Kritik: „Orion 3000 – Raumfahrt des Grauens“ (1966)

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ORION 3000 – RAUMFAHRT DES GRAUENS

(IL PIANETA ERRANTE)

Story

 
 
 
Die Zukunft schreiben wir. Und wieder mal fliegen die Fetzen auf der seit Äonen geprügelten Erde. Unerklärte außerirdische Einflüsse lösen eine Kette von Naturkatastrophen aus, die weite Teile des blauen Planeten in Schutt und Asche legen. Gleichzeitig berichten die Raumfahrtbehörden der Großmächte von einem praktisch aus dem Nichts aufgetauchten Himmelskörper, der mit den Störungen des irdischen Gleichgewichts zu tun haben muss und sich gleich auch noch mit beängstigender Geschwindigkeit auf den Weg hier her macht. Unter der Leitung von Captain Jackson (Giacomo Rossi Stuart) startet ein Erkundungsschiff ins All und findet zum losgerissenen Planeten eine Erklärung kosmischen Ausmaßes, auf die in der Art auch der alte H.P. Lovecraft gekommen sein könnte. Mehr zu verraten wäre unfair.

 
 
 


 
 
 

ORION 3000 – Kritik

 
 
 
Diese schicke Sci-Fi-Story hat in Italien vier Filmteile hervorgebracht, die man aber auch getrennt voneinander ansehen kann ohne sich größer zu ärgern. Eigentlich ist ORION 3000 – RAUMFAHRT DES GRAUENS eine ganz geile Sache und ein geradezu majestätisch gefüllter Truthahn für Freunde von Genrefilmen, deren Verbindung zu ihrem Herkunftsland man sich so gar nicht erklären kann. Klar, man kennt aus Italien eigentlich alles. Nichts Menschliches sollte dem engagierten Freund der Leinwände Cinnecittàs fremd sein. Natürlich viel berüchtigter Splatterhorror mit Kannibalen und Zombies, stylish aufgebrezelte Giallo-Thriller, allerlei eingeölte Gladiatoren-Reißer, quatschige Erotikfilmchen und knorrige Spaghetti-Western waren die tragenden Säulen einer furchtlosen Kinoindustrie, die auf der Jagd nach Unterhaltung und Profit weder Freund noch Feind kannte. Weltraumopern hingegen schienen aber kein gesondert landestypisches Subgenre zu sein. Selbst passionierte Italofilm-Verschlinger kennen vielleicht Mario Bavas PLANET DER VAMPIRE von 1965 und inzwischen offiziell als „Inspirationsquelle“ für Ridley Scotts ALIEN anerkannt. Ein paar STAR WARS B-Kopien, gut. Alfonso „Al Bradley“ Brescias saftiger DIE BESTIE AUS DEM WELTALL vielleicht noch. In soft- oder hardcore zu haben, beides grausig. Danach ist auch schon Schluss. Die italienischen Weltraumabenteuer aus den Sechzigern sind dabei noch mal eine ganz eigene Schule. Die Atmosphäre der Filme ist klar ihrem Jahrzehnt zuzuordnen, erinnert mit den mysteriös blinkenden Sperrholz-Kommandobrücken und knautschigen Astronautenanzügen aus dem Baumarkt teils an das RAUMSCHIFF ENTERPRISE, teils an die vielen Eurospy-Krimis, wie sie nach dem durchschlagenden Erfolg des Agenten Nullnullsieben wie die Pilze aus dem Boden Mitteleuropas geschossen waren. Wieso dann das „eigentlich“? Nun ja, Teil drei von vier ist nicht wirklich der knackigste unter den Einträgen der Reihe, ist aber nichtsdestoweniger noch immer dufte. Der Abschluss der Saga, DÄMONEN AUS DEM ALL, wird an gleicher Stelle dieser Tage auch noch besprochen werden.
 
 
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Toll: Auch der Blick auf die sagenhafte Gesamtkarriere Antonio Margheritis wird uns immer lückenloser ermöglicht. Nach und nach werden alle Preziosen aus der mächtigen Filmographie des Volldampfregisseurs zugänglich gemacht. Mit seinen fantasievollen Ausflügen in die Raumfliegerei liegen nun ein paar besonders schöne Beispiele für „Anthony M. Dawsons“ Schaffen vor. Wie hier schon einmal festgehalten, bietet das Werksverzeichnis Margheritis Filme aus jedem Genre, das dem Fan italienischen Bahnhofskinos das Herz im Brustkorb tanzen lässt und auch der Kosmos war ihm nicht fremd. Schön, ihn auf der Reise begleiten zu dürfen.
 
 
 


 
 
 

ORION 3000 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Margheriti-Science-Fiction? Restauriert und das sogar Blu-ray-tauglich? Schon wieder Weihnachten? ORION 3000 – RAUMFAHRT DES GRAUENS kann mit Fug und Recht behaupten, ein exotisches Geschöpf zu sein. Italo-Sci-Fi ist kein unendlich weites Feld und Interessierte können sich mit diesem Film und Bavas PLANET DER VAMPIRE einen ordentlichen Einstieg ins Genre ermöglichen.
 
 
 


 
 
 

ORION 3000 – Zensur

 
 
 
ORION 3000 – RAUMFAHRT DES GRAUENS wurde bereits ungeschnitten in die Kinos gebracht und ebenso in der kompletten Fassung auf VHS veröffentlicht. Die ebenfalls erhältlichen BD- und DVD-Heimkinomedien sind ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

ORION 3000 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) CMV LASERVISION

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Il pianeta errante; Italien 1966

Genre: Science Fiction, Klassiker

Ton: Deutsch DD 2.0 (Mono)

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1920 x 1080p)

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Deutscher Kinotrailer, Bildergalerie, Trailershow

Release-Termin: Erstauflage CMV: 13.02.2015 | Zweitauflage NEW VISION FILM: 05.02.2016

 

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ORION 3000 – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei CMV LASERVISION | NEW VISION FILM

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Raumschiff Alpha (1965)
 
Tödliche Nebel (1966)
 
Dämonen aus dem All (1967)
 
Planet der Vampire (1965)
 
Die Bestie aus dem Weltall (1957)
 
Raumschiff Enterprise (1966)
 

Filmkritik: „The Hive“ (2015)

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THE HIVE

Story

 
 
 
Von einem Jungen, der versucht sein Gedächtnis zurückzugewinnen. In einem Sommercamp ist der Supergau ausgebrochen. Campaufseher Adam hat Probleme zu rekonstruieren, was vorgefallen ist, denn er kann sich an nichts erinnern. Auf der Suche nach der eigenen Identität kommt er einem geheimnisvollen Virus auf die Schliche, der sich den Hirnen seiner Wirte bemächtigt hat.
 
 
 


 
 
 

THE HIVE – Kritik

 
 
 
EVIL DEAD trifft auf CABIN FEVER und MOMENTO. So zumindest lässt sich am besten beschreiben, was der Zuschauer vom neusten der mittlerweile unzähligen Viren-Schocker zu erwarten hat. Der ist mal wieder auf dem Mist eines ambitionierten Newcomers gewachsen ist, der den Sprung ins Horrorfach wittert. DAVID YAROVESKY nennt sich der Filmemacher, der dem Horrorgenre mit THE HIVE zwar Abwechslung bescheren möchte, aber nicht die Finger von postapokalyptischen Weltuntergangsszenarien lassen kann. Die sind vor allem im Zombiefilmen Programm, weil es aggressiven Killerviren immer wieder gelingt, die furchtlose Menschheit in die Knie zu zwingen. Ganz ähnlich macht’s auch THE HIVE. Hier wird ein Virus auf Menschen losgelassen, der sich in rasender Geschwindigkeit über den Erdball verbreitet und die Hirne seiner ahnungslosen Wirte manipuliert und miteinander verbindet. Das klingt vermutlich absolut schräg, verhilft dem Film über den Durchschnitt. Demzufolge geht Lob an den noch unbekannten Regisseur, der trotz kleinem Budget und bekannter Virusthematik doch mehr zu erzählen hat, als manch andere Viren- und Zombieheuler der letzten Jahre.
 
 
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Wenn ein künstlich kreierter Virus EVIL DEAD-Fans aufhorchen lässt: Macher DAVID YAROVESKY kopiert viel Grauen, was auch schon im Remake zum Splatter-Klassiker aus der Mache von SAM RAIMI funktioniert hat. So wird der Zuschauer in eine keimige Hütte entführt, in der sich infizierte Protagonisten eklig geschminkt vor den Angriffen ihrer Freunde in Acht nehmen müssen. Die verwandeln sich nach und nach in aggressive und dämonisch geifernde Furien, denen schwarzer Speichel aus den Mündern tropft. Keine Angst – zum ultrabrutalen Showdown kommt es hier jedoch nicht. Yarovesky will nicht splattern und unnötig Gewalt zelebrieren. Stattdessen entwickelt er eine Vorliebe für morbide Stimmung und intelligente Detektivarbeit, schließlich liegt der eigentlich Reiz von THE HIVE in der Art, wie der Film mit geschicktem Erzählstil den Virusausbruch in einem Sommercamp rekonstruieren möchte. So wird Spannung durch ungewohnte Erzählmechanismen aufgebaut, denn THE HIVE ist kein chronologisch erzählter Horrorfilm. Der Film wechselt permanent zwischen Zeitebenen und macht das ziemlich gut. So sieht sich Held Adam (GABRIEL BASSO) zu Beginn mit vielen Problemen konfrontiert, die anfänglich keinen Sinn ergeben wollen. Dessen Erinnerungen sind verschwommen und Leichen liegen zu seinen Füßen. Seine Aufgabe ist es zu analysieren, was geschehen ist. Mittels Visionen, Flashback und Rückblenden werden Fragen geklärt, so dass Stück für Stück entschlüsselt wird, welch Drama sich in der Hütte abgespielt hat.
 
 
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DAVID YAROVESKY legt ein bemerkenswertes Gespür für Körper-Horror an den Tag. Neben der unkonventionellen Art des Erzählens überzeugt der Neuling mit beachtlichen Make-up-Effekten, die in ihrer soliden Umsetzung reichlich verstörend wirken. So bekommt der Zuschauer diverse Stadien einer ominösen Krankheit zu sehen, die Menschen in willenlose Sklaven des Bösen umfunktionieren. Leider bleibt es bei schrecklich geschminkten Gesichtern und Körperteilen, denn blutiges Gemetzel bleibt aus. Das hat der Film auch gar nicht nötig, denn dank neuer Impulse, gelingt es Yarovesky dem mittlerweile totgefilmten Zombie- und Virusgenre so etwas wie frischen Wind einzuverleiben. Seine eigensinnige Interpretation dieser Art von Filmen lässt viele der semiprofessionellen B-Movies der letzten Jahre vergessen, schließlich schafft THE HIVE das Kunststück, dass er nahezu bis zum Ende undurchsichtig und deshalb richtig spannend bleibt. Da verzeiht man dem Streifen gern, dass er auf der Zielgerade dann doch etwas den Durchblick verliert und unter wirrer Inszenierung zu leiden hat. Aufmerksame Horrorliebhaber dürfte das jedoch kaum stören, schließlich dürften die darüber erfreut sein, endlich mal wieder im Genre geistig gefordert zu werden. Der etwas andere Erzählstil macht’s möglich.
 
 
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THE HIVE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
EVIL DEAD trifft auf CABIN FEVER und MOMENTO. Einmal mehr werden in einem Horrorfilm die Gefahren wissenschaftlicher Forschung und der gesellschaftlicher Zusammenbruch durch eine Virusplage in den Mittelpunkt gerückt. Viele alteingesessene Horrorfans dürften da schon zu gähnen beginnen. THE HIVE macht jedoch einiges anders, denn der Film geht andere Wege, als die meisten postapokalyptischen Zombie-Machwerke der letzten Jahre. Wie THE HIVE den Ausbruch einer seltsamen Krankheit an den Zuschauer bringen will, überzeugt. Hierfür nutzt Macher einen unkonventionellen Erzählstil, der in seiner Art ein wenig an den Mystery-Thriller MOMEMTO erinnert. Dort sorgte eine verdrehte und dennoch erfischende Erzählweise für reichlich Verwirrung und machte den Ausnahmethriller gerade deshalb zum Geheimtipp für Cineasten. THE HIVE ist ähnlich gestrickt, dürfte jedoch aufgrund Ekel-Make-ups dann doch mehr unter Horrorfilmjüngern Zuspruch ernten. Trotz wenig Geld: Kein übler Indie-Schocker
 
 


 
 
 

THE HIVE – Zensur

 
 
 
Wer glaubt, dass aufgrund des finsteren Trailers EVIL DEAD-artige Gewaltexzesse zelebriert werden, dürfte schnell enttäuscht werden. Auch wenn die Protagonisten von einer mysteriösen Krankheit infiziert werden – im Film selbst fließt kaum Blut. Der Film lebt von seiner undurchsichtigen Handlung und der zermürbenden Atmosphäre, die dank ekliger Make-up-Effekte zusätzlich verstärkt wird. Hierzulande dürfte THE HIVE problemlos eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten.
 
 


 
 
 

THE HIVE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Evil Dead (2013)
 
Contracted: Phase II (2015)
 
Dead Within (2014)
 

Filmkritik: „Harbinger Down“ (2015)

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HARBINGER DOWN

Story

 
 
 
Einige Studenten wollen die Auswirkung der globalen Erwärmung auf Orca-Wale in der Beringsee erforschen und kommen nach der Bergung eines Eisblocks mit einer tödlichen Bedrohung in Berührung
 
 
 


 
 
 

HARBINGER DOWN – Kritik

 
 
 
Rache kann, so sagt man, süß sein, vor allem dann, wenn große Studiobosse im Affekt entscheiden und handgemachte Effektarbeit durch die aus dem Computer ersetzen. So ähnlich erging es dem F/X-Künstler ALEC GILLIS. Dem Gründer des Spezialeffektunternehmens ADI (IM LAND DER RAKETENWÜRMER, STARSHIP TROOPERS, ALIEN VS. PREDATOR) wäre im Jahr 2011 beinahe ein großer Traum in Erfüllung gegangen. Sein Talent war gefragt und er wurde von den UNIVERSAL STUDIOS damit beauftragt, die Monster-Metamorphosen im THE THING-Remake beizusteuern. Gillis investierte viel Herzblut in die Erstellung handgemachter Puppeneffekte und war dann umso enttäuschter, als er das Resultat zu sehen bekam. Nur wenige seiner Monsterkreationen waren in der teuren Neuverfilmung zu sehen. Stattdessen wurden sie in der Post-Production durch Computereffekte ersetzt, um der neuen Generation von Horrorfans keine Illusionen zu nehmen. Nachdem das Remake in den Kinos anlief und Filmfans kaum welche der versprochenen Effekte der ADI STUDIOS zu sehen bekamen, stellte Gillis einige Filmschnipsel seiner Arbeiten am Remake auf Youtube und erhielt überwiegend positive Resonanz. So entstand die Idee einen eigenen Film im Stile von THE THING auf die Beine zu stellen – ganz ohne digitale Spielereien, künstlichen CGI und Launen kommerzorientierter Major-Studios. Die Idee zu HARBINGER DOWN war geboren, dessen Finanzierung durch Crowdfunding auf der Plattform KICKSTARTER ermöglicht wurde. Ganz nebenbei gelang Gillis mit der Kampagne ein neuer Rekord: mit großzügigen 384.181 Dollar war HARBINGER DOWN der bis dato erfolgreichste Horror/Sci-Fi-Aufruf für den begeisterte Genre-Fans auf KICKSTARTER Geld spendeten, so dass ALEC GILLIS genug Kapital zur Verfügung stand, um seiner unbändigen Kreativität freien Lauf lassen zu können.
 
 
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HARBINGER DOWN handelt von Sadie (gespielt von CAMILLE BALSAMO), die zu einem Team von Studenten gehört, die in der Antarktis die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf Orcas untersuchen möchte. Unter dem Kommando des Schiffskapitän Graff (LANCE HENRIKSEN) stößt man mit dessen Krabben-Kutter namens Harbinger auf ein seltsames Objekt im Eis, das geborgen und aufgetaut wird. In einer verkrusteten Kapsel entdeckt man die Überreste eines sowjetischen Astronauten, der Jahrzehnte zuvor nach einer Monderkundung abgestützt und im ewigen Eis gestrandet war. Doch der Leichnam ist nicht die einzige Entdeckung. Mit an Bord wurde ein mutierter Organismus geborgen, der seinen Aggregatzustand von fest zu flüssig und von flüssig zu fest verändern kann. Kein gutes Omen für die Besatzung, die nacheinander von der tödlichen Bedrohung infiziert wird und erkennen muss, dass das Grauen nicht außerirdischen Ursprungs ist, sondern von Menschenhand gemacht wurde.
 
 
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Viele Effekte für kleines Geld. Mit seinem Kinodebüt tut es Gillis dem legendären Altmeister JOHN CARPENTER gleich. Mit schmalem Budget wird dank detailverliebten Monstereffekte maximales Grauen heraufbeschworen, das gerade wegen der handgemachten Metamorphosen an Filme aus einer längst vergessenen Ära erinnert. HARBINGER DOWN ist ein Monsterfilm der alten Schule, der atmosphärisch unverkennbare Parallelen zu DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT ausweist. Das bedeutet, dass sich die Protagonisten durch eine frostige, klaustrophobische Kulisse durcharbeiten müssen und sich mit ekligen Verwandlungen konfrontiert sehen. Ganz ähnlich hat das übrigens vor einiger Zeit auch der Österreicher MARVIN KREN versucht. Mit seinem BLUGLETSCHER (2013) verbeugte er sich ehrfürchtig vor Carpenters Arktis-Horror THE THING und erntete auf einschlägigen Festivals viel Lob. Demzufolge dürften sich auch bei HARBINGER DOWN Fans der THE THING-Verfilmung aus den 80ern sofort heimisch fühlen, denn auch dieser Streifen orientiert sich in seiner Machart an all die Creature-Movies der 80er in denen Helden den Kampf gegen schleimigen Wesen aus fremden Gefilden aufnehmen mussten.
 
 
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Leider hat die charmante Hommage an handgemachten Sci-Fi-Horror der 80er auch so ihre Schwächen, denn zu oft wird deutlich, dass Macher ALEC GILLIS nun mal Effekt-Profi und kein Regisseur oder gar Geschichtenerzähler ist. Ach wenn er für seinen Erstling B-Film-Schauspiellegende LANCE HENRIKSEN (u.a. HOLLOWS GROVE, ALIENS, IT’S IN THE BLOOD, PUMPKINHEAD oder GINGERCLOWN) gewinnen konnte, hat sein erster abendfüllender Spielfilm unter ziemlich haarsträubenden Plot-Verläufen und einem sehr trivialen Drehbuch zu leiden. Das hat Gillis selbst geschrieben und es glänzt nicht gerade mit Einfallsreichtum. Die Dialoge sind schwach, der Handlungsverlauf vorhersehbar und die Protagonisten bringen das Publikum zu Verzweiflung, weil sie nicht nach logischem Menschenverstand handeln wollen. Zudem hat HARBINGER DOWN so seine Probleme mit Spannung und Charakterausarbeitung. Letztere sind zwar da und müssen sterben – dem Zuschauer wird es nicht ermöglicht, überhaupt zu einer der Figuren eine Bindung aufzubauen. So ist HARBINGER DOWN zwar ein nettes Werbevideo für das kreative Effekt-Können von ALEC GILLIS; Geschichte und Charaktere sind jedoch so flach, wie der Pegel von Flüssen an trockenen Sommertagen.
 
 
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HARBINGER DOWN – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ekliger und atmosphärisch dichter Indie-Horror der Machart von THE THING und ALIEN. Die Voraussetzungen hätten nicht besser sein können: HARBINGER DOWN ist ein düsterer Monster-Schocker der alten Schule, der gerade wegen der handgemachte Effekte an die vielen Monster- und Alien-Ekelorgien der 1980er erinnert. Hier kämpfen sich verzweifelte Protagonisten durch eine eisige Welt voller Gefahren. Vergleiche zu Carpenters THE THING sind nicht zufällig, denn Macher ALEC GILLIS war bereits beim THE THING-Remake aus dem Jahre 2011 involviert und hat mit seinem Spielfilmdebüt quasi eine eigene Version von DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT auf Zelluloid gebracht. Leider ist Gillis hauptberuflich F/X-Künstler und kein Regisseur oder Geschichtenerzähler. Die Tatsache bekommt auch HARBINGER DOWN zu spüren, der zwar für mageres Geld gute Effekte zeigt, aber unterm Strich doch mehr Werbevideo für die Arbeiten des Spezialeffekte-Meisters ALEC GILLIS ist, statt packend inszeniertes Monster-Feature. So sind die Tricks im Film der eigentliche Star. Der übrige Cast geht im Zuge des schwach geschriebenen Drehbuchs und dessen Ungereimtheiten komplett unter. Das ist bitter!
 
 


 
 
 

HARBINGER DOWN – Zensur

 
 
 
Wer Carpenters DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT und das THE THING-Remake aus dem Jahre 2011 gesehen hat, dürfte in etwa einschätzen können, was in Sachen Gewalt auf ihn zukommen wird. HARBINGER DOWN orientiert sich auch beim Gewaltpegel an genannte Werke. Das bedeutet: statt plakativer Gewalt liegen eher eklige Monsterverwandlungen im Fokus. Diese sind vorhanden und haben HARBINGER DOWN hinzulande das blaue FSK-Zeichen beschert. Der Film hat ungeschnittenen eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

HARBINGER DOWN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Harbinger Down; USA 2015

Genre: Horror, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 2.40:1 (1920 x 1080p)

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 29.01.2016

 

Harbinger Down – Das Grauen lauert im Eis [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

HARBINGER DOWN – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen und Szenenbilder liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Blutgletscher (2013)
 
The Thing (2011)
 
Das Ding aus einer anderen Welt (1982)
 
Der Blob (1988)
 
Pandorum (2009)
 
Virus – Schiff ohne Wiederkehr (1999)
 

Filmkritik: „Time Lapse“ (2014)

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TIME LAPSE

Story

 
 
 
Eine mysteriöse Kamera sagt drei Mittzwanzigern die Zukunft voraus. Doch die wundersame Gerätschaft stellt die Freundschaft auf die Probe, weil sie die wahren Gesichter der Freunde zum Vorschein bringt.

 
 
 


 
 
 

TIME LAPSE – Kritik

 
 
 
Geübte Filmfans wissen, dass das Manipulieren von Zeitlinien vor allen in Horror- und Mysteryfilmen nur selten ein gutes Ende nimmt. Bereits im Zeitreise-Thriller BUTTERFLY EFFECT (2004) richtete das Verändern von Zeitebenen ein heilloses Durcheinander an. Aber auch in THE CALLER (2011) oder FREQUENCY (2000) wurde der Zuschauer ziemlich eindringlich davor gewarnt, besser nicht mit Anrufern oder Hobbyfunkern aus einer früheren Zeit Kontakt aufzunehmen, um nachträglich Vergangenheit oder Zukunft beeinflussen zu können. TIME LAPSE macht da keine Ausnahme und ist ein weiterer in einer langen Reihe lehrhafter Mystery-Grusler, die den Filmfreund darauf hinweisen möchten, dass man das eigene Schicksale besser so hinnehmen sollte, wie es der liebe Gott vorbestimmt hat. Der bis dato unbekannte BRADLEY KING steckt hinter dem Zeitsprung-Thriller und liefert – wie so viele Nachwuchsregisseure in letzter Zeit auch – sein Regiedebüt ab, das scheinbar so gut beim Organisatoren-Team des alljährlichen Fantasy Filmfestes angekommen ist, dass er sogar 2014 ins Programm des beliebten deutschen Genre-Festivals aufgenommen wurde.
 
In TIME LAPSE finden Maler Finn, seiner Freundin Callie (aus GIRLS AGAINST BOYS) und Mitbewohner Jasper in der Wohnung ihres vermissten Nachbars eine seltsame Maschine, für deren mysteriöse Funktionen sie anfänglich keine Erklärung finden. Ein riesiges Objektiv ist auf das Wohnzimmerfenster der drei WG-Bewohner gerichtet und projiziert jeden Tag einen geheimnisvollen Schnappschuss auf Fotopapier, der den Freunden verrät, was exakt 24 Stunden später dort stattfinden wird. Für die drei eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten. So nutzt Finn die Voraussagungen, um nach einer Schaffenskrise erneut kreative Kunstwerke malen zu können. Jasper dagegen macht mit den magischen Eigenschaften das große Geld und verdient sich mit Wettspielen ein goldenes Näschen. Doch Habgier und Eifersucht treibt einen Keil zwischen die Freundschaft und macht aus Freunden schnell Feinde.
 
TIME LAPSE ist weder Fisch noch Fleisch. Einerseits gelingt Regisseur BRADLEY KING das Kunststück, sein Debüt trotz beschränktem Handlungsspielort spannend zu verpacken und so den Zuschauer bei Laune zu halten. Andererseits hat der Mystery-Thriller Probleme mit Glaubwürdigkeit und Logik, was vor allem Erbsenzähler wahnsinnig machen dürfte, denen hier unzählige Plotungereimtheiten sprichwörtlich auf dem Silbertablett serviert werden. So finden die drei Filmhelden in einer Abstellkammer die modrigen Überreste des früheren Besitzers jenes Fotoapparates, der den Freunden später die Zukunft voraussagen wird. Statt Hilfe herbeizurufen oder die Leiche der Polizei zu übergeben, verriegeln die drei Protagonisten lieber wieder die Tür der Kammer und überlassen den leblosen Körper den Würmern, damit man sich in Ruhe mit den magischen Eigenschaften der wundersamen Zeitmaschine auseinandersetzen kann. Leider sind die WG-Freunde keineswegs darum bestrebt, das Geheimnis der ominösen Gerätschaft ergründen zu wollen, sondern versuchen ausschließlich eigenen Vorteil aus den sonderbaren Funktionen der Maschine zu schlagen. Als schließlich doch noch eine ältere Dame unerwartet an der Haustür klopft und von weiteren Fähigkeiten des eigenartigen Fotoapparates berichten möchte, wird eine Waffe gezückt und ohne Vorwarnung auf die Unwissende geschossen.
 
Kein kluger Schachzug, was aber in TIME LAPSE nichts Ungewöhnliches ist, wird der Zuschauer hier nicht nur einmal Zeuge unerklärlicher Handlungsbeweggründe, die normal denkenden Filmliebhabern partout nicht einleuchten wollen. Die stereotypen Figuren handeln nicht nach logischem Menschenverstand. Viele ihrer Entscheidungen verursachen Unverständnis, wirken konstruiert und nicht nachvollziehbar. Hinzukommt, dass sich das von BRADLEY KING mitgepinselte Drehbuch viel zu oft an den Konventionen des modernen Genre-Kinos orientiert, wo Mord- und Totschlag eine wesentliche Rolle spielen und ein reißerisches Finale mit Überraschungstwist nicht fehlen darf. Die Vorhersehbarkeit schmälert den Filmgenuss, weil dem Zuschauer ziemlich schnell klargemacht wird, vorauf die Geschehnisse des Film hinauslaufen sollen. Etwas weniger Konventionalität hätte daher gut getan, weil TIME LAPSE gerade wegen seiner immerhin unverbrauchten Idee genügend Unterhaltungswert und makabre Einfälle verspricht, damit der Genre-Fan bis zum Abspann geduldig vor der Glotze sitzen bleibt.
 
Dass der Film trotz vieler Defizite besser ist, als manch andere Debüt-Gurke liegt vor allem an den guten Schauspielern, die hier hervorragende Arbeit abliefern – auch wenn ihnen das Drehbuch nicht sonderlich viel abverlangt und die Charakterentwicklung nach bekanntem Schema verläuft. Kurzum: TIME LAPSE hatte reichlich Potenzial, das letztendlich nur bedingt ausgeschöpft wurde, weil man etwas zu halbherzig an der Geschichte gefeilt hat. Für einen verregneten Sonntagnachmittag reicht es dennoch allemal.
 
 
 


 
 
 

TIME LAPSE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Spannender Mystery-Horror mit Überraschungseffekt. Das Filmdebüt von BRADLEY KING hätte ein richtig guter Sci-Fi-Streifen werden können, wäre der Film nicht zugemüllt mit dutzenden Ungereimtheiten, über die sich der Zuschauer am Ende den Kopf zerbrechen dürfte. Sicher ist die Zeitsprung-Geschichte von einem überdimensionalen Fotoapparat, der die Zukunft voraussagt nicht uninteressant. Trotzdem hinterlässt TIME LAPSE einen faden Nachgeschmack, weil die Protagonisten des Films so dämlich handeln, dass gesunder Menschenstand allein nicht ausreicht, um nachvollziehen zu können, warum sich die drei Helden so verhalten, wie sie sich verhalten. Auch wenn sich TIME LAPSE trotz Indie-Status ziemlich streng am konventionellen Horror-Kino orientiert und früh klar wird, wie der Mystery-Thriller ausgehen wird, verspricht TIME LAPSE vermutlich gerade deswegen knapp 90 Minuten solide Horror-Unterhaltung – mehr aber auch nicht.
 
 
 


 
 
 

TIME LAPSE – Zensur

 
 
 
Bis auf einige Schusswunden, sowie Stichen und Schläge mit Haushaltsgegenständen gibt es in TIME LAPSE nichts zu sehen, was für Fans härterer Filme an Interesse wäre. Zwar fließt Blut, aber der Gewaltgehalt hält sich in Grenzen. Demzufolge kommt TIME LAPSE mit FSK16 in die Händlerregale.
 
 
 


 
 
 

TIME LAPSE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Triangle (2012)

Coherence (2013)

Timecrimes – Mord ist nur eine Frage der Zeit (2007)

Butterfly Effect (2004)

Mine Games (2012)

Frequenzy (2000)

Filmreview: „The Last Days“ (2013)

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THE LAST DAYS

Story

 
 
 
In Barcelona ist das „The Panic“-Syndrom ausgebrochen. Eine Panikerkrankung, die durch die Asche eines Vulkans hervorgerufen wird und zum Tod führt, wenn man sich im Freien bewegt. Marc (Quim Gutiérrez) versucht sich einen Weg durch den Untergrund der Stadt zu bahnen, um seine schwangere Freundin Julia (Marta Etura) wiederzufinden …
 
 
 


 
 
 

THE LAST DAYS – Kritik

 
 
 
Spanien ist seit einigen Jahren immer wieder für eine Überraschung gut und entwickelt sich nach der erfolgreichen Terrorwelle aus Frankreich zum neuen Mekka eines selbstbewussten, europäischen Horrorfilms. Ob Found-Footage (APARTMENT 143), Kannibalen-Schocker (OMNíVOROS) oder subtiles Schauermärchen (DAS WAISENHAUS) – was neuerdings aus Spanien kommt, steht für Qualität und lehrt uns das Fürchten. Das hat auch Hollywood begriffen und kopiert fleißig, was im Land des Stierkampfs an den Kinokassen erfolgreich war (u.a. [REC]). Der neuste Clou aus Spanien heißt LOS ÚLTIMOS DÍAS und wurde für den internationalen Filmmarkt kurz und bündig in THE LAST DAYS umbenannt, was nicht ohne Grund an apokalyptische Szenarien gemahnt. Die spanischen Brüder DAVID und ÀLEX PASTOR stecken hinter dem Endzeitdrama und haben sich mit der Problematik bereits 2009 in CARRIERS beschäftigt. Dort standen einige Kids im Mittelpunkt der Geschehnisse, die während einer Pandemie ums nackte Überleben kämpfen mussten. Der, für den internationalen Markt produzierte Überlebens-Thriller war zwar handwerklich durchweg solide anzuschauen, kam aber bei vielen Kritikern und Filmfans nicht so gut weg, so dass man sich dann doch lieber wieder dazu entschloss, mit kleinem Budget in eigener Landessprache zu drehen. THE LAST DAYS ist der erste spanische Langfilm der Geschwister und handelt kurioserweise wieder vom Weltuntergang. Diesmal sind es weder Viren, Aliens oder Atomkriege, die für das Massensterben verantwortlich gemacht werden, sondern schlicht und einfach Mutter Natur, die aus unerklärlichen Gründen die Menschheit in die Knie zwingt.
 
Auf der gesamten Welt herrscht der Ausnahmezustand. Auch Barcelona ist von der Außenwelt abgeschnitten, die Wasserversorgung wurde gekappt und Elektrizität gibt es nicht. Grund hierfür ist ein Vulkanausbruch, dessen Asche bei den Menschen eine Art Panik auslöst und zum Tod führt, wenn sie ins Freie müssen. Fortan trauen sich die Bewohner nicht mehr auf die Straße und bewegen sich stattdessen in den Abwässerkanälen und U-Bahnschächten der Stadt zum gewünschten Ziel. Auch Programmierer Marc Delgado (QUIM GUETIÉRREZ) sitzt seit einer Ewigkeit auf der Arbeit fest und hat schon seit Wochen Freundin Julia (MARTA ETURA) nicht mehr gesehen. Die erwartet ein Kind von ihm und hat sich kurz vor dem Vorfall mit dem Liebsten gestritten. Als Marc davon Wind bekommt, dass sein Vorgesetzter ein Navigationssystem in seinem Rucksack versteckt hält, beschließen beide sich mittels GPRS-Ortungssystem einen Weg durch den Untergrund Barcelonas zu bahnen. Doch tief unter der Stadt herrscht das Recht des Stärkeren. Hier wartet eine Welt voller Chaos und Gefahren, was die Suche nach den Familienangehörigen erheblich erschwert.
 
Es muss nicht immer der Zombievirus sein, der nach einer vom Mensch verursachten Umweltkatastrophe die halbe Menschheit dezimiert. Warum soll nicht einfach mal Mutter Natur gnadenlos zuschlagen, um der vermeintlich überlegenen Menschheit ihre Macht zu demonstrieren. In THE LAST DAYS werden keine Hintergründe beleuchtet. Über die Suche nach Antworten und den Ursachen der Katastrophe wird in diesem Streifen keine Zeit verschwendet. Stattdessen konzentriert sich das Regieduo ausschließlich auf seine Protagonisten, die in derart schwierigen Zeiten immer noch soviel Solidarität beweisen, um ihr gemeinsames Ziel sicher erreichen zu können. Aus Gegnern werden kurzerhand Verbündete und der von Stress geplagte Marc kooperiert gemeinsam mit seinem erfolgsorientierten Chef Enrique (JOSÉ CORONADO), der seinen Angestellten zuvor noch mit ausreichend Überstunden unter Druck gesetzt hat. Auf ihrer Reise bewegen sie sich durch verlassene Einkaufscenter und verwüstete Kirchen, kämpfen mit Bären und stoßen auf Überlebende, die aus Hunger heraus sogar zu Mördern werden. Für rund fünf Millionen Euro Produktionskosten hat man bei THE LAST DAYS erheblich oft in die Trickkiste gegriffen, um eine stetige Untergangsstimmung bewirken zu können. Die diversen Computereffekte machen dabei einen hervorragenden Eindruck, so dass das was man dann letztendlich an Endzeitfeeling auf der Leinwand präsentiert bekommt, sich freilich nicht vor den üblichen Verdächtigen aus Hollywood verstecken braucht. Es wird vorwiegend mit erdig-düsteren Farbtönen gearbeitet, die sich durch das verfallene und scheinbar Menschen leere Barcelona fressen. Das dreckig-farblose Setting unterstreicht das postapokalyptische Szenario perfekt und lässt sogar hin und wieder subtiles Gruselfeeling aufkommen. Dennoch handelt es sich bei THE LAST DAYS um keinen Vertreter innerhalb des Horrorgenres. Das macht sich auch beim Gewaltpegel bemerkbar. Auf blutgeiles Massengemetzel wird fast gänzlich verzichtet, was ja in Zeiten der Virus infizierten Zombies schon nahezu unmöglich scheint. Kommt dann doch einmal Gewalt ins Spiel, ist sie weniger expliziter Natur, sondern resultiert einzig aus Verzweiflung vor dem Hungertod heraus.
 
THE LAST DAYS entpuppt sich unterm Strich als dramenlastiger Überlebens-Thriller, der den Zuschauer rund 100 Minuten packend unterhält und bis auf wenige Momente ganz auf Action und Gewaltexzesse verzichtet. Das Schicksal von Protagonist Marc wird im Verlauf des Films in mehreren Rückblenden geschildert, was dem Charakter mehr Menschlichkeit verleiht. Damit auch die weiblichen Zuschauer am Ende ruhigen Gewissens das Kino verlassen können, orientiert sich das Finale an den gängigen Kitsch-Klischees der amerikanischen Traumfabrik. Wenn sich in den letzten Sekunden das Pärchen verliebt in die Arme schließt, sich saftiges Grün hoffnungsvoll durch Berge tumber Betonklötzer frisst und die Natur den Neuanfang der Spezies einläutet, bleibt kein Auge trocken. Das wirkt zwar im Vergleich zum Rest des Films etwas arg dick aufgetragen; das zuckersüße Happy End dürfte aber den mainstreamverwöhnten Filmfan nicht weiter stören, auch wenn bei derart disneyesken Bildern eine unfreiwillige Komik nicht von der Hand zu weisen ist.
 
 
 


 
 
 

THE LAST DAYS – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ist Spanien das neue Mekka des phantastischen Films? Wenn man die diversen inländischen Genreproduktionen der letzten Zeit näher betrachtet, könnte man meinen, dass das Land am Mittelmeer dem erfolgsverwöhnten Hollywood die Stirn bieten möchte. Im direkten Vergleich zum sonst so schachsinnigen Mainstream-Schund aus Übersee schneidet THE LAST DAYS gar nicht mal so übel ab. Nach dem eher durchschnittlichen CARRIERS beweisen die PASTOR-Brüder, dass man bedeutend frischere und sehenswerte Filme machen kann, wenn man sich nicht zwingend an den Vorgaben geldgeiler US-Produzenten orientieren muss. THE LAST DAYS ist ein packender Überlebens-Thriller mit sympathischen Helden und spannender Inszenierung. Da schaut man am Ende doch etwas verdutzt aus der Wäsche, dass das sogar alles ohne großartiges Blutvergießen gelingt. Wozu braucht man EMMERICH, BAY und Co., wenn man doch weiß, dass es auch spanische Filmemacher drauf haben? Gut gemacht, mehr davon!
 
 
 


 
 
 

THE LAST DAYS – Zensur

 
 
 
THE LAST DAYS verzichtet fast gänzlich auf Gewalt, so dass der Streifen hierzulande ungeschnitten ab 12 Jahren in den deutschen Handel gekommen ist.
 
 
 


 
 
 

THE LAST DAYS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Capelight Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Los Últimos días; Spanien 2013

Genre: Abenteuer, Science Fiction, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Spanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 102 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Making of, Entfallene Szenen, Virale Clips, Kinotrailer

Release-Termin: 02.05.2014

 
 
 

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THE LAST DAYS – Trailer

 
 
 


 
 

Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
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Filmreview: „The Last Days on Mars“ (2013)

THE LAST DAYS ON MARS 2013
 
 
 

THE LAST DAYS ON MARS

Story

 
 
 
Noch 18 Stunden, bis acht Mars-Forscher die Heimreise zur Erde antreten. Doch eine außerirdische Lebensform macht den strebsamen Wissenschaftlern gehörig einen Strich durch die Rechnung. Als einer der Kollegen in ein Sandloch fällt, infiziert er sich mit einem mysteriösen Bakterium, das ihn in kürzester Zeit zu einer Bedrohung für die Anderen werden lässt …
 
 
 


 
 
 

THE LAST DAYS ON MARS – Kritik

 
 
 
In der heutigen Zeit sind die wandelnden Toten überall. Sie haben in der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart ganze Landstriche entvölkert, im Meer mit Haifischen gerungen (WOODOO – SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES) und sich durch ganze Metropolen gefressen (28 DAYS LATER). Der Zombie wurde zivilisiert (FIDO) und hat getanzt (DANCE OF THE DEAD); er lernte sprechen und verliebte sich sogar (WARM BODIES). Seit 1910 werden die nach Menschenfleisch lechzenden Kreaturen im Film porträtiert und bisher in verschiedenen Interpretationen dargestellt. Ob schwarz, weiß, gelb oder rot – der Zombievirus macht vor keiner Nationalität halt und gehört mittlerweile zum Horrorfilm, wie das Amen in die Kirche. Umso verwunderlicher, dass die Ideenvielfalt der Filmemacher auch 100 Jahre nach einem der ersten Zombieauftritte in FRANKENSTEIN (1910) keine Grenzen kennt – auch wenn man oftmals an der Zurechnungsfähigkeit der Köpfe hinter diesen Streifen zweifelt. Weil seit der erfolgreichen TV-Serie THE WALKING DEAD der Zombiefilm mal wieder einen Popularitätsschub erhalten hat und der Videomarkt mit unzähligen unterbelichteten Streifen dieser Art überschwemmt wird, haben viele Horrorfans die Lust an den Zombies verloren. Das Thema der stumpfsinnigen Furie, die nach ihrem Tod nur noch durch die Gegend geistert, um den Menschen nach dem Leben zu trachten wurde in den letzten Jahren einfach bis zum Erbrechen wiederholt, so dass man hinter diesen Schockern kaum noch spannende Genreunterhaltung findet. Für Regisseur RUAIRI ROBINSON Grund genug, mit diesen Vorurteilen aufzuräumen. Der Filmneuling verlagert sein Untoten-Werk einfach von der Erde auf den Mars, was für viele Zuschauer etwas ungewöhnlich anmuten dürfte, fragt man sich direkt, wie denn so ein strohdummer Zombie auf den Mars kommt.
 
Die Antwort ist plausibler als erwartet, denn die Helden des vorliegenden THE LAST DAYS ON MARS finden kurzum heraus, dass der Mars nicht nur trockenes Wüstenland beherbergt, sondern neben Sandstürmen und eisigen Nächten auch Leben versteckt. Das verbirgt sich im Planeteninneren in Form bösartiger Killerbakterien, die sich der Körper der Marsforscher bemächtigen und die nichts ahnenden Wissenschaftlern in höchst aggressive Zeitgenossen verwandelt. Die haben natürlich nichts anderes im Sinn, als den Übrigen auf den Leib und dem Zuschauer auf die Nerven zu gehen, denn wirklich klug oder wenigstens bedacht handelt in diesem Film keiner. Schnell sind die ersten Protagonisten infiziert und rasen wie von Sinnen durch die Forschungsstation. Das höchst resistente Bakterium wird durch offene Wunden übertragen und frisst sich von einem Wirtskörper zum nächsten. Vor lauter Aufregung scheinen nicht nur die noch Lebenden die Orientierung in THE LAST DAYS ON MARS verloren zu haben. Auch Kameramann ROBBIE RYAN und die Autoren SYDNEY J. BOUNDS und CLIVE DAWSON haben so ihre Problemchen mit der Thematik dieses Horrortrips. Erster war beim Drehen des Streifens etwas zu eifrig bei der Sache, so dass sein Arbeitsutensil in den hektischen Momenten etwas außer Kontrolle gerät. Die Kamera wackelt derart stark, dass man sich als Zuschauer kaum noch im Geschehen zurechtfinden kann und nach der Sichtung zur Aspirin greifen muss, weil einem bei derartiger Zappelmotorik schwindelig geworden ist. Aber auch die Drehbuchautoren scheinen die Geschichte in der Hektik des Gefechts etwas aus den Augen verloren zu haben. Während sich THE LAST DAYS ON MARS anfänglich noch als unheimlicher Sci-Fi-Spuk präsentiert, geht es ab Filmmitte mal wieder nach bekanntem Schema zugange. Die Wissenschaftler infizieren sich nacheinander mit der mysteriösen Lebensform und sind ohnehin auch nicht wirklich daran interessiert, überleben zu wollen. Sie stolpern unglaublich unvorsichtig durch die Szenarie und handeln mal wieder so, wie kaum ein normal denkender Mensch agieren würde, schließlich soll ja jeder Anwesende am Ende als hirnloser Zombie auf dem Nachbarplaneten wandeln. Statt die verwandelten Kollegen auszuradieren, anzuzünden oder möglichst handlungsunfähig zu machen, wird gerannt und geschrieen – und das nicht wenig. So ist fast die Hälfte der mageren Handlung eine wilde Verfolgungshatz zwischen Zombies und Wissenschaftlern, die von einer Forschungsstation zu nächsten flitzen, zum Mondfahrzeug laufen, um anschließend wieder zur ersten Einrichtung zu hetzen.
 
Der britische THE LAST DAYS ON MARS ist mal wieder so ein bescheidener Versuch, Science Fiction- und Horrorfilmfans gleichermaßen ansprechen und zufriedenstellen zu wollen. Die Mischung aus Zombie- und Weltraumfilm besitzt zwar eine erfrischende und durchaus grausige Kulisse, dürfte aber bei beiden Parteien kaum Zuspruch finden. Für einen Zombiefilm ist THE LAST DAYS ON MARS zudem zu unblutig geraten. Sci-Fi-Zuschauer werden mit trister Mondlandschaft und futuristischem Laborsetting abgespeist – die außerirdischen Lebensformen lassen vergebens auf sich warten. Der Film erhielt in Amiland für einen limitierten Kino-Release das jugendkonforme Freigabe PG-13 aufgedrückt und reduziert sich auf das rasende Gegeifer der infizierten Forscher. Gefressen, geschlachtet oder gar zerstückelt wird in diesem Mars-Grusler nicht. Eine gebrochene Nase, kaum nennenswerte Verletzungen und die körperliche Veränderung der erkrankten Forscher sind die einzigen Höhepunkte in diesem etwas einseitigen Genrebeitrag. Der Versuch, dem ausgelutschten Zombiegenre mit THE LAST DAYS ON MARS neue Impulse zu verleihen, ist mit ROBINSONS Regiedebüt leider gescheitert. Bis auf den außergewöhnlichen Schauplatz gibt es in diesem Horrorstück nichts, was man nicht schon in ganz vielen Untoten-Filmen besser gesehen hätte. So bleibt ein unwichtiger Sci-Fi-Horrormix, der sein ganzes Potenzial zugunsten des konventionellen Zombiekinos verschenkt hat. Schade um die sieben Millionen britischer Pfund, die man für 08/15-Ware wie THE LAST DAYS OF MARS verschwendet hat.
 
 
 


 
 
 

THE LAST DAYS ON MARS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Yes, es wird Zeit – endlich erobern sabbernde Zombies auch den Mars. Die unheimliche und sandbedeckte Kulisse unseres rot leuchtenden Nachbarplaneten ist wie für einen gruseligen Horrorstreifen geschaffen. Leider verrennt -wie passend – sich THE LAST DAYS OF MARS mal wieder in den gängigen Konventionen des modernen Zombiefilms. Außer dem Du-bist-der-Nächste-Konzept werden kaum Neuerungen innerhalb des ausgelutschten Untoten-Genres geboten. So ist THE LAST DAYS OF MARS ein solider Lückenfüller für Zwischendurch, der aber auch ganz schnell wieder vergessen sein dürfte.
 
 
 


 
 
 

THE LAST DAYS ON MARS – Zensur

 
 
 
THE LAST DAYS ON MARS erhielt in Amerika mit der lukrativen PG13-Freigabe eine überraschend niedrige Alterseinstufung. Kein Wunder, gibt es in THE LAST DAYS ON MARS kaum etwas zu sehen, was für den Splatterfan von Interesse wäre. Es gibt eine gebrochene Nase und einige Stich- und Hiebwunden zu sehen. Die für das Zombie-Genre berüchtigten Fressszenen haben in diesem Film Sendepause. Daher wurde der Streifen hierzulande auch mit FSK16 in den Handel gebracht – ungeschnitten versteht sich.
 
 
 


 
 
 

THE LAST DAYS ON MARS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universum Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Last Days on Mars; Großbritannien / Irland (2013)

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Interviews, B-Roll, Visual Effects

Release-Termin: 15.08.2014

 
 
 

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THE LAST DAYS ON MARS – Trailer

 
 
 


 
 

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Ähnliche Filme:
 
Apollo 18 (2011)

The Ark (2013)

Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979)

Species (1995)

Prometheus (2012)

Filmreview: „Dark Skies – Sie sind unter uns“ (2013)

dark-skies-2013
 
 
 

DARK SKIES

SIE SIND UNTER UNS

Story

 
 
 
Für Familie „Barrett“ ist nichts mehr so, wie es einmal war, als sie plötzlich mit unerklärlichen Vorfällen konfrontiert werden. Erst schleicht sich des abends ein ungebetener Gast in das Haus, dann prasseln drei bestimmte Vogelarten aus allen erdenklichen Richtungen gegen die heimischen Dachfenster. Hinzukommt, dass die Familienmitglieder mit seltsamen Blackouts zu kämpfen haben und groteske Wundmale an ihrem Körper vorfinden. In ihrer Panik wenden sich die Gepeinigten an einen Spezialisten, der den Eltern offenbart, dass die Familie Teil eines außerirdischen Experiments zu sein scheint …
 
 
 


 
 
 

DARK SKIES – Kritik

 
 
 
Wenn auf einem Filmplakat suggeriert wird, dass hinter dem vorliegenden Filmchen, die Macher der legendären PARANORMAL ACTIVITY-Serie stecken sollen, dann dürfte in der hiesigen Filmszene vermutlich schnell ein lauthalses Stöhnen die Runde machen und alteingesessene Horror-Fans den kommenden Schocker DARK SKIES rasch entnervt von ihrer Must-See-Liste streichen. Die Horror-Schmiede BLUMHOUSE PRODUCTIONS hat sich in Genre-Kreisen mit ihren günstig produzierten Found Footage-Filmchen einen beneidenswerten Namen erkämpft und versucht nach diversen Geisterfilmchen nun auch im Science Fiction-Genre Fuß zu fassen.
 
DARK SKIES ist einer jener Filme, bei denen man irgendwie nicht so wirklich weiß, wie man sie im Endeffekt bewerten soll. Ist man bereits mit dem Genre bewandert, dürfte schnell klar werden, wie der Hase läuft. Da werden die Geschehnisse mit allerlei mysteriösen Begebenheiten eingeläutet und natürlich im Verlauf der Handlung auf die Spitze getrieben. Hierbei versucht der Film sich bis zum Ende die Option offen zu halten, ob es sich denn bei all dem seltsamen Schabernack, um eine wirkliche Heimsuchung durch Aliens handelt, oder ob die Familie eventuell doch durch eine rationell erklärbare Bedrohung heimgesucht wird. Dabei gelingt es DARK SKIES durch allerlei einfache Mittel eine durchaus bedrohliche Atmosphäre zu entwickeln, die es dabei sogar kongenial schafft, falsche Fährten zu legen, um den Zuschauer reichlich zu verwirren. Das beginnt mit einem vollkommen belanglosen Durchwühlen des heimischen Kühlschranks durch etwas vollkommen Unbekanntem und endet damit, dass die Familienmitglieder von unerklärlichen Blutergüssen geplagt werden und mit absoluten Totalausfällen zu kämpfen haben. Effektiv ist das natürlich durchaus und spannend mit Sicherheit, und doch mag man am Ende irgendwie das Gefühl nicht loswerden wollen, nach der plausiblen Auflösung doch etwas vollkommen Spektakuläres und Verblüffendes erwartet zu haben.
 
Mit all seinem zwar effektiven, aber dennoch reichlich banalen Hokuspokus erinnert DARK SKIES durchweg an eine, auf Spielfilmlänge gezerrte Folge der berüchtigten Kult-Serie THE TWILIGHT ZONE, nur mit dem Unterschied, dass das natürlich alles weniger charmant und kultig wirkt und stattdessen auf ein effektgeiles Mainstream-Publikum zugeschnitten wurde. Das wird spätestens dann offensichtlich, wenn die Protagonisten versuchen, ihre Wohnung mit Überwachungskameras zu spicken und man sich als Zuschauer wieder an die diversen PARANORMAL ACTIVITY-Filme und Plagiate zurückerinnert. Verwunderlich ist das natürlich bei weitem nicht, steht ja hinter DARK SKIES auch das Produzenten-Team des berüchtigten Wackelcam-Geister-Franchise, das wohl der Meinung war, die bisher kassentauglichste Zutat ihrer Filmschmiede auch in ihren aktuellen Beitrag unterbringen zu müssen.
 
DARK SKIES scheint grob betrachtet, nicht wirklich viel Neues bieten zu können. Der Grundplot erinnert in seiner einigermaßen geschickten Umsetzung bemerkenswert stark an den Grusel-Kultfilm POLTERGEIST aus dem Jahre 1982. Auch hier sieht sich eine typisch amerikanische Familie mit seltsamen Vorfällen konfrontiert, deren Auslöser bei einem der Familienmitglieder zu suchen ist. Doch nicht nur Elemente aus INVASION OF THE BODY SNATCHERS (1978) und SIGNS (2002) sind im Film selbst wiederzufinden, auch Zutaten aus den hauseigenen Werken, wie INSIDIOUS (2010) haben es letztendlich in irgendeiner Form in den nun vorliegenden DARK SKIES geschafft.
 
Der bereits mit dem Horror-Genre vertraute Drehbuchautor und Regisseur SCOTT STEWART (LEGION (2010) und PRIEST (2011)) hat mit seinem aktuellen Beitrag den wohl bisher besten Film seines Regie-Daseins geschaffen, der zudem auch als der Film des Jahres 2013 betitelt werden darf, der sich am dreistesten an den diversen Kultfilmen des Genres vergangen hat. Hier findet man fast all das ansprechend recycelt wieder, was man bereits in diversen, in der Regel besseren Filmen innerhalb des Genres, zu Gesicht bekommen hat. Das schamlose Zitieren erfolgreicher Kultfilme dürfte bei dem ein oder anderen Filmfreund vermutlich die Schamesröte ins Gesicht treiben lassen, aber dennoch lässt sich behaupten, dass DARK SKIES trotz aller beschriebenen Vergehen, durchaus kurzweilig unterhält und gar nicht so übel ist, wie anfänglich gedacht. Zwar wirkt der Film nicht wirklich nachhaltig, aber als kleines Mysterie-Häppchen für Zwischendurch eignet sich DARK SKIES durchaus. Deshalb: dem Filmgenuß erwartungsfrei entgegenfiebern, um nicht allzu derb enttäuscht zu werden!
 
 
 


 
 
 

DARK SKIES – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Willkommen in der TWILIGHT ZONE: konventioneller Mysterie-Schocker für ein ausgehungertes Mainstream-Publikum. Trotz altbekannter Zutaten ein durchaus gruseliges Filmchen in der Tradition der POLTERGEIST und PARANORMAL ACTIVITY-Schocker
 
 
 


 
 
 

DARK SKIES – Zensur

 
 
 
Der eher harmlose DARK SKIES wurde hierzulande wenig übrraschend bereits ab 16 Jahren freigegeben. Die erhältliche Fassung ist komplett ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

DARK SKIES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Koch Media Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dark Skies; USA 2013

Genre: Horror, Thriller, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 97 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Audiokommentar mit Regisseur und Produzenten, Alternative und geschnittene Szenen (ca. 15 Minuten), Original Kinotrailer

Release-Termin: 29.01.2015

 

Dark Skies – Sie sind unter uns [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

DARK SKIES – Trailer

 
 
 


 
 

Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
The Amityville Haunting (2011)

Paranormal Activity 3 (2011)

Poltergeist (1982)

Insidious (2010)

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Filmreview: „The Ark“ (2013)

stranded_2013
 
 
 

THE ARK – STRANDED

Story

 
 
 
Nach einem verheerenden Metroiden-Sturm befindet sich ein eifriges Mond-Forschungs-Team in größter Not. Nicht nur, dass durch das unerwartete Unglück ein Kontakt mit der „Außenwelt“ unmöglich scheint, auch die Stromversorgung wurde unglücklicherweise durch den Metroiden-Schauer gänzlich zerstört, sodass die Wissenschaftler feststellen müssen, dass eine Rückkehr zur Erde aus eigener Kraft unmöglich realisierbar ist und sie nun hilflos auf dem Mond verweilen müssen. In der Hoffnung, dass aufgrund des abrupten Kontaktabbruchs dennoch schnellstmöglich Hilfe eintreffen wird, vertreiben sich die Forscher derweil die Zeit mit der Untersuchung des noch warmen Metroiden-Gesteins, in dessen Kern sie seltsame Sporen vorfinden, mit welchen sich alsbald eine unachtsame Wissenschaftlerin infiziert. Innerhalb von nur weniger Stunden beginnt etwas zutiefst Böses in ihrem Leib heranzuwachsen, was sich wenig später für die gesamte Crew zu etwas durchaus Bedrohlichen entwickelt …
 
 
 


 
 
 

THE ARK – Kritik

 
 
 
Wenn ein Horrorfilm trefflich als THE ARK, bzw. im Original STRANDED, betitelt wird und von einem Forscherteam auf dem Mond erzählt, welches nach einem zerstörenden Meteoridenschauer keinerlei Verbindung zur eigenen Basis herstellen kann, dann dürfte der Zuschauer vermutlich vorab ein klaustrophobisches Kammerspiel erwarten, in welchem die „gestrandeten“ Protagonisten irgendeinen alternativen Weg finden müssen, um sicher auf die Erde zurückzukehren zu können. Wenn sich jedoch unter den Script- und Drehbuchautoren einige zu ambitionierte RIDLEY SCOTT-Fans befinden, denen das kürzlich erschienene ALIEN-Prequel PROMETHEUS derart gut gefallen zu haben scheint, dass sie kurzum einige interessante Ideen des Blockbusters in ihren eigenen Film transferieren mussten, dann dürfte aus einem vermeintlich beklemmenden Survival-Thriller flink ein ganz schön, gemeiner Alien-Schocker werden.
 
THE ARK ist ein arg gemeiner Etiketten-Raub, wie man ihn aktuell auf dem Heimkinomarkt leider zu oft erleben muss, denn wirklich eigenständige Ideen sucht man hier vergebens. Als interessierter Filmfan will man partout nicht das Gefühl los werden wollen, als hätte man die zugrunde liegende Geschichte vom Forscherteam, dass sich mit einer außerirdischen Lebensform konfrontiert sieht, nicht bereits in unzählig thematisch ähnlichen Filmen gesehen. Und in der Tat, wirklich neu ist das alles leider Gottes nicht. THE ARK zitiert diverse Genre-Kandidaten, die bereits auf allen erdenklich effektiven Arten versucht haben, die trostlose, unbekannte und beängstigende Kulisse/Bewohner eines fremden Planeten zum Mittelpunkt der Geschehnisse zu formen. Da lassen sich Verweise aus PROMETHEUS finden, aber ebenso Zutaten aus klassischem Sci Fi Horror wie ALIEN, SPECIES, THE THING und sogar Found Footage-Kost a la APOLLO 18. Natürlich ist derart einfältiges Stibitzen nicht gerade die feine englische Art und oftmals zeugen derart einfältige „Duplikate“ erfolgreicher Kassenschlager nicht zwingend von Qualität und Ideenreichtum. Aber trotzdem lässt sich behaupten, dass dem Filmfreund mit dem kommenden THE ARK einen durchaus gelungener Gruseltrip ins die heimischen DVD und Blu-ray Player flattert, der mit einer verblüffenden Kurzweiligkeit zu überzeugen und durchweg spannend zu unterhalten weiß. Der Film kommt erstaunlich schnell zum Punkt und verliert sich zu keinem Zeitpunk in unwichtigen Nebensächlichkeiten. Die wenigen Protagonisten werden zügig vorgestellt, danach donnert auch schon eine unerwartete Metroiden-Pracht auf die Forschungseinrichtung und ehe sich der Filmfreund versieht, ist auch schon eine der Hauptfiguren mit einem mysteriösen Etwas infiziert, dass in rasender Geschwindigkeit zu einem Säugling in deren Bauch heranwächst, um wenig später Unheil unter den „Gestrandeten“ zu stiften.
 
Der Film THE ARK ist ein waschechtes, starbesetztes B-Movie, und vermutlich eines der wenigen Genre-Werke, dem das knapp bemessene Produktions-Budget erstaunlich förderlich zu sein scheint. Dadurch, dass sich die Geschehnisse in einer kleinen Forschungseinrichtung abspielen, kaum Geld für ausufernde Spezialeffekte zur Verfügung stand und sich die Charaktere des Film auf engstem Raum mit einem trostlosen und puristischen Setting arrangieren müssen, schafft es der Film eine ziemlich beengende und düstere Atmosphäre zu erzeugen, die THE ARK vollends zugutekommt. Hinzukommt, dass die wenigen Protagonisten von diversen hochkarätigen Schauspielern gemimt werden, die ihr Handwerk durchaus verstehen und den Film hochwertiger erscheinen lassen, als er letztendlich eigentlich ist – beachtlich!
 
Natürlich gibt es in einem Film, wie diesem auch ein obligatorisches, außerirdisches Wesen zu begutachten, das sich natürlich einige Zeit lässt, bis es sich in seiner vollen „Schönheit“ präsentiert. Dadurch wird das Spannungspentium natürlich erheblich gesteigert, sodass die 90 Minuten Filmlaufzeit geschwind verflogen sind und das Finale rasch erreicht ist. Unnötige Gefühlsdusseleien sind hier Mangelware. Stattdessen flüchten die Anwesenden durch das kleine Forschungslabor, stets auf der Flucht vor dem mysteriösen Wesen, dass nur ein Ziel kennt: ebenso, wie die Überlebenden auf die Erde zurückzukehren. Ob die erschreckend menschliche Kreatur das schaffen wird, wird natürlich an dieser Stelle nicht verraten, dennoch dürfte der Filmfreund trotz der arg konventionellen Inszenierung am Ende rasch feststellen, dass es sich bei THE ARK zwar um einen kleinen, unbedeutenden Sci Fi Thriller handelt, der aber aufgrund seiner straffen und effektiven Erzählweise, diversen ähnlich gestrickten B-Movies seiner Art weit voraus scheint und auf jeden Fall all denen zu empfehlen ist, die eine Vorliebe für günstig produzierten Sci Fi Trash besitzen.
 
 
 
 
Nach seinem gnadenlos gefloppten BATTLEFIELD EARTH – KAMPF UM DIE ERDE (2000) wandelt Regisseur ROGER CHRISTIAN mit seinem aktuellen Streifen THE ARK (im Original STRANDED) erneut auf sci-fi-lastigen Pfaden. Im Gegensatz zu seinem starbesetzten Mega-Flop aus dem Jahre 2000 handelt es sich bei seinem aktuellen Film um einen ziemlich düsteren und stimmigen Horror-Trip, der sich mit einem regelrechten Nischen-Genre beschäftigt, dass man in Zeiten von plumper Folterei, nerviger Wackelcam-Kost und zornigen Poltergeistern vermutlich unlängst vergessen zu haben scheint und nur noch sehr selten zu Gesicht bekommt. Durch den erwartungsgemäßen Erfolg des ALIEN-Prequels PROMETHEUS aus dem vergangenen Jahr, fühlen sich vermutlich einige Filmemacher durchaus inspiriert, das unlängst vergessene ALIEN-Genre zurück auf die heimischen Mattscheiben zu bringen. Im Falle von THE ARK ist das recht überzeugend gelungen. Mit einem kleinen Staraufgebot (u.a. CHRISTIAN SLATER in einer Hauptrolle) und ohne wirklich ausufernde Effekt-Sequenzen wird hier eine kleine stimmige Geschichte erzählt, die erstaunlich souverän abgehandelt wird und bemerkenswert zügig zum Punkt kommt. Hier zählen weniger Ekeleffekte, sondern eine erschreckend klaustrophobische Stimmung, welche durch das triste Mond- und Labor-Setting effektiv verstärkt wird. Wer Filme wie SPECIES, ALIEN und PROMETHEUS vergöttert, wird diesen Film lieben. Mission eindeutig gelungen!
 
 
 


 
 
 

THE ARK – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
CHRISTIAN SLATER scheint Gefallen an günstig produzierten Horrorfilmen gefunden zu haben. Jetzt sieht er sich mit einem bösartigen Killer-Alien konfrontiert. Düsterer Sci-Fi Thriller in der Tradition der ALIEN-Filme – kurzweilig, spannend und ziemlich böse.
 
 
 


 
 
 

THE ARK – Zensur

 
 
 
Da der Film eher auf Atmosphäre Wert legt und sich die wenigen Gewaltszenen überschaubar über den Film verteilen, hat THE ARK problemlos eine ungeschnittenen Jugendfreigabe erhalten. Der Film ist nicht wesentlich brutaler als die bekannten ALIEN-Filme mit SIGOURNEY WEAVER, so dass er ungeschnitten mit FSK16 in den Handel kommt.
 
 
 
 


 
 
 

THE ARK – Deutsche Blu-ray

 
 
 
the_ark_blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Stranded; USA 2013

Genre: Horror, Thriller, Science Fiction

Ton: Deutsch+Englisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer zum Film in Deutsch und Englisch, Trailershow zu weiteren Filmen aus dem Hause SUNFILM/TIBERIUS FILM

 
 
 
Was die Technik betrifft, kann man mit Scheiben aus dem Hause SUNFILM/TIBERIUS FILM eigentlich nichts falsch machen. Auch wenn vielleicht nicht immer jeder Film des Labels auf Zuspruch stößt, versucht der Anbieter zumindest auf technischer Ebene zu punkten. Im Falle von THE ARK wird dem Filmfreund erneut ein ansprechendes Bild und satter Ton geboten. Zwar ist der Schwarzwert nicht gerade das Gelbe vom Ei und driftet oft ins gräuliche ab; er verschluckt aber dennoch kaum Details. Die Schärfe ist solide und lässt immer wieder kleine Details erkennen. Für ein kleines B-Movie wie THE ARK reicht das aber auch vollkommen aus. Auf tonaler Ebene zieht THE ARK alle Register. Die permanente Hintergrundbeschallung mit allerhand basslastigen Geräuschen lässt Grusel-Feeling aufkommen. Zudem wird der Subwoofer hin und wieder gefordert, so dass behauptet werden kann, dass der Ton dieser Scheibe als sehr gut zu bewerten ist. Leider schaut es bei den Extras weniger glanzvoll aus. Hier werden dem Filmfan gerade einmal Trailer geboten – mehr gibt es nicht. Sehr bedauerlich. Immerhin hat SUNFILM/TIBERIUS FILM an ein Wechselcover gedacht.

 
 

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THE ARK – Trailer

 
 
 


 
 

Hellraiser80

 
 
 
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"Tape 407" (2012) - Filmposter / Filmreview und Filmkritik auf Filmchecker
 
 
 

AREA 407

Story

 
 
 
Es ist der letzte Tag des Jahres und einige Passagiere befinden sich auf dem Neujahrsflug von New York nach Los Angeles. Kurz vor der Jahreswende ist die Stimmung heiter und spritzig, bis das Flugzeug jedoch plötzlich in Turbolenzen gerät und abstützt. Kaum den Absturz verarbeitet finden sich die Überlebenden zusammen, um die Lage zu ergründen. Nach ersten fehlgeschlagenen Notfunkrufen stellen Sie schnell fest, dass sie sich auf einem riesigen Testgelände des amerikanischen Militärs befinden auf dem mysteriöse Versuche mit prähistorischen Wesen durchgeführt werden.
 
 
 


 
 
 

AREA 407 – Kritik

 
 
 
Und wieder ein Found-Footage-Film!!!
 
Alteingesessene Horrorfilmkenner werden vermutlich allein bei der Nennung dieses Subgenres entsetzt die Hände über den Kopf zusammenschlagen, wurde keine anderes Subgenre in letzter Zeit mit derart schlechten Filmumsetzungen beehrt, als das ungnädig geschundene Found-Footage-Genre. Schien zuletzt der traurige Tiefpunkt mit dem Mutanten (?)-Thriller EVIDENCE (2011) erreicht, dürfen sich Filmfreunde nun jedoch eines Besseren belehren lassen. Die aktuelle Produktion AREA 407 legt die Latte in punkto „wirklich mieser Wackelcam-Thriller“ deutlich höher. Denn hier stimmt einfach rein gar nichts mehr. Was vor einigen Jahren noch weltweit als vollkommen neuen Art des filmischen Erzählens gefeiert wurde, wirkt jetzt nach unzähligen arttypischen Werken einfach nur noch fad, ausgelutscht und uninspiriert. Dabei haben die Filmemacher bisher alles pseudo-dokumentarisch aufbereitet, was der Horrorfilm hergab. Ob schreckliche Seuchen-Epidemie ([REC]), bei der der Zuschauer unfreiwilliger Zeuge des grausigen Ausbruchs einer Krankheit wurde oder mysteriöse Schnitzeljagd (TROLL HUNTER), die den Filmfreund eindrucksvoll vermitteln wollte, dass irgendwo in den Wäldern Norwegens noch Trolle existieren sollen; das Found-Footage-Genre hat bewiesen, dass es trotz Mangel an linearer und gleichbleibend-hochwertiger Kameraführung spannend (CHRONICLE, CLOVERFIELD, DIARY OF THE DEAD) unterhalten aber auch ordentlich viel Quark (EVIDENCE, THE AMITYVILLE HAUNTING, AREA 407) hervorbringen kann. Da nun bereits alle erdenklichen Horrorthemen mittels Wackelkamera-Stils abgehandelt wurden, dachte sich Regisseur DALE FABRIGAR neue Wege gehen zu müssen. Statt auf Zombies, Aliens, Geister und Serienkiller zu setzen, lässt er einfach ein Flugzeug mitsamt Besatzung in einer recht schlechten Kopie des berüchtigten JURASSIC PARK (1993) abstützen, in welcher die Überlebenden nun um ihr Leben winseln dürfen. Gut gedacht, nur grottenschlecht umgesetzt. Gewinselt wird wahrlich ausgiebig, von hungrigen Dinosauriern ist jedoch weit und breit keine Spur zu sehen, wobei dies das eigentlich Problem dieses Möchtegern-Schockers ist. Führt man sich die eigentlich recht vielversprechende Inhaltsangabe vor Augen liebäugeln Filmfreunde eigentlich mit ordentlich schweißtreibender Horrorkost, die köstlich zu unterhalten weiß und mit bösartigem Gekrösel gefällt. Die Umsetzung ist jedoch alles andere als unterhaltend und schweißtreibend, zumindest im Bezug auf waschechten Horror. Die Überlebenden laufen von Flugzeugfrack in eine Lagerhalle, von der Lagerhalle zurück zum Flugzeugfrack und vom Flugzeugfrack in die unendlichen Weiten trostloser Wiesenlandschaften. Es wird geschrien, geweint und gewimmert. Und ja, das ist alles herrlich schweißtreibend-schlecht und schweißtreibend-belanglos. Einen wirklich roten Faden durchzieht die Geschehnisse in AREA 407 dabei leider zu keiner Minute. Die Charaktere bleiben farb- und gesichtslos und wissen allein nur durch permanentes Nerven auf sich aufmerksam zu machen. Aufgrund der Masse an Protagonisten, die allesamt recht oberflächlich skizziert werden, gelingt es dem Film nur selten sich überhaupt auf einige zu konzentrieren. Damit der Zuschauer zumindest halbwegs Überblick über die Gegebenheiten verschaffen kann, werden die Charaktere auf bekannte 10-kleine-Negerlein-Art von irgendetwas Unbekannten ausradiert, mit roter Farbe bespritzt und einfach leblos in der Landschaft verteilt. Als erfahrener Filmfreund kann man nicht leugnen, dass das zumindest halbwegs Trash-Charme besitzt und für einige unfreiwillige Lacher sorgt. Dennoch, AREA 407 wartet mit gähnender Langeweile auf. Zugegeben, der Flugzeugabsturz weiß in seiner recht simplen Inszenierung zu gefallen, der Rest dieses stümperhaft-dilettantischen Werkes ist nicht der Rede wert. Effekt-Sequenzen gibt es im Film seltsamerweise keine zu sehen (wenn man einmal die zwei Sekunden kurz vor Filmende außen vor lässt). Sprich, der Zuschauer kann nur vermuten von was die Überlebenden angegriffen und verfolgt werden. Erst nachdem einige schlaue Hobbypfadfinder im Sand seltsame Ei-ähnliche Gebilde vorfinden, scheint für den Zuschauer klar in welche Richtung dieser Nonsens letztendlich führen wird.
 
AREA 407 ist mies und eine waschechte Mogelpackung noch dazu. Ein absolut belangloses Machwerk, dass den Zuschauer einzig nur kostbare Lebenszeit raubt und den diversen Billig-Schund-Filmen aus dem Hause ASYLUM in Sachen Dilettantismus meilenweit voraus ist. Wirklich viel passiert in diesem unwichtigen Film nie. Es wird gelaufen, geschrieben und geheult. Die Überlebenden irren ziel- und planlos durch das Filmset und drängen den Zuschauer mit ihren Zickereien und all dem belanglosen Gefasel an die Grenze des Wahnsinns. Die Kameraführung ist zudem derart dreist und unerträglich, dass der Horrorfreund bereits nach nur wenigen Minuten die Orientierung über die Geschehnisse und Schauplätze verlieren dürfte. Vermutlich ebenso orientierungslos schien Regisseur DALE FABRIGAR, dem nach dem unfreiwilligen Absturz des Flugzeuges das Drehbuch irgendwie vollkommen aus den Händen entglitt sein muss. Als interessierter Filmfan mag man oftmals das Gefühl nicht loswerden wollen, als würden die wenigen Darsteller vor der Kamera mehr schlecht improvisieren, um AREA 407 halbwegs auf Spielfilmlänge zerren zu können.
 
 
 


 
 
 

AREA 407 – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
Dreist, langweilig und unspektakulär – Der Trailer verspricht mehr als der Film überhaupt zu bieten hat!
 
 
 


 
 
 

AREA 407 – Zensur

 
 
 
Im Film wird keine explizite Gewalt gezeigt. Oftmals liegen die „Opfer“ einzig rot bemalt in der Landschaft verstreut, oder besitzen Verletzungen durch den Flugzeugabsturz. Eigentlich hätte der Film bedenkenlos mit einer FSK12-Freigabe die FSK passieren können. Diese hat sich jedoch dazu entschieden AREA 407 erst Jugendlichen zugänglich zu machen, die das 16. Lebensjahr erreicht haben. Die deutsche Fassung trägt erstaunlicherweise einen roten KEINE JUGENDGFREIGABE-Flatschen, was vermutlich am Bonusmaterial liegen muss.
 
 
 


 
 
 

AREA 407 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
area407bluray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Tape 407; USA 2012

Genre: Horror, Science Fiction, Thriller

Ton: Deutsch+Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.78:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Schwarze Amaray mit Wendecover

Extras: Original Kinotrailer, Trailershow mit 10 weiteren Filmen

 
 
 
MAD DIMENSION wertet den Found-Footage-Thriller jetzt auch endlich in Deutschland auf DVD und Blu-ray aus. Fans der Wackelkamera-Filme wird das freuen, wobei die hiesige Veröffentlichung leider nur bedingt Freudensprünge verursacht. Das Bild geht für einen Film dieser Art in Ordnung, wobei HD-Feeling im Found-Footage-Genre wohl schlichtweg ausgeschlossen werden kann. Freunde dieser Filmgattung wird das wohl kaum daran hindern AREA 407 nicht trotzdem sehen zu wollen. Die Synchronisation ist ziemlich durchwachsen ausgefallen. Laiensynchronsprecher und Profisprecher geben sich die Klinke. Aber auch bei den Extras macht sich Ernüchterung breit. Bis auf einen Trailer zum Film betreibt MAD DIMENSION mit satten zehn Clips anderer Filme aus dem Programm Eigenwerbung. Immerhin kommt auch dieser Titel in einer schicken, schwarzen Amaray daher, was vermutlich bei bisher allen Veröffentlichungen aus dem Hause MAD DIMENSION der Fall gewesen ist. Ein Wendecover gibt’s auch noch – das war´s dann aber auch schon. Ob die Anschaffung einer Blu-ray für diesen Film ratsam ist, sollte jeder Filmfan selbst für sich entscheiden. Wir sind der Meinung, dass die kostengünstigere DVD-Version bei diesem Film vollkommen ausreichen dürfte. Achja: wer begleitende Untertitel zum Film sucht, schaut leider dumm aus der Wäsche.
 
 

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AREA 407 – Trailer

 
 


 
 

Hellraiser80

 
 
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Filmreview: „Amphibious 3D“ (2011)

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AMPHIBIOUS 3D

Story

 
 
 
Die Meeresbiologin Shane Skylar (JANNA FASSAERT) hat sich auf die Erforschung vorgeschichtlicher Lebensformen spezialisiert. Zusammen mit Freund Jack (MICHAEL PARÉ aus BONE TOMAHAWK) macht sie sich auf die Suche nach Proben prähistorischen Lebens im nördlichen Bereich des Meeres vor der Sumatrainsel. Kaum die Reise gestartet, entdecken die Forscher mitten auf dem Meer eine schwimmende Fischerei-Plattform, auf der Waisenkinder von skrupellosen Schmugglern und Kleinkriminellen zur Kinderarbeit gezwungen werden. Die Biologin hat Mitleid mit einem der Jungen und will ihn wieder nach Hause bringen. Doch mit dem kleinen Tamal scheint etwas nicht zu stimmen. Seit das Kind an Bord gekommen ist dürstet es einer prähistorischer Kreatur nach Menschenfleisch. Offensichtlich steht das Waisenkind irgendwie mit dem Monster in Verbindung. Nur wo ist des Pudels Kern zu suchen?
 
 
 


 
 
 

AMPHIBIOUS 3D – Kritik

 
 
 
Unter Horrorfans dürfte der Name BRIAN YUZNA ein Begriff sein und für Jubel oder feuchte Hände sorgen, wenn im Internet Gerüchte die Runde machen, dass der beliebte Regisseur, Produzent und Drehbuchautor an einem weiteren Werk tüftelt. Dabei liegen die erfolgreichen Jahre des Kultregisseurs schon lange zurück. Vor allem in den 1980ern hinterließ er mit so Filmen wie FROM BEYOND, RE-ANIMATOR und dessen Fortsetzung mächtig Eindruck, machte aber zuletzt leider nur noch durch lieblose Horror-B-Ware auf sich aufmerksam. Offenbar ist der Regisseur so langsam in die Jahre gekommen, wie Yuznas Filmografie der letzten Jahre verdeutlicht. Darunter Video-Trash wie BENEATH STILL WATERS oder ROTTWEILER, die mit stimmiger Genre-Unterhaltung leider kaum noch etwas gemeinsam haben. Immerhin wollte es der Filmemacher 2010 noch einmal wissen. Für den Film AMPHIBIOUS 3D nahm er fünf Jahre nach dem letzten Regie-Desaster ein weiteres Mal auf dem Chefsessel Platz und versuchte mit dem Creature-Feature an die Erfolge in den 1980ern und 90ern anzuknüpfen. Weil sich 3D-Filme damals großer Beliebtheit erfreuten, lies Yuzna auch dreidimensional drehen und erhoffte sich dadurch mehr Zuschauer und den Sprung zurück in die Liga der angesagten Horror-Regisseure. Geglückt ist ihm das nicht wie gewünscht. Der Film wurde in den meisten Ländern direkt fürs Heimkino veröffentlicht und erhielt mehrheitlich durchwachsene Kritiken. Hierzulande wurde der Streifen ohne großes Werbetamtam in den Handel gebracht, so dass die Yuzna-Produktion vollkommen unterging. Das hat sich der einst erfolgreiche Regisseur wohl anders vorgestellt.
 
 
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AMPHIBIOUS 3D verbeugt sich vor jenem Jahrzehnt, in dem BRAIN YUZNA bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Es ist der naive und experimentierfreudige Charme der 1980er, die der Angstmacher in diesem Monsterspektakel Revue passieren lässt. Der Horrorspaß ist zwar neuerem Datum, schaut aber herrlich Old School aus. Generation Facebook dürfte das wohl eher mäßig beeindrucken, denn von ernster Horrorware, wie sie heutzutage immer öfters über die Mattscheibe flimmert, ist AMPHIBIOUS 3D mächtig weit entfernt. Der Film nimmt sich zu keiner Minute ernst. Das beweist bereits der kreative Prolog, der an einen zum Film gewordenen Comic erinnert und dem Zuschauer zu verstehen gibt, dass hier weniger ernstzunehmender Terror und ausgefeilte Spannung im Mittelpunkt steht, sondern Spaß am überzogen dargestellten Horror. Damit bleibt er jener Handschrift treu, die bereits Yuznas Filme RE-ANIMATOR oder RETURN OF THE LIVING DEAD 3 einzigartig gemacht hat.
 
 
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Apropos auszeichnen. AMPHIBIOUS 3D bereitet nicht nur eine Menge Spaß durch Creature-Trash und experimentiert mit dreidimensionaler Effekte-Flut; der Streifen überrascht mit ansprechender Akustik. Theatralische Klänge lassen aufhorchen. Immer dann, wenn das prähistorische Etwas auftaucht, wummern Trompeten und Trommeln aus allen Lautsprecherboxen. Sound-Fetischisten kommen auf ihre Kosten, denn die kraftvolle Sound-Abmischung sorgt für Begeisterung. Neben dem Score lässt vor allem das Erscheinen der Kreatur Heimkinoanlagen arbeiten. Erscheint endlich das Filmmonster auf dem Bildschirm knarrt, donnert und zischt es von allen Seiten. Das fordert heimische Surround-Systeme, denn Tontechniker haben ganze Arbeit geleistet. Zumindest diesbezüglich steht AMPHIBIOUS 3D aktueller Dutzendware aus Hollywood in nichts nach. Leider ist nicht alles Gold was glänzt. Beschränktes Budget weist nämlich in die Schranken. Bei den Spezialeffekten musste gespart werden. So sieht der Zuschauer in erster Linie, wie sich die Kreatur mit Gliedmaßen durch Bootswände stampft und bohrt. Der Einsatz von handgemachten Effekten lässt Nostalgiker schwärmen, macht aber ungeduldig, weil sich Yuzna bis zum Ende Zeit lässt, sein Monster zu zeigen. Warum das so ist, wird am Ende deutlich. Wegen kleinem Budget musste auf CGI zurückgegriffen werden. So bekommt der Zuschauer das Wesen erst im Finale in ganzer Pracht zu sehen. Dennoch enttäuscht Gezeigtes. Sonderlich schlau ist das Ding nämlich nicht. Im Schlusskampf beginnt es wirr und planlos zu Zappeln. Dementsprechend schnell wird es dann auch überwältig und in die Schranken gewiesen. Die Computereffekte sind zwar bei Weitem professioneller umgesetzt und heben sich vom meisten Computer-Schlamassel aus den ASYLUM-Studios ab; dennoch möchte man das Gefühl nicht loswerden wollen, dass man wegen fehlender finanzieller Mittel viele kreative Ideen nicht umsetzen konnte. Bedauerlich. Geld kann manchmal ein Arschloch sein.
 
 
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AMPHIBIOUS 3D – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Naiv, spaßig und kurzweilig. Mit AMPHIBIOUS 3D hat es Kult-Regisseur BRIAN YUZNA geschafft, endlich mal wieder einen Film ins Wohnzimmer zu bringen, der sich an die Erfolgswerke des Filmemachers in den 1980ern orientiert. Das bedeutet: netter Old School Horror mit soliden Spezialeffekten und jeder Menge Spaß. Vergleicht man die frühen Werke des Regisseurs mit AMPHIBIOUS 3D ist dieses Horror-Spektakel zwar weit von Genre-Meilensteinen wie RE-ANIMATOR entfernt; dennoch besitzt AMPHIBIOUS 3D hohen Unterhaltungswert – insofern man ein Herz für Monster-Trash besitzt. Yuzna erinnert mit seinem Monsterfilm an die Liga grotesker Monsterklassiker wie GODZILLA und verbeugt sich mit seiner liebevollen Hommage ehrfürchtig vor den ganz großen Kultfilmen innerhalb genannten Subgenres. Wer demzufolge mit den Filmen des BRAIN YUZNA aufgewachsen ist, sollte definitiv einen Blick riskieren.
 
 
 


 
 
 

AMPHIBIOUS 3D – Zensur

 
 
 
AMPHIBIOUS 3D ist keine Schlachtplatte. Hierbei handelt es sich um einen traditionellen Monsterfilm. Dabei steht die Kreatur selbst im Mittelpunkt. Ausufernde Splattermomente sind überschaubar. Der Stachel des Monsters durchbohrt Körper. Zudem wird eine Figur zerteilt. Hierzulande gab es für den Film eine FSK16 – ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

AMPHIBIOUS 3D – Deutsche Blu-ray

 
 
 
AMPHIBIOUS-3D

(c) MIG Filmgroup

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Amphibious; Indonesien | Niederlande 2010

Genre: Horror, Thriller, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailershow, Trailer

Release-Termin: 22.02.2013

 
 
 

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AMPHIBIOUS 3D – weitere Veröffentlichungen

 
 
 
Neben der Einzelveröffentlichung findet man AMPHIBIOUS 3D auch noch in diversen Filmzusammenstellungen, wie der MEGA MONSTER COLLECTION oder der MONSTERS FROM HELL COLLECTION. Darin sind meist mehrere Monsterfilme enthalten. Für Fans dieser Streifen eine lohnende Investition – zumal diese Kolletionen für einen recht kleinen Preis zu haben sind.
 
 

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(c) Eurovideo Medien

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(c) KNM Home Entertainment GmbH

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AMPHIBIOUS 3D – Trailer

 
 
 


 
 

Hellraiser80/ Marcel Demuth

 
 
 
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