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Filmkritik: „Leprechaun Returns“ (2018)

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LEPRECHAUN RETURNS

Story

 
 
 

Nach 25 Jahren wird ein boshafter Zwerg aus seinem Gefängnis befreit und beginnt eine Gruppe von Studenten zu terrorisieren.

 
 
 


 
 
 

LEPRECHAUN RETURNS – Kritik

 
 
 
Manche Monster sind einfach nicht tot zu kriegen – vor allem, wenn man mit ihnen Geld verdienen kann. So hat es sich Hollywood seit den 2000ern zur Aufgabe gemacht jeder noch so kultverdächtigen Horror-Kreatur durch ein glattgebügeltes Remake neues Leben einzuverleiben. Viel zu oft scheiterte das Vorhaben – in wenigen Fällen war die Neuauflage dennoch besser als das Original. Da mittlerweile alle bekannten Genre-Bösewichte der 70er/80er durch eine Neuverfilmung den Weg ins neue Jahrtausend gefunden haben und es kaum noch etwas zu remaken gibt, setzt man eben fort, was bei Horror-Nerds von Begriff sein könnte. So gelang es einem irischen Kobold sich in den 1990ern Dank Video-Ära einen Namen zu machen. LEPRECHAUN hies der Horrorspaß, der zwar in den unteren Regalen der Videotheken sein Dasein fristete, es aber bis heute auf sechs mehr oder weniger brauchbare Filme und ein überflüssiges Reboot brachte. Offenbar waren die Rechte in Zeiten günstig, in denen sich kaum noch jemand an den Killergnom erinnern kann. Die letzte, richtige Fortsetzung liegt schon einige Jahre zurück. Grund für die eher für Trash-Filme bekannte Filmbude SYFY genannte Filmreihe 15 Jahre nach dem letzten Sequel fortzuführen. Unter dem Titel LEPRECHAUN RETURN geht es daher nun in Runde 7. Wer die bisherigen Produktionen von SYFY gesehen hat, dürfte mit Grausen erahnen können, was das bedeutet.
 
 
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LEPRECHAUN RETURNS ignoriert alle bisherigen Streifen und Ereignisse. Stattdessen knüpft der Film an das Original von 1993 an und erzählt die Geschichte von College-Studentin Lila (TAYLOR SPREITLER). Die ist die Tochter der Heldin aus dem Original-Leprechaun, welche dort von JENNIFER ANISTON verkörpert wurde. Mittlerweile ist die aber an Krebs verstorben. Dennoch verschlägt es Lila zurück an den Ort, an dem die Mutter einst gelebt hat. Dort will die junge Frau mit ihren Kommilitonen ein Haus auf Vordermann bringen, das als neues Verbindungsheim dienen soll. Leider befreit man bei den Renovierungsarbeiten genau jenen Leprechaun, den einst die Mutter vor 25 Jahren in die Knie gezwungen hat. Der macht genau dort weiter, wo er in den 1990ern aufgehört hat und begibt sich auf die Suche nach seinem Gold, das ihm vor 25 Jahren von seinen Gegenspielern weggenommen wurde. Das ist für die jungen Helden in LEPRECHAUN RETURNS nicht sonderlich erfreulich. Die wissen anfangs nicht, wie ihnen geschieht und was der Kobold will. Doch Heldin Lila bietet dem raffgierigen Gnom die Stirn.
 
 
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Ach nee, das hätte nun nicht wirklich sein müssen. Was aus den SYFY-Studios kommt, ist berechtigterweise für die Tonne. Gleiches kann man auch über LEPRECHAUN RETURNS sagen, der genau das widerspiegelt, für das Produktionen aus genannter Resterampe stehen. Die zeichnen sich durch mindere Qualität aus, mit der man möglichst viel Geld verdienen möchte. Demzufolge macht LEPRECHAUN RETURNS dem Namen SYFY alle Ehre und kurbelt eine überraschungsarme Geschichte ab, die nach den bekannten Formeln abgehandelt wird, welche sich das Studio SYFY seit Bestehen auf die Stirn geschrieben hat. Für all jene, die nicht wissen, was gemeint ist: LEPRECHAUN RETURNS ist seichte Horrorunterhaltung auf TV-Niveau, die schnell abgedreht wurde, kaum Substanz besitzt und auch sonst eher leichte Gemüter ansprechen möchte.
 
 
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Wie in den meisten SYFY-Gurken kämpfen auch in LEPRECHAUN RETURNS nicht sonderlich helle Jungdarsteller gegen ein Monster, das irgendwie in die Knie gezwungen werden muss. Diesmal sind es aber keine Zombies, CGI-Kreaturen oder Geister. Dieser SYFY-Film rückt einen Kobold in den Mittelpunkt, der zynische Sprüche von sich gibt, über die man mit fortschreitender Laufzeit gar nicht mehr lachen kann. Zwergen-Darsteller LINDEN PORCO tritt ein großes Erbe an. Dem wurde die ungnädige Ehre zuteil, in die Fußstapfen von WARWICK DAVIS zu treten, der in allen bisherigen LEPRECHAUN-Streifen den Kultkobold verkörpert hat. Ein Unterfangen, das bereits vor Drehbeginn zum Scheitern verurteilt war. Horrorfans sind so ziemlich eigen, wenn es um Horrorfilm-Ikonen geht, die das Genre maßgeblich mitgeprägt haben. Genau das wird auch in LEPRECHAUN RETURNS zum großen Problem. Zwar sieht der Kobold aus, wie der Leprechaun aus genannter Film-Reihe. Dennoch bleibt für eingefleischte Fans unübersehbar, dass die Rolle des goldgierigen Gnoms von einem anderen Darsteller verkörpert wird. Somit macht es LEPRECHAUN RETURNS dem Remake von A NIGHTMARE ON ELM STREET gleich. Auch dort tauschte man den beliebten Hauptdarsteller gegen einen neuen aus. Weil ROBERT ENGLUND nicht mehr als zynische FREDDY KRUEGER zu sehen war, erhielt die Neuverfilmung von Genre-Anhängern kaum Zuspruch.
 
 
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Gleiches Schicksal dürfte nun auch LEPRECHAUN RETURNS ereilen, der kaum der Rede wert ist und irgendwie überflüssig wirkt. Die Handlung wurde aufs Wesentliche beschränkt und besteht einzig darin eindimensionale Darsteller nacheinander in den Filmhimmel zu jagen. Immerhin versucht SYFY das beste aus dem rudimentären Filmkonzept zu machen. Der Film nimmt sich nicht immer bierernst und zieht die trashige Inszenierung bewusst ins Lächerliche. Das wird vor allem bei den diversen Morden deutlich. Die sind zwar blutig aber derart überzeichnet, dass ein comicgleicher Unterton nicht von der Hand zu weisen ist. Leider mangelt es dem Streifen an Neuerungen. LEPRECHAUN RETURNS spult die gleichen Verläufe ab, die bereits in den Filmen zuvor Programm gewesen waren. Man erfährt nichts Neues über den mordenden Kobold und auch sonst fehlen diesem Ableger frische Ideen. Das mag für all jene nicht schlimm sein, die bisher noch keinen Streifen dieser Reihe gesehen haben. Wer jedoch alle sechs LEPRECHAUN-Filme (das doofe Reboot mal ausgenommen) kennt, dürfte sich bei diesem Ausflug ins irische Kobold-Universum schnell gelangweilt fühlen.
 
 


 
 
 

LEPRECHAUN RETURNS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Wo SYFY draufsteht, ist auch SYFY drin. LEPRECHAUN RETURNS ist dreiste Resteverwertung und fühlt sich an, als habe das Studio SYFY einen ihrer bisherigen Kreaturen-Filme genommen und einfach nur das Filmmonster gegen einen mordenden Kobold ausgetauscht. Das Filmkonzept ist rudimentär. Das bedeutet: eindimensionale Jungdarsteller werden nacheinander durch einen Killergnom ermordet – Spannungsfreiheit inklusive. Das ist ziemlich langweilig, auch wenn sich der Streifen nicht immer bierernst nimmt. Immerhin erwähnenswert: LEPRECHAUN RETURNS ist der bisher blutigste Teil der Reihe. Ob das einen guten Horrorfilm auszeichnet, möchten wir bezweifeln.
 
 
 


 
 
 

LEPRECHAUN RETURNS – Zensur

 
 
 
LEPRECHAUN RETURNS ist der blutigste Teil der Reihe und auch ziemlich zeigefreudig. Ein Auto fährt über einen Kopf, der Leprechaun wühlt sich durch Gedärm und ein Protagonist wird von einer herabfallenden Solaranlage in zwei Hälften geteilt. Aber das ist noch längst nicht alles. Für die Rückkehr des Killerkobolds hat man sich noch weitere zynische Morde einfallen lassen, was dafür sorgen dürfte, dass LEPRECHAUN RETURNS hierzulande wohl eher mit rotem FSK-Flatschen in den Handel kommen wird.
 
 
 


 
 
 

LEPRECHAUN RETURNS – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Syfy)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Leprechaun’s Revenge (2012)
 
Leprechaun (1993)
 
Leprechaun 2 (1994)
 
Leprechaun – Tödliches Spiel in Vegas (1995)
 
Space Platoon (1997)
 
Leprechaun 5 – In the Hood (2000)
 
Leprechaun 6 – Back 2 tha Hood (2003)
 

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Filmkritik: „[Cargo]“ (2018)

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[CARGO]

Story

 
 
 

Ein Geschäftsmann wurde in einen Container gesperrt und muss nun versuchen einen Weg aus dem Gefängnis zu finden.


 
 
 


 
 
 

[CARGO] – Kritik

 
 
 
Gute Menschen kommen in den Himmel, böse hingegen in einen Cargo-Container. In diesem Film bekommt es Mister Peterson mit der Angst zu tun. Der wacht eines Tages auf und findet sich im Inneren eines Frachtcontainers wieder. Die Türen sind verschlossen und der einzige Kontakt nach außen ist mittels Handy möglich. Das hat man dem älteren Herren mit ins ungemütliche Gefängnis gelegt, damit er eine Aufgabe erfüllen kann. So fordert ihn ein unbekannter Anrufer auf irgendwie zehn Millionen Dollar zu beschaffen. Schafft er es binnen 24 Stunden nicht das Geld aufzutreiben, stirbt erst die Ehefrau und anschließend er selbst. Eigentlich ein einfaches Unterfangen für den korrupten Geschäftsmann. Leider gestaltet sich die Beschaffung des Geldes schwieriger als erwartet. Da tickt die Zeit und das Leben von Herrn Peterson hängt am seidenen Faden.
 
 
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Von schlechten Menschen, die feststellen müssen, dass man Freundschaft nicht einfach mit Geld kaufen kann. Diese Erkenntnis muss auch unser garstiger Hauptdarsteller machen, der in [CARGO] eine Lektion lernen soll. Zwar ist Kontakt nach Außen möglich, doch irgendwie wollen vermeintliche Freunde nicht kooperativ sein. Das hat seinen Grund, wie sich im späteren Verlauf herausstellen wird. Unser Antiheld hat es sich nämlich durch seine selbstsüchtige Art mit den Leuten verscherzt, weshalb die nun einen Teufel daran tun, dem Herren zu helfen. [CARGO] ist ein ziemlich einfältiges Filmchen, bei dem das Setting eigentlich egal ist. Die Klaustrophobie und die Enge des Gefängnisses wird nicht für Panikmacherei ausgenutzt. Stattdessen bekommt der Zuschauer hier eine Art Hörspiel vor die Linse, in dem ein Mann knapp 80 Minuten mit einem Handy telefonierend durch einen Container läuft und irgendwie versuchen muss einen Weg aus dem dunklen Knast zu finden. Das ist ziemlich anstrengend – einerseits, weil man der gesamten Laufzeit über mehr oder weniger gehaltvollen Telefonaten lauschen muss. Andererseits ist das Schauspiel des Hauptdarstellers auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Der quält mit penetrantem Overaction durch die Handlung und erntet zu keinem Moment Sympathien.
 
 
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Fehlendes Mitgefühl für den Helden ist im Falle von [CARGO] das größte Problem. Regisseur JAMES DYLAN kümmert sich einen Deut um das Schicksal des eingesperrten Geschäftsmanns. Der wird gleich zu Beginn als Bösewicht entlarvt. Demzufolge stellt sich beim Zuschauer Gleichgültigkeit ein, was sich auch im Spannungsbogen bemerkbar macht. Der ist nahezu kaum vorhanden, weil weder Identifikationsmöglichkeiten vorhanden sind, noch Bindung zum Protagonisten aufgebaut werden kann. Das allein weckt Desinteresse am Fortgang der Geschichte, was die Sichtung von [CARGO] zum Geduldsspiel macht. Vielleicht wäre es hier besser gewesen, man hätte den Spielfilm in einem Kurzfilm verwandelt und das Ergebnis zum Segment einer Horror-Anthologie gemacht. Dort wäre die bitterböse Handlung von [CARGO] vermutlich besser untergekommen. In der vorliegenden Form ist dieser Thriller leider genauso raffgierig wie sein Hauptdarsteller, weil er nur ein Ziel verfolgt: irgendwie dem Zuschauer das Geld aus der Tasche ziehen, aber nichts sonderlich Brauchbares dafür zurückgeben.
 
 
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[CARGO] – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Düsterer Überlebensthriller mit belehrender Pointe. Dieser günstig gedrehte Möchtegern-Thriller ist weit weg von den Qualitäten ähnlich gestrickter Filme, wie BURIED, DETOUR oder SUBMERGED. [CARGO] ist Indie-Horror, den man nicht unbedingt im Player haben will – aber leider zu oft ungefragt aufgetischt bekommt. Die musikalische Untermalung ist nervtötend, das Schauspiel zweckmäßig und die semiprofessionelle Inszenierung verursacht bei erfahrenen Zuschauern Gänsehaut. [CARGO] ist das Debütwerk eines Newcomers – und das merkt man auch. Offenbar erhofft sich Regisseur JAMES DYLAN damit den Sprung ins Filmgeschäft. Problem: der Erstling ist ein Rohrkrepierer und ein langweiliger dazu obendrein. Warum versuchen sich Nachwuchsregisseure nicht mal an Geschichten aus, die man so noch nicht auf der Mattscheibe hatte. Im Zuge der Horrorfilm-Übersättigung ist das wohl auch der einzige Weg, um irgendwie im Gedächtnis bleiben zu können. [CARGO] dagegen ist so einfältig, wie die Dreistigkeit mit der er dem Zuschauer kostbare Lebenszeit rauben möchte. Wem daher die wenige freie Zeit wichtig ist, die ihm nach einem langen Arbeitstag überbleibt, sollte diese Schlaftablette besser meiden. Lebenszeit ist einfach zu kostbar für schlechte Horrorfilme.
 
 
 


 
 
 

[CARGO] – Zensur

 
 
 
[CARGO] hat eigentliche keine schlimmen Szenen zu bieten. Der Protagonist muss sich kurz mit einer Zange Zähne ziehen, um den Lösegeldbetrag herunterhandeln zu können. Das wars. Hierzulande dürfte eine FSK16 drin sein – insofern [CARGO] hierzulande überhaupt einen interessierten Rechteinhaber finden sollte.
 
 
 


 
 
 

[CARGO] – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Wild Eye Releasing)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Buried – Lebend begraben (1990)
 
Buried (2010)
 
Wrecked – Ohne jede Erinnerung (2010)
 
Detour – Gefährliche Umleitung (2013)
 
Monolith (2016)
 


Filmkritik: „Der Killerclown“ (2017)

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DER KILLERCLOWN

(CLOWNTERGEIST)

Story

 
 
 

Eine Studentin wird von einem heimtückischen Killer-Clown namens Ribcage terrorisiert. Doch die weiß sich zu wehren – was anderes hätte man von dieser Gattung Film auch nicht erwartet.

 
 
 


 
 
 

DER KILLERCLOWN – Kritik

 
 
 
Solche Heuler wie DER KILLERCLOWN (im Original: CLOWNTERGEIST) werden nicht einfach zufällig gedreht. Dahinter steckt Kalkül – vor allem dann, wenn Filme mit ähnlichem Thema Kinokassen klingeln lassen. Die Neuverfilmung des Stephen King-Klassikers ES dürfte ausschlaggebender Punkt gewesen sein, warum dieser Streifen überhaupt das Licht der Welt erblicken durfte. In Fachkreisen bezeichnet man daher solche Filme wie DER KILLERCLOWN als Mockbuster, die nur deshalb entstehen, um im Fahrwasser anderer erfolgreicher Machwerke schnelles Geld verdienen zu können. Keine unkluge Entscheidung von Regisseur AARON MIRTES. Der will mit der Angst vor gemein grinsenden Spaßmachern Kasse machen und springt auf dem Clown-Horror-Trend auf, der seit dem Herbst 2017 wieder in aller Munde ist. Trotz Marketingmasche ist interessant, wie es überhaupt zum Film kam. Die Idee wurde bereits 2012 geboren. Da war der Filmemacher noch in der High School und sollte für die Theaterklasse eine Geschichte vor Publikum erzählen, die ihn bereits das ganze Leben beunruhigt. So berichtete der phantasiebegabte Schüler von einer schaurigen Legende über eine mysteriöse Clown-Statue, die ihn seit Kindertagen keine Ruhe ließ. Die Geschichte kam gut an und man sprach Mirtes Mut zu, doch den Stoff als Film auf die Leinwand zu bringen. Gesagt getan. Im selben Jahr entstand unter dem Titel THE CLOWN STATUE ein Kurzfilm des Regisseurs. Weil der Fünfminüter Lob erhielt, griff der Filmemacher die Idee mehrere Jahre später erneut auf und machte daraus einen abendfüllenden Spielfilm, denn er pünktlich zum Kinostart des Stephen King-Horror ES unter dem Titel DER KILLERCLOWN in die Händlerregale brachte. Wenn das mal kein Zufall ist.
 
 
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Von Ballons, die den Tod voraussagen und Killer-Clowns, die ganz schön nerven können. In DER KILLERCLOWN wird die taffe Emma (BRITTANY BELLAND) mit Ängsten konfrontiert. Die leidet an Coulrophobie und hat eine panische Angst vor Clowns. Nicht unbegründet, wie der Film beweist, in dem sie die erste Geige spielt. Die Studentin wird nämlich in Träumen von einem bösartigen Killer verfolgt, der auch bald im richtigen Leben alle Regeln des Terrorisierens beherrscht. So entdeckt die Heldin Ballons auf denen ihr Todesdatum vermerkt ist. Zwei Tage hat sich nun Zeit ihrem tödlichen Schicksal zu entkommen, denn die fiese Kreatur aus ihren Träumen macht nun auch im richtigen Leben jagt auf die Studierende. Gut, dass sie einige Freunde hat, die sich um das Wohl der Verfolgten sorgen machen. Die lernen auch bald den bösartigen Verfolger kennen und müssen um ihr Leben bangen. Wie sich herausstellt ist der Killer von dämonischen Kräften besessen und hat große Ziele. Von denen erfährt der Zuschauer erst am Ende von DER KILLERCLOWN. Sonderlich erbaulich sind die aber nicht, denn die Geschichte dieses seltsamen Streifens macht nicht viel Sinn.  
 
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Übel, was mittlerweile alles unter dem Begriff Horror verkauft wird. Hier stimmt einfach gar nichts. DER KILLERCLOWN ist ein Schnarcher vor dem Herrn und hat weder roten Faden noch Spannung zu bieten. In diesem Fall haben einschlägige Filmportale recht. Liest man nämlich Bewertungen auf der internationalen Filmdatenbank IMDB zum Streifen, dürfte sich manch flaues Gefühl im Bauch bewahrheiten. Das Poster zu DER KILLERCLOWN wurde nämlich verdächtig reißerisch in Szene gesetzt. Erfahrene Horror-Gucker wissen, dass das in der Regel nichts Gutes verheißt, denn sehenswerte Horrorfilm müssen nicht mit plakativen Werbebildchen um die Gunst der Horrorgemeinde buhlen. DER KILLERCLOWN ist Horror im wahrsten Sinne des Wortes. Nicht, weil der Film so unvorstellbar gruselig oder brutal ist. Vielmehr ist DER KILLERCLOWN Horror pur, weil er den Zuschauer vor Langeweile lähmt und sich damit auch noch unverschämt viel Zeit lässt. Der Streifen entpuppt sich als unstimmige Abfolge von Szenen, die so gar keine Spannung aufkommen lassen wollen. Immer wieder werden hier Menschen von einem dämonisch besessenen Clown terrorisiert, der im späteren Verlauf allmählich zu nerven beginnt. Die Kreatur taucht plötzlich in allen erdenklichen Situationen verschiedener Protagonisten auf und erschreckt mit roten Luftballons und komischen Visionen. Das mag sich beim Lesen vermutlich schaurig anhören, ist aber weder gruselig noch furchteinflößend. Stattdessen pendelt DER KILLERCLOWN unentschlossen zwischen Geister-Horror und Serienkiller-Genre und lässt den Zuschauer fordernd vor der Glotze zurück. Letzter verlangt nach Erklärungen, muss sich dazu aber bis zum Finale quälen in dem dann eine haarsträubende Auflösung über die Mattscheibe flimmert. Oh man, als Horrorfan muss man schon eine dicke Haut haben, um das ertragen zu können, was unerfahrene Filmemacher einem regelmäßig zumuten.
 
 
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DER KILLERCLOWN – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final

 
 
 
DER KILLERCLOWN ist undurchdachtes Horrorkino, das man am liebsten wieder aus dem Gedächtnis streichen möchte. Dabei ist das Hauptproblem dieses Clown-Horrors die Geschichte selbst, der es zu keiner Minute gelingt das Interesse des Zuschauers für sich zu beanspruchen. Der Film plätschert behäbig vor sich hin und versucht Schrecken mit plakativen Schreckmomenten zu erzeugen. Leider scheitert das Vorhaben, weil der Film einfach nicht spannend werden will und das obwohl Regisseur AARON MIRTES vehement versucht Gruselstimmung mit Neonlichtern, Synthesizer-Klängen und gelegentlichem Nebeleinsatz zu bewirken. Unterm Strich werden ausgelutschte Horrorklischees und bald nicht mehr ertragbare Wiederholungen geboten. Trotz kurzer Laufzeit von gerade einmal 80 Minuten war man schon nach eine halben Stunde ratlos, wie man die Geschichte fortführen soll. Daher werden immer gleiche Szeneverläufe nacheinander abgespult, um auf Spielfilmlänge zu kommen. So gewinnt man den Zuschauer leider nicht für sich. Die haarsträubende Auflösung tut da ihr Übriges. Finger weg von diesem Unsinn.
 
 
 


 
 
 

DER KILLERCLOWN – Zensur

 
 
 
Nicht nur der Film ist ein Schnarcher; DER KILLERCLOWN (OT: CLOWNTERGEIST) ist auch hinsichtlich gezeigter Gewalt ein Gähner. Viel gibt es davon nicht zu sehen. Die härteste Szene reduziert sich auf einen Luftballon in dem die pürierten Überreste eines Hundes gefüllt wurden. Diese soll die Filmheldin unter Zwang essen. Parallelen zu einer Szene aus NIGHTMARE ON ELM STREET 5 sind da vermutlich nur rein zufällig. Hierzulande hat DER KILLERCLOWN ohne Probleme eine FSK16 erhalten. Wegen Bonusmaterial ist aber auf dem Cover der Blu-ray ein roter FSK-Flatschen zu sehen.
 
 
 


 
 
 

DER KILLERCLOWN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Tiberius Film (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Clowntergeist; USA 2017

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | wegen Bonusmaterial hat die BD: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wendecover (alternatives Filmmotiv)

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 01.03.2018

 

Der Killerclown [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

DER KILLERCLOWN – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei TIBERIUS FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Stitches – Böser Clown! ( 2012)
 
Killer Holiday (2013)
 
A Nightmare in Elm Street (1984)
 
ClownTown (2016)
 
Play: Tödliches Spiel (2014)
 
Traumdämon – Dream Demon (1988)
 
The Drownsman (2014)
 


Filmkritik: „Circus Kane“ (2017)

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CIRCUS KANE

Story

 
 
 

Ein Spiel mit Todesfolge: Einige Social Media Stars werden in ein gruseliges Anwesen geladen, wo sie schnelles Geld verdienen können. Leider wird den Gästen schnell klar, dass man schon mal sprichwörtlich über Leichen steigen muss, wenn man 250.000 Dollar gewinnen will.

 
 
 


 
 
 

CIRCUS KANE – Kritik

 
 
 
Das Filmjahr 2017 dürfte zweifelsohne in die Annalen des Horror-Genres eingehen. Horrorfilmkenner wissen auch wieso, denn jenes Jahr ist das Jahr fies grinsender Clown-Fratzen, die nicht lustig sein wollen, sondern töten möchten. Ganz weit vorn: die Neuverfilmung des Stephen King-Bestsellers ES. Die brach bereits vor dem offiziellen Kinostart diverse Rekorde und bescherte Rechteinhaber WARNER ein goldenes Näschen. Der Trailer wurde am Erstveröffentlichungstag so oft angeklickt, wie kein anderer Trailer bei Erscheinen zuvor. Doch dazu nicht genug. Die ES-Neuverfilmung entwickelte sich zum regelrechten Vorverkaufsrenner und wurde auf so mancher Kinoplattform zum Streifen mit den meisten vor dem Kinostart verkauften Eintrittskarten. Dass im Zuge des wiederauflebenden Clown-Hypes natürlich auch andere mitverdienen wollen, dürfte auf der Hand liegen. Das war schon immer so und wird auch immer so sein. Doch man sollte sich nicht vor lauter Clown-Euphorie in die Irre führen lassen. Nicht überall wo schelmisch grinsende Spaßmacher aufs Cover gedruckt wurden, ist Horror im Stile eines ES enthalten. Wer sich zu leichtfertig blenden lässt gerät nämlich an Film wie CIRCUS KANE – ungenießbarer Billigmüll, den man nicht mal Menschen schenkt, die man nicht mag.
 
 
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Eine leicht abgeänderte Version des HOUSE ON HAUNTED HILL-Themas. In diesem unverschämt schlechten C-Movie geraten austauschbare Protagonisten (darunter ein nerviger TED MONTE, der Schauspieler Robert Downey Jr. wie aus dem Gesicht geschnitten ist) in die Fänge eines hinterlistigen Herren. Der tarnt sich als Clown und lädt seine Opfer in ein Haus des Schreckens ein. Dort können die naiven Social Media Stars eine Menge Geld verdienen – insofern sie die Nacht heil überstehen. 250.000 Dollar werden dem versprochen, der die nächsten Stunden furchtlos bleibt. Doch was sich anfangs als leichte Aufgabe herausstellt, wird bald zum Kraftakt. Im Gruselhaus wurden nämlich gefährliche Fallen platziert, die den Tod der Teilnehmer verursachen sollen. Doch die Todesfallen sind noch das kleinere Übel. Weitaus mehr Sorgen verursachen Mörder im Clown-Kostüm. Die schleichen leise durchs Gemäuer und tauchen just in Momenten auf, in denen die ahnungslosen Spielteilnehmer es nicht erwartet hätten und töten. So muss einer nach dem anderen sein Leben lassen, bis der letzte am Ende übrig bleibt – nur um dem Zuschauer den Sinn dieses blutigen Theaters zu erklären. Klingt irgendwie beliebig. Ist es auch.
 
 
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Genug über Inhalt und Spaßbremsen gesprochen – kommen wir zum eigentlichen Kern dieses günstig zusammengeschusterten Clown-Horrors. Anders als im Film verursacht der Streifen beim Zuschauer leider keine Gänsehaut. Vielmehr liegt der Fokus auf dem Zelebrieren blutiger Gewaltmomente, die in CIRCUS KANE jedenfalls so ziemlich oft zu sehen sind. Da wird ein Held während einer Zaubervorstellung – wie in WIZARD OF GORE – zersägt und erliegt seinen Verletzungen. Andere Protagonisten verfangen sich in Stacheldraht und sterben einen grausamen Tod – Argentos SUSPIRIA lässt grüßen. Überhaupt zitiert und kopiert dieser Film überraschend freizügig namhafte Horrorstreifen und ist darin nicht einmal gut. Ob trashige Splatter-Szenarien des kongenialen HERSCHELL GORDON LEWIS oder hinterhältige Folterfallen, die an den von JAMES WAN inszenierten SAW erinnern – CIRCUS KANE ist ein dreistes Hommage-Flickwerk, das sich lieber mit fremden Federn schmückt, statt Neuerungen zu bieten. Doch dreister Ideenklau ist nicht das einzige Problem dieses schnell für den Videomarkt gedrehten Horror-Blödsinns. Weitaus schlimmer wiegt da der Look von CIRCUS KANE, der sein überschaubares Budget nicht verbergen kann. Der Film schaut billig aus und lässt dabei jeglichen Hauch von Atmosphäre missen. Weil Darsteller kaum was können und hier mehr unbeholfen statt talentiert in Panik geraten entwickelt sich CIRCUS KANE schnell zur unfreiwilligen Parodie, die selbst Streifen aus den legendären ASYLUM STUDIOS wie intellektuelle Filmkunst aussehen lassen. Apropos THE ASYLUM: Regisseur CHRISTOPHER RAY kennt sich mit Zelluloidabfall aus. Der hat nämlich schon reichlich Stoff für genannte Filmschmiede verbrochen. Darunter Trash-Sternstunden wie 2-HEADED SHARK ATTACK oder BLOOD LAKE. Allein jene Tatsache dürfte für viele Horrorfans bereits Warnung genug sein, denn CIRCUS KANE bekleckert sich beim Unterhalten nicht gerade mit Ruhm.
 
 
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CIRCUS KANE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final

 
 
 

Uncharmantes C-Horror-Movie, das permanent Déjà-vu-Gefühle auslöst. Man muss schon eine große Leidenschaft für Trash und schlechte Filme besitzen, um CIRCUS KANE ertragen zu können. Klar gibt es hier viel Splatter zu sehen. Aber was nützen blutige Gewaltakte, wenn das Drumherum nicht stimmt. Der Clown-Horror schaut billig aus, ist spannungsarm und kann seine Videoherkunft nicht verbergen. Aber auch nervige Laiendarsteller und ein geistloses Drehbuch lassen Nackenhaare zu Berge stehen. Letzteres entpuppt sich als spannungsarmes Flickwerk, das die besten Ideen aus anderen Horrorfilmen stibitzt hat. Ist das Horror oder kann das weg? In diesem Falle gehört der genannte Zeiträuber eindeutig in die Tonne, denn das Leben ist einfach zu kurz für ungenießbare Filme.
 
 
 


 
 
 

CIRCUS KANE – Zensur

 
 
 
CIRCUS KANE ist billiger Videomüll, der schon sehr trashig in Szene gesetzt wurde. Zimperlich geht es hier nicht zu. Blut fließt reichlich – Gezeigtes wirkt aber zu keiner Zeit übertrieben hart, weil man der unprofessionellen Produktion das mangelnde Budget anzieht. Hierzulande dürfte der Clown-Horror eine Erwachsenenfreigabe in ungeschnittener Form erhalten.

 
 
 


 
 
 

CIRCUS KANE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen liegen bei Uncork’d Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Saw (2004)
 
Stitches – Böser Clown! ( 2012)
 
Killer Holiday (2013)
 
House on Haunted Hill (1999)
 
ClownTown (2016)
 
Play: Tödliches Spiel (2014)
 
The Funhouse Massacre (2015)
 


Filmkritik: „The Cloth – Kampf mit dem Teufel“ (2013)

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THE CLOTH – KAMPF MIT DEM TEUFEL

Story

 
 
 
Die Kirche wird der wachsenden Zahl von Besessenen nicht mehr Herr und rekrutiert deshalb den Atheisten Jason, um den Kampf gegen den Teufel doch noch gewinnen zu können …
 
 
 


 
 
 

THE CLOTH – Kritik

 
 
 
Warum fühlen sich eigentlich so viele Schauspieler auch zum Regisseur und/oder Drehbuchautor berufen? Denn erwiesenermaßen sind nur die Wenigsten von ihnen der Doppel- oder Dreifachbelastung gewachsen, so dass ihre Filme oft schlicht daran scheitern, dass sie unbedingt auf mehreren Hochzeiten tanzen wollen. So auch Schauspieler/Regisseur/Drehbuchautor Justin Price, der all diese Funktionen in seinem vierten Film übernommen hat – und an allen Fronten gescheitert ist. Es fängt schon mit der gern genommenen Dreistigkeit an, vermeintliche „Stars“ (hier B-Movie-Ikonen Danny Trejo und Eric Roberts) aufs Cover zu pinseln, die dann im Film schlussendlich nur einen Mini-Auftritt haben. Wenigstens hatten Trejo und Roberts das Glück, nur wenige Minuten in dieser immerhin vier Millionen Dollar teuren Produktion mitzuspielen. Dem Zuschauer ist so viel Glück nicht vergönnt, er muss 88 Minuten seines Lebens opfern, um sich anzusehen, was Justin Price alles nicht kann.
 
 
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Jason (Kyler Willett) wird eines schönen Tages von Father Diekmen (Lassiter Holmes) aufgesucht, der ihn bittet, einem Geheimorden der Kirche beizutreten. Der Orden beschäftigt sich ausschließlich damit, die wachsende Zahl von Besessenen wieder zu dezimieren und den Betroffenen den Teufel auszutreiben. Offenbar hat man festgestellt, dass es einen Ungläubigen braucht, um dem Teufel effektiv entgegenzutreten. Jason lässt sich bequatschen und folgt dem Gottesmann in irgendwelche Kellergewölbe, wo sich unter anderem auch Father Tollman (Eric Roberts) rumtreibt. Lange Rede, kurzer Sinn: Jason wird von Helix (Cameron White) mit einer albernen „Rüstung“ und geweihten Waffen ausgestattet und schon geht sie los, die Beezlebub-Hatz ohne Sinn und Verstand.
 
 
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So, Justin Price…das war ja wohl nix. Mal eben so eine hirnrissige Geschichte um einen hampeligen Exorzisten-Orden hinzukritzeln und zu glauben, dass B-Movie Stars wie Danny Trejo und Eric Roberts schon dafür sorgen werden, dass ordentlich die Kasse klingelt, reicht leider nicht. Vor allem nicht, wenn beide nur minutenkurze Auftritte haben und diesem Schund ansonsten wohlweislich ferngeblieben sind. Besser wird es auch nicht, wenn man dem Geheimorden eine im Keller gefangen gehaltene Besessene andichtet, die eine schlechte Monster-Gummimaske trägt und redet wie die Schlümpfe. Die an Tiefsinnigkeit nicht mehr zu überbietenden Dialoge wie „Jeder stirbt, Laurel. Aber nicht jeder lebt“ versetzen „The Cloth“ dann fast den Todesstoß.
 
 
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Aber nur fast, denn dem Regisseur gelingt es, noch auf vielen weiteren Baustellen seine absolute Talentfreiheit zu untermauern: Da wären die unfassbar schlechten CGI-Effekte, die vermuten lassen, man säße wieder vor einem Commodore 64. Wirklich, die „Special Effects“ sind so schlecht, dass man fast schon wieder drüber lachen könnte. Wenn man sich nicht immer wieder über die wirklich schlechte Qualität des Heimkinomediums ärgern müsste. Wobei man hier ausnahmsweise mal dankbar für das Fehlen jeglicher Extras ist. Lustig weiter geht es mit dem Unbegabten-Synchronisationsverein, der emotionslos und steif runterbetet (ha ha), was Justin Price in seinem Dilettanten-Script vorgegeben hat. Und als wäre das noch nicht genug, lässt der Regisseur seine Schauspieler-Attrappen immer mal wieder pseudohistorische Details runterleiern oder willkürlich in lateinische Beschwörungsformeln verfallen, um hier einen Hauch von Intelligenz vorzutäuschen. Klappt natürlich nicht.
 
 
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So, nachdem Pfaffe und Atheist in der Waffenkammer der göttlichen Grotte mit tollem Exorzisten-Werkzeug ausgestattet wurden (z. B. mit „Heiligen Granaten“), werfen sie sich ihre „Rüstung“ über (billige Lederkluft und radkappengroße Kreuze) und machen erst mal auf lau ein paar Besessene platt (Latein faseln dabei nicht vergessen), bevor es dann zum großen Endkampf gegen Dämonen und den Teufel höchstselbst geht. Hier geizt der Regisseur selbstredend nicht mit mies choreographierten Kämpfen, bei denen er immer rechtzeitig abblendet, diese aber immer noch mit hochgradigem Schwachsinnsgefasel garniert, soviel Zeit muss sein.
 
 
 


 
 
 

THE CLOTH – Fazit

 
 
 
1 Punkt
 
 
 
Und irgendwann, nach schier endlosen 88 Minuten, ist der Budenzauber dann endlich vorbei. „The Cloth“ ist ein Film aus der untersten Schund-Schublade, der keinen einzigen Cent einer eventuellen Ausgabe rechtfertigt. Die Effekte sind grauenhaft schlecht und werfen einen optisch zurück in die 80er Jahre. Die Schauspieler verdienen größtenteils diese Bezeichnung nicht. Die Dialoge sind hirnhautlösend dämlich und die Kulissen sehen oft so aus, als würden sie gleich umfallen. Hoffentlich dann auf Justin Price, dem man Kamera und Laptop wegnehmen und ihn selbst unter Hausarrest stellen sollte, damit er nie wieder als Schauspieler/Drehbuchschreiber/Regisseur tätig werden kann. Einen von zehn Mitleidspunkten für Trejo und Roberts, denn so eine miese Gurke von Film haben selbst diese beiden Allesspieler nicht verdient.
 
 
 


 
 
 

THE CLOTH – Zensur

 
 
 
„The Cloth – Kampf mit dem Teufel“ wurde von der FSK bereits für Zuschauer ab 16 Jahren freigegeben. Dennoch hat sich der Rechteinhaber dazu entschieden, den Streifen mit roter Freigabeplakette in den Handel zu bringen. Das macht die Veröffentlichung bei Horrorfans interessanter.
 
 
 


 
 
 

THE CLOTH – Deutsche Blu-ray

 
 
 
The-Cloth-Blu-ray

(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Cloth; USA 2013

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Heimkinofassung wegen Extras: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer

Veröffentlichung: 15.07.2014

 
 
 

The Cloth – Kampf mit dem Teufel [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE CLOTH – Weitere Veröffentlichungen

 
 
 
Vom-Teufel-besessen-The-ultimate-Devils-Collection

(c) Maritim Pictures GmbH im Vertrieb der KNM Home Entertainment GmbH

 
 
Neben der erhältlichen Film-DVD und Blu-ray wurde „The Cloth – Kampf mit dem Teufel“ auch zusammen mit drei weiteren Horrorfilmen in der „Vom Teufel besessen – The ultimate Devils Collection“ veröffentlicht. Auf zwei DVDs sind neben besagtem „The Cloth“ auch folgende drei Streifen enthalten: „Way of the Wicked“, „The Presence“ und „Holy Ghost People“. Alle Filme dieser Zusammenstellung sind selbstverständlich ungeschnitten.
 
 

Vom Teufel besessen – The ultimate Devils Collection (2DVDs) auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE CLOTH – Trailer

 
 

 
 

MissVega

(Mehr Kritiken von MISSVEGA gibt es hier zu lesen)

Die Rechte aller Grafiken liegen bei Maritim Pictures

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Atticus Institute (2015)
 
The Possession of Michael King (2014)
 
The Quiet Ones (2014)
 
The Vatican Exorcisms (2013)
 


Filmkritik: „Hightway 37 – Tödlicher Notruf“ (2015)

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HIGHWAY 37 – TÖDLICHER NOTRUF

(OLD 37)

Story

 
 
 
Fehlgeleitete Kinder werden vom Vater zu Killermaschinen herangezogen, die später als Sanitäter getarnt sinnlos Menschen abschlachten
 
 
 


 
 
 

HIGHWAY 37 – Kritik

 
 
 
Dass es im Horrorfilm nicht immer mit Logik zugeht, dürfte jedem Liebhaber dieser Filme verständlich sein. Dennoch stechen innerhalb des Genres immer mal wieder Streifen hervor, die es dann doch etwas zu gut mit dem Erzählen abstruser Geschichten meinen und damit nicht immer auf Zuspruch stoßen. HIGHWAY 37 (Originaltitel: OLD 37) ist einer dieser Filme in denen die Nerven des Zuschauers überstrapaziert werden, weil sich hier nicht nur alle Figuren seltsam verhalten. Auch dem Drehbuch mangelt es an Glaubwürdigkeit und erzählt wirren Horrorquatsch, der dann doch eher Kopfschütteln verursacht, statt Gänsehaut und Schauer. Eigentlich hat HIGHWAY 37 alles, was Horrorfilme neueren Datums mitbringen sollten. So überzeugte der Horror-Thriller mit atmosphärischen Bildern, blutigen Spezialeffekten und versierter Kameraführung. Was den Film aber kaum erträglich macht, ist nicht nur das haarsträubende Skript. Es sind vor allem die jungen und untalentierten Schauspieler, die offensichtlich noch nie eine Schauspielschule von Innen gesehen haben und teils unpassend agieren, so dass dem Streifen die Ernsthaftigkeit geraubt wird.
 
 
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Gestern noch als VICTOR CROWLEY und JASON VOORHEES unterwegs, ist Horror-Ikone KANE HODDER (aus ALMOST MERCY, UNTER FREUNDEN und HATCHET 3) mal wieder im Genre unterwegs und verkörpert – wie hätte es auch anders sein sollen – das ultimative Böse. Zusammen mit dem in Horrorkreisen ebenfalls geschätzten BILL MOSELEY düst er mit einem Krankenwagen über verlassene Landstraßen, um als Rettungssanitäter getarnt Notrufe abzufangen und Verletzte einzusammeln. Die werden aber nicht fachmännisch verarztet, sondern bei lebendigem Leibe verbrannt, durchbohrt oder zerstückelt. Früh wurde das Brüderpaar vom Vater zum Töten von Menschen ausgebildet – warum auch immer. Das wird für einige Teenager zum Verhängnis, die in das Visier der blutgeilen Geschwister geraten und bald ums Überleben winseln müssen.
 
 
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Ja, klar – die 80er sind zurück. Mittlerweile hält der Retro-Trend auch im Horrorfilm Einzug. So verbeugen sich immer häufiger ambitionierte Filmemacher ehrfürchtig vor jener Dekade, die sie oftmals selbst nie erlebt haben, sondern nur aus Filmen kennen. Das ist auch in HIGHWAY 37 nicht anders, der sich als blutiger Slasher getarnt vor jenem Jahrzehnt verbeugt, in dem maskierte Serienkiller Lichtspielhäuser und Videotheken heimgesucht haben. Umso mehr erfreut es zu sehen, dass es sich auch KANE HODDER nicht nehmen lassen hat, einmal mehr als Schurke das Bluthandwerk zu lehren. Der hangelt sich seit seinem Dauer-Abo als JASON VOORHEES in FREITAG DER 13. von Horrorfilm zu Horrorfilm und gehört mittlerweile zur Grundausstattung jedes günstig gedrehten Schauerstreifens. Leider garantiert der Auftritt des bekannten Horrorsternchens nicht immer Qualität, denn oftmals steht dessen Name nur deshalb werbewirksam auf dem Cover, damit vom katastrophalen Filmmüll abgelenkt werden kann. Auch HIGHWAY 37 gehört zu einer dieser Low-Budget-Gurken, die man eher aus dem Hause THE ASYLUM erwarten würde, weil der Film äußerst sinnbefreit erzählt wird. Hier schlitzen fehlgeleitete Psychopathen Menschen im tiefsten Hinterland ab und keiner will’s geahnt haben. Das macht dahingegen kaum Sinn, weil sich im Film offenbar niemand darüber wundert, wenn nach getätigten Notrufen am Unfallort keine Verletzten gefunden werden. Zudem scheint es in HIGHWAY 37 keine Menschenseele zu beunruhigen, dass die Bewohner einer Kleinstadt nahezu scharenweise vom Erdboden verschwinden. Logikfanatiker werden da vermutlich die Krise bekommen.
 
 
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Die miese Inszenierung des Streifens kommt nicht von ungefähr. Nicht nur beim Schreiben des Drehbuchs waren Neulinge am Werk. Auch Regisseur CHRISTIAN WINTERS schien die Kontrolle über diesen Horrorfilm verloren zu haben, weshalb er kurzerhand seinen Namen aus dem Abspann streichen und durch das Pseudonym ALAN SMITHEE ersetzten lies. Eine Prämisse, die zu verstehen gibt, dass der Macher selbst nicht mit der Arbeit zufrieden gewesen ist, findet doch das Pseudonym ALAN SMITHEE stets dann Verwendung, wenn Regisseure mit fertigen Filmen nicht mehr in Verbindung gebracht werden möchten. Umso bedauerlicher für das Schurken-Duo KANE HODDER und BILL MOSELEY (aus TEXAS CHAINSAW 3D, HAUS DER 1000 LEICHEN und DEAD SOULS), die allein versuchen müssen HIGHWAY 37 vor der Bruchlandung zu retten. Denen gelingt es im Wirrwarr nur mühsam für Höhepunkte zu sorgen. So sind es ihre Figuren und deren Hintergrundgeschichten selbst, die zumindest etwas Unbehagen bescheren können. Kurze Rückblenden berichten von einer grausamen Kindheit. Unter dem harten Regime des Vaters wird nicht sonderlich tiefgründig erörtert, wie Kinder ins Reich des Bösen überwechseln und nacheifern, was ihnen das Familienoberhaupt vorgelebt hat. Das Gezeigte wirkt haarsträubend und lächerlich, weil sich die psychologische Entwicklung der Kinder den Genreregeln unterwerfen muss, damit viel blutiger Nonsens gezeigt werden kann. Horrorfans ohne Anspruch wird das aber wohl kaum stören, schließlich gibt es in den letzten Filmminuten ein paar gemeine Spezialeffekte zu sehen, die das löchrig und unüberlegt geschriebene Drehbuch kurzzeitig vergessen lassen.
 
 
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Letztendlich wurmt es in dieser Crowdfunding-Produktion gewaltig, obwohl das Konzept hinter dem Film – trotz Logikbarrieren – noch relativ unverbraucht ist. HIGHWAY 37 basiert auf einen Albtraum von Co-Autor PAUL TRAVERS, der mit dem Vertrauen schwer verletzter Unfallopfer ein makabres Spiel treibt und statt sie ins Krankenhaus zu schicken lieber durch die Hölle jagt. Das mag durchaus makaber sein und für Fans des Genres interessante Ansätze besitzen. Furchterregend oder gar verstörend wurde diese perfide Idee jedoch nicht umgesetzt, dazu mangelt es HIGHWAY 37 an Hirn und allen Beteiligten an Talent. HIGHWAY 37 ist ein trügerischer Horror-Reinfall, wie er im Buche steht. Auch wenn der Slasher auf visueller Ebene mit jedem Hochglanz-Schocker problemlos mithalten kann, sollte man um diesen Blödsinn einen großen Bogen machen.
 
 
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HIGHWAY 37 – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Eine blutige und makabere Verbeugung vor den fiesen Slasher-Streifen der 80er Jahre. Wie auch zu Hochzeiten der Meuchelfilme darf ein maskierter KANE HODDER nicht fehlen, der sich nach Herzenslust durch die Körper ahnungsloser Teenager schneiden, bohren und hämmern kann. Visuell punktet HIGHWAY 37 (im Original: OLD 37) mit atmosphärischer Optik, die es durchaus mit aktuellen Leinwandschockern aufnehmen kann. Inhaltlich herrscht jedoch das kalte Grausen, denn sowohl das Drehbuch als auch die Darsteller sind nicht von dieser Welt. HIGHWAY 37 ist einer der dümmsten Horrorfilme, die man in den letzten Jahren zu sehen bekommen hat. Hinzukommt, dass der Streifen mit den wohl dümmsten und unbegabtesten Schauspielern besetzt wurde, die man in Amerika finden konnte. Von peinlich berührt bis unfreiwillig komisch – Zuschauer, die auch von Horrorfilmen zumindest etwas Anspruch erwarten, werden hier vom zu häufigen Kopfschütteln plötzlich Migräne bekommen. Von der minderen Qualität seines Streifens war auch Regisseur CHRISTIAN WINTERS überzeugt. Der wollte nach den Dreharbeiten aus Scham nichts mehr mit dem Film zu tun haben. Wer HIGHWAY 37 gesehen hat, dürfte dessen Entscheidung verstehen und den Filmemacher einfach nur tröstend in den Arm nehmen wollen.
 
 


 
 
 

HIGHWAY 37 – Zensur

 
 
 
Wie es sich für einen Slasher der alten Schule gehört, gibt es in erster Linie handgemachte Sauereien zu sehen. Sägenblätter schneiden sich ins Fleisch, Menschen werden ans Kreuz genagelt und ausgeweidet. Außerdem wird eine besonders unsympathische Protagonistin mit Benzin übergossen und angezündet. Das hört sich alles sehr hart an. Offenbar hat das aber nicht für eine ungeschnittene Erwachsenenfreigabe gereicht. Die deutsche Fassung ist trotz rotem FSK-Flatschen geschnitten.
 
 
 


 
 
 

HIGHWAY 37 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
highway-37-bluray

(c) Tiberius Film GmbH

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Old 37; USA 2015

Genre: Horror, Splatter, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 03.08.2017

 

Highway 37 – Tödlicher Notruf [Blu-Ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

HIGHWAY 37 – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Dämonisch (2001)
 
Bereavement – In den Händen des Bösen (2010)
 
The Boy (2015)


Filmkritik: „Rise Of The Animals“ (2011)

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RISE OF THE ANIMALS – MENSCH VS. BIEST

Story

 
 
 
Völlig ohne Grund fangen Tiere an Menschen zu töten. Mitten im Chaos versuchen drei Teenager ein verlorenes Handy dem Besitzer wiederzubringen.
 
 
 


 
 
 

RISE OF THE ANIMALS – Kritik

 
 
 
RISE OF THE ANIMALS ist Chris Wojciks Spielfilmdebüt, das er für rund 7.000 Dollar inszeniert hat. Leider ist das dann auch so ziemlich alles, was man an erwähnenswerten Hintergrundinformationen über den Film in Erfahrung bringen kann. Wenig inszenatorische Qualität steckt hinter diesem Machwerk, wobei man fairerweise sagen muss, dass es sich bei RISE OF THE ANIMALS um blödsinnigen Trash handelt, den die Macher immerhin lustvoll zelebrieren. So sieht man knapp 60 Minuten, wie Laiendarsteller von Plüschtieren angesprungen und von schlecht animierten CGI-Tieren gefressen werden. Irgendwo dazwischen versteckt sich dann auch eine völlig belanglose Teen-Romanze, die vollkommen deplatziert wirkt. Dennoch, RISE OF THE ANIMALS sorgt dank seiner fürchterlichen Effekte zumindest für einige Lacher. Die allein reichen jedoch nicht aus, um den Zuschauer die gesamte Laufzeit über unterhalten zu können. Stellen, die wohl erheiternd wirken sollten, sind nicht lustig und immer wieder mangelt es dem Film an Spannung, so dass sich RISE OF THE ANIMALS zieht wie Kaugummi. Ganz besonders übel sind diverse Fremdschämmomente, die auf Unerfahrenheit des Machers zurückzuführen sein dürften, so dass es keine große Freude bereitet sich RISE OF THE ANIMALS anzusehen. RISE OF THE ANIMALS ist nichts fürs Otto-Normal-Horrorpublikum und dürfte daher nur für den Fan des schlechten Filmgeschmacks von Interesse sein.
 
 
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RISE OF THE ANIMALS – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Leider ist RISE OF THE ANIMALS kein neuer BIRDEMIC. Für Amateur- und Trashfilmfans gibt es dennoch den ein oder anderen spaßigen Moment. Für alle übrigen Horrorfans hat RISE OF THE ANIMALS leider kaum etwas zu bieten.
 
 
 


 
 
 

RISE OF THE ANIMALS – Zensur

 
 
 
Der Film ist am 4. September 2015 von Cosmopolitan Pictures in seiner ungeschnittenen Fassung auf DVD und Blu-ray veröffentlicht worden. Als Bonusmaterial bieten sowohl die DVD als auch die Blu-ray einen Audiokommentar mit Cast & Crew. Die erhältliche Fassung wurde jedoch erst für Zuschauer ab 18 Jahren freigegeben und besitzt den roten 18er-Flatschen. Der Grund für die hohe Freigabe ist im Bonusmaterial zu suchen, denn der Film selbst ist bereits frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

RISE OF THE ANIMALS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
rise-of-the-animals-bluray

(c) Cosmopolitan Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Rise of the Animals; USA 2011

Genre: Horror, Trash, Komödie

Ton:Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1,78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 72 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Aufgrund des Bonusmaterials: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Making of, Trailershow, Audiokommentar

Release-Termin: 21.08.2015

 

Rise of the Animals – Mensch vs. Biest [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

RISE OF THE ANIMALS – Trailer

 
 

 
 

Sam Freissler

Die Rechte für alle Grafiken liegen bei COSMOPOLITAN PICTURES

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Panik in der Sierra Nova (1977)
 
Birdemic: Shock and Terror (2010)
 
Die Meute (1977)
 
Die Vögel II – Die Rückkehr (1994)
 


Filmkritik: „Kruel“ (2015)

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KRUEL

Story

 
 
 
Der wohl schlechteste Stalker-Thriller, der je gedreht wurde: Babysitter Jo (KIERNEY NELSON) gerät ins Visier eines gestörten Verehrers, der die hübsche Mittzwanzigerin als neue Gattin auserkoren hat.
 
 
 


 
 
 

KRUEL – Kritik

 
 
 
„Es gibt drei wichtige Regeln beim Filmemachen: Du sollst nicht langweilen, du sollst nicht langweilen und du sollst nicht langweilen!“ (BILLY WILDER – Regisseur von DAS VERFLIXTE 7. JAHR und MANCHE MÖGEN’S HEISS).
 
 
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Jene weisen Worte gelten nicht nur für teure Blockbuster, sondern auch für kleine Indie-Produktionen, die eigentlich immer mit magerem Budget zu kämpfen haben. Der Thriller KRUEL gehört zur Kategorie schnell fertiggestellter Low-Budget-Movies, die seit Jahren in beachtlicher Regelmäßigkeit in den Handel gebracht werden oder im Abendprogramm privater TV-Sender Premiere feiern. Im Falle des genannten Horrorstreifens hat Regisseur ROBERT HENDERSON jedoch all das falsch gemacht, was man beim Filmdrehen falsch machen kann. In seinem Debütstück verwechselte er versehentlich (?) das Unterhalten mit dem Langweilen und fabrizierte so den wohl schläfrigsten Horrorfilm, den das Filmjahr 2015 bis dato hervorgebracht hat. Knapp 100 Minuten Lebenszeit werden dem Zuschauer hier auf heimtückische Weise geraubt, denn obwohl mit Thrill, Schocks und fiesem Clown auf dem Filmplakat gelockt wird, sucht man danach in KRUEL vergebens.
 
 
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Ein exzentrischer Eisverkäufer (J.T. CHINN) mit furchterregender Maskierung bereitet zwar heranwachsenden Kindern im Film schlaflose Nächte; beim volljährigen Publikum bezweckt er genau das Gegenteil. Der hat es auf Babysitter Jo O’Hare (KIERNEY NELSON) abgesehen und entwickelt eine Obsession für die ahnungslose Frau, deren Beziehungsleben gerade Achterbahn fährt. Freund Ben hat sie nach Strich und Faden betrogen. Nun bittet er um Vergebung und hält die Liebste von der Arbeit ab. Die erlebt die Hölle auf Erden, als plötzlich einer ihrer Schützlinge nicht mehr auffindbar ist. Schnell fällt der Verdacht auf den ominösen Eisverkäufer Willie. Weil die Arbeit der Polizei zu keinem Ergebnis führt, nimmt das zerstrittene Pärchen das Gesetz selbst in die Hand – ohne zu ahnen, dass sich der Verdächtigte als gewissenloser Psychopath entpuppt, der nicht vor Mord zurückschreckt.
 
 
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Ich bin nur ein Filmfan – holt mich hier raus. Als FILMCHECKER hat man über die Jahre genug filmischen Unfug ertragen müssen und dennoch stößt immer wieder die Erkenntnis vor dem Kopf, dass man sogar für missratenen Filmabfall noch Geld bezahlen soll. KRUEL wird zwar als Psycho-Horror angepriesen, erweckt dann aber doch eher denn Eindruck, als habe man es hier mit einem Film zu tun, der fürs Fernsehen produziert wurde. Statt mit bluttriefendem Horror wird der Zuschauer mit Beziehungsproblemen gequält, die dem Film die kaum vorhandene Spannung nehmen. Nur langsam gewinnt KRUEL an Fahrt und streift erst in den letzten Minuten das Thrillerfach. Bis dahin wird die ereignislose Handlung von untalentierten Schauspielern vorangetrieben, die auswendig gelernt Texte stumpfsinnig in die Kamera quasseln. Immerhin erweist sich Hauptdarstellerin KIERNEY NELSON als Glücksgriff. Sie verkörpert die authentisch wirkende Heldin Jo mit reichlich Herzblut und ist der einzige Lichtblick in diesem überflüssigen Genre-Fiasko. Dass sie das erste Mal vor der Kamera steht und mit KRUEL quasi ihr Schauspieldebüt feiert, ist ihr zu keiner Minute anzumerken. Sie agiert selbstbewusst und sicher vor der Kamera, als hätte sie ihr Lebtag nichts anderes gemacht. Umso ernüchternder die Einsicht, dass sie ihr erwähnenswertes Talent für einen Psycho-Gähner wie KRUEL verschwenden musste. Dieses Machwerk wird zu keinem Zeitpunkt der vollmundigen Bezeichnung „Psychothriller“ gerecht und dürfte als wohl langweiligster Stalker-Streifen in die Geschichte des Horrorfilms eingehen.
 
 


 
 
 

KRUEL – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Lust auf bösen Clown-Horror? Dann sollte man KRUEL unbedingt meiden, denn auch wenn hier eine schelmische Clownvisage vom Filmplakat lächelt, hat dieser Psychothriller keinen Spaßmacher zu bieten. KRUEL ist vornehmlich im Stalker-Genre beheimatet. Hier entwickelt ein psychisch gestörter Eismann eine äußerst nervtötende Obsession für eine attraktive Babysitterin. Schnell wird Schminke und Eis gegen spitzes Mordwerkzeug ausgetauscht, das aber kaum zum Einsatz kommt. Stattdessen fokussiert Regisseur ROBERT HENDERSON die gescheiterte Beziehung zweier Mittzwanziger und hält sich damit zu lang auf. Dass zwischen langen Beziehungsgesprächen packender Suspense zu kurz kommt, dürfte nur logisch sein. Einmal das Ziel aus den Augen verloren, verirrt sich KRUEL in einem ereignislosen Handlungsverlauf, der bis zum Finale mit genug Längen zu kämpfen hat, so dass man schnell das Interesse verlieren dürfte. Von fiesen Wendungen, Schockmomenten oder gar heftigem Herzklopfen ist keine Spur. Stattdessen gehört KRUEL zu jener Art Filmen, die für Fans des Genres kaum Unterhaltungswert bieten. KRUEL ist Verschwendung von Filmmaterial. Langweilig, bedeutungslos und handlungsarm – unbedingt meiden!
 
 


 
 
 

KRUEL – Zensur

 
 
 
Würde es am Ende keinen Kehlenschnitt zu sehen geben, wäre der Film vermutlich bereits für Jugendliche ab 12 Jahren geeignet. In Sachen Gewalt hält sie KRUEL dezent zurück. Demzufolge dürfte dieser Film für Fans etwas härterer Filmgattung nicht sonderlich interessant sein. Trotzdem wird er in Deutschland eine FSK16 erhalten – insofern man ihn hierzulande veröffentlicht wird.
 
 


 
 
 

KRUEL – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Girlhouse (2014)
 
Home Invasion (2012)
 
Devil May Call (2013)
 
Crush – Gefährliches Verlangen (2013)
 


Filmkritik: „Perfide“ (2014)

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PERFIDE

Story

 
 
 
15 Jahre ist es her, dass Laura und Rubén sich im Wald außerhalb von Santiago de Chile räkelten. Als Erwachsene treffen sie sich jetzt wieder und beginnen erneut eine Beziehung. Leider bringen Beide eine ganze Reihe von Problemen mit sich. Laura (Catherine Mazoyer) hat einen Mann und zwei Kinder. Rubéns (Inigo Urrutia) Altlasten reichen weiter in die Vergangenheit und werden sich während des Wochenendes voller romantischer Zweisamkeit offenbaren.
 
 
 


 
 
 

PERFIDE – Kritik

 
 
 
Ein Paar und eine einsame Hütte im Wald. Fertig ist der atmosphärische, spannende Gruselfilm. Leider ist es schlussendlich doch nicht ganz so einfach, wie es sich der chilenische Regisseur Lucio A. Rojas offenbar gedacht hat. Sein „Perfide“ (im Original „Perfidia“) krankt an einer ganzen Reihe von Inkompetenzen, die den Film nicht nur als Thriller, sondern auch als Drama untragbar machen.
 
 
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Angefangen mit der überaus dilettantischen Musik- und Tonuntermalung des Films. Die wenigen, holprigen Jumpscares des Films versucht Rojas mit dem plötzlichen Einsetzen eines lauten, knirschenden Geräusches zu erzielen. Das erweist sich nicht nur als ineffektiv, sondern mit der Zeit auch als extrem nervig. Bei den zahlreichen Ausflügen in den Wald ertönen permanent Schritte in den Lautsprechern. Was als bedrohendes Hintergrundgeräusch beabsichtigt wurde, rutscht in den Vordergrund und tut den nächtlichen Waldszenen eher schlecht.
 
 
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Auch auf einer visuellen Ebene wirkt „Perfide“ durchgehend unbeholfen. Schlecht ausgeleuchtete und noch schlechter komponierte Bilder reißen den Film weiter rein und lassen nicht einmal den Hauch einer beklemmenden Atmosphäre aufkommen. Müde Verweise auf Horrorklassiker wie „Evil Dead“ haben eher den Anschein einer Beleidigung als den einer Hommage. Zu guter Letzt bleibt die Geschichte selbst, die ähnlich amateurhaft daherkommt, wie ihre technische Umsetzung. Weder Laura noch Rubén sind interessante Figuren, ihre Hintergründe bleiben bis zum Ende des Films ungeklärt, genau wie die eigentlichen Geschehnisse, die sie umzingeln.
 
 
 


 
 
 

PERFIDE – Fazit

 
 
 
1 Punkt
 
 
„Perfide“ verkauft sich als Horrorthriller, ist es aber nicht. Es ist ein ausgesprochen langweiliger und uninteressanter Film, der in keinem Bereich Pluspunkte sammeln kann. Einziger Vorteil ist die extrem kurze Laufzeit von knapp 70 Minuten.
 
 
 


 
 
 

PERFIDE – Zensur

 
 
 
Eine Recherche auf der Seite der FSK hat ergeben, dass „Perfide“ eigentlich mit einer Freigabe ab 16 bedacht wurde. Selbst diese Freigabe wäre anhand des vollends blutleeren und harmlosen Films sehr rätselhaft. Noch rätselhafter ist die Tatsache, dass auf dem Cover des Films das rote FSK-18-Siegel zu finden ist.
 
 
 


 
 
 

PERFIDE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Perfidia; Chile 2014

Genre: Drama, Fantasy, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Spanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.66:1

Laufzeit: ca. 78 Min.

FSK: Film: FSK 16 | Blu-ray: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 29.05.2015

 

Perfide [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

PERFIDE – Trailer

 
 

 
 
 

Timo Löhndorf

Mehr Kritiken von Timo gibt es auf dasnapalmduo.de zu lesen

Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei MARITIM PICTURES

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Eden Lake (2008)
 
Evil Dead (2013)
 
Honeymoon (2014)
 


Filmkritik: „Billy Club“ (2013)

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BILLY CLUB

Story

 
 
 
Nach 15 Jahren kehrt ein Killer zurück, um das Team einer Baseballmannschaft auszuradieren, deren Mitglieder er bereits vor vielen Jahren begonnen hatte zu töten.

 
 
 


 
 
 

BILLY CLUB – Kritik

 
 
Man muss schon eine unbeschreibliche Leidenschaft für Slasher-Filme besitzen, um Filme wie BILLY CLUB schönreden zu können. Wieder einmal haben sich Freunde der härteren Filmgattung zusammengetan und an einem Horrorstreifen gewerkelt, der gut und gerne auch in einer Kiste auf dem Dachboden hätte die nächste Eiszeit überdauern können. Längst nicht mehr deuten ansprechend gestaltete Filmplakate auf sehenswerte Filme hin, denn meist zeugen gerade jene Filme von minderwertiger Qualität, bei denen die Coverdesigner besonders viel Herzblut in die Gestaltung der DVD-Einleger investiert haben. Treu der Devise „Killer auf dem Cover geht immer“ handelt es sich bei BILLY CLUB um semiprofessionellen Independent-Schlamassel, der eigentlich nur wegen seiner überschaubaren Splatter-Momente Daseinsberechtigung besitzt. Immerhin sind die durch die Bank weg Old School und wie in den großen Slashern der 80er ausschließlich handgemacht. Da werden Schädel mittels nagelbespickten Baseball-Knüppel eingeschlagen, mit einer Machete Köpfe abgetrennt und Gegenstände in Körper gejagt – hinsichtlich der Effekte hat man sich wirklich Mühe gegeben, möglichst professionelle Arbeit abzuliefern. Dennoch erreicht BILLY CLUB zu keinem Zeitpunkt die Qualitäten aktueller Slasher-Referenz wie LAID TO REST, dem eher splattrigen HATCHET oder WARTE BIS ES DUNKEL WIRD.
 
 
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Vor vielen Jahren ereignete sich in einer amerikanischen Kleinstadt ein furchtbares Verbrechen. Zwei Kinder und gleichzeitig Spieler einer Baseballmannschaft wurden zusammen mit ihrem Trainer Opfer einer schrecklichen Bluttat. Ein Teenager wurde als Mörder entlarvt, festgenommen und in die örtliche Psychiatrie gebracht. Mittlerweile sind 15 Jahre vergangen und einige Mitglieder jener Mannschaft versammeln sich, um den toten Teamkollegen zu gedenken. Leider steht die Wiedervereinigung unter keinem guten Stern, denn kaum zusammengekommen geht das Morden von neuem los. Ein vermummter Baseballspieler mit umfunktionierten Schläger macht Jagd auf die übrigen Mitglieder und scheint nur eines im Sinn zu haben: Rache.
 
 
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BILLY CLUB ist laut Pressetext ein Horror-Thriller mit komödiantischen Elementen. Und in der Tat: das Gesamtwerk glänzt mit holprigen Filmschnitten, stümperhaft eingeübten Fluchtszenen und dilettantische inszenierten Kampfchoreografien, die derart unprofessionell in Szene gesetzt werden, dass der Film dann doch zu Recht das Prädikat „Komödie“ tragen darf. Viele der Action-Momente wirken unfreiwillig albern, weil zu oft ins Gewicht fällt, dass hier wohl Leute am Drehen gewesen sind, die bisher nur in der Garage das Filmemachen geübt haben. Ernstzunehmend lustig ist hier nichts – außer vielleicht das T-Shirt von Regisseur und gleichzeitig Schauspieler NICK SOMMER. Der ist als trotteliger Tollpatsch ständig darum bemüht sich im Film vor der Kamera zu blamieren, weil vehement kein Gag zünden will – insofern es in BILLY CLUB überhaupt einen gibt. Trauriger Höhepunkt dieses filmischen Reinfalls ist jedoch ein unbeholfenes Liebesgeständnis zwischen zwei Männern in einem Auto. Die Szene scheint wohl irgendwie als Parodie auf gängiges Liebesgeturtel üblicher Teenager-in-Angst-Streifen angedacht gewesen zu sein. Zuschauer, die so ihre Probleme mit dem Fremdschämen besitzen sei während dieses Filmmoments geraten, flink auf die Vorspultaste ihres Heimkinogerätes zu drücken, denn was man hier geboten bekommt ist an Peinlichkeit kaum zu übertreffen.
 
 
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Bei so viel cineastischen Blödsinn stellt sich ganz nebenbei die Frage, wie BILLY CLUB auf diversen amerikanischen Filmfestivals Preise und Nominierungen abstauben konnte. Vermutlich saßen in der Jury so einige Fans klassischer Slasher-Werke, die während dieser filmischen Verbeugung vor dem Schlitzer-Kino der 80er und 90er Jahre in Erinnerungen geschwelgt haben und sich daher nicht auf BILLY CLUB konzentrieren konnten. So gibt es genau zwei nette Szenen im Film zu bewundern, die anspielen sollen, welche Werke die beiden Regisseur NICK SOMMER und DREW ROSAS maßgeblich beim Filmemachen beeinflusst haben. Eine derer flimmert gleich zu Beginn über die Mattscheibe. Dort darf der Zuschauer zusehen, wie sich der Mörder sein Mordwerkzeug zusammenstellt, das später im Film zum Einsatz kommt. ROBERT ENGLAND hat das in NIGHTMARE ON ELM STREET ähnlich gemacht und in den ersten Filmminuten an seinem Rasiermesserhandschuh gewerkelt mit dem er dann als FREDDY KRUEGER dutzende Teenager um ihren Schlaf bringen konnte. Ebenfalls für Kenner des Genres interessant: eine Hommage an SHINING in der einer der Protagonisten durch die Kulisse flitzt und den Namen „Danny“ schreit. Sieht man von diesen beiden Einfällen und vier Matscheffekten ab, ist BILLY CLUB jedoch nicht der Rede wert. Ein Horrortrauerspiel!
 
 
 


 
 
 

BILLY CLUB – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Blutige Hommage an das ruppige Slasher-Kino der 80er und 90er Jahre, die mit einigen sehenswerten Kills überrascht. Trotzdem, bei soviel Liebe zum Retro bietet dieser Film außerdem: jede Menge flache Charaktere, unerfahrene Schauspieler und sehr viel Leerlauf. Man darf sich zu Recht fragen, warum BILLY CLUB in der internationalen Filmdatenbank IMDB gut abschneiden und auf Filmfestivals Preise abstauben konnte. Hier wollten zwei Horror-Fans schon immer mal einen Slasher drehen und haben sich ihren Wunsch kurzum erfüllt. Flink wurde ein Drehbuch gekritzelt (braucht man das eigentlich bei Slasher-Streifen?) und die Kamera angeworfen. Entstanden ist dabei jedoch nichts Gutes, denn BILLY CLUB ist eine Lachnummer vor dem Herrn. Der Film wurde als Komödie konzipiert, verfängt sich aber viel zu oft in Peinlichkeiten, weil man wohl der Meinung war, dass sinnfreies Albern vor der Kamera lustig sein soll. Wirklich Gags gibt es nicht, stattdessen nerven strunzdumme Dialoge und die unprofessionelle Inszenierung. Immerhin wird die dünne Handlung von einigen handgemachten Splatter-Effekten aufgewertet. Die sind rar gesät aber Old School. Warum übrigens kurz vor Ende die Bildsprache des Streifens ernster und bedrohlicher wird, will nicht einleuchten – passt irgendwie nicht zum Rest. BILLY CLUB ist dilettantischer Filmschrott und nicht mal für Fans solcher Filme ertragbar. Langweilig, unlustig und überflüssig.
 
 


 
 
 

BILLY CLUB – Zensur

 
 
 
Es werden Menschen enthauptet und erdolcht. Am Ende bekommt der Killer sein Fett weg, in dem er vor eine Ballwerfmaschine gefesselt wird. Für KEINE JUGENDFREIGABE reicht das. Fans deftiger Slasher-Streifen sollten aber keine Wunder erwarten. Viel zu sehen gibt es nicht.
 
 
 


 
 
 

BILLY CLUB – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Catcher (1998)
 
Varsity Blood (2014)
 
Bloody Homecoming (2013)
 
Scream – Schrei (1996)
 
Schream 2 (1997)
 
Scream 3 (2000)
 
Ich weiß was Du letzten Sommer getan hast (1997)
 
Blutiger Valentinstag (1981)
 
My Bloody Valentine 3D (2009)