Filmreview: „World War Z“ (2013)

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WORLD WAR Z

Story

 
 
 
Gerry (Brad Pitt) und Karen Lane (Mireille Enos) fahren mit Ihren beiden Töchtern in die Innenstadt Philadelphias, als sie plötzlich ins Verkehrschaos geraten. Die Frage nach der Ursache stellt sich nicht lange: Aggressive und blutrünstige Virusinfizierte, die sich mit jedem Biss rasend schnell vermehren, attackieren die Stadt. Mit allen Mitteln versucht der ehemalige UN-Spezialagent Gerry seine Familie aus dem unvorstellbaren Chaos in Sicherheit zu bringen. Dies gestaltet sich denkbar schwer, da die Zombies schneller und stärker als nicht-mutierte Menschen sind. Schließlich wird die Familie zusammen mit anderen Überlebenden auf einen Flugzeugträger mitten im Ozean gebracht, wo sie sich in Sicherheit wähnt. Gerry muss, um den Schutz seiner Familie zu gewährleisten, im Auftrag der UN ein Mittel finden, um das Virus zu stoppen. Es bleiben ihm nur noch 90 Tage, bevor es dafür endgültig zu spät ist. Ein aufregender Wettlauf gegen die Zeit beginnt …
 
 
 


 
 
 

WORLD WAR Z – Kritik

 
 
 
Das Zombiegenre ist so beliebt wie seit den 70ern nicht mehr. Langsam schlurfend, frei von Intelligenz oder Emotion, sind die lebenden Toten unentwegt auf der Suche nach menschlichem Frischfleisch und breiten sich dabei rapide aus. Die letzten Überlebenden kämpfen auf der Suche nach einem sicheren Ort vor der geifernden Bedrohung. So kennt und liebt der Zombiefan seine wandelnden Toten und wurde vor allem in den letzten Jahren mit einer wahren Schar blutrünstiger Werke versorgt. So erzielte beispielsweise die amerikanische Fernsehserie THE WALKING DEAD die Topquoten im Pay-TV. Zwar erfindet auch WORLD WAR Z die Sparte nicht neu, doch man darf sich auf viele Innovationen freuen, die den Hollywoodstreifen zumindest aus der Masse hervorstechen lassen. WORLD WAR Z ist trotz der negativen Kritik im Vorfeld ein überraschend cleverer, fesselnder und phantasievoller Beitrag zum Zombie-Genre.
 
Zunächst zeichnet die Geschwindigkeit in der alles abläuft, den Film besonders aus. Ganz anders als in den meisten älteren Zombiestreifen schlurfen, die Infizierten hier nicht schleppend durch die Gegend – darauf wartend, dass panische Dummköpfe unüberlegt in ihre Arme rennen, sondern stürmen in enormem Tempo durch die Städte. Unaufhaltsam, ohne Ablenkung jagen sie jeden Nichtinfizierten. Das Filmtempo scheint sich den Zombies anpassen zu wollen: Auf eine lange Einführphase oder große ruhige Abschnitte wird weitestgehend verzichtet. Auch der sicherste oder isolierteste Ort bietet keinen unüberwindlichen Schutz. Normalerweise würde man ein Dutzend oberflächlicher Charaktere erwarten, deren klischeehafte und vor allem kurze Filmleben keine tiefere Beziehung zum Zuschauer erlauben und deren Ableben somit kaum Mitgefühl auslöst. Glücklicherweise hat man diesen Qualitätseinbruch verhindert. Denn während der kompletten 113 Filmminuten folgt man konsequent nur einem einzigen Protagonisten. Und das funktioniert. Obwohl schon wenige Minuten nach der Öffnung des Kinovorhangs die Katastrophe beginnt und kein langer Einblick in das Alltagsleben der Familie Lane gewährt wird, baut sich trotzdem eine spannungsgeladene Verbindung zu der Hauptfigur Gerry auf. Und das ist in diesem Genre inzwischen nicht mehr selbstverständlich. Handelt es sich doch meist um einfältige Pinsel die, ohne zu überlegen, panikgetrieben in ihren sicheren Tod rennen, während die Zuschauer nur mit dem Kopf schütteln. Bei WORLD WAR Z wurde den Charakteren glücklicherweise Intelligenz geschenkt und ihre Handlungen meist logisch, überlegt und nachvollziehbar gezeichnet. Danke hierfür. Allerdings liegt der Fokus eben nur auf Gerry Lane. Über die Geschichte, Motive und Nebenfiguren erfährt man kaum etwas. Der Titel verspricht, dass es global wird und er verspricht nicht zu viel. So wird das Publikum an unterschiedliche Schauplätze der ganzen Welt geführt. Die Personen, denen man dort begegnet, wurden glücklicherweise mit Schauspielern aus den jeweiligen Ländern besetzt um so eine hohe Authentizität zu erreichen und um schlecht nachgeahmte Akzente zu vermeiden – zumindest in der Originalfassung. Zur Glaubhaftigkeit hat vor allem auch beigetragen, dass die Macher viel Mühe darin investiert haben, die Zombiemythologie wissenschaftlich zu begründen. Dafür wurden Experten unter anderem für Infektionskrankheiten, Entomologie oder Parasitismus zu Rate gezogen. So wird der Zombiefan nicht nur mit Theorien und Erklärungen über Ursprung und Wirkung des Virus beschenkt – was durchaus eine Seltenheit im Genre ist. Darüber hinaus klingen sie auch noch plausibel und einleuchtend. Der Horrorfaktor ist bei WORLD WAR Z eher ein Actionfaktor. So finden neckisch herumwedelnde Eingeweide, endlose Wellen aus Blut und kreatives Zombiezermansche wesentlich weniger Screentime als in vergleichbaren Filmen. Allerdings hat man für kreative Tötungsideen oder große Präsentationen von halb verwesten Menschenfressern auch kaum Zeit. Rennen, losschießen, rennen, verstecken, rumballern, noch mehr rennen, schleichen und doch wieder rennen. Die Handlung ist packend, dramatisch, der Puls erreicht durchweg Höchstwerte und ja, es wird auch wirklich viel gerannt. Dennoch gibt es auch Schleichpassagen in denen jede falsche Bewegung die Aufmerksamkeit der wilden Horde auf sich lenken könnte und damit den sicheren Tod bedeutet. Somit ist für Jeden etwas dabei um die Blutpumpe ordentlich zu beanspruchen.
 
Es wird auf intensive Brutalität und krasse Ekelmomente verzichtet, wohl auch zugunsten der Jugendfreigabe ab 16, was dank der Dynamik nicht wirklich auffällt und somit kaum zu Lasten fällt. Marc Fosters buchabweichende Filmumsetzung von WORLD WAR Z ist eine gelungene Erfrischung im Filmgenre der lebenden Toten. Mit seinem fesselnden Verlauf, intelligenten Protagonisten und übermenschlichen Infizierten sorgt die fast zweistündige Hetzjagd um die Welt für gelungene Unterhaltung. Auch geeignet für Zombiefans mit schwachen Magen. Leute mit schwachen Herzen sollten den Kinosaal allerdings meiden.
 
 
 


 
 
 

WORLD WAR Z – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Ein spannendes und atemberaubendes Erlebnis, an dem Action- und auch erfahrene Zombieanhänger trotz weniger Ekelmomente (oder gerade deswegen) ihre wahre Freude haben werden.
 
 
 


 
 
 

WORLD WAR Z – Zensur

 
 
 
Der Film erscheint in Deutschland vollkommen ungeschnitten und ist sogar für Jugendliche geignet. WORLD WAR Z ist frei ab 16 Jahren!
 
 
 


 
 
 

WORLD WAR Z – Trailer

 
 


 
 

Sören C.

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Purge – Die Säuberung (2013)

28 Days Later (2012)

28 Weeks Later (2007)

Resident Evil (2002)

I Am Legend (2007)

Filmreview: „Dead Shadows“ (2012)

Dead-Shadows
 
 
 

Dead Shadows

Story

 
 
 
Wenn in Filmen Kometen der Erde etwas zu nah geraten, bedeutet das oftmals nichts Gutes für die Beteiligten des Szenarios. So muss auch der kleine Chris die Erfahrung machen, dass einer dieser Himmelskörper für den Tod seiner Eltern verantwortlich sein muss. Denn während ein Halleyscher Komet an der Erde vorbeizieht, scheint dieses Himmelsspektakel für einige Menschen den unweigerlichen Tod zur Folge zu haben. 11 Jahre später. Chris ist zu einem adretten Teenager herangewachsen und wird regelmäßig von Angstzuständen geplagt. Da kreuzt erneut ein Komet die Umlaufbahn der Erde. Grund genug für die Menschen der Pariser Innenstadt sich mit allerhand Weltuntergangs-Theorien zu verwirren. Hierbei sprießen skurrile Kometen-Partys wie Pilze aus dem Boden, auf welcher sich alsbald auch Chris wiederfindet. Anfänglich noch guter Laune, beginnen sich einige der anwesenden Gäste auf merklich groteske Art in etwas Nichtmenschliches zu verwandeln. Ehe sich Chris versieht, ist die gesamte Straße mit etwas wahrlich Bösen infiziert, dass sich unweigerlich seinen Weg durch die engen Gassen der verträumten Metropole bahnt …
 
 
 


 
 
 

Dead Shadows – Kritik

 
 
 
Wenn in weltweiten Foren Gerüchte die Runde machen, dass die Franzosen an einem neuen Genre-Werk tüfteln, dürfte flink ein euphorischer Jubelschrei die Runde machen und sich Horrorfilmfans einmal mehr gierig danach die Hände reiben, in der Hoffnung bald wieder mit deftig schonungsloser Gewalt unterhalten zu werden. Nach Filmen, wie „High Tension„, „Inside“ und Konsorten haben unsere europäischen Nachbarn bewiesen, dass heftiges Terrorkino schon längst nicht mehr zwangsläufig aus Übersee kommen muss. Auch Frankreich scheint unlängst den Nerv der Zeit erkannt zu haben und versucht sich in einer bemerkenswerten Regelmäßigkeit mit durchweg ansprechenden Genre-Filmchen international zu behaupten. Hierbei haben drei französische Regie-Newcomer die Regeln des Horrors im 21. Jahrhundert maßgeblich vordiktiert, wobei sich von deren Schaffen vor allem amerikanische Filmemacher maßgeblich haben inspirieren lassen. Die Franzosen „Alexandre Aja“, „Xavier Gens“ und „Pascal Laugier“ haben durch ihr knüppelhartes Extremkino die Messlatte in Sachen Horror enorm nach oben getrieben, sodass gerade die Nachfolger der neuen französischen Filmgarde so ihre Probleme besitzen, der in Fankreisen bedingungslos geschürten Erwartungshaltung überhaupt gerecht werden zu können. Somit machte sich in den vergangenen Jahren ein merklich qualitativer Verschleiß des eigentlich so hochgelobten, französischen Genre-Kino bemerkbar, sodass Filme wie „Die Horde„, „Mutants“ und „Caged“ kaum bis gar nicht Beachtung beim internationalen Horrorpublikum fanden und rasch in der Bedeutungslosigkeit verschwanden.
 
Auch der kommende „Dead Shadows“ hat ein wahrlich schweres Los gezogen, soll er nun ebenso das bedeutsame Erbe seiner wegweisenden Vorgänger antreten und einmal mehr beweisen, dass französisches Genrekino noch lange nicht ausgedient hat. Regie-Neuling „David Cholewa“ hat sich hierbei jedoch keinen wirklichen Gefallen getan, denn selbst von den teilweise unzulänglichen Qualitäten jüngst erschienener, französischer Genre-Produktionen ist sein notdürftig zusammengeschusterter Science-Fiction Nonsens meilenweit entfernt. So wirklich stimmen will hier rein gar nichts mehr. Nach einem optisch ansprechenden Einstieg, bei dem der Zuschauer dem Flug eines Kometen durch das All beiwohnen darf, geht es mit „Dead Shadows“ bereits merklich bergab. Das mag vordergründig daran liegen, dass der Film nur selten homogen wirkt und die Geschichte letztendlich kaum einen Sinn ergibt. Nachdem Protagonist Chris (Fabian Wolfrom) eine zweckmäßige Charakterisierung erfahren durfte, wird dieser auch gleich in eine vollkommen an den Haaren herbeigeführten Handlung verfrachtet. Hierbei lernt er die taffe Claire kennen, die einzig dafür in die belanglose Geschichte geschrieben wurde, um Chris auf eine feuchtfröhliche Privatparty zu „locken“, welche letztendlich den Auftakt für ein unausgegorenes Splatterfest bildet. Warum Regisseur und Drehbuchautor „David Cholewa“ fast die Hälfte der knappen Filmlaufzeit von gerade einmal 77 Minuten dafür investiert, eine vollkommen sinnentleerte Anbandelei zwischen den beiden Protagonisten zu konstruieren, die eigentlich vollkommen substanzlos bleibt und keinen relevanten Sinn für den Fortgang der Geschichte besitzt, verstehe wer will. Claire segnet ab Filmmitte vollkommen uninspiriert das Zeitliche, wobei Cholowa ersichtlich darum bemüht war, ihr einen halbwegs spektakulären Filmtod zu spendieren. Ihr Ableben läutet eine ziemlich groteske „Melt“-Orgie ein, die zwar durchaus ihre Momente besitzt, aber den Film dadurch auch nicht besser macht.
 
Da zerfließen Gesichter und aus scheinbar friedliebenden Menschen, werden reißende Bestien, aus deren Gliedmaßen furchterregende Tentakel platzen. Das dürfte vor allem Freunde einer gewissen Videospielreihe erfreuen, in welcher ein mutierter T-Virus dafür verantwortlich gemacht wird, dass sich die Anhänger einer mysteriösen Sekte in todbringende Tentakel-Monster verwandeln. Scheinbar hat „David Cholewa“ die Szenarie des Videospiels „Resident Evil 4“ derart ausführlich studiert, sodass sein „Dead Shadows“ gegen Ende sich unweigerlich zu sehr in die riesige Welt eines „Resident Evils“ verirrt und dabei vollkommen vergisst, eine eigenständige Geschichte zu erzählen. Überhaupt findet „Dead Shadows“ keinen wirklichen roten Faden. Die Geschichte bedient sich allerhand erfolgversprechenden Genre-Zutaten, wirkt aber dabei stets unbeholfen und vollkommen unstrukturiert. Da verschmelzen Elemente aus bekannten Weltuntergangs-Zombie-Szenarien mit klassischem Carpenters „The Thing„-Zitaten und ekelerregender „Street Trash„-Bodymelt verbindet sich mit bluttriefender Splatterkost.
 
Leider wirkt der ambitionierte Zutaten-Cocktail teilweise zu überladen, sodass man als Zuschauer das Gefühl nicht loswerden möchte, vollkommen die Orientierung verloren zu haben. Immerhin wissen die wenigen Spezialeffekte zu überzeugen. Zeugten diese im Trailer noch von mangelnder Fingerfertigkeit, so hat man sich scheinbar die Kritik der Filmfans zu Herzen genommen und an der Umsetzung gearbeitet. Die CGI-Shots wirken überzeugend, vermitteln aber dennoch den Eindruck, als wäre das gesamte Produktionsbudget allein nur in die grafisch ansprechenden Effekt-Szenen geflossen. Vermutlich auch ein Grund dafür, warum das Drehbuch selten über das Niveau bekannter RTL Daily-Soaps hinausreicht. Die Kosten für einen anständigen Skript- und Drehbuchschreiber wären vermutlich explodiert, wobei selbst der talentierteste Drehbuchautor kläglich daran gescheitert wäre, all die merklich unlogischen Zulänglichkeiten aus der dreist zusammengeklauten Geschichte zu korrigieren.
 
Dead Shadows“ wirkt von Anfang bis Ende unfertig. Die Geschichte ist vollkommen unklar, Erklärungsversuche über den Sinn des gesamten Trubels sucht man hier vergebens. Hinzukommt, dass die wenigen Protagonisten vorwiegend improvisieren, anstatt zu interagieren. Das Drehbuch ist eine einzige Katastrophe und äußert sich durch wirre Gedankenfetzen, die den Hauptcharakter „Chris“ von einem Schauplatz zum nächsten hetzen lassen. Zudem scheint ein wahrliches Genie am Tonmischpult gesessen zu haben, das unweigerlich daran Spaß gehabt haben muss, den diversen Schlägen, Hieben und Tritten im Film einen besonderen Comic-ähnlichen Tonschlag einzuverleiben, der dem Film eine unfreiwillige Komik beschert. Hinzukommt, dass die vollkommen amateurhafte deutsche Synchronisation bereits nach nur wenigen Minuten durchaus zu nerven beginnt, aber immerhin treffend den Qualitätsgehalt des Films zu unterstreichen weiß. Trotzdem, auch wenn sich diese Kritik ziemlich negativ liest, so besitzt „Dead Shadows“ ein ziemlich überraschendes Tempo, dass gerade Liebhaber trashiger und sinnentleerter Unterhaltung gefallen dürfte. Dennoch mehr als ein kleiner, anspruchsloser Snack für Zwischendurch ist „Dead Shadows“ leider nicht geworden.
 
 
 


 
 
 

Dead Shadows – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Horrorschnellschuss mit ansprechenden Effekten, aber null Story!
 
 
 


 
 
 

Dead Shadows – Zensur

 
 
 
Die deutsche Heimkino-Fassung ist mit der „Keine Jugendfreigabe„-Kennzeichnung vollkommen ungeschnitten. Der Film selbst ist hierbei jedoch in seiner ungeschnittenen Version bereits für Jugendliche ab 16 Jahren geeignet. Vermutlich ist die 18er-Freigabe auf das Bonusmaterial der Heimkinofassung zurückzuführen.
 
 
 


 
 
 

Dead Shadows – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Dead Shadows Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dead Shadows; Frankreich 2012

Genre: Horror/Thriller

Ton: Deutsch + Französisch DTS-HD 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1080p/24, 2.35:1

Laufzeit: ca. 76 Min.

FSK: keine Jugendfreigabe

Verpackung: Edle, schwarze Amaray mit Wendecover

Extras: Teaser, Trailer, 30-minütiges Interview mit dem Regisseur (dt. UT), kurzer Einblick in die Spezialeffekte, Deleted Scenes

 
 
 
Über die Qualität der Blu-ray gibt es nichts zu meckern. Das Bild ist ordentlich und der Ton ebenso. Nur die Synchronisation wirkt billig und lieblos. Die Schärfe ist für einen Film dieser Kategorie entsprechend knackig und weiß durch eine Detailgenauigkeit zu überzeugen.
Extras machen sich dennoch rar. Es gibt einen kurzen Einblick in die Spezialeffekte, die kurz bebildern, wie man die diversen CGI-Effekte mittels Bluescreen-Verfahren realisieren konnte. Zudem hat sich ein ca. 30-minütiges Interview mit Regisseur David Cholewa auf die Blu-ray verirrt, dass löblicherweise mit deutschen Untertiteln ausgestattet wurde. Einige Trailer und Deleted Scenes runden das Gesamtpaket ab. Zwar nicht viel, aber immerhin durchaus informativ. Neben der DVD und einer Blu-ray kann der Film auch als 3D Blu-ray erworben werden.
 
 

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Dead Shadows – Trailer

 
 
 


 
 

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Ähnliche Filme:
 
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Filmreview: „Silent Hill: Revelation“ (2012)

Silent Hill Revelation 3D Poster (2012)
 
 
 

Silent Hill: Revelation

Story

 
 
 
Ein bemitleidendes Leben führt Heather Mason (Haupt-Protagonistin des 3. Teils der Videospielreihe) da. Nicht nur, dass sie zusammen mit ihrem Vater in permanenter Flucht lebt, immer auf der Hut sein zu müssen, nicht von düsteren Mächten aufgespürt zu werden – an ihrem 18. Geburtstag wird sie zudem auch noch von schrecklichen Albträumen geplagt, für deren Ursache sie keine Erklärungen findet. An ihrem ersten Schultag an einer neuen Schule lernt sie den gleichaltrigen Vincent kennen, der sich ebenso als einzelgängerischen Außenseiter zwischen all den lebenslustigen Kids betrachtet. Anfänglich noch sehr distanziert schließt sie aus der Not heraus Freundschaft mit dem unnahbaren Zeitgenossen. Seine kameradschaftliche Unterstützung wird sie auch dringend benötigen, denn als sie am nächsten Tag schmerzlichst feststellen muss, dass jene bedrohenden Mächte ihren Vater verschleppt haben müssen, führen alle Spuren in das Örtchen ihrer Albträume: „Silent Hill“ …
 
 
 


 
 
 

Silent Hill: Revelation – Kritik

 
 
 
Manchmal kann eine Fortsetzung auch zu einem reichlich bösartigen Fluch werden, zumindest dann, wenn ein Regisseur/Filmstudio auf Heller und Pfennig versuchen möchte, an die ohnehin grandiosen Qualitäten des Originals anzuknüpfen, ohne dabei jedoch eigene Ideen entwickeln zu wollen. Ein derartiger Fall scheint das filmische Sequel eines der gelungensten Videospielumsetzungen ever zu sein. Als vor fünf Jahren die frohe Kundschaft einer kommenden Kinoadaption des „Konami“-Kultspiels „Silent Hill“ durch die weltweiten Filmforen geisterte, stoß der kreative Ideenreichtum des französischen Regisseurs „Christophe Gans´“ gerade unter den Anhängern der Spielreihe auf wenig Gegenliebe. Eben weil die bisherigen Spielfilmumsetzungen anderer bekannter Game-Reihen („Resident Evil“, „Far Cry“, „Super Mario Bros.“) kaum überzeugen konnten und es selten schafften, das jeweilige Game-Feeling auf die Kinoleinwand zu transferieren, sahen Konsolenspiele-Fans bereits vor der kommenden Kinoauswertung rot für den „Silent Hill“-Kinofilm. Als die Umsetzung jedoch 2007 in den weltweiten Lichtspielhäusern anlief, überzeugte „Christophe Gans“ mit seinem Ausflug in das trostlose, kleine Städtchen nicht nur die Fanbase. Auch Kritiker weltweit lobten „Gans´“ für seine äußerst detailverliebte und stimmige Inszenierung des Horrorspiels, die sich teilweise sogar schon zu krampfhaft an der Vorlage klammerte, aber in der zweiten Filmhälfte eigene künstlerische Wege geht. Nach dem überraschenden Erfolg des Filmes beauftragte die Produktionsschmiede „Gans´“ mit einer Fortsetzung des Überraschungs-Hits. Dieser lehnte jedoch, aufgrund von Zeitengpässen, dankend ab und übergab das Regie-Zepter an „Michael J. Bassett“, der bereits einschlägige Erfahrungen im phantastischen Genre vorweisen konnte („Wilderness“, „Deathwatch“) und sich neben der filmischen Umsetzung auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnete.
 
Nun, fünf Jahre später steht mit „Silent Hill: Revelation“ die angekündigte Fortsetzung ins Haus, die sich bereits seit Frühjahr 2011 in der Produktion befand. Oftmals deuten derart langwierige Produktionsprozesse nicht gerade von filmischen Qualität, denn nicht selten kommt es vor, dass nach Drehschluss selbst Produktionsstudios unzureichend überzeugt von ihren Filmen sind, sodass sie diese direkt auf dem Heimkinomarkt veröffentlichen. Im Falle von „Silent Hill: Revelation“ darf diesbezüglich jedoch Entwarnung gegeben werden, denn gänzlich den ersten Kritiken und Meinungen, ist der zweite Ausflug in das düstere Städtlein ganz passabel ausgefallen. Natürlich liegen im direkten Vergleich zum genialen Vorgänger Welten, was hauptsächlich an der etwas zu offensichtlichen Ideenarmut und dem einfach konzipierten Drehbuch liegen mag. Denn eine wirklich weitreichend tiefgründige Geschichte hält die Rückkehr nach „Silent Hill“ nicht parat. Immerhin war Drehbuchautor und Regisseur „Michael J. Bassett“ darum bemüht die Geschehnisse um die Geisterstadt unterhaltsam weiterzuspinnen und einige Ungereimtheiten des Vorgängers plausibel zu klären.
 
Einige Rätsel um den Ort werden gelüftet und bringen vor allem für Nichtkenner des Videospiel mehr Licht in das teilweise wirre und surreale Handlungsgestrüpp um „Silent Hill“. Dennoch, trotz lobenswerten Ambitionen bietet „Silent Hill: Revelation“ auch genügend Grund zur Kritik. Zum einen wäre da die arg lieb- und seelenlose Inszenierung. Denn so wirklich „Silent Hill“-typisches Flair will selten aufkommen. Statt auf das stimmige Setting und die subtile Erzählweise der Videospiele und des Vorgängers zu setzen findet sich der Zuschauer in einer äußerst „Hellraiser“-resken Umgebung wieder. Die Geschehnissen gestalten sich als arg düster und unzulänglich hektisch. Der groteske und schaurige Nebel und die superbe Parallelwelt, die der Game-Reihe seinen unverwechselbaren Charme eingebracht haben, spielen selten eine tiefgreifende Rolle. Stattdessen hetzt die Protagonisten „Heather“ von einem Schauplatz zum nächsten und klappert dabei in Rekordzeit die vom Drehbuchautor vorgesehenen Monsterbegegnungen ab, um zumindest der Fanbase halbwegs gerecht zu werden. So wirklich spektakulär kommen das Monsterdesign und deren Auftritte nicht daher, zumal die grotesken Gestalten teilweise nur in Bruchteilen von Sekunden über die Kinoleinwand huschen. Oftmals mag man als Zuschauer das Gefühl nicht loswerden wollen, als hätte der Film zwingend nach 80 Minuten enden „müssen“, sodass einfach kaum Zeit (und Budget?) vorhanden gewesen wäre, den düsteren Höllenbewohnern mehr Zeit einräumen zu können. Das ist arg bedauerlich, sind doch gerade die theatralischen Auftritte der seltsamen Kreaturen und die unwirkliche Atmosphäre für ein Franchise wie „Silent Hill“ so essentiell. Immerhin lässt sich eine gewisse Kurzweiligkeit nicht von der Hand weisen. Trotz dem teilweise fast schon hektischen Überschlagen der Ereignisse gegen Ende des Films, sind die mageren 80 Minuten Filmlaufzeit schnell erreicht, machen das Sequel aber zu einem arg zwiespältigen Horror-Genuss, dass zwar irgendwie unterhält, aber dennoch keinen wirklich bleibenden Eindruck hinterlässt. Da kommt es dem Film letztendlich auch nicht wirklich zugute, die offensichtliche Ideenlosigkeit und die arg seelenlosen Inszenierung mit einigen netten 3D-Effekten zu vertuschen.
 
Silent Hill: Revelation“ ist weder Fisch noch Fleisch. Der zweite Ausflug in das verschlafene Höllenstädtchen ist kein wirklich mieser Film, besitzt aber zu keiner Minute die künstlerischen Raffinessen seines Vorgängers und die der ersten drei Videospiele der Reihe. Immerhin schafft es Regisseur „Michael J. Bassett“ etwas Licht ins Dunkel der Gegebenheiten rund um den grotesken Ort zu bringen. Leider fehlt es der Fortsetzung an eigenen und vor allem frischen Ideen, sodass sich das Sequel hauptsächlich als ein uninspirierter Aufguss des Geschehnisse des ersten Teils äußert, dem hauptsächlich die grotesk-süßliche Schaueratmosphäre fehlt, die das Original und die gesamte Spiele-Reihe so unfehlbar einzigartig gemacht haben. Die superben Monster sind zwar da, spielen aber kaum eine wesentliche Rolle. Sie huschen teilweise nur in Bruchteilen von Sekunden über die Kinoleinwand, enttäuschen aber mit ihren unspektakulären Auftritten. Unterm Strich bleibt ein kurzweiliges Gruselvergnügen mit Ecken und Kanten, das aber den Videospielen (Teil 1-3) gehörig hinterherhinkt und selten zusammenzucken lässt. Im übrigen wirken die wenigen Splatter-Effekte vollkommen unangebracht, lebt „Silent Hill“ seit jeher von seiner subtilen Grundstimmung und der Angst vor dem Ungewissen im dichten Nebel, welcher den unheimlichen Ort umgibt.
 
 
 


 
 
 

Silent Hill: Revelation – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Ein Sequel, das der schaurigen Vorlage uninspiriert hinterherhinkt und zu keiner Zeit die Qualitäten des Vorgängers erreicht. Schade!
 
Weitere Informationen rund um den Film, lassen sich zudem auf der filmbezogenen Facebookseite beschmöckern: Silent Hill 2 Facebookseite
 
 
 


 
 
 

Silent Hill: Revelation – Zensur

 
 
 
„Silent Hill: Revelation“ ist nicht sonderlich brutal – Die Heimkinofassung ist FSK16-geprüft!
 
 
 


 
 
 

Silent Hill: Revelation – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Silent-Hill-Revelation-Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Silent Hill: Revelation; USA 2012

Genre: Horror/Thriller

Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,35:1 (16:9), 1080p

Laufzeit: 94 Min.

FSK: FSK 16

Verpackung: Amaray mit Wendecover, Erstauflage mit Pappschuber

Extras: diverse Werbetrailer, Trailer zum Film in Deutsch und Englisch, Audiokommentar des Regisseurs, Making of (51 min), Entfallene Szenen (11 min) inklusive zuschaltbarer Audiokommentare, Making of des Abspanns (6 min), Die Anatomie von 3 Szenen anhand des Storyboards (6 min), eine kurze Filmeinleitung des Regisseurs (1 min), Bei den Universal Hollywood Horror Nights (5 min)

 
 
 
Für einen arg in der Horrorfilmszene verissenen Film wie „Silent Hill 2“ kommt die nun vorliegende Blu-ray aus dem Hause „Concorde“ überraschend hochwertig und umfangreich daher. Dabei hat sich „Concorde“ nicht lumpen lassen und der Blu-ray-Veröffentlichung zudem einen hübschen Pappschuber spendiert, der vor allem Sammlern positiv ins Auge stechen dürfte. Neben eine hervoragenden optischen Präsentation gibt es zudem ein Wechselcover, das vor allem FSK-Flatschen-Gegner durchaus zufriedenstellen dürfte. Nach dem Einlegen der Scheibe erwartet dem Filmfreund einige obligatorische Werbetrailer kommender Highlights des Publishers. Ein, aus den besten Szenen des Films zusammengeschnittenes Menü, bietet die Wahl zwischen Hauptfilm und einem umfangreichen Extra-Sektor, der allerhand Einblicke in die Produktion bietet. Lobenswerterweise ist das gesamte Bonusmaterial (bis auf den Audiokommentar des Regisseurs) Deutsch untertitelt, sodass vor allem all jene Fans der Videospielreihe und der Filmserie auf ihre Kosten kommen werden, die dem perfekten Englisch nicht mächtig und auf eine deutsche Untertitelspur angewiesen sind. Über die Ton- und Bildqualität brauchen wir an dieser Stelle kaum ein kritisches Wörtchen verlieren – die technische Ausstattung ist unglaublich hochwertig!
„Silent Hill 2“ wird neben der normalen Blu-ray, auch als DVD und 3D Blu-ray angeboten. Alle Veröffentlichungen sollen über einen attraktiven Schuber verfügen.
 
 

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Silent Hill: Revelation – Trailer

 
 
 


 
 

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Ähnliche Filme:
 
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Die Frau in Schwarz (2012)

Don´t be afraid of the Dark (2010)

Hidden 3D (2010)

Auf in die 5. Runde: „Resident Evil – Retribution“

Keine wirklich große Überraschung:

Nach gewinnträchtigen Einnahmen des Vorgängers „Afterlife“ in Höhe von 300 Mio Dollar, war es nur eine Frage der Zeit bis ein weiterer Ableger der Reihe in die Produktion gehen würde.

Im Oktober 2011 wird es dann auch soweit sein.

Milla Jovovich wird erneut in die Rolle der Alice schlüpfen und in „ResidentEvil 5 – Retribution“ auf Zombiejagd gehen.

Inwieweit Regisseur Paul W.S. Anderson erneut auf dem Regiestuhl Platz nehmen wird, ist bisher unbekannt.

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