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Filmkritik: „Summer of 84“ (2018)

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SUMMER OF 84

Story

 
 
 

STRANGER THINGS trifft auf STAND BY ME und FRIGHT NIGHT: In einer amerikanischen Vorstadt der 1984er gehen vier Kids ungelösten Mordfällen auf den Grund, ohne zu ahnen, dass sie sich damit in Teufels Küche bringen.

 
 
 


 
 
 

SUMMER OF 84 – Kritik

 
 
 
Die 1980er sind wieder im Trend – nicht nur in der Mode- und Musikindustrie. Auch im Kino erlebt das schrille Jahrzehnt ein kleines Revival und lässt längst vergangene Zeiten noch einmal aufleben. Da kommen zu Recht Kindheitserinnerungen auf, weil viele alteingesessene Zuschauer zu jener Zeit selbst noch Kind waren, als Filmemacher wie Spielberg, Carpenter und Dante ein ganzes Kinojahrzehnt geprägt haben. Dennoch: So gut der Nostalgie-Ritt auch ist, so nervig wird er aber auch langsam. Mittlerweile finden die Eighties-Vibes nämlich kein Ende mehr. Immer mehr Filme und TV-Serien springen auf den 80er-Hype auf und drehen aktuelle Filme so, als wären sie in jener Zeit entstanden, vor der man sich verbeugen möchte. Die Folge: Retro-Übersättigung. Auch wir von FILMCHECKER haben in den letzten Jahren ziemlich viele dieser Filme besprochen, die versucht haben das Kino der 1980er zu huldigen. Darunter gab es manch Überraschung – vieles ging aber auch in die Hose. Irgendwo dazwischen: der folgende Horrorfilm. SUMMER OF 84 nennt sich ein weiterer Streifen dieser Art, der erfahrenen Horrorfilmkennern Nostalgie-Gefühle vermitteln möchte. Leider blickt der Film dann doch etwas zu zwanghaft durch die Nostalgie-Brille, statt sich mit seiner Geschichte zu beschäftigen. Unmengen Klischees, zu viel Hommage, wenig neue Ideen und mangelnder Drive. Manchmal ist es eben besser nach vorn zu schauen, als in der Vergangenheit zu schwelgen.
 
 
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Der Sommer des Jahres 1984 soll für vier Pubertierende zum Horror werden. Die haben nicht nur mit den Hormonen zu kämpfen, sondern kommen auch einem Serienmörder auf die Schliche, der offenbar Gefallen daran findet, Jungen zu entführen und anschließend zu ermorden. Als ob es der Zufall will, leben die vier Hobbydetektive genau im Revier des Killers. Hier, in der gutbürgerlichen Vorstadt verschwinden nämlich seit Monaten Jungen spurlos und die Gesetzeshüter tappen im Dunkeln. Doch Nachwuchs-Verschwörungstheoretiker Davey (GRAHAM VERCHERE) hat eine Spur. Der vermutet nämlich, dass sein Nachbar Wayne Mackey (RICH SOMMER) der gesuchte Mörder ist. Leider ist der Herr Polizist und das Gesetz auf seiner Seite. Umso schwieriger wird die Überzeugungsarbeit, denn niemand will dem Jungen Glauben schenken. Gott sei Dank halten Freunde zu ihm. Gemeinsam beschattet man den vermeintlichen Killer, bis Zweifel auftreten, ob der Verdächtige auch wirklich verdächtig ist. Weil SUMMER OF 84 immer noch im Horror-Genre beheimatet ist, darf man davon ausgehen, dass hier alles anders kommen wird. Die unerwartete Auflösung trifft nämlich knüppelhart in die Magengegend.
 
 
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Die Leute hinter dem Überraschungshit TURBO KID sind wieder da. Drei Jahre nach dem auf Festivals gefeierten Action-Adventure-Comedy-Superhelden-Film melden sich die Macher zurück. Zu aller Verwunderung haben die aber keine Fortsetzung im Gepäck, sondern kommen mit einem anderen Horror-Abenteuer in die Heimkinos. Nun ja, so vollkommen anders ist es aber dann doch nicht. Die Regisseure bleiben nämlich ihrer Leidenschaft fürs Kino der 1980er treu und verwursteln im neuen Film mit dem Titel SUMMER OF 84 alle Klischees, die man eben von Filmen her kennt, welche in den 80er Jahre entstanden sind. Ob BMX-Räder, Spielautomaten, Walkie-Talkies oder Star Wars – die Detailverliebtheit der Requisiten ist beachtlich. Das ultimative Retro-Gefühl tritt demzufolge schnell ein, zumal das Treiben auch noch von einem authentischen Synth-Soundtrack begleitet wird, der wohlige 80er-Atmosphäre entstehen lässt. Leider ist das Verbeugen vor längst vergangenen Zeiten aber auch Fluch und Segen zugleich. Im flinken Nostalgie-Rausch hat man nämlich ganz außer Acht gelassen, dass man heute Filme anders erzählt, als es noch vor über 30 Jahren der Fall war. Demzufolge ist die Geschichte von SUMMER OF 84 eine zähe Angelegenheit. Das Filmemacher-Kollektiv RKSS – bestehend aus François Simard, Anouk Whissell und Yoann-Karl Whissell – konzentriert sich zu lang auf die Charakterisierung der vier stereotypen Kinderhelden, die vor allem durch eines negativ im Gedächtnis bleiben: ihrem pubertärer „Jungs-Humor“. Der wiederholt sich oft und besteht in erster Linie aus „Deine Mutter“-Witze. Zuschauer älteren Semesters rollen da verständlicherweise mit den Augen. Irgendwann muss auch mal gut sein.
 
 
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Aber nicht nur die Figuren aus dem Stickeralbum für 80er-Jahre-Filme haben mit Schwächen zu kämpfen. Auch beim Erzählen seiner einfach gestrickten Handlung bekleckert sich SUMMER OF 84 nicht unbedingt mit Ruhm. Bis die ereignislose Spurensuche nämlich in die Gänge gerät, vergeht ein Großteil der Laufzeit. So hat man Horrorgeschichten in den 1980ern erzählt. Heutzutage bedarf es mehr Action und Abwechslung, damit der Zuschauer dauerhaft bei Laune gehalten werden kann. Rasante Action, hektische Schnitte und flinke Ideen vermisst man in SUMMER OF 84 hingegen schmerzlich, was zur Folge hat, das die Geschichte nur schleppend an Fahrt gewinnt und irgendwie uninteressant bleibt. Generation Netflix dürfte da schnell die Geduld verlieren und abschalten, zumal sich SUMMER OF 84 schwer damit tut, so etwas wie Spannung aufzubauen. Da werden Verschwörungstheorien wie in FRIGHT NIGHT gesponnen und etwas Coming-of-Age inklusive Teenie-Romanze darf natürlich auch nicht fehlen – STAND BY ME lässt grüßen. Zitate über Zitate – doch wo bleibt die Gewalt und der vom hiesigen Verleih beworbene Horror-Einschlag? Darauf muss man lange warten. Immerhin gelingt es mit einer falschen Fährte für Verwirrung zu stiften, bevor der Film nach 70 Minuten Eighties-Overkill endlich seinen Ton ändert und abrupt auf Horror-Pfaden wandelt. Da wird es kurzzeitig spannend, obgleich wenige Minuten später auch schon der Abspann über den Bildschirm flimmert. Zwei kurze Gore-Effektszenen schließen die cineastische Reise in die Vergangenheit ab. Ob die unbedingt hätten sein müssen, bleibt fraglich. Aufgrund des zuvor eher GOONIES-gleichen Einschlags, wirkt der plötzliche Richtungswechsel erzwungen und deplatziert. Unterm Strich bleibt die Erkenntnis, dass man aus SUMMER OF 84 hätte mehr machen können. Zwar sieht man dem Streifen zu keiner Weise an, dass er mit überschaubaren Mitteln gedreht wurde. Dennoch hätten dem Film ein temporeicheres Drehbuch mit Neuerungen, cleverer Meta-Wortwitz und vor allem Spannung weit besser gestanden, als eine weitere visuell aufgeblasene Hommage an die schrillen 1980er. Davon gab es in den letzten Jahren schon viel zu viele – zumal SUMMER OF 84 ausschließlich damit glänzen kann. Ein schick verpackter Horrorfilm ist noch lange kein Granat für großartiges Gruselkino.
 
 
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SUMMER OF 84 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Genialer Soundtrack aus der Feder von LE MATOS, eine liebevolle Ausstattung, die jeden Nostalgiker in Verzücken versetzen wird – beim vorhersehbaren Inhalt jedoch scheiden sich die Geister. Dieser von François Simard, Anouk Whissell und Yoann-Karl Whissell inszenierte Film ist definitiv nur für jene gemacht, die ein Faible für die 1980er haben. SUMMER OF 84 wurde auf Festivals gelobt und mit viel Applaus ausgezeichnet. Sicher wird der Streifen seine Fans finden, aber auch jene, die den Hype um diesen Mystery-Horror-Thriller-Mix nicht verstehen können. Dem schließen wir uns an, denn klammert man den Retro-Bonus aus, bleibt nicht unbedingt viel, was Erwähnung finden könnte. SUMMER OF 84 lebt von seiner Atmosphäre, die sich ganz auf die 1980er verschrieben hat. Schnell fühlt man sich so, als wäre man mitten drin in diesem Jahrzehnt. Das wirkt mancherorts kitschig, künstlich und vollkommen übertrieben. Dennoch muss man den Machern zugestehen, dass die viel Liebe zum Detail betrieben haben, damit alles so aussieht, als wäre der Film zu jener Zeit entstanden in der der Streifen spielt. Fernseheulen werden da zu Recht argwöhnisch, erinnert doch SUMMER OF 84 mit seinen Jungdarstellern und dem Retro-Setting an die Netflix’sche Erfolgsserie STRANGER THINGS. Schimpftiraden sind hier aber fehl am Platz, beteuern die Regisseure dieses Gruselkrimis vehement in Interviews, dass sie die Idee zum Retro-Horrortrip bereits vor der ersten Staffel genannter Mystery-Reihe zu Papier gebracht haben. Ob das stimmt, wissen wohl nur François Simard, Anouk Whissell und Yoann-Karl Whissell. Die hatten weitestgehend Erfolg mit ihrem zweiten Spielfilm und dürften sich darin bestätigt fühlen, dass die Nachfrage an Horrorfilmen im Gewand der 1980er immer noch enorm ist. TURBO KID 2 und SUMMER OF 84 – TEIL 2 ick hör dir trapsen.
 
 


 
 
 

SUMMER OF 84 – Zensur

 
 
 
SUMMER OF 84 hat in Deutschland in der ungeschnittenen Fassung eine FSK16 erhalten. Diese ist auch gerechtfertigt, denn bis auf kurze Gewaltszenen am Ende (u.a. einen Kehlenschnitt) gibt es hier kaum Schauwerte zu bewundern.
 
 
 


 
 
 

SUMMER OF 84 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Pandastorm Pictures (KeepCase-Version)

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(c) Pandastorm Pictures (Sammlerauflage im VHS-Design – limitiert auf 1984 Exemplare)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Summer of 84; Kanada | USA 2018

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.20:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 105 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover | Collectors Edition in Sonderverpackung

Extras: Audiokommentar von RKSS (Englisch ohne Untertitel), Einführung/Grußwort von RKSS (0:28), Originaltrailer (1:17), Original Kinotrailer (1:51), Trailershow, Outtakes (4:23), Faketrailer: Demonitron: The 6th Dimension (4:29) | zusätzlich in der Sammler-Box: Booklet, Soundtrack, Poster, Anstecker, Aushangfotos, Film auf DVD

Veröffentlichung: Collectors Edition: 05.10.2018 | KeepCase Blu-ray: 26.10.2018

 
 
 

Summer of 84 [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

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SUMMER OF 84 – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Pandastrom Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Super Dark Times (2017)
 
Die rabenschwarze Nacht – Fright Night (1985)
 
Die Goonies (1985)
 
Stephen Kings Es (1990)
 

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Filmkritik: „Dead Shack“ (2017)

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DEAD SHACK

Story

 
 
 

Mein Nachbar das unbekannte Wesen. Im Film DEAD SHACK entpuppt der sich als unberechenbare Killermaschine.

 
 
 


 
 
 

DEAD SHACK – Kritik

 
 
 
Wenn in Horrorfilmen Zombies ihr Unwesen treiben, dürften bei den meisten Horrorfilmfans die Alarmglocken läuten. Die Skepsis ist nicht grundlos. In den letzten Jahren haben nämlich die meisten Zombiefilme das immer wieder gleiche Szenario abgespult, in denen sich Überlebende durch eine postapokalyptische Welt kämpfen müssen, in der es nur so von Untoten wimmelt. Das hat müde gemacht, weshalb die Zuschauer mittlerweile dankend abwinken, wenn ein neuer Zombiestreifen das Licht der Kinowelt erblickt. Der kanadische Regisseur PETER RICQ will das ändern und spricht damit Fans aus der Seele. Ihm sind die dystopischen Zombieszenarien gehörig auf dem Magen geschlagen, weshalb er mit seinem ersten Langfilm versucht frischen Wind ins festgefahrene Zombie-Genre zu bringen. DEAD SHACK nennt sich sein mittels Crowdfunding teilfinanzierter Horror-Spaß, der müde Fun-Splatter-Fans muntermachen soll. Hier gibt es jede Menge blutige Raffinessen zu bestaunen, die mit einer Prise Ironie verfeinert wurden. Damit erfüllt sich der eingefleischte Horrorfan einen Traum und huldigt zeitgleich wegweisende Horror-Klassiker, die in dem Filmfan die Leidenschaft zum Genre geweckt haben. So prägten Horrorkomödien wie EVIL DEAD 2, FRIGHT NIGHT und AN AMERICAN WERWOLF IN LONDON nachhaltig, wie Filmemacher PETER RICQ in Interviews zu verstehen gab. Der Verfechter des 80er-Jahre-Horrors wollte einen Film in gleichem Schlage drehen, in dem sich Horror und Witz die Waage geben. Entstanden ist durchaus kurzweiliger Splatter-Nonsens. Handwerklich solide und nicht ungeschickt.
 
 
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Camping, gute Laune und Eltern. Für die Teenager in DEAD SHACK ein Albtraum. Die begeben sich mit den Eltern in die kanadischen Wälder, um dort übers Wochenende in einer Waldhütte zu nächtigen. Doch zum Schlafen und Relaxen kommt man erst gar nicht. Die grünschnäbeligen Heranwachsenden müssen nämlich ihre Nase in Dinge stecken, die sich nichts angehen. Da streunt man übers Grundstück der Wochenendbehausung und macht einen Abstecher zur Nachbarin, die gerade Männerbesuch empfängt. Für die Jugendlichen ein gefundenes Fressen, um zu spannen. Doch natürlich kommt alles anders. Die Dame betäubt ihre triebgesteuerten Gäste und verfüttert sie an entstellte Kreaturen. Für die jungen Helden unserer Geschichte ein Schock. Die stürmen aus ihrem Versteck und verhalten sich auf ihrer Flucht so unachtsam, dass sie das Interesse der Beobachteten wecken. Die will natürlich Zeugen ausradieren und beginnt eine gnadenlose Hetzjagd auf die Schüler. Neugierde muss eben bestraft werden.
 
 
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Die Horror-Version des 80er Kultfilms THE GOONIES. DEAD SHACK ist nicht sonderlich ausführlich. Als Entschädigung für rudimentäres Horror-Einerlei gibt es aber schwarzen Humor und handgemachte Splatter-Leckerbissen, die offenbar die 1980er zurück ins Wohnzimmer bringen sollen. Mal wieder macht man von eingespielten Retro-Sounds Gebrauch, die dafür sorgen sollen, dass man sich in jene Zeit zurückversetzt fühlt, vor der man sich verbeugen möchte. Hin und wieder gelingt das sogar – vor allem dann, wenn das Böse durch die Dunkelheit schleicht und aggressive Synthesizer-Klänge den Puls schneller schlagen lassen. Doch am Spannungsbau ist man nicht sonderlich interessiert. Der wird bald vernachlässigt. Originell, durchdacht oder tiefgründig will DEAD SHACK nämlich gar nicht sein. Der Film entpuppt sich als hirnfreier Party-Snack für Zwischendurch, der erst dann seine volle Wirkung entfalten kann, wenn man ihn zusammen mit Freunden bei möglichst hohem Alkoholpegel genießt. So sind schnell Wege zum eigentlichen Höhepunkt geebnet – und der nennt sich: Mord- und Totschlag. Eine Kannibalensippe kämpft gegen Camper und Camper kämpfen gegen Menschenfresser. Da fließt eine Menge Blut und Fans härterer Gangart kommen auf ihre Kosten. Leider schleicht sich aber partout das Gefühl ein, dass Gebotenes für die Laufzeit von knapp 80 Minuten zu wenig ist. Zwar hat man an überzeichnete Figuren und coole Sprüche gedacht, die die Horrorkomödie in einen blutigen Comic-Strip für Erwachsene verwandeln. Trotzdem erweckt DEAD SHACK den Anschein, als wäre das hier alles eigentlich als Kurzfilm angedacht gewesen, bei dem man sich aber kurzfristig dann doch dazu entschieden hat, was fürs Kino zu machen. So sollte man trotz Bluteinlagen Erwartungen herunterschrauben. Dann kann man nicht enttäuscht werden. Besser als das, was man sonst so im Horrorbereich mittlerweile geboten bekommt, ist der kanadische DEAD SHACK jedoch allemal.
 
 
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DEAD SHACK – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Der perfekte Horrorfilm für einen Abend mit Freunden und einer Kiste Bier. DEAD SHACK ist ein schwarzhumoriger Party-Horror-Slasher bei dem der Fokus auf handgemachtem Blutgemansche liegt. Der unabhängig produzierte Slasher-Kannibalen-Zombie-Mix kommt schnell zum Punkt und will das feiern, was Horrorfilmfans nun mal von modernen Horrorfilmen erwarten. Da werden Köpfe eingeschlagen, an Körpern geknabbert und mit Äxten hantiert. Der kanadische Horrorbeitrag geizt nicht mit Blut und Schauwerten. Dafür aber mit Köpfchen und Handlung. Viel dergleichen bekommt man nämlich nicht zu sehen. Die Protagonisten nerven in ihrer Einfältigkeit schnell und sind leider weit weg von sympathisch. Auch viele der Proleten-Sprüche im Film sind Gift für Feingeister. Dafür hat man aber aus wenig viel gemacht und lässt DEAD SHACK nach mehr aussehen, als er vermutlich gekostet hat. Wer daher simpel gestrickte Horrorfilme mit 80er-Retro-Charme bevorzugt in denen ausschließlich die Blutkeule geschwungen wird und so dem Film seine Daseinsberechtigung gibt, wird sich an DEAD SHACK einen Ast freuen.
 
 
 


 
 
 

DEAD SHACK – Zensur

 
 
 
Es gibt einige grafische Gemeinheiten im Film zu sehen. Munition eines Schrotgewehrs bohrt sich durch Körper und Köpfe, ein Kopf wird mit einem Vorschlaghammer zermatscht, eine Axt wird in eine Schulter geschlagen und Menschenfleisch wird auch noch gefressen. DEAD SHACK ist ein witziger Genre-Mix und dürfte hierzulande mit einem roten FSK-Sticker in den Handel kommen. Wir vermuten: Keine Jugendfreigabe – ungeschnitten. Der Film feiert übrigens im April 2018 seine Deutschlandpremiere auf dem OBSCURA FILMFESTIVAL.
 
 
 


 
 
 

DEAD SHACK – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Raven Banner)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Eat Locals (2016)
 
Scouts vs. Zombies – Handbuch zur Zombie-Apokalypse (2015)
 
Condemned (2015)
 
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