN von drei Geschwistern handelt, die während der Beerdigung ihres Bruders Simon (gespielt vom Regisseur) von einer plötzlichen Flut von Zombies überrascht werden. Um sich in Sicherheit zu bringen, entscheiden Sie, in den Katakomben der Kirche Schutz zu suchen, um sich von dort einen Ausweg aus der verzwickten Situation zu bahnen. Was folgt ist der übliche Zombie-Quark. Die Kids werden durch Bisse infiziert oder von den reißenden Bestien genüsslich verspeist. Auch wenn RESURRECTION OF THE WALKING DEAD flott inszeniert wurde und HAUGEGAARD Geschick bei der Umsetzung seiner kleinen Geschichte an den Tag legt, ist es vor allem der arg amateurhafte Look, der das Seherlebnis schmälert. Das Ding wurde mit einer Handkamera gedreht und hinterlässt einen schalen Homevideo-Charakter. Immerhin befinden sich Ton und Schnitt auf ziemlich hohem Niveau, so dass RESURRECTION OF THE WALKING DEAD bei weitem besser ist, als anfänglich vermutet. Durch den effektiven Einsatz von Taschenlampenbeleuchtung entsteht sogar etwas Gruselfeeling, wobei der grummelnde Score einige Schockeffekte sogar auf den Punkt zu bringen versteht. Zudem wurde dem Film in der deutschen Fassung eine ziemlich professionelle Synchronisation zu Teil, die den Euro-Low-Budget-Charakter schnell vergessen macht.
 
Pausen gönnt sich RESURRECTION OF THE WALKING DEAD kaum, es passiert immer etwas. Heftiges Kameragewackel wirkt zwar nicht selten etwas stümperhaft, bringt aber hektische Dynamik in die Geschehnisse. Zudem beweist Regisseur und Drehbuchautor CASPAR HAUGEGAARD bei der Umsetzung der diversen Splatter-Effekte viel Liebe zum Detail. Hier wird nicht geklotzt sondern gekleckert. Das Blut fließt in Strömen und die handgemachten Spezialeffekte hinterlassen einen durchweg hervorragenden Eindruck. Leider kommt RESURRECTION OF THE WALKING DEAD weit über 20 Jahre zu spät. Denn heute zaubert ein derart substanzloses Splatter-Feuerwerk im Amateur-Look, ohne nennenswerte Handlung und arg hanebüchenen Dialogen dem Fan kaum noch ein Lächeln ins Gesicht. Wäre dieser Schlachtplatte in den 80ern erschienen, RESURRECTION OF THE WALKING DEAD hätte sich vermutlich zum Kultfilm mausern können. So erlebt der Zuschauer nur einen weiteren Zombiefilm unter vielen, der nicht einmal ansatzweise den Versuch wagt, das generisch gewordene Genre zu erneuern.
 
 
 


 
 
 

RESURRECTION OF THE WALKING DEAD – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
Ein ziemlich blutiger Zombie-Kurzfilm mit guten, hausgemachten Splatter-Effekten aber arg dünner Handlung. Woher die Zombies kommen, wird nicht geklärt. Immerhin befindet sich die technische Komponente (mal abgesehen vom billigen Homevideo-Charme) auf einem durchweg hervorragenden Level. Da kann man nur hoffen, dass Regisseur CASPAR HAUGEGAARD die Möglichkeit eingeräumt wird, mit mehr Budget und einer richtigen Kamera einen weiteren Film zu drehen.
 
 
 


 
 
 

RESURRECTION OF THE WALKING DEAD – Zensur

 
 
 
RESURRECTION OF THE WALKING DEAD ist erstaunlich blutig. Die Effekte sehen ziemlich gut aus und so verwundert es auch, dass der Film in deutschen Gefilden ungeschnitten die FSK passieren durfte. Die Heimkinofassung ziert die KEINE JUGENFREIGABE-Kennzeichnung. Wer blutige Horrorfilme mag, kann daher bedenkenlos zugreifen. Hier wurde nichts zensiert.
 
 
 


 
 
 

RESURRECTION OF THE WALKING DEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Resurrection-of-the-Walking-Dead-BD
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Opstandelsen; Dänemark 2010

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Norwegisch DD 2.0

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.77:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 47 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Behind the Scenes Video (10:42, keine Untertitel), Kurzfilm „Kaeldermenneske“ (27:34, optionalen deutschen Untertiteln), vier Musikvideos (ca. 16 Minuten), Teaser (1:44), Trailer (3:01)

 
 
 
Die vorliegende Blu-ray aus dem Hause EDEL AG/PARAGON MOVIES kommt überraschend umfangreich daher, wobei der Hauptfilm nicht einmal ansatzweise HD-Niveau erreicht. Warum der Anbieter parallel zur DVD eine Blu-ray anbietet bleibt unverständlich. Das Bild von RESURRECTION OF THE WALKING DEAD befindet sich auf schwachem DVD-Niveau und besitzt Homevideo-Charakter. Immerhin hat der Subwoofer einiges zu tun. Denn der begleitende Soundtrack wird von einem grummelnden Bass begleitet, der die Heimkinoanlage arbeiten lässt. An dieser Stelle sei zu nennen, dass RESURRECTION OF THE WALKING DEAD eine erstaunlich professionelle Synchronisation erhalten hat. Da es sich hier um einen Film auf gehobenen Amateurfilm-Niveau handelt, mag das zwar anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig wirken; die gute Übersetzung bereichert diesen Zombiespaß aber ungemein. Überraschenderweise hat der Anbieter EDEL AG/PARAGON MOVIES dem vorliegenden RESURRECTION OF THE WALKING DEAD eine stattliche Anzahl an Extras spendiert. So findet der Zuschauer neben einem ca. 30-minütigen Kurzfilm des Regisseurs CASPAR HAUGEGAARD (27 Minuten, deutsch untertitelt) auch ein Paket mit vier Music-Clips des Filmemachers. Der Trailer und ein Teaser im Original sowie ein kurzes Making of (10 Minuten, keine Untertitel) haben es ebenfalls auf die Scheibe geschafft. Bleibt abschließend zu erwähnen, dass die Veröffentlichung ein Wendecover besitzt und der Amateurfilm-Fan mit einer Vorliebe für sabbernde Zombies einen Blick riskieren sollte.
 
 

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RESURRECTION OF THE WALKING DEAD – Trailer

 
 
 


 
 

Marcel Demuth/ Hellraiser80

 
 
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The Crazies (2010)

Filmreview: „Zombie World War“ (2012)

Zombie-World-War-dvd
 
 
 

ZOMBIE WORLD WAR

Story

 
 
 
Ein Gen bzw. Virus entwischt aus einem Labor und macht sich in Taiwan breit. Die Infizierten mutieren zu grölenden Zombiehorden und lassen sich natürlich nicht von der schweren Bewaffnung der zuständigen Spezialeinheit beeindrucken, die gerade dabei ist, den District 108 zu evakuieren. Dazu kommt auch noch eine Gangsterbande, die sich wild durch die Nacht gevögelt und gefeiert hat. Die haben die Apokalypse verpennt und kriegen den Auftritt der anrückenden Polizisten in den falschen Hals, was zunächst zu einer Schießerei zwischen den gegensätzlichen Parteien führt, bis die gammeligen Infizierten dazwischenbeißen. Nebenbei bekommen wir auch noch Eindrücke aus dem Leben eines schwer gestörten Perverslings, der seinem Hobby, dem Frauensammeln und -schänden nachgeht …
 
 
 


 
 
 

ZOMBIE WORLD WAR – Kritik

 
 
 
Der Titel des vorliegenden Zombie-Folter-Flicks Z-108 war den Freunden des hiesigen Verleihs vermutlich zu unspektakulär. In Anbetracht der Umstände, dass WORLD WAR Z mit BRAD PITT in der Hauptrolle aktuell an den Kinokassen Erfolge feiert, war es nur taktisch klug den taiwanischen 2012er Horrorfilm Z-108 kurzum in ZOMBIE WORLD WAR umzubenennen. Qualitativ trennen diesen Heuler natürlich Welten von der glattgebügelten Hollywood-Ware, denn allein für das Gucken dieses Films sollte man bereits Geld fordern. Der Zuschauer sollte sich in Acht nehmen, sonst stolpert er gänzlich unvorbereitet in diesen miesen Film. Auch wenn der Trailer mit all seinen lechzenden Untoten durchaus Trash-Potenzial verspricht; die Szenen von in Käfig eingesperrten Frauen wirken für einen Zombiefilm leicht befremdlich und lassen Übles erahnen.

Das Ausmaß der Grottigkeit offenbart sich während der Sichtung, denn die haarsträubende Inszenierung des Films toppt den nicht vorhanden Qualitätsgehalt des ohnehin miserablen Trailers. Bereits die Geschichte um eine Gruppe Polizisten und eine handvoll Gangster, die sich zuerst ohne ersichtlichen Grund beschießen und wenig später abrupt zusammenarbeiten, wirkt nicht nur vollkommen unglaubwürdig, sie strotzt nur so vor nervigen Figuren, die vollkommen gesichtslos bleiben. Da wird dumm agiert, dauerhysterisch gekreischt und vollkommen unrational gehandelt. Zombies werden nicht durch einen Schuss in den Kopf erlöst; ihnen wird geradezu das Festmahl auf dem Silbertablett serviert. Overacting ist in WORLD WAR Z ein unabdingliches Übel. In Kombination mit der fast schon peinlich beschämenden, deutschen Synchronisation lässt sich ZOMBIE WORLD WAR kaum ertragen. Doch das ist erst der Anfang. Während sich die Konstellation aus Gut und Böse durch Massen an Untoter metzelt, entwickelt sich der taiwanische Klopper rasch zum Terrorfilm. Ein widerwärtiger Perversling mit grotesker Maskierung (das TEXAS CHAINSAW MASSACRE muss ihn wohl ausreichend inspiriert haben) besitzt eine Vorliebe für hübsche Frauen. Für den Psychopathen Grund genug trotz Ausnahmezustand ein paar Mädchen von der Straße zu fangen, sie in seinen Keller zu entführen und an ihnen Misshandlungen auszuüben. Sinn hat das natürlich keinen und ist bis kurz vor Ende auch vollkommen irrelevant für den Fortgang der Geschichte. Blutig, grausam oder zeigegeil wird ZOMBIE WORLD WAR trotz dilettantisch aufgezwungenen Torturanteils leider zu keiner Minute. Stattdessen bietet der unspektakuläre Folter-Part dem Zuschauer so etwas wie eine Verschnaufpause zur chaotisch zusammengeschnippelten Haupthandlung.
 
Aber das Schlimmste kommt ja bekanntlich immer zum Schluss. Da laufen die beiden hirnrissigen Handlungsstränge ineinander und gipfeln in einem der wohl lächerlichsten Filmenden, die die Welt bis dato gesehen hat. Vermutlich muss man ein Faible für asiatische Filmware besitzen, um die dahintersteckende Absurdität überhaupt verstehen, oder gar genießen zu können. Fakt ist, dass ZOMBIE WORLD WAR ganz schön unbrauchbarer Blödsinn ist, auf den der interessierte Zuschauer ganz gerne verzichten kann. Die technische Inszenierung ist trotz hochwertigen Equipments und pompösen Budgets unglaublich unübersichtlich. Die Kameraführung und der Schnitt wirken derart unausgegoren, dass der Zuschauer bei jeder Szene, in der nur halbwegs Bewegung stattfindet kaum noch durchblickt. Verwunderlich ist das jedoch nicht, denn ZOMBIE WORLD WAR ist das Spielfilm-Debüt des Taiwaners JOE CHEIN, der den vermeintlich gut gemeinten Trash-Spass ganz derbe in den Sand gesetzt hat. So haben wir am Ende von ZOMBIE WORLD WAR zwar Trash – der Spaß bleibt jedoch aus.
 
 
 


 
 
 

ZOMBIE WORLD WAR – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
Der Zuschauer stelle sich vor, der gute alte BRUNO MATTEI würde noch leben und für ein anständiges Budget in Taiwan einen Zombiefilm inszenieren. Dann dürfte schnell ersichtlich, welch unerträglicher Schwachsinn sich hinter ZOMBIE WORLD WAR verbrigt: Grauenvoller Schnitt, unerträgliche Wackelkamera, Logikfaktor zero, Zusammenbrüche in der Continuity und WTF?!-Momente am laufenden Band! Vorsicht sei geboten: ZOMBIE WORLD WAR oder Z-108, wie er im Original heisst, ist nur mit ganz viel Bier zu ertragen!
 
 
 


 
 
 

ZOMBIE WORLD WAR – Zensur

 
 
 
Die deutsche FSK-Fassung ist mit dem KEINE JUGENDFREIGABE-Aufdruck vollkommen ungeschnitten. Wer eine Vorliebe für Zombie-Trash besitzt kann gerne einen Blick riskieren, alle anderen sollten diesen Film meiden!
 
 
 


 
 
 

ZOMBIE WORLD WAR – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Zombie World War 2012 Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Z-108 qi cheng; Taiwan 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch+Mandarin DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Englisch

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: KJ (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer

 
 
 
Zum Test lag uns die Einzel-Disc-Variante ohne 3D-Scheibe vor!
Auch wenn das saubere Bild (der Film wurde auf digital gedreht) hin und wieder HD-Feeling aufkommen lässt, so wirklich nennenswert ist diese Blu-ray-Veröffentlichung nicht. Nicht nur, dass der Film nicht gerade das Gelbe vom Ei ist, auch die Blu-ray kommt sehr lieblos daher. Das macht sich vor allem beim Bonussektor bemerkbar. Hier gibt es nichts, außer den Trailer zum Film. Zudem mag zwar die Tonspur im DTS-HD MA 5.1 vorliegen; was bringt dennoch die beste Abmischung, wenn die Synchronisation kaum erträglich scheint. Verwunderlich zudem, dass es nicht einmal deutsche Untertitel auf die Scheibe geschafft haben, denn die liegen nur in Englisch (!) vor. Okay, immerhin gibt es ein Wechselcover und ungeschnitten ist der Film auch noch. Ob der Kauf jedoch nötig ist, sollte jeder selbst entscheiden. Wir raten ZOMBIE WORLD WAR vor dem Kauf zu leihen! Übrigens, gibt es ZOMBIE WORLD WAR auch als kassenträchtiges 3D in einer limitierten Sammlerauflage (mit mehr Bonus) zu kaufen. Hier wurde vermutlich der 3D-Effekt hochgerechnet – für einen Film wie diesen aber vollkommen überflüssig!
 
 

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Weitere Heimkinoveröffentlichungen

 
 
 
dead-invasion-dvd

(c) Cosmopolitan Pictures / Alive AG

 
 
 
Neben der bisher erhältlichen Auswertung des Streifens erhielt der Zombie-Horror eine weitere Veröffentlichung. Als Teil der DEAD INVASION ULTIMATE COLLECTION wurde ZOMIE WORLD WAR mit drei anderen Zombiefilmen in eine Box gesteckt. Die Box ist sowohl als DVD wie BD-Variante im Handel zu haben.
 

Dead Invasion – Ultimate Collection [2 DVDs]

 
 
 
zombie-madness-collection-dvd

(c) Savoy Film / Schröder media

 
 
 
Und noch eine Veröffentlichung: Diesmal als Resteverwertung in der ZOMBIE MADNESS COLLECTION. In dieser DVD-Zusammenstellung ist der Streifen in einer Box mit fünf thematisch ähnlichen Horrorfilmen zu finden. Selbstverständlich ist er hier ebenso ungeschnitten, wie alle anderen Veröffentlichungen dieser Zombiegurke.
 

Zombie Madness Collection [2 DVDs]

 
 
 

 
 


 
 
 

ZOMBIE WORLD WAR – Trailer

 
 
 


 
 

Marcel Demuth/ Andreas Port

 
 
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Filmreview: „Underground – Tödliche Bestien“ (2011)

Underground-Tödliche-Bestien-2011
 
 
 

UNDERGROUND – TÖDLICHE BESTIEN

(GATES OF HELL – UNDERGROUND)

Story

 
 
 
Stress während einer Rave-Party: Eine Gruppe Freunde gerät an eine aggressive Straßengang und flüchtet in ein merkwürdiges Tunnelsystem unter der Lokalität. Leider führt die Suche nach einem alternativen Ausgang zu keinem Erfolg, denn bevor überhaupt einer der Freunde das Tageslicht erblicken wird, gilt es den Kampf mit einigen Mutanten aufzunehmen, die in dem komplexen Labyrinth mit leeren Mägen auf die Kids lauern …
 
 
 


 
 
 

UNDERGROUND – Kritik

 
 
 
Man nehme eine handvoll prallbrüstiger Mädels, schütte sie zusammen mit einer Scharr sexy Knaben in einen Topf und würze das ganze mit seltsam deformierten und menschenfleischgeilen Mutanten. Fertig ist UNDERGROUND – TÖDLICHE BESTIEN (in Deutschland neuerdings auch als GATES OF HELL – UNDERGROUND zweitvermarktet) – ein neuer Hochglanzschocker der in seiner Machart stark an den Franka Potente U-Bahn-Horror CREEP aus dem Jahre 2004 erinnert. Um es vorwegzunehmen: UNDERGROUND rockt, keine Frage. Die Inszenierung ist hochwertig und kann als gelungen bezeichnet werden. Regisseur RAFAEL EISENMANN weiß, wie er Horrorfans zufrieden stellen muss. Er führt den Zuschauer in ein düsteres Tunnelsystem, wo ein erbitterter Kampf zwischen Kreatur und Mensch seinen Lauf nehmen wird, an dessen Ende selbstverständlich geistfrei gesplattert werden darf und das nicht gerade wenig. Das Tunnel-Setting ist durchaus stimmig entworfen und beliebte MTV-Videoclip-Ästhetik gefällt durch makellose Optik. Was will der Horrorfan denn mehr?
 
Licht, denn das ist in diesem kleinen Independent-Schocker Mangelware. Ganz zum Leidwesen des horrorerprobten Zuschauers, der dem Geschehen bis auf wenige Ausnahmen, nur leidlich folgen kann, erkennt er in der schlecht ausgeleuchteten Umgebung doch kaum, was da eigentlich auf der Mattscheibe passiert. Stimmung kommt dennoch auf. Gerade dann, wenn entstellte Mutanten zum fröhlichen Abendschmaus laden hat UNDERGROUND – TÖDLICHE BESTIEN seine Momente, wird doch mit blutigen Raffinessen nicht gespart. Großes Lob gilt dabei den Make-up-Künstlern, die beim CREEP-Design hervorragende Arbeit geleistet haben. Die Wesen schauen reichlich grotesk aus und es bereitet Laune den Dingern bei der Suche nach Abendbrot beizuwohnen. Natürlich folgt auch dieser Film den klassischen Horrorregeln. So werden die geistig umnebelten und schablonenhaft skizzierten Kids nach bekanntem Negerlein-Schema um die Ecke gebracht.
 
Leider macht EISENMANN den Fehler und zeigt seine Gestalten zu zeitig. Mit dem Erscheinen der Kreaturen erhält auch der Spannungsbogen einen Dämpfer. Demnach konzentriert sich der Streifen auf das immerhin temporeiche Jagen seiner neunmalklugen Protagonisten, die für einen Slasher mal wieder wenig bedacht handeln. Um Defizite im Drehbuch zu kaschieren wurde der Hetz-Gimmick eingebaut. Immer dann, wenn UNDERGROUND an seine dramaturgischen Grenzen stößt, werden hektische Hetzjagen eingestreut, die kaum Zeit zum Nachdenken ermöglichen. So wird der Zuschauer stets bei Laune gehalten und bemerkt ganz nebenbei erst gar nicht, dass ihm mit UNDERGROUND im Grunde genommen ein arg dünnes Süppchen vorgesetzt wurde. So kriechen „tödlichen Bestien“ aus Wand und Boden und trachten den unvorsichtigen Kids nach dem Leben. Zimperlich geht’s nicht zu Sache, denn die Filmmonster haben sichtlich kein Erbarmen mit ihren menschlichen Opfern. Die werden blutgeil in der Luft zerrissen, damit sich der Zuschauer vor lauter Splatter erst gar nicht mehr an das haarsträubende Ende erinnern kann. Über Letzteres hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens, denn Logiklöcher gibt es in UNDERGROUND – TÖDLICHE BESTIEN jede Menge.
 
Trotzdem; auch wenn UNDERGROUND kein geistreicher und intelligenter Film ist, bietet er kurzweilige Unterhaltung für verregnete Tage auf der Couch. Nicht mehr und auch nicht weniger.

 
 
 


 
 
 

UNDERGROUND – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein finsterer Mix aus CREEP und THE DESCENT nur ohne Story, dafür mit reichlich Monstern und Splatter. Hirn aus, TV-Bildschirmhelligkeitsregler auf Turbo dazu Chips und Bier. So lässt es sich leben.
 
 
 


 
 
 

UNDERGROUND – Zensur

 
 
 
UNDERGROUND – TÖDLICHES BESTIEN erhielt den roten FSK-Stempel und ist demnach erst für Volljährige geignet. Der Streifen besitzt die Einstufung: KEINE JUGENDFREIGABE. Aufgrund einiger Splatter-Momente ist die Freigabe gerechtfertigt.
 
 
 


 
 
 

UNDERGROUND – Deutsche Blu-ray

 
 
 
underground-tödliche-bestien-blu-ray

(c) Schröder Media / Mig Filmgroup (Erstauflage)

 
 
 
gates-of-hell-underground-blu-ray

(c) Savoy Film / Intergroove Media (Zweitauflage)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Undergrounds; USA 2011

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailershow, Trailer

Release-Termin: 23.02.2012 (Erstauflage) – 06.06.2014 (Zweitauflage)

 
 
 
UNDERGROUND – TÖDLICHE BESTIEN ist in Deutschland unter zwei verschiedenen Titeln auf Heimkinomedium erhältlich. Während der Streifen bereits im Jahr 2012 auf DVD und Blu-ray Disc unter seinem richtigen Namen veröffentlicht wurde, erhielt der Slasher im Jahr 2014 einen Re-Release und zwar unter dem Titel GATES OF HELL – UNDERGROUND. Hier sollte man sich nicht hinters Licht führen lassen. Der Inhalt ist identisch mit der Erstveröffentlichung. Nur das Cover wurde ausgetauscht.
 
 
 

Underground – Tödliche Bestien [Blu-ray] – Erstauflage auf AMAZON kaufen

 

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UNDERGROUND – Trailer

 
 
 


 
 

Hellraiser80/ Marcel Demuth

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
The Underneath (2013)
 
Beyond the Darkness (2014)
 
Creep (2004)

Filmreview: „Psalm 21“ (2010)

Psalm 21 Filmplakat
 
 
 

PSALM 21

Story

 
 
 
Nach dem unglücklichen und überraschenden Tod des geliebten Vaters, macht sich der Priester Henrik Horneus auf dem Weg in das fernab entlegende Dorf, indem er seine Kindheit verbrachte und in dem er scheinbar behütet aufgewachsen ist, um dort den mysteriösen Tod seines Vaters zu untersuchen. Kaum dort angekommen, wird er von schrecklichen Visionen gequält und von der eigenen düsteren Vergangenheit eingeholt.
 
 
 


 
 
 

PSALM 21 – Kritik

 
 
 
Der vorliegende PSALM 21 ist wieder eines jener Werke, die dem Zuschauer einfach zu viel Lebenszeit kosten. Mit fast 100 Minuten Filmlaufzeit ist dieser schwedische Gerne-Beitrag eindeutig etwas zu lang geraten. PSALM 21 ist weniger Horror als vielmehr Drama, das sich mit den verdrängten Kindheitserinnerungen des Protagonisten Henrik Horneus (JONAS MALMSJÖ) beschäftigt und nun schildert wie der Held der Geschichte seine Vergangenheit aufarbeitet. Eigentlich beginnt dieser okkulte Selbstfindungstrip durchaus vielversprechend, wobei das hübsch getrickste Intro und die diversen Spezialeffekte im Film nicht selten den grandiosen OMEN-Klassiker (1976) ins Gedächtnis rufen. Bedauerlich, dass sich Regisseur FREDRIK HILLER leider für eine etwas unkonventionelle Erzählung entscheidet und den erhofften Horroranteil gänzlich unter den Teppich fegt. Der spannungsfreie Erzählstil und die lapidare Story des Films ist PSALM 21 zu keiner Zeit förderlich. Das düstere Drama will partout nicht unterhalten, sondern fördert eher den Tiefschlaf des Zuschauers. Schade eigentlich, denn die farblose und kühle Optik und die unnatürlich wirkenden, kontrastreichen Bilder des Filmes wissen durchweg zu gefallen, können aber nicht hinwegtäuschen, dass PSALM 21 eigentlich ganz schön unbrauchbarer und vor allem langweiliger Käse ist. Trotzdem ist es erstaunlich, dass derart hochwertig gedrehtes Filmmaterial aus europäischen Gefilden stammt. Die trostlose aber dennoch herrlich melancholische Bildsprache erinnert nicht selten an das schwedische Grusel-Drama SO FINSTER DIE NACHT aus dem Jahre 2008, das ebenso mit minimalistischer Kulisse punktet und sich mehr mit dem Schicksal der Protagonisten beschäftigt. Leider ist PSALM 21 von der Qualität eines SO FINSTER DIE NACHT meilenweit entfernt. Das zähe Tempo und die Art, wie der Film erzählt wird lässt PSALM 21 immer wieder über die eigenen Füße stolpern. Trotz der eigentlich recht effektiven platzierten Schocks verwirrt die Geschichte den Zuschauer. Die seltsamen Charaktere bieten dem Zuschauer kaum Identifikationsmöglichkeiten, so dass das recht konsequente Ende kaum vom Hocker reißen und dem Filmfreund am Allerwertesten vorbeigehen will.
 
 
 


 
 
 

PSALM 21 – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
Kein reiner Horrorfilm. Vielmehr Selbstfindungsdrama mit kleinen Schockeinlagen. PSALM 21 verlangt enorm Geduld vom Zuschauer ab und setzt viel Sitzfleisch voraus und bietet aufgrund eines mangelnden Spannungsaufbaus und der extrem verwirrenden Erzählweise, unausgewogene Genre-Unterhaltung und gähnende Langeweile. Nur Hardcore-Filmfans zu empfehlen.
 
 
 


 
 
 

PSALM 21 – Zensur

 
 
 
PSALM 21 ist eher ein subtiles Drama, als bluttriefender Horror. Die deutsche Filmfassung ist daher ungeschnitten frei ab 16 Jahren geeignet.
 
 
 


 
 
 

PSALM 21 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Psalm 21; Schweden 2009

Genre: Horror, Drama, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Schwedisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 94 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Original Kinotrailer

 
 
 
Auch PSALM 21 erlebt im Zuge der gewinnträchtigen Neuvermarktung emsiger Filmlabel eine Neuauflage unter anderem Namen. Aus PSALM 21 wird jetzt BOOK OF THE UNDEAD, was eigentlich kaum Sinn machen will, sondern einzig darauf zielt, dass der Filmfreund glaubt einen neuen Film in den Händen zu halten. Die Ernüchterung dürfte dann zu Hause eintreten, wenn der Silberling in den Blu-ray-Player gelegt wird und der Sammler erkennen muss, dass er diese Scheibe eigentlich schon längst sein Eigen nennt. Die aktuelle Neuauflage unter dem Titel BOOK OF THE UNDEAD ist haargenau die gleiche Veröffentlichung, welche vor einiger Zeit durch Rechteinhaber SCHRÖDER MEDIA / WGF in den Handel gekommen ist. Hier wurde einzig und allein das Cover ausgetauscht. Extras gibt es demnach bis auf den Trailer keine. Immerhin weiß das HD-Transfer zu überzeugen. Der Kontrast ist, bis auf einige dramaturgisch gewollten Helligkeitsmomente, in einem guten Bereich, die Bildschärfe durchweg akzeptabel. Beim Ton bekommt der Zuschauer das Grausen. Die Geräusche dominieren und die Dialoge sind ziemlich schwer zu verstehen – ein Umschalten auf die ebenso auf der Blu-ray befindlichen 2.0-Tonspur angebracht. Wirklich ernst hat der hiesige Rechteinhaber dieser Neuveröffentlichung nicht genommen. Die kommt nämlich etwas lieblos daher, wobei das ziemlich hässlich gestaltete Hauptmenü die Defizite im Tonbereich und bei den Extras um Längen topt. Immerhin gibt es ein Wechselcover ohne lästigen Flatschen.
 
 

Book Of The Undead [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

PSALM 21 – Trailer

 
 
 


 
 

Marcel Demuth/ Hellraiser80

 
 
Ähnliche Filme:

So Finster die Nacht (2008)

Das Omen (1976)

Filmreview: „Tötet Katie Melone“ (2009)

tötet katie malone
 
 
 

TÖTET KATIE MALONE

Story

 
 
 
Die 3 Freunde Ginger, Jim und Dixie ersteigern auf einer Online-Plattform ein merkwürdiges und scheinbar antikes Kästchen indem laut Verkäufer ein wahrhaftiger Geist leben soll, der dem Besitzer der Kiste jeden Wusch erfüllt. Nachdem das Objekt der Begierde im Studentenwohnheim eingetroffen ist, sind die 3 Freunde zuvor noch skeptisch, äußern dennoch bedenkenlos zwei Wünsche, die sich zu ihrem Erstaunen tatsächlich erfüllen. Doch auch der Geist fordert Gegenleistung und tötet ab nun an jeden, der versucht die Clique auseinander zu treiben.
 
 
 


 
 
 

TÖTET KATIE MALONE – Kritik

 
 
 
Vorerst, TÖTET KATIE MALONE ist im Grunde genommen kein schlechter Film. Wer ein Faible für routiniert abgedrehte 08/15-Heimkinoware besitzt und sich an leidlich klugen Teenies nicht sattsehen kann, dürfte mit dem vorliegenden Horrorfilm bestens unterhalten werden. Zwar stolpert diese Geistergeschichte aufgrund eines total sinnbefreiten Plots immer wieder über die eigenen Füße (wer kommt denn auf derart unsinnige Idee einen Geist per Ebay zu verkaufen – und warum gibt es Idioten, die so was dann ersteigern); TÖTET KATIE MALONE schafft es aber dennoch kurzweilig zu fesseln und eignet sich sich mit Sicherheit als Lückenfüller für einen verregneten Sonntag Nachmittag. Daher: Glotze an, Hirn aus. Neu ist der Geschichte über einige Kids, die von einem Geist heimgesucht werden, freilich nicht. Die Drehbuchautoren von KILL KATIE MELONE (so der Horrorfilm im Original) haben sich ausreichend bei anderen Klassikern innerhalb des Genres bedient und den Stoff für ein jüngeres Publikum modern aufbereitet. So finden Schlüsselszenen aus POLTERGEIST (1982), RING (2002) und THE WISMASTER (1997) ebenso ihren Weg in den Film, wie dreiste Anspielungen aus dem BRIAN DE PALMA Kultwerk CARRIE (1976). Gerade weil der Film sich mit all seinem hölzernen Hokuspokus an vorwiegend Jugendliche richtet, dürfte es den Zuschauer wohl kaum verwundern, dass TÖTET KATIE MALONE fast vollkommen blutleer daherkommt und neben einigen wirklich miserablen CGI-Effekten kaum nennenswerte Überraschungen zu bieten hat. Was die hiesige FSK jedoch dazu geritten haben muss, den spukreichen Teenie-Slasher mit einer Erwachsenenfreigabe abzustrafen, dürfte vermutlich auf ewig ein Rätsel bleiben.
 
Die Geschichte des Films ist recht konventionell geraten, überzeugt aber dennoch mit einer recht flotten und kurzweiligen Inszenierung. Gerade gegen Ende wird es erstaunlich turbulent, aber leider auch etwas zu klischeebeladen und unglaubwürdig. Die Schlusspointe des Films dürfte an Trivialität kaum zu überbieten sein. Trotz enormen Unterhaltungsfaktor will man als Zuschauer nicht das Gefühl loswerden wollen, als wäre TÖTET KATIE MALONE direkt fürs Fernsehen produziert. Die Dialog sind flach und die Entwicklung der Protagonisten gleicht Vorabend-Soap-Niveau. Auch das billig wirkende Setting lässt vermuten, dass hier kaum Geld für die Realisierung des Machwerks zur Verfügung gestanden haben muss und auf Sparflamme geköchelt werden musste. Das ist eigentlich schade, etwas mehr Budget und eine liebevollere Investitionen in Effekte und Drehbuch hätten den Horrorfilm ganz sicher gut getan. Somit bleibt der seichte Geisterspuk leider nur durchschnittliche und unwichtige Trash-Ware, die vermutlich in den untersten Regalen der Videotheken ihr Dasein fristen wird.
 
 
 


 
 
 

TÖTET KATIE MALONE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
TÖTET KATIE MALONE ist ein Spukfilm auf TV-Niveau und ohne wirklich nennenswerte Überraschungen. Für einen verregneten und kühlen Winterabend zu zweit dürfte dieser Horrorfilm durchaus seinen Zweck erfüllen.
 
 
 


 
 
 

TÖTET KATIE MALONE – Zensur

 
 
 
TÖTET KATIE MALONE ist erstaunlicherweise in Deutschland ab 18 Jahren freigegeben. Etwas unverständlich, denn wirklich verdient hat dieser Film dieser Altersfreigabe nämlich nicht. Wirklich brutal wirds hier nicht, daher wurde TÖTET KATIE MALONE in hiesigen Gefilden ungeschnitten veröffentlicht.
 
 
 


 
 
 

TÖTET KATIE MALONE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
evil_hatebreed_blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Kill Katie Malone; USA 2010

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.77:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Original Kinotrailer, Slideshow

 
 
 
Mit TÖTET KATIE MALONE wird dreister Etikettenschwindel betrieben. Der aktuelle Rechteinhaber bringt die bereits bekannte Blu-ray erneut unter dem Titel EVIL HATEBREED mit einem anderen Cover in den Handel um den Filmfreund zu suggerieren, dass er mit dieser Blu-ray einen neuen, unbekannten Titel in den Händen hält. Das ist nicht nur falsch sondern auch ziemlich unfair dem zahlenden Horrorfilmfan gegenüber. Die Blu-ray ist abgesehen von der neuen Verpackung identisch zur alten Auflage von SCHRÖDER MEDIA / WGF. Das Bild bietet eine solide Qualität mit produktionsbedingten Mängeln. Es wird zwar einen angenehme Schärfe erzielt, wirklich plastisch will das Bild jedoch zu keiner Zeit wirken. Der Kontrast überzeugt in den dunklen Szenen, überstrahlt in den Tagszenen etwas. Auf homogenen Flächen kommt es nicht selten zu Bandingartefakten und Blockbildung. Immerhin erweist sich der Transfer als ruhig und rauscharm. Auch beim Ton ist keine Referenz zu erwarten. Den gebotenen Tonspuren mangelt es an Räumlichkeit. Gerade während der Schockszenen mangelt es dem Ton an Kraft und Dynamik. Zudem kommt die deutsche Tonspur reichlich dumpf daher, was aber nicht stört. Für einen Low-Budget-Film wie TÖTET KATIE MALONE sind die technischen Komponenten dennoch als durchweg akzeptabel und brauchbar zu betiteln. Anders sieht es jedoch im Bonusbereich aus. Hier ist tote Hose. Bis auf einen Trailer zum Film und einer Slideshow hat es hier nichts auf die Scheibe geschafft. Die Blu-ray mit neuem Cover und neuem Titel besitzt zwar ein Wendecover; das Cover ist aber derart verpixelt, dass man sich das Wenden getrost sparen kann.
 
 

Evil Hatebreed [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

TÖTET KATIE MALONE – Trailer

 
 
 


 
 

Marcel Demuth/ Hellraiser80

 
 
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Carrie – Des Satans jüngste Schwester (1976)

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