Filmkritik: „The Intruder“ (2019)

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THE INTRUDER

Story

 
 
 

Ein junges Ehepaar träumt von einem neuen Leben in den eigenen vier Wänden. Doch das Traumhaus entpuppt sich als Albtraum, weil der ehemalige Eigentümer ein Psychopath ist.

 
 
 


 
 
 

THE INTRUDER – Kritik

 
 
 
Nanu, hat man wieder die Remake-Presse angestellt? Zumindest könnte man das meinen, wenn man einen Titel wie THE INTRUDER liest. Schaut man sich nämlich ein wenig in den bekannten Filmdatenbanken OFDB und IMDB um, wird man schnell entdecken können, dass so einige Horrorklassiker gleiche Titelkreation tragen. Wir können aber beruhigen. THE INTRUDER aus dem Jahr 2019 ist keine Neuverfilmung eines bereits vorhandenen Films. Stattdessen wird Ideenraub betrieben. Bei genauerer Betrachtung ist dieser Hollywood-Schnellschuss nichts anderes, als eine weitere Kopie ähnlich thematisierter Filme wie FEAR – WENN LIEBE ANGST MACHT oder THE STEPFATHER von 1987. In beiden Filmen versteckte sich das personifizierte Böse hinter der Fassade vermeintlich netter Bürger. Genannte Klassiker boten immerhin effektiven Thrill für nervenstarke Zuschauer. Ob das auch für THE INTRUDER gilt?
 
 
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Annie (MEAGAN GOOD) und Scott (MICHAEL EALY aus dem Remake von JACOB’S LADDER) sind ein junges Ehepaar mit Problemen. Gatte Scott nimmt es nämlich nicht immer genau mit der Treue, weshalb die beiden schon einiges versucht haben, um die Beziehung retten zu können. So soll der nächste Schritt die Gründung einer Familie sein. Dafür hat man sich ein schönes Anwesen in idyllischer Lage ausgesucht, das sich Scott einiges kosten lassen hat. Doch das Traumhaus entpuppt sich bald als Albtraum. Der ehemalige Besitzer kann offenbar nicht loslassen. Charlie Peck (DENNIS QUAID aus FREQUENCY und DIE REISE INS ICH) hat mehrere Jahre in dem Waldhaus gelebt und darin sogar seine Frau an den Krebs verloren. Demzufolge fällt der Abschied schwer. Doch das Verhalten des ehemaligen Besitzers nimmt bald seltsame Züge an. Tagein, tagaus verbringt er Zeit auf dem Grundstück und ignoriert dabei die Wünsche seiner Käufer. Die wollen hier endlich in Ruhe leben und bekommen es langsam mit der Angst zu tun, weil der alte Eigentümer auf die Privatsphäre der neuen Mieter pfeift. Was für ein schöner Start ins neue Leben.
 
 
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Nicht alles, was von einem großen Studio in Arbeit gegeben wird, muss zwangsläufig auch im Kino landen. THE INTRUDER hat mehr als das dreifache seines mageren Budgets an den amerikanischen Kinokassen wieder einspielen können, ist aber bei genauerer Betrachtung ein Psychothriller auf TV-Niveau. Zwar hat der Streifen mit DENNIS QUAID ein bekanntes Gesicht Hollywoods in petto; unterm Strich ist THE INTRUDER aber glattpolierte Horrorunterhaltung von der Stange. Dabei gestaltet sich die vehemente Vorhersehbarkeit der Geschehnisse als eines der größten Probleme. Der Film macht kein großes Geheimnis um das Mysterium seines Plots. So ist bereits nach 15 Minuten klar, dass DENNIS QUAID als ehemaliger Hauseigentümer nicht der ist, der er zu sein scheint. Der mimt zwar einen netten Mann mittleren Alters, hat es aber faustdick hinter den Ohren. Er stellt den neuen Eigentümern nach, manipuliert seine Opfer und entpuppt sich bald als gerissener Psychopath, der so einige Leichen im Keller hat.
 
 
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Alles gut und schön, wären da nicht knapp zwei Stunden Laufzeit, die gefüllt werden müssen. Weil das Geheimnis um den Bösewicht bereits zu früh gelüftet wird, macht es sich THE INTRUDER schwer mit dem Spannungsaufbau, denn was passieren wird, ist offensichtlich. Da wird künstlich Laufzeit generiert und die Handlung mit immer wieder gleichen Abläufen gefüllt. DENNIS QUAID kommt als ehemaliger Besitzer zu Besuch und nistet sich bei den neuen Eigentümern ein. Am nächsten Tag kommt er erneut und mäht den Rasen. Tag drei wieder mit DENNIS QUAID, der durch das Anwesen stromert, um nach dem Rechten zu sehen. Trotz mulmigen Gefühls, können sich die neuen Hausbesitzer nicht dazu durchringen die Polizei zu rufen. Auch dann nicht, als man es mit der Angst zu tun bekommt. Ziemlich doof und fern der Realität.
 
 
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Nein, nein – THE INTRUDER ist keine Referenz in Sachen Psychopathen- und Stalker-Horror. Der Film kommt nie richtig in Fahrt und auch auf die fürs Genre obligatorischen Blutszenen muss man lang warten. Bei einem so halbherzigen Drehbuch voller Leerlauf und Logiklücken fragt man sich nicht zu Unrecht, was Schauspieler DENNIS QUAID bewegt haben muss, hier mitzuwirken. Wir schätzen mal, er hatte grade Zeit und die Gage hat gepasst. Der bekannte Darsteller wäre nicht der erste Hollywoodstar, der die Zeit zwischen Großproduktion nutzt, um sich sein Bankkonto mit wenig Aufwand aufzufüllen.
 
 
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THE INTRUDER – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Durchschnittlicher Stalker-Psychothriller auf TV-Niveau. Kaum zu glauben, dass THE INTRUDER im Kino lief. Die Handlung dieses Horrorthrillers ist so dünn, das selbst jeder POLIZEIRUF 110 dagegen oscarverdächtig erscheint. Schauspieler DENNIS QUAID will mal richtig böse sein und versucht sich als Psychopath. Leider hat er sich da aber wohl eines der schwächsten Drehbücher ausgesucht, die in Hollywood zuletzt gehandelt wurden. Die Handlung ist vorhersehbar, die Abläufe generisch und auch in Sachen Gewalt ist THE INTRUDER alles andere, als erbaulich. Voll der Zeiträuber. Gras beim Wachsen zuschauen ist spannender.
 
 
 


 
 
 

THE INTRUDER – Zensur

 
 
 
THE INTRUDER ist kein Angstmacher. In Amerika erhielt der Streifen ein jugendfreundlichen PG-13. Das ist auch kein Wunder. Gewalt oder vulgäre Sprache wird nämlich kaum im Film eingesetzt. Erst im Finale bekommt man etwas davon zu sehen. Dann geht es – wenn wundert es – dem Bösewicht an den Kragen. Hierzulande hat THE INTRUDER eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

THE INTRUDER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Sony Pictures Entertainment (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Intruder; Kanada | USA 2019

Genre: Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Französisch DD 5.1, Japanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch, Arabisch, Bulgarisch, Griechisch, Italienisch, Japanisch, Kroatisch, Polnisch, Portugiesisch, Serbisch, Slowakisch, Slowenisch, Tschechisch, Ungarisch, Französisch, Hebräisch, Isländisch, Niederländisch, Rumänisch, Türkisch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 102 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wendecover

Extras: Alternatives Ende, Entfallene & alternative Szenen, Outtakes, Audiokommentar von Besetzung und Crew, Wie man einen modernen Thriller dreht: Hinter den Kulissen von Foxglove, Trailer, Trailershow

Release-Termin: 19.12.2019

 

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THE INTRUDER – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Sony Pictures Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
One Hour Photo (2002)
 
Stepfather (2009)
 
The Stepfather (1987)
 
The Stepfather 2 (1989)
 
Stepfather 3 – Vatertag (1992)
 
The Roommate (2011)
 

Filmkritik: „Patient Zero“ (2018)

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PATIENT ZERO

Story

 
 
 

Der, der mit den Zombies spricht: Ein ehemals Infizierter kann Zombies verstehen und versucht mithilfe seiner Gabe ein Heilmittel gegen die Zombie-Plage zu finden.

 
 
 


 
 
 

PATIENT ZERO – Kritik

 
 
 
Na Hallelulja: Ein Virusausbruch mit Starbesetzung. Der hat Menschen in tollwütige Monster verwandelt, die von Aggressionen getrieben nur ein Ziel kennen: Nichtinfizierte ebenfalls in mörderische Bestien umzufunktionieren. Doch einige Wissenschaftler haben Hoffnung. Sie versuchen in einer Forschungsstation ein Heilmittel zu finden. Dafür benötigen sie aber Patient Zero. Dabei handelt es sich um jene Person, mit der die Seuche ihren Anfang gefunden hat. Leider gestaltet sich die Suche nach den Indexpatienten alles andere als einfach. Die infizierten Kreaturen sind nicht sonderlich gesprächig und mögliche Informationen über die Wurzel allen Übels hat man nicht. Das rückt ein mögliches Heilmittel in weite Ferne. Doch man hat mit Morgan (MATT SMITH) ein As im Ärmel. Der wurde einst selbst infiziert, litt aber unter keinerlei Symptomen. Statt ebenfalls tollwütig zu werden, entwickelte er eine Gabe, die es ihm ermöglicht mit den Infizierten zu kommunizieren. Ein erster Lichtblick, der den Weg zu Patient Zero ebnen soll.
 
 
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Horror von jemandem, der mit Horror in Deutschland Erfolge feierte. Regisseur STEFAN RUZOWITZKY war mit ANATOMIE in den 2000ern ziemlich erolgreich unterwegs. Die deutsche Antwort auf das Revival des amerikanischen Teen-Slashers lockte allein in Deutschland über zwei Millionen Besucher in die Kinos und zog mit ANATOMIE 2 eine nicht mehr ganz so erfolgreiche Fortsetzung nachsich, für die Ruzowitzky abermals mit Regie und Drehbuch verantwortlich zeichnete. Nun hat er sich mit PATIENT ZERO wieder Horrorstoff vorgenommen, der vor einigen Jahren hoch gehandelt wurde und 2013 auf der Blacklist der besten unverfilmten Ideen Hollywoods landete. Nunja, seither sind mehrere Jahre vergangen und das Thema Virusepidemie und Zombiedasein gefühlt tausende Male verfilmt worden. Sonderlich frisch ist die Handlung von PATIENT ZERO demzufolge nicht mehr, was vermutlich auch Rechteinhaber SONY PICTURES GERMANY erkannt haben muss. Anders als in Amerika folgte in Deutschland die direkte Vermarktung auf Blu-ray, DVD und über VOD. Die ist auch gerechtfertigt, denn PATIENT ZERO ist kein Film, der das Horror-Genre revolutioniert – auch wenn der Film vielversprechend beginnt und Wissenschaftler in der ersten halben Stunde unkonventionell nach einem Gegenmittel forschen lässt.
 
 
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Das große Problem: Dieser Zombiethriller kommt reichlich zu spät und wandert viel zu schnell auf den ihm vordiktierten Bahnen. Jahre nach dem letzten Teil der Romeroschen Zombie-Saga und kaum noch zählbaren Plagiaten, will keiner mehr Untote beim Mittagessen sehen. Demzufolge sind auch apokalyptische Zombieszenarien nicht mehr halb so furchteinflößend, wie sie es in den 1980ern noch waren. Der Grund: Man hat sich sattgesehen. Die sinkenden Einschaltquoten des Quotenhits THE WALKING DEAD geben Aufschluß darüber, dass die Zeit der Untoten allmählich ein Ende findet. Demzufolge ein schweres Erbe für PATIENT ZERO, der vehement dagegen ankämpft anders zu sein, als der übliche Zombie-Trash auf den Wühltischen der Elektronikfachmärkte. Bei genauerer Betrachtung eine Fehleinschätzung. PATIENT ZERO ist nämlich aus einem ähnlichen Holz geschnitzt, wie der jüngst besprochene B-Horror DAY OF THE DEAD – BLOODLINE und die vielen vergleichbar konzipierten Zombie-Gurken, die Dank Low-Budget beinahe täglich auf den Käufer losgelassen werden. Alles wie gehabt lautet demnach die Devise, auch wenn PATIENT ZERO versucht mit Zombie-Flüster-Thematik zu neuen Ufern zu schwimmen. Leider sind die wenigen Neuerungen zu marginal, um dem Zombie-Genre frischen Wind einverleiben zu können. Sieht man nämlich von der Tatsache ab, dass hier ein Mann Hirnwäsche an Zombies betreiben möchte, ist PATIENT ZERO nur ein weiterer Versuche mit ausgelutschten Klischees und althergebrachten Verläufen den Zuschauer um sein Geld zu bringen. So kommt, was kommen muss. Nach einigen Kommunikationsversuchen mit tollwütigen Menschen, finden selbige einen Weg in die Forschungsstation und sorgen für Chaos. Aggressive Zombies überfallen Menschen, die sich dann ebenso in tollwütige Furien verwandeln. Viel Geschrei, Zombieattacken, Ballerei und schnell geschnittene Actionszenen. Handlungstechnisch ist PATIENT ZERO leider keine Sternstunde des Zombiefilms und kopiert unverfrohren bei weitaus besseren Vertretern dieser Gattung Film. Auch wenn es der deutsche Regisseur STEFAN RUZOWITZKY mit diesem Horrorthriller mal wieder bis nach Amerika geschafft hat. Sonderlich stolz kann er auf diesen Zombiestreifen leider so gar nicht sein, denn PATIENT ZERO ist herzloser Zombie-Horror von der Stange.
 
 
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PATIENT ZERO – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Kennste einen, kennste alle. PATIENT ZERO ist Edel-Horror-Trash nach bekanntem Schema, der mal wieder eine Zombie-Seuche zum Thema macht, während der sich friedliche Menschen in tollwütige Bestien verwandeln. Zwar wird nicht lange gefakelt und man ist gleich mittendrin; aber der Streifen ist einfach zu beliebig, um aus der Masse an kaum noch zählbaren Zombiethrillern hervorstechen zu können. Es gibt Zombies, Bösewichte und Helden – an Klischees wird nicht gespart. Zudem fehlen die obligatorischen Zombie-Attacken ebensowenig, wie infizierte Menschen, die just dann aus ihrem Delirium erwachen, wenn genug Beute in der Nähe ist. Neuerungen sind rar, wobei die Tatsache eher unfreiwillig komisch wirkt, dass hier ein Mann mit Zombies quasselt und er diese dann auch noch verstehen kann. Immerhin ist man spätestens dann beim Trash angekommen, als eine mit Tollwut infizierte Ratte aus einer Forschungsstation entkommen kann und in einem Luftschacht auf Menschenjagd geht. Echt jetzt? PATIENT ZERO ist ein typischer Zombie-Heuler nach altbekannten Konzept für den Massenmark. Das bedeutet: makellose und deshalb auch austauschbare Charaktere, hektische Schnitte, Hochglanzbilder und konventioneller Ablauf. Eben Survival-Horror ohne Anspruch für Generation Netflix, der teils unfreillig komisch ist. Man verpasst nichts, wenn man diesen Film nicht gesehen hat.
 
 
 


 
 
 

PATIENT ZERO – Zensur

 
 
 
PATIENT ZERO ist für einen Horrorfilm ungewöhnlich züchtig, was die Schauwerte angeht. Die für das Genre bekannten Fresse- und Make-up-Effekte sind kaum vorhanden. Horror wird hier in erster Linie durch Panik und Hektik bewirkt. Das bedeutet, dass die Infizierten ähnlich wie im Remake von DAWN OF THE DEAD ziellos durch die Gegend hetzen und wahllos Menschen attackieren, die sich ihnen in den Weg stellen. Ein paar schnell geschnittene Beiß- und Schussszenen runden das B-Movie ab. Hierzulande hat der Streifen eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

PATIENT ZERO – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) SONY PICTURES ENTERTAINMENT

 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Patient Zero; USA 2018

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS-HD MA 5.1, Spanisch DD 5.1, Ungarisch DD 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch, Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch (traditionell), Finnisch, Griechisch, Koreanisch, Kroatisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Serbisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Tschechisch, Ungarisch, Französisch, Dänisch, Hebräisch, Niederländisch, Isländisch, Rumänisch, Thailändisch, Türkisch

Bild: 2.39:1 | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase

Extras: Trailershow, Trailer

Release-Termin: 25.10.2018

 

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PATIENT ZERO – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei SONY PICTURES ENTERTAINMENT)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Cabin Fever 3: Patient Zero (2013)
 
Toxin (2015)
 
Attack of the Undead (2010)
 
28 Days Later (2002)
 

Review: „Lizzie Borden Took an Ax“ (2014)

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LIZZIE BORDEN TOOK AN AX

Story

 
 
 
Weil die Eltern der Tochter den Umgang mit der reichen Gesellschaft verbieten, greift Lizzie Borden (Christina Ricci) zur Axt und tötet den Vater und die Stiefmutter auf heimtückische Weise …
 
 
 


 
 
 

LIZZIE BORDEN TOOK AN AX – Kritik

 
 
 
Im Horrorbereich brüsten sich in letzter Zeit ziemlich viele Filme damit, dass die zugrunde liegenden Geschichten auf wahren Begebenheiten beruhen. Das ist vor allem dann absurd, wenn plötzlich Monster durch die Kamera sausen oder Außerirdische zum Kaffeeplausch auf der Erde landen. Nicht weniger absurd sind die millionenschweren Umsätze, die durch solche Werke generiert werden und natürlich die dreisten Marketingmethoden der Filmlabel, die den Käufer unter irreführenden Werbesprüchen zum Kauf animieren. TV-Sender LIFETIME mischt nun auch auf dem „Alles genauso passiert“-Markt mit. Im Gegensatz zum üblichen Horror-Käse, der als scheinwahr an den Genrefan gebracht wird, ist LIZZIE BORDEN TOOK AN AX auf historische Fakten zurückzuführen.
 
Als Grundlage für den vom Sender produzierten TV-Film dienen die Morde an der Familie Borden, die heute zu den bekanntesten Verbrechen der amerikanischen Geschichte gehören. 1892 tötete die damals 32-jährige LIZZIE BORDEN den Vater und die Stiefmutter mit einer Axt, weil ihr die Eltern den Umgang mit der wohlhabenden Gesellschaft untersagten. Der Kriminalfall erhielt seinerzeit große mediale Aufmerksamkeit, weil die Geschworenen der Verdächtigen keine Schuld nachweisen konnten und LIZZIE BORDEN freigesprochen werden musste. Bis heute konnte der Mordfall nicht entschlüsselt werden – eine Tatsache, die die Verfilmung ganz einfach zu lösen versucht und den Doppelmord kurzerhand der Verdächtigen LIZZIE in die Schuhe schiebt.
 
Die wird überraschend gefühllos von CHRISTINA RICCI verkörpert, die hier erschreckend abgemagert in die Rolle einer der wohl abgebrühtesten Mörderinnen der Filmgeschichte schlüpft und alle Regeln der Kunst beherrscht ihr Gegenüber erfolgreich zu manipulieren. Mit großen Augen und langen Wimpern klimpert sich die RICCI souverän durch den Streifen und schafft es immer wieder aufs Neue selbst den eingeschworenen Skeptiker von ihrer (erlogenen) Unschuld zu überzeugen. Anders ergeht es da aber dem Zuschauer, der sich nicht zu leicht hinter das Licht führen lässt und schnell erkennt, dass die gute LIZZIE ein ganz schön ausgefuchstes Miststück ist.
 
So gut die Schauspieler, so bescheiden die Umsetzung. Das durchaus interessante Ausgangsmaterial wurde im Falle von LIZZIE BORDEN TOOK AN AXT doch sehr anspruchslos fürs TV zurechtgetrimmt und erinnert eher an eine überlange LAW & ORDER-Episode. Das enttäuscht vor allem der prominenten Besetzung wegen, deren Talent hier sprichwörtlich für lau verbraten wird. Hinter dem eher mauen und fast schon widerlich konventionellen Drehbuch steckt STEPHEN KAY, der zuvor sogar bekannte Filme wie BOOGEYMAN – DER SCHWARZE MANN (2005) oder GET CARTER (2000) gedreht und an vielen bekannten Vorabendserien mitgearbeitet hat. Am Drehbuch zu LIZZIE BORDEN TOOK AN AXT hat er vermutlich eher weniger bedacht geschrieben, konzentriert sich die Geschichte vorwiegend auf die Geschehnisse nach den Morden und die gerichtlichen Prozesse. Die persönlichen Hinter- und Beweggründe der Tat werden in diesem Soap-Opera-Mysteryding nur sehr oberflächlich betrachtet. Hier wäre es vermutlich weitaus interessanter gewesen den Konflikt zu beäugen, der letztendlich zum geschichtsträchtigen Verbrechen geführt hat. Stattdessen verirrt sich LIZZIE BORDEN TOOK AN AXT im akribischen Verhör aller Beteiligten im Gerichtssaal, bietet aber immerhin schnörkellosen Kurzweil, der das Hirn nicht zu übermäßig strapaziert.
 
 
 


 
 
 

LIZZIE BORDEN TOOK AN AX – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Werft Perlen vor die Säue. Oder: Wie sich CHRISTINA RICCI unter Wert verkauft. Gott weiß, was der erfolgsverwöhnten Schauspielerin für den Auftritt im eher mittelmäßigen TV-Film LIZZIE BORDEN TOOK AN AXT gezahlt wurde, damit sie die Rolle einer gerissenen Doppelmörderin übernahm, deren Fall Jahrhunderte vor Boulevard-Sendungen wie EXPLOSIV (RTL) oder TAFF (PROSIEBEN) mediales Aufsehen erregte. Hier wird dem Filmfreund platter TV-Standard ohne Anspruch und Tiefgang vorgesetzt, der sich aber mit wahrem Background brüstet. SONY PCTURES TELEVISION hat im Auftrag des US-Spartensenders LIFETIME produziert und bietet genau das Niveau, das man eben von typisch amerikanischen TV-Events gewohnt ist: Schnörkelloses Fensehfutter von dem man sich berieseln lässt, das aber schon wieder aus dem Gedächtnis entschwunden ist, sobald man die Couch verlassen hat. Dennoch fällt die RICCI positiv auf. Die verschmilzt zwar förmlich mit ihrer diabolischen Rolle, lässt aber den Zuschauer ratlos vor der Glotze zurück, der nicht verstehen will warum die zierliche Schauspielerin ihr qualifiziertes Können für so eine trashige Seifenoper hergegeben hat.
 
 
 


 
 
 

LIZZIE BORDEN TOOK AN AX – Zensur

 
 
 
Der Mord an den Eltern wird in fast schon grotesker Regelmäßigkeit in den Träumen der Hauptprotagonistin wiederholt. Vor allem das Gesicht des Vaters wird für TV-Verhältnisse recht oft und ziemlich explizit vor der Kamera zermatscht. Für eine FSK16 hat das ausgereicht.
 
 
 


 
 
 

LIZZIE BORDEN TOOK AN AX – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Sony Pictures Germany

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Lizzie Borden took an Ax; USA 2014

Genre: Thriller, Drama

Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch, Türkisch, Hindi, Englisch für Hörgeschädigte

Bild: Widescreen (1.78:1 – anamorph)

Laufzeit: ca. 84 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover (ohne FSK-Flatschen)

Extras: Keine

Release-Termin: 27.05.2014

 

Der Streifen erscheint vorerst nicht auf Blu-ray, sondern wird nur als DVD vermarktet.

 
 

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LIZZIE BORDEN TOOK AN AX – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Dahmer (2002)
 
Ed Gein – The Wisconsin Serial Killer (2000)
 
Gacy (2003)