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Filmkritik: „Hell Fest“ (2018)

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HELL FEST

Story

 
 
 

Wenn die Geisterbahn zur grausamen Realität wird: in einem Horror-Themenpark geht ein Killer um, der Gefallen daran findet junge Menschen zu töten.

 
 
 


 
 
 

HELL FEST – Kritik

 
 
 
Was nur ist mit dem Slasher passiert. Diese Unterart des Horrorfilms flimmert nun seit mehr als über 40 Jahren über die Leinwand – mit Ruhm bekleckert die sich aber seit Jahren nicht mehr. Den letzten wirklich großen Streifen dieser Gattung Film gab es 1996 mit SCREAM. Seither muss man nennenswerte Slasher-Produktionen mit der Lupe suchen. Doch man kann noch hoffen; zumindest wenn man sich den Trailer zum Meuchelstreifen HELL FEST anschaut. Der macht auf den ersten Blick eine gute Figur. Da wird mit rasanten Schnitten, glattgebügelten Bildern, panischer Musikuntermalung und einem furchterregenden Killer geworben. Leider alles heiße Luft. HELL FEST wird Erwartungen nicht gerecht, denn sonderlich spannend oder gar neu ist Gebotenes keineswegs. Ein großes Problem: Regisseur GREGORY PLOTKIN folgt zu engstirnig den Regeln, die der Slasherfilm zu seinen Anfangszeiten festgelegt hat. Wer demzufolge schon mal einen Streifen dieser Art gesehen hat, dürfte ahnen, was ihm blüht. Das hat zur Folge, dass alles absolut vorhersehbar bleibt. Spannung wird demnach zunichtegemacht. Das ist irgendwie ärgerlich.
 
 
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Rummelplatz des Grauens. Offenbar sind Horror-Themenparks, Geisterbahnen und Horror-Häuser seit einiger Zeit eine beliebte Kulisse, um dort Protagonisten an Halloween über die Klinge springen zu lassen. So haben wir zuletzt mit BLOOD FEST, THE FUNHOUSE MASSACRE oder TALON FALLS bereits ähnliche Streifen besprochen, in denen auf schaurigen Kirmes-Veranstaltungen das Böse Runden gedreht hat. In HELL FEST passiert etwas ganz ähnliches. Darin machen sich junge Menschen auf zu einer Attraktion, die Ihresgleichen sucht. Auf dem sogenannten „Hell Fest“ können sich Besucher zu Tode erschrecken lassen. Dieser riesige Themenpark hat sich dem Horror-Genre verschrien und entpuppt sich als riesige Freiluft-Geisterbahn, die dem Besucher das Blut in den Adern gefrieren lassen soll. Zumindest erhoffen sich den ultimativen Schock-Trip auch unsere fünf Helden. Die besorgen sich VIP-Bändchen und können es kaum erwarten sich von Zombies, Geistern und Serienmördern durch die Nacht hetzen zu lassen. Leider befindet sich auch unter den vielen Gästen auch einer, der nicht alle Latten am Zaun hat. Der macht nämlich aus Spaß Ernst und beginnt Besucher zu ermorden. Leider kann er auf dieser Veranstaltung ungestört töten. Die meisten der hier Anwesenden glauben nämlich, dass die Leichen zum Programm gehören. Doch Heldin Natalie (AMY FORSYTH) ist clever. Der kommt alles etwas spanisch vor und bringt sich so in große Gefahr. Der Killer will sich nämlich von ihr nicht den Spaß verderben lassen und heftet sich an ihre Fersen, um die neugierige Zeugin einen Kopf kürzer zu machen.
 
 
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Joar, ist halt ein Slasher. HELL FEST unterscheidet sich nicht unwesentlich von den üblichen Verdächtigen dieses nicht mehr ganz so frischen Subgenres des Horrorfilms. Der Streifen hakt die wichtigsten Regeln ab, die dieser Art von Filmen zugrunde liegen. Wer hier überleben wird, ist bereits zu Beginn klar. So haben wir die obligatorische Scream-Queen, die es am Ende mit dem Killer aufnehmen wird, vorher aber tatenlos zusehen muss, wie die nicht immer klugen Freunde nacheinander abgeschlachtet werden. Selbstverständlich wird dabei die Identität des Killers bewahrt. Der versteckt sich hinter einer schaurigen Maske und darf am Ende entkommen, damit HELL FEST bei Erfolg in eine zweite Runde gehen kann. Der rudimentäre Ablauf dürfte selbst alteingesessene Slasher-Fans unterfordern, denn eine richtige Handlung besitzt HELL FEST keineswegs. Vielmehr sehen wir, wie dumme junge Menschen von einer Themenpark-Attraktion zur nächsten laufen und dabei nacheinander das Zeitliche segnen. Das ist ermüdend, gerade auch deshalb, weil mehr Wert auf Kulisse gelegt wird, statt die Protagonisten und die Taten des Killers in den Mittelpunkt zu rücken. In HELL FEST ist nämlich der Ort der Geschnehnisse der eigentliche Star. Hier haben Bühnenbildern ganze Arbeit geleistet. Das Set glänzt durch Abwechslungsreichtum, die Masken der Schausteller sehen verdammt gut aus und jede Attraktion in diesem Freizeitpark besticht durch Liebe zum Detail. Das mag löblich sein, kann aber den Slasher nicht vor der Belanglosigkeit retten, weil visuelle Raffinessen allein einen Horrorfilm nicht tragen können.
 
 
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Unterm Strich bedeutet das: außen hui, innen pfui. HELL FEST kann nicht halten, was der aussichtsreiche Trailer verspricht. Der Streifen schaut zwar ziemlich gut aus, ist aber bei genauerer Betrachtung keine Spannungsgranate. Die Ereignisse passieren eben und wirkliche Höhepunkte muss man mit der Lupe suchen. Erst im Finale kommt endlich so etwas wie Herzklopfen auf. Dass zudem auch dem Gewaltpegel kaum Beachtung geschenkt wurde, dürfte vielen Slasher-Fans gar nicht gefallen. Mit beinahe schon übertriebener Zurückhaltung geht der Killer in HELL FEST zugange. Da kommen leider zu oft nur unscheinbare Stichwaffen zum Einsatz. Viel Blut fließt demzufolge nicht. Das ist dahingehend enttäuschend, weil deftige Gewalt für viele Zuschauer zum essenziellen Bestandteil in Horrorfilmen geworden ist.
 
 


 
 
 

HELL FEST – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
SCREAM auf dem Rummel. HELL FEST besitzt nennenswerte Voraussetzungen für einen guten Horrorfilm. Das Set ist ungewöhnlich und glänzt durch Liebe zum Detail, Kameraarbeit und Schnitt überzeugen und auch den Schauspieler kann man Talent bescheinigen. Ein großes Problem jedoch ist die Handlung selbst. Die passt auf einen Bierdeckel und bietet garantiert nichts Neues, das man nicht schon in über 40 Jahren Slasher-Geschichte zu sehen bekommen hat. HELL FEST ist so vorhersehbar und konventionell gestrickt, dass erfahrene Slasher-Kenner müde von den immer wieder gleichen Abläufen werden. Nun gut, mag man meinen, Regisseur GREGORY PLOTKIN hat Anlaufschwierigkeiten. Der hat mit HELL FEST gerade mal seine zweite Regiearbeit für einen Langfilm abgeliefert. Zuvor saß der Filmemacher für PARANORMAL ACTIVITY: GHOST DIMENSION auf dem Regiestuhl und kümmert sich für die übrigen vier Streifen genannter Grusel-Reihe um den Schnitt. Demzufolge sollte man Erwartungen herunterschrauben. Auch, wenn der Trailer zum Film neues Slasher-Fieber entfacht – ein Slasher-Highlight ist HELL FEST definitiv nicht. Da hat man weitaus Besseres auf dem Schirm gehabt. Vieles davon entstand aber während den Slasher-Hochzeiten in den 1980ern.
 
 
 


 
 
 

HELL FEST – Zensur

 
 
 
Für einen Slasher ist HELL FEST so ziemlich zurückhaltend ausgefallen. Die härteste Szene ist die, in der einem Protagonisten ein spitzer Gegenstand durch das Auge gejagt wird. Ansonsten wird meist nur kurz mit Stichwaffen in Körper gestochen. Hierzulande ist locker eine FSK16 drin.
 
 
 


 
 
 

HELL FEST – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei CBS FILMS / LIONSGATE / GRANVILLE PICTURES INC.)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Blood Fest (2018)
 
Bates Haunting – Das Morden geht weiter (2011)
 
The Funhouse Massacre (2015)
 
Scream Park (2013)
 
Dark Ride (2006)
 
Das Kabinett des Schreckens (1981)
 

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Filmkritik: „Houses of Terror“ (2014)

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HOUSES OF TERROR

(THE HOUSES OCTOBER BUILT)

Story

 
 
 
Die fünf Freunde Bobby (Bobby Roe), Zack (Zack Andrews), Jeff (Jeff Larson), Brandy (Brandy Schaefer) und Mikey (Mikey Roe) beschließen eine Rundreise durch die Staaten zu machen, um die gruseligsten Horror-Attraktionen zu finden, die alljährlich im Oktober Hochkonjunktur haben. Doch die Reise wird bald zum Horrortrip, denn unter den Betreibern amerikanischer Geisterbahnen befinden sich auch einige Zeitgenossen, denen das Erschrecken ahnungsloser Besucher allein nicht mehr ausreicht …

 
 
 


 
 
 

HOUSES OF TERROR – Kritik

 
 
 
Es grenzt fast schon an Ironie, dass aus wirklich jeder halbwegs vernünftigen Idee – und sei sie auch noch so absurd – ein Horrorfilm gemacht werden muss. Diesmal sind es Geisterbahnen in Amerika, die für Gruselunterhaltung herhalten müssen. Die von Privatleuten betriebenen Spukhäuser erfreuen sich dort vor allem während der Halloween-Zeit großer Beliebtheit, weil sie oft ziemlich professionell aufgezogen werden und nur ein Ziel verfolgen: viel Geld mit dem Erschrecken anderer Leute verdienen. Der Horror-Thriller HOUSES OF TERROR (im Original: THE HOUSES OCTOBER BUILT) nimmt sich diesem typisch amerikanischen Grusel-Phänomen an. Dem folgen alljährlich Millionen Mutige in den Staaten, die in den zu Horrorkabinetten umgebauten Scheunen und Fabrikhallen den ultimativen Adrenalinkick suchen. Allmählich reichen jedoch wandelnde Skelette und lautes Kettengerassel nicht mehr aus, um Besucher zu Tode zu ängstigen. Wie im Horrorfilm des 21. Jahrhunderts gängig, macht man mittlerweile auch im wahren Leben von reißerischen Erschreckmethoden Gebrauch und lässt Motorsägen schwingende Irre und foltergeile Psychopathen auf nichtsahnende Gäste los.
 
 
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Hinter dem Filmprojekt steckt BOBBY ROE, der scheinbar eine Schwäche für diese beliebten Gänsehaut-Attraktionen besitzt und hier eine als Dokumentarfilm getarnte Horrorfilmgurke unter die Leute bringt. Zuschauer, die sich im Genre etwas auskennen, dürften vermutlich bereits ahnen was er mit HOUSES OF TERROR fabriziert hat, schließlich kann Horror in Verbindung mit Dokumentarstil meist nur eines bedeuten: Found-Footage. Grauenhaft geht es in diesem Grusler zugange, wobei hier aber nicht die zugrundeliegende Geschichte gemeint ist. ROES Wackeldesaster bringt nach all den unglaublichen miserablen Schüttelfilmen das Fass zum Überlaufen, denn dem Regisseur gelingt das Kunststück, dass es dem Zuschauer unmöglich gemacht wird der ohnehin kaum vorhandenen Handlung zu folgen. Selten hat man cineastische Sternstunden zu sehen bekommen in denen man das Gefühl nicht loswerden will, als würde man das Geschehen aus der Sicht eines an Parkinson erkrankter Kameramanns zu sehen bekommen. Die Kameraführung in HOUSES OF TERROR ist katastrophal, denn in diesem Film scheint es kaum eine Szene zu geben, in der nicht der unsäglich nervige Schüttel-Look Verwendung findet.
 
 
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Fünf Freunde ziehen los, um das Fürchten gelehrt zu bekommen. Sie reisen von Stadt zu Stadt, um sich von den Qualitäten berüchtigter Horrorhäuser zu überzeugen, die um Halloween Hochkonjunktur feiern. Zwar wird in den privaten Schauer-Einrichtungen reichlich geschrien; den Jungs reicht das dort Gebotene jedoch nicht aus – sie wollen die härtesten, schockierendsten und furchterregendsten Geisterbahnen im Lande aufspüren. Die Suche nach Nervenkitzel erreicht bald eine sonderbare Wendung, denn auf ihrer Reise passieren plötzlich seltsame Dinge. Einige der grotesken Kreaturen besuchter Attraktionen scheinen der Gruppe zu folgen und daran interessiert zu sein, dieses Halloween für alle unvergesslich zu machen. Was folgt entwickelt sich für die Clique zum Albtraum, denn einige Schausteller jener besuchten Geisterbahnen scheint das Erschrecken von Besuchern allein nicht auszureichen. Sie wollen terrorisieren und töten, koste es was es wolle.
 
 
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HOUSES OF TERROR dürfte wohl als sparsamste Schauerproduktion in die Geschichte des Horrorfilms eingehen. Regisseur BOBBY ROE hat nämlich tatsächlich existierende Horror-Attraktionen aufgesucht und die Macher gefragt, ob er deren Lokalitäten und verkleidete Mitarbeiter für seinen Found-Footage-Quatsch verwenden kann. Schenkt man ROE Glauben, waren alle Betreiber derart begeistert von diesem Projekt, dass man ohne Probleme einwilligte und als Statist teilnahm – natürlich ohne bezahlt zu werden. Gänzlich ohne Hintergedanken dürfte das Mitmachen nicht gewesen sein, schließlich hat man ganz unauffällig Werbung für die jeweiligen Attraktionen betrieben, die in Zukunft mit noch mehr Besuchern rechnen dürfen. Trotzdem, auch wenn man in HOUSES OF TERROR ziellos von einer Jahrmarktattraktion zu nächsten läuft, ist das Konzept hinter diesem Gruselmurks erheblich unausgegoren. Wir folgen fünf Protagonisten, die nur mit einer Kamera ausgerüstet von Geisterbahn zu Geisterbahn reisen, dort angekommen durch finstere Gänge laufen und von plötzlich auftauchenden Berufserschreckern überrascht werden. Da sprinten verkleidete Clownskiller durch Flure, geistern Kinder mit Porzellanköpfen durch dunkle Räume und ein Mann im Hasenkostüm jagt den Freunden einen furchtbaren Schrecken ein. ROE hat hier wahllos Szenen zusammenschneiden lassen, die mit einem Horrorfilm nur wenig am Hut haben. Stattdessen präsentiert er ein Best-of aller Grusel-Etappen, die man in Amerikas Horrorhäusern zu sehen bekommt. Immerhin kommt der Streifen so dem Doku-Konzept weitaus näher, als manch andere pseudo-dokumentarische Found-Footage-Produktion, die dem Zuschauer vorgaukelt echt zu sein.
 
 
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Lohnt HOUSES OF TERROR denn nun gesehen zu werden? Wir meinen nein, denn auch wenn im Film des Öfteren echte Interviews mit Besuchern und Initiatoren von Horrorhäusern eingeblendet werden und viele der tatsächlich existierenden Gruselattraktionen unheimlicher ausgestattet sind, als manch fiktiver Horrorfilm, fehlt hier eine richtige Handlung, die sich ihren Weg durch den gesamten Film bahnt. Dieser wird erst kurz vor Ende Beachtung geschenkt, wenn sich der Streifen zu konfusem Terrorkino entwickelt und sich die Freunde mit einer ominösen Bande gerissener Schausteller konfrontiert sehen, die Erschrecken mit Töten verwechseln. Ob der Zuschauer nach 90 Minuten ultimativer Wackelei überhaupt noch Lust hat, dem Treiben folgen zu wollen, dürfte fraglich sein. Wir vermuten, dass die meisten Filmfans ohnehin schon nach zehn Minuten ausgeschaltet haben, schließlich dürfte HOUSES OF TERROR als jener Found-Footage-Film gehandelt werden, der mit der nervigsten Kameraführung den Spaß am Horror verdirbt.
 
 
 


 
 
 

HOUSES OF TERROR – Fazit

 
 
 4 Punkte Final
 
 
 
Die ultimative Lektion in Sachen Horror, was in HOUSES OF TERROR (Originaltitel: THE HOUSES OCTOBER BUILT) hauptsächlich auf die unerträgliche Wackelei gemünzt ist, die das Schauen dieses neuen Found-Footage-Machwerks für den Zuschauer unzumutbar macht. Regisseur BOBBY ROE (der im Film übrigens auch gleich selbst spielt) verdeutlicht in seinen konfus gedrehten Horrorfilm, welch groteske Geldschneiderei mit dem Halloween-Brauch in Amerika veranstaltet wird. Da wird nicht nur mit Partys, Kostümen und Süßigkeiten Asche gemacht; mittlerweile haben auch 2500 private Schausteller den schnellen Dollar gewittert und bauen Scheunen und Fabriken zu Horror-Häusern um, in denen sich alljährlich 30 Millionen Amerikaner gegen Geld erschrecken lassen können. Leider ist die Konkurrenz unter den Attraktionen hart, so dass man sich immer perfidere Methoden einfallen lassen muss, um die Sensationsgeilheit manch Besuchers befriedigen zu können. Schenkt man den Aussagen im Film Glauben gab es sogar schon Betreiber, die ihre Gäste mit Terrormacherei unabsichtlich in den Tod getrieben haben. Genau jene Thematik liegt HOUSES OF TERROR zugrunde, die aber hier weitaus unspektakulärer abgehandelt wurde, als sich die Idee dahinter liest. Statt einen packenden Horrortrip zu inszenieren, hat BOBBY ROE vielmehr einen wirren Streifen gedreht, der sich im Grunde genommen als Werbefilm für die Berüchtigsten dieser Horrorhäuser entpuppt. Eine vernünftige Handlung wird gänzlich aus den Augen verloren und scheint in HOUSES OF TERROR eher nur lästiges Beiwerk zu sein. Stattdessen bekommt der Zuschauer ein nicht enden wollende Abfolge loser Best-of-Momente zu sehen, die einem als Gast in den diversen Attraktionen geboten werden. Immerhin kommt HOUSES OF TERROR so dem allmählich nervendem Found-Footage-Filmstil näher, als manch andere Produktion gleichen Kalibers, die dem Zuschauer weismachen will, dass gebotene Gruselware absolut authentisch und wahr ist. Als Amateur-Reportage über die vielen Geisterbahnen in Amerika geht ROES Filmprojekt deshalb in Ordnung – als Horrorfilm ist HOUSES OF TERROR jedoch eine filmische Katastrophe. Übrigens ist das Konzept hinter diesem Film nicht gänzlich neu. Bereits im Jahr 2013 warf man den THE BATES HAUNTING auf den internationalen Filmmarkt, der sich auch eine beliebte Gruselattraktion Amerikas zu eigen machte. Wer sich von den Qualitäten amerikanischer Horrorhäuser ein Bild machen möchte, sollte lieber zu diesem Horrorstreifen greifen, denn der ist bei Weitem besser als HOUSES OF TERROR.
 
 
 


 
 
 

HOUSES OF TERROR – Zensur

 
 
 
Auch wenn in HOUSES OF TERROR (OT: THE HOUSES OCTOBER BUILT) Kettensägen schwingende Berufserschrecker durchs Bild sausen, gibt es hier weder Gewalt noch Blut zu sehen. Am Ende bekommt der Zuschauer etwas seichten Terror geboten. Hierzulande hat der Film eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

HOUSES OF TERROR – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Ascot Elite Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Houses October Built; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailershow, Originaltrailer

Release-Termin: 22.04.2016

 

Houses of Terror [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

HOUSES OF TERROR – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

(Rechte für Grafiken & Packshots liegen bei Ascote Elite Home Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Bates Haunting (2012)
 
Jack the Reaper – Jahrmarkt des Grauens (2011)
 
Gingerclown (2013)
 
Killer Holliday (2013)
 
Dark Ride (2006)
 
Das Kabinett des Schreckens (1981)
 


Filmreview: „Gingerclown“ (2013)

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GINGERCLOWN

Story

 
 
 
Los Angeles im Jahr 1983. Nerd Sam (Ashley Lloyd) hat es nicht leicht sich in der Schule zu behaupten. Er ist beliebtes Mobbingopfer von Schulhof-Proll Biff (Michael Cannell-Griffiths), der gern Außenseiter in Gegenwart seiner liebreizenden Freundin Jenny (Erin Hayes) demütigt. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Um zu beweisen, dass auch Außenseiter mutig und furchtlos sind, unterzieht sich Comicfan Sam einer Mutprobe und geht auf Erkundungsstreifzug in einen verlassenen Vergnügungspark. Was ihn jedoch dort erwartet, wird er sein Lebtag nicht wieder vergessen …
 
 
 


 
 
 

GINGERCLOWN – Kritik

 
 
 
Ordnet man Horrorfilme in der IMDB nach den schlechtesten Userbewertungen verblüfft, welche Streifen sich da auf den vorderen Plätzen tummeln. Geht es nämlich nach der umfangreichen Filmdatenbank, ringen einige trashige ASYLUM-Gurken um die wohlverdienten Spitzenplätze und das nicht ohne Grund. Leider bekommt der bekannte Gurkenzüchter demnächst starke Konkurrenz, denn der bis dato noch unbekannte Ungar BALÁZS HATVANI hat mit seinem Erstling namens GINGERCLOWN den wohl enttäuschendsten Horrorfilm des aktuellen Filmjahres gedreht. Man mag es gar nicht in Worte fassen wollen, was dem Zuschauer hier zugemutet wird und was an vielversprechendem Potenzial gar sprichwörtlich die Toilette hinabgespült wurde. Ein verlassener Vergnügungspark soll im Film für unheimlichen Schauer sorgen und dient einigen neunmalkluge Kids als Mutprobe, um sich behaupten zu können. Leider hat man nicht mit der Anwesenheit obskurer Kreaturen gerechnet, die es sich in den Räumen der leerstehenden Attraktionen gemütlich gemacht haben. Weil die so gar nicht erfreut über das unangemeldete Erscheinen der holzköpfigen Gäste sind, werden die neugierigen Teenager wenig später erbarmungslos durch den Freizeitpark gejagt – ohne roten Faden versteht sich. GINGERCLOW besteht aus einer Aneinanderreihung stimmungsvoller Filmsets die, und das muss man Macher HATVANI zugestehen, wirklich beeindruckend atmosphärisch in Szene gesetzt wurden. Der Zuschauer begleitet die schablonenhaft skizzierten Protagonisten durch surreal anmutende Gruselbauten, die durch Liebe zum Detail glänzen, jedoch mit einer nahezu kaum vorhandenen Geschichte umwebt wurden. Leider macht das eigens von HATVANI geschriebene Drehbuch jegliche Gruselstimmung zunichte, gehören doch die niedergeschriebenen Dialoge zum wohl Peinlichsten, was die Filmwelt in letzter Zeit erlebt hat. Passend zum Dialogdebakel konnten ironischerweise auch noch untalentierte Laiendarsteller engagiert werden, die selbst zu unfähig zum Overacten sind.
 
Eigentlich wurde GINGERCLOWN als Horrorkomödie konzipiert. Ein Ziel, das der Film Dank der Unfähigkeit seines Regisseurs rasch aus den Augen verliert. GINGERCLOWN ist zu keiner Minute witzig oder erheiternd, sieht man mal von der teils unfreiwilligen Komik ab, die sich aufgrund der Talentlosigkeit aller Schauspieler durch den gesamten Film zieht. Gleiches gilt selbstverständlich für den nicht vorhandenen Gruselfaktor, der trotz der unheimlichen Kulisse mit der Lupe gesucht werden muss. Mit seinen gerade mal 30 Lenzen will Regisseur BALÁZS HATVANI das Horrorkino der 80er Jahre aufleben lassen. Die notdürftige Handlung seines Debüts spielt zwar im Jahre 1983; die für diese Dekade bekannte Atmosphäre will sich jedoch partout nicht einstellen. Fatal, wenn ein Film vom rechten Weg abkommt, weil der Regisseur das Ruder nicht mehr unter Kontrolle hat. Immerhin dürften Genre-Größen wie TIM CURRY (aus ES), LANCE HENRIKSEN und BRAD DOURIF (die Stimme von CHUCKY) dafür sorgen, dass der Filmemacher auch etwas Geld mit seinem Wirrwarr verdienen kann. Mit deren Namen wird nicht unauffällig auf dem Filmplakat geworben und lässt Fans genannten Filmjahrzehnts aufhorchen. Zu sehen bekommt man die Horror-Helden der 80er zwar leider nicht – dafür aber zu hören, denn genannte Filmgrößen haben dem charmant entworfenem Puppentheater in GINGERCLOWN die Stimmen geliehen. Der Zuschauer bekommt dämonische Teekannen, fies lachende Clowns und grotesk anmutende Riesenspinnen zu sehen. Wie es in den 80ern üblich war entstanden die Filmmonster in liebevoller Handarbeit und erinnern in ihrer einfachen Art nicht selten an Werke eines gewissen CHARLES BAND, aus dessen Hirn so trashiger Puppentrick wie DOLLMAN VS. DEMONIC TOYS oder PUPPET MASTER entsprungen ist.
 
Die Puppen im Film besitzen trotz ihrer Einfachheit zweifelsohne Charme und sind neben der hervorragenden Optik des Streifens auch das einzige, was GINGERCLOWN Daseinsberechtigung verschafft. Der träge Mix aus SPOOKIES und KABINETT DES SCHECKENS zieht sich wie Kaugummi und bereitet dem Zuschauer eher Frust statt Laune. Kurioserweise wird GINGERCLOWN in 3D angepriesen. Eine ernüchternde Prämisse, wäre das Geld wohl besser in gute Schauspieler investiert gewesen. Die sprechen teilweise sogar mit ungarischem Akzent, obwohl der Streifen auf den Hügeln von Los Angeles spielt. Der Grund hierfür ist jedoch schnell gefunden: GINGERCLOWN wurde komplett in Ungarn gedreht, wo rasch kamerageile Statisten von der Straße gelesen und aufs Filmset gekarrt wurden. Ob die nach Sichtung des Pseudo-Gruselquatschs stolz auf die dargebotene Leistung sein dürfen, steht auf einem anderen Blatt.
 
 
 


 
 
 

GINGERCLOWN – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Eine visuell beeindruckende Verbeugung vor dem Horror-Kino der 80er. Leider ist in GINGERCLOWN die Optik auch das einzige, was Erwähnung finden sollte. Zwar feiert sich Regisseur BALÁZS HATVANI im Vorspann offensichtlich selbst, scheint aber auf dem Heimkinocover vergessen haben zu erwähnen, dass er sein ungarisches Grusel-Irrlicht gegen die Wand gefahren hat. Der Zuschauer bekommt unterirdisches Schauspiel geboten und eine groß angepriesene Horrorkomödie, die weder gruselig noch witzig ist. Vermutlich dürfte dieses Machwerk legendären Genre-Größen wie TIM CURRY, LANCE HENRIKSEN und BRAD DOURIF nach Fertigstellen reichlich Magenschmerzen bereitet haben, schließlich wirbt man mit deren Namen nicht unauffällig auf dem Cover. Neben MICHAEL WINSLOW und SEAN YOUN haben die nämlich einigen Monsterpuppen im Film das Sprechen beigebracht und wahrscheinlich nicht geahnt, dass GINGERCLOWN das wohl unbefriedigendste Horrorfilmchen des aktuellen Filmjahres wird. Wer bedeutungslose Filme ohne roten Storyfaden bevorzugt, die den Zuschauer mit nervigen Laiendarstellern an den Rand des Wahnsinns treiben wollen, darf gern einen Blick riskieren. Der Rest sollte stattdessen lieber einen THE ASYLUM-Marathon einlegen – das scheint uns minimal sinnvoller, als sich mit diesem Käse den Tag verderben zu lassen. Wir bitten ausdrücklich um KEINE Fortsetzung!
 
 
 


 
 
 

GINGERCLOWN – Zensur

 
 
 
Regisseur BALÁZS HATVANI scheint GINGERCLOWN zwecks besserer Vermarktung für ein eher jugendliches Publikum konzipiert zu haben. Das Gezeigte ist nicht brutal. Demnach wäre GINGERCLOWN eigentlich auch ein FSK12-Kandidat. Da die Atmosphäre jeder ziemlich düster ist, hat die FSK den Streifen erst auf 16 Jahren freigegeben.
 
 
 


 
 
 

GINGERCLOWN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Gingerclown; Ungarn/USA 2013

Genre: Horror, Mystery, Thriller, Fantasy

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung) – Aufgrund der DVD/BD-Trailer ist die Heimkinofassung ab 18

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailershow, Trailer

Release-Termin: 18.11.2014

 

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GINGERCLOWN – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Jack the Reaper – Jahrmarkt des Grauens (2011)
 
Killer Holiday (2013)
 
Das Kabinett des Schreckens (1981)
 
Dark Ride (2006)
 


Filmreview: „Killer Holiday“ (2013)

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KILLER HOLIDAY

Story

 
 
 
Eine Truppe Kids unternimmt einen netten Road Trip durch die amerikanische Einöde und düsen dabei geradewegs ins Verderben. Ein irrer Killer hat sich an ihre Fersen geheftet und folgt ihnen in einen leerstehenden Freizeitpark …
 
 
 


 
 
 

KILLER HOLIDAY – Kritik

 
 
 
Slasher gehören seit jeher zu einem der wohl beliebtesten Subgenres im Horrorfilm. Die Anfänge gehen hier sogar bis in die 60er mit verschiedenen italienischen Giallo-Thrillern oder die frühen 70er Jahre zurück, als Filme wie IM BLUTRAUSCH DES SATANS (1974) und BLACK CHRISTMAS (1974) über die Kinoleinwände flimmerten. Vierzig Filmjahre später sind die berüchtigten Schlitzerstreifen wieder in Mode und aus der Horrorfilmlandschaft nicht wegzudenken. Dennoch muss man immer genauer hinschauen, was einem da überhaupt untergejubelt wird, denn wirklich gut sind leider nur die wenigsten Slasher in heutiger Zeit. Zur Gattung „miserabel“ zählt auch der vorliegende KILLER HOLIDAY, der von MARTY THOMAS inszeniert wurde und einmal mehr vollkommen falsche Erwartungen beim Zuschauer weckt. Auf dem ansprechend gestalteten Filmcover wird mit einer gar fies grinsenden Clownsfratze geworben, was zwar bitterböse Streifen wie CLOWNHOUSE (1989) und STITCHES (2012) ins Gedächtnis ruft, aber schon wieder als hinterhältige Mogelpackung gewertet werden darf, lässt sich jener Zeitgenosse im Film nämlich gar nicht erst blicken. Für den Käufer eine enttäuschende Prämisse, der sein hart verdientes Geld für einen Film ausgegeben hat, den er eigentlich so gar nicht sehen wollte. Hinter dem ausgefuchsten Marketingkonzept steckt (zumindest in Amerika) Rechteinhaber LIONSGATE, der den Bullshit in Übersee ausgewertet hat. Was das in Genre-Kreisen bewanderte Label dazu geritten haben muss, sich die Rechte an diesem Schwachsinn zu sichern, wird der Horrorfilmfan vermutlich nie erfahren. Die gesamte Inszenierung schaut zwar verdammt nach Indie aus; qualitativ befindet sich der Streifen jedoch irgendwo auf Amateurniveau und erinnert in seinen schlimmsten Momenten an den 2011 veröffentlichten THE ORPHAN KILLER, in dem die einzelnen Mordsequenzen mit einem unerträglichen Hardrocksound untermauert wurden. Ähnlich geht´s auch in KILLER HOLIDAY zugange, wobei die Geschehnisse bei Weitem nicht einmal annähernd die Kaltschnäutzigkeit und Brutalität des besagten Slashers erreichen und im Vergleich zum heutigen Slasher-Standard eher als kaum nachhaltig einzuordnen sind. Die für das Genre wichtigen Kills sind zwar vorhanden, abwechslungsreich und blutig; jegliche Spannung und Atmosphäre wird jedoch von der fürchterlichen und vor allem unpassenden musikalischen Untermalung zunichte gemachte. Immer dann, wenn der Killer zur Tat schreitet, werden die elektrischen Gitarren hervorgekramt und es wird kraftvoll an den Saiten gezupft, dass sich bei derart Lärm dem Zuschauer die Zehennägel zusammenrollen. Zudem ist der theatralisch wirkende Score in einigen Erotikszenen fast schon wieder zu viel und wirkt meist unfreiwillig komisch und vollkommen deplatziert. Mit gewöhnungsbedürftiger Musik an den unpassendsten Filmstellen hat Regisseur MARTY THOMAS so seine Probleme, was ein wenig verwundert, hat doch der Filmemacher in der Vergangenheit mehr als 250 MTV Musikvideos gedreht und diverse TV-Sport hervorgebracht. Seine Arbeiten haben ihm bisher Nominierungen und Preise gebracht, so dass man nicht verstehen will, wie KILLER HOLIDAY zu so ein Rohrkrepierer werden konnte. Immerhin wird die Geschichte nach bekanntem Slasher-Schema abgespult:
 
Einige höchst nervende Kids (die natürlich von fast 30ern gespielt werden) unternehmen einen spontanen Spring Break Road Trip und lassen Stress und Eltern hinter sich. Wie es sich für einen Slasher gehört haben wir mal wieder die unterschiedlichsten Stereotypen am Start. So dürfen der Spaßvogel und der Vamp ebenso wenig fehlen, wie der Quotenfarbige und das graue Mäuschen. Es wird Alkohol geschlürft, dem unehelichen Beischlaf gefrönt und all jene Sachen veranstaltet, die Teenager in diesem Alter eigentlich nicht tun sollten. Schnell ist den mehr als naiven Jugendlichen ein skrupelloser Killer auf den Fersen, der sich „Melvin Spider Holiday“ (MICHAEL COPON) schimpft und eine triefende Blutspur hinter sich herzieht. Als die Kids irgendwo in der Einöde ein Werbeplakat eines geschlossenen Jahrmarktes finden, dürfte dem Zuschauer klar sein, welch Schicksal der Bande blühen dürfte. Das verschlossene Tor zum Rummel wird unachtsam geöffnet und nach ersten Erkundungstouren durch die Attraktionen des Vergnügungsparks verliert sich auch schon die Spur der ersten Freunde. Die hat der mordende Schönling bereits um die Ecke gebracht und schnitzt sich wenig später auch durch das Fleisch der übrigen Grünschnäbel. Am Ende bleibt das hässlichen Entlein übrig, dass ganz nebenbei auch gleich das Geheimnis des unberechenbaren Serienkillers lüftet, der natürlich nicht ohne Grund den Kiddies nach dem Leben trachtet.
 
Dilettantismus wird bei KILLER HOLIDAY ganz groß geschrieben. Sei es beim kaum talentierten Können der Protagonisten, die mehr schlecht als recht bemüht sind, ihre unwichtigen Texte in die Kamera zu quasseln. Oder der Einsatz von diversen Stilmitteln (Slow-Motion-Szenen, s/w-Sequenzen), die dieses Meuchelstück vermutlich irgendwie extravagant erscheinen lassen sollen; KILLER HOLIDAY ist ganz schöner Quatsch, den man möglichst meiden sollte. Die verschiedenen Kamerspielereien sehen arg bescheiden aus und der überraschende Endtwist wirkt derart aufgesetzt und uninspiriert, dass man am liebsten noch einmal Hoopers nostalgischen Klassiker KABINETT DES SCHRECKENS (1981) in den Player legen möchte, um sich davon zu überzeugen, wie so ein wirklich stimmiger Jahrmarkt-Slasher denn nun auszusehen hat. Immerhin konnte Regisseur MARTY THOMAS (der es übrigens auch schon einmal als Schauspieler in die Kultserie M*A*S*H geschafft hat) mit MICHAEL COPON einen halbwegs gescheiten Killer für sein Trauerspiel gewinnen. Der hat schon in 247°F (2011) und dem NIGHT OT THE DEMONS-Remake (2009) Gruselluft schnuppern dürfen und ist vermutlich der einzige optische und schauspielerische Gewinn im ganzen Film. Der Rest der ernüchternden Cast hat scheinbar noch nicht so wirklich verstanden, welche Qualitäten man als Schauspieler mitbringen sollte, wenn man in einem Horrorfilm agieren soll. Unterm Strich sollte man von KILLER HOLIDAY nichts erwarten. Der Film ist unglaublich schlecht und mit dem dürftigen und vor allem unspannenden Drehbuch gewinnt man heutzutage noch nicht einmal einen Trostpreis. Von daher sei jedem Fan geraten, die Euronen für diesen Schnellschuss lieber der Aktion „Brot für die Welt“ zu spenden – dort ist das Geld mit Sicherheit nützlicher angelegt.
 
 
 


 
 
 

KILLER HOLIDAY – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Eine blutige Achterbahn des Schreckens! Insofern man eher eine Schwäche für blutige, dumme Filme ohne Handlung besitzt. Denn wirklich fesselnd oder gar unterhaltsam ist KILLER HOLIDAY nicht einmal ansatzweise. Regisseur MARTY THOMAS hat trotz umfangreicher Erfahrung im Filmemachen scheinbar noch nicht wirklich ergründen können, wie eigentlich ein Horrorfilm im Jahr 2013 auszusehen hat. Umso enttäuschender für den Genrefan, dass er mal wieder 90 Minuten kostbare Lebenszeit für nichts verschwendet hat. Finger weg!
 
 
 


 
 
 

KILLER HOLIDAY – Zensur

 
 
 
KILLER HOLIDAY ist Slasherware von der Stange. Im Vergleich zu gängigen Filmen dieses Subgenres geht es doch hier schon erstaunlich züchtig zugange. Ein paar Schauwerte (wie ein abgehackter Arm) gibt es dennoch zu bestaunen, so dass KILLER HOLIDAY mit KJ-Freigabe in den Handel kommen wird.
 
 
 


 
 
 

KILLER HOLIDAY – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Jack the Reaper – Jahrmarkt des Grauens (2011)

Das Kabinett des Schreckens (1981)

Dark Ride (2006)


Filmreview: „Jack the Reaper – Jahrmarkt des Grauens“ (2011)

 

Ein Schulausflug der etwas anderen Art:

Um sich die nötige Mindestanzahl an Punkten zu verdienen, nehmen einige Schüler, an einem außerschulischen Exkurs in ein Eisenbahnmuseum teil.

Auf dem Rückweg verunglückt der Schulbus unglücklich mitten in der Pampa und die Schüler realisieren nach dem ersten Schock, dass sie scheinbar allein gelassen wurden.

Weit und breit ist weder der begleitende Lehrer noch der Busfahrer zu sehen und fernab des Busses entdecken die Jugendlichen einen vermeintlich belebten Jahrmarkt.

Nach anfänglicher Skepsis verlassen einige Schüler den Bus und erhoffen die rettende Hilfe auf dem Jahrmarkt.

Trotz bunter Lichterflut findet die missmutige Truppe weder Gäste noch Jahrmarktangestellte vor. Doch leider scheinen sie nicht so allein, wie anfänglich vermutet. Denn irgendetwas scheint die Schüler aus dem Dunkel der Nacht heraus zu beobachten.

 

 

Und da ist er wieder „Candyman“- Darsteller Tony Todd, der sich scheinbar den Posten des cineastischen Vermittlers zwischen Leben und Tod gesichert und vermutlich darin die Rolle seines Lebens gefunden hat.

Ebenso wie in diversen „Final Destination“ – Teilen warnt er auch in „Jack the Reaper“, getarnt als Museumsführer, vor dem bevorstehenden unschönen Ableben der ahnungslosen Protagonisten.

Natürlich scheinen, die extrem oberflächlich skizzierten Charaktere, nicht so wirklich den Sinn seiner weisen Worte zu verstehen, denn hätten sie neben „The Hills have Eyes“ (die „Scream“-reske Anspielung auf aktuelle Horrorfilme im Film ist unverkennbar) auch die „Final Destination“- Filmreihe gesichtet, würden sie wahrscheinlich bereits zu Beginn erahnen können, was ihnen im Laufe ihres Filmes bevorstehen wird.

Der geübte Filmfreund zumindest, dürfte schon nach 10 Minuten Filmlaufzeit wissen, was den skurril agierenden Pappnasen blühen dürfte.

Denn von der wahrlich vernünftigen Sorte, scheint keiner der zig Charaktere zu sein, denn ihr Handeln gestaltet sich, wie hätte es auch anders sein können, als ordentlich dumm und unvernünftig.

Demnach wird natürlich das gesamter Register genreüblicher Klischees abgehandelt und wohl bekömmlich, einfach verständlich, sowie splatter- und blutfrei auf TV-Soap-Niveau geblasen.

Vom fetten Widerling, der partout aufgrund seiner Körperproportionen gemobbt wird, über den arroganten Football-Schönling, der alles und jeden flachlegt bis hin zum Quotenschwarzen, der ab und an sinnfreies Pseudomoral-Gefasel zum Besten trällert, dürften dem Film vermutlich jedes stereotype Klischee, der letzten 30 Jahre Horrorfilmgeschichte, zu Grunde liegen.

Dabei entpuppt sich das recht dürftig und oberflächlich ausgearbeitete Drehbuch als absolute Spaßbremse.

Denn sieht man einmal von der 10minütigen Filmeinleitung ab, die jeden Charakter oberflächlich skizziert und diverse Konflikte zwischen den Charakteren untereinander grob beschreibt, bleibt letztendlich eigentlich nur noch das kurze 10minütige Finale über, dass überhaupt wesentlich wichtig ist für Geschichte.

Dazwischen geschlagene 60 Minuten nervig sinnfreies Gequassel und Gepose der unzähligen Holzköpfe, die sich gehörig Zeit damit lassen, die diversen Attraktionen des Jahrmarktes zu erkunden. Ist zwar schön und gut, aber für den Filmfan unbrauchbar und quälend langweilig, zumal das munteres Treiben aufgrund chronischer Bluarmut nicht einmal auf dieser Ebene überzeugen kann.

Natürlich sei auch an dieser Stelle zu erwähnen, dass man die Logik des Handelns, der diversen Exkursteilnehmer nicht hinterfragen sollte. Anstatt in einer seltsamen Situation, wie sie dem Film zu Grunde liegt, misstrauisch beäugend alles zu hinterfragen, lassen die Jugendlichen erst einmal ordentlich die Sau heraus.

Gut nur, dass im Verlauf der Handlung titelgebender „Jack the Reaper“ zur außergerichtlichen Verurteilung lospilgert um den Schülern gehörig die Leviten zu lesen, denn derart nervige Kinder, wie in diesem Horrorfilm, müssen einfach bestraft werden.

Dabei dürfte der Killer „Jack“ der einzig nennenswerte Grund sein, warum man sich diesen unzureichend unterhaltsamen Film überhaupt anschauen sollte.

Jacks“ Make-up Design gestaltet sich, mit seinen nichtvorhandenen Augäpfeln und dem diabolischen Grinsen, als recht sehenswert und „really creepy“.

Leider darf der Killer nur unzureichend in Erscheinung treten und seine „Bestrafen“ kommt bedauerlicherweise recht züchtig und vor allem nervend jugendfrei daher.

Etwaige Hintergründe über seine Person bleiben ungeklärt, wohlmöglich um zumindest noch halbwegs goutierbaren Horrorstoff für eine mögliche Fortsetzung zu besitzen.

 

 

 

Fazit 5/10

 

Durchschnittlicher Horrorfilm auf TV-Niveau, der zwar einen recht freakigen Filmkiller parat hält, aber aufgrund der absolut dummen Inszenierung und vor allem des enttäuschend geringen Blutzolls dem geübten Horrorfan, trotz „Tony Todd“ – Kurzauftritt,  kaum zufriedenstellende Unterhaltung bieten dürfte.

 

FSK-Fassung ist mit FSK 16 ungeschnitten.

Es gibt noch eine DVD/Blu-ray, die eine „Keine Jugendfreigabe“ – Kennzeichnung besitzt. Dort bezieht sich die Freigabe vorwiegend auf das Bonusmaterial der Scheibe, nicht aber auf den Hauptfilm, denn der ist uncut frei FSK16.

 

 

Hellraiser80