Filmkritik: „Aquaslash“ (2019)

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AQUASLASH

Story

 
 
 

Wasserrutsche des Grauens. Die wird in ein Mordwerkzeug umfunktioniert und zerteilt Planschgäste in kleine Stück.

 
 
 


 
 
 

AQUASLASH – Kritik

 
 
 
Der Regisseur von DISCOPATH ist zurück. Der lieferte vor einigen Jahren mit der Horror-Hommage an die 1970er ungewöhnlichen Genre-Stuff ab, der auf einschlägigen Filmfestivals gut abschnitt. Nachdem der Erstling selbst finanziert werden musste, tat sich der Regisseur diesmal mit den Produzenten von GAME OF DEATH zusammen – offenbar, weil die wissen, wie man Mord und Totschlag gut in Szenen setzen muss. Leider ist das Ergebnis keine Sternstunde des Horrorfilms. Was als spaßige Hommage an das Slasher-Kino der 1980er beginnt, verliert seinen Humor zu schnell aus den Augen und quält sein Publikum mit potenten Macho-Boys und willigen Bikini-Girls. Die wollen nicht schreien, wimmern und sterben, sondern saufen, feiern und durch die Betten hüpfen. Für einen Horrorfilm fatal.
 
 
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Was wäre ein Abschlussjahr ohne Abschlussfeier? Für einige Abiturienten der Grund, die bestandenen Prüfungen in einem Wasserpark zu feiern. Zwar gab es da vor einigen Jahren einen merkwürdigen Unfall, aber das hält die Meute nicht davon ab, den Abschluss mit Party, Sex und Drogen zu feiern. Doch jemand meint es nicht gut mit den Feiernden. Der sabotiert die Wasserrutsche des Parks und sorgt so für ein Blutbad. Da stellt sich glatt die Frage, wer solch boshafte Gedanken hegt. Man sollte gar nicht erst anfangen zu raten. Die Auflösung ist so weit hergeholt, darauf kommt man definitiv nicht.
 
 
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Was aussieht, wie eine Fortsetzung zum Splatter-Spaß PIRANHA 2 ist gar nicht so spaßig, wie man nach Sichtung des Trailers erwarten würde. AQUASLASH ist ein Slasher, der sein ganzes Pulver erst in den letzten 15 Minuten verschießt. Wo andere Horrorfilme gleichen Kalibers kreative Morde über den gesamten Film verteilen, reduzieren sich diese auf das Finale. Bis dahin herrscht Langeweile. Da wird gebaggert, geknutscht, gefummelt und gekokst. Das ist weder spannend noch unterhaltsam. Regisseur RENAUD GAUTHIER fokussiert zu lang und zu intensiv Teenager-Probleme und macht sich damit bei Horrorfans keine Freunde. Die wollen Blut sehen, werden aber stattdessen mit Alphamännchen-Gehabe und Blondinen-Gegacker genervt. Slasher sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.
 
 
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Immerhin gibt es Rot im Finale und das reichlich. Hier wird dick aufgetragen und es wird zehn volle Minuten gesplattert. Die Effekte sind gelungen und kommen nicht aus dem Computer. Da werden Klingen in einer Wasserrutsche platziert und so Körperteile oder Köpfe abgetrennt. An Zynischmus wird nicht gespart. Leider macht all das den Kohl nicht mehr fett. Der handwerklich professionell getrickste Blutrausch kommt zu spät, denn die meisten Zuschauer dürften wegen Ereignislosigkeit bereits vor der blutigen Krönung abgeschalten haben. Vermutlich enttäuschend für das Spezialeffekte-Team. Das nennt sich BLOOD BROTHERS, macht seinem Namen alle Ehre und hätte sich wohl durch den hausgemachten Blut-Cocktail-Mix mehr Aufmerksamkeit gewünscht. Zuletzt sorgten die mit Gemansche im rasanten Retro-Hit TURBO KID für Aufsehen und zeigten eindrucksvoll, was mit Spezialeffekten alles möglich ist. Im direkten Vergleich dazu ist AQUASLASH eine Schlaftablette.
 
 
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AQUASLASH – Fazit

 
 
5 Punkte Final
 
 
Blutrote Hommage an die Slasher-Filme der 1980er, die lustig hätte werden können. In AQUASLASH wird eine Wasserrutsche in ein Mordwerkzeug umfunktioniert. Darin werden Menschen zu Fischfutter verarbeitet. Leider nutzt Regisseur RENAUD GAUTHIER die Möglichkeiten nicht aus und zeigt zu viel Gerede um den heißen Brei, statt endlich mal zum Punkt zu kommen. Da bekommt der Zuschauer eine konfuse Handlung aufgetischt, die über weite Strecken völlig die Slasher-Handlung aus den Augen verliert und sich mit Teenager-Problemen beschäftigt. Das Ergebnis: Langeweile. Für einen Film, dessen Handlung auf einen Bierdeckel passt und der eine Laufzeit von etwas mehr als einer Stunde besitzt, ist das schon eine Meisterleistung.
 
 
 


 
 
 

AQUASLASH – Zensur

 
 
 
Bis zum Finale passiert kaum etwas. Es wird hauptsächlich geredet, gefeiert und getrunken. Erst im Finale geht das große Sterben los. Dann wird reichlich gesplattert. Weil aber die Morde sehr übertrieben und teils ironisch zelebriert werden, darf man von einer ungeschnittenen Freigabe ab 16 Jahren ausgehen.
 
 
 


 
 
 

AQUASLASH – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen stammen von Black Mandala)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
2001 Maniacs (2005)
 
Swimming Pool – Der Tod feiert mit (2000)
 
Piranha 2 (2012)
 

Filmkritik: „Open 24 Hours“ (2018)

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OPEN 24 HOURS

Story

 
 
 

Wenn sich psychologischer Horror ganz überraschend in einem Blutbad entlädt. Bei einer Nachtschicht in einer Tankstelle muss sich eine schwer traumatisierte Frau eigenen Ängste stellen.

 
 
 


 
 
 

OPEN 24 HOURS – Kritik

 
 
 
Tankstellen sind im Horror-Genre nicht selten Schauplatz des Schreckens. Sind sie in der Nähe, ist das Böse nicht weit. Offenbar ziehen abgelegene Zapfstellen die Bösewichte magisch an. Andererseits findet man darin gern auch schon mal Angestellte, die vor drohendem Unheil warnen. So gab es RHEA-M in dem Maschinen die Herrschaft übernommen hatten und sich Menschen in einer Tankstelle verschanzten. Aber auch in Schockern wie SPLINTER, HIGH TENSION oder dem TEXAS CHAINSAW MASSACRE spülten abgefuckte Benzinstationen ahnungslose Protagonisten direkt in die Hände des Bösen. Der Horrorfilm OPEN 24 HOURS macht sich auch die unheilvolle Atmosphäre von abgeschiedenen Zapfsäulen zunutze und bannt Albträume auf Zelluloid. Dabei herausgekommen ist gelungenes Angstkino mit gut dosierten Schocks, die es in sich haben. Da schauen wir genauer hin.
 
 
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Alles auf null. Denkt sich auch Mary White (VANESSA GRASSE aus LEATHERFACE – THE SOURCE OF EVIL). Die wurde erst aus dem Gefängnis entlassen und ist nun auf Jobsuche. Ein Tankstellenbesitzer hat Erbarmen. Der sucht eine Kassierin, die auch mal nachts den Laden schmeißt. Für die attraktive Mittzwanzigerin ein Hoffnungsschimmer wieder den Fuß ins richtige Leben zu bekommen. Die nimmt an und hat auch gleich den ersten Arbeitstag. Der gestaltet sich aber komplizierter als gedacht, denn die Vergangenheit holt Mary wieder ein. Vor einigen Jahren hat sie nämlich ihren Boyfriend (COLE VIGUE aus THE UNSPOKEN) ins Handwerk gefuscht. Der war ein berüchtigter Frauenmörder und zwang unsere Heldin dazu die grausamen Taten mit anzusehen. Letztere hielt die Psychofolter nicht mehr aus, zündete das Haus an und der schlafende Ex erlitt schwere Verbrennungen. Offenbar fordert der nun Rache. So ziehen bald unheimliche Schatten um den neuen Arbeitsplatz. Alles nur Einbildung oder passiert das in real? So wirklich sicher ist sich die traumatisierte Mary da bald nicht mehr.
 
 
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OPEN 24 HOURS ist ein Mix aus Psychothriller, Stalker-Horror und Slasher, der vor allen handwerklich vieles richtig macht. Der Film ist zwar günstiger Indie-Horror, schaut aber hochwertig aus. Da scheint jemand mit Erfahrung am Werk gewesen zu sein. In der Tat zeichnet jemand verantwortlich, der sich im Genre gut auskennt und einen hervorragenden Riecher hat, wie er Horrorfilme möglichst unterhaltsam für sein Publikum aufbereiten muss. PADRAIG REYNOLDS nennt sich der Gute, der bereits so Horrorstoff wie RITES OF SPRING, DARK LIGHT oder THE DEVIL’S DOLLS auf Zelluloid gebannt hat. Das war solides Genre-Handwerk, das zumindest kurzweilig Gänsehaut bescheren konnte. OPEN 24 HOURS macht da keine Ausnahme, vermeidet Umwege und versucht den Zuschauer mit Verwirrungstaktik zu vernebeln. Das Ergebnis ist konventioneller Horror, der mit der Erwartungshaltung spielt, ohne zu sehr zu überfordern aber stets spannend bleibt.
 
 
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Regisseur PADRAIG REYNOLDS hat offenbar gelernt, wie man Spannung erzeugt und welche Regeln beim Inszenieren von Horrorfilmen beachtet werden müssen. Zu den wichtigsten gehört eine zugängliche Heldin. In Schauspielerin VANESSA GRASSE hat er sie gefunden. Die verkörpert hier eine labile junge Frau, die den erlebten Albtraum immer und immer wieder durchmachen muss. Erst sind es mysteriöse Telefonanrufe und gruselige Kunden, die am Nervenkostüm nagen und die Vergangenheit zurück ins Gedächtnis holen. Später kommen ungemütliche Halluzinationen und grausame Rückblenden dazu, die am eigenen Verstand zweifeln lassen. Filmemacher PADRAIG REYNOLDS will seine Protagonistin einfach nicht zu Ruhe kommen lassen und treibt sie immer weiter in den Wahnsinn. Das macht sich auch am Film selbst bemerkbar. Der verändert seinen Ton, je näher er der Zielgerade entgegenfiebert. Da wird aus psychologischem Grauen plötzlich bluttriefender Horror, der gut und gern auch mal den Vorschlaghammer schwingen lässt. Zartbesaitete Zuschauer zucken hier zurecht zusammen, denn der abrupte Richtungswechsel kommt ganz unvorbereitet. Daher von uns an dieser Stelle eine Warnung. Wer glaubt, dass OPEN 24 HOURS den anfänglichen Kopf-Horror bis zum Ende durchzieht, irrt gewaltig.
 
 
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OPEN 24 HOURS – Fazit

 
 
7 Punkte Final
 
 
Ein wendungsreicher und kompromissloser Horror-Schocker, der von seiner Heldin ziemlich viel abverlangt. Mit den Filmen aus der Werkstatt von PADRAIG REYNOLDS macht man nichts falsch. Das sind kleine Horrorfilme, die man sich an einem Sonntagabend anschauen kann, ohne zu sehr enttäuscht zu werden. Einer derer: OPEN 24 HOURS. Hierbei hält man Psycho-Horror in den Händen, der gekonnt versucht zu manipulieren. Kernthema des Films ist es herauszubekommen, was tatsächlich passiert oder nur dem Geist eines traumatisierten Mädchens entspringt. Sind die Ereignisse im Film Einbildung und Folgen eines schwerwiegenden Traumas? Oder ist hier wirklich ein Killer am Werk, der unserer Heldin eine Lektion erteilen will? Genau das gilt es herauszufinden. Wie des Pudels Kern ergründet wird, ist ohne Zweifel spannend. Da verzeiht man Regisseur PADRAIG REYNOLDS gern, dass der es im Finale mit Wendungen übertreibt und einige Logiklücken übersehen hat.
 
 
 


 
 
 

OPEN 24 HOURS – Zensur

 
 
 
In der zweiten Filmhälfte von OPEN 24 HOURS bekommt man einige Gewaltszenen vor die Linse. Es wird ein Kopf mit einem Vorschlaghammer zermatscht, Stichwunden sind zu sehen und blutige Kopfschüsse runden den Gewaltcocktail ab. Hierzulande passt das alles für eine Freigabe mit rotem FSK-Sticker. In Deutschland wird der Film über I-ON NEW MEDIA im Laufe des Jahres 2020 veröffentlicht.
 
 
 


 
 
 

OPEN 24 HOURS – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen stammen von Spotlight Pictures | I-On New Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast (1997)
 
Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast (1998)
 
ATM – Tödliche Falle (2012)
 
The Night before Halloween (2013)
 

Filmkritik: „Bloody Summer – Schrei. Lauf. Stirb.“ (2017)

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BLOODY SUMMER – SCHREI. LAUF. STIRB.

(RED SUMMER | VERANO ROJO)

Story

 
 
 

Gefährliches Spanien: Auf Mallorca machen einige Einheimische Jagd auf Touristen.

 
 
 


 
 
 

BLOODY SUMMER – Kritik

 
 
 
Spanien ist immer eine Reise wert. Hierbei besonders im Fokus: die spanische Urlaubsinsel Mallorca. Alljährlich wird das kleine Paradies im Mittelmeer von Millionen Touristen besucht, die dort nur eines wollen: sonnen, saufen und Party machen. Mittlerweile muss man aber vorsichtig sein. Schenkt man nämlich dem Horrorfilm BLOODY SUMMER (Originaltitel: VERANO ROJO) Glauben, sollte man sich bei einem Urlaub auf Mallorca vorsehen. Inmitten traumhafter Urlaubsidylle hat sich dort auch das Böse ein Plätzchen im Schatten gesichert. So zumindest propagandiert das der Spanier CHARLES JOFRE. Der hat mit dieser Urlaubswarnung seinen ersten Langfilm auf Zelluloid gebannt, der sogar für den internationalen Filmmarkt – mehr schlecht als recht – englisch synchronisiert wurde. Weitaus professioneller sieht es da schon mit der deutschen Übersetzung aus. Die ist ganz passabel, macht BLOODY SUMMER aber nicht besser. Wohl ein Grund, warum hierzulande der Rechteinhaber mit plakativen Mitteln versucht die Gunst des Käufers zu gewinnen. Da wird auf dem Cover mit „SCHREI. LAUF. STIRB.“ geworben, um Horrorfilmfans neugierig zu machen. Leider alles heiße Luft. Sonderlich Spaß bereitet das Zuschauen beim Sterben nicht. Eben ein typischer Fall von irreführendem Marketing.
 
 
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Vier junge Leute aus Madrid wollen den Sommerurlaub auf der balearischen Insel Mallorca verbringen. Das Mietauto ist gebucht und auch die Urlaubslaune stimmt. Leider schlägt Vorfreude bald in Angst um. Auf einer Landstraße stößt man auf einen verletzten Einheimischen. Der hatte einen Unfall und schafft es nicht allein zurück ins Dorf. Gut, dass unsere Freunde zur Stelle sind. Die nehmen den Fremden mit dem Auto mit und ahnen nicht, dass sie soeben den Teufel chauffieren. Das vermeintlich orientierungslose Landei gehört zu einer Sippe Hinterwäldler, die nur auf Urlauber warten, um sie anschließend zu Wurst zu verarbeiten. Gleiches wird bald auch den jungen Leuten widerfahren. Klingt vertraut!
 
 
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Und täglich grüßt das Murmeltier. BLOODY SUMMER ist nichts Einfallsreiches und bei genauerer Betrachtung eigentlich eine Kopie des berüchtigten TEXAS CHAINSAW MASSACRE von TOBE HOOPER. An eigenen Ideen mangelt es. Dafür kommen die Abläufe mehr als bekannt vor. Zu sehen gibt es vier junge Durchreisende, die sich im Hinterland verirren und an eine Familie geraten, welche so gar nicht gut auf Stadtmenschen zu sprechen ist. Es wird geschrien, gewinselt und gestorben. Die für Backwood-Horror vertrauten Handlungsverläufe werden abgeklappt, ohne den Zuschauer zu fordern. Überraschungen? Fehlanzeige! Stattdessen wird ein Backwood-Horror-Klischee ans nächste gereiht. Da fehlt der für Hinterwäldler-Horror mittlerweile geläufige dreckige Look ebenso wenig, wie der an Leatherface angelehnte Bösewicht, der sich aus nicht näher erläuterten Gründen den gesamten Film über maskiert durch das Fleisch seiner dummen Opfer arbeitet. Geübte Horrorfilmkenner werden da schnell gelangweilt sein. Zurecht, denn der mit Crowdfunding finanzierte BLOODY SUMMER bekleckert sich beim Schockieren nicht unbedingt mit Ruhm.
 
 
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Wo der US-amerikanische Regisseur und Filmproduzent MICHAEL BAY mit seiner Neuauflage des kultigen BLUTGERICHT IN TEXAS alle Register gewalttätiger Filmunterhaltung zog und ein kompromissloses Gewaltfeuerwerk sondergleichen auf der Leinwand zelebrierte, gleicht das was uns Filmemacher CHARLES JOFRE mit seinem Debütfilm BLOODY SUMMER vorsetzt an belanglose Nachmittagunterhaltung auf dem Kinderkanal der Öffentlich-rechtlichen. Die Morde wirken amateurhaft und dilettantisch und auch das Schauspiel befindet sich auf Laienniveau. Sonderlich Lust bekommt man also nicht dem vorhersehbaren Treiben bis zum Schluss zu folgen, zumal BLOODY SUMMER in den letzten dreißig Minuten auch noch das Tempo drosselt und der Heldin fast schon gelangweilt beim Flüchten, Verstecken und Wimmern beiwohnt. Das macht müde und spricht nicht gerade für qualitativen Horror.
 
 
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Immerhin hat Regisseur CHARLES JOFRE an Kritik gedacht. Der spricht vielen Mallorquinern aus dem Herzen, die das Inselparadies mit vielen Touristen teilen müssen. Letztere haben auf dem spanischen Eiland das Zepter übernommen. Ganz zum Leidwesen der einheimischen Bevölkerung. Die hat unter dem Massentourismus zu leiden. Der führt seit Jahren zur Vertreibung der Einheimischen aus Städten und verändert das Bild der Insel zum Nachteil. Eine Tatsache, die der Macher des Horrorfilms nicht hinnehmen möchte. Der macht in BLOODY SUMMER kurzen Prozess mit Urlaubern und lässt sie kurzerhand über die Klinge springen, damit die Insel wieder den Einheimischen gehört – und nicht den Touristen. Ob die Warnung aber nach diesem durchschnittlichen Horror-Erlebnis ernstgenommen wird, dürfte bezweifelt werden. Das Gelbe vom Ei ist BLOODY SUMMER leider nicht.
 
 


 
 
 

BLOODY SUMMER – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein spanischer Versuch, dem legendären TEXAS CHAINSAW MASSACRE das Wasser zu reichen. VERANO ROJO – der übrigens für internationalen als RED SUMMER vermarktet wird und für den deutschen Handel in BLOODY SUMMER umgetauft wurde – ist Low-Budget-Horror von der Stange, der versucht dem großen Vorbild nachzueifern. Es wird viel kopiert, ohne eigene Ideen hinzuzufügen. Dass eine solche Vorgehensweise nur scheitern kann, war abzusehen. Regisseur CHARLES JOFRE liefert mit BLOODY SUMMER einen beliebigen Backwood-Slasher ab, der keine Höhepunkte besitzt. Die Figuren verhalten sich dämlich, die Abläufe sind bekannt und auch in Sachen Gewalt wird – wohl aus Budgetgründen – Sparflamme gefahren. Horrorfilmfans werden enttäuscht sein. Da fragt man sich nicht unbegründet, wo denn nur die gut gemachten und vor allem kompromisslosen Backwood-Slasher geblieben sind, die vor allem jenen den Atem stocken lassen, die meinen bereits alles gesehen zu haben? Lässt man die letzten Jahre Revue passieren, haben sich sehenswerte Backwood-Slasher leider rar gemacht. Die wirklich Guten kann man an einer Hand abzählen können. Daher wird es endlich mal Zeit für gelungenen Nachschub. Los Ihr Filmemacher, traut Euch!
 
 
 


 
 
 

BLOODY SUMMER – Zensur

 
 
 
Für einen Backwood-Slasher ist BLOODY SUMMER sehr zurückhaltend. Einer Protagonistin wird mitten durchs Herz geschossen, ein Finger wird abgeschnitten und sexuelle Demütigungen gibt es auch zu sehen. Oft wird aber weggeblendet, wenn es ans Eingemachte geht. Hierzulande erhielt der Streifen in seiner ungeschnittenen Fassung eine FSK18. Die scheint etwas übertrieben. Eine FSK16 hätte es auch getan.
 
 
 


 
 
 

BLOODY SUMMER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Lighthouse Home Entertainment | Best Movies (KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Verano Rojo; Spanien 2017

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Spanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: 21.02.2020

 

Bloody Summer – Schrei. Lauf. Stirb [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

BLOODY SUMMER – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Lighthouse Home Entertainment | Best Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
What the Waters Left Behind (2017)
 
Sant Martí (2018)
 
Inbred (2011)
 
Escape from Cannibal Farm (2017)
 

Filmkritik: „Countdown“ (2019)

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COUNTDOWN

Story

 
 
 

Seichter Horror für Anfänger. Eine mysteriöse App sagt seinem Nutzer den Tod voraus. Eigentlich eine witzige Sache – stände das eigene Ableben nicht schon in wenigen Stunden bevor.

 
 
 


 
 
 

COUNTDOWN – Kritik

 
 
 
Manche Dinge sollte man besser höheren Mächten überlassen – vor allem wenn es um das eigene Ableben geht. Viele Horrorfilme haben gezeigt, dass sich der Tod nicht austricksen lässt. Steht man erst mal auf der Liste, gibt es kein Entkommen mehr. Eine Tatsache, die die US-amerikanische Filmproduktionsfirma STX ENTERTAINMENT noch einmal in Form von Horrorware bekräftigen möchte. Die hatte in der Vergangenheit ein glückliches Händchen bei der Auswahl von Genre-Filmen. So entstand mit Geld aus genanntem Unternehmen Gruselzeugs wie THE GIFT, THE BYE BYE MAN oder THE BOY, das an den Kinokassen passable Umsätze erzielen konnte. Genau das gelang auch dem neusten Horror-Streich, den STX ENTERTAINMENT diesmal nicht selbst produziert – dafür aber vertrieben hat. Der nennt sich COUNTDOWN, kann eigentlich nichts – war aber trotzdem kein Verlustgeschäft. Dem Film gelang es – trotz negativer Kritiken – mehr als das siebenfache des Produktionsbudgets an den Kinokassen einzuspielen. Sachen gibt es, die gibt es gar nicht.
 
 
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Im App-Store lauert der Tod. Dort wird ein mysteriöses Programm zum Download angeboten, das sich mutige Nutzer auf ihr Handy laden können. Mit dieser Applikation kann sich der genaue Todestag errechnen lassen. Eine Funktion, die auch die frischgebackene Krankenschwester Quinn (ELIZABETH LAIL aus der NETFLIX-Serie YOU) nutzen möchte. Die installiert sich die Erweiterung und staunt nicht schlechte, als ihr mitgeteilt wird, dass sie nur noch wenige Stunden zu leben hat. Ist das ein makabrer Scherz? Offenbar nicht wirklich. Um der attraktiven Pflegerin sterben plötzlich die Jugendlichen wie Fliegen. Eins vereint die mysteriösen Tode. Die Plötzlichverschiedenen haben ebenfalls die App installiert. Da wird der taffen Quinn plötzlich ganz komisch und sie beginnt Nachforschungen über den Entwickler des Programms anzustellen. Was die Dame dabei jedoch herausfindet, lässt ihr das Blut in den Adern gefrieren.
 
 

 
 
Ist das eine Neuauflage des beliebten Mystery-Horrors FINAL DESTINATION? Zumindest könnte man das vermuten, wenn man die Inhaltsangabe zum Film liest. Inhaltliche Parallelen zum 2000 von JAMES WONG inszenierten Horrorthrillers sind nicht von der Hand zu weisen. Dennoch: COUNTDOWN hat nichts mit genannten Horror-Franchise am Hut. Vielmehr verbirgt sich hinter diesem Slasher dreister Ideenklau, der versucht mit bekannten Einfällen noch einmal schnell beim jüngeren Publikum Taschengeld zu stibitzen. Letzteres ist leichte Beute. Seit der letzten Fortsetzung des Sensenmann-Gruslers sind nämlich schon wieder knapp zehn Jahre verstrichen. Vielen neuen, unerfahrenen Genre-Fans zwischen 16 und 20 dürfte FINAL DESTINATION daher wohl kaum ein Begriff sein. Genau die Zuschauer stehen im Fokus. Denen wird recycelter Horror-Einheitsbrei vorgesetzt, der vorheuchelt innovativ zu sein. Das ist irgendwie frech.
 
 

 
 
COUNTDOWN ist ein Paradebeispiel für konventionellen Mainstream-Horror. Nach einem verheißungsvollen Intro-Mord hält sich der Streifen an den Regeln kassenträchtiger Horrorfilme. Das bedeutet: keine Überraschungen, bekannte Abläufe, adrette Jungdarsteller und laute Schockeffekte. So laden sich Teenager besagte App auf ihr Handy und sterben nacheinander. Eine mutige Betroffene will sich ihrem Schicksal nicht beugen. Sie versucht die Drahtzieher des Todes-Orakels ausfindig zu machen, um das eigene Ableben zu verhindern. Genannten Handlungsabläufe sieht man bereits nach wenigen Minuten kommen. Sonderlich geistreich ist das nicht.
 
 

 
 
Immerhin kann man COUNTDOWN nicht vorwerfen, langweilig zu sein. Der Film legt ein beachtliches Tempo an den Tag, lässt regelmäßig Protagonisten über die Klinge springen, deren Lebenszeit abgelaufen ist. Als wäre das nicht alles schon bitterböse genug, lässt Regisseur JUSTIN DEC dazu noch dämonische Kreaturen durch das Bild sausen, um bei sensiblen Gemütern das Herz schneller schlagen zu lassen. Das sind für erfahrene Filmkenner nur miese Taschenspielertricks, um Spielfilmlaufzeit erreichen und COUNTDOWN fortsetzen zu können. Bei genauerer Betrachtung ist COUNTDOWN aber nichts, das man unbedingt in Serie sehen will. Die Idee von einer dämonischen App verliert bereits nach wenigen Todesvorfällen ihren Reiz, weil Abläufe zu oft wiederholt werden. Aber: Trotz Klischees und Oberflächlichkeiten ist eine subtile Kritik unverkennbar. Das hätte man nicht unbedingt gedacht.
 
 

 
 
Hinter austauschbarem Stumpfsinn, verbirgt sich eine Warnung. COUNTDOWN versucht eine kritische Botschaft zu vermitteln. Alle Beteiligten akzeptieren leichtfertig Nutzungsbedingungen, ohne sich darüber im Klaren zu sein, was das für Konsequenzen haben kann. Parallelen zu aktuellen Datenkraken wie Google, Facebook & Konsorten sind nicht von der Hand zu weisen. So gehört es mittlerweile zum guten Ton, möglichst angesagte Apps auf das Smartphone zu installieren. Was die im Hintergrund mit den sensiblen Daten des Nutzers anstellen, interessiert nur die wenigsten. Eine große Gefahr, die den meisten Verwendern dieser Programme nicht bewusst ist. Diese machen sich transparent und bekommen nur selten davon Wind, wie schnell persönliche Daten, Bilder oder Nachrichten auf fremden Servern gespeichert werden, auf die man letztendlich keinen Zugriff mehr hat. Da wissen plötzlich Dritte mehr über den Nutzer, als selbiger über sich selbst. Als wäre das nicht schon erschreckend genug, werden dessen Daten auch noch durch Weiterverkauf zu Profit gemacht. Ein erschreckender Kreislauf, der aber verhindert werden kann. So sollten App-Nutzer einfach vor dem Installieren jener Programme die allgemeinen Geschäftsbedingungen lesen. Darin wird aufgeführt, welche Daten für was verwendet werden. Ein Tipp, der so manchen Ärger erspart. Wir wünschen viel Spaß mit der Erkenntnis.
 
 
 


 
 
 

COUNTDOWN – Fazit

 
 
5 Punkte Final
 
 
Ein nicht unbedingt gelungenes Plagiat von FINAL DESTINATION. Der einfach gestrickte COUNTDOWN ist schnell abgedrehter Horror-Murks nach simplen Schema. Eine mysteriöse App sagt ihren Nutzern den Tod voraus. Letztere halten das für Spaß und schauen dumm aus der Wäsche, als dann plötzlich doch das große Sterben eintritt. Hinter COUNTDOWN steckt JUSTIN DEC, der nicht nur Regie übernommen hat, sondern auch das zu gradlinige Drehbuch zusammengeschrieben hat. Das ist simpel und fordert zu keiner Minute. Die Geschehnisse sind vorhersehbar und riskieren weder Überraschungen noch Neuerungen. Immerhin war COUNTDOWN in Amiland ein Überraschungserfolg. Der Film kostete gerade einmal 6,5 Millionen US-Dollar und spielte weltweit über 40 Millionen US-Dollar wieder ein. Das nennt man Erfolg und dürfte dazu beitragen, dass die Fortsetzung bereits in der Mache ist. Die wird – wie es sich für mittlerweile jeden Horrorfilm gehört – am Ende angedeutet. Ob die jedoch jemand unbedingt braucht, bleibt fraglich. Weitaus witziger als der Film selbst, ist übrigens die Boshaftigkeit mancher Programmierer. So brachte man zeitgleich zum Kinostart eine App auf den Markt, die ebenfalls ein fiktives Todesdatum ermittelte. Das war vielen Eltern zu viel. Die protestierten und sorgten dafür, dass die Todesapp aus dem Iphone-App-Store genommen werden musste. Mittlerweile ist die App zurück und fast schon so beliebt wie WhatsApp. Manche Trends sind wirklich nicht jedermanns Sache.
 
 
 


 
 
 

COUNTDOWN – Zensur

 
 
 
COUNTDOWN hat kaum Gewalt zu bieten. Ein paar kurze Todesmomente gibt es zu sehen. Diese werden aber nicht sonderlich blutig in Szene gesetzt. Hierzulande erhielt der Streifen für eine Kinofreigabe den blauen FSK-Flatschen in ungeschnittener Form. Nicht anders dürfte das bei der kommenden Heimkinoveröffentlichung sein. Man darf mit einer FSk16 rechnen.
 
 
 


 
 
 

COUNTDOWN – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen stammen von LEONINE | UNIVERSUM FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Killer App (2017)
 
Bedeviled – Das Böse geht online (2016)
 
The Call (2003)
 
Final Destination (2000)
 
Final Destination 2 (2003)
 

Filmkritik: „Fright Fest“ (2018)

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FRIGHT FEST

(AMERICAN FRIGHT FEST)

Story

 
 
 

Zwei entlaufende Psychopathen machen sich auf zu einer verlassenen Psychiatrie, die soeben in eine Halloween-Attraktion umfunktioniert wird. Was die dort wollen, kann man sich ausmalen.

 
 
 


 
 
 

FRIGHT FEST – Kritik

 
 
 
Willkommen zu einer weiteren Horror-Produktion, die meint, dass die zugrunde liegende Idee zum Film neu und innovativ sei. FRIGHT FEST gehört zu dieser Art Streifen, die wir in letzter Zeit so ziemlich oft hier auf FILMCHECKER besprochen haben. In diesen Filmen werden meist Häuser, Scheunen und verlassenen Krankenhäuser in Spukattraktionen umfunktioniert, die mutige Besucher an Halloween das Fürchten lehren sollen. Doch der Spaß ist nicht von langer Dauer. In der Regel mischt sich unbemerkt ein Killer unter die Gäste und richtet ein Blutbad an. Weil innerhalb der Spukhäuser geschrien und gerannt wird, bemerkt niemand, dass einige Leichen nicht aus Latex, sondern echt sind. Das sorgt für manch spaßigen Moment – vor allem auch deshalb, weil Gäste über blutige Gewaltspäße applaudieren, ohne zu ahnen, dass vor ihren Augen soeben ein Mensch abgeschlachtet wird. Ein Running Gag, der im Falle von FRIGHT FEST etwas zu häufig eingesetzt wird. Irgendwann ist’s nicht mehr lustig – interessiert aber Regisseur ANTE NOVAKOVIC wenig. Der zieht sein Ding durch, kümmert sich nicht um die Belange seines Publikums und liefert DEN Horror-Schnarcher des Jahres 2018 ab. So etwas muss man erst mal schaffen.
 
 
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In der Kleinstadt Sommerton, Pennsylvania versucht ein Bürgermeister verzweifelt einen Weg zu finden, Stimmen für die Wiederwahl zu gewinnen. Da kommt er auf eine ganz besondere Idee. Er macht aus einer verlassenen Irrenanstalt eine aufwendige Halloween-Attraktion in der man sich mal wieder so richtig erschrecken lassen kann. Hierbei soll ein ehemaliger Regisseur schauriger Horrorfilme die Leitung übernehmen. Doch Spencer Crowe (DYLAN WALSH) ist schon lange aus der Übung und hatte seit vier Jahren keinen bezahlten Auftritt mehr. Nicht ohne Grund. Alkohol nennt sich der neue beste Freund, der den einst gefeierten Filmemacher in so manch prekäre Situation gebracht hat. Die lässt auch in FRIGHT FEST nicht lang auf sich warten. Im Suff streift Crowe einen Transporter, baut einen Unfall und begeht Fahrerflucht. Doch die Strafe folgt auf dem Fuß. Bei den Insassen des gerammten Transporters handelt es sich um gefährliche Häftlinge, die aus dem Unfallwagen entkommen können und sich nun den Weg in die Freiheit bahnen. Ihr Ziel: genau jene Anstalt, die soeben als Geisterbahn umfunktioniert wurde, um darin zahlungswillige Gäste zu erschrecken. Da wird aus hausgemachtem Horror plötzlich blutiger Ernst. Einer der flüchtenden Kriminellen ist nämlich besonders krank im Kopf. Der liebt das Mordhandwerk und funktioniert die angesagte Gruselattraktion in ein Schlachthaus um.
 
 
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Indie-Slasher ohne Überraschung, dem das Glanzstück gelingt knapp 90 Minuten ohne Spannung auszukommen. FRIGHT FEST – der im Original übrigens AMERICAN FRIGHT FEST heißt – hat natürlich nichts mit dem gleichnamigen Filmfest zu tun, das alljährlich in Großbritannien veranstaltet wird, damit sich Fans des düsteren Genres ultraneues Horror-Material anschauen können. Vielmehr tritt der Streifen in die Fußstapfen von so Meuchelware wie HALLOWEEN HAUNT, HELL FEST, THE FUNHOUSE MASSACRE oder BLOOD FEST – um nur einige zu nennen. Die sind aus gleichem Holz geschnitzt und lassen Killer auf Menschen los, die einfach an Halloween etwas Spaß haben wollten. Nicht alle genannten Filme waren sehenswert. Dennoch bewegen sich die erwähnten qualitativ immer noch in Sphären, die FRIGHT FEST zu keiner Minute erreicht. Dabei ist das große Problem dieses Slashers die Tatsache, dass er im Grunde genommen all das falsch macht, was bisher so viele Regisseure beim Inszenieren von Schlitzer-Filmen falschgemacht haben. Dazu gehört vor allem die permanente Einfallslosigkeit mit der FRIGHT FEST den Zuschauer quält.
 
 
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So laufen die Geschehnisse nach bekanntem Schema ab. Ein Killer bringt diverse Menschen um die Ecke, bis dem Bösewicht Konter gegeben wird. Im Falle von FRIGHT FEST problematisch, weil es keine Identifikationsfiguren gibt. Stattdessen sollen stereotype Charaktere das Publikum durch den Film führen. Der Zuschauer dürfte den Figuren aber nicht folgen wollen. Die verhalten sich nicht nur dämlich, sondern wirken auch noch oberflächlich, nervend und unsympathisch. Somit bleibt deren Ableben – wie der Ausgang der Geschichte – im Grunde egal. Der Todesstoß für einen Horrorfilm und ein Armutszeugnis für jeden Regisseur. Letzterer schimpft sich ANTE NOVAKOVIC und ist vielseitig in der Filmbranche unterwegs. Der verdient sich sein Lohn und Brot als Schauspieler, Produzent und Drehbuchschreiber. Haupteinnahmequelle waren bis vor einigen Jahren aber noch diverse Assistenten-Tätigkeiten in sogar hochkarätigen Hollywood-Blockbustern. Darunter: MIAMI VICE, KILL THE BOSS oder EYES WIDE SHUT. Vielleicht hätte er es beim Assistieren belassen sollen. So wären uns weitere miserable Horrorfilme erspart geblieben.
 
 
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FRIGHT FEST – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
FRIGHT FEST ist ein beliebiger Geisterbahn-Slasher, der mit das Langweiligste ist, was es aktuell an Meuchelfilmen zu kaufen gibt. Die Dialoge sind unterirdisch, der Look ist billig, die Figuren nerven und auf Spannung hat man gleich ganz verzichtet. Somit bleibt nur der Blutzoll über, der FRIGHT FEST Daseinsberechtigung attestieren könnte. Leider ist selbst der kaum der Rede wert und geht im Zuge harter Slasher wie LAID TO REST oder WRONG TURN vollkommen unter. Daher können wir keine Empfehlung aussprechen. Selbst alteingesessene Fans dieses Subgenres dürften mit FRIGHT FEST so gar keinen Spaß haben. Für die gibt es aktuell bessere Alternativen.
 
 
 


 
 
 

FRIGHT FEST – Zensur

 
 
 
FRIGHT FEST hat von der FSK eine Freigabe ab 16 Jahren in der ungeschnittenen Form erhalten. Wegen ein paar Werbefilmchen auf der Heimkinoveröffentlichung befindet sich auf dieser aber ein roter FSK-Flatschen. Sonderlich blutig ist der Slasher nicht. Daher ist die Freigabe gerechtfertig.
 
 
 


 
 
 

FRIGHT FEST – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) I-ON NEW MEDIA (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: American Fright Fest; USA 2018

Genre: Horror, Splatter, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 94 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Wegen Bonusmaterial ist Blu-ray FSK18

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Original Kinotrailer, weitere Trailer

Release-Termin: 31.01.2020

 

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FRIGHT FEST – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei I-ON NEW MEDIA)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Bates Haunting – Das Morden geht weiter (2011)
 
Hell Fest (2018)
 
Lost After Dark (2014)
 
The Funhouse Massacre (2015)
 
Blood Fest (2018)
 
Halloween Haunt (2019)