Filmkritik: „The Invitation – Die Einladung“ (2015)

the-invitation-die-einladung-poster
 
 
 

THE INVITATION – DIE EINLADUNG

Story

 
 
 

Will besucht mit seiner neuen Freundin die Ex-Frau. Die war knapp zwei Jahre verschollen, ist ebenfalls neu verbandelt und veranstaltet eine Wiedersehensfeier zu der weitere Freunde eingeladen sind. Doch die Party entwickelt sich zum Albtraum, denn aus der fröhlichen Wiedersehensfeier wird ein Kampf auf Leben und Tod

 
 
 


 
 
 

THE INVITATION – Kritik

 
 
 
Regisseurin Karyn Kusama zeichnet für Werke wie „Aeon Flux“ und „Jennifer’s Body“ verantwortlich, Beides bekanntermaßen keine wirklich gelungenen Filme. Ansonsten hat sie ein paar Episoden für diverse Fernsehserien („Chicago Fire“, „The L Word“) gedreht und ein paar Kurzfilme. Die Drehbuchautoren haben ihr an den bereits genannten Filmen zur Seite gestanden, was die Hoffnung auf einen guten Film – ehrlich gesagt – nicht unbedingt erhöht. Zwar wurde „The Invitation“ ohne den Einfluss eines der bekannten Hollywood-Studios gedreht, so dass Regisseurin und Produzenten völlig freie Hand hatten, aber dass deswegen ein besserer Film daraus entstanden ist, lässt sich leider nicht bestätigen. Das krude und vor allem in den ersten zwei Dritteln furchtbar enervierende Werk ist keinesfalls ein Horrorfilm, eher ein zähes Drama mit zugegeben recht blutigen Finale, aber bedauerlicherweise ohne Spannung. Entbehrlich, überfrachtet und an vielen Stellen so unlogisch und dilettantisch, dass man nicht guten Gewissens zuraten kann, diese „Einladung“ anzunehmen.
 
 
the-invitation-die-einladung-bild-1
 
 
So, also: Will (Logan Marshall-Green) und Eden (Tammy Blanchard) haben sich aufgrund des plötzlichen Unfalltodes ihres Sohnes und Edens Affäre mit David (Michiel Huisman) vor zwei Jahren getrennt. Eden war daraufhin verschollen. Nun ist sie wieder da und lädt Will samt seiner neuen Freundin Kira (Emayatzy Corinealdi) und weiteren alten Freunde in das Haus ein, in dem sie mit Will zusammen gelebt hat und nun mit David wohnt. Doch der Abend wird nicht zur fröhlichen Wiedersehensfeier. Die Freunde sind latent vergrätzt, dass Eden einfach sang- und klanglos verschwunden ist und Will bereitet es einige Probleme, sowohl auf sein altes Heim (im Übrigen auch der Schauplatz des Unfalltodes seines Sohnes) als auch auf Edens neuen Freund zu treffen. Darüber hinaus wirken sowohl Eden als auch David irgendwie seltsam. Als sie ihnen dann auch noch ein Video zeigen, in dem ein alter Mann komische Thesen kundtut, kippt die Stimmung endgültig.
 
 
the-invitation-die-einladung-bild-4
 
 
Dem Zuschauer geht es da ganz ähnlich. Anfangs hofft man noch (aufgrund der durchaus prekären Ausgangssituation) auf einen spannenden (Film)Abend, an dem sich alte Freunde aus unterschiedlichen Gründen beharken oder es zur Konfrontation zwischen Ex-Mann und -Frau kommt. Vielleicht wären auch ein paar unheimliche Momente drin, wenn Will vom toten Sohn halluziniert. Aber nix da. Frau Kusama fand es offensichtlich wesentlich spannender, einen Haufen Unsympathen dabei abzufilmen, wie sie Belanglosigkeiten austauschen oder absoluten Stuss reden. Eden wandelt dabei barfuß im weißen Gewand umher und guckt verklärt, Freund David schließt schon mal die Haustür ab und kübelt den Gästen Rothschild in die Gläser. Auch die weiteren Gäste können kaum Sympathien generieren. Wenigstens sind alle Minderheiten abgedeckt: Asiaten, Schwarze, Schwule, Dicke und Bekloppte. Neben den alten Freunden gesellen sich auch zwei Unbekannte zur Runde. Die durchgeknallte Sadie (Lindsay Burdge) und die ominöse Halbglatze Pruitt (John Carroll Lynch). Uh, unheimlich.
 
 
the-invitation-die-einladung-bild-2
 
 
Fortan wird drauflosgefaselt, was das Zeug hält, während Will es vorzieht, in seinem ehemaligen Zuhause rumzuwandeln und seiner Ex hinterherzuschnüffeln. Dabei wird er von Flashbacks geplagt, die vorrangig den toten Sohn zeigen oder aber seine Ex beim versuchten Freitod-Vollzug. Doch dann wird es spannend…ach nein, doch nicht. Denn nun zeigt David allen ein Video. Darauf zu sehen ein glatzköpfiger alter Mann, der wirres Zeug redet und meint, nur der Tod könne einem inneren Frieden bringen und wäre somit der einzige Weg traumatisierter oder trauriger Menschen, um Erlösung zu finden oder so. Da guckt die Gästeschar erstmal relativ blöd aus der Wäsche, findet das dann in der Summe aber nur semi-beunruhigend (wahrscheinlich wollten sie schlicht noch mehr von dem teuren Fusel abgrasen). Dann gibt es tolle „Sag, was du dir wirklich wünscht, ganz offen und ehrlich“-Spiele, anschließend wird lecker Abendbrot gereicht, während Will zunehmend beunruhigt durch die Flure schlurft. Und dann endlich (wir sind nun bei 80 von 100 Filmminuten angelangt) passiert mal was. Da einem die Protagonisten aber samt und sonders sowas von egal sind, kommt immer noch keine Spannung auf.
 
 
the-invitation-die-einladung-bild-3
 
 
Im Finale wird es dann durchaus ein bisschen blutig (es kommen Pistolen, Schürhaken und Messer zum Einsatz), leider interessiert einen dies nur noch insoweit, als dass man nun berechtigterweise darauf hoffen kann, bald des Abspanns ansichtig zu werden. Bis dahin kann man sich die Zeit damit vertreiben, die Unsinnigkeiten des Films aufzuzählen (u.a. das übliche „Handy funktioniert, dann wieder nicht, dann doch usw.“-Spiel oder auch die Frage, wie zwei der Protagonisten am Ende aus dem Haus herauskommen, das Sekunden vorher noch fest verschlossen und ausweglos verrammelt war). Es gibt noch wesentlich mehr unlogische Sequenzen, die man ohne zu spoilern aber nicht erwähnen kann.
 
 
 


 
 
 

THE INVITATION – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
„The Invitation“ verschenkt das Meiste seines Potenzials. Die Ausgangssituation bietet ausreichend Stoff für Konflikte, Drama und Unheimliches. Unter der Ägide von Regisseurin Kusama wird daraus aber leider ein einschläferndes Laber-Martyrium für den Zuschauer, aus dem Kusama so gut wie keine Spannung zu generieren weiß. Darüber hinaus ist der Film an vielen Stellen schlicht unglaubwürdig oder unlogisch und gespickt mit Charakteren, die einem herzlich egal sind. Über zwei Drittel des Films werden verschwendet mit blödsinnigen Dialogen und unsinnigen Aktionen. Als der Film im Finale dann endlich mal etwas an Tempo gewinnt, häufen sich die Ungereimtheiten und gipfeln in einem derart dämlichen Schlussakkord, dass man die Regisseurin am liebsten selbst mal mit so einem Haufen kruder Typen in ein Haus einsperren möchte. Die halbwegs soliden Darstellerleistungen von Schauspielern aus der zweiten oder dritten Reihe Hollywoods retten diesen Unsinn wenigstens vor dem Totalausfall. Dennoch haben Zachary Quinto, Luke Wilson und Topher Grace, die ursprünglich für einige der Rollen vorgesehen waren, gut daran getan, abzulehnen. Ach ja, einen Pluspunkt gibt es noch für die zumindest nicht billig aussehende Location, in der dieser Unsinn spielt. Ergo: Mit diesem Independent-Schnarchfilm kann man keinen hinterm Ofen vorlocken. Deshalb maue vier von zehn Einladungen, die man unbedingt ausschlagen sollte.
 
 
 


 
 
 

THE INVITATION – Zensur

 
 
 
„The Invitation“ wurde von der FSK mit einer FSK16 durchgewunken. Das ist auch kein Wunder, denn zu derbe Schauwerte bleiben aus. Filmfans, die ausschließlich ungeschnittenes Material ihr Eigen nennen wollen, können demnach bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

THE INVITATION – Deutsche Blu-ray

 
 
 
the-invitation-die-einladung-bluray

(c) Pandastorm Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Invitation; USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | 24 Hz

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover und Schuber

Extras: Originaltrailer, Trailer

Veröffentlichung: 15.04.2016

 
 
 

The Invitation [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE INVITATION – Trailer

 
 


 
 
 

MissVega

(Mehr Kritiken von MISSVEGA gibt es hier zu lesen)

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei Pandastorm Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Green Room (2015)
 
Coherence (2013)
 
The Overnight (2015)
 
Party Invaders (2013)

Kritik: „Creep Van – Terror auf vier Rädern“ (2012)

Creep-Van-poster
 
 
 

CREEP VAN – TERROR AUF VIER RÄDERN

Story

 
 
 
Campbell ist Mitte Zwanzig und kriegt nur miese Jobs, weil er kein Auto hat. Dann, Magic Moment, sieht er einen alten Van, der zu verkaufen ist. Was er nicht weiß: Der Van gehört einem Serienkiller, der gar nicht daran denkt, sein mörderisches Gefährt zu verkaufen. Vor allem nicht, weil sich in ihm so schön blutige Morde begehen lassen.
 
 
 


 
 
 

CREEP VAN – Kritik

 
 
 
Die Filmgeschichte hat mordende Autos („Christine“), mörderisch-übersinnliche Monster in Autos („Jeepers Creepers“) und mörderisch-dämliche Auto-Duos („Knight Rider“) hervorgebracht. Was die Dämlichkeit angeht, ist Regisseur Scott W. McKinlay mit seinem „Creep Van“ schon mal ganz vorne mit dabei. Nach 80 Minuten endet der Film sehr hübsch mit einem bösen Schlussakkord und einem mittels Autofenster filetierten Kopf, dies rechtfertigt aber bei weitem nicht die 79minütige Zeitverschwendung davor. „Creep Van“ ist ein vermutlich für drei Dollar fuffzich produzierter, wirklich schlechter Horrorfilm, der alle dafür nötigen Komponenten in sich vereint: Schauspieler-Darsteller, einen unfähigen Regisseur, ein bescheuertes Drehbuch, im Deutschen zusätzlich noch die Porno-Synchro und das Fehlen jeglicher Spannung oder auch nur der Hauch eines Sinns. Darüber können auch die Handvoll blutiger Effekte nicht hinwegtäuschen, die aber immerhin halbwegs passabel umgesetzt wurden.
 
 
creep-van-bild-1
 
 
Campbell (Brian Kolodziej) hat kein Auto und muss Bus fahren. Das findet er doof, denn dadurch werden seine Jobs als Pizzalieferant oder Paketbote recht mühselig und er verliert einen Job nach dem anderen, weil er sich kein Auto leisten kann. Und da Mädchen in Amerika offensichtlich auch nur auf Typen „abfahren“, die ein Auto besitzen, kann Campbell auch an dieser Front keine Erfolge verbuchen. Zudem wohnt er bei seinem Kumpel, der immer komische Sexspielchen mit seiner Freundin veranstaltet (Stichwort: Hundehütte), das findet Campbell auch irgendwie doof. Dann aber, als er einen weiteren Spitzenjob (diesmal als Autowäscher) ergattert, lernt er dort Rezeptionistin Amy (Amy Wehrell) kennen (die zum Glück ein Auto hat). Als er dann auch noch einen alten Van entdeckt, der zum Verkauf steht, läuft es richtig rund für Campbell. Der Van-Besitzer hat allerdings eher mörderische denn monetäre Absichten, wenn er seine alte Rostlaube immer wieder zum Verkauf anbietet. Während sich die Opfer im blutigen Transporter stapeln, kommt auch Campbell langsam dahinter, dass mit Van und Fahrer irgendwas nicht stimmt.
 
 
creep-van-terror-auf-vier-radern-bild-2
 
 
Bei „Creep Van“ weiß man wenigstens gleich, woran man ist und was man hier erwarten darf. Kaum sind die Opening Credits vom Bildschirm verschwunden, gibt es schon den ersten Knaller-Satz, den eine Mutter ihrem kleinen Jungen eintrichtert, als der an einem fremden Van rumschnuppert: „Nur böse Leute besitzen Vans“. Aha. Wusste man noch gar nicht. Gut, dass „Creep Van“ hier gleich eine Wissenslücke schließen konnte. Kaum hat man diese bahnbrechende Erkenntnis verarbeitet, gibt es auch schon den ersten Toten (in Minute 2:22), der zweite folgt schon 26 Sekunden später (Minute 2:48). Leider geht es nicht so fluffig weiter. Es folgt die Introduktion von Campbell und seinem autolosen Loserleben, flankiert von grauenvollen Dialogen und minder- bis gar nicht begabten Darstellern inklusive akustischer Vergewaltigung der Ohren durch deutsche Dilettanten-Synchro.
 
 
creep-van-bild-3
 
 
Der Film stolpert hüftlahm zwischen verschiedenen uninteressanten Szenarien hin und her: Scott auf der Arbeit, Scott zu Hause bei seinem nerdigen Kumpel, Scott mit Amy und die Aktionen des Van-Killers natürlich. Letztere sind zumindest halbwegs unterhaltsam, da der Killer sich ein paar hübsche technische Spielereien in seine alte Rostlaube gebaut hat, mit denen er seine Opfer effektiv und sehr blutig tötet. Zumindest diese paar Szenen sorgen für leichte Erheiterung, während der Zuschauer sich ansonsten gramgebeugt durch diese wirklich schlechte Filmhandlung mäandert. Im Übrigen macht sich das offensichtlich sehr begrenzte Budget auch durch diverse Requisiten bemerkbar. Obwohl der Film 2012 gedreht wurde, rennen alle mit Klapphandys herum oder telefonieren mit riesigen Festnetz-Hörern. Wahrscheinlich steht bei Campbell zu Hause auch noch ein Kassettenrecorder herum, wundern würde es einen nicht. Mehr gibt es bedauer- oder glücklicherweise zu diesem Film wirklich nicht zu sagen.
 
 
 


 
 
 

CREEP VAN – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
 
„Creep Van“ ist ein am Reißbrett entworfener und billig runtergekurbelter Horror-Blödsinn mit Einschlafgarantie. Er wird bevölkert von einem Haufen Darsteller-Attrappen, die ziel- und sinnlos in der Gegend rumrennen und einen bösen Van suchen. Die wenigen Gore-Elemente sind durchaus blutig und erheiternd. Trotzdem sind sie genauso billig gemacht wie der Rest des Films und liefern schlussendlich kein wirkliches Anseh-Argument für diesen Murks. Für einen immerhin hübschen Schlag in die Magengrube und den besten Trash-Effekt am Ende des Films gibt es von FILMCHECKER gerade noch mal zwei von zehn Transportern, mit denen man am besten all jene überfahren sollte, die an diesem Film beteiligt gewesen sind.
 
 
 


 
 
 

CREEP VAN – Zensur

 
 
 
„Creep Van“ wurde von der FSK ab 16 Jahren freigegeben. Der Film ist ungeschnitten erhältlich. Weil auf der Blu-ray einige Trailer enthalten sind, die nicht jugendgrecht sind, hat die erhältliche Einzelveröffentlichung von „Creep Van“ eine Freigabe für Erwachsene erhalten.
 
 
 


 
 
 

CREEP VAN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
creep-van-bluray

(c) Castle View Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Creep Van; USA 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray wegen Bonusmaterial: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer, Trailer

Veröffentlichung: 24.04.2015

 
 
 

Creep Van – Terror auf vier Rädern [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

CREEP VAN – Weitere Veröffentlichungen

 
 
 
ultimate-horror-collection-dvd

(c) Edel Germany GmbH

 
 
Neben der Einzelveröffentlichung von „Creep Van“ gibt es den Streifen in einer Horrorsammlung, die als „Ultimate Horror Collection“ in den Handel gebracht wurde und neben besagten Horrorfilm auch die Streifen „Evil Undead„, „Hexenjagd“, „Mask Maker„, „Excision„, „Axe Giant – Die Rache des Paul Bunyan“ sowie „Creep Van – Terror auf vier Rädern“ beinhaltet. Leider gibt es dieses Horror-Sammlung nur auf DVD. Der Rechteinhaber hat auf eine parallele Vermarktung auf Blu-ray verzichtet. Immerhin sind alle Filme in der Box (Veröffentlichungstermin: 15. Januar 2016) ungeschnitten.
 
 
 

Ultimate Horror Collection [2 DVDs] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

CREEP VAN – Trailer

 
 


 
 

MissVega

(Mehr Kritiken von MISSVEGA gibt es hier zu lesen)

Die Rechte aller Grafiken liegen bei Edel Germany GmbH | Castle View Film

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Christine (1983)
 
Duell (1971)
 
Der Autovampir (1982)
 
Blood Car (2007)
 
Der Teufel auf Rädern (1977)
 
Rhea M – Es begann ohne Warnung (1986)
 

Filmkritik: „Evil Undead“ (2009)

the-black-waters-of-echos-pond-poster-evil-undead(1)
 
 
 

EVIL UNDEAD

(THE BLACK WATERS OF ECHO’S POND)

Story

 
 
 
Neun mehr oder weniger Freunde machen Urlaub in irgendeinem Wochenendhaus am See und entdecken dort ein geheimnisvolles Spiel, das ihnen allerdings keinen Spaß, sondern den Tod bringen wird.
 
 
 


 
 
 

EVIL UNDEAD – Kritik

 
 
 
Regisseur Gabriel Bologna scheint sich für ein Multitalent zu halten…Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur…kann er alles…denkt er zumindest. Mit „Evil Undead“ (oder wie der etwas ungelenkere Originaltitel „The Black Waters of Echo’s Pond“ lautet) aus 2009 beweist er allerdings, dass dem nicht so ist. Bologna hatte seine erste Rolle bereits als Vierjähriger, seitdem war er in 37 Produktionen zu sehen, die sich vorrangig auf Fernsehserien und -filme beschränkten. Was für ein Schauspieler auch immer Bologna sein mag, ein fähiger Regisseur oder vor allem Drehbuchschreiber ist er nicht. Allerdings muss man seinem „Evil Undead“ zugestehen, zumindest über ein paar fähige Mimen zu verfügen (die allerdings fürchterlichen Dünnsinn reden müssen) und für den Gore-Fan einen hübschen Strauß blutiger Splatterszenen bereitzuhalten. Der übliche Haufen oberflächlicher, kiffender, notgeiler und dummdreister Twentysomethings trifft sich – wie originell – im Haus am See, um dort mal ordentlich einen draufzumachen. Einer der kiffenden Idioten findet beim Rundgang durchs Haus ein mysteriöses Brettspiel, das natürlich gleich ausprobiert wird. Blöd ist nur, dass das Spiel über übersinnliche und böse Mächte verfügt, die die Spieler dazu bringen, sich über kurz oder lang gegenseitig an die Gurgel zu gehen.
 
 
evil-undead-2009-bild-1
 
 
Spannend. Oder? Na ja…bei so einer abgewrackten Story-Prämisse nicht wirklich. Die 89 Minuten Filmlaufzeit ziehen sich anfangs ganz schön, denn das erste Opfer gibt es erst nach 48 Minuten zu beklagen. Vorher ist man dazu verdammt, den wie in solchen Filmen üblichen notgeilen Kiffern dabei zuzuhören, wie sie Schwachsinn reden. Besonders enervierend ist hier Barbie-Babe Veronique (Mircea Monroe), die dermaßen dämlich lacht und so einen Müll zusammenredet, dass man sie stante pede erschlagen möchte. Glücklicherweise geht es nach gut der Hälfte des Films endlich mit der fröhlichen Dezimierung der Hohlkörper los. Reihum würfelt man sich eins bei dem knapp 100 Jahre alten Spiel und hält die nachfolgenden Visionen zunächst für marihuanaumnebelte Phantasiegebilde. Als die Kiff-Köppe aber merken, dass sie mittels dieser Visionen / Flashbacks / Halluzinationen Hinweise auf (unangenehme) Wahrheiten bekommen, fangen sie an, Amok zu laufen.
 
 
evil-undead-2009-bild-2
 
 
Damit der Zuschauer (der zugegebenermaßen relativ blöd sein muss, um sich so einen Mist überhaupt anzugucken) auch auf jeden Fall merkt, wann die „schröckliche“ Verwandlung der Protagonisten vonstatten geht, hat Regisseur Bologna ihnen knallschwarze Kieselsteine in die Augen geschoben und das Ganze hübsch mit Fingerfarben umpinselt. Merke: Schwarze Augen mit verlaufener Wimperntusche drumherum = vom Bösen Besessener. Abseits solcherlei Blödsinnigkeiten jedoch kann „Evil Undead“ zumindest mit Zweierlei punkten: Im Gegensatz zu Bolognas inhaltlicher Ideenlosigkeit kommen die Gore-Einlagen recht kreativ daher. Hat man zwar auch alles schon gesehen, aber Bologna hält wenigstens ordentlich drauf, wenn er seine Protagonisten das Zeitliche segnen lässt. Eine Zweiteilung per Kettensäge ist dafür nur eins von diversen blutigen Beispielen. Da am Ende des Films fast alle Protagonisten tot sind, kommt hier ein hübscher Bodycount zusammen.
 
 
evil-undead-2009-bild-3
 
 
Darüber hinaus ist es Bologna gelungen, wenigstens ein paar Schauspieler zu finden, die diese Bezeichnung halbwegs verdienen. Robert Patrick, aktuell in der Serie „Scorpion“ zu sehen, hat nach 137 Rollen ausreichend Erfahrung, den hier zu gebenden Insel-Einheimischen routiniert runterzuspielen. An Begeisterung mangelt es ihm allerdings, was bei der eindimensionalen und schlussendlich bedeutungslosen Rolle aber auch kein Wunder ist. James Duval war schon in „Donnie Darko“ zu sehen und, etwas aktueller, in „Tales of Halloween“. Und schlussendlich ist auch mal wieder Danielle Harris („Halloween“) dabei, deren untrügliches Gespür für schlechte Filme sie in bislang 85 miesen bis sehr miesen Filmen hat auftreten lassen. Die 38jährige, immer noch gefangen im Körper einer 12jährigen, spielt zwar nicht überragend, aber zumindest halbwegs glaubwürdig. Die restlichen Mimen üben sich da eher im ausdruckslos gucken oder overacten. Nicht zu vergessen auch hier die mangelnde Qualität der Synchronisation. Abgesehen von den Synchronsprechern, die diese Berufsbezeichnung mal wieder nicht verdienen, gibt es auch ein paar schöne Stilblüten zu bewundern, „Sie hat ihre Augen ausgeheult“ zum Beispiel. Lyrisch.
 
 
evil-undead-2009-bild-4
 
 
Also, sobald der Spiele-Spuk losgeht, rennen die Protagonisten abwechselnd zwischen den zwei vorhandenen Locations (Haus und Bootssteg) hin und her und teilen sich auf in Opfer und Täter. Dabei wird fröhlich weiter Dünnsinn geredet, aber glücklicherweise ja von immer weniger Protagonisten. Spannend ist das Ganze dabei übrigens kaum. Das liegt zum einen daran, dass einem das Schicksal der Kiffer-Horde herzlich egal ist und zum anderen daran, dass Bologna sich mit seinen beiden Co-Writern eine derart vorhersehbare Geschichte ausgedacht hat, dass daraus nichts Spannendes entstehen kann.
 
 
 


 
 
 

EVIL UNDEAD – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
„Evil Undead“ ist billiger Horrorquatsch, der weder mit einer originellen Story noch mit guten Darstellern punkten kann (bis auf wenige Ausnahmen). Dafür sind wenigstens die Splattereinlagen ganz annehmbar. In der Summe reicht das aber nicht, um eine ausreichende Begründung zu finden, sich diesen Blödsinn anzusehen. Ergo knappe vier von zehn Brettspielen, die diesem Film auf jeden Fall vorzuziehen sind.
 
 
 


 
 
 

EVIL UNDEAD – Zensur

 
 
 
„Evil Undead“ wurde von der FSK erst für Erwachsene freigegeben. Die in Deutschland erhältliche Filmfassung ist ungeschnitten und trägt das rote Freigabesiegel: Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

EVIL UNDEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
evil-undead-bluray

(c) Savoy Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Black Waters of Echo’s Pond; USA 2009

Genre: Horror, Thriller, Fantasy

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 96 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer

Veröffentlichung: 27.09.2013

 
 
 

Evil Undead [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

EVIL UNDEAD – Weitere Veröffentlichungen

 
 
 
ultimate-horror-collection-dvd

(c) Edel Germany GmbH

 
 
Neben der Einzelveröffentlichung von „Evil Undead“ gibt es den Streifen in einer Horrorsammlung, die als „Ultimate Horror Collection“ in den Handel gebracht wurde und neben besagten Horrorfilm auch die Streifen „Hexenjagd“, „Mask Maker„, „Excision„, „Axe Giant – Die Rache des Paul Bunyan“ sowie „Creep Van – Terror auf vier Rädern“ beinhaltet. Leider gibt es dieses Horror-Sammlung nur auf DVD. Der Rechteinhaber hat auf eine parallele Vermarktung auf Blu-ray verzichtet. Immerhin sind alle Filme in der Box (Veröffentlichungstermin: 15. Januar 2016) ungeschnitten.
 
 
 

Ultimate Horror Collection [2 DVDs] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

EVIL UNDEAD – Trailer

 
 


 
 

MissVega

(Mehr Kritiken von MISSVEGA gibt es hier zu lesen)

Die Rechte aller Grafiken liegen bei Edel Germany GmbH | MIG Film GmbH | Savoy Film

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Open Graves (2009)
 
Jumanji (1995)
 
Night of the Demons (2009)
 
Night of the Demons (1988)
 
Night of the Demons 2 (1994)
 

Filmkritik: „The Red House“ (2013)

the-red-house-2013-poster
 
 
 

THE RED HOUSE – DIESES HAUS TÖTET DICH

Story

 
 
 
Ein Haufen Twentysomethings sucht mal wieder eine unheimliche Hütte irgendwo im Wald heim und sieht sich alsbald mit der blutigen Dezimierung ihrer flotten Truppe konfrontiert.
 
 
 


 
 
 

THE RED HOUSE – Kritik

 
 
 
Die Inhaltsangabe zu „The Red House“ ist fast schon zu klischeehaft, um sie überhaupt noch zu erwähnen. Regie-Neuling Gregory Avellone, der auf die Regie-Erfahrung eines Films von 1999 sowie zweier Kurzfilme zurückgreifen kann und auch gleich das Drehbuch zu diesem überflüssigen Film aus 2014 geschrieben hat, scheitert wirklich auf ganzer Linie ob seiner mangelnden Kreativität. Shelby (Kate French) hat von Opi irgendeine Buckelbutze im Wald geerbt, die sie nun mit drei ihrer Freundinnen plus Quoten-Mann angucken geht. Doch schon bald nach ihrer Ankunft beginnen sich die flotten Fünf zu dezimieren. Als erstes verschwindet Tussi-Nervensäge Carissa (Yvette Yates), der das alles zu unkomfortabel war. Die taucht dann irgendwann in einem muffigen Keller wieder auf, in dem sie vom großen Unbekannten gefoltert wird. Derweil versuchen sich die verbliebenen Fab Four im Überleben, was logischerweise nicht allen gelingt. Dann tauchen ein paar schießwütige Hillbillys mit schlechten Zähnen auf und fordern die Twens auf, Haus und Wald zu verlassen, weil is so. Und auch der scheinbar nette Sheriff zeigt Verhaltensauffälligkeiten…
 
 
the-red-house-2013-bild-2
 
 
Filme mit Teens oder Twens wahlweise an einem See / in einer Waldhütte / in einem unheimlichen Spukhaus gibt es ja wie Sand am Meer. Dass Avellone sich nun ausgerechnet dieses abgegriffene Horror-Thema für seinen zweiten Langfilm in immerhin 15 Jahren ausgesucht hat, zeugt schon mal von nicht gerade großer Kreativität. Leider durchzieht dieser Mangel an Ideen den gesamten 88minütigen Film. Darüber hinaus kommt nahezu zu keinem Zeitpunkt auch nur der Hauch von Spannung auf. Wie auch, wenn man vorrangig damit beschäftigt ist, sich ob der strunzdämlichen Dialoge und der miesen Schauspieler-Darsteller die Lachtränen aus den Augen zu wischen? Eben.
Nach über der Hälfte der Laufzeit beginnt man langsam zu realisieren, dass das mit „The Red House“ wohl nix mehr werden wird. Auch nach 52 Minuten lässt sich keinerlei Spannung ausmachen, ebenso ist von einer halbwegs schlüssigen Story weit und breit keine Spur. Schlussendlich guckt man ein paar vollpfostigen Twens dabei zu, wie sie im Haus und ums Haus herum eiern und Stuss reden. Die esoterisch veranlagte Wie-hieß-sie-noch-gleich spürt komische Schwingungen im Haus und guckt darob verstört. Der Quotenmann und -schwarze gibt ein paar sowohl testosterongetränkte als auch hohle Sprüche von sich, Carissa hat sich zum Glück schon in den Folterkeller verpieselt und Shelby und die andere da kommen gegen die vollkommene inhaltliche Leere des Films auch nicht mehr an und verlegen sich aufs recht apart aussehen und in knappen Klamotten rumlaufen.
 
 
the-red-house-2013-bild-3
 
 
Glücklicherweise fehlt es dem gesamten Cast an auch nur rudimentärem Schauspieltalent, so dass sie zumindest alle gleich schlecht spielen und man sich über alle darstellerischen Leistungen gleichermaßen aufregen kann. Erstaunlich ist dieser Talentmangel allerdings schon, denn alle Hauptakteure haben umfangreiche Serien- oder Kurzfilmerfahrung, auch diverse Mini-Rollen in Kinofilmen sind dabei. Dennoch wirkt die ganze Truppe schwerst überfordert mit ihren mehr als stereotypen Rollen. Woran zugegebenermaßen auch – mal wieder – die grauenhafte deutsche Synchronisation schuld ist. Wenigstens an Bild und Ton der Scheibe gibt es nichts auszusetzen, die Qualität ist ok und auch der Ton wurde annehmbar ausgesteuert. Da man hier nur eine Handvoll Opfer zur Auswahl hat und die Morde größtenteils Offscreen stattfinden, fehlen „The Red House“ ebenfalls ein paar zünftige Splattereinlagen oder zumindest ein Hauch von Horror. Der einzige zu entdeckende Horror bleibt aber die Unfähigkeit von Darstellern und Regisseur. Deshalb gibt es natürlich auch schöne Regiefehler: Zum Beispiel sind die Zähne von Hillbilly 2 abwechselnd strahleweiß und dann wieder sumpfgrauschwarz. Wunderbar, so gibt es wenigstens irgendetwas zu entdecken in diesem hüftlahmen Film. Das Finale setzt dem Schwachsinn dann natürlich die Krone auf, entlockt dem Zuschauer aber dennoch gute Laune, da der Film somit endlich zu Ende ist.
 
 
the-red-house-2013-bild-1
 
 
 


 
 
 

THE RED HOUSE – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
„The Red House“ ist bedauerlicherweise ein ganz schlechter Vertreter seines Genres. Der noch unerfahrene Regisseur und Drehbuchautor Gregory Avellone zeigt in seinem zweiten Langfilm vornehmlich, was er alles nicht kann: Gute Geschichten schreiben, souverän Regie führen, fähige Darsteller auswählen, den Unterschied zwischen innovativ und total ausgelutscht erkennen usw. Der Film generiert zu keinem Zeitpunkt Spannung oder auch nur rudimentäres Interesse an den Protagonisten und ihrem Schicksal. Das liegt zum einen daran, dass sie fortwährend nur Schwachsinn von sich geben und zum anderen, weil sie nur von Schauspieler-Attrappen dargestellt werden, die nichts können. Darüber hinaus findet in diesem Horrorfilm der Horror vorwiegend Offscreen statt, so dass man sich noch nicht einmal richtig freuen kann, wenn mal wieder einer der Nervensägen der Garaus gemacht wird. „The Red House“ ist ein billiger, schlecht bespielter und in Genreklischees erstarrender Horror-Murks, der das Ansehen keinesfalls wert ist. Fürs lustige Regiefehler zählen und zumindest teilweises Amüsement ob der hirnhautlösend dämlichen Dialoge gerade mal noch drei von zehn roten Häusern, um die man einen großen Bogen machen sollte.
 
 
 


 
 
 

THE RED HOUSE – Zensur

 
 
 
„The Red House – Dieses Haus tötet dich“ wurde von der FSK erst für Erwachsene freigegeben. Die in Deutschland erhältliche Filmfassung ist ungeschnitten und trägt das rote Freigabesiegel: Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

THE RED HOUSE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
the-red-house-bluray

(c) Savoy Film (Horror Extreme Collection)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Red House; USA 2013

Genre: Horror, Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer

Veröffentlichung: 16.05.2014

 
 
 

The Red House – Dieses Haus tötet dich [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE RED HOUSE – Weitere Veröffentlichungen

 
 
 
horror-extreme-collection-2-dvd

(c) Edel Germany GmbH

 
 
Neben der Einzelveröffentlichung von „The Red House – Dieses Haus tötet dich“ gibt es den Streifen in einer Horrorsammlung, die als „Horror Extreme Collection – Volume 2“ in den Handel gebracht wurde und neben besagten Horrorfilm auch die Streifen „Darkroom – Das Folterzimmer“ und „Paranoia – Der Killer in Dir“ beinhaltet. Leider gibt es dieses Horror-Sammlung nur auf DVD. Der Rechteinhaber hat auf eine parallele Vermarktung auf Blu-ray verzichtet. Immerhin sind alle Filme in der Box (Veröffentlichungstermin: 5. Februar 2016) ungeschnitten.
 
 
 

Horror Extreme Collection 2 [DVD] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE RED HOUSE – Trailer

 
 


 
 

MissVega

(Mehr Kritiken von MISSVEGA gibt es hier zu lesen)

Die Rechte aller Grafiken liegen bei Edel Germany GmbH | MIG Film GmbH | Savoy Film

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wrong Turn 6: Last Resort (2014)

Bela Kiss: Prologue (2013)

Cabin Massacre (2008)

Sawney – Menschenfleisch (2012)

Filmkritik: „Everest“ (2015)

everest-2015-poster
 
 
 

EVEREST

Story

 
 
 
Zwei Gruppen Bergsteiger machen sich im Mai 1996 an die Besteigung des Mount Everest. Durch Leichtsinnigkeit, schlechtes Timing und einen plötzlichen Wetterumschwung kehren einige von ihnen nicht mehr lebend zurück. „Everest“ ist die zweite Verfilmung des hier geschilderten Unglücks, die erste erschien 1997 nach dem Bestseller von Jon Krakauer und hieß (wie sein Buch) „In eisigen Höhen“.
 
 
 


 
 
 

EVEREST – Kritik

 
 
 
Katastrophen, die auf wahren Ereignissen beruhen, sind ja ein gern aufgegriffenes Thema für filmisch umgesetzte Dramen. Und wenn es gerade nichts wirklich Spektakuläres gibt, was irgendjemandem mal irgendwann passiert ist, greift man eben auf die weniger spektakulären Vorfälle zurück. Es gibt immer wieder Todesfälle am Mount Everest, warum sich Regisseur Baltasar Kormákur („Contraband“) aus den bisherigen 243 Todesfällen nun ausgerechnet das Leben und Sterben der beiden Bergführer Rob Hall und Scott Fischer herausgesucht hat, bleibt rätselhaft. Noch rätselhafter ist, warum es dem Regisseur nicht gelungen ist, sein Drama auch nur mit dem Hauch von Emotionalität zu versehen. Die Schicksale sämtlicher Menschen, die an diesem 10. bzw. 11. Mai 1996 den Tod fanden, bleiben einem völlig egal, da die Charaktere so oberflächlich gezeichnet sind, dass man leider überhaupt keinen Zugang zu ihnen findet.
Rob Hall bietet seit 1992 kommerzielle Expeditionen zum Gipfel des Mount Everest an. Der Neuseeländer und Höhenbergsteiger will so auch Amateuren ermöglichen – dank seiner guten Vorbereitung und Führung – diese äußerst anspruchsvolle Aufgabe zu bewältigen. Der amerikanische Bergsteiger Scott Fischer zieht mit seinen „Mountain Madness“ Touren nach, darüber hinaus gibt es weitere Anbieter, die es nahezu jedem Laien für viel Geld ermöglichen, den 8.848 Meter hohen Berg zu besteigen. Während Rob zu den umsichtigen und gewissenhaften Bergführern gehört, vermittelt Scott Fischer eher sorglose Unbekümmertheit. Trotz unterschiedlicher Einstellung und Vorgehensweise ereilt beide schlussendlich dasselbe Schicksal.
Zu Halls Gruppe gehören unter anderem der reiche Texaner Beck Weathers und der Schriftsteller und Bergsteiger Jon Krakauer, der im Jahr des Unglücks sein Buch „Into the Wild“ (2007 verfilmt von Sean Penn mit Emile Hirsch) veröffentlicht hatte und ein Jahr später, 1997, „In eisigen Höhen“ herausbrachte, welches das Drama am Mount Everest aus seiner Sicht schildert. Rob Halls Witwe hat Krakauer daraufhin als Abschaum bezeichnet, da Krakauer das letzte über Telefon und Funkgerät geführte Gespräch zwischen ihr und ihrem sterbenden Mann in seinem Buch abgedruckt hat.
 
 
everest-2015-bild-1
 
 
Zu jener Zeit war das Basislager des Everest nahezu überlaufen, weil viele, die über die ausreichenden finanziellen Mittel verfügten, unbedingt einmal auf den Everest wollten. Die daraus resultierenden Probleme begründen eine Teilschuld des Dramas, bei dem fünf Menschen ums Leben kamen. Der Berg war völlig überlaufen, es kam zu Staus und langen Wartezeiten an verschiedenen Knotenpunkten, so dass die Bergführer den Berg nicht in der vorher berechneten Zeit hinauf- und wieder hinabsteigen konnten. Kombiniert mit den unvorhersehbaren Wetterumschwüngen und dem Wunsch, den Kunden unbedingt zufriedenzustellen und weiterhin viel Geld mit den Touren verdienen zu können, konnte das hier erzählte Unglück vor 20 Jahren überhaupt erst passieren. Leider gelingt es Kormákur nicht, aus den Ereignissen die nötige Spannung zu extrahieren und filmisch umzusetzen. Somit ist die Laufzeit von 121 Minuten weder inhaltlich noch inszenatorisch gerechtfertigt. Man ist als Zuschauer kaum bereit, dem Handlungsverlauf bereitwillig zu folgen und Anteil am Schicksal derer zu nehmen, die den Mount Everest nicht mehr lebend verlassen werden. Abgesehen von ein paar wirklich hübschen Aufnahmen vom Berg und dem Drumherum bietet „Everest“ leider nur eins: gepflegte Langeweile und nahezu fahrlässige Oberflächlichkeiten.
 
 
everest-2015-bild-2
 
 
Die erste Stunde des Films widmet sich ausschließlich den Vorbereitungen auf die Gipfelerklimmung, die bereits Wochen vor dem eigentlichen Aufstieg beginnen. Dafür lässt Rob seine Gruppe auf verschiedene Höhenebenen und wieder zurück zum Basislager klettern, damit sie mit den immer schwierigeren körperlichen Anforderungen umgehen lernen. Ist die ganze Hin- und Herkraxelei dann endlich soweit gediehen, dass es an die Gipfelstürmung gehen kann, wird diese äußerst unspektakulär inszeniert. Menschen in verschiedenfarbigen Schneeanzügen, bis zur Unkenntlichkeit vermummt, so dass man nicht erkennen kann, wer wer ist, balancieren am Everest herum und kommen irgendwann auch oben an. Dann wird einmal kurz „Juchuu“ geschrien, irgendein Stofffetzen als Beweis der erfolgreichen Besteigung irgendwo befestigt und dann geht es auch schon zurück. Erst dann kommt kurzzeitig ein Hauch Spannung auf. Dank eines plötzlichen Wetterumschwungs und der nicht ausreichenden Anzahl an Sauerstoffflaschen sind schon bald die ersten Opfer zu beklagen. Diese fallen im wahrsten Wortsinn einfach aus dem Bild. Eben noch da, im nächsten Moment lautlos in verschneiten Tiefen verschwunden. Da man darüber hinaus meistens sowieso nicht erkennen kann, wer da gerade in den sicheren Tod gestürzt ist, bleibt man nahezu völlig unberührt von den dramatischen Ereignissen. Weitere Opfer waren durch mangelnde Rettungsmöglichkeiten, Entkräftung und Erfrieren zu beklagen. Beck Weathers, der den Aufstieg aufgrund von Sehstörungen abbrechen musste und auf die nicht zurückkehrenden Rückkehrer warten sollte, damit diese ihn wieder sicher mit nach unten nehmen, galt schon als tot, als er einen Tag später mit schweren Erfrierungen doch noch in einem der Camps auftauchte. Weathers verlor bei dem Unglück seine beiden Hände und seine Nase.
 
 
everest-2015-bild-3
 
 
Die zweite Filmstunde vergeht also erschreckend emotionslos mit dem Abfilmen der verschiedenen Schicksale, die die Protagonisten ereilen. Der eine fällt in die Tiefe, der nächste erfriert, der übernächste kriegt keine Luft mehr. Da man so gut wie nichts über die Menschen weiß, die hier den Tod finden (was ist ihre Motivaton für die Bergbesteigung, was denken sie, welche Charaktereigenschaften haben sie?), sind sie leider austauschbare Opfer der Naturgewalten und unzureichender Planung der Expedition. Selbst die Gespräche des einsam am Berg sterbenden Rob mit seiner hochschwangeren Frau in Neuseeland lassen einen seltsamerweise kalt. Das einzige Mal, wo man so etwas wie Interesse und Mitgefühl entwickelt, ist im knapp siebenminütigen Extra der Blu Ray „Das Streben nach Echtheit“, in dem Beck Weathers und Rob Halls Witwe neben einigen anderen überlebenden Expeditionsteilnehmern zu Wort kommen. An den Schauspielern liegt es wenigstens nicht, dass aus „Everest“ so ein sträflich unterkühlter Film geworden ist. Im Gegenteil, exzellente Schauspieler wie Jake Gyllenhaal (Fischer) und Josh Brolin (Weathers) können ihr Potenzial nicht mal im Ansatz ausschöpfen, weil es dem Regisseur hier auch an Schauspielführung und dem Talent, das Beste aus seinen Darstellern herauszuholen, mangelt. Emily Watson, Keira Knightley und Sam Worthington sind in ihren Mini-Rollen ebenfalls verschwendet. Auch die Wahl des Darstellers von Rob Hall, der zentralen Figur des Films, bleibt unverständlich. Denn ausgerechnet hier setzt Kormákur auf den blassen Australier Jason Clarke, der zwar in vielen bekannten Filmen mitgespielt hat (Zero Dark Thirty, Der große Gatsby, White House Down), aber den meisten Zuschauern dennoch kaum bekannt sein dürfte. Hier hätte man sich dann doch einen charismatischeren und auch bekannteren Darsteller gewünscht.
 
 
 


 
 
 

EVEREST – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Fünf Menschen verloren am 10. und 11. Mai 1996 am Mount Everest ihr Leben. So wie viele andere vor und nach ihnen. Das Drama um die Bergführer Hall und Scott zeichnet sich durch keinerlei Besonderheiten aus. Es war eine fatale Mischung aus unvorhersehbarem Wetterumschwung, schlechtem Timing, Pech und plötzlich auftretenden gesundheitlichen Problemen, die Rob Hall, Scott Fischer, Andy Harris, Doug Hansen und Yasuko Namba das Leben kosteten. Selbst die durchaus angebrachte Kritik an der Kommerzialisierung dieser immer noch extrem gefährlichen Gipfelbesteigungen verhallt nahezu ungehört, weil Regisseur Kormákur unerklärlicherweise jegliches Gespür fehlt, Emotionen zu generieren und Spannung zu erzeugen. Somit hat der Film außer guten Darstellerleistungen und schönen Bergaufnahmen kaum etwas zu bieten. Die hier geschilderte Tragödie hätte jedem jederzeit passieren können und zeichnet sich bedauerlicherweise durch keine markanten Eckpunkte aus, die eine Verfilmung gerechtfertigt hätten. Deshalb leider nur drei von zehn Schneewehen, die ereignis- und lautlos an einem vorüberziehen.
 
 
 


 
 
 

EVEREST – Zensur

 
 
 
„Everest“ wurde von der FSK ab 12 Jahren freigegeben. Die erhältliche Heimkinofassung ist ungeschnitten. Fans von Überlebensfilmen können bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

EVEREST – Deutsche Blu-ray

 
 
 
everest-bluray

(c) Universal Pictures Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Everest; Großbritannien | USA

Genre: Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS 5.1, Englisch DTS 5.1, Französisch DTS 5.1, Hindi DTS 5.1, Italienisch DTS 5.1, Japanisch DTS 5.1, Polnisch DTS 5.1, Portugiesisch DTS 5.1, Russisch DTS 5.1, Spanisch DTS 5.1, Lateinamerikanisches Spanisch DTS 5.1, Thailändisch DTS 5.1, Tschechisch DTS 5.1, Türkisch DTS 5.1, Ungarisch DTS 5.1

Untertitel: Arabisch, Deutsch, Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Hindi, Isländisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, Türkisch

Bild: 2,40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 121 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Gipfelrennen: Das Making Of von Everest, Klettern lernen, Ein Berg an Arbeit, Das Streben nach Echtheit: Die wahre
Geschichte, Filmkommentar mir Regisseut Baltasar Kormákur

Veröffentlichung: 28.02.2016

 
 
 

Everest [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

EVEREST – Trailer

 
 


 
 

MissVega

(Mehr Kritiken von MISSVEGA gibt es hier zu lesen)

Die Rechte aller Grafiken liegen bei Universal Pictures Home Entertainment

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Cliffhanger – Nur die Starken überleben (1993)
 
127 Hours (2010)
 
Nordwand (2008)
 
Vertical Limit (2000)
 

Filmkritik: „Zombie Fieber“ (2013)

zombie-fieber-2013
 
 
 

ZOMBIE FIEBER

(ZOMBI KANIKULY)

Story

 
 
 
Ein Meteorit stürzt irgendwo in Russland vom Himmel und setzt ein Gas frei, das die Menschen in Zombies verwandelt. Ein kleiner Trupp Nicht-Infizierter (darunter Julija Wolkowa – eine der beiden Sängerinnen der mittlerweile aufgelösten russischen Erfolgsband t.A.T.u.) versucht zu retten, was noch zu retten ist.
 
 
 


 
 
 

ZOMBIE FIEBER – Kritik

 
 
 
Südamerikanische Zombies, britische Zombies, natürlich immer wieder amerikanische Zombies und nun also auch russische Zombies. Die Untoten regieren die (Horror)Welt, könnte man meinen. Aber braucht man das wirklich? Zombiefilme aus wirklich aller Herren Länder? Nun, diese Produktion von 2013, übrigens das Langfilmdebüt des Russen Kirill Kemnits, beschreitet sicher keine neuen Pfade. Aber die Unbekümmertheit, mit der Cast und Crew hier zu Werke gehen, hat durchaus etwas Erfrischendes. Das macht aus „Zombie Fieber“ natürlich keinen guten Film (im Gegenteil, er ist furchtbar grottig), aber man kann nicht bestreiten, dass es manchmal so hirnrissig zugeht, dass man sich den ein oder anderen Lacher nicht verkneifen kann. Ein Wissenschaftler wird Zeuge eines Meteoriten-Absturzes mitten auf einem Feld irgendwo in Russland. Der Professor schnappt sich eine fluoreszierende Ampulle, die aus dem Meteoriten ragt und bringt diese in sein Labor. Blöderweise wird das in der Ampulle befindliche Gas durch einen Unfall im Labor freigesetzt, so dass alle Anwesenden in einem bestimmten Radius zu Zombies mutieren. Diese machen sich dann auch gleich auf den Weg zu irgendeinem Strand, an dem gerade eine fette Party stattfindet. Auf dieser befinden sich auch die ungleichen Freunde Ivan und Alex, die hier auf ein amouröses Abenteuer hoffen. Zusammen mit einigen anderen (noch) nicht Infizierten flüchten sie vor der sich durchs Partyvolk knabbernden Zombie-Meute. Wenn man nur wüsste, wohin – denn die Zombies breiten sich schneller aus, als man zur Beruhigung Wodka trinken kann.
 
 
zombie-fieber-bild-3
 
 
Das alles klingt so abgedroschen und einfallslos, wie der 91-Minüter größtenteils auch ist. Dennoch…einen gewissen eigenwilligen Charme kann man diesem russischen Horrorfilm nicht absprechen. Dieser setzt sich aus sowohl positiven wie negativen Highlights zusammen: Die CGI-Effekte ist sind so unfassbar schlecht, dass man sich wirklich darüber amüsieren kann. Die künstlichen Blutfontänen, die herumfliegenden Schädel oder andere abgetrennte Gliedmaßen und zerschmetternde Körperteile sehen so offensichtlich am Computer generiert aus, dass man die Dreistigkeit der Macher fast schon wieder bewundern muss. Ebenso billig und schlecht gemacht ist die Zombie-Maskerade. Einfach ein bisschen graue Wandfarbe auf die Statisten-Gesichter gepinselt, sowie Ketchup und Mayo darauf verteilt – fertig ist die infektiöse Hackfresse. Dann gibt es noch ein paar völlig nutzlose und schlecht gezeichnete Comicsequenzen, die der Regisseur immer mal wieder in die Handlung einstreut, um diverse Handlungsverläufe nicht abfilmen, sondern per Comicbilder erklären zu können. Diese Idee hat bei „Dead & Breakfast“ gut funktioniert, in „Zombie Fieber“ wirkt sie einfach nur…blöd. Darüber hinaus war der Regisseur sich auch nicht zu schade, bei „Matrix“ zu klauen. Allerdings – ob des niedrigen Budgets – sieht auch der hier gezeigte Flug einer Patrone von der Pistole bis zum Ziel einfach nur billig aus. Ob der Name des Wissenschaftlers Dudikov zufällig oder mit Absicht an den ehemaligen Actionstar Michael Dudikoff angelehnt wurde, mag jeder selbst entscheiden. Und zu guter Letzt liefert der Film die wohl albernste und bescheuertste Schlussszene ever. Das ist wirklich so unfassbar dämlich, dass man gar nicht anders kann, als dem Regisseur ein gewisses Maß an Respekt für so viel Dreistigkeit zu zollen.
 
 
zombie-fieber-bild-2
 
 
Positiv zu vermerken ist, dass einen bei „Zombie Fieber“ nicht die befürchtete Pornosynchro erwartet. Wider Erwarten hat man offensichtlich ein paar deutsche Synchronsprecher gefunden, die zumindest schon mal den ein oder anderen Film synchronisiert haben. Natürlich sind die Dialoge selbst – wie die meisten der Charaktere – grenzdebil, aber die Übertragung ins Deutsche ist zumindest phonetisch erträglich. Gleiches gilt für den Cast. Zwar handelt es sich bei den Charakteren um die üblichen Stereotype (der schüchterne Loser, der notgeile Moppel, der aussieht wie der ältere Bruder von Karlsson vom Dach, hirnhohle weibliche Kleiderständer, der Überlebenskämpfer usw.), dennoch verfügen die Darsteller über rudimentäres schauspielerisches Talent. Neben den Protagonisten-Klischees dürfen ein paar russische natürlich nicht fehlen. So wird immer mal wieder die Wodka-Pulle angesetzt, außer den Zombies säuft hier fast jeder wie ein Loch, und gekifft wird natürlich auch bis zum Umfallen. Aber Regisseur Kemnits hat auch ein paar wirklich lustige Ideen gehabt. So sorgt ein Karate-Zombie für Lacher, der auch noch nach seiner Verwandlung blitzschnell kämpfen kann. Aber auch über Zombie-Bikini-Models darf geschmunzelt werden. Schräg und durchaus amüsant.
 
 
zombie-fieber-bild-1
 
 
 


 
 
 

ZOMBIE FIEBER – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Festzuhalten bleibt, dass „Zombie Fieber“ natürlich ein billig produzierter, mit haarsträubend dämlichen Dialogen versehener und mit unfassbar schlechter Tricktechnik ausgestatteter Murksfilm ist. Dennoch kann man Regie-Debütant Kemnits eine gewisse anarchische Kreativität nicht absprechen. So muss man dann doch das ein oder andere Mal schmunzeln oder sogar lauthals lachen, wenn man den Protagonisten bei ihrem wahnwitzigen Tun zusieht. Ob man sich wegen ein paar gelungener Ideen jedoch den ganzen Film antun muss, sei dahingestellt. Dennoch: Nachsichtige fünf von zehn Meteoriten, die für ein paar lustige Momente sorgen.
 
 
 


 
 
 

ZOMBIE FIEBER – Zensur

 
 
 
„Zombie Fieber“ wurde von der FSK ab 18 Jahren freigegeben und das sogar in der ungeschnittenen Fassung. Die erhältliche Heimkinofassung besitzt daher den roten „keine Jugendfreigabe“-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

ZOMBIE FIEBER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
zombie-fieber-blu-ray

(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Zombi kanikuly 3D; USA 2013

Genre: Horror, Thriller, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Russisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Veröffentlichung: 18.02.2014

 
 
 

Zombie Fieber [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

ZOMBIE FIEBER – Weitere Fassungen

 
 
 
The-ultimate-Undead-Collection

(c) Maritim Pictures GmbH im Vertrieb der KNM Home Entertainment GmbH

 
„Zombie Fieber“ wurde nicht nur als Einzelveröffentlichung in den Handel gebracht. Der Film ist auch als Teil der „The ultimate Undead Collection“ erhältlich. Das 1-Disc-DVD-Set beinhaltet neben dem russischen Zombiestreifen auch die Filme: „Survival„, „Rockabilly Zombie“ und „Portrait of a Zombie“. Alle Streifen dieser Filmsammlung sind auf dieser DVD in ungeschnittener Form enthalten. Leider leidet unter der stattlichen Anzahl an Filmen auf einer DVD die Bildqualität. Immerhin ist der Preis für die Kollektion klein. Zombiefans können zugreifen.
 
 

The ultimate Undead Collection (DVD) ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

ZOMBIE FIEBER – Trailer

 
 


 
 

MissVega

(Mehr Kritiken von MISSVEGA gibt es hier zu lesen)

Die Rechte aller Grafiken liegen bei Maritim Pictures

 
 
 
Ähnche Filme:

Stalled (2013)

Cooties (2014)

Zombie Fight Club (2014)

Anger of the Dead (2015)

Kritik: „Remains of the Walking Dead“ (2011)

remains-2012-chiller
 
 
 

REMAINS OF THE WALKING DEAD

Story

 
 
 
Nach einem atomaren Unfall mutiert ein Teil der Menschheit zu Zombies. In Reno hat es eine kleine Gruppe geschafft, nicht infiziert zu werden und kämpft nun verzweifelt ums Überleben.
 
 
 


 
 
 

REMAINS OF THE WALKING DEAD – Kritik

 
 
 
Der ehemalige Comic-Verkäufer Steve Niles zeichnet Comics, wenn er nicht gerade Drehbücher („30 Days of Night“) schreibt und lässt diese Bildergeschichten bzw. Graphic Novels dann von anderen verfilmen. Im Falle von „Remains“ war Regisseur Colin Theys am Werk, um aus Niles‘ Vorlage einen brauchbaren Film zu machen. Leider ist ihm das nicht gelungen, so dass „Remains of the Walking Dead“ im Meer unterirdischer Zombiefilme versinkt und leider nur ein weiterer Beitrag ist, der einem das Ansehen von Zombiefilmen vergällt. Die Story ist hierbei noch nicht mal der größte Schwachpunkt. Hier haken Niles und Theys die gängigen Punkte ab: Apokalypse durch irgendeinen „Unfall“ – Zombieinvasion – ein paar Resistente, die ihr Leben retten und Zombies töten wollen. So weit, so bekannt. Leider gerät „Remains of the Walking Dead“ dann durch Theys‘ mangelndes Regie-Talent, grausame Dialoge und schlechte Schauspieler vollkommen aus dem gruseligen Gleichgewicht und wird so zum absolut entbehrlichen 88Minüter.
 
 
remains-of-the-walking-dead-bild-2
 
 
Reno, Nevada. Das Glücksspiel-Städtchen wird von einer atomaren Katastrophe heimgesucht, die Touristen und Einwohner stante pede in blutrünstige Zombies verwandelt. Eine kleine Gruppe jedoch kann der atomaren Strahlkraft entgehen und sieht sich nun – in einem Casino festsitzend – mit einem Haufen Untoter konfrontiert. Wir hätten hier den biertrinkenden Loser Tom (Grant Bowler), die schnippische Kellnerin Tori (Evalena Mari), den Zauberer-Aspiranten Jensen (Miko Hughes) und Muskelmann Victor (Anthony Marks). Tom vögelt Tori, Jensen würde gerne Tori vögeln und Tori ist trotz Vögelei grundgenervt. Aber das nur nebenbei.
 
 
remains-of-the-walking-dead-bild-1
 
 
Als die Truppe also entdeckt hat, dass sie von Zombies umzingelt ist, arbeiten sie sogleich eine Reihe völlig nutzloser Pläne aus, um mit heiler Haut davonzukommen. Man rennt im Casino orientierungslos herum, macht ein paar Zombies platt, wirft ein paar besorgte Blicke vom Dach des Hauses auf die marodierenden Untoten und wagt einen – natürlich zum Scheitern verurteilten – Versuch, aus dem Casino zu entkommen. Dabei dezimiert sich die Truppe natürlich über kurz oder lang. Macht aber nix, es kommt neues Zombie-Futter dazu, in Form eines Trupps Soldaten. Dadurch wird es aber auch nicht besser, also Soldaten wieder weg, was Tom und Tori – nun allein zu zweit – erstmal wieder zum Vögeln bringt. Klar, was soll man auch sonst machen – zumindest, wenn die Anzahl Gehirnzellen relativ überschaubar ist. Dann kommt aber eine Soldatentussi zurück und Tom überlegt sich, dass er lieber mit der vögeln würde. Das wiederum findet Tori suboptimal. Und so geht es munter und dämlich weiter, bis der Zuschauer nur noch hofft, dass die Zombies nun endlich auch den Rest der debilen Deppen plattmachen, damit man von der intellektuellen Ödnis dieses Films erlöst wird.
 
 
remains-of-the-walking-dead-bild-3
 
 
„Remains of the Walking Dead“ wurde bereits 2011 gedeht und war bis dato Theys‘ dritter Langfilm. Zuvor inszenierte er den trashigen „Banshee!!!“ sowie „Alien Opponent“ und machte später mit soliden Horrorfilmen wie „Dead Souls“ und „Deep in the Darkness“ auf sich aufmerksam. Leider merkt man „Remains of the Walking Dead“ an, dass sein Macher zum damaligen Zeitpunkt noch sehr unerfahren war, denn dem Zombiefilm mangelt es nicht nur an Dramatik, Tempo und Spannung. Auch bei Casting, Schauspielführung und der Drehbuchauswahl bewies der Regisseur vor einigen Jahren noch kein sonderlich talentiertes Händchen. So wirkt sein Film billig (750.000 Dollar standen ihm zur Verfügung). Die Schauspieler sind mies, verhalten sich unglaubwürdig und geben permanent nur Stuss von sich. Aber auch der Gore hält sich in Grenzen – das Einzige, was den Zuschauer hätte etwas versöhnlich stimmen können.
 
 
 


 
 
 

REMAINS OF THE WALKING DEAD – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
 
„Remains of the Walking Dead“ ist ein gänzlich überflüssiger und schlechter Film. Einen Punkt könnte man eventuell noch für die recht apart zerfledderten Zombies geben, einen weiteren dafür, dass nicht sämtliche Kulissen aussehen wie aus Pappmaché. Darüber hinaus hält Darsteller Anthony Marks seinen beeindruckend definierten Körper ein paar Minuten lang nur mit einem Handtuch um die Hüften in die Kamera. Zudem sind die vorhandenen Splatterszenen angenehm blutig geraten. In der Summe macht das zwar vier von zehn Punkten, dennoch kann man von einer Sichtung oder sogar dem Kauf der Blu-ray (die im Übrigen keinerlei Extras beinhaltet und nur mit mäßig gutem Bild daherkommt) nur dringend abraten, da selbst die kleinen positiven Aspekte nicht dafür entschädigen können, dass der Film einfach furchtbar langweilig ist und so dämliche Dialoge beheimatet, dass es einen schüttelt. Und deswegen schlussendlich doch nur zwei von zehn wandelnden Toten, die sich bitte möglichst schnell vom Acker machen sollten.
 
 
 


 
 
 

REMAINS OF THE WALKING DEAD – Zensur

 
 
 
„Remains of the Walking Dead“ wurde von der FSK für Zuschauer ab 18 Jahren freigegeben. Für einen TV-Film (der vom amerikanischen Horrorkanal CHILLER produziert wurde) geht es nämlich ganz ordentlich zur Sache. Zombiefreunde dürfte zudem freuen, dass es „Remains of the Walking Dead“ ungeschnitten nach Deutschland geschafft hat.
 
 
 


 
 
 

REMAINS OF THE WALKING DEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
remains-of-the-walking-dead-bluray

(c) Erstauflage von MIG Film GmbH | Savoy Film unter dem Titel „Remains of the Walking Dead“

 
remains-of-the-walking-dead-collectors-bluray

(c) Collectors Edition mit BD & Bonus-DVD von MIG Film GmbH | Savoy Film unter dem Titel „Remains of the Walking Dead“

 
remains-bluray

(c) Zweitauflage von Edel Germany GmbH unter dem Titel „Remains“

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Remains; USA 2011

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DD 5.1, Englisch DD 2.0

Untertitel: keine

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer, Trailershow | Zusätzlich in der Zwei-Disc-Edition: Audiokommentar, Teaser, TV-Spots, Behind The Scenes, Bloppers

Veröffentlichung: Erstauflage & Collectors Edition unter dem Titel „Remains of the Walking Dead“: 26.04.2013 | Zweitauflage unter dem Titel „Remains“: 04.12.2015

 
 
 

Remains Of The Walking Dead [Blu-ray] – Erstauflage Single BD ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Remains Of The Walking Dead – Erstauflage Collector’s Edition (DVD + Blu-ray) ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Remains [Blu-ray] – Zweitauflage Single BD ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

REMAINS OF THE WALKING DEAD – Trailer

 
 


 
 

MissVega

(Mehr Kritiken von MISSVEGA gibt es hier zu lesen)

Die Rechte aller Grafiken liegen bei Edel Germany GmbH | MIG Film GmbH | Savoy Film

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Anger of the Dead (2015)
 
Wyrmwood: Road of the Dead (2014)
 
Zombie Fight Club (2014)
 
The Dead 2: India (2013)

Kritik: „The Dead – Das Fressen hat begonnen“ (2010)

the-dead-2010-poster
 
 
 

THE DEAD – DAS GROSSE FRESSEN HAT BEGONNEN

Story

 
 
 
Apokalypse und Zombies, die 3.589.641.: Lieutenant Brian Murphy (Rob Freeman) strandet nach einem Flugzeugabsturz an der Westküste Afrikas. Er kann sich zwar retten, wird aber schon bald von überall auftauchenden Untoten verfolgt. Erst als er ein Auto findet und auf den afrikanischen Soldaten Daniel (Prince David Oseia) trifft, bahnt sich eine kleine Überlebenschance an. Vielleicht…
 
 
 


 
 
 

THE DEAD – Kritik

 
 
 
Zwei britische Brüder drehen in Ghana und Burkina Faso einen Film mit schwarzen Zombies…das klingt doch erst mal nach was, oder? Leider jedoch ist den Brüdern Howard J. und Jonathan Ford nicht viel mehr eingefallen als die zugegebenermaßen ungewöhnliche Location ihres Films und dass die Zombies eine andere Hautfarbe haben als in den meisten anderen Zombiefilmen. Spannung, Kreativität und Kurzweil sucht man in diesem 105Minüter leider vergebens. Zwar geht es bei diversen Angriffs- und Fressszenen recht deftig zur Sache, aber mehr als ein bisschen Gore hat „The Dead“ leider nicht zu bieten. Und dann können 105 Minuten Laufzeit sich wirklich ziehen wie Kaugummi.
 
 
the-dead-2010-bild-1
 
 
Flugzeugmechaniker und Lieutenant Brian Murphy befand sich gerade auf einem Evakuierungsflug in Westafrika, als die Maschine ins Meer abstürzt. Als Murphy sich an die Küste rettet, muss er feststellen, dass die Zombie-Pandemie auch hier schon um sich gegriffen hat. Rudimentär ausgerüstet macht Murphy sich auf den Weg ins Landesinnere und trifft dabei auf den Soldaten Daniel. Dieser hat bei einem Überfall der Untoten auf sein Dorf just seine Frau verloren, sein Sohn jedoch wurde von Soldaten gerettet und nach Norden in eine Militärbasis verbracht, so hofft Daniel jedenfalls. Also machen sich Murphy und Daniel gemeinsam auf den Weg nach Norden, um zu sehen, ob es noch weitere Überlebende gibt und eine Flucht aus Afrika möglich ist. Immer und überall dabei natürlich: Zombies.
 
 
the-dead-2010-bild-2
 
 
Erfreulicherweise lässt sich sagen, dass die Ford-Brothers klug genug waren, fähige Darsteller für ihren Film auszuwählen – keine Selbstverständlichkeit, erst recht nicht im Horrorgenre. Gut, dem gemeinen Zombie werden in der Regel keine großartigen darstellerischen Fähigkeiten abverlangt, die Horde von Untoten kann man darstellerisch also getrost außer Acht lassen, aber sowohl die Protagonisten des Films als auch die Nebendarsteller machen einen guten Job und spielen ihre Rollen angenehm glaubwürdig. Die eher ungewöhnliche Location – Afrika – sorgt für ein paar nette Schauwerte. Staubtrockene Wüsten, lehmbehüttete Dörfer, endlose Weiten – alles recht ungewohnt für einen Horrorfilm und hübsch anzusehen. Bis auf die Nachtaufnahmen allerdings. Hier zeigt sich leider die minderwertige Bildqualität des Mediums – krisselig, verwaschen, wirklich kein schöner Anblick. Das war es dann leider aber auch – neben guten Darstellern und ungewöhnlicher Location fehlt es dem Film nahezu an allem, was einen guten Zombiefilm ausmacht: schwarzer Humor, Kurzweil, Spannung und ordentlich Gore. Zwar sind die Ford-Brothers nicht gerade zimperlich, wenn die Zombies ihre maroden Zähne in blutende Körper hauen, aber meist sind dies nur kurze Sequenzen, zu wenig für einen „echten“ Zombiefilm. Und zwischen den Attacken ist es in der Regel bahnbrechend langweilig. Die stereotype Inszenierung (Zombieangriff – Problem – Problemlösung – Weiterfahrt – Zombieangriff – Problem… usw. usf.) führt schnell zu Ermüdungserscheinungen und kann keine Spannung generieren. In der ersten halben Stunde des Films wird darüber hinaus so gut wie kein Wort gesprochen, so dass der Film fast eher wie ein stummes Drama anmutet denn wie ein blutiger Zombiefilm.
 
 
the-dead-2010-bild-3
 
 
Das Tempo des Films ist schlicht zu langsam und es passiert einfach zu wenig, als dass man großes Interesse für „The Dead“ aufbringen könnte. Schlussendlich eiern zwei unterschiedliche Typen in Afrika durch die Steppe und versuchen, sich einer Horde Untoter zu erwehren. Nicht wirklich innovativ, abgesehen von der Location und den afrikanischen Zombies. Auf den 2010er „The Dead“ folgte übrigens 2013 eine Fortsetzung („The Dead 2: India„), ebenfalls inszeniert von den beiden Ford-Brüdern. Insgesamt gehen bislang fünf Filme auf das Konto der Brüder, „The Dead“ war ihr dritter, der zweite Teil ihr vierter.
 
 
 


 
 
 

THE DEAD – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
„The Dead“ ist kein wirklich schlechter Film. Er verfügt über gute Darsteller, blutige Sequenzen und ungewöhnliche Drehorte. Leider aber haben die Ford-Brüder ihr Potenzial nicht ausgeschöpft. Die Story wird viel zu langsam und langatmig erzählt, so dass „The Dead“ kaum spannend ist oder irgendeine Art von Tempo aufweist. Auch Empathie für die gebeutelten Protagonisten will sich nicht so recht einstellen, sie bleiben einem trotz tragischer Schicksale weitestgehend fremd. Beim Gore hätte man ebenfalls noch eine Schippe drauflegen können. So ist „The Dead“ weder ein gelungenes apokalyptisches Drama noch ein kurzweiliger Zombie-Spaß. Für die leider zu unausgegorene Blutgrätsche der Ford Brothers also nur fünf von zehn staubigen Wüstenabschnitten, in denen haufenweise Zombies rumtorkeln.
 
 
 


 
 
 

THE DEAD – Zensur

 
 
 
„The Dead“ wurde in Deutschland ungeschnitten veröffentlicht und ist erst für volljährige Zuschauer geeignet. Demzufolge prankt auf der Heimkinoveröffentlichung der rote FSK-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

THE DEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
the-dead-2010-Bluray-Erstauflage

(c) Savoy Film | Intergroove Media (Erstauflage)

the-dead-2010-Doppel-Bluray

(c) Savoy Film | Intergroove Media (Limited Edition)

the-dead-2010-Bluray-Zweitauflage

(c) Edel Germany GmbH | Capitol Film (Zweitauflage)

the-dead-mediabook

(c) Endless Classics (weitere Auflage im durchnummerierten Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Dead; Großbritannien 2010

Genre: Drama, Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 105 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Erstauflage: Amaray mit Wechselcover im Schuber | Zweitauflage: Amaray mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Erst- und Zweitauflage: Originaltrailer | Nur in der Limited Edition zusätzlich: Making of, Bildergalerie, Interviews mit den Regisseuren Howard J. Ford, Jonathan Ford und den Hauptdarstellern Prince David Oseia, Rob Freeman, 2 Bonusfilme: Die Revolte der Zombies und Zombie – Das Tor zur Hölle (Kurzfilm) | Im Mediabook zusätzlich: Booklet

Veröffentlichung: Erstauflage: 07.10.2011 | Limited Edition: 07.10.2011 | Zweitauflage: 30.10.2015 | Mediabook: 03.03.2017

 
 
Großer Fassungs-Wirrwarr: THE DEAD wurde mehrfach auf DVD und Blu-ray ausgewertet. Die Erstauflage erschien bereits im Jahr 2011 in zwei Ausführungen. Neben einer abgespeckten Blu-ray-Version wurde parallel noch eine 2-Disc-Fassung im Schuber auf den Markt gebracht. Die war streng limitiert und enthielt mehr Extras als die abgespeckte Auflage. Einige Jahre später erfolgte eine weitere Auswertung mit anderem Cover. Nachdem die Rechte abermals weitergereicht wurden, wurde THE DEAD im Jahr 2017 noch einmal im streng limitierten Mediabook veröffentlicht. Vermutlich wird es auch hier nicht bei erwähnten Veröffentlichungen bleiben. Übrigens ist THE DEAD auch auf mehreren Filmzusammenstellungen zu finden. Seit einigen Jahren bringen einige Label DVDs und Blu-rays in den Handel auf denen sich gleich mehrere B-Movies aus der Sparte Horror auf einer Disc befinden. Auf einigen dieser Zusammenstellungen ist auch gern mal THE DEAD vertreten.
 
 

The Dead [Blu-ray Erstauflage] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

The Dead [Blu-ray Zweitauflage] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

The Dead (Limited Edition) [Blu-ray + DVD] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

The Dead – Mediabook [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE DEAD – Mediabook

 
 

(Das limitierte Mediabook ist seit 03.03.2017 erhältlich)

 
the-dead-mediabook-a
the-dead-mediabook-b
the-dead-mediabook-c
the-dead-mediabook-d
the-dead-mediabook-e
the-dead-mediabook-f
 
 
 


 
 
 

THE DEAD – Trailer

 
 


 
 

MissVega

(Mehr Kritiken von MISSVEGA gibt es hier zu lesen)

Die Rechte aller Grafiken liegen bei Edel Germany GmbH | Capitol Film

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Plague (2014)
 
Wyrmwood: Road of the Dead (2014)
 
The Dead 2: India (2013)
 
Dead Within (2014)
 
Chrysalis (2014)

Filmkritik: „Holy Ghost People“ (2013)

Holy-Ghost-People-2013
 
 
 

HOLY GHOST PEOPLE

Story

 
 
 
Charlotte sucht mithilfe ihrer Zufallsbekanntschaft Wayne, einem alkoholkranken und am posttraumatischen Belastungssyndrom leidenden Ex-Marine, nach ihrer Schwester, die vermutlich in einer Sekte gelandet ist. Doch den charismatischen Sektenführer Billy über ihre wahren Absichten im Unklaren zu lassen, ist nicht so einfach wie gedacht…
 
 
 


 
 
 

HOLY GHOST PEOPLE – Kritik

 
 
 
Die 19jährige Charlotte (Emma Greenwell) lernt durch Zufall den Säufer und Ex-Marine Wayne (Brendan McCarthy) kennen. Als dieser nach einer Schlägerei vor der Kneipe, in der sie arbeitet, sein Portemonnaie verliert, bringt sie ihm dieses zurück. Kurz darauf möchte Charlotte nun auch einen Freundschaftsdienst von Wayne einfordern: er soll nach Sugar Mountain fahren, weil sie dort ihre Schwester vermutet. Diese ist wahrscheinlich in der Church of One Accord gelandet, einer sektenähnlichen Gemeinde, die sich mittels Schlangen-um-den-Hals-Gelege göttliche Gnade erhofft.
 
 
Holy-Ghost-People-bild-5
 
 
So weit, so blöd. Wofür genau hier 88 Filmminuten verschwendet wurden, weiß man auch nach dem Abspann noch nicht. Und was an „Holy Ghost People“ Horror sein soll (abgesehen von der dilettantischen Inszenierung), weiß ebenfalls keiner. Es handelt sich hier um einen spannungslosen, laienhaften, billigen und schlussendlich komplett überflüssigen Film, der auf keiner Ebene überzeugen kann. Regisseur Mitchell Altieri, ein Teil der nicht legendären Butcher Brothers („The Hamiltons“ und „Raised by Wolves„) hat zusammen mit Phil Flores (dem anderen Schlachter-Bruder) und zwei weiteren Drehbuchschreibern auch das Script zu diesem Anti-Horror-Schlangen-Murksfilm verfasst. Im Gegensatz zu Altieri und Flores haben die anderen zwei Schreiberlinge noch gar keine Schreib-Erfahrung und einer von ihnen, Joe Egender, versagt nicht nur als Co-Autor, sondern auch als Darsteller des Billy. Viele Köche verderben den Horror-Brei, leider trifft dies auch auf „Holy Ghost People“ zu.
 
 
Holy-Ghost-People-bild-4
 
 
Die Butcher Brothers haben sich hier offensichtlich ein bisschen verhoben und mehr gewollt, als sie letztendlich können. Der Film ist sowohl thematisch überfrachtet als auch inhaltlich oberflächlich. Da wäre der traumatisierte Ex-Marine, der natürlich an PTBS leidet und säuft wie ein Loch, tief im Inneren aber noch so etwas wie Ehrgefühl besitzt. Dann die toughe Kellnerin, die eine traumatische Kindheit hinter sich hat und sich mit der entfremdeten Schwester aussöhnen will. Dazu kommt der ganze Sektenquatsch samt Schlangengefummel (dieses Detail allerdings beruht auf wahren Ereignissen. Ein Priester aus Kentucky hat tatsächlich Schlangen bei seinen „Gottesdiensten“ verwendet und starb dann bezeichnenderweise ausgerechnet durch einen Schlangenbiss). Und natürlich soll „Holy Ghost People“ auch noch unheimlicher Horrorfilm mit schockierendem Ende sein. Dieses Genre-Mischmasch geht leider komplett nach hinten los und kann auf keiner Ebene auch nur im Ansatz überzeugen. Garniert mit Charlottes überflüssigen Off-Kommentaren wird „Holy Ghost People“ somit schnell nervtötend anstatt für Nervenkitzel zu sorgen.
 
 
Holy-Ghost-People-bild-3
 
 
Dabei liegt das nicht unbedingt an den Darstellern. Die machen ihre Sache mehr oder weniger souverän, auch wenn man Babyface und Giovanni-Ribisi-Lookalike Joe Egender den charismatischen Prediger in keiner Sekunde abnimmt. Dafür liefern Emma Greenwell und Brendan McCarthy halbwegs glaubwürdig ab, zumindest fallen sie nicht unangenehm auf. Vielmehr ist es die dünne Story, die fast ausnahmslose Anwendung von Klischees und eine so lahme Auflösung, dass man die vorangegangenen Filmminuten nur als Zeitverschwendung betrachten kann. Denn schlussendlich geht es vorrangig leider nur darum, dass Charlotte sich unbeholfen-undercovermäßig in die Sekte einzuschleichen versucht und Wayne dies durch sein unkooperatives Verhalten konterkariert.
 
 
Holy-Ghost-People-bild-2
 
 
 


 
 
 

HOLY GHOST PEOPLE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Was soll man noch sagen zu so einem bedeutungslosen Film? So richtig schlecht ist er nicht. Gut natürlich auch nicht. Er bewegt sich irgendwo zwischen langweilig und unglaubwürdig. Glücklicherweise sind die Darsteller zumindest einigermaßen talentiert und auch in die Synchronisation wurden ein paar Euro investiert, so dass man sich hier wenigstens nicht mit monotonem Ablesen von Dialogzeilen rumärgern muss. Das ändert nur nichts an der leider schlecht erzählten, klischeebeladenen und schlussendlich vollkommen banalen Story, die keinem der angestrebten Genres gerecht wird. Die Butcher Brothers, die zumindest mit „The Hamiltons“ einen halbwegs gelungenen Film hingelegt haben, sollten sich in Zukunft nur auf einen Drehbuchschreiber festlegen und sich im Zweifel lieber bei bekannten Werken Gutes abgucken, als selbst solch halbgaren Low-Budget-Mumpf zu produzieren. In der Summe also nicht mehr als knappe vier von zehn Schlangen, die hier gerne etwas herzhafter hätten zubeißen dürfen.
 
 
 


 
 
 

HOLY GHOST PEOPLE – Zensur

 
 
 
„Holy Ghost People“ wurde von der FSK bereits für Zuschauer ab 16 Jahren freigegeben. Dennoch hat sich der Rechteinhaber dazu entschieden, den Streifen mit roter Freigabeplakette in den Handel zu bringen. Das macht die Veröffentlichung bei Horrorfans interessanter.
 
 
 


 
 
 

HOLY GHOST PEOPLE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
holy-ghost-people-bluray

(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Holy Ghost People; USA 2013

Genre: Drama, Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Heimkinofassung wegen Extras: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer

Veröffentlichung: 13.05.2014

 
 
 

Holy Ghost People [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZOn kaufen

 
 
 


 
 
 

HOLY GHOST PEOPLE – Weitere Veröffentlichungen

 
 
 
Vom-Teufel-besessen-The-ultimate-Devils-Collection

(c) Maritim Pictures GmbH im Vertrieb der KNM Home Entertainment GmbH

 
 
Neben der erhältlichen Film-DVD und Blu-ray wurde „Holy Ghost People“ auch zusammen mit drei weiteren Horrorfilmen in der „Vom Teufel besessen – The ultimate Devils Collection“ veröffentlicht. Auf zwei DVDs sind neben besagtem „Holy Ghost People“ auch folgende drei Streifen enthalten: „Way of the Wicked“, „The Presence“ und „The Cloth“. Alle Filme dieser Zusammenstellung sind selbstverständlich ungeschnitten.
 
 

Vom Teufel besessen – The ultimate Devils Collection (2DVDs) auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

HOLY GHOST PEOPLE – Trailer

 
 


 
 

MissVega

(Mehr Kritiken von MISSVEGA gibt es hier zu lesen)

Die Rechte aller Grafiken liegen bei Maritim Pictures

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Last Shift (2014)
 
The Devil’s Hand (2014)
 
The Sacrament (2013)
 
Children of Sorrow (2012)
 
Ritual (2013)