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Filmkritik: „Devil’s Gate“ (2017)

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DEVIL’S GATE

Story

 
 
 
Auf einer unheimlichen Farm passieren seltsame Dinge. Was die Polizei dort jedoch findet, geht weit über rationalen Menschenverstand hinaus.

 
 
 


 
 
 

DEVIL’S GATE – Kritik

 
 
 
Ist es eigentlich ein gutes Zeichen, wenn ein Film von Festival zu Festival gereicht wird? Nicht selten steckt dahinter Kalkül. Viele Festival-Initiatoren zeigen sehenswerte Filme, um möglichst viele Besucher in die Vorstellungen locken zu können. Aber das Einreichen von Filmen kann auch einem anderen Zweck dienen. So kann es gut sein, dass Filme keinen Verleih finden und daher so lange auf diversen Festivals ihr Dasein fristen bis sich endlich ein Einkäufer findet. Im Falle von DEVIL’S GATE können wir aber Entwarnung geben. Auch dieser Streifen wurde auf einschlägigen Veranstaltungen wie dem FRIGHTFEST oder dem TRIBECA FILMFESTIVAL aufgeführt, vermutlich aber nicht mit dem Hintergrund unbedingt ein Käufer für die Heimkinoauswertung zu finden. Diesen dürfte erwähnter Indie-Horror ohnehin schnell gefunden haben, denn DEVIL’S GATE ist weit weg von schlecht und bringt gute Horrorunterhaltung ins gemütliche Wohnzimmer. Darauf dürfen sich Genre-Fans freuen.
 
 
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Was ist denn hier nicht in Ordnung? Das denkt sich auch FBI-Agentin Daria Francis (AMANDA SCHULL). Die muss sich im ländlichen Amerika mit einem Fall beschäftigen, der viele Fragen aufwirft. Im Fokus der Ermittlungen steht Familienvater Jackson Pritchard (MILO VENTIMIGLIA aus STATIC und KISS OF THE DAMNED). Seit einer Ewigkeit sind nämlich dessen Frau und der gemeinsame Sohn verschwunden. Man glaubt an Mord. Doch der ortsansässige Sheriff Conrad ‚Colt‘ Salter (SHAWN ASHMORE aus HATCHET 2 und FROZEN) kennt den Beschuldigten seit der Kindheit persönlich und vermutet andere Ursachen. Grund genug sich auf der heruntergekommenen Ranch besagter Familie umzuschauen. Dort stößt man auf das verstörte Familienoberhaupt, das über den Besuch der Gesetzeshüter so gar nicht erfreut ist. Offenbart versucht er die Farm vor etwas zu beschützen, das es mit der Familie nicht sonderlich gut meint. Und in der Tat. Im Keller erhält man erste Hinweise. Dort haust in einem Käfig ein Wesen, das keinesfalls menschlich ist. Da stellt sich glatt die Frage, was in diesem Heim nicht mit rechten Dingen zugeht. Die Antwort darauf sucht man in dieser Kritik vergebens. Jeder noch so kleine Spoiler raubt nämlich DEVIL’S GATE die Spannung.
 
 
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Eine abgelegene Farm, bedrohliche Wolken, ein religiöser Fanatiker und der Teufel im Titel. Dieser Film muss mit dem Okkulten zu tun haben, was wohl das Interesse eines Exorzisten auf den Plan rufen dürfte, der hier mit Weihwasser und Kruzifix zu Tate schreiten muss. Überraschenderweise macht Regisseur CLAY STAUB alles anderes. DEVIL’S GATE ist im anderen Subgenre Zuhause und treibt mit unerwarteten Handlungsverläufen die Spannung voran. Leider beinhaltet der Streifen viele Rätsel und überraschende Wendungen, was es an dieser Stelle schwer macht den Film zu rezensieren. Jede Information zu viel zerstört den nicht uninteressanten Plot, der hier immer nur knappe Hinweise darüber liefert, was letztendlich des Pudels Kern ist. Der Zuschauer wird stets häppchenweise mit Antworten versorgt, die am Ende ein rundes Ganzes ergeben. Erst dort macht der Mystery-Plot Sinn und verinnerlicht einmal mehr, dass selbst bekannte Geschichten immer noch gut funktionieren, wenn man sie in einem unvorhersehbaren Drehbuch niederschreibt, das nicht gleich mit der Tür ins Haus fällt. Dass die erste eigene Arbeit von Regisseur CLAY STAUB eine atmosphärische wie spannende Glanznummer geworden ist, scheint nicht von ungefähr zu kommen. Der Macher war nämlich zuvor an einigen Horror-Produktionen beteiligt, bei denen er wohl das Einmaleins des Angstmachens studiert hat. So stand er als Regisseur der zweiten Unit an der Neuverfilmung des Kultstreifens DAWN OF THE DEAD und dem Prequel zu Carpenters THE THING zur Seite. Immerhin erfolgreiche Filme, die besser waren, als die meisten Neuinterpretationen geliebter Kultklassiker. Qualitativ bleibt Macher CLAY STAUB zumindest seinem Kurs treu. DEVIL’S GATE kann sich sehen lassen und dürfte Freunde unabhängigen Gruselkinos bestens unterhalten. Dank guter (aus TV-Serien bekannter) Schauspieler, professionell getrickster Kreaturen-Effekte und durchdachter Erzählweise ist aus diesem kleinen Grusel-Indie definitiv ein Geheimtipp geworden. Sollte man sich auf die Filmliste setzen.
 
 
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DEVIL’S GATE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Bedrohlich-düsteres Indie-Kino, das sich nicht gleich durchschauen lässt und bis zum Ende fesselt. DEVIL’S GATE gelingt das Kunststück, welches immer wenigeren unabhängig produzierten Horrorfilmen gelingt. Der Streifen erzählt eine Geschichte, die schnell in den Bann zieht und von der man unbedingt wissen will, wie sie ausgeht. Grund hierfür: Man hat sich beim Verfassen des Drehbuchs Gedanken gemacht und an einem Plot gebastelt, der den Zuschauer anfangs versucht in die Irre zu führen. Wohin die Reise wohl gehen wird? Das bleibt bis zur Hälfte ungewiss. Ein guter Schachzug, um das Publikum bei Laune zu halten. Offenbar war im Falle von DEVIL’S GATE jemand am Regler, der selbst Horrorfan ist und weiß, was Genre-Fans wollen. Letztere dürstet es nach spannenden Geschichten, die gute Unterhaltung versprechen. Das ist Regisseur CLAY STAUB definitiv gelungen. Der zitiert hier Altmeister wie JOHN CARPENTER oder TOBE HOOPER. Die permanent bedrohliche Kulisse tut da ihr Übriges. Essentiell für einen Horrorfilm. Dieser Mysterythriller ist zweifelsohne sehenswert. Bitte mehr von diesen kleinen, qualitativen Low-Budget-Schockern.
 
 
 


 
 
 

DEVIL’S GATE – Zensur

 
 
 
Viel Gewalt zeigt DEVIL’S GATE nicht. Ein Mann wird von einer Bärenfalle zerquetscht, Ein Bein wird mit einem metallischen Gegenstand durchbohrt, der Brustkorb eines Protagonisten wird aufgerissen und ein Gesicht wird ebenfalls weggeschossen. Hierzulande dürfte eine FSK16 drin sein.
 
 
 


 
 
 

DEVIL’S GATE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei IFC Midnight)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Extraterrestrial (2014)
 
The Recall (2017)
 
Dark Skies – Sie sind unter uns (2013)
 

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Kritik: „Closer to God – Frankensteins Kinder“ (2014)

 Closer to God (2014)
 
 
 

CLOSER TO GOD – FRANKENSTEINS KINDER

Story

 
 
 
Ein geklonter Junge bricht aus seinem Gefängnis aus, läuft Amok und verwandelt sich in eine Killermaschine.

 
 
 


 
 
 

CLOSER TO GOD – Kritik

 
 
 
Eine weitere Episode aus der Reihe: Unethische Experimente und ihre Folgen. Mittlerweile ist die Geschichte von Dr. Frankenstein und dem von ihm künstlich erschaffenen Menschen nicht mehr ganz so taufrisch. Knapp 200 Jahre ist es bereits her, dass der Roman aus der Feder von MARY SHELLEY anonym veröffentlicht wurde, zu Weltruhm kam und mittlerweile unzählige Regisseure zu Filmen inspiriert hat. Einer derer ist BILLY SENESE. Der befasst sich in CLOSER TO GOD – FRANKENSTEINS KINDER mit dem heiklem Thema, das wohl nie an Brisanz verlieren dürfte, denn auch die moderne Interpretation des zeitlosen Frankenstein-Stoffs klärt auf, dass die Erschaffung von Mensch und Tier lieber Gott oder Natur überlassen werden sollte. Es ist die Debatte vom Klonen menschlicher Individuen, die in CLOSER TO GOD neuen Zündstoff erhält. Darin spielt JEREMY CHILDS den modernen Frankenstein namens Victor (was für ein Zufall), dem es gelingt den ersten menschlichen Klon zu erschaffen. Das Kind namens Rebecca kommt gesund im Labor auf die Welt und wird zugleich der Presse vorgestellt. Leider findet das Experiment nicht nur Befürworter. Unmengen Gegner machen dem Wissenschaftler das Leben schwer, weshalb sich Genetiker Victor Reed in sein Anwesen zurückzieht, um den Klon dort großziehen und erforschen zu können. Was die Öffentlichkeit nicht weiß: Rebecca ist nicht die erste künstlich erschaffene Kopie eines Lebewesens. Im Haus nebenan haust hinter dicken Türen Testobjekt Ethan – ein ebenfalls geklonter Mensch, bei dessen Erschaffung nicht alles nach Plan gelaufen ist. Der deformierte Junge legt aggressives Verhalten an den Tag, flüchtet aus seinem Gefängnis und schlägt jeden mit einer Eisenstange nieder, der sich ihm in den Weg stellt.
 
 
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Bis das wütende Kind jedoch durch den Film hetzen darf, vergeht viel Zeit. Regisseur und Drehbuchautor BILLY SENESE macht nämlich von der altmodischen Methode des Angstmachens Gebrauch. Das bedeutet, dass sich der Film (zu) viel Zeit mit dem Erzählen seiner Geschichte nimmt und sich weniger auf die Zurschaustellung missgebildeter Kreaturen oder auf möglichst blutige Gewaltmomente konzentriert. Stattdessen entwickeln sich die Ereignisse gemächlich und die Gestalt des ungeliebten Klon Ethan wird aus Spannungsgründen erst am Ende gezeigt. Ein geschickter Schachzug den ohnehin gelangweilten Zuschauer bis zum Abspann vor dem Fernsehapparat zu halten, denn sonderlich packend ist CLOSER TO GOD nicht inszeniert. Interessanterweise ist CLOSER TO GOD der erst zweite Film von Regisseur BILLY SENESE, welcher sich bei seinen bisherigen (Kurz)Filmen von Thrillern der 1970ern (darunter: DER DIALOG oder DIE UNBESTECHLICHEN) inspirieren lies. Der hatte bereits 2007 den Indie-Thriller DARK AWAKENING inszeniert, war aber nach dem stressigen Dreh derart ausgepowert, dass er vom Filmemachen lange Zeit nichts wissen wollte. So fand er Erfüllung in der Produktion von gruseligen Hörspielen. Eine dieser unheimlichen Erzählungen mit dem Titel THE SUICIDE TAPES brachte er sogar 2014 in Form eines Kurzfilms auf die große Leinwand und wurde auf dem internationalen Filmfestival FANTASIA mit Preisen und Lob überhäuft. Das spornte den Filmemacher an, an einem neuen Langfilm zu arbeiten. Kurzum war die Idee zu CLOSER TO GOD geboren, die er anschließend mit kleinem Budget und viel Herzblut fürs Kino aufbereitete.
 
 
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In Interviews erklärte BILLY SENESE, dass er eigentlich nie vorhatte, in erster Linie einen Film über das Klonen zu drehen. Er war viel mehr daran interessiert, sich mit der Unvermeidlichkeit des Fortschritts zu beschäftigen. Während seiner Recherchen zum Film stieß er auf das Zitat eines Genetikers, das die Rastlosigkeit der Wissenschaft zum Ausdruck brachte. Der Gedanke, dass Experimente – wie das Klonen – durchgeführt werden, ohne dass jemand davon weiß, lies den Regisseur derart erschauern, dass er darüber ein Drehbuch schreiben musste. Leider verlieren die schaurigen Gedanken des Regisseurs im Film an Intensität, denn CLOSER TO GOD hat so seine Probleme, die im Grunde kontroverse Problematik ansprechend verpackt an den Zuschauer zu bringen. So quält sich CLOSER TO GOD damit eine Geschichte zu erzählen, die eigentlich auf einen Bierdeckel passt, jedoch auf Spielfilmlänge gestreckt werden musste, um der Bezeichnung Spielfilm gerecht werden zu können. Was bleibt ist ein zäher und trocken inszenierter Versuch sich mit Vor- und Nachteilen medizinischen Fortschritts zu beschäftigen, mit dem man sich aufgrund sperriger Inszenierung nicht ernsthaft auseinandersetzen möchte. Der zähe Mix aus Drama, Thriller, Science-Fiction und Horror kann zwar mit ungeschliffenem und morbidem Indie-Look überzeugen, dürfte aber wegen seiner spannungsarmen Inszenierung schnell zum Abschalten animieren. Mehr Pepp und Tempo hätte in diesem Falle Wunder bewirken können.
 
 
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CLOSER TO GOD – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Düstere Zukunftsvision, schaurig verpackt: Darf man Menschen künstlich erschaffen? Haben Klone ein Recht auf Leben? Welche Vorteile besitzt das Klonen menschlicher Individuen für die gesamte Menschheit? Regisseur und Drehbuchautor BILLY SENESE greift in CLOSE TO GOD essenzielle Fragen auf und beschäftigt sich in CLOSER TO GOD – FRANKENSTEINS KINDER mit der Unvermeidlichkeit medizinischen Fortschritts. Leider dürfte die brisante Thematik in diesem Falle schnell zu Ermüdungserscheinungen führen, denn CLOSER TO GOD ist ziemlich zäh und spannungsarm inszeniert. Erst im Finale erwacht der Streifen aus seiner Lethargie und kann dank amoklaufenden Probanden eines fehlgeleiteten Experiments noch Pluspunkte sammeln. Zu einem guten Film reicht es dennoch nicht. Dafür wurmt es zu gewaltig im zu lang geratenen Drehbuch, das mit viel Langeweile Lebenszeit raubt.
 
 
 


 
 
 

CLOSER TO GOD – Zensur

 
 
 
Schauwerte halten sich in CLOSER TO GOD – FRANKENSTEINS KINDER leider in Grenzen. Am Ende werden einige Erwachsene von einem aggressiven Kind mit einer Eisenstange verprügelt. Zwei Protagonisten müssen ihr Leben lassen. Doch das ist nicht alles. Auch der Schöpfer der Klone bekommt sein Fett weg und wird am Ende erschossen. Hierzulande hat der Film ohne Probleme die FSK mit einer Freigabe ab 16 passiert.
 
 
 


 
 
 

CLOSER TO GOD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Tiberius Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Closer to God; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | 24 Hz

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Trailer

Veröffentlichung: 11.08.2016

 
 
 

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CLOSER TO GOD – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshot liegen bei TIBERIUS FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Die Wiege des Bösen (1974)
 
Die Wiege des Satans (1974)
 
Die Wiege des Schreckens (1987)
 
Godsend (2004)