In eigener Sache oder „Werbung für lau“

Als ich vor knapp anderthalb Jahren anfing, hier über Horrorfilme zu schreiben, war das Ganze mehr ein Hobby. Niemals hätte ich gedacht, mit meiner Leidenschaft auf diese Resonanz zu stoßen – wenn ich dem Zähler des Blogs trauen darf, haben hier in dieser Zeit schon knapp 280.000 Besucher vorbeigeschaut. Dank dieses Erfolges sind auch einige Firmen auf den Filmchecker aufmerksam geworden und beliefern mich mit den neuesten Werken aus ihrem Hause.
Gestern bekam ich das erste Mal ein Testmuster von einem großen Major. Selbstverständlich habe ich mich darüber gefreut, schließlich haben die ja ein riesiges Angebot an hochwertigen Filmen. Die Freude währte aber nicht allzu lange. Das Unternehmen fordert einen Review zum Film und, dass ich das Testmuster innerhalb von zwei Wochen zurücksende. Erst mal musste ich lachen, als ich diese Zeilen im Begleitschreiben las, doch dann habe ich mich geärgert. Ein riesiger Major mit Millionen-Umsätzen fährt derart Sparflamme, das ist eine echte Unverschämtheit!
Ihr denkt vielleicht: Worüber regt der sich eigentlich auf? Das will ich Euch gern erklären: Ich schaue mir den zu rezensierenden Film an, recherchiere im Internet, schreibe eine Review, pflege diese auf den Blog ein, verlinke auf relevanten Seiten und als Dankeschön für die ganze Arbeit soll ich noch das Porto für die Rücksendung zahlen! Werbung „für lau“ für den Major und für mich nur Arbeit und Kosten. Nicht mal den Film darf ich behalten als kleinen Lohn für die ganze Mühe! Ehrlich gesagt, das muss ich mir nicht antun.
Momentan überlege ich, ob ich den gesamten Kram ungesehen und unfrei zurücksende. Wie würdet Ihr Euch verhalten?

Hellraiser80