Filmkritik: „The Mangler“ (1995)

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THE MANGLER

Story

 
 
 
Unsympath Gartley (Robert Englund) betreibt in seinem Kaff eine herabgewirtschaftete Wäscherei. Als seine Nichte sich eines Tages schneidet und die Mangel mit Blut benetzt, erwacht ein archaischer Dämon im toten Industrieapparat zum Leben. Der schließt einen Pakt mit Grtley und den anderen Altvorderen des Orts. Sechzehnjährige Töchter gegen Reichtum. Alte Schule. Sapperlot! Da liefert die Maschinerie blütenweiße Ergebnisse und ist doch vom Leibhaftigen besprungen. Polizist Hutton (Ted Levine) und sein Schwager, der engagierte Dämonologe Jackson, machen sich auf, der Teufelsmangel den Scheitan auszutreiben. Der Exorzismus nach katholischem Ritus scheint schonmal Früchte zu tragen. Oder nicht?

 
 
 


 
 
 

THE MANGLER – Kritik

 
 
Tobe Hooper zählt zeitlebens zum erlauchten Kreis von Genrefilm-Regisseuren, deren Namen vor den Titeln auf den Filmplakaten stehen. Heute ist das Usus, einst muss der Name schon Romero, Carpenter oder eben Hooper lauten. All das aufgrund eines spröden Seventies-Studentenfilms mit dem klangvollen Namen THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE. Danach ist, außer in generell recht durchwachsenen Filmen aufflackernden kleinen Hoffnungsschimmern, nicht mehr viel Positives von den 2017 unerwartet verstorbenen Filmemacher zu berichten. Trotzdem: Unsere Kollegen der früher mal ruhmreichen deutschen Filmzeitschrift CINEMA können THE MANGLER seinerzeit so gar nicht leiden, treffen jedoch in einem Nebensatz mit der Beurteilung des Horrorgenres anno 1995 als „dauerhaft kränkelnd“ voll ins Schwarze. Die goldenen Slasher-Jahre der Achtziger sind lange passé, im Kino läuft Horror nur noch sporadisch. Hauptsächlich werden das wie geschmiert laufende Videothekengeschäft und dessen etwas blutrünstigere Kundenkreise beackert. Von der überraschend großen und kassenträchtigen, dafür eigentlich schon beleidigend uncoolen Behandlung des Horrorfilms als Opfer postmoderner Persiflage – via Wes Cravens üblem SCREAM und so weiter – sind wir bei THE MANGLER zum Glück noch befreit. Auch wenn die Ruhe nur noch ein Jahr währt.
 
 
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Auch unser Hauptdarsteller und Gewohnheitsbösewicht Robert Englund steckt 1995 noch in der misslichen Lage, aufgrund seiner berühmtesten Rolle als Fred Krueger keinen Job außerhalb des siechen Gruselkinos landen zu können. So nimmt er wohl oder übel einiges an mittelprächtig bezahlten Gigs in B-Ware an und hält sich im Geschäft. Im neuen Jahrtausend greift dann die Verliebtheit der Popkultur in ihre Vergangenheit in Form des Retro-Phänomens und Englund fühlt sich wieder wohl. Als seinen heldenhaften Gegenspieler dürfen wir Ted Levine, weg von seiner genialen Darstellung des Unholds Buffalo Bill in Ted Demmes Horror-Mainstream-Crossover-Megaerfolg DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER (1991) und noch vor der neuen Karriere als MONK-Fernsehgesicht, bewundern.
 
 
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Kantiges Trash-Monsterkino vom alten Schlag oder Parodie? Wir müssen an dieser Stelle zugeben, uns selbst nicht einig zu sein. Kann ein Film über eine von Dämonen besessene Wäschereimaschine wirklich unkomödiantisch gemeint sein? Wenn die fiese Mangel ihre menschlichen Opfer am Schlafittchen packt und sie mit Dampf zu sauber gefalteten Bettlaken verwurstet, kann man das nur schwerlich ernst nehmen. Andererseits, wieso sollte man?
 
 
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THE MANGLER entspringt den Seiten von Stephen Kings erster Kurzgeschichtensammlung NACHTSCHICHT. Diese im amerikanischen Original 1978 und auf Deutsch 1984 erschienene Anthologie zuvor in Literaturmagazinen veröffentlichter Short Stories des Horror-Großschriftstellers aus Maine kann mit Fug und Recht als eine Petrischale seines Schaffens bezeichnet werden. So finden sich in NACHTSCHICHT die aus Platzgründen sehr kondensierten Urversionen von BRENNEN MUSS SALEM und THE STAND – DAS LETZTE GEFECHT. Dazu einige Geschichten, die ungleich später zu Kino-Ehren kommen. Natürlich die (beinahe) titelgebende SPÄTSCHICHT, KINDER DES ZORNS, QUITTERS INC., MANCHMAL KOMMEN SIE WIEDER, RHEA M. – ES BEGANN OHNE WARNUNG und eben THE MANGLER. Der Film zum hier ebenfalls enthaltenen RASENMÄHERMANN hat bis auf den Titel ja leider nüscht mit der Vorlage zu tun.
 
 
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THE MANGLER – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
Angenehm unaufgeregter Horror-Trash aus jenen verlorenen Jahren, in denen Horror nur für sein damals kleines Stammpublikum und nicht das gezüchtete Multiplex-Publikum produziert wird. Robert Englund macht, was er am besten kann, nämlich böse und hinterhältig spielen und durch die ausnehmend gut gestalteten Kulissen huschen. THE MANGLER hätte auch gut in den Rahmen von sowas wie GESCHICHTEN AUS DER GRUFT gepasst. Das ist als Kompliment gemeint.
 
 


 
 
 

THE MANGLER – Zensur

 
 
 
THE MANGLER erschien in Deutschland auf VHS in seiner ungekürzten R-Rated-Fassung mit einer FSK 18-Freigabe. Auch im TV wurde häufig genau diese ungeschnittene R-Rated-Fassung ausgestrahlt. Leider wurde uns in Deutschland die blutigere Unrated-Fassung stets vorenthalten. Dank dem Label NSM Records ändert sich das jetzt. Im Zuge diverse Blu-ray-Veröffentlichungen kommen nun auch deutsche Fans in den Genuss der Unrated-Filmfassung. Diese ist auf allein deutschen Blu-rays enthalten. Das zuvor fehlende Filmmaterial wurde mit deutschen Untertiteln versehen. NSM Records ließ THE MANGLER übrigens neu von der FSK prüfen. Kurioserweise attestierte das Prüfkremium für die Unrated-Fassung eine Jugendfreigabe. Diese ist jetzt ungeschnitten frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE MANGLER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM RECORDS (KeepCase Blu-ray mit Wechselcover)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover A)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover B)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover C)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover D)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover E (Remastered Auflage))

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

The Mangler; USA 1995

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 106 Min.

FSK: Mediabook: ungeprüft (ungeschnittene Fassung) | KeepCase: FSK16 (ungeschnitten)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase mit Wechselcover | Mediabook

Extras: R-Rated Version (Open Matte), Original-Trailer, Deutscher Trailer, Filmographien, Bildergalerie | zusätzlich im Mediabook: Film auf DVD und 16-seitiges Booklet mit Text von Nando Rohner

Release-Termin: Mediabook (Cover A-D): 25.08.2017 | Remastered Mediabook (Cover E) 11.09.2020 | BD-KeepCase: 30.10.2020

 

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THE MANGLER – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei NSM RECORDS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Mangler 2 (2002)
 
Scream of the Banshee (2011)
 
Rhea M – Es begann ohne Warnung (1986)
 

Filmkritik: „Jason und die Argonauten“ (1963)

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JASON UND DIE ARGONAUTEN

(JASON AND THE ARGONAUTS)

Story

 
 
 
Der Thron Thessaliens ist vom Umstürzler Pelios übernommen worden, der dafür die halbe Königsfamilie ausradiert. Überlebender ist sein Neffe Jason, ein Liebling der Götter. Unter dem Schutz des Olymps macht sich der junge Krieger auf, das legendäre Goldene Vlies zu finden. Mit der Hilfe dieses magischen Widderfells will Jason den Bösewicht wieder absetzen. Für die gefährliche Seereise mit seinem Schiff, der Argo, rekrutiert er weitere Helden, die er für den Kampf mit goldenen Titanen, Harpyien, Skeletten und der Hydra auch braucht.

 
 
 


 
 
 

JASON UND DIE ARGONAUTEN – Kritik

 
 
JASON UND DIE ARGONAUTEN ist die Verfilmung der griechischen Heldensage vom Goldenen Vlies. Somit ist das Drehbuch 2300 Jahre alt, könnte man witzeln. Penible Geschichts-, bzw. eher Altertums-Nerds werden bemerken, dass im Film andere Figuren über den Jordan gehen als in der Vorlage. Hat man seinen Gustav Schwab nicht verinnerlicht, stört diese Abweichung freilich kaum.
 
 
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Ein weiterer toller Film, der schon zu Kinozeiten, mehr aber noch durch die Verwertung als Homevideo und Fernsehausstrahlung und die daran gekoppelte Berichterstattung in Filmliteratur und -Journaille über die Stop-Motion-Effekte des Visual-Großzauberers von Hollywood, Ray Harryhausen ist natürlich gemeint, definiert wird. Letztes Jahr wäre er 100 Jahre alt geworden. Nehmen wir nur den Schwertkampf mit der vielköpfigen Hydra und verwandeln uns wieder in Zehnjährige, die das Kino der Phantastik gerade neu für sich entdecken dürfen. Wie auch bei den SINDBAD-Filmen dieser Zeit folgt Harryhausens Technik, seine so unglaublich minutiös fotografierten, nach dem eigentlich simplen Prinzip des Daumenkinos funktionierenden Miniaturen und die antiken Traumlandschaften auf seinen Matte-Painting-Hintergründen, direkt auf die Arbeitsweise George Meliès, ist also der lineare Nachfolger des französischen Erfinders der Vision vom Kino als – im wahrsten Sinne des Wortes – Projektionsfläche des Staunens über vorgeführte Unmöglichkeiten.
 
 
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JASON UND DIE ARGONAUTEN ist auch jener Film, in dem die vielleicht bekannteste Sequenz aus der Traumerweckungs-Werkstatt des Meisters zu finden ist: Der Kampf gegen die aus den Zähnen der Hydra zum Leben erwachten Skelette. Allein diese, vier Monate der Kleinstarbeit beanspruchende Szene eines an herrlichen Ideen nicht gerade armen Films ist ein erklärter Meilenstein der Spezialeffekt-Geschichte und taucht als Zitat in unzähligen Filmen oder auch Videospielen auf.
Für Regisseur Don Chaffey ist der Film die Eintrittskarte für eine langjährige Karriere bei Walt Disney, wo er unter anderem den schrägen ELLIOT DAS SCHMUNZELMONSTER dreht. Auch beim Fernsehen und schließlich im Hause Hammer in England findet er Aufträge – wenn auch eher in den fürs Stamm-Horrorpublikum ungewohnten Fantasy- und Historienfilmen des beliebten Studios.
 
 
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In der Rolle des Herkules sehen wir Nigel Green, mehr oder minder die Definition eines Kultfilm-Schauspielers, Filmfreunden ist dieses höchstgradig britisch geschnittene Gesicht bekannt aus zahlreichen Abenteuerschinken wie DAS SCHWERT DES ROBIN HOOD, 1960, damals angesagten Agentenreißern (IPCRESS – STRENG GEHEIM, 1965 oder HEISSE KATZEN, 1967) und ganz besonders historischen Kriegsfilmen ZULU, 1964 oder KHARTOUM, 1966). Auch im Horrorgenre taucht Green immer mal auf. So etwa neben Vincent Price in SATANAS – SCHLOSS DER BLUTIGEN BESTIE, 1964 oder als männlicher Hauptdarsteller neben Ingrid Pitt in Hammers Gräfin-Bathory-Vampirfilm COMTESSE DES GRAUENS, 1971. Ein Jahr danach nimmt er sich leider mit Schlaftabletten das Leben. Auch Honor Blackman aus MIT SCHIRM, CHARME UND MELONE und eines der ersten Bond Girls, ist, als Hera, mit von der Partie und stiehlt dem eher hölzernen Jason-Darsteller Todd Armstrong doch die Show. Meint man gar nicht, ist der doch in der Schauspielschule in Kalifornien ein Jahrgangskollege von Gene Hackman und Dustin Hoffman. 1992 greift er nach einer Schmerzmittelabhängigkeit zur Waffe und reiht sich in den tragischen Club der Filmstar-Selbstmörder ein.
 
 
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JASON UND DIE ARGONAUTEN – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
JASON UND DIE ARGONAUTEN ist ein weiteres Märchen- oder Sagenfilm-Meisterwerk aus bester Technicolor-Zeit. Der Star der Produktion ist erwartungsgemäß hinter den Kulissen zu finden. Ray Harryhausens wunderbar nostalgische Effektarbeit versetzt den Zuschauer in eine Gefühlswelt, die durch immer gleich aufgezogene Horror- oder Phantastikfilme der Gegenwart einfach nicht mehr erreicht werden kann. Erstklassiger Stoff.
 
 


 
 
 

JASON UND DIE ARGONAUTEN – Zensur

 
 
 
JASON UND DIE ARGONAUTEN lief bereits ungeschnitten in den deutschen Kinos mit einer Freigabe ab 12 Jahren. Das hat sich weder auf VHS, DVD oder Blu-ray geändert. Letztere ist ebenso ungeschnitten und besitzt den grünen FSK12-Sticker.
 
 
 


 
 
 

JASON UND DIE ARGONAUTEN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Explosive Media (KeepCase Blu-ray im Schuber)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Jason and the Argonauts; Großbritannien | USA 1963

Genre: Fantasy, Abenteuer

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Instrumental DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 104 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase mit Wechselcover mit Schuber

Extras: Deutsche Blu-Ray Erstveröffentlichung von brandneuem HD Master mit tonnenweise Bonus-Material, Isolierte Musiktonspur, Audiokommentar von Ray Harryhausen & Tony Dalton, Audiokommentar von Peter Jackson & Randy Cook, Über Jason and the Argonauts (11:52 Min.), Harryhausens Verdienste (25:32 Min.), Herrmanns Musik (26:51 Min.), Hinter den Kulissen (11:47 Min.), Harryhausen Chronicles (57:55 Min.), This is Dynamation (3:23 Min.), US Kino Trailer 1 (1:23 Min.), US Kino Trailer 2 (3:00 Min.), Bildergalerie (62 Bilder, 3:47 Min.)

Release-Termin: KeepCase: 03.12.2020

 

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JASON UND DIE ARGONAUTEN – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei Explosive Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Kampf der Titanen (1981)
 
Sindbads siebente Reise (1958)
 
Die geheimnisvolle Insel (1961)
 

Filmkritik: „Deathstalker 2 – Duell der Titanen“ (1987)

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DEATHSTALKER 2 – DUELL DER TITANEN

(MYSTOR – DER TODESJÄGER II / DEATHSTALKER 2)

Story

 
 
 
Barbar Mystor nimmt die üblichen Unwegsamkeiten des Fantasy-Mittelalters nicht immer so ernst wie eigentlich nötig. Er überlegt es sich erst dann anders, als er Prinzessin Evie kennenlernt. Sie hat der Hexenmeister Jarek von Thron gejagt und sie sucht nach Mitstreitern, um jetzt wiederum den wenig bezaubernden Zauberschurken in die Wüste zu schicken. Auf dem Weg dorthin wird ausgiebig gekämpft, gezaubert und menschenfressenden Amazonen vom Teller gesprungen.

 
 
 


 
 
 

DEATHSTALKER 2 – Kritik

 
 
Auch Roger Cormans letztes Werk aus seiner zackig hintereinander in Argentinien heruntergekurbelten Reihe von Fantasy-Krachern überzeugt mit allem, was diese Art des grellen Unfugskinos so schön macht. In der Hauptrolle stolziert der Fernsehschauspieler und heute vielbeschäftigte Serienregisseur John Terlesky durch die Pampa – dieses lockere Scherzchen ist hier sogar geographisch korrekt – und hat Spaß dabei und nicht nur das: Für die Rollen der knappbekleideten Sword-And-Sorcery-Babes bringt der Beach Boy gleich zwei seiner Exfreundinnen mit: Monique Gabrielle und Toni Naples, zwei Autoritäten auf dem Gebiet des Mopshüpfens und in den Jahrzehnten nach DEATHSTALKER 2 in einem halben Videothekenregal handlungsarmer Softsex-Schmonzetten zu bewundern. Mit der wuchtigen Dee Boher, die unter dem Namen Queen Kong Wrestlerin bei GLOW (der Wrestling-Show, nicht der Netflix-Serie) aktiv ist, hat er unseren Informationen zu Folge vor den Dreharbeiten kein Date gehabt. Den hexenden Unhold gibt John LaZar, ein hagerer, halbindianischer Charakterkopf, der einst bei Russ Meyer mitspielen durfte und schon in mancher Serie kriminelle Elemente verkörpert hat.
 
 
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Für die Aufgabe der Regie vor Ort kommandiert Corman, dieser ewige Impressario des B-Movies weltweit, seinen Einser-Schüler Jim Wynorski, einen ausgewiesenen Fachmann für wutziges und witziges Horror-, Science-Fiction- und sonstiges Gaga-Kino, ab. Bei uns habt ihr schon über einige seiner Filme gelesen. Alles in allem ein schätzenswerter Mann.
 
 
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Wynorski bestätigt später, was der geneigte Liebhaber des Achtziger-Jahre-Barbarenfilm-Booms bereits vermutet: Roger Corman kann sich nie so ganz verzeihen, dass Anfang der Achtziger andere Produzenten die Verfilmung von Robert E. Howards CONAN-Heftchen auf die Beine stellen und dreisterweise damit auch noch einen Welterfolg landen. Also will er wenigstens mit den gleichen Zutaten arbeiten und sein Stück vom Kuchen mitnehmen. Jene Zutaten stammen natürlich viel eher aus dem Regal des Discounters, machen den testosterongefüllten Zuschauer aber auch satt. Magische Fantasy-Reiche mit Muskelmännern, Titten, Schwertkampfgewalt und dem einen oder anderen Billig-Monster – was will man mehr? Was Wynorski als Bonus für seine Zuschauer gelingt, ist die Beimischung von Humor, der auf dem Papier nicht ins Genre passt. In der Praxis sieht das anders aus. Terlesky ist kein Schwarzenegger, weiß das aber. Genau wie seine Gefährten und Gegenspieler scheint der schwertschwingende Geck zu wissen, in was für einem Mumpitz er da herumstapft und die Zähne zeigt. Vom Regisseur stammt auch der so passende Spruch, dass man versehentlich eine aus der Zeit gefallene Komödie gedreht habe. Passt so.
 
 
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DEATHSTALKER 2 – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Auch im zweiten Teil der spaßigen Reihe – insgesamt wurden derer vier auf die Welt losgelassen – werden keine Gefangenen genommen. Unter der Regie des Schlock-Meisterwerk-Garanten Jim Wynorski wandert der Todesjäger, wie ihn die deutsche Filmwirtschaft seinerzeit verkauft, durch eine halbe Persiflage auf Fantasyfilme, haut aber trotzdem in Schleifen, was ihm vor die Klinge springt. Essentieller Trash!
 
 


 
 
 

DEATHSTALKER 2 – Zensur

 
 
 
1989 wurde DEATHSTALKER in der deutschen, ungeschnittenen FSK 18-VHS indiziert. Nach Ablauf der 25-Jahres-Frist erfolgte die Listenstreichung, was das Label daredo / Soulfood im Jahr 2019 dazu veranlasste den Kult-Trash auf Blu-ray in Deutschland angeschnitten zu veröffentlichen. Die erhältliche Fassung auf Blaustrahl und DVD ist daher ungeschnitten und komplett. Auf dem Cover befindet sich ein roter FSK-Flatschen. Interessant: Neben der Kinofassung von DEATHSTALKER 2 befindet sich auf der Blu-ray / DVD auch der Director’s Cut.
 
 
 


 
 
 

DEATHSTALKER 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (KeepCase Blu-ray)

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(c) White Pearl Movies (Mediabook mit Blu-ray + DVD auf 1500 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Deathstalker 2; Argentinien | USA 1987

Genre: Fantasy, Action, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: keine

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 77 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook | Blu-ray im KeepCase ohne Wechselcover

Extras: Audiokommentar mit John Terlesky, Toni Naples & Jim Wynorski, Originaltrailer (1:45 Min.), Artworkgalerie (0:54 Min.) | zusätzlich im Mediabook: Film auf DVD, 16-seitiges Booklet mit Infos zu Film und Darstellern sowie vielen Bildern

Release-Termin: Mediabook: 08.03.2019 | KeepCase: 27.11.2020

 

Deathstalker 2 – Duell der Giganten [Mediabook mit Blu-ray + DVD] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

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DEATHSTALKER 2 – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Deathstalker – Der Todesjäger (1983)
 
Red Sonja (1985)
 
Conan der Barbar (1982)
 

Filmkritik: „Deathstalker – Der Todesjäger“ (1983)

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DEATHSTALKER – DER TODESJÄGER

(DEATHSTALKER)

Story

 
 
 
Unser Titelheld ist ein umhervagabundierender Schwertmann, der lieber für das Gute antritt. Eine Hexe gibt ihm die Mission, verschiedene magische Relikte aufzutreiben, von denen sich zwei im Besitz des Magier-Diktators Munkar befinden. Auf dem Weg zu diesem Munkar schließen sich dem Deathstalker die knapp bekleidete Kriegerin Kaira und ein findiger Taschendieb an. Sie nehmen an Kampfturnieren teil, deren Sieger zur nächsten Turnier-Runde auf Munkars Festung eingeladen werden. Wäre doch gelacht, wenn unsere Eisenbeißer nicht alle Kräfte bemühen könnten, um dem üblen Hexer das Handwerk zu legen.

 
 
 


 
 
 

DEATHSTALKER – Kritik

 
 
Passt alles. Die Gewalt ist ordentlich, Langeweile gibt’s nicht und man wird beim Anschauen des Films sofort wieder neun Jahre jung. Die Kaira spielt Lana Clarkson, jene ultra-amerikanisch aussehende Amazone, die in so manchem dieser Filme zu bewundern ist und 2003 von ihrem Mann, dem legendären Musikproduzenten Phil Spector, über den Haufen geballert wird. Angestachelt vom Erfolg des DEATHSTALKER lässt Produzent Roger Corman (ja, an dem Mann führt nix vorbei – niemals!) die Zelte am argentinischen Drehort gleich stehen und improvisiert der fitten Lana den auch geilen BARBARIAN QUEEN auf den knusprigen Leib. Prinzessin Codille wird von Barbi Benton gegeben, die eine ähnliche Biographie vorzuweisen hat, jedoch nicht erschossen wurde. Bisher noch nicht zumindest. Hach, die Barbarenfilm-Welt der frühen Achtziger! Ausgelöst vom Erfolg des geilsten aller Schwarzenegger-Böller, CONAN DER BARBAR, entfaltet sich eine regelrechte Schattenindustrie der Muskelidioten-Meisterwerke. Eine Schattenindustrie, der man noch heute jeden Abend ein Kerzchen anzünden und ein Käsebrot opfern sollte, aus Dank für all die so mordsmäßig unterhaltsamen Trash-Raketen, deren Ästhetik zwischen World Wrestling Federation, den Pulp-Gemälden Frank Frazettas und Dungeons & Dragons-Rollenspielen zuhause ist.
 
 
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Wie bei DEATHSTALKER! Man denkt, es habe zwischen 1982 und etwa 1988 ein inoffizieller Wettstreit bestanden. Ein Turnier, in dem die rücksichtslosesten Regie-Söldner aus den USA, Italien, bis rüber auf die Philippinen beweisen müssen, wer den geilsten Muckibude-gegen-Plastikmonster-Sudelfilm aufs von jeder inneren Qualitätskontrolle befreite Publikum loslassen kann. Wer dieses Turnier auf Produzentenseite für sich entscheiden konnte, wissen wir nicht. Was wir allerdings wissen, ist der erste Platz auf dem Siegertreppchen für den Zuschauer.
 
 
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Kinder, es gibt an manchen Tagen nichts Besseres, als Filme, in denen Bodybuilder ohne Schauspielerfahrung mit weiß glänzenden Raubtierzähnen durch das kalifornische oder römische Hinterland stapfen. Dort treffen sie auf ehemalige Playboy-Bunnys mit unglaublich hochgesprühten Mähnen, G-Strings und manchmal sogar Silikonhupen der garstigen Achtziger-Herstellungsweise – also zwei bewegungslos unter gespannter Haut steckende Tennisbälle, durch deren Mitte ein Motorrad fahren könnte. Dann noch ein Dieb, Elf, Zwerg, untalentierter Zauberer oder anderer Standard-Fantasy-Nebencharakter und die Sache kann losgehen. Gemeinsam muss die Crew wahlweise eine Prinzessin befreien, einen tyrannischen Herrscher stürzen oder einem schlecht in Stop-Motion, Pappmaché oder Pappmaché-Stop-Motion verwirklichtes Riesenmonster Mores lehren.
 
 
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Barbarenfilme sind immer gleich. Ja, gegen den variationsarmen und eigentlich nicht zu begreifend immer unterhaltsamen Stumpfsinn nach Conan sind Genres wie Italo-Western, Kung-Fu-Filme oder Porno-Best-Ofs Blumensträuße der Abwechslung. Trotzdem: Auf der Beerdigung des Rezensenten wird neben LSD-Zwang, einer Free Jazz Band und einem Ringkampfturnier auf ein 48-Stunden-Barbarenmarathon laufen.
 
 
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DEATHSTALKER – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
Ihr seht, heute steht hier der Text eines Genre-Liebhabers. Im vollbesetzten Umkleidepuff der Barbarenfilme trägt DEATHSTALKER, der erste von insgesamt vier Teilen, eine Kapitänsbinde. Wer Fantasy mag, die statt ätherischer Tolkien-Pose lieber rülpst und ihrem Nächsten auf die Nase haut, der kommt an dieser gut gelaunten Sonnencreme-Rakete von einem Film nicht vorbei.
 
 


 
 
 

DEATHSTALKER – Zensur

 
 
 
1985 wurde DEATHSTALKER in der deutschen, ungeschnittenen FSK 18-VHS indiziert. Nach Ablauf der 25-Jahres-Frist erfolgte die Listenstreichung, was das Label daredo / Soulfood im Jahr 2018 dazu veranlasste den Kult-Trash auf Blu-ray in Deutschland angeschnitten zu veröffentlichen. Die erhältliche Fassung auf Blaustrahl ist daher ungeschnitten und komplett. Auf dem Cover befindet sich ein roter FSK-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

DEATHSTALKER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (KeepCase Blu-ray)

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(c) White Pearl Movies (Mediabook mit Blu-ray + DVD auf 1500 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Deathstalker; Argentinien | USA 1983

Genre: Fantasy, Action, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: keine

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook | Blu-ray im KeepCase ohne Wechselcover

Extras: Originaltrailer (2:03 Min.), Artworkgalerie (2:42 Min., 27 Bilder) | zusätzlich im Mediabook: Film auf DVD, 16-seitiges Booklet mit Infos zu Film und Darstellern sowie vielen Bildern

Release-Termin: Mediabook: 24.08.2018 | KeepCase: 23.10.2020

 

Deathstalker – Der Todesjäger [Mediabook mit Blu-ray + DVD] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Deathstalker – Der Todesjäger [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

DEATHSTALKER – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Mystor – Der Todesjäger II (1987)
 
Red Sonja (1985)
 
Conan der Barbar (1982)
 

Filmkritik: „Monster Hunters – Die Alienjäger“ (2020)

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MONSTER HUNTERS – DIE ALIENJÄGER

(MONSTER HUNTERS)

Story

 
 
 
Ein Ufo mit gefangenen Verbrecher-Aliens stürzt auf unserer Erde ab. Zum Glück ist die U.S. Army darauf vorbereitet und hat eine Spezialtruppe für solche Fälle aufgestellt.

 
 
 


 
 
 

MONSTER HUNTERS – Kritik

 
 
Die Billigproduktions-Schmiede „The Asylum“ hat zwar auch mal ein paar eigene Filmideen parat, aber überwiegend verdient man dort sein Geld, in dem man Hollywood-Blockbuster kopiert – in super billig versteht sich. Eigentlich sollte dieses Jahr die Videospielverfilmung „Monster Hunter“ mit Milla Jovovich in die Kinos kommen, aber aufgrund von Corona hat sich das verzögert. „Monster Hunters“ ist die Mockbuster-Antwort von „The Asylum“ zu diesem Film. Und er steht für all das, was man dieser Filmgesellschaft vorwerfen kann.
 
 
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In der kalifornischen Wüste stürzt ein unbekanntes Flugobjekt ab. An Bord waren scheinbar ein paar bösartige Aliens, die sich nun durch die Gegend morden. Doch seit Roswell gibt es bei der U.S. Army die „Alien Defense Unit“, die darauf spezialisiert wurde gegen Außerirdische zu kämpfen. Leider hat die Truppe aber noch gar keine Übung darin. Was für ein Schrott an Story. Jedes Kind besitzt da deutlich mehr Fantasie und hätte eine beeindruckendere Geschichte über Außerirdische erzählen können. In „Monster Hunters“ geht es wirklich sehr ideenarm zur Sache und es geschieht fast gar nichts. Eigentlich funktioniert das nicht mal als Billigvariante zu „Monster Hunter“. Ob das hier nun Aliens oder Monster sind, spielt aber sowieso keine Rolle. Es werden nur ein paar obligatorische Zutaten abgespult und dann erscheint der Abspann.
 
 
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Unterhaltsam ist daran nun wirklich nichts. Es geht zuweilen dermaßen ruhig und ereignislos zur Sache, dass man fast vergisst, dass man hier gerade einen Film schaut. Wenn man dort auf Aliens im Wald trifft, ist das so entspannend gestaltet, dass jede private Paintball-Veranstaltung mehr Adrenalin fördern wird. Die Gegner machen es den Protagonisten auch sehr leicht und greifen natürlich nur dann an, wenn das Drehbuch einen Toten vorsieht. Hinzu kommt die Tatsache, dass sich das Muster einige Male wiederholt und man sich fast wie in einer Dauerschleife gefangen vorkommt. Bis es dann zum letzten Drittel geht. Hier entsteht sogar tatsächlich noch eine etwas andere Dynamik und das wäre vielleicht echt noch brauchbar gewesen, wenn da nicht diese grauenvollen Computereffekte wären. Die Aliens sehen absolut lustlos, unkreativ und langweilig aus, könnten so aber auch direkt aus einem Videospiel der N64 stammen. Wenn es große Ufos und verschiedene Laser-Schüsse zu sehen gibt, sieht das selbstredend nicht besser aus. Wenigstens sind ein paar kleine Splatter-Effekte von Hand gemacht. Sie kommen aber nicht oft vor und können auch nichts reißen. Die handwerkliche Arbeit ist wirklich unter aller Sau. Wäre die Optik nicht so hochauflösend, könnte man glatt denken, es mit einem Amateurfilm aus den 90ern zu tun zu haben.
 
 
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Dort hätte sich aber bestimmt nicht Tom Sizemore blicken lassen, wobei es schwer zu verstehen ist, weshalb er dies bei „Monster Hunters“ tut. Seine einstige Karriere scheint wohl endgültig vorbei zu sein. Dementsprechend lustlos agiert er auch, aber zumindest darf er überwiegend sitzen. Vielleicht sollte er mal etwas zusammen mit Steven Seagal drehen. Anthony Jensen ist hier der einzige, der halbwegs überzeugen kann. Im Gegensatz zum restlichen Spiel, wirkt er schon nahezu überambitioniert. Den Rest kann man wirklich vergessen. Das sind im besten Falle schlechte und im schlimmsten Falle peinliche Leistungen. Die alles andere als natürlich klingende, deutsche Synchronisation macht es nicht besser. Sympathien kommen hier keine auf, dafür darf man jedoch unfassbar blöden Dialogen zuhören. Was die Leute hier so von sich geben, ist kaum zu ertragen und macht oftmals keinerlei Sinn. Weil das alles dermaßen lieblos wirkt, wird sich aber selbst der Trashfan nicht daran erfreuen können. Guter Trash entsteht eben nicht von alleine, den muss man schon hinbekommen.
 
 
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MONSTER HUNTERS – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
„Monster Hunters“ ist mal wieder das Paradebeispiel, weshalb die Filme von „The Asylum“ einen solch schlechten Ruf haben. Die Handlung wirkt wie hingerotzt und besitzt keinerlei Seele, die „Action“ ist so lahm, dass sich selbst Schildkröten langweilen würden und die Darsteller kann man überwiegend auch vergessen. Nebenbei hagelt es dämliche Dialoge, es gibt die billigsten CGI-Aliens zu sehen, die selbst in Videospielen der 90er schon so aussahen und von Kreativität fehlt jegliche Spur. Dass das pure Langeweile bietet, braucht man wohl kaum extra zu erwähnen. Lediglich das letzte Drittel und ein passabler Anthony Jensen, sowie die unfreiwillige Komik sorgen noch für zwei Punkte. Man sollte trotzdem die Finger von diesem Produkt lassen!
 
 


 
 
 

MONSTER HUNTERS – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Monster Hunters – Die Alienjäger“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

MONSTER HUNTERS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Monster Hunters; USA 2020

Genre: Thriller, Action, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase ohne Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 11.12.2020

 

Monster Hunters – Die Alienjäger [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

MONSTER HUNTERS – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Alien Predator (2018)
 
AVH: Alien vs. Hunter (2007)
 

Filmkritik: „D-Railed – Zugfahrt in die Hölle“ (2018)

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D-RAILED – ZUGFAHRT IN DIE HÖLLE

(D-RAILED)

Story

 
 
 

Eine Zugfahrt endet im Chaos und führt zum Tod. Der Grund: Ein Zugunfall und See-Monster.

 
 
 


 
 
 

D-RAILED – Kritik

 
 
In Zeiten, in denen Filme schon inflationär für verschiedenste Auswertungen produziert werden, ist es ganz schön schwer geworden, die Spreu vom Weizen zu trennen. Überall wird Stoff für ausgehungerte Horrorfilmfans benötigt. So dürstet es dem Fernsehen nach immer neuen Streifen, um seine Zuschauer versorgen zu können. Aber auch Streaming-Portale brauchen Inhalte, um Abonnenten zu ködern. Ganz nebenbei geht es dem Videomarkt nicht anders. Wird der nicht mit frischer Ware beliefert, verdient er keinen einzigen Cent. Die Nachfrage nach Horror ist dementsprechend groß. Da wird gern mal auf Qualität gepfiffen – gekauft wird es ja trotzdem. Eine traurige Entwicklung, wie mittlerweile jeder Horrorfilmliebhaber realisiert haben dürfte. Gute Schocker sind rar geworden. Stattdessen überfluten Billigproduktionen Händlerregale und Heimkinos, wegen denen so langsam die Lust am Genre vergeht. D-RAILED – ZUGFAHRT DES GRAUENS ist so ein Übeltäter. Bei dem ist bereits die Bewertung auf der IMDB Warnung genug. So ist schon dem Trailer das magere Budget anzusehen. Der fertige Film bestätigt die Vermutung. Ist hier etwa die für Trash-Horror berüchtigte Produktionsfirma THE ASYLUM am Werk? Wir geben Entwarnung. Die hat diesmal Sendepause. Qualitativ besser macht das D-RAILED aber nicht. Demzufolge ist dieser Gruselstreifen nur etwas für Hardcore-Low-Budget-Filmfans.
 
 
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D-RAILED – ZUGFAHRT DES GRAUENS erzählt die Geschichte eines ganz besonderen Abendschmauses. Daran nehmen gutzahlende Gäste teil, um im Stile der 1930er-Jahre an einem Krimi-Dinner teilzunehmen, das sich in einem fahrenden Zug abspielt. Die Stimmung ist ausgelassen und die Lok rollte los. Doch aus Spannung über das bevorstehende Spektakel wird bald unbändige Angst. Ein paar Kleinkriminelle haben sich unter die Schauspieler gemischt. Die wollen den Schmuck aller Anwesenden und erhoffen sich fette Beute. Doch Habgier bleibt ihnen im Halse stecken. Der Zug entgleist und landet im See. Dort warten auf die Verunglückten mysteriöse Fischmenschen (?), die großen Appetit haben.
 
 
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Dreiste Mogelpackung. Im Vorspann wird der Name eines Altstars eingeblendet. Kein geringerer als LANCE HENRIKSEN ist angeblich mit von der Partie und dürfte Horrorfilmfans kein Unbekannter sein. Den Amerikaner sah man schon in unzähligen Genre-Streifen. Einige davon genießen Kultstatus. Darunter: ALIENS und DAS HALLOWEEN MONSTER. Seit einigen Jahren geht es Henriksen langsamer an. Statt großer Blockbuster lässt er sich bevorzugt in B-Horrorfilmen oder Low-Budget-Ware blicken. Genau das tut er auch in D-RAILED und macht so indirekt Werbung für den Film. Was Zuschauer aber nicht wissen: Henriksen dient hier nur als Zugpferd, um Verkäufe anzukurbeln. Im Werk selbst ist er genau drei Minuten zu sehen. Eine enttäuschende Prämisse, die Fans des alternden Hollywood-Stars so gar nicht schmecken dürfte.
 
 
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Wenig erfreulich ist auch die Tatsache, dass D-RAILED dank des Kurzauftritts nicht besser wird. Der Film ist genau das, was man beim Einblenden des UNCORK’D-ENTERTAINMENT-Logos zu Beginn des Streifens erwartet. Das ist ein Vertrieb der Billig-Filme vertreibt, von denen nur die wenigsten was können. Genau das trifft auch auf die hier vorliegende Zugfahrt zu. Die beginnt mit einem Twist und entwickelt eine solide Dynamik, sodass mancherorts sogar so etwas wie ein Spannungsbogen entsteht. Leider ist nach dem Zugunglück damit Schluss. Das Fahrzeug stürzt ins Wasser, schlechte Bluescreen-Technik tut da ihr Übriges. Das Resultat: Schnee von gestern, denn ähnlich wie in FROM DUSK TILL DAWN wagt man auch hier einen riskanten Richtungswechsel. Schluss mit Geiselnahme und Ganoven. Was folgt, ist die Verwandlung zum Creature-Feature. Das passt nicht sonderlich gut zusammen und ist auch sonst eine äußerst lahme Nummer.
 
 
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Der Grund: Szenenabläufe wiederholen sich zu oft und die Überlebenden sind nicht unbedingt am Überleben interessiert. Wir sehen wie die wenigen Protagonisten von eigensinnigen See-Monstern attackiert und verspeist werden. Man muss sich zum Ufer vorkämpfen und verschanzt sich dort in einem Haus. Keiner der Charakter verhält sich rational, was in Kombination mit der nicht immer stimmigen, deutschen Synchronisation oftmals unfreiwillig komisch wirkt. So kommt, was man erwartet hat. D-RAILED wird der Vorahnung gerecht, die man bei Filmen aus dem Vertrieb von UNCORK’D ENTERTAINMENT eben grundsätzlich hat. Monster töten, töten, töten und Protagonisten schreien, schreien und sterben. Der Inbegriff purer Langeweile und Ideenlosigkeit, zumal sich Regisseur DALE FABRIGAR nicht einmal ansatzweise um Abwechslung bemüht. Das „Du-bist-der-Nächste“-Prinzip wird inflationär angewandt und nacheinander sterben alle Anwesenden. Ein schlussendlicher – aber zugegeben cleverer Twist – reißt da leider auch nichts mehr.
 
 


 
 
 

D-RAILED – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
Low-Budget-Horror von der Stange, der ganz gut beginnt, aber nach 30 Minuten in die Belanglosigkeit abdriftet, weil er in die falsche Richtung abbiegt. Aus einem hitzigen Überfall in einem fahrenden Zug entwickelt sich auf einmal ein Creature-Feature. Die Idee ist skurril, aber an der Umsetzung hapert es. Beinahe mag man meinen die Drehbuchschreiberlinge hätten nach dem passablen Auftakt weder Lust noch Ideen gehabt, um die Geschichte zu Ende zu bringen. Das Ergebnis: Langweile, weil sich der Film ausschließlich mit dem unspektakulären Töten seiner wenig klugen Protagonisten beschäftigt. Die beginnen ziemlich schnell zu nerven, werden aber kurz und schmerzlos von See-Kreaturen umgebracht. Immerhin sind die Kreaturen-Effekte ganz okay. Besser wird – ZUGFAHRT DES GRAUENS aber dadurch nicht. Dazu fehlen dem Film einfach spannende Momente und frische Ideen.
 
 


 
 
 

D-RAILED – Zensur

 
 
 
D-RAILED – ZUGFAHRT IN DIE HÖLLE hat von der FSK eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten. Diese Einstufung ist angemssen. Viel Gewalt gibt es nämlich nicht zu sehen. Diese begrenzen sich auf einen Kopfschuss, weitere Verletzungen durch Pistolenmunition und diverse Monsterangriffe, die aber kaum der Rede wert sind. Bei letzterem gibt es aber immerhin einen netten Spezialeffekt. Hier befindet sich ein Kopf im Schlund eines der Wesen. Dieser wird zerdrückt und die Augen quillen aus dem Schädel. Die deutsche Fassung ist übrigens ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

D-RAILED – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: D-Railed; USA 2018

Genre: Horror, Thriller, Grusel

Ton: Deutsch DTS-HD HR 5.1, Englisch DTS-HD HR 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 26.06.2020

 

D-Railed – Zugfahrt in die Hölle [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

D-RAILED – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies )

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Das Grauen aus der Tiefe (1980)
 
Mosquito Man (2005)
 
Scarecrow (2013)
 
Leprechaun: Origins (2014)

Filmkritik: „Gate – Die Unterirdischen“ (1987)

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GATE – DIE UNTERIRDISCHEN

(THE GATE)

Story

 
 
 

Der vierzehnjährige Glen entdeckt im Garten unter einem Baum eine Öffnung, die ziemlich tief herunterzuführen scheint. Dort findet er Kristalle, die er mit ins Haus nimmt. Was der kleine Metalhead nicht weiß: Er hat nicht weniger als das Tor zur Hölle geöffnet, deren dämonische, ungefähr igelgroße Bewohner sich jetzt auf den Weg durch den Garten machen. Die Welt an der Oberfläche wartet auf Eroberung.

 
 
 


 
 
 

GATE – Kritik

 
 
 
Und wie er das titelgebende Tor öffnet! Donnerknispel! Da wird zuerst eine Metal-LP rückwärts abgespielt – was damals eine ernsthaft in Talkshows und Gerichtsverhandlungen debattierte Angst der Erwachsenenwelt vor dem Abgleiten des Nachwuchses in den Satanismus darstellt – und dann auch noch ein Haustier verbuddelt. Das reicht seinerzeit als Erweckungsritual. Eine gruselige Vorstellung.
 
 
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Man muss es einfach so sagen: Tibor Takaczs ist irgendwo ein faszinierender Regisseur. Der gebürtige Ungar hat einige richtig wilde Trashfilme auf dem Kerbholz. Filme, die man sich zu Videothekenzeiten einfach gerne reingepfiffen hat. Betrunken. Nach Ausflügen ins seriöse Fach (Fernseh-Regie bei größeren Projekten) gibt er ab 2000 wieder alles und schenkt dem Genrepublikum Gurkenkeulen wie MOSQUITO MAN und ICE SPIDERS. Sein essentieller Eintrag ins große Lexikon des Horrorfilms bleibt aber GATE – DIE UNTERIRDISCHEN, seinerzeit erst die dritte Regiearbeit des Mannes.
 
 
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Das kanadische Kultfilmchen mit dem späteren Schönlings-Darsteller Stephen Dorff in der irgendwie doch mördercoolen Loser-Hauptrolle orientiert sich an wilden Effekt-Ballereien wie POLTERGEIST oder wirkt wie die Extended Version einer Episode der Serie UNGLAUBLICHE GESCHICHTEN von den gleichen Machern. Schlecht ist das gewiss nicht! In seiner Aufstellung des Kampfs von kindlichen Helden gegen die unbekannte Horrormacht ist GATE – DIE UNTERIRDISCHEN in wirklich allerbester Gesellschaft. Was in den Achtzigern neben GATE etwa die MONSTER SQUAD ist, feiert in der Gegenwart sein Comeback mit STRANGER THINGS oder Stephen Kings ES. Hier wie dort sind die jugendlichen Verteidiger der Welt eigentlich gar nicht so recht Material für schmackige Heroengesänge. Im Gegenteil – werden diese Kids doch grundsätzlich als vergleichsweise unattraktiv, unakzeptiert und insgesamt uncool portraitiert. Eben genau so, wie es bei ES und dem dort gezeigten „Club der Verlierer“ in Vollendung dargestellt wird. Das Publikum, also die jungen, nicht coolen Monster-Kids und Hard-Rock-Hörer, Star-Trek-Geeks und Rollenspieler, sollen sich verlässlich in den Charakteren auf der Leinwand wiedererkennen können. Viel Fantasie ist dann auch nicht mehr nötig, um in den Mächten, mit welchen es die jungen Protagonisten zu tun bekommen, auch die ständige Bedrohung durch die reale Welt derer zu erkennen, die sie nicht verstehen kann: Eltern, Lehrer, mobbende Sportler und Schul-Bullies.
 
 
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Wie in den Jahren der GREMLINS, CRITTERS, GHOULIES und anderer Kollegen von Ungetümen im Spielzeugfigurenformat en vogue, sind auch die Einwohner der unterirdischen Dämonenwelt von deutlich puppenhafter Statur. Eine Reihe originalgetreuer Merchandise-Monster lässt leider noch auf sich warten.
 
 
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GATE – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Toller Eighties-Monsterfilm, der die noch heute funktionierende und gern gezeigte Schlacht jugendlicher Verlierer gegen finstere Mächte wunderbar zum Leben erweckt. Zukunfts-Schmierlappen Stephen Dorff ist mit 14 noch sympathisch und spielt zeitlos gut.
 
 
 


 
 
 

GATE – Zensur

 
 
 
Alle Fassung zu GATE – DIE UNTERIRDISCHEN waren bisher ungeschnitten frei ab 16 Jahren. Das traf auf die VHS ebenso wie diverse DVD-Auswertungen zu. Natürlich hat sich das auch im HD-Zeitalter nicht geändert. THE GATE (Originaltitel) ist hierzulande auf Blu-ray ungeschnitten und besitzt einen blauen FSK16-Sticker.
 
 
 


 
 
 

GATE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Blu-ray KeepCase)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover A – auf 333 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover B – auf 333 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover C – auf 333 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover D – auf 222 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover D – auf 222 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Gate; USA 1987

Genre: Horror, Klassiker, Grusel

Ton: Englisch DTS-HD MA 2.0, Deutsch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Zwei Audiokommentare, deutscher Trailer, Originaltrailer, Teaser & Trailer, TV-Spots, Gate 2 Trailer, The Gate: Unlocked, Minion Maker, From Hell it came, The Workman speaks, Made in Canada, From Hell: The Creatures and Demons of The Gate, Gatekeepers, Making of, Storyboard Bildergalerie, Hinter den Kulissen Bildergalerie | zusätzlich im Mediabook: 16-seitiges Booklet mit Text von Nando Rohner und den Film auf DVD

Veröffentlichung: Mediabook: 05.10.2018 | KeepCase: 27.03.2020

 
 
NSM hat 2018 drei limitierte Mediabooks mit zusätzlichem Booklet zum Film veröffentlicht. Seit März 2020 kann man GATE – DIE UNTERIRDISCHEN auch in Deutschland als Blu-ray im KeepCase im Handel erwerben und muss keine Umwege über das deutschsprachige Ausland in Kauf nehmen. Die darin enthaltene Filmfassung ist selbstverständlich ungeschnitten.
 
 

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Gate – Die Unterirdischen [Mediabook – Cover A] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Gate – Die Unterirdischen [Mediabook – Cover B] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Gate – Die Unterirdischen [Mediabook – Cover C] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Gate – Die Unterirdischen [Mediabook – Cover D] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Gate – Die Unterirdischen [Mediabook – Cover E] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

GATE – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
The Gate – Das Tör zur Hölle (1990)
 
Ghoulis (1985)
 
The Hole – Wovor hast Du Angst? (2009)
 
Gremlins – Kleine Monster (1984)
 

Filmkritik: „Primal Rage“ (2018)

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PRIMAL RAGE

(PRIMAL RAGE: THE LEGEND OF OH-MAH)

Story

 
 
 

In PRIMAL RAGE muss sich ein Paar in den Wäldern mit einer mordlustigen Kreatur anlegen.

 
 
 


 
 
 

PRIMAL RAGE – Kritik

 
 
 
Wenn mit einem riesigen Monstermaul auf dem Cover einer Heimkinoveröffentlichung geworben wird, dürften so einige Horrorfans nicht zu Unrecht skeptisch werden. Seit einigen Jahren werden nämlich solche plakativen und reißerischen Werbemaßnahmen für Trash-Horror aus dem Hause SYFY oder THE ASYLUM betrieben, wo gern mal CGI-Monster in schlecht produzierten Low-Budget-Gurken auf kreischende Teenager losgelassen werden. Da sollen verheißungsvolle Filmplakate von nicht vorhandenen Qualitäten ablenken und letztendlich zum Kauf animieren. Demzufolge ist die Vorsicht verständlich. In Zeiten des Horror-Überflusses, in denen man gute Horrorstreifen mittlerweile mit der Lupe suchen muss, ist es schwer geworden die Spreu vom Weizen zu trennen. Gut, dass es Filmseiten wie FILMCHECKER gibt, die das testen, was sonst keiner sehen will. Im Falle des hier folgenden PRIMAL RAGE können wir aber schon mal Entwarnung geben. Da geifert zwar auch ein Monster auf dem Cover; von unterirdischem Low-Budget-Schrott ist dieser Film aber weit entfernt. Da kann man als eingefleischter Genre-Liebhaber endlich mal aufatmen und sich auf einen unterhaltsamen Filmabend freuen. PRIMAL RAGE macht’s möglich.
 
 
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In PRIMAL RAGE geht es um ein sich entfremdetes Pärchen, das wieder zu sich finden muss. Mark war über ein Jahr lang im Knast. Zeit, in der sich viel verändert hat – vor allem bei Frau Ashley. Die ist sich ihrer Liebe nicht mehr ganz so sicher, lässt es sich aber nicht nehmen den Gatten aus dem Knast abzuholen. Viel zu sagen hat sich das Pärchen demzufolge nicht, als man durch die kalifornischen Wälder zurück in die Zivilisation düst. Bis es zu einem folgenschweren Unfall kommt. Ein nackter Mann kreuzt die Fahrbahn und wird von den jungen Leuten überfahren. Da sitzt der Schock tief, zumal Beifahrer Mark soeben aus dem Gefängnis entlassen wurde und man nun eine neue Haftstrafe fürchtet. Doch viel Zeit bleibt nicht sich über Konsequenzen den Kopf zu zerbrechen. Beide werden von einem Fremden attackiert und flüchten in die Wälder. Was sie dort erleben, ist kein Zuckerschlecken. Hier müssen sie sich gegen eine böse Kreatur zur Wehr setzen, die mit allen Wassern gewaschen ist.
 
 
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Oh nein, nicht schon wieder ein Film über Bigfoot. Zumindest mag man das meinen, wenn man sich den Trailer zu PRIMAL RAGE anschaut. Darin wird gleich zu Beginn von Legenden berichtet, die die sagenumwobene Kreatur in den Mittelpunkt rücken. Natürlich ist auch in diesem Streifen alles wie gehabt. Ein Schauspieler im Bigfoot-Kostüm hetzt ahnungslose Opfer durch Wälder, die von der Kreatur nacheinander in Stücke gerissen werden. Das hört sich nicht sonderlich einfallsreich an. Was PRIMAL RAGE aber dennoch hervorstechen lässt, ist der beinahe schon übertrieben zelebrierter Gewaltpegel, den man eigentlich sonst von dieser Art Filmen nicht unbedingt erwartet. Regisseur PATRICK MAGEE ist noch relativ unerfahren in Sachen Regieführung. Was der aber mit dem ersten Spielfilm auf die Beine gebracht hat, ist weit weg von schlecht. Mit einem erfahrenen Effekte-Team lässt der Gesichter zerreißen, Köpfe von Pfeilen durchbohren und Kehlen aufschlitzen. Die Kamera hält munter drauf, sodass man sich schon wundern muss, was die hiesige FSK dazu getrieben hat PRIMAL RAGE ungeschnitten freizugeben. Überhaupt sind die vielen recht harten und teils auch sehr lang ausgewalzten Splatter-Exzesse handwerklich über jeden Zweifel erhaben. Das mutet für einen Low-Budget-Streifen ungewöhnlich an. Der Grund ist in der Vita von Newcomer PATRICK MAGEE zu suchen. Der begann seine Karriere als Effektspezialist und gründete schnell seine eigene Effekt-Firma: MAGEE FX. Mit der war er für Hollywood-Blockbuster wie ALIEN VS. PREDATOR, MEN IN BLACK 3 oder Raimis SPIDER-MAN tätig. Weil die Geschäfte gut liefen, konnte er sich endlich einen langen Traum erfüllen. So sah Magee in Kindestagen den Horrorklassiker AMERICAN WEREWOLF IN LONDON. Seit jeher wuchs in ihm der Wunsch irgendwann selbst mal einen Monsterfilm zu drehen. Nun ist die Zeit gekommen. Mit PRIMAL RAGE werden Visionen wahr. Zu aller Überraschung ist das Resultat auch noch unerwartet unterhaltsam. Freunde blutiger Horrorfilme wird das freuen.
 
 
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PRIMAL RAGE – Fazit

 
 
 

7 Punkte Final

 
 
 
Ist das etwa eine Videospielverfilmung des Spielklassikers PRIMAL RAGE? Die Frage ist berechtigt und dürfen wir mit „nein“ beantworten. Der hier vorgestellte PRIMAL RAGE ist ein blutiger Monster-Splatter aller erster Güte, der rein gar nichts mit der gleichnamigen Prügel-Reihe zu tun hat, die 1994 in den Arcade-Hallen und anschließend für Spielkonsolen veröffentlicht wurde. Regisseur PATRICK MAGEE vermischt in der ersten Regiearbeit Elemente aus der erfolgreichen PREDATOR-Reihe mit Bigfoot-Schauer und Hexen-Horror zu einem schwer unterhaltsamen Horrorstreifen, der obendrein auch noch ziemlich brutal ist. Trotz altbekannter Geschichte um ein Monster in den Wäldern ist PRIMAL RAGE ganz kurzweilig geraten – auch wenn die Filmkreatur dann doch etwas sehr früh in ganzer Pracht vor der Kamera gezeigt wird. Doch Mankos im Drehbuch werden mit hochwertigen Gore-Effekten wettgemacht. Die sind hier der eigentliche Star und dürften jeden Horrorfilmfan zum Schwärmen bringen. Weil der Film nach der Halbzeit auch noch einen plötzlichen Richtungswechsel wagt und mit einem Twist verblüfft, sprechen wir an dieser Stelle für PRIMAL RAGE eine Empfehlung aus. PRIMAL RAGE erfindet das Monster-Genre keineswegs neu. Dennoch gehört er Dank atmosphärischer Bilder, düsterer Stimmung und deftigen Gewaltmomenten zu den besseren Creature-Features, die man in den letzten Jahren zu sehen bekommen hat.
 
 
 


 
 
 

PRIMAL RAGE – Zensur

 
 
 
Es ist schon eine kleine Überraschung, dass PRIMAL RAGE ungeschnitten durch die FSK gekommen ist. Der Gewaltpegel ist ordentlich und einige Spezialeffekte sehen so realistisch aus, dass man sich nicht grundlos fragt, ob dass hier wirklich noch handgemachte Spezialeffekte sind. Es werden Köpfe zertreten und Schädel auseinandergerissen. Dennoch blieb der Film trotz roten FSK-Flatschen unzensiert. Splatterfans könne daher bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

PRIMAL RAGE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Meteor Film (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Primal Rage; USA 2018

Genre: Horror, Splatter

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 106 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow, Interviews, Audiokommentar, Fotogalerie

Release-Termin: 01.11.2018

 

Primal Rage [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

PRIMAL RAGE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Meteor Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Feed the Gods (2014)
 
Exists (2014)
 
Willow Creek (2013)
 

Filmkritik: „Stephanie – Das Böse in ihr“ (2017)

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STEPHANIE – DAS BÖSE IN IHR

(STEPHANIE)

Story

 
 
 
Ein kleines Mädchen muss sich im eigenen Heim mit bösen Mächten auseinandersetzen.

 
 
 


 
 
 

STEPHANIE – Kritik

 
 
 
Ein weiterer Streifen aus der Hochglanz-Gruselschmiede von Produzent JASON BLUM. Der dürfte vermutlich nicht jedem Horrorfan ein Begriff sein. Weitaus bekannter sind aber die Filme, die in seiner Film- und Fernsehproduktionsfirma BLUMHOUSE PRODUCTIONS entstanden sind. Darunter viele namhafte Horror-Schocker, die vor allem an den Kinokassen satte Gewinne erzielen konnte. So bewies man bei der Filmauswahl schon in den Anfangsjahren ein goldenes Händchen und rief mit PARANORMAL ACTIVITY ein günstig produziertes Franchise ins Leben, das sich zu einem lukrativen Welterfolg mausern konnte. Was danach folgte, hat schon längst Genre-Geschichte geschrieben. BLUMHOUSE PRODUCTIONS lies Filme wie THE PURGE, GET OUT, INSIDIOUS oder SPLIT auf den Zuschauer los und verdiente sich mit konventionell gestrickter Hochglanzware ein goldenes Näschen. Ein Erfolgsmodell, das es ermöglicht auch ab und an Filme zu produzieren, die nicht unbedingt den Massengeschmack bedienen. Darunter fällt auch STEPHANIE – DAS BÖSE IN IHR, der sich dann doch etwas in der Machart von den üblichen Blumhouse-Filmen unterscheidet.
 
 
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STEPHANIE – DAS BÖSE IN IHR rückt das kleine Adoptivkind Stephanie in den Mittelpunkt, das eines Morgens aufwacht und allein durch das Zuhause schlendert. Mit dem Kuscheltier unter dem Arm bereitet sich Stephanie Mahlzeiten zu, schaut Fernsehen oder flüchtet in ihre kindliche Traumwelt. Doch wo sind Mutter und Vater? Offenbar stimmt da etwas nicht, zumal im Fernsehprogramm regelmäßig von seltsame Wesen und schlimmen Katastrophen berichtet wird, was auf drohendes Unheil schließen lässt. Auf das hat sich Stephanie aber vorbereitet, denn immer öfter bekommt das Mädchen Besuch von bösen Monstern, die ihr nichts Gutes wollen. Doch das Kind weiß damit umzugehen. Es verkriecht sich ganz einfach in kleinen Verstecken und wartet, bis sich das Böse wieder verzogen hat. Ein cleveres Mädchen – oder etwa nicht?
 
 
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Stephanie allein zu Haus. Was sich hier liest, wie eine Horror-Version der Kultkomödie KEVIN ALLEIN ZU HAUS ist alles andere als das. Der Film schlägt ein weitaus ernsteres Kaliber an und verstrickt sich dabei tief im Horror-Genre. Hier ist nichts, wie es auf den ersten Blick scheint, denn Regisseur AKIVA GOLDSMAN weiß, wie man den Zuschauer heimtückisch an der Nase herumführt. So entpuppt sich STEPHANIE – DAS BÖSE IN IHR als taktisch gut durchdachtes Verwirrspiel, das erst in der Halbzeit seine wahren Intensionen lüftet. Während man dem Zuschauer zu Beginn noch ein dystopisches Endzeitszenario vorgaukelt, wendet sich ab Filmmitte das Blatt. Da tauchen plötzlich die Eltern der kleinen Filmheldin auf und meinen es alles andere als gut mit der eigenen Tochter. Warum das so ist, wollen wir an dieser Stelle natürlich nicht verraten, obwohl man hierbei auch einmal mit dem Rechteinhaber UNIVERSAL PICTURES kritisch ins Gericht gehen muss. Das Label versaubeutelt mit unnötigem Titel-Anhang den eigentlichen Überraschungseffekt dieses kleinen Gruselfilms. Spoiler-Gegner werden da berechtigterweise verärgert über das Vorgehen des Unternehmens sein, denn mit voreiligen Filmauflösungen macht man sich keine Freunde.
 
 
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STEPHANIE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
STEPHANIE – DAS BÖSE IN IHR ist ein kleiner Geheimtipp, welcher von JASON BLUM produziert wurde, der bekanntermaßen ein gutes Gespür für lukrative Horrorstoffe besitzt. Überraschenderweise geht der Film aber andere, unkonventionelle Wege wie die meisten Schocker aus der Produzenten-Mache genannten Geldgebers und verblüfft mit einem unerwarteten Twist, den man so vermutlich nicht kommen sehen wird. Offenbar einer der Gründe warum STEPHANIE (so der Originaltitel) hierzulande ohne Kino-Umwege direkt für den Heimkinomarkt veröffentlicht wurde. Die Handlung ist nämlich anfangs ziemlich verworren, um den Zuschauer auf falsche Fährten zu locken. Ein geschickter Schachzug und die eigentliche Quintessenz dieses Gruselfilms, der übrigens von einer talentierten Jungdarstellerin getragen wird. Mit ihren gerade einmal 13 Jahren führt die 2005 geborene SHREE CROOKS den Zuschauer teils allein durch den gesamten Film. Das gelingt oft nicht einmal alteingesessenen Schauspielern. Das muss man an dieser Stelle lobend erwähnen.
 
 
 


 
 
 

STEPHANIE – Zensur

 
 
 
STEPHANIE – DAS BÖSE IN DIR ist nicht sehr brutal. Einige Protagonisten werden durch die Luft gewirbelt und deren Knochen durch geheimnisvolle Kräfte gebrochen. Weiterhin tritt die kleine Hauptdarstellerin in eine Glasscherbe und ein Rücken wird auf schmerzhafte Weise aufgeschnitten. Der Film hat hierzulande eine FSK16 erhalten. Diese Freigabe ist angemessen.
 
 
 


 
 
 

STEPHANIE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universal Pictures Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Stephanie; USA 2017

Genre: Horror, Thriller, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: 23.08.2018

 

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STEPHANIE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Universal Pictures Deutschland)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Dark Touch (2013)
 
Carrie – Des Satans jüngste Tochter (1976)
 
Some Kind of Hate (2015)
 

Filmkritik: „Redwood“ (2017)

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REDWOOD

Story

 
 
 

Der Rückzug in die Natur entwickelt sich für ein Paar zum Horrortrip. Sie kommen vom Weg ab und machen Bekanntschaft mit boshaften Kreaturen.

 
 
 


 
 
 

REDWOOD – Kritik

 
 
 
Mensch, warum machen Protagonisten in Horrorfilmen immer nur Dummheiten? Ein Ausflug in die Natur wird hier meist zum Albtraum. Der Grund ist oft in der Naivität aller Beteiligten zu suchen. So kommt es nicht selten vor, dass sich Figuren unlogisch verhalten und plötzlich Waldwege entlang schlendern, die sie eigentlich gar nicht betreten sollen. Auch im Indie-Horror REDWOOD wird Unbelehrbarkeit für zwei Wanderer zum Verhängnis. So macht sich ein Paar auf in die amerikanischen Redwood-Wälder, um dort die Natur genießen zu können. Musiker Josh hat vor einiger Zeit die Diagnose Leukämie erhalten. Das hat ihn aus der Bahn geworfen. Dennoch hat er den Lebensmut nicht verloren und möchte nun möglichst viel von der Welt sehen. Ein Grund mehr mit Freundin Beth auf Reisen zu gehen. Die kommt mit dem Schicksal des Partners nicht sonderlich gut klar. Steht ihm aber bei. Doch der Wanderausflug stellt die Beziehung der jungen Leute auf eine harte Probe. Immer wieder wird die Krankheit Thema, sodass Erholung unmöglich gemacht wird. Wer jetzt aber denkt, dass in REDWOOD nur Beziehungsprobleme dominieren, irrt gewaltig. Natürlich gibt es im Film auch einen Horrorpart zu bestaunen. So entfernen sich unsere Helden trotz Warnungen vom rechten Weg und verirren sich in das Jagdgebiet seltsamer Kreaturen, die den Wesen aus dem Horrorthriller THE DESCENT nicht unähnlich sind. Nur, was wollen die Kreaturen? Nach viel Lauferei und reichlich Geschrei ist man schlauer.
 
 
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Nee, so bekommt man den Zuschauer nicht. REDWOOD ist einer dieser Filme, der mit einem mysteriösen Prolog neugierig macht. Darin sieht man, wie sich zwei Protagonisten mit letzter Kraft vor einen seltsamen Altar schleifen. Was beide dort wollen, ist vorerst unklar. Doch dabei bleibt es nicht. So wird der eine vom anderen ermordet. Danach widmet sich der Streifen seinem eigentlichen Handlungsstrang. Der löchrige Beginn wirft Fragen auf, die aber erst in den letzten Minuten beantwortet werden. Bis dahin wird es ein sprichwörtlicher Marsch, denn REDWOOD nimmt sich viel Zeit, um seine Geschichte zu erzählen. Das ist dahingehend problematisch, weil sich Regisseur TOM PATON zu detailliert mit den Problemen seiner Filmhelden auseinandersetzt. Die laufen durch Wälder und klären dabei zwischenmenschliche Konflikte, welche die Beziehung belasten. Ungeduldige Zuschauer fragen sich da zu Recht, wann der Film endlich zum Horror übertritt. Im Falle von REDWOOD wird Sitzfleisch und Geduld vorausgesetzt. Erst nach knapp 45 Minuten geht der Streifen in die nächste Runde. Dann nämlich werden unsere Helden von mysteriösen Kreaturen terrorisiert, die die verschreckten Wanderer durch die Dunkelheit hetzen. Spätestens hier erlebt REDWOOD seinen Höhepunkt. Wenn man eine Sache lobend hervorheben sollte, dann ist es das geschickte Spiel mit der Angst vor dem Unbekannten. Regisseur TOM PATON lässt immer nur einen kurzen Blick auf seine unheimlichen Verfolger zu. Da ein Schatten, dort eine Hand und jede Menge grauenerregendes Gegeifer. Da springt sofort das Kopfkino an, Gruselstimmung ist somit garantiert.
 
 
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Unterm Strich ist REDWOOD in technischer Hinsicht ganz brauchbar. Klammert man die Startschwierigkeiten aus, gelingt Regisseur TOM PATON passable Gruselunterhaltung, die vor allem wegen seiner ausweglosen Stimmung in der zweiten Hälfte für Spannung sorgt. Hinzukommt, dass ein Twist im Finale kalt erwischt. Filmemacher TOM PATON – der sich übrigens selbst als Autodidakt bezeichnet – ist recht neu im Horrorgeschäft. Mit REDWOOD liefert der seine zweite Regie-Arbeit ab. Das Resultat geht in Ordnung. Da hat man schon weitaus Schlechteres vorgesetzt bekommen. Übrigens gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Für REDWOOD konnte Paton als eingefleischter BUFFY-Fan niemand geringeren als NICHOLAS BRENDON für eine Nebenrolle im Film gewinnen. Das dürfte all jene freuen, die in den 1990ern mit dem Teenie-Horror-Serienformat BUFFY – IM BANN DER DÄMONEN aufgewachsen sind. Es mutet seltsam an, wo man verschollen gemeinte Schauspieler plötzlich wieder trifft.
 
 
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REDWOOD – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Atmosphärischer Kreaturen-Horror mit grimmigen Ende. REDWOOD ist nichts Großes. Der Film braucht lange, bis er endlich mal zum Punkt kommt. Hat er dann die richtige Richtung angesteuert, ist die Gruselhatz durch dunkle Wälder ganz brauchbar. Quintessenz dieses Horrorstreifens sind seine mysteriösen Bösewichte. Die bekommt man leider nur selten vor die Linse, was aber nur den Gruselfaktor erhöht. Regisseur TOM PATON hat verstanden, dass Kopfkino weitaus effektiver ist, als das Böse in voller Pracht vor der Linse zu zeigen. Hier ein Schatten, dort Gegeifer – zugegeben, ab und an entsteht da Gänsehaut. Wohl auch deshalb, weil man die Kreaturen in erste Linie hört, statt sie zu sehen. Da werden Urängste aktiviert, schließlich ist nichts unbequemer als vor dem Unbekannten in der Dunkelheit ausgeliefert zu sein. REDWOOD entpuppt sich – zumindest in den letzten dreißig Minuten – als solide Regie-Arbeit mit einigen gut platzierten Schocks. Viel erwarten sollte man dennoch nicht. Für den kurzen Horror-Snack zwischendurch aber allemal brauchbar.
 
 
 


 
 
 

REDWOOD – Zensur

 
 
 
In REDWOOD gibt es kaum Gewalt zu sehen. Der Film setzt in erster Linie auf Terror und Gänsehaut. Es gibt zwei Kehlenschnitte zu sehen, die aber nicht detailliert gezeigt werden. Dafür ist eine ungeschnittene FSK-Freigabe denkbar.
 
 
 


 
 
 

REDWOOD – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Wistech Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Descent – Abgrund des Grauens (2005)
 
Temple (2016)
 
The Descent 2 – Die Jagd geht weiter (2009)
 
Arbor Demon (2016)
 
Beacon Point (2016)