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Beiträge mit Schlagwort “Revenge-Filme

Filmkritik: „Mandy“ (2018)

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MANDY

Story

 
 
 

Brutaler Rache-Shit: NICOLAS CAGE vs. eine Bande Sektenmitglieder, die die Frau des Helden auf dem Gewissen haben.

 
 
 


 
 
 

MANDY – Kritik

 
 
 
Die Karriere des NICOLAS CAGE – ein ständiges Auf und Ab. Seine Performance als lebensmüder Alkoholiker in LEAVING LAS VEGAS brachte ihm 1996 den Oscar als bester Hauptdarsteller. Danach hätte es nicht besser laufen können für den Neffen des Regie-Legende FRANCIS FORD COPPOLA. Profitable Filmrollen brachten ihm den Ruf einer der am besten verdienenden männlichen Schauspieler Hollywoods ein. Doch das Schicksal hatte anderes mit dem erfolgsverwöhnten Amerikaner vor. Der Grund: Cage vergaß die gute Kinderstube und kam mit dem Finanzamt in Konflikt. Weil Kinofilme plötzlich floppten, er einen verschwenderischen Lebensstil hegte und die Einnahmen ausblieben, folgte erst der Ausverkauf und dann der Spott. Doch der Schauspieler ließ sich nicht beirren. Der fand im B-Movie-Markt Zuflucht und hat laut Interviews Zukunftspläne. Während einer Pressetour zum Film PRIMAL gab er in einer Presskonferenz zu verstehen, dass er in absehbarer Zukunft ausschließlich als Produzent und Regisseur tätig sein will. Da Cage Eigentümer der Produktionsfirma SATURN FILMS ist, scheint sein Vorhaben nicht abwegig zu sein. Demzufolge sollten Fans nehmen, was kommt. Schenkt man der Aussage des Schauspielers Glauben, will er zumindest noch drei bis vier weitere Jahre vor der Kamera stehen. Man darf gespannt sein, was kommen wird.
 
 
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Doch auch ohne Hollywood scheint NICOLAS CAGE immer noch gut im Geschäft zu sein. Der Darsteller besitzt eine große Fanbase, die den Egozentriker in den Himmel lobt, als wäre er der zweite Chuck Norris. Offenbar fährt Cage gut damit. Mittlerweile spülen nämlich auch wieder nennenswerte Filmangebote Geld in die Kasse, welche sogar Kritiker hellhörig werden lassen. Zu einer dieser Überraschungen gehört MANDY. Der wurde bereits auf einschlägigen Festivals mit Beifall überhäuft und erzählt die Geschichte vom Waldarbeiter Red (NICOLAS CAGE), der zusammen mit seiner Frau Mandy (ANDREA RISEBOROUGH) zurückgezogen in einer Waldhütte haust. Beide verbindet eine tragische Vergangenheit. Doch durch die Liebe scheint das Paar die Rückschläge vergessen zu haben. Leider gerät das Liebesglück ins Wanken. Bei einem Spaziergang begegnet Mandy dem Sektenführer Jeremiah (LINUS ROACHE) und stiehlt ihm das Herz. Der ist fortan über beide Ohren verschossen und hat nur noch ein Ziel: die Angebetete besitzen zu wollen. Zusammen mit seinen Anhängern macht er sich auf zur Hütte des Paars und entführt das Opfer der Begierde. Leider hat man nicht mit der Schlagfertigkeit des Ehegatten gerechnet. Dem gefällt so rein gar nicht, was man da mit der Liebsten veranstaltet hat und fordert Rache. Da rattert die Kettensäge und das Blut spritzt in Strömen. Ja, NICOLAS CAGE findet in diesem Film zu alter Größe zurück. Wer das nicht glaubt, muss MANDY sehen.
 
 
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MANDY besteht aus zwei Filmhälften. In der ersten werden die Figuren eingeführt und der Herlauf erklärt. Die zweite beschäftigt sich mit dem Racheakt. Gerade für die erstgenannte sollte man ausgeschlafen sein, denn Regisseur PANOS COSMATOS nimmt sich viel Zeit mit dem Erzählen seiner Geschichte und pendelt dabei zwischen schläfrigen Dialogen, langsamen Kamerafahrten und surrealer Bilderflut. Wer sich eher im Mainstream-Kino zu Hause fühlt, wird da zu Recht überfordert werden, denn MANDY ist weit weg von dem, was NICOLAS CAGE in den Anfangsjahren gedreht hat. Hier wird Kunst mir Horror verknüpft, was nicht jedermanns Sache sein dürfte. Der Film geht in erster Linie unkonventionelle Wege und klammert sich bei der Inszenierung nicht unbedingt am aktuellen Horrorstandart. So wird die einstündige Exposition mit allerlei Soundexperimenten gefüllt. Hinzukommen kreative Farbspielereien, in denen vor allem die Signalfarbe Rot Verwendung findet, welche drohendes Unheil suggeriert und den Zuschauer auf den kommenden Amoklauf vorbereitet. Da werden schnell Erinnerungen an die Frühwerke des damals noch kreativen DARIO ARGENTO wach. Auch der spielte gern mal mit Farbfiltern und drückte damit Filmen wie SUSPIRIA oder INFERNO einen individuellen Stempel auf.
 
 
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Apropos Stil-Experimente und Kunst: Künstlerisches Beiwerk ist in MANDY auch zwingend nötig. Die überschaubare Geschichte gibt nämlich nicht viel her, in der Figuren Karikaturen gleichen und Ereignisse im Schneckentempo abgespult werden. Aber der Mix macht’s. MANDY ist gerade wegen seines visuellen Stils eine Bereicherung, weil – insofern man die Inhaltsangabe nicht gelesen hat – lang unklar bleibt, worauf Regisseur PANOS COSMATOS hinaus will. Der erschafft mit seiner ungewöhnlichen Inszenierung eine bizarre Traumwelt und holt den Zuschauer nach knapp 60 Minuten Laufzeit mit Paukenschlägen zurück in die Realität. Dann nämlich fährt Cage auf Hochtouren auf und scheint irgendwie Spaß daran zu haben, sich den Ballast der letzten Jahre von der Seele zu schreien. Mit Kettensäge und selbst geschmiedeter Axt bewaffnet, meuchelt der sich kompromisslos durch das Fleisch seiner skurrilen Gegner und definiert damit den neuen Rache-Standard im Kino. MANDY ist ein bizarres, blutiges und zugleich faszinierendes Splatter-Erlebnis mit Kult-Potenzial. Schön, dass Sie wieder da sind Herr Cage.
 
 
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MANDY – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein Film so beinhart wie ein schlechter LSD-Trip. Dieser Streifen ist ein sehr spezieller Rachefilm, der beinahe zwanghaft darum bemüht ist, sich aus den engen Fesseln des Rache-Genres zu befreien. Regisseur PANOS COSMATOS nimmt mit seinem MANDY innerhalb des Revenge-Faches eine Sonderstellung ein, da er auf Konventionen pfeift. Hier läuft alles etwas anders ab, wie in den üblichen Rachefilmen. Statt NICOLAS CAGE zum neuen CHARLES BRONSEN zu küren, konzentriert sich der italienische Filmemacher eher auf Bilder, Ästhetik und Sound. MANDY ist anders, als das was man sonst so im Rache-Sektor zu sehen bekommt. Der Film ist mehr Kunst, statt Horror. Das bedeutet, dass von allerlei künstlerischen Stilmitteln Gebrauch gemacht wird, die den Streifen fast schon surreal erscheinen lassen. Das ist mal was anderes, macht aber das Folgen auch unnötig schwer, weil gerade in der ersten Filmhälfte ein Spannungsbogen vermisst wird. Hier wäre weniger mehr gewesen, zumal dem Streifen auch ein paar Handlungskürzungen gutgetan hätten. Immerhin geht es nach der Halbzeit deftig zu. Das bedeutet: rächen, schreien und sterben. Spätestens dann gerät jeder Gorebauer ins Schwärmen. Cage macht sich dabei ganz gut, weil sein absurdes Overacting den Film bereichert. MANDY macht trotz Startschwierigkeiten Spaß und wird daher von vielen Filmfans schon jetzt als einer der besten Rachestreifen gesehen, den man seit Jahren auf der großen Leinwand zu sehen bekommen hat. Dort sollte man ihn unbedingt sichten, denn erst im Kino entfaltet er durch seine besondere Ästhetik sein ganzes Potenzial.
 
 
 


 
 
 

MANDY – Zensur

 
 
 
Die zweite Filmhälfte von MANDY ist ziemlich deftig. Da wird munter drauflos gemordet und gerächt. Splatterfans wird das freuen, zumal sogar eine Kettensäge zum Einsatz kommt. Anbieter KOCH MEDIA hat sich die Rechte für die deutsche Auswertung gesichert und hat den Streifen mit einer ungeschnittenen FSK18-Freigabe in den Handel gebracht.
 
 
 


 
 
 

MANDY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Koch Media Home Entertainment (Blu-ray im Keepcase)

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(c) Koch Media Home Entertainment (1 Blu-ray + 2 DVDs im Mediabook – Cover A)

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(c) Koch Media Home Entertainment (1 Blu-ray + 2 DVDs im Mediabook – Cover B)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Mandy; USA 2018

Genre: Horror, Splatter

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 121 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Audiokommentar zum Film von Patrick Lohmeier (Bahnhofskino) (ca. 120 Minuten), Behind the Scenes (ca. 22 Minuten), Deleted Scenes (ca. 14 Minuten), Vier „One Shot“ Teaser (ca. 4 Minuten), Deutscher Trailer (ca. 2 Minuten), Englischer Trailer (ca. 2 Minuten) | zusätzlich im Mediabook: 16-seitiges Booklet mit einem Text zum Film von Stefan Jung sowie einer Einführung von Regisseur Panos Cosmatos , Dokumentation „Rewind This!“ (ca. 91 Minuten), Audiokommentar zu „Rewind This!“ mit Regisseur Josh Johnson, Produzentin Carolee Mitchell und Kameramann und Cutter Christopher Palmer (ca. 91 Minuten), Sundance Interview mit den Produzenten Lisa Whalen, Josh Waller, Daniel Noah und Elijah Wood und Spezialgäste Nicolas Cage, Vince Neil von der Band Mötley Crüe sowie Regisseur Panos Cosmatos (ca. 40 Minuten), Japanischer Trailer (ca. 2 Minuten), Trailer „Rewind This!“ (ca. 2 Minuten)

Release-Termin: 29.11.2018

 

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MANDY – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei KOCH MEDIA)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Death Wish (2018)
 
Ein Mann sieht rot (1974)
 
Death Sentence – Todesurteil (2007)
 
John Wick (2014)
 
The Equalizer (2014)
 
Revenge (2017)
 
The Punisher (2004)
 
Harry Brown (2009)
 

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Filmkritik: „Art of Revenge“ (2017)

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ART OF REVENGE – MEIN KÖRPER GEHÖRT MIR

(M.F.A.)

Story

 
 
 

Eine schüchterne Studentin wird Opfer sexueller Gewalt auf dem Campus und sieht plötzlich rot.

 
 
 


 
 
 

ART OF REVENGE – Kritik

 
 
 
Rape-and-Revenge-Filme haben keinen guten Ruf. Seit mit DIE JUNGFRAUENQUELLE einer der ersten Filme dieser Art über Leinwände flimmerte, sind diese Streifen vor allem Zensurbehörden ein Dorn im Auge. Ganz unbegründet ist das strenge Vorgehen gegen diese Filme nicht. Meist wollen die nämlich mit expliziten Inhalten niedere Instinkte befriedigen und setzen in erster Linie auf menschenverachtende Gewalt, die sich nicht selten an der Grenze des Ertragbaren bewegt. Die Folge: Beschlagnahmungen, Indizierungen oder Verstümmelungen. Doch nicht immer müssen sich solche Machwerke zwingend im Blut oder grafischen Gemeinheiten suhlen. THE ART OF REVENGE (im Original M.F.A.) beweist, dass Rape’n’Revenge auch zahmer funktioniert. Regisseurin NATALIA LEITE nimmt sich hier einer Thematik an, wie sie aktueller nicht sein könnte. So häufen sich an amerikanischen Colleges die Fälle sexueller Gewalt. Meist sind die Opfer mit ihren Problemen allein, denn immer mehr Bildungseinrichtungen versuchen die Vorfälle zu vertuschen. Grund darüber zu sprechen. Leider nutzt ART OF REVANGE die brisante Thematik nicht für ernstzunehmende Kritik. Stattdessen übernimmt sie nur Alibifunktion, um Mord und Totschlag zelebrieren zu können. Bedauerlich!
 
 
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Die Kunststudentin Noelle hat es nicht leicht an der Uni. Ihr Professor und die Studenten in ihrem Kurs halten so gar nichts von ihren Kunstarbeiten, was die schüchterne Studierende in Selbstzweifel flüchten lässt. Doch Uni und das Pauken werden bald zum kleineren Übel. Ein Kommilitone lädt die zurückhaltende Studentin zu einer Party ein, wo Grausames passiert. Sie wird vergewaltigt und mit ihrem Problem alleingelassen. Das lässt Noelle in ein tiefes Loch fallen. Dennoch will sie den Peiniger zu Rede stellen. Beim Streit kommt es zu einem folgenschweren Unfall, der die traumatisierte Studentin wachrüttelt. Offenbar gibt es keinen anderen Ausweg bösen Jungs die Augen zu öffnen, als diese mit Mord zu bestrafen. Da kommt es ihr gerade recht, als sie davon erfährt, dass Vergewaltigungen am Campus offenbar keine Seltenheit sind. Sie schmiedet einen Plan und wird zum Rächer all jener, denen es ähnlich ergangen ist wie ihr.
 
 
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Löst Mord Probleme und bringt Töten Genugtuung? ART OF REVENGE ist keiner dieser brutalen Rachefilme, die sich seit dem Remake von I SPIT ON YOUR GRAVE offenbar immer noch großer Beleibtheit erfreuen. Gewalt wird hier zurückgefahren. Dennoch ist das Prinzip des Films ein Ähnliches – auch wenn sich ART OF REVENGE vehement dagegen wehrt in die gleiche Schublade gesteckt zu werden, wie die meisten Rape-and-Revenge-Schocker neueren Datums. Hier wird ebenfalls vergewaltigt und anschließend gerächt – wenngleich auf einem höheren Anspruch, als so Brutalowerke wie SAVAGED oder LAST HOUSE ON THE LEFT. Leider versucht Regisseurin NATALIA LEITE aber erst gar nicht die kontroverse Thematik ihres Thriller-Dramas ernsthaft zu analysieren. Essenzielle Fragen und Probleme der Opfer werden nur angerissen. Stattdessen liegt der Fokus ausschließlich auf Vergeltung, die natürlich – wer hätte es geahnt – irgendwann Konsequenzen fordert. Das ist bedauerlich, weil der Film ein brisantes Thema anreißt, das Zündstoff bietet über den es lohnt gesprochen zu werden. Zudem hat man mit der Tochter von CLINT EASTWOOD auch noch eine talentierte Schauspielerin an Bord, die zweifelsohne zu höherem berufen ist, als mordend durch Filme zu sausen. Zwar verleiht die ihrer Rolle Tiefe und durchlebt im Verlauf eine glaubhafte Metamorphose vom Mauerblümchen zur Femme fatale. Dennoch liegt ihre Hauptaufgabe darin zum unberechenbaren und sogar hinterlistigen Todesengel zu werden, der weder Gnade noch Erbarmen kennt. So ist ART OF REVENGE ein zweischneidiges Schwert und dürfte es schwer haben ein Publikum zu finden. Für Feingeister wird das Thema „Vergewaltigung“ nämlich zu simpel, löchrig und oberflächlich behandelt. Fans dieser Filmgattung fehlen Schauwerte und die Kaltschnäuzigkeit mit denen sich Rape-and-Revenge-Thriller einen zweifelhaften Ruhm erarbeiten konnten.
 
 
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ART OF REVENGE – Fazit

 
 
 

6 Punkte Final

 
 
 
Kein tiefgründiges Meisterwerk, das wachrüttelt, sondern ein souverän inszenierter Selbstjustizthriller mit einer grandiosen FRANCESCA EASTWOOD, die weitaus bessere Filme verdient hat. Papa CLINT EASTWOOD dreht seit Jahren bemerkenswerte Kinohits, die sogar Oscars abstauben. Da tritt der Nachwuchs ein großes Erbe an. Leider ist ART OF REVANGE weit weg von dem, was sich vermutlich der Vater für seine Kinder gewünscht hätte. Der Streifen reißt zwar brisante Thematik an, über die unbedingt gesprochen und aufgeklärt werden muss. Was hier aber gezeigt wird, hat mit einer ernsthaften Auseinandersetzung über die Vergewaltigungsprobleme an amerikanischen Bildungseinrichtungen nur wenig am Hut. Der Film suggeriert dem Zuschauer, dass man sexuelle Gewalt an Frauen nur mit Gewalt oder Mord vergelten kann. Das ist leider der falsche Weg für einen Streifen, der sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt, auf gleiche Ebene mit so derben Vergeltungsschockern wie I SPIT ON YOUR GRAVE gestellt zu werden.
 
 
 


 
 
 

ART OF REVENGE – Zensur

 
 
 
ART OF REVENGE ist für diese Art von Filmen sehr zurückhaltend. Die Gewaltszenen werden nur kurz angedeutet. Ein Mann fällt von einem Geländer auf den Boden, ein weiteres Opfer wird mit einem Hammer bearbeitet und ein Peiniger wird mit Drogen um die Ecke gebracht. Hierzulande gab es für den etwas anderen Rachefilm eine FSK16 in ungeschnittener Fassung.
 
 
 


 
 
 

ART OF REVENGE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Meteor Film (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: M.F.A.; USA 2017

Genre: Drama, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 23.02.2018

 

Art of Revenge – Mein Körper gehört mir [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

ART OF REVENGE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte führ Grafiken liegen bei Meteor Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
I Spit on Your Grave 3 (2015)
 
Girls against Boys (2012)
 
Rache – Bound to Vengeance (2015)
 
Autumn Blood (2013)
 


Kritik: „Evangeline – Rache ist stärker als der Tod“ (2013)

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EVANGELINE – RACHE IST STÄRKER ALS DER TOD

Story

 
 
 
Die fromme Evangeline erlebt das erste Jahr am College. Leider verläuft das nicht wie erwartet, denn die Studentin gerät mit der Bestie Mensch in Kontakt und durchlebt eine unerwartete Metamorphose.
 
 
 


 
 
 

EVANGELINE – Kritik

 
 
 
Spätestens seit den auf Hochglanz getrimmten Rape-and-Revenge-Remakes zu in Deutschland beschlagnahmten Klassikern wie I SPIT ON YOUR GRAVE und LAST HOUSE ON THE LEFT hat verrohende Gewalt gegenüber unschuldigen Frauen im Mainstream-Kino Einzug gehalten. Beide Filme erhielten viel Lob und legten die Messlatte in puncto Sadismus weit nach oben. Dass sich im Zuge der aktuellen Rachewelle auch die Macher kleinerer Produktionen am finanziell lukrativen Trend orientieren würden war abzusehen. Mit harten Revenge-Streifen wie RUN! BITCH RUN!, CHAOS oder IF A TREE FALLS wurde die Reihe grausamer Quälfilme im Indie-Bereich fortgesetzt, schließlich lässt sich mit Exploitation nach wie vor immer noch genügend Zaster verdienen, um diese Filme rechtfertigen zu können. Ein weiterer im Bunde jener kontroversen Filmgattung ist EVANGELINE. Auch hier sieht eine Frau rot und fordert Vergeltung um jeden Preis. Der unabhängige Rache-Horror aus dem weit entfernten Kanada wurde bereits im Jahr 2013 von Filmfest zu Filmfest gereicht, kam aber erst zwei Jahre später in die Gunst einer internationalen Heimkinoauswertung. Meist sind verspätete Veröffentlichungen kein gutes Omen, deuten die nicht selten auf minderwertiges Filmvergnügen hin, das dem Publikum einfältig Zeit und Geld rauben möchten. Im Fall von EVANGELINE kann jedoch Entwarnung gegeben werden, denn trotz Low-Budet-Status gehört der Rachefilm zu den besseren Machwerken seiner Art – auch wenn in diesem Streifen der menschenverachtenden Zurschaustellung perverser Quälmethoden nur wenig Beachtung geschenkt wird.
 
 
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Der erste Tag am College. Für Evangeline (KAT DE LEIVA) ein neuer Lebensabschnitt an den sie sich erst einmal gewöhnen muss. Auf einer Verbindungsparty lernt sie den attraktiven Michael (RICHARD HARMON) kennen – eine schicksalhafte Begegnung wie sich bald herausstellen wird. Der Mädchenschwarm lädt die unerfahrene Studentin in das väterliche Jagdhaus ein, heuchelt Interesse vor und mixt der ahnungslosen Evangeline Drogen in den Begrüßungsdrink. Als sie wieder zu sich kommt, wird sie von ihrem Peiniger durch den Wald gehetzt und zu Tode geprügelt. Drei Obdachlose finden den leblosen Körper und bringen das Mädchen wieder zu Kräften. Doch auch hier ist die Traumatisierte nicht sicher. Als sie flüchtet und in die Hände eines Serienkillers läuft, gerät Evangeline außer Kontrolle.
 
 
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Regisseurin KAREN LAM macht in ihrem EVANGELINE die dunkle Seite des Menschen zu Thema, die sowohl in Täter wie Opfer schlummert. In drei verschiedenen Handlungssträngen kommt die fromme Titelheldin mit der Bestie Mensch in Berührung und wird nach allen Regeln des Exploitationkinos vergewaltigt, verprügelt und gedemütigt. Das passiert meist im Off, fühlt sich aber dennoch unbequem an, weil man einerseits um morbide Atmosphäre bemüht gewesen ist. Andererseits gehört die Figur der Evangeline – Dank der glaubhaften Schauspiels von KAT DE LEIVA – zu einer dieser fragilen Charaktere, denen man solche Erlebnisse als Letztes wünschen würde. Natürlich wirkt das Gezeigte reichlich konstruiert, schließlich kann es nicht als Zufall gewertet werden, dass die Hauptdarstellerin im Film gleich dreimal nacheinander dem Sensenmann begegnet. Vielmehr war Regisseurin KAREN LAM um einen möglichst schrecklichen Untergang ihrer Heldin bestrebt, die nach drei traumatisierenden Überfällen in einer Art innerlichem Fegefeuer gefangen ist und letztendlich als Rachegeist wiedergeboren wird – der ähnlich gestrickte SAVAGED aus gleichem Jahr lässt grüßen.
 
 
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In einem Interview erklärte die Filmmacherin, dass sie in ihren Filmen bevorzugt das Monster in uns erkundet und stets versucht Gewalt zwischen den Geschlechtern zu analysieren. Ihre Leidenschaft zum psychologischen Horror fand sie bereits in Kindstagen. Lams Vater war großer Kung-Fu-Fan und liebte die kontroversen Charles Bronson-Filmen, die in den 80ern so ihre Probleme mit deutschen Zensurbehörden bekamen, weil darin Selbstjustiz nicht immer zimperlich praktiziert wurde. Die Leidenschaft zum Rachefilm übertrug sich auch auf die Tochter, die in ihren Werken stets versucht weibliche Gewalt und ihre Indikatoren zu erforschen. Im Horrorfilm EVANGELINE wird die Psychoanalyse natürlich auf die Spitze getrieben, denn als großer Fan asiatischer Horrorfilme bereichert LAM ihren sehenswerten Indie um fernöstliche Geistermythologie und lässt ihre Titelheldin von den Toten auferstehen. So bezieht sie sich auf japanische Folklore die besagt, dass ein Verstorbener in der Welt der Lebenden als rachsüchtiger Geist fortbestehen muss, wenn ihm keine standesgemäße Beerdigung zuteil wurde.
 
 


 
 
 

EVANGELINE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Die weibliche Version von THE CROW. Ein ungemütlicher und erbarmungsloser Rache-Thriller mit Elementen fernöstlicher Folklore, der sich trotz der Zurschaustellung von Selbstjustiz auch mit der Psyche des Opfers beschäftigt. Wer mit Filmen wie I SPIT ON YOUR GRAVE 2 oder LAST HOUSE ON THE LEFT etwas anfangen kann, wird wohlmöglich auch von EVANGELINE nicht enttäuscht werden, auch wenn der Gewalt- und Härtegrad deutlich herabgedreht wurde, um auch zartbesaitete Horrorfans ansprechen zu können. Wie bereits im Rape-and-Revenge-Streifen SAVAGED geht es in dieser Indie-Produktion übernatürlich zu. Regisseurin KAREN LAM lässt ein Mädchen von den Toten auferstehen, das als Rachegeist zurückkommt, um sich an „bösen Jungs“ zu rächen. Das wird in EVANGELNE weitestgehend psychologisch gehandhabt, denn LAM ist kein Freund perverser Schlachthausfilme. Durch ungelöste Mordfälle an Frauen in British Columbia inspiriert, erforscht sie in ihrem übernatürlichen Rachestreifen das Monster im Menschen und die Gewalt zwischen den Geschlechtern. Überraschenderweise funktioniert das Experiment. EVANGELINE ist trotz Low-Budget-Status unangenehm bedrückend und als durchweg gelungen zu betiteln. Regisseurin KAREN LAM hat hier einen sehenswerten Film gedreht, der mal wieder aufzeigt, dass man nicht viel Geld benötigt, um das Horror-Publikum zu unterhalten. Wer daher eine Leidenschaft für Filme hat, in denen Frauen erst durch die Hölle gehen, um anschließend rot zu sehen, kann bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

EVANGELINE – Zensur

 
 
 
Auch wenn EVANGELINE ein Rachefilm ist, in dem eine Frau durch die Hölle geht, bleiben die harten Momente aus. Die meisten Grausamkeiten sind psychischer Natur und werden entweder angedeutet oder passieren im Off. Weil hier dennoch Selbstjustiz vollzogen wird und die deutsche FSK damit keinen Spaß versteht, wurde EVANGELINE hierzulande erst ab 18 Jahren freigegeben: Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

EVANGELINE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies / daredo (Soulfood Entertainment)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Evangeline; Kanada 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 13.11.2015

 

Evangeline – Rache ist stärker als der Tod (uncut Version) [Blu-ray]

 
 
 


 
 
 

EVANGELINE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Big Driver (2014)
 
Autumn Blood (2013)
 
Hidden in the Woods (2012)
 
Savaged (2013)
 
Black Rock (2012)
 
Girls against Boys (2012)
 
Die Fremde in Dir (2007)
 
Death Wish (1974)


Filmreview: „Savaged“ (2013)

Savaged-2013
 
 
 

SAVAGED

Story

 
 
 
Die taubstumme Zoe wird von einigen Hinterwäldlern verschleppt, vergewaltigt und lebendig begraben. Ein Schamane findet die geschunden Frau und verhilft ihr zur blutigen Rache …
 
 
 


 
 
 

SAVAGED – Kritik

 
 
 
Weit 60 Jahre nach seiner Blütezeit erfreut sich der Exploitationfilm auch weiterhin enormer Beliebtheit und ruft vor allem das Interesse jener Filmfans auf dem Plan, die sich diese Machwerke aus dem deutschsprachigen Ausland in schicken Sonderauflagen importieren, um sie sich stolz in ihre Sammler-Virtrinen stellen zu können. In Deutschland haben es diese Streifen nämlich oft nicht leicht, schließlich werden darin meist reißerische Grundsituationen ausgenutzt, um den Zuschauer mittels schmuddeligem Sex und abscheulicher Gewalt an die Grenze des Ertragbaren zu treiben. Dass der hiesigen FSK das Sichten derart Kinokost so gar keine Freude bereitet, dürfte auf der Hand liegen, denn nicht selten ist es der Fall, dass jene Gewaltflicks ganz schnell die Wut der Zensurbehörden zu spüren bekommen und in ungeschnittener Form erst gar nicht den Weg in den stationären Handel finden. Wie gut, dass es das Wunderland Österreich gibt, wo Veröffentlichungen „böser“ Filme ganz legal und ungeprüft über die Ladentheke wandern können. Dort sind es vor allem einschlägige Rape’n Revenge-Movies, die stets aufs Neue in aufwändigen Hartboxen und Mediabooks veröffentlicht werden und trotz gleichem Inhalt auch immer wieder genug Käufer finden, die menschenverachtende Rape-Filme mit dazugehörigem Racheakt kaufen wollen. Seit das Rape-and-Revenge-Genre mit den Remakes zu I SPIT ON YOUR GRAVE (2010) und LAST HOUSE ON THE LEFT (2009) den Mainstream erreicht hat, ist es vor allem der in Hochglanzbilder getauchte Sadismus, der Horrorfans zum Schauen dieser Filme bewegt, denn seit Tortur-Porn wie SAW und HOSTEL an den Kinokassen Millionen erwirtschaftet haben, hat auch die Gewalt in Horrorfilmen eine neue Dimension erreicht. Möglichst bestialisch soll gemordet werden, am besten lang und ekelerregend, wobei SAVAGED maximales Unterhaltungspotenzial bietet – vorausgesetzt man hat eine Leidenschaft für frauenverachtende Hardcore-Schocker.
 
Wie es in Rape’n Revenge-Streifen nunmal üblich ist wird hier ein ahnungsloses Opfer durch die Hölle gejagt. SAVAGED hält sich nicht mit Nebensächlichkeiten auf, sondern dreht bereits nach fünf Minuten an der Action- und Gewaltschraube. Es ist die taubstumme Zoe (AMANDA ADRIENNE), die hier an eine Horde Rassisten gerät, die eine unbeschreibliche Freude daran finden, friedliche Rothäute durch die Wüste zu hetzen, um sie anschließend bestialisch zu ermorden. Leider wird Zoe ganz unfreiwillig Zeuge einer dieser „Jagdausflüge“ und von den triebgesteuerten Hinterwäldlern verschleppt, vergewaltigt und anschließend verscharrt. Die Rettung naht in Form eines Schamanen, der den leblosen Körper ausgräbt, heilt und beweihräuchert. Als die junge Frau wieder zu sich kommt, ist der Geist eines wütenden Apatschen in ihren Leib geschlüpft, der mit der durchtriebenen Mörderbande ebenfalls noch ein Hühnchen zu rupfen hat. Beschenkt mit Bärenkräften verwandelt sich Zoe zur unkaputtbaren Kampfamazone und schlitzt sich ganz ungeniert durch das Fleisch ihrer Peiniger. Die sind zwar nicht die hellsten Kerzen auf dem Kuchen, wissen aber immerhin, wie sie sich möglichst grausam zur Wehr setzen müssen.
 
MICHAEL S. OJEDA heißt der gute Mann, der Rachefilm-Fans feuchte Höschen spendieren dürfte, denn auch wenn man in letzter Zeit viel Mist auf der Mattscheibe hatte, SAVAGED bereitet Laune. Lobenswerterweise blendet OJEDA dort weg, wo zuletzt STEVEN R. MONROE mit seinem I SPIT ON YOUR GRAVE-Remake gnadenlos draufgehalten hat. Die Vergewaltigung seiner Heldin lässt der Filmemacher nämlich gänzlich außer Acht und rückt stattdessen das möglichst brutale Auslöschen der Filmbösewichte in den Focus, dem im Gegensatz zu ähnlichen Machwerken erstaunlich viel Screentime eingeräumt wird. Die frauenverachtenden Widerlinge in SAVAGED haben rein gar nichts zu lachen, denn die wütende Zoe arbeitet sich mit fast schon erfrischendem Erfindungsreichtum von Körper zu Körper. Die abwechslungsreiche Art der Morde, die temporeiche Inszenierung und der nahezu permanent vorhandene Action-Gehalt der Geschichte bescheren dem Thriller einer soliden Spannungsbogen, der bis zum bitteren Ende auch noch gehalten werden kann. Ergänzt wird das grausige Gemetzel durch indianischen Hokuspokus, der dem Rachefilm eine ganz eigenständige Note verleiht. OJEDA bringt frischen Wind ins Rape’n Revenge-Genre. Mit einem okkulten Story-Twist verwandelt er das zuvor wehrlose Opfer in eine übermenschliche Rächerin, die ihren unaufhaltsamen Amoklauf fast schon übertrieben comicähnlich inszeniert. Zoe reisst Därme aus den Leibern der Schurken, schiesst Pfeile in die Gesichter der Filmbösewichte und zerrt sich sogar die eigenen Organe aus dem Körper, um den Magen anschließend mit Dreck zu füllen und mittels Tesafilm verschließen zu können. Trotz wenig Budget schaut der Film mit seiner düsteren Look weitaus professioneller aus, als es Macher MICHAEL S. OJEDA vermutlich überhaupt gewollt hat. Das farblose Szenario glänzt mit dreckig-bedrohlicher Optik und überzeugt durch geschickt getrickste Spezialeffekte, die wahrscheinlich allein schon ausreichen, um die triviale Geschichte beim Gewaltfan interessant machen zu können. Auch wenn auf dem Cover der Heimkino-Fassung unverblümt mit THE CROW geworben wird, ist der Vergleich zu Prosas Kultfilm aus dem Jahre 1994 sehr gewagt. Im direkten Vergleich zieht SAVAGED nämlich den Kürzeren, zumal sich OJEDA einzig darauf konzentriert soviel stumpfe Gewalt wie möglich zu zeigen und kaum Tiefgang bietet. Nichtsdestotrotz bleibt eine herrlich kurzweilige Metzelorgie für Erwachsene, die sogar hierzulande ungeschnitten veröffentlicht wird. So erspart sich der Filmsammler den kostenintensiven Ausflug ins deutschsprachige Ausland und kann die übernatürliche Version von Monres I SPIT ON YOU GRAVE ganz unkompliziert beim Händler seines Vertrauens erwerben. Dennoch sollte der interessierte Käufer wachsam bleiben: Die ungeschnittene SPIO/JK-Fassung ist ein potenzieller Index-Kandidat. Demnach kaufen, so lange der Streifen noch frei erhältlich ist.
 
 
 


 
 
 

SAVAGED – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein rauer Splatter-Trip für Freunde „böser“ Gewaltschocker. SAVAGED entpuppt sich als okkulte I SPIT ON YOUR GRAVE-Version und bringt aufgrund der übernatürlichen Elemente auch gleich frischen Wind ins knüppelharte Rape-and-Revenge-Genre. Vergewaltigt wird löblicherweise im Off und von langgezerrter Frauenquälerei hält Macher OJEDA Abstand. Dafür bekommen die Schurken des Films endlich mal wieder ordentlich Dresche. Lang gefackelt wird in SAVAGED nämlich nicht. Nach knapp zehn Minuten ist das Fass schon am Brodeln und das Gemetzel wird mit fast schon schwarzhumorigem Ideenreichtum auf der Mattscheibe zelebriert. Schnell wird aus dem eigentlichen Racheplot ein blutreicher Slasher der alten Schule, der es hin und wieder sogar schafft einigen Kult-Schlitzern der 80er Konkurrenz zu machen. Wer Freude am grobschlächtigen Handwerk besitzt sollte schnell zugreifen, denn SAVAGED dürfte mit Sicherheit ebenso schnell das Interesse selbsternannter Jugendschützer auf den Plan rufen, schließlich wird brutale Selbstjustiz auch 2014 im Kino nicht gern gesehen.
 
 
 


 
 
 

SAVAGED – Zensur

 
 
 
SAVAGED ist ein potenzieller Index-Kandidat. Der Film ist in zwei Versionen erhältlich. Die KJ-Fassung mit dem roten Flatschen auf der Vorderseite ist geschnitten. Ungeschnitten ist dagegen die SPIO/JK-Fassung, die nach Meinung der Juristenkommission „nicht schwer jugendgefährdend“ ist. Trotzdem gehen wir von einer späteren Indizierung aus.
 
 
 


 
 
 

SAVAGED – Deutsche Blu-ray

 
 
 
savaged-bluray

(c) Ascot Elite Home Entertainment – Abbildung: Cut-Fassung

 
Savaged_Cinema-Extreme_Blu-ray

(c) Ascot Elite Home Entertainment – Abbildung: Uncut-Fassung

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Savaged; USA 2013

Genre: Drama, Horror, Splatter

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 94 Min (cut) / ca. 95 Min. (uncut)

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung) / SPIO JK (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Making of, Animierte Skizzen von Kampfszenen, Deleted Scenes, Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 15.04.2014

 
 
 

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SAVAGED – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
I Spit on Your Grave (2010)

I Spit on Your Grave 2 (2013)

The Last House on the Left (2009)

Straw Dogs – Wer Gewalt sät (2011)


Filmreview: „Scorned“ (2013)

Scorned-2013-Mark Jones
 
 
 

SCORNED

Story

 
 
 
Die Rache einer Frau kann so grausam sein. Genau jene Erfahrung muss Kevin (Billy Zane) machen, dessen Freundin Sadie (AnnaLynne McCord) erfährt, dass er es ab und an mal mit deren bester Freundin Jennifer (Viva Bianca) treibt. Die Betrogene findet das alles aber gar nicht witzig und plant grausige Rache …
 
 
 


 
 
 

SCORNED – Kritik

 
 
 
Unterschätze nie die Rache einer Frau, denn sie wird mit Sicherheit grausam sein. Im Rape’n Revenge-Genre gehört diese Erkenntnis mittlerweile zum obligatorischen Standard, denn seit Regisseur INGMAR BERGMAN mit seiner JUNGFRAUENQUELLE (1960) die Jagd auf skrupellose Frauenschänder vor bereits mehr als 50 Jahren eingeläutet hat, mussten mittlerweile viele jener Sadisten in dutzenden Streifen dieser Art auf oftmals nicht gerade zimperliche Weise ihr Leben lassen. Ob LAST HOUSE ON THE LEFT (1972), EXTREMITIES (1986) oder dem umstrittenen I SPIT ON YOUR GRAVE 2 (2013); der Rape’n Revenge-Film bietet trotz seiner zweifelhaften Darstellung von Gewalt und der nicht minder kontroversen Ausübung von Selbstjustiz Jahrzehnte nach Entstehung immer noch genügend Zündstoff, damit besorgte Sittenwächtern und eifrige Zensurbehörden auf die Barrikaden klettern können. Dem Horrorfan kann’s egal sein, denn auch wenn es derart Werke in Deutschland nicht gerade einfach haben, gibt’s die meisten dieser Gewaltpornos ohnehin im Ausland ungeschnitten zu kaufen. Die Bezeichnung Rape’n Revenge ist für den vorliegenden Rachefilm mit ANNALYNNE MCCORD etwas unglimpflich gewählt, bekommen wir hier zwar kein Rape dafür aber umso mehr Revenge vor die Linse. Die MCCORD spielt hier mal wieder eine ziemlich abgefahrene Hauptrolle und dürfte dem Zuschauer mit ihrer außergewöhnlichen Performance als abnormale Tagträumerin Pauline im Horrordrama EXCISION (2012) in Erinnerung geblieben sein. Dort hat sie sich eine reichlich verhaltensauffällige Rolle ergattern können, mit der sie auf einschlägigen Festivals viel Lob ernten konnte. Die Schauspielerin scheint eine Leidenschaft für verwirrte Filmhelden zu hegen, denn in ihrem neuen Schaffen gibt sie sich nicht minder sonderbar. Für ihren aktuellen Streifen mit dem Titel SCORNED (übersetzt: verachtet) legt sie kurzerhand die schmuddelige College-Kluft ab und wirft sich in sexy Dessous, um ihrem Kevin (BILLY ZANE) zu gefallen.
 
Mit ihm will sie ein romantisches Wochenende verbringen, damit sie dem Liebsten mit der freudigen Kunde über kommenden Nachwuchs überraschen kann. Doch ganz so erfreut ist Kevin über die Botschaft seiner Freundin Sadie (ANNALYNNE MCCORD) nicht gerade, findet er sich doch wenig später festgekettet auf dem eigenen Bett wieder und muss allerhand boshafter Folterspielchen über sich ergehen lassen. Das Warum ist schnell erklärt, denn Freund Kevin ist ein ganz schön triebgesteuerter Lüstling, der es hinterrücks auch gerne mal mit Sadies bester Freundin (VIVA BIANCA) im gemeinsamen Schlafgemach treibt. Die wird natürlich unwissenderweise auch zur erheiternden Foltersause eingeladen, um wenig später ebenso gefesselt die Wut der Betrogenen zu spüren. Da werden Erinnerungen an Stephen Kings MISERY (1990) wach, jenem Lieblingsfilm den Sadie zuvor dutzende Male gesehen hat. Sie schnappt sich ein Stück Holz, legt es zwischen die Füße des Geliebten und trommelt mit einem Ambosshammer dagegen. Dem Kevin tut’s weh, Freundin Jennifer flennt und Folterexpertin Sadie bereitet die neue Freizeitgestaltung sichtlich Vergnügen.
 
Foltern einmal anders und zwar herrlich schräg und wunderbar zynisch. ANNALYNNE MCCORD weiß mal wieder, wie man eigentlich trivialen Video-Stuff raffiniert abnormal aufzuwerten versteht. Die zeigt in SCORNED einmal mehr, dass sie eine richtig gute Schauspielerin ist und ihr vor allem die etwas kranken Rollen liegen. Sie spielt die verschrobene Sadie mit derart souveräner Glaubwürdigkeit, dass man meinen könnte, die MCCORDS sei auch im wahren Leben nicht ganz richtig im Kopf. Hinter dem erheiternden Rache-Thriller steckt MARK JONES, der im Horror-Genre kein Unbekannter ist. Vor Ewigkeiten hat der nämlich für den legendäre LEPRECHAUN auf dem Regiestuhl gesessen und den nicht minder unterhaltsamen RUMPELSTILTSKIN (1995) in die Videotheken gebracht. Nach kleinen Erfolgen in den 90ern ist es danach erstaunlich ruhig um den Filmemacher geworden, was sich aber im Falle von SCORNED auch nicht ändern dürfte. In SCORNED steckt der Wurm. Zwar ist MCCORDS Darbietung der psychopathischen Sadie ein großer Pluspunkt; das eher mittelmäßige Drehbuch lässt aber kaum Spannung aufkommen. Sadie findet eine ganz eigenwillige Methode der Genugtuung und beginnt Partner und Freundin für deren Vergehen zu bestrafen. Anfangs sind es subtile Demütigungen; später kommen Schraubstock und Strömschläge zum Einsatz. Leider hört sich die grobe Zurschaustellung gemeiner Abartigkeiten deftiger an, als sie es eigentlich sind, denn ein neuer ultra-derber Tortur-Reißer ist SCORNED nämlich nicht.
 
Wir sehen einen ziemlich desinteressierten BILLY ZANE, der vermutlich einzig der Kohle wegen, die Rolle des potenten Kevin angenommen hat, um seine Vita um ein weiteres B-Movie zu ergänzen. Immerhin winselt sich VIVA BIANCA als gerissene Freundin Jennifer durchaus glaubhaft durch den Film und fordert immer mal wieder zum Duell zwischen den beiden Frauen, damit die kleine Geschichte auch etwas Dynamik erhält. Übrigens hat hier SADIE KATZ (was für ein Zufall, dass die Heldin des Films gleichen Namen trägt) mit am Drehbuch gepinselt. Die blonde Schönheit war zuletzt im ziemlich schläfrigen Zickenkrieg HOUSE OF BAD zu sehen und meistert ihre erste Arbeit als Co-Autorin ganz solide. So gibt es am Ende sogar einige haarsträubende Wendungen zu sehen, die dem Rache-Streifen einen fast schon komödiantischen Einschlag verleihen. Für knapp zwei Millionen Dollar kann man nicht meckern. SCORNED ist wahrlich kein Meisterwerk und der furchtbare Amateur-Soundtrack lässt nicht gerade Filmkunst erwarten. Dank ANNALYNNE MCCORD mausert sich der eigentlich austauschbare und vollkommen unbedeutende SCORNED zum schwarzhumorigen Rachespaß, der dem Horrorfan ab und an sogar ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern dürfte.
 
 
 


 
 
 

SCORNED – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Achtung, eine Frau sieht rot! SCORNED ist ein erheiterndes und rabenschwarzes Rachefilmchen mit reichlich gemeinen Wendungen und der vermutlich durchgeknalltesten Psychopathin der Filmgeschichte. Wir haben reichlich geschmunzelt, obwohl SCORNED im eigentlichen Sinne gar keine Horrorkomödie ist und vermutlich auch gar nicht zum Lachen animieren möchte. Schuld an allem ist mal wieder ANNALYNNE MCCORD, die nach ihrer Glanzleistung in EXCISION erneut eine äußerst spezielle Rolle gefunden hat, in der sich so richtig aufblühen kann. Die foltert sich erfrischend zynisch durch den Film und hat während der Ausführung ihrer eigenwilligen Erziehungsmethoden stets einen trockenen Spruch auf den Lippen. So gilt hier: Wer die Folterkomödie JULIA X mochte, wird SCORNED lieben.
 
 
 


 
 
 

SCORNED – Zensur

 
 
 
Einige Foltersachen in SCORNED haben es in sich. Da werden Zähne gezogen, mit Strom gefoltert und Füße mit einem Hammer gebrochen. Ganz so rabiat geht es aber nicht zur Sache, so dass SCORNED in Deutschland die KJ-Einstufung in ungeschnittener Form erhalten wird.
 
 
 


 
 
 

SCORNED – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Eine Frau sieht rot (1976)
 
Die Frau mit der 45er Magnum (1981)