Kritik: „Der Kult – Die Toten kommen wieder“ (2016)

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Achtung: Diese Kritik beinhaltet Spoiler. Wer sich die Vorfreude auf den Film nicht verderben lassen möchte, sollte das Review nicht lesen.
 
 

DER KULT – DIE TOTEN KOMMEN WIEDER

(THE VEIL)

Story

 
 
 

Einige Dokumentarfilmer (darunter JESSICA ALBA) wollen einen Film über einen mysteriösen Massensuizid drehen, kehren zum Ort der Geschehnisse zurück und bekommen es mit bösen Kräften zu tun.

 
 
 


 
 
 

DER KULT – Kritik

 
 
 
JESSICA ALBA tut es wieder und verirrt sich nach MACHETE und THE EYE erneut ins Genre. Diesmal übernimmt sie im Sekten-Thriller DER KULT – DIE TOTEN KOMMEN WIEDER (Originaltitel: THE VEIL) die Hauptrolle, der mit finsterem Filmlook, reichlich Spuk und bitterbösem Ende schlaflose Nächte bereiten soll. Das gelingt ohne Probleme, denn hinter dem grausigen Ausflug ins Reich der Schatten und Geister steckt jemand, der Ahnung von Horrorfilmen hat. Kein geringerer als JASON BLUM zeichnet verantwortlich. Der hat in der Vergangenheit mit schnell und günstig produzierten Hochglanz-Schockern für Gesprächsstoff gesorgt – darunter bekannte Erfolgstitel und Filmreihen, wie PARANORMAL ACTIVITY, SINISTER und die INSIDIOUS-Filme. Leider scheint der fleißige Produzent in letzter Zeit immer weniger Glück mit der Veröffentlichungspolitik seiner hauseigenen Gruselstreifen zu haben, denn trotz Fließbandproduktion von Horrorfilmen schaffen es nur noch die wenigsten der zügig hergestellten Machwerke in die Multiplexe. So wurden viele Titel der BLUMHOUSE PRODUCTIONS direkt auf Blu-ray oder DVD ausgewertet und ohne Werbung in die Heimkinos verbannt. Der blühende VOD-Markt und illegale Stream- und Downloadangebote dürften wohl dazu beigetragen haben.
 
 
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Nach JESSABELLE, DARK SKIES oder PLAY wird nun mit DER KULT – DIE TOTEN KOMMEN WIEDER ein weiterer Streifen aus der Blumhouse-Schmiede veröffentlicht, dem gleiches Schicksal ereilt. Der kommt ohne Kinoauswertung (zumindest in Amerika) in die Wohnzimmer und enttäuscht jene Filmfans, die sich gern im Kino das Fürchten lehren lassen. Das ist dahin gehend bitter, weil DER KULT einer dieser Genre-Filme ist, der wohl erst auf großer Leinwand sein ganzes Grusel-Potenzial entfalten kann. Immerhin entschädigt der Auftritt von JESSICA ALBA. Die bezirzt einmal mehr männliche Zuschauer mit großen Augen, Schmollmund und Traumkörper – auch wenn davon hinter wetterfester Kleidung kaum noch etwas zu erkennen ist. Die smarte Schauspielerin verkörpert in DER KULT eine ambitionierte Regisseurin, die einen ungelösten Massensuizid neu aufrollt, um darüber eine Dokumentation drehen zu können. 25 Jahren sind vergangen, seit Anhänger einer Sekte kollektiven Selbstmord im Hinterland Kaliforniens begangen haben. Zu dem hatte Wunderheiler Jim Jacobs (THOMAS JANE aus dem PUNISHER-Remake) aufgerufen, der eine Methode fand, um den Geist vom Körper zu lösen. Keines der Mitglieder überlebte. Nur die kleine Sarah Hope konnte sich aus den Fängen des charismatischen Führers befreien und kehrt als erwachsene Frau (LILY RABE) zusammen mit Alba und Filmteam zum Ort der Geschehnisse zurück. Auf einer verlassenen Ranch will man nach Gründen des kollektiven Selbstmords suchen, denn auf alten Polizeifotos wurden Kameras entdeckt, die den Massensuizid aufgezeichnet haben sollen. Selbstverständlich findet man das Equipment und altes Filmmaterial, das protokolliert, was einst vorgefallen ist. Für die Dokumentarfilmer kein Grund zur Freunde, denn was sich auf den Filmbändern abspielt, lässt das Blut in den Adern gefrieren.
 
 
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Die Sekten-Horrorfilme sind wieder da. Seit einiger Zeit scheint das eher stiefmütterlich behandelte Subgenre neuen Zuspruch zu erhalten, so dass immer häufiger Horror-Thriller über okkultische, satanische oder einfach nur obskure Sekten entstehen, die dem Zuschauer Albträume bescheren wollen. Nach RITUAL, CHILDREN OF SORROW und zuletzt THE SACRAMENT beteiligt sich nun auch Hollywood mit am lukrativen Sekten-Markt und muss sich keinesfalls vor genannten Filmen verstecken. Angstkino in Reinform wird mit DER KULT – DIE TOTEN KOMMEN WIEDER geboten. Der will zwar mit konventioneller Machart und bekannter Hauptdarstellerin ein eher Mainstream verwöhntes Publikum ansprechen, versteht aber auch alteingesessene Horrorfans zu fesseln, weil Regisseur PHIL JOANOU (SPIEL AUF BEWÄHRUNG) versteht, wie man Spannungsschrauben festdrehen muss. Statt mit der Tür ins Haus zu fallen, hält sich DER KULT mit Erklärungen zurück. Stattdessen werden im Film Anhaltspunkte verteilt, die erst nach einer Stunde erahnen lassen, wohin die Reise führen wird. Was anfänglich mysteriös und sinnlos erscheint, wird im Verlauf der Handlung logisch erklärt. So rekonstruieren gefundene Filmbänder die erschreckende Tat eines fanatischen Sektengurus, der neunmalklugen Dokumentarfilmern 25 Jahre später vom Jenseits aus die Leviten liest.
 
 
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Hilfe, hier spukt’s! Regisseur PHIL JOANOU bleibt der Erfolgsformel treu, die vielen Blumhouse-Produktionen zum Kassen-Hit verholfen hat. Demzufolge müssen auch in DER KULT rastlose Seelen für Chaos sorgen, die den Lebenden nichts Gutes wollen. Die Geister aller Sektenmitglieder können nach dem Massenselbstmord nicht ruhen und nutzen die Gunst der Stunde, um nach Jahren ewigen Wartens in die Körpern unangemeldeter Besucher zu schlüpfen. Was folgt ist vorhersehbar, denn besessene Dokumentarfilmer ermorden Kollegen, damit sich ausgewählte Sektenanhänger den Körpern der Toten bemächtigen können. Leider ist die überraschende Verwandlung zum Geister-Slasher banal, denn sobald Bessenheits-Horror eingeläutet wird, verpufft der Spannungsbogen wegen bekannter Genre-Klischees und Logikfehler. Das hätte nicht sein müssen!
 
 
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Letztendlich ist DER KULT – DIE TOTEN KOMMEN WIEDER trotzdem empfehlenswert, was hauptsächlich der schaurigen Optik zu verdanken ist. Macher PHIL JOANOU raubt dem Film jeglichen Glanz, überzeugt dafür mit schmutziger Ästhetik und taucht den Sekten-Thriller in matte, kränkliche und dreckige Farben. Zudem wird geschickt mit Dunkelheit und Geräuschkulisse experimentiert, damit Schockmomente den Zuschauer unvorbereitet treffen können. Somit tröstet die schaurige Atmosphäre des Unbehagens über ein unbefriedigendes Finale hinweg, das im Vergleich zur ersten, packend inszenierten Stunde, dann doch eher beliebig und einfallslos über die Mattscheibe flimmert.
 
 
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DER KULT – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Stark und spannend erzählter Sekten-Horrorthriller aus der Feder von ROBERT BEN GARANT (HELL BABY), dem in den letzten 20 Minuten ein wenig die Puste ausgeht, weil Hochspannung gegen Horror-Klischees und Logikfehler ersetzt wird. Dennoch macht DER KULT – DIE TOTEN KOMMEN WIEDER mit finsterem Filmlook, schaurig schönem Sound und gut platzierten Schocksequenzen Vieles wieder gut, weil er gekonnt das Sekten-Genre mit Elementen aus Found-Footage, Geister- sowie Slasherfilmen verbindet. Leider bleiben die Schauspieler blass. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn Geheimzutat von THE VEIL (so der Originaltitel) ist ohnehin der etwas andere Erzählstil, der durch das Abspielen von gefundenen Filmrollen und der Rekonstruktion längst vergangener Verbrechen ein wenig an Deodatos CANNIBAL HOLOCAUST erinnert. Wer demzufolge mit den bisher von JASON BLUM produzierten Horrorstreifen (INSIDIOUS 2+3, SINISTER) etwas anfangen konnte, wird auch DER KULT mögen. Der erfolgreiche Produzent bleibt seiner Richtung treu und hat Horror finanziert, der abermals von bösen Geistern erzählt, die nichts Gutes im Schilde führen. Nur schade, dass der vier Millionen teure DER KULT – DIE TOTEN KOMMEN WIEDER nicht ins Kino kommt. Erst dort kann er vermutlich sein ganzes Gruselpotenzial entfalten.
 
 


 
 
 

DER KULT – Zensur

 
 
 
Viel Mord und Totschlag gibt es in DER KULT – DIE TOTEN KOMMEN WIEDER nicht zu sehen. In der ersten Stunden werden kaum Schauwerte geboten. Nachdem sich der Sekten-Thriller zum Geister-Slasher entwickelt hat, gibt es ein paar Tote zu verzeichnen. Leider passieren die meisten Morde (wie ein kaltblütiger Hammermord) im Off oder die Kamera blendet weg, sobald es ernst wird. Demzufolge hat es für DER KULT eine FSK16 gegeben.
 
 
 


 
 
 

DER KULT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universal Pictures Home Entertainment Germany

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Veil; USA 2016

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.40:1 (1920 x 1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Kein Bonusmaterial

Release-Termin: 21.04.2016

 

Der Kult – Die Toten kommen wieder [Blu-ray] ungeschniten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

DER KULT – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Universal Pictures Home Entertainment Germany)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Devil’s Hand (2014)
 
Der letzte Exorzismus (2010)
 
The Manson Family (2003)
 
Regression (2015)
 
Apocalyptic (2013)

Filmkritik: „Holy Ghost People“ (2013)

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HOLY GHOST PEOPLE

Story

 
 
 
Charlotte sucht mithilfe ihrer Zufallsbekanntschaft Wayne, einem alkoholkranken und am posttraumatischen Belastungssyndrom leidenden Ex-Marine, nach ihrer Schwester, die vermutlich in einer Sekte gelandet ist. Doch den charismatischen Sektenführer Billy über ihre wahren Absichten im Unklaren zu lassen, ist nicht so einfach wie gedacht…
 
 
 


 
 
 

HOLY GHOST PEOPLE – Kritik

 
 
 
Die 19jährige Charlotte (Emma Greenwell) lernt durch Zufall den Säufer und Ex-Marine Wayne (Brendan McCarthy) kennen. Als dieser nach einer Schlägerei vor der Kneipe, in der sie arbeitet, sein Portemonnaie verliert, bringt sie ihm dieses zurück. Kurz darauf möchte Charlotte nun auch einen Freundschaftsdienst von Wayne einfordern: er soll nach Sugar Mountain fahren, weil sie dort ihre Schwester vermutet. Diese ist wahrscheinlich in der Church of One Accord gelandet, einer sektenähnlichen Gemeinde, die sich mittels Schlangen-um-den-Hals-Gelege göttliche Gnade erhofft.
 
 
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So weit, so blöd. Wofür genau hier 88 Filmminuten verschwendet wurden, weiß man auch nach dem Abspann noch nicht. Und was an „Holy Ghost People“ Horror sein soll (abgesehen von der dilettantischen Inszenierung), weiß ebenfalls keiner. Es handelt sich hier um einen spannungslosen, laienhaften, billigen und schlussendlich komplett überflüssigen Film, der auf keiner Ebene überzeugen kann. Regisseur Mitchell Altieri, ein Teil der nicht legendären Butcher Brothers („The Hamiltons“ und „Raised by Wolves„) hat zusammen mit Phil Flores (dem anderen Schlachter-Bruder) und zwei weiteren Drehbuchschreibern auch das Script zu diesem Anti-Horror-Schlangen-Murksfilm verfasst. Im Gegensatz zu Altieri und Flores haben die anderen zwei Schreiberlinge noch gar keine Schreib-Erfahrung und einer von ihnen, Joe Egender, versagt nicht nur als Co-Autor, sondern auch als Darsteller des Billy. Viele Köche verderben den Horror-Brei, leider trifft dies auch auf „Holy Ghost People“ zu.
 
 
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Die Butcher Brothers haben sich hier offensichtlich ein bisschen verhoben und mehr gewollt, als sie letztendlich können. Der Film ist sowohl thematisch überfrachtet als auch inhaltlich oberflächlich. Da wäre der traumatisierte Ex-Marine, der natürlich an PTBS leidet und säuft wie ein Loch, tief im Inneren aber noch so etwas wie Ehrgefühl besitzt. Dann die toughe Kellnerin, die eine traumatische Kindheit hinter sich hat und sich mit der entfremdeten Schwester aussöhnen will. Dazu kommt der ganze Sektenquatsch samt Schlangengefummel (dieses Detail allerdings beruht auf wahren Ereignissen. Ein Priester aus Kentucky hat tatsächlich Schlangen bei seinen „Gottesdiensten“ verwendet und starb dann bezeichnenderweise ausgerechnet durch einen Schlangenbiss). Und natürlich soll „Holy Ghost People“ auch noch unheimlicher Horrorfilm mit schockierendem Ende sein. Dieses Genre-Mischmasch geht leider komplett nach hinten los und kann auf keiner Ebene auch nur im Ansatz überzeugen. Garniert mit Charlottes überflüssigen Off-Kommentaren wird „Holy Ghost People“ somit schnell nervtötend anstatt für Nervenkitzel zu sorgen.
 
 
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Dabei liegt das nicht unbedingt an den Darstellern. Die machen ihre Sache mehr oder weniger souverän, auch wenn man Babyface und Giovanni-Ribisi-Lookalike Joe Egender den charismatischen Prediger in keiner Sekunde abnimmt. Dafür liefern Emma Greenwell und Brendan McCarthy halbwegs glaubwürdig ab, zumindest fallen sie nicht unangenehm auf. Vielmehr ist es die dünne Story, die fast ausnahmslose Anwendung von Klischees und eine so lahme Auflösung, dass man die vorangegangenen Filmminuten nur als Zeitverschwendung betrachten kann. Denn schlussendlich geht es vorrangig leider nur darum, dass Charlotte sich unbeholfen-undercovermäßig in die Sekte einzuschleichen versucht und Wayne dies durch sein unkooperatives Verhalten konterkariert.
 
 
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HOLY GHOST PEOPLE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Was soll man noch sagen zu so einem bedeutungslosen Film? So richtig schlecht ist er nicht. Gut natürlich auch nicht. Er bewegt sich irgendwo zwischen langweilig und unglaubwürdig. Glücklicherweise sind die Darsteller zumindest einigermaßen talentiert und auch in die Synchronisation wurden ein paar Euro investiert, so dass man sich hier wenigstens nicht mit monotonem Ablesen von Dialogzeilen rumärgern muss. Das ändert nur nichts an der leider schlecht erzählten, klischeebeladenen und schlussendlich vollkommen banalen Story, die keinem der angestrebten Genres gerecht wird. Die Butcher Brothers, die zumindest mit „The Hamiltons“ einen halbwegs gelungenen Film hingelegt haben, sollten sich in Zukunft nur auf einen Drehbuchschreiber festlegen und sich im Zweifel lieber bei bekannten Werken Gutes abgucken, als selbst solch halbgaren Low-Budget-Mumpf zu produzieren. In der Summe also nicht mehr als knappe vier von zehn Schlangen, die hier gerne etwas herzhafter hätten zubeißen dürfen.
 
 
 


 
 
 

HOLY GHOST PEOPLE – Zensur

 
 
 
„Holy Ghost People“ wurde von der FSK bereits für Zuschauer ab 16 Jahren freigegeben. Dennoch hat sich der Rechteinhaber dazu entschieden, den Streifen mit roter Freigabeplakette in den Handel zu bringen. Das macht die Veröffentlichung bei Horrorfans interessanter.
 
 
 


 
 
 

HOLY GHOST PEOPLE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Holy Ghost People; USA 2013

Genre: Drama, Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Heimkinofassung wegen Extras: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer

Veröffentlichung: 13.05.2014

 
 
 

Holy Ghost People [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZOn kaufen

 
 
 


 
 
 

HOLY GHOST PEOPLE – Weitere Veröffentlichungen

 
 
 
Vom-Teufel-besessen-The-ultimate-Devils-Collection

(c) Maritim Pictures GmbH im Vertrieb der KNM Home Entertainment GmbH

 
 
Neben der erhältlichen Film-DVD und Blu-ray wurde „Holy Ghost People“ auch zusammen mit drei weiteren Horrorfilmen in der „Vom Teufel besessen – The ultimate Devils Collection“ veröffentlicht. Auf zwei DVDs sind neben besagtem „Holy Ghost People“ auch folgende drei Streifen enthalten: „Way of the Wicked“, „The Presence“ und „The Cloth“. Alle Filme dieser Zusammenstellung sind selbstverständlich ungeschnitten.
 
 

Vom Teufel besessen – The ultimate Devils Collection (2DVDs) auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

HOLY GHOST PEOPLE – Trailer

 
 


 
 

MissVega

(Mehr Kritiken von MISSVEGA gibt es hier zu lesen)

Die Rechte aller Grafiken liegen bei Maritim Pictures

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Last Shift (2014)
 
The Devil’s Hand (2014)
 
The Sacrament (2013)
 
Children of Sorrow (2012)
 
Ritual (2013)

Filmreview: „Children of Sorrow“ (2012)

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CHILDREN OF SORROW

Story

 
 
 
Zwölf Sektenmitglieder erleben die Hölle auf Erden. Sie geraten in die Fänge des psychopathischen Sekten-Gurus Simon Leach (Bill Oberst Jr.), der irgendwo in der mexikanischen Einöde ein Lager errichtet hat, wo er seine Trost suchenden Anhänger manipuliert und für eigene Zwecke missbraucht…
 
 
 


 
 
 

CHILDREN OF SORROW – Kritik

 
 
 
Wer sich in der Horrorszene etwas auskennt, dem dürfte AFTER DARK FILMS ein Begriff sein. Die Macher des Produktionshauses haben einst das legendäre AFTER DARK FILMFEST ins Leben gerufen und dort Horrorfans stets acht Gruselstreifen vorgeführt, die alljährlich unter dem Banner „8 Films to Die For“ an den Horrorfan gebracht wurden. Seit 2011 zeigt und vermarktet AFTER DARK FILMS nicht mehr nur zuvor erworbene Filme. Mit der ins Leben gerufenen AFTER DARK ORIGINALS-Reihe beweisen die kreativen Köpfe hinter AFTER DARK FILMS, dass sie auch selbst gute Filme machen können und produzieren fleißig eigene Schauerwerke, um Fans der düsteren Unterhaltung mit abwechslungsreichem Horrorstoff versorgen zu können. Viel Gutes ist seither der Produktionsstätte entsprungen, das sogar auch den Weg zu FILMCHECKER gefunden hat. Nach sehenswerten Streifen wie dem mysteriösen Terrorfilm RITUAL oder dem düsteren DARK CIRCLES war es nur eine Frage der Zeit, bis der aktuellen ORIGINALS-Staffel auch ein Rohrkrepierer folgen sollte. CHILDREN OF SORROW heißt der Blödsinn, der von JOURDAN MCCLURE inszeniert wurde und nicht einmal ansatzweise das anständige Niveau der genannten AFTER DARK-Filme erreicht. Dass MCCLURE eigentlich was kann, konnte er bereits mit ROGUE RIVER (wir berichteten) zeigen. Der wurde hier in Deutschland ums Gröbste erleichtert und hat es nur geschnitten in den Handel geschafft. Auch wenn MCCLURES erster Horrorfilm mit Sicherheit kein kultverdächtiges Genrekino gewesen ist, konnte es aber durch solide Spannung und grafischen Gemeinheiten überzeugen. Im wahrsten Sinne des Wortes gemein ist hingegen das, was er uns mit seinem neusten Nonsens unterzujubeln versucht.
 
CHILDREN OF SORROW ist natürlich kein weiteres, überflüssiges Sequel aus der beliebten KINDER DES ZORNS-Serie, die nunmehr mit neun Filmen zu fragwürdiger Bekanntheit gekommen ist. Regisseur JOURDAN MCCLURE und Drehbuchautor RYAN FINNERTY haben hier was Eigenes zu Papier gebracht, was der Thematik von den zornigen Kindern jedoch nicht unähnlich ist. Es geht um Ellen (HANNAH LEVIEN), die endlich wissen will, was mit ihrer Schwester passiert ist. Die hatte so einige Problemchen im Leben, setzte sich nach Mexiko ab und wurde nie wieder gesehen. Nach einigen Recherchen findet Ellen heraus, dass sich die Schwester einer ominösen Sekte angeschlossen hat, die im Internet fleißig die Werbetrommel rührt, um labile Persönlichkeiten für ein besseren Leben in der „Gemeinschaft“ zu gewinnen. Natürlich schließt sich die Suchende der Sekte an und hofft dort einige Informationen über den Verbleibt des verschollenen Familienmitglieds zu erhalten. Dennoch kommt alles anders als erwartet. Sektenguru Simon Leach (BILL OBERST JR.) ist nämlich ein ganz durchtriebener Spinner. Der wäscht seinen „Brüdern“ und „Schwestern“ gleich mal die Gehirne und missbraucht deren Vertrauen für eigene Zwecke. Da CHILDREN OF SORROW im Horrormilieu angesiedelt ist dürfte klar sein, dass seine Machtspielchen nicht unblutig zelebriert werden. Die Mitglieder werden gedemütigt, gegeneinander aufgehetzt, zersägt, angebohrt und püriert, wobei Leach alles fein sauber auf Filmmaterial festhält, um gutes Werbematerial für seine Sekte ins Netz stellen zu können. Das ist am Ende auch bitter nötig, schließlich braucht der Fanatiker nach seinem unkontrollierten Blutrausch neue Anhänger, die seinen Botschaften Glauben schenken sollen.
 
Immer dann wenn man glaubt, dass bestimmte Filmmethoden in Vergessenheit geraten sind, kommt eine immer wieder zurück: Found Footage. CHILDREN OF SORROW ist der gefühlt 3000ste Film dieser Art, der sich der Wackelcam-Methode bedient, um möglichst authentisch zu wirken. Nun gut, CHILDREN OF SORROW kommt mit reichlicher Verspätung in die Wohnzimmer. Der Streifen wurde bereits 2012 fertiggestellt und sollte eigentlich zu einer Zeit in die Kinos gebracht werden, als sich Found Footage wie eine Plage durch die Filmwelt gefressen hat. Leider gehört CHILDREN OF SORROW zu den eher schlechten Vertretern innerhalb des Wackelkamera-Genres, was vermutlich auch die verspätete Veröffentlichung begründet, schließlich ist es in der Kinoszene nicht selten der Fall, dass Starttermine von Horrorstreifen auf unbestimmt Zeit verschoben werden, wenn Filme vermasselt wurden. Das Problem in MCCLURES Machwerk liegt darin, dass es zwar pseudo-dokumentarisch umgesetzt wurde und eine gewisse Authentizität vorheucheln will, aber zu keiner Zeit glaubhaft ist. Hierbei will der übertrieben gewalttätige zweite Teil der Handlung leider nicht zum Rest des Filmes passen, zumal BILL OBERST JR. in der Rolle des Sektenführers Simon Leach vollkommen deplatziert wirkt. Der ist mit seinem vernarbten Gesicht und der künstlichen Art weder vertrauenerweckend, noch charismatisch, so dass am Ende nicht einleuchten will, warum die zwölf Mitglieder seinen Botschaften noch folgen und ihn nicht mit vereinten Kräften versuchen zur Strecken zu bringen.
 
CHILDREN OF SORROW folgt dem befremdlichen Alltag von Andersdenkenden. Jedes der Mitglieder hat so seine Probleme mit dem Selbstwertgefühl, was Sektenleiter Leach anfänglich mit allerhand schwachsinnigen Spielen zu steigern versucht. Die Anhänger halten Händchen, fangen sich gegenseitig auf, kritzeln aufbauendes Süßholzgeraspel auf Papier und bekunden ihre innige Liebe zueinander. Dabei wird das behäbige Geschehen in verwackelte Bilder getaucht, die dem Zuschauer relativ schnell Kopfschmerzen bescheren werden. Saubere Schnitte oder gar eine musikalische Untermalung gibt es nicht, dafür dutzende Interviews am Stück, in denen die Mitglieder ihre Schicksale und Fortschritte schildern. Was den Anhängern ziemlich förderlich für das eigene Ego ist, entwickelt sich jedoch für den Zuschauer zur schläfrigen Angelegenheit, denn eigentlich will (mal abgesehen vom Ende) in CHILDREN OF SORROW nichts Ereignisreiches passieren. Immerhin gibt es nach einer Stunde zuckersüßem Gutmenschgequassel eine Wendung, damit zumindest die Horrorfraktionen mit reichlich derbem Quatsch zufriedengestellt werden kann. Regisseur und Mitdrehbuchschreiber JOURDAN MCCLURE legt den Filmhebel um und aus dem vermeintlich gutherzigen Sektenoberhaupt Leach wird eine gerissene Mörderbestie, die sich an den gefügig gemachten männlichen Mitgliedern sexuell vergeht und zur Abschreckung mordet. Diejenigen, die die Botschaften des Führers hinterfragen und flüchten wollen, werden mit dem Schrottgewehr mundtot gemacht. Der Rest durchlebt die Hölle auf Erde, wobei Erlösung nur der Tod bringen kann. Trotz guter Ansätze bleibt am Ende Unverständnis, was MCCLURE eigentlich mit seinem Found Footage-Terrorflick bezwecken wollte. Wurde sein Zweitwerk nur aus Gründen der Zweckhaftigkeit gedreht, um die niederen Instinkte der Horrorfans befriedigen zu können oder wollte der Filmmacher mit seinem CHILDREN OF SORROW eine kritische Botschaft über Sektenunwesen an den Zuschauer bringen. Fakt ist, dass der aktuelle AFTER DARK ORIGINALS-Beitrag ganz schön einfältiger Quatsch mit Soße und über weite Strecken sogar auch noch ziemlich langweilig ist. Zudem kommt der Fan für grobe Gewaltspitzen nur bedingt auf seine Kosten, denn die grafischen Raffinessen werden meist nur angedeutet und im Off gefeiert. Ausnahme-Regisseur TI WEST (THE INNKEEPERS) hat mit THE SACRAMENT übrigens einen ähnlichen Streifen gedreht. Wer die Qual der Wahl hat sollte sich auf jeden Fall für dessen Beitrag entscheiden, denn CHILDREN OF SORROW kann leider gar nix, außer auf den Nerv gehen.
 
 
 


 
 
 

CHILDREN OF SORROW – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein schockierender Filmalbtraum mit Einschlafgarantie. CHILDREN OF SORROW ist weiteres Material aus der AFTER DARK Filmschmiede, das leider etwas aus der Reihe tanzt. Im Vergleich zu den letzten AFTER DARK ORIGINALS-Beiträgen ist CHILDREN OF SORROW eine einzige Enttäuschung. Dem Filmfan erwartet viel Langeweile, kaum Spannung und ne Menge unglaubwürdig agierende Protagonisten, deren Handlungen zu keiner Zeit nachvollziehbar sind. Dafür gibt’s viel planloses Kameragewackel und gratis Kopfschmerzen, die bei Found Footage-Filmen eigentlich immer inklusive sind. Wer keine Kopfschmerzmedikamente im Haus hat, sollte sich einen Gefallen tun und CHILDREN OF SORROW meiden. Der mutige Rest wird aber kann schnell merken, dass Wackelkamera-Filme allmählich aus der Mode kommen, weil man die ewig gleichen Mechanismen einfach nicht mehr sehen kann und möchte.
 
 
 


 
 
 

CHILDREN OF SORROW – Zensur

 
 
 
Es dauert eine Weile bis der Zuschauer in CHILDREN OF SORROW Gewalt zu sehen bekommt. Die wird meist aber nur angedeutet oder unter hektischem Kameragewackel gezeigt, so dass man kaum erkennen kann, was da auf der Mattscheibe passiert. Es werden tote Körper in einem Fass in kleine Stücke zerteilt, Köpfe angebohrt und Konservendeckel zweckentfremdet. Hört sich alles grausamer an als es ist, reicht aber immerhin für eine ungeschnittene FSK18. CHILDREN OF SORROW wird mit großer Wahrscheinlichkeit mit rotem KJ-Sticker in den Handel kommen.
 
 
 


 
 
 

CHILDREN OF SORROW – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Der letzte Exorzismus: The Next Chapter (2013)
 
Red State (2011)
 
Kinder des Zorns (1984)
 
The Sacrament (2014)
 

Filmreview: „Nothing Left to Fear“ (2013)

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NOTHING LEFT TO FEAR

Story

 
 
 
Ein Pastor samt Familie wagt einen Neuanfang auf dem Land, der allerdings anders verläuft als erwartet. Denn hinter dem ländlichen Idyll des Kleinstädtchens Stull, im Bundesstaat Kansas versteckt sich das abgrundtief Böse …
 
 
 


 
 
 

NOTHING LEFT TO FEAR – Kritik

 
 
 
Beim Gruselhit NOTHING LEFT TO FEAR handelt es sich um den ersten selbst produzierten Horrorfilm des britisch-amerikanischen Rockmusikers SAUL HUDSON, der unter dem Namen SLASH vielen Rockmusikfans noch ein Begriff sein dürfte. In den 80er und frühen 90ern machte er sich als Leadgitarrist der bekannten Heavyrockband GUNS N´ROSES einen Namen und veröffentlichte auch diverse Solo-Alben. 2012 erhielt er auf dem legendären WALK OF FAME einen Stern und gründete im Jahr 2013 seine eigene Produktionsfirma SLASHER FILMS bei der der nun vorliegende NOTHING LEFT TO FEAR entstanden ist. Für den ersten Filmausflug konnte er Nachwuchsregisseur ANTHONY LEONARDI III gewinnen, der bereits an Hollywoodstreifen wie LONE RANGER (2013), WASSER FÜR DIE ELEFANTEN (2011) und RANGO (2011) mitgetüftelt und sogar tatkräftig das Team hinter CABIN IN THE WOODS (2012) mit herrlich grausigen Make-up-Künsten unterstützt hat. Mit NOTHING LEFT TO FEAR gibt er seinen Regieeinstand und das sogar auf ganz schön düstere Art und Weise, wobei einmal mehr erstaunt, was für ein Effekt-Feuerwerk mit gerade einmal drei Millionen US-Dollar Budget abgebrannt werden kann. Großbudgetierte Mainstream-Produktionen sollten sich an Filmen wie NOTHING LEFT TO FEAR ein Beispiel nehmen, denn LEONARDI beweist, dass man auch mit kleinem Geld gute Effekte auf die Beine stellen kann, insofern man die Kosten nur halbwegs im Blick behält und ein gewisses buchhalterisches Gespür entwickelt. Die letzte halbe Stunde seines Debüts verliert sich in einer waschechten Pixel- und CGI-Effekteschlacht, der man zu keiner Minute ansieht, dass hier eigentlich auf Sparflamme geköchelt werden musste. Hier zeigt sich, dass LEONARDI bei seinen Arbeiten an Blockbustern wie PIRATES OF THE CARIBBEAN – AM ENDE DER WELT (2007) und CONSTANTINE (2005) eine Menge Erfahrung gesammelt haben muss, die nun seinem ersten eigenen Spielfilm zugute kommt.
 
Atmosphäre steht bei NOTHING LEFT TO FEAR an oberster Stelle – im Horrorfilm der letzten Zeit war diese ja wahrlich zu kurz gekommen. Schaufreudiges Splattergematsche sucht der Zuschauer hier vergebens, so dass die von der MPAA erteilte Rated R-Freigabe nicht allzu sehr auf die Goldwaage gelegt werden sollte. NOTHING LEFT TO FEAR dreht sich um Pastor Dan (JAMES TRUPPER), der mit seiner Frau und den drei lebenslustigen Kids von der hektischen Großstadt hinaus ins idyllische Stull in Kansas zieht. Tochter Rebecca (REBEKAH BRANDES) findet schnell Gefallen am friedlichen Kleinstadtleben. Kein Wunder, verguckt sch das kesse Mädchen doch Hals über Kopf in den geheimnisvollen Schönling Noah (ETHAN PECK) und bemerkt leider viel zu spät, dass die Bewohner des Ortes mit den Zugezogenen ganz eigene Pläne hegen. Im Visier der Gemeinde steht die jüngste Pastorentochter Mary (JENNIFER STONE), die entführt und Teil eines okkultem Rituals wird. Natürlich endet das Vorhaben der Ortsansässigen für die neue Familie im Desaster. Mary wird von einer dämonischen Macht befallen, wandelt fortan mit weit aufgerissenem Schlund durch die Straßen des Städtchens und besitzt nur ein Ziel: die eigene Familie zu opfern. Denn glaubt man den Erzählungen, soll sich in Stull eines der sieben Tore zur Hölle befinden, das nach dem Blut der Unschuldigen giert.
 
Neu ist die Geschichte von der geheimnisvollen Kleinstadt und den noch geheimnisvolleren Sekten-Bewohnern wahrlich nicht. Der wohl bekannteste Vertreter dieser Gattung dürfte vermutlich die Videospielverfilmung SILENT HILL aus dem Jahre 2006 sein, die im direkten Vergleich zwar vollkommen andere Wege geht, NOTHING LEFT TO FEAR jedoch nicht unähnlich ist. Vor allem den gelungenen visuellen Effekten dürfte es zu danken sein, dass dem Zuschauer nicht nur einmal die sehenswerte Filmadaption des KONAMI-Gruseltrips ins Gedächtnis kommen dürfte. Das Böse manifestiert sich in Mary als eine Art dunkler Schleim und schwärzlicher Schimmelbefall, der alles und jeden bedeckt und auszehrt, der von dem leidgeplagten Mädchen berührt wird. Ähnlichkeiten zur Parallelwelt des SILENT HILL-Universum sind unverkennbar, wobei sich der Zuschauer spätestens im Finale in einer Kirche im KONAMI´schen Gruselrausch wähnen dürfte. Das überzeugt nämlich nicht nur mit schauriger Stimmung und einer unbequemen Atmosphäre, sondern verwandelt die ohnehin schon vom Zerfall bedrohte Mary in eine grausig-mutierte Kreatur, welche die Wände des Gotteshaus mit ihren Schimmelkulturen akkurat dekoriert. Leider bleibt NOTHING LEFT TO FEAR trotz der beunruhigenden visuellen Effekte nicht frei von Ungereimtheiten. Trotz des langsamen und stimmigen Aufbaus bleiben am Ende doch einige Fragen ungeklärt. Die Tatsache trübt den eigentlich hervorragenden Gesamteindruck, wobei natürlich Fans von subtilen Schauerstreifen auf jeden Fall zur Sichtung geraten sei. NOTHING LEFT TO FEAR kommt fast gänzlich ohne Blut aus und hält zumindest für weniger erfahrene Horrorfans einige überraschende Wendungen parat. Wer jedoch im Genre bewandert ist, weiß recht schnell wie der Hase hoppelt. Auch wenn Regie-Newcomer ANTHONY LEONARDI III mit seinem ersten Grusler nicht das Rad neu erfunden hat, ist sein Film in Zeiten ultra-derber Folterstreifen eine regelrechte Wohltat.
 
 
 


 
 
 

NOTHING LEFT TO FEAR – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Gelungenes CGI-Gewitter in einem Independent-Horrorfilm? Ja, das gibt’s und zwar in NOTHING LEFT TO FEAR – ein wunderbar altmodisches Gruselmärchen, mit tollen Effekten und Gänsehaut-verursachender Schauerstimmung, das überraschenderweise gänzlich ohne foltergeile Gewalt auskommt. Für Liebhaber zurückhaltender Horrorfilme Pflichtprogramm!
 
 
 


 
 
 

NOTHING LEFT TO FEAR – Zensur

 
 
 
NOTHING LEFT TO FEAR ist ein Beitrag für Fans subtiler Horrorstreifen. Blut gibt hier kaum zu sehen – Gewalt ebenfalls nicht. Dennoch ist NOTHING LEFT TO FEAR in Deutschland erst für 16-jährige erhältlich. Die hiesige Fassung ist aber ungeschnitten. Die deutsche Heimkinofassung ist aber kurioserweise erst ab 18 Jahren freigegeben.
 
 
 


 
 
 

NOTHING LEFT TO FEAR – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Nothing left to Fear (Blu-ray)

(c) Splendid Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Nothing Left to Fear; USA 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 101 Min.

FSK: FSK18 (ungeschnittene Fassung) – Film eigentlich ab 16

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailershow

Release-Termin: 31.01.2014

 
 
 

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NOTHING LEFT TO FEAR – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
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