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Filmkritik: „Jeepers Creepers 3“ (2017)

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JEEPERS CREEPERS 3

(JEEPERS CREEPERS 3: CATHEDRAL)

Story

 
 
 

Eine jahrhundertealte Kreatur hat es auf die Bewohner einer amerikanischen Kleinstadt abgesehen. Die setzen sich zur Wehr und versuchen dem boshaften Fremden Paroli zu bieten.

 
 
 


 
 
 

JEEPERS CREEPERS 3 – Kritik

 
 
 
2001 war ein gutes Jahr für Regisseur VICTOR SALVA. Der hatte es zuvor nicht leicht und wurde immer wieder mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert, für die er sich rechtfertigen musste. Doch Anfang der 2000er folgte ein Lichtblick. Mit dem düsteren Monster-Grusler JEEPERS CREEPERS gelang ihm der Durchbruch. Über Nacht mauserte sich der Horror-Trip zum Überraschungserfolg und konnte bei einem Budget von knapp zehn Millionen US-Dollar über das sechsfache an den Kinokassen wieder einspielen. Dass bei einem derartigen Erfolg ein Nachzügler gedreht werden musste, war abzusehen. Zwei Jahre später folgte JEEPERS CREEPERS 2, der aber wegen seiner flachen Handlung von Kritikern und Publikum nicht mehr so gut angenommen wurde, weil sich der Film vom subtilen Schauer abwandte und mehr in Richtung Splatter-Slasher abdriftete. Dennoch wurde auch die Fortsetzung ein finanzieller Erfolg und konnte sich im Heimkino behaupten. Leider wurde es danach ruhig. Eigentlich wollte Salva ein weiteres Sequel nachschieben, doch es scheiterte an der Suche nach einem Filmstudio, das die Fortsetzung produzieren sollte. Angesichts der kontroversen Vergangenheit des Filmemachers nicht unbegründet. So hatte VICTOR SALVA bereits in seinen Anfangsjahren als Regisseur Schlagzeilen gemacht, weil er sich während der Dreharbeiten zum Regiedebüt CLOWNHOUSE an einen Kinderdarsteller verging und die Handlungen auf Video aufgezeichnete. Dafür wurde er verurteilt und musste ins Gefängnis. Jahre später scheint Salva die Vergangenheit immer wieder einzuholen, was die Produktionen zu Wunschprojekten verzögert. Immerhin hatte man Erbarmen mit Filmfans. Aufgrund großer Resonanz wurde man dennoch fündig und ließ JEEPERS CREEPERS 3 folgen. Der lange Planungs- und Entstehungsprozess hat dem dritten Film aber nicht gutgetan. Sonderlich gelungen ist der nämlich nicht. Was lange währt, wird nicht unbedingt gut.
 
 
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Die Handlung von JEEPERS CREEPERS 3 siedelt sich irgendwo zwischen dem ersten und dem zweiten Teil an. So macht sich alle 23 Jahre ein Monster (JONATHAN BRECK aus MASKERADE) für wenige Wochen auf, um seinen unstillbaren Hunger zu stillen. Doch das Wesen, welches sich in einem alten Truck von Ort zu Ort bewegt, hat nicht etwa eine Leidenschaft für Huhn, Schwein oder Rind. Der „Creeper“ bevorzugt Menschenfleisch auf der Speisekarte, weshalb er durch die Landschaft streift, um ahnungslose Kleinstadtbewohner zu fressen. Auch die Einwohner eines nicht näher erwähnten Ortes im amerikanischen Hinterland sehen die Ankunft des Bösen kommen. Man findet besagten Truck, der jede Menge Leichen beherbergt. Da klingeln bei Sheriff Dan Tashtego (STAN SHAW) die Alarmglocken. Der hat so seine Ahnung und weiß mit welchem Gegner er es hier zu tun hat. Er scharrt eine Einsatz-Truppe um sich, damit dem Übeltäter das Handwerk gelegt werden kann. Doch der „Creeper“ lässt sich davon nicht beirren. Dieser streift durchs Land und sammelt Körper ein, an denen er später knabbern kann. Darunter soll auch der von Teenagerin Addison Brando (GABRIELLE HAUGH aus THE MIDNIGHT MAN) gehören. Die ist unsterblich in Händlersohn Buddy verschossen, traut sich aber nicht es ihm zu sagen. Leider müssen Liebesbotschaften warten. Das Mädchen muss es nämlich erstmal mit jener Kreatur aufnehmen, die ihr nach dem Leben trachtet.
 
 
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Qualitativer Rückschritt. Während sich der erste Teil noch als origineller Road-Movie-Horror-Mix entpuppte, der ein spannendes Mysterium um seinen Filmbösewicht webte, entstand mit JEEPERS CREEPERS 2 beliebiger Teenie-Horror, der sich in erster Linie auf das Ausradieren von Jugendlichen konzentrierte. Die rudimentäre Handlung ist auch im dritten Ausflug Programm, der es nur noch in wenige amerikanische Lichtspielhäuser schaffte. Der Grund hierfür liegt auf der Hand. JEEPERS CREEPERS 3 wurde nicht nur 14 Jahren zu spät gedreht, weshalb wohl Horrorfilmfans jüngeren Semesters wohl kaum etwas mit der Reihe anfangen können. Das Sequel ist zudem auch handlungstechnisch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Der Film setzt das fort, mit dem sich sein Vorgänger bereits über die Runden schlagen musste. Das bedeutet, dass hier vorwiegend Bewohner einer Kleinstadt von einer jahrhundertealten Kreatur gejagt und mit allerhand ominösen Tötungswerkzeugen in die ewigen Jagdgründe befördert werden. Da macht sich natürlich schnell Müdigkeit breit, was vermutlich auch Regisseur VICTOR SALVA aufgefallen sein muss, der in letzter Instanz die Notbremse zieht. Um Abwechslung in die dünne Geschichte bringen zu können, versucht man den Zuschauer mit Neuerungen zu überraschen. So rückt schnell das mysteriöse Gefährt des Monsters in den Mittelpunkt, das bald mehr Aufmerksamkeit erhält, als der Filmbösewicht selbst. Der unkaputtbare Truck des Creepers ist nämlich mit Fallen bestückt, die es in sich haben. Ein geschickter Schachzug um Abwechslung in die Geschehnisse zu bringen. Leider hat JEEPERS CREEPERS 3 das Problem, dass er sich zu sehr auf seinen boshaften Antihelden und dessen Eigenarten konzentriert. Das hat zur Folge, dass dem Bösen schnell der Schrecken genommen wird. Beinahe jedes Mysterium wird ergründet, was die Frage in den Raum wirft, mit was sich mögliche Fortsetzungen beschäftigen sollen. Zudem wirkt hier alles durcheinander. Filmemacher und Drehbuchautor VICTOR SALVA nimmt zu viele Handlungsstränge auf, bei denen sich nicht mal mehr klare Kurven erkennen lassen. Das macht den dritten Ableger konfus, weil sich ein roter Faden schwer finden lässt. Anders als der Erstling ist JEEPERS CREEPERS 3 weder gruselig noch spannend, was es schwer macht das Interesse des Publikums für weitere Filme der Reihe zu gewinnen. Vermutlich wird das aber weder Schöpfer VICTOR SALVA noch profitgeile Studiobosse interessieren. Die deuten kurz vor dem Abspann eine Fortführung der Geschehnisse sowie die Rückkehr von Heldin Trish Jenner (GINA PHILIPS) aus dem ersten Teil an. Vermutlich wird’s ne Serie, laut Salva soll die nämlich nach dem dritten Film kommen und die Ursprünge der Kreatur in 13 Folgen beleuchten. Es wäre nicht das erste Mal, wenn Horrorfilm-Reihen auf Streaming-Plattformen fortgesetzt werden. Lieber Filmgott, habe erbarmen mit uns.
 
 
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JEEPERS CREEPERS 3 – Fazit

 
 
 

5 Punkte Final

 
 
 
JEEPERS CREEPERS 3 siedelt sich qualitativ weit hinter seinen Vorgängern an. Die unheimliche und zugleich mysteriöse Atmosphäre des Originalfilms wird nicht einmal annähernd erreicht. Stattdessen werden viele Handlungsstränge aufgenommen, die den Film wirr erscheinen lassen. Beinahe will man das Gefühl nicht loswerden wollen, als habe Regisseur VICTOR SALVA auf Krampf einen dritten Ableger drehen müssen, für den er nicht viel Zeit hatte, um ein durchdachtes Drehbuch verfassen zu können. So verliert der Filmemacher schnell seine von ihm erschaffene Filmkreatur aus den Augen, die hier zum neuen JASON VOORHEES mutiert und ausschließlich zum Töten deklariert wird. Deren unheimliche Aura wird zugunsten einer Menschenjagd geopfert. Spätestens ab dem dritten Film verliert die JEEPERS CREEPERS-Reihe somit ihren Reiz. Spannung und Atmosphäre? Fehlanzeige. Stattdessen wir getötet und geschrien. So kann man eine gute Grundidee auch zu Grabe tragen.
 
 
 


 
 
 

JEEPERS CREEPERS 3 – Zensur

 
 
 
Die Gewalt in JEEPERS CREEPERS 3 ist nicht so dolle. Alles geht recht schnell und ist auch nicht sehr zeigefreudig. Eine Axt wird in einen Schädel geschlagen. Weiterhin bohren sich Wurfspeere durch Körper. Außerdem wird eine Stange durch einen Kopf gejagt. Hierzulande hat der dritte Teil eine FSK16 in ungeschnittener Fassung erhalten.
 
 
 


 
 
 

JEEPERS CREEPERS 3 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Jeepers Creepers 3; USA 2017

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 101 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Interview mit dem Creeper

Release-Termin: 23.03.2018

 

Jeepers Creepers 3 [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

JEEPERS CREEPERS 3 – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte führ Grafiken liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Jeepers Creepers (2001)
 
Jeepers Creepers (2003)
 
Hatchet (2006)
 
Hatchet II (2010)
 
Hatchet III (2013)
 

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Filmkritik: „Beyond Skyline“ (2017)

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BEYOND SKYLINE

(SKYLINE 2)

Story

 
 
 

Menschen kämpfen gegen Aliens und Aliens kämpfen gegen Menschen. Ein Kampf der letztendlich nur einen Sieger kennt. Nur wer wird das sein?

 
 
 


 
 
 

BEYOND SKYLINE – Kritik

 
 
 
Es erscheinen immer mal wieder Filme für den Videomarkt, da merkt man auf den ersten Blick gar nicht, dass es sich eigentlich um Fortsetzungen bekannter Blockbuster handelt. Über die Gründe lässt sich spekulieren. Oft steckt dahinter aber Kalkül, denn nicht selten versucht man mit neuer Titelkreation von der miserablen Vorlage abzulenken, damit ahnungslose Filmfans möglichst unvoreingenommen die Fortsetzung kaufen. Ganz ähnlich dürfte das beim folgenden Film passiert sein. Im Falle von BEYOND SKYLINE hat man nämlich auf die „2“ im Titel verzichtet. Hierbei handelt es sich um ein Sequel des immerhin lukrativen Science-Fiction-Krawalls SKYLINE. Der sorgte 2010 weniger durch Inhalt für Furore, sondern brachte es wegen ausufernder Spezialeffekte zu einer stattlichen Umsatzzahl. Knapp 80 Millionen US-Dollar konnte das CGI-Spektakel an den Kinokassen erwirtschaften. In Anbetracht eines Budgets von gerade einmal 10 Millionen US-Dollar ein voller Erfolg, der aber weder bei Publikum noch Kritikern gut ankam. Deren Urteil viel vernichtend aus. Nicht grundlos, setzten die Brüder COLIN und GREG STRAUSE weniger auf Logik und Substanz. Stattdessen überforderten sie den Zuschauer mit banaler Geschichte ohne Tiefgang, während der immerhin visuell ansprechend eine ganze Stadt von Aliens in Schutt und Asche gelegt wurde.
 
 
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Für die Fortsetzung nahmen die Geschwister nicht erneut auf dem Regiestuhl platz. Die konnten sich durch Spezialeffekte in Filmen wie AVATAR und 2012 einen Namen machen, fungieren aber im Falle von BEYOND SKYLINE als Produzenten. Eine gute Entscheidung wie wir finden, denn offenbar können die Brüder zwar gut mit Spezialeffekten umgehen, beim Filmemachen beweisen sie leider so gar kein Geschick. Regie-Arbeiten wie ALIENS VS. PREDETOR 2 haben das bewiesen. Für BEYOND SKYLINE konnte man LIAM O‘ DONNELL als Regisseur gewinnen. Auch der hat eher Ahnung von visuellen Effekten und das merkt man auch. Der Film macht hinsichtlich computeranimierten Schnickschnack eine hervorragende Figur. Das Drehbuch dagegen sieht mau aus. Daher: Visual-Effekt-Experten machen Effekte, Regisseure übernehmen die Regie von Filmen. So und nicht anders. Ein Schuster sollte stets bei seinen Leisten bleiben.
 
 
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Der Film knüpft an erwähnten Vorgänger an. Diesmal werden wieder Menschen von Angriffen boshafter Aliens überrascht, die es auf die Gehirne ihrer Opfer abgesehen haben. Davon bekommt auch Polizist Mark Corley (FRANK GRILLO aus DEMONIC) Wind, der gerade auf dem Weg ist, seinen Sohn aus dem Knast zu holen, weil der mal wieder auf die schiefe Bahn geraten ist. Doch klärende Vater-Sohn-Gespräche müssen warten, denn plötzlich werden ahnungslose Menschen in den Himmel gerissen, wo sie von einem riesigen Raumschiff eingesaugt werden. Was ist nur los? Gleiche Frage stellt sich auch Gesetzeshüter Corley, der aber vor der Bedrohung nicht davonlaufen kann. Der befindet sich bald selbst mit Sohnemann Trent (JONNY WESTON aus UNDER THE BED) im Schlund des Ungetüms und muss nach einem Ausweg suchen. Doch die Flucht stellt sich als kompliziert heraus. Im Inneren des Alien-Schiffes tummelt es nur so von Kreaturen – halb Predator, halb Alien. Da stellt sich die Frage: Was tun? Dabei ist die Lösung ganz einfach. Filmheld Mark Corley nutzt alle erdenklichen Gegenstände, um der Alien-Brut den Hintern zu versohlen. Actionfans wird das freuen.
 
 
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Aliens und Dresche – das sind Zutaten, die für einen anspruchslosen Filmabend sorgen. In der Tat ist BEYOND SKYLINE alles andere als gehaltvoll. Das ist aber nicht weiter tragisch, denn der Film will auch gar nicht helle sein. Dialoge halten sich in Grenzen. Stattdessen wird geballert, geschlitzt und gerannt, als würde es kein Halten mehr geben. Überraschenderweise funktioniert die einfache Rezeptur gut. BEYOND SKYLINE hat nämlich keine Längen und treibt den Zuschauer durch ein Science-Fiction-Abenteuer, das kaum Zeit zum Verschnaufen bietet. Da wird sich auf der Erde gegen boshafte Kreaturen zur Wehr gesetzt, die die Menschheit für eigene Zwecke missbrauchen wollen. Als sei das nicht bereits spektakulär genug, wird der Kampf wenig später im Raumschiff fortgesetzt, nur um die Alien-Brut am Ende noch einmal vor einem indonesischen Tempel herauszufordern. An Action mangelt es der Fortsetzung zu SKYLINE wenig. Doch die ist im Grunde genommen nur Mittel zum Zweck und soll den Zuschauer heimtückisch blenden. Vor lauter Krach, hastigen Kämpfen und schnellen Schnitten bekommt der nämlich erst gar nicht davon Wind, dass BEYOND SKYLINE genauso schwachsinnig ist, wie sein Vorgänger. Betrachtet man nämlich die zweckmäßige Story zum Film, kriegt man das kalte Grausen. Aber wir wollen nicht zu hart ins Gericht gehen. BEYOND SKYLINE ist schnörkelloses Popcorn-Kino mit hohem Unterhaltungswert, für das man eben den Kopf ausschalten muss. Die Protagonisten handeln dumm, die Aliens sind trotz weiterentwickelter Technik auch nicht gerade die hellsten Kerzen auf der Torte und die Gründe für die Invasion wollen erst recht keinen Sinn ergeben. Fans dieser Art von Filmen wird das aber kaum kümmern. Die dürften vor allem von den vielen Spezialeffekten begeistert sein, die das dünne Handlungsgerüst tragen und BEYOND SKYLINE nach weitaus mehr aussehen lassen, als er letztendlich ist. Trotz hohem Trash-Anteil stellt diese Fortsetzung den bescheidenen Vorgänger in den Schatten. Das muss man erst einmal schaffen.
 
 


 
 
 

BEYOND SKYLINE – Fazit

 
 
 

7 Punkte Final

 
 
 
Lautes Spezialeffekte-Gewitter mit hohem Action-Anteil. BEYOND SKYLINE ist nichts für Feingeister und Cineasten mit Anspruch. Der Film setzt auf niedere Instinkte und will dem Zuschauer einfach nur eine unterhaltsame Zeit bescheren. Es knallt, es donnert und es blitzt am laufenden Band. Damit hält sich der Streifen gut über die Runden und lässt gleichzeitig kaum Längen zu. BEYOND SKYLINE ist Science-Fiction-Edel-Trash. Die Effekte sehen Bombe aus und lassen erstaunen, was heutzutage alles mit dem Computer machbar ist. Da sieht man doch gern über die Tatsache hinweg, dass man auf eine Handlung mit Charakterentwicklung verzichtet hat. BEYOND SKYLINE ist das richtige Futter für Actionfans. Hier macht der Streifen keine Gefangenen, denn Action kann BEYOND SKYLINE zweifelsohne. Emmerichs INDEPENDENCE DAY ist ein Scheißdreck dagegen.
 
 
 


 
 
 

BEYOND SKYLINE – Zensur

 
 
 
BEYOND SKYLINE ist nicht sonderlich brutal. Ein paar Gehirne werden von außerirdischen Maschinen aus menschlichen Köpfen gerissen. Ansonsten gibt es im Finale noch einige Kämpfe zwischen Menschen und Aliens zu bestaunen. Hier werden noch einige Menschen in die ewigen Jagdgründe befördert. Hierzulande hat BEYOND SKYLINE in der ungeschnittenen Fassung eine FSK16 erhalten. Diese ist angemessen.
 
 
 


 
 
 

BEYOND SKYLINE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film (Blu-ray im KeepCase)

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(c) Splendid Film (Blu-ray im limitierten Steelbook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Beyond Skyline; Großbritannien | Indonesien | Kanada | Singapur | USA 2017

Genre: Horror, Science Fiction, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 107 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Making-of, Deleted Scenes, Trailershow

Release-Termin: 05.01.2018

 

Beyond Skyline [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Beyond Skyline – Steelbook [Blu-ray im Steelbook] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

BEYOND SKYLINE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte führ Grafiken liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Darkest Hour (2011)
 
Independence Day (1996)
 
Independence Day: Wiederkehr (2016)
 
Cloverfield (2008)
 


Filmkritik: „Open Water 3 – Cage Dive“ (2017)

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OPEN WATER 3 – CAGE DIVE

(CAGE DIVE)

Story

 
 
 

Drei junge Leute tauchen in einem Käfig ins Meer, um darin Haie in freier Wildbahn filmen zu können. Leider hat deren Vorhaben ein tragisches Ende.

 
 
 


 
 
 

OPEN WATER 3 – Kritik

 
 
 
Es gibt Horrorfilme, die werden am laufenden Band fortgeführt aber niemand weiß so recht wieso. Während beliebte Kultkiller wie Jason Voorhees, Michael Meyers oder Freddy Krueger schon Jahre auf eine Kino-Rückkehr warten, verfallen andere Horrorstreifen in einen regelrechten Fortsetzungsrausch. Aktuelles Beispiel: OPEN WATER 3 – CAGE DIVE. Das bereits zweite Sequel eines minimalistischen Hai-Horrors von 2003 gehört zu einem dieser Filme mit dem wohl keiner gerechnet hat. Der Grund hierfür dürfte auf der Hand liegen. OPEN WATER und OPEN WATER 2 waren nicht sonderlich sehenswert und wurden von Kritikern verrissen. Demzufolge mutet es seltsam an, dass ausgerechnet jene Filmreihe um einen weiteren Ableger bereichert wurde, obwohl bereits der Vorgänger kaum Aufmerksamkeit erhielt. Doch die Pläne geldgieriger Produzenten sind in diesem Falle durchschaubar. Weil Hai-Horror seit den Kinoerfolgen von THE SHALLOWS und IN THE DEEP wieder groß im Kommen ist, musste auch jenes Horror-Franchise aus der Versenkung gezogen werden, damit im Zugwasser der wieder reanimierten Hai-Horror-Welle noch schnell etwas Zaster verdienen werden kann. Fans dieser Sorte Film sollten aber Vorsicht walten lassen. OPEN WATER 3 – CAGE DIVE tritt in die Fußstapfen seiner beiden Vorgänger und quält den Zuschauer mit schlechter Charakterzeichnung, flacher Dramaturgie und spannungsarmer Erzählweise. Zudem ist auch der nervige Found-Footage-Stil wieder mit an Bord. Spätestens jetzt dürfte bei den meisten Horrorfans das Interesse schwinden.
 
 
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OPEN WATER 3 – CAGE DIVE macht es besagtem IN THE DEEP gleich. Wie der Titel des bereits zweiten Ablegers vermuten lässt, kommen diesmal Käfige ins Spiel. Drei junge Leute aus Kalifornien wollen Haien besonders nah kommen. Sie düsen daher nach Australien, um dort den absoluten Kick zu erleben. Ein Tauchgang auf dem Meer soll den bescheren. Dabei werden die Adrenalinjunkies in einen Käfig gesteckt, der anschließend ins Wasser abgesetzt wird. Doch das Vorhaben hat Hintergrund. Man will das riskante Vergnügen auf Film festhalten, um sich mit dem Videomaterial bei einer Reality-Show bewerben zu können. Wer die anderen OPEN WATER-Filme gesehen hat, dürfte vermutlich schon erahnen, dass dieser Ausflug tragisch enden wird. In der Tat geht einiges schief. Kaum im Wasser werden die drei Hauptdarsteller von einer Monsterwelle überrascht. Die zerstört das Boot und reisst die übrige Crew in den Tod. Nun ist guter Rat teuer, denn die drei Tauch-Amateure sitzen im Wasser fest und hoffen auf Hilfe. Leider machen Haie das Leben schwer. Die haben kein Mitleid mit gestrandeten Käfigtauchern und beginnen ein makabres Spiel mit ihrer Beute zu veranstalten. Haie sind eben keine Kuscheltiere.
 
 
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Alles wie gehabt. Viele Neuerungen hat OPEN WATER 3 nicht zu bieten. Der Film erzählt zwar eine eigenständige Geschichte, orientiert sich aber in der Machart an den Vorgängerfilmen. Das bedeutet, dass auch der dritte Teil krampfhaft versucht authentisch zu wirken, indem er Geschehnisse aus der Egoperspektive protokolliert und damit Schwindelgefühle beim Zuschauer auslöst. Abermals werden Ereignisse aus gefundenem Bildmaterial rekonstruiert, das aus einer Kamera stammt, welche einer der Helden bei sich getragen hat. Das ist auch schon das eigentliche Problem des Überlebensthrillers, denn die Found-Footage Zutat erschwert das Folgen. Trotz überschaubarer Handlung und wenigen Figuren ist nicht immer klar, wer gerade jammert und was vor der Linse passiert. Hinzukommt, dass sich OPEN WATER 3 in Unglaubwürdigkeiten verläuft. Die drei Hilfesuchenden beginnen im Überlebenskampf zwischenmenschliche Diskrepanzen zu klären. Es ist mal wieder Eifersucht, die aus Menschen Einzelkämpfer macht und für haarsträubendes Chaos sorgt, das OPEN WATER 3 ins Absurdum treibt. So fängt ein Rettungsboot plötzlich Feuer, weil im Streit eine Seenot-Fackel versehentlich aktiviert wird. Zudem leidet einer der Anwesenden an Herzproblemen, die mit Medikamenten behandelt werden müssen. Zufälle gibt’s, die gibt es gar nicht. Immerhin wurde OPEN WATER 3 etwas deftiger gewürzt. Zwar halten sich die Gewaltmomente in Grenzen. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängerfilmen ist aber eine Steigerung hinsichtlich Schauwerte zu verzeichnen. Ob das OPEN WATER 3 – CAGE DIVE jedoch besser macht, dürfte fraglich bleiben. Aufgrund unsympathischer Figuren, nervtötender Zickereien und oftmals kaum ertragbarer Wackeloptik schießt sich der dritte Ausflug in offene Gewässer früh selbst ins Aus und ist daher nur jenen zum empfehlen, die auch jeden Horrorthriller sehen müssen, um mitreden zu können.
 
 
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OPEN WATER 3 – Fazit

 
 
 

5 Punkte Final

 
 
 
Ein mittelprächtiger Überlebenskampf von Regie-Neuling GERALD RASCIONATO inszeniert. OPEN WATER 3 – CAGE DIVE hat eigentlich nichts mit dem Low-Budget-Horror von 2003 am Hut. Bei gerade einmal 130.000 Dollar Produktionskosten spielte der Überlebensschocker weltweit fast 55 Millionen Dollar ein. Was danach folgte, war keine offizielle Fortsetzung, sondern wurde vom Filmstudio nur OPEN WATER 2 genant, um den Film an die bekannte Marke binden zu können. Ähnlich erging es auch OPEN WATER 3. Der hieß anfangs noch CAGE DIVE, wurde aber letztendlich umgetauft, um das Projekt lukrativer vermarkten zu können. Unterm Strich logisch, weil OPEN WATER 3 – CAGE DIVE bei genauerer Betrachtung das gleiche Prinzip wiederholt, welches bereits vor knapp 15 Jahren in OPEN WATER Verwendung fand. Zu sehen gibt es zu viel Found-Footage, hungrige Haie und dumme Menschen. Ersteres hat mittlerweile ausgedient und macht den neusten Ableger der Hai-Horror-Serie zum Geduldsspiel. Nach zu häufigem Gebrauch von verwackeltem Bildmaterial, das möglichst viel Realismus und Authentizität reflektieren soll, hat man sich am Found-Footage-Stilmittel über die Jahre sattgesehen. Das wird im Falle von OPEN WATER 3 zum Problem. Der Film beginnt rasant und hektisch. Sind die Helden im Wasser und geraten in Panik, erschwert der Wackellook und die nicht konstante Kamera das Folgen. Die nervtötenden Figuren tun da ihr Übriges. OPEN WATER 3 ist ein mehr als anstrengendes Filmerlebnis – in zweierlei Hinsicht. Deshalb ist der dritte Ableger auch nur denen zu empfehlen, die mit der bisherigen Reihe und ihrem eigensinnigen Filmstil kein Problem hatten. Der Rest wird auch an diesem Sequel – trotz Haiallarm – keine Freude haben.
 
 
 


 
 
 

OPEN WATER 3 – Zensur

 
 
 
Die Gewaltmomente in OPEN WATER 3 halten sich in Grenzen und sind rar gesät. Ein zerfetztes Gesicht wird gezeigt, kurze Haiattacken und einige Körperwunden. Die härteste Szene ist die in der ein Rettungsboot versehentlich angezündet wird und eine bewusstlose Frau darin bei lebendigem Leib verbrennt. Hierzulande hat OPEN WATER 3 eine FSK16 erhalten – ungeschnitten ist er auch.
 
 
 


 
 
 

OPEN WATER 3 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Open Water 3: Cage Dive; Australien 2017

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Making of „Open Water: Cage Dive“, Trailer, Trailershow

Release-Termin: 27.10.2017

 

Open Water – Cage Dive [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

OPEN WATER 3 – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte führ Grafiken liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Open Water (2003)
 
Open Water 2 (2006)
 
The Reef – Schwimm um dein Leben (2010)
 


Filmkritik: „Bed of the Dead“ (2016)

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BED OF THE DEAD

Story

 
 
 

Ein Bett wird zum Schauplatz ultimativen Terrors. Das entpuppt sich als abgebrühter Killer und tötet jene, die es sich darin gemütlich gemacht haben.

 
 
 


 
 
 

BED OF THE DEAD – Kritik

 
 
 
Nicht schon wieder ein Zombiefilm. Zumindest liegt der Verdacht nahe, wenn sich ein Film BED OF THE DEAD schimpft und so Streifen wie DIARY OF THE DEAD, DAWN OF THE DEAD oder LAND OF THE DEAD in Erinnerung ruft. Letztere stammen aus der Mache von Zombievater GEORGE A. ROMERO und waren lupenreine Zombiefilme – stets unverkennbar am Anhang „of the Dead“ im Titel. Um Ängste zu nehmen: Der nun hier vorgestellte Horrorthriller ist kein Streifen erwähnten Subgenres. Lebende Leichen lassen sich in diesem Horrorfilm nicht blicken. Stattdessen knüpft BED OF THE DEAD dort an, wo in den 80ern WES CRAVEN mit A NIGHTMARE ON ELM STREET vorgelegt hat. Darin wurde der damals noch unbekannte JOHNNY DEPP von einem gefräßigen Bett verschluckt und anschließend verdaut ausgespuckt. Ein Schelm wer da böses denkt und Parallelen zum folgenden BED OF THE DEAD vermutet. Auch hier wird eine uralte Schlafliege zur Killermaschine, die grausam tötet und hinterlistig manipuliert. JEFF MAHER hat sich diesen ungewöhnlichen Horrortrip ausgedacht und ist im Horrorfach kein Unbekannter. Der hat zuvor in Streifen wie ANTISOCIAL, ANTISOCIAL 2 und BITE die Kameraarbeit übernommen. Offenbar war ihm das nicht genug. Mit BED OF THE DEAD feiert der Kanadier sein Langfilmdebüt als Regisseur. In der Horrorfilmwelt nichts Ungewöhnliches mehr. Nicht selten haben sich in der Vergangenheit Kameramänner als Regisseure ausprobiert und passable Arbeit abgeliefert. Ob das auch für BED OF THE DEAD gilt?
 
 
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Wie der Titel BED OF THE DEAD vermuten lässt, handelt dieser Streifen um ein Nachtlager, das den Tod bringt. Jene Koje steht in einem zwielichtigen Sex-Club und wurde vor Jahrhunderten aus Holz eines Baumes geschnitzt, an dem eine Sekte unschuldige Menschen aufgehangen hat. Das wissen vier sexhungrige Mittzwanziger aber nicht, die sich wegen einer Orgie in das letzte verfügbare Zimmer eines schmuddeligen Stundenhotels einmieten. Kaum nackig und im Bett, passieren auch schon furchtbare Dinge. In dieser uralten Pritsche schlummert das Böse. Wer sie einmal betreten hat, kommt nicht mehr lebend heraus. Diese Erfahrung müssen auch die neuen Schlafgäste machen. Kaum einen Fuß aus dem Bett gesetzt, folgt ein folgenschweres Massaker, das die wenig klugen Helden zum Nachdenken zwingt. Währenddessen untersucht der kaputte Polizist Vigil (COLIN PRICE) einen mysteriösen Mordfall und erhält plötzlich eine SMS von der attraktiven Sandy (ALYSA KING aus BERKSHIRE COUNTY), die im gesagtem Killer-Bett ums Überleben bangt. Ob man ihr aus der misslichen Lage helfen kann? Nach nicht einmal 75 Minuten wird man es wissen. Sonderlich lang ist BED OF THE DEAD leider nicht.
 
 
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Einen derart obskuren Killer hat man im Horrorfilme bestimmt noch nicht gesehen. BED OF THE DEAD beginnt stark und blutig. Das dürfte vermutlich Fans für Grobe freuen. Leider erhält die Freude schnell einen Dämpfer, denn nach deftigen 15 Minuten ist plötzlich Schluss mit lustig. Nachdem zwei Protagonisten grausam ihr Leben lassen mussten, quält sich BED OF THE DEAD mit dem Fortgang der Geschichte. Offenbar war man sich beim Schreiben des Drehbuchs nicht sonderlich klar, was man mit der ungewöhnlichen Idee von einem mordenden Bett anfangen soll. So macht sich schnell Langeweile breit, weil die übrigen Helden irgendwie versuchen einen Ausweg aus der Misere zu finden. Da wird nach dem Hotelpersonal gerufen oder mit Handys Hilfe angefordert. Leider kommen die Hilferufe in einer Art Parallelwelt an und rufen so das Interesse eines innerlich zerfressenen Polizisten auf den Plan, der soeben einen mysteriösen Mordfall untersucht in dem das mordende Bett auch eine Rolle spielt. Klingt verschachtelt und kompliziert, ist aber kaum der Rede wert. BED OF THE DEAD besitzt kaum Höhepunkte und verliert schnell jene Intensionen aus den Augen, die man wohl erwarten würde, wenn man einen solchen Titel liest. Im Film wird zu wenig „Dead“ gezeigt. Stattdessen quälen unwichtige Gespräche und nicht sonderlich begabte Schauspieler, welche sich unklug verhalten und nicht sonderlich sympathisch sind. Vertanes Potenzial, wie wir meinen, denn BED OF THE DEAD hätte Großes werden können. Die wenigen Spezialeffekte erinnern an handgemachte Gewaltexzesse aus den 80ern und auch atmosphärisch fährt Regisseur JEFF MAHER groß auf. Doch statt blutigem Party-Trash mit Betten-Massaker wird nur ein lauer Horror-Wind geboten, der wohl besser als Kurzfilm funktioniert hätte. Enttäuschend.
 
 
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BED OF THE DEAD – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Atmosphärischer Old-School-Horror, der wohl in den 1980ern ein Hit geworden wäre. Leider haben sich Sehgewohnheiten geändert. BED OF THE DEAD hält nicht das, was man sich von einem Film mit so reißerischem Titel gewünscht hätte. Da erwartet man Trash, Gore und viele Leichen. Letztere sind überschaubar, was nicht gerade für einen Streifen mit derart verheißungsvoller Titelkreation spricht. BED OF THE DEAD punktet in Sachen Atmosphäre. Die ist düster und unheimlich. Was stört ist die wenig packende Geschichte. Offenbar haben Ideen gefehlt, wie man einen Film über ein mordendes Bett auf Spielfilmlänge aufblasen kann. Nach einleitender Metzelorgie mit viel Tempo, geht dem Streifen plötzlich die Puste aus. Keine guten Voraussetzungen für ein sehenswertes Horrorerlebnis.
 
 
 


 
 
 

BED OF THE DEAD – Zensur

 
 
 
BED OF THE DEAD hat ein paar wenige handgemachte Splatter-Momente zu bieten. Ein Mann wird unter ein Bett gezogen. Danach spritzt literweise Blut unter dem Bett hervor. Weiterhin werden Fersen durchtrennt und Bauchdecken aufgerissen. Das große Splattermeisterwerk ist BED OF THE DEAD nicht geworden. Die Gewaltmomente halten sich in Grenzen und sind überschaubar. Daher hat BED OF THE DEAD eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten. Wegen Bonusmaterial in Form von Werbefilmen ziert die Blu-ray jedoch ein roter FSK-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

BED OF THE DEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) I-ON New Media GmbH (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Bed of the Dead; Kanada 2016

Genre: Horror, Splatter, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 84 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray: Wegen Bonusmaterial – Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 23.02.2018

 

Bed of the Dead [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

BED OF THE DEAD – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei I-ON New Media GmbH)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Death Bed: The Bed That Eats (1977)
 
Stuart Gordon’s Death Bed (2002)
 
Der Kühlschrank (1991)
 


Filmkritik: „The Bride“ (2017)

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THE BRIDE

(NEVESTA)

Story

 
 
 
Post-mortem-Fotografie und ihre Folgen: Auf einem abgelegenen Landsitz soll die Hochzeit eines verliebten Pärchens gefeiert werden. Leider entwickelt sich die Feier zu einem Albtraum aus dem es bald kein Erwachen mehr gibt.

 
 
 


 
 
 

THE BRIDE – Kritik

 
 
 
Wer regelmäßig bei FILMCHECKER liest, hat vermutlich schon mitbekommen, dass wir gern auch mal über den Tellerrand schauen. So finden nicht nur Horrorfilme aus Übersee bei uns Beachtung. Ab und an erhalten wir auch Ansichtsexemplare von Filmen aus Ländern, von denen man bisher nicht einmal wusste, dass dort Horrorfilme produziert werden. Dabei ist uns in letzter Zeit vor allem Russland positiv aufgefallen, wo man offenbar am Horrorgenre Gefallen gefunden hat und gern mal schaurigen Filmstoff dreht, der auch über die Landesgrenzen hinaus Beachtung findet. Zuletzt war das bei Filmen wie PARANORMAL DRIVE, DIE DUNKLE GRÄFIN oder auch DER FLUCH DER HEXE – QUEEN OF SPADES der Fall. Zu genannten Angstmachern gesellt sich nun ein weiterer. Der nennt sich THE BRIDE und sorgt bereit mit einem furchteinflößenden Trailer für Gänsehaut. Gute Aussichten also. Nur, ob der Streifen auch das halten kann, was der unheimliche Werbefilm verspricht?
 
 
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Hochzeit mit Komplikationen und unheimliche Familientraditionen. Die attraktive Nastya und ihr Verlobter Ivan schweben im siebten Himmel. Deshalb soll jetzt auch der Bund der Ehe eingegangen werden. Doch die Hochzeit soll besonders werden. Deshalb hat man sich für Zeremonie und Feier das abgelegene Grundstück von Ivans Familie ausgesucht. So weit, so gut. Leider kommt natürlich alles anders – schließlich ist THE BRIDE ein Horrorstreifen und kein Liebesfilm. So verhält sich die Familie des Angebeteten plötzlich alles andere als normal. Da wird hinter Türen geheimnisvoll geflüstert und getuschelt. Offenbar soll der verunsicherten Nastya etwas verheimlicht werden. Die forscht nach und macht eine schreckliche Entdeckung. Hier soll keine Hochzeit gefeiert werden. Die Familie plant eine Willkommensfeier der etwas anderen Art. Was das genau bedeutet, soll an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden. Für die nichtsahnende Heldin von THE BRIDE entwickelt sich dieser Landausflug zumindest zum Albtraum. Als hätte man es geahnt.
 
 
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THE BRIDE (oder NEVESTA – so wie der Streifen in Russland vermarktet wird) ist kurzweiliges Gruselvergnügen, das Grauen langsam heraufbeschwört und erst im Finale das Gruselfeuerwerk aus der Effektkiste kramt. Damit macht es der russische Geisterfilm dem internationalen Gruselmarkt gleich, wo zuletzt mit Horrorhits wie THE CONJURING, INSIDIOUS oder OUIJA – URSPRUNG DES BÖSEN Kinokassen klingelten, weil dort nach ähnlichem Prinzip Gänsehaut beschert wurde. Apropos international: THE BRIDE macht auch in visueller Hinsicht eine souveräne Figur. Mit atmosphärischen Hochglanzbildern erinnert das Schauermärchen an konventionellen Gruselkram namhafter Studios aus Amerika, die regelmäßig ästhetisch gefilmten Schrecken nach stets gleichem Schema herstellen, um Zuschauer nicht zu überfordern. Vermutlich war das im Falle von THE BRIDE Taktik. Der Film schaut erschreckend amerikanisch aus. Wohl ein cleverer Schachzug der Macher, um den Streifen auf dem Weltmarkt besser verkaufen zu können. Ein guter Plan. THE BRIDE konnte in viele Länder verkauft werden und hat’s neben Deutschland sogar bis nach Mexiko und Argentinien geschafft. Das schaffen nur ausgewählte Horrorfilme.
 
 
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Trotz bekannter Gruselpfade und amerikanischer Horror-Optik ist THE BRIDE nicht zwangsläufig schlecht. Der von SVYATOSLAV PODGAYEVSKIY inszenierte Geisterstreifen erfindet das Rad zwar nicht neu, macht aber seine Sache ganz gut. Langsam wird hier Spannung aufgebaut und die Möglichkeiten von Klangteppich und Ausleuchtung dafür verwendet, um merklich gruselige Stimmung entstehen zu lassen. Das lenkt von der vorhersehbaren Geschichte ab, die dann doch reichlich früh durchschaut werden kann, weil bereits im Prolog zu viel verraten wird. Übrigens ist Macher SVYATOSLAV PODGAYEVSKIY im Horrorbereich kein Unbekannter. Der hat bereits vor THE BRIDE einen Horrorstreifen nach amerikanischem Vorbild gedreht, welcher unter dem Titel DER FLUCH DER HEXE – QUEEN OF SPADES zum russischen Kinohit avancierte. Auch dort ging es nicht minder schaurig zu. Ganz zum Leidwesen seichter Gemüter, die dem russischen Filmemacher offenbar besonders am Herzen liegen. Die werden auch in THE BRIDE mit fiesen Schreckmomenten um den Schlaf gebracht. Das nämlich kann Herr SVYATOSLAV PODGAYEVSKIY besonders gut.
 
 
 


 
 
 

THE BRIDE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Atmosphärischer Geisterfilm nach amerikanischem Vorbild. Ja, Fans von so ästhetisch gefilmten und stimmungsvoll erzählten Gruselhits wie THE CONJURING und Konsorten sind hier an der richtigen Adresse. Der russische Filmemacher SVYATOSLAV PODGAYEVSKIY hat seine Hausaufgaben gemacht und viele effektreiche Schauerproduktionen studiert, die gern mal in der Traumfabrik für kleines Geld produziert werden. Demzufolge verwundert es wenig, dass THE BRIDE eher den Anschein erweckt, als hielte man hier eine amerikanische Produktion in den Händen und keine aus Russland. Wer daher im Horrorkino Wert auf Schreckmomente und schaurige Stimmung legt, ist hier genau richtig. Der Film hat alles, was man von gruseligen Horrorfilmen neueren Datums erwartet. So darf man sich auf düstere Stimmung, unheimliche Geräuschkulisse und langsam aufbauenden Spannungsbogen freuen. Nur beim Blutzoll müssen Abstriche gemacht werden. Aber den erwartet man von einem atmosphärisch erzählten Geisterfilm ohnehin nicht unbedingt. Bei so viel Lob sollte jedoch erwähnt werden, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Trotz makelloser Fassade wurmt es im Drehbuch. THE BRIDE hinterlässt leider (Er)Klärungsbedarf. So bleibt weitestgehend ungeklärt, was der Budenzauber unterm Strich eigentlich soll, der am Ende laut und tobend im Film zelebriert wird. Vermutlich brauchte man noch Stoff für eine mögliche Fortsetzung. Es würde nicht wundern, wenn die auch noch kommt.
 
 
 


 
 
 

THE BRIDE – Zensur

 
 
 
In THE BRIDE gibt es eigentlich gar kein Blut zu sehen. Hier werden seltsame Rituale vollzogen, die aber keine Schauwerte besitzen. Gewalttechnisch gibt es nur einen Einschuss in einen Körper zu sehen. Weiterhin wird ein Mensch zu einer lebenden Fackel umfunktioniert. Das war’s. Hierzulande hat THE BRIDE eine FSK16 in ungeschnittener Form erhalten.
 
 
 


 
 
 

THE BRIDE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) SPLENDID Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Nevesta; Russland 2017

Genre: Horror, Thriller, Grusel, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Russisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 99 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 28.07.2017

 

The Bride [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE BRIDE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen liegen bei SPLENDID FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Dead Still (2014)
 
Dibbuk – Eine Hochzeit in Polen (2015)
 
Conjuring 2 (2016)
 
Der Fluch von Darkness Falls (2003)
 
Don’t Knock Twice (2016)
 
The Devil’s Hand (2014)
 


Filmkritik: „The Devil’s Candy“ (2015)

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THE DEVIL’S CANDY

Story

 
 
 

Eine kleine Familie zieht auf’s Land. Doch im neuen Heim geht es bald nicht mit rechten Dingen zu, denn Vater Jesse beginnt plötzlich mysteriöse Stimmen zu hören.

 
 
 


 
 
 

THE DEVIL’S CANDY – Kritik

 
 
 
Rockmusiker und Metalheads sind ungepflegt, aggressiv und ständig betrunken. Ein Vorurteil mit dem schon so einige Filme in der letzten Zeit aufgeräumt haben. Dass Liebhaber und Macher lauter Gitarrenklänge eigentlich nur selten den Klischees entsprechen – wie sie zum Beispiel Regisseur ROB ZOMBIE in seinen Horrorwerken beinahe übertrieben zelebriert – hat sich auch unter Filmfans rumgesprochen. So dürften zuletzt Streifen wie METALHEAD und DEATHGASM in Erinnerung geblieben sein, die gezeigt haben, dass Anhänger jener Musikgattung im Grunde genommen anständige Leute sind. Selbiges ist natürlich auch im Okkult-Schocker THE DEVIL’S CANDY der Fall, der sich mit Figuren auseinandersetzt, die eine Leidenschaft für Heavy Metal hegen. Auch hier wird dem Zuschauer die Voreingenommenheit genommen, denn Regisseur SEAN BYRNE hält Abstand von Vorurteilen und zeigt tugendhafte Charaktere, die eben ab und an mal Metallica hören. Knapp sechs Jahre hat sich der ambitionierte Filmemacher für den nächsten Ausflug ins Horror-Genre Zeit gelassen. Das lange Warten verwundert, hat doch SEAN BYRNE mit dem Debütwerk THE LOVED ONES vor Jahren bitterböse Horror-Unterhaltung abgeliefert, die vor allem wegen ihres rabenschwarzen Humors von Kritikern und Fans gelobt wurde. Offenbar wollte der Regisseur keine Eintagsfliege abliefern und hat sich Zeit für Qualitätsarbeit gelassen. Eine im Grunde genommen hervorragende Einstellung. Dennoch ist THE DEVIL’S CANDY nicht das geworden, was man nach dem gefeierten Erstling erwartet hat. Dazu fehlt es dem Streifen an Neuerungen, Ideen und Tiefe. Trotzdem ist THE DEVIL’S CANDY weit weg von schlecht, denn dank düsterer Aufmachung und guter Darsteller wird kurzweiliges Horror-Futter geboten, das kaum Längen besitzt.
 
 
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Schönes Landleben und mehr Inspiration. Um kreativer arbeiten zu können, zieht der Künstler und Heavy Metal begeisterte Jesse Hellman (ETHAN EMBRY aus LATE PHASES) zusammen mit Frau und Tochter in ein abgelegenes Landhaus, das günstig zu haben war. Die Gründe für den niedrigen Kaufpreis lassen der Familie die Haare zu Berge stehen. Darin soll der psychisch kranke Ray Smilie (PRUITT TAYLOR VINCE aus 13 SINS) die eigenen Eltern ermordert haben, weil es ihm Satan höchstpersönlich befohlen hat. Doch die neuen Eigentümer lassen sich nicht die Freude am Heim durch gruseligen Geschichten nehmen. Familienvater Jesse zieht sich in den Schuppen zurück, um Geld mit gemalten Bildern zu verdienen, während sich Tochter Zooney an der neuen Schule mehr schlecht als recht durchschlagen muss. Leider wird aus Glück bald Angst. Der neue Hausherr hört plötzlich Stimmen und malt in Trance Werke, die einen kalten Schauer einjagen. Darauf sind schreckliche Visionen zu sehen, die nichts Gutes erahnen lassen. Doch verstörende Gemälde sind bald das kleinere Übel. Der verwirrte Elternmörder steht nämlich bald wieder vor der Tür und hat keine Blumen dabei. Der hat seine Pflicht zu erfüllen und will Satan zufriedenstellen. Leider hat der labile Eigenbrötler nicht mit dem engen Zusammenhalt der Familie Hellman gerechnet. Mit vereinten Kräften nimmt man den Kampf gegen das Böse in Menschengestalt auf. Blut ist eben immer noch dicker als Wasser.
 
 
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Behutsamer Aufbau von unheimlicher Atmosphäre nach altmodischer Machart. Trotz lauter Gitarren-Sounds und ein wenig Hardrock ist THE DEVIL’S CANDY kein hektisch und reißerisch erzählter Horrorstreifen, der im Blut watet. Davon gibt es nämlich so gut wie gar keins im Film zu sehen, denn Regisseur SEAN BYRNE verzichtet auf Holzhammermethoden und versucht Unbehagen durch gruselige Atmosphäre zu erzeugen. Dementsprechend dunkel ist das Szenario auch, das anfangs einen weiteren Spukhaus-Grusler vermuten lässt, sich später aber zum dichten Serienkiller-Thriller entwickelt. Das Böse manifestiert sich diesmal nicht – wie man wohl meinen würde – als spukender Geist, sondern ist als unbeholfener Fettsack unterwegs, der von der Stimme des Teufels zu schrecklichen Taten angestiftet wird. Dabei macht SEAN BYRNE von interessanten Interpretationsansätzen Gebrauch. Statt den Teufel am Ende höchstpersönlich als fiese Kreatur durchs Bild sausen zu lassen, verzichtet der Filmemacher auf schauriges Kreaturen-Design. So erklärt ein TV-Pfarrer im Film, dass Satan keiner Gestalt bedarf. Der Teufel schlummert in jedem von uns und wird einzig durch grauenhafte, hasserfüllte Taten am Leben erhalten. Das macht THE DEVIL’S CANDY weitaus beängstigender, weil hier ein unscheinbarer Außenseiter plötzlich grausame Verbrechen an Kindern ausübt, die gerade wegen ihrer zurückhaltenden Zeigefreudigkeit das Kopfkino des Zuschauers in Gang setzen. Dennoch: Trotz guter Besetzung, verstörender Atmosphäre und stetig ansteigendem Spannungsbogen verrennt sich auch dieser Satanismus-Grusler zunehmend in Klischees und Ungereimtheiten, die man leider zu oft in Horrorfilmen zu sehen bekommt. Da handeln Protagonisten im Finale unverständlich und können trotz schwerer Verletzungen plötzlich Treppen und Leitern hinaufzusteigen, wie junge Hüpfer. Zudem ertappte man sich nicht nur einmal im Schlusskampf dabei, wie man den Figuren zurufen möchte, dass sie doch weglaufen sollen. Auch wenn am Ende mal wieder Antworten ausbleiben und man sich fragt, was der Bezug zu Heavy Metal eigentlich soll, wird mit THE DEVIL’S CANDY immerhin souverän inszenierte Genre-Unterhaltung geboten, die besser ist, als der übliche Indie-Horror-Blödsinn der letzten Jahre. Kein Horror-Hit – dafür aber spannend und verstörend. Für einen verregneten Sonntag reicht’s.
 
 
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THE DEVIL’S CANDY – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Spannender und technisch souverän gedrehter Satanismus-Grusel mit düsterer Stimmung und hervorragenden Darstellern. Leider hat auch dieser geradlinig erzählte Okkultismus-Serienkiller-Streifen kaum Neuerungen zu bieten. Trotzdem schafft es Regisseur SEAN BYRNE eine permanent bedrohliche Atmosphäre zu erzeugen, die letztendlich die Quintessenz dieses Okkult-Horrors ist. Zieht man den bitterbösen und rabenschwarzen THE LOVED ONES des Filmemachers zum Vergleich heran, liegen dazwischen Welten. THE DEVIL’S CANDY ist bierernst und hat keine makaberen Einfälle zu bieten. Zudem hält sich der Regisseur diesmal mit detaillierten Gewalttaten im Großformat zurück. Statt Gewalt zu zeigen, wird Kopfkino zelebriert. Wer meint, dass THE DEVIL’S CANDY deshalb harmlos ist, wird schnell eines Besseren belehrt. Der Film ist hochgradig verstörend, was in erster Linie am finsteren Look und den guten Leistungen von PRUITT TAYLOR VINCE liegt. Der spielt im Film derart glaubwürdig einen psychisch verwirrten Killer, der gerade wegen seiner unsicheren Art hochgradig beängstigend wirkt. THE DEVIL’S CANDY ist zwar kein Meilenstein des Horrorkinos, dafür aber schwer unterhaltsam und packend inszeniert.
 
 
 


 
 
 

THE DEVIL’S CANDY – Zensur

 
 
 
Ein Film vom Fantasy Filmfest 2016, der dort mit viel Lob aufgenommen wurde. THE DEVIL’S CANDY ist – auch wenn darin Metal-Klänge ertönen und Metalheads um ihr Leben kämpfen – keineswegs blutig. Ein Killer hat es auf kleinen Kinder abgesehen, die er dem Teufel opfert. Die Taten passieren im Off. Trotzdem hat der Streifen kurioserweise hierzulande eine Erwachsenenfreigabe (keine Jugendfreigabe) erhalten.
 
 
 


 
 
 

THE DEVIL’S CANDY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Devil’s Candy; USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 2.40:1 (1920 x 1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow,

Release-Termin: 26.05.2017

 

Devil’s Candy [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

THE DEVIL’S CANDY – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Lords of Salem (2012)
 
Die Prophezeiung (2000)
 
Here Comes the Devil (2012)


Filmkritik: „Don’t Knock Twice“ (2016)

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DON’T KNOCK TWICE

Story

 
 
 
Nach der leichtsinnigen Aktivierung eines alten Fluches müssen Mutter und Tochter, die sich bereits vor Jahren voneinander entfremdet haben, lernen zusammenzustehen und einander zu vertrauen, um zu überleben …
 
 
 


 
 
 

DON’T KNOCK TWICE – Kritik

 
 
 
Ja, es gibt sie noch: die kleinen, aber feinen Produktionen, die das Herz des klassischen Horrorfans höherschlagen lassen. Auch ohne ein Aufgebot an Leere und Ideenlosigkeit kaschierenden Effekten, Gewalt und Ekel gelingt es DON’T KNOCK TWICE bereits ab dem stimmungsvollen feurigen Vorspann, Interesse an der urbanen Legende um eine alte Hexe zu wecken, an deren Tür man besser nicht zweimal klopfen sollte. Dass sich Protagonisten im Horrorgenre einen Dreck um Verbote scheren und entsprechend unbedarft Verse in Spiegel sprechen, verbotene Zimmer öffnen oder lebensgefährliche Videos konsumieren, ist sicher nicht neu, aber bringt eben doch immer wieder Spaß. Zu Zeiten der Gebrüder Grimm konnten böse alte Hexenweiber, nach dem sie Kinder mittels Lebkuchenhäuschen anlockten, um ihren kannibalistischen Neigungen nachzugehen, noch per Tritt in den lodernden Ofen dauerhaft aus dem Verkehr gezogen werden. Doch derart einfach sind sie heutzutage nicht mehr totzukriegen. So tauchen sie äußerst flott und kampfkunsterprobt im Actionsplatter HÄNSEL & GRETEL: HEXENJÄGER, hinterhältig und gut getarnt nach der Weltherrschaft strebend wie bei HEXEN HEXEN oder in verruckelten BLAIR WITCH-Found-Footage-Streifen immer wieder auf. Einigkeit besteht unter ihnen aber in dem Fakt, dass sie nicht zu unterschätzen sind und wahrhaft Böses im Schilde führen. „Einmal klopfen – Schlaf besiegen. Zweimal dann der Gruft entstiegen …“
 
 
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Nachdem Heimkind Chloe mit ihrem Freund in tiefer Nacht leichtsinnig ihr Glück herausfordert, indem sie an die Tür einer dämonenfütternden Hexe pochen, merken die Teenager recht schnell, das die Legende um verschwundene Kinder mehr Wahrheitsgehalt aufweist, als ihnen lieb sein kann. Mehrfache bedrohliche Erscheinungen später, flüchtet die überzeugend renitent und verängstigte Chloe (LUCY BOYNTON aus FEBRUARY) zu ihrer inzwischen cleanen Mutter (der aus OCULUS und BATTLESTAR GALACTIKA kampferprobten KATEE SACKHOFF), in dem Irrglauben bei ihr in Sicherheit zu sein. Doch da es auch im schicken heimischen Anwesen Türen gibt, lässt das Grauen nicht lange auf sich warten und es klopft erneut an. Erschwert wird der Überlebenskampf dabei zusätzlich durch ungelöste Konflikte zwischen Mutter und Tochter, denen es schwerfällt, unbefangen aufeinander zuzugehen. DON’T KNOCK TWICE ist eine britische Produktion, die es einem nicht unbedingt leicht macht, da sie sich ungewohnt viel Zeit nimmt, um Stimmungen zu erzeugen und das Innenleben ihrer Figuren zu visualisieren. So wird auch vor dem ein oder anderen Dialog nicht zurückgeschreckt. Dabei fährt Regisseur CARADOG W. JAMES (ebenfalls Regie in THE MACHINE) allerdings sehr charmant eine Menge an dem auf, was treue Horrorfans an ihrem Genre so lieben. Ein bedrohlicher Klangteppich untermalt farblich stumme, perfekt durchkomponierte Bilder, die mit einer beeindruckenden Intensität bestechen. Dankenswerterweise hat der überzeugend agierende Cast auch eine ebenso hochwertige Synchro erhalten, was leider nicht selbstverständlich ist.
 
 
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Es ist tatsächlich bewundernswert, wie geschickt es verstanden wird, das Gezeigte auch bei niedrigem Budget hochwertig und wahrhaft unheimlich aussehen zu lassen. Dies gilt ebenso für die atmosphärischen märchenhaften Schauplätze, wie die wirkungs- und liebevoll in Szene gesetzte Kreatur. Das Böse, das THE RING-Samantha nicht unähnlich sieht, beweist, dass man keinesfalls immer einen Rechner benötigt, um eine beeindruckende Ausstrahlung zu erreichen. Wohldosierte Schreckmomente, die sich eindrucksvoll in die ruhigen Sequenzen „sprengen“, runden schließlich das Gesamtbild positiv ab. Zwar lässt das Tempo mitunter etwas zu wünschen übrig und auch die kurzen Rückblicke erscheinen überflüssig, aber trotzdem darf man sich in nahezu jeder Szene entsprechend an einer erzählenden experimentierfreudigen Kameraführung, dem durchdachten Spiel mit Licht und Schatten oder einem lebendigen Score erfreuen. DON’T KNOCK TWICE hat, wenn man sich auf ihn einzulassen versteht, hinter seiner Fassade deutlich mehr zu bieten, als man nach der ersten Sichtung vermuten könnte. So werden erahnte Storyentwicklungen bezüglich der Unterscheidung nach Freund und Feind geschickt konterkariert und ermöglichen auch nach dem Abspann noch eine rege Diskussion über das Gesehene. Erfreulich auch, dass die Logik beim „Getwiste“ nicht auf der Strecke bleibt und man zum Spinnen so manchen Gedankenspiels animiert wird.
 
 
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DON’T KNOCK TWICE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Die eigentliche Qualität des engagierten Films erschließt sich womöglich erst auf den zweiten Blick. Gerade wenn man es gewohnt ist, schnelle Bilder und eine vorangepeitschte, prall aufgemotzte Handlung vorgesetzt zu bekommen, die sich nicht genügend Zeit für das lässt, was eigentlich wichtig ist: das Zelebrieren der Schönheit in all ihren Formen, die dem Filmen innewohnt, wenn man mit Leidenschaft und Visionen bei der Sache ist. DON’T KNOCK TWICE dürfte die breite Masse wohl nicht erreichen, dafür kommt er dann doch zu sperrig und speziell daher. Aber es wäre ihm zu wünschen, dass er viele Sympathiepunkte bei horroraffinen Schöngeistern sammeln kann.
 
 


 
 
 

DON’T KNOCK TWICE – Zensur

 
 
 
Da sich die Aktivitäten von Dämon und Hexenhelferin eher in der Phantasie des Zuschauers manifestieren, mussten keine verunstaltenden Schnitte vorgenommen werden. DON’T KNOCK TWICE hat keine harten Schauwerte zu bieten und wurde von der FSK bereits ab 16 Jahren freigegeben.
 
 
 


 
 
 

DON’T KNOCK TWICE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Don’t Knock Twice; Großbritannien 2016

Genre: Horror, Thriller, Grusel

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 1.78:1 (1920 x 1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 97 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover und O-Card mit Hologramm-Effek

Extras: Deutscher Trailer, Englischer Trailer, Trailershow

Release-Termin: 24.02.2017

 

Don’t knock twice [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

DON’T KNOCK TWICE – Trailer

 
 

 
 

Andy78

(Rechte für Abbildungen und Szenenbilder liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
From Hell (2001)
 
Der Fluch von Darkness Falls (2003)
 
Der Fluch – The Grudge (2004)
 
It Follows (2014)
 
Im Bann der Hexe (2013)


Filmkritik: „Don’t Hang Up“ (2016)

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DON’T HANG UP

Story

 
 
 

Das Internet – schöne neue, aber unberechenbare Welt. Die zweifelhafte Freizeitbeschäftigung zweier Jugendlicher endet im Desaster. Die legen sich mit einem Psychopathen an, der mit den Heranwachsenden ein makaberes Spiel spielt.

 
 
 


 
 
 

DON’T HANG UP – Kritik

 
 
 
Jeder kennt es und jeder nutzt es. Seit das Internet auch von Privathaushalten genutzt werden kann (das war übrigens 1995) hat es sich in rasender Geschwindigkeit zu einem unverzichtbaren Informations- und Kommunikationsinstrument entwickelt, das beinahe alle Bereiche des täglichen Lebens beeinflusst. So ist das Internet heute fester Bestandteil des menschlichen Alltags geworden und bringt viele Vorteile mit sich. Man kann von der Couch aus Bankgeschäfte erledigen, einkaufen gehen oder sogar die große Liebe finden. Doch globale Kommunikationsmöglichkeiten und unbegrenzter Informationsaustausch haben auch Schattenseiten. Das Internet hat nicht nur Nutzen, es wird nämlich auch tagtäglich missbraucht. Ob Datenklau durch Virenprogramme oder digitales Mobbing in sozialen Netzwerken – wer sich aktiv durchs Internet bewegt, ist mittlerweile auch vielen Gefahren ausgesetzt und sollte stets wachsam sein.
 
 
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Genau jene Gefahren scheinen die beiden Freunde im folgenden Horrorthriller zu unterschätzen. Die leben sprichwörtlich ein Phänomen aus, das sich seit einigen Jahren zu einer regelrechten Plage im Internet entwickelt hat. Es ist der Drang nach Annerkennung und die Sucht nach Selbstinszenierung, die immer häufiger in sozialen Netzwerken ausgelebt wird. Beides wird den Teenagern Sam (GREGG SULKIN) und Brady (GARRETT CLAYTON) zum Verhängnis. Die haben nämlich einen Spaß daran ahnungslose Menschen mit Telefonstreichen hinters Licht zu führen. Als wäre diese Schandtat nicht schon makaber genug, laden sie die boshaften Scherze ins Internet und stellen damit ihre panischen Opfer öffentlich bloß. Doch einer der Leidtragenden findet das Hobby der zwei Scherzkekse gar nicht lustig. Er dreht den Spieß einfach um und erteilt den Teenagern eine Lektion. Der kennt aus unerklärbaren Gründen die Namen und Adressen der Anrufer und konfrontiert die Jungs mit pikanten Details aus dem Privatleben. Da ist verständlicherweise der Spaßofen aus, vor allem auch deshalb, weil sich plötzlich der Fernsehapparat anschaltet und Bradys Eltern gefesselt auf Stühlen zu sehen sind. Was folgt ist ein bitterböses Katz- und Mausspiel, das kaum Luft zum Verschnaufen bietet, denn der Schikanierte sinnt auf Rache – kompromisslos und blutig. Dank Internet übernimmt der das Steuer und versucht damit das Leben seiner Peiniger zu zerstören. Manchmal ist es eben besser, wenn man einfach mal die Internetleitung kappt, sich vor Hackerangriffen schützt und nicht zuviel in sozialen Netzwerken von sich Preis gibt.
 
 
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Wer Anderen eine Grube gräbt, fällt in der Regel selbst hinein. Nach Filmen wie UNKNOWN USER oder THE DEN wird der Zuschauer in DON’T HANG UP einmal mehr mit den unterschätzten Gefahren des Internets konfrontiert. Was hier zu sehen ist scheint zwar etwas sehr übertrieben, dürfte aber Zartbesaiteten einmal mehr zum bedachteren Umgang mit genanntem Medium ermahnen. Was lustig beginnt, wird leider schnell zum bitteren Ernst. Und das ist auch die Quintessenz dieses fiesen Psychothrillers, der einige makabere Überraschungen und Twiste zu bieten hat. In DON’T HANG UP wird nicht nur der Zuschauer manipuliert, auch die grünschnäbeligen Protagonisten werden heimtückisch an der Nase herumgeführt und dadurch gegeneinander ausgespielt. So zwingt der unbekannte Anrufer die Freunde dazu sich gegenseitig umzubringen. Anderenfalls müssen geliebte Menschen sterben. Das führt zum rücksichtslosen Schlagabtausch, der Freunde zu Rivalen macht. Handwerklich kann man nicht meckern. DON’T HANG UP wurde sauber inszeniert und versteht es zu fesseln. Die Regisseure DAMIEN MACÉ und ALEXIS WAJSBROT spielen gekonnt mit dem Spannungsbogen und lüften erst am Ende das Mysterium über den nach Rache dürstenden Anrufer. Dessen wahre Ambitionen haben einen triftigen Grund und ergeben erst kurz vor dem Abspann einen Sinn, wobei sich das Regie-Duo (Genre-typisch!) eine Tür fürs obligatorische Sequel offen hält. Nervenkitzel ist garantiert, denn der psychopathische Anrufer spielt nicht nur mit den Nerven der Zuschauer. Die Stimmung wird nach 20 Minuten unbequemer und verwandelt DON’T HANG UP in einen unangenehmen Filmalbtraum, der sowohl von den Helden als auch dem Zuschauer einiges abverlangt. Fans morbider Horrorthriller sollten deshalb einen Blick riskieren, denn trotz Spielfilmdebüt spielt dieser Psychothriller hinsichtlich Suspense in der Königsliga.
 
 
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DON’T HANG UP – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Bitterböses Terror-Psycho-Kino, das den Atem stocken lässt. Wenn ahnungslose Menschen im Horrorfilm schikaniert werden, hat das nicht selten zur Folge, dass die sich fürs Demütigen rächen wollen. Genau das passiert in DON’T HANG UP auf psychischem Wege, der zwei unsympathische Frauenhelden für ihre Schandtaten durch die Hölle gehen lässt. Da werden zur Strafe tödliche Spiele gespielt und allerhand Geheimnisse gelüftet, was dann doch so ziemlich abgebrüht – aber auch clever konstruiert – über die Mattscheibe flimmert. Großes Lob gilt hierbei den Regisseuren DAMIEN MACÉ und ALEXIS WAJSBROT. Die zeichneten bisher für die visuelle Effekte in großen Hollywood-Produktionen verantwortlich und feiern mit DON’T HANG UP ihr Regiedebüt im ersten Langfilm. Dabei entstanden ist gleich ein Volltreffer, der sich mit seiner zynisch-makaberen Art wohlwollend vom üblichen Einheitsbrei abzuheben versteht. Geboten wird Psychokitzel par excellence. Vom FILMCHECKER-Team gibt für diesen spannenden aber gleichzeitig auch heimtückischen Denkzettel eine Empfehlung.
 
 
 


 
 
 

DON’T HANG UP – Zensur

 
 
 
Die Gewaltakte in DON’T HANG UP halten sich in Grenzen. Es werden Messer in Körper gerammt und Kehlen durchgeschnitten. Das meiste passiert aber im Off. Demzufolge hat es DON’T HANG UP in Deutschland nicht schwer gehabt und hierzulande in ungeschnittener Form eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

DON’T HANG UP – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) SPLENDID FILM

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Don’t Hang Up; Großbritannien 2016

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 84 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Making Of, Trailer, Trailershowr

Release-Termin: 30.06.2017

 

Don’t Hang Up [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

DON’T HANG UP – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei SPLENDID FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Den (2013)
 
Unknown User (2014)
 
Ratter – Er weiß alles über dich (2015)
 
Girlhouse – Töte, was Du nicht kriegen kannst! (2014)
 
Gefällt mir (2014)
 
The Lesson (2016)


Filmkritik: „Drifter“ (2016)

drifter-2016-posterPoster-Copyright: ©Jonathan B Perez
 
 
 

DRIFTER

Story

 
 
 
Zwei Brüder verirren sich in die Höhle des Löwen. In einer verlassenen Wüstenstadt geraten sie in die Fänge gewissenloser Psychopathen, die ihre ganz eigenen Willkommensrituale mit Durchreisenden zu feiern pflegen.
 
 
 


 
 
 

DRIFTER – Kritik

 
 
 
Wie hätte sich das moderne Horror-Genre wohl entwickelt, wenn es nicht Regisseure wie WES CRAVEN, JOHN CARPENTER oder TOBE HOOPER gegeben hätte, die Generationen schockiert und so dem Horrorfilm zur Popularität verholfen haben? Letztgenannter brachte mit dem College-Film THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE 1974 einen einflussreichen Wegbereiter des modernen Angstkinos in die Lichtspielhäuser, der nicht nur maßgeblich am Erfolg schmuddeliger Exploitation-Filme beteiligt war. Hoopers Paradebeispiel für kompromissloses Terrorkino polarisierte die Zuschauer und inspirierte ungezählte Filmemacher, mal mehr, mal weniger gelungene Plagiate des fix berüchtigt gewordenen Kettensägenmassakers zu drehen. Weit über 40 Jahre später hat sich da nichts geändert, wie der Indie-Horror DRIFTER beweist. Der lockt zwar nicht mit einem verheißungsvollen Massaker im Titel, ist aber bei genauerer Betrachtung nichts weiter als eine Neuinterpretation des Klassikers aus der Mache TOBE HOOPERS.
 
 
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Die zwei Brüder Miles (ARIA EMORY) und Dominic Pierce (DREW HARWOOD) kämpfen ums Überleben. In einer Zeit, in der die Welt kurz vor dem Untergang steht. Sie sind auf der Suche nach den Übeltätern, die für den Tod des geliebten Vaters verantwortlich sind und schlagen sich durch trostlose Wüstenlandschaften in denen es keine Freunde, sondern nur Feinde gibt. Nachdem ihnen mal wieder einige Fieslinge ans Leder wollen und Miles an der Hand verletzt wird, muss ein Arzt her. Doch den zu finden scheint in einem standesgemäßen Weltuntergangsszenario wie diesem schier unmöglich zu sein. So reisen die Brüder durchs Land und geraten in eine Geisterstadt, die ihnen zum Verhängnis wird. Eine Gruppe Kannibalen treibt dort ihr Unwesen und nimmt keine Gefangenen. Im übertragenen Sinn. Tatsächlich überwältigen sie die Brüder und verschleppen sie in ihren Bau. Was ihnen dort widerfährt, dürften Filmkenner bereits aus erwähntem TEXAS CHAINSAW MASSAKER sowie dessen Fortsetzungen und Prequels kennen.
 
 
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Wüsten-Massaker – nur ohne Kettensäge diesmal. Nein, DRIFTER ist trotz des Bades in der Reminiszenz keine Katastrophe. Ganz im Gegenteil. Regisseur CHRIS VON HOFFMANN hat mit seinem Spielfilmdebüt einen passablen Terrorfilm geschaffen, der vor allem durch seine durchdachte Optik zu bestechen weiß. Zu sehen gibt es durchgestylte Bilder, ungewöhnliche Kamerablickwinkel und ein schwüles Wüsten-Setting, das hin und wieder an den nachgerückten und bisher kommerziell erfolgreichsten Teil der Mad-Max-Reihe erinnert: MAD MAX – FURY ROAD. Unterstrichen wird das für Indie-Verhältnisse visuelle beeindruckende Treiben von grummelnden Bässen, Synthesizer-Klängen und verstörenden Soundeffekten, die unverkennbar durchscheinen lassen, wer Einfluss auf den Regisseur gehabt haben muss. So dürften Filmkenner akustische Anleihen zu Klassikern wie SUSPIRIA (während des Abspanns) oder dem Frühwerk des JOHN CARPENTER erkennen.
 
 
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Auf der Crowdfunding-Seite zu DRIFTER gab Filmemacher CHRIS VON HOFFMANN weiterhin zu verstehen, dass ihn aber auch Regisseure wie MARTIN SCORSESE, WILLIAM FRIEDKIN, JEAN-PIERRE MELVILLE und ABEL FERRARA beeinflusst haben sollen. DRIFTER zumindest haben die vielen Inspirationsquellen gut getan, denn die für Terror- und Backwood-Horror untypische Kulisse in Kombination mit der gelungenen akustischen Untermauerung, stellt eine gelungene Abwechslung zum teils bedeutungslosen Horror-Brei dar, der heute beinahe täglich ins Händlerregal gestellt wird. Da sieht man doch verständnisvoll darüber hinweg, dass DRIFTER im Mittelteil ein wenig schwächelt. Aufgrund der visuellen Raffinessen verliert der Regieneuling ab und an das Drehbuch aus den Augen. Das macht sich durch Leerlauf und Tempoeinbußen bemerkbar. Doch der nächste Gewaltmoment lässt nicht auf sich warten. Die sind im Film reichlich vorhanden und dürften wegen ihrer professionellen Machart Fans fürs grobe Gewaltkino zufriedenstellen. Wer sich an die härtere Gangart eines TEXAS CHAINSAW MASSACRE – THE BEGINNING gewöhnt hat, dürfte sich auch bei DRIFTER gut aufgehoben fühlen. In Sachen filmischer Kompromisslosigkeit hat Regisseur, Drehbuchautor und Produzent CHRIS VON HOFFMANN sich manchen Handgriff und Einfall von den Altmeistern abgeschaut.
 
 


 
 
 

DRIFTER – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
MAD MAX trifft auf TEXAS CHAINSAW MASSACRE. Das sind zumindest neben WOLF CREEK und THE PROPOSITION zwei weitere Titel, die der Regie-Newcomer im Informationstext seiner Crowdfunding-Kampagne aufzählt und die ihn zum Dreh seines Debütstreifens DRIFTER inspiriert haben sollen. Offensichtlich scheint er damit reichlich Interesse beim Horrorfilmliebhaber geweckt zu haben, weshalb Filmfans auf einer bekannten Crowdfunding-Plattform Geld spendeten, damit DRIFTER fertiggestellt werden konnte. Trotz bekannter Verweise ist DRIFTER aber dann doch mehr TEXAS CHAINSAW MASSACRE mit Protagonisten aus dem Modelkatalog, die nacheinander mit diversen Schieß- und Schneideutensilien ausradiert werden. Das allein ist natürlich nicht der Rede wert, wäre da nicht die versierte Symbiose aus Technik, Optik und Akustik. Diese Kombination lässt den Film nach deutlich mehr ausschauen, als er vermutlich gekostet hat und hebt ihn aus der grauen Masse an beliebigen Backwood- und Terrorstreifen hervor. Talent und Erfahrung zahlen sich eben aus. Letzteres hat Regisseur, Drehbuchautor und Produzent CHRIS VON HOFFMANN ausreichend während der Arbeit zu diversen Kurzfilmen gesammelt, die er mit viel Liebe zum Genre inszeniert hat. Mit einigen davon gewann er sogar Preise auf einschlägigen Festivals. Chapeau!
 
 


 
 
 

DRIFTER – Zensur

 
 
 
Wie es sich für einen TEXAS CHAINSAW MASSACRE-Klon gehört, geht es auch in DRIFTER nicht gerade zimperlich zur Sache. Von einem abgeschlagenen Schädel, über Einschusswunden bis zu übel zugerichteten Leichen und Gesichtern gibt es einige äußerst schmerzhafte Spezialeffekte zu sehen. Hierzulande hat das aber für eine Erwachsenenfreigabe gereicht, ohne das geschnitten werden muss. Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

DRIFTER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) I-ON New Media (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Drifter; USA 2016

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 31.03.2017

 

Drifter [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

DRIFTER – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen, Szenenbilder liegen bei I-ON New Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Blutgericht in Texas (1974)
 
Kill, Granny, Kill! (2014)
 
The Redwood Massacre (2014)
 
Wolf Creek 2 (2014)
 
Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre (2003)
 
Texas Chainsaw 3D
 


Filmkritik: „Rupture“ (2016)

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RUPTURE – ÜBERWINDE DEINE ÄNGSTE

Story

 
 
 
Eine alleinerziehende Mutter (NOOMI RAPACE, die Heldin aus PROMETHEUS – DUNKLE ZEICHEN und die echte Lisbeth Salander) muss sich in einem abgelegenen Lagerhaus ihrer Angst vor Spinnen stellen. Doch da ist sie nicht allein. Auch andere Menschen werden hier gefangen gehalten und mit ihren persönlichen Ängsten konfrontiert. Doch wozu das alles. Ein Mysterium, das es zu entschlüsseln gilt.
 
 
 


 
 
 

RUPTURE – Kritik

 
 
 
Eine Frau wird heimlich von einer geheimnisvollen Organisation in den eigenen vier Wänden überwacht, anschließend entführt und in einen modrigen Gebäudekomplex verschleppt, wo an ihr fragwürdige Untersuchungen vorgenommen werden. Nein, RUPTURE ist kein weiterer Beitrag zur perverserweise erfolgreichen Torture-Porn-Welle, deren wohl wichtigster Vertreter von Exploitation-Hobbyfachmann ELI ROTH vor über zehn Jahren gedreht wurde. Mit HOSTEL hat dieser Film nicht im Geringsten zu tun, auch wenn die Ausgangssituation geradezu prädestiniert dafür wäre, die Folterwerkzeuge zurück vor die Kamera zu holen. RUPTURE ist einem ganz anderen Filmgenre beheimatet und lässt auch keine seiner Protagonisten reißerisch über die Klinge springen. Der Film geht sogar noch weiter. Weder Tiere noch Menschen müssen in diesem Thriller ihr Leben lassen. Regisseur STEVEN SHAINBERG konfrontiert mit Ungewissheit und geht lieber dem Warum auf den Grund, statt zu quälen oder fürs gequält werden rächen zu lassen. So kann sich die Filmheldin von ihren Fesseln befreien, schlüpft in die Luftschächte ihres ungemütlichen Gefängnisses und versucht einen Weg nach Draußen zu finden. Für den Zuschauer bedeutet das adrenalinreiche Fluchtversuche durch nicht enden wollende Gänge – immer die Angst im Nacken, dass die filmische Identifikationsfigur von den Bösewichten entdeckt wird.
 
 
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RUPTURE ist äußerst spannend, weil das Geheimnis der Entführung gut bewahrt wird. STEVEN SHAINBERG versorgt den Zuschauer immer nur mit dem Nötigsten, verrät nie zuviel und liefert nur häppchenweise Gründe für die mysteriöse Entführung. Dazwischen wird die Flüchtende mit allerhand seltsamen Vorkommnissen konfrontiert, die sie bald an ihrem Verstand verzweifeln lassen. Vorangetrieben wird die Spannung nicht zuletzt durch ein permanent beklemmende Gefühl der Ausweglosigkeit. Flucht scheint unmöglich, Ausgänge sind gut abgesichert und Mitglieder der Organisation ständig präsent. Das macht das Entkommen nicht gerade leicht in einer Szenerie, die vor allem der raffinierten Ausleuchtung wegen für Unbehagen sorgt. RUPTURE glänzt nämlich mit besonderer Ästhetik, die Dank befremdlich wirkender Licht- und Farbexperimente hin und wieder an die Werke des italienischen Altmeisters DARIO ARGENTO oder gar dessen Vorbild MARIO BAVA erinnert. Das sorgt für Atmosphäre, wenngleich die in erster Linie dafür sorgt, dass dem Zuschauer der Herz in die Hose rutscht. Stellenweise ist das STEVEN SHAINBERG ganz gut gelungen.
 
 
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RUPTURE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Zeit, sich seinen Ängsten zu stellen. Ungemütliches Filmszenario, das aufgrund der bewusst lang hinausgezögerten Auflösung und der spärlich verstreuten Anhaltspunkte spannend bleibt. Nach der rabenschwarzen Liebeskomödie SECRETARY und dem Drama FELL – EINE LIEBESGESCHICHTE geht der US-amerikanische Regisseur STEVEN SHAINBERG ganz andere Wege. RUTPTURE hat weder mit Drama noch mit Komödie etwas am Hut. Der Film ist eher im düsteren Genre beheimatet und deswegen so interessant, weil er sich nicht zwingend an Konventionen orientiert. Keine Morde, kein Spuk und dennoch irgendwo im Horrorfilm beheimatet. Da sieht man sogar darüber hinweg, dass das Ende dann doch mit unbefriedigender Wendung auf Zwang weg will vom Happy End üblicher Genrefilme. Das wirkt etwas sehr aufgesetzt, macht RUPTURE aber nicht zwangsläufig schlecht. Wer jedenfalls erfrischende Genreware nötig hat, ist mit diesem Horrorthriller gut bedient.
 
 


 
 
 

RUPTURE – Zensur

 
 
 
Es gibt eine Leiche auf einer Barre mit fehlenden Augen zu sehen. Was mit ihr genau passiert ist, wird nicht gezeigt und lässt sich nur erahnen. Sieht man einmal von einigen fragwürdigen Experimenten an Menschen ab, gibt es bis auf den kurzen Einsatz mit einem Elektroschocker im Film keine Gewalt zu sehen. Hierzulande hat RUPTURE – ÜBERWINDE DEINE ÄNGSTE von der FSK eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten. Ungeschnitten versteht sich. Der Film wird Ende Januar 2017 von SPLENDID FILM ins Heimkino gebracht.
 
 
 


 
 
 

RUPTURE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film (limitiertes BD-Steelbook)

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(c) Splendid Film (limitiertes BD-Steelbook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Rupture; USA 2016

Genre: Horror, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 2.40:1 (1920 x 1080p)

Laufzeit: ca. 101 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover | limitiertes Steelbook

Extras: Trailer, Trailershow, Featurette, Interviews

Release-Termin: 20.01.2017

 

Rupture – Überwinde deine Ängste [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Rupture – Überwinde deine Ängste [Blu-ray im limitierten Steelbook] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

RUPTURE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen, Szenenbilder liegen bei Ambi Pictures | Tango Pictures | Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Martyrs (2008)
 
Grotesque (2009)
 
Hunger (2009)
 
Martyrs – Remake (2015)