Filmreview: „Simon Killer“ (2012)

Simon Killer poster
 
 
 

SIMON KILLER

Story

 
 
 
Simon (Brady Corbet) ist ein attraktiver, junger Mann, der schnell mit Frauen in Kontakt kommt und sie rasch in seinen Bann zieht. Als er nach Paris reist, um Abstand von seiner alten Beziehung zu gewinnen, lernt er die Prostituierte Veronika (Mati Diop) kennen, der er bald sein wahres Gesicht offenbart …
 
 
 


 
 
 

SIMON KILLER – Kritik

 
 
 
Nach wie vor sind Killer im Kino ein garantierter Kassenmagnet, der die Filmfans nahezu fasziniert vom Bösen unermüdlich in die Lichtspielhäuser lockt. Dabei muss das Böse nicht immer nur in Gestalt maskierter Irrer über die Leinwand huschen. Oftmals sind es es genau jene Entsetzen auslösende Psycho- und Soziopathen, denen man es auf den ersten nicht Blick ansieht, dass deren Psyche eindeutige etwas zu arg gelitten hat. Zuletzt hat das Regisseur FRANCK KHALFON eindrucksvoll bewiesen, der im Remake zum Klassiker MANIAC statt eines schleimigen Widerlings, einen unscheinbaren und fast schon mitleiderregenden ELIJAH WOOD für die Filmrolle des mordenden Frank Zito wählte, um genau damit zu symbolisieren, dass selbst im netten Jungen von nebenan ein eiskalter Killer schlummern könnte. Nicht ganz so drastisch aber ebenso verabscheuungswürdig (wenn auch auf eine ganz andere Weise) geht Antagonist Simon (gespielt von einem wirklich hervorragender BRADY CORBET) im Zweitwerk von Regieneuling ANTONIO CAMPOS zugange. Der lässt nicht selten die innere Hässlichkeit des Menschen hervorblitzen und entpuppt sich im Verlauf der kleinen Geschichte als Teufel mit dem Gesicht eines Engels.
 
Der titelgebende Held hatte Stress mit seiner Freundin Michelle. Die Beziehung ging in die Brüche, so dass Simon nach Paris reist, um Anstand zu gewinnen. Lang allein bleibt er dort nicht, denn der smarte Amerikaner findet direkt Anschluss bei der Prostituierten Veronika (MATI DIOP). Die rassige Schönheit lebt seit der Trennung von ihrem aggressiven Freund in einem kleinen Apartment und verdient sich ihr Geld in einem Stripclub. Simon schreibt zwar der Ex täglich Emails und hofft auf eine baldige Versöhnung, findet aber bei Veronika vorerst Trost, die sich bald in den geheimnisvollen New Yorker verliebt. Doch dem Touristen gehen allmählich die Geldreserven aus, so dass eine Lösung gefunden werden muss, um die Kasse aufzufüllen. Blind vor Liebe willigt Veronika ein, sich ihre Freier nach Hause zu holen. Dort soll das meist außereheliche Schäferstündchen auf Video festhalten werden, um die Kunden später erpressen zu können. Das hinterhältige Spiel mit dem großen Geld läuft zwar anfänglich gut, doch eines der Opfer macht den Geschäftstüchtigen einen Strich durch die Rechnung.
 
SIMON KILLER weckt falsche Erwartungen, was vor allem am Wort „Killer“ im Titel liegen mag. ANTONIO CAMPOS hat hier keine bluttriefende Schlitzer-Orgie auf Zelluloid gebannt, sondern ein beunruhigendes psychologisches Porträt eines jungen Mannes, das dessen kränkliche Beziehungen zu Frauen und seine inneren Dämonen erforscht. Das weibliche Geschlecht scheint für den smarten Simon nämlich nur Mittel zum Zweck zu sein. Das bekommt auch Hure Veronika zu spüren, die dem ihr eigentlich Fremden Obdach und Liebesleistungen bietet, ohne überhaupt etwas dafür zu fordern. Als Simon am Ende mit der liebesblinden Frau nichts mehr anzufangen weiß, macht er kurzen Prozess und erschleicht sich das Vertrauen anderer Frauen. In kurzen Filmszenen erleben wir das Verhältnis zur Mutter. Das ist wie so oft bei Persönlichkeitsgestörten ungewöhnlich innig (man erinnere sich an Norman Bates in PSYCHO), so dass sich Simon auch gut und gerne mal wie ein unselbstständiges, jährzorniges Muttersöhnchen zwanghaft flennend vor die Webcam setzt, um der Mutter seinen Kummer zu beichten, wenn er nicht mehr weiter weiß. Was sich jedoch in der Vergangenheit des Hauptcharakters abgespielt hat bleibt größtenteils unergründet, so dass unschlüssig bleibt, ob sein frauenverachtendes Verhalten einen wirklich tiefverwurzelten Indikator besitzt oder es sich bei Simon doch nur um einen desorientierten und innerlich verwirrten Mann handelt, der in seiner letzten Beziehung einfach nur sehr verletzt wurde. Simons plötzliche Gewaltausbrüche bleiben psychologisch unbeleuchtet, was es für den Zuschauer erschwert SIMON KILLER zu kategorisieren, da sich der Protagonist in keine Schublade zwängen lässt.
 
SIMON KILLER ist kein Film für Zwischendurch. Der Streifen fordert die Aufmerksamkeit des Zuschauers, dem natürlich bewusst sein sollte, dass er es hier mit keinem weiteren Psychoschocker zu tun hat in dem dutzende Frauen gemeingefährlich abgeschlachtet werden. Regisseur FRANCK KHALFON lässt viel improvisieren und hält die Kamera nahezu minutenlang auf die Akteure ohne zu schneiden oder wegzublenden. Das mag zwar künstlerisch durchweg gelungen umgesetzt sein, strapaziert aber die Geduld des Zuschauers, der aufgrund der recht gemächlichen und sehr dialogreichen Inszenierung schnell das Interesse an SIMON KILLER verlieren dürfte. Nach dem kontroversen Drama AFTERSCHOOL (2008) ist SIMON KILLER der zweite Spielfilm von ANTONIO CAMPOS, der sich nach eigenen Angaben von Romanen der Krimiautoren GEORGES SIMENON und JIM THOMPSON inspirieren lassen hat. Auf dem 2012er Sundance Film Festival avancierte der Streifen zum Geheimtipp, was angesichts der etwas eigenwilligen Umsetzung und ziemlich ruhigen Erzählweise etwas sehr weit hergeholt scheint. Nichtsdestotrotz lohnt SIMON KILLER gesehen zu werden, zumindest für jene, denen durchdachte Geschichten in Filmen wichtig sind. Denn für blutgeile Horrorfans gilt nämlich hier vorerst Sendepause.
 
 
 


 
 
 

SIMON KILLER – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein AMERICAN PSYCHO in Paris. Unangenehmes Psycho-Thriller-Drama mit charismatischem Hauptdarsteller, viel Sex und nettem Soundtrack, der vermutlich öfter im Player rotieren dürfte, als der Film selbst. Wer langsam erzählte Geschichten bevorzugt, in dem sich das Grauen schleichend seinen Weg durch den Film bahnt, darf gern einen Blick riskieren.
 
 
 


 
 
 

SIMON KILLER – Zensur

 
 
 
SIMON KILLER ist kein blutrünstiger Psychothriller. Simons Handlungen werden nur angedeutet. Somit dürfte der Streifen hierzulande ungeschnitten ab 16 Jahren freigegeben werden.
 
 
 


 
 
 

SIMON KILLER – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Sleep Tight (2011)
 
American Psycho (2000)
 
One Hour Photo (2002)
 
House at the End of the Street (2012)

Filmreview: „The Night before Halloween“ (2013)

mischief_night 2013
 
 
 

MISCHIEF NIGHT – THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN

Story

 
 
 
Die blinde Emily ist allein zu Hause und erhält ungebetenen Besuch von einem maskierten Fremden, der statt leckerem Kuchen allerhand spitzes Mordwerkzeug mitgebracht hat …
 
 
 


 
 
 

THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN – Kritik

 
 
 
Wenn am 31. Oktober Halloween gefeiert wird, schlüpfen nicht nur freche Kinder und jung gebliebenen Erwachsene in möglichst schauerhafte Kostüme; auch bösartige Serienkiller und maskierte Psychopathen beginnen im Horrorfilm ihre grausamen Feldzüge mit Axt, Kettensäge und Machete. Das wohl bekannteste Exemplar wurde zweifelsohne 1979 von JOHN CARPENTER gedreht und hat mittlerweile sieben Fortsetzungen und zwei Neuverfilmungen nach sich gezogen. Der von CARPENTER geschaffene Kultschlitzer MICHAEL MEYERS hat der legendären HALLOWEEN-Reihe zu beachtlichem Ruhm verholfen und gehört neben Hockeymaskenträger JASON VOORHEES (FREITAG DER 13.) zu einer der ganz großen Ikonen des modernen Horrorfilms. Doch nicht nur das beliebte Halloween-Fest bietet sich immer wieder als Ausgangspunkt für bluttriefende Gruselstreifen an. In Amerika, Kanada und einigen Teilen Großbritanniens gehört die MISCHIEF NIGHT zu einer der beliebtesten Bräuche vorm Herbstfest der Druiden. An diesem Tag erhält ein jeder Bürger uneingeschränkte Narrenfreiheit und darf seinem Nachbarn einmal böse Streiche spielen, ohne dabei Konsequenzen tragen zu müssen. Die Tradition geht bis ins Jahr 1790 zurück und ist vor allem bei Teenagern und Kindern äußerst beliebt. Die hüllen nicht selten die Bäume der Nachbarn in Lagen von Toilettenpapier, sondern haben auch außerordentlich Spaß daran, die Fensterscheiben unliebsamer Mitmenschen mit Eiern zu bewerfen. Drehbuchschreiber und Regisseur RICHARD SCHENKMAN hat als Kind vermutlich so viel Freude an diesem unbändigen Treiben gehabt, dass er jene Tradition in der Nacht vor Halloween zum Mittelpunkt seines Filmes gemacht hat. SCHENKMAN dürfte eingefleischten Horrorzuschauern kein Unbekannter sein. Vor seinem aktuellen Home-Invasion-Thriller THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN (im Original: MISCHIEF NIGHT) hat er sich mit ABRAHAM LINCOLN VS. ZOMBIES (2012) mit der Thematik Horrorfilm vertraut gemacht und sogleich Gefallen am „bösen“ Genre gefunden. Eine gute Entscheidung, konnte er sich doch bisher nie wirklich zwischen herzergreifendem Dramen-Kitsch und kruden Action-Thrillern entscheiden. Nach seichtem Comedymist fürs amerikanische Fernsehen und der überdrehten Zombiegurke aus den zweifelhaften ASYLUM-Trashstudios, dürfte SCHENKMAN mit THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN in Genrekreisen weitaus ernster genommen werden, als es bisher der Fall gewesen ist. Sein neuster Streich ist nämlich bedeutend fieser, als das was er bisher gedreht hat und schlägt ernstere Töne an. In seiner Machart lässt sich THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN mit dem bereits 2008 entstandenen Thriller THE STRANGERS vergleichen, in dem sich Darstellerin LIV TAYLOR zusammen mit Schauspielpartner SCOTT SPEEDMAN gegen eine Gruppe maskierter Irrer zur Wehr setzen muss, die Freude daran haben, unwissende Menschen zu terrorisieren um sich anschließend kaltblütig abzuschlachten.
 
In THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN ist das so ähnlich und Heldin Emily Walton (NOELL COET) wird zu Haus von einem maskierten Bösewicht überrascht, der sich in einen gelben Regenmantel gekleidet hat und nun an MISCHIEF NIGHT so seine ganz eigene Methode besitzt, der nichts ahnenden Teenagerin gemeine und todbringende Streiche zu spielen. Damit das abgedroschene Thema vom boshaften Killer und dem unterlegenen Opfer nicht ganz überraschungsarm abgehandelt wird, hat SCHENKMAN seiner Protagonistin ein Handicap gegeben. Neun Jahre zuvor hat die in Folge eines Autounfalls nicht nur die Mutter, sondern auch ihr Augenlicht verloren und quält sich seither mit schwerem Asthma, Schuldgefühlen und Erinnerungslücken durchs Leben. Immerhin findet die Jugendliche Trost bei Vater David (DANIEL HUGH KELLY) und Schwarm Jimmy (IAN BAMBERG), der lieber durchs Fenster steigt um Emily zu besuchen, als wie jeder andere auch an der Haustür zu klingeln. Für Vater David steht die erste weibliche Verabredung seit Jahren bevor und das sorgsame Familienoberhaupt lässt die kesse Emily mit mulmigem Gefühl daheim zurück. Ganz so Unrecht hat er mit seiner Vorahnung nicht, denn kaum ist der Vater aus dem Haus, schleicht sich ein unwillkommener Eindringling in das riesige Anwesen und verfolgt die blinde Tochter auf Schritt und Tritt. Deren übrige Sinne schlagen bald Alarm und sie beginnt, sich gegen den bewaffnete Killer zur Wehr zu setzen.
 
Die körperlichen Beeinträchtigungen seiner Protagonisten haben schon so manchem Horrorfilm aus der Patsche geholfen, denn mit so einem gemeinen Handicap lassen sich allerhand lustige Dinge veranstalten. Dank der blinden Emily wird aus dem austauschbaren Home-Invasion-Slasher ein spannendes Überlebensfilmchen, dass nicht nur unterhaltsam mit der Erwartungshaltung des Zuschauers, sondern auch ganz hinterlistig mit der Sehbehinderung seiner Heldin spielt. Das fängt bereit mit der Bedienung des Handys an. Emily will den Notruf mittels Sprachwahl wählen, scheitert aber am Akkustand ihres mobilen Telefons, den sie nicht sehen kann. In einer weiteren Szene fällt der Protagonistin Geschirr auf den Küchenboden. Anfänglich kann sie den Scherbenhaufen glimpflich umgehen, während sie in einer hektischen Fluchtszene später direkt in das spitze Glas tritt. Der Killer bewegt sich geisterhaft durchs gesamte Haus und ist für den Zuschauer immer ersichtlich. Emily besitzt den Vorteil nicht und schleicht sich von Zimmer zu Zimmer ohne zu wissen, dass sie von der maskierten Gestalt auf Schritt und Tritt verfolgt und beobachtet wird. Am Ende flüchtet die erblindete Heldin aus dem abgelegenen Elternhaus orientierungslos in die Dunkelheit der Nacht und stolpert ganz ungewiss über die hinterlistige Blutspur und die erdolchten Opfer des unbekannten Killers. Mit makabren Schockmomenten wird in THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN nicht gegeizt und das nicht minder fiese Treiben wertet den eigentlich belanglosen Slasher ganz nebenbei positiv auf. Zudem hebt sich THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN nennenswert von üblicher Videoware ab. Der Film wurde professionell gedreht und entwickelt sogar ab und an so etwas wie richtiges Gruselfeeling mit Spannung. Vor allem den gut und sympathisch agierenden Darstellern ist es zu verdanken, dass THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN sehbar und erträglich bleibt. Emily wird zugänglich von NOELL COET verkörpert, die sich am Ende als mutige Rache-Queen entpuppt und das kurzweilige Katz-und-Mausspiel Dank motorisierten Gartengeräts in die tiefrote Körperflüssigkeit taucht. Einen Gastauftritt gibt es übrigens auch zu sehen. Schauspiellegende RICHARD RIEHLE gibt sich die Ehre mal kurz als ahnungsloser Helfender über die Landstraße zu düsen, um wenig später dem Killer in die Arme zu laufen. Der Amerikaner hat nämlich zuletzt gern mal in Horrorfilmen vorbeigeschaut. Nach HALLOWEEN 2 (2009), CHILLERAMA (2011) und TEXAS CHAINSAW 3D (2013) folgt nun ein Cameo in THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN – den Horrorfan freut’s.
 
 
 


 
 
 

THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
THE STRANGERS meets THE PURGE – DIE SÄUBERUNG. Kleiner, aber feiner Psycho-Thriller mit gut platzierten Schock-und Gruseleffekten und überraschend hinterlistigen Wendungen. Nach eher bescheidenem Schaffen hat ABRAHAM LINCOLN VS. ZOMBIES-Regisseur RICHARD SCHENKMAN seinen ersten richtig guten Horrorfilm gedreht. Trotz altbekannter Story vom Mädchen, das zu Haus von einem Killer durch die Räumlichkeiten gejagt wird, schafft SCHENKMAN das Kunststück, dass THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN (oder MISCHIEF NIGHT, so der Originaltitel) niemals langweilig ist oder Leerlauf erhält. Wer das Home-Invasion-Genre mag, kann bedenkenlos zugreifen!
 
 
 


 
 
 

THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN – Zensur

 
 
 
Anfänglich dürfte es den Horrorfan wundern, warum THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN erstaunlich handzahm abgehandelt wird. Für einen Slasher gibt es erstaunlich wenige Opfer und auch die Meuchelszenen lassen lang auf sich warten. Am Ende jedoch erwacht THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN aus seinem Dornröschenschlaf, damit auch der Gorehound auf seine Kosten kommt. Viel gibt es zwar nicht zu sehen; für eine ungeschnittene FSK16 hat es dennoch gereicht. Trotz Jugendfreigabe besitzt das Heimkinomedium jedoch einen roten KJ-Flatschen. Die Ursache ist ein Trailer, der von der FSK nur für Erwachsene freigegeben wurde und sich auf die DVD/ Blu-ray befindet.
 
 
 


 
 
 

THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
The-Night-Before-Halloween-blu-ray

(c) Meteor Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Mischief Night; USA 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD 5.1, Englisch DTS-HD 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 87 Min. (uncut)

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Behind the Scenes-Feature, Originaltrailer, Deutscher Trailer, Trailershow

Release-Termin: 23.05.2014

 
 
 

The Night Before Halloween (Uncut) [Blu-ray] auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN – Trailer

 
 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Crawl – Home Killing Home (2011)

Home Sweet Home (2013)

You´re Next (2011)

The Aggression Scale (2012)

In their Skin (2012)

Kidnapped (2010)

The Strangers (2008)

Funny Games (1997)

Funny Games – Remake (2007)

Filmreview: „Solo“ (2013)

solo-2013
 
 
 

SOLO

Story

 
 
 

Die angehende Feriencampmitarbeiterin Gillian soll auf einer verlassenen Insel ihr Können unter Beweis stellen, muss stattdessen jedoch um ihr (Über)Leben bangen …

 
 
 


 
 
 

SOLO – Kritik

 
 
 
Filmfreunde, die vor geraumer Zeit den höchst ansprechenden Trailer zum EVIL DEAD-Remake (2013) gesehen haben, dürften vermutlich die Trailermacher in Grund und Boden verflucht haben. Hier wurde zwar geschickt zusammengeschnitten, aber, wie so oft in den letzten Jahren, die besten Szenen des Splatterwerks vorweggenommen. Ähnlich verhält es sich bei der Vorschau zu SOLO, die im Grunde genommen den ganzen Film in knapp zwei Minuten zusammenfasst. Demzufolge sollte man sich den Trailer möglichst verkneifen, möchte man sich den Spaß am Filmeschauen nicht verderben lassen. Der Thriller SOLO ist wieder mal ein Beispiel dafür, dass es für gute Filme keiner großen Geschichten bedarf. Außer fünf Protagonisten, einer kleinen Insel und Legenden die um die Idylle ranken, benötigt Regie-Neuling ISAAC CRAVIT nicht viel, um rund 90 Minuten zu unterhalten. SOLO lief bereits Oktober 2013 im Rahmen des TORONTO AFTER DARK FILM FESTIVALS, was Genrefans vermutlich hellhörig lassen dürfte, laufen dort meist ausgewählte Gruselstreifen, die nicht selten von hoher Qualität zeugen. Und in der Tat, SOLO ist besser, als das magere Produktionsbudget verspricht.
 
Wir begleiten die TV-erprobte ANNIE CLARK als zwar traumatisierte, aber sich wacker schlagende Gillian „Solo“ in ein kleines Feriencamp irgendwo im Wald. Sie hat in der Vergangenheit ganz schön viel Mist durchgemacht und versucht durch einen neuen Job als Campbetreuerin ihr gewohntes Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Pillen helfen, den Tagesablauf sicher bestreiten und den tragischen Tod ihrer Schwester zu vergessen. Doch bevor Gillian ihre neue Stelle antreten darf, werden ihre Qualifikationen auf die Probe gestellt. Campleiter Fred (RICHARD CLARKIN) bringt sie zu einer kleinen Insel, auf der sie zwei Tage verweilen und Pfadfinderfähigkeiten unter Beweis stellen soll. Doof nur, dass ihr zuvor einige unheimliche Legenden über das vermeintlich idyllische Eiland zu Ohren gekommen sind und ihr bald bange Stunden bescheren werden. Zum Glück ist die geistig instabile Jugendliche immer via Funkgerät in Kontakt zum Festland, so dass ihr auch gleich ein älterer Herr namens Ray (DANIEL KASH) zur Hilfe eilt, der meint, einen hilfesuchenden Funkspruch Gillians erhalten zu haben. Die scheint zwar anfänglich über das Missverständnis verdutzt, ist aber froh darüber nicht ganz so allein auf der gruseligen Insel zu sein. Ganz so verlassen wie an anfänglich gedacht ist der Ort jedoch nicht, denn das verängstigte Mädchen findet bald ein verlassenes Zelt inmitten des Waldes, in dessen Inneren Gillian mysteriöse Farbfotos von Kindern eines Feriencamps entdeckt.
 
Sind wir hier im Camp Crystal Lake oder was? Die Thematik lässt zumindest schwer darauf schließen, denn wenn es um Feriencamps geht, dürfte sich der Zuschauer vermutlich schnell an die berüchtigte FREITAG DER 13.-Reihe zurückerinnert fühlen. Die Route führt dann aber doch in ein ganz anderes Genre und mit bekannten Slasher-Klischees oder gar dem Hockeymaske tragenden Kult-Meuchler JASON VOORHEES hat SOLO rein gar nix am Hut. Regisseur ISAAC CRAVIT hat die wichtigsten Vertreter des Horrorfilms genauestens studiert, so dass der Zuschauer in seinem ersten Langfilm (zumindest am Anfang) ganz schön dreist an der Nase herumgeführt wird. Die Ausgangslage hätte verworrener nicht sein können. Nicht nur, dass Gillian täglich reichlich Medikamente zu sich nehmen muss, um den Tag bestreiten zu können; auch unheimliche Spukgeschichten ranken sich um die verlassene Insel. CRAVIT hält sich viele Optionen offen, wobei (sofern man sich noch nicht den Trailer angeschaut hat) nicht gleich wirklich ersichtlich ist, was SOLO denn nun eigentlich sein soll? Handelt es sich hier um Spuk-Horror von der Stange oder um gar einen knüppelharten Psychothriller, der die erschütternde Vergangenheit der Protagonistin zum Mittelpunkt des Films macht? Ist die Bedrohung rein psychologisch oder tatsächlich greifbar? Antworten die CRAVIT geschickt bis zur Filmmitte zu verschleiern versteht. Umso ernüchternder, dass das raffinierte Rätselraten in der Halbzeit zugunsten der gängigen Horrorregeln an Kreativität missen lässt. Immerhin ist ANNIE CLARK ein wirklicher Pluspunkt dieses kleinen, handwerklich sehenswerten Films. Die hat nämlich nicht nur eine unverkennbare Ähnlichkeit mit dem Teenie-Idol JENNIFER LAWRENCE (HOUSE AT THE END OF THE STREET), sondern überzeugt durch eine Natürlichkeit, die ihren Charakter recht sympathisch erscheinen lässt. Der smarten Schauspielerin gelingt es, den kurzen Wildnis-Schocker fast gänzlich allein zu tragen; ihr Agieren ist stets nachvollziehbar und logisch, was ja bei Teenagern im Horrorfilm selten gegeben ist. Trotz ausreichend Supsense bleibt auch Gillians Hintergrundgeschichte nicht unbeleuchtet. Ihr Schicksal und die Quelle ihrer Albträume werden bruchstückhaft im Verlauf der Geschichte gelüftet, wobei man jedoch auch bei SOLO bemängeln muss, dass die Entwicklung der Charaktere leider etwas oberflächlich abgehandelt wird. SOLO ist zeitgleich ANNIE CLARKS Spielfilmdebüt. Nach diversen TV-Serien fasst sie nun Fuß im Kinofilm und macht dabei gar keine üble Figur. Den Filmfan wird’s freuen, hält er mit SOLO ein ansprechendes und mysteriöses Stück kanadisches Suspensekino in den Händen, das sich auf jeden Fall zu den besseren Vertretern innerhalb des Horrorgenres zählen darf. Wer es kurz, schnörkellos und spannend mag, ist bei SOLO genau richtig. Da darf man gespannt sein, was Regie-Neuling ISAAC CRAVIT demnächst noch so alles an Projekten auf Film bannen wird – dieser Einstieg ins Filmbusiness ist schon einmal ein solider Anfang!
 
 
 


 
 
 

SOLO – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Klein aber oho. SOLO ist kanadisches Supsensekino vom Feinsten und ein gelungener Einstieg ins Filmbusiness für Regie-Newcomer ISAAC CRAVIT. Es muss nicht immer nur Horror mit dem Holzhammer sein. Manchmal sind die kleinen unscheinbaren Streifen die, die es ganz schön in sich haben.
 
 
 


 
 
 

SOLO – Zensur

 
 
 
Bis auf eine kurze Splatterszene am Ende gibt es in SOLO nix, was dem Gewaltfan gefallen dürfte. Demnzufolge wird SOLO mit Sicherheit ungeschnitten ab 16 Jahren in den Handel kommen.
 
 
 


 
 
 

SOLO – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Black Rock (2012)

The Mooring (2012)

Filmreview: „Magic Magic“ (2013)

magic_magic_2013
 
 
 

MAGIC MAGIC

Story

 
 
 
Alicia (Juno Temple) will mit ihrer Cousine Sarah (Emily Browning) und deren Freunden einen Kurzurlaub im ländlichen Chile unternehmen. Doch Sarah muss die Reise kurzfristig abbrechen und lässt Alicia mit den anderen zurück. Für die labile Frau ein Albtraum, fühlt sie sich von den ihr fremden Mitreisenden sichtlich bedroht und scheint allmählich den Verstand zu verlieren …
 
 
 


 
 
 

MAGIC MAGIC – Kritik

 
 
 
MICHAEL CERA, der Witzbold aus Filmen wie JUNO oder DAS IST DAS ENDE ist seit jeher für Rollen in eher leichten Teenagerkomödien bekannt. Umso verwunderlicher, dass er im Film MAGIC MAGIC kurzum die Fronten wechselt und gleich mal von netten Burschen zum unheimlichen Vollgestörten mutiert, der in seiner unreif-vulgären Art nichts anderes zu tun hat, als ohnehin schon verunsicherte Mädchen mit unbeholfenen Anbaggerversuchen zu Tode zu ängstigen. Wohl möglich war dem Management dieser etwas sehr schroffe Imagewechsel etwas zu heikel, so dass MAGIG MAGIC zwar viel Lob auf einschlägigen Filmfestivals einheimste, dann jedoch ganz still und leise in den amerikanischen Kino ausgewertet wurde – vermutlich um CERAS Harmlos-Image bewahren zu können. Da verwundert es wenig, dass auf dem Filmplakat nur ganz dezent mit CERA als Kassenmagnet geworben wird, obwohl der Zuschauer hier seine darstellerisch bisher beste Leistung zu sehen bekommt. Für den konsequenten Stilbruch verantwortlich zeichnet der chilenische Regisseur SEBASTIÁN SILVA, dessen letzte Werke LA VIDA ME MATA und OLD CATS ebenfalls von der internationalen Kritik gefeiert wurden aber eher dramalastig daherkamen. Mit MAGIC MAGIC schlägt SILVA zwar eine Brücke zwischen seiner Heimat und den USA, geht aber erzählerisch einen vollkommen anderen Weg. Diesmal hat es ihn in den Thrillerbereich verschlagen, wobei er sich auch bei seinem Neuling auf einfühlsame Weise mit den Ängsten ganz normaler Menschen beschäftigt. Wenn auch auf kompromisslose Weise.
 
Die Geschehnisse in MAGIC MAGIC handeln von der zerbrechlichen Alicia (JUNO TEMPLE), die sich mit ihrer Cousine Sarah (EMILY BROWNING) und deren Freunden Brink (MICHAEL CERA), Agustin (AGUSTIN SILVA) und Barbara (CATALINA SANDINO MORENO) auf den Weg von den Vereinigten Staaten nach Chile macht, um in einem ländlich gelegenen Haus ein paar schöne Tage zu verbringen. Anfänglich noch guter Dinge, muss Sarah bereits kurz nach Abfahrt schon wieder die Heimreise antreten und lässt die verunsicherte Alicia allein mit ihren Freunden zurück. Für Alicia eine ungewohnte Situation mit der sie sich nur schwer anfreunden kann, kennt sie doch keinen der Anwesenden und fühlt sich sichtlich unwohl in deren Gegenwart. Vor allem die wenig subtilen Begattungsversuche des unheimlichen Brink machen der alleingelassenen Alicia schwer zu schaffen. Die beginnt in ihrer permanenten Angst allmählich den Verstand zu verlieren und stößt mit ihren Problemen bei Sarahs Freunden auf nur wenig Verständnis. Was folgt entwickelt sich für Alle zu einem tiefschwarzen Albtraum. Denn nach einigen schlaflosen Nächten verschlechtert sich Alicias Geisteszustand zu nehmens. Sie beginnt Dinge zu sehen, Stimmen zu hören und ist bald nicht mehr Herr ihrer eigenen Sinne. Doch Hobby-Hypnotiseur Agustin weiß Rat: Er setzt das leidgeplagte Mädchen unter Hypnose. Ohne zu ahnen, dass er dadurch ein Desaster lostritt.
 
MAGIG MAGIC ist ein Film, der in unheilvollen Bildern schildert, wie schnell Dinge aus dem Ruder laufen können. Die Geschichte um Alicia, die sich unweigerlich in der ländlichen Idylle Chiles gefangen und sich von ihrem Mitmenschen bedroht, im Stich gelassen und missverstanden fühlt, ist kein Horrorfilm im herkömmlichen Sinne. Vielmehr konzentriert sich Regisseur und Drehbuchautor SEBASTIÁN SILVA gänzlich auf den psychischen Verfall seiner Hauptdarstellerin und erinnert dabei in seiner psychologisch komplexen Darbietung durchaus an Klassiker wie EKEL und ROSEMARYS BABY von ROMAN POLANSKI. JUNO TEMPLE als fragile Alicia erweist sich als perfekte Wahl. Ihr Schauspiel ist von gespenstischer Authentizität, so dass sich der Zuschauer schnell mit ihrer kleinen eigenen Welt verbunden fühlt und ihm das erschütternde Ende schon erheblich an die Nieren geht. Bis Filmmitte lässt sich SILVA Zeit mit der Einführung seiner Charakter und dem Zuschauer im Unklaren, in welche Richtung MAGIC MAGIC überhaupt gehen soll. Alicia hat unter dem Spott der Anwesenden zu leiden, fühlt sich ausgegrenzt und ungemocht. Was folgt ist ihr psychischer Abstieg in den Wahnsinn, den SILVA zugegebenermaßen in wahrlich düstere aber nicht minder doppeldeutige Bilder packt. Alicia redet sich ein Bilder zu sehen, Dinge getan oder gar Stimmen gehört zu haben, wobei SILVA das Glanzstück gelingt, weitestgehend von plakativen Schock-, Spuk- oder Bluteffekten abzusehen. In effekthascherischen Kinozeiten wie diesen darf das schon als beachtliche Kinokunst gesehen werden, schafft es der chilenische Filmemacher, mit einfachsten Mitteln unangenehme Wirkung zu erzielen. Alicias Zerfall verläuft schleichend, ihre ersponnene Bedrohung gewinnt in der zweiten Filmhälfte an Intensität, wobei sich die Vorfälle überschlagen und in einem sehr unangenehmen Ende verlieren. Aufgrund dessen ist MAGIC MAGIC kein Film für zwischendurch, sondern ein erschütterndes Stück Zelluloid, das eine Menge Fragen offen lässt und die Interpretationskreativität des Zuschauers entfachen dürfte.
 
 
 


 
 
 

MAGIC MAGIC – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Grandioser, verstörender Psychotrip der lange nachwirken wird. Absolut unkommerzieller und vor allem sehenswerter Psychothriller, der Erinnerungen an POLANSKIS EKEL wach werden lässt.
 
 
 


 
 
 

MAGIC MAGIC – Zensur

 
 
 
MAGIC MAGIC kommt gänzlich ohne Blut und Gewalt aus. Die unheilvolle Situation wird ganz durch die Vorstellungskraft der Protagonistin Alicia verursacht. Eher psychisch geht’s daher in MAGIC MAGIC zu, so dass der Film hierzulande bedenkenlos ab 16 Jahren freigegeben wurde.
 
 
 


 
 
 

MAGIC MAGIC – Deutsche Blu-ray

 
 
 
magic magic blu-ray

(c) Koch Media

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Magic Magic; Chile/USA 2013

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 97 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailershow, Making Of, Originaltrailer

Release-Termin: 26.06.2014

 
 
 

Magic Magic [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

MAGIC MAGIC – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Rosemarys Baby (1968)

Der Mieter (1976)

Ekel (1965)

Filmreview: „The Bates Haunting“ (2012)

bates-haunting
 
 
 

THE BATES HAUNTING

Story

 
 
 
In einer zur Geisterbahn umgebauten Farm ist der Wurm drin. Das bemerkt auch Agnes Rickover (Jean Louise O’Sullivan), die dort ihren neuen Job antreten soll. Zu allem Überfluss musste an jenem ungewöhnlichen Ort ein Jahr zuvor Agnes’ beste Freundin ihr Leben lassen. Kaum hat der erste Arbeitstag begonnen, geschehen allerhand mysteriöse Dinge …
 
 
 


 
 
 

THE BATES HAUNTING – Kritik

 
 
 
Es ist in Genrekreisen keine Seltenheit mehr, dass ausgefuchste Studios versuchen den Zuschauer für dumm zu verkaufen. Da wird an vielversprechenden Titeln gefeilt, um den Horrorfilmfan zackig in den Kinosessel zu bewegen. Der bekommt dann leider relativ oft geboten, was er eigentlich gar nicht sehen wollte. THE BATES HAUNTING ist wieder einmal so ein typischer Fall dreister Abzocke. Da zeichnet sich auf dem Filmplakat die Silhouette einer messerschwingenden Person hinter dem Fenster eines gruseligen Hauses ab, das ganz nebenbei auch noch eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Gebäude aus Hitchcocks Thriller PSYCHO vorweist. Der raffiniert gewählte Titel legt tatsächlich die Vermutung nahe, dass dem Filmfreund mit THE BATES HAUNTING ein indirekter Ableger des beliebten Franchise geboten wird. Und dennoch: der vorliegende Slasher hat nicht im Geringsten irgendetwas mit dem wegweisenden Kultwerk gemein. BYRON TURK, der kreative Kopf hinter dieser Mogelpackung, hat schon an viel TV-Quark mitgewerkelt und gibt mit besagtem THE BATES HAUNTING seinen Regie-Einstand. Zusammen mit unbekannter Besetzung und einer handvoll grausiger FX wagt er nun den ersten Versuch, mit seinem Debüt die Aufmerksamkeit der Horrorgemeinde zu gewinnen.
 
Im Mittelpunkt des Films steht die rebellische Kleinstadtpomeranze Agnes Rickover (JEAN LOUISE O´SULLIVAN), die vor genau einem Jahr erleben musste, wie die beste Freundin in einem Halloween-Freizeitpark verbrannte. Seither wird sie von Albträumen geplagt und findet auch in ihrem alten Job keine Erfüllung. Den lässt sie gewissenlos sausen und wird wenig später von Daddy höchstpersönlich zu einem Job in eben jenem Vergnügungspark verdonnert. Doch irgendwas scheint nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Denn mit Agnes’ Ankunft passieren seltsame Unfälle, die sich keiner der Anwesenden erklären kann. Zudem verschwinden plötzlich einige Angestellte unter mysteriösen Umständen, was darauf hindeutet, dass in diesem Park einiges im Argen liegt.
 
Gedreht wurde dieser bedeutungslose Slasher in einem Freizeitpark in Glen Mills, Pennsylvania, der unter dem glorreichen Namen THE BATES MOTEL AND HAUNTED HAYRIDE zu einer örtlichen Attraktion gehört und alljährlich pünktlich zum Gruselfest tausende Schaudererprobte aus dem ganzen Land zum unheimlichen Stelldichein lädt. Hier werden Reisende auf dem Anhänger eines Traktors durch die jeweiligen Szenarien inmitten einer abgelegenen Farm gekarrt, wobei zig Schauspieler in aufwendig gestalteten Kostümen damit beschäftigt sind, das zahlende Publikum zu Tode zu erschrecken. Macher BYRON TURK sah in der Idee hinter dieser real life Geisterbahn genug Potenzial für einen abendfüllenden Langfilm, wobei er viele der vorhandenen Requisiten des Park-Eigentümers sogar für seinen Film nutzen und dabei sogar noch eine Menge Kohle sparen konnte. Anders hätte WELCOME TO THE BATES MOTEL, so der ursprüngliche Titel, vermutlich auch gar nicht umgesetzt werden können, denn der Zuschauer bemerkt schnell, dass das Indiemovie arg unter dem nicht vorhandenen Kapital gelitten haben muss. Etwas lieblos ist THE BATES HAUNTING geraten. Die Darsteller wirken blass und untalentiert. Der Umsetzung mangelt es an Spannung und Raffinesse. Immerhin stimmen die wenigen Spezialeffekte. Hier ist der eigentliche Reiz dieses solide abgedrehten aber eigentlich vollkommen überflüssigen Meuchelfilms zu suchen. Während Protagonistin Agnes damit beschäftigt ist, ihre Aufgaben in der Anlage gewissenhaft zu erledigen, werden die wenigen Angestellten in ominöse Unfälle verwickelt und müssen mit dem Leben bezahlen. Da wird Personal mit einer Kreissäge in zwei Stücke zerteilt; ein Anderer mittels Guillotine einen Kopf kürzer gemacht. Die Vorfälle passieren allesamt vor den Augen der nervenstarken Besucher, die selbstverständlich – wie in H.G. Lewis Frühsplatter THE WIZARD OF GORE – der Meinung sind, dass die Morde zum spektakulären Show-Programm gehören. Slashertypisch bleibt bis kurz vor Ende ungeklärt, wer den Schabernack veranstaltet hat, wobei dem Zuschauer nicht unbemerkt bleibt, dass die Auflösung des Spuks bereits von Anfang an ersichtlich ist. Unterm Strich bekommt der Filmfreund hier geistlosen Standardbrei geboten, der trotz gut getrickster Gewaltexzesse und recht gelungenen Schreckmomenten kaum Nennenswertes zu bieten hat, auf das sich der Fan freuen dürfte.
 
 
 


 
 
 

THE BATES HAUNTING – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Schockreicher Slasher mit beachtlichem Blutgehalt, der aber unter der etwas lieblosen Inszenierung und seinem kaum vorhandenen Budget zu leiden hat. Auch wenn der Geisterbahnbesitzer scherzhaft im Film meint: „Yeah, I’m pretty far from Norman Bates. You can call me …normal Bates?“ so ist das irreführende Filmplakat und die hinterlistige Titelgebung für den zahlenden Kunden überhaupt nicht mehr lustig.
 
 
 


 
 
 

THE BATES HAUNTING – Zensur

 
 
In THE BATES HAUNTING gibt es für Splatterfreunde so einiges so sehen. Es wird ein Leib mittels Sägeblatt zerteilt und ein Paar wird mit einer Erntemaschine in die ewigen Jadggründe befördert. Zwar sind die wenigen Effekte überschaubar, dürften jedoch dafür sorgen, dass THE BATES HAUNTING hierzulande nur von volljährigen Filmfans gekauft werden darf. Wir gehen von einer ungeschnittenen KJ-Freigabe aus.
 
 
 


 
 
 

THE BATES HAUNTING – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Jack the Reaper – Jahrmarkt des Grauens (2011)

Silent Night (2012)

ChromeSkull: Laid to Rest 2 (2011)

Urban Explorer (2011)

Filmreview: „Sanitarium – Anstalt des Grauens“ (2013)

sanitarium2013
 
 
 

SANITARIUM

ANSTALT DES GRAUENS

Story

 
 
 
Eine psychiatrische Klinik erhält drei neue Insassen. Für Dr. Stenson (Malcolm McDowell) Grund genug, sich einen ersten Eindruck von den Patienten zu verschaffen und ihre Schicksale zu beleuchten …
 
 
 


 
 
 

SANITARIUM – Kritik

 
 
 
Nach den beachtlichen Erfolge von Filmen wie V/H/S und THE ABCS OF DEATH war es nur eine Frage der Zeit, bis ein nächster dieser aktuell mal wieder so beliebten Kurzgeschichtensammlungen das Licht der Filmwelt erblicken sollte. In Expertenkreisen auch als Anthologien betitelt, finden derartige Episodenfilme vor allem unter Horrorfilmfans immer ihre Befürworter. Verwunderlich ist das natürlich nicht, genießen nicht wenige dieser Filme heute Kultstatus (CREEPSHOW, TALES FROM THE CRYPT, NECRONOMICON) und sind aus dem Genre nicht mehr wegzudenken. Grund genug mit SANITARIUM einen weiteren dieser Filme ins Rennen zu schicken, auf dass dieser Beitrag gleichen Erfolg verbuchen wird, wie die vielen beliebten Horror-Episodenfilme der 70er und 80er Jahre zuvor. Wie bereits im Beitrag ASYLUM (1972), verschlägt es den Zuschauer in eine Psychiatrie, wo ihm die Schicksale jüngst eingelieferter Patienten geschildert werden. Im Mittelpunkt der Gegebenheiten steht Dr. Stenson (MALCOLM MCDOWELL) Oberarzt der Klinik, der auch die Neuzugänge der Klinik überwacht. Als Erzähler agierend, erklärt er dem Zuschauer nun, wie die drei neuen Patienten ihren Weg in die Heilanstalt gefunden haben und verbindet so die einzelnen Segmente stimmig miteinander.
 
Künstler Gustav (vollkommen durchgeknallt: JOHN CLOVER) hat nicht nur die Haare schön, sondern verhält sich auch durchweg verhaltensauffällig. Er soll seine in tadelloser Handarbeit modellierten Puppen für ein stattliches Sümmchen verkaufen. Doch Gustav scheint es nicht über das Herz zu bringen, sein Lebenswerk zu veräußern. Fortan sprechen die Puppen mit ihm und zwingen ihm zu einen teuflischen Plan. Während der Überraschungsauftritt von Legende ROBERT ENGLUND im Segment mit dem Titel PATIENT 46 ein erschreckend frühes Ende nimmt, gefällt hier die liebenswerte Hommage an die berüchtigte PUPPET MASTERS-Reihe. Eine kleine Stop-Motion-Szene alter Schule erinnert an das grandioses-melancholische Animationskino eines TIM BURTON.
 
Die zweite Episode, PATIENT 26, berichtet vom traurigen Leben des Grundschülers Steven (DAVID MAZOUZ), der nicht nur vom eigenen Vater missbraucht, sondern auch von einem augenlosen Wesen mit spitzen Zähnen und gruseliger Kutte verfolgt wird. Klassenlehrerin Ms. Lorne (LACEY CHABERTZ) ahnt Schlimmes und will dem verschüchterten Jungen helfen; ist aber zur falschen Zeit am falschen Ort. PATIENT 26 ist mehrschichtiges Mystery-Kino, dass jedoch mehr Drama sein will als waschechter Horror. Auch wenn der Zuschauer hier Zitate aus berüchtigten Schockern entdecken wird (Schulszene aus HALLOWEEN) so ist diese Episode vollgestopft mit psychologischen Deutungen und Sinnbildern, die durchaus Diskussionsgrundlage bieten dürften.
 
Die letzte Geschichte handelt von Professor James Silo (beachtlich paranoid verkörpert von LOU DIAMOND PHILLIPS), der den Untergang der Welt kommen sieht und einen Luftschutzbunker für sich und seinen Familie im Garten bauen lässt. Letztendlich kommt jedoch alles anders als erwartet und der Zuschauer erlebt eine erschütterndes Story, die in einem unglaublich depressiven Ende gipfelt.
 
SANITARIUM ist einer jener Filme, der die Horrorfilmwelt in zwei Lager spalten dürfte und nicht bei jedem Zuschauer auf Zustimmung stoßen wird. Schuld daran dürfte vor allem das reißerisch gestaltete Filmplakat sein, dass eine gänzliche falsche Erwartungshaltung schürt. Horror wird hier nur vage zum Thema gemacht. Stattdessen wird der Filmfreund mit drei ziemlich erschütternden Tragödien konfrontiert, die in ihrer Gesamtheit schon arg aufs Gemüt schlagen. Hier werden drei Schicksale vermeintlich geistig gesunder Menschen geschildert, die am Ende unfreiwilligerweise in der Psychiatrie landen. In SANITARIUM wird die Langsamkeit neu entdeckt. Die drei Regisseure BRYAN ORTIZ, BRYAN RAMIREZ und KERRY VALDERRAMA lassen sich viel Zeit mit dem Erzählen ihrer Geschichten. Ekelhaftes Gemetzel und plakativen Schrecken sucht man hier vergebens. Stattdessen haben die Protagonisten ausreichend Zeit, sich zu entwickeln, was sich vor allem beim typischen Genre-Publikum in gähnender Langeweile äußern dürfte. Wer SANITARIUM jedoch mit einer ganz anderen Erwartungshaltung goutiert, erlebt einen der vermutlich besten Anthologie-Streifen der letzten Zeit. Vor allem der außerordentlichen Schauspielleistung von JOHN CLOVER und LOU DIAMOND PHILLIPS ist es zu verdanken, dass sich der Film vom typischen Einheitsbrei abzuheben weiß und letztendlich durch Mark und Bein geht. Selten hat man einen so depressiven Genre-Beitrag gesehen, der wegen und auch trotz seiner dramalastigen Inszenierung ein Gefühl des Unbehagens auslöst. Wer eine Schwäche für psychologischen Horror besitzt und mit der teilweise gemächlichen Inszenierung leben kann, sollte sich ausreichend Zeit nehmen, das vorliegende SANATARIUM zu besuchen. Mit fast zwei Stunden Spielzeit ist diese Kurzgeschichtensammlung nicht gerade kurz. Auch wenn der vorliegende Psychotrip so ziemlich speziell ist, verdient er es definitiv, von jedem offenen Horrorfilmfan gesehen werden.
 
 
 


 
 
 

SANITARIUM – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Düster, makaber und doch so wunderschön! Eine sonderbare und vollkommen unkommerzielle Anthologie, die mit ähnlichen Filmen rein gar nicht vergleichbar ist. Ein herrlich melancholischer, stellenweise fast schon depressiver Psychotrip, der jedem offenen Horrorfilmfan zu empfehlen ist. SANITARIUM ist vermutlich kein Meisterwerk, weiß sich aber erfrischend vom üblichen Horror-Einerlei abzuheben.
 
 
 


 
 
 

SANITARIUM – Zensur

 
 
 
SANITARIUM ist eher Drama als Horror. Blut oder Gewalt gibt es hier nur selten zu sehen. Von daher dürfte der Film in Deutschland keine Probleme in seiner ungeschnittenen Form erhalten und bereits für Jugendliche geeignet sein. Die hiesige Heimkinoauswertung von SANITARIUM wurde mit dem blauen FSK16-Flatschen von der Zensurbehörde freigegeben. Aufgrund der Trailer im Bonusmaterial ist die Scheibe jedoch erst für Volljährige zu haben: keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

SANITARIUM – Deutsche Blu-ray

 
 
 
sanitarium-bluray

(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sanitarium; USA 2013

Genre: Horror, Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1

Laufzeit: ca. 113 Min.

FSK: Film: FSK 16 (ungeschnittene Fassung) – BD aufgrund Bonusmaterial: keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer

Release-Termin: 24.03.2015

 
 

Sanitarium – Anstalt des Grauens [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

SANITARIUM – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Asylum (1972)

Insanitarium (2008)

Creepshow – Die unheimlich verrückte Geisterstunde (1982)

The Ward (2010)

Psych:9 (2010)

The ABC´s of Death (2012)

Chillerama (2011)

Filmreview: „The Call – Leg nicht auf!“ (2013)

The Call - Leg nicht auf 2013
 
 
 

THE CALL – LEG NICHT AUF!

Story

 
 
 
Die toughe Jordan Turner (Halle Berry) arbeitet in einer Notruf-Zentrale. Sie nimmt die Anrufe entgegen, protokolliert diese und leitet so die Polizei- und Rettungseinsätze. Als die minderjährige Casey Welson (Abigail Breslin) am Telefon um Hilfe bittet, weil sie von einem Unbekannten entführt wurde und sich nun im Kofferraum eines fahrenden Wagens befindet, werden in Jordan alte Erinnerungen wach. Vor genau sechs Monaten wurde sie mit einem ähnlichen Fall konfrontiert, konnte dem hilfesuchenden Mädchen jedoch nicht helfen. Für Jordan Grund genug alle Hebel in Bewegung zu setzen, um Casey´s Leben zu retten.
 
 
 


 
 
 

THE CALL – Kritik

 
 
 
Wenn Frauenpower die Kinoleinwände regiert, dann oft in Form austauschbarer Slasher, moralisch verwerflicher Rape-and-Revenge-Movies oder wehleidig-depressiver Dramen, deren Zugänglichkeit manch männlichem Kinogänger nicht selten verborgen bleibt. Im Thrillerbereich sind dagegen oft die Männer am Zug, die natürlich wissen, wie sie dem skrupellosen Verbrecherpack erfolgreich das Handwerk legen müssen. THE CALL – LEG NICHT AUF! macht da eine Ausnahme und dreht den Spieß ganz einfach mal um. Denn dieser aktuelle Thriller ist einer dieser Filme, in denen die Männerwelt einfach mal Sendepause hat und zwei toughe Frauen im Mittelpunkt stehen, die kurzum das Gesetz selbst in die Hand nehmen. Oscar-Preisträgerin HALLE BERRY (MONSTER’S BALL, GOTHIKA) spielt JORDAN TURNER, eine engagierte Mitarbeiterin der Notrufzentrale des Los Angeles Police Department. Nachdem sie einem jungen Mädchen nicht helfen kann und dieses daraufhin von einem unbekannten Psychopathen ermordet wird, lässt sie sich versetzen und übernimmt fortan die Ausbildung neuen Personals. Doch die Vergangenheit scheint die gezeichnete Frau erneut einzuholen. Es dauert nicht lang und JORDAN wird erneut mit einem Notruf konfrontiert, der sie an jenen Vorfall vor wenigen Monate zurückerinnert.
 
Regisseur BRAD ANDERSON ist in Hollywood kein Unbekannter. Nach der Mitarbeit an erfolgreichen Serienformaten wie FRINGE und THE SHIELD, hat er sich vor allem mit den Filmen DER MASCHINIST und TRANSIBIRIAN einen respektablen Ruf in der Traumwerkstatt erarbeitet. Während in einem frühen Entwicklungsstadium JOEL SCHUMACHER (NICHT AUFLEGEN) für den Posten des Regisseurs vorgesehen war, wurde letzten Endes doch ANDERSON die Aufgabe zuteil, den anfänglich als TV-Film geplanten THE CALL – LEG NICHT AUF! als Langfilm zu realisieren. Kein schlechter Einfall, denn die Idee hinter THE CALL ist geradezu prädestiniert für einen temporeichen und kurzweiligen Kinofilm wie diesen. Dass Hollywood-Star HALLE BERRY so einiges auf den Kasten, hat dürfte vermutlich die wenigsten wundern. Immerhin ist ihr die Oscar-Auszeichnung für MONSTER´S BALL nicht zu Kopf gestiegen, so dass man sie hin und wieder in merklich massenpublikumstauglichen (X-MEN) und vollkommen dummen (CATWOMAN) Blockbustern bewundern darf. THE CALL macht da natürlich keine Ausnahme. Der Film ist packendes und schön schweißtreibendes Suspense-Kino, weit entfernt von allzu Tiefschürfendem. Macht aber nichts. HALLES Schauspielkunst kommt dem Film gerade gelegen. Als traumatisierte Retterin in der Not muss sie der hysterischen Teenagerin CASEY am Telefon einen Weg aus deren Unachtsamkeit bahnen.
 
CASEY, übrigens grandios kreischend gemimt von ABIGAIL BRESLIN (SIGNS, LITTLE MISS SUNSHINE), befindet sich in der Gewalt des Gewaltverbrechers MICHAEL FOSTER (MICHAEL EKLUND – WATCHMEN, 88 MINUTES), der eine Vorliebe für blonde Minderjährige hegt. Während CASEY im Kofferraum des Killers erst einmal die Lage checkt und ihr Telefon aus der Tasche zaubert um den Notruf zu wählen (was für ein Zufall!), bekommt Psychopath MICHAEL am Steuer nur wenig von den Fluchtversuchen seines Opfers mit und hört stattdessen einmal mehr seinen Lieblingssong in Dauerschleife. Schnell ist das Trauma überwunden und Notruftelefonistin JORDAN wird zur Superheldin. Sie reißt das Mädchen immer wieder aus ihrer Angst und spornt den naiven Teen an, mit allen erdenklichen Mitteln die „Außenwelt“ über die brenzlige Situation in Kenntnis zu setzen. Da wird aus dem Inneren des Kofferraums ein Rücklicht eingeschlagen um wenig später Farbe aus dem Wagen fließen zu lassen. Die Taktik die das Helfer-Opfer-Duo dabei an den Tag legt wirkt durchaus logisch, wenngleich die Hilfsmittel im Inneren des Wagens etwas arg konstruiert erscheinen. Über weite Strecken wirkt die Zusammenarbeit der beiden Leidtragenden ziemlich nervenaufreibend, zumal der Zuschauer stets die Befürchtung haben muss, dass der Killer jeden Moment von den Rettungsaktionen erfahren könne.
 
Leider weiß der Hochgeschwindigkeits-Thriller nicht über die gesamte Laufzeit zu überzeugen. Während THE CALL in der ersten Hälfte schnörkellosen Thrill zelebriert, gerät spätestens mit den ersten Unachtsamkeiten des Serienkillers das marode Handlungsgerüst ins Wanken. Er verhält sich zwar während des ganzen Films durchweg krank und ziemlich unberechenbar; der Klügste ist er aber nicht wirklich. THE CALL – LEG NICHT AUF! ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein nur halbherziges Drehbuch einen gesamten Film in die Knie zwingen kann. Denn spätestens dann, wenn die Telefonistin zur Einzelkämpferin mutiert und sich allein auf die Suche nach der vermissten CASEY macht, verliert der Film jegliche Glaubwürdigkeit. Was folgt ist ein Schlussakt der an jüngstes Torturenkino erinnert und in seinen absurdesten Momenten WILLIAM LUSTIGS Meisterwerk MANIAC (1980) ins Gedächtnis ruft. Was bleibt ist zwar ein immer noch fesselnder Thriller mit für das Genre herausragenden schauspielerischen Leistungen, der sich aber in der letzten halben Stunde zum konventionellen und düsteren Folter-Schocker entwickelt. Dem Horrorfreund dürfte der Umstand vermutlich freuen; der zartbesaitete Normalfilm-Fan sich etwas tiefer in den Kinosessel graben.
 
 
 


 
 
 

THE CALL – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Kein Film für Weicheier! Schweißtreibender Hochspannungs-Thriller, der für viel Nervenkitzel sorgen wird. Nach fulminanten zwei Dritteln Laufzeit fällt die Logik des Films wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Eine Schande! Trotzdem, THE CALL – LEG NICHT AUF ist ein fesselnder Psycho-Schocker der dem Zuschauer an die Nieren geht!
 
 
 


 
 
 

THE CALL – Zensur

 
 
 
Trotz kleiner Tortur-Szenen am Ende, geht es in THE CALL – LEG NICHT AUF nicht wirklich blutig zu. Daher ist die deutsche Fassung frei ab 16 Jahren im Handel erhältlich.
 
 
 


 
 
 

THE CALL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
The-Call_Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Call; USA 2013

Genre: Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Featurettes: Notfallmassnahmen: Die Entsscheidung des Films (14:53 Min.), Am Set: Das Versteck (3:27 Min.), Am Set: Das Call Center (4:51 Min.), Die Stunts (6:56 Min.), Deleted/Extended Scenes: Gespräch auf dem Dach (1:35 Min.), Call Center Gruppe (0:54 Min.), Michael verfrachtet Casey in ein neues Auto (0:46 Min.), Letzte Warnung (1:01 Min.), Alternatives Ende (0:47 Min.), Kinotrailer (1:36 Min.), BD-Live, Trailershow mit 9 Trailern kommender Veröffentlichungen von UNIVERSUM FILM

 
 
 
Vor einiger Zeit noch im Kino gelaufen, veröffentlicht UNIVERSUM FILM den spannenden THE CALL – LEG NICHT AUF! nun auch auf DVD und Blu-ray. Die HD-Umsetzung ist als recht gelungen zu betiteln, denn das Bild überzeugt durch eine knackige Schärfe, sehr hohem Kontrastumfang und hervorragendem Schwarzwert. Zwar entstehen durch die teils hastigen Schnitte hin und wieder kurze Unschärfen und Unruhen im Bild, die sind aber kaum der Rede wert und machen nur Bruchteile von Sekunden aus. Auch beim Ton bekommt der Zuschauer die volle Bandbreite geboten. Die mitreisende musikalische Untermalung ist stets präsent und nimmt alle Boxen in Beschlag. In THE CALL hat der Subwoofer zudem eine Menge zu arbeiten, denn hin und wieder kommt ein aggressiver Beat zum Einsatz, der den Subwoofer kräftig vibrieren lässt. Natürlich hat UNIVERSUM FILM auch ein kleines Extrapaket geschnürt. Bereits beim Einlegen des Mediums gibt es mit ALL IS LOST (ca. 2 Minuten, HD), THE FROZEN GROUND (ca. 2 Minuten, HD) und BYZANTIUM (ca. 2 Minuten, HD) die obligatorischen Pflichttrailer von weiteren Filmen aus dem Katalog des Anbieters. Danach kann man in einem animierten Menü nach Extras stöbern. Diese umfassen mehrere Features, die die Hintergründe der Produktion beleuchten. Neben Hintergrundmaterial gibt es noch fünf gelöschte/alternative Szenen zu sehen (zusammen ca. 7 Minuten). Mit fast 40 Minuten Laufzeit ist der Bonusbereich für einen aktuellen Kinofilm nicht gerade üppig ausgefallen. Immerhin gibt es deutsche Untertitel für Extras und den Hauptfilm, was das magere Bonusmaterial aufwertet. Neben den diversen Hintergrundinformationen haben es noch der Kinotrailer und ein BD-Live-Zugang auf die Scheibe geschafft. Für Letzteren wird jedoch Internet vorausgesetzt. Wer gern Werbeclips schaut, kann sich zudem noch durch eine umfangreiche Trailershow klicken, denn mit neun weiteren Trailern kommender Veröffentlichung (darunter EVIDENCE (2013) und DAS PENTHOUSE (2013)) betreibt UNIVERSUM FILM etwas Eigenwerbung. Abgerundet wird der Release von THE CALL – LEG NICHT AUF! mit dem unverzichtbaren Wechselcover ohne FSK-Flatschen. Wer rasante und spannende Thriller mag, kann bedenkenlos zugreifen. Die Blu-ray des Streifens ist technisch tadellos!
 
 
 

The Call – Leg nicht auf! [Blu-ray] bei AMAZOn ungeschnitten kaufen

 
 


 
 
 

THE CALL – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Victim – Trau keinem Fremden (2011)

No One Lives (2012)

Alexandre Aja´s Maniac (2012)

Filmreview: „The Purge – Die Säuberung“ (2013)

The_Purge-Die_Säuberung
 
 
 

THE PURGE – DIE SÄUBERUNG

Story

 
 
 
2022. Nach mehreren Wirtschaftskrisen, Kriegen und dem Fall des Dollars ins Bodenlose herrscht in den Vereinigten Staaten eine noch nie da gewesene Kriminalitätsrate. Um dem entgegenzuwirken erlassen die neuen Gründerväter wenige Monate nach ihrer Wahl die alljährliche Purge (deutsch: Säuberung). Pünktlich zum Frühlingsanfang darf nun ab jedem 21. März des Jahres ab 19 Uhr, zwölf Stunden jeder fröhlich metzeln, abrechnen, einfach mal ordentlich Druck ablassen, denn jedes Verbrechen inklusive Mord ist legal und damit auch nicht strafbar. Polizei, Feuerwehr und Krankenhäuser sind in dieser Zeit nicht im Einsatz. So hat jeder die Möglichkeit, das Biest in sich zu entfesseln und seine Seele zu säubern, um ein besserer Mensch zu werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Arbeitslosenquote liegt bei unter einem Prozent, es gibt so gut wie keine Kriminalität und die Wirtschaft boomt. Normalerweise verläuft die Nacht bei der gut situierten Familie Sandin reibungslos. Schließlich verkauft Vater James (Ethan Hawke) Sicherheitssysteme erster Klasse, hat sogar die ganze Nachbarschaft im noblen Vorstadtviertel versorgt und kann seiner Frau Mary (Lena Headey) und den beiden Kindern so ein besseres Leben ermöglichen. Doch diesmal geht etwas schief. Als der gutherzige Sohn Charlie einem verletzten und fliehenden Obdachlosen Schutz in dem Haus gewährt, gerät die Situation außer Kontrolle. Die in Seidenkleid oder Uniform bekleideten Jäger, eine Gruppe maskierter junger Leute aus gutem Hause, möchten ihr Recht zur Säuberung wahrnehmen. Ihr Recht, die Stadt von Gesindel zu befreien, sei es schweren Herzens auch über Leichen aus ihrer Schicht.
 
 
 


 
 
 

THE PURGE – Kritik

 
 
 
God bless America! Ist der sarkastische Satz, der einem beim Abspann auf der Zunge liegt. Die Idee zu THE PURGE ist ziemlich spannend. Zwar erinnern Ansätze der Grundstory an BATTLE ROYAL bzw. dessen dreiste Mainstream-Kopie DIE TRIBUTE VON PANEM aber in dieser Form kam einem das noch nicht auf den Schirm. Es scheint zunächst absurd, der Bevölkerung einmal im Jahr Selbstjustiz und Triebbefriedigung zu gewähren um Kriminalität unten und Wirtschaft oben zu halten. So kann jeder seine negativen Gefühle rauslassen und seine Seele selbst reinigen – am Ende für ein besseres und friedlicheres Land. Und da letztendlich neben den gehassten Chefs, Ex-Partnern und Nachbarn vor allem die sozial Schwachen dran glauben müssen, die sich keinen sicheren Ort zum Schutz leisten können, dürfte dem Staat durchaus zugutekommen, machen doch die geschwind Platz für ein rasantes Wirtschaftswachstum. Wenn man sich dann allerdings die Diskussionen der Waffengesetze in den Staaten der letzten Monate zurück in den Kopf ruft, in der doch tatsächlich die Mehrheit der vernunftsimmunen Bevölkerung die Meinung vertritt, dass eine bewaffnete Lehrerin durchaus effektiver ist als ein strengeres Verbot von Waffen, scheint die Filmidee einfach nicht realitätsfern genug zu sein. So hinterlässt die grausame Vorstellung einer Nachbarschaft, die munter meuchelt und dabei nicht nur geduldet sondern auch akzeptiert und begünstigt wird, einen bitteren Beigeschmack.
 
So gesehen lässt bereits der Prolog dem Zuschauer einen Gänsehautschauer über den Rücken laufen. Bei erbaulicher Fahrstuhlmusik bewundert man Überwachungsvideos der letzten Purge, bei der Durchschnittsmenschen leichtfertig durch die Gegend schießen oder ihre geliebten Mitbürger enthusiastisch zu Tode prügeln, ohne dass ihre Opfer auf Hilfe hoffen brauchen oder die Täter Strafe fürchten müssen. Ab dann wird sich des innovationslosen amerikanischen Klischee-Repertoires bedient. THE PURGE wird wie ein Nationalfeiertag begangen: Blumen werden aufgestellt, der Rasen nochmals gemäht, den Nachbarn eine sichere Nacht gewünscht, mit der Familie gemeinsam zu Abend gegessen und die unvorstellbare Grausamkeit dieses Massakers weggelächelt. Leider ist ab da vieles vorhersehbar. Die Hintergedanken der Nachbarn, die psychopathische Gesinnung der weißen Elite-Jugend, die einen schwarzen Obdachlosen jagt, die Konflikte innerhalb der Familie… eigentlich die ganze Handlung. Der unglaublich überraschende der-Killer-holt-zum-finalen-Schlag-in-Zeitlupe-über-dem-Protagnisten-aus-und-wird-von-einer-plötzlich-auftauchenden-Figur-von-hinten-erschossen-Effekt findet gleich mehrmals Verwendung. Auch wenn das jedes Mal so aufregend und unerwartet erscheint wie eine neue DSDS-Staffel, trägt es zum Spannungsgrad verblüffenderweise nicht bei. Na sowas. Die Bilder sorgenloser und gleichgültig mordender junger oder vermeintlich freundlicher Mitmenschen lösen zwar im Kopf des Publikums üble Gedanken aus, der Spannungsbogen wird jedoch immer wieder durch viel zu vorhersehbare Ereignisse zerlegt. Auf einen Aha-Moment wartet man bedauerlicherweise vergebens.
 
Für die Protagonisten kann man kaum viel Mitgefühl aufbauen. Es handelt sich um die ausgelutschte Standard-Vorstadtfamilie die weder Tiefe noch Verstand besitzt. Die zuweilen absolut nicht nachvollziehbaren Handlungen regen einfach nur auf (Logisch lässt man die Taschenlampe an, wenn man sich im Dunkeln verstecken soll. Oder rennt ohne Deckung und sich einmal umzudrehen durchs Haus während eine Gruppe Meuchelnder sich in selbigen befindet). Überdies werden zwar zahlreiche Patronen verschossen und scharfgeschliffene Macheten von leichtfüßigen Fräuleins grazil geschwungen, Freunde von brutalen und kreativen Tötungsvorgängen werden jedoch trotzdem vergeblich auf ihre Kost warten müssen. Denn THE PURGE basiert zwar auf einem ziemlich gewalttätigen Konzept, das jedoch ausschließlich mittels wilder Ballereien und ungeschickter Messerhiebe umgesetzt wird. Auf drastisches Gemetzel, blutige Folter oder Wellen von Kunstblut wird größtenteils verzichtet. Zudem erscheinen die Antagonisten bis auf RHYS WAKEFIELD wenig furchteinflößend, verscheiden sie doch so unbedeutend und unspektakulär wie die Fliegen. Der Horror basiert eher auf der Selbstverständlichkeit des gegenseitigen Mordens und der einhergehenden Billigung und Förderung durch die Bevölkerung.
 
THE PURGE ist gesellschaftskritisch und spricht die soziologischen Probleme Amerikas an. Die oberflächliche Maske der Freundlichkeit, die die weisse Bevölkerung nur zu gern zur Schau trägt, das immer noch bestehende Rassen- und Schichtenproblem (auch die obligatorische Quotenschwarze in der Nobelnachbarschaft ändert daran wenig), die menschenverstandsfreie Haltung zur Waffenpolitik aber auch die Gewaltbereitschaft der Menschheit insgesamt. Was tut man wenn man morden kann, darf und soll? Was passiert wenn man die kulturelle Ordnung aufhebt und damit sämtliche Tabus nichtig werden lässt? Wem kann man noch vertrauen? Was dominiert? Mensch oder Bestie? Interessante Fragen mit der sich der Zuschauer und natürlich auch die Protagonisten auseinandersetzen müssen. Bedauerlich, dass die ernsthafte Behandlung dieser Fragen in der zweiten Hälfte des Films zugunsten eines stupiden Teen-Horror-Movie außer Acht gelassen wird.
 
THE PURGE setzt eher auf Sozio-Psycho-Horror, statt mit möglichst bestialischer Splatterei das Auge vergewaltigen zu wollen. Das kann man gut oder schlecht finden. Splatter-Fans wird der Psychotrip vermutlich kaum munden wollen, Fans düsterer Psycho-Thriller wohl schon eher. Die Grundidee nimmt der Genre-Fan erst mal spannungsgeladen und erwartungsvoll auf. Viele werden sich schon direkt beim Trailer nägelknabbernd wiederfinden. Bedauerlicherweise aber leidet JAMES DeMOCANOS 85-minütiges Werk durch eine überraschungsarme Handlung, zahlreiche Klischees, oberflächliche Charaktere und ein absehbares Ende beachtlich. Schade. THE PURGE startet mit einer grotesken und aufregenden Idee, lässt jedoch durch den einfallslosen Verlauf ziemlich nach. Für Horrorfans durchaus zu empfehlen wenn man auf große Überraschungen verzichten kann. Anhänger blutigen Splatters, die auf bizarres Gemetzel aus sind, werden eher ungesättigt den Kinosaal verlassen.
 
 
 


 
 
 

THE PURGE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Düsterer Psycho-Thriller im Hochglanzformat. Brillante Idee, akzeptable aber leidenschaftslose Umsetzung. Gorehounds schauen übrigens dumm aus der Wäsche!
 
 
 


 
 
 

THE PURGE – Zensur

 
 
 
Die Heimkinofassung wurde ungeschnitten mit dem FSK16-Flatschen veröffentlicht, was vollkommen in Ordnung geht, da der Film nicht sonderlich grausam ist.
 
 
 


 
 
 

THE PURGE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
the purge
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Purge; USA/Frankreich 2013

Genre: Horror, Science Fiction, Thriller

Ton: Deutsch DTS 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS 5.1, Italienisch DTS 5.1, Spanisch DTS 5.1, Japanisch DTS 5.1, Indonesisch DTS 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Japanisch, Dänisch, Niederländisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch, Portugiesisch

Bild: 2.40:1 (1920x1080p), @24 Hz

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Überlebe die Nacht: Das Making Of von „The Purge“ (neun Minuten, hochauflösend)

 
 
 
Etwas unkreativ geht es aktuell bei UNIVERSAL PICTURES HOME ENTERTAINMENT zugange, denn wie bereits bei CURSE OF CHUCKY geht es nach dem Einlegen der Blu-ray von THE PURGE direkt in ein eher zweckmäßig gestaltetes Hauptmenü, das mit einem Standbild nicht gerade gestaltungstechnisch dem heutigen Blu-ray-Standard entspricht. Hier darf sich der Zuschauer durch die für UNIVERSAL typischen Menüsymbole klicken, was sich jedoch schnell als dumme Geduldsprobe entpuppt, da man dahinter nie das zu sehen bekommt, was man eigentlich sehen wollte. Bild und Ton sind, wie eigentlich zu erwarten war, auf hohem Niveau. Gerade in den wenigen Tagesszenen überrascht eine gute Schärfe. Aber auch die dunklen Szenen überzeugen mit sattem Schwarzwert und durch ein hervorragendes Bildtransfer. Die Dialoge sind klar verständlich und das Meiste spielt sich im Frontbereich ab; wird es dann doch einmal hektisch und laut grummelt es aus allen Boxen. Da es sich bei der deutschen Blu-ray zu THE PURGE um ein scheinbar einheitliches Release für ganz Europa handelt, gibt es den Film nicht nur in Deutsch und Englisch zu sehen. Sieben Tonspuren sind auf der Veröffentlichung zu finden, wobei man sich den Film auch in Indonesisch und Japanisch anschauen kann. Wer Untertitel benötigt wird in einem umfangreichen Sammelsurium an unterschiedlichen Untertitelspuren mit Sicherheit fündig. Bei den Extras sieht es leider etwas mau aus, was etwas unverständlich anmutet, hat doch THE PURGE ordentliche Erfolge an den Kinokassen verbuchen können. So gibt es gerade einmal ein Making-of zu Film zu sehen. Das ist mit gerade einmal neun Minuten ganz schön kurz geraten, liegt aber in hochauflösender Bildqualität vor und wurde mit Untertiteln ausgestattet. Den Originaltrailer sucht man übrigens vergebens. Ebenso gibt es nicht einmal eine Trailershow mit anderen Titeln des Publisher auf der vorliegenden Kauf-Blu-ray. Das ist leider für einen Mainstreamtitel etwas sehr ernüchternd. Immerhin gibt´s ein Wechselcover gratis dazu!
 
 
 

The Purge – Die Säuberung [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZOn bestellen

 
 


 
 
 

THE PURGE – Trailer

 
 


 
 

Sören C.

 
 
 
Ähnche Filme:
 
28 Days Later (2012)

28 Weeks Later (2007)

Filmreview: „It´s in the Blood“ (2012)

its_in_the_blood
 
 
 

It´s in the Blood

Story

 
 
 
October (Sean Elliot) ist wissbegieriger Medizinstudent und besitzt ein fotografisches Gedächtnis. Nach dem schrecklichen Tod seiner Schwester Iris hat sich das Verhältnis zwischen Vater und Sohn deutlich entfremdet, sodass Oktober nun den Versuch vagen möchte, sich seinem Vater vorsichtig anzunähern. Um erneut zueinander finden zu können, beschließt die kleine Familie kurzum, einen abenteuerlichen Wandertrip durch die Wälder zu unternehmen. Mit fatalen Folgen. Nicht nur, dass sich Vater Russell in einem unachtsamen Moment das Bein bricht; auch etwas zutiefst Bedrohliches schleicht durch das Dickicht und beginnt alsbald Vater und Sohn furchteinflößend zu terrorisieren …
 
 
 


 
 
 

It´s in the Blood – Kritik

 
 
 
Es muss nicht immer grobmotorische Filmkost mit dem Fleischerbeil sein. Manchmal sind es vor allem die leisen Tönen, die das Gemüt des Zuschauers durchaus beunruhigen und für ein zutiefst beklemmendes Gefühl sorgen können. Der Film IT´S IN THE BLOOD ist einer jener Kandidaten, der sich vollends von schlachthausreifem Gekröse distanziert und den Filmfreund stattdessen mit psychologischen Horror konfrontiert. Demnach sei vor allem jenen Horrorfans von der Sichtung abgeraten, die hier ein splatter- und horrorlastiges Filmchen erwarten und vorwiegend auf plausibel-offenkundige Erklärungsversuche Wert legen. Regisseur SCOOTER DOWNEY hat mit seinem Debütwerk einen wahrhaftigen Geheimtipp geschaffen, der sich vordergründig mit der Psyche seiner beiden Protagonisten beschäftigt und dem Zuschauer dabei ein vollkommen andersartiges Seherlebnis präsentiert. Hierbei sei zu erwähnen, dass SEAN ELLIOT als sensibler und introvertierter Sohn OCTOBER und LANCE HENRIKSEN (PUMPKINHEAD) als verbittert, emotionsloser Greis RUSSELL eine hervorragende Wahl darstellen. Mit ihrem emotionalen Auf und Ab´s steigt und fällt der Film. Schnell offenbart sich im Verlauf der Geschichte die eigentliche Intention dieser zwar günstig produzierten, aber zu keiner Zeit uneffektiven Low-Buget-Produktion.
 
Die beiden Protagonisten scheinen mit ihren inneren Dämonen konfrontiert zu werden, wobei die Vorgeschichte alsbald durch haarsträubende Flashbacks erklärt wird, in welchen letztendlich der tragische Grund für die Entfremdung von Vater und Sohn bebildert und erklärt wird. Dabei wechselt die Handlung mit einer virtuosen Leichtigkeit zwischen Vergangenheit und Gegenwart und beschreibt den schrecklichen Verlust der geliebten Schwester/Tochter und die damit verursachten Schuldgefühle, mit denen beide auf unterschiedliche Weise gelernt haben umzugehen. Während Sohn OCTOBER mit einem offensichtlichen Borderline-Syndrom zu kämpfen hat und sein kleines Geheimnis gut zu verbergen weiß, schützt Vater RUSSELL sein verletztes Seelenheil hinter einer dichten Mauer bruchsicheren Gesteins, durch welche niemand vorzudringen vermag. Mit dem bevorstehenden Ausflug in die Natur beginnt letztendlich auch ihr zweites Martyrium, in dessen Verlauf die kleine Familie lernen muss, einander zu vertrauen, um wieder zueinander finden zu können. Ein schwierige Herausforderung, werden Vater und Sohn wenig später vom grotesken Wesen bedroht, deren Herkunft vorerst im Dunkeln bleibt und deren rationale Herkunft erst in den letzten Filmsekunden gelüftet wird. Auch wenn IT´S IN THE BLOOD kein Horrorfilm im herkömmlichen Sinne ist und hier vorwiegend gruselige Elemente in die zermürbende Geschichte gestreut werden, um den inneren Konflikt der beiden Hauptfiguren besser bebildern zu können, so schafft es Regisseur SCOOTER DOWNEY stets eine markerschütternde Grundstimmung zu entwickeln, die mit Gänsehautmomenten nicht geizt. Gerade des Nachts, wenn die Wesen beunruhigend durch den Nebel kriechen und sich wenig später in ihrer absurden Gesamtheit präsentieren, dürften zartbesaitete Gruselfans sich nicht nur einmal dabei ertappen, ihr Gesicht vor Schauder in ein Kissen zu vergraben. Immerhin, und das muss man dem kleinen Indie-Grusler gutheißen, treten die wenigen Effekt-Szenen erstaunlich souverän in Erscheinung. Die Umsetzung ist derart glaubwürdig und professionell gehandhabt, dass sich bei derart Fingerfertigkeit so manche Mainstream-Produktion ein Beispiel nehmen sollte.
 
 
 
Der vorliegende IT´S IN THE BLOOD ist kein gewöhnlicher Horrorfilm im herkömmlichen Sinne. Vielmehr handelt es sich bei dem vorliegenden Genre-Beitrag um ein erschütterndes Familiendrama, dass von Verlust und Versöhnung erzählt und mit einigen Horrorelementen bereichert wurde. In IT´S IN THE BLOOD kämpfen Vater und Sohn mit den Geiseln der Vergangenheit und versuchen nicht nur wieder zueinander zu finden, sondern auch erneut die innere Balance und den Seelenfrieden herzustellen. Hierbei scheut Regisseur SCOOTER DOWNEY nicht davor, den inneren Unfrieden durch diverse Metapher zu umschreiben und in beängstigende Bilder zu packen, was für einige Zuschauer vermutlich durchaus für Verwirrung sorgen dürfte. Gerade aufgrund der etwas poetisch anmutenden Schlusssequenz und der vielseitig interpretierbaren Auflösung, dürfte für Hardcore-Horrorfans die Eingliederung im Genre etwas unglücklich gewählt erscheinen; nichtsdestotrotz ist IT´S IN THE BLOOD eines der erfrischendsten Filmbeiträge der letzten Dekaden, und gerade aufgrund seiner Andersartigkeit durchaus zu empfehlen.
 
 
 


 
 
 

It´s in the Blood – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Gruseliges Psycho-Drama, dass von Schuld, Sühne, Verlust und Versöhnung handelt. Ein durchaus gelungenes und intelligent-umgesetztes Stück Zelluloid, dass vor allem Freunde tiefgründiger Horrorunterhaltung zusagen dürfte.
 
 
 


 
 
 

It´s in the Blood – Zensur

 
 
 
Der Film dürfte ungeschnitten mit FSK16 in Deutschland erscheinen! Zwar gibt es eine sehr schmerzhafte Bein-Amputation, die aber den auswegslosen Grundton der Geschichte durchaus förderlich ist.
 
 
 


 
 
 

It´s in the Blood – Trailer

 
 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Jersey Devil (2012)

YellowBrickRoad (2010)

Filmreview: „House Hunting“ (2013)

House Hunting 2013
 
 
 

HOUSE HUNTING – NUR WER TÖTET KANN ÜBERLEBEN

Story

 
 
 
Zwei Familien auf der Suche nach dem kleinen Stück Glückseligkeit fernab jeglichen Stadttreibens. Ein kleines Haus irgendwo im Wald hat es den beiden Familien angetan, wobei trotz einladend offener Tür, kein Makler weit und breit zu sehen ist, der hätte den Anwesenden Rede und Antwort stehen können. Etwas verwirrt und entmutigt verlassen die beiden Familie das Anwesen, ohne jedoch zu ahnen, dass die einschneidende Begegnung mit jenem verlassenen Gemäuer alsbald seinen Tribut fordern würde. Jegliche Versuche nach Haus zurückzukehren scheitern, als würde die gruselige Hütte die verstörten Gäste nicht gehen lassen wollen. Es dauert nicht lang, bis die Familien auf ein verwirrtes Mädchen stoßen, dem scheinbar die eigene Zunge aufs Unmenschlichste entrissen wurde und das Schreckliches erlebt haben muss. Vollkommen entkräftet beschließen die unfreiwilligen Gäste die Nacht in dem mysteriösen Anwesen zu verbringen. Eine Entscheidung, die den Familien zum Verhängnis werden wird, denn das Haus kann und will nur EINE der Familie beherbergen …
 
 
 


 
 
 

HOUSE HUNTING – Kritik

 
 
 
Filmfreunde, die nur die Perlen aus dem riesigen Angebot aktueller Genre-Produktionen fischen wollen, sollten sich vor dem kommenden HOUSE HUNTING vorsehen, denn mit diesem vorliegenden Filmchen dürfte er die Schlaftablette der Saison in den Händchen halten. Wir haben keine Ahnung, was Filmneuling ERIC HURT mit seinem ersten, abendfüllenden Langfilm bezwecken wollte und wir können auch die bisher veröffentlichten, positiven Online-Rezensionen zum Film im Internet nicht gänzlich nachvollziehen. Fakt ist, dass HOUSE HUNTING unbegreiflich langweilig und mit seiner stolzen Lauflänge von 100 Minuten einfach unverschämt zäh geraten ist.
 
Die Gurke äußert sich durch eine vollkommen wirre Inszenierung, bei der irgendwie rein gar nichts stimmen möchte. Dabei bietet die Ausgangssituation durchaus einige ganz nette Einfälle, die jedoch aufgrund der unstrukturierten und überladenen Geschichte vollkommen im Nichts verlaufen. Zu viele Zutaten verderben bekanntlich den Brei und so muss der Genre-Liebhaber erschreckend feststellen, dass es Regisseur ERIC HURT mit seinem Debütwerk vermeintlich zu gut gemeint hat und darin all das irgendwie unterbringen wollte, was ihm beim Schreiben des Drehbuchs an kreativen Ideen in den Sinn gekommen ist. Herausgekommen ist eine Geschichte, die sich aus diversen Genres zusammensetzt und sich irgendwie nicht wirklich entscheiden möchte, was sie denn nun eigentlich sein will. Die Familien sind von allerlei Schicksalen gezeichnet und versuchen einander näher zu kommen. Auf engsten Raum zusammengepfercht, werden künstliche und selten glaubhafte Konflikte geschürt, die alsbald eskalieren und ein munter blutiges Treiben in Gang setzen, um der perfiden Blutgeilheit des Hauses und der darin umherspukenden Geister Genüge tragen zu können. Das beginnt mit etwas Mysterie, schlägt alsbald ins Dramenlastige um, wird von etwas Spuk abgelöst und endet im obligatorischen Thrill. Vermutlich wäre dieser unausgegorene Genre-Cocktail noch halbwegs goutierbar gewesen, hätte Regisseur ERIC HURT seine Grusel-Geschichte rund um das mysteriöse Gebäude und die darin gefangenen Gäste halbwegs spannend in Szene gesetzt. Das Geschehen in HOUSE HUNTING jedoch zieht sich zäh wie Kaugummi, so dass der Zuschauer vermutlich nicht nur das schläfrige Geschehen vage im Blick behält, sondern auch den Timer des heimischen Film-Abspielgerätes. Die wenigen Charaktere sind derart unsympathisch skizziert und nerven mit ihrem hysterischen Gegacker bereits nach nur wenigen Minuten, dass sich der Film für alle Freunde des düsteren Genres zu einer wahren Geduldsprobe entwickeln dürfte. Zudem mag man als Filmfreund nur selten verstehen, warum die wenigen Protagonisten so willkürlich handeln. Zum einen wäre da die nahbarste, zugänglichste und verletzlichste Figur des gesamten Films: ein namenloses Mädchen, dass irgendwo im Wald aufgegabelt wird, und bereits zuvor Bekanntschaft mit dem verlassenen Gebäude gemacht haben muss. Ein Herausschneiden der Zunge hindert das traumatisierte Ding daran, mit den Neuankömmlingen zu kommunizieren. Sie weiß mehr über das leerstehende Gebäude und über die darin umherspukenden Wesen, als anfänglich vermutet. Umso unverständlicher, warum sie in ihrer Angst nicht irgendwie versucht, den Anwesenden von ihrem Martyrium in jener Hütte zu berichten. Vermutlich scheint das gebeutelte Mädchen nicht nur die eigen Stimme verloren zu haben, sondern auch jegliche Kenntnisse über das Kommunizieren durch Wort und Schrift.
 
Auch die übrigen Protagonisten wollen sich nicht wirklich glücklich in die vollkommen überfrachtete Szenarie einfügen. Es gibt den notorischen Weiberheld, der in absurden Momenten, wie diesen nur an die Begattung anderer Protagonisten zu denken scheint und auch die obligatorische, stereotype Kämpferin findet ihren Weg in den Film. Hin und wieder huschen bleich bemalte Geister durch das Setting, die stümperhaft versuchen, die Hintergründe ihres Ablebens zu rechtfertigen, so dass die Anwesenden das Mysterium des Hauses näher beleuchten können. Der Funke will trotz der immensen Ideen- und Informationsflut leider nicht überspringen und eine sympathische Identifikationsfigur, mit der sich der Zuschauer verbunden fühlt, sucht man in HOUSE HUNTING vergebens. Umso mehr dürfte der Filmfreund eine köstlich aufbereitete Splatter- und Gröselfarce erhoffen, deren Vorhandensein sich aktuell in Horrorfilmen dieser Art zum guten Umgangston entwickelt hat. Auch wenn die Geschichte bereits zu Beginn suggeriert, dass die Handlung wohl oder übel darauf hinauslaufen wird, dass sich die Familien in welcher Art auch immer bekriegen und auslöschen werden, so bekräftigen die fertigen Spezialeffekte im Films den vollkommen desaströs zusammengezimmerten Unterton des ohnehin schon unwichtigen Films. Zwar wird hier gestorben und sich selbst ins Jenseits befördert; wirklich reißerisch und spektakulär ist das alles jedoch nicht wirklich. Immerhin lässt sich hier einer der dümmsten Morde der Filmgeschichte bewundern, bei welchem eine Konservendose durchaus nützliche Dienste erweist – die unfreiwillige Komik, welche diese bierernst gemeinte Szene begleitet, lässt sich dabei kaum in Worte fassen.
 
Der kleine Indie-Grusler HOUSE HUNTING ist trotz aller unbeholfener Versuche eine ganz schön dumme Schlafpille, vor deren Sichtung nur gewarnt werden kann. Zwar wollen die vielen kleinen Einfälle gefallen; die Geschichte bleibt aber dennoch stets unwichtig und langweilig. Die vollkommen unterschiedlichen Charaktere prasseln mit all ihren Eigenarten aufeinander und finden sich alsbald in ziemlich grotesk wirkenden Konflikten wieder. Das ist zwar alles ambitioniert gemeint, wirkt aber wirr und fad und beginnt dem Zuschauer schnell den letzten Nerv zu rauben. Gruselstimmung kommt in HOUSE HUNTING zu keiner Minute auf, auch wenn Regisseur ERIC HURT hin und wieder diverse Geistermomente in die konfuse Handlung streut, die sich aber selten harmonisch in die Szenarie einfügen möchten. Immerhin sieht eine der anwesenden Protagonisten des Films die arg löchrige Inszenierung von HOUSE HUNTING kommen, so dass sie sich bereits zu Beginn des Gruslers den erlösenden Strick um den Hals schnürt und sich selbst erlösend in den Filmhimmel mordet. Alle Achtung – bei derart Weitblick kann man nur staunen!
 
 
 


 
 
 

HOUSE HUNTING – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Langweiliger als die Polizei erlaubt: desaströs-wirrer Gruselhausfilm mit einer Menge nervender Protagonisten, die dem Zuschauer bereits nach nur wenigen Minuten gehörig auf den Zündern gehen! Warum erlöst sie nur niemand bereits zu Beginn von ihrem bevorstehenden Leiden?
 
 
 


 
 
 

HOUSE HUNTING – Zensur

 
 
 
HOUSE HUNTING hat es ungeschnitten mit FSK16 in den deutschen Handel geschafft. Die Alterseinstufung überrascht, denn wir hätten mit einer Freigabe für Erwachsene gerechnet.
 
 
 


 
 
 

HOUSE HUNTING – Deutsche Blu-ray

 
 
 
HOUSE HUNTING - NUR WER TÖTET KANN ÜBERLEBEN Blu-ray

(c) MIG Film Group

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: House Hunting; USA 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 103 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: 27.02.2014

 
 
 

House Hunting – Nur wer tötet kann überleben [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 
paranormal-box-dvd

(c) MOVIE POWER im Vertrieb der KNM Home Entertainment GmbH

 
 
Der Film erschien außerdem als Teil einer kleinen DVD-Horrorsammlung, die unter dem Titel PARANORMAL BOX in den Handel gekommen ist. In dieser Sammlung sind neben HOUSE HAUNTING auch die Filme 1942 PARANORMAL WAR sowie PARANORMAL NIGHTMARE in SD-Qualität enthalten. Diese 3-Film-DVD ist günstig zu bekommen, besitzt aber auch kein Bonus.
 
 

Paranormal Box (DVD) ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

HOUSE HUNTING – Trailer

 
 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Apparition – Dunkle Erscheinung (2012)

Axed (2012)

Barricade (2012)

Dead End (2003)

Shining (1980)