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Filmreview: „Scorned“ (2013)

Scorned-2013-Mark Jones
 
 
 

SCORNED

Story

 
 
 
Die Rache einer Frau kann so grausam sein. Genau jene Erfahrung muss Kevin (Billy Zane) machen, dessen Freundin Sadie (AnnaLynne McCord) erfährt, dass er es ab und an mal mit deren bester Freundin Jennifer (Viva Bianca) treibt. Die Betrogene findet das alles aber gar nicht witzig und plant grausige Rache …
 
 
 


 
 
 

SCORNED – Kritik

 
 
 
Unterschätze nie die Rache einer Frau, denn sie wird mit Sicherheit grausam sein. Im Rape’n Revenge-Genre gehört diese Erkenntnis mittlerweile zum obligatorischen Standard, denn seit Regisseur INGMAR BERGMAN mit seiner JUNGFRAUENQUELLE (1960) die Jagd auf skrupellose Frauenschänder vor bereits mehr als 50 Jahren eingeläutet hat, mussten mittlerweile viele jener Sadisten in dutzenden Streifen dieser Art auf oftmals nicht gerade zimperliche Weise ihr Leben lassen. Ob LAST HOUSE ON THE LEFT (1972), EXTREMITIES (1986) oder dem umstrittenen I SPIT ON YOUR GRAVE 2 (2013); der Rape’n Revenge-Film bietet trotz seiner zweifelhaften Darstellung von Gewalt und der nicht minder kontroversen Ausübung von Selbstjustiz Jahrzehnte nach Entstehung immer noch genügend Zündstoff, damit besorgte Sittenwächtern und eifrige Zensurbehörden auf die Barrikaden klettern können. Dem Horrorfan kann’s egal sein, denn auch wenn es derart Werke in Deutschland nicht gerade einfach haben, gibt’s die meisten dieser Gewaltpornos ohnehin im Ausland ungeschnitten zu kaufen. Die Bezeichnung Rape’n Revenge ist für den vorliegenden Rachefilm mit ANNALYNNE MCCORD etwas unglimpflich gewählt, bekommen wir hier zwar kein Rape dafür aber umso mehr Revenge vor die Linse. Die MCCORD spielt hier mal wieder eine ziemlich abgefahrene Hauptrolle und dürfte dem Zuschauer mit ihrer außergewöhnlichen Performance als abnormale Tagträumerin Pauline im Horrordrama EXCISION (2012) in Erinnerung geblieben sein. Dort hat sie sich eine reichlich verhaltensauffällige Rolle ergattern können, mit der sie auf einschlägigen Festivals viel Lob ernten konnte. Die Schauspielerin scheint eine Leidenschaft für verwirrte Filmhelden zu hegen, denn in ihrem neuen Schaffen gibt sie sich nicht minder sonderbar. Für ihren aktuellen Streifen mit dem Titel SCORNED (übersetzt: verachtet) legt sie kurzerhand die schmuddelige College-Kluft ab und wirft sich in sexy Dessous, um ihrem Kevin (BILLY ZANE) zu gefallen.
 
Mit ihm will sie ein romantisches Wochenende verbringen, damit sie dem Liebsten mit der freudigen Kunde über kommenden Nachwuchs überraschen kann. Doch ganz so erfreut ist Kevin über die Botschaft seiner Freundin Sadie (ANNALYNNE MCCORD) nicht gerade, findet er sich doch wenig später festgekettet auf dem eigenen Bett wieder und muss allerhand boshafter Folterspielchen über sich ergehen lassen. Das Warum ist schnell erklärt, denn Freund Kevin ist ein ganz schön triebgesteuerter Lüstling, der es hinterrücks auch gerne mal mit Sadies bester Freundin (VIVA BIANCA) im gemeinsamen Schlafgemach treibt. Die wird natürlich unwissenderweise auch zur erheiternden Foltersause eingeladen, um wenig später ebenso gefesselt die Wut der Betrogenen zu spüren. Da werden Erinnerungen an Stephen Kings MISERY (1990) wach, jenem Lieblingsfilm den Sadie zuvor dutzende Male gesehen hat. Sie schnappt sich ein Stück Holz, legt es zwischen die Füße des Geliebten und trommelt mit einem Ambosshammer dagegen. Dem Kevin tut’s weh, Freundin Jennifer flennt und Folterexpertin Sadie bereitet die neue Freizeitgestaltung sichtlich Vergnügen.
 
Foltern einmal anders und zwar herrlich schräg und wunderbar zynisch. ANNALYNNE MCCORD weiß mal wieder, wie man eigentlich trivialen Video-Stuff raffiniert abnormal aufzuwerten versteht. Die zeigt in SCORNED einmal mehr, dass sie eine richtig gute Schauspielerin ist und ihr vor allem die etwas kranken Rollen liegen. Sie spielt die verschrobene Sadie mit derart souveräner Glaubwürdigkeit, dass man meinen könnte, die MCCORDS sei auch im wahren Leben nicht ganz richtig im Kopf. Hinter dem erheiternden Rache-Thriller steckt MARK JONES, der im Horror-Genre kein Unbekannter ist. Vor Ewigkeiten hat der nämlich für den legendäre LEPRECHAUN auf dem Regiestuhl gesessen und den nicht minder unterhaltsamen RUMPELSTILTSKIN (1995) in die Videotheken gebracht. Nach kleinen Erfolgen in den 90ern ist es danach erstaunlich ruhig um den Filmemacher geworden, was sich aber im Falle von SCORNED auch nicht ändern dürfte. In SCORNED steckt der Wurm. Zwar ist MCCORDS Darbietung der psychopathischen Sadie ein großer Pluspunkt; das eher mittelmäßige Drehbuch lässt aber kaum Spannung aufkommen. Sadie findet eine ganz eigenwillige Methode der Genugtuung und beginnt Partner und Freundin für deren Vergehen zu bestrafen. Anfangs sind es subtile Demütigungen; später kommen Schraubstock und Strömschläge zum Einsatz. Leider hört sich die grobe Zurschaustellung gemeiner Abartigkeiten deftiger an, als sie es eigentlich sind, denn ein neuer ultra-derber Tortur-Reißer ist SCORNED nämlich nicht.
 
Wir sehen einen ziemlich desinteressierten BILLY ZANE, der vermutlich einzig der Kohle wegen, die Rolle des potenten Kevin angenommen hat, um seine Vita um ein weiteres B-Movie zu ergänzen. Immerhin winselt sich VIVA BIANCA als gerissene Freundin Jennifer durchaus glaubhaft durch den Film und fordert immer mal wieder zum Duell zwischen den beiden Frauen, damit die kleine Geschichte auch etwas Dynamik erhält. Übrigens hat hier SADIE KATZ (was für ein Zufall, dass die Heldin des Films gleichen Namen trägt) mit am Drehbuch gepinselt. Die blonde Schönheit war zuletzt im ziemlich schläfrigen Zickenkrieg HOUSE OF BAD zu sehen und meistert ihre erste Arbeit als Co-Autorin ganz solide. So gibt es am Ende sogar einige haarsträubende Wendungen zu sehen, die dem Rache-Streifen einen fast schon komödiantischen Einschlag verleihen. Für knapp zwei Millionen Dollar kann man nicht meckern. SCORNED ist wahrlich kein Meisterwerk und der furchtbare Amateur-Soundtrack lässt nicht gerade Filmkunst erwarten. Dank ANNALYNNE MCCORD mausert sich der eigentlich austauschbare und vollkommen unbedeutende SCORNED zum schwarzhumorigen Rachespaß, der dem Horrorfan ab und an sogar ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern dürfte.
 
 
 


 
 
 

SCORNED – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Achtung, eine Frau sieht rot! SCORNED ist ein erheiterndes und rabenschwarzes Rachefilmchen mit reichlich gemeinen Wendungen und der vermutlich durchgeknalltesten Psychopathin der Filmgeschichte. Wir haben reichlich geschmunzelt, obwohl SCORNED im eigentlichen Sinne gar keine Horrorkomödie ist und vermutlich auch gar nicht zum Lachen animieren möchte. Schuld an allem ist mal wieder ANNALYNNE MCCORD, die nach ihrer Glanzleistung in EXCISION erneut eine äußerst spezielle Rolle gefunden hat, in der sich so richtig aufblühen kann. Die foltert sich erfrischend zynisch durch den Film und hat während der Ausführung ihrer eigenwilligen Erziehungsmethoden stets einen trockenen Spruch auf den Lippen. So gilt hier: Wer die Folterkomödie JULIA X mochte, wird SCORNED lieben.
 
 
 


 
 
 

SCORNED – Zensur

 
 
 
Einige Foltersachen in SCORNED haben es in sich. Da werden Zähne gezogen, mit Strom gefoltert und Füße mit einem Hammer gebrochen. Ganz so rabiat geht es aber nicht zur Sache, so dass SCORNED in Deutschland die KJ-Einstufung in ungeschnittener Form erhalten wird.
 
 
 


 
 
 

SCORNED – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Eine Frau sieht rot (1976)
 
Die Frau mit der 45er Magnum (1981)
 

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Filmreview: „I Spit on your Grave 2“ (2013)

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I SPIT ON YOUR GRAVE 2

Story

 
 
 
New York City: Das Model Katie (Jemma Dallender) braucht neue Fotos für die Bewerbungsmappe und gerät dabei an ein krankes Trio von Hobbyfotografen, das die smarte Schönheit vergewaltigen, unter Drogen setzen und nach Bulgarien entführen, wo sie gedemütigt, missbraucht und am Schluss lebendig begraben wird …
 
 
 


 
 
 

I SPIT ON YOUR GRAVE 2 – Kritik

 
 
 
Im Jahre 2010 entfachte das Remake eines schmuddeligen 70er Jahre Streifens allerhand kontroverse Diskussionen. Bereits im Vorfeld sorgte die Neuverfilmung des berüchtigten Rape’n Revenge Schockers I SPIT ON YOUR GRAVE (1978) für ausreichend Furore unter Horrorfans und Skeptikern, wobei er nach Erscheinen nicht nur von Presse und Kritikern zerrissen, sondern in Deutschland in seiner ungeschnittenen Form sogar beschlagnahmt wurde. Da sich Opfer Jennifer Hills (gespielt von SARAH BUTLER) trotz Kontroverse erfolgreich in die Herzen der weltweiten Zuschauer winseln und rächen konnte, war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Sequel folgen würde. Es sind Zeiten lukrativem Folterabfalls und man scheint nach wie vor mit frauenverachtendem Content genug Zaster verdienen zu können, um das Vorhandenseins einer I SPIT ON YOUR GRAVE-Fortsetzung rechtfertigen zu können, denn sieht man einmal von der menschenunwürdigen Quälerei der neuen Hauptdarstellerin und deren Rachefeldzug gegen ihre Peiniger ab, hat I SPIT ON YOUR GRAVE 2 nichts zu bieten, was man nicht bereits im Teil zuvor gesehen hätte. Diesmal muss sich Model Katie (JEMMA DALLENDER) die Blöße geben und sich von drei Vollpfosten aufs ungnädigste demütigen und missbrauchen lassen. Da man als unbedeutendes Model stets mit chronischer Geldnot zu kämpfen hat, kommt eine Anzeige für ein kostenloses Fotoshooting gerade recht. In der Hoffnung ihr Portfolio an aussagekräftigen Bewerbungsfotos kostengünstig erweitern zu können, wählt sie die Telefonnummer der Anzeige und wird auch gleich zu einem Fototermin geladen. Dort läuft den drei widerwärtigen Foto-Amateuren bereits das Wasser im Munde zusammen und Katie wird aufgefordert mehr Haut zu zeigen. Für die selbstbewusste Frau Grund genug, das Shooting wieder zu verlassen. Doch einer der Brüder ist von Katie fasziniert und folgt dem nichtsahnenden Model nach Haus in ihre New Yorker Wohnung. Dort wird sie unter Drogen gesetzt, vergewaltigt und in eine Kiste gesperrt. Als sie wieder erwacht befindet sie sich in einem tristen Kellerloch und erlebt ein wahrhaftiges Martyrium. Sie findet heraus, dass sie nach Bulgarien verschleppt wurde, wo sie sogleich von einem zahlenden Kunden vergewaltigt und mit einem Elektroschocker vaginal penetriert wird. Als die Kerle mit ihrem wehrlosen Opfer nichts mehr anzufangen wissen, wird Katie zusammengeschlagen, erneut in die Kiste gesperrt und lebendig begraben.
 
Man muss schon eine unbeschreibliche Leidenschaft für derartige Filme besitzen, um I SPIT ON YOUR GRAVE 2 überhaupt genießen zu können. Nicht, dass eine solche Leidenschaft etwas erstrebenswertes wäre. Ganz nach der Devise „sensationsgeiler, brutaler und menschenverachtender“ wird in dieser Fortsetzung die Sadismus-Schraube ein wenig fester gedreht, damit der Hobby-Sadist auch ja das zu sehen bekommt, was er von Filmen dieser Gattung erwartet: leidende, wimmernde Opfer, die möglichst lange gequält und misshandelt werden. Der Hauptteil dessen wird natürlich Kandidatin Katie zuteil, die nach knappen 15 Minuten schreiend auf dem Boden liegt und zusehen muss, wie ihr sympathischer Nachbar erbarmungslos erdolcht wird. Danach wird die adrette Hauptdarstellerin vergewaltigt, wobei der grausame Missbrauchsakt in seiner ekelerregenden Detailfreudigkeit dem des Vorgängertitels in nichts nachsteht. Als wäre das nicht schon grausam genug, wird die leidtragende Protagonistin wenig später ein weiteres Mal sexuell missbraucht, während ihr minutiös ein Elektroschocker vaginal eingeführt wird. Die Kamera hält erbarmungslos drauf. Warum derartige Szenen voyeuristisch gefeiert werden müssen, entbehrt jeglicher Logik, bis auf die der Gewaltpornographie. Scheinbar hat die Erwartungshaltung der Zuschauer dazu beigetragen, dass Vergewaltigen in gewaltgeilen Folterzeiten wie diesen einfach nicht mehr ausreicht, um ausreichend schockieren zu können. Umso erstaunlicher, dass dem Gewaltporno trotz haarsträubender Wendungen am Ende doch etwas die Puste ausgeht. Der Racheakt wird erstaunlich kurz und unspektakulär abgehandelt. Waren die Tötungsarten in der Neuverfilmung aus dem Jahr 2010 noch reichlich grotesk, wird die Genugtuung der Protagonistin jetzt erstaunlich realistisch bebildert.
 
STEVEN R. MONROE zeichnet für diesen unnötigen Folter-Aufguss verantwortlich. Der hat bereits den Vorgänger inszeniert und sich gleich mal die Freiheit genommen, den Nachfolger zu drehen. Für Fans des Films durchaus erfreulich, denn MONROE hält mit seinem I SPIT ON YOUR GRAVE 2 konstant den technischen Standard des 2010er Remakes. Trotz neuer Szenerie schaut sein Sequel ebenso düster, dreckig und trist aus, was der kranken Atmosphäre des Films durchaus förderlich ist. Dennoch lässt sich nicht von der Hand weisen, dass dem Zuschauer mit I SPIT ON YOUR GRAVE 2 ein zwar handwerklich perfektes, aber nicht minder fragwürdiges weiteres Remake des eigentlich 1978er Originals von MEIR ZARCHI serviert wird. Denn damit der Intellekt des Zuschauers nicht zu sehr beansprucht wird, wurden in diesem vermeintlichen Sequel einzig Handlungsort und Namen der Figuren ausgetauscht – der Rest ist wie gehabt. Unterm Strich bleibt ein vollkommen überflüssiger und vor allem austauschbarer Film, der auch hätte ICH JÄTE DEIN GRAB 10 oder ICH HATTE WAS MIT DEM FRIEDHOFSGÄRTNER 23 heißen können und einzig darin Daseinsberechtigung besitzt, Freunde der fragwürdigen Filmkunst für knapp 100 Minuten in das Hirn eines anscheinend verstörten und frauenhassenden Drehbuchautoren zu entführen.
 
 
 


 
 
 

I SPIT ON YOUR GRAVE 2 – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Mehr Gewalt – weniger Story. Ein Film, der mehr Remake statt Fortsetzung ist und der vermutlich nur existiert, damit Filmsammler prahlen können, welch derbes Filmchen sie doch im Regal stehen haben!
 
 
 


 
 
 

I SPIT ON YOUR GRAVE 2 – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung zu I SPIT ON YOUR GRAVE 2 ist geschnitten. Wer den Film ungekürzt sehen möchte, muss einmal mehr den Umweg über Österreich in Kauf nehmen. Dort wird der Film ungekürzt angepriesen. Der Film wird definitiv zeitnah in seiner ungeschnittenen Variante beschlagnahmt werden!
 
 
 


 
 
 

I SPIT ON YOUR GRAVE 2 – Trailer

 
 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
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