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Filmkritik „Habit“ (2017)

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HABIT

Story

 
 
 

Der arbeitslose Michael kommt an einen ominösen Job, der so einige Überraschungen parat hält.

 
 
 


 
 
 

HABIT – Kritik

 
 
 
Familien in Horrorfilmen sind immer so ein Ding. Werden die zum Mittelpunkt eines Genre-Streifens gemacht, kann es gut und gerne sein, dass sich hinter der Fassade gut gesitteter Kreise Grausames abspielen wird. Da werden gern mal im Keller ahnungslose Opfer aus Spaß gefoltert und alle aus der Sippe machen mit. Wer regelmäßig Horror-Schocker schaut weiß mittlerweile, dass man engen Familienbanden in dieser Art von Filmen nicht über den Weg trauen kann. Dort hält man zusammen und bewahrt Geheimnisse gut. Nur so lässt sich perfides Treiben unbemerkt hinter verschlossenen Türen fortsetzen, ohne dass Gesetzeshüter Wind davon bekommen. Auch der dritte Langfilm von Regisseur SIMEON HALLIGAN rückt genannte Familien-Thematik in den Fokus. Wie könnte es anders sein, schweißt auch hier ein Geheimnis Menschen zusammen, die sich im Film als „Familie“ bezeichnen. Eigentlich vielversprechende Horror-Ware. Wäre da nicht der inflationäre Gebrauch von Horror-Klischees, der den interessant beginnenden HABIT am Ende doch etwas zu ausgelutscht wirken lässt.
 
 
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Familiendrama meets Underground-Horror: Wenn zwei sich finden und sich gleich miteinander verbunden fühlen. Genau jene positiven Erfahrungen muss auch Michael machen. Der hatte bisher so gar kein Glück im Leben. Seit die Mutter sich vor seinen Augen das Leben genommen hat, meint es das Schicksal gar nicht gut mit ihm. Job hat er keinen und Perspektiven sind Mangelware. Da tritt ein Schutzengel in sein Leben. Lee nennt sich die Gute und ermöglicht dem Mittzwanziger den Schritt in ein neues Leben. Weil der sich ihr zugegen erkenntlich zeigt, beschafft die attraktive Fremde dem perspektivlosen Michael einen Job bei ihrem Onkel. Die Sache hat nur einen Haken. Der neue Job ist lebensgefährlich, denn hinter den Mauern eines ominösen Nachtclubs frönt man blutigem Handwerk.
 
 
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Horror von jemandem, der sich in Horrorfilm-Kreisen auskennt. Regisseur SIMEON HALLIGAN weiß, was Horrorfans wollen. Der ist nicht nur Regisseur und dreht Filme. Seit zehn Jahren ist der Brite auch Festivalleiter des beliebten Grimmfest in Manchester, wo Zuschauern alljährlich das Fürchten gelehrt werden soll. Da mutet es schon etwas ironisch an, wenn man sieht, was Halligan nun mit HABIT selbst fabriziert hat. Wirklich dolle ist dieser Film nämlich nicht. Irgendwie kommt HABIT nämlich nur schleppend in Fahrt und fällt einzig durch seinen abrupten Richtungswechsel auf. Da wird aus einem Ausflug ins ruppige Rotlichtmilieu plötzlich bluttriefender Okkult- und Kannibalen-Horror, der sich dann doch etwas zu krampfhaft den bekannten Regeln des Horror-Kinos unterwirft. Da muss zwanghaft in Blut gewatet werden und die Kamera hält drauf. Zudem fehlt natürlich ebenso das klischeebehaftete Ende nicht, bei dem die Machenschaften entlarvt und dem Bösen blutig die Leviten gelesen werden. Vorhersehbarkeit ist hier Programm. Offenbar wollte Filmemacher SIMEON HALLIGAN den Erwartungen des Horror-Publikums gerecht werden. Das erwartet nicht zu fordernde Abläufe und eine gewisse Härte von Genre-Ware. Beides wird geboten, um einfache Gemüter glücklich machen zu können. Ein etwas unglücklicher Schachzug, da HABIT so leider nur ein Horrorfilm von vielen ist, den man schnell wieder vergessen hat. Angesichts der wirklich hervorragenden Schauspieler eine Verschwendung. Die machen die rudimentäre Handlung ertragbar, welche sich einzig dadurch auszeichnet Sex und Gewalt miteinander zu vermischen. So bleiben Schicksale auf der Strecke, deren Analyse weitaus interessanter gewesen wäre, als die inflationäre Horror-Schiene bedienen zu müssen. In kurzen Momenten nämlich versucht SIMEON HALLIGAN die dramatischen Erlebnisse seine Hauptdarsteller zu ergründen. Die haben viel Tragisches erlebt, was dazu beiträgt auf die dunkle Seite zu wechseln. Leider ist die Ergründung von Schicksalen nur Vorwand, um später Splatter-Szenen zelebrieren zu können. Alteingesessene Horrorfilm-Kenner werden da nicht unbegründet mit den Augen rollen. Irgendwie sind Genre-Filme neueren Datum so ziemlich durchschaubar geworden. Das hat man alles schon mal gesehen und sieht deshalb Verläufe schon früh kommen.
 
 
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In Interviews erklärte Regisseur SIMEON HALLIGAN, dass HABIT ein Heimspiel war. Der Streifen spielt in Manchester und hier lebt der Filmemacher auch. Leider gab es bei den Dreharbeiten große Probleme. So schied einer der Hauptdarsteller im Verlauf des Filmdrehs aus und musste ersetzt werden. Das war dahingehend problematisch, weil viele Szenen bereits im Kasten waren. Da stand man vor der Entscheidung: die Dreharbeiten abbrechen und finanzielle Verluste hinnehmen oder bereits gedrehte Szenen mit einem neuen Darsteller noch einmal drehen. Man entschied sich für letzteres. Entstanden ist modernes britisches Genre-Kino für das sich Filmemacher SIMEON HALLIGAN vom dänischen Regisseur NICOLAS WINDING REFN inspirieren ließ. Sein ONLY GOD FORGIVES hinterließ Eindruck und wird als Referenz genannt. Dennoch, von den Qualitäten des genannten französisch-dänischen Thrillers ist HABIT weit entfernt – auch wenn der eine deutliche Steigerung zu den bisherigen Werken darstellt, die SIMEON HALLIGAN bisher gedreht hat: SPLINTERED und WHITE SETTLERS.
 
 
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HABIT – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein Mix der Werke des Marquis de Sade und den Alptraum-Fantasien eines Clive Barker. HABIT basiert auf den gleichnamigen Roman aus der Feder von STEPHEN MCGEAGH. In der filmischen Adaption taucht der Zuschauer ein in eine Welt des organisierten Verbrechens, unterirdischer Kulte und blutiger Splatter-Orgien. Handwerklich ist das solide gelöst und auch visuell ist HABIT ansprechend. Was nicht so dolle ist: irgendwie wollen die Ereignisse so gar nicht fesseln oder mitreisen. Nach einem abrupten Richtungswechsel verfällt HABIT in bekannte Horror-Klischees. Das wirkt teils flach und bekannt. Die Figuren verhalten sich, wie sie es eben in Horrorfilmen tun und im Finale triumphiert einmal mehr das Gute über das Böse. Warum muss man denn immer bekannte Formeln und Verläufe auf Zelluloid bannen? Als alteingesessener Horrorfilm-Liebhaber dürstet es dringend nach neuen Ideen. Die vermisst man im Falle von HABIT leider schmerzlich. Blut, Sex und dreckiger Look ist in im Genre-Kino von Heute längst nicht mehr alles.
 
 
 


 
 
 

HABIT – Zensur

 
 
 
HABIT hat ab Filmmitte einige blutige Schmankerl zu bieten. Da werden Menschen sprichwörtlich von Kannibalen „gefressen“ und sich in deren Blut geräkelt. Weiterhin wird ein Messer in einen Bauch gerammt, eine Kehle wird durchgeschnitten und einige Schussverletzungen gibt es auch zu sehen. Wegen der doch sehr zeigefreudigen Kannibalismusszenen dürfte es passieren, dass HABIT erst für Erwachsene freigegeben wird.
 
 
 


 
 
 

HABIT – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Not a Number | Tin Hat Productions)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Ravenous – Friss oder stirb (2017)
 
Omnivoros – Das letzte Ma(h)l (2013)
 
Wir sind was wir sind (2010)
 

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Filmkritik: „Wrong Turn 6: Last Resort“ (2014)

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WRONG TURN 6: LAST RESORT

Story

 
 
 
Nach privaten Tiefschlägen geht für Danny endlich wieder die Sonne auf. Er erbt ein altes Hotel und kommt einem gut behüteten Familiengeheimnis auf die Schliche, ohne zu wissen, dass er dadurch das Leben seiner Freunde aufs Spiel setzt ….

 
 
 


 
 
 

WRONG TURN 6 – Kritik

 
 
 
„The same procedure as every year“ – Irgendwie will man bei der WRONG TURN-Reihe das Gefühl nicht loswerden wollen, dass dem Horrorfilm-Gucker jedes Jahr aufs Neue der gleiche Film verkauft wird. Man nehme ein paar talentfreie Jungdarsteller, werfe sie in ein abgelegenes Waldstück und hetze ein paar deformierte Hinterwäldler auf die grünschnäblige Rasselbande, damit die an den einfältigen Teenagern ein blutiges Massaker statuieren können. Selten war eine Horror-Reihe unter Splatterjunkies derart verschrien und gleichzeitig beliebt, konnte sich doch die WRONG TURN-Reihe durch deftige Splatter-Exzesse einen Ehrenplatz in so manchem Fanherz sichern. Mit WRONG TURN 6: Last RESORT folgt nun bereits der fünfte Ableger einer einst durchaus unterhaltsamen Slasher-Hatz, die abgesehen von drei missgebildeten Rednecks aber mittlerweile kaum noch etwas mit dem spannenden Erstling aus dem Jahre 2003 gemein hat. Das Hinterwäldlerpack hat es nämlich mittlerweile in die Zivilisation geschafft, wo sie auch hier einem eher zweifelhaften Hobby frönen: Menschenfleisch essen. Vorbei die Zeiten grausamer Hetzjagden durch Wald und Flur – „Three Finger“, „Sawtooth “ und „One Eye“ machen’s jetzt in einem renovierungsbedürftigen Hotel, wo sie sich einem zwielichtigen Geschwisterpaar anschließen, das mit der mordfreudigen Bande dubiose Verwandtschaftsverhältnisse pflegt.
 
Der ehemalige Wall-Street-Banker Danny erbt ein Resort irgendwo in den Bergen von West Virginia und ist nach einem Nervenzusammenbruch von der Idee besessen, das riesiges Anwesen zusammen mit seinen Freunden wieder auf Vordermann bringen zu können. Das befindet sich in der Obhut eines sympathischen Geschwisterpaares, das nicht lange fackelt und dem frischen Erben erst einmal von einer finsteren Familientradition erzählt, die er nun fortsetzen soll. Seine Vorfahren waren Teil eines ominösen Clans namens „Hillicker“ – Kannibalen, die sich in den Appalachen von Menschenfleisch ernährten. Für Danny kein einfaches Los, muss er sich bald zwischen seinem alten Leben und einer Fortführung der Blutlinie entscheiden.
 
Überraschend züchtig geht es im sechsten Teil des bekannten Franchise zu, denn diesmal war man nicht ausschließlich darum bestrebt einfach nur hirnlos zu foltern, metzeln und filetieren. In WRONG TURN 6: LAST RESORT wird überraschend viel gefaselt, was den alteingesessenen Liebhabern der Reihe überhaupt nicht schmecken dürfte. Die drei entstellten Filmbösewichte machen sich mit ihrer Splatterei erstaunlich rar, was Drehbuchschreiber FRANK H. WOODWARD zu schulden sein dürfte, der die ohnehin schon totgefilmten Reihe in eine andere Richtung drängen wollte. WRONG TURN 6 ist demzufolge keine richtige Fortsetzung, sondern eine Art Neuanfang mit neuen Gesichtern, Filmschurken und Möglichkeiten für kommende Fortsetzungen. Leider wird das Inzucht-Trio für die Rundumerneuerung so ziemlich in den Hintergrund gedrängt, was für Fans der Serie durchaus bitter ist, haben doch die fiesen Kreaturen der WRONG TURN-Reihe über die Jahre zu bescheidenem Ruhm verholfen. Deren blutige Auftritte werden zugunsten idiotisch zusammengewürfelter Familienkonstellationen auf das Nötigste reduziert, damit die neue Filmfigur „Danny“ den Spuren seiner Vorfahren folgen darf und am Ende einem düsteren Familiengeheimnis auf die Schliche kommen kann.
 
Auch wenn in Teil sechs viel gequasselt wird – eins sei dennoch gewiss: Lebenssaft wird trotzdem fließen. Im Gegensatz zu den missratenen Vorgänger-Episoden ist diesmal alles hausgemacht. Die Effekte in WRONG TURN 6: LAST RESORT kommen nicht aus dem Computer und können sich durchaus sehen lassen. Es werden Köpfe abgeschlagen, Beine herausgerissen und Gesichter verbrüht. Hier dürfte vor allem die harsche Kritik der Fanbase eine Rolle gespielt haben, die sich partout nicht mit den zwar blutigen aber oftmals äußerst billig inszenierten CGI-Morden anfreunden konnten. So kommen die Gewaltmomente durchweg oldschool daher und gefallen immerhin durch handgemachte Extravaganzen. Wirklich besser wird WRONG TURN 6 dadurch zweifelsohne nicht, denn einmal mehr muss man bitter feststellen müssen, dass das einst beliebte Slasher-Franchise durch die miserablen Fortsetzungen schon längst zu Grabe getragen wurde. Dass die entstellten Inzucht-Mutanten nun fast gänzlich aus der Geschichte gestrichen wurden und kaum noch Screentime besitzen, gibt dem recht tempoarmen Videofutter den letzten Gnadenstoß. Übrigens: trotz erneut schlechtem Ableger ist das nächste Sequel bereits in Arbeit. Warum hat man kein Erbarmen mit den Horrorfans!?
 
 
 


 
 
 

WRONG TURN 6 – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Was wäre ein Jahr ohne eine weitere, schlechte WRONG TURN-Fortsetzung. Mit dem neusten Ableger hat man einen Neuanfang gewagt, denn WRONG TURN 6: LAST RESORT ist eher ein Reboot für das man sich gegen die Fortführung der bisherigen Ereignisse entschieden hat. Die Kulisse wurde ausgetauscht, die Bösewichte sind neu und das für die Reihe berüchtigte Inzucht-Trio gerät etwas ins Abseits. So wird erstaunlich viel gequasselt und Beischlaf betrieben, was leider dem Tempo des Streifens unförderlich ist. Viel zu oft dümpelt das Geschehen ereignislos daher, so dass dann doch hin und wieder das Mutanten-Pack aufschlagen muss, um den Zuschauer mit Gewaltmomenten aus dem Dämmerschlaf zu holen. Immerhin stimmen diesmal die Splatter-Effekte. Die sind durchweg handgemacht und können sich sehen lassen. Besser machen die das acht Millionen Dollar teure Projekt leider nicht (der Film wurde übrigens wie die früheren Fortsetzung in Bulgarien gedreht), denn durch den ideenfreien Fortsetzungswahn geldgeiler Produzenten wurde die WRONG TURN-Reihe bereits vor einigen Jahren zu Grabe getragen.
 
 
 


 
 
 

WRONG TURN 6 – Zensur

 
 
 
Zwar ist WRONG TURN 6: LAST RESORT nicht der blutigsten Teil der Reihe, dennoch wird hier reichlich Gewalt gezeigt, die nicht ganz ohne ist. Es werden Köpfe abgehackt, Pfeile durch Gesichter geschossen und Gliedmaßen ausgerissen. Zudem gibt es auch wieder einige Kannibalismus-Szenen zu sehen, wobei das Gezeigte nicht ganz so sadistisch zelebriert wird, wie es in vorherigen Fortsetzungen der Fall war. Der Film wurde überraschenderweise ungeschnittene mit „Keine Jugendfreigabe“ von der FSK abgesegnet und das sogar in der Unrated-Fassung.
 
 
 


 
 
 

WRONG TURN 6 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Constantin / Highlight Communications

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Wrong Turn 6: Last Resort; USA 2014

Genre: Horror, Splatter, Thriller r

Ton: Deutsch DTS-HD 5.1, Englisch DTS-HD 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1,78:1 (1080p – Full HD)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer „Wrong Turn 6“ deutsche Fassung, Trailer

Release-Termin: 05.03.2015

 

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WRONG TURN 6 – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings (2011)
 
Wrong Turn 5 – Bloodlines (2012)
 
Hatchet 3 (2013)
 
No One Lives (2012)