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Filmkritik: „Prodigy – Übernatürlich“ (2017)

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PRODIGY – ÜBERNATÜRLICH

(PRODIGY)

Story

 
 
 

Ein Kind mit geheimnisvollen Kräften wird von Wissenschaftlern in einem Hochsicherheitstrakt festgehalten. Ein Psychologe will herausfinden, was dahinter steckt.

 
 
 


 
 
 

PRODIGY – Kritik

 
 
 
Kinder mit besonderen Gaben sind im Horrorfilm schon lange keine Seltenheit mehr. Spätestens seit Kings CARRIE haben die sich im Genre einen festen Platz ergattert und sind beim Erschrecken und Morden mindestens genauso erfinderisch, wie erwachsene Bösewichte. Mit PRODIGY – ÜBERNATÜRLICH gibt es jetzt Nachschub in Sachen Killerkinder, wobei das Cover der hiesigen Heimkinoauswertung doch etwas in die Irre führt. Darauf zu sehen: ein Kind mit Hannibal-Lecter-Maske. Die wird zwar auch im fertigen Film von einer jungen Protagonistin getragen; dennoch ist PRODIGY weit weg von reißerischer Horrorunterhaltung, die das auffällige Blu-ray-Cover nicht unbegründet vermuten lässt.
 
 
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Psychologe Fonda (RICHARD NEIL) erhält einen ganz sonderbaren Auftrag. Er wird in einen Hochsicherheitstrakt gerufen, um dort einen Patienten genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch der Arzt staunt nicht schlecht, als plötzlich ein neunjähriges Mädchen (SAVANNAH LILES) vor ihm sitzt. Offenbar handelt es sich hier um ein Kind mit ganz besonderer Gabe. Um die genauer erforschen zu können, benötigt Psychologe Fonda Antworten. Leider ist sein Gegenüber alles andere als kooperativ. Wunderkind Ellie ist nämlich besonders zäh und macht dem Arzt das Analysieren nicht leicht. Doch der erfahrene Psychologe kennt sich mit schwierigen Patienten gut aus. Der lässt sich auf einen geistigen Zweikampf ein und ist am Ende überrascht, dass seine kleine Patientin doch pflegeleichter ist, als er erwartet hätte.
 
 
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Interessant, wie man den Zuschauer bei Stange halten möchte. PRODIGY fällt nicht mit der Tür ins Haus. Statt gleich zu Beginn zu erklären, was es mit dem geheimnisvollen Mädchen auf sich hat, erhält der Zuschauer erst nach und nach Aufschluss darüber, was hier im Argen liegt. So hat Psychologe Fonda ganz zufällig vergessen die Akte seiner neuen Patientin zu lesen. Der will sich ein eigenes Bild machen und muss anhand diverser Befragungen herausfinden, warum seine kleine Patientin abgeschirmt von der Außenwelt in einem Hochsicherheitstrakt ihr Dasein fristen muss. Weil er – ebenso wie der Zuschauer – keine Ahnung von dessen hat, was auf ihn zukommen wird, kann die Spannung konstant gehalten werden. Das ist dahingehend bemerkenswert, weil PRODIGY ausschließlich in einem Verhörraum spielt und auf Effekte oder Action verzichtet. Statt Effekthascherei wird das Rede-Duell zweier Menschen in den Mittelpunkt gerückt, die sich mittels Konversation versuchen gegenseitig zu analysieren.
 
 
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Viel Sitzfleisch, Aufmerksamkeit und Geduld wird deshalb vorausgesetzt. Das ist freilich nichts für konventionelle NETFLIX-Zuschauer, die es schnell, grell und hektisch mögen. Dieser Film ist alles andere – nur nicht das. Die Regisseure ALEX HAUGHEY und BRIAN VIDAL gehen es ruhig an und bewirken gerade durch Minimalismus ein beklemmendes Gefühl. Was anfangs einen ungleichen Kampf vermuten lässt, entwickelt sich bald zum Duell auf Augenhöhe. Psychologe Fonda entwickelt Mitgefühl für seine anstrengende Patienten. Die fasst nach anfänglicher Skepsis Vertrauen und entpuppt sich sehr schnell als verletzliches Kind, das sich wegen traumatischer Ereignisse in eine emotionale Festung verschanzt hat. Hierbei glänzt vor allem Jungdarstellerin SAVANNAH LILES. Die spielt sogar ihre erwachsenen Schauspielkollegen an die Wand. Da können sich so einige erfahrene Darsteller eine Scheibe von abschneiden.
 
 
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PRODIGY – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Es lebe der Minimalismus. PRODIGY – ÜBERNATÜRLICH zeigt eindrucksvoll, dass nicht viel benötigt wird, um spannende Geschichten zu erzählen. Der Film entpuppt sich als Kammerspiel, in dem vornehmlich zwei Protagonisten miteinander sprechen. Das hört sich erstmal langweilig an, ist aber alles andere – nur nicht das. Hier gilt es Rätsel zu ergründen. Ganz langsam machen sich da Abgründe auf und der Zuschauer ist live dabei. PRODIGY ist kein lupenreiner Horrorfilm. Vielmehr verbirgt sich hinter dieser amerikanischen Indie-Produktion ein wilder Genre-Mix, der besser ist, als es das reißerische Filmplakat vermuten lässt. Die Regisseure ALEX HAUGHEY und BRIAN VIDAL vermischen in ihrem dialoglastigem Spielfilm Elemente aus Dramen, Mystery- und Science Fiction-Filmen. Das Resultat ist vor allem wegen der permanent unbehaglichen Atmosphäre und den überzeugenden Schauspielern eine Sichtung wert. Für Fans mysteriöser Gruselfilme eine Empfehlung.
 
 
 


 
 
 

PRODIGY – Zensur

 
 
 
PRODIGY – ÜBERNATÜRLICH hat keine Gewalt zu bieten. Es werden ein paar Wissenschaftlicher mithilfe von Telekinese durch die Luft gewirbelt – das war’s. Hierzulande gab es für den Mysterystreifen eine FSK12 in ungeschnittener Form. Wegen Bonusmaterial besitzt die erhältliche Heimkinoauswertung aber einen blauen FSK16-Flatschen.
 
 


 
 
 

PRODIGY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Indeed Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Prodigy; USA 2017

Genre: Thriller, Drama, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 79 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung) | Wegen Bonus ist Blu-ray aber FSK16

Verpackung: Keepcase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 25.01.2019

 

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PRODIGY – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei INDEED FILM)

 
 
 
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