Filmkritik: „Starry Eyes“ (2014)

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STARRY EYES

Story

 
 
 
Ein Anruf aus der Hölle verändert das Leben der erfolglosen Schauspielerin Sarah maßgeblich. Sie wird zu einem Vorsprechen eingeladen, das ihr zwar alles abverlangt, jedoch die Möglichkeiten eröffnet in der schillernden Welt Hollywoods Fuß fassen zu können …
 
 
 


 
 
 

STARRY EYES – Kritik

 
 
 
Es ist immer wieder schön zu sehen, dass es da draußen immer noch Filme gibt, von denen man sich nicht viel verspricht und die letztendlich überraschen, weil sie eine unerwartete Richtung einschlagen. STARRY EYES ist so ein unentdeckter Diamant, der mit zwei gegensätzlichen Filmhälften die Gunst der Horrorgemeinde für sich gewinnen möchte und sich aber damit nicht nur Freunde macht. Hier wird Gewalt ganz groß geschrieben, was vor allem zartbesaitete Angsthasen tief in den Filmsessel rutsch lassen dürfte, schließlich werden für STARRY EYES harte Nerven und eine Vorliebe fürs Grobe vorausgesetzt. Die beiden Drehbuchautoren und Regisseure KEVIN KOLSCH und DENNIS WIDMYER machen seit geraumer Zeit gemeinsame Sache und haben in den letzten Jahren schon so einige Filmprojekte zusammen auf die Beine gestellt. Leider haben sie damit nicht den Erfolg ernten können, den sich das Duo vermutlich gewünscht hätte. Grund genug mal Tacheles zu reden und im Horrorfilm STARRY EYES mit der rücksichtslosen Geldmaschinerie Hollywoods abzurechnen, wo kreative Filmemacher und Schauspieler ihre Seele an profitgeile Produzenten verkaufen müssen, um überhaupt einen Fuß in der Traumfabrik bekommen zu können. So ähnlich ergeht es Protagonistin Sarah im Film. Sie durchlebt Dank hervorragender Spezialeffekte und einer Menge Ekel-Make-up eine groteske Metamorphose vom ehrgeizigen Traumtänzer hin zur gewissenlosen Karrierefrau, die am Ende sogar die besten Freunde für ihr Ziel unter die Erde bringt.
 
Sarah lebt in L.A., verdient sich mit einem schlecht bezahlten Kellnerjob ein paar Dollar, damit sie die Miete für eine kleine Wohnung bezahlen kann, die sie sich mit der besten Freundin teilt. Doch zufriedengeben will sie sich damit nicht. Sie bewirbt sich wahllos für Vorsprechen in unbedeutenden Filmen und hofft, irgendwie Fuß in die schillernde Traumwelt Hollywoods bekommen zu können. Für eine Rolle im Film „Silver Scream“ setzt sie alles auf eine Karte und spricht bei einem Casting vor, das ihr bisher erfolgloses Leben auf den Kopf stellen wird. Der Produzent ist von Sarahs Talent begeistert, fordert jedoch Opfer, die die ehrgeizige Frau in Kauf nimmt, um endlich auch im Rampenlicht stehen zu können.
 
HOUSE OF THE DEVIL lässt grüßen, denn STARRY EYES orientiert sich in seiner Machart an die großen B-Klassiker der 1970er- und 1980er, die bereits 2009 von TI WESTS (THE SACRAMENT) im genannten Okkult-Horror eindrucksvoll gehuldigt wurden. Ob nun preisgekröntes Poster, eingängiger Synthesizer-Soundtrack oder handgemachtes Splatter-Gematsche; STARRY EYES hat all das, was klassisches Horrorkino aus jenen Dekaden zu bieten hatte und dürfte vor allem jene Nostalgiker begeistern, deren Herz am Old-School-Horror hängt. Das Massenphänomen Crowdfunding hat dazu beigetragen, dass das Projekt überhaupt verwirklicht werden konnte. Wie bei so einigen Indie-Produktionen (u.a. AMERICAN BURGER) aus letzter Zeit musste auch STARRY EYES durch Spendengelder teilfinanziert werden, damit der Streifen überhaupt fertiggestellt werden konnte. Dass wenig Geld zur Verfügung gestanden hat, ist dem Film aber nicht anzusehen – ganz im Gegenteil, die Produktion befindet im Gegensatz zu den meisten B-Movies auf technisch beachtlichem Standard und hat sogar noch gute Schauspieler zu bieten, die zur Abwechslung auch noch Ahnung vom Schauspielen haben. Allen voran ALEX ESSOE, die mit beängstigender Intensität eine verzweifelte Jungaktrice verkörpert, die alles tut, um ihrem Traum ein Stück näher kommen zu können.
 
Man nehme 70er-Okkult-Horror, kopiere etwas Cronenbergschen Body-Horror und füge die Brutalität des neuen französischen Terrorkinos dazu. Fertig ist STARRY EYES, ein Film der gemächlich beginnt und am Ende mit reichlich Gewalt wachrüttelt. Auch wenn die eigentliche Botschaft des Streifens am Ende zugunsten blutrotem Todesreigen an Wichtigkeit verliert, dürften KEVIN KOLSCH und DENNIS WIDMYER das erreicht haben, was sie wohl erreichen wollten: über STARRY EYES wird gesprochen. Wer offen für Filmexperimente ist sollte einen Blick riskieren – aber vorsichtig: dieses Horror-Drama hat es in sich!
 
 
 


 
 
 

STARRY EYES – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Schockierend, ekelerregend und kontrovers: STARRY EYES ist kein Film den man sich auf nüchternen Magen anschauen sollte. Die beiden Regisseure KEVIN KOLSCH und DENNIS WIDMYER haben einen haarsträubenden Genre-Mix auf Zelluloid verewigt, der ganz souverän mit der amerikanischen Filmindustrie abrechnet. Zwischen düsterer Okkult-Thematik, harten Slasher-Praktiken und widerlichem Body-Horror kritisieren die Macher das knallharte Business der schillernden Traumfabrik und decken auf, was Arbeitnehmern fernab Hollywoods nicht sonderlich neu sein dürfte. Trotzdem, STARRY EYES lebt von der Prämisse, dass er ab Filmmitte unerwartet das Genre ändert, was sich vor allem bei unvorbereitete Zuschauern zu einer nervenaufreibenden Prozedur entwickeln kann. Aus einem anfänglich deprimierenden Drama wird knüppelharter Brutalo-Horror, der nicht selten an die Gewalt-Eskapaden des neuen französischen Terrorkinos erinnert. Wer damit leben kann, dürfte mit der abgrundtief bösen Abrechnung gut unterhalten werden, schließlich sorgt der unerwartete Wechsel vom Drama zum Horror dafür, dass STARRY EYES in Erinnerung bleibt – etwas, dass kaum noch neueren Horrorfilmen heutzutage gelingen will.
 
 
 


 
 
 

STARRY EYES – Zensur

 
 
 
Rechteinhaber TURBINE MEDIEN konnte eine ungeschnittene Freigabe bewirken. Ab Filmmitte ist STARRY EYES vollgepackt mit grafischen Gewaltmomenten, die nicht ohne sind. Da wird mit einer Hantel das Gesicht einer Protagonistin eingeschlagen. Außerdem werden Körper mit einem Küchenmesser bearbeitet, was schon ziemlich grenzwertig bebildert wurde. Zudem schaut der körperliche Zersetzungsprozess von Heldin Sarah reichlich unappetitlich aus, so dass es doch ein wenig verwundert, warum STARRY EYES hierzulande von der FSK in kompletter Form freigegeben wurde. Keine Jugendfreigabe!
 
 
 


 
 
 

STARRY EYES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Turbine Medien (Limitiertes Digipack mit DVD, Blu-ray und Soundtrack-CD)

 
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(c) Turbine Medien (Kaufhaus-Blu-ray)

 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Starry Eyes; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1., Deutsch DTS 5.1., Englisch DTS-HD MA 7.1., Englisch DTS 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte, Deutsch, Englisch

Bild: 2.35:1

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Einfache Auflage: KeepCase mit Wendecover / Luxus-Auflage: Limitiertes Digipack

Extras: Audiokommentar mit den Regisseuren Kevin Kölsch & Dennis Widmyer und demProduzenten Travis Stevens, 10 unveröffentlichte Szenen mit deutschen Untertitel, Making of: Soundtracks, Casting-Video: Alex Essoe, Fotoshow: Hinter den Kulissen, Teaser, Trailer (USA) & (D) / Limitiertes Digipack zusätzlich mit Soundtrack-CD

Release-Termin: Kaufhaus-Fassung: 03.04.2015 / Limitiertes Digipack: 13.03.2015

 

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STARRY EYES – Trailer

 
 


 
 
 

Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Black Swan (2010)
 
Irreversible (2002)
 
Suspiria (1977)
 
House of the Devil (2009)
 

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Kritik: „Chilling Visions: 5 Senses of Fear“ (2013)

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CHILLING VISIONS: 5 SENSES OF FEAR

Story

 
 
 
Eine gar makabre und äußerst kurzweilige Geschichtensammlung über die menschlichen Sinne …
 
 
 


 
 
 

5 SENSES OF FEAR – Kritik

 
 
 
Die beliebte GESCHICHTEN AUS DER GRUFT-Serie dürfte vermutlich noch jedem halbwegs bewanderten Horrorfan ein Begriff sein. Die feierte Dank Bezahlsender HBO (Home Box Office) in Amiland zwischen 1989 und 1996 ordentliche Erfolge und kam – immens geschnitten – auch nach Deutschland. Die, an die gleichnamige Comicreihe aus den 1950ern angelehnte TV-Serie machte sich durch die makaberen Schlussgags in Fankreisen einen Namen und wurde nach der siebten Staffel eingestellt. Seither haben so einige Sender versucht, die Kurzgeschichten-Gruselrezeptur in ähnlicher Weise fortzusetzen, wobei zu den wohl bekanntesten Ergebnissen der letzten Jahre die MASTERS OF HORROR und FEAR ITSELF-Episoden gehören. Der amerikanische Sender CHILLER schafft nun Abhilfe, wenn auch leider vorerst nur in Spielfilmlänge und bringt mit CHILLING VISIONS: 5 SENSES OF FEAR eine ziemlich gemeine Anthologie (leider ohne den Cryptkeeper) mit fünf Episoden in die heimischen Wohnzimmer, die in Deutschland als 5 SENSES OF FEAR vermarktet wird. Hier wird das Konzept der perfiden Schlussgags der TALES FROM THE CRYPT-Reihe erneut aufgegriffen und zum Höhepunkt jedes Segments stilisiert. Überhaupt muss man an dieser Stelle einmal sagen, dass die hauseigenen Schauerwerke der CHILLER FILMS Macher von mal zu mal besser werden. Nach eher mittelmäßigen Streifen wie DEAD SOULS (2012) oder BENEATH (2013) hat man noch einmal kräftig an der Qualitätsschraube gedreht, so dass kaum noch offensichtlich ist, dass es sich bei CHILLING VISIONS: 5 SENSES OF FEAR eigentlich um einen fürs TV produzierten Horrorfilm handelt. Die Entscheidung, einen Anthologiestreifen zu drehen, dürfte am überraschenden Erfolg der V/H/S-Reihe liegen, die zusammen mit dem nicht minder beliebten The ABCS OF DEATH im Jahr 2012/2013 ausreichend Lob ernten konnte. Und in der Tat, CHILLING VISIONS: 5 SENSES OF FEAR steht den genannten Horrorsammlungen in nichts nach, wobei auch die Kurzfilmchen in diesem Schocker allesamt unter einem Thema laufen und von unterschiedlichen, im Genre teils bekannten Regisseuren geschrieben und gedreht wurden. Wie der Titel schon sagt, geht es in der neusten CHILLER FILMS-Produktion um die menschlichen Sinne. Die machen den Protagonisten der Episoden das Leben zur Hölle und sind Ausgangspunkt für ein wahrlich schmerzhaftes Treiben, was vor allem das Interesse der Liebhaber des groben Schlachthandwerks wecken dürfte. Den Anfang macht die Episode:
 
SMELL, die von Regisseur NICK EVERHART (Produzent und Regisseur diverser ASYLUM-Schundwerke, u.a. DAS OMEN DES BÖSEN) inszeniert wurde. Darin geht es um Seth Kyle (COREY SCOTT RUTLEDGE), der eines Tages von einem schrägen Mary Poppins-Verschnitt ein mysteriöses Parfüm geschenkt bekommt, das Erfolg auf ganzer Linie verspricht, wenn man es aufträgt. Für Pechvogel Seth entpuppt sich das Duftwasser als Geschenk Gottes. Beruflich geht es bergauf und auch bei den Frauen ist er gefragter denn je. Leider hat das Wundermittel auch schmerzhafte Nebenwirkungen.
 
Im Segment SEE, das von MIKO HUGHES auf Film gebannt wurde, dreht sich alles um einen etwas schrulligen Augenarzt (TED YUDAIN). Der schaut nicht nur GEOFFREY BAYLDONNUR aus ASYLUM-IRRGARTEN DES SCHRECKENS (1972) unverkennbar ähnlich, sondern verhält sich auch ähnlich verhaltensauffällig. Er beherrscht eine Methode, mit der er die Augenflüssigkeit seiner Patienten konservieren kann und träufelt sich hin und wieder selbige in das eigene Sehorgan, um die gespeicherten Erinnerungen seiner Patienten erleben zu können. Für den Mediziner eine gute Möglichkeit, sich vom privaten Wohlergehen seiner Patienten zu überzeugen. Als eine seiner Lieblings-Patientinnen Opfer häuslicher Gewalt wird, ist es für den Doktor eine Herzensangelegenheit, der Leidtragenden zu helfen – mit fatalen Folgen. Regisseur MIKE HUGHES gibt zwar mit dieser Geschichte sein Regiedebüt, ist im Filmbusiness aber kein Unbekannter. Bisher hat er sich als Schauspieler, unter anderen in THE MERCURY PUZZLE (1998) und SPAWN (1997) einen Namen gemacht. Zudem hat sich HUGHES auch schon in der CHILLER FILMS-Hausproduktion REMAINS OF THE WALKING DEAD (2011) als Horrordarsteller erproben können und trat dort den Kampf gegen Horden von Zombies an.
 
Die Episode TOUCH erzählt das Schicksal eines blinden Jungen, der nach einem Autounfall im Wald dringend Hilfe für die verletzten Eltern sucht. Er stößt auf eine geheimnisvolle Holzhütte im Dickicht, in der ein kaltblütiger Psychopath haust. Der hat nicht nur panische Angst vor menschlichen Berührungen, sondern scheint auch nicht auf die List seines jungen, sehbehinderten Widersachers vorbereitet zu sein. Auf Zelluloid gebannt hat diesen schlichten aber durchaus makabren Horrorspaß EMILY HAGINS. Bereits 2006 hat die Regisseurin im Horrorbereich erste Erfahrungen sammeln können. Mit dem Low-Budget-Film PATHOGEN (2006) gab sie mit gerade einmal 13 (!) Jahren nicht nur ihren Regieeinstand, sondern bewies auch, dass sie eine unbändige Leidenschaft fürs phantastische Genre hegt. Drei Jahre später sorgte sie mit der Mystery THE RETELLING für Nachschub. Die Veröffentlichungen ihres bisherigen Schaffens in Deutschland lassen immer noch auf sich warten.
 
Weiter geht’s mit TASTE, in dem ein Hacker (DOUG ROLAND) zum Vorstellungsgespräch in ein ominöses Unternehmen geladen wird. Der soll ein mysteriöses Musikstück besorgen, schlägt aber das Angebot aus. Für Chefin Lacey (SYMBA SMITHS) Grund genug, ihre SAW-esken Fallen zu aktivieren. Wer es blutig mag, kommt hier definitiv auf seine Kosten. Nicht nur, dass diese Geschichte alle anderen Episoden miteinander verbindet und so CHILLING VISIONS: 5 SENSES OF FEAR ein Sinn verleiht; Regisseur ERIC ENGLAND scheint ein regelrechter Verehrer des lukrativen SAW-Franchises zu sein, hat er doch mit der Kopf-Bärenfalle gleich eines der beliebtesten Folterutensilien der SAW-Reihe am Start. ENGLAND hat auch schon einigen Horrormist verbrochen. So dürfe der Slasher-Fanfraktion sein kläglicher MADISON COUNTY (2011) in Erinnerung geblieben sein, dem demnächst wahrhaftig ein weiterer Teil folgen wird.
 
Den Abschluss macht die Found-Footage-Episode LISTEN. Die geht einem mit den gängigen Wackelcam-Klischees (das Bild ruckelt nahezu unerträglich) zwar ganz schön auf den Zünder, hat aber Gott sei Dank eine gute Geschichte zu bieten. Im Mittelpunkt stehen einige Dokumentarfilmer, die ein unheimliches Musikstück zusammenschneiden sollen. Sie durchforsten diverse VHS-Bänder mit Fragmenten des Klavierstücks und fügen sie zu einem Komplettwerk zusammen. Ganz so ungefährlich scheint die Arbeit nicht zu sein, bringt doch das akustische Meisterwerk jeden den Tod, der es bis zu Ende hört. THE RING lässt grüßen – nach dieser Devise schließen ANDY MITON und JESSE HOLLAND die durchweg gelungene Anthologie ab, wobei man sagen muss, dass sich das Duo mit dem Erstwerk YELLOWBRICKROAD ja schon einmal akustisch und filmisch etwas in die Nesseln gesetzt hat. Der ultra-miserable Mysterythriller war einer der Rohrkrepierer des Filmjahrs 2010, so dass es erstaunt, dass die beiden mit ihrem Beitrag in CHILLING VISIONS: 5 SENSES OF FEAR doch noch beweisen konnten, dass sie gute Gruselfilme machen können.
 
Letztendlich steht CHILLING VISIONS: 5 SENSES OF FEAR den großen Kurzgeschichtensammlungen der letzten Zeit in nichts nach. Das Ding ist extravagant, erfrischend und effekttechnisch sogar hundertprozentig hausgemacht. Wir bekommen abwechslungsreiche Gruselgeschichten der alten Schule serviert, die einmal nicht dem obligatorischen Horrorstandard entsprechen. Zombies, Geister, Werwölfe, Vampire und skrupellose Foltergesellen machen in diesem Anthologiestreifen erst einmal Pause. Umso überraschender, dass CHILLING VISIONS direkt fürs TV produziert wurde. Qualitativ gibt es keine Ausfälle. Die Segmente sind kurz und knackig; unterhalten grandios. Wenn man etwas zu bemängeln hätte, dann die etwas schleierhaften Zusammenhänge der Geschichten. Die werden nur vage beleuchtet, was aber durchaus zu verschmerzen ist und dazu noch die Interpretationskreativität des Zuschauers entfachen dürfte. Insofern Filmschmiede CHILLER FILMS dieses Niveau weiterhin beibehält, dürften dem Filmfreund demnächst wirklich hochwertige Streifen ins Haus stehen. Eine Fortsetzung zu CHILLING VISIONS: 5 SENSES OF FEAR wird nicht lange auf sich warten lassen, was durchaus zu begrüßen wäre.
 
 
 


 
 
 

5 SENSES OF FEAR – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Abwechslungsreich, blutig und herrlich makaber. CHILLING VISIONS: 5 SENSES OF FEAR oder wie er hier in Deutschland vermarktet wird: 5 SENSES OF FEAR ist ein bitterböser Horrorspaß in der Tradition der berüchtigten GESCHICHTEN AUS DER GRUFT-Reihe. Wer nostalgische Schocker der alten Schule bevorzugt und eine Leidenschaft für Filme mit perfiden Enden hegt, ist mit 5 SENSES OF FEAR auf jeden Fall gut beraten. Nach THE ABCS OF DEATH und V/H/S einer der besten Anthologiestreifen der letzten Jahre.
 
 
 


 
 
 

5 SENSES OF FEAR – Zensur

 
 
 
CHILLING VISIONS: 5 SENSES OF FEAR ist ein abwechslungsreiches Horrorfilmchen, das für jeden Horrorfan etwas zu bieten hat. Auch Freunde, der etwas blutigeren Filmkost kommen in diesem Anthologiestreifen auf ihre Kosten. Demnach wurde CHILLING VISIONS: 5 SENSES OF FEAR ungeschnitten und mit KJ-Kennzeichnung nach Deutschland gebracht.
 
 
 


 
 
 

5 SENSES OF FEAR – Deutsche Blu-ray

 
 
 

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(c) Justbridge

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Chilling Visions: 5 Senses of Fear; USA (2013)

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: FSK18 – Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray

Extras: Trailer

Release-Termin: 12.09.2014

 
 
 

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5 SENSES OF FEAR – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:

V/H/S 2 (2013)

The ABCs of Death (2012)

Geschichten aus der Gruft (1989-1996)

Chillerama (2011)

Scary or Die (2012)

Filmkritik: „The Mine – Halloween in der Hölle“ (2013)

AbandonedMine
 
 
 

THE MINE – HALLOWEEN IN DER HÖLLE

(ABANDONED MINE)

Story

 
 
 
Einige Freunde treffen sich an Halloween, für eine Minenexpedition. Im Stollen soll es angeblich spuken. Nach einem unachtsam verursachten Zwischenfall sitzen die Kids in der Falle und können den Ausgang nicht mehr erreichen. Während man nach einem anderen Exit sucht, scheint es in dem verlassenen Bergwerk wirklich nicht mit rechten Dingen zuzugehen …
 
 
 


 
 
 

THE MINE – Kritik

 
 
 
Wenn ein Horrorfilm mit einem PG-13 Rating in die amerikanischen Kinos kommt, bedeutet das zwar durchaus, dass das gewaltfreie Filmchen ordentlich Kohle in die Kassen gewinnorientierter Studios schwemmt. Das erwachsene Publikum dürfte jedoch bei dieser Prämisse schnell mit der Nase rümpfen, gewinnt doch ein Horrorfilm gerade mit den nicht kindgerechten Szenen seinen eigentlichen Reiz. Es gibt jedoch auch einige Ausnahmen, die es trotz niedriger Altersfreigabe geschafft haben, ohne großartiges Blutvergießen selbst dem volljährigen Zuschauer gehörige Schauer einzujagen. Neben s/w-Klassikern wie BIS DAS BLUT GEFRIERT (1963) und DAS SCHLOSS DES SCHRECKENS (1961) lassen sich auch in der Gegenwart hin und wieder vergleichsweise harmlose Filme entdecken, die es verstehen, selbst dem abgebrühtesten Horrorfilmfan das Fürchten zu lehren. So schaffte es Regisseur ALEJANDRO AMENÁBAR mit seinem THE OTHERS (übrigens frei ab 12) im Jahre 2001 auch ohne blutrünstige Gewalt und Litern von Kunstblut einen der wohl grusligsten Filme der letzten Jahre zu produzieren. Es braucht nicht viel, heute einen unheimlichen Schocker zu zaubern. Liegt ein gutes Drehbuch vor, bedarf es nur talentierter Schauspieler und eines erfahrenen Kameramanns, der es versteht unheilvolle Bilder auf Film zu bannen. Zutaten, die THE MINE leider nicht besitzt. Dieser familienfreundliche und absolut blutleere Gruseltrip ist einer der vielen Fälle, der Jung wie Alt nicht erschrecken, sondern eher in süßen Tiefschlaf versetzt. Schauspieler JEFF CHAMBERLAIN hat sich in den 1970er und 80er durch diverse Auftritte in hier unbekannten Serien einen Namen gemacht und mag wohl den Traum vom eigenen Film nie ganz aus den Augen verloren zu haben. Rasch schrieb er das Drehbuch zu THE MINE (der im Original eigentlich ABANDONED MINE heißt) und übernahm auch gleich die Regie. Aufgrund der ersten, durchweg positiven Kritiken wurde der direkte Weg auf den Videomarkt gestrichen und CHAMBERLAINS Debüt in den amerikanischen Kinos ausgewertet. Was die ersten Kritiker gesehen haben müssen, scheint wohl eine gänzlich andere Version dieser unbrauchbaren Schlafpille gewesen zu sein, denn der fertige THE MINE ist weit entfernt von sehenswert.
 
In diesem unspektakulären Schaffen der Marke Schon-Unzählige-Male-Gesehen erleben wir, wie fünf Kids das alljährliche Halloweenfest auf ganz besondere Weise feiern möchten. Um den Tag unvergesslich zu machen, wollen die Freunde Ethan (CHARAN PRABHAKAR), Laurie (SAIGE THOMPSON), Brad (REILEY MCCLENDON), Jim (ADAM HENDERSHOTT) und Sharon (ALEXA VEGA) eine unheimliche Mine erkunden, von der man sagt, dass es darin spukt. Dass derartige Erzählungen nichts gutes verheißen, interessiert die naiven Jugendlichen natürlich herzlich wenig. Glaubt man den Legenden, soll sich in der verlassenen Mine tragisches ereignet haben: Der ehemalige Minenarbeiter William Jarvis wurde zusammen mit seinen beiden Töchtern in einen Hinterhalt gelockt und lebendig begraben. Nun geistern ihre rastlose Seelen durch die Schächte, immer auf der Suche nach einem geeigneten Wirtskörper, das ungemütliche Grab verlassen zu können. Während die Kids guter Dinge den stillgelegten Komplex betreten, passiert wenig später das erste Unglück und man sitzt in der Falle. Der Ausgang ist nicht mehr zu erreichen und Panik bricht aus. So zwängt sich die Bande durch die engen Schächte, in der Hoffnung einen alternativen Ausgang zu finden. Während sich die Freunde in einer verzwickten Situation befinden und nicht wissen, was sie im Inneren des Bergwerks erwartet, verwandelt sich der behäbige Spuktrip schnell zum klaustrophobischen Höhlenexpeditions-Survival-Thriller. Einer der Anwesenden hat plötzlich mit den viel zu engen Minengängen zu kämpfen, eine andere Protagonistin ist dem Wahnsinn nahe, weil sich riesige Vogelspinnen von der Decke abseilen. Fledermäuse erschrecken die Kids zu Tote und können dem Zuschauer nur ein lautes Gähnen entlocken. Immerhin haben die Charaktere in ihrer Panik noch ausreichend Zeit, um bitterböse Scherze zu veranstalten. So findet man eine gruselige Maske, mit der sich herzlich Erschrecken lässt und erste unheimliche Vorfälle deuten darauf hin, dass die Freunde in diesem Stollen doch nicht ganz so allein sind, wie anfänglich gedacht.
 
CHAMBERLAINS Drehbuch besitzt kaum Anzeichen von Originalität. Die formelhafte Geschichte spielt sich nach „Schema F“ ab und erinnert in seinen besten Momenten an den britischen Horrorschocker THE DESCENT (2005), ohne dabei nicht einmal annähernd dessen bedrückende und Adrenalin fördernde Atmosphäre zu erreichen. Der klaustrophobische Grundton verliert im unüberlegten Eifer der wenigen Protagonisten schnell an Intensität und THE MINE lässt bis kurz vor Ende nicht wirklich durchblicken, was er denn nun eigentlich sein will. Handelt es sich hier wirklich um einen übernatürlichen Geisterfilm, der dem Zuschauer das Blut in den Adern gefrieren lassen möge oder haben wir es hier nur mit dem langweiligen Überlebenskampf einiger dümmlicher Grünschnäbel zu tun, die eigentlich nichts anderes verdienen als den Tod? Die Antwort bleibt bis kurz vor Ende unschlüssig. Denn erst dann liefert JEFF CHAMBERLAIN mit seinem etwas zähen Erstling die wichtigen Erklärungen. Zugegeben, der unvorhersehbare Plottwist ist zwar ganz interessant, kommt aber leider zu spät, um den drögen Schnellschuss vor dem Untergang zu bewahren. Was bleibt ist ein ermüdender Film, ohne jeglichen Anspruch oder gute Ideen. Die Effekte bleiben auf PG-13-Niveau und Gewalt sucht der erwachsene Fan des Genres vergebens. Von daher: Finger weg, denn nicht einmal neugierige Kids werden an diesem langweiligen Käse Gefallen finden.
 
 
 


 
 
 

THE MINE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
THE DESCENT trifft PARANORMAL ACTIVITY – Klaustrophobischer Gruseltrip mit zugegeben raffiniertem Finale. Leider ist THE MINE – HALLOWEEN IN DER HÖLLE sowas von unspektakulär, geistlos und langweilig, dass selbst dem Allesseher schnell die Äuglein zufallen dürften. Zudem gibt es hier weder Gewalt noch Gemetzel zu sehen, weshalb der Film für die meisten Horrorfilmfans bereits vor der Sichtung vollkommen uninteressant sein dürfte.
 
 
 


 
 
 

THE MINE – Zensur

 
 
In Amerika darf THE MINE (OT: ABANDONED MINE) bereits von Kindern gesehen werden. Hierzulande beurteilt die FSK Filme üblicherweise etwas strenger. Gewalt gibts in THE MINE nicht zu sehen. Demnach wurde der Film hierzulande auch schon ab 16 Jahren feigegeben.
 
 
 


 
 
 

THE MINE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
the-mine-halloween-in-der-hölle-blu-ray

(c) Rough Trade Distribution GmbH / Justbridge Movies

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Abandoned Mine; USA 2013

Genre: Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray

Extras:

Release-Termin: 14.11.2014

 

The Mine – Halloween in der Hölle [Blu-ray] ungeschnitten bei AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE MINE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Descent – Abgrund des Grauens (2005)

The Descent 2 – Die Jagd geht weiter (2009)

The Goonies (1985)

Dead Mine (2012)

My Bloody Valentine 3D (2009)

Basket Case – Der unheimliche Zwilling (1982)

Filmreview: „Dead Souls“ (2012)

dead souls 2012
 
 
 

DEAD SOULS

Story

 
 
 
Johnny Pietrie (Jesse James) erbt an seinem Achtzehnten ein mysteriöses Anwesen, in dem sich kurz nach seiner Geburt Schlimmes zugetragen hat: Vater Benjamin Conroy tötete im Wahn die gesamte Familie. Nur Johnny konnte vor dem Massaker geschützt werden und wuchs bei Pflegeeltern auf. Jetzt begibt er sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit und stößt dabei auf ein finsteres Familiengeheimnis, das sich für den unwissenden Johnny bald zur tödlichen Bedrohung entwickelt…
 
 
 


 
 
 

DEAD SOULS – Kritik

 
 
 
COLIN THEYS ist ein im Horror-Genre geradezu festgefahren Filmemacher. Nach seinem Creature-Trash BANSHEE – DER SCHREI DER BESTIE (2008) und dem Zombie-Thriller REMAINS OF THE WALKING DEAD (2011), widmet er sich mit DEAD SOULS erneut der Sparte und scheint dabei in die Fußstapfen bekannter Horror-Regisseure treten zu wollen, die eine Vorliebe für Phantastisches besitzen und ausschließlich solcherlei Filme drehen wollen. Trotz gerade einmal 28 Lenzen hat der Amerikaner schon allerhand Filmluft schnuppern und sich u.a. durch Arbeiten als Visual-Effects-Künstler, Regisseur, Produzent und Schauspieler ein umfangreiches Fachwissen aneignen können. Auch wenn er bisher nur Horrorfilme realisieren konnte und eigentlich eine Leidenschaft für Science-Fiction hegt, erfüllte er sich 2010 einen Traum und drehte im bevorzugten Genre den B-Movie-Spaß ALIEN OPPONENT, der aber in hiesigen Gefilden vergebens auf eine Auswertung wartet. Erstaunlicherweise hat sich THEYS bisher technisch durchaus weiterentwickeln dürfen, denn bereits REMAINS und DEAD SOULS zeugen, trotz mageren Budgets, von beachtlicher Fingerfertigkeit und schauen erstaunlich hochwertig aus – was man gerade von Filmen, die direkt für den Heimkinomarkt produziert werden nur selten behaupten kann. Nach Aliens, geifernden Monstern und sabbernden Zombies rückt jetzt der Spukfilm ins Interesse des Regisseurs. Sichtlich von der THE AMITYVILLE HORROR-Filmreihe inspiriert, hat er sich mit DEAD SOULS für die filmische Adaption eines Romans von MICHAEL LAIMO entschieden und versucht nun als subtiler Grusel-Maestro die Fan-Gunst zu gewinnen. Interessanterweise handelt es sich bei DEAD SOULS um die zweite Auftragsarbeit des amerikanischen CHILLER-TV-Senders, quasi das Äquivalent zum SCI-FI-CHANNEL, der das Programm vornehmlich mit Horrorfilmen und Thrillern befüllt und nun sogar selbst Filme produziert. Während der erwähnte SCI-FI-CHANNEL vornehmlich durch schlechten aber gleichzeitig immer besser beworbenen TV-Trash von sich hören macht, versucht der CHILLER immerhin mit ernstzunehmenden Produktionen zu punkten.
 
So ambitioniert die Idee, so ideenlos die Umsetzung dieses aktuellen Werks von CHILLER FILMS. Gut, DEAD SOULS sieht für einen B-Movie-TV-Heuler beachtlich düster aus und auch die Score braucht sich vor ähnlichen Mainstreamproduktionen nicht zu verstecken. Dennoch; es will einfach nichts Packendes passieren und das, obwohl der Film mit seinem tobenden Prolog vielversprechend beginnt. Wir erleben Vater Benjamin Conroy, der im rituellen Wahn die gesamte Familie ausradiert. Einzig Baby Johnny kann in Sicherheit gebracht werden und wächst fortan bei Adoptiveltern auf. Achtzehn Jahre später beginnt die eigentliche Geschichte und Johnny (JESSE JAMES) erhält einen Brief, in welchem er erfährt, dass er sein Erbe antreten soll: ein altes Anwesen tief im Wald, in dem zu seiner Zeit das schreckliche Verbrechen begangen wurde. Adoptivmutter Mary Petrie (GERALDINE HUGHES) findet das natürlich rein gar nicht lustig und erleidet nach Info über das Erbe kurzum einen Schwächeanfall, worauf sie für einige Tage in das naheliegende Krankenhaus gebracht wird. Johnny scheint nicht wirklich berührt, ist doch Stiefmutter Mary ein Hypochonder, wie er im Buche steht. Neugierig, die eigene Vergangenheit aufzuarbeiten, reist er zu jener alten Hütte aus seiner Kindheit und stößt dort nicht nur auf die fremde Emma (MAGDA APANOWICZ), die sich seit einigen Tagen als Hausbesetzerin in der vermeintlich leerstehenden Behausung versteckt hält, sondern auch auf eine Scharr aufgebrachter Bürger der Gegend, die keinen Nachfolger der Conroy-Sippschaft in ihrem friedlichen Örtchen dulden wollen. Damit das Kischee-Handbuch für routinierte Geisterjäger auch mit allerhand bekanntem vollgestopft werden kann, gesellen sich zu besessenen Hunden und ominösen Visionen auch schnell allerhand paranormale Ereignisse und Unmengen von Krähen, die stets als Vorbote des bevorstehenden Unheils durch das Bild flattern und Johnny dazu bewegen, das unheimliche Familienrätsel lösen zu wollen.
 
Spektakulär sieht anders aus und wirklich spannend wollen die Ereignisse rund um das alte Gemäuer nicht werden. Vielmehr will der Zuschauer das Gefühl nicht loswerden, man hätte für DEAD SOULS etwas zu ehrgeizig auf das bekannte AMITYVILLE-Spukhaus-Franchise geschielt. Eigenständige Ideen sucht man vergebens. Stattdessen wird ein regelrechtes Best Of gängiger Gruselzutaten auf Film gebannt, was nicht selten erheblich ermüdend und vorhersehbar wirkt. Schade eigentlich, denn den Szenenbildner allein ist es zu verdanken, dass DEAD SOULS zumindest optisch ein Hochgenuss bleibt. Die haben durchaus Liebe zum Detail bewiesen und begeistern mit wirklich schauderhaften Kulissen, die mit Einfallsreichtum und Kreativität eine beachtlich morbide Atmosphäre erzeugen. Das beginnt mit herrlich vergilbten Tapeten und endet in steriler Krankenhaus-Kulisse, durch deren Gänge eine krächzende Krähe stiefelt. Auch wenn Regisseur COLIN THEYS mit DEAD SOULS auf technischer Seite beweist, dass günstig produzierte Filme nicht zwangsläufig minderwertig aussehen müssen, so ist doch bedauerlich, dass sein neuster Beitrag uninspirierte Durchschnittsware ist, die nicht lange im Gedächtnis haften bleiben wird. Ganz nach der Devise „Außen hui – Innen pfui“, erleben wir mit DARK SOULS einen zwar technisch versierten und solide umgesetzten Geisterfilm der wahrlich schick wirkt; inhaltlich ist hier aber „tote Hose“, so dass dieser Budenzauber kaum einen Filmfreund vom Hocker reißen wird.
 
 
 


 
 
 

DEAD SOULS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
EVIL DEAD meets THE AMITYVILLE HORROR. Solider Spukfilm, der zwar erstaunlich schick und unheimlich ausschaut, aber der keine eigenständigen Ideen liefert. Hier werden die besten Szenen bekannter Geisterfilme zusammengetragen und formschön aufbereitet – neu und sehenswert ist das nicht wirklich, gruselig erst recht nicht!
 
 
 


 
 
 

DEAD SOULS – Zensur

 
 
 
DEAD SOULS ist relativ blutleer. Hier handelt es sich um einen subtilen Geisterfilm, in dem kaum Blut fließt. Von daher wurde DEAD SOULS ungeschnitten und frei ab 16 Jahren in Deutschland veröffentlicht. Dennoch ACHTUNG: Die Heimkinofassung trägt trotz 16er-Freigabe den rote KJ-Flatschen. Grund hierfür: Das Bonusmaterial der Scheibe.
 
 
 


 
 
 

DEAD SOULS – Deutsche Blu-ray

 
 
 

dead-souls-blu-ray

(c) Justbridge Movies

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dead Souls; USA (2012)

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: FSK18 – Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung) – Film ist jedoch FSK16

Verpackung: Amaray

Extras: Trailer

Release-Termin: 12.09.2014

 
 
 

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DEAD SOULS – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Amityville Horror (1979)

The Amityville Horror (2005)

Amityville 2 – Der Besessene (1982)