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Filmkritik: “The Last Showing” (2014)

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THE LAST SHOWING

Story

 
 
 
Um beim dritten Date punkten zu können, lädt Martin (Finn Jones) seine Allie (Emily Berrington) zu einer Mitternachtsvorstellung ins Kino ein. Leider ist das Multiplex menschenleer, so dass der psychopathische Filmvorführer Stuart Lloyd (Robert Englund) die Gunst der Stunde nutzt, um einen eigenen Horrorfilm zu drehen, in dem sich die beiden frisch Verliebten den Filmregeln des selbsternannten Regie-Maestros unterwerfen sollen …
 
 
 


 
 
 

THE LAST SHOWING – Kritik

 
 
 
Eine Kult-Ikone des modernen Horrorfilms meldet sich zurück – ausnahmsweise mal nicht mit Horror von der Stange. Genau dreißig Jahre ist es her, dass ROBERT ENGLUND durch die Rolle der Kindermörders FREDDY KRUEGER praktisch über Nacht zur Legende wurde. Sechs Fortsetzungen zog die ELM STREET-Reihe nach sich, bevor ENGLUND vom Studio die Kündigung bekam und die NIGHTMARE-Serie durch ein Remake und mit neuem Freddy-Darsteller gegen die Wand gefahren wurde. Viel Zeit ist seit ENGLUNDS letztem Meuchelfeldzug als Traumdämon vergangen und der Schauspieler hat nach den Freddy-Erfolgen das getan, was wohl jeder ehemalige Kinostar der 80er mittlerweile tut, um sein Lohn und Brot verdienen zu können. Wie vor NIGHTMARE ON ELM STREET tingelt er durch teils trashige Videoproduktionen, von denen immerhin die Kurzgeschichtensammlung SANITARIUM (2013) zu den besseren Vertretern in seiner mittlerweile sehr umfangreichen Film-Vita gehört. Der Zahn der Zeit hat auch an ENGLUND genagt. Aus dem sprücheklopfenden Traum-Killer ist ein greiser Mann geworden, der es aber scheinbar noch einmal wissen wollte. Er geht zu den Anfängen seiner Karriere zurück, wechselt noch einmal die Fronten und schlüpft für THE LAST SHOWING erneut in die Rolle eines Bösewichts um zu zeigen, dass er das Morden und Fiessein nicht verlernt hat.
 
Interessanterweise ist er seiner menschlichen Gebrechlichkeit bewusst und macht sie sich in seinem neuen Horrorfilm zu Eigen. Als Psycho-Opa Stuart terrorisiert er in THE LAST SHOWING ein frisch verliebtes Pärchen während einer Leinwandvorstellung des Klassikers THE HILLS HAVE EYES 2. Die wollten eigentlich nur ein bisschen knutschen und fummeln, bis sie selbst zu unfreiwilligen Statisten in einem selbstgedrehten Horrorfilms werden und ums Überleben bangen müssen. Als betagter Technik-und Filmnerd gewinnt ENGLUND hier recht schnell das Vertrauen seiner naiven Hauptdarstellerin und hetzt sie mit sicherem Gespür für Taktik und Manipulation gegen ihren Liebsten auf. Der versucht seine Unschuld mit allen Mitteln zu beteuern, hat aber nicht mit der Cleverness seines Widersachers gerechnet, der scheinbar schon einige Krimis studiert hat, um sein Opfer subtil in den Tod treiben zu können.
 
Zurück zu den Anfängen: Erfahrene Horror-Fans wittern die Fährte und verstehen einige der im Film platzierten Zitate. So steckt hinter dem in der Mitternachtsvorstellung gezeigten Mutantenspektakel (Er)Schreckmeister WES CRAVEN – jener Regisseur, der mit der NIGHTMARE ON ELM STREET-Reihe nicht nur Filmgeschichte schrieb, sondern ENGLUND in der Rolle des Horror-Monsters “Freddy Krueger” zu Weltruhm verholfen hat. Letzterer läuft in THE LAST SHOWING noch einmal zu Hochform auf und stellt seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis. Ähnlich wie der verstorbene ROBERT WILLIAMS im Thriller ONE HOUR FOTO verkörpert ENGLUND hier einen filmbewanderten Einzelgänger älteren Semesters hinter dessen vertrauenerweckender Fassade das unbeschreiblich Böse lauert. Rasch wird das Szenario zum Puppenspiel in dem ENGLUND die Strippen hält und seine Marionetten gegeneinander aufhetzt. Trotz gerissener Skrupellosigkeit bleibt Stuart aber immer noch Mensch. Regisseur PHIL HAWKINS räumt seiner Psychopathenfigur Sympathien ein. Nicht selten gelingt es dem Zuschauer so, einen kurzen Einblick in die Psyche einer fragilen und unsicheren Persönlichkeit zu werfen, die schnell an ihre Grenzen kommt, sobald sie unter Druck gerät. Auch wenn die genaueren Hintergründe für Stuarts Handel horrorfilmtypisch rasch unter den Teppich gekehrt werden und die Geschichte von THE LAST SHOWING um allerhand Zufälle bereichert wurde; ENGLUND scheint die Rolle des greisen Psychopathen wie auf den Leib geschneidert zu sein, obwohl er bisher noch nie in Charakterrollen glänzen konnte.
 
Eigentlich ist THE LAST SHOWING nichts Großes. Regisseur PHIL HAWKINS profitiert jedoch von der immer noch enormen Beliebtheit seines bekannten Hauptdarstellers. Der plappert wie zu besten NIGHMARE-Zeiten makabre Floskeln in die Kamera und hat den Zuschauer schnell auf seiner Seite, wenngleich seine Sprüche nur selten die grandios zynische Art erreichen, die einst Pizza-Face Freddy Krueger ausgezeichnet haben. THE LAST SHOWING ist Indie-Horror, so wie er sein sollte: Knackig, fesselnd und unterhaltsam. Ohne großartige Umwege kommt die kleine Geschichte recht zügig zum Punkt und hat trotz bekanntem Psycho-Allerlei immerhin noch einige recht frische Wendungen in petto, damit der Zuschauer bei Laune gehalten werden kann. Statt übertriebenem Blutreigen orientiert sich Macher PHIL HAWKINS vermehrt am klassischen Suspense-Cinema und zieht lieber die Spannungsschraube an, statt das Treiben im Blut zu ersäufen. Die kurzweilige Kombination aus lobenswerter Kameraarbeit, spannungsreichem Drehbuch und witzigen Zitaten heben THE LAST SHOWING über dem Indie-Durchschnitt. Somit darf diese Sondervorstellung gern besucht werden, schließlich erleben ENGLUND-Fans hier den besten ENGLUND seit Jahren
 
 
 


 
 
 

THE LAST SHOWING – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein Horror-Thriller, so wie er sein sollte: Temporeich, fesselnd und unterhaltsam. Freddy Krueger-Darsteller ROBER ENGLUND bleibt seinem Schlitzer-Hobby treu, lässt aber das Schlafwandeln sein. In THE LAST SHOWING wandelt er auf den Pfaden eines ROBIN WILLIAMS, der vor einigen Jahren mit ONE HOUR FOTO einen ähnlichen Film gemacht hat. Abermals bekommt der Zuschauer einen Killer vor die Linse, der hinter der Fassade eines scheinbar fragilen Greises ausschließlich Böses im Schilde führt und Leichen im Keller stapelt. Regisseur PHIL HAWKINS hat die Regeln für ultimativen Thrill verstanden. Sein THE LAST SHOWING entpuppt sich als erstklassiger Suspense-Thriller mit überraschungsreichen Wendungen, der für Indie-Verhältnisse auch noch bemerkenswert gut in Szene gesetzt wurde. Kult-Ikone ROBERT ENGLUND überzeugt mit gutem Schauspiel, das zum Besten gehört, was man seit Jahren vom ihm gesehen hat. Demnach können wir für THE LAST SHOWING nur empfehlen, denn gut unterhalten wird man hier auf jeden Fall.
 
 
 


 
 
 

THE LAST SHOWING – Zensur

 
 
 
THE LAST SHOWING ist ein Psycho-Thriller der sich eher züchtig in Sachen Gewalt gibt. Außer zwei gezielten Todesschüssen gibt es nichts an Brutalität zu sehen. Verwunderlich ist das keineswegs, denn THE LAST SHOWING konzentriert sich eher auf Suspense und Spannung.
 
 
 


 
 
 

THE LAST SHOWING – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Scorned (2013)

Mindscape (2013)

Coherence (2013)

Simon Killer (2012)

One Hour Foto (2002)


Kritik: “Silent Night – Leise Rieselt das Blut” (2012)

silent night (2012) poster
 
 
 

SILENT NIGHT

LEISE RIESELT DAS BLUT

Story

 
 
 
Weihnachten steht vor der Tür und ein kleines amerikanisches Städtchen bereitet sich mit einem riesigen Festumzug auf die bevorstehende Weihnachtsfeiertage vor. So wirklich genießen kann die unscheinbare Polizistin Aubrey das Weihnachtsfest nicht, ist es ausgerechnet sie, die in der besinnlichen Zeit ihren Pflichten als Polizistin nachgehen muss. Zu allem Übel gerät sich auch noch an einen blutgeilen Killer, der sich als Weihnachtsmann getarnt an die Arbeit macht, einige “unartige” Bewohner des Ortes auf grausame Art zu bestrafen!
 
 
 


 
 
 

SILENT NIGHT – Kritik

 
 
 
Als zu Beginn der 80er Jahre die beiden Slasher HALLOWEEN und FREITAG DER 13. einen regelrechten Horror-Boom auslösten, war es nur eine Frage der Zeit bis auch andere Filmserien entstanden, die von den mittlerweile bekannten Slasher-Regeln Gebrauch machten sollten. Neben der SLEEPAWAY CAMP und NIGHTMARE ON ELM STREET-Reihe brachte es auch der fiese SILENT NIGHT – DEADLY NIGHT zu passablem Erfolg, so dass im Laufe der darauffolgenden Jahre vier weitere Fortsetzung gedreht werden mussten, um die Kuh leer melken zu können. Knapp 30 Jahre nach dem Erstling folgt nun die Wiederauferstehung in Form einer Neuverfilmung, schließlich gibt es in Zeiten lukrativer Remakes immer noch genug alte Horror-Klassiker, denen eine Frischzellenkur verpasst werden muss. Von der liebenswert-naiven Machart und dem trashigen Schlitzer-Charme der Vorlage ist in der Neuverfilmung kaum noch etwas zu verzeichnen. Stattdessen wird dem Zuschauer ein ideenlos zusammengeflickter Horror-Slasher vorgesetzt, der sich hauptsächlich mit blutrünstiger Schlitzerei über Wasser halten kann und bis auf den Killer kaum noch etwas mit dem filmischen Original gemein hat. So wirklich fesseln will SILENT NIGHT demnach zu keiner Minute, was vor allem an der überraschungsarmen Inszenierung und dem einfallslosen Plot liegen mag, der mal wieder nach gängiger Slasher-Formel abgehandelt wird. Verschenktes Potenzial, was gerade aufgrund der Weihnachtsthematik hätte witzig werden können.
 
SILENT NIGHT folgt der Mittdreißigerin Aubrey, die bereits in jüngster Vergangenheit einen tragischen Schicksalsschlag erlitten hat und nach einigen beruflichen Niederlagen nicht daran glaubt, sich als Polizistin behaupten zu können. Eigentlich einen durchaus interessante Ausgangssituation, die Komplikationen verspricht. Doch bevor sich die adrette Filmheldin um Kopf und Kragen schreien kann und den männlichen Protagonisten zeigt, das auch Frauen in Männerrollen keine schlechte Figur machen, vergeht viel Zeit, die dem Zuschauer Geduld abverlangt. Immerhin scheint Regisseur STEVEN C. MILLER eine Leidenschaft für bitterböse Späße zu besitzen, denn die lästige Warterei wird mit sarkastischer Wortspielerei versüßt, was den Streifen trotzdem nicht besser macht. Der heimliche Star dieses Films ist – wie schon das Filmplakat erahnen lässt – der kostümierte Killer. Leider lässt der sich nur selten blicken. Erscheint er dann endlich, zieht er mit perfiden Spielchen in den Bann und lässt Splatter-Herzen schneller schlagen, schließlich ist er kein Mann der vielen Worte und lässt lieber Blut fließen. Political incorrectness steht hierbei an erster Stelle, was der hiesigen FSK überhaupt nicht zugesagt hat, die Schnittauflagen forderte, damit der Rechteinhaber eine Freigabe fürs Kaufhaus erhalten konnte.
 
Heute auf dem Plan: Kreatives Morden, das in SILENT NIGHT ziemlich rabiat zelebriert wird und dem Slasher-Genre alle Ehre macht. Da werden spitze Geweihe (übrigens eine Hommage an das Original) und Lichterketten als Mordinstrumente verwendet; Opfer aber auch auf traditionellem Wege mit der Axt aus dem Leben gerissen. „Bad Santa“ ist einfallsreich und muss sich am Ende mit der Heldin einen eifrigen Schlagabtausch liefern, der die schläfrige Handlung zumindest für Gewalt-Fans unterhaltsam macht. Dass im Finale sogar Farbspielereien im Stile eines jungen ARGENTOS zum Einsatz kommen, mag zwar löblich sein – trotzdem bleibt SILENT NIGHT eines der enttäuschendsten Reboots, das die Horror-Welt in den letzten Jahren zu sehen bekommen hat.
 
 
 


 
 
 

SILENT NIGHT – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
Das Remake zu SILENT NIGHT – DEADLY NIGHT ist zu aller Enttäuschung nicht einmal annähernd so gut geworden, wie es der Trailer zuvor versprochen hatte. Sah man im Trailer diverse Mordutensilien durch die Luft sausen und hoffte auf flott inszenierte Slasher-Ware mit frischen Schocks, enttäuscht das fertige Machwerk durch Belanglosigkeit und Spannungsarmut. Trotz Weihnachtskulisse gibt es im Film keinen Schnee zu sehen und die Handlung wird mal wieder nach bekannter Slasher-Formel abgehakt. Immerhin hat man an einen ausgefuchsten Killer gedacht, der SILENT NIGHT zu eigentlicher Größe heranwachsen lässt. Ohne den wäre die Neuverfilmung vermutlich gänzlich zum Rohrkrepierer verkommen, der mit deftiger Schlitzerei das Interesse von Gewalt-Fans auf sich lenkt. Neben den grafisch ansprechenden Morden erweist sich vor allem das Finale als großer Pluspunkt und lässt enttäuschte Horrorfans nicht ganz so verbittert vorm heimischen TV-Apparat zurück. Das straff inszenierte Ende lässt den spannungsarmen Hauptteil vergessen, kann aber trotzdem nicht davon ablenken, dass SILENT NIGHT nur ein solider Slasher geworden ist, der kaum Überraschungen zu bieten hat. Unterm Strich bleibt nur Durchschnittsware, die der Bezeichnung „Remake“ kaum gerecht werden kann. SILENT NIGHT fühlt sich eher wie eine überschnell produzierte Fortsetzung an, die der kultigen Vorlage aus den 80ern kaum gerecht wird. Dass das offene Ende mal wieder nicht fehlen darf und die Türen für mögliche Sequels offen hält, dürfte nicht verwundern. Weil SILENT NIGHT in Amiland aber alles andere als ein Verkaufserfolg gewesen ist, dürften die vorerst auf sich warten lassen.
 
 
 


 
 
 

SILENT NIGHT – Zensur

 
 
 
Weil die FSK dem Film in der ungeschnittenen Version keine Freigabe attestierte, wird SILENT NIGHT nun in zwei Fassungen auf den Markt gebracht. Zum einen gibt es eine geschnittene Fassung zu kaufen, die knapp 38 Sekunden Federn lassen musste und am roten KJ-Flatschen erkannt werden kann. Wer den Streifen ungeschnitten sein Eigen nennen möchte, sollte auf das leichte SPIO/JK-Siegel (keine schwere Jugendgefährdung) achten, das auf der Rückseite der DVD/Blu-ray aufgedruckt wurde. Diese Filmfassung ist komplett. Verwunderlich ist das Vorgehen der FSK jedoch nicht, denn Aufgrund kruder Spezialeffekte (Weihnachtsbaum-Schredder-Szene) und der Ermordung von Kindern war es abzusehen, dass SILENT NIGHT Probleme mit der Zensurbehörde erhalten würde.
 
 
 


 
 
 

SILENT NIGHT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Pierrot le Fou (geschnittene FSK-Fassung)

 
 
 
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(c) Pierrot le Fou (ungeschnittene SPIO/JK-Fassung im limitierten Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Silent Night, USA 2012

Genre: Horror, Slasher, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 94 Min. (uncut) / ca. 93 Minuten (cut)

FSK: SPIO/JK geprüft: keine schwere Jugendgefährdung (ungeschnittene Fassung), Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover (geschnittene Fassung), Mediabook (ungeschnittene Fassung)

Extras: Trailer, Interviews mit Regisseur und Schauspielern, Deleted Scenes – Mediabook zusätzlich mit 24-seitiges Booklet

Release-Termin: 05.12.2014

 
 
 


 
 
 

SILENT NIGHT – Mediabook

 
 
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Sammler dürfen sich freuen, denn auch SILENT NIGHT erscheint im hochwertig verarbeitetem Sammlerstück. Nachdem der Rechteinhaber PIERROT LE FOU in seiner neuen „PIERROT LE FOU UNCUT“-Reihe bereits die Streifen RAZE und DADDY’S LITTLE GIRL veröffentlicht hat, kommt nun auch der Weihnachtsschocker in der edlen Aufmachung daher und trägt die Nummer drei. Diese ist ebenfalls nur begrenzt zu haben, denn das gute Stück wurde auf 3000 Exemplare (händisch durchnummeriert) limitiert, so dass sich Liebhaber seltener Verpackungen beeilen sollten, bevor das Mediabook zu horrenden Preisen gehandelt wird. Neben Blu-ray und DVD in exzellenter Bild- und Tonqualität, gibt es als besonderes Schmankerl 24 Seiten Hintergrundinformationen in Form eines Buchteils. Zudem haben es auch einige Extras auf die Veröffentlichung geschafft, die der Rechteinhaber deutsch untertitelt hat. Dass SILENT NIGHT sogar noch mit professioneller Synchronisierung ausgestattet wurde ist löblich und zeigt, dass das Label PIERROT LE FOU darum bestrebt ist, dem Käufer das Maximum an Qualität zu bieten. Wer harte Horrorfilme bevorzugt sollte zugreifen, denn SILENT NIGHT ist ein potenzieller Indizierungskandidat und dürfte in der hier enthaltenen Uncut-Fassung bald nicht mehr so einfach zu haben sein.
 
 

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SILENT NIGHT – Trailer

 
 

 
 
 

Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
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Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings (2011)

Wrong Turn 5 – Bloodlines (2012)


Filmreview: “Hellraiser – Revelations” (2011)

 

Nach diversen arg schlechten Filmbesprechungen, der nunmehr bereits 9. Filmumsetzung des Clive Barker Stoffes rund um das berüchtigte „Hellraiser“-Universums, habe ich mir nun selbst ein Bild von „Hellraiser – Revelations“ gemacht und war positiver überrascht als ich eigentlich erwartet hätte.

Nun gut, insofern man seine eigenen Erwartung wirklich ordentlich gen Keller schraubt, dürfte der ein oder andere Filmfan unter Euch, die ein oder andere Überraschung erleben.

Sicherlich ist „Revelations“ der bisher schwächste Teil der gesamten Serie, bietet aber dennoch genug kurzweilige, wenn auch leider recht simpel und trivial-gestrickte, Genreunterhaltung.

Dabei handelt es sich weniger um ein eigenständig erzähltes Sequel mit einer wirklich neuen Story, als vielmehr um eine wenig tiefgründige Neuinterpretation des bekannten Clive Barker-Stoffes.

Dem bewanderten Filmfan dürften daher jede Menge altbewährte und neuaufgebrühte Schlüsselmomente aus den genialen ersten beiden Teilen des Franchise bekannt vorkommen. Von daher ist „Hellraiser – Revelations“ mehr Remake, als eigenständiges erhofftes Sequel.

Der Anfang des neuesten Werkes ist recht stimmungsvoll geraten: die beiden Freunde Nico und Steven geraten während eines Kurzurlaub an den sagenumwogenen Spielwürfel, mit deren Hilfe es möglich ist, mit den Cenobiten (Geschöpfe aus der Hölle) in Kontakt zu treten. Kaum in Besitz des geheimnisvollen Instruments, schafft es der draufgängerische Nico die Kreaturen herbeizurufen, woraufhin die beide Freunde auf recht schmerzlicher Art und Weise Bekanntschaft mit dem Anführer der Cebobiten machen.

Da Nico das Tor zur Hölle mit Hilfe des Würfels geöffnet hat, muss er als Gegenleistung den Cenobiten seinen Körper und sein Fleisch zur allgemeinen „Erkundung“ zur Verfügung stellen und wird letztendlich gemeinsam mit den Cenobiten in den Höllenschlund hinabgerissen -der bedachte und schüchterne Steven bleibt verstört zurück. Doch Nico kann aus der Hölle entfliehen. Einziges Manko: die blutgierigen Geschöpfe aus der Hölle haben ihm seiner Haut entraubt.

Fortan bittet er seinen besten Freund Steven für ihn zu morden, auf das sich Nico am Blut der Opfer stärken kann und wieder die Gestalt eines menschlichen Wesens erhält.

Bedenkt man, was „Hellraiser – Revelations“ für ein katastrophal-geringes Budget zur Verfügung gestanden hat, ist das was man letztendlich als fertiges Werk bewundern darf, gar nicht mal so übel. Sicherlich schauen diverse Schauplätze (es gibt gerade mal eine handvoll unterschiedlicher Schauplätze, da der Hauptteil des Filmes im Haus von Stevens Eltern spielt) wirklich schlimm nach Kulisse aus und die dilettantische Handlungs- sowie Charakterentwicklung des aktuellen Teils ist derart simpel gestrickt, dass die Dramaturgie kaum über TV-Soap-Niveau hinausreicht, aber immerhin hat man tatsächlich alles herausgeholt was aus dem Produktionsbudget herauszuholen war.

Was ich als relativ nervend empfand war die Tatsache, dass man versucht hat aktuelle Horrorfilm – Trends in „Hellraiser – Revelations“ miteiner zu vereinen. Demnach darf der geneigte Horrorfilmfan Fragmente des Geschehens „Blairwitch“-typisch aus der Digitalkamera-Perspektive verfolgen oder Nicos Rückkehr aus der Hölle und seine Folter- und Psychospielchen mit der eigenen Familie exploitationlastig (vergleiche „Mothersday“-Remake, „Funny Games“ …) miterleben.

Sicherlich funktioniert das eigentlich recht gut, aber passt irgendwie nicht in das recht groteske und theatralisch-düstere „Hellraiser“-Universum.

Das wirklich unverzeihbarste Vergehen überhaupt an diesem aktuellen Teil, ist die Tatsache, dass „Pinhead“ nicht von mehr von Doug Bradley dargestellt wird. Jeher waren in allen Sequels der Serie sein Erscheinen und sein Auftritt das eigentliche „Highlight“ eines jeden Hellraiser-Teils.

Der neue „Pinhead“ besitzt nicht einmal annähernd die enorm stolz-majestätische, aber dennoch unheimlich-bösartige Aura eines Doug Bradley und ist für mich, mit seiner arg knochigen und unscheinbaren Erscheinung eher Lachnummer, als angsteinflößend.

Auch wenn man Teil 9 und das eventuell bevorstehende „Hellraiser“-Remake für eine neue Generation an Horrorfreaks neu zugänglich machen möchte, so dürften beide Teile ebenso an der Fanbase scheitern, wie zuletzt das katastrophale Remake von „Nightmare on Elm Street“, das bekanntlich ohne Freddy-Darsteller Robert Englund auskommen musste.

Im übrigen verhält sich „Hellraiser-Revalations“ recht züchtig mit der Zurschaustellung diverser optischer Gemein- und Grausamkeiten. Sicherlich gibt es für eine „Direct-to“-Produktion noch genügend Splatterstuff, dieser hält sich aber dennoch „Hellraiser“-untypisch recht dezent zurück.

 

 

Fazit 4,5/10 Punkte

 

Ja, auch wenn Doug Bradley als „Pinhead“ nicht mehr mit am Start ist, so ist das aktuelle Sequel, das eigentlich mehr Remake als Fortsetzung ist, immer noch bedingt schaubar.

Tiefgründigkeit und Originaliät sind zwar Fehlanzeige, dennoch für einen kurzweiligen Film-Abend gerade noch goutierbar.

 

FSK-Prognose:  Keine Jugendfreigabe

 

 

Hellraiser80


Filmreview: “Mega Monster Movie” (2009)

 

Es ist Halloween:

Stan Helsing, ein Videotheken-Angestellter, ist mit seinen Freunden: Teddy, Nadine und Mia auf dem Weg zu einer Halloween-Party. Doch bevor die 4 sich ihren Alkohol- und Feiergelüsten vollends hingeben dürfen, müssen sie einen Umweg fahren, um noch ein paar Filme aus der Videothek an einen Kunden auszuliefern. Nachdem sich die Freunde verirrt haben landen sie in einem Ort, auf dem scheinbar ein Fluch lastet, den nur der legendäre Van Helsing brechen kann. Handelt es sich bei Stan um jenen sagenumwogenen Erlöser?

 

Es gibt gute Filme, es gibt schlechte Filme, es gibt megaschlechte Filme, es gibt wirklich mega-turbo-hydro-schlechte Filme und es gibt Filme für deren Qualitäten erst noch eine Wortkreation erfunden werden muss.

Mega Monster Movie“ (was für ein wirklich beschissener und übertrieben übersetzter Deutscher Titel) ist so ein Fall.

Ich glaube „MMM“ hat das Niveau derart ähnlich gestrickter Produktionen einen Dimension nach unten geschraubt.

Stan Helsing“ (so der Titel im Original) ist so dermaßen schlecht gespielt, so grottig umgesetzt und so vollkommen witzfrei, man möge es kaum glauben, hat man das fertige Machwerk nicht selbst mit eigenen Augen gesehen.

Wir erinnern uns, nach Wiederbeleben des totgesagten Horrorfilm zum Ende der 90er Jahre entstand eine Filmgattung, die sich darauf spezialisiert hatte, aktuelle (Horror)Filmproduktionen aufs Korn zu nehmen.

Darunter, die bekannteste Filmserie dieser Art: „Scary Movie“. Es folgten weitere mehr oder weniger gelungene Nachzügler (u.a. „Super Hero Movie“, „Disaster Movie“) und gerade in diesem langsam abebbenden Fahrtwasser der typischen „…Movie“s erscheint nun „MMM“.

Obwohl der Film wirklich fast jedes Klischee bedient, und sich über Blondinen, Homosexuelle, Transsexuelle und diverse andere Minderheiten „lustig“ macht, zündet letztendlich kein Gag.

Das ist schon einmal eine beachtliche Leistung, einen Film zu zimmern, der genug Gag- und Klischeevorlagen bietet, aber letztendlich gar nicht lustig ist, weil er in seiner Witzwahl so plump und unkreativ von statten geht, das einem sich die Fussnägel krümmen und man fremdverschämt nach der Fernbedienung greifen mag um die Vorspuhl-Taste zu aktivieren.

“MMM” bietet keinerlei Identifikationsfigur für den Zuschauer. Alle Protagonisten im Film sind so unsympathisch und flach skizziert, dass einem deren sinnfreies Gefasel bereits nach einigen Minuten gehörig auf den Senkel geht.

Warum sich im übrigen Leslie Niesen für so derart miesen Dreck erniedrigen lässt und im Fummel als Barfrau agiert erschließt sich mir jeglicher Logik. Hat er es derzeit finanziell so dringend nötig jedes noch so miese Filmangebot wahrnehmen zu müssen?

Was gibt es eigentlich überhaupt positives über „MMM“ zu berichten? Eigentlich nix, bis auf die Tatsache, dass das Schundwerk, trotz obligatorischen Gagmangel kaum Längen bietet und einige recht kultige Horrorfilmfiguren „parodiert“ (*hust*). Die Leatherface-Kopie schaut mit ihrer Topflappen-Maske schon irgendwie recht schräg aus und hätte sicherlich Potenzial für einen eigenen Film.

MMM“ – „Mega Mieser Müll“, oder im dt. Original: „Mega Monster Movie“ ist ein Werk das wirklich keiner braucht und auf welches wahrlich niemand gewartet hat. Ich hoffe das mit „Scary Movie 6“ (Start 2012) wieder etwas frischer Wind in das Genre der „Filmveräppelungen“ einzieht und sich die Drehbuchschreiber ein paar wirklich kreative und diesmal hoffentlich wirklich witzige (Horror)Film-Anspielungen einfallen lassen.

 

Fazit: 2/10 Punkte

 

Ein Dünnschiss von einem Film. Eine Komödie, die mangels Gag- und Witzfeuerwerk gar keine ist. Vor derart Leistung kann sich der interessierte Filmfan nur ehrfürchtig verbeugen.

 

Hellraiser80


Filmreview: “Scream 4” (2011)

 

Vor 15 Jahren erschuf Regisseur Wes Craven den Auftakt einer Horrorreihe, die den eigentlich totgesagten Horrorfilm, wieder zu neuem Leben verhelfen sollte.

Sein Slasher „Scream“ reanimierte 1996 das „Teenager in Angst –Kino“ der späten 70er und der frühen 80er, welches mit „Halloween“, „Freitag der 13.“ und „Nightmare on Elm Street“ Mitte der 80er Jahre seinen Höhepunkt erreicht hatte.

Nachdem 1998 „Scream 2“ und im Jahr 2000 „Scream 3“ folgten, galt die Trilogie um die Hauptprotagonistin Sidney Prescott, welche sich in allen 3 Teilen gegen diverse Serienkiller in Ghostface – Kostümen zur Wehr setzte, als abgeschlossen.

Da im Verlauf der folgenden 10 Jahre das sogenannte „Remake“ – Syndrom Hollywood heimsuchte und nahtlos jede halbwegs berühmte „Horrorikone/serie“ der 70er und 80er Jahre neuverfilmt wurde, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch eine Neuverfilmung des beliebten „Scream – Franchise“ auf der Remakeliste Hollywoods stand.

Gott sei Dank verschonte man die Fans mit einem Neuverfilmung und entschied sich letztendlich gegen das „Scream“ – Remake und führte die Reihe mit einem Sequel fort.

 

Nach mehreren Jahren kehrt, die nun erwachsene Autorin Sidney Prescott (Neve Campbell) aufgrund einer Lesereise in das kleine Städtchen Woodsboro zurück.

Ihre damaligen traumatischen Erlebnisse hat sie erfolgreich in einem Roman verarbeitet.

Kaum in Woodsboro angekommen frischt sie wieder die Kontakte zu alten Bekannten auf und muss unerfreut und wortlos das Jubiläum der damaligen „Woodsboro – Morde“ hinnehmen.

Doch kaum an die vertraute Umgebung gewöhnt, beginnen die Morde von neuem.

Wieder hat es ein Killer im schwarzen Gewand und Geistermaske auf Sidneys Leben und das ihrer Freunde abgesehen.

 

Was erwartet uns vom nunmehr 4. Teil der Horrorserie „Scream“?

Sagen wir so, ein vertrautes Treffen alter Bekannter.

Schnell fühlt man sich im sympathischen und riesigen „Scream“ – Universum heimisch.

Ob Sidney (Neve Campbell), ob Reporterin Gale (Courteney Cox) oder Sheriff Dewey (David Arquette) – schön wieder bekannte, wenn auch merklich gealterte, Gesichter wieder zu sehen.

Schön auch, dass sich Regisseur Wes Craven und Drehbuchautor Kevin Williams nicht an den aktuellen Folter, Gore und Splatterstreifen der aktuellen Dekade bedienen. „Scream 4“ bleibt wahrlich schön schrullig oldschool, was vor allem damaligen „Scream“-Fans gefallen dürfte.

Egal ob Morde, Charakterzeichnung oder Erzählstruktur. Es gibt nichts was alteingesessenen Horrornerds nicht auch schon von damaligen „Scream“- Teilen her kennen.

Dennoch, das Einhalten von gewohnten „Scream“ -Strukturen und Mustern dürfte vor allem der nachgerückten Kinogeneration übel aufstoßen. Zu wenig Action, zu weniger Terror, zu wenig Blut und Gewalt, zu oft wiederholte Szenenabläufe (Ghostface im Schrank – springt hervor und sticht zu, Ghostface auf der Treppe – springt hervor und sticht zu, Ghostface vor dem Auto – springt hervor und sticht zu etc.pp). Ich glaube Kids von heute dürften Filme wie „Scream“ weniger beeindrucken, als uns Kids in den 90ern.

Vielleicht lag darin auch der Grund, warum „Scream 4“ nicht wirklich den Erfolg an den Kinokassen einspielte, den man letztendlich gern erwartet hätte. Ghostface und Co. wirken neben dem ganzen “Transformers”, “Avatars” und “Final Destinations” 3D-Schnick Schnack schon recht altbacken, was letztendlich nichts schlechtes bedeuten muss. Aber, ich für meinen Teil, bin der Meinung, das mit „Scream 4“ das Thema Sidney und Ghostface seinen Zenit erreicht hat und ausgereizt ist.

Zu oft hatte ich das Gefühl, alles schon einmal gesehen zu haben.

Hoffentlich belässt es Hollywood bei diesem abschließenden 4. Teil.

Bis auf das wirklich geniale Filmintro und die letztendliche Auflösung der Story am Ende konnte ich nichts wirklich frisches, neues entdecken. Vielleicht hat man sich im Laufe der Jahre von „Scream“ auch einfach nur satt gesehen.

 

Fazit 7/10 Punkte

 

Vertrautes Wiedersehen mit alten Bekannten, einem coolen Intro und einem genialen Finale.

Aber sich ständig wiederholenden Hetzjagden, die man bereits aus unzähligen „Slasher“ -Filmen her kennt und in den vorherigen 3 „Scream“ – Teilen bereits zu Genüge gesehen hat. Hoffentlich findet Sidney jetzt endlich ihren verdienten„Frieden“ – ich würde es ihr gönnen!

 

Hellraiser80


Filmreview: “The Ward” (2011)

John Carpenter, ein wegweisender Filmregisseur, Produzent, Komponist und Drehbuchautor.

Bereits 1974 startete er seine Filmkarriere mit kleinen Filmproduktionen, wie „Dark Star“ und dem (erst Jahre später zum Kultstatus avancierten) „Assault – Anschlag bei Nacht“.

Erst Ende der 70er erlangte er Weltrum mit einer kleinen Low – Budgetproduktion, die dem bis dato verstaubten Horrorfilmgenre neue Impulse gab: „Halloween“.

Halloween“ revolutionierte nicht nur das Nischenprodukt „Horrorfilm“, es machte den Horrorfilm auch mainstreamtauglicher und erschuf zeitgleich den Genrebegriff „Slasher“.

Zig Film(reihen) versuchten mehr oder weniger überzeugend an die Erfolge von „Halloween“ anzuknüpfen, indem sie das Thema „Slasherfilm“ bis an die Grenzen ausreizten.

Bekannte Vertreter und würdige „Halloween“ – Nachfolger sind dabei „Freitag der 13.“, die „Sleepaway“ – Reihe, die „Nightmare on Elm Street“- Serie, sowie die „Scream“- Quadrologie.

Auch nach „Halloween“ blieb Carpenter dem Horrorgenre treu und drehte unzählige einflussreiche Werke („The Fog – Nebel des Grauens, „Halloween 2“, „Halloween 3“, „Christine“), die ebenfalls unter Horrorfilmfans große Beachtung erhielten und Kultstatus erlangten.

Carpenters größter Kino-Flop stellte dabei 1982 die filmische Umsetzung des Remakes „The Thing“ dar, das zeitgleich mit Spielbergs „E.T. – der Außerirdische“ durch den Vertrieb UNIVERSAL Pictures in den Kinos anlief.

Das Amerikanische Kinopublikum war über den zeitgleichen Release dermaßen schockiert, dass man sogar „The Thing“ – Kinovorstellungen boykotierte.

Für die meisten Kinogänger der damaligen Zeit war es unverständlich, warum man parallel zu einem derart zuckersüßen Kinohit, wie „E.T. – Der Außerirdische“ einen derart grausamen, blutgierigen und tristen Film wie „The Thing“ anlaufen lies.

Dennoch, über die Jahre wurde auch Carpenters Science Fiction – Ausflug zu einem Kultfilm, der vor allem mit den, für damalige Verhältnisse, revolutionären Spezialeffekten punkten konnte.

Mitte der 80er Jahre probierte sich Carpenter in diversen anderen Genres aus. Vor allem im Bereich „Actionfilm“ wurde er mit „Die Klapperschlange“, „Big Trouble in litte China“ und „Flucht aus L.A.“, der Fortsetzung seines Kinohits „Die Klapperschlange“, legendär.

Leider gelang es ihm mit seinen Werken in den 90ern nicht mehr an die Erfolge seine Schaffens der 80er Jahre anzuknüpfen.

Seine Produktionen wurden von Kritikern gnadenlos verrissen.

Das Dorf der Verdammten“, „Vampire“ und „Ghosts of Mars“ sind nach wie vor zwar gute Filme, waren aber an den Kinokassen leidlich rentabel.

Nach der Regie von „Ghosts of Mars“ zog sich Carpenter 2001 aus der Kinolandschaft zurück und führte einzig für die TV-Serie „Masters of Horror“ für 2 Episoden Regie.

Nun, 10 Jahre nach seinem letzen Kinofilm, ist Carpenter wieder zurück mit „The Ward“.

The Ward“ ist dabei ein typisches Old – School – Gruselfilmchen geworden, das weniger durch Innovationen überrascht, als vielmehr durch stille Kamerafahrten und subtilen Schockeffekte.

Völlig verstört und desorientiert erwacht Kirsten (Amber Heard) eine Abends in der örtlichen Nervenheilanstalt. Der leitende Arzt konfrontiert sie mit den Geschehnissen: Kirsten soll eine Scheune in Brand gesetzt haben – kann sich aber an rein gar nichts erinnern.

In einem speziellen Programm versucht der Psychiater (Jared Harris) Kristens Barriere zu durchdringen und ihr zu helfen.

Doch irgendwas scheint mit der Klinik nicht zu stimmen. Immer wieder wird Kirsten von einem furchterregenden Geist verfolgt.

Nachdem der Geist höchst unangenehm mehrere Mitpatientinnen ins Jenseits befördert hat, beschließt Kristen den Geschehnissen in der Klinik auf den Grund zu gehen.

Da ist er nun, der in der Horror-Filmszene mit Vorfreude erwartete Comeback-Versuch Carpenters. Ein Film, der unspektakulärer hätte nicht sein können.

Und auch diesmal, wie in seinen Werken ein Jahrzehnt zuvor, werden sich auch an „The Ward“ die Geister und Kritiker scheiden.

Schlecht ist „The Ward“ natürlich nicht geworden – gut leider auch nicht. Irgendwo zwischen sehenswert und belanglos plätschert Carpenters aktuelle Produktion vor sich dahin.

Dabei findet man wirklich wenig innovatives in diesem kleinen Spukfilmchen.

Carpenter arbeitet professionell. Alles wirkt genau durchdacht und routiniert gefilmt. Vielleicht auch etwas zu sauber.

Er lässt dem Zuschauer viel Zeit sich in der Klinik zurecht zufinden  und die Charaktere zu durchleuchten, bevor er mit dem Holzhammer zuschlägt.

The Ward“ ist demnach auch sehr „still“ geworden und verlangt ordentlich Sitzfleisch vom Zuschauer ab. Bis zur die Hälfte des Filmes muss sich der Zuschauer gedulden, bis letztendlich überhaupt irgendwas passiert.

Carpenter setzt bei seinem aktuellen Schocker mehr auf traditionellen Grusel, als auf explizites Gemetzel (was jetzt aber nicht heißen soll, dass es nicht die ein oder andere geschmackvoll in Szene gesetzte Splatterszene gibt). Gerade wenn es arg still wird und Kirsten hinter der nächsten Ecke den Geist vermutet, wird dieser höchst effektvoll und laut in Szene gesetzt. Man könnte Carpenter vorwerfen, er hätte neuerdings den „lauten“ Schockeffekt für sich entdeckt. In keinen seiner bisherigen Filme kommen diese Schocker besser und effektiver zur Geltung, als in „The Ward“.

Diese effektvolle und akustische Untermalung von Höhepunkten und das Spielen mit Schocks könnte mir gefallen. Mehr als einmal habe ich bemerkt wie ich zusammengezuckt bin. Hoffe Herr Carpenter behält diese Methode, Zuschauer bei Stange zu halten, in seinen folgenden Filmen bei.

Ebenfalls Beachtung sollte man dem, wieder einmal trefflich selbstkomponierten und auf den Punkt gebrachten, Soundtrack Carpenters schenken.

Stille Töne, Kinderchorgeträller, Klavierkompositionen – das alles fügt sich passend in den Kontext des Filmes ein und unterstreicht den Grundton von „The Ward“ enorm.

Weniger passend jedoch die Charakterauswahl. Keine Ahnung was Carpenter da geritten hat. Natürlich sind bis auf das Klinikpersonal, wie könnte es auch anders sein, alle Hauptcharaktere von unmenschlich schöner Attraktivität geplagt und durch die Klischeeschraube gestampft wurden. Bis auf Hauptdarstellerin Amber Heard (Kristen) bleiben alle Insassinnen recht blass und unwichtig. Da interessiert es letztendlich auch niemanden, wenn Eine nach der Anderen über den Jordan gemeuchelt wird.

Fazit: 6,5/ 10 Punkte

Routinierter, stiller und Schockreicher Old – School – Grusler. Leider will man nicht so recht glauben, dass da Carpenter „drin ist“, obwohl Carpenter „draussteht“.

Hellraiser80

 


Nightmare on Elm Street Blu-Ray Collection erscheint

Allen Freunden des Pizza-Gesichtes “Freddy Krüger” sei der September 2011 ans Herz gelegt.

Warner Bros. Deutschland schnürrt als erstes Label weltweit ein dickes “Nightmare”-Paket mit allen bisherigen Nightmare – Teilen (Teil 1 – 7) und veröffentlicht es in der “Nightmare on Elm Street – Collection” im September auf Bluray Disc.

Da Teil 4 und 6 in Deutschland bisher immer noch indiziert sind darf man davon ausgehen, dass es keine Kaufhausversion geben wird. Aber alles kein Problem: diverse Internethändler stellen die ungeschnittene Version zum freien Verkauf im Internet zur Verfügung, Altersnachweis vorausgesetzt!

Bei den meisten Händlern kann das Teil bereits für knappe 60€ vorbestellt werden.

Welche Filmfassungen die Box beinhalten wird  (“Nightmare 1” und “Nightmare 5” wurden bisher weltweit auf keinem digitalem Medium offiziell in der “Unrated-Version” veröffentlicht) ist bis dato noch nicht bekannt. Ebenfalls hält sich Warner Bros. bisher noch recht bedeckt bezüglich Ausstattung und technischen Details.

Vermutlich wird die Ausstattung identisch mit den zuvor veröffentlichten DVD-Versionen sein, bzw. der Bluray zu “Nightmare 1”.


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