Filmkritik: „The Terror Within“ (1989)

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THE TERROR WITHIN

(GOOD NIGHT HELL)

Story

 
 
 
Aus der Rubrik Corona und Co. Ein aus dem Ruder gelaufenes Biowaffen-Experiment putzt in damals naher Zukunft die Platte leer. Schlabberdibapp. Ein Grüppchen verzweifelter Überlebender – wie immer – brütet in der Mojave-Wüste in einer weitläufigen unterirdischen Bunkerlandschaft der Armee und erkundet gelegentlich das seuchenzerfressene Amerika nach anderen Übriggebliebenen. Oben herrschen säuische Tiermutanten, die von den Kellermenschen als „Gargoyles“ bezeichnet werden. Als die Belegschaft eine junge und verwundete Frau bei sich aufnimmt, macht sie einen gravierenden Fehler. Mademoiselle ist nämlich gerade von einer der Bestien vergewaltigt worden und trägt dessen viehische Saat im Leibe. Der Nachwu

 
 
 


 
 
 

THE TERROR WITHIN – Kritik

 
 
Geilste Idee vorneweg: Der wunde Punkt der zwei Meter großen Echsenmutanten mit genetisch eingebauter Anabolika-Leidenschaft liegt nicht bei ihrer Reaktion auf Atomwaffen, Motorsägen oder anderer Arten von Knüppel aus dem Sack. Nein, die Pestilenz aus dem Labor hat die Biester mit empfindlichen Hörorganen geschlagen, die mit Hundepfeifen an den Rand des Kollapses geführt werden können. Als Filmemacher auf eine solch brillante Art am Waffen-Budget zu sparen, muss man erst einmal kommen, Brüder und Schwestern.
 
 
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Erster deutscher Auftritt: Zu späteren VHS-Zeiten gab’s den spaßigen Stinker unter dem Titel GOOD NIGHT HELL in einer schicken Großbox. In Übersee erfährt er als eine der letzten nach typischer Facon hergestellten Produktionen aus der Verantwortung des mächtigen Roger Corman ein dementsprechendes Marketing. Die vorliegende digitale Auflage bedient sich endlich auch dieses werbewirksamen Prädikats. Tatsächlich erinnert der Aufbau von THE TERROR WITHIN an ganz frühe Filme des Königs der B-Movies. Eine minimal gehaltene Besetzung im Kampf gegen ein Billigheimer-Ungeheuer in Kulissen, die diese Bezeichnung eigentlich gar nicht verdient haben. Man gibt sich schon mit geeigneten Räumlichkeiten aus dem Bereich verlassener Industriegebäude zufrieden. Langt ja auch. In ernsthaftem Cineasten-Kontext würde man wohl von einer kammerspielartigen Atmosphäre schwadronieren. Zum Glück müssen wie an dieser Stelle keine Seriosität simulieren. Das Setting der Welt nach dem großen Knall oder der reinigenden Seuche (wobei die Bunkeranlage auch in jeder nicht postapokalyptischen Umgebung stehen könnte) ist ebenfalls ein Stilmittel, das El Gran Rogerio schon 1955 in seinem Frühwerk DIE LETZTEN SIEBEN zu nutzen weiß. California über alles, wie eine berüchtigte Musikkapelle schon Ende der Siebziger zu singen wusste. Dort wie hier sind die Schauspieler ein Potpourri aus Nobodys und verstrahlten Kultstars mit beschädigter interner Qualitätskontrolle.
 
 
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In THE TERROR WITHIN stehen 1989 der unverwüstliche, aus geschätzten achttausend Filmen bekannte Schrank George Kennedy und Widerling Andrew Stevens ihren Mann. Besonders Stevens scheint so ein Vergnügen an der Chose zu haben, dass er zwei Jahre später in der Fortsetzung mitspielt und obendrein auch noch Regie führt. Den wuchtigen Gargoyle mit vorbildlichem Fortpflanzungstrieb spielt ein Stuntman und Kampfsportler mit dem beneidenswerten Namen Jack van Landingham. Die Art der Action, also menschliche Monsternahrung, die durch enge Schächte gejagt wird, bevor schließlich gar blutig Sense ist, entlehnt Regisseur Thierry Notz natürlich Ridley Scotts ALIEN – DAS UNHEIMLICHE WESEN AUS EINER FREMDEN WELT (1979). Auch die Brutzeit im menschlichen Wirtskörper – die ist kurz, höchstgradig schmerzhaft und beim Wurf splatterig-tödlich – kennt der geschulte Filmfreund von den Brustzerplatzer-Crashgeburten der Xenomorph-Außerirdischen aus der Alptraumwerkstatt HR Gigers. Ja, wie dort auch haben die Monstrositäten in allererster Linie den Erhalt der Spezies auf dem Ticker und schändet jedes menschliche Wesen, das ihnen vor die pochende Schleimrute läuft. Pfui.
 
 
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THE TERROR WITHIN – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
THE TERROR WITHIN ist knuspriges Trash-Unterhaltungskino aus geschulter Hand. Produzent Roger Corman mixt wild Ideen aus Nach-dem-Weltuntergangs-Film und den Tunnelhetzjagden und Chest-Burster-Exzessen aus dem 1979er Science-Fiction-Horror-Klassiker ALIEN. So einen Film 1989 zu servieren zeugt von der Furchtlosigkeit seiner Macher. Mit dem gütigen Auge des Retro-Fandoms betrachtet, gewinnt der Spaß gleich noch einen Old-School-Sympathiebonus. Jetzt schauen wir mal aus dem Kellerfenster, ob uns COVID-19 schon Gargoyles beschert hat.
 
 


 
 
 

THE TERROR WITHIN – Zensur

 
 
 
THE TERROR WITHIN erschien ungeschnitten mit FSK18-Einstufung auf VHS-Kassette, wurde aber danach schnell auf dem Index gesetzt. Dort verweilte er zwischen 1990 und 2015. Während dieser Zeit wurde der Monster-Trash mehrfach auf DVD in unterschiedlichen Schnittfassungen veröffentlicht. Dank M-Square Pictures kommt der Ex-Indexfilm nun endlich ungeschnitten und legal als Blu-ray in die deutschen Wohnzimmer. Die aktuell im Handel erhältliche Blu-ray im Mediabook ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

THE TERROR WITHIN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) M-Square Classics (Mediabook – limitiert auf 1200 Stück)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Terror Within; USA 1989

Genre: Horror | Trash | Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: keine

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook

Extras: Film zusätzlich auf DVD, 16-seitiges Booklet mit tollen Fotos und Hintergrundinformationen, Erstmals auf DVD und Blu-ray als limitierte Mediabook-Edition, Weltpremiere in HD auf Blu-ray, Uncut Fassung, Digital Remastered (Neues HD Master), FSK Logo ablösbar, Open-Matted Original Deutsch VHS Version, Originaltrailer, Artwork Galerie

Release-Termin: Mediabook: 25.09.2020

 

The Terror Within [Mediabook mit Blu-ray + DVD] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

THE TERROR WITHIN – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei M-Square Classics)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Terror Within II – Die Gene schlagen zurück (1991)
 
Das Nest (1988)
 
Mutant – Das Grauen im All (1982)
 
Anthony (1987)
 

Filmkritik: „Der Biggels-Effekt“ (1986)

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DER BIGGELS-EFFEKT

(BIGGLES | BIGGLES: ADVENTURES IN TIME)

Story

 
 
 
Im New York des Jahres 1986 gerät der junge Jim Ferguson in ein Zeitloch. Das katapultiert ihn ins Jahr 1917, wo er dem britischen Kampfpiloten James „Biggles“ Bigglesworth die Haut rettet. Zurückgeworfen in die Gegenwart erklärt ihm der greise Ex-Kampfflieger Raymond, dass Ferguson und Biggles Zeit-Zwillinge sind, die sich in der Not gegenseitig retten können. Gemeinsam und nach vielen Wechseln der Zeitebenen, geraten die beiden in die Lage, den drohenden Endsieg der Nazis verhindern zu können.

 
 
 


 
 
 

DER BIGGELS-EFFEKT – Kritik

 
 
W.E. Johns‘ Buchreihe über Biggles (im Deutschen knallhart auf die Schreibweise „Biggels“ umgeproft), Ferguson und ihre Zeitsprünge soll bereits 1968 verfilmt werden, Schreibprozess und Casting sind abgeschlossen, sogar die Kulissen stehen schon. Leider geht die Verfilmung mit Haudegen James Fox in der Hauptrolle den Weg alles budgetär falsch Kalkulierten auf der Welt und die Johns-Fans müssen bis Mitte der Achtziger auf eine Adaption warten. Die sieht im Script noch aus wie eine in Pulp-Roman-Ästhetik getränkte Luftfahrt-Abenteuer-Charade im Indiana-Jones-Stil und vergisst fast den Kern der Story: Die Zeitreisen. In seiner letzten Kinorolle als Airforce-Veteran Raymond dürfen wir die britische Horrorfilm-Ikone Peter Cushing bewundern. In seiner Autobiographie schreibt der große englische Mime, dass sein Leben schon 1971, mit dem Tod seiner Gattin, zuende gewesen sei. Direkt nach dem schweren Einschlag in Cushings Alltag nimmt er mehr und mehr ab, wirkt immer geisterhafter und eingefallener in seinem Auftreten. Nach DER BIGGELS-EFFEKT beendet der legendäre Professor van Helsing dann auch seine Karriere und tritt bis zu seinem Tode nicht mehr auf.
 
 
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Regie führt der Brite John Hough. Der, nächstes Jahr feiert er seinen achtzigsten Geburtstag, zählt zu jener bedauernswerten Kategorie von Filmschaffenden, die erst dann ausreichend Anerkennung für ihr Schaffen erfahren werden, wenn sie dereinst der Schlag trifft. Er leitet bereits in den Sechzigern die Aufnahme bei Folgen von MIT SCHIRM, CHARME UND MELONE (den ersten „Avengers“), dreht 1971 für Hammer den schnittigen DRACULAS HEXENJAGD, 1973 für den großen Konkurrenten Amicus TANZ DER TOTENKÖPFE und 1974 in den USA den in Drive-In-Theater-Kennerkreisen beliebten Road-Movie-Exploitationer KESSE MARY – IRRER LARRY mit Peter Fonda. Besonders interessant aber sind John Houghs Arbeiten in der Welt des Kinder-Horrors, also der gruseligen Filme zugeschnitten auf ein jugendliches Publikum. Tatsächlich zeichnet er gleich für drei hochbedeutsame Vertreter der Spielart verantwortlich: 1975 DIE FLUCHT ZUM HEXENBERG und drei Jahre später dessen Fortsetzung DER SIEG DER STERNENKINDER. Beide Alien-Kiddie-Abenteuerfilme bestechen durch ihre sorgfältige, routinierte Inszenierung und eine ganz besondere Atmosphäre. Sie taugen noch 2006 einem auch schönen Remake mit Dwayne „The Rock“ Johnson zur Vorlage. Houghs 1980 gedrehter SCHREI DER VERLORENEN, eine meisterlich orchestrierte Okkultismus- und Dämonologie-Geschichte, ist der wohl Unheimlichste im Reigen der Kinder-Verschreckungsfilme. Der Titel teilt sich innerhalb des Walt-Disney-Kanons den Meisterpokal des gruseligen Kinomatinee-Spielfilms mit der Zeichentrick-Fantasy TARAN UND DER ZAUBERKESSEL von 1986. Der Gehörnte König, Motherfuckers! Sein DER BIGGELS-EFFEKT darf sich hingegen nicht der Markierungen dieser wenig erforschten Unterkategorie des Kinos der Phantastik bedienen. Minderjährige Protagonisten, die eigentlich schon genug mit sich und ihrem inneren Entwicklungstrubel zu tun haben, landen mitten in allerlei übernatürlichen Kalamitäten und verstehen die Welt endgültig nicht mehr. Ferguson und Bigglesworth sind beide erwachsene Männer – was sie aber nicht vor den Wirrungen des Zeitreisegeschäfts schützt.
 
 
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DER BIGGELS-EFFEKT – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Distinguiert britisches Zeitreise-Actiongeholze mit charmantem Pulp-Abenteuer-Einschlag. John Houghs Verfilmung der Sci-Fi-Bücherwelten von W.E. Johns erinnert an Kriegszeiten-Science-Fiction wie DAS PHILADELPHIA EXPERIMENT oder den herrlichen Japaner TIME SLIP von 1979. Der traurige Peter Cushing betritt die Bühne in DER BIGGELS-EFFEKT ein letztes Mal. Nur einer von vielen Gründen, diesem vergessenen Zukunfts- (und Vergangenheits- natürlich) Film ein paar Stündchen zu widmen. Kalte Winterabende und so.
 
 


 
 
 

DER BIGGELS-EFFEKT – Zensur

 
 
 
DER BIGGELS-EFFEKT erschien bisher nur auf VHS-Kassette. Dort war der Streifen aber leicht geschnitten. Leider erfolgte nie eine DVD-Auswertung. Das ändert sich aber jetzt. Das Label WICKED VISION hat sich dem Film angenommen und veröffentlicht die erste ungeschnittene Filmfassung in Deutschland auf DVD und Blu-ray. Als i-Tüpfelchen feiert der Streifen hierzulande sogar seine deutsche HD-Premiere. Wenn das mal nichts ist. Sci-Fi-Fans wird das freuen.
 
 
 


 
 
 

DER BIGGELS-EFFEKT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Wicked Vision Media (Mediabook – Cover A – limitiert auf 333 Stück)

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(c) Wicked Vision Media (Mediabook – Cover B – limitiert auf 333 Stück)

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(c) Wicked Vision Media (Mediabook – Cover C – limitiert auf 333 Stück)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Biggles; Großbritannien | USA 1986

Genre: Abenteuer | Kinder | Familie | Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook

Extras: Film zusätzlich auf DVD, Eine limitierte Sammelkarte! (Nur für die ersten 100 Vorbesteller im Wicked Shop), Erstmals mit deutschem Ton in Stereo!, 24-seitiges Booklet mit einem Essay von Christoph N. Kellerbach, My Friends Call Me Biggles“: Interview mit Neil Dickson, „A Matter of Time“: Interview mit Alex Hyde-White, „The Stunts of Biggles“: Interview mit Stuntman Dinny Powell, TV-Mitschnitt: „Saturday Superstore“ (1986), TV-Mitschnitt: „Blue Peter“ (1986), Making-of Dokumentation, Musik-Videos, Video Game Promo, Deutscher Trailer, Originaltrailer, TV-Spots, Bildergalerie

Release-Termin: Mediabook: 25.09.2020

 

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DER BIGGELS-EFFEKT – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei Wicked Vision Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Zurück in die Zukunft (1985)
 
Zurück in die Zukunft II (1989)
 
Zurück in die Zukunft III (1990)
 

Filmkritik: „Sie kamen von jenseits des Weltraums“ (1967)

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SIE KAMEN VON JENSEITS DES WELTRAUMS

(THEY CAME FROM BEYOND SPACE)

Story

 
 
Ein rätselhafter Meteorschauer hagelt auf eine englische Ackerlandschaft hernieder. Rätselhaft? Tatsächlich, landen die außerirdischen Gesteinsbrocken doch in einer lupenreinen V-Anordnung in dem Feld nahe Cornwall. Dr. Temple, eigentlich eine große Nummer in der europäischen Alien-Forschung, nimmt nach einem Autounfall nicht an den Untersuchungen der Einschlagstelle teil, seine Freundin Lee, auch vom Fach, allerdings hat Dienst. Besser so, zumindest für Temple, da die Köpfe der an der Ortsbegehung teilnehmenden Wissenschaftler von Außerirdischen in Besitz genommen werden. Schlechter sind nur noch die Dorfbewohner der Umgebung dran. Sie werden von einer unbekannten Seuche befallen, bei der ihre Körper voller ausgetretener Blutstropfen sind, bevor schließlich unvermeidlich der Tod eintritt. Temple scheint jedoch immun gegen die Hirnübernahme und sogar die Weltraum-Seuche zu sein. Beides sind – man kann es sich denken – Maßnahmen, mit denen die Aliens hinter dem hinterlistigen Meteoriten-Angriff am End‘ den rückschrittlichen Planeten Erde übernehmen wollen.

 
 
 


 
 
 

SIE KAMEN VON JENSEITS DES WELTRAUMS – Kritik

 
 
Aliens, Seuchen, menschliche Arbeitstiere für den Mond – potent, potent! Die zaghaft unternommenen Ausflüge der beiden großen britischen Horror-Studios ins Genre der Science-Fiction sind heute beinahe völlig vergessen. Zu erschlagend und stilprägend ist das Horror-Oeuvre von Hammer Films und – wie im Falle von SIE KAMEN VON JENSEITS DES WELTRAUMS – Amicus Productions, zu klein der Gesamtoutput der berühmten Produktionsgesellschaften an Weltraum-Fantasy. Die Kulissen eines ebenfalls von Rosenberg und Subotsky produzierten Films aus der Welt von DR. WHO, der wohl berühmtesten englischen Science-Fiction-Figur, stehen noch und werden frechweg gleich nochmal verwendet. Ja, wir haben es mit einer kostengünstigen Arbeit zu tun.
 
 
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Als Star des Films sehen wir den Amerikaner Robert Hutton, einen seit 1943 maßgeblich in B-Produktionen und am Theater tätigen Leading Man klassischer Erscheinung, an den sich mittlerweile nur noch die richtig versierten Kinonerds erinnern. Freunde des absonderlichen Films könnten sich Hutton 1963 noch im amerikanischen Ultra-Billigheimer-Monster-Movie THE SLIME PEOPLE zu Gemüte führen. Dort führt er sogar Regie. Von den heimisch gezüchteten Genreprofi-Gesichtern vor der Kamera erleben wir hier nur Michael Gough als „Master Of The Moon“. Die Kollegen der schauspielerischen Gruselfilm-Prominenz, Christopher Lee, Peter Cushing und so weiter ist zum Zeitpunkt der Dreharbeiten andernorts am Set zu finden. Dafür ist durch die Regie von Freddie Francis höchster britischer Genrekino-Standard garantiert. Für das Drehbuch zeichnet niemand geringeres als Amicus-Miteigentümer Milton Subotsky verantwortlich – eine schöne Parallele zu Hammer-Films-Chef Michael Carreras, der ja gelegentlich auch mal als Autor und Regisseur in Erscheinung getreten ist.
 
 
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SIE KAMEN VON JENSEITS DES WELTRAUMS ist Science-Fiction-Trash, wie man ihn typischerweise aus amerikanischer Herstellung kennt. Unzweideutig für ein Minibudget gedreht und durchgehend mit absurden Ideen gespickt. So muss das sein. Nehmen wir etwa die Immunität des Helden gegen die außerirdischen Krankheitserreger. Dr. Temple wird nur deswegen nicht von den tödlichen Alien-Blutpocken erwischt, weil ihm infolge seines Verkehrsunfalls eine Metallplatte in den Kopf eingesetzt wurde. Auch die Psy-Attacken auf den freien Willen der Forscher wehrt die Platte im Schädel ab. Man kennt ja die blöden Witze oder todernste Aussagen von Betroffenen, die angeblich Radiosignale über solche chirurgischen Ersatzteile empfangen können. Virenresistenz ist neu – geht aber schließlich um eine Krankheit von jenseits des Weltraums. Da geht das. Auch die Umleitung über den Mond ist so gaga, dass man anderthalb Augen zudrücken müsste, wenn man denn vorhätte den Film als bitterernste Zukunftsvision zu sehen. Aber das will ja hoffentlich niemand, oder?
 
 
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SIE KAMEN VON JENSEITS DES WELTRAUMS – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Science-Fiction, britisch und dann auch noch von den Amicus Productions, ist ein ebenso seltenes und seltsames Tier im Dschungel der B-Movie-Fauna. SIE KAMEN VON JENSEITS DES WELTRAUMS verpasst amerikanischen Außerirdischen-Invasions-Filmen einen Anstrich englischer Bedächtigkeit. Aliens suchen auf der Erde nach Sklaven für ihre Werkstatt auf dem Mond. Damit ist eigentlich alles gesagt. Space-Age-Exotica eben. Das geht immer!
 
 


 
 
 

SIE KAMEN VON JENSEITS DES WELTRAUMS – Zensur

 
 
 
Die aktuell in Deutschland erhältliche Fassung auf Blu-ray und DVD ist ungeschnitten und frei ab 12 Jahren.
 
 
 


 
 
 

SIE KAMEN VON JENSEITS DES WELTRAUMS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Limitiertes Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: They Came from Beyond Space; Großbritannien 1967

Genre: Horror, Abenteuer, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: keine

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook

Extras: 16-seitiges Booklet, Original Trailer, Artworkgalerie, DVD-Fassung des Films

Veröffentlichung: Mediabook: 11.09.2020

 
 

Sie kamen von jenseits des Weltraums [DVD + Blu-ray im Mediabook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

SIE KAMEN VON JENSEITS DES WELTRAUMS – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei White Pearl Movies | Daredo)

 
 
 
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