Filmkritik: „Cabin Fever – Remake“ (2016)

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CABIN FEVER – REMAKE

(CABIN FEVER – THE NEW OUTBREAK)

Story

 
 
 

Eine Gruppe ausspannender Mittzwanziger bekommt es in einer Waldhütte mit einem fleischfressenden Bakterium zu tun, das durch Trinkwasser in den Körper gelangt. Dummerweise sind sie in der Abgeschiedenheit auf sich allein gestellt und erleiden nacheinander einen grausamen Tod.

 
 
 


 
 
 

CABIN FEVER – Kritik

 
 
 
Feingeister müssen jetzt tapfer sein, denn einer der Meister einfältiger Geschmacklosigkeiten ist zurück und hat neues Horrormaterial verbrochen. Vorgegebenes Ziel: Polarisieren! Diesmal sind es jedoch nicht bloß triviale Schauwerte und nackte Tatsachen, die Aufmerksamkeit erregen sollen. Da gab es im Vorfeld natürlich Kritik, nicht unbegründete obendrein. Warum einen Film von ELI ROTH neu verfilmen, der vor gerade einmal 15 Jahren im Kino gelaufen war. Letztendlich tat sich der kontroverse Regisseur selbst hervor, den Aufguss seines Debüts CABIN FEVER abzusegnen, voranzutreiben und zu produzieren. Bei vielen Horrorfans erntete er Unverständnis. Alte Fans hatten schnell den Braten einfach verdienten Geldes gewittert, das sich nun mal mit bekanntem Filmreihen verdienen lässt. Umso erfreulicher für Roth, der als Produzent der Neuverfilmung genug Geld für ein paar neue Autos gemacht haben dürfte.
 
 
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Weitaus weniger Ruhm: Newcomer TRAVIS ZARIWNY, dem die Regie zum Remake überlassen wurde. Der Bemitleidenswerte steht so hinter der Umsetzung eines Filmes, für den er in Horrorfankreisen, so steht zu befürchten, ausschließlich Tadel fangen wird. Ihm wurde die ungnädige Aufgabe zuteil, mit gerade einmal 1,5 Millionen Dollar Produktionsbudget den gleichen Film zu drehen, den Zuschauer bereits 2003 im Kino zu sehen bekommen haben – diesmal freilich mit anderen Schauspielern und glattgebügelter Optik. So erzählt auch der neue CABIN FEVER (der in Deutschland übrigens unter dem Titel CABIN FEVER – THE NEW OUTBREAK vermarktet wird) vom Leid stereotyper College-Absolventen, die in einer Waldhütte den Horror ihres Lebens durchleben müssen. Die wollten eigentlich dort ihren Abschluss feiern, bekommen aber ungebetenen Besuch von einem Mann, der von einem unbekannten Bakterium infiziert wurde. Tja, das Schicksal meint es nicht gut mit dem Fremden. Der endet als (kurz zumindest) lebende Fackel und lässt verängstigte Mittzwanziger zurück, die sich ebenfalls mit der mysteriösen Krankheit anstecken. Die Bedrohung lauert im Wasser, denn im See vor der Hütte vermehrt sich der Erreger in Windeseile. Leider trinken die Absolventen unwissendlich genau dieses Wasser und verleiben sich so selbst die tödlichen Bakterien ein, die sich brutal durch das Fleisch ihrer Opfer fressen.
 
 
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Kennste die Vorlage, kennste das Remake. Wer regelmäßig Neuigkeiten zu Horrorfilmen im Netz studiert, wartet vielleicht immer noch auf den vierten Teil der CABIN FEVER-Reihe. CABIN FEVER: OUTBREAK sollte eigentlich zusammen mit dem dritten Teil CABIN FEVER 3: PATIENT ZERO abgedreht werden, doch leider kam der vierte Film bisher nicht zustande. Stattdessen wurden die Pläne für ein weiteres Sequel über Bord geworfen, um Platz für einen Neuanfang schaffen zu können. Was im Vorfeld viel Trubel verursacht hat, ist letztendlich kalter Kaffee. CABIN FEVER 2016 ist so überflüssig, wie eine Grippe im Sommer. Neue Facetten, mehr Blut und neue Todesszenen – Fehlanzeige. Stattdessen wurde das gleiche Drehbuch mit abgeänderten Dialogen verfilmt, das sich vor Achtziger-Horrorstreifen wie TANZ DER TEUFEL, BRENNENDE RACHE und DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT verbeugt, aber für Kenner der Vorlage keinerlei Überraschungen oder gar Neuerungen zu bieten hat. Weil Roth im Hintergrund beteiligt gewesen ist, dürfte es niemanden wundern, dass auch die Neuinterpretation hin und wieder seine Handschrift erkennen lässt. Wie in Roths Werken üblich, darf auch in der Neuauflage sein typisch infantiler Humor nicht fehlen. Das fühlt sich manchmal befremdlich an, weil sich Roths platt-schwarzhumorige Art oftmals jenseits des guten Geschmacks bewegt. Interessanter wird es da schon bei den Spezialeffekten. Die waren bereits im Original von 2003 der eigentliche Star des Films, weil sie durch handgemachte Umsetzung bei zartbesaiteten Zuschauern für Brechreiz gesorgt haben. Selbstverständlich gibt es die auch im Remake zu sehen. Wer aber meint, dass ein Splatter-Gang nach oben geschalten wurde, irrt gewaltig. Aus Budgetgründen mussten Ekeleinlagen drastisch zurückgefahren werden, weshalb das CABIN FEVER Reboot nicht brutaler ist als Roths Debüt.
 
 
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Unterm Strich ist die CABIN FEVER-Neuauflage eine Enttäuschung – wenn man das Original kennt. Viel Neues gibt es nicht zu sehen, was das Frustpotenzial zusätzlich erhöht. Dem Zuschauer wird mit gleichen Szenenverläufen kostbare Lebenszeit gestohlen. Ein ergebnisloses Geschäft, diese Suche nach dem Sinn des Reboots. Warum musste das gleiche Drehbuch verfilmt, sich fast schon krampfhaft an der Vorlage orientiert werden?. Aus welchem Grund wurden nicht neue Todesarten in die Handlung hineingeschrieben, um zumindest abwechslungsreiche Schauwerte bieten zu können? Weshalb hat man nicht mehr Budget investiert, um CABIN FEVER 2016 spektakulärer und blutiger in Szene setzen zu können? Fragen über Fragen. Gleich noch eine: Geht Eli Roth etwa langsam die Luft aus? Bereits im kürzlich veröffentlichten KNOCK KNOCK überraschte der Filmemacher durch eine eher züchtige Inszenierung und stieß damit vor allem jenen Fans vor den Kopf, die sich von dem Thriller brutale Metzelei ohne Anspruch versprochen haben. Moment! Selbstverständlich fehlte in KNOCK KOCK der Anspruch – leider aber auch der Splatter. Wo Roth draufsteht, scheint nicht mehr unbedingt Roth drin zu sein. Demzufolge sollte man die Neuverfilmung seines auf Festivals gefeierten Virenschockers mit Vorsicht genießen, denn sonderlich erwähnenswert ist dieses Remake eigentlich nicht.
 
 
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CABIN FEVER – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Kein Film für Hypochonder. Schmuddeliger Oldschool-Horror mit ekligen Effekten und trotzdem mit Vorsicht zu genießen. Im Vorfeld äußerte Eli Roth, dass die Neuauflage seines Debüts CABIN FEVER absolut genial werden würde. Von Genialität ist das Reboot allerdings weit entfernt. Der Aufguss orientiert sich fast schon peinlich präzise am Drehbuch der Vorlage und erzählt die gleiche Geschichte mit gleichen Szenenverläufen, aber anderen Dialogen. Roths Erstling aus dem Jahr 2003 wurde mit schmalem Budget von 1,5 Millionen Dollar zum Überraschungserfolg und glänzte durch infantilem Humor, unsympathischen Protagonisten (eines der Markenzeichen des Regisseurs) und jeder Menge ekliger Effekte. Was den Film aber seinerzeit so ansprechend gemacht hat, verblasst in der Neuinszenierung gänzlich, weil ihm einfach der naive Charme fehlt, der dem Original zum Horror-Hitstatus verholfen hat. Das Remake macht zwar technisch und visuell eine gute Figur, aufgrund mangelnder Eigenständigkeit wird’s aber zumindest für alle schnell langweilig, die die Vorlage kennen. Demzufolge ist es eigentlich egal, welche der beiden Verfilmungen man sich anschaut, wenn man keine der beiden Streifen kennt. Kenner der Vorlage sollten jedoch das Remake meiden. Die werden hier nur enttäuscht. Viel Neues zu erzählen hat der recycelte CABIN FEVER leider nicht.
 
 


 
 
 

CABIN FEVER – Zensur

 
 
 
Gewalttechnisch hält sich das Remake von CABIN FEVER (deutscher Titel: CABIN FEVER – THE NEW OUTBREAK) nahe am Original. Das bedeutet, dass der Film nicht wesentlich härter ist als die Vorlage. So gibt es handgemachten Splatter zu sehen, der dann doch hin wieder eklig ausfällt. Die Protagonisten zerfallen förmlich von innen, weil es Bakterium ihrer Körper auslösen lässt. Der Reboot hat von der FSK eine Erwachsenen-Freigabe mit rotem FSK-Flatschen erhalten und ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

CABIN FEVER – Deutsche Blu-ray

 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Cabin Fever; USA 2016

Genre: Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 99 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Making of (11:24 Min.), Trailer, Trailershow

Release-Termin: 06.10.2016

 

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CABIN FEVER – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshot liegen bei TIBERIUS FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Condemned (2015)

Contracted (2013)

Contracted: Phase II (2015)

Thanatomorphose (2012)

Cabin Fever (2003)

Cabin Fever 2: Spring Fever (2009)

Cabin Fever 3: Patient Zero (2012)

Filmkritik: „Exists“ (2014)

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EXISTS

DIE BIGFOOT-LEGENDE LEBT!

Story

 
 
 
Fünf Freunde reisen zu einer Hütte in die Wälder, um sich eine Auszeit zu gönnen. Doch von Entspannung keine Spur, haust doch hier draußen ein Bigfoot, der auf Fremde gar nicht gut zu sprechen ist …

 
 
 


 
 
 

EXISTS – Kritik

 
 
 
Wenn Regisseure mit Erstlingswerken Erfolge feiern konnten und es ihnen später partout nicht gelingen will daran anzuknüpfen, ist es keine Seltenheit, dass jene Filmemacher noch einmal gleiche Erfolgszutaten hervorkramen, die das Debüt zum Kassenmagneten gemacht haben. EDUARDO SÁNCHEZ war mal ganz groß im Geschäft. Mit BLAIR WITCH PROJECT gelang es ihm nicht nur das mittlerweile unzumutbare Found-Footage-Genre salonfähig zu machen; zusammen mit Regie-Kollege DANIEL MYRICK drehte er zudem den rentabelsten Low-Budget-Horrorschocker aller Zeiten und bot unzähligen Filmschaffenden kreativen Input, die die Filmwelt mit ähnlichen Streifen verseuchen mussten. Leider gelang es dem gebürtigen Kubaner mit Folgewerken wie ALTERED (2006) und LOVELY MOLLY (2011) nicht, gleiche Aufmerksamkeit zu erhaschen, die ihm sein gefeiertes Debüt-Stück eingebracht hat, so dass er nun noch einmal die Wackelkamera hervorholen muss, um dem Zuschauer damit auf den Zünder zu gehen. Leider hat der Filmemacher aber vermutlich noch nicht verstanden, dass sich Found-Footage im Laufe der letzten Jahre zu einer regelrechten Plage entwickelt hat, mit der man sich unter Horrorfans keine Freunde macht. Trotzdem bleibt SÁNCHEZ dem altbewährten Schema treu und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise voller Gefahren, auf der vor allem eines nicht fehlen darf: viel Kameragewackel.
 
EXISTS ist typisches Schüttel-Futter für all jene, die sich an der Shaky-Cam-Methodik nicht sattsehen können. In diesem Film wird das Geschehen erneut aus der Sicht von Helm, Handy- und Handkameras mit Infrarotfunktion protokolliert, wobei man aber immerhin sagen muss, dass SÁNCHEZ in Sachen Found-Footage ein sicheres Händchen beweist und sein Wackel-Debakel recht kurzweilig inszeniert hat. Ein neuer Horror-Hit ist ihm mit EXISTS dennoch nicht gelungen, dazu ist die Wackel-Expedition zu beliebig und bedient sich zu verkrampft jenen Rezepturen, die das Found-Footage-Genre in den letzten zehn Jahren zu dem gemacht hat, was es heute ist: eine nervende Abfolge der immer wieder gleichen Schreckmomente und Storyverläufe.
 
Wie schon im bekannten BLAIR WITCH PROJECT treibt es abermals fünf Freunde in die Wälder, die dort jedoch nicht nach der Hexe von Blair suchen, sondern ein entspanntes Wochenende in einer abgelegenen Hütte irgendwo im Südosten von Texas verbringen wollen. Auf dem Weg zur Wochenendsause wird das Auto von einem Tier gestreift, so dass die Gruppe einen Fußmarsch einplanen muss, um die morsche Unterkunft erreichen zu können. Selbstverständlich ist den Mittzwanzigern das Böse auf den Fersen, das sich in EXISTS als wütender Bigfoot entpuppt, der über den unangemeldeten Besuch rein gar nicht erfreut ist. Der aggressive Sasquatch beginnt die Freunde zu terrorisieren, zerstört das Auto und macht der Bande die kommenden Stunden zur Hölle. Leider sind Telefone – wie so oft im Horrorfilm – kaum von Nutzen, weil schlechter Empfang den Notruf unmöglich macht. So holt Matt seine Videokamera aus der Tasche und bannt jene Kreatur auf Film von der man glaubte, sie würde ausschließlich urbaner Legenden entspringen.
 
Kennste einen, dann kennste alle. Es sind immer wieder die gleichen Geschichten, die sich nach ähnlichem Schema mit nur anderen Bedrohungen abspielen. EXISTS macht da keine Ausnahme und folgt den allseits bekannten Regeln, mit denen gefühlt tausende ähnlicher Produktionen schnell Kasse machen wollten. Schreien, rennen und trotzdem permanent die Kamera aufrecht halten, damit jede Einzelheit des Überlebenskampfes von verängstigten Protagonisten auf Film festgehalten werden kann. Seit jeher sollte man bei Found-Footage-Streifen die Logik ausklammern, denn meist ist hier der Wille sensationsgeile Bilder von Geistern, Monstern und Aliens auf Film zu bannen stärker, als sich selbst in Sicherheit zu bringen. Was EXISTS dennoch ertragbar gestaltet ist das flotte Tempo mit der die minimalistische Geschichte an den Horrorfan gebracht wird. Die bietet zwar kaum Überraschungen und macht von wirklich jedem Found-Footage-Klischee Gebrauch; hat aber mit einem äußerst schlecht gelaunten Bigfoot ein ansprechendes Filmmonster in petto, das sich sogar ziemlich oft vor der Kamera zeigt.
 
EXISTS ist ziemlich ruppiger Bigfoot-Terror, in dem nicht lang gefackelt wird. Regisseur EDUARDO SÁNCHEZ kommt recht schnell zum Punkt und lässt seine jungen Protagonisten nacheinander durch die Hand der launischen Kreatur über die Klinge springen. Die geht nicht zimperlich mit ihren Opfern um und wütet sich unerbittlich durch die überschaubare Filmhandlung bis auch der Letzte der Freunde den Tod gefunden hat. Lobenswerterweise wurde viel Herzblut in das Design des Monsters investiert, dessen Auftritte durch lautes Gebrüll und Gegrunze reichlich bedrohlich und furchterregend über den Bildschirm flimmern. Zwar steckt auch hier ein Mann im Monsterkostüm; die gebotenen Effekte können dennoch überzeugen, weil durch hektische Schwenks und bewusst eingesetzte Unschärfe manch Manko im Design der Kreatur im Verborgenen bleibt. Hinzukommt, dass EXISTS von permanenter Hektik vorangetrieben wird, so dass dem Zuschauer kaum Zeit bleibt, sich über Fehler im Film den Kopf zu zerbrechen.
 
EXISTS ist kein anspruchsvolles Horror-Kino, was womöglich auch niemand erwartet hat. Trotzdem bleibt auch das neuste Schaffen aus der Mache von Regisseur EDUARDO SÁNCHEZ weit hinter den Erwartungen zurück, weil der Streifen einfach nichts Neues zu bieten hat, was man nicht schon in den letzten 15 Jahren Found-Footage-Grauen entweder im Kino oder auf dem heimischen Fernsehapparat gesehen hat.
 
 
 


 
 
 

EXISTS – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Bigfoot-Terror par excellence. EXISTS ist ein reichlich ruppiger und gnadenloser Monster-Heuler, der sich der mittlerweile nicht mehr ganz so beliebten Found-Footage-Machart bedient. Hier läuft ein äußerst schlechtgelaunter Sasquatch unter lautem Gebrüll Amok und gibt erst Ruhe, nachdem auch der letzte menschliche Eindringling im Revier das Zeitliche gesegnet hat. Regisseur EDUARDO SÁNCHEZ ist nach dem gefeierten BLAIR WITCH PROJECT geübt im Umgang mit der Wackelkamera, vergisst aber seinem Schüttel-Ausflug um neue Ideen zu bereichern. Was in EXISTS gezeigt wird, hat man schon dutzende Male gesehen. Trotzdem überzeugt der Überlebenstrip, weil SÁNCHEZ mehrfach den Hektik- und Panikhebel in entscheidenden Momenten umlegt. Der hilft dem Streifen über manch Längen hinweg und machen EXISTS zu einer kurzweiligen Monster-Hatz, die zudem um einige ansprechend platzierten Gewaltspitzen bereichert wurde. Wer nichts mit Found-Footage anfangen kann, wird auch hier dankend abwinken. Zuschauer, die stattdessen nicht genug von jener zwiespältigen Filmware haben können, werden SÁNCHEZ für seinen temporeichen Schüttel-Streifen in den Himmel loben. Trottdem: Kann man sehen – muss man aber nicht!
 
 
 


 
 
 

EXISTS – Zensur

 
 
 
EXISTS geht in die Richtung Terrorfilm nur mit dem Unterschied, dass statt Einbrecher oder Hobby-Sadisten diesmal ein wütender Bigfoot das Morden beginnt. Wirklich explizites Gemeuchel gibt es zwar nicht zu sehen, was aber nicht bedeutet, dass EXISTS nicht hart anzusehen ist. Zwar geschehen die meisten Gewaltakte im Off und schnelle Schnitte lassen nur erahnen was in puncto Gewalt auf der Mattscheibe passiert; trotzdem hat das alles für eine ungeschnittene FSK16 gereicht – ungeschnitten!
 
 
 


 
 
 

EXISTS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) WVG Medien GmbH / Entertainment One

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Exists; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Französisch, Niederländisch

Bild: 1.78:1

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailershow

Release-Termin: 27.03.2015

 

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EXISTS – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Jungle (2013)
 
Wer – Das Biest in Dir (2013)
 
Willow Creek (2013)
 
The Dyatlov Pass Incident (2013)