Filmreview: „The Cabin in the Woods“ (2011)

The Cabin in the Woods" (2011) - Filmplakat - Review auf Filmcheck
 
 
 

Cabin in the Woods

Story

 
 
 
Die fünf College-Studenten Dana, Curt, Jules, Marty und Holden planen einen hübschen Ferientrip zu einer angemieteten Hütte, tief draußen im Wald. Kaum dort angekommen bricht die Nacht herein und seltsame Geschöpfe trachten um das Leben der fünf partyhungrigen Kids. Für die Teens beginnt ein Kampf auf Leben und Tod, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt.
 
 
 


 
 
 

Cabin in the Woods – Kritik

 
 
 
Lang hatte er im Archiv geschlummert – dann endlich, 3 Jahre nach Produktionsbeginn kam er doch noch in die internationalen Kinos und setzt seinen Erfolgzug nun endlich auch auf DVD und Blu-ray fort. Bereits im Jahre 2010 sollte der 30 Millionen Dollar teure Horror-Thriller namens „The Cabin in the Woods“ in den Lichtspielhäusern erfolgversprechend anlaufen, wurde aber aufgrund strenger Geldsorgen und anschließender Insolvenz des Major-Produktionsstudios „MGM“ auf unbestimmt Zeit verschoben. Um die erwartungsfreudigen Filmfans dennoch bei Stange halten zu können und weiterhin Interesse für das Projekt zu wecken, wurden in regelmäßigen Abständen hübsch gestaltete Filmplakate veröffentlicht, die auf einen internationalen Kinostart hoffen liesen. Leider wurden alle angepeilten Starttermine kurz vor Filmveröffentlichung bereits vom Vertrieb wieder dementiert, weil der amerikanische Rechteinhaber nicht an den Erfolg der Horrorproduktion glaubte und die finanziellen Schwierigkeiten „MGM´s“ kaum Platz für Experimente zuliesen, sodass man in Horrorfilmkreisen bereits an der Ernsthaftigkeit des Projektes zweifelte. Nach einer 3-jährigen Veröffentlichungs-Odyssee hatte sich das einschlägige Genre-Label „Lionsgate“ die Rechte des Thrillers geschnappt und zugleich „The Cabin in the Woods“ Mitte April 2012 in den amerikanischen Kinos ausgewertet – mit immensen Erfolg, wie die amerikanischen Zuschauerzahlen der darauffolgenden Wochen eindrucksvoll bewiesen. Fast das Doppelte an Produktionskosten wurde eingespielt, sodass „The Cabin in the Woods“ letztendlich, trotz erheblicher Startschwierigkeiten, für alle Beteiligten ein rentables Geschäft bedeutete.
 
Und auch in unseren Gefilden löste der kleine, frische Genre-Mix nach seinem Kinostart im Herbst 2012 unter hiesigen Horrorfilmfans euphorische Begeisterungsstürme aus; kein Wunder erlebt der Filmfreund mit „The Cabin in the Woods“ eine der erfirschendsten Genre-Produktionen seit Jahren. Sicherlich dürfte der kleine Horrorschocker keinen Innovationspreis mit seinem recht notdürftig zusammengewerkelten Grundplot gewinnen, aber letztendlich will er vermutlich das Horrorgenre auch nicht wirklich neu erfinden, sondern schlicht und einfach nur unterhalten. Drew Goddard , der sich zuletzt als Regisseur bekannter TV-Produktionen („Buffy“, „Angel“, „Lost“) einen umfangreichen Erfahrungsschatz aneignen konnte, hat mit „The Cabin in the Woods“ einen hippen und zeitgemäßen Film kreiert, der unglaublich Spass macht und dessen Plott durch derben Zynismus zu glänzen weiß und mit einem gehörigen Augenzwinkern genossen werden sollte.
 
Vorab, wer sich den Spaß durch unnötiges Spoilern nicht vermiesen lassen möchte, dem sei an dieser Stelle dringend von der Sichtung des Trailers, sowie der folgenden Review abgeraten, denn letztendlich macht „The Cabin in the Woods“ eindeutig mehr Spaß, wenn man so wenig wie möglich über diesen kleinen, fiesen und hübsch durchgestylten Film weiß. „The Cabin in the Woods“ macht bereits zu Beginn keinen Hehl daraus, was er eigentlich sein will und erklärt dem Zuschauer vorab, was gleich mit den fünf, bewusst klischeehaft handelnden, Pappnasen passieren wird. Ein kluger Schachzug, verändert der Film mit seinem vorwegnehmenden Storytwist die grundlegenden Regeln eines jeden typischen Horrorfilms und bietet so einige recht gelungene Überraschungseffekte, mit denen der Zuschauer in derart Form vermutlich nicht rechnen dürfte. Die Interaktionen der stereotypen Charaktere sind natürlich vollends so vorhersehbar gewollt, zumal man bereits nach den ersten Filmminuten merklich spürt, dass sich „The Cabin in the Woods“ in keiner Filmminute ernst nehmen möchte. Parallelen zur selbstironischen Inszenierung eines „Scream“ sind hier unübersehbar und vollends gewollt.
 
Goddards“ Kinodebüt ist vermutlich DIE grandioseste Veräpplung der unzähligen Splatter-Genres der vergangenen Jahrzehnte. Die wundervoll-schräge Hommage an all die derben Splatter-Schinken und Horrorklassiker der Filmgeschichte birgt so manche Überraschung und beweist ein selbstsicheres Händchen für einige wahrlich liebevolle Filmzitate. Die ehrfürchtige Verbeugung vor Raimis Klassikers „Evil Dead“ dürfte vermutlich allen Fans dieses Kultfilms ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern, denn die modrige Holzhütte aus jenem Kultstreifen bietet die Grundlage zum vielversprechenden „Cabin in the Woods„. Wer jetzt jedoch denkt, dass der Film bereits zu Beginn seine gesamten, kreativen Ideen verschießt, der irrt. Die Einleitung und die gesamte erste Filmhälfte ist routiniert abgedrehter Teenie-Horror mit einigen recht hübschen Todesszenen. Hierbei rechnet das Genre-Werk mit einigen äußerst abgedroschenen Genre-Klischees auf ziemlich unsanfte Weise ab, ohne dabei jedoch den bissigen Humor zu vernachlässigen, welcher die gesamte Szenarie begleitet und für einige durchaus ansprechende Schenkelklopfer sorgt. Erst in der zweiten Filmhälfte beginnt „The Cabin in the Woods“ aus den Vollen zu schöpfen und punktet mit einem wahrhaftigen grandiosen Effekt und Gewalt-Feuerwerk der Extraklasse, das zudem auch splattergierige Horrorfilmnerds vollends zufriedenstellen dürfte. Was in den letzten Filmminuten an Blut und Gekröse verbraten wird, hat man in derart grotesker Weise schon lange nicht mehr auf der großen Leinwand und auf den heimischen Mattscheiben bewundern dürfen. Zudem erwartet dem Zuschauer eine feuchtfröhliche Geisterbahnfahrt durch die Annalen des Horrorfilms und selbst Freunde der Leinwand-Ikone Sigourney „Ripley“ Weaver dürfen sich auf einen „kruden„, wenn auch recht kurzen, Gastauftritt der Schauspiellegende freuen.
 
Am Ende ist doch noch alles gut geworden. Das ungewollte „MGM“-Stiefkind mit dem Titel „The Cabin in the Woods“ hat doch noch eine würdige Veröffentlichung spendiert bekommen und ist dort gelandet, wo es vermutlich am besten aufgehoben ist: im Kino und aktuell sogar auf Blu-ray sowie DVD. Der Horrorfilm-Gemeinde dürfte dieser Film unweigerlich munden, denn „The Cabin in the Woods“ ist zwar gruselig und unheimlich, dafür aber auch ein richtiger Party-Film, der mit gehörigem Alkoholpegel vermutlich die beste Wirkung erzielen dürfte. Nicht nur, dass er mit diversen Klischees des modernen Horrorfilm abrechnet, der überraschende und vollkommen superbe Storytwist ab Filmmitte ist der eigentliche Kern dieser witzigen Genreproduktion. Hier gibt es Action, Splatter und Blut frei für Alle – was will man als Horrorfilmfreund denn mehr?
 
 
 


 
 
 

Cabin in the Woods – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Scream“ war gestern – jetzt kommt „The Cabin in the Woods“. Für Anhänger des phantastischen Genre-Films absolutes Pflichtprogramm!
 
 
 


 
 
 

Cabin in the Woods – Zensur

 
 
 
Die Heimkinoversion ist mit einer „FSK 16“ – Kennzeichnung vollkommen ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

Cabin in the Woods – Deutsche Blu-ray

 
 
 

The-Cabin-in-the-Woods_bluray

 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Cabin in the Woods; USA 2011

Genre: Horror

Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1080p/24, 2,40:1

Laufzeit: ca. 95 Min

FSK: FSK 16

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Interactive Experience (Bonus View), We Are Not Who We Are: Making The Cabin in the Woods, AN ARMY OF NIGHTMARES: Makeup & Animatronic Effects, The Secret Secret Stash: Marty’s Stash, Hi, My Name is Joss and I’ll Be Your Guide, WonderCon Q&A, Kinotrailer

 
 
 
Die ungeschnittene Blu-ray aus dem Hause „Universum“ kommt erstaunlich umfangreich daher. Es ist ja aktuell zu einer argen Seltenheit geworden, wenn kleinen Genre-Hitgaranten mit reichlich Boni ausgestattet werden. Neben den obligatorischen Trailer, gesellen sich Audiokommentare und diverse Making ofs. Zudem existieren diverse Bild-in-Bild Features, die während des Filmes verhäuft aufplobben und genug Informationen über die Entstehung des Films offenbaren. Leider hat „Universum“ nur einige der diversen Extras (die übrigens ALLE in HD vorliegen) untertitelt, sodass gerade Fans, welche des Englischen nicht mächtig sind, durchaus ihre Probleme mit einigen Features haben dürften. Hierzu zählen die Audiokommentare, ebenso wie die grandiose Bild-in-Bild-Zugabe. Schade! Rein technisch ist diese Veröffentlichung durchaus als gelungen zu betiteln. Der Ton brummt in den Actioneinlagen gehörig auf und am Bild lässt sich kaum etwas zu beanstanden. Gerade in den hellen Passagen kommt das Bild scharf und knackig zu Geltung. Auch ein erfrischender Schwarzwert, weiß in den dunklen Szenen zu gefallen. Im Ganzen betrachtet, kann man an der „Cabin in the Woods„-Veröffentlichung nicht meckern.
 
Zudem hat sich „Universum“ für alle Fans ein ganz besonderes Schmankerl einfallen lassen:
Das sogenannte „Augmented-Reality-Special“ ist eine recht raffinierte App, mit der man das Blu-ray Cover scannen und das ominöse Häuslein des Films durch die Luft sausen lassen kann. Hierfür einfach die App herunterladen, den verschlüsselten QR-Code auf dem Cover scannen und das Cover der Blu-ray filmen. Prompt beginnt die titelgebende Hütte zu schweben. Klickt man nun selbige in einer bestimmten Kombination an, erscheint sogar der Trailer zum Film. Damit die Suche nach dem perfekten Code nicht in euphorischen Wutausbrüchen ausartet, hier natürlich auch die korrekte Kombination: Oben rechts, Mitte links und unten rechts auf die Hütte tippen. Dann erscheint der Trailer.
 
 
 

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Cabin in the Woods – Trailer

 
 
 


 
 

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An der Highschool bei allen beliebt, bekommt Mädchenschwarm Nathan es dennoch nicht gebacken, sein Traumgirl Karen anzubaggern.

Vom Lehrer zu einer gemeinsamen Hausarbeit verdonnert, stoßen die beiden beim Stöbern im Internet auf eine ominöse Webseite für vermisste Kinder.

Die dort abgelichteten Bilder machen Nathan stutzig und er stellt schnell fest, dass eines der abgebildeten Bilder, seins ist.

Kaum die Mutter um Erklärung gebeten, stürmen auch schon zwei Profikiller in die elterliche Behausung und töten Mutter und Vater. Auf der Suche nach Antworten über seiner Selbst gerät er immer tiefer in das Visier skrupelloser Auftragskiller.

 

Oh mein Gott – What the Hell ist that für ein Abfuck!

Mit großer Erwartung sehne ich die diesjährige Nominierung der Goldenen Himbeere herbei, für die ersichtlich schlechteste Schauspielleistung in einem aktuellen Mainstreamfilm.

Wer von all den geistreichen Schwachmaten Hollywoods ist denn auf die geniale Idee gekommen ein talentfreies Butterbrot, wie es Tayler Lautner darstellt, für die Hauptrolle in einem Actionthriller zu besetzen?

Dieser Junge kann rein gar nix, außer vielleicht für einige feuchte Schlüpfer pubertierender Mädchen zu sorgen.

Genau zwei eindeutig-entzifferbare Gesichtsausdrücke scheint er im Laufe seiner bisherigen Schauspielkarriere „gelernt“ zu haben: dumm glotzen und verschwitzt grinsen. Denn Rest seines nichterkennbaren Talents scheint er wohl im Fitnessstudio verheizt zu haben.

Hilfe, was für ein triviales Disaster ist „Atemlos-Gefährliche Wahrheit“ geworden.

Wer einen mitreisenden und packenden Actionknaller a la „Die Bourne Identität“ erwartet wird gänzlich enttäuscht werden.

„James Bond light und ohne Charisma meets Disneyclub“ trifft es wohl eher, denn außer talentfreien und beliebig austauschbaren Jungschauspielern aus aktuellen US-Serien und Teenagerfilmen hat „Atemlos-Gefährliche Wahrheit“ leider nichts wirklich nennenswertes zu bieten.

Dabei ist unschwer an der geistlos-kindlichen Besetzung zu erkennen, dass der Film vordergründig dafür produziert wurde, um der naiv-jugendlichen „Twilight“-Fanbase das letzte Taschengeld aus den kleinen Geldbörsen zu stibitzen. Ein strategischer raffinierter  Schachzug der Produzenten, diesen aktuellen Gassenhauer mit einem bekannten Gesicht aus dem „Twilight“-Universum zu besetzen, denn nur mit dem Zugpferd Tayler Lautner in der Castriege erhält diese belanglose Actiongurke die Aufmerksamkeit, die sie sonst mit Sicherheit nicht erhalten würde.

Einzig positiv an „Atemlos-Gefährliche Wahrheit“ hervorzuheben wäre die recht straffe und rasante Inszenierung, die erstaunlicherweise kaum Leerlauf zu bieten hat. Stöbert man jedoch in der Story nach Tiefsinn, Tiefgang und Logik dürfte man vom fassungslosen Kopfschütteln vermutlich Schulterschmerzen bekommen.

Ein Zwiespältiges, aber umso erfreulicheres Wiedersehen dürften alle Fans der Leinwandheldin Sigourney „Ripley“ Weaver erleben. Weaver mimt die Psychologin Nathan´s und spielt trotz völlig unterfordertem Overacting mit ihren gerade einmal drei prägnanten Sätzen (mehr gab das Drehbuch scheinbar nicht her) alle Schauspieler an die Wand. Welche Beweggründe Weaver wohl hatte, in diesem miesen und völlig überteuerten Trash-Actionfilm mitzuwirken, wird wohl auf ewig ihr Geheimnis bleiben.

 

 

Fazit 4,5/10 Punkte

 

Wer bei „Atemlos-Gefährliche Wahrheit“  adrenalinverursachende Hochspannung erwartet, dürfte bitterlich enttäuscht werden. Bei diesem Actionfilm werden Erwachsene Zuschauer nicht „Atemlos“, sondern vor lauter Fremdscham „Sprachlos“. Ein weiterer cineastischer Beitrag aus Hollywood, den kein Schwein braucht!

(Deutsche Fassung ist mit einer FSK12-Freigabe ungeschnitten)

 

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