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Filmkritik: „The Hatred“ (2017)

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THE HATRED

(ALICE – THE HATRED)

Story

 
 
 

Einmal mehr: Ein idyllisches Landhaus in dem es nicht mit rechten Dingen zugeht. Vier Frauen und ein kleines Mädchen machen darin Bekanntschaft mit bösen Mächten, die von einem okkulten Relikt ausgehen, das vom ehemaligen Besitzer im Haus gut versteckt wurde. Leider machen attraktive Darstellerinnen und etwas CGI-Spuk im Finale aus beliebigem Budenzauber noch lange keinen Horror-Hit.

 
 
 


 
 
 

THE HATRED – Kritik

 
 
 
Wie viele Filme über Gruselhäuser haben wir hier auf FILMCHECKER eigentlich schon besprochen? Vermutlich werden es so viele Schlechte gewesen sein, dass wir uns an die meisten davon schon gar nicht mehr erinnern können. Viel Positives gibt es auch vom nächsten Streifen dieser Art nicht zu berichten. THE HATRED (Arbeitstitel: ALICE – THE HATRED) gehört nämlich zu diesen Videoproduktionen, die kaum Alleinstellungsmerkmale besitzen und es lieber so handhaben, wie unzählige Filmemacher zuvor. Da ist Langeweile vorprogrammiert, denn in Zeiten in denen es Horror im Überfluss gibt, muss man sich schon ins Zeug legen, um Horrorfans beeindrucken zu können. Was Fans wirklich wollen, war den Machern von THE HATRED aber egal. Die spulen Grusel nach Schema F ab und wollen offenbar schnell damit Geld verdienen. THE HATRED schaut zwar – wie seine Darstellerinnen – makellos aus, ist aber lieblos und spannungsarm. Eben ein typischer Vertreter jener Gattung Film, die man in den 1980ern schnell in die Wühlboxen der Videotheken geworfen hat, weil keiner sie leihen wollte. Da hilft auch ein reißerisches Cover nicht. Das verursacht nämlich Zorn, weil es falsche Erwartungen schürt. Was nämlich Slasher, Epidemie- oder Folter-Blödsinn suggeriert, ist zäher Geisterspuk, der erst kurz vor der Zielgeraden in die Puschen kommt. Für so hinterlistige Irreführung müsste man allen Beteiligten gehörig den Hintern versohlen.
 
 
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Die Geschichte von THE HATRED ist schnell erzählt. Der Film berichtet von einem Gemäuer, das eine schlimme Vergangenheit besitzt. Ein Nazi-Offizier mit einer Vorliebe fürs Okkulte hat hier in den 1960ern seine Tochter umgebracht. Der Grund: Ein altes Relikt. Das entpuppt sich als Herd des Hasses und bringt Unheil über seinen Besitzer und dessen Familie. Jahre nach dem Verbrechen machen es sich vier perfekt geschminkte Weiber im alten Landhaus gemütlich. Es wird über Jungs geredet und auf ein kleines Mädchen aufgepasst. Natürlich meint man es mit den Schönheiten nicht gut. Erst faselt die kleine Irene in Rätseln und macht damit ihren Sitterinnen Angst. Später stoßen die Damen selbst auf erwähntes Nazi-Relikt und entfesseln damit eine Spirale des Bösen, die natürlich für einige den Tod bedeutet. Weil die Frauen gesichtslos bleiben, ist deren Ableben ohnehin egal, denn im Falle von THE HATRED hat man sich nicht einmal Gedanken über Charakterentwicklung gemacht. Da muss Drehbuchschreiber und Filmemacher MICHAEL G. KOEHOE noch einiges lernen. Mit so ausgelutschten Geschichten wie die von THE HATRED gewinnt man heutzutage nicht mal mehr einen Blumentopf.
 
 
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Nur weil mit großen Namen geworben wird, muss nicht immer Gutes dahinter stecken. Was eigentlich hat Produzent MALEK AKKAD geritten, für diesen Quatsch Geld zu investieren? Den alteingesessenen Horrorfans dürfte der Herr kein Unbekannter sein. Akkad ist nämlich Produzent diverser HALLOWEEN-Filme und fungierte ab HALLOWEEN 6 bei allen Streifen der Reihe als Geldgeber. Warum er ausgerechnet Kohle für THE HATRED locker gemacht hat, wird wohl auf ewig ein Rätsel bleiben, denn hinter dem Gruselfilm steckt ein ermüdender Spuk-Schnarcher von der Stange auf den niemand gewartet hat. Zu sehen gibt es unverschämt attraktive Mädels, die in amerikanischen Horrorfilmen ohnehin zum Grundinventar gehören, vorhersehbare Geister-Klischees und jede Menge Langeweile. Die Höhepunkte reduzieren sich auf einen überlangen Prolog. Darin zu sehen: „Wishmaster“ ANDREW DIVOFF, der hier einen ehemaligen Nazi-Offizier verkörpert, welcher unentdeckt ins amerikanische Hinterland flüchten konnte und dort als Landwirt getarnt okkulte Artefakte sammelt. Sonderlich viel Spaß scheint ihm die Arbeit an THE HATRED auch nicht zu machen. Divoff quasselt seinen Text lustlos herunter und agiert zudem übertrieben steif. Vermutlich war ihm schon beim Lesen des Drehbuchs bewusst, dass diese glattgebügelte Gruselgurke ohnehin ein Flop werden wird. Durchstöbert man die bisherige Vita von Regisseur und Drehbuchautor MICHAEL G. KOEHOE ist das kein Wunder. Der war zwar bei vielen bekannten Hollywood-Produktionen – darunter TEXAS CHAINSAW 3D oder SINISTER 2 – Mädchen für Alles. Was er aber bisher selbst auf die Beine gestellt hat, ist eher mau statt wow. THE HATRED basiert auf den Kurzfilm HUSH, den der Filmemacher bereits 2015 gedreht hat. Warum der jedoch noch einmal auf Spielfilmversion aufgeblasen werden musste, entschließt sich jeglicher Logik. Was man hier zu sehen bekommt, wurde bereits in vielen schlechten Streifen gleichen Formats bis zum Erbrechen auf die Mattscheibe gebracht. Warum dann gleichen Käse noch einmal verfilmen? Wir werden und wollen es eigentlich auch gar nicht erfahren.
 
 
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THE HATRED – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final

 
 
 

Ermüdender Spuk-Albtraum nur für besonders Ausgeschlafene geeignet. Ein Spukhaus, vier dumme Weiber und ein kleines Mädchen, das permanent in Rätseln quasselt. THE HATRED ist eine Nullnummer und langweilig obendrein. Nach Originalität sucht man hier vergebens, denn der Streifen läuft nach gleichem Schema ab, wie unzählige Geisterfilme zuvor. Einziger Lichtblick ist ein Wiedersehen mit ANDREW DIVOFF. Der dürfte vielen Horrorfans als diabolischer WISHMASTER in Erinnerung geblieben sein. In THE HATRED zeigt er sich ganz ohne Maske und Verkleidung vor der Kamera – ist aber böse, wie eh und je. Leider ist das Wiedersehen nicht von langer Dauer. Der bekannte Schauspieler muss bereits nach wenigen Minuten sein Leben lassen. Verflixt und zugenäht, warum müssen Filmemacher immer so dreist den Spaß nehmen.
 
 
 


 
 
 

THE HATRED – Zensur

 
 
 
Sonderlich viel Gewalt hat THE HATRED nicht zu bieten. Im Prolog wird ein Mädchen vom eigenen Vater in einem Trog ertränkt. Der wiederum wird von seiner Frau ermordet, die ihn mit Pestizid vergiftet. Die restlichen Gewaltakte werden im Finale gezeigt. Dennoch ist THE HATRED eher ein Gruselfilm, der von subtiler Angstmacherei lebt – wenngleich die zum großen Teil ihr Ziel verfehlt. Hierzulande dürfte der Filme ohne Probleme eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

THE HATRED – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Demonic (2015)
 
Annabelle 2 (2017)
 
Ouija: Ursprung des Bösen (2016)
 
Wait Till Helen Comes (2016)
 
We Are Still Here – Haus des Grauens (2015)
 

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Filmkritik: „Panzer Chocolate“ (2013)

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PANZER CHOCOLATE

Story

 
 
 

Eine Gruppe neugieriger Archäologen wittert in den Pyrenäen einen verschollen geglaubten Nazi-Schatz. Was man aber dort entdeckt, wird den Freunden das Leben kosten.

 
 
 


 
 
 

PANZER CHOCOLATE – Kritik

 
 
 
Deutschland und die Nazis – ein finsteres Kapitel, das wohl nie abgeschlossen werden wird, vor allem nicht im Horrorfilm. Dort tauchen die meist untoten Zeitgenossen immer mal wieder gern auf, um aus ihren Gräbern zu steigen und nach der Weltherrschaft zu streben – wenn oft auch ohne die Hilfe des Führers. Der macht sich auch im spanischen PANZER CHOCOLATE rar, wo abermals gerissene Nazis im Verborgenen Pläne schmieden, damit ein neues Weltreich unter der Führung von Nationalsozialisten entstehen kann. Interessanterweise handelt es sich bei diesem Indie-Horror um ein ambitioniertes Filmprojekt, wie man es wohl bisher noch nicht zu sehen bekommen hat. Statt den Zuschauer in dreidimensionale Welten zu entführen und ihn dort zu Tode zu erschrecken, gehen die Macher mit der Zeit. Interaktivität lautet die Masche mit der Regisseur ROBERT FIGUERAS das Interesse der Kinogänger für sich beanspruchen will. Der Newcomer versucht hier Kino und Smartphone zu vereinen und hat passend zum Horrorstreifen eine App entwickeln lassen, die das Publikum mit interaktiven Inhalten versorgt. Das bedeutet, dass sich der interessierte Zuschauer vor dem Kinobesuch eine kostenlose Smartphone-App herunterladen kann, die während der gesamten Laufzeit weitere Hintergrundinformationen und alternative Szenen abspielt. Eine nette Dreingabe, die zwar etwas unausgereift wirkt, aber immerhin von der teils behäbigen Inszenierung des eigentlichen Films ablenkt. PANZER CHOCOLATE hat nämlich ein Problem und das nennt sich: langes Warten.
 
 
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In dieser spanischen Horror-Produktion bringt sich eine Gruppe junger Archäologen selbst in Gefahr. Die begeben sich auf die Suche nach seltenen Kunstwerken, die während des Zweiten Weltkriegs von den Nazis gestohlen und versteckt wurden. Was sich anfangs als Nadel im Heuhaufen entpuppt, trägt bald Früchte. Aus scheinbar unlösbaren Puzzlestücken entsteht eine erste Spur. Die führt in die Pyrenäen, wo man in einem Waldstück einen geheimen Bunker entdeckt, in dem der große Schatz vermutet wird. Doch statt Nazi-Reliquien und verschollen geglaubte Kunst, findet man Kisten mit sogenannter Panzerschokolade vor, die zu Kriegszeiten an Soldaten verteilt wurde, um deren Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit zu erhöhen. Leider sorgen die mit Metamphetamin gefüllten Drogenfunde für Probleme. Kaum entdeckt und im Kofferraum verstaut, heftet sich eine bösartige Kreatur an die Fersen der unwissende Wissenschaftler. Die will die Schätze zurück und einen blutigen Denkzettel verpassen. Natürlich wird der Kampf gegen das Böse aufgenommen. Was die Freunde aber nicht wissen: Der Hüter des Bunkers ist noch das kleinere Übel.
 
 
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Willst man Geld verdienen, macht man am Besten alles in Englisch. PANZER CHOCOLATE ist Horror aus Spanien, der in erster Linie für den Weltmarkt gedreht wurde. Weil vor allem Horrorfans aus Übersee keine Untertitel lesen wollen, hat sich Regisseur und Produzent ROBERT FIGUERAS dazu entschlossen, den gesamten Film in englischer Sprache zu drehen. So lässt sich der Nazi-Grusler auch schneller ins Ausland verkaufen. Produktionstechnisch kann man nicht meckern. Die Schauspieler tun ihre Sache gut, unheilvolle Atmosphäre ist allgegenwärtig und auch einige äußerst blutige Spezialeffekte verfehlen ihre Wirkung nur selten. Was Sorgen bereitet ist der langatmige Inszenierungsstil. Macher ROBERT FIGUERAS lässt sich viel Zeit mit dem Horror. Demzufolge dauert es lang bis PANZER CHOCOLATE in die Puschen kommt, denn die meiste Zeit wird in Detektivarbeit investiert. Bis der geheimnisvolle Nazischatz gefunden wird, vergeht knapp eine Stunde. Dann wächst PANZER CHOCOLATE immerhin zu eigentlicher Größe heran. Aus behäbiger Detektivarbeit wird ein deftiger Slasher, der wegen grober Darstellung von Gewalt und dem ansprechend geschminkten Filmmonster einige WRONG TURN-Momente in Erinnerung ruft. Leider ist der Ausflug ins Backwood-Slasher-Genre nur von kurzer Dauer, denn so unerwartet wie das Schlachtfest begonnen hat, ist es auch schon wieder vorüber. Macht auch nichts, denn wegen der weitaus spannenderen Handy-App zum Film, werden die meisten Zuschauer ohnehin kaum mitbekommen, wenn der Abspann das Ende zum Nazi-Slasher einläutet.
 
 
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PANZER CHOCOLATE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein deftig-blutiger Nazi-Slasher aus dem eher für subtile Gruselfilme bekannten Spanien. Der Indie-Horror PANZER CHOCOLATE besitzt ein interessantes Konzept. Hierbei handelt es sich um einen interaktiven Horrorfilm in dem das Kino mit dem Smartphone verschmilzt. Im Vorspann zum Film wird nämlich erklärt, dass Zuschauer die Möglichkeit erhalten, während des Films mit dem Handy interaktiv zu agieren. Leider ist das aber auch weitaus spannender als der Film selbst, denn PANZER CHOCOLATE besitzt enorm viel Leerlauf, was die Angelegenheit relativ langweilig macht. Immerhin trösten einige heftige Schauwerte über die Tatsache hinweg, dass hier enorm viel Potenzial verschwendet wurde. Hätte sich Regisseur ROBERT FIGUERAS weitaus früher ins Slasher-Genre verirrt, wäre aus PANZER CHOCOLATE vermutlich das geworden, was ALEXANDRE AJA in den 2000ern gelungen ist: Harte Terror-Unterhaltung made in Europe.
 
 
 


 
 
 

PANZER CHOCOLATE – Zensur

 
 
 
Nach einer Stunde Laufzeit gibt es einige Gemeinheiten zu sehen. Neben einer Ausweitung wird einer Protagonistin der Schädel eingetreten. Außerdem bohrt sich eine Wurfkette durch Köpfe und Messer werden in Körper gerammt. Hierzulande dürfte das aber problemlos die FSK passieren. Eine ungeschnittene Freigabe für Erwachsene ist denkbar. Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

PANZER CHOCOLATE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei filmutea.com)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Frankenstein´s Army (2013)
 
Dead Snow (2009)
 
Dead Snow 2: Red vs. Dead (2014)
 
Bunker of the Dead (2015)
 
Outpost – Zum Kämpfen geboren (2007)
 
Outpost – Black Sun (2012)


Filmkritik: „Backtrack: Nazi Regression“ (2014)

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BACKTRACK: NAZI REGRESSION

Story

 
 
 
Ralph träumt vom Zweiten Weltkrieg und erfährt mittels Rückführung, dass er wohl vor 70 Jahren ein Nazi war. Er beginnt, den Schauplatz seiner Alpträume zu suchen und Nachforschungen anzustellen – mit gefährlichem Ausgang.
 
 
 


 
 
 

BACKTRACK: NAZI REGRESSION – Kritik

 
 
 
Liest man den Titel dieses Films, kommen einem als Erstes wohl unweigerlich Bilder eines billigen Trashfilms mit blutigen Nazi-Eskapaden in den Sinn. Erstaunlicherweise aber ist „Backtrack“ kein solcher Film. Natürlich ist das Erstlingswerk des erst 24jährigen Regisseurs Tom Sands und das ebenfalls erste Langfilm-Drehbuch seines Bruders Mick weit davon entfernt, ein guter Film zu sein, aber zumindest ist „Backtrack“ nicht der ultrabillige Schund, den man wohl aufgrund des Titels und des Covers erwarten würde. Zur Geschichte: Ralph (Mark Drake) hat wiederkehrende Alpträume, in denen er sich im Jahr 1940 befindet und offensichtlich als deutscher Nazi an gar „Schröcklichem“ beteiligt ist. Um Klarheit zu erlangen, schlägt seine Bekannte Claudia (Rosie Akerman) vor, bei ihm eine Rückführung durchzuführen. Dadurch jedoch werden die bedrückenden Ereignisse von damals nur noch deutlicher und intensiver, so dass Ralph beschließt, den Ort, den er in seinen Träumen gesehen hat, aufzusuchen und Nachforschungen anzustellen. Also Zelt, Freundin Andrea (Sophie Barker), Claudia und deren Freund Lucas (Miles Jovian) eingepackt und auf den Weg gemacht. Vor Ort angekommen, wird alles natürlich noch unheimlicher – ein Fremder verfolgt sie und Ralphs Visionen werden immer intensiver. War er nun ein Nazi oder nicht? Und welches Geheimnis birgt der kleine Ort, an dem sich die Vier aufhalten?
 
 
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Das Grundproblem bei „Backtrack“ könnte sein, dass hier sowohl vor als auch hinter der Kamera ausnahmslos Anfänger am Werk waren. Hier ist niemand mit Erfahrung dabei, der das Ruder noch hätte herumreißen können damit wenigstens durchschnittlicher Horror an den Zuschauer gebracht werden kann. So wird aus „Backtrack“ leider ein ziemlich…nun ja…unspektakulärer Film, dem man an allen Ecken und Enden anmerkt, dass hier Laien am Werk waren. Zwar hat Regisseur Tom Sands schon einige Dokumentarfilme gedreht, aber er ist auch erst 24 und hatte es vorher offensichtlich noch nicht mit dem Führen von Schauspielern zu tun. Aber auch das Drehbuch seines Bruders Mick weist viele Mängel auf. Das beginnt bei der recht dünnen Story, geht weiter über die ziemlich oberflächliche Figurenzeichnung und endet bei dem Nichtvorhandensein von Spannung und Tempo. Die 97 Minuten Laufzeit ziehen sich wie Kaugummi und leider interessiert es einen nicht im Geringsten, was dort auf den Feldern irgendwo in Irland passiert.
 
 
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Dennoch ist man erstmal froh, dass man es hier nicht mit billigstem Horrortrash zu tun hat, in dem wildgewordene Nazis blutrünstig durch die Gegend trampeln und man schlechte CGI-Effekte zu sehen bekommt. Die Erleichterung darüber reicht aber natürlich nicht aus, um „Backtrack“ schlussendlich wohlgesonnen zu sein. Dafür hapert es einfach an zu vielen Stellen. Die Charaktere sind allesamt ziemlich bescheuert. Ralph guckt vorrangig großäugig-fassungslos in der Gegend herum, während er versucht, Ordnung in sein traumchaotisches Hirn zu bringen. Claudia faselt derweil was von Rückführungen und dass sie auch etwas gespürt hat, als sie Ralph rückgeführt hätte. Derweil sind Lucas (der übrigens aussieht wie zwölf und wie ein pubertierendes Ghettokid aus Londons East End redet, obwohl er der Freund von Esoteriktante Claudia sein soll) und Andrea (bumsbirnige Freundin von Träumerle Ralph) damit beschäftigt, sich flachzulegen, ohne dass ihre jeweiligen Partner etwas davon mitbekommen. Die Strafe folgt natürlich auf dem Fuße, denn Lucas und Andrea werden von einem mysteriösen Traktorfahrer entführt. Die Protagonisten bleiben dabei so oberflächlich, uninteressant oder gar unsympathisch, dass der Zuschauer hier keine Sympathien aufbauen kann. Da hier bis auf Mark Drake totale Schauspiel-Anfänger am Werk sind, wirken die Figuren kaum glaubhaft und man sieht dem gesamten Cast an, dass er größtenteils überfordert war mit der Darstellung des jeweiligen Charakters.
 
 
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„Backtrack“ wirkt kaum wie ein Horrorfilm. Über weite Strecken wähnt man sich eher auf einem Ausflug aufs Land mit blöden Leuten. Die Sonne scheint, die Felder blühen – wie da überhaupt so etwas wie gruselige Stimmung entstehen soll, ist schleierhaft. Gepaart mit dem leider eher dilettantischen Inszenierungsstil von Tom Sands und dem inhaltlich mehr als holprigen Script seines Bruders gelingt es „Backtrack“ bis zum Finale nicht, sich als Horrorfilm zu positionieren. Spätestens dann gibt es zwar ein paar kleine Folterwunden zu sehen und eben noch den unheimlichen Fremden, dessen Geheimnis gelüftet wird; schlussendlich reicht das nicht aus, um „Backtrack“ beim Publikum interessant machen zu können. Dennoch, so richtig böse kann man den Sands-Brüdern irgendwie nicht sein. Der Film ist zwar weder ein Horrorfilm und nicht einmal ansatzweise gruselig (außer vielleicht bei den darstellerischen Leistungen), aber so richtig schlecht ist er eben auch nicht. Gut, warum jemand nachts mit Sonnenbrille Motorrad fährt, muss vielleicht nochmal erklärt werden. Zudem sind viele Szenen in der Regel deutlich zu lang geraten, der Finaltwist ist lahm und die Darsteller hoffnungslos überfordert. Trotzdem ist man einfach dankbar, dass man hier nicht mit dem Trash konfrontiert wurde, den man bei so einem Titel und der dazugehörigen Inhaltsangabe erwartet hätte. Darüber hinaus wartet „Backtrack“ mit einem wunderschön gesungenen Titelsong auf (Abi Phillips‘ „Gravity“) – Etwas, mit dem man bei diesem Crowdfunding-Projekt wohl nicht gerechnet hätte.
 
 
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BACKTRACK: NAZI REGRESSION – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
„Backtrack“ ist ein ungewöhnlicher englisch/irischer Genrebeitrag. Zwar ist er schlussendlich kein guter Film (was man bei einem Erstlingswerk eines Mittzwanzigers vielleicht auch nicht erwarten sollte) und bei Weitem kein gruseliger Horrorfilm, dennoch unterwandert er die Erwartungshaltung des Zuschauers auf ungewöhnliche Weise. Gesehen haben muss man das zwar nicht, aber ein paar kleine Bonuspunkte für diesen seltsamen Nicht-Horrorfilm sollten schon drin sein. Deshalb also drei von zehn Rückführungen, die man besser hätte sein lassen sollen.
 
 
 


 
 
 

BACKTRACK: NAZI REGRESSION – Zensur

 
 
 
„Backtrack: Nazi Regression“ hat von der FSK in der ungeschnittenen Fassung eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten. Auf dem Cover der erhältlichen Heimkinoversion prangt daher der rote FSK-Flatschen. Immerhin ist der Film diesmal wirklich erst für Volljährige geeignet, denn oftmals werden Blu-rays und DVDs deren Filme eine 16er-Freigabe erhalten haben, künstlich durch Bonus in der Altersfreigabe nach oben getrieben. Diesmal ist das jedoch nicht der Fall.
 
 
 


 
 
 

BACKTRACK: NAZI REGRESSION – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Castle View Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Backtrack; Großbritannien / Irland 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1), Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: Keine

Bild: 2,35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 97 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Making-of

Release-Termin: 28.08.2015

 

Backtrack: Nazi Regression [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

BACKTRACK: NAZI REGRESSION – Trailer

 
 

 
 

MissVega

(Mehr Kritiken von MISSVEGA gibt es hier zu lesen)

Die Rechte für alle Grafiken liegen bei CASTLE VIEW FILM

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Warhouse – Kriegszustand (2013)


Filmreview: „Frankenstein´s Army“ (2013)

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FRANKENSTEIN´S ARMY

Story

 
 
 
Einige Russen stoßen inmitten der Wirren des Zweiten Weltkriegs auf ein geheimes Labor der Nazis, in dem nach Aufzeichnungen Dr. Victor Frankensteins grausige Experimente durchgeführt werden. Ein wahnsinniger Wissenschaftler hat eine schaurige Armee wandelnder Untoter geschaffen, die nun über den Kriegsschauplatz tobt und die Gegner in die Flucht schlagen soll …
 
 
 


 
 
 

FRANKENSTEIN´S ARMY – Kritik

 
 
 
Die düstere Nazi-Thematik wurde nun schon in allen erdenklichen Horrorfilmen verwurstet. Ob im Geisterschiff-Schocker DEATH SHIP (1980), im Zombiefilm DEAD SNOW (2009) oder im Exploitation-Trash ILSA, SHE WOLF OF THE SS (1975); die kontroverse deutsche Geschichte hat schon so manch Filmschaffenden auf arg perfide Ideen gebracht. Der niederländische Regisseur RICHARD RAAPHORST sah in der Nazi-Problematik ebenfalls Potenzial und wollte damit nach einigen Kurzfilmen den ersten Langfilm schaffen. Unter dem Titel WORST CASE SCENARIO drehte er zwei kurze Promo-Clips, um mögliche Investoren für seinen Nazi-Flick gewinnen zu können. Doch der erhoffte Dreh kam nie zustande. Stattdessen öffnete sich für den Nachwuchsregisseur ein anderes Türchen. RAAPHORST begann mit der Arbeit am Monster-Trash FRANKENSTEINS ARMY, in dem er einige seiner Ideen aus den zuvor abgedrehten WORST CASE SCENARIO-Trailern gleich für seinen ersten Spielfilm wiederverwerten konnte und sich so einen langjährigen Traum erfüllte. Seine Geschichte über eine gemächlich marschierende Armee von „Zombots“, die durch einen verrückten deutschen Wissenschaftler aus Blech und menschlichen Körperteilen zusammengebastelt wird, erntete bereits bei Kritikern und in Fankreisen ausreichend Lob und dürfte nicht unwesentlich dazu beigetragen haben, dass RAAPHORST vielleicht doch noch sein gescheitertes WORST CASE SCENARIO auf die große Leinwand bringen darf. Um seinen Film so wirtschaftlich wie möglich umsetzen zu können, wurde bei der Produktion auf preisgünstige Wackelkamera-Methodik zurückgegriffen, die im Falle von FRANKENSTEINS ARMY einmal mehr all die üblichen Klischees zu bieten hat, die dieses Subgenre unlängst hervorgebracht hat. Für manchen Horrorfan vermutlich zuviel des Guten, besitzt der berüchtigte Found Footage-Film vermutlich ebenso viele Gegner wie Liebhaber und hat sich durch die unendlich vielen minderwertigen Werke der letzte Zeit wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Trotz aller Skepsis erweist sich die Wackelcam-Rezeptur hier als stimmiges Stilmittel, das hervorragend mit der morbiden Atmosphäre verschmilzt und zusammen mit dem hervorragenden Monster-Design weit mehr als nur ein Wackelkamera-Film unter vielen ist.
 
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges: FRANKENSTEINS ARMY erzählt vom bitteren Kampf eines russischen Aufklärungstrupps, der in deutschem Gebiet nach gegnerischen Stellungen sucht, um diese zur Aufgabe zu zwingen. Seit einer gefühlten Ewigkeit besitzt das Team keinen Kontakt mehr zum Oberkommando und eilt orientierungslos über den Kriegsschauplatz. Plötzlich erhalten die Kameraden einen Funkspruch einer naheliegenden russischen Truppe, die um Hilfe bittet. Für die Soldaten Grund genug ihren Landsleuten zur Hilfe zu eilen. Doch als sie den übermittelten Koordinaten in ein vermeintlich leerstehendes Dorf folgen, ahnen sie nicht, dass sie wenig später von einer Schar grotesker Gestalten heimgesucht werden. In einem geheimen Labor der Nazis hat ein verrückter Wissenschaftler Leichenteile deutscher Gefallener mit Blech und Metall zusammengeflickt und daraus eine Monster-Horde geschaffen, die nun die Russen in die Flucht schlagen soll.
 
Die Geschichte wird hierbei aus der Sicht des russischen Studenten Dimitri (ALEXANDER MERCURY) geschildert, der den Aufklärungstrupp mit seiner 16mm Kamera begleitet und jeden Schritt auf Film festhält. Das Bildmaterial unterliegt selbstverständlich auch in FRANKENSTEINS ARMY technischen Schwankungen. Mit diversen Unschärfen, Bildausfällen oder gar einer zerbrochene Linse muss der Zuschauer leben, wobei gerade in hektischen Situationen ein Erfassen der Ereignisse unmöglich scheint. Immerhin schaut das Bildmaterial dank 16mm schön retro aus (ob nur technisch aufbereitet oder wirklich auf 16mm gedreht sei einmal dahingestellt), so dass der fake-dokumentarische Stil hervorragend zur Geltung kommt und eine authentische Kriegsatmosphäre schafft. Während sich die erste Hälfte des Filmes mit dem Suchen, Erkunden und Entdecken beschäftigt und nicht selten mit einigen unnötigen Längen zu kämpfen hat, geht es dafür in der zweiten mächtig zur Sache. In einem verlassenen Bergdorf bricht der Terror los und die russischen Soldaten werden in regelmäßigen Abständen von absurden Gestalten angegriffen. Die kriechen aus allen Ecken und lassen den Zuschauer nicht selten an berüchtigte Shooter-Games wie DOOM, MEDAL OF HONOUR oder WOLFENSTEIN 3D denken. Die aus Schrott und Kriegsleichenteilen zusammengekleisterten Kreaturen bieten den eigentlichen Wert von FRANKENSTEINS ARMY, denn derart groteske Ungeheuer hat die Filmwelt vermutlich noch nicht zu Gesicht bekommen. Großes Lob gilt daher der Ideenvielfalt des Regisseurs, der hier eine absolut andersartige Horde Monster kreiert hat und dabei sogar durchweg auf CGI-Effekte verzichtet. Die Kreaturen – halb Mensch, halb Maschine – glänzen durch Liebe zum Detail und lassen nur erahnen, wohin die gesamten Produktionsmittel geflossen sein müssen. Die aufwendigen Spezialeffekte sind für das überschaubare Budget, das RAAPHORST für die Umsetzung seiner Perle zu Verfügung gestanden hat, als beachtlich hochwertig zu betiteln und sind zudem in der deutschen Filmversion sogar noch vollkommen komplett. Etwas unverständlich, wird gerade gegen Ende reichlich menschliches Hirn gematscht, wobei die hiesige FSK bei weitaus handzahmeren Filmchen nicht selten gar keinen Spaß verstand. Nichtsdestotrotz hat natürlich auch FRANKENSTEINS ARMY so seine Schnitzer (warum sprechen russische Soldaten eigentlich untereinander perfektes Englisch), die erfrischende Idee überzeugt jedoch prompt und die schnörkelfreie Inszenierung macht RAAPHORSTS Debüt zu einer schwer unterhaltsamen Angelegenheit, die sich kein interessierter Horrorfilmfan entgehen lassen sollte.
 
 
 


 
 
 

FRANKENSTEIN´S ARMY – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Eine kleine Überraschung auf dem sonst so zwiespältigen Wackelkamera-Markt. Umso erstaunlicher, dass der Initiator dieser Horrorperle direkt aus unserem Nachbarland, den Niederlanden, stammt. In FRANKENSTEIN ARMY erlebt der Zuschauer die vermutlich absurdesten Filmmonster der letzten Jahre. Ein unterhaltsamer Horrorstreifen, der selbst das Herz eingefleischter Found Footage-Gegner schneller schlagen lassen dürfte, denn FRANKENSTEIN ARMY ist laut, blutig und herrlich schräg!
 
 
 


 
 
 

FRANKENSTEIN´S ARMY – Zensur

 
 
 
In FRANKENSTEIN´S ARMY geht es gerade gegen Ende recht deftig zur Sache, wobei sich die Frage stellt, wie FRANKENSTEIN´S ARMY unbeschadet durch die FSK gekommen ist. Die deutsche Fassung ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

FRANKENSTEIN´S ARMY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Frankensteins Army Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Frankenstein´s Army; USA/Niederlande 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch und Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1920x1080p), @24 Hz

Laufzeit: ca. 84 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover und Schuber, Steelbook

Extras: Originaltrailer in Deutsch und Englisch, Making of (ca. 31 Minuten), Trailershow mit sechs Clips anderer Filme aus dem Programm von ASCOT ELITE

 
 
 
Der bisher in Genrekreise mit eher gemischten Gefühlen aufgenommene FRANENSTEIN´S ARMY hat vom Anbieter ASCOT ELITE HOME ENTERTAINMENT eine erstaunlich hochwertige Blu-ray-Veröffentlichung spendiert bekommen. Die Erstauflage wurde sogar in einen Pappschuber gesteckt; ein limitiertes Blu-ray-Steelbook soll zusätzlich folgen. Das anamorphe Widescreenbild ist für einen Found-Footage-Film als ziemlich gelungen zu betiteln. Der schicke Retro-Look des Bildmaterials besitzt einen durchweg lobenswerten Kontrast und eine sehr gute Schärfe; die vielen für einen Wackelcamfilm typischen Mängel im Bildmaterial (unkonstante Kameraführung, Unschärfen usw.) passen thematisch hervorragend zur Geschichte und stören nur selten. Der Schwarzwert ist satt und detailreich und die Kompression bleibt unauffällig. Ebenso lobenswert geht es tonal zugange. Der deutsche und englische Ton liegt in dts-HD-Master 5.1 vor und fällt erstaunlich räumlich und sehr druckvoll aus. Die Dialoge verteilen sich im Frontbereich und sind gut verständlich. Viele kleine Effekte schallen aus den hinteren Lautsprechern, was gerade in den Katakomben für ein angenehmes Gruselfeeling sorgt – auf einen Score wird aufgrund des Doku-Charakteres weitestgehend verzichtet. Für einen eher kleinen Film wie FRANKENSTEIN`S ARMY sollte man beim Bonusmaterial nicht zu viel erwarten. Dem Filmfreund wird das obligatorische Extraprogramm geboten. Herzstück ist das halbstündige „Making of“ bei dem zwar einige Aspekte über die Produktion beleuchtet werden, aber weniger auf die kuriose Entstehungsgeschichte eingegangen wird. Die Promo-Clips der Ursprungsidee WORST CASE SCENARIO haben es nicht auf die Scheibe geschafft, können aber auf einschlägigen Videoportalen wie YOUTUBE kostenlos angesehen werden. Trotzdem sehr bedauerlich, dass diese höchst beeindruckenden Trailer nicht auf der vorliegenden Blu-ray vorzufinden sind. Abgerundet werden die Extras mit dem Originaltrailer in Deutsch und Englisch, sowie sechs Clips aus dem Film-Katalog des Anbieters ASCOT ELITE. Gegner des FSK-Flatschens dürfen sich zudem auf ein Wendecover freuen.
 
 

Frankenstein’s Army [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

FRANKENSTEIN´S ARMY – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Dinosaur Project (2012)

The Amityville Haunting (2011)

Tape 407 (2012)

V/H/S (2012)

V/H/S 2 (2013)

Paranormal Activity 3 (2011)

Penance – Sie zahlen für ihre Sünden (2009)

The Tunnel (2011)

Aktion Mutante (1993)


Filmreview: „Wer ist Hanna“ (2011)

 

Die junge Hanna wächst fernab der Zivilisation, mit ihrem Vater Eric in einer Hütte irgendwo in der Einöde Finnland, auf.

Eric trainiert Hanna in diversen Nahkampftechniken, lehrt ihr allerlei Sprachen und bringt ihr Wissen und Bildung bei indem er sie selbst unterrichtet.

Als Hanna das 16 Lebensjahr erreicht hat und sie die Neugierde vor dem Unbekannten außerhalb der vier Wände packt händigt ihr Vater ihr einen Sender aus und erklärt ihr, dass Sie die CIA-Agentin Marissa töten muss und in ihn wieder in Berlin treffen soll. Nachdem das junge Mädchen den Sender aktiviert hat und ihr Vater fliehen kann, strömt ein CIA-Team in die Hütte und sperrt das Mädchen in eine Zelle. Nachdem die CIA-Agentin Marissa Hannas Hinterhalt erahnt, schickt sie eine Doppelgänger in die Zelle, die alsbald von Hanna getötet wird. Das Mädchen kann daraufhin aus der Gefangenschaft fliehen und macht sie auf den langen Weg nach Berlin um ihren Vater zu finden.

Doch Marissa ist ihr dicht auf den Fersen und hat nur ein Ziel: Hanna und ihren Vater zu töten.

 

 

Was ist denn nun „Hanna“ (so der Titel im Original) für ein eigenartiger Film?

Thriller, Märchen für Erwachsene, Komödie, Drama, Actionmovie oder Mystery-Film?

Eigentlich egal – sagen wir: einfach von jedem etwas.

Dabei wirkt der Film aufgrund seiner genreübergreifenden Szenarien so schick unverbraucht und frisch, dass man Hanna genüsslich dabei zuschauen möchte, durch welche kontrovers gestaltete Settings sie im Verlauf der Geschichte springt, kämpft und schlitzt.

Gerade hier sind klar die Stärken des Film zu erkennen.

Stapft Hanna zu Beginn des Films noch durch meterhohe Schneeberge (Nostalgiefans dürften sofort den Märchenklassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ vor Augen haben) darf sie im Verlauf der Handlung recht ungewöhnliche Kulissen aufsuchen, die mich irgendwie an die Stationen eines Konsolen-Jump&Run-Games erinnert haben (Wüste, Unterirdischer Gebäudekomplex des Geheimdienst, eine Oase, Rummelplatz).

Ein wahrer Augenschmaus für die Sinne.

Natürlich bleibt das Geheimnis um Hanna bis kurz vor Ende gut bewahrt und gibt ihr Zeit immer wieder in schön gefilmten Kämpfen um ihr Leben zu „fighten“.

Dabei macht ebenfalls der flott komponierte Elektrosoundtrack ein richtig gute Figur und unterstreicht die doch recht flott und kurzweilig inszenierte Handlung enorm.

Zwei Faktoren haben mich dennoch gestört. Einerseits der recht schemenhaft und weniger tiefgründig geratene Charakteraufbau und dessen Entwicklung, sowie die klischeebeladene Darstellung des Deutschen Bösewichts.

Warum dieser als Skinhead dargestellt wird, entzieht sich mir jeglicher Kenntnis.

Scheint wohl bei den Amis gang und gebe zu sein den Deutschen immer in Verbindung mit Rechtsradikalismus, Stasi, Nazis oder Skins darzustellen.

Die unklare Erkenntnis war enormer Störfaktor beim Schauen.

Trotz allem erwartet den offenen Filmfan eine rasante Actionhatz, ohne Verschnaufpause verziert mit wirklich sehr hübschen Bildern – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Bitte mehr davon!

 

 

Fazit 7,5 / 10 Punkte.

 

Rasante Verfolgungsjagd vor spektakulärer Kulisse. Eine Fortsetzung oder ein Prequel ist unbedingt erwünscht! Uneingeschränkt Sehenswert!

 

Hellrasier80

http://www.youtube.com/watch?v=oG5T_Ai5Yv0