Filmkritik: „The Remains“ (2016)

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THE REMAINS

Story

 
 
 

Eine Familie wird in ihrer neuen Bleibe von paranormalen Ereignissen gequält. Wetten hier spukt’s?


 
 
 


 
 
 

THE REMAINS – Kritik

 
 
 
Es gibt Genres innerhalb der Grenzen der Horrorfilmwelt, die wohl nie in Vergessenheit geraten werden. Besonders die Gattung der Spuk- und Geisterfilme will einfach nicht von der Bilderoberfläche verschwinden und erlebt Revival nach Revival – obwohl die meisten Werke dieser Art im Grunde genommen stets ähnlich gemustert konzipiert sind. Mittlerweile haben sich diese Streifen zu einer regelrechten Plage entwickelt, die gerade aufgrund der Erfolge von Film-Reihen wie THE CONJURING oder INSIDIOUS vor allem von kleinen Produktionsstudios in Auftrag gegeben werden. Die investieren meist nicht viel und hoffen auf maximalen Gewinn. Leider scheint die Rechnung oft aufzugehen. Anders lässt sich nicht erklären, warum der Videomarkt Jahre nach Hits wie THE AMITYVILLE HORROR oder POLTERGEIST immer noch regelmäßig von günstig gedrehtem Geisterquatsch geschändet wird. Auch der US-Reißer THE REMAINS orientiert sich beim Erschrecken an Klischees und Handlungsverläufen vieler bekannter Gruselfilme, die man in den letzten Jahrzehnten bis zum Erbrechen zu sehen bekommen hat. Ein altes Haus mit mysteriöser Vergangenheit macht den neuen Bewohnern das Leben schwer. Die Kinder sind empfänglich für die stattfindenden Spukaktivitäten und das Familienoberhaupt wittert flugs, dass die gesamte Familie in großer Gefahr schwebt. Vergleicht man THE REMAINS mit mindestens zehn weiteren aktuellen Spukfilmen, merkt man, dass sich die Geschichten der Hälfte dieser Streifen aufs Haar gleichen. Das kann mit Sicherheit kein Zufall sein.
 
 
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THE REMAINS zieht alle Register klassischen Spuks. Eine Familie hat hier ein viktorianisches Gebäude bezogen und hofft nach dem plötzlichen Tod der Mutter nur das Beste. Leider passieren bald merkwürdige Ereignisse. Türen fallen grundlos ins Schloss, seltsame Stimmen sind zu hören und plötzliches Chaos in der Wohnung wirft Fragen auf. Nein, an Spuk ist erstmal nicht zu denken, obwohl die Bewohner von schrecklichen Albträumen geplagt werden und in regelmäßigen Abständen schaurige Schatten durch die Wohnung wandeln sehen. Als man auf dem Dachboden Gegenstände aus dem letzten Jahrhundert entdeckt und ausmisten möchte, spitzt sich die Lage zu. Die Kinder werden krank und der Vater zieht schließlich in Betracht, dass mit der neuen Bleibe etwas nicht stimmt. Eine kurze Recherche im Internet gibt Aufschluss. Dieses Haus ist geprägt von seiner düsteren Vergangenheit, was nichts Gutes verheißt. Und so kommt, was kommen muss. Budenzauber wird entfacht und ein effektreiches Spukfinale soll knapp 90 Minuten vorhersehbare Langeweile ungeschehen machen. Leider vergebens.
 
 
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Eigentlich hat THE REMAINS all das, was ein Spuk -und Geisterfilm mitbringen sollte. Damit langweilt er leider auch schon wieder, weil sich der Streifen zu verkrampft am Gruselstandard orientiert und frische Ideen vermissen lässt. So macht Regisseur THOMAS DELLA BELLA den Fehler, dem Zuschauer bereits im Prolog die Spannung zu rauben. Während einer unachtsamen Geisterbeschwörung dringen böse Mächte in die Welt der Lebenden ein und haben sich in genau dem Haus manifestiert, das in THE REMAINS den Ort des unheimlichen Geschehens abgibt. Angesichts der Tatsache, dass das so in fast jedem Film dieser Art der Fall ist, besteht Verwechslungsgefahr. Nein, dieser Gruselschnarcher besitzt weder Eigenständigkeit noch Höhepunkte. Das einzige, was in Erinnerung bleibt, sind die fiesen Schockmomente. Hier waren die Tontechniker äußerst hinterlistig und haben die akustische Untermauerung der Schrecksequenzen besondern laut abgemischt. Dafür schmoren sie hoffentlich in der Hölle, denn die laute Abmischung reisst nicht nur einmal unsanft aus dem Tiefschlaf und sorgt so für Augenringe. Letztendlich ist THE REMAINS ein Gruselfilm der beliebigen Sorte. Das ist aufgrund der technischen Ausstattung ziemlich bedauerlich. Der Geisterfilm sieht alles andere als kostengünstig aus und verfügt zudem über manche atmosphärische Szene. Übrigens hat Regisseur THOMAS DELLA BELLA bereits an einigen Horrorproduktionen mitgewirkt. So war er als Produktionsassistent an THE DARKNESS beteiligt. Dabei handelt es sich um einem Film aus den kommerziell gar nicht mal so unerfolgreichen Blumhouse-Studios von Jason Blum – dem sogenannten Boxoffice-Guru Hollywoods. Besser hätte er sich von dem einige Tipps eingeholt. Dann wäre aus THE RAMAINS zumindest ein Film mit hohem Unterhaltungswert geworden.
 
 
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THE REMAINS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein neuer THE AMITYVILLE HORROR? Nein, bloß irgendein anderer austauschbarer Film, über den morgen niemand mehr sprechen wird. Hier gilt: Kennste andere, kennste auch diesen. Wer schon einige Spuk- und Geisterfilme über alte Häuser gesehen hat, in denen es nicht mit rechten Dingen zugeht, dürfte die Handlung von THE REMAINS bereits kennen, ohne den Streifen überhaupt gesehen zu haben. Der Film bietet nämlich nichts Neues und klappert ganz belanglos die gängigen Klischees dieser Rubrik ab. An Überraschungen oder gar Neuerungen mangelt es und Schocks werden gezielt mit lauten Soundeinspielungen bewirkt. Das macht THE REMAINS austauschbar und langweilig, weil die meisten Handlungsverläufe vorhersehbar sind. Unterm Strich bleibt nichts, was Erwähnung finden könnte. Außer vielleicht die Tatsache, dass man Lebenszeit auch auf anderem Wege verschwenden kann als die gefühlt tausendste Kopie anzusehen.
 
 
 


 
 
 

THE REMAINS – Zensur

 
 
 
Gewalt gibt es hier eigentlich kaum zu sehen. Die hätte man von einem Spuk- und Geisterfilm wohl auch nicht erwartet. Der Vater schlägt in einer Vision mit einem Gegenstand auf ein schlafendes Familienmitglied ein bis der Kopf blutet. Am Ende bekommt er von seinen besessenen Kindern selbst eine Tracht Prügel. THE REMAINS hat ohne Probleme eine FSK16 erhalten. Wegen Bonusmaterial (Trailershow) ist auf der erhältlichen Scheibe aber ein roter FSK-Flatschen zu sehen.
 
 
 


 
 
 

THE REMAINS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film (Blu-ray KeepCase-Version)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Remains; USA 2016

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | wegen Bonusmaterial Blu-ray: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 25.11.2016

 

The Remains [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE REMAINS – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshot liegen bei SPLENDID FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Amityville Horror (1979)

Haunt – Das Böse erwacht (2013)

The Conjuring (2013)

The Dead Room (2015)

Das Haus der Dämonen (USA 2009)

Amityville Horror – Eine wahre Geschichte (2005)

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Kritik: „Der Fluch der Hexe – Queen of Spades“ (2015)

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DER FLUCH DER HEXE – QUEEN OF SPADES

(PIKOVAYA DAMA: CHERNIY OBRYAD)

Story

 
 
 
Einige Kids rufen den Geist einer bösen Kreatur beim Namen. Sie befreien das Böse versehentlich aus ihrem Gefängnis ohne dabei zu ahnen, dass sie damit die Büchse der Pandora geöffnet haben.

 
 
 


 
 
 

DER FLUCH DER HEXE: QUEEN OF SPADES – Kritik

 
 
 
Russland gehört nicht gerade zu jenen Ländern der Welt, die sich im Drehen von Horrorfilmen mit Ruhm bekleckern. Man muss schon gründlicher im Internet forschen, um Gruselware finden zu können, die im größten Land der Erde entstanden ist. Die Liste russischer Horrorproduktionen liest sich übersichtlich und nicht sonderlich interessant, was vor allem daran liegt, dass sich das gesamte Genre in Russland bisher überhaupt nicht entwickeln konnte. Statt die Produktionen von Horrorfilmen zu unterstützen, fördert das russische Kulturministerium bevorzugt die Entstehung von Komödien oder Melodramen, weil man lieber Filme finanzieren möchte, mit denen Menschen Positives assoziieren. Für den Russen VICTOR BOULANKIN unverständlich. Der ist der Direktor des alljährlichen Horrorfilmfestivals KAPLYA und beobachtet die Entwicklung des Genres im eigenen Land aufmerksam. Schenkt man seinen Aussagen glauben, soll sich die Anzahl inländischer Horrorproduktionen seit Bestehen des Horrorfestes verdoppelt haben. So scheint man auch in Russland allmählich den Horrortrend erkannt zu haben, sind doch Kinos gut gefüllt, wenn internationale Horrorfilme über Leinwände flimmern. Leider ist es immer noch so, dass Horrorprojekte allein aus dem Boden gestampft werden müssen, denn die Regierung hält sich mit der Finanzierung dieser Filme zurück. Ganz zum Leidwesen ambitionierter Filmemacher, die zwar Horrorfilme drehen wollen, aber kläglich am Budget scheitern.
 
 
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Zu einem jener Filmschaffenden, die es dann doch irgendwie geschafft haben, gehört Regisseur SVYATOSLAV PODGAYEVSKIY. Der hat konventionellen Gruselstoff auf Zelluloid gebannt, der sich auch international gut vermarkten lassen dürfte. PIKOVAYA DAMA – CHYORNYY OBRAYAD nennt sich dessen Schauermärchen, das für den Weltmarkt besser verständlich in QUEEN OF SPADES – THE DARK RIDE umgetauft wurde und von unheimlichen Ritualen und bösen Geistern erzählt. Anna und ihre Freunde spielen hier mit den Mächten der Finsternis und rufen im Spaß eine Kreatur herbei, die es nicht gut mit der Menschheit meint. Die Kinder kritzeln Türensymbole auf einen Spiegel und rufen das Böse beim Namen (BLOODY MARY lässt grüßen). Das lässt sich nicht lange bitten und krabbelt durch den Spiegel hinein in die Welt der Menschen. Was folgt ist unheimlich, denn Macher SVYATOSLAV PODGAYEVSKIY lässt Lichter flackern und Kinder sterben. Die Kreatur hat es auf die kleine Anna abgesehen und versucht in ihren Körper zu schlüpfen. So muss das Böse durch einen Exorzismus aus dem Leib des Kindes getrieben werden. Doch ob es dem Vater gelingen wird, die Tochter aus den Fängen der Bösen befreien zu können?
 
 
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DER FLUCH DER HEXE – QUEEN OF SPADES (so wie der Film jetzt in Deutschland genannt wird) beruht auf der urbanen Legende der Pik-Dame. So soll sich Ende des 19. Jahrhundert in Russland Schreckliches zugetragen haben. Eine habgierige Dame eröffnete im russischen Hinterland ein Waisenhaus und erhielt für ihre scheinbar selbstlose Arbeit finanzielle Unterstützung. Doch ihr lag nicht das Wohl der Kinder am Herzen. Statt sich um die kleinen Bewohner zu kümmern, wurden die Kinder hinterhältig im Badezimmer ertränkt, damit das Geld nicht für die die Beköstigung der Waisen ausgegeben werden musste. Als die Dorfbewohner von den Machenschaften erfuhren, wurde die Übeltäterin für ihre Taten bestraft. Sie rissen der Frau die Zunge aus dem Mund und rasierten ihr eine Glatze. Danach wurde sie zusammengeschlagen und lebendig unter der Erde verscharrt. Seither sollen schaurige Dinge passieren, wenn man die Alte dreimal beim Namen ruft.
 
 
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Russland scheint bereit zu sein, den internationalen Horrormarkt zu erobern. Mit souveräner Machart, subtiler Gänsehautatmosphäre und lauten Schockmomenten orientiert sich DER FLUCH DER HEXE – QUEEN OF SPADES an den Konventionen des westlichen Gruselkinos und kopiert fleißig jene Horrorrezeptur mit der Hollywood am Fließband Geld verdient. Umso bemerkenswerter, dass Regisseur SVYATOSLAV PODGAYEVSKIY mit knapp einer Million Dollar einen Film nach amerikanischem Vorbild auf die Beine gestellt hat, der nach deutlich mehr ausschaut, als er gekostet hat. Doch dazu nicht genug. Geschickt wird die Herkunft verschleiert, denn im Rausch digitaler Spukeffekte und glattgebügelter Hochglanzoptik fällt zu keinem Zeitpunkt ins Gewicht, dass es sich bei DER FLUCH DER HEXE eigentlich um einen russischen Geisterfilm handelt. Trotz Lobgesang und technisch tadelloser Umsetzung sollte man sich jedoch nicht von der ansprechenden Optik blenden lassen. DER FLUCH DER HEXE ist konventionell gestrickter Horrorstoff, der etwas zu verkrampft nach den großen Gruselerfolgen aus Amerika schielt und dabei kaum eigenständige oder gar neue Ideen entwickelt, um dem Zuschauer das Fürchten lehren können. Dem Mix aus Besessenheits- und Geisterstreifen mangelt es an Originalität und Mut etwas Neues auszuprobieren. So werden die Etappen gängiger Mainstream-Spukfilme abgeklappert und das Böse am Ende mit viel Krawall in die Flucht geschlagen. Freunde erfolgreicher Kassenschlager wie RING, DER FLUCH VON DARKNESS FALLS oder THE CONJURING dürfe das aber kaum Sorge bereiten. Auch wenn DER FLUCH DER HEXE – QUEEN OF SPADES nach bekanntem Gruselschema für Hollywood-Horror abgearbeitet wird, dürften die meisten Zuschauer mit diesem tempo- und (er)schreckreichen Hochglanzspuk trotzdem eine herrlich schaurige Zeit haben. FILMCHECKER meint: Remake, wir hörn dich tapsen.
 
 
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DER FLUCH DER HEXE: QUEEN OF SPADES – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Achtung, Achtung – Bitte machen Sie Platz! Russland mischt jetzt mit auf dem internationalen Horrorfilmmarkt. DER FLUCH DER HEXE – QUEEN OF SPADES ist ein technisch tadellos inszenierter Gruselstreifen nach amerikanischem Vorbild, mit schauriger Optik und gelungenen Geistereffekten. Leider erinnert der Film etwas zu sehr an die vielen Horrorproduktionen, die regelmäßig in der Traumfabrik gedreht und nach konventioneller Rezeptur zusammengeschnippelt werden. Das stößt leider bei all jenen übel auf, die in Sachen Horror schon einmal über den Tellerrand geschaut haben. Die werden den Fortlauf der Geschichte bereits vorhersagen können, ohne den Film zu Ende gesehen zu haben. Nichtsdestotrotz sollte man mit Regisseur SVYATOSLAV PODGAYEVSKIY nicht zu hart ins Gericht gehen. Der hat mit DER FLUCH DER HEXE zwar einen stark westliche orientierten Gruselstreifen inszeniert, rüttelt aber das Genre in einem Land aus dem Tiefschlaf, das sich bisher mit der Produktion von Horrorfilmen schwer getan hat. Demnach heißen wir Russland herzlich willkommen, schließlich beweisen die Russen mit DER FLUCH DER HEXE – QUEEN OF SPADES, dass sie weitaus mehr können, als Wodka brauen und Matroschkas bemalen.
 
 
 


 
 
 

DER FLUCH DER HEXE: QUEEN OF SPADES – Zensur

 
 
 
Viel blutiges Zeug gibt es nicht im Film zu sehen, denn DER FLUCH DER HEXE – QUEEN OF SPADES setzt eher auf subtiles Grauen. Bia auf ein paar Spuk- und Make-up-Effekte (am Ende in Szenen der Besessenheit) gibt es gewalttechnisch kaum Schauwerte zu bestaunen. Die erhaltene FSK16 ist demnach gerechtfertigt.
 
 
 


 
 
 

DER FLUCH DER HEXE: QUEEN OF SPADES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Tiberius Film (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Pikovaya dama. Chyornyy obryad; Russland 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,35:1 (1080p/24 HD)

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 09.02.2017 (BD KeepCase)

 

 
 
 


 
 
 

DER FLUCH DER HEXE: QUEEN OF SPADES – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshot liegen bei Tiberius Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Der Fluch von Darkness Falls (2003)
 
Bloody Mary (2006)
 
The Legend Of Bloody Mary (2008)
 
Candyman’s Fluch (1992)
 

Filmkritik: „Insidious: Chapter 3“ (2015)

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INSIDIOUS: CHAPTER 3 – JEDE GESCHICHTE HAT EINEN ANFANG

Story

 
 
 
Im Prequel zu Teil 1 und 2 trifft das Medium Elise Rainier auf die junge Quinn, die gerne Kontakt zu ihrer verstorbenen Mutter aufnehmen möchte. Natürlich geht dabei etwas schief und sowohl Quinn als auch Elise müssen sich fortan mit Wesen aus der Schattenwelt herumschlagen, die gerne im Diesseits Fuß fassen möchten.
 
 
 


 
 
 

INSIDIOUS: CHAPTER 3 – Kritik

 
 
 
Der erste Teil der „Insidious“-Reihe hat sich ja story- und figurentechnisch fast ausnahms-, aber vor allem hemmungslos bei diversen anderen Horrorfilmen bedient. Erstlings-Regisseur Leigh Wannell (der in den „Insidious“-Filmen den Sidekick Specs spielt und bislang nur als Schauspieler und Drehbuchautor diverser „Saw“-Filme einen Namen gemacht hat) geht gleich noch einen dreisten Schritt weiter und klaut sich seinen ersten eigenen Film bei den beiden „Insidious“-Vorgängerteilen zusammen. So dreist muss man auch erst mal sein, da könnte man fast vergessen, was für ein lahmes Grusel-Filmchen Whannell im hier vorliegenden dritten Teil der vollkommen überflüssigen Reihe abgeliefert hat. Aber eben nur fast.
 
 
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Das Medium Elise (Lin Shaye) – *unheilvolle Musik einspiel* – wird von der jungen Quinn (Stefanie Scott) aufgesucht, die ihre Mutter an den Krebs verloren hat und nun mit Vater (Dermot Mulroney) und Bruder (Tate Berney) allein klarkommen muss. Sie hätte da aber doch noch ein paar Fragen an Mutti (vielleicht sowas wie „Hast du mein Lieblingsshirt gewaschen“ oder „Können Bienen pupsen“ oder „Warum hat mein Agent mich für diesen grauenhaften Horrortrip unterschreiben lassen“) und möchte deshalb gerne, dass Elise mit dem verstorbenen Familienmitglied Kontakt aufnimmt. Beim Versuch der Kontaktaufnahme nimmt das Medium allerdings eine böse Kraft wahr, die ins Diesseits drängt. Daraufhin bricht Elise die Sitzung ab und bittet das Mädchen, nicht selbst zu versuchen, die tote Mutter im Jenseits zu kontaktieren. Was nun passiert ist vorhersehbar. Wie diese renitenten Rotzblagen in dem Alter nun mal so sind, hören sie auf solcherlei Warnungen grundsätzlich nicht. Was zur Folge hat, dass Quinn immer häufiger von einem verschrumpelten Opa in versifftem Krankenhaus-Flatterhemd und mit Sauerstoffmaske (seltsamerweise aber ohne die dazugehörige Sauerstoffflasche – der rebellische Alte) heimgesucht wird. Irgendwann ist auch der natürlich skeptische Papa überzeugt und engagiert das Flachpfeifen-Vollobst-Gespann Trick und Track, ach nee: Tucker (Angus Sampson) und Specs (Leigh Whannell). Was nun folgt, ist natürlich der unlogische, dämliche, vor allem aber unspannende Showdown, in dem die diesseitigen Blitzbirnen auf die jenseitigen Schreckgespenster treffen und ein wenig paranormalen Rabbatz veranstalten. Bedauerlicherweise dauert dieser Humbug 97 Minuten, wobei der Genrekenner spätestens 30 Minuten ob der dargebotenen Langeweile sanft entschlummert sein dürfte.
 
 
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Die „Insidious“-Reihe ist eine weitere goldene Kuh, die so lange gemolken wird, bis sich kein Dollar Gewinn mehr mit ihr machen lässt. Das war schon bei den „Saw“-Filmen so, die immer überflüssiger wurden und lässt sich auch bei diversen anderen Fortsetzungsreihen feststellen, die so lange immer neue Teile generieren, bis auch der letzte Zuschauer genervt das Weite gesucht hat. Warum dies allerdings im vorliegenden Fall nicht schon nach Teil 1 passiert ist, scheint weiterhin schleierhaft. Schon der Erstling zeichnete sich durch das Fehlen jeglicher inszenatorischer Kreativität aus, wirkte einfach nur schlecht aus anderen Filmen zusammengestümpert (wie aus POLTERGEIST von 1982) und war mit einem so albern aussehenden Dämon besetzt, dass man kurz vor einem hysterischen Lachanfall stand. Aber nein, die Einspielergebnisse bewiesen das Gegenteil und so wurde flugs ein zweiter Teil gedreht, der ähnlich uninspiriert daherkam und die unsägliche Geschichte plump fortsetzte.
 
 
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Regisseur Leigh Wannell (der im Übrigen auch das murksige Drehbuch zu diesem Schnarchnasen-Film verbrochen hat) hingegen dachte wohl, es sei clever, nicht erneut auf die Inhalte der ersten beiden Teile einzugehen, sondern seine Geschichte vor den Ereignissen von Teil 1 anzusetzen. Was daran allerdings clever sein soll – man weiß es nicht. Zumindest dürfte der Macher mit so unfassbar behäbiger und standardisierter Vorgehensweise keinen Blumentopf gewinnen. Der Film ist entweder todlangweilig und wird von überflüssigen Dialogen flankiert oder wartet mit schon beleidigend plumpen Krawall-Schocksequenzen auf, bei denen Whannell wohl dachte, laut = cool und schockierend. Laut sind die Schockmomente – keiner Frage, aber ebenso schockierend schlecht. So lassen sich die Schocks leicht vorausahnen: einfach jedes Mal von drei runterzählen, dann kommt punktgenau die „überraschende“ Schrecksekunde. Fantastisch. Selten sind die Schreckmomente zwar nicht, dafür wurden sie aber immer wieder selten dämlich umgesetzt. So ist in „Insidious 3“ beim Erschrecken Einfallslosigkeit Programm, schließlich entpuppen sich die Schocksequenzen als 08/15 Angstmacher, die in ihrer trivialen Form auch dem Kopf eines Dreijährigen entsprungen sein könnten, der hier versucht hat seine persönlichen Hui-Buh-Momente auf Zelluloid zu bannen.
 
 
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Also, wir haben hier zur Hälfte dieselben stumpfsinnigen Charaktere wie in den Vorgängerfilmen und zur anderen Hälfte neue Gesichter, die aber ebenso austauschbar sind wie Familie Lambert (wobei man sich fragen muss, wie schlecht es um Dermot Mulroney finanzielle Situation bestellt sein muss, wenn er in so einem Murks mitspielt). Lin Shaye arbeitet sich gewohnt souverän auch noch durch den größten Horror-Mumpf (damit hat sie ja ausreichend Erfahrung – die Senioren-Horrorqueen) und Pips und Pups, äh Sampson und Whannell sehen noch behämmerter aus als in den anderen „Insidious“-Teilen. Der angezettelte Budenzauber unterläuft problemlos jegliches Interesse-Radar und ist so konventionell, zäh und laberlastig geworden, dass man aufpassen muss, den Film nicht mit tausenden anderen Genrebeiträgen zu verwechseln. Wurde der lächerlichen Schlussakkord erwähnt, der den Zuschauer unsanft zu dem zeitlich danach angesiedelten Teil 1 der Reihe schubst?
 
 


 
 
 

INSIDIOUS: CHAPTER 3 – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
 
„Insidious Chapter 3“ ist genauso überflüssig und einfallslos wie die ersten beiden Teile. Leigh Whannell ist bestenfalls ein mittelmäßiger Schauspieler und ein schaurig schlechter Regisseur. Die hier angewandten Schockmomente sind Standards des Standard und bestenfalls laut und lächerlich. Die Darsteller spielen zugegebenermaßen solide, aber was nützt gutes Schauspiel, wenn der Film selbst für die Tonne ist? Zwischen den plumpen Erschreckversuchen ist der Film zäh und viel zu dialoglastig. Schauspielerin und Horrorikone Lin Shaye ist mittlerweile über 70. Vielleicht sollte sie lieber in Rente gehen, als in immer weiteren Horrorgurken mitzuspielen. Für Fans der Reihe vermutlich wieder ganz großes Gruselkino. Für den Genrekenner eher eine Anleitung zum wiederholten Gähnen. Nicht mehr als zwei von zehn Fortsetzungsreihen, die besser nie fortgesetzt worden wären.
 
 


 
 
 

INSIDIOUS: CHAPTER 3 – Zensur

 
 
 
„Insidious: Chapter 3“ ist – wie schon die Vorgänger – subtiles Gruselvergnügen ohne blutige Raffinessen. Hier wird in erster Linie erschreckt und gespukt. Das hat dem Streifen eine FSK16 beschert. Natürlich in ungeschnittener Form versteht sich.
 
 
 


 
 
 

INSIDIOUS: CHAPTER 3 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Sony Pictures Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Insidious: Chapter 3; Kanada | USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch (Hörfilmfassung) DD 5.1, Italienisch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Türkisch, Arabisch, Italienisch, Finnisch, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Niederländisch

Bild: 2.39:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 97 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Heimsuchung: Ein Medium berichtet, Entfallene Szenen, Stunts: Der Autounfall, Cherry Glazerr: Tiptoe Through the Tulips, Makabre Kreationen, Enthält auch die Geschichte des Anfangs: Blick „Hinter die Kulissen“ von Chapter 3

Release-Termin: 12.11.2015

 

Insidious: Chapter 3 – Jede Geschichte hat einen Anfang [Blu-ray] ungeschnitten bei AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

INSIDIOUS: CHAPTER 3 – Trailer

 
 


 
 

MissVega

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Die Rechte aller Grafiken liegen bei SONY PICTURES HOME ENTERTAINMENT

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Insidious (2010)
 
Insidious: Chapter 2 (2013)
 
Poltergeist (1982)
 
Poltergeist II – Die andere Seite (1986)
 
Poltergeist III – Die dunkle Seite des Bösen (1988)