Filmkritik: „Bait“ (2014)

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BAIT

(THE TAKING)

Story

 
 
 
Zwei strebsame Frauen, geraten in die Fänge eines gewissenlosen Kredithais, der mit den Damen ein krankes Spiel treibt. Doch die Freundinnen wissen sich zu wehren.
 
 
 


 
 
 

BAIT – Kritik

 
 
 
Unterschätze nie den Zorn wütender Frauen, denn der kann unberechenbar und tödlich sein. Im Horrorfilm scheint jene Weisheit für männliche Bösewichte auch Jahre nach I SPIT ON YOUR GRAVE und LAST HOUSE ON THE LEFT fremd zu sein, denn oftmals kommt denen die Einsicht zu spät, dass man Frauen weder betrügt, missbraucht oder hintergeht. Auch Regisseur DOMINIC BRUNT beschäftigt sich in seinem Rachethriller BAIT mit blutigem Geschlechterkampf und erzählt von Frauen, denen der Geduldsfaden reißt. Das passiert zur Freude des Zuschauers blutig und detailreich, steckt doch hinter BAIT nicht nur ein Regisseur, der Horrorfilme macht. In Interviews mit der Fachpresse erklärte Macher DOMINIC BRUNT, dass er eine unbeschreibliche Liebe zum Genre hegt. Die kam bereits im Backwood-Slasher INBRED zum Tragen, wo er kurzerhand in die Rolle eines Hinterwäldlers schlüpfte und Teenager abschlachtete. Mittlerweile steht Brunt jedoch nicht mehr nur als Schauspieler vor der Kamera (u.a. in der britischen Erfolgsserie EMMERSDALE). Seit einiger Zeit produziert und dreht er selbst. So stellte er mit dem Zombiestreifen BEFORE DAWN sein Regiedebüt auf die Beine, das von Fans und Presse leider nur durchwachsene Kritiken erntete. Ob BAIT gleiches Schicksal ereilen wird?
 
 
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Ähnlich wie im Erstling BEFORE DAWN erzählt auch Brunts zweiter Spielfilm von Monstern. Die entspringen diesmal jedoch nicht der Welt der Mythen, Märchen und Legenden, sondern sind irdischen Ursprungs. So regiert in einer von Arbeitslosigkeit geplagten englischen Kleinstadt der Terror. Ein schmieriger Kredithai namens Jeremy (unberechenbar widerlich: JONATHAN SLINGER) verbreitet im Ort Angst und Schrecken. Der führt Anwohner hinters Licht und bietet scheinbar lukrative Kredite an, fordert sie jedoch binnen weniger Tage zurück. Wer seine Rechnungen nicht zahlen kann hat ein Problem, denn der bekommt die Faust eines glatzköpfigen Handlangers zu spüren. Auch die Freundinnen Bex (VICTORIA SMURFIT) und Dawn (JOANNE MITCHELL aus WHITE SETTLERS) tappen in die Darlehnfalle. Die träumen von einem eigenen Tee- und Kuchengeschäft, bekommen jedoch kein Geld von der Bank. Kurzum leihen sie sich Geld bei Halsabschneider Jeremy, der bald sein wahres Gesicht zeigt. Er beginnt die Frauen zu terrorisieren, stellt unmenschliche Forderungen und demütigt seine Opfer. Doch die Freundinnen wissen sich zu wehren. Sie locken ihren Peiniger zu sich nach Haus und erteilen dem hinterlistigen Geldgeber eine Lektion.
 
 
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Ein Film mit wahrem Hintergrund: BAIT wurde von kontroversen Artikeln aus der internationalen Presse inspiriert in denen von unseriösen Kreditgeber berichtet wurde, die mit der finanziellen Not ahnungsloser Menschen grausames Schindluder getrieben haben. Doch die bittere Botschaft des Films lässt sich nicht ausschließlich auf ausgewählte Zeitungsberichte übertragen, sondern ist aktueller denn je. In einer Zeit in der Englands Bürger mit den Folgen der Inflation zu kämpfen haben, fällt es Millionen Briten immer schwerer, ihren gewohnten Lebensstandard zu halten. So frisst sich die drastisch gestiegene Inflationsrate und die Anhebung der Mehrwertsteuer besonders in die Einkommen der Geringverdiener. Viele Bürger, die einen Vollzeitjob suchen, finden nur Teilzeitstellen, weil nach schwerer Rezession die Wirtschaftserholung in Großbritannien weitgehend ausgeblieben ist. Zudem werden Haushalte durch hohe Schulden für Hauskauf und Konsum belastet, die sich in den fetten Jahren vor der Krise angesammelt haben. Die Folgen sind fatal, denn Wirtschaftsflaute und Bankenbeben haben einer Nischenbranche die Türen geöffnet, weil Banken keine Kredite mehr gewähren möchten. So bringt das blühende Geschäft mit den Geldproblemen immer neue Anbieter auf dem britischen Markt hervor, die für Darlehn horrende Zinsen fordern – darunter viele schwarze Schafe.
 
 
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THE TAKING – so wir THE BAIT anfangs eigentlich heißen sollte – treibt das Thema Finanzkrise auf die Spitze und taucht die Problematik in sattes Rot. Regisseur DOMINIC BRUNT stößt seine zwei Hauptcharaktere immer weiter in die Verzweiflung und lässt sie in einem unerbittlichen Showdown Amok laufen, der verstörend und brutal zugleich ist. Kompliment gilt dabei Schauspieler JONATHAN SLINGER, der den Bösewicht in Perfektion verkörpert. Der ist zwar anfangs vertrauenserweckend und freundlich, offenbart sich dem Publikum aber schon bald als das Böse in Menschengestalt. BAIT ist eine Geschichte über die Schrecken des modernen Kapitalismus und lässt keinesfalls kalt. Aufgrund der äußerst brutalen Inszenierung richtet sich der Streifen aber dann doch an jene, die mit reißerisch dargestellten Gewaltszenen keine Probleme besitzen. Übrigens: Knet-Splatter gibt es nach dem Abspann zu sehen. Der für seine Claymation-Kurzfilme bekannte LEE HARDCASTLE spinnt den Film durch Einsatz witziger Todesszenen weiter. Fans des kreativen Knet-Künstlers wird das freuen, denn dessen morbider Humor sorgt für einige Lacher.
 
 


 
 
 

BAIT – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Unangenehm, brutal und verstörend: BAIT ist eine schockierende Geschichte über die Schrecken des modernen Kapitalismus, wie sie brisanter nicht sein könnte. Erneut rückt Regisseur DOMINIC BRUNT unberechenbare Monster in den Mittelpunkt – diesmal sind es jedoch keine Zombies, sondern das personifizierte Böse in Menschengestalt. Aufgrund des zermürbenden und bedrohlichen Erzählstils gehört BAIT zu jenen Filmen, die man nicht nebenbei sieht. Dieser Streifen ist harter Tobak, der sich vor allem an ein Publikum richtet, das mit Gewalt im Kino keine Probleme besitzt. Gerade weil Macher DOMINIC BRUNT Gesellschaftskritik mit harten, zweifelhaften Gewalteskapaden vermischt, liegt BAIT äußerst schwer im Magen. Dennoch meinen wir: sehenswert!
 
 


 
 
 

BAIT – Zensur

 
 
 
In BAIT geht es nicht zimperlich zu. Menschen werden gedemütigt und zusammengeschlagen. Im Finale wird ein Kopf mit einem Waschbecken zertrümmert und Gegenstände in Körper gebohrt. Hierzulande dürfte der Film vermutlich mit einer Freigabe für Erwachsene erscheinen. Da auf sehr grafische Weise Selbstjustiz ausgeübt wird, könnte es aber auch sein, dass BAIT keine Freigabe von der FSK erhalten wird.
 
 


 
 
 

BAIT – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Bound to Vengeance (2015)
 
Evangeline (2013)
 
Girls against Boys (2012)
 
Big Driver (2014)
 
Autumn Blood – Zeit der Rache (2013)
 

Filmkritik: „Paranormal Resurrection“ (2014)

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PARANORMAL RESURRECTION – DIE SCHATTEN DER EX

(ECHOES)

Story

 
 
 
Eine von Albträumen geplagte Drehbuchautorin wird von einem hartnäckigen Geist verfolgt, der der Leidgeplagten auf nicht sonderlich vertrauenserweckender Weise mitteilen möchte, dass ihm zu Lebzeiten etwas Tragisches passiert ist.
 
 
 


 
 
 

PARANORMAL RESURRECTION – Kritik

 
 
 
Nichts ist grausamer, als die Rache einer betrogenen Ehegattin. Weitaus beängstigender ist jedoch die Rache einer betrogenen Ehefrau, die schon längst das Zeitlich gesegnet hat. Rastlose Seelen, denen es nach Vergeltung dürstet sind im Spuk- und Geistergenre längst keine Seltenheit mehr. Dabei sind der Hartnäckigkeit und dem Einfallreichtum verbitterter Geisterwesen keine Grenzen gesetzt, schließlich gehört es mittlerweile auch im Geister-Genre zum guten Ton, wenn der Besuch aus dem Jenseits kreativ und schonungslos bestraft. Klassischer Rache-Spuk von der Stange kommt mit PARANORMAL RESURRECTION (der im Original ECHOES heißt) in die Heimkinos, der von Autor und Regisseur NILS TIMM fabriziert wurde. Der ambitionierte Regieneuling inszenierte bisher nur Kurzfilme und hat nun endlich seinen ersten Langfilm gedreht, der leider ohne Umwege direkt auf Heimkinomedium ausgewertet wird. Der Grund für die gestrichene Kinoauswertung liegt auf der Hand. Was in PARANORMAL RESURRECTION gezeigt wird, hat man bereits dutzende Male gesehen, will nicht sonderlich fesselnd und dürfte vermutlich auch keinen Originalitätspreis gewinnen.
 
 
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Anna (KATE FRANZÖSISICH) ist erfolgreiche Bloggerin und angehende Drehbuchautorin. Also ihr neues Drehbuch nicht gut vom Studio angenommen wird und erneut von der Autorin umgeschrieben werden soll, schlägt Freund Paul (STEVEN BRAND) vor hinaus in sein Glashaus zu fahren, um fernab von Trubel und Hektik etwas Entspannung zu finden. Für Anna eine gute Gelegenheit etwas Abstand zu gewinnen und neue Ideen zu sammeln. Doch auch im großzügig eingerichteten Luxusanwesen irgendwo in der Wüste kommt die strebsame Schriftstellerin nicht zur Ruhe. Albträume plagen sie und eine höhere Macht scheint ihr auf Schritt und Tritt zu folgen. Als Paul zu einem Geschäftstermin muss und Anna allein in seinem Glaskasten zurücklässt, überschlagen sich die Dinge. Etwas versucht mit der verängstigten Frau Kontakt aufnehmen zu wollen und hinterlässt Botschaften, die bald ein schockierendes Ganzes ergeben.
 
 
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PARANORMAL RESURRECTION – DIE SCHATTEN DER EX bietet klassischen Geisterstoff und versucht mit falschen Fährten für Verwirrung zu stiften. So wird die Protagonistin von einer unsichtbaren Kraft attackiert, quält sich mit seltsamen Albträumen und wird Zeuge unheimlicher Ereignisse für die sie keine rationalen Erklärungen findet. Was die Heldin bis dato noch nicht weiß, ist dem Zuschauer nach einer langen Liste ähnlich gestrickter Gruselstreifen einleuchtend. Ein Geist hat sich an die Fersen von Anna geheftet und er will ihr klar machen, dass ein tragisches Ereignis für seinen Tod verantwortlich ist. Was folgt gleicht einem Detektivspiel, schließlich geben Geister in solchen Machwerken bekanntlich erst dann Ruhe, wenn die Gründe für das frühzeitige Ableben ans Tageslicht kommen. So muss die Heldin tief in der Entstehungsgeschichte des gläsernen Wohnkastens stöbern und ein Puzzle aus Hinweisen rekonstruieren, weil ein zorniger Geist mal wieder nur spuken und nicht Tacheles reden möchte.
 
 
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Für seinen ersten Geisterfilm hat sich NILS TIMM für eine eher ungewöhnliche Kulisse entschieden, die man vermutlich in erster Linie nicht mit Spuk, Rache- und Poltergeistern in Verbindung bringen würde. Bis in staubige Wüstenlandschaft verfolgt Heldin Anna das Grauen, das sogar bei Tag nichts unversucht lässt, um die Protagonistin mit Rätseln zu verwirren. Die Suche nach Antworten erfolgt dabei nach bekanntem Muster. Anfängliche Visionen, Wahnvorstellungen und nichterklärbare Ereignisse münden in Besessenheit. Der Geist schlüpft in Anna und rächt sich durch die Hand der unwissenden Autorin. Aufgrund der vorhersehbaren Handlung nicht sonderlich interessant, wagt der Film keine Experimente, sondern orientiert sich beim Gruselkonzept vornehmlich an den Regeln konventionell gestrickter Mystery-Thriller in denen übernatürliche Dinge eine wesentliche Rolle spielen. Demzufolge bietet PARANORMAL RESURRECTION nichts Neues und erinnert in der Machart an Filme wie ECHOES – STIMMEN AUS DER ZWISCHENWELT oder SCHATTEN DER WAHRHEIT. Im Gegensatz zum Erstling aus der Mache von NILS TIMM konnten genannte Horror-Thriller mit Suspense und Gänsehaut überzeugen. Zutaten, die im hier besprochenen PARANORMAL RESURRECTION schmerzlich vermisst werden.
 
 
 


 
 
 

PARANORMAL RESURRECTION – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Unheimliches Rätselraten mit überraschenden Wendungen. PARANORMAL RESURRECTION (Originaltitel: ECHOES) ist klassischer Geisterspuk vor außergewöhnlicher Kulisse, dem es jedoch an Phantasie mangelt. Wer schon einige Geisterfilme auf dem Bildschirm hatte, dürfte allmählich erkannt haben, dass Geister den Lebenden meist Botschaften überbringen und von ihrem plötzlichen Ableben berichten wollen. Nichts anderes erzählt die Geschichte dieses immerhin handwerklich souverän inszenierten Debüts. Der Zuschauer begleitet in PARANORMAL RESURRECTION – DIE SCHATTEN DER EX eine verwirrte Heldin, die aus diversen Puzzleteilen ein tragisches Ereignis rekonstruiert, das die Grundlage für seichten Geister-Rachestoff bietet. Kein überragendes Meisterwerk. Dafür bietet PARANORMAL RESURRECTION zumindest Mystery-Fans kurzweilige 90 Minuten Schauerunterhaltung. Leider werden all jene mit diesem teils vorhersehbaren Gruselfilm nichts anfangen können, die bisher schon einige Geisterfilme im Heimkino gesehen haben. Neue Ideen sucht man in PARANORMAL RESURRECTION vergebens, was für Kenner des Geister-Genres schnell langweilig werden könnte.
 
 
 


 
 
 

PARANORMAL RESURRECTION – Zensur

 
 
 
PARANORMAL RESURRECTION – DIE SCHATTEN DER EX ist subtiler Mystery-Thriller in dem nicht viele Grausamkeiten gezeigt werden. Einem Charakter werden die Augen ausgedrückt. In einer anderen Szene sehen wir wie ein schlafender Protagonist mit einem Messer von der besessenen Anna erstochen wird. Der Film hat in Deutschland ohne Probleme die FSK mit einer Freigabe ab 16 Jahren passiert.
 
 
 


 
 
 

PARANORMAL RESURRECTION – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Kinokater | Lighthouse Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Echoes; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englischh DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer

Release-Termin: 22.04.2015

 

Paranormal Resurrection – Die Schatten der Ex (Blu-ray) ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

PARANORMAL RESURRECTION – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshot liegen bei Kinokater | Lighthouse Home Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Jessabelle (2014)
 
Nightlight (2015)
 
Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt (1999)
 
Schatten der Wahrheit (2000)
 

Filmkritik: „An American Terror“ (2014)

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AN AMERICAN TERROR – DER ALBTRAUM HAT GERADE ERST BEGONNEN

Story

 
 
 
Die Außenseiter Ray (Joe Abplanalp), Josh (Graham Emmons) und Sammy (Taylor Hulett) haben die Nase von den Schikanen der Mitschüler gestrichen voll. Sie wollen sich an ihren Mitschülern rächen und planen einen Amoklauf. Doch bei der Planung ihrer Tat kommt alles anders.
 
 
 


 
 
 

AN AMERICAN TERROR – Kritik

 
 
 
In Zeiten des schnellen, technischen Fortschritts wird es selbsternannten Filmemachern immer einfacher gemacht Filme zu drehen, die am Ende sogar den Weg in den Handel finden. Alles was dafür benötigt wird, lässt sich auf Händlerplattformen wie Ebay oder Amazon finden, wo HD-Kameras und Schnittprogramme zu mittlerweile erschwinglichen Kursen angeboten werden. Selbst eigene Horrorfilme zu machen stellt im Jahr 2015 keine Herausforderung mehr dar, schließlich hat sich der unabhängige Horrormarkt zu einer wahren Goldmiene entwickelt und unzähligen Hobby-Regisseuren den Sprung ins Rampenlicht ermöglicht, von denen es sogar einige bis nach Hollywood geschafft haben. Hinter dem für schmales Geld gedrehten AN AMERICAN TERROR steckt HAYLAR GARCIA. Der hat bereits mit 17 Jahren erste Alben aufgenommen und als kreativer Produzent reichlich Erfahrungen im Musikbusiness sammeln können. Vermutlich hat ihm die Musik allein nicht ausgereicht. Wie einst auch ROB ZOMBIE, der sich vor der kommerziellen Kino-Neuauflage HALLOWEEN (2009) hauptsächlich durch laute Gitarrenklänge einen Namen machen konnte, versucht sich nun auch GARCIA ein zweites Standbein aufzubauen und versucht neben der Musik auch im Filmgeschäft Fuß zu fassen. Mit AN AMERICAN TERROR hat er seinen ersten Horrorfilm inszeniert für den er auch gleich das Drehbuch schrieb, das nicht unwesentlich bei Filmen wie THE FINAL und dem Folter-Murks HOSTEL stibitzt hat. Entstanden ist ein kleiner Indie, der zwar sein mageres Kapital nicht verbergen kann und dem der Charakter von amateurhaften Garagenproduktion anhaftet; nichtsdestotrotz kommt dem Film die ungeschliffene Low-Budget-Optik gelegen, weil der kostengünstige Look zum zweifelhaften Kontext der Geschehnisse passt.
 
 
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Im Film geht es um drei Außenseiter, die es an der High School nicht leicht haben. Die Freunde werden immer wieder Opfer von Schikanen ihrer Mitschüler und beschließen die gesamte Meute während eines Schulballs in die Luft zu jagen. Um an scharfe Munition zu kommen ist man erfinderisch. Sprengkörper werden mit Hilfe von Bauanleitungen aus dem Internet selbst zusammengestellt. Nur bei Schusswaffen macht ihnen das Gesetz einen Strich durch die Rechnung. Doch die Jungs wissen sich zu helfen. Unter einem Schrottplatz entdecken sie ein geheimes Waffenlager eines äußerst zwielichtigen Zeitgenossen. Der sammelt nicht nur gefährliche Schießeisen, sondern frönt hier unten ganz speziellen Freizeitaktivitäten. Mit scharfem Folterwerkzeug quält er bevorzugt Teenager, um sich an ihrem Leid Befriedigung zu erhoffen. Keine erfreulichen Nachrichten für die wütenden Freunde, muss der geplant Racheakt auf unbestimmte Zeit verschoben werden.
 
 
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Ein Film mit kontroversem Hintergrund? In einem Interview verriet Macher HAYLAR GARCIA, dass er sich von den schrecklichen Ereignissen des Amoklaufs an der Columbine High School inspirieren lies, bei dem im Jahr 1999 zwei Schüler einen Lehrer und zwölf Schüler erschossen. Die pubertären Protagonisten in AN AMERICAN TERROR haben ähnliches vor. Dennoch verliert die heikle Thematik schnell an Gewichtung, weil GARCIA kurzum beschließt andere Wege zu gehen. Er selbst bezeichnet seinen Film als „Anti-Amoklauf“, weil sich der Film nach überraschender Wendung zum Folterstreifen entwickelt und seine anfangs akribisch geplante Tat aus den Augen verliert. Die rachsüchtigen Teenager finden sich in einer unterirdischen Todesarena wieder. Hier gilt es sich aus den Klauen eines widerwärtigen Serienmörders zu befreien, der in seiner geheimen Folterzelle Halbwüchsige zu Hackfleisch verarbeitet. Dass in Zeiten des Überlebens aus Feinde Verbündete werden, scheint die logische Konsequenz zu sein. So schließen sich die Außenseiter mit jener selbstbewussten Cheerleaderin zusammen, die sich Stunden zuvor noch über die Jungs lustig gemacht hat. Zusammen nehmen sie den Kampf gegen eine abscheuliche Kreatur in Menschengestalt auf, liegen sich am Ende sogar in den Armen und legen den geplanten Amoklauf ad acta.
 
 
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Schmerzhaftes Foltern auch ohne Budget: man sollte sich nicht vom semiprofessionellen Look abschrecken lassen, der bereits zu Beginn ins Auge springt. Trotz Low-Budget-Status und einer kleinen Anzahl unbeholfener Schnitte hat AN AMERICAN TERROR einige Überraschungen zu bieten. So gibt es nach einer plötzlichen Wendung für Fans der härteren Gangart diverse Gemeinheiten zu bestaunen, die geschickt in Szene gesetzt werden. GARCIAS blendet weg, wenn es ernst wird, lässt den Ton aber weiter laufen. Für ungeübte Zuschauer schwer verdaulich, entwickelt sich das Kopfkino geschwind zur unerträglichen Tour de Farce. Weitaus erschreckender: der Filmbösewicht. Dessen Identität bleibt bis zum Abspann im Verborgenden, seine Beweggründe ungeklärt. Mit einer Art Pestmaske scheint er immerhin Freude daran zu haben, vorlauten Teenagern Augenlider abzuschneiden oder im Säurebad sich selbst zu überlassen. Die fiesen Spezialeffekte haben es in sich und sind trotz einfacher Machart nicht so leicht zu durchschauen. Zusammen mit der morbiden Atmosphäre gelingt es AN AMERICAN TERROR so ohne weiteres, den ganz großen Schmuddelfilmen des Tortur-Genres das Wasser zu reichen.
 
 
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Dennoch ist nicht alles Gold was glänzt. Irgendwie mag man in AN AMERICAN TERROR das Gefühl nicht loswerden wollen, als habe HAYLAR GARCIA versucht zwei Geschichten in einem Film unterzubringen. Aus einem Rachefilm wird ein Folter-Schocker, der in den letzten Minuten einen Fehler macht und sein anfängliches Thema erneut aufgreift. Der Rattenschwanz wirkt überflüssig und zieht den Film nur unnötig in die Länge. Das ist bedauerlich, hätte AN AMERICAN TERROR unter erfahrener Hand und mit mehr Kapital ein richtiger Horror-Hit werden können. So bleibt ein solides Tortur-Machwerk mit fieser Stimmung, bösen Momenten und viel Luft nach oben. Wer übrigens bis nach dem Abspann wartet wird mit einem Cliffhanger belohnt. Horror-Debütant HAYLAR GARCIA liebäugelt wohl mit einer Fortsetzung. Ob und wann die kommen wird dürfte die Zukunft zeigen. Mit Sicherheit spielt da wohl der Verkauf des Heimkinomediums eine wesentliche Rolle, steuert doch in den meisten Fällen die Nachfrage das Angebot. Man darf gespannt sein!

 
 
 


 
 
 

AN AMERICAN TERROR – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein unangenehmer Filmalbtraum irgendwo zwischen kontroversen Machwerken wie THE FINAL, IF… und ELEPHANT. Anders als in den beiden letztgenannten verirrt sich AN AMERICAN TERROR dann doch mehr im Horrorgenre und verstört mit perverser Folterthematik nach allen Regeln der Kunst. Trotz Low-Budget-Look sorgt Regisseur und Drehbuchautor HAYLAR GARCIA für atmosphärische Bilder. Einige schmuddelige Gewalteskapaden und der unbequeme Ton des Treibens erinnern in den besten Momenten sogar an Horror-Mainstream aus der Schmiede eines MICHAEL BAY: TEXAS CHAINSAW MASSACRE – THE BEGINNING. Trotzdem ist es nicht gelungen aus AN AMERICAN TERROR einen Hit zu machen. Anders als im glattgebügelten Prequel des Kettensägen-Remakes mangelt es dem Streifen an Professionalität. Die Schauspieler agieren solide, scheinen aber noch reichlich grün hinter den Ohren zu sein. Zudem wirken die letzten 15 Minuten überflüssig, weil die Story von AN AMERICAN TERROR unnötig weitergesponnen wird, obwohl der widerwärtige Filmbösewicht längst zur Strecke gebracht wurde. Immerhin entschädigen fiese Spezialeffekte, die zwar einfach gestrickt, aber nicht weniger schmerzhaft in Szene gesetzt wurden. Wer daher ein Herz für Horrorfilme in der Machart eines HOSTEL oder SAW 3 besitzt, wird gut unterhalten werden. The Show must go on: Schenkt man einer Szene nach dem Abspann Glauben, könnte eine Fortsetzung bald kommen.
 
 
 


 
 
 

AN AMERICAN TERROR – Zensur

 
 
 
Wer auf abgefahrenes Zeug wie abgeschnittene Augenlider oder Körperteile abfährt, wird an AN AMERICAN TERROR sicherlich Freude haben. Trotzdem; ein unerträgliches Brutalowerk im Stile eines HOSTEL ist der Mix aus Folter- und Rachethriller nicht geworden. Die meisten Gewalttaten werden im Off zelebriert, was aber nicht minder hart anzuschauen ist. Leider verstand die FSK hierzulande dennoch keinen Spaß. Der Film musste für eine Freigabe geschnitten werden. Der Film wurde in der geschnittenen Fassung ab 16 Jahren freigegeben. Wegen Bonusmaterial ist die erhältliche geschnittene Fassung aber erst für Erwachsene geeignet (keine Jugendfreigabe).
 
 
 


 
 
 

AN AMERICAN TERROR – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Daredo Distribution | Soulfood Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: An American Terror; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: Film: FSK16 (geschnittene Fassung) | Blu-ray wegen Bonusmaterial: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Original Trailer, Trailershow

Release-Termin: 27.05.2016

 
 
 

An American Terror [Blu-ray] auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

AN AMERICAN TERROR – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken / Packshot liegen bei Daredo Distribution | Soulfood Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Final (2010)
 
Elephant (2003)
 
If…. (1968)
 
Mike Mendez‘ Killers (1996)
 
Hostel (2005)
 

Filmkritik: „GirlHouse“ (2014)

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GIRLHOUSE

Story

 
 
 
Ein Killer mischt Big Brother auf. Die leicht bekleideten Mädchen einer Strip-Cam-Seite bekommen Besuch von einem wütenden Stalker, der mit den Damen garantiert keinen Kaffeeplausch veranstalten möchte.

 
 
 


 
 
 

GIRLHOUSE – Kritik

 
 
Wer im Horrorfilm dem Beischlaf frönt oder sich ausschließlich leicht bekleidet durch Genre-Streifen bewegt, darf auf jeden Fall davon ausgehen, dass ihm bald ein brutaler Schlächter das Lebenslicht ausknipsen wird. Seit jeher gehört jene goldene Regel zum Slasher, wie das Amen in die Kirche und findet auch drei Jahrzehnte nach HALLOWEEN und FREITAG DER 13. im Film immer noch gern Verwendung, um die blutgeile Fan-Meute glücklich machen zu können. Einer derer, der von dieser Erfolgsformel offensichtlich nicht genug bekommen kann ist Regisseur TREVOR MATTHEWS. Der hat 2007 bereits schon einmal von sich hören lassen und im Monster-Schmunzler JACK BROOKS: MONSTER SLAYER die Hauptrolle eines furchtlosen Monsterjägers übernommen. Der Streifen erntete auf Filmfestivals viel Lob und eröffnete MATTHEWS neue Möglichkeiten – so auch die zum Sicko-Slasher GIRLHOUSE, dessen Idee bereits 2007 geboren wurde. Mittlerweile sind mehr als sieben Jahre vergangen und aus einer anfänglich zu Papier gebrachten Geschichte ist ein richtiger Film geworden, den MATTHEWS auch gleich selbst gedreht hat. Darin warnt er vor dem leichtgläubigen Umgang mit dem Internet – einem Tummelplatz unberechenbarer Persönlichkeiten, die im Schutze der Anonymität abartige Phantasien ausleben. Sei vorsichtig, was Du im Internet von dir preisgibst und wie offen du im Chat fremden Usern gegenübertrittst, denn hinter einen sympathischen Gesprächspartner könnte vielleicht das personifizierte Böse lauern. Jene warnende Botschaft dient in GIRLHOUSE als Aufhänger, um mal wieder ein erbarmungsloses Blutbad zeigen zu können in dem es Slasher-typisch nicht gerade zimperlich zur Sache geht. Für den schlitzfreudigen Meucheltrip konnte Rapper SLAINE gewonnen werden. Der macht es Wrestler GLENN JACOBS (SEE NO EVIL 2) gleich und verkörpert im Film einen wortkargen Psycho, der zur wandelnden und nicht mehr kontrollierbaren Killermaschine mutiert.
 
 
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Die Rechnung und Studiengebühren häufen sich und nach dem plötzlichen Tod des geliebten Vaters scheint Kylie (ALI CORBIN) ihr Leben nun selbst in die Hand nehmen zu müssen. Um der am Rande des Existenzminimums lebenden Mutter nicht länger auf der Tasche zu liegen, nimmt sie ein Angebot als Webcam-Girl wahr und wird Teil der Internetplattform GIRLHOUSE. Die hier arbeitenden Mädchen leben in einer großzügig eingerichteten Villa, werden 24 Stunden am Tag von Kameras gefilmt und streifen sich gegen Geld die Wäsche vom Körper. Doch nicht jeder Zuschauer gibt sich nur mit einem erotischen Strip zufrieden. Der zahlende Zuschauer „LoverBoy“ verliebt sich auf Anhieb in die strippende WG-Mitbewohnerin Kylie, hat aber seit einem Kindheitstrauma so seine Probleme mit Frauen. Als sich die Cam-Girls über ihm lustig machen, brennen in „LoverBoy“ die Sicherungen durch. Als Computerexperte und Profihacker macht er die Villa ausfindig und startet einen blutigen Rachefeldzug, wie er grausamer nicht sein könnte.
 
 
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Sei vorsichtig mit wem du chattest, es könnte ein Psychopath sein: GIRLHOUSE ist eine Horror-Version des nicht mehr ganz so frischen BIG BROTHER-Konzepts, in dem eingesperrte Menschen rund um die Uhr von Kameras gefilmt und von Zuschauern beobachtet werden können. Bereits 2008 hat man die Idee so ähnlich für Horrorware verwendet. In der Mini-Serie DEAD SET wurden Teilnehmer einer Fernsehshow in einen Wohncontainer gesperrt und bekamen leider reichlich spät davon Wind, dass außerhalb der Containerwände eine Zombie-Epidemie wütete. Nicht anders geht es in GIRLHOUSE zu. Hier wissen einige textilfreie Mädchen nicht, dass sich soeben ein wütender Killer durch die Stockwerke ihrer Villa arbeitet, der mit den einfältigen Damen kurzen Prozess veranstalten möchte. Stets dabei ist ein gut gefüllter Werkzeugkoffer, in dem der Rächende allerhand Mordutensilien verstaut hat, um die Schaulust des Zuschauers befriedigen zu können. Von stumpfen Schlagwerkzeugen, über scharfe Sägen bis hin zu zweckentfremdeten Dildos bietet GIRLHOUSE eine umfangreiches Arsenal abwechslungsreicher Tötungsinstrumente und lässt Kollegen wie MICHAEL MEYERS oder JASON VOORHEES blass zurück, die in ihren Streifen noch mit Schlachtmesser und Machete Zuschauer unterhalten mussten.
 
 
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Apropos Unterhaltung: Regisseur TREVOR MATTHEWS gelingt das Kunststück, die Spannungsschraube minutiös fester zu drehen. Für einen Slasher eine beachtliche Leistung, geht es doch hier vorwiegend ums Töten und getötet werden – ein Prämisse, die nicht selten Spannung missen lässt. Dass die Handlung trotz bekannter Klischees nicht langweilig wird, dürfte an der etwas anderen Herangehensweise liegen. Macher MATTHEWS lüftet bereits in den ersten Filmminuten die Identität seines Killers und lässt ihn erst reichlich spät in ein Frauenkostüm schlüpfen, um in den letzten 30 Minuten hektisches Gewalteinerlei zeigen zu können. Bis dahin erlebt Killer „LoverBoy“ (SLAINE) so etwas wie eine Charakterentwicklung und verwandelt sich vom stillen Außenseiter hin zur aggressiven Furie, die am Ende nicht mehr zwischen Fiktion und Realität unterscheiden kann. Rapper SLAINE passt perfekt in die Rolle des wortkargen und doch unberechenbaren Stalkers. Allein mit passender Mimik verkörpert er eine bemitleidenswerte und verletzliche Kreatur, die letztendlich nur eines will: akzeptiert und gemocht werden.
 
 
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Letztendlich darf sich der männliche Filmfreund auf einen ansprechenden Cocktail aus Gewalt und Erotik freuen, der das Slasher-Genre zwar nicht revolutioniert, aber immerhin bereichert. GIRLHOUSE hat all das, was man von einem zeitgemäßen Slasher erwartet. Neben sexy Mädels, brutalem Mörder und abwechslungsreichen Kills, haben es einige nette Einfälle in den Film geschafft, die für reichlich Adrenalin sorgen. Dass Stalker „LoverBoy“ am Ende das Zeitliche segnen muss, dürfte angesichts der vordiktierten Slasher-Regeln verschmerzbar sein, schließlich weiß jeder Horrorfan mittlerweile: egal wie oft sie sterben, sie kommen ohnehin immer wieder. To be continued!
 
 


 
 
 

GIRLHOUSE – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Die Klassiker HALLOWEEN und der Kultfilm FREITAG DER 13. bekommen starke Konkurrenz. GIRLHOUSE ist ein beinharter und nicht zimperlicher Slasher, von dem sich zartbesaitete Gemüter besser fern halten sollten. Dieser Streifen belehrt den Zuschauer einmal mehr, dass das personifizierte Grauen im Internet lauert. Denn dort nutzen viele kranke Persönlichkeiten die Anonymität des Webs als Vorwand, um perfiden Gelüsten nachgehen zu können. GIRLHOUSE treibt die These auf die Spitze und lässt den voyeuristisch veranlagten Nutzer einer Webcam-Seite Amok laufen. Der fühlt sich verletzt, weil er von fünf leicht bekleideten Hühnern schikaniert wurde. Schnell gerät der bemitleidenswerte Stalker-Thriller aus dem Ruder und mutiert zum brutalen Metzelfeuerwerk, in dem mal wieder das kreative Töten auf der Tagesordnung steht. Anders als sonst ist das Morden nach dem 10-kleine-Negerlein-Prinzip überraschend kurzweilig geraten, weil Macher TREVOR MATTHEWS Wert auf Charakteraufbau und Spannungskurve legt. Die Gefahr baut sich langsam auf und das Böse schlägt am Ende mit gnadenloser Härte zu. Slasher-Fans werden vor Freunde im Dreieck, schließlich gibt es hier nackte Mädels und Gore en masse zu sehen. Auch wir von FILMCHECKER haben uns gut unterhalten gefühlt und das, obwohl wir eigentlich einen gewissen Anspruch von Horrorfilmen erwarten – wenn das kein gutes Omen ist.
 
 


 
 
 

GIRLHOUSE – Zensur

 
 
 
Selbstzweckhafte Gewalt gibt es im Film jede Menge zu sehen, von der nicht gerade wenig Gebrauch gemacht wird. Es gibt zermatschte Schädel zu sehen, abgeschlagene Finger und zersägte Körper. Doch das ist nur ein kleiner Teil von dem, was letztendlich in GIRLHOUSE gezeigt wird. Hierzulande hat das für eine ungeschnittene KJ-Freigabe gereicht, denn im Gegensatz zu Filmen wie WOLF CREEK 2 sind die diversen Matschmomente nur sehr kurz zu sehen und werden nicht sonderlich sadistisch zelebriert.
 
 
 


 
 
 

GIRLHOUSE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
girlhouse-bluray

(c) Concorde Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Girlhouse; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS HD MA 5.1, Englisch DTS HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2,35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 99 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 11.06.2015

 

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GIRLHOUSE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

Die Reche aller für die Kritik verwendeten Bilder liegen bei CONCORDE HOME ENTERTAINMENT

 
 
 
Ähnche Filme:
 
See No Evil 2 (2014)

Warte, bis es dunkel wird (2014)

Devil May Call (2013)

Blood Widow (2014)

Halloween (1978)

Rob Zombie’s Halloween (2007)

Laid to Rest (2009)

Hatchet (2006)

Hatchet 2 (2010)

Hatchet 3 (2013)

Filmkritik: „The Scarehouse“ (2014)

The-Scarehouse-2014
 
 
 

THE SCAREHOUSE – REVENGE IS A BITCH

Story

 
 
 
Jetzt wird abgerechnet: Die ehemaligen Studentinnen Corey und Elaina zahlen es ihren Ex-Verbindungsschwestern heim und locken die Mädchen in eine zur Geisterbahn umfunktionierten Lagerhalle, wo ihnen eine tödliche Lektion erteilt wird.

 
 
 


 
 
 

THE SCAREHOUSE – Kritik

 
 
 
Es ist Halloween und zwei Mädchen funktionieren im Horrorfilm THE SCAREHOUSE eine leerstehende Halle zu einer dieser Geisterhäuser um, die sich seit einigen Jahren in Amerika großer Beliebtheit erfreuen. Während die Kleinen von Haus zu Haus ziehen, um Süßigkeiten zu sammeln, zieht es erwachsene Amerikaner in diese privaten Geisterbahnen, um dort das Fürchten gelehrt zu bekommen. In THE SCAREHOUSE wird dieser neumodische Brauch jedoch zweckentfremdet. Die titelgebende Geisterbahn ist hier nur Dekoration in der nicht erschreckt, sondern munter drauflos gefoltert wird. Rache steht auf dem Plan, wobei diesmal die Herren der Schöpfung Sendepause haben. Stattdessen stellt das weibliche Geschlecht endlich auch mal unter Beweis, das es mindestens genauso talentiert mit Folterutensilien umgehen kann, wie die männlichen Filmschurken in Horrorschockern wie HOSTEL, SAW & Co.
 
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Corey (SARAH BOOTH) und Elaina (KIMBERLY-SUE MURRAY) haben einen Pakt mit dem Sensenmann abgeschlossen. Zwei Jahre mussten sie für ein Verbrechen im Gefängnis absitzen, zu dem sich von ihren Studentenfreundinnen angestiftet wurden. Endlich in Freiheit, sollen die für ihre rücksichtslose Tat bestraft werden. In einer zur Geisterbahn umfunktionierten Lagerhalle wird ihnen die Party ihres Lebens versprochen, welche sich die verwöhnten Studentinnen natürlich nicht entgehen lassen wollen. Doch von der feierfreudigen Partygemeinschaft ist weit und breit keine Spur. Stattdessen geben sich Corey und Elaina als sarkastische Foltermeister zu erkennen und töten die ehemaligen Freundinnen – eine nach der anderen.
 
 
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Hinter THE SCAREHOUSE versteckt sich im Grunde genommen ein weiterer Folterfilm, wie man sie vor einigen Jahren viel zu oft gesehen hat. Trotzdem muss man Regisseur GAVIN MICHAEL BOOTH zugute heißen, dass er hier mit magerem Budget einen halbwegs akzeptablen Horrorfilm gemacht hat, der sich dann doch etwas vom Tortur-Einheitsbrei abhebt. Seine Antiheldinnen morden nicht ausschließlich, um Fans des Schlachthandwerks Schauwerte bieten zu können. Sie überraschen mit pechschwarzem Humor und haben beim Foltern stets einen trockenen Spruch auf den Lippen. Kreatives Um-die-Ecke-bringen lautet die Devise, wobei man erwähnen muss, dass man in THE SCAREHOUSE die vermutlich ausgefallensten Morde der Filmgeschichte zu sehen bekommt. Neben einer äußerst blutigen und nicht minder makabren Kissenschlacht, bildet den Höhepunkt ein Tod bringendes Folter-Korsett, das seinem Träger sprichwörtlich die Luft zum Atmen nimmt.
 
 
 
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Dass Regisseur GAVIN MICHAEL BOOTH schon früh lernen musste, bei seinen Arbeiten mit wenig Geld auszukommen, scheint sich mit THE SCAREOUSE bezahlt gemacht zu haben. Der Film schaut teurer aus, als er vermutlich gewesen ist, was vor allem an den gut gewählten Schauspielerinnen liegen dürfte, die hervorragend in die zugewiesenen Rollen passen und manch Holprigkeit in der Inszenierung vergessen lassen. BOOTH, der sich zuvor als Regisseur von diversen Musikvideos einen Namen machen konnte, musste improvisieren. Statt im Studio zu drehen, wählte er die kostengünstige Alternative und verlagerte die Dreharbeiten nach Windsor (Ontario), wo er seinen Revenge-Thriller im “Scarehouse Windsor” drehen durfte – eine der vielen Geisterbahnen, die an Halloween in Amerika Rekordumsätze erzielen. Ein gelungener Schachzug, der sich in punkto Atmosphäre bezahlt gemacht hat. Dank finsterer Gänge und dreckiger Kellergewölbe erhält THE SCAREHOUSE einen besonders morbiden Look und macht immerhin aus beliebigem No-Budget-Horror kurzweilig-atmosphärischen Tortur Porn mit einigen bösen Momenten.
 
 
 


 
 
 

THE SCAREHOUSE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Pechschwarzer Folter-Thriller, der mit den wohl kreativsten Foltermethoden überrascht, die die Horrorwelt bis dato gesehen hat. Wer meint, dass Zynismus, Humor und Tortur keine Einheit bilden können, der irrt. THE SCAREHOUSE ist nämlich ein äußerst schwarzhumoriger Vertreter der Gattung Rachefilm und überzeugt mit kurzweiligem Zickengegeifer, das zudem einige unerwartete Wendungen zu bieten hat. Hier wird sprichwörtlich am Fließband gefoltert, weil einige unartige Studentinnen reichlich Dreck am Stecken haben und dafür bestraft werden müssen. Zwei ausgefuchste Antihelden kümmern sich um blutige Bestrafungsmaßnahmen und morden in einem Mix aus kaltblütigem Tortur Porn und zuckersüßen Popmelodien. Auch wenn Folter-Horror in letzter Zeit kaum nennenswerte Neuerungen erlebt hat, machen Fans solcher Filme nichts falsch, wenn sie sich in diese Geisterbahn wagen – ganz im Gegenteil, schließlich ist THE SCAREHOUSE trotz bekannter Gewaltmatscherei immerhin so kurzweilig geschnitten, dass die Zeit wie im Flug vergeht. Man sollte sich im Übrigen mal den Spaß machen und die bösen Wörter im Film zählen. Selten hat man die Wendungen „Slut“ und „Bitch“ in einem Horrorfilm so oft zu hören bekommen, wie es in diesem Schocker der Fall ist.
 
 
 


 
 
 

THE SCAREHOUSE – Zensur

 
 
 
Kreatives Morden steht auf dem Plan. Für Jugendliche ist das natürlich ungeeignet. Anfänglich noch etwas zaghaft, geht es in Sachen Tortur im Verlauf des Films ziemlich deftig zu. Zu sehen gibt es ausgerissene Fingernägel und Wimpern, Messereinstiche, Stromfolter und den bereits genannten Korsettmord. Hierzulande verstand die FSK keinen Spaß. Totz keiner Jugendfreigabe wurde THE SCAREHOUSE – REVENGE IS A BITCH in Deutschland nur geschnitten veröffentlicht.
 
 
 


 
 
 

THE SCAREHOUSE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
the-scarehouse-bluray

(c) Lighthouse Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Scarehouse; Kanada 2014

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 78 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer

Release-Termin: 20.05.2016

 

The Scarehouse – Revenge is a Bitch [Blu-ray] auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE SCAREHOUSE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

(Rechte für genutzte Grafiken liegen bei Lighthouse Home Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Girls against Boys (2012)
 
Big Driver (2014)
 
I spit on your Grave 2 (2013)
 
Savaged (2013)
 

Kritik: „Das Baumhaus – Betreten verboten!“ (2014)

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DAS BAUMHAUS

(TREEHOUSE)

Story

 
 
 
Zwei Brüder entdecken im Wald ein Baumhaus und machen darin eine erschreckende Entdeckung, die ihr Leben verändern wird…

 
 
 


 
 
 

DAS BAUMHAUS – Kritik

 
 
 
Es gibt tausende unheimlicher Orte, an denen Protagonisten in Horrorfilmen effektvoll ihr Leben lassen können. Ein Baumhaus dürfte hierbei jedoch die Ausnahme bilden, was Regisseur MICHAEL BARTLETT dazu veranlasst hat, einen klaustrophobischen Terror-Trip in einer knarrenden Bretterhütte inmitten der Krone eines Baumes zu drehen. Das Horror-Genre ist dem Filmemacher heilig, denn hier ist BARTLETT kein Unbekannter. Einige kleine Indie-Produktionen gehen auf seine Kappe, wobei HOUSE OF LAST THING (Deutschlandstart: November 2014) wohlmöglich zu den bisher besten Werken seines bisher eher durchschnittlichen Schaffens gehört. BARTLETT scheint darum bestrebt zu sein, sich im Genre ausprobieren zu wollen. Nach Zombie-Action, paranormalen Found-Footage-Gewackel und Spukhaus-Horror macht er einen Abstecher ins Suspense- und Terrorfach, wo er auch gleich seine Fähigkeit des Falsche-Fährten-Legens unter Beweis stellt.
 
 
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Etwas Böses macht in DAS BAUMHAUS – BETRETEN VERBOTEN (Originaltitel: TREEHOUSE) die Runde, das für das Verschwinden diverser Kinder in einem kleinen Städtchen verantwortlich gemacht wird. Entgegen aller Warnungen machen sich die Geschwister Killian (J. MICHAEL TRAUTMANN) und Crawford (DANIEL FREDRICK) hinaus in den Wald, um dort mit Feuerwerk im Gepäck einen lustigen Abend mit Freunden verbringen zu können. Natürlich wäre DAS BAUMHAUS kein Horrorfilm, würde nicht eine unerwartete Wendung für eine Katastrophe sorgen. Die beiden Brüder entdecken auf einem Baum eine Hütte, klettern hinein und finden dort die verstörte Elizabeth (DANA MELANIE) vor, die ebenfalls zu jenen Kindern gehört, die von ihren Eltern seit einiger Zeit als vermisst gemeldet wurden. Die versteckt sich hier vor einer finsteren Bedrohung, die sogleich die Witterung aufgenommen hat und ihre Kreise unterhalb der Hütte zieht. Für die Kids folgt eine Nacht voller Schrecken, denn ein Hinabsteigen ist unmöglich, ohne vom gewalttätig Bösen am Fuße des Baumes in Stücke gerissen zu werden.
 
 
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Was da letztendlich auf die ahnungslosen Filmhelden unter der Holzhütte lauert, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten, schließlich lebt DAS BAUMHAUS – BETRETEN VERBOTEN von der Prämisse, dass erst kurz vor Ende verraten wird, gegen was die Kinder am Ende den Kampf aufnehmen müssen. BARTLETT macht fast alles richtig und hält die Spannung konstant, weil er dem Zuschauer keine Anhaltspunkte darüber gibt, mit welcher unbekannten Bedrohung sich die Protagonisten konfrontiert sehen. Hier ein Schatten, da seltsame Geräusche aus dem Walkie-Talkie – erst im Finale gibt das Treiben einen Sinn, was BARTLETT leider mit konventionellem Rache-Quatsch enden lassen muss, der zudem im Kitsch zu ertrinken droht. Angsthase Killian – der jüngere der beiden Brüder – wächst über sich hinaus, erlernt über Nacht das Mutigsein und gewinnt auch noch das Herz der verängstigten Elizabeth, die von ihrem Retter am Ende auch noch geküsst werden darf. Bei einer derart stereotypen Charakterentwicklung kringeln sich manch Filmkritiker schon mal die Zehennägel. Macht aber nix, schließlich gehören derart Oberflächlichkeiten nun mal zum Horrorfilm wie Lacher in eine Komödie.
 
 
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Von einem der hinausging, um das Mutigsein zu erlernen: DAS BAUMHAUS – BETRETEN VERBOTEN ist nicht perfekt, dazu verliert BARTLETT zu oft den Spannungsbogen aus den Augen, weil er selbigen immer wieder durch fehlplatzierte Rückblenden unterbricht. In denen berichtet er von der schicksalhaften Vergangenheit seines fragilen Hauptcharakters Killian, der unter der strengen Autorität seines Vaters zu leiden hatte. Immerhin entschädigt das Finale. Hier zieht der Regisseur noch einmal alle Register gängiger Terrormacherei und lässt eingeschüchterte Helden zum Tötungswerkzeug greifen. Die bis dato unbekannte Bedrohung erhält ein Gesicht und bekommt einen nicht unblutigen Denkzettel verpasst. Selbstverständlich hat man Filme wie DAS BAUMHAUS schon oft auf dem Bildschirm gehabt. Trotzdem; die Art wie BARTLETT mit der Erwartung der Zuschauer spielt und gekonnt falsche Fährten legt, hebt DAS BAUMHAUS – BETRETEN VERBOTEN über den Horror-Durchschnitt.
 
 
 


 
 
 

DAS BAUMHAUS – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Klaustrophobischer, wendungsreicher und ungemütlicher Terror-Thriller, der diesmal nicht auf den Erdboden stattfindet, sondern in den Bäumen. In DAS BAUMHAUS – BETRETEN VERBOTEN (im Original: TREEHOUSE) verwandelt sich der vornehmlich kindliche Tummelplatz zum Schutzort für einige nichtsahnende Teenager, die sich darin vor einer unbekannten Bedrohung in Sicherheit wähnen. Gruselige Momente auch ohne Blutvergießen lautet die Devise, denn in Sachen schaufreudiger Gewalt hält sich der Film ausnahmsweise zurück. Stattdessen wird weitestgehend von psychologischem Horror Gebrauch gemacht, den Regisseur MICHAEL BARTLETT hin und wieder ganz gut in Szene zu setzen versteht. Trotzdem bleibt DAS BAUMHAUS – BETRETEN VERBOTEN nur ein weiterer solide inszenierter Horror-Thriller, der vor allem wegen seiner unerwarteten Auflösung in Erinnerung bleibt. Die orientiert sich mal wieder am gängigen Rache-Kino und bietet immerhin reichlich Adrenalin. DAS BAUMHAUS ist kein Horror-Hit, zeigt aber das versteckte Talent BARTLETTS, das nach einigen eher durchschnittlichen Horrorfilmen scheinbar endlich zu Tage kommt. Man darf gespannt sein, was der Regisseur in Zukunft inszenieren wird – DAS BAUMHAUS schlägt schon mal die richtige Richtung ein.
 
 
 


 
 
 

DAS BAUMHAUS – Zensur

 
 
 
DAS BAUMHAUS – BETRETEN VERBOTEN ist eher psychologischer Horror und zeigt sich eher zurückhaltend mit Gewalt. Die reduziert sich auf das Finale und protokolliert hauptsächlich die Resultate einiger Gewaltmomente. Probleme mit der FSK hat es nicht geben. Die hat DAS BAUMHAUS ungeschnitten ab 16 Jahre freigegeben. Wegen „böser“ Trailer ist die erhältliche Heimkinoscheibe aber erst für Erwachsene geeignet.
 
 
 


 
 
 

DAS BAUMHAUS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Das-Baumhaus-Betreten-verboten-bluray

(c) Tiberius Film (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Treehouse; USA | Großbritannien 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 100 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray wegen Bonusmaterial: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer, Trailershow, offizielles Musikvideo zum Titeltrack „Shadows“ von Shangrala

Veröffentlichung: 14.04.2016

 
 
 


 
 
 

DAS BAUMHAUS – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

(Rechte für verwendete Grafiken liegen bei Tiberius Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Community of Fear (2012)
 
F (2010)
 
Them (2006)
 
The Strangers (2008)
 

Filmkritik: „Grave Halloween“ (2013)

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GRAVE HALLOWEEN

Story

 
 
 
Maiko (Kaitlyn Leeb) will die Seele ihrer verstorbenen Mutter mit Hilfe eines Rituals befreien und reist mit ihren Freunden an jenen Ort, wo sich die Mutter einst an einem Baum erhangen hat. Leider spukt es dort gewaltig, so dass die Kids bald um ihr eigenes Leben bangen müssen …
 
 
 


 
 
 

GRAVE HALLOWEEN – Kritik

 
 
 
Alle Jahre wieder die gleiche Prozedur: Pünktlich zur Herbstzeit wollen DVD-Label ihre eingekauften Horrorfilme an den Filmfreund bringen, schließlich gehört es für den Gruselfan alljährlich zur Pflicht, sich das Halloween-Fest mit schaurig-schöne Horrorstreifen zu verschönern. Der Oktober steht ganz im Zeichen des düsteren Genres, denn in keinem anderen Monat des Jahres werden so viele Horrorfilme in Handel, Videotheken und Fernsehen gebracht, wie es während der goldenen Jahreszeit der Fall ist. GRAVE HALLOWEEN ist Gruselstoff den man sich, wie der Name schon sagt, mit Freunden am Halloween-Abend gemeinsam auf der Couch anschaut, um sich gegenseitig Angst einzujagen. Leider ist jedoch nicht überall dort wo „Halloween“ draufsteht auch wirklich gutes Gruselmaterial enthalten, denn wie der Trailer zum Film bereits erahnen lässt, handelt es sich bei GRAVE HALLOWEEN um leidlich unterhaltsamen und vor allem günstig produzierten Horror-Schrott fürs Fernsehen. Hinter dem überflüssigen TV-Beitrag steckt STEVEN R. MONROE. Der genießt seit dem Remake zu I SPIT ON YOUR GRAVE (2010) und dessen Fortsetzung I SPIT ON YOUR GRAVE 2 (2013) unter Folterfans Kultstatus. Bevor er jedoch Frauen in Filmen misshandeln und deren Peiniger durch den Fleischwolf jagen lies, drehte er bevorzugt TV-Ware und wurde nun vom amerikanischen Fernsehsender SYFY noch einmal damit beauftragt, seinen guten Namen für billig gemachten Fernseh-Kram herzugeben.
 
Wie so oft im Horrorfilm wirbt man auch in GRAVE HALLOWEEN damit, dass der Streifens von wahren Begebenheiten inspiriert wurde, schließlich lässt sich heutzutage nur mit einem Echtheits-Zertifikat auf dem Cover Kasse machen. Die Grundlage lieferten die Legenden von „Aokigahara“ – einem dicht bewachsenen Wald in Japan, der für seine hohe Selbstmordrate berüchtigt ist und von den Japanern auch als „Selbstmordwald“ bezeichnet wird. Darin verirren sich Maiko (KAITLYN LEEB) und ihre Freunde. Erstere will hier ein Ritual durchführen, um den Geist ihrer leiblichen Mutter zu befreien, die sich im Wald einst selbst das Leben genommen hat und deren Seele nun darin festsitzt. Leider kommt natürlich alles anders als erwartet. Schnell werden kostbare Hinterlassenschaften der hier Verstorbenen in eigene Taschen gesteckt und somit die Wut all jener Seelen auf den Plan gerufen, die sich in den Wäldern selbst umgebracht haben. Auch Maikos verstorbene Mutter ist über das Fehlverhalten der Rasselbande so erbost, dass sie mit harter Hand durchgreifen und einen nach dem anderen blutig bestrafen muss.
 
Nichts Neues an der Horror-Front. Für GRAVE HALLOWEEN bedient man sich erneut der japanischen Geister-Mythologie und lässt bleich geschminkte Asiaten auf nervende Kanadier los, die mal wieder das tun, was normal denkende Zuschauer nicht nachvollziehen können. STEVEN R. MONROE bekleckert sich für GRAVE HALLOWEEN nicht mit Ruhm, denn was er mit diesem Murks verbrochen hat entspricht letztendlich dem, was man eben von flink fürs TV gedrehten Filmen erwartet: hirnloser Sondermüll mit Platz für viele Werbepausen. Dabei lässt MONROE keine Katastrophe aus und bedient sich sogar der längst nicht mehr ganz so frischen Found-Footage-Thematik. Freundin Cassi ist Filmstudentin und benötigt noch reißerisches Material für ihre Abschlussarbeit. Eine Dokumentation über den unheimlichen Selbstmordwald am Fuß des Flusses Fuji scheint ihr dafür geradezu gelegen. Demzufolge sieht der Zuschauer einen kleinen Teil der Geschehnisse aus der Egoperspektive in Form verwackelter Waldansichten, wo asiatische Geistermädchen mit ungewaschenen Haaren kurz durchs Bild sausen damit die Teenager Panik bekommen. Immerhin besitz Regisseur STEVEN R. MONROE bereits Übung im Machen anspruchsloser TV-Movies, was dem Streifen des Öfteren über die Runden hilft. Tiefgang ist zwar nicht vorhanden, dafür wird es aber nicht langweilig. In GRAVE HALLOWEEN ist immer was los, so dass der Zuschauer erst gar nicht mitbekommt, welch formelhaftes Klischee-Gebräuch ihm hier eingeflösst wird. Hierbei dürften vor allem die fürs TV ungewöhnlich grafischen Splatter-Momente manch Logikloch vergessen lassen, den MONROE hatte wohl noch ein paar kranke Ideen übrig, die in seinem letzten I SPIT ON YOUR GRAVE-Ausflug keine Verwendung finden konnten. So werden die Kids nacheinander vom wütenden Geist der Mutter ins Jenseits befördert, damit der Zuschauer ein paar ekelige Szenen zu sehen bekommt. GRAVE HALLOWEEN ist Fastfood-Horror, der zwar kurzzeitig den Appetit stillt, von dem man jedoch nach nur wenigen Minuten schon wieder Magenknurren bekommt. Der Film ist ein typischer SYFY ORIGINAL-Titel und dürfte wahrscheinlich nur den Horrorfans schmecken, die sich auch über die bisherigen Gurken aus der SYFY-Kreativschmiede amüsieren konnten.
 
 
 


 
 
 

GRAVE HALLOWEEN – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Effektreiches Grusel-Vergnügen für Fans asiatischer Geisterfilme. I SPIT ON YOU GRAVE-Macher STEVEN R. MONROE dreht den Gewaltgang zurück und besinnt sich zurück zu einer Zeit, in der er vornehmlich Filme fürs TV gedreht hat. Sein GRAVE HALLOWEEN ist kein nennenswertes Horror-Spektakel, dazu fehlen dem Streifen einfach neue Ideen. Stattdessen werden bewährte Horrorformeln nach bekanntem Schema kombiniert, damit sich der Zuschauer nicht überfordert fühlt. So bedient man sich von Elementen, die man bereits in J-Schauerwerken wie THE RING oder THE GRUDGE zu sehen bekommen hat, mixt diese mit vorhersehbaren Slasher-Klischees und für TV-Verhältnisse überraschend grafischen Gewaltmomenten. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse und das etwas arg gehetzt wirkende Finale endet in einem lauten Effekte-Gewitter, bei dem sich MONROES langjährige TV-Erfahrung bezahlt macht. GRAVE HALLOWEEN (was für ein bescheuerter Titel) ist ein solider Fernsehfilm mit ein paar netten Gewalteinlagen inklusive Überraschungs-Twist. Mehr aber leider auch nicht.
 
 
 


 
 
 

GRAVE HALLOWEEN – Zensur

 
 
 
Einige netten Gewaltmomente hat GRAVE HALLOWEEN zu bieten. So wird ein Bein gebrochen und ein Ast bohrt sich durch die Kehle eines Protagonisten. Mit viel Glück wird’s eine FSK 16.
 
 
 


 
 
 

GRAVE HALLOWEEN – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Sadako 3D – Ring Originals (2012)
 
Still 2 (2014)
 
Ring (2002)
 
Der Fluch – The Grudge (2004)
 

Filmreview: „Savaged“ (2013)

Savaged-2013
 
 
 

SAVAGED

Story

 
 
 
Die taubstumme Zoe wird von einigen Hinterwäldlern verschleppt, vergewaltigt und lebendig begraben. Ein Schamane findet die geschunden Frau und verhilft ihr zur blutigen Rache …
 
 
 


 
 
 

SAVAGED – Kritik

 
 
 
Weit 60 Jahre nach seiner Blütezeit erfreut sich der Exploitationfilm auch weiterhin enormer Beliebtheit und ruft vor allem das Interesse jener Filmfans auf dem Plan, die sich diese Machwerke aus dem deutschsprachigen Ausland in schicken Sonderauflagen importieren, um sie sich stolz in ihre Sammler-Virtrinen stellen zu können. In Deutschland haben es diese Streifen nämlich oft nicht leicht, schließlich werden darin meist reißerische Grundsituationen ausgenutzt, um den Zuschauer mittels schmuddeligem Sex und abscheulicher Gewalt an die Grenze des Ertragbaren zu treiben. Dass der hiesigen FSK das Sichten derart Kinokost so gar keine Freude bereitet, dürfte auf der Hand liegen, denn nicht selten ist es der Fall, dass jene Gewaltflicks ganz schnell die Wut der Zensurbehörden zu spüren bekommen und in ungeschnittener Form erst gar nicht den Weg in den stationären Handel finden. Wie gut, dass es das Wunderland Österreich gibt, wo Veröffentlichungen „böser“ Filme ganz legal und ungeprüft über die Ladentheke wandern können. Dort sind es vor allem einschlägige Rape’n Revenge-Movies, die stets aufs Neue in aufwändigen Hartboxen und Mediabooks veröffentlicht werden und trotz gleichem Inhalt auch immer wieder genug Käufer finden, die menschenverachtende Rape-Filme mit dazugehörigem Racheakt kaufen wollen. Seit das Rape-and-Revenge-Genre mit den Remakes zu I SPIT ON YOUR GRAVE (2010) und LAST HOUSE ON THE LEFT (2009) den Mainstream erreicht hat, ist es vor allem der in Hochglanzbilder getauchte Sadismus, der Horrorfans zum Schauen dieser Filme bewegt, denn seit Tortur-Porn wie SAW und HOSTEL an den Kinokassen Millionen erwirtschaftet haben, hat auch die Gewalt in Horrorfilmen eine neue Dimension erreicht. Möglichst bestialisch soll gemordet werden, am besten lang und ekelerregend, wobei SAVAGED maximales Unterhaltungspotenzial bietet – vorausgesetzt man hat eine Leidenschaft für frauenverachtende Hardcore-Schocker.
 
Wie es in Rape’n Revenge-Streifen nunmal üblich ist wird hier ein ahnungsloses Opfer durch die Hölle gejagt. SAVAGED hält sich nicht mit Nebensächlichkeiten auf, sondern dreht bereits nach fünf Minuten an der Action- und Gewaltschraube. Es ist die taubstumme Zoe (AMANDA ADRIENNE), die hier an eine Horde Rassisten gerät, die eine unbeschreibliche Freude daran finden, friedliche Rothäute durch die Wüste zu hetzen, um sie anschließend bestialisch zu ermorden. Leider wird Zoe ganz unfreiwillig Zeuge einer dieser „Jagdausflüge“ und von den triebgesteuerten Hinterwäldlern verschleppt, vergewaltigt und anschließend verscharrt. Die Rettung naht in Form eines Schamanen, der den leblosen Körper ausgräbt, heilt und beweihräuchert. Als die junge Frau wieder zu sich kommt, ist der Geist eines wütenden Apatschen in ihren Leib geschlüpft, der mit der durchtriebenen Mörderbande ebenfalls noch ein Hühnchen zu rupfen hat. Beschenkt mit Bärenkräften verwandelt sich Zoe zur unkaputtbaren Kampfamazone und schlitzt sich ganz ungeniert durch das Fleisch ihrer Peiniger. Die sind zwar nicht die hellsten Kerzen auf dem Kuchen, wissen aber immerhin, wie sie sich möglichst grausam zur Wehr setzen müssen.
 
MICHAEL S. OJEDA heißt der gute Mann, der Rachefilm-Fans feuchte Höschen spendieren dürfte, denn auch wenn man in letzter Zeit viel Mist auf der Mattscheibe hatte, SAVAGED bereitet Laune. Lobenswerterweise blendet OJEDA dort weg, wo zuletzt STEVEN R. MONROE mit seinem I SPIT ON YOUR GRAVE-Remake gnadenlos draufgehalten hat. Die Vergewaltigung seiner Heldin lässt der Filmemacher nämlich gänzlich außer Acht und rückt stattdessen das möglichst brutale Auslöschen der Filmbösewichte in den Focus, dem im Gegensatz zu ähnlichen Machwerken erstaunlich viel Screentime eingeräumt wird. Die frauenverachtenden Widerlinge in SAVAGED haben rein gar nichts zu lachen, denn die wütende Zoe arbeitet sich mit fast schon erfrischendem Erfindungsreichtum von Körper zu Körper. Die abwechslungsreiche Art der Morde, die temporeiche Inszenierung und der nahezu permanent vorhandene Action-Gehalt der Geschichte bescheren dem Thriller einer soliden Spannungsbogen, der bis zum bitteren Ende auch noch gehalten werden kann. Ergänzt wird das grausige Gemetzel durch indianischen Hokuspokus, der dem Rachefilm eine ganz eigenständige Note verleiht. OJEDA bringt frischen Wind ins Rape’n Revenge-Genre. Mit einem okkulten Story-Twist verwandelt er das zuvor wehrlose Opfer in eine übermenschliche Rächerin, die ihren unaufhaltsamen Amoklauf fast schon übertrieben comicähnlich inszeniert. Zoe reisst Därme aus den Leibern der Schurken, schiesst Pfeile in die Gesichter der Filmbösewichte und zerrt sich sogar die eigenen Organe aus dem Körper, um den Magen anschließend mit Dreck zu füllen und mittels Tesafilm verschließen zu können. Trotz wenig Budget schaut der Film mit seiner düsteren Look weitaus professioneller aus, als es Macher MICHAEL S. OJEDA vermutlich überhaupt gewollt hat. Das farblose Szenario glänzt mit dreckig-bedrohlicher Optik und überzeugt durch geschickt getrickste Spezialeffekte, die wahrscheinlich allein schon ausreichen, um die triviale Geschichte beim Gewaltfan interessant machen zu können. Auch wenn auf dem Cover der Heimkino-Fassung unverblümt mit THE CROW geworben wird, ist der Vergleich zu Prosas Kultfilm aus dem Jahre 1994 sehr gewagt. Im direkten Vergleich zieht SAVAGED nämlich den Kürzeren, zumal sich OJEDA einzig darauf konzentriert soviel stumpfe Gewalt wie möglich zu zeigen und kaum Tiefgang bietet. Nichtsdestotrotz bleibt eine herrlich kurzweilige Metzelorgie für Erwachsene, die sogar hierzulande ungeschnitten veröffentlicht wird. So erspart sich der Filmsammler den kostenintensiven Ausflug ins deutschsprachige Ausland und kann die übernatürliche Version von Monres I SPIT ON YOU GRAVE ganz unkompliziert beim Händler seines Vertrauens erwerben. Dennoch sollte der interessierte Käufer wachsam bleiben: Die ungeschnittene SPIO/JK-Fassung ist ein potenzieller Index-Kandidat. Demnach kaufen, so lange der Streifen noch frei erhältlich ist.
 
 
 


 
 
 

SAVAGED – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein rauer Splatter-Trip für Freunde „böser“ Gewaltschocker. SAVAGED entpuppt sich als okkulte I SPIT ON YOUR GRAVE-Version und bringt aufgrund der übernatürlichen Elemente auch gleich frischen Wind ins knüppelharte Rape-and-Revenge-Genre. Vergewaltigt wird löblicherweise im Off und von langgezerrter Frauenquälerei hält Macher OJEDA Abstand. Dafür bekommen die Schurken des Films endlich mal wieder ordentlich Dresche. Lang gefackelt wird in SAVAGED nämlich nicht. Nach knapp zehn Minuten ist das Fass schon am Brodeln und das Gemetzel wird mit fast schon schwarzhumorigem Ideenreichtum auf der Mattscheibe zelebriert. Schnell wird aus dem eigentlichen Racheplot ein blutreicher Slasher der alten Schule, der es hin und wieder sogar schafft einigen Kult-Schlitzern der 80er Konkurrenz zu machen. Wer Freude am grobschlächtigen Handwerk besitzt sollte schnell zugreifen, denn SAVAGED dürfte mit Sicherheit ebenso schnell das Interesse selbsternannter Jugendschützer auf den Plan rufen, schließlich wird brutale Selbstjustiz auch 2014 im Kino nicht gern gesehen.
 
 
 


 
 
 

SAVAGED – Zensur

 
 
 
SAVAGED ist ein potenzieller Index-Kandidat. Der Film ist in zwei Versionen erhältlich. Die KJ-Fassung mit dem roten Flatschen auf der Vorderseite ist geschnitten. Ungeschnitten ist dagegen die SPIO/JK-Fassung, die nach Meinung der Juristenkommission „nicht schwer jugendgefährdend“ ist. Trotzdem gehen wir von einer späteren Indizierung aus.
 
 
 


 
 
 

SAVAGED – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Ascot Elite Home Entertainment – Abbildung: Cut-Fassung

 
Savaged_Cinema-Extreme_Blu-ray

(c) Ascot Elite Home Entertainment – Abbildung: Uncut-Fassung

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Savaged; USA 2013

Genre: Drama, Horror, Splatter

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 94 Min (cut) / ca. 95 Min. (uncut)

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung) / SPIO JK (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Making of, Animierte Skizzen von Kampfszenen, Deleted Scenes, Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 15.04.2014

 
 
 

Savaged – uncut (Cinema Extreme) [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 

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SAVAGED – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
I Spit on Your Grave (2010)

I Spit on Your Grave 2 (2013)

The Last House on the Left (2009)

Straw Dogs – Wer Gewalt sät (2011)

Filmreview: „Daddy’s Little Girl“ (2012)

Daddys-Little-Girl-2012
 
 
 

DADDY’S LITTLE GIRL

Story

 
 
 
Derek (Michael Thomson) und seine Ex-Frau Stacey haben keinen guten Draht zueinander. Seit der Scheidung gehen sich die beiden lieber aus dem Weg, als der gemeinsamen Tochter zuliebe das Kriegsbeil zu begraben. Immer wieder entbrennt Streit, weil sich das Fenster in Georgias Zimmer nicht schließen lässt. Mutter Stacy hat kein Geld für die Reparatur, weigert sich aber vehement Dereks Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein großer Fehler, wie sich bald herausstellen wird. Denn die kleine Georgia wird aus ihrem Zimmer entführt und tot am unweit entfernten Strand gefunden. Weil die polizeilichen Ermittlungen auch sechs Monate nach dem Vorfall zu keinem Ergebnis führen, nimmt Vater Derek das Gesetz selbst in die Hand. Ihm gelingt es den Kindsmörder ausfindig zu machen und an ihm ein grausames Exempel zu statuieren.
 
 
 


 
 
 

DADDY’S LITTLE GIRL – Kritik

 
 
 
Es ist schon höchst fraglich, welch morbide Geschichten manch Scriptschreiber zu Papier bringen muss, um die schonungslose Darstellung widerwärtiger Folterszenen rechtfertigen zu können. In DADDY’S LITTLE GIRL ist es die Thematik des Kindesmissbrauchs, die als Grundlage dient damit der Horrorfan eine halbe Stunde am Stück das sehen darf, was in Filme wie der legendären HOSTEL-Reihe vor allem der Freiwilligen Selbstkontrolle (FSK) schlaflose Nächte bereitet hat. Die dürfte sich an diesem neusten Beitrag unmenschlichen Schlachthandwerks sichtlich die Zähne ausbeißen, rückt nämlich hier die eigentliche Problematik von der Trauerbewältigung nach einem Kindsmord ganz schnell im den Hintergrund, um Regisseur CHRIS SUN die Möglichkeit zu geben, möglichst viel selbstzweckhafte und detailfreudige Gewalt aneinanderzureihen. Leider verpufft mit dem ekelerregenden Foltergematsche auch die Ernsthaftigkeit der Geschehnisse, denn die zugrunde liegende Missbrauchs-Kontroverse wird spätestens mit dem elendig lang ausgewalzten Torturpart im Keim erstickt. Hier werden allerhand Abscheulichkeiten mittels zugegebenermaßen realistischen wirkenden F/X gezeigt, die von wirklich fingerfertigem Know How zeugen. Es werden Kniegelenke gebrochen, mit Stacheldraht im Beckenbereich des Opfers gehandwerkelt, Zähne herausgerissen und menschliches Fleisch verbrannt, nachdem es mit einem Cuttermesser bearbeitet wurde. Die Liste der dargestellten Grausamkeiten ist lang, wobei SUN mit fast schon detailgenauer Präzision damit beschäftigt ist zu zeigen, in welcher Art und Weise man an menschlichen Körpern sägen, hämmern und bohren kann.
 
DADDY’S LITTLE GIRL treibt das was man in Filmen wie 7 DAYS (2010) oder THE TORTURED – DAS GESETZ DER VERGELTUNG (in Deutschland übrigens um das „Gröbste“ erleichtert) gesehen hat auf die Spitze. Während man dort natürlich nicht minder zimperlich mit pädophilen Kindsmördern ins Gericht geht, dreht Macher CHRIS SUN noch etwas kräftiger an der Gewaltschraube, damit das foltergeile Horrorherz das zu sehen bekommt, was man halt nun einmal von neumodischen Horrorfilmen erwartet: Extremes Gekröse für die ganz Harten. Leider gerät die eigentliche Geschichte des Streifens bei soviel professionell umgesetzter Folterei vollkommen in Vergessenheit. Die wird nämlich zugunsten schaufreudiger Selbstjustiz ab Mitte rigoros aus dem Skript gestrichen, damit sich Vater Derek (MICHAEL THOMSON) vom anfänglich gesetzestreuen Schutzbefohlenen in einen selbsternannten Rächer verwandeln kann, der zuvor im Internet genau studiert hat, wie man bösen Menschen möglichst viel Leid antut. Leider ist die dargestellte Metamorphose nicht sonderlich nachhaltig oder glaubhaft, was man aber nicht Darsteller MICHAEL THOMSON in die Schuhe schieben kann. Der macht seine Sache nämlich ganz ordentlich und bereichert den kleinen Indie ungemein. Überhaupt sind die Darsteller für Low Budget Horror wie DADDY’S LITTLE GIRL durch die Bank weg gut gewählt. Da ärgert es schon ein wenig, dass die Kamera mal wieder nur auf nicht enden wollendes Gemetzel hält und sich Regisseur CHRIS SUN nicht tiefgründiger mit der eigentlichen Problematik beschäftigt hat.
 
 
 


 
 
 

DADDY’S LITTLE GIRL – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Unglaublich schmerzhafter Folterstreifen für nervenstarke Horrorfans. Leider ist es in DADDY’S LITTLE GIRL mal wieder so, dass eine äußerst ernste Thematik als Vorwand genutzt wird, damit möglichst viel Tortur gezeigt werden kann. Nachwuchsregisseur CHRIS SUN schlägt gleichen Weg ein, wie viele andere Horrormacher vor ihm. Er nutzt Extremgewalt als Mittel zum Selbstzweck um sich im Genre einen Namen zu erkämpfen. Da wird Mord und Totschlag mit kontroverser Kindsmissbrauchsthematik vermischt, damit auch ja viele Horrorfans hellhörig werden und sich das unnötige Folterwerk ins heimische Filmregal stellen. Immerhin wird in punkto Gewalt geklotzt und nicht gekleckert. Das in DADDY’S LITTLE GIRL Gezeigte ist hart an der Grenze zum Erträglichen und dürfte hierzulande (insofern überhaupt veröffentlicht) Grund genug sein, der deutschlandweiten Verbreitung (in ungeschnittener Form) einen Riegel vorzuschieben.
 
 
 


 
 
 

DADDY’S LITTLE GIRL – Zensur

 
 
 
Die dargestellte Gewalt in DADDY’S LITTLE GIRL wird nahezu fast schon zelebriert, so dass die hiesige FSK diesen Rachefilm verständlicherweise nicht ungeschnitten freigeben hat. Der Rechteinhaber PIERROT LE FOU hat den Film demnach in ungekürzter Form SPIO/JK prüfen lassen und die Einstufung „strafrechtlich unbedenklich“ für DADDY’S LITTLE GIRL erhalten. Verkauft werden darf der Film in dieser Filmfassung nur auf Filmbörsen, in Videotheken und in einschlägigen Online-Shops. Der Verkauf des kompletten Thrillers im stationären Handel erfolgt nur durch den Drogeriemarkt MÜLLER. Dort erhält der Horror-Fan die Scheibe auf Nachfrage – vorausgesetzt er ist auch volljährig. Neben der normalen Auflage im Keep Case ist auch ein Mediabook (auf 3000 Stück limitiert) erschienen, das über Österreich vertrieben wird. Die hier enthaltene Fassung ist ebenfalls ungekürzt.
 
 
 


 
 
 

DADDY’S LITTLE GIRL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Daddys Little Girl Blu-ray uncut

(c) Pierrot Le Fou (Abbildung der ungeschnittenen Fassung in der Amaray-Variante)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Daddy’s Little Girl, Australien 2013

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 106 Min. (uncut)

FSK: SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover, ein Mediabook mit gleichem Inhalt wie die herkömmliche Blu-ray ist ebenfalls bereits erschienen

Extras: Trailer

Release-Termin: Amaray: 04.06.2014 (Uncut-Fassung) – Mediabook: 10.07.2014 (Uncut-Fassung)

 
 
 

BR+DVD – Daddy’s Little Girl – Limitierte Uncut Mediabook Edition (Deutsche Uncut Auflage) ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 

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DADDY’S LITTLE GIRL – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
7 Days (2010)
 
Big Bad Wolves (2013)
 
Tortured – Das Gesetz der Vergeltung (2010)
 

Filmreview: „Scorned“ (2013)

Scorned-2013-Mark Jones
 
 
 

SCORNED

Story

 
 
 
Die Rache einer Frau kann so grausam sein. Genau jene Erfahrung muss Kevin (Billy Zane) machen, dessen Freundin Sadie (AnnaLynne McCord) erfährt, dass er es ab und an mal mit deren bester Freundin Jennifer (Viva Bianca) treibt. Die Betrogene findet das alles aber gar nicht witzig und plant grausige Rache …
 
 
 


 
 
 

SCORNED – Kritik

 
 
 
Unterschätze nie die Rache einer Frau, denn sie wird mit Sicherheit grausam sein. Im Rape’n Revenge-Genre gehört diese Erkenntnis mittlerweile zum obligatorischen Standard, denn seit Regisseur INGMAR BERGMAN mit seiner JUNGFRAUENQUELLE (1960) die Jagd auf skrupellose Frauenschänder vor bereits mehr als 50 Jahren eingeläutet hat, mussten mittlerweile viele jener Sadisten in dutzenden Streifen dieser Art auf oftmals nicht gerade zimperliche Weise ihr Leben lassen. Ob LAST HOUSE ON THE LEFT (1972), EXTREMITIES (1986) oder dem umstrittenen I SPIT ON YOUR GRAVE 2 (2013); der Rape’n Revenge-Film bietet trotz seiner zweifelhaften Darstellung von Gewalt und der nicht minder kontroversen Ausübung von Selbstjustiz Jahrzehnte nach Entstehung immer noch genügend Zündstoff, damit besorgte Sittenwächtern und eifrige Zensurbehörden auf die Barrikaden klettern können. Dem Horrorfan kann’s egal sein, denn auch wenn es derart Werke in Deutschland nicht gerade einfach haben, gibt’s die meisten dieser Gewaltpornos ohnehin im Ausland ungeschnitten zu kaufen. Die Bezeichnung Rape’n Revenge ist für den vorliegenden Rachefilm mit ANNALYNNE MCCORD etwas unglimpflich gewählt, bekommen wir hier zwar kein Rape dafür aber umso mehr Revenge vor die Linse. Die MCCORD spielt hier mal wieder eine ziemlich abgefahrene Hauptrolle und dürfte dem Zuschauer mit ihrer außergewöhnlichen Performance als abnormale Tagträumerin Pauline im Horrordrama EXCISION (2012) in Erinnerung geblieben sein. Dort hat sie sich eine reichlich verhaltensauffällige Rolle ergattern können, mit der sie auf einschlägigen Festivals viel Lob ernten konnte. Die Schauspielerin scheint eine Leidenschaft für verwirrte Filmhelden zu hegen, denn in ihrem neuen Schaffen gibt sie sich nicht minder sonderbar. Für ihren aktuellen Streifen mit dem Titel SCORNED (übersetzt: verachtet) legt sie kurzerhand die schmuddelige College-Kluft ab und wirft sich in sexy Dessous, um ihrem Kevin (BILLY ZANE) zu gefallen.
 
Mit ihm will sie ein romantisches Wochenende verbringen, damit sie dem Liebsten mit der freudigen Kunde über kommenden Nachwuchs überraschen kann. Doch ganz so erfreut ist Kevin über die Botschaft seiner Freundin Sadie (ANNALYNNE MCCORD) nicht gerade, findet er sich doch wenig später festgekettet auf dem eigenen Bett wieder und muss allerhand boshafter Folterspielchen über sich ergehen lassen. Das Warum ist schnell erklärt, denn Freund Kevin ist ein ganz schön triebgesteuerter Lüstling, der es hinterrücks auch gerne mal mit Sadies bester Freundin (VIVA BIANCA) im gemeinsamen Schlafgemach treibt. Die wird natürlich unwissenderweise auch zur erheiternden Foltersause eingeladen, um wenig später ebenso gefesselt die Wut der Betrogenen zu spüren. Da werden Erinnerungen an Stephen Kings MISERY (1990) wach, jenem Lieblingsfilm den Sadie zuvor dutzende Male gesehen hat. Sie schnappt sich ein Stück Holz, legt es zwischen die Füße des Geliebten und trommelt mit einem Ambosshammer dagegen. Dem Kevin tut’s weh, Freundin Jennifer flennt und Folterexpertin Sadie bereitet die neue Freizeitgestaltung sichtlich Vergnügen.
 
Foltern einmal anders und zwar herrlich schräg und wunderbar zynisch. ANNALYNNE MCCORD weiß mal wieder, wie man eigentlich trivialen Video-Stuff raffiniert abnormal aufzuwerten versteht. Die zeigt in SCORNED einmal mehr, dass sie eine richtig gute Schauspielerin ist und ihr vor allem die etwas kranken Rollen liegen. Sie spielt die verschrobene Sadie mit derart souveräner Glaubwürdigkeit, dass man meinen könnte, die MCCORDS sei auch im wahren Leben nicht ganz richtig im Kopf. Hinter dem erheiternden Rache-Thriller steckt MARK JONES, der im Horror-Genre kein Unbekannter ist. Vor Ewigkeiten hat der nämlich für den legendäre LEPRECHAUN auf dem Regiestuhl gesessen und den nicht minder unterhaltsamen RUMPELSTILTSKIN (1995) in die Videotheken gebracht. Nach kleinen Erfolgen in den 90ern ist es danach erstaunlich ruhig um den Filmemacher geworden, was sich aber im Falle von SCORNED auch nicht ändern dürfte. In SCORNED steckt der Wurm. Zwar ist MCCORDS Darbietung der psychopathischen Sadie ein großer Pluspunkt; das eher mittelmäßige Drehbuch lässt aber kaum Spannung aufkommen. Sadie findet eine ganz eigenwillige Methode der Genugtuung und beginnt Partner und Freundin für deren Vergehen zu bestrafen. Anfangs sind es subtile Demütigungen; später kommen Schraubstock und Strömschläge zum Einsatz. Leider hört sich die grobe Zurschaustellung gemeiner Abartigkeiten deftiger an, als sie es eigentlich sind, denn ein neuer ultra-derber Tortur-Reißer ist SCORNED nämlich nicht.
 
Wir sehen einen ziemlich desinteressierten BILLY ZANE, der vermutlich einzig der Kohle wegen, die Rolle des potenten Kevin angenommen hat, um seine Vita um ein weiteres B-Movie zu ergänzen. Immerhin winselt sich VIVA BIANCA als gerissene Freundin Jennifer durchaus glaubhaft durch den Film und fordert immer mal wieder zum Duell zwischen den beiden Frauen, damit die kleine Geschichte auch etwas Dynamik erhält. Übrigens hat hier SADIE KATZ (was für ein Zufall, dass die Heldin des Films gleichen Namen trägt) mit am Drehbuch gepinselt. Die blonde Schönheit war zuletzt im ziemlich schläfrigen Zickenkrieg HOUSE OF BAD zu sehen und meistert ihre erste Arbeit als Co-Autorin ganz solide. So gibt es am Ende sogar einige haarsträubende Wendungen zu sehen, die dem Rache-Streifen einen fast schon komödiantischen Einschlag verleihen. Für knapp zwei Millionen Dollar kann man nicht meckern. SCORNED ist wahrlich kein Meisterwerk und der furchtbare Amateur-Soundtrack lässt nicht gerade Filmkunst erwarten. Dank ANNALYNNE MCCORD mausert sich der eigentlich austauschbare und vollkommen unbedeutende SCORNED zum schwarzhumorigen Rachespaß, der dem Horrorfan ab und an sogar ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern dürfte.
 
 
 


 
 
 

SCORNED – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Achtung, eine Frau sieht rot! SCORNED ist ein erheiterndes und rabenschwarzes Rachefilmchen mit reichlich gemeinen Wendungen und der vermutlich durchgeknalltesten Psychopathin der Filmgeschichte. Wir haben reichlich geschmunzelt, obwohl SCORNED im eigentlichen Sinne gar keine Horrorkomödie ist und vermutlich auch gar nicht zum Lachen animieren möchte. Schuld an allem ist mal wieder ANNALYNNE MCCORD, die nach ihrer Glanzleistung in EXCISION erneut eine äußerst spezielle Rolle gefunden hat, in der sich so richtig aufblühen kann. Die foltert sich erfrischend zynisch durch den Film und hat während der Ausführung ihrer eigenwilligen Erziehungsmethoden stets einen trockenen Spruch auf den Lippen. So gilt hier: Wer die Folterkomödie JULIA X mochte, wird SCORNED lieben.
 
 
 


 
 
 

SCORNED – Zensur

 
 
 
Einige Foltersachen in SCORNED haben es in sich. Da werden Zähne gezogen, mit Strom gefoltert und Füße mit einem Hammer gebrochen. Ganz so rabiat geht es aber nicht zur Sache, so dass SCORNED in Deutschland die KJ-Einstufung in ungeschnittener Form erhalten wird.
 
 
 


 
 
 

SCORNED – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Eine Frau sieht rot (1976)
 
Die Frau mit der 45er Magnum (1981)