Filmkritik: „Das Pendel des Todes“ (1961)

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DAS PENDEL DES TODES

(THE PIT AND THE PENDULUM)

Story

 
 
 

Spanien in den Fünfzehnhundertern: Der Adlige Nicolas Medina hat ein ordentliches Kindheitstrauma im Gepäck. Sein folterbegeisterter und von der Eifersucht geplagter Vater mauerte seinerzeit die betrügerische Mutter bei lebendigem Leibe in den Kellergewölben des heimischen Schlosses ein. In der Gegenwart nimmt sich Medinas böse Gattin die Erinnerungen ihres Mannes zu Hilfe, dessen geistige Gesundheit zu torpedieren. Als der ihr auf die Schliche kommt, fällt ihm ein, dass im Keller nicht nur Mutters Skelett, sondern auch Vaters Folterinstrumente, hier sei besonders DAS PENDEL DES TODES aus dem Titel genannt, wartet…

 
 
 


 
 
 

DAS PENDEL DES TODES – Kritik

 
 
 
DAS PENDEL DES TODES zählt zu den schönsten der oft sehr freien Edgar-Allan-Poe-Adaptionen aus den sagenhaften American International Pictures, kurz AIP, -Studios. Das liegt – natürlich – vor allem am Hauptdarsteller. Vincent Price findet langsam Spaß daran, seine etablierte Hollywood-Vergangenheit als (im Regelfall hinterlistiger) Schönling in Krimis und Schnulzen hinter sich zu lassen. Vielmehr entwickelt er seine Persona als Amerikas Gesicht des Horrorkinos und wird als Nachfolger von einer Generation älterer Mimen wie Boris Karloff oder Bela Lugosi zum „Household Name“ auf dem Gruselsektor. Eine Rolle, die ihn noch in den Achtzigern zur Stimme von Michael Jacksons Hit-Video THRILLER und Liebling aller neuen Monster-Kids machen wird. Seine Art, auf zwölf Zylindern Volldampf den Bildschirm zu beherrschen und eigentlich viel mehr Vincent Price zu spielen als die Rollenfigur aus dem Drehbuch, ist immer mit einem den Zuseher umarmenden Augenzwinkern verbunden und einfach nur wunderbar.
 
 
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Regisseur Roger Corman ist der unbestrittene König der B-Movie-Sparbrötchen und gilt mit seinen erfolgreich an allen Ecken und Enden auf die Kosten achtenden Produktionsplänen – bis in die heutige Zeit – als Vorbild für junge Independent-Filmemacher. So wundern wir uns auch nicht, wenn uns die mittelalterlichen Kulissen, durch die der arme Don Nicolas hetzt, doch deutlich bekannt vorkommen. Corman bringt diese Sets fast in jeder seiner Kostümfilm-Produktionen jener Jahre zum Einsatz.
Für die sofort wiedererkennbare musikalische Untermalung des Geschehens sorgt ein weiteres Mal ein echter Gigant nicht nur des Soundtrack-Handwerks: Der texanische Orchesterleiter Les Baxter, legendärer Easy- Listening- und Exotica-Musik-Komponist, ist in den Sechzigern ein treuer Wegbegleiter Roger Cormans und verleiht den vergleichsweise kleinen Filmen des Produzenten mühelos einen Anstrich des Monumentalen.
 
 
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Amüsante Fußnote noch – wenn man sich nicht vor Schreck entzweireißen möchte: Wie viele Horrorfilme, die heute eher unter gering schauriges Unterhaltungskino für das Kind im Manne laufen, hatte auch DAS PENDEL DES TODES noch eine alte FSK-Freigabe von knackigen 18 im Genick. Die hat sich – da hat die Vernunft gesiegt – inzwischen auf die passendere FSK12, ähem, eingependelt.
 
 
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DAS PENDEL DES TODES – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Als typisch stimmungsvolle Edgar-Allan-Poe-Verfilmung von Roger Corman und AIP können wir DAS PENDEL DES TODES jedem Freund klassischen Horrorkinos natürlich nur wärmstens empfehlen. Vom Look der Kulissen über die Musik bis hin zum wunderbar übergeschnappten Spiel des unübertroffenen Vincent Price findet sich hier einfach alles, was das Herzchen des geneigten Fans höherschlagen lässt.
 
 
 


 
 
 

DAS PENDEL DES TODES – Zensur

 
 
 
DAS PENDEL DES TODES lief in den Kinos noch mit einer Freigabe ab 18 Jahren. Gleiches war bei den kommenden VHS- und DVD-Auswertungen der Fall. Erst im Jahr 2013 reichte 20th Century Fox den Titel erneut bei der FSK ein und erhielt eine zeitgemäßere Freigabe ab 12 Jahren. Nun erschien die deutsche HD-Veröffentlichung. Diese ist ungeschnitten und wurde ebenso mit einer FSK12 eingestuft.
 
 
 


 
 
 

DAS PENDEL DES TODES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Blu-ray KeepCase)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover A – auf 500 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover B – auf 333 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover C – auf 666 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Pit and the Pendulum; USA 1961

Genre: Horror, Grusel

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: KeepCase: FSK12 (ungeschnittene Fassung) | Mediabook: ungeprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Deutscher Audiokommentar von Daniel Perée vom Wicked-Vision Filmmagazin, Englischer Audiokommentar von Roger Croman, Roger Corman-Filmographie, Barbara Steele Filmographie, Luana Anders Filmographie, John Kerr Filmographie, Originaltrailer (SD, 2:26 Min.), Bildergalerie (HD, 17:15 Min.), Prolog (HD, 5:02 Min., Englisch DTS HD Master Audio 2.0 Mono und optional mit Deutschen Untertitel) | zusätzlich im Mediabook: 12-seitiges Booklet mit Text von Nando Rohner und den Film auf DVD

Veröffentlichung: Mediabook: 18.12.2015 | KeepCase: 29.03.2018

 
 
NSM hat 2015 drei limitierte Mediabooks mit zusätzlichem Booklet zum Film veröffentlicht. Seit März 2018 kann man DAS PENDEL DES TODES auch als deutsche Blu-ray im KeepCase erwerben. Die darin enthaltene Filmfassung ist selbstverständlich ebenso ungeschnitten.
 
 

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DAS PENDEL DES TODES – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Der Rabe – Duell Der Zauberer (1963)
 
Das Grab der Ligeia (1964)
 
Satanas – Das Schloss der blutigen Bestie (1964)
 

Filmkritik: „Theater des Grauens“ (1973)

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THEATER DES GRAUENS

(THEATRE OF BLOOD)

Story

 
 
 

Edward Lionheart (Vincent Price) ist ein very britischer Shakespeare-Schauspieler, und das mit Leib und Seele. Allerdings sind seine Interpretationen der Stücke des größten Dramatikers englischer Zunge auf der eher hackfleischigen Seite des bühnenhandwerklichen Spektrums angesiedelt. Sowas wie Subtilität oder feinere Nuancen der Theaterdarsteller-Kunst müssen in Lionhearts Spiel meist der Brachialität des sprichwörtlichen Elefanten in der filigranen Kulisse des Kaffeegeschirrs weichen. Nachdem der Ruf des Mimen von spitzfedrigen Kritiker-Würstchen einmal zu oft der Lächerlichkeit preisgegeben wird, nimmt sich der sensible Künstler das Leben. So. Seltsamerweise widerfahren den Kritikern nach Lionhearts Ableben, einem nach dem anderen, gar grausame Dinge: Sie fallen einem perversem Mordknecht zum Opfer, der die Schreiberlinge nach der Façon der Mordopfer in Shakespeares Dramen um die Ecke bringt…

 
 
 


 
 
 

THEATER DES GRAUENS – Kritik

 
 
 
Oh, Vincent Price! Du wölfischster aller Horrorfilm-Böslinge. Du heimlich doch gutherziger Grusel-Onkel aus dem 30-Kilo-Fernseher von früher. Du schnarrender Overacting-Grandseigneur für die Ewigkeit. Sir Lord Vincent Price, gnadenloser Drehbuchfresser und ab einem gewissen Karrierezeitpunkt nur noch Vincent-Price-Darsteller, zieht in THEATER DES GRAUENS alle Register seines stets so sympathischen Knallchargen-Könnens.
 
 
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Es dürfte auch den Taubnesseln unter den Horrorfilmfans klar sein, wer da nach dem Abtreten des Bühnenstars mit der groben Kelle aufräumt unter dem frechen Journalistengesindel. Natürlich ist’s der alte Meister Löwenherz selbst, der die Stücke William Shakespeares neurotisch genug verinnerlicht hat, um solch brutale Mordmaßnahmen zur Anwendung bringen zu können. So werden die Lästermäuler – übrigens allesamt verkörpert von großen englischen 70er-Nebendarsteller-Widerlingen kotelettenlastigster Schmierlappigkeit – etwa, wie in RICHARD III. in einem Weinfass ertränkt oder bekommen, wie bei DER KAUFMANN VON VENEDIG, das Herz herausgesäbelt. Einer vom unvergleichlichen Miss-Marple-Perversling Robert Morley gespielten Kritikaster setzt ein als Starkoch verkleideter Lionheart das zarte Fleisch seiner betüdelten Pudel als Pastetenfüllung vor, die der feiste Gourmet unwissentlich mit großem Genuss verschlingt. Diese zutiefst PETA-untaugliche Untat ist von der Barbarenkönigin in TITUS ANDRONICUS inspiriert. Ja, Lionheart alias Price wirft sich für seine Rachemord-Szenarien in schrägste Kostüme und schreckt auch vor der wilden Verkörperung eines tuntigen Frisörs nicht zurück, um eine Kritikerin unter der Trockenhaube zu frittieren. Unterstützt wird er von seiner Tochter, die ganz nach dem größenwahnsinnigen Gusto ihres Vaters, Edwina heißt und von Emma Peel höchstselbst, Diana Rigg that is, gegeben wird und obendrein einer Horde dezent zombieartiger Obdachloser. Die waren’s nämlich, die den selbstmitleidigen Lionheart nach seinem Suizidversuch gerettet haben. Ein Handlungselement, das wir in der Zukunft bei Maestro Tim Burton wiederfinden – und der ist bekanntermaßen riesiger Verehrer von Vincent Price. Dessen letzte Rolle ist gar in Burtons EDWARD MIT DEN SCHERENHÄNDEN.
 
 
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THEATER DES GRAUENS ist nun nicht wirklich ein ernsthafter Horrorfilm. Direkt im Anschluss an die beiden erfolgreichen DR. PHIBES Filme entstanden und sich der gleichen Zehn-kleine-Negerlein-Handlung bedienend, funktioniert er als Persiflage oder zumindest humoristisches Update. Dazu gehört noch nicht einmal viel Fabulierungskunst auf unserer Seite, gilt zu erkennen, wie Regisseur Douglas Hickox (Vater des WAXWORKS-Schöpfers Anthony H.) gemeinsam mit seinem Hauptdarsteller das Gerüst des Films dazu nutzt, den Kritikern von Vincent Price‘ nennen wir sie eigentümlichen Schauspielfähigkeiten im wahren Leben die Zunge herauszustrecken. Ein Glück, dass dessen Selbstbewusstsein und vor allem Selbstironie zeitlebens groß genug waren, sich die körperliche Anstrengung eines grausamen Rachefeldzugs zu ersparen.
 
 
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THEATER DES GRAUENS – Fazit

 
 
 
10 Punkte Final
 
 
 
Ein Rating von vollen zehn! Donnerknispel, das seht Ihr hier auch nicht so oft, nech? Wenn aber ein Film des Horror-Unter-Unter-Unter-Genres „Vincent Price führt sich auf wie die Axt im Walde“ derart gekonnt alle Lampen ausballert wie THEATER DES GRAUENS das tut, dann ist selbstredend die Höchstwertung angebracht. Mindestens. Und jetzt raus hier und die Scheibe des Films kaufen!
 
 
 


 
 
 

THEATER DES GRAUENS – Zensur

 
 
 
THEATER DES GRAUENS lief bereits bei seiner deutschen Kinoauswertung ungeschnitten und mit einer Freigabe ab 16 Jahren über die Kinoleinwände. Das hat sich auch bei der VHS- und Videoauswertung nicht geändert. Nun erschien die deutsche HD-Veröffentlichung. Diese ist auch ungeschnitten und wurde mit einer FSK16 eingestuft.
 
 
 


 
 
 

THEATER DES GRAUENS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Blu-ray KeepCase)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover A – auf 444 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover B – auf 333 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover C – auf 222 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Theatre of Blood; Großbritannien 1973

Genre: Horror, Horror, Komödien

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.66:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 104 Min.

FSK: KeepCase: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Mediabook: ungeprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Audiokommentar mit Daniel Perée vom Wicked Vision-Magazin, Bildergalerie, Filmographien, Originaltrailer | zusätzlich im Mediabook: 16-seitiges Booklet mit Text von Nando Rohner und den Film auf DVD

Veröffentlichung: Mediabook: 26.08.2016 | KeepCase: 27.09.2017

 
 
NSM hat 2017 drei limitierte Mediabooks mit zusätzlichem Booklet zum Film veröffentlicht. Seit September 2017 kann man THEATER DES GRAUENS auch als deutsche Blu-ray im KeepCase erwerben. Die darin enthaltene Filmfassung ist selbstverständlich ebenso ungeschnitten.
 
 

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THEATER DES GRAUENS – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes (1971)
 
Die Rückkehr des Dr. Phibes (1972)
 
Das Schreckenshaus des Dr. Death (1974)
 

Filmkritik: „Ein Schrei in der Dunkelheit“ (1988)

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EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT

(A CRY IN THE DARK | EVIL ANGELS)

Story

 
 
 

Tatsächlich – man mag es nicht glauben – wird hier eine wahre Geschichte verfilmt. Das Ehepaar Chamberlain, er ist der Pfarrer einer strammen evangelikalen Freikirche, steht vor Gericht. Dort soll herausgefunden werden, wie es zum Verschwinden der kleinen Tochter der beiden gekommen ist. Heftige Vorurteile gegen die so archaisch daherkommende Religion der Chamberlains und das strenge und emotionsarme Agieren gerade der Mutter vor Gericht führen zur Stimmungsmache gegen die Angeklagten und es scheint der Verteidigung beinahe unmöglich, gegen die wütende Vorverurteilung von Seiten der Öffentlichkeit zu bestehen.

 
 
 


 
 
 

EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT – Kritik

 
 
 
Eine echte Urban Legend ist jene doch sehr abenteuerliche Schote von dem Baby, das im unendlichen australischen Outback von einem Dingo, also dem ortstypischen Wildhund, verschleppt wird. Das eigentlich gar nicht so lustige aber hochbizarre Szenario dürfte es in manche Parodie geschafft haben und kam sogar schon bei den SIMPSONS und FAMILY GUY vor. Die Story hinter EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT allerdings ist the real deal. Im Land down under schon ganz kurz nach dem Prozess gegen das Pfarrersehepaar in Buch- und Film-Form veröffentlicht, ist die Geschichte eigentlich deutlich zu wahnsinnig um wahr zu sein und dürfte der medienpräsenteste Fall eines verschwundenen Kindes seit der des Lindbergh-Babys, viele Jahre zuvor, gewesen sein. Regisseur Fred Schepisi ist ein echter Exportschlager der australischen Kinoindustrie, der für zahlreiche große, weltweit kassenträchtige Hits verantwortlich zeichnet. Einige seiner Filme kennt wirklich jeder. Das Horror- oder Thriller-Genre touchiert er eher selten, wobei wir Euch sein 1978 entstandenes Frühwerk DIE BALLADE VON JIMMIE BLACKSMITH, einen sehr blutigen und bedrückenden Historienfilm über das elende Schicksal eines jungen Aborigine-Arbeiters, hier ausdrücklich empfehlen möchten.
 
 
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Machen wir uns nichts vor: EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT ist natürlich zu weiten Teilen ein Gerichtsfilm. Dieses kammerspielartige und betont dialogschwere Genre muss man mögen, wenn man an diesem äußerst gelungenen Film seine Freude haben möchte. Des Weiteren bietet er Kinofans mit einem Sinn für die Arbeiten der größten Leinwand-Könner die Möglichkeit, Meryl Streep im Rahmen einer echten One-Woman-Show zu erleben. Diese unglaubliche Schauspielerin gilt nicht umsonst als die wohl bedeutendste Vertreterin ihrer Zunft der letzten fünfzig Jahre.
 
 
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EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein wärmstens ans Herz gelegtes Thriller-Drama zwischen True-Crime- und Courtroom-Film. Das vom fähigen Fred Schepisi geführte Ensemble agiert auf höchstem Niveau und bietet der unvergleichlichen Meryl Streep in der Rolle der auf protestantische Selbstzucht bedachten Mutter eine Bühne, die sie mit Bravour zu der ihren macht. Solche Filme werden heute leider nicht mehr gedreht.
 
 
 


 
 
 

EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT – Zensur

 
 
 
Alle Fassung zu EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT waren bisher ungeschnitten frei ab 12 Jahren. Das traf auf die VHS ebenso wie diverse DVD-Auswertungen zu. Natürlich hat sich das auch im HD-Zeitalter nicht geändert. A CRY IN THE DARK (Originaltitel) ist hierzulande auf Blu-ray ungeschnitten und besitzt einen grünen FSK12-Sticker.
 
 
 


 
 
 

EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Blu-ray KeepCase)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover A – auf 222 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover B – auf 111 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover C – auf 111 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: A Cry in the Dark; USA | Australien 1988

Genre: Drama

Ton: Englisch DTS-HD MA 2.0, Deutsch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 122 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Deutscher Trailer, Original Trailer | zusätzlich im Mediabook: 16 -seitiges Booklet von Mike Blankenburg und den Film auf DVD

Veröffentlichung: Mediabook: 27.09.2019 | KeepCase: 28.02.2020

 
 
NSM hat 2019 drei limitierte Mediabooks mit zusätzlichem Booklet zum Film veröffentlicht. Seit Februar 2020 kann man EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT auch in Deutschland als Blu-ray im KeepCase im Handel erwerben und muss keine Umwege über das deutschsprachige Ausland in Kauf nehmen. Die darin enthaltene Filmfassung ist selbstverständlich ungeschnitten.
 
 

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Ein Schrei in der Dunkelheit [Mediabook – Cover A] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Ein Schrei in der Dunkelheit [Mediabook – Cover B] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Ein Schrei in der Dunkelheit [Mediabook – Cover C] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Die Ballade von Jimmie Blacksmith (1978)
 
Die Jury (1996)
 
Das perfekte Verbrechen (2007)
 
A Fall From Grace (2020)
 

Filmkritik: „Gate – Die Unterirdischen“ (1987)

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GATE – DIE UNTERIRDISCHEN

(THE GATE)

Story

 
 
 

Der vierzehnjährige Glen entdeckt im Garten unter einem Baum eine Öffnung, die ziemlich tief herunterzuführen scheint. Dort findet er Kristalle, die er mit ins Haus nimmt. Was der kleine Metalhead nicht weiß: Er hat nicht weniger als das Tor zur Hölle geöffnet, deren dämonische, ungefähr igelgroße Bewohner sich jetzt auf den Weg durch den Garten machen. Die Welt an der Oberfläche wartet auf Eroberung.

 
 
 


 
 
 

GATE – Kritik

 
 
 
Und wie er das titelgebende Tor öffnet! Donnerknispel! Da wird zuerst eine Metal-LP rückwärts abgespielt – was damals eine ernsthaft in Talkshows und Gerichtsverhandlungen debattierte Angst der Erwachsenenwelt vor dem Abgleiten des Nachwuchses in den Satanismus darstellt – und dann auch noch ein Haustier verbuddelt. Das reicht seinerzeit als Erweckungsritual. Eine gruselige Vorstellung.
 
 
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Man muss es einfach so sagen: Tibor Takaczs ist irgendwo ein faszinierender Regisseur. Der gebürtige Ungar hat einige richtig wilde Trashfilme auf dem Kerbholz. Filme, die man sich zu Videothekenzeiten einfach gerne reingepfiffen hat. Betrunken. Nach Ausflügen ins seriöse Fach (Fernseh-Regie bei größeren Projekten) gibt er ab 2000 wieder alles und schenkt dem Genrepublikum Gurkenkeulen wie MOSQUITO MAN und ICE SPIDERS. Sein essentieller Eintrag ins große Lexikon des Horrorfilms bleibt aber GATE – DIE UNTERIRDISCHEN, seinerzeit erst die dritte Regiearbeit des Mannes.
 
 
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Das kanadische Kultfilmchen mit dem späteren Schönlings-Darsteller Stephen Dorff in der irgendwie doch mördercoolen Loser-Hauptrolle orientiert sich an wilden Effekt-Ballereien wie POLTERGEIST oder wirkt wie die Extended Version einer Episode der Serie UNGLAUBLICHE GESCHICHTEN von den gleichen Machern. Schlecht ist das gewiss nicht! In seiner Aufstellung des Kampfs von kindlichen Helden gegen die unbekannte Horrormacht ist GATE – DIE UNTERIRDISCHEN in wirklich allerbester Gesellschaft. Was in den Achtzigern neben GATE etwa die MONSTER SQUAD ist, feiert in der Gegenwart sein Comeback mit STRANGER THINGS oder Stephen Kings ES. Hier wie dort sind die jugendlichen Verteidiger der Welt eigentlich gar nicht so recht Material für schmackige Heroengesänge. Im Gegenteil – werden diese Kids doch grundsätzlich als vergleichsweise unattraktiv, unakzeptiert und insgesamt uncool portraitiert. Eben genau so, wie es bei ES und dem dort gezeigten „Club der Verlierer“ in Vollendung dargestellt wird. Das Publikum, also die jungen, nicht coolen Monster-Kids und Hard-Rock-Hörer, Star-Trek-Geeks und Rollenspieler, sollen sich verlässlich in den Charakteren auf der Leinwand wiedererkennen können. Viel Fantasie ist dann auch nicht mehr nötig, um in den Mächten, mit welchen es die jungen Protagonisten zu tun bekommen, auch die ständige Bedrohung durch die reale Welt derer zu erkennen, die sie nicht verstehen kann: Eltern, Lehrer, mobbende Sportler und Schul-Bullies.
 
 
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Wie in den Jahren der GREMLINS, CRITTERS, GHOULIES und anderer Kollegen von Ungetümen im Spielzeugfigurenformat en vogue, sind auch die Einwohner der unterirdischen Dämonenwelt von deutlich puppenhafter Statur. Eine Reihe originalgetreuer Merchandise-Monster lässt leider noch auf sich warten.
 
 
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GATE – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Toller Eighties-Monsterfilm, der die noch heute funktionierende und gern gezeigte Schlacht jugendlicher Verlierer gegen finstere Mächte wunderbar zum Leben erweckt. Zukunfts-Schmierlappen Stephen Dorff ist mit 14 noch sympathisch und spielt zeitlos gut.
 
 
 


 
 
 

GATE – Zensur

 
 
 
Alle Fassung zu GATE – DIE UNTERIRDISCHEN waren bisher ungeschnitten frei ab 16 Jahren. Das traf auf die VHS ebenso wie diverse DVD-Auswertungen zu. Natürlich hat sich das auch im HD-Zeitalter nicht geändert. THE GATE (Originaltitel) ist hierzulande auf Blu-ray ungeschnitten und besitzt einen blauen FSK16-Sticker.
 
 
 


 
 
 

GATE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Blu-ray KeepCase)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover A – auf 333 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover B – auf 333 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover C – auf 333 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover D – auf 222 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover D – auf 222 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Gate; USA 1987

Genre: Horror, Klassiker, Grusel

Ton: Englisch DTS-HD MA 2.0, Deutsch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Zwei Audiokommentare, deutscher Trailer, Originaltrailer, Teaser & Trailer, TV-Spots, Gate 2 Trailer, The Gate: Unlocked, Minion Maker, From Hell it came, The Workman speaks, Made in Canada, From Hell: The Creatures and Demons of The Gate, Gatekeepers, Making of, Storyboard Bildergalerie, Hinter den Kulissen Bildergalerie | zusätzlich im Mediabook: 16-seitiges Booklet mit Text von Nando Rohner und den Film auf DVD

Veröffentlichung: Mediabook: 05.10.2018 | KeepCase: 27.03.2020

 
 
NSM hat 2018 drei limitierte Mediabooks mit zusätzlichem Booklet zum Film veröffentlicht. Seit März 2020 kann man GATE – DIE UNTERIRDISCHEN auch in Deutschland als Blu-ray im KeepCase im Handel erwerben und muss keine Umwege über das deutschsprachige Ausland in Kauf nehmen. Die darin enthaltene Filmfassung ist selbstverständlich ungeschnitten.
 
 

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GATE – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
The Gate – Das Tör zur Hölle (1990)
 
Ghoulis (1985)
 
The Hole – Wovor hast Du Angst? (2009)
 
Gremlins – Kleine Monster (1984)
 

Filmkritik: „Romeo Is Bleeding“ (1993)

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ROMEO IS BLEEDING

Story

 
 
 

Verzwickte Sache. ROMEO IS BLEEDING ist ein klassischer Fall von Film, dessen allzu ausführliche Inhaltsangabe dem neuen Zuschauer den Spaß komplett verderben würde. Also dann in knapp: Gary Oldman spielt den in alle Richtungen korrupten Polizisten Jack Grimaldi, der sich mit der falschen Mafia-Killerin einlässt. Diese tödliche Dame ist nicht nur im Umgang mit Schusswaffen gefährlich, sondern versteht sich auch im Verwenden von Informationen, mit denen sie dem moralisch wackelig dastehenden Gesetzeshüter das Leben völlig zerstören kann.

 
 
 


 
 
 

ROMEO IS BLEEDING – Kritik

 
 
 
Seinerzeit kann ROMEO IS BLEEDING so gut wie gar nicht einsortiert werden. In der Konsequenz sind die Zuschauerzahlen in den Kinos fürchterlich niedrig – erst in der nachfolgenden Videotheken-Verwertung sieht die Sache besser aus. Wohlwollend gestimmte Kritiker zumindest sehen in Peter Medaks Film einen Wegweiser in Richtung verschiedener ultra-brutaler und sich der vorausgegangenen Filmgeschichte bewusster Thriller, wie sie kurz darauf, in der Nachfolge von PULP FICTION zum Rückgrat der Filmindustrie werden sollten. Genauestens beobachtete, am Film Noir geschulte Handlungsfäden, die sehenden Auges in die Vernichtung der Charaktere führen, münden in exzessiven Gewaltausbrüchen. Eine graphisch präsentierte Brutalität, die das Publikum 1993 schlicht so kalt erwischt, dass der nach einem Song des unbesiegbaren und damals noch nicht unbedingt gehypten Tom Waits benannte Film regelrecht unter negativer Mundpropaganda zu leiden hat. Es ist eine Schande, findet hier doch bereits die Verbindung zwischen wasserdicht gescripteten Noir-Strukturen und sadistischen Austickern statt, die 1995 mit dem Fifties-Remake KISS OF DEATH zu Aufmerksamkeit und 1997 mit L.A. CONFIDENTIAL gar zu Oscar-Ehren kommen wird. Vom Elefanten im Raum, Quentin Tarantinos PULP FICTION nämlich, ganz zu schweigen.
 
 
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Gary Oldman, heute natürlich anerkannt als einer der größten lebenden Charakterdarsteller des Kinobetriebs, stellt sich in jenen Tagen, erste Hälfte der Neunziger, ein Portfolio von Rollen zusammen, auf denen sich sein späterer Ruhm begründen wird. Da wäre unstrittig seine Interpretation des Grafen DRACULA – in allen Mutationen, die er in Coppolas Film durchläuft, der grausam-psychotische Dreadlock-Zuhälter Drexel in TRUE ROMANCE oder der noch irrere Junkie-Bulle in LEON – DER PROFI. Sein Officer Grimaldi hier weist in seiner Hilflosigkeit und schließlich fatalen Zerrissenheit schon auf seine ruhiger angelegten Rollen der Zukunft hin und demonstriert die schauspielerische Tiefe und Vielseitigkeit des Iren.
Peter Medak, der in Ungarn geborene Regisseur am Werke, ist eigentlich in so gut wie jedem Genre zuhause. Ein echter Routinier kann man sagen. Sein größter Treffer im Horror-Genre ist 1980 THE CHANGELING, ein bei uns als DAS GRAUEN vermarkteter Geisterfilm mit dem großen George C. Scott, der nicht zu Unrecht als einer der gruseligsten seiner Zunft gilt.
 
 
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ROMEO IS BLEEDING – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Peter Medaks schweinisch harter Versuch, den Film Noir in die 90er zu übertragen, sieht nach fast dreißig Jahren besser aus denn je. Damals stellt er sein Publikum vor ein Rätsel. Heute – dreihundert echte und gefälschte Tarantino-Filme später – dürfte die historische Rolle des Thrillers unbestreitbar sein: So gut wie jeder moderne Gangster- oder Polizeifilm, der sich drastischer Gewaltsequenzen bedient, trägt Spuren von ROMEO IS BLEEDING in seiner DNS.
 
 
 


 
 
 

ROMEO IS BLEEDING – Zensur

 
 
 
ROMEO IS BLEEDING erhielt für eine Kinoaufführung im Jahre 1994 eine Erwachsenenfreigabe (FSK18). Diese war ungeschnitten. Später folgte eine ebenso ungeschnittene Fassung auf VHS. Neben dieser lies man auch eine um fünf Minuten gekürzte Version anfertigen, für welche man eine FSK16 erhielt. Diese fand man ziemlich oft in den Videoregalen der Kaufhäuser. Eine noch stärker geschnittene TV-Fassung lief sogar im Fernsehen. Bei dieser fehlten geschlagene zehn Minuten an Filmmaterial. Mit dem Siegeszug der DVD erschien ROMEO IS BLEEDING im Jahr 2000 über EUROVIDEO wahlweise in einer gekürzten FSK16- oder eine ungeschnittenen FSK18-Version auf DVD. Nun hat es der Thriller auch ins HD-Zeitalter geschafft. Erst brachte NSM RECORDS den Streifen ungeprüft im Jahr 2019 im Blu-ray/DVD-Mediabook. Danach ließ das Label den Film neu prüfen und bekam von der FSK eine Freigabe ab 16 Jahren in ungeschnittener Form. Diese Filmfassung befindet sich im praktischen Blu-ray-Steelbook, das man nun im deutschen Handel kaufen kann.
 
 
 


 
 
 

ROMEO IS BLEEDING – Deutsche Blu-ray

 
 
 
romeo-is-bleeding-bluray-steelbook

(c) NSM Records (Blu-ray Steelbook)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover A – auf 333 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover B – auf 444 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover C – auf 111 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover D – auf 111 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Romeo Is Bleeding; Großbritannien | USA 1993

Genre: Thriller, Action, Drama, Krimis

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 110 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Steelbook | Mediabook

Extras: Deutscher Trailer, Originaltrailer | zusätzlich im Mediabook: 16 seitiges Booklet mit Text von Daniel Wagner und den Film auf DVD

Veröffentlichung: Mediabooks: 30.04.2019 | Steelbook: 31.01.2020

 
 
NSM hat vier limitierte und von der FSK ungeprüfte Mediabooks mit zusätzlichem Booklet zum Film im deutschsprachigen Ausland veröffentlicht. Seit Januar 2020 kann man ROMEO IS BLEEDING auch in Deutschland als Blu-ray im Steelbook im Handel erwerben und muss keine Umwege über das deutschsprachige Ausland in Kauf nehmen. Die darin enthaltene Filmfassung ist selbstverständlich ungeschnitten und ist frei ab 16 Jahren.
 
 

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ROMEO IS BLEEDING – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Kiss of Death (1995)
 
L.A. Confidential (1997)
 

Filmkritik: „Pentagramm – Die Macht des Bösen“ (1990)

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PENTAGRAMM – DIE MACHT DES BÖSEN

(THE FIRST POWER)

Story

 
 
 

Los Angeles: Kriminalpolizist Logan (Lou Diamond Phillips) jagt einen brutalen Serienmörder, der seinen Opfern, bevor er sie schließlich tötet, ein Pentagramm ins Fleisch schneidet. Eine Hellseherin kontaktiert den Gesetzeshüter unvermittelt und verrät ihm nicht nur die Identität des Killers und dessen nächsten geplanten Mord. Dieser Patrick Channing ist mit dem Leibhaftigen im Bunde und tötet im Rahmen schwarzmagischer Rituale. Er darf, so der Anruf, nach seiner Verhaftung nicht hingerichtet werden, da sein Tod in seiner Auferstehung und einem noch viel grausameren Schlachten münden würde. Natürlich hört niemand auf das Medium und es kommt, wie es immer kommt…

 
 
 


 
 
 

PENTAGRAMM – Kritik

 
 
 
Neulich führte ich mir, zu ungesund nächtlicher Pizza, den halbvergessenen B-Movie-Reißer RENEGADES – AUF EIGENE FAUST zu Gemüte. Lou Diamond Phillips und sein damaliges Dauerpendant Kiefer Sudetenland jagen mafiöse Drecksäcke, die sich an den indianischen Traditionen seiner Familie versündigt haben. Allerdings findet das fröhliche Geballer ohne einen satanischen Mörder statt, was mich doch ein wenig wunderte. In meiner Erinnerung hatte ich diese RENEGADES mit PENTAGRAMM – MACHT DES BÖSEN vermischt, den wir Euch heute ans Herz legen möchten.
PENTAGRAMM – MACHT DES BÖSEN ist nicht bloß ein harter und actionreicher Bulle-jagt-Satansbraten-Horrorfilm aus besseren Tagen fürs Genre. Nein, Regisseur und Scriptwriter Robert Resnikoff gelingt mit großem Können, aus eher simplen Zutaten des Horrorfilms und des klassischen Film Noirs der Vierziger Jahre ein funktionierendes Ganzes zu machen. Einen Genre-Hybriden, wie ihn David Fincher mit SIEBEN (1995) wohl am prominentesten präsentieren sollte. Nicht dass PENTAGRAMM – MACHT DES BÖSEN die psychologische Tiefe und Ernsthaftigkeit von Brad Pitts filmischem Durchbruch vorweisen könnte. Dafür ist Channing einfach zu laut, überzogen und im besten Sinne ein Horror-Bösewicht.
 
 
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Diesen, also den Bösewicht, spielt Jeff Kober, Baujahr 1953, in einer seiner ersten tragenden Rollen. Als professioneller Nebendarsteller in so ziemlich jeder actionorientierten Serie der frühen 1990er bis heute tätig, kennt der aufmerksame Genre-Fan den Amerikaner womöglich als Joe, den Chef einer üblen Biker-Gang aus den Anfängen von THE WALKING DEAD. Erkennt man, wie oft in solchen Situationen, aber nur, wenn man sehr gezielt drauf achtet. Trotz seiner – wirklich unbestreitbar – vermarktbaren Präsenz als Channing, muss man dem Schauspieler gratulieren, nicht auf das immer wieder gleiche Rollenbild des Slasher-Ungetüms festgenagelt worden zu sein.
 
 
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Sein Counterpart, Lou Diamond Phillips‘ Mordermittler Logan, ist da beinahe zum schmückenden Beiwerk bestimmt, gerade weil die Rollenangebote des „native american“ (eigentlich ist der Mann auch zum Teil Philippino), in jenen Tagen meistens an sein gutes Aussehen gekoppelt waren. Ein schlechter Schauspieler ist er aber beileibe nicht. Los Angeles, von jeher das einzig akzeptable Setting für einen Film Noir. Der Widerspruch zwischen dem Sonnenschein Südkaliforniens und der Finsternis in den Herzen seiner vom Leben geschändeten Einwohner ist es, der diese Spielart des Kriminalfilms trägt und zu bis heute derart kultischer Verehrung führt. Wie gesagt, dieser kleine aber mehr als feine Film hier, weiß in seiner geschickten Verknüpfung der beiden Genres einfach zu überzeugen.
 
 
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PENTAGRAMM – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Erstaunlich gekonnt verwobene Mixtur aus Slasher-Film der späten Achtziger und Stimmungsbildern aus Hollywoods „Schwarzer Serie“, also dem Film Noir, der Nachkriegsjahre. PENTAGRAMM – DIE MACHT DES BÖSEN scheint der kollektiven Erinnerung der Horror-Gemeinde entfleucht zu sein. Zeit, dem Film ein neues Plätzchen an der Sonne zu spendieren.
 
 
 


 
 
 

PENTAGRAMM – Zensur

 
 
 
PENTAGRAMM – DIE MACHT DES BÖSEN (Originaltitel: THE FIRST POWER) erschien im August 1990 bei uns im Kino leicht geschnitten. Die folgenden VHS- und DVD-Veröffentlichungen enthielten ebenfalls die geschnittene Filmfassung. Erst in den 2000ern wurde der Okkult-Horror durch Anbieter LASER PARADISE ungeschnitten auf DVD gepresst. 2017 brachte NSM Records die erste deutschsprachige HD-Auswertung im Mediabook heraus. Dieses erschien über Österreich und enthielt die unangetastete Filmfassung. Mittlerweile wurde PENTAGRAMM – DIE MACHT DES BÖSEN von der FSK neu geprüft und erhielt in der ungeschnittenen Fassung eine FSK16. Diese steht nun in den deutschen Kaufhäusern. Wer bisher immer wegen der niedrigen Freigabe skeptisch gewesen ist, kann nun bedenkenlos zugreifen und sich die DVD- oder Blu-ray-KeepCase-Variante von NSM RECORDS mit dem blauen FSK-Flatschen ins Regal stellen.
 
 
 


 
 
 

PENTAGRAMM – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Blu-ray KeepCase)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover A – auf 555 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover B – auf 333 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover C – auf 222 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The First Power; USA 1990

Genre: Horror, Klassiker, Krimi, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 99 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Deutscher Trailer, Originaltrailer, Filmographien, Bildergalerie | zusätzlich im Mediabook: 16-seitiges Booklet mit Text von Nando Rohner und den Film auf DVD

Veröffentlichung: Mediabook: 27.01.2017 | KeepCase: 26.01.2018

 
 
NSM hat drei limitierte Mediabooks mit zusätzlichem Booklet zum Film veröffentlicht. Seit Januar 2018 kann man PENTAGRAMM – DIE MACHT DES BÖSEN auch in Deutschland als Blu-ray im KeepCase im Handel erwerben und muss keine Umwege über das deutschsprachige Ausland in Kauf nehmen. Die darin enthaltene Filmfassung ist selbstverständlich ungeschnitten.
 
 

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Pentagramm – die Macht des Bösen [Blu-ray + DVD im Mediabook Cover A] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Pentagramm – die Macht des Bösen [Blu-ray + DVD im Mediabook Cover B] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

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PENTAGRAMM – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Angel Heart (1987)
 
Das siebte Zeichen (1988)
 
Erlöse uns von dem Bösen (2014)
 

Filmkritik: „Wer hat Tante Ruth angezündet?“ (1971)

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WER HAT TANTE RUTH ANGEZÜNDET?

(WHOEVER SLEW AUNTIE ROO?)

Story

 
 
 

Rosie Forrest, die pummelige, herzliche Direktorin eines englischen Waisenhauses in den Zwanziger Jahren, wird von allen nur Tante Ruth genannt. Während der Weihnachtsfeier im Kinderheim findet ein neugieriger Schützling des Hauses heraus, dass Tante Ruth auf dem Dachboden die vertrocknete Leiche ihrer jung gestorbenen Tochter aufbewahrt. Christopher, so sein Name, verfügt allerdings über eine nur allzu lebhafte Einbildungskraft. Somit ist man hin und hergerissen zwischen seinen Schilderungen und den verschiedenen Zwiebelhäuten der Realität.


 
 
 


 
 
 

WER HAT TANTE RUTH ANGEZÜNDET – Kritik

 
 
 
WHOEVER SLEW AUNTIE ROO?, so der Titel dieses erklärten Juwels filmischen Wahnsinns im Original, gehört in ein nachträglich zurecht-kuratiertes Mini-Genre, das kreativerweise Grande Dame Guignol oder etwas gröber Hagsploitation getauft wurde. Hag bedeutet böses altes Weib. Diverse Bette-Davis-Filme am Ende ihrer Mainstream-Karriere passen hier rein, aber auch der vorliegende Kracher mit Shelley Winters, einer Oscar-Gewinnerin, in deren Werksverzeichnis aber auch so viel Schrott zu finden ist und die folglich mehr als nur qualifiziert ist, hier Star zu sein. Entstanden unter der Regie des nicht zu Unrecht kultisch Verehrten Curtis Harrington, ein Jahrzehnt nach seinem Ableben als Wegbereiter der schwulen Filmkunst anerkannt, gab es den Film vor Jahren mal in einem dieser geilen Midnite-Movie-Doppelfeature-DVDs aus den USA. Für die deutsche Fassung musste man auf ein altes VHS-Tape zurückgreifen oder – als es so etwas noch gab – eine nächtliche TV-Ausstrahlung in einem der kleineren Fernsehprogramme hoffen.
 
 
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Was wir hier haben ist ein angenehm verrücktes Meisterwerk des Autoren- und Genrekinos. Harrington erzählt eine Art Märchen mit Hintertür zum Abgrund. Ein Lebkuchenhaus, hinter dessen zuckrigen Wandpanelen Eiter und Horror schwelen. Ähnlich metapherngespickte Filme kamen zu dieser Zeit eher aus Osteuropa, wo man den politischen Repressalien Kritik nur auf dem Weg des Irrealen entgegensetzen konnte. Dem Regisseur ist zu verdanken, diese sehr spezifische Stimmung des Phantastischen Films auch in die amerikanischen Grindhouse-Kinos übertragen sehen zu können.
 
 
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Perverses Stück Trivia: Mark Lester, ein Kinderstar seiner Zeit, hat nicht nur einige sehr wilde Filme im Resümee, sondern auch noch den Trash-Ruhmesmoment, nach dem Tode Michael Jacksons behauptet zu haben, der tatsächliche Vater von dessen Kindern zu sein. Zu schön eigentlich. Ein durch seinen Tod vollkommen rehabilitierter Päderast bittet einen erwachsen gewordenen Bubenschauspieler um das Begatten seiner Alibi-Frau. Keiner zweifelt hernach an der Zeugungskraft des erwähnten Päderasten, auch wenn dessen Kinder weißer als weiß sind. Könnte aus einem Drehbuch Curtis Harringtons sein eigentlich.
 
 
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WER HAT TANTE RUTH ANGEZÜNDET – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
In die Gegenwart transportiertes Märchen? Schwarze Komödie mit Horror-Anstrich? Camp-Show eines gefeierten schwulen Filmemachers? WER HAT TANTE RUTH ANGEZÜNDET? ist all das und noch zwei Kugeln Eis obendrauf. Wir gehen davon aus, dass viele unserer Leser und auch die wenigen Filmfans, die uns nicht kennen (höhö), so etwas wie Curtis Harringtons Juwel hier noch nicht gesehen haben. Zeit, das zu ändern.
 
 
 


 
 
 

WER HAT TANTE RUTH ANGEZÜNDET – Zensur

 
 
 
WER HAT TANTE RUTH ANGEZÜNDET lief 08.02.1980 in den deutschen Kinos und war bereits damals ungeschnitten. Auch auf VHS war der Streifen – trotz Freigabe ab 12 Jahren – ungeschnitten. Das hat sich auch bei allen Folge-Veröffentlichungen nicht geändert. Die nun erhältliche Blu-ray ist trotz grünem FSK-Flatschen und Jugendfreigabe komplett ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

WER HAT TANTE RUTH ANGEZÜNDET – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Blu-ray KeepCase)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover A – auf 111 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover B – auf 222 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover C – auf 111 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover D – auf 111 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Who Slew Auntie Roo?; Großbritannien 1971

Genre: Horror, Klassiker, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Audiokommentar von Dr. Gerd Naumann und Dr. Rolf Giesen, Originaltrailer | zusätzlich im Mediabook: 16-seitiges Booklet und den Film auf DVD

Veröffentlichung: Mediabook: 31.05.2019 | KeepCase: 31.01.2020

 
 
NSM hat vier limitierte Mediabooks mit zusätzlichem Booklet zum Film veröffentlicht. Seit Januar 2020 kann man WER HAT TANTE RUTH ANGEZÜNDET auch in Deutschland als Blu-ray im KeepCase im Handel erwerben und muss keine Umwege über das deutschsprachige Ausland in Kauf nehmen. Die darin enthaltene Filmfassung ist selbstverständlich ungeschnitten.
 
 

Wer hat Tante Ruth angezündet? [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Wer hat Tante Ruth angezündet? [Blu-ray + DVD im Mediabook Cover A] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Wer hat Tante Ruth angezündet? [Blu-ray + DVD im Mediabook Cover B] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Wer hat Tante Ruth angezündet? [Blu-ray + DVD im Mediabook Cover C] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Wer hat Tante Ruth angezündet? [Blu-ray + DVD im Mediabook Cover D] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

WER HAT TANTE RUTH ANGEZÜNDET – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Wiegenlied für eine Leiche (1964)
 
Was geschah wirklich mit Baby Jane? (1962)
 
Psycho (1960)
 

Filmkritik: „Warlock – Satans Sohn“ (1989)

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WARLOCK – SATANS SOHN

(WARLOCK)

Story

 
 
 

Der Leibhaftige persönlich ist’s, der einen üblen Hexenmeister im 17. Jahrhundert vor dem Scheiterhaufen bewahrt, indem er ihn in die Gegenwart, ok, die späten 1980er, teleportiert. Hexenjäger Giles Redferne benutzt das gleiche Portal und jagt dem diabolischen Schurken nach. Gemeinsam mit der überforderten Kellnerin Kassandra, gespielt vom späteren „Tank Girl“ Lori Petty, versucht Redferne, den Hexer davon abzuhalten, die Bruchstücke eines finsteren Zauberbuchs zusammenzusuchen, mit dem er das Ende der Welt herbeiführen will.

 
 
 


 
 
 

WARLOCK – Kritik

 
 
 
Ende der Welt? Nicht ganz. Tatsächlich soll das ominöse „Grand Grimoire“-Buch die Entstehung von Erde und Menschheit rückgängig machen. Bibel, Schöpfungsgeschichte und so. Vermutlich ist es dieses Element der Zeitreise zur Veränderung der bekannten Weltgeschichte, was nicht wenige Kritiker bei Erscheinen von „Warlock – Satans Sohn“ dazu verführt, Parallelen ausgerechnet zum noch immer populären „Terminator“ James Camerons zu ziehen. Muss man erstmal drauf kommen. Cyborg-Schwarzenegger aus der dystopischen Maschinendiktatur-Zukunft, Julian Sands aus der Zeit der Hexenprozesse. Apropos: Charakterdarsteller Julian Sands ist dem Genrefreund ein langhaariger und gänzlich geisterhaft daherkommender Begriff. Peinliche Trivia: Bis vor ein paar Minuten war der Verfasser dieser Kritik davon ausgegangen, der Brite sei auch – in der Rolle des fiesen Lucius Malfoy – in den Harry-Potter-Filmen dabei gewesen. Da dürfte man sich an Sands orientiert haben.
 
 
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Die „Warlock“-Filme sind seine kleinen Geschenke an den treuen Mob der Horrorfans. Wir sind nun mal berechenbar, nostalgisch und begeisterungsfähig. Unter der soliden Regie des Routiniers Steve Miner (unter anderem ganz früher Mitstreiter von Wes Craven und später auch für „Freitag, der 13.“-Teile verantwortlich) entstanden, ist „Warlock – Satans Sohn“ ein weiterer dieser in den späten Achtzigern typischen Versuche, eine weitere Franchise-Bösewicht-Figur für den noch immer boomenden Videothekenmarkt zu etablieren. Wenn Freddy Krueger, Jason, Michael und gar der religiös-sinistere Pinhead funktionieren, warum sollte da kein Platz für den fiesesten Schwarzmagier der Zelluloidgeschichte sein? So ist die Hexenjagd quer durch die ländlicheren Gefilde der USA eindeutig ihrer Entstehungszeit zuzuordnen. Die ganze Ästhetik, das Tempo, die teils recht holprigen Effekte, alles atmet den Geist von mit Gleichgesinnten bevölkerte Spätvorstellungen in kleinen Kinos und später dem – heute würde man Binge Watching sagen – Durchrattern des Films und ähnlicher Reißer an Videoabenden. Fantastisch! Den nicht minder unterhaltsamen zweiten Teil der Saga, „Warlock – Satans Sohn kehrt zurück“ dreht vier Jahre später dann Anthony Hickox, der mit seinen beiden wilden „Waxwork“-Filmen und dem Vampir-Trasher „Sundown“ auch selbst ein paar beliebte Horrorfilme auf der Pfanne hat.
 
 
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WARLOCK – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Wie an dieser Stelle gern betont: They just don’t make em like this anymore! „Warlock – Satans Sohn“ ist ein durchgehend erfreuliches Stück Fantasy-Horror mit einem ikonischen Hauptdarsteller und einer Stimmung, die dazu einlädt, den zweiten Teil direkt im Anschluss in den Player zu werfen.
 
 
 


 
 
 

WARLOCK – Zensur

 
 
 
Wie so viele Horrorfilme in den 1980ern hatte es auch „Warlock – Satans Sohn“ nicht leicht. Bereits bei seiner deutschen Kinoaufführung (FSK16) im Jahr 1989 musste der Film Federn lassen – wenngleich es sich dabei eher um Handlungsschnitte handelte. Die später erhältliche Videofassung (FSK16) wurde jedoch noch weiter zensiert. Ähnlich erging es diversen TV-Auswertungen. Die ungeschnittene Originalfassung kam erst Dank NSM RECORDS im Jahr 2011 in deutscher Sprache heraus. Der Anbieter veröffentlichte „Warlock – Satans Sohn“ in diversen Ausführungen. Mittlerweile wurde der Horrorfilm von der FSK neu geprüft. Nun ist der Streifen komplett ungeschnitten und in voller Länge bereits für Zuschauer ab 16 Jahren geeignet.
 
 
 


 
 
 

WARLOCK – Deutsche Blu-rays

 
 
 
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(c) NSM Records (Mediabook A)

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(c) NSM Records (Mediabook B)

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(c) NSM Records (KeepCase – Erstauflage – ungeprüft)

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(c) NSM Records (KeepCase – Neuauflage FSK 16)

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(c) NSM Records | Intergroove (KeepCase – Neuauflage – FSK 18)

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(c) NSM Records (Hardbox – Cover A)

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(c) NSM Records (Hardbox – Cover B)

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(c) NSM Records (Futurepack)

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(c) NSM Records (Trilogie Mediabook A)

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(c) NSM Records (Trilogie Mediabook B)

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(c) NSM Records (Trilogie Mediabook C)

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(c) NSM Records (Trilogie Mediabook D)

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(c) NSM Records (Trilogie Blu-ray-Steelbook)

 
 

WARLOCK – Alle Blu-ray-Veröffentlichungsdaten

 
 

Veröffentlichung: Mediabook – Cover A + B: 04.11.2011

Veröffentlichung: Hardbox – Cover A + B: 16.12.2011

Veröffentlichung: Keepcase – ungeprüft: 27.04.2012

Veröffentlichung: Keepcase Neuauflage – FSK18 geprüft: 27.04.2012

Veröffentlichung: Keepcase Neuauflage – FSK16 geprüft: 25.11.2016

Veröffentlichung: 3D FuturePak: 07.01.2017

Veröffentlichung: Trilogie Mediabook – Cover A + B + C + D: 30.04.2019

Veröffentlichung: Trilogie Steelbook: 04.11.2019

 
 

Warlock Trilogy – [Blu-ray Steelbook] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Warlock – Satans Sohn [Blu-ray Neuauflage – FSK16] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Warlock – Satans Sohn [Blu-ray Neuauflage – FSK18] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Warlock – Satans Sohn [Mediabook B] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Warlock – Satans Sohn [Trilogie – Mediabook B] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Warlock – Satans Sohn [Trilogie – Mediabook D] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Warlock – Satans Sohn [Trilogie – Mediabook C] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Warlock – Satans Sohn [Trilogie – Mediabook A] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Warlock – Satans Sohn [Mediabook A] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Warlock – Satans Sohn [Blu-ray Hardbox A] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

WARLOCK – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Warlock – Satans Sohn kehrt zurück (1993)
 
End of Days (1999)
 
Hänsel und Gretel: Hexenjäger (2013)
 

Filmkritik: „Wishmaster“ (1997)

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WISHMASTER

(WES CRAVEN’S WISHMASTER)

Story

 
 
 

Der Wunschmeister des Titels ist ein orientalischer Djinn, also grob gesagt ein Flaschengeist, der vor 800 Jahren in einen Edelstein verbannt wird, nachdem er diktatorische Anwandlungen an den Tag legt. Der Dämon erfüllt seinen Findern klassisch drei Wünsche und schafft jedes Mal, den dritten Wunsch im Ableben des blöden Menschen enden zu lassen. Wenn er auf diese Art genügend Seelen eigesammelt hat, übernimmt er die Herrschaft der Welt. 1997 wird der WISHMASTER in den USA aus seinem magischen Gefängnis befreit und macht da weiter, wo er im 12. Jahrhundert unterbrochen wurde.

 
 
 


 
 
 

WISHMASTER – Kritik

 
 
 
Wes Cravens Beiträge zur Entwicklung des Horrorfilms sind nicht zu bestreiten. Gleichsam muss gesagt werden, dass sein Spät-Erfolg SCREAM Mitte der 1990er mitnichten das charmante Persiflieren abgehangener Genre-Klischees ist, den die desinteressierte Presse damals zu erkennen glaubt. Ein widerlich-cooles Persiflieren, zu dessen nachfolgenden Tiefpunkten Herablassungs-Orgien wie THE CABIN IN THE WOODS zählen. Craven selbst tut sein Übriges, um sich von da an in der Rolle des großen Genre-Dekonstruktivisten zu gefallen. Tatsächlich handelt der Filmemacher in den Folgejahren eher situationsabhängig. Wenn die Kasse stimmt, werden wahlweise glatte Horrorfilmchen oder das Genre verdammende Interviews veröffentlicht.
 
 
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WISHMASTER – auf der anderen Seite – ist genau das, was andere Filme damals gerne gewesen wären: Ein sympathisches Stück Horrorkino mit dem vollen Bewusstsein, am Ende einer 90 Jahre alten Filmtradition zu stehen. Die Handlung, eine schnörkellose Übung von Moralstück mit vielen sarkastischen Twists, ist natürlich straight aus der Welt der grellen EC Comics entliehen. Diese Bildgeschichten waren schon Vorbild für Kultmaterial wie CREEPSHOW oder den GESCHICHTEN AUS DER GRUFT. Doch nicht nur auf der Erzählebene behandelt der Film seine Wurzeln mit Respekt. Die Besetzung der Nebenrollen ist ein Who-Is-Who amerikanischen 80er-Jahre-Horrors. Da finden sich neben Angus Scrimm und Reggie Bannister aus PHANTASM/DAS BÖSE Joseph Pilato aus DAY OF THE DEAD und neben dem ewigen Landstreicher-Darsteller George „Buck“ Flower (als Landstreicher, nur der Vollständigkeit halber erwähnt) der unverwüstliche Ted Raimi. Drei der Opfer des Flaschengeists sind Freddy Krueger, der Candyman und Jason Vorhees, beziehungsweise deren dem Fan-Auge vertraute Darsteller Robert Englund, Tony Todd und Kane Hodder. Hier könnte man natürlich einen lustigen Seitenhieb hineininterpretieren, durch den der böse Flaschengeist (oder sein zuständiger Schauspieler, der sehr charismatische Andrew Divoff) direkt seinen Slasher-Film-Vorgängern den symbolischen Garaus macht.
 
 
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Alles in allem ist WISHMASTER im selben Moment ein unterhaltsamer, seiner Entstehungszeit angepasster Horror, wie auch ein Rückblick aufs Genre. Obendrein bietet der langjährige Effekt-Spezialist Robert Kurtzman (KNB FX) in seiner zweiten Regiearbeit einen fast visionären Ausblick auf das vor Zitaten und Cameo-Auftritten alter Genre-Helden nur so strotzende Horrorkino unserer Gegenwart. Ein Horrorkino, das zum großen Teil als wohltuendes Retro-Familienfest zu funktionieren hat und in dessen Rahmen der Fan jeden Film in zahlreichen Edel-Editionen kaufen und danach seine Lieblingsstars ganzjährig auf teuren Conventions persönlich treffen kann.
 
 
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WISHMASTER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Eigentlich pervers, bei rüden Slasher-Filmen von „Wohlfühl-Horror“ zu schreiben aber wir sind ja unter uns! Der von Altmeister und Profi-Namens-Verleiher Wes Craven präsentierte WISHMASTER hat eigentlich alles, was das Fan-Herz begehrt: Da wäre der flotte, comichafte Plot, die brutal-schweinischen Splatter-Ausbrüche, schwarzer Humor und eine Parade von Genre-Altstars, die wie bei einer Retro-Revue kleine und größere Rollen füllen. Es wäre wünschenswert, wenn das moderne Horrorkino die Balance von WISHMASTER hinbekäme, anstatt wahlweise plump albern oder – genauso beschissen – plump todernst daherzukommen. Heil Divoff!
 
 
 


 
 
 

WISHMASTER – Zensur

 
 
 
WISHMASTER erschien ungekürzt in Deutschland auf VHS und wurde 1999 von der BPjS indiziert. Eine ungekürzte DVD erschien später von ATLANTIS FILM auf DVD. Im August 2016 wurde der Splatter-Hit vorzeitig vom Index gestrichen. Daraufhin ließ das Label NSM RECORDS den Horrorfilm neu prüfen und erhielt eine FSK16 für die ungeschnittene Fassung. Nach ungeprüften Blu-ray/DVD-Mediabooks, einer Büsten-Veröffentlichung und einem Blu-ray-3D-Futurepak, die alle im deutschsprachigen Ausland released wurden, erscheint WISHMASTER nun zum ersten Mal offiziell und ungeschnitten auf Blu-ray für den deutschen Handel. Das österreichische Label NSM RECORDS veröffentlicht die Uncut-Dassung von WISMASTER hierzulande auf Blu-ray im Steelbook. Deutsche Horrorfans können das Sammlerstück bedenkenlos im Elektronikfachmarkt kaufen. Kompletter bekommt man den Film wohl die nächsten Jahre nicht auf Heimkinomedium.
 
 
 


 
 
 

WISHMASTER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Blu-ray Steelbook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Wishmaster; USA 1997

Genre: Horror, Fantasy, Splatter

Ton:Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Steelbook

Extras: Audiokommentar mit Robert Kurtzman (Regisseur) – Peter Atkins (Autor) und Greg Nicotero (Second Unit Director – FX), Audiokommentar von Daniel Peree und Marco Erdmann vom Wicked Vision-Magazin, Deutscher Trailer, Originaltrailer, TV Spots, Making of, Featurette, Hinter den Kulissen, Interviews: Wes Craven – Andrew Divoff – Tammy Lauren – Robert Englund – Tony Todd – Kane Hodder – Robert Kurtzman – Peter Atkins – Pierre David – Clark Peterson, Filmographien, Bildergalerie

Veröffentlichung: Steelbook: 18.10.2019

 
 

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WISHMASTER – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wishmaster (1997)
 
Wishmaster 2 – Das Böse stirbt nie (1999)
 
Wishmaster 3 – Der Höllenstein (2001)
 
Wishmaster 4: Die Prophezeiung erfüllt sich (2002)
 
Jason Goes to Hell – Die Endabrechnung (1993)
 
Wish Upon (2017)
 

Filmkritik: „The Return of the Living Dead“ (1985)

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THE RETURN OF THE LIVING DEAD

(VERDAMMT, DIE ZOMBIES KOMMEN)

Story

 
 
 

Durch das Öffnen eines Armeefasses bricht auf einen Friedhof die Apokalypse herein. Plötzlich befinden sich überall Zombies und eine kleine Gruppe an Leuten versucht sich gegen diese zu verteidigen.

 
 
 


 
 
 

THE RETURN OF THE LIVING DEAD – Kritik

 
 
 
Wenn man „Night of the Living Dead“ als den Zombie-Klassiker schlechthin betiteln möchte, muss man „The Return of the Living Dead“ zwangsläufig als die Zombiekomödie überhaupt bezeichnen. Beide Werke in einem Atemzug zu nennen, ist dabei gar nicht mal so abwegig, denn bei beiden Filmen war John Russo als Drehbuchautor beteiligt. Außerdem wird der Film von George A. Romero hier auch gleich mal kräftig zitiert. Den Zuschauer erwartet ein mächtiger Spaß, der sowohl genügend Komödie, wie auch Horror besitzt – Ein Kunststück, welches wirklich nur wenigen Filmen so toll gelingt.
 
 
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Frank und Freddy arbeiten in einem medizinischen Versandhaus. Fred ist neu und Frank prahlt gleich mal mit seinen Geschichten. Im Keller würde ein Fass der Armee stehen mit einer echten Leiche darin. Die Geschehnisse aus „Night of the Living Dead“ seien echt gewesen und der Film musste ein paar Ereignisse verfälscht darstellen, weil es sonst Ärger gegeben hätte. Scheinbar hat Frank recht, denn als er Freddy das Fass zeigen will, öffnet sich dieses plötzlich, Gas tritt heraus und ehe man sich versieht, ist der gesamte Friedhof voll mit Zombies. Bis es soweit ist, vergeht aber etwas Zeit. Die erste Hälfte lässt es noch etwas gemütlicher angehen, ist aber auch schon sehr kreativ. Alleine wie man hier das große Vorbild Romero zitiert, ist einfach herrlich. Kleinigkeiten wie z.B. der geteilte Hund machen immer wieder Freude. Hinterher wird es aber noch viel wahnwitziger. „The Return of the Living Dead“ ist ganz sicher kein normaler Zombiefilm, denn wie sich die Zombies hier verhalten, ist nicht gerade typisch. Dass sie in modernen Werken rennen können, kennt man ja, aber in den 80ern war das schon eher speziell. Sie können aber teilweise sogar sprechen und nebenbei bekommt man endlich mal die Erklärung, warum Zombies so gerne Gehirne fressen. Dabei ist ihr Verhalten teilweise auch enorm clever. Solche Kreaturen sieht man nicht alle Tage und so simpel das Drehbuch im Kern auch ist, durch die originellen Einfälle wird es mehr als sehenswert.
 
 
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Perfektes Schauspiel gibt es dabei eher weniger zu sehen, doch das ist hier gar nicht wichtig. James Karen ist mit reichlich Overacting mit dabei, Thom Mathews macht nicht die beste Figur und sowieso sind die Charaktere reichlich dünn von der Zeichnung her. Aber das stört nicht, weil andere Faktoren wichtiger sind und außerdem sind alle genügend sympathisch. Clu Gulager macht von allen am meisten her, aber auch Don Calfa weiß zu überzeugen. Hinzu gesellt sich eine Gruppe von Punks, die zufälligerweise auch auf dem Friedhof unterwegs sind und herrlich klischeebeladen dargestellt werden.
 
 
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Regisseur Dan O’Bannon hat mit „The Return of the Living Dead“ einen Kultfilm gezaubert, der sich zwar nicht unbedingt an die Regeln des Zombiefilmes halten will, aber trotzdem mit einer perfekten Atmosphäre dienen kann, so wie sie sich gehört. Alleine der Friedhof als Schauplatz sieht ideal aus und ist so herrlich altmodisch, dass es eine wahre Freude ist. Dazu gesellt sich dann der punkige Soundtrack und der ordentliche Score. Was da so für Bilder entstehen, ist einfach ein Highlight für jeden Nostalgie-Freund. Die Inszenierung kann sich sehen lassen und selbst wenn der Film nicht den größten Aufwand besitzt, so ist er doch mit jeder menge Mühe realisiert worden. Die knapp 90 Minuten Laufzeit vergehen ohne den Hauch einer Länge und bieten Kurzweil pur. Alles geht recht schnell zur Sache und dennoch ist das Tempo anfangs noch etwas geringer. Das ändert sich mit der Zeit und dann ist an allen Fronten reichlich viel los. Action und Spannung kommen da nicht zu kurz und die Lage scheint ausweglos zu sein. Die Kunst ist es aber, dass „The Return of the Living Dead“ nebenbei dennoch die Komödie bedienen kann. Dies schafft er nicht durch die größten Lacher, sondern eher, weil er durchgängig eine gewisse amüsante Komponente besitzt. So fühlt man sich beim Zuschauen am ehesten richtig gut. Der Feel-Good-Streifen unter den Zombiefilmen!
 
 
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Dass das Geschehen früher mal indiziert war, ist reichlich lächerlich. Die Freigabe ab 16 Jahren, die „The Return of the Living Dead“ mittlerweile besitzt, passt da schon deutlich besser. Gesplattert wird hier nämlich wenig. Ein bisschen brutal ist das schon, aber eben nicht gerade oft. Die Effekte können sich aber dennoch absolut sehen lassen. Zwar wurden manche Zombies eher simpel geschminkt, dafür gibt es aber eine der besten Zombie-Kreationen überhaupt. Das Ding im Keller sieht jedenfalls super aus! Auch die anderen Effekte sind gut bis sehr gut, richtig schön altmodisch und natürlich von Hand gemacht. Selbst wenn das also nicht so brutal ist, dürfte das Splatterherz sich in manchen Momenten sehr freuen.
 
 


 
 
 

THE RETURN OF THE LIVING DEAD – Fazit

 
 
 
9 Punkte Final
 
 
 
„The Return of the Living Dead“ ist einer der besten Zombiefilme und eine der besten Zombiekomödien geworden. Es gibt hier zwar durchaus ernsten Horror zu sehen, doch das Ganze ist meistens dermaßen amüsant geraten, dass man auch ohne die größten Lacher von einer Komödie sprechen kann. Die Handlung lebt von originellen Einfällen und selbst wenn das Szenario so simpel ist, wie meistens in solchen Filmen, hebt sich das Ganze durch die andere Herangehensweise deutlich ab. Ein bisschen war der Film somit sogar seiner Zeit voraus. Solide Darsteller, sympathische Charaktere und eine herrlich altmodische Inszenierung gibt es noch dazu. Außerdem besitzt das Werk eine unschlagbar gute Atmosphäre und zusätzlich noch tolle Effekte, die den Nostalgiefaktor gleich nochmals in die Höhe treiben. Auch mehr als 30 Jahre nach dem Erscheinen sorgt das für viel Freude. Ein Kultfilm, ein Klassiker und definitiv ein Evergreen des Zombie-Genres, dem noch vier Fortsetzungen unterschiedlicher Qualität folgten!
 
 
 


 
 
 

THE RETURN OF THE LIVING DEAD – Zensur

 
 
 
„The Return of the Living Dead“ hatte es in Deutschland nicht leicht. Bereits für die Kinoauswertung musste der Film gekürzt werden. Auch auf VHS musste der Streifen Federn lassen und wurde dazu auch noch indiziert. Erst auf DVD und mit SPIO/JK-Segen gelang es dem Label MGM diesen kultigen Zombie-Spaß erstmals ungeschnitten zu veröffentlichen. Leider musste er unter dem Ladentisch gehandelt werden und durfte nur dort ausgelegt werden, wo er von Personen unter 18 Jahren nicht gesehen weren konnte.

Im Jahr 2011 wurde „The Return of the Living Dead“ vorzeitig vom Index gestrichen und landete mit einer FSK16 als DVD zum ersten Mal legal und ungeschnitten im deutschen Handel. Mittlerweile sind wieder einige Jahre vergangen. Nachdem die Zombiekomödie vom Label NSM Records seit 2015 in diversen Mediabooks auf Blu-ray im deutschsprachigen Ausland ausgewertet wurde, erscheint der HD-Release nun endlich auch erstmalig in Deutschland. Das nun erhältliche Steelbook, welches man im stationären Handel kaufen kann, beinhaltet die ungeschnittene Filmfassung und jede Menge Bonusmaterial. Hinzukommt, dass NSM Records für die Blu-ray ein neues 2K Master vom Interpositiv nutzen konnte. Die Bildqualität ist dementsprechend grandios.
 
 
 


 
 
 

THE RETURN OF THE LIVING DEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Blu-ray Steelbook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Return of the Living Dead; USA 1985

Genre: Horror, Klassiker, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 5.1 = Englische Synchronisation (Remastered), Englisch DTS-HD MA 2.0 = Englische Synchronisation (Remastered), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono) = Englische Synchronisation (Original)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Steelbook

Extras: Neues 2K Master vom Interpositiv, Disc 1 Blu-ray: Audiokommentar von Marco Erdmann und Daniel Perée vom Wicked Vision (Deutsch, ohne Untertitel), Audiokommentar von Gary Smart und Chris Griffiths (Englisch), Audiokommentar von den Schauspielern Thom Mathews, John Philbin und Make-up Effects Artist Tony Gardner (Englisch), Audiokommentar von Cast & Crew mit Production Designer William Stout und den Schauspielern Don Calfa, Linnea Quigley, Brian Peck, Beverly Randolph, Allan Trautman (Englisch), Audiokommentar von Director Dan O’Bannon und Production Designer William Stout (Englisch), Deutscher Trailer, Return of the Living Dead – The Dead have Risen (Englisch, optionale deutsche Untertitel), The Decade of Darkness (Englisch mit deutsche Untertitel), Designing the Dead (Englisch, optionale deutsche Untertitel), Kinotrailer #1 – Bloody Version, Kinotrailer #2 – Even Bloodier Version, Zombie Subtitle Stream, In their own Words – The Zombie Speak, The Decade of Darkness (Englisch mit deutsche Untertitel), Neu: TV Spots, Still Galleries, Disc 2 Bonus Blu-ray: Return of the Living Dead Workprint (Englisch, optionale deutsche Untertitel), The FX of the Living Dead mit Production Designer William Stout, FX Make-up Artists William Munns, Tony Gardner, Kenny Myers And Craig Caton-Largnet, Visual Effects Artists Bret Mixon und Gene Warren Jr. und Schaupieler Brian Peck (Englisch, optionale deutsche Untertitel), Party Time: The Music of Return of the Living Dead (Englisch, optionale deutsche Untertitel), Horror’s Hallowed Grounds – Revisiting The Locations Of The Film (Englisch, optionale deutsche Untertitel), The Origins of The Living Dead – Interview with John A. Russo (Englisch, optionale deutsche Untertitel), The Dead have risen (Englisch, optionale deutsche Untertitel)

Veröffentlichung: Steelbook: 30.08.2019

 
 

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THE RETURN OF THE LIVING DEAD – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Return Of The Living Dead 2 – Toll Treiben Es Die Wilden Zombies (1988)
 
Return Of The Living Dead 3 (1993)
 
Freakshow (1988)
 
Die Killerhand (1999)