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Filmkritik: „Killer Kate!“ (2018)

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KILLER KATE

Story

 
 
 

Die Gäste eines Junggesellinnenabschieds bekommen Besuch, den sie aber nicht eingeladen haben. Da stellt sich schnell die Frage, wie man den wieder losbekommt. Offenbar nur mit Baseballschläger, Axt und Gewehr.

 
 
 


 
 
 

KILLER KATE – Kritik

 
 
 
Wenn Frauen in Horrorfilmen die Hutschnur reißt, wird es in der Regel blutig und kompromisslos. Seit einigen Jahren sind Rachefilme wieder hoch im Kurs. In der Regel erleben in diesen Filmen ahnungslose Menschen Grausames, die wenig später über sich hinauswachsen und zu Schrotgewehr, Motorsäge oder Axt greifen, um den Peinigern die Leviten zu lesen. Was vor allem in den 1980ern männlichen Helden vorbehalten war, ist seit dem Erfolg der Neuverfilmung von I SPIT ON YOUR GRAVE schon längst nicht mehr allein Männersache. Die Frauenwelt rächt mindestens genauso unberechenbar, wie zuletzt im französischen REVENGE geschehen. Auch dort ließ sich eine attraktive Femme fatale nichts von Herren sagen, griff zum Mordwerkzeug und veranstaltete kurzen Prozess – etwas, das nun auch Kate im Horrorfilm KILLER KATE übernimmt. In dieser amerikanischen Indie-Produktion hat sich mal wieder ein Newcomer ausprobiert. ELLIOT FIELD zeichnet für Regie und Drehbuch verantwortlich und hat auch gleich noch die Gattin als Darstellerin gepachtet. Viel Engagement, das aber kaum der Rede wert ist. KILLER KATE ist kein nennenswerter Horror-Beitrag. Von einem Film mit so reißerischem Titel hat man doch etwas mehr erhofft.
 
 
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Eigentlich freut sich Kate grade über ein Date mit dem Arbeitskollegen, in den sie schon seit einiger Zeit verschossen ist. Doch die Freude über die Verabredung wird durch einen Anruf vom schwerkranken Vater gedämpft. Der möchte unbedingt, dass die junge Frau an der Hochzeit der Schwester teilnimmt. Mit der hat Kate nämlich schon seit längerem keinen Kontakt mehr. Als die zu einer Junggesellinnenparty einlädt, gibt sich die taffe Einzelgängerin einen Ruck. In einer gemieteten Ferienwohnung soll die Sause stattfinden. Doch irgendwie hat man hier ein mulmiges Gefühl. Das ist auch berechtigt. Es dauert nämlich nicht lang bis die Gäste von Fremden überfallen werden. Nur was wollen die? Das Finale von KILLER KATE gibt Erleuchtung – auch wenn die Auflösung zu dem Schwachsinnigsten gehört, was die Horrorfilmwelt seit langem zu bieten hatte.
 
 
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Kein Brüller. KILLER KATE macht handwerklich eine gute Figur und auch die Schauspieler agieren ordentlich. Was den Sehgenuss trübt, ist die Tatsache, dass dem Zuschauer nicht wirklich einleuchten will, was das alles hier eigentlich soll? KILLER KATE ist kein ernstzunehmender Horrorthriller. Die Killer verhalten sich merkwürdig, die Opfer sind alles andere als schlau und auch die Auflösung des Films ist an Blödheit nicht zu überbieten. KILLER KATE nimmt sich bewusst nicht immer ernst und wurde wohl eher als schwarze Komödie konzipiert. Leider zündet kein einziger Gag und auch die Ereignisse kommen nur schleppend in Fahrt. So nimmt man sich anfangs zu viel Zeit, um die Opfer einzuführen. Die schnattern knapp 45 Minuten über längst vergangene Zeiten, bevor sie davon Wind bekommen, dass offenbar Einbrecher im Haus umhergehen. Was folgt, ist Rache-Horror light, der zwar einige blutige Szenen zu bieten hat, die aber wegen unlustiger Humoreinlagen nicht sonderlich hart anzuschauen sind. KILLER KATE gehört wohl zu den unsinnigsten Horrorkomödien, die jemals gedreht wurden. Da sollte man sich nicht vom vielversprechenden Titel verführen lassen, der handfeste Brutalo-Action suggeriert. Wer auf die wartet, wird sich schwarz ärgern.
 
 
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KILLER KATE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Aller Anfang ist schwer. Das Regiedebüt von ELLIOT FELD ist kein großer Wurf. Der als Home-Invasion-Thriller getarnte Horror-Spaß hat ein großes Problem. Der Film verfehlt sein Ziel. Eigentlich sollten solide Gags das Genre der Home-Invasion-Filme auf die Schippe nehmen. Doch die Miene des Zuschauers wird im Falle von KILLER KATE ernst bleiben. Hier verfehlen gut gemeinte Lacher ihre Wirkung. Ein paar nervige Ulk-Floskeln hier, dumme Sprüche unter der Gürtellinie da – das allein macht noch lange keine gute Horrorkomödie. KILLER KATE ist weit weg von den Qualitäten ähnlich gelagerter Filme wie TUCKER & DALE VS EVIL DEAD oder COTTAGE COUNTRY. Die Witze sind flach, die Handlung quälend langweilig und sonderlich blutig wird es auch nie. Demzufolge ist es besser, wenn man diesen Home-Invasion-Flop und Rache-Quatsch besser im Regal stehen lässt. So entgeht man einer Enttäuschung.
 
 
 


 
 
 

KILLER KATE – Zensur

 
 
 
Es gibt ein paar Morde zu sehen. Ein mit Stacheldraht umwickelter Baseballschläger kommt zum Einsatz und Körper werden auch mit Stich- und Hiebwaffen bearbeitet oder durchbohrt. Wegen des komödiantischen Einschlags ist das nicht alles sonderlich hart anzuschauen. Hierzulande könnte es eine FSK16 für KILLER KATE geben. Diese Freigabe ist angemessen.
 
 
 


 
 
 

KILLER KATE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Tina Thorpe – Feld Films LLC)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Blood Fest (2018)

Tragedy Girls (2017)

Mercy Christmas (2017)

68 Kill (2017)

Peelers (2016)

Bloody Knuckles (2014)

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Filmreview: „Truth or Dare“ (2011)

"True or Dare" (2011) - Filmplakat / Filmreview auf Filmcheck
 
 
 

TRUTH OR DARE

Story

 
 
 
Der unscheinbare und introvertierte Felix hat es nicht leicht. Nicht nur, dass er von Allen ignoriert, verspottet und missachtet wird, auch Freunde hat auch keine. Auf einer Abschlussfeierlichkeit soll sein Leben eine gänzlich andere Kerbe einschlagen, denn nebst Alkohol, Drogen und lauter Musik brodelt die Stimmung als eine der Partygäste vorschlägt das Partygame „Wahrheit oder Pflicht“ zu spielen. Zu allem Unglück wird auch Felix zu dieser Party geladen und kommt auch gleich in den Genuss sich für „Wahrheit“ zu entscheiden. Als er demnach allen Anwesenden unter tobenden Gelächter offenbart, sich in die allseits beliebte und hübsche Gemma (Florence Hall) verliebt zu haben, gerät das Feiergeschehen außer Kontrolle. Einige Monate später werden einige Gäste der Abschlussfeier überraschenderweise in ein Haus im Wald geladen, indem der schüchterne Felix eine ebenso trinkfreudige Geburtstagsfeier veranstalten möchte. Kaum dort angekommen vermissen die Gäste jedoch den eigentlich Gastgeber vor Ort und machen unweigerlich Bekanntschaft mit dem smarten Bruder des einst Gepeinigten. Doch die vermeintlich heitere Stimmung ist schnell verflogen, denn Felix´s Bruder Justin (David Oakes – „Die Borgias“ – „Die Säulen der Erde“) scheint leider rein gar nicht in Feierlaune zu sein. Kaum die Tür der Hütte verschlossen, zückt Justin seine Waffe und richtet sie auf einen der Gäste. Für die vollkommen überraschten Anwesenden beginnt ein Kampf um Leben und Tod.
 
 
 


 
 
 

TRUTH OR DARE – Kritik

 
 
 
Ob nun PROM NIGHT (1980), PATRICKS HÖLLENTRIP (1978) oder STEPHEN KINGS CARRIE (1976) – Filme in denen verletzte Seelen ihren, meist jugendlichen Peinigern die Leviten lesen sind bereits fester Bestandteil in der Welt des Horrorkinos geworden und finden seit jeher wachsenden Zuspruch bei Filmfans weltweit. Leider bekleckert sich der Großteil derartiger Produktionen oftmals nicht gerade mit Ruhm, denn hier wird vordergründig die immerzu gleiche Geschichte abgespult, die uninspiriert nach bekannten „Schema F“ meist einzig darin Schauwert findet, die handvoll hirnloser Protagonisten möglichst kreativ um die Ecke zu meucheln. Auch die aktuelle, recht hübsch aufpolierte Produktion TRUTH OR DARE macht da keine Ausnahme und erfindet das Rad nicht neu. Hier werden zwar alle Zutaten des 80er Jahre Rache-Kinos lauwarm aufgeköchelt; und dennoch macht dieser kleine Horrorthriller eigentlich alles richtig. Das mag wohl möglich daran liegen, dass Regisseur ROBERT HEATH ein glückliches Händchen bei der Auswahl seiner trinkfesten Protagonisten bewiesen hat, die gänzlichen entgegen jedes Slasher-Klischee endlich mal nicht unerträglich nerven. Dem Film kommt das unweigerlich zu Gute, denn die weniger Charaktere sind recht zugänglich und sympathisch skizziert, so dass einem als Zuschauer deren Ableben durch Mark und Bein jagt. Um nicht allzu sehr im typischen 80er Jahre-Slasher-Flick-Flack zu versinken hat sich Regisseur ROBERT HEATH dazu entschieden dem allseits bekannten Highschool-Rache-Slasher neue Impulse zu verleihen, denn foltererprobte Filmfans von Heute dürften sich schnell mit belanglos-seichter 80s Retro-Slasher-Ware (am Rande: die Hütte, in der das Geschehen spielt erinnert geradezu an die aus dem EVIL DEAD-Universum) unterfordert fühlen. Demnach hat er seinen aktuellen Beitrag TRUTH OR DARE an die aktuelle Sehgewohnheiten angepasst und „überrascht“ mit ausgetüftelter SAW-Tortur-Folterei, die aber dennoch immer im überschaubaren und vor allem erträglichen Rahmen zu überzeugen weiß.
 
Die wenigen geladenen Gäste werden spielerisch und auf recht kompromissloser Weise gezwungen die Geschehnisse von einst zu rekonstruieren. Wer dem nicht folge leisten möchte, hat die Wahl zwischen dem eigenen Freitod oder dem einer seiner Freunde. Dass natürlich keiner der Geladenen freiwillig über die Klinge springen möchte und sich für den Tod eines anderen entscheidet dürfte klar auf der Hand liegen. Trotz Vorhersehbarkeit bleibt der Film kurzweilig bis zum Schluss und hält den Filmfreund gehörig auf Trapp. Sichtliche Filmlängen sind hier Gott sei Dank Mangelware. TRUTH OR DARE ist ein frischer, kleiner und cooler Film, der neben einer hervorragenden Kameraarbeit auch mit einem überaus sexy agierenden Film-Vamp (JENNIE JACQUES) punkten kann und mit Sicherheit für einige feuchte Träume der vorwiegend männlichen Zuschauer sorgen dürfte.
 
Mit TRUTH OR DARE hat es Genre-Neuling ROBERT HEATH geschafft einen kleinen Retro-Horrorbeitrag zu kreieren, der zwar an die vielen kleinen Rache-Streifen der 80er erinnert, aber trotz diverser Genre-Klischees Laune verbreitet und ohne auffällige Längen zu überzeugen weiß. Das recht ansprechend gefilmtes Kammerspiel punktet mit SAW-resken Tortour-Terror, der die handvoll Protagonisten ganz schön fies um ihr Leben pokern lässt. Damit auch blutgierige Gore-Hounds auf ihre Kosten kommen gibt es einige nette Splattereffekte, die aber immer im überschaubaren Rahmen bleiben und ganz schön unangenehm abgehandelt werden. Wer auf ordentlich frivoles Teeniefutter steht und mit allseits bekannten und recht ausgelutschten Genre-Klischees leben kann, dem dürfte TRUTH OR DARE auf jeden Fall munden.
 
 
 


 
 
 

TRUTH OR DARE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
08/15-Kost, die aber trotzdem Spaß macht. Nostalgischer 80er Jahre Retro-Slasher meets Folter-Tortur-Porn. Klingt komisch – harmoniert aber bestens. Als Horrorfilmfreund darf man gern mal einen Blick riskieren!
 
 
 


 
 
 

TRUTH OR DARE – Zensur

 
 
 
Der Film ist hierzulande ungeschnitten durch die FSK gekommen und trägt das KEINE JUGENDFREIGABE-Zeichen.
 
 
 


 
 
 

TRUTH OR DARE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Truth or Dare; Großbritanien 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Trailershow mit 10 weiteren Filmen des Labels

 
 
 
Label MAD DIMENSION ist seit jeher dafür bekannt, in bescheidener Regelmäßigkeit kleine Genrefilme auf Blu-ray und DVD zu veröffentlichen, wobei sich nicht selten darunter auch einige Geheimtipps verstecken. TRUTH OR DARE ist so ein Film, dessen Sichtung auf keinen Fall ausbleiben sollte, unterhält der Racheplot ungemein kurzweilig. Nach einer erheblichen Wartezeit (der Film ist bereits in England seit einer gefühlten Ewigkeit erhältlich) erscheint TRUTH OR DARE nun auch endlich in deutschen Gefilden, wobei man einmal mehr MAD DIMENSION für die optische Präsentation der Blu-ray loben muss. Das Packshot schaut wahrlich grandios aus und schlägt um Längen das rotzige Cover der UK-Scheibe. Zudem kommt die deutsche Fassung erneut MAD DIMENSION-typisch in einer schwarzen Amaray daher, was die deutsche Veröffentlichung optisch durchaus aufzuwerten versteht. Der Film konnte ungeschnitten die FSK passieren und besitzt leider außer einer Trailershow bestehend aus zehn weiteren Streifen aus dem labeleigenen Fundus von MAD DIMENSION keine filmbezogenen Extras. Das ist etwas bedauerlich, hätte zumindest ein kurzes Feature zum Film die Veröffentlichung runder gemacht. Zudem hat sich nicht einmal der Trailer zum Streifen auf die Blu-ray verirrt, was etwas seltsam anmutet, schwirrt doch der deutschsprachige Clip auf unzähligen Videoplattformen im Internet umher. Nichtsdestotrotz darf sich der Zuschauer genüsslich auf der Couch zurücklehnen und eine technisch durchweg zufriedenstellende Heimkinoveröffentlichung genießen. Das Bild ist hervorragend und auch der Ton macht eine erstaunlich solide Figur. Außerdem präsentiert MAD DIMENSION den vorliegenden TRUTH OR DARE in einer guten Synchronisation, was ja bisher nicht unbedingt bei jeder Veröffentlichung des Labels der Fall gewesen ist. Der (im Vergleich zu Mediabooks aus Österreich) kleine Anschaffungspreis dürfte Sammler „böser“ Filme überraschen und vermutlich schnell zum Kauf animieren, zumal TRUTH OR DARE sogar mit Wechselcover ausgeliefert wird, so dass Flatschengegner das ungeliebte FSK-Logo mit nur wenigen Handgriffen austauschen können.
 
 
 

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TRUTH OR DARE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Prom Night (2008)

Prom Night (1980)

Patricks Höllentrip (1978)