Filmkritik: „Gelosia – Vendetta D’amore“ (2017)

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GELOSIA – VENDETTA D’AMORE

Story

 
 
 
Einem Ehemann kommt es teuer zu stehen, dass er seine Frau betrügt.

 
 
 


 
 
 

GELOSIA – Kritik

 
 
Ab und zu kann man im deutschen Amateur-Underground schon ein paar Perlen entdecken. Was die Deutschen im höher budgierten Horror-Bereich oftmals vermasseln, können sie tatsächlich ganz gut, wenn nur wenig Geld hinter einem Projekt steckt. „Gelosia – Vendetta D’amore“ stellt Alberto Barones erste Gehversuche im Filmbusiness dar und ist dafür schon ziemlich ambitioniert gemacht, nebenbei aber leider auch sehr belanglos.
 
 
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Thomas ist Alkoholiker und sexsüchtig. Nach einem Autounfall, den er verursacht hat, findet er seine Frau nicht mehr attraktiv, denn ihr Gesicht ist verbrannt. Also müssen andere Frauen her, um den Trieb von Thomas zu befriedigen. Dies soll sich rächen. Gelosia ist das italienische Wort für Eifersucht und wie das Ganze ausgehen wird, lässt sich früh erahnen. Sicherlich muss ein Kurzfilm nicht mit einer total ausgefeilten Geschichte dienen, aber was uns hier geboten wird, ist doch arg dünn. Es gibt keine Pointe, keine echte Wendung.
 
 
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Dafür viel Sex. Der Einsatz von nackter Haut ist weniger plakativ geraten, als man vermuten hätte dürfen und wirkt in einer Szene sogar leicht erotisch. Wer auf Splatter setzt, wird hingegen enttäuscht. Es gibt am Ende nur eine brutale Szene, aber diese wurde nicht besonders toll getrickst und ist allgemein wenig originell. Es ist etwas schade, dass die nackte Haut klar dominiert, denn eine ausgewogenere Mischung hätte nicht geschadet.
 
 
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Tatsächlich wird „Gelosia – Vendetta D’amore“ ganz ordentlich gespielt. Mit Milton Welsh in der Hauptrolle ist da sogar ein ziemlich bekannter Darsteller mit dabei, der seine Sache gut macht. Weitere, nicht so unbekannte Gesichter dürften Manoush und Kristina Kostiv sein. Alle Schauspieler passen gut in ihre Rollen und hier kann man sich echt nicht beschweren. Dass es innerhalb der kurzen Laufzeit zu keiner echten Figurenzeichnung kommt, sollte jedem klar sein.
 
 
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Nach knapp 28 Minuten ist der Film nämlich schon wieder vorbei und wirklich langweilen, kann er somit nicht. Einen Mehrwert hat er einem innerhalb dieser Zeit jedoch ebenfalls nicht geboten. Barone macht seine Sache als Regisseur gar nicht so schlecht, wobei die ganzen Filter schon etwas so wirken, als hätte man sie am Privatrechner mit Gratis-Software hergestellt. Trotzdem ist die Optik in Ordnung und die Kamera-Arbeit solide. Nur lässt das eben (noch) keine eigene Handschrift erkennen. Der Score hört sich sehr passend und gut an.
 
 


 
 
 

GELOSIA – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
Freunde von Kurzfilmen und deutschen Amateur-Streifen können sich „Gelosia – Vendetta D’amore“ ruhig mal anschauen. Der Film ist schnell vorbei, bietet viel nackte Haut und ein wenig Gewalt, ansonsten jedoch nicht viel. Die Handlung ist zu simpel und es geschieht nichts, was man nicht schon besser gesehen hätte. Aus handwerklicher Sicht gibt es da noch deutliches Verbesserungspotenzial, aber sauber gemacht wurde das Werk schon. Außerdem sind die Darsteller überraschend bekannt und gut besetzt. So gesehen kein schlechter Einstieg in die Filmwelt, aber auch nichts, was man länger als fünf Minuten in Erinnerung behält!
 
 


 
 
 

GELOSIA – Zensur

 
 
 
Der italienische (S)Exploitation-Kurzfilm „Gelosia – Vendetta D’amore“ erschien 2018 in Deutschland ungeschnitten im Mediabook. Sammler und Fans von Underground-Filmen können bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

GELOSIA – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Endless Classics (DVD + Blu-ray im Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Gelosia – Vendetta D‘ Amore; Italien 2017

Genre: Horror, Thriller, Drama, Erotik, Kurzfilme

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: keine

Bild: 1.78:1 | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 28 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: DVD + Blu-ray im Mediabook

Extras: Originaltrailer, Audiokommentar, Making Of, Interviews mit Cast & Crew, Booklet, Film auf DVD

Release-Termin: Mediabook: 29.03.2018

 
 

Gelosia – Vendetta D’amore [Blu-ray und DVD im Mediabook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

GELOSIA – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Endless Classics)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Rossa Venezia (2003)
 
Exitus Interruptus – Der Tod ist erst der Anfang (2006)
 

Filmkritik: „Der scharlachrote Henker “ (1965)

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DER SCHARLACHROTE HENKER

(SCARLETTO – SCHLOSS DES BLUTES)

Story

 
 
 
Ein lustig’ Grüppchen wuchtiger Sixties-Mannequins hat ein schaurig-schönes Spukschloß zur Location für ihr nächstes halberotisches Fotoshooting auserkoren und schleicht, gemeinsam mit dem zuständigen Magazinherausgeber, in das Gemäuer. Legenden ranken sich um das Schloß. Im Mittelalter soll hier der weiland wohnhafte Edelmann übergeschnappt sein und reihenweise Jungfrauen auf fiesen Foltergeräten zu Tode gequält haben. Der jetzt im Schlösschen lebende Nachkomme des Schänders von einst, ein Schauspieler (Mickey Hargitay) lässt die ungebetenen Gäste von seinen Bodyguards rauswerfen, entscheidet sich aber dann plötzlich um und markiert den charmanten Gastgeber. Was die betonfrisierten Wuchtbrummen nicht ahnen können: Der Nachkomme ist Ziel eines Fluchs, der ihn glauben lösst, sein eigener Urahn zu sein. Flugs setzt sich der gestählte Edelmann die scharlachrote Kapuze auf den kantigen Schädel und schnappt sich ein Mädel nach dem nächsten. Opis Ferkelkeller steht noch in voller Pracht.
 
 
 


 
 
 

DER SCHARLACHROTE HENKER – Kritik

 
 
 
Was für ein Film! Bei seiner Veröffentlichung zu VHS-Zeiten noch unter SCARLETTO – SCHLOSS DES BLUTES firmierend, lenkt der neue Titel unsere Aufmerksamkeit völlig zurecht auf die Hauptfigur. Was als lockere comedia all’italiana beginnt und sich zur gotischen Schlossbesichtigung wandelt, endet in einer übergeschnappten Revue trashigen Grand Guignol Theaters, für das selbstverständlich mal wieder der alte Marquis De Sade als Inspirationsquelle herhalten muss. Mit großem Spaß triezt der rote Henkersknecht die Fotomodelle in seinem Perverso-Keller und lässt kein Auge trocken. Durch die ungebremste Schwachsinnigkeit dieser Szenen scheppern die Sadismen des Folteronkels derart krachend ins Unernste, dass DER SCHARLACHROTE HENKER beim besten Willen nicht mehr mit dem Prädikat „beängstigender Horrorfilm“ versehen werden kann. Tut dem Filmspaß aber trotzdem keinen Abbruch.
 
 
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Mickey Hargitay, echter Vorname Miklos, war Bodybuilder professionellen Formats. Mit seiner Einwanderung in die USA bereits wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg war der Ungar so etwas wie der Vorreiter europäischer Kraftsportler, die in den Jahrzehnten danach versuchten, im Land der ungbrenzten Möglichkeiten Fuß zu fassen und ihr Geld in der Unterhaltungsbranche zu machen. Bekanntester Name hier natürlich Arnold Schwarzenegger, der den 2006 im zufriedenstellenden Alter von achtzig Jahren verstorbenen Hargitay in Interviews als eines seiner Vorbilder bezeichnete. In einem Biopic über La Mansfield anno 1980 spielte Ahnuld gar den Mickey.Vor den Dreharbeiten zu DER SCHARLACHROTE HENKER musste der Muskelmann gerade die Scheidung von Jayne Mansfield über sich ergehen lassen. Mit der kurvenreichen Marilyn Monroe-Epigonin hatte Hargitay in einem pinkfarbenen Barbie-Alptraum von Palast, samt herzförmigem Swimming Pool, gelebt und gerne mal vor laufender Kamera wahnsinnig lachend seine Gattin über den Kopf gestemmt wie eine Hantel aus Chiffon und Möpsen. Persönliche Differenzen gabs auch in den Sechzigern schon in Hollywood und so war Jayne auch schon nur noch des Pumpers Exfrau, als sie sich bei einem Autounfall die Rübe abriss. Die Trauer beutelte den osteuropäischen Kraftprotz trotzdem ganz gehörig. Ich schweife ab. Zur Drehzeit des HENKERS blutete Maitre Hargitay der Geldbeutel und der Hass auf das Weibsvolk brodelte tüchtig. Nur so ist zu erklären, was der Mann über die Laufzeit für ein Feuerwerlk des Overactings abliefert. Grimassieren, Brüllen und nicht nur an der Streckbank generelles tierisch auf die Kacke hauen. Beim abendlichen Drehschluss dürfte der Mann jedes Mal mit Elefantenbetäubungspfeilen niedergestreckt worden sein. Herrlich!
 
 
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Hinter dem pornotauglichen Regisseurs-Kriegsnamen MAX HUNTER steckt der Italiener MASSIMO PUPILLO (DAS FOLTERHAUS DER LADY MORGAN; DJANGO TÖTET LEISE), der mit DER SCHARLACHROTE HENKER einen Spaghetti-Gothic-Knaller der Kategorie G wie Gnadenlos abgeliefert hat. Hier passt alles. Die erotisch gemeinten und doch züchtigen Modelle (damals sah man generell zwei Jahrzehnte älter aus), die wunderbare Gruselatmosphäre des alten Schlags auf Schloß Sudelstein, die genretypische Kameraarbeit, die herrliche Primitivität der Effekte (diese monströse Spinne allein!) und natürlich das unbarmherzige Chargieren des Hauptdarstellers Sir Lord Mickey Hargitay, Esquire. MASSIMO PUPILLO genießt zur Belohnung noch immer sein Leben. Er ist sechsundachtzig.
 
 
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DER SCHARLACHROTE HENKER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Sleaziger Hundert-Prozent-Trash aus der Pastaküche der lange Jahre verrücktesten Filmwirtschaft Europas. DER SCHARLACHROTE HENKER kommt ein bisschen daher wie die eindeutig italienische Variante der Filme von HERSCHELL GORDON LEWIS – mit deutlich weniger Kunstblut. Ein Vergnügen für Liebhaber und Kenner von B-Film-Italien und bekloppt-schmieriger Sexploitation.
 
 
 


 
 
 

DER SCHARLACHROTE HENKER – Zensur

 
 
 
Von DER SCHARLACHROTE HENKER existieren zwei verschiedene Schnittfassungen: eine für den US-Markt und einmal eine für Europa. Der Anbieter OSTALGICA hat sich getraut erstmals eine restaurierte Komplettversion des Streifens zu veröffentlichen. Diese wurde ungeschnitten auf DVD gepresst und ist frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

DER SCHARLACHROTE HENKER – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Ostalgica

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Il Boia scarlatto; Italien / USA 1965

Genre: Klassiker, Horror, Thriller

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono), Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono), Italienisch (Dolby Digital 2.0 Mono)

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (anamorph / 16:9)

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover und Schuber

Extras: Deutscher Originaltrailer, US Trailer, 2 Bildergalerien, Programmtipps, geschnittene Szenen, VHS Szenen, Super-8 Fassung, deutscher und englischer Vorspann, französischer Trailer, gekürzte frühere DVD Fassung, Booklet

Release-Termin: 26.06.2015

 

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DER SCHARLACHROTE HENKER – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei Ostalgica.

 
 
 
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Die Schlangengrube und das Pendel (1967)

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