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Beiträge mit Schlagwort “Mystery-Horrorfilme 2015

Filmkritik: „The Unspoken“ (2015)

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THE UNSPOKEN

Story

 
 
 
Eine alleinerziehende Mutter zieht mit ihrem Sohn in ein unheimliches Haus, in dem viele Jahre zuvor eine Familie aus unerklärlichen Gründen verschwand. Kaum eingezogen, passieren – wer hätte das gedacht – wieder merkwürdige Dinge.

 
 
 


 
 
 

THE UNSPOKEN – Kritik

 
 
 
Nicht alle Kinderstars können sich auch als Erwachsene im Filmbusiness behaupten. Viele der kleinen Promis geben für den frühen Ruhm viel auf – vor allem ihre Kindheit. Demzufolge ist es heute keine Seltenheit mehr, dass viele von ihnen vom rechten Weg abkommen und im Alkohol- oder Drogensumpf landen. Seit es Filme gibt und seit darin Kinder zu sehen sind, haben sich so drei Arten von Kinderstars herauskristallisiert. Da gibt es die, von denen man nie wieder etwas hört, die von denen man nur durch Skandale in den Medien erfährt und die, die auch im Erwachsenenalter erfolgreich in Filmen vertreten sind. Zu letzterer Kategorie gehört JODELLE FERLAND. Die war als Kind in so einigen Horrorfilmen zu sehen und dürfte vielen Genrefans noch durch Rollen in SILENT HILL, SEED und FALL 39 in Erinnerung geblieben sein. Mittlerweile ist das bleiche Gör von damals zu einer attraktiven Schauspielerin herangewachsen, die sich nicht minder erfolgreich durchs Kino und Fernsehen arbeitet. Offensichtlich scheint die kanadische Schauspielerin eine Leidenschaft fürs Phantastische zu haben. Nach Auftritten im Quotenhit SUPERNATURAL, THE TALL MAN oder CABIN IN THE WOODS ist die Mittzwanzigerin erneut in einem Genrefilm zu sehen. Leider ist es diesmal kein herausragender, sondern eher phantasieloser Gruselschauer nach üblichem Muster.
 
 
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Die alleinerziehende Mutter Jeanie (PASCALE HUTTON) und ihr neunjähriger Sohn Adrian (SUNNY SULJIC) ziehen in ein Haus, von dem die Bewohner eines kleinen Städtchens berichten, dass es darin nicht mit rechten Dingen zugeht. Die kleine Familie versucht nach dem plötzlichen Tod des Vaters wieder zurück ins Leben zu finden und wagt mit dem Wohnortwechsel einen Neuanfang. Da kommt der Umzug ins Gruselheim gerade recht, zumal es in idyllischer Lage liegt und wenig gekostet hat. Leider traut sich hier niemand hin, weshalb die Suche nach einem Kindermädchen zum großen Problem wird. Adrian ist nach dem tragischen Tod des Familienoberhaupts verstummt und braucht Betreuung. Da fällt der jungen Mutter ein Stein vom Herzen, als sich die zurückhaltende aber gut erzogene Angela (JODELLA FERLAND) zur Verfügung stellt. Die braucht das Geld und begibt sich in die Höhle des Löwen. Doch weil THE UNSPOKEN nun mal ein Spukfilm ist, dauert es nicht lang, bis der Budenzauber losgeht. Gegenstände verschieben sich wie von Geisterhand und unheimliche Visionen machen der Teenagerin zu schaffen. Doch das unerschrockene Mädchen lässt sich nicht einschüchtern. Sie stellt sich ihren Ängsten und stößt auf ein düsteres Geheimnis.
 
 
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Und noch ein weiterer Spukstreifen unter mittlerweile doch so vielen. THE UNSPOKEN ist Gruselunterhaltung von der Stange mit bekannten Gesichtern (darunter LOCHLYN MUNRO aus SCARY MOVIE oder FREDDY VS. JASON) und technisch versierter Machart. Leider ist das aber auch schon das einzige, was hervorzuheben wäre, um THE UNSPOKEN beim Zuschauer interessant machen zu können. Der Rest ist wie gehabt. Das bedeutet: zu viele Klischees, permanente Vorhersehbarkeit und unüberwindbare Müdigkeitserscheinungen. Von der plötzlich durchs Bild springenden Katze bis hin zu permanent zuschlagenden Türen ist alles dabei, was man in mehr oder weniger schlechten Spuk- und Geisterfilmen zu sehen bekommt. Dazwischen wird die Geschichte einer unsicheren Teenagerin erzählt, die sich aufgrund ihrer sexuellen Orientierung mit garstigen Schikanen homophober Landeier konfrontiert sieht und den Spuk-Erscheinungen den Kampf ansagt. Dank der hervorragenden Leistungen von JODELLE FERLAND ist der wenig kreative Spukfilm immerhin halbwegs erträglich. Sie ist gleichzeitig Identifikationsfigur fürs Publikum und gewinnt den Zuschauer wegen der CARRIE-gleichen Warmherzigkeit schnell für sich. Dennoch schwächelt die bekannte Geschichte aufgrund ihrer Ideenarmut und der Unglaubwürdigkeit. Protagonisten handeln wenig nachvollziehbar und ein nicht minder hanebüchener Filmtwist klärt auf, dass THE UNSPOKEN eigentlich gar kein Spukstreifen ist. Hier hat wohl ein findiger Drehbuchautor (SHELDON WILSON) gedacht, besonders einfallsreich sein zu müssen. Der versucht mit haarsträubender Wendung in die gleichen Fußstapfen zu treten, wie so jeder Gruselfilm seit THE SIXTH SENSE. Mit dieser Masche macht das Gruseln eindeutig keinen Spaß mehr. Trotzdem wird das viele Filmemacher nicht davon abhalten, weiteren Spuk- und Geister-Trash nach Schema F zu drehen und dem Zuschauer so Zeit zu rauben.
 
 
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THE UNSPOKEN – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Seelenloser und ideenarmer Gruselstreifen mit unerwarteter Wendung. Der Kanadier SHELDON WILSON hat hier geschrieben und gedreht. Auf seinem Mist ist das hanebüchene und löchrige Drehbuch gewachsen, das erst in den letzten Minuten zur Hochform aufläuft und den Zuschauer mit einer haarsträubenden Auflösung vor den Kopf stößt. THE UNSPOKEN ist kein sonderlich erwähnenswerter Gruselbeitrag. Im Vergleich zu dem, was der Filmemacher aber bisher verbrochen hat (darunter viel TV-Trash wie SCARECROW – DAS GRAUEN STIRBT NIE) ist dieser Film eine regelrechte Offenbarung. Trotzdem sollte man sich nicht vom stimmungsvollen Filmplakat blenden lassen. Auch wenn das Grusel und Gänsehaut vermuten lässt, wurmt in diesem wenig ambitionierten Horrorfilm so einiges. Dazu wird zu oft bei anderen Filmen kopiert. Das gelangweilte Abhaken von Gruselklischees nervt ohnehin sehr schnell. Schade um die guten Leistungen von JODELLE FERLAND. Die verkauft sich hier unter Wert. Hoffentlich hat sie wenigstens gute Bezahlung erhalten.
 
 
 


 
 
 

THE UNSPOKEN – Zensur

 
 
 
Einem Mann wird der Unterkiefer abgerissen. Ein anderer fällt in Nägel, die aus dem Fußboden herausragen. Zudem verbrüht sich ein Protagonist in einer Wanne mit heißem Wasser und Einschüsse gibt es auch zu sehen. THE UNSPOKEN ist ein sicherer FSK16-Kandidat.
 
 
 


 
 
 

THE UNSPOKEN – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Das Haus der Dämonen 2 (2013)
 
The Remains – Evil Comes to Play (2016)
 
Amityville Horror – Eine wahre Geschichte (2005)
 

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Filmkritik: „AfterDeath“ (2015)

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AFTERDEATH

Story

 
 
 

Fünf Menschen treffen zufällig in einer Hütte aufeinander, die von Schattenwesen belagert wird. Auf der Suche nach dem „Warum“ wird man mit eigenen Dämonen konfrontiert.

 
 
 


 
 
 

AFTERDEATH – Kritik

 
 
 
Eine Hütte, fünf Helden und dämonengleiche Kreaturen – nein, AFTERDEATH ist kein weiterer Versuch den kultigen Splatter-Klassiker von SAM RAIMI zu kopieren. Vielmehr beschäftigt sich der Film mit philosophischen Fragen, die sich die Menschheit bereits seit Jahrhunderten stellt. Was passiert, wenn wir sterben? Wer richtet auf der Schwelle zwischen Leben und Tod? Gibt es Himmel und Hölle? Hinter dem etwas anderen Mystery-Thriller steckt Newcomer GEZ MEDINGER, der in der Vergangenheit mit eigener Produktionsfirma in erster Linie Extremsportfilme, TV-Dokumentationen und Musikvideos produziert hat und sich mit AFTERDEATH endlich den Traum vom ersten, eigenen Spielfilm erfüllen wollte. Für den lies er sich von einem bekanntem Theaterstück mit dem Titel GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT inspirieren, das vom französischen Schriftsteller und Philosophen JEAN-PAUL SARTRE (übrigens: dem Begründer des französischen Existentialismus) geschrieben und 1944 in Paris uraufgeführt wurde.
 
 
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AFTERDEATH erzählt von fünf jungen Erwachsenen, die eines Tages an einem Strand aufwachen und sich zu einem Haus verirren, das die Unwissenden vor große Hausausforderungen stellt. Einmal darin gemütlich gemacht, sorgen Schattenwesen dafür, dass keiner der fünf die Hütte verlassen kann. Auf der Suche nach Antworten wird bald klar, dass keiner der hier Anwesenden mehr unter den Lebenden weilt und sich nun in einer Art Fegefeuer befindet, aus dem es kein Entkommen gibt. Schnell kommt man zu dem Punkt, dass Sünden für die Misere verantwortlich sein müssen und der Besuch eines Nachtclubs die fünf Protagonisten miteinander verbindet. Leider fehlen weitere Teile des Puzzles, um eine Lösung zu finden, was die Mittzwanziger veranlasst tiefer in Abgründen zu forschen, von denen besser niemand erfahren sollte.
 
 
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Nette Idee, technisch souverän umgesetzt – aber sperrig erzählt. In einem Interview erklärte Regisseur GEZ MEDINGER, dass es über zehn lange Jahre gedauert hat, bis aus ersten unausgereiften Gedanken ein Drehbuch zu einem Spielfilm über Schuld, Gerechtigkeit und Erlösung entstand, das er mit Regie-Kollegen ROBIN SCHMIDT auf die Leinwand bringen konnte. AFTERDEATH punktet aufgrund beschränkter Kulisse ganz klar mit klaustrophobischer Atmosphäre und erfischender Geschichte, die sich vom üblichen Horroreinerlei abhebt, weil sie zur Abwechslung mal nicht nach Schema F gestrickt wurde. Für Low-Budget-Verhältnisse gibt es gute Schauspieler und passable Spezialeffekte zu sehen. Dennoch tut sich AFTERDEATH mit der Spannung schwer, die dann leider erst im letzten Drittel aus der Reserve gelockt wird. Bis dahin hält sich das Kammerspiel mit schläfriger Brotkrumen-Taktik über Wasser, die dem Zuschauer immer nur häppchenweise Informationen zuspielt, damit der die Geschehnisse entwirren kann. Das mag fürs ausgeschlafene Genrepublikum durchaus akzeptabel sein; wer jedoch nach einem Arbeitstag nicht mehr ganz so aufnahmefähig ist, dürfte aufgrund dialoglastiger und langsamer Inszenierung ganz schnell im Traumland nach Erlösung suchen.
 
 
 


 
 
 

AFTERDEATH – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Beklemmender Mystery-Grusler für Zuschauer, die gern mitraten wollen. Leider sollte man gut ausgeschlafen sein, um das Mysterium dieses Films ergründen zu können, denn AFTERDEATH überrascht zwar mit erfrischender Herangehensweise, fordert aber auch viel Aufmerksamkeit vom Zuschauer. Der bekommt hier einen Streifen über Schuld, Gerechtigkeit und Erlösung zu sehen, der trotz philosophischer Ansätze mit Spannungselementen geizt. Keine guten Voraussetzungen für einen unterhaltsamen Filmabend, schließlich bricht Langeweile den meisten Filmen rigoros das Genick. Immerhin geben die Regisseure GEZ MEDINGER und ROBIN SCHMIDT gegen Ende noch einmal Gas und lassen AFTERDEATH merklich ungemütlich erscheinen. Nur, ob die wenigen Spannungsmomente aus diesem Streifen ein gutes Filmerlebnis machen, bleibt fraglich.
 
 


 
 
 

AFTERDEATH – Zensur

 
 
 
AFTERDEATH ist kein blutiger Film. Im Film schwirren Schattenwesen durch die Kamera und die Protagonisten können nicht bluten, weil sie bereits tot sind. Dennoch wird eine der Figuren mit einem spitzen Gegenstand überwältigt. Zudem wird eine Filmfigur von einem der Schattenwesen vergewaltigt. Hierzulande ist AFTERDEATH ohne Probleme mit FSK16 in die Läden gekommen.
 
 
 


 
 
 

AFTERDEATH – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Studio Hamburg

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: AfterDeath; Großbritannien 2015

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080i)

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 02.06.2017

 

AfterDeath [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

AFTERDEATH – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen liegen bei Studio Hamburg)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Time Lapse (2014)
 
Triangle – Die Angst kommt in Wellen (2009)
 
Butterfly Effect (2004)
 


Filmkritik: „Pay the Ghost“ (2015)

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PAY THE GHOST

Story

 
 
 
Auf der Suche nach dem verschwundenen Sohn, stößt Universitätsprofessor Mike Lawford auf den Geist einer wütenden Frau, die im 17. Jahrhundert als Hexe verbrannt wurde
 
 
 


 
 
 

PAY THE GHOST – Kritik

 
 
 
Verkehrte Welt: NICOLAS CAGE kämpft an der Seite von VERONICA FERRES gegen zornige Geisterfrau. Das mag dahingegen ungewöhnlich erscheinen, weil sich der bekannte Filmstar üblicherweise in Actionfilmen aus Hollywood blicken lässt. Von pompös ausgestatteter Hochglanzware ist PAY THE GHOST weit entfernt, denn dieser Gruselfilm musste mit kleinem Budget auskommen. Für Cage kein Problem. Nachdem in den Medien von finanziellen Schwierigkeiten berichtet wurde, nimmt der Altstar scheinbar alles an, um seine Schulden begleichen zu können. Dennoch kein Grund zur Sorge, denn das man auch mit geringem Kapital gutes Schreckmaterial herstellen kann, haben in der Vergangenheit viele Indie-Horrorfilme bewiesen. Weitaus mehr Sorgen bereitet stattdessen der Mann auf dem Regiestuhl. Der deutsche Fernseh- und Film-Regisseur ULI EDEL besitzt nur wenig Erfahrung im Drehen von Horrorfilmen und lieferte 1981 mit CHRISTIANE F. – WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO den wohl wichtigsten Film seiner bisherigen Karriere ab. Immerhin arbeitete er schon einmal an einer Folge GESCHICHTEN AUS DER GRUFT mit und konnte so erstmals Schauerluft schnuppern. Doch hat die kurze Exkursion ins Genre ausgereicht, um Jahrzehnte später einen guten Gruselstreifen zu drehen?
 
 
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Die anfänglichen Bedenken sind unbegründet. Regisseur ULI EDEL hat alles im Griff, gruselt nicht überragend – dafür solide. NICOLAS CAGE spielt hier Universitätsprofessor Mike Lawford, welcher der Karriere wegen des Öfteren mal wichtige Verabredungen mit dem Sohnemann verschwitzt. An Halloween soll alles anders werden. Ein Besuch auf dem Jahrmarkt soll die Beziehung zwischen Vater und Sohn auffrischen. Leider endet der Tag anders als erhofft. Sohn Charlie verschwindet spurlos und die Suche nach dem vermissten Kind treibt das Familienoberhaupt in Depressionen und Selbstzweifel. Doch Mike gibt die Hoffnung nicht auf. Er beginnt Nachforschungen anzustellen und findet heraus, dass in den letzten Jahren mehrere Kinder unter mysteriösen Umständen an Halloween verschwunden sind. Auf der Suche nach Antworten stößt er auf ein schreckliches Geheimnis, das ihm beinahe das Leben kosten wird.
 
 
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Eigentlich war anfänglich DENNIS ILIADIS (bekannt geworden mit dem Remake zu THE LAST HOUSE ON THE LEFT) für die Regie im Gespräch. Letztendlich überließ man das Zepter jedoch doch dem deutschen ULI EDEL. Der hat mit dem übernatürlichen Thriller nichts Besonderes geschaffen, unterhält aber immerhin kurzweilig. Der gebotene Horrorstoff ist nicht sonderlich originell. Alteingesessene dürften die Fährte relativ schnell widern, denn PAY THE GHOST orientiert sich in seiner Machart an Filmen wie WENN DIE GONDELN TRAUER TRAGEN, MAMA oder DAS WAISENHAUS. Natürlich sind genannte Filme diesem Gruselausflug haushoch überlegen, denn sonderlich clever ist PAY THE GHOST nicht geschrieben. Was passieren wird, lässt sich relativ früh erahnen. So verläuft die Reise in die Welt der Schattenwesen nach bekanntem Muster für Geisterfilme, das zuletzt relativ erfolgreich im Remake zu POLTERGEIST oder INSIDIOUS Verwendung fand.
 
 
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NICOLAS CAGE reist aus Sorge in die Welt der Geister, um den Sohnemann zurückzuholen. Das passiert mit unausgereifter Computertechnik, die im Finale etwas unbeholfen über die Leinwand fegt, weil Kapital knapp gewesen war. Nötig wäre CGI mit Sicherheit nicht gewesen, denn PAY THE GHOST hätte auch gut ohne Pixel-Blödsinn funktioniert. So konzentriert sich Filmemacher ULI EDEL in der ersten Stunde gänzlich auf eine verzweifelte Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Die wurde Dank erfahrenen Leistungen von NICOLAUS CAGE bei weitem runder und glaubwürdiger in Szene gesetzt, als die effekthascherische Computerbrühe der letzten halbe Stunde. Dort hielt man es für nötig selbst Vögel computeranimieren zu müssen und „Superweib“ VERONICA FERRES als Besessene von den Toden auferstehen zu lassen. Trotz gut gemeinter Absichten wirkt’s leider unfreiwillig komisch.
 
 
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PAY THE GHOST – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
MAMA trifft auf INSIDIOUS – Unheimlicher und mysteriöser Ausflug in die Welt der Schatten und Geister. Wenn Väter in die Zwischenwelt reisen müssen, um ihr Kinder zurück nach Hause zu holen, klingt das verdächtig nach POLTERGEIST oder INSIDIOUS. PAY THE GHOST wurde nach ähnlichem Schema inszeniert und ist über weite Strecken mehr Drama statt Horror. Erst in der letzten halben Stunde wird Gänsehaut verursacht. Dann nämlich kommen vermehrt Computereffekte zum Einsatz, die des knappen Geldes wegen nicht sonderlich professionell anzuschauen sind. Immerhin unterhält dieser B-Grusler solide, was vor allem Superstar NICOLAS CAGE zu verdanken ist. Der muss den Zuschauer fast gänzlich allein durch eine dünne und austauschbare Geschichte führen, die trotz Vorhersehbarkeiten Dank erfahrenem Schauspiel solide unterhalten kann. PAY THE GHOST ist nichts, was lange im Gedächtnis bleibt. Schlecht ist der Film deswegen nicht unbedingt, weil Regisseur ULI EDEL weiß, wie man Spannung stetig steigern muss, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer für sich beanspruchen zu können. Wer eine Schwäche für Geisterfilme besitzt, ist demnach hier gut aufgehoben.
 
 


 
 
 

PAY THE GHOST – Zensur

 
 
 
Gewalt gibt es IN PAY THE GHOST kaum zu sehen. Ein Medium wird durch den Raum geschleudert und später in der Pathologie untersucht. Zudem bekommt man kurz vor Abspann Schauspielerin VERONICA FERRES von Stangen durchbohrt zu sehen. Ansonsten wird vornehmlich vom subtilen Angstmachen Gebrauch gemacht. Demzufolge hat PAY THE GHOST in Deutschland berechtigterweise nur eine FSK16 erhalten – selbstverständlich ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

PAY THE GHOST – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NEW KSM (Blu-ray im KeepCase)

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(c) NEW KSM (Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Pay the Ghost; USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (DTS-HD MA 5.1), Englisch (DTS-HD MA 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 94 Min.

FSK: FSK16

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | limitiertes Mediabook

Extras: Pay the Ghost – Behind the Scenes, Trailer, Bildergalerie | im Mediabook zusätzlich ein Booklet und eine zusätzliche DVD mit dem Film

Release-Termin: 28.04.2016

 

Pay the Ghost (Blu-ray) ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Pay the Ghost (limitiertes Mediabook) ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

PAY THE GHOST – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

Die Rechte aller Grafiken in dieser Kritik liegen bei New KSM

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Poltergeist (1982)
 
Insidious (2010)
 
Wenn die Gondeln Trauer tragen (1973)
 
Das Waisenhaus (2007)
 
Der Fluch von Darkness Falls (2003)


Filmkritik: „Eden Lodge“ (2015)

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EDEN LODGE

Story

 
 
 
Eine Autopanne mit Folgen: Eine junge Familie kommt nach einem Unfall im ländlichen England einem bestialischen Killer in die Quere und muss ums Überleben bangen.
 
 
 


 
 
 

EDEN LODGE – Kritik

 
 
 
Auch wenn es das Poster suggeriert – mit EDEN LAKE hat dieser britische Horrorfilm nichts am Hut. Der versucht nur mit einfältiger Masche und ähnlichem Plakatmotiv hinters Licht zu führen, damit der Zuschauer bedenkenlos zugreift und kauft. Dabei trennen die beiden Filme nicht nur inhaltlich Welten voneinander. EDEN LODGE will gar kein Terrorfilm sein und erzählt die Geschichte eines amerikanischen Pärchens, das wegen dem neugeborenen Nachwuchses versucht, eine ohnehin kaputte Beziehung im ländlichen England zu retten. Die Dinge nehmen eine unerwartete Wendung, als man nach einer Autopanne Hilfe in einer nahegelegenen Herberge sucht und darin die Nacht verbringen muss. Nicht nur, dass sich die schrullige Betreiberin des Hotels verdächtig verhält. Auch Bewohner und Gäste hinterlassen keinen vertrauenerweckenden Eindruck, so dass schnell klar sein dürfte, dass dieser Film kein gutes Ende nehmen wird. Doch die skurrilen Zeitgenossen sind das kleinere Übel. Ein grausamer Killer verursacht größere Probleme. Der zieht im angrenzenden Wald seine Runden und macht Jagd auf ahnungslose Touristen.
 
 
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Die Entstehung von EDEN LODGE stand unter keinem guten Stern, was wohl auch der Grund gewesen sein dürfte, weshalb der Film mit reichlicher Verspätung veröffentlicht wurde. BREAKDOWN – so wie der Streifen eigentlich heißen sollte – wurde bereits 2013 abgedreht. Leider fand man für die Postproduktion nur schleppend Geldgeber. Daher startete man eine Crowdfunding-Kampagne auf der Finanzierungsplattform KICKSTARTER. Die brachte aber nicht den gewünschten Erfolg, so dass die Veröffentlichung auf unbestimmte Zeit verschoben werden musste. Nach zweijähriger Verzögerung konnte der Low-Budget-Streifen doch noch fertiggestellt und in die Händlerregale gebracht werden. Aber hat sich der Aufwand letztendlich gelohnt?
 
 
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EDEN LODGE bekleckert sich beim Angstmachen nicht mit Ruhm. Regie-Newcomer ANDREAS PRODROMOU kombiniert unbeholfen Mystery mit bluttriefenden Slasher-Raffinessen, verzettelt sich jedoch bei der Zusammenstellung des Horror-Cocktails. Statt sich auf eine Zutat zu konzentrieren, versucht er das Gebräu durch überflüssige Dreingaben zu veredeln. Leider will der schläfrig inszenierte Film gerade wegen der unüberlegten Mischung nicht so recht schmecken. EDEN LODGE quält mit schleppend inszenierter Geheimniskrämerei, die in bescheidener Regelmäßigkeit durch konfus eingestreute Gewalteinlagen aus dem Tiefschlaf reißen soll. Macher ANDREAS PRODROMOU wechselt unbeholfen zwischen den Subgenres und schien sich offensichtlich unschlüssig darüber gewesen zu sein, in welche Schublade er EDEN LODGE stecken wollte. So verwirrt er mit künstlich angestachelter Beziehungskrise, die sich im finalen Blutrausch von selbst auflöst. Das mag sich interessant anhören, ist aber letztendlich kaum der Rede wert, weil in diesem Film nichts so recht zusammenpassen will.
 
 
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EDEN LODGE ist kein nennenswerter Gruselausflug ins ländliche Idyll Großbritanniens. Hier läuft einiges schief, was auf die Unerfahrenheit von Nachwuchsregisseur ANDREAS PRODROMOU zurückzuführen seine dürfte. Der hat das Drehbuch zum Film geschrieben und will mit unerwarteter Auflösung punkten. Leider erntet er dafür vermutlich nur fassungsloses Kopfschütteln. Des Rätsels Lösung ist derart banal und unglaubwürdig, dass sich der Regisseur mit seinem unausgereiften Erstling wohl keine Freunde machen wird. Doch wir von FILMCHECKER sind wie immer optimistisch: beim nächsten Mal wird sicher alles besser.
 
 


 
 
 

EDEN LODGE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Mysteriös und blutig. Schleppend inszenierter Schauer-Mix, der sich irgendwie nicht so recht entscheiden kann, was er denn nun eigentlich sein möchte. EDEN LODGE ist halb Slasher, halb Mysterstreifen. Macher ANDREAS PRODROMOU wechselt in seinem ersten Spielfilm immer wieder unbeholfen zwischen den Subgenres und verwirrt unnötig. Oftmals erweckt er damit den Eindruck, als habe er versucht zwei unterschiedliche Film zu einem zu machen. Das Frustpotenzial ist groß, denn als wäre der holprige Horrorquatsch nicht schon zäh und konfus genug, stößt EDEN LODGE auch noch mit haarsträubender Auflösung vor den Kopf. EDEN LODGE ist kein herausragender Gruselausflug, den man sich unbedingt vormerken sollte – auch wenn die schick animierte Eröffnungssequenz genau das Gegenteil vermuten lässt.
 
 


 
 
 

EDEN LODGE – Zensur

 
 
 
EDEN LODGE ist nicht besonders brutal. Der Film zeigt kurze Morde, wie man sie auch in jedem beliebigen Slasher zu sehen bekommt. So gibt es einen Tritt in eine Bärenfalle zu sehen und eine Heugabel wird durch einen Körper gejagt. Man darf davon ausgehen, dass die FSK eine Freigabe ab 16 Jahren vergeben wird.
 
 


 
 
 

EDEN LODGE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Dark Circles (2013)
 
Roadside (2013)