Filmkritik: „Better Watch Out“ (2016)

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BETTER WATCH OUT

(SAFE NEIGHBORHOOD)

Story

 
 
 

Eine Babysitterin (OLIVIA DEJONGE aus SCARE CAMPAIGN) erlebt ausgerechnet vor Weihnachten den Horror auf Erden.

 
 
 


 
 
 

BETTER WATCH OUT – Kritik

 
 
 
Auch im Horrorfilm passieren manchmal Dinge, die selbst eingefleischte Fans nicht kommen sehen. Da gibt es immer noch Filmemacher, die kreativ sein wollen und es anders machen wollen, als die anderen. Eine lobenswerte Geste, haben vor allem Horrorfans immer wieder das Nachsehen, weil ihnen die ständig gleichen Geschichten von gelangweilten Filmmenschen aufgetischt werden. Denen ist eigentlich nur wichtig, was sich damit verdienen lässt und wie sie mit geringem Aufwand den maximalen Reibach machen können. Überraschenderweise scheint das nicht unbedingt für die Horrorkomödie BETTER WATCH OUT zuzutreffen. Die kommt mal wieder aus Australien, wo neuerdings Grusel-Geheimtipps am Fließband produziert werden. Offenbar kennt man dort die Formel für innovativen Horror den Fans dieses Genre sehen wollen. Der kommt von dort seit Jahren abwechslungsreich, gruselig und vor allem kreativ ins Heimkino. Gott segne Australien.
 
 
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Dass BETTER WATCH OUT eigentlich nur gut werden konnte, war gewissermaßen abzusehen. Hinter der rabenschwarz-bissigen Horrorkomödie steckt nämlich jemand, der vor einigen Jahren für Aufsehen gesorgt hat. CHRIS PECKOVER startete seine Filmkarriere mit dem unerträglich harten und zu Recht kontroversen Thriller UNDOCUMENTED, der leider bis heute keinen Rechteinhaber in Deutschland gefunden hat. Angesichts der dort gezeigten Grausamkeiten verwundert das schon, entstand doch der Film zu einer Zeit in der es Mode war möglichst harten Gewaltnonsens auf Zelluloid zu bannen. In BETTER WATCH OUT wird aber ein Gang zurückgefahren. Gewalt gibt es hier zwar auch zu sehen. Diese wurde aber mit zynischer Note versehen, so dass auch ungeübte Zuschauer am etwas anderen Weihnachtsfest teilnehmen dürfen, ohne gleich vergrault zu werden. Dennoch offensichtlich: Hier muss ein Fanboy am Werk gewesen sein. BETTER WATCH OUT erinnert unschwer an die Filmstreiche von Satansbraten Kevin, der in den KEVIN ALLEIN ZU HAUS-Filmen bösen Menschen mit kindlicher Unbeschwertheit die Leviten liest. Scheinbar haben die Lausbubengeschichten so Eindruck hinterlassen, dass Regisseur CHRIS PECKOVER nacheifert. Das ist aber nichts, was man ankreiden müsste.
 
 
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Gleiches Konzept wie oben genannter Kultfilm aus den 1990ern verfolgt auch der zweite Spielfilm von Regisseur CHRIS PECKOVER, wenngleich das Treiben hier definitiv nicht für Kinder geeignet ist. In BETTER WATCH OUT – der sich im Original übrigens SAFE NEIGHBORHOOD schimpft – soll sich Babysitterin Ashley um den zwölfjährigen Schüler Luke kümmern. Es ist Weihnachtszeit und die Eltern des Jungen wollen sich einen schönen Abend machen. Eine gute Gelegenheit für die attraktive Ashley, um schnelles Geld zu verdienen. Doch die Gute ahnt nichts von den Plänen ihres Schützlings. Der will dem Kindermädchen seine Liebe gestehen, ist er doch schon seit Monaten in die junge Frau verliebt. Leider hat die Babysitterin keine Zeit für Kinderkram. Die hat Stress mit ihrem Freund und versucht die Wogen zu glätten. Das gefällt dem pubertierenden Verehrer gar nicht. Gemeinsam mit Kumpel Garrett versucht er das Herz der Angebeteten zu gewinnen. Doch da klopft es an der Tür und schemenhafte Schatten geistern ums Heim. Will da etwa jemand Spiele spielen? Den jungen Leuten im Haus zumindest wird angst und bange. Ob man sich zu wehren weiß? Filmfans müssen sich auf etwas gefasst machen, denn dieser Abend endet anders als erwartet.
 
 
Jene, die sich den Filmspaß nicht verderben lassen wollen, sollten zum Fazit springen. Was folgt sind nämlich Spoiler, die einen Teil der wendungsreichen Handlung verraten.
 
 
Der australische BETTER WATCH OUT lockt mit irreführendem Trailer. Was dort beinahe im Stile eines KEVIN ALLEIN ZU HAUS übertrieben schwarzhumorig zum Kauf animieren will, ist im fertigen Film dann doch mehr Ernst als Spaß. Regisseur CHRIS PECKOVER will sich abheben. Der Zuschauer bekommt hier nicht das zu sehen, was er erwartet. So ändert der Film nach knapp zwanzig Minuten seine Richtung. Statt dem Fan austauschbares Slasher-Futter aufzutischen in dem ein Babysitter von maskierten Irren terrorisiert wird, versteckt sich der Psychopath diesmal hinter engelsgleichen Augen. Das hat man nicht kommen sehen, denn Dank falscher Fährten bleibt lang verborgen, wohin die Reise wirklich gehen wird. Glanzstück dieses unvorhersehbaren Weihnachts-Horrors ist zweifelsohne Jungdarsteller LEVI MILLER. Der macht es dem ehemaligen Kinderstar MACAULY CULKIN gleich. Was nur die wenigsten wissen: Der damals noch umworbene Jungschauspieler versuchte in den 1990ern auch mal eine andere Seite zu zeigen. Im Psychothriller DAS ZWEITE GESICHT wagte er einen Versuch, das ihm auferlegte Kinderstar-Image abzulegen. Das Resultat war ein solider Horrorthriller bei dem Culkin bewies, dass er zur Abwechslung auch „böse“ kann.
 
 
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In dessen Fußstapfen tritt nun auch der erwähnte LEVI MILLER. Der zeigt in BETTER WATCH OUT locker-flockig, dass er eigentlich gar nicht nett ist, wie man auf den ersten Blick vermuten würde. Die von ihm verkörperte Filmfigur Luke entpuppt sich im Verlauf dieses Horrorstreifens als das Böse in Menschengestalt. Der unschuldig dreinschauende Antiheld handelt manipulativ und skrupellos, wobei nachvollziehbare Beweggründe anfangs fern bleiben. Das ist auch schon eines der wenigen Mankos, des ansonsten tadellos inszenierten Psychothrillers. Sonderlich schlau wird man aus der Verwandlung vom Engel zum Teufel bis kurz vor Ende nicht. Luke radiert aus Liebe zu Babysitterin Ashley Konkurrenten aus und verschleiert am Ende Spuren, in dem er seine grauenvollen Taten anderen in die Schuhe schieben will. Doch er hat auch noch etwas anderes im Sinn. Er vermisst die Umarmungen der Mutter. Seit die ausbleiben, kann er nicht mehr in Ruhe schlafen. Demzufolge plant er ein Verbrechen, um die Herzlichkeiten der Mutter zurückerobern zu können. Wie er seinen Plan verfolgt ist dabei nicht immer logisch. Aber sind wir doch ehrlich: BETTER WATCH OUT ist eben auch nur ein Horrorfilm mit Hang zum Polarisieren und Schockieren.
 
 
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Letzteres gelingt ganz gut. Je näher man sich der Zielgerade nähert, umso öfters bleibt das Lachen im Halse stecken. Der anfangs eingeschlagene Humor verliert nämlich schnell seine Wirkung, je kompromissloser der Film voranschreitet. Der Minipsychopath schreckt bald nicht mehr vor Mord zurück und lässt sich perfide Tötungsarten einfallen. Die werden zwar schwarzhumorig zelebriert. Wirklich lustig wirkt das grausame Treiben aber irgendwann nicht mehr – vermutlich auch, weil es befremdlich ist zu sehen, dass es Kindern Spaß bereitet zu morden. Immerhin bekommt der Nachwuchskiller am Ende sein Fett weg. Eine Genugtuung für den Zuschauer, der dem Bengel für sein unverfrorenes Verhalten dann doch gern mal die Ohren langziehen möchte. Spätestens hier sieht man mal wieder, wie wichtig gutes Schauspiel für einen Film ist. Hauptdarsteller LEVI MILLER (im wahren Leben Model) schafft es trotz kontroverser Rolle Eindruck zu hinterlassen. Etwas, das selbst alteingesessenen Erwachsenendarstellern nicht immer gelingt. Vor so einer Glanzleistung kann man schon mal den Hut ziehen. Chapeau!
 
 


 
 
 

BETTER WATCH OUT – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Bitterböse Weihnachts-Horror bei dem das Lachen im Halse stecken bleibt je näher der Streifen seinem Ende entgegenfiebert. BETTER WATCH OUT hat zwei Asse im Ärmel. Das eine ist sein unschuldig dreinschauender Antiheld. Das andere ist die Geschichte selbst, die sogar erfahrene Allesseher mit unvorhersehbarer Wendung vor den Kopf stößt. Um sich den Überraschungsmoment nicht verderben zu lassen, wäre es angebracht so wenig über den Film zu lesen, wie möglich. Der geht nämlich vollkommen andere Wege, wie es der Trailer zum Film dem Zuschauer vorgaukeln will. Leider verdirbt jeder Spoiler den Spaß. Demzufolge halten wir uns diesmal mit Details im Fazit bedeckt und empfehlen die ausführliche Kritik erst nach dem Filmgenuss zu lesen. Fakt ist, dass BETTER WATCH OUT endlich mal wieder frischen Wind in das eingerostete Horrorgenre bringt. Der Film macht technisch alles richtig und schaut nach Kinoproduktion aus. Weil auch die Schauspieler ihre Sache gut machen, kann man sich nach den vielen schnell und günstig gedrehten Low-Budget-Gurken der letzten Monate endlich mal wieder zurücklehnen und genießen. Aber: Wer über derbe Späße nicht lachen kann, ist bei BETTER WATCH OUT an der falschen Adresse. Die Horrorkomödie besitzt einen sonderbaren Humor, der vermutlich nicht jedem Filmfan zusagen dürfte. Denn auch wenn der Trailer leichten Comic-Humor im Schlage eines KEVIN ALLEIN ZU HAUS vermuten lässt, hat es dieser Horrortipp faustdick hinter den Ohren. BETTER WATCH OUT ist zwar ein Weihnachtsfilm, aber definitiv nichts für Kinder.
 
 
 


 
 
 

BETTER WATCH OUT – Zensur

 
 
 
Es gibt einige Gewaltmomente zu sehen, bei den meisten wird aber nur angedeutet oder sie passieren im Off. Daher hat der Streifen hierzulande ohne Probleme eine FSK16 erhalten und ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

BETTER WATCH OUT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Constantin Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Better Watch Out; Australien | USA 2016

Genre: Horror, Thriller, Komödien

Ton: Deutsch DTS-HD HR 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD HR 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 89 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Making Of ‚Better Watch Out‘, Trailer

Release-Termin: 18.01.2018

 

Better Watch Out [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

BETTER WATCH OUT – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen stammen von Constantin Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Aggression Scale (2012)
 
Mikey (1992)
 
Kevin – Allein zu Haus (1990)
 
Kevin – Allein in New York (1992)
 
Tötet Mrs. Tingle! (1998)
 

Filmreview: „The Suffering“ (2016)

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THE SUFFERING

Story

 
 
 

Auf dem Grundstück eines älteren Herrn geht es nicht mit rechten Dingen zu. Das muss auch Nachlassbewerter Henry Dawles erfahren, der Dinge sieht, die ihm offenbar den Verstand rauben wollen.

 
 
 


 
 
 

THE SUFFERING – Kritik

 
 
 
Wenn regelmäßig schlechte Billigfilme über die Mattscheibe flimmern, wird selbst der geduldigste Filmkritiker allmählich müde, diese immer wieder nach Schema F gedrehten Low-Budget-Gurken zu rezensieren. Das hat zur Folge, dass man mit der Zeit jede mit kleinem Geld gedrehte Produktion über einen Kamm schert, was leider all den Filmemachern gegenüber unfair ist, die mit viel Herzblut bei der Sache sind. Ganz ähnlich erging es uns mit THE SUFFERING. Nach Sichtung des Trailers vermuteten wir anspruchsloses Videofutter, das sich nur unwesentlich von den meisten semiprofessionellen Produktionen dieser Art zu unterscheiden schien. Deshalb blieb THE SUFFERING lange Zeit unbeachtet. Letztendlich ist der Film dann doch im Player gelandet und hat uns sogleich eines Besseren belehrt. Hinter diesem Genrefilm steckt nämlich weit mehr als nur herzlose Dutzendware. Schnell zieht einen der Streifen mit seiner mysteriösen Machart in den Bann und lässt so schnell nicht wieder los. Ein Geheimnis soll entschlüsselt werden und das entfacht schnell die Neugier des Zuschauers. Auf einer Farm geht es nicht mit rechten Dingen zu, was Regisseur ROBERT HAMILTON in viele unheimliche Bilder verpackt. Der Mann lässt bewusst lang Fragen offen und sorgt für ausreichend Verwirrung. Das zögert die Spannung hinaus und kommt dem Film zugute.
 
 
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Der Mix aus Gruseldrama, Psychothriller und Mysteryfilm berichtet vom Leidensweg des Henry Dawles (NICK APOSTOLIDES). Der wird vom betagten Mr. Remiel beauftragt dessen Nachlass zu bewerten, was sich aufgrund der Größe des Grundstücks bald als unterschätzte Herausforderung entpuppt. Weitaus herausfordernder als die antiken Gegenstände des älteren Herren zu bewerten, sind die seltsamen Vorkommnisse im Haus, die sich mit der Ankunft des attraktiven Mittdreißigers ereignen. Erst entdeckt Henry auf dem Dachboden des Gästehauses eine verweste Leiche. Später macht er schmerzhafte Bekanntschaft mit einer abgemagerten Kreatur, die ihn erst zu Boden schlägt und anschließend das Weite sucht. Leider schenkt der Hausherr dem Gast keinen Glauben und macht sich stattdessen Sorgen über dessen doch besorgniserregenden Geisteszustand. So Unrecht hat er mit seiner Feststellung nicht, denn Henry beginnt schon bald grausige Stimmen zu hören und scheint dem Wahnsinn nahe. Alles Einbildung oder doch Realität? Die Antwort darauf wird erst in den letzten Minuten gelüftet.
 
 
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Und das ist auch gut so. THE SUFFERING lebt von der Prämisse, dass der Zuschauer möglichst lang im Unklaren gelassen wird. Da ein paar Visionen, dort seltsame Kreaturen, die den Leidgeplagten durch ein Maisfeld jagen. Offensichtlich wollen die Ereignisse in THE SUFFERING keinen Sinn ergeben. Das ist so gewollt, denn Regisseur ROBERT HAMILTON zielt auf einen Überraschungstwist ab. Die Auflösung scheint absurd, aber genial zugleich, denn THE SUFFERING greift gegen Ende sogar auf religiöse Metapher zurück und macht den Streifen so zur runden Angelegenheit. Die Spannung wird konstant gehalten, denn in diesem Mysterythriller ist immer etwas los. Der Held wird mit allerhand seltsamen Ereignissen konfrontiert, die ihn an seinem Verstand zweifeln lassen. Weil man die Zusammenhänge verstehen will, fesselt der Streifen gerade deshalb vor den Fernsehapparat und belohnt mit schaurigen Kameraeinstellungen und düsterer Bildsprache. Daher werden Fans reißerisch gefilmter und hektisch geschnittener Kommerzware an dieser Stelle gewarnt. THE SUFFERING bringt langsam erzähltes und subtil inszeniertes Gruseln in die Heimkinos. Das bedeutet, dass sich Macher ROBERT HAMILTON mehr auf Aufbau von Unbehagen konzentriert, statt seine Geschichte mit oberflächlichen Schocks zu überfrachten oder gar im Blut zu ersäufen. Wer mit dieser Vorkenntnis an den Film herangeht, wird mit einer gut durchdachten Horrorgeschichte belohnt, die so einige Überraschung parat hält.
 
 
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THE SUFFERING – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Überraschend sehenswerter Horror-Indie mit unerwarteter Auflösung, die zur Abwechslung mal wirklich das Prädikat „originell“ tragen darf. Nein, THE SUFFERING ist keine weitere überflüssige Horrorverfilmung eines erfolgreichen Videospiels. Regie-Newcomer ROBERT HAMILTON macht was ganz Eigenes und hat nach ein paar Kurzfilmen den ersten Langfilm inszeniert, mit dem er genau ins Schwarze trifft. Er vermischt in THE SUFFERING psychologischen Schauer mit rätselhaftem Mystery und verfeinert den Gänsehaut-Cocktail mit verstörenden Horror-Elementen, die es in sich haben. Entstanden ist ein außergewöhnlicher Gruselstreifen, der vor allem wegen der zermürbenden Atmosphäre und dem gut durchdachten Handlungsaufbau in Erinnerung bleibt. Das Sahnehäubchen bildet ein Plottwist mit Aha-Moment von dem der SIXTH SENSE und THE VILLAGE-Macher M. NIGHT SHYAMALAN noch etwas lernen kann. Der ist ebenso für seine unerwarteten Überraschungs-Twiste berüchtigt. Leider wirken die mittlerweile derart konstruiert, dass er mit seinen haarsträubenden Filmenden schon länger keinen mehr hinterm Ofen hervorlocken kann. Wer was auf Horrorfilme hält, sollte sich demnach Macher ROBERT HAMILTON auf die Beobachtungsliste setzten. Hat man den cleveren THE SUFFERING gesehen, kann man es gar nicht mehr abwarten zu erfahren, was der Neuling als nächstes fabrizieren wird. Ist das von ähnlicher Qualität wie das Debüt, stehen uns vielversprechende Horrorfilmzeiten ins Haus. Die hat das immer müder werdende Horror-Genre auch dringend nötig.
 
 
 


 
 
 

THE SUFFERING – Zensur

 
 
 
Gewalt spielt im Film keine sonderlich große Rolle. THE SUFFERING ist eher subtiler Natur und lebt von unheimlichen Bildern und schauriger Stimmung. Dennoch gibt es einige kurze Schauwerte zu bestaunen. Eine verweste Leiche wird gefunden, Menschen mit entfernten Augen gibt es zu sehen und am Ende schießt sich eine Figur mit einem Schrotgewehr den Kopf weg. Hierzulande reicht das alles für eine FSK16.
 
 
 


 
 
 

THE SUFFERING – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Last Will and Testament of Rosalind Leigh (2012)
 
The Awakening (2011)
 
The Abandoned (2015)

Filmkritik: „Curtain“ (2015)

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CURTAIN

(THE GATEWAY)

Story

 
 
 

Die ehemalige Krankenschwester Danni (DANNI SMITH) beobachtet nach dem Einzug ins neue Apartment seltsame Vorkommnisse: Aufgehängte Duschvorhänge verschwinden wie von Geisterhand. Ein mysteriöses Portal hinter den Badezimmerfliesen wirft Fragen auf und bringt die junge Frau in große Gefahr.

 
 
 


 
 
 

CURTAIN – Kritik

 
 
 
Unter der Vielzahl regelmäßig veröffentlichter Horrorfilme muss man mittlerweile gründlicher suchen, um nennenswertes Gruselfutter zu finden. Gute Horrorstreifen sind rar geworden, was sich allmählich zur frustrierenden Angelegenheit entwickelt. Im Zuge der Massenproduktion von Horrorfilmen muss immer öfters die Qualität leiden, damit mehr Geld eingenommen wird. Eine erschreckende Entwicklung, die vielen Genre-Fans den Spaß am Schauen von Horrorstreifen nimmt. Schon lange ist nicht mehr gewiss, ob sich hinter dem soeben gekauften Gruselfilm nicht doch nur eine Gurke verbirgt. Gott sei Dank sind die Qualitätsdetektive von FILMCHECKER im Einsatz, um die werte Zuschauerschaft vor Zelluloidschott zu warnen und auf Perlen hinzuweisen. So geschehen im Falle von CURTAIN. Ein ungewöhnlicher Genre-Beitrag, der zweifelsohne als eine der größten Film-Überraschungen des Jahres 2016 gewertet werden darf, weil er sich souverän gegen den Horror-Kommerz auflehnt und dabei alles richtig macht.
 
 
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CURTAINS (der in Amerika übrigens als THE GATEWAY vermarktet wird) entführt den Zuschauer in eine sonderbare Welt voller Geheimnisse und Rätsel. Darin bezieht Anti-Walfang-Aktivistin Danni ein kleines Apartment, das einen Neuanfang einläuten soll. Die junge Frau war psychisch gezeichnet vom alten Job als Krankenschwester. Deshalb wagt sie nun den Schritt in ein neues Leben und setzte sich für Rettung der Wale ein. Doch es gibt Startschwierigkeiten. Im Bad der neuen Wohnung spielen sich seltsame Dinge ab. So verschwinden Duschvorhänge wie von Geisterhand. Weil ihr niemand glauben möchte, filmt die verunsicherte Mittdreißigerin die mysteriösen Ereignisse mit dem Handy und wertet das Filmmaterial zusammen mit ihrem Arbeitskollegen Tim aus. Was die beiden darauf entdecken, ist reichlich sonderbar. Ein seltsames Portal hinter den Badfliesen verschlingt jeden Duschvorhang, der an der vorgesehenen Halterung angebracht wird. Doch wer zeichnet für das geheimnisvolle Einfallstor verantwortlich und warum wurde es gebaut? Fragen, die besser hätten nicht gestellt werden sollen.
 
 
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Zuviel über die abgefahrene Geschichte zu verraten wäre unfair. CURTAIN lebt von der Prämisse, dass sich nicht so leicht erahnen lässt, wohin die Reise führen wird. Das ist auch gut so, denn so wird die Neugier des Zuschauers geweckt, der mit der Filmheldin auf Augenhöhe bleibt und nie mehr weiß, als die Hauptfigur selbst. Schritt für Schritt wird so ein außergewöhnliches Puzzle aufgelöst, das einen Strudel der Absurditäten in Gang setzt und gerade deshalb fesselt, weil sich nicht erahnen lässt, was als nächstes passieren wird. CURTAIN erinnert in seiner Machart an die schwarzhumorigen Episoden der beliebten GESCHICHTEN AUS DER GRUFT-Serie. Darin wurden meist ähnlich sonderbare Handlungen im schnittigen TV-Format abgehandelt, die nicht selten mit makabrer Schlusspointe abgeläutet wurden. Darauf zielt auch CURTAIN ab, der mit bitterbösem Finaltwist in die Magengrube tritt und damit bleibenden Eindruck hinterlässt. Bis es jedoch soweit ist, huschen skurrile Filmfiguren vor die Linse, sorgen abgefahrene Kamerawinkel für atmosphärisches Gruselambiente und Synthesizer-Sounds machen deutlich, vor welchem Jahrzehnt sich CURTAIN verbeugt. Es sind natürlich die 1980er, die Regisseur JOHN CARPENTER und der italienische Musikgruppe GOBLIN nach den Anfängen in den 70ern, zum großen Erfolg verholfen haben. Vor denen hat sich der Film akustisch beeinflussen lassen. Referenzen an alte Horrorklassiker sind in CURTAIN zahlreich. So verriet man der Fachpresse, dass der Streifen visuell stark der ungeschliffenen Indie-Ästhetik des EVIL DEAD-Films gleicht. Fans unkommerzieller Horrorfilme dürfen sich demnach freuen, denn Effekte, Optik und Sound sind 100-prozentig Oldschool. Hier legt man noch Wert auf gute, alte Handarbeit.
 
 
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Hinter dem Geheimtipp steckt übrigens JARON HENRIE-MCCREA. Der erklärte in Interviews, dass ihm die Idee zum Film – wie die meisten seiner Gedankenblitze – beim Duschen kam. Dort stellte er sich die Frage, was wohl passieren könnte, wenn der Duschvorhang plötzlich verschwinden würde. Prompt schrieb er ein Drehbuch und wollte damit an einem Schreibwettbewerb teilnehmen, wo es aber sofort abgelehnt wurde. Doch MCCREA ließ sich nicht entmutigen und arbeitete eine erste Drehbuchversion zusammen mit Ehefrau CARYS EDWARS aus, die der Geschichte und den Figuren Tiefe verlieh. Die Entscheidung hätte nicht besser sein können, denn als Co-Autorin schafft CARYS EDWARS tatsächlich zugängliche Helden zu kreieren, denen man eigentlich nicht Böses wünscht. Die bereichern CURTAINS ungemein, weil sie den Zuschauer an die Hand nehmen und durch den Film führen, ohne selbst zu ahnen, was auf sie zukommen wird. Macher JARON HENRIE-MCCREA lies sich laut eigener Aussage von Kultware wie VIDEODROME oder THE TWILIGHT ZONE inspirieren. An letztgenannter Mystery-Serie aus den Sixties schätzte er die Tatsache, dass aus etwas Gewöhnlichen etwas Erschreckendes werden kann, wenn man es nur aus einer Perspektive betrachtet, über die man zuvor niemals nachgedacht hat. Gleiches geschieht auch in CURTAIN. Der Film beginnt unscheinbar und gipfelt in einem bitterbösen Finale, dass man so nicht kommen gesehen hat. Demzufolge können wir für diesen Streifen eine klare Kaufempfehlung aussprechen, schließlich sieht man so einen sonderbaren und durch gelungenen Film wie CURTAINS nicht alle Tage.
 
 
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CURTAIN – Fazit

 
 
 
9 Punkte Final
 
 
 
Einzigartig, spannend und absolut unvorhersehbar. Wem der ewig gleiche Horror-Trott die Freude am Filmeschauen nimmt, dürfte mit CURTAIN die Offenbarung in den Händen halten. CURTAIN ist das beste Beispiel dafür, dass altmodische B-Horrorfilme noch lange nicht ausgedient haben und oftmals mehr können als millionenschwere Blockbuster aus Hollywood. Was man braucht sind gute Einfälle, nach denen man in Filmen großer Studios seit Jahren vergebens sucht. Mit schrulligem Charme und nostalgischer 1980er-Atmosphäre packt sich CURTAIN seine Zuschauer. Als I-Tüpfelchen erweist sich dabei eine unkonventionelle Geschichte, die so unvorhersehbar ist, dass sie nicht mehr loslässt. Das dürfte auch der Grund gewesen sein, warum man den Streifen auf einschlägigen Filmfestivals mit Lob geradezu überschüttet hat. Wir können dem nicht entgegensetzen und meinen, dass jeder aufgeschlossene Horrorfan CURTAIN gesehen haben sollte. So einen außergewöhnlichen Film bekommt man nicht alle Tage zu sehen. Zwar wenig Budget, dafür grandiose Einfälle und maximale Spannung – was will der Zuschauer mehr?
 
 
 


 
 
 

CURTAIN – Zensur

 
 
 
Gewalt spielt in CURTAIN keine sonderlich große Rolle. Die Szenen in denen Grausamkeiten über die Mattscheibe flimmern sind kaum vorhanden. Meist werden die ausgeblendet oder im Off zelebriert. Demzufolge wird CURTAIN definitiv eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

CURTAIN – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Hellraiser – Das Tor zu Hölle (1987)
 
Gate – Die Unterirdischen (1987)
 
Gate II – Das Tor zur Hölle (1990)
 

Filmreview: „Dark Touch“ (2013)

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DARK TOUCH

Story

 
 
 
Die kleine Neve (Missy Keating) hat Furchtbares durchgemacht. Nachdem die Eltern und der kleine Bruder bei einem mysteriösen Ereignis ums Leben gekommen sind, wird sie von den befreundeten Galins aufgenommen und liebevoll betreut. Doch jedwede Form von Zuneigung stößt das verstörte Mädchen mit heftigen Widerstand zurück. Neves Wut und Verzweiflung manifestieren sich in Telekinese und richten unerwarteten Schaden an. Ihre unzugängliche Art stößt bei den Pflegeeltern auf Unverständnis. Während Schulpsychologin Tanya (Charlotte Flyvholm) Neves Verhalten auf elterlichen Missbrauch zurückführt, ist die Pflegemutter schnell am Ende mit ihrem Latein …
 
 
 


 
 
 

DARK TOUCH – Kritik

 
 
 
Frankreich ist immer für eine Überraschung gut. Da schwappte 2003 mit HIGH TENSION (2003) eine neue Terrorwelle über den Globus und ließ die amerikanische Traumfabrik neidvoll nach Europa glotzen. Nun viele Jahre nach Extremhorror Made in France ist es bei unseren Nachbarn recht ruhig geworden, haben sich die bekannteren französische Genre-Regisseure nach Amerika abgesetzt und verdienen sich dort ein goldenes Näschen. Immerhin hat die Französin MARIA DE VAN mit ihrem gar verstörenden Gruselstreifen DARK TOUCH mal wieder frischen Gruselstoff aus Europa in die Kinos gebracht. Der Film ist zwar eine Kooperation zwischen Frankreich, Irland und Schweden steht aber mit seiner gar grausigen Bildsprache jüngsten europäischen Horrorfilmen wie LIVID (Frankreich, 2011), JULIA´S EYES (Spanien, 2010) oder THE AWAKENING (England, 2011) in Sachen subtiler Schrecken in nichts nach. DE VAN hat bereits mit ihren kontroversen Streifen IN MY SKIN (2002) und DONT LOOK BACK (2009) für Aufsehen in der Filmszene gesorgt. Die Filmemacherin kümmert sich in ihren Werken mit einer unbändigen Leidenschaft um das Verhältnis von Frauen zu ihren Körpern. Der Körperhorror ist auch in ihrem ersten englischsprachigen Streifen DARK TOUCH Programm, wobei sich diesmal alles um ein elfjähriges Mädchen dreht, die nach dem sexuellen Übergriff durch ihre Eltern lernen muss, sich neu mit ihrer Umwelt zu arrangieren. Dabei wird der Zuschauer auf erschreckend eindringliche Weise mit den kindlichen Qualen der Hauptdarstellerin konfrontiert, die ihre Wut in Form von Telekinese freien Lauf lassen muss und damit erheblichen Schaden anrichtet. Da sausen Möbel unkontrolliert durch das Kinderzimmer, Scherben zerspringen wie von Geisterhand und Feuer flackert an den Wänden. Wer beim unkontrolliertem Möbelrücken hilflos im Weg steht, wird kurzum ausradiert, wobei natürlich all diejenigen auf der Todesliste stehen, die zuletzt ihrem Spross Böses angetan haben.
 
 
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Auch wenn DARK TOUCH in seinen blutigsten Momenten etwas sehr an BRIAN DE PALMAS CARRIE (1976) erinnert, so ist DE VANS Mystery-Beitrag keines dieser plakativen Splatterfeste, die möglichst viel Tod und Leid auf Film bannen müssen. DARK TOUCH ist eher Drama als Horror. Die wenigen Todesszenen dienen einzig dem Zweck, die hilflose Verzweiflung und das angestaute Leid der kleinen Hauptdarstellerin in Bilder zu packen. Die Tochter von Ex-Boyzone Sänger RONAN KEATING legt in ihrer Rolle als schwer traumatisierte Neve eine erstaunliche Glanzleistung hin. Die kleine Darstellerin spricht zwar wenig, ihre Mimik dafür Bände. Nach den schrecklichen Ereignissen kann das geschundene Mädchen keinerlei Vertrauen aufbauen. Ihre Angst vor Berührungen und Nähe manifestiert sich in unkontrollierbarer Wut und Aggression. Bald schon kann die kleine Seele nicht mehr zwischen guten und bösen Intentionen unterscheiden und beginnt, sich mit ihren Peinigern zu identifizieren. Sie nutzt ihre Fähigkeit, um Anderen zu schaden und eine Kettenreaktion des Verderbens wird in Gang gesetzt, an deren Ende selbst die bestraft werden, die es eigentlich nur gut mit dem kleinen Mädchen gemeint haben. Auch wenn es vielleicht etwas geschmacklos anmutet, die Thematik des Kindesmissbrauchs und der Gewalt innerhalb der Familie zum Mittelpunkt eines Gruselfilms zu machen, so muss man doch Regisseurin MARIA DE VAN zugestehen, dass sie die Thematik mit der angemessenen Ernsthaftigkeit betrachtet. Der Film geht nah, vor allem dann wenn zwischen Neve und der Pflegefamilie scheinbar unlösbare Hindernisse liegen und man sich nicht verständigen kann. Unüberbrückbare Kommunikationsbarrieren treiben Pflegekind- und Familie auseinander und lassen DARK TOUCH ins Desaster driften. Auch wenn die wenigen Szenen des Missbrauchs fast schon poetisch dargestellt werden, ist das was Protagonistin Neve erlebt, schon ziemlich schwer verdaulich. Die Ambitionen der Täter bleiben ungeklärt, die emotionale und psychische Verfassung des Opfers wird in düsterer und leidvoller Bildsprache in den Mittelpunkt gerückt. Leider verderben die letzten zehn Minuten den ansonsten durchweg sehenswerten Mysteryfilm. Das Ende verliert sich in einem sehr überzogenem Horrorfinale und verfängt sich in einer haarsträubenden Mischung aus besagtem CARRIE und DORF DER VERDAMMTEN (1960). Die letzte Szene zeigt sich kompromisslos und hart – hier hätte man sich dann doch lieber in einem Happy End gewähnt. Nichtsdestotrotz ist DARK TOUCH definitiv eine Empfehlung wert und Diskussionsbedarf dürfte nach Sichtung auf jeden Fall gegeben sein!
 
 
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DARK TOUCH – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
DARK TOUCH ist Beweis dafür, dass die besten Filmideen der letzten Zeit aus Europa kommen. Ein eindringlich gespieltes und erschreckend brisantes Gruselstück, das mehr der kontroversen Thematik wegen Magengrummeln verursacht, anstatt aufgrund unheimlicher Bildsprache. DARK TOUCH ist definitiv eines des Gruselhighlights im Filmjahr 2013 – Grandios!
 
 
 


 
 
 

DARK TOUCH – Zensur

 
 
 
DARK TOUCH ist eher Drama als Horror. Es geht hier eher ruhig zugange, wobei auch einige Splatterszenen in typischer CARRIER-Manier gezeigt werden. Selbstzweckhaft sind die jedoch nicht, so dass DARK TOUCH in Deutschland mit FSK16 veröffentlicht wurde. Ungeschnitten versteht sich!
 
 
 


 
 
 

DARK TOUCH – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dark Touch; Frankreich, Irland, Schweden 2013

Genre: Horror, Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover und Glanzschuber

Extras: Trailershow, Originaltrailer

Release-Termin: 19.08.2016

 

Dark Touch [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

DARK TOUCH – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

(Rechte für Grafiken und Packshot liegen bei MARITIM PICTURES)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Carrie (1976)

Das Dorf der Dammten (1960)

Das Dorf der Verdammten (1995)

The Children (2008)

Teufelskind Jushua (2007)