Filmkritik: „The Strangers: Opfernacht“ (2018)

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THE STRANGERS: OPFERNACHT

(THE STRANGERS 2 | THE STRANGERS: PREY AT NIGHT)

Story

 
 
 

Auf in Runde 2: Nachdem in THE STRANGERS ein ahnungsloses Paar mit Beziehungsproblemen von maskierten Fremden terrorisiert wurde, muss sich in THE STRANGERS: OPFERNACHT eine vierköpfige Familie mit den gleichen Gestalten auseinandersetzen. Diese wird vom personifizierten Bösen in einem Trailerpark verfolgt und muss dort ums Überleben kämpfen.

 
 
 


 
 
 

THE STRANGERS 2 – Kritik

 
 
 
2008 war ein gutes Jahr für Regisseur BRYAN BERTINO. Mit gerade einmal zehn Millionen Dollar dreht der damals noch unerfahrene Newcomer einen fiesen Horrorstreifen, der am Ende über das achtfache an den Kinokassen einspielen konnte. Der Terrorfilm THE STRANGERS kam gut an und erhielt sogar von der Fachpresse positives Feedback. Dass da eine obligatorischen Fortsetzung gedreht werden musste, lag auf der Hand. Seltsamerweise kam die trotz erfolgreicher Auswertung leider nie. Das ändert sich aber jetzt. Zehn Jahre nach dem Erfolg von THE STRANGERS hatte man mit Fans Erbarmen und arbeitete an einem Sequel, das nahtlos an den Geschehnissen des Erstlings anknüpfen sollte. Treu der Devise „Mehr Leichen, mehr Action und mehr Gewalt“ hakte man die Erfolgsformel für Horrorfilm-Fortsetzungen ab und verzettelte sich dabei leidlich. THE STRANGERS: OPFERNACHT – so der deutsche Titel des zweiten Teils – hinkt dem Originalfilm in allen Belangen hinterher. Aus einem Terrorfilm ist nun ein Slasher geworden, der vor allem mit zwei Problemen zu kämpfen hat: der Dummheit seiner Protagonisten und der vorhersehbaren Handlung. Das sind keine guten Voraussetzungen für spannende Horrorunterhaltung, zumal THE STRANGERS 2 gleiche Geschichte erzählt, wie der Vorgänger und dabei auch nichts hinzuzufügen hat. Fans sollten sich auf das Schlimmste gefasst machen.
 
 
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Ein konventionell gewerkelter Hochglanz-Schnarcher für die Generation NETFLIX: Im zweiten Teil von THE STRANGERS geht es einer vierköpfigen Familie an den Kragen. Die Eltern wollen die rebellische Tochter Kinsey (BAILEE MADISON) in ein Internat bringen und machen unterwegs Halt in einem Trailerpark, der von Verwandten betrieben wird. Doch zum Rasten kommt man erst gar nicht. Kaum angekommen, klopft es an der Tür und drei vermummte Gestalten machen den Familienangehörigen das Leben zur Hölle. Die beginnen die ahnungslosen Opfer zu jagen und scheinen offenbar Freude daran zu haben mit den ahnungslosen Auserwählten boshafte Spiele zu spielen. Wie bereits im Originalfilm bleibt die Identität der Bösewichte ungeklärt. Neu hingegen ist, dass sich ihre neuen Opfer zu wehren wissen. Endlich bekommt das Böse auch mal den Marsch geblasen.
 
 
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Ist das ein Remake? Zumindest geht THE STRANGERS: OFERNACHT den gleichen Weg, wie die meisten amerikanischen Hochglanz-Horrorfilme neueren Datums. Viele Fortsetzungen erfolgreicher Hollywood-Streifen werden so konzipiert, dass sie für sich allein stehen können. Das hat zur Folge, dass Sequels quasi gleiche Geschichte erzählen wie ihre Vorgänger, um so den Einstieg für jene zu erleichtern, die die Vorgängerfilme nicht gesehen haben. Was für den einen Segen ist für den anderen ein Fluch. THE STRANGERS: OFERNACHT fühlt sich an, wie ein überflüssiger Nachschlag eines beklemmenden wie hochspannenden Horrorstreifens, der gerade wegen seiner dialogarmen Handlung und messerscharfem Psychoterror zu einem der besten Home-Invasion-Schocker unserer Zeit avancierte. Große Fußstapfen, in die nun Teil 2 treten muss und dabei kläglich scheitert. Viel Neues hat die Fortsetzung nämlich nicht zu erzählen. So wurden einzig Figuren und Schauplätze ausgetauscht. Der Rest ist identisch zum Originalfilm und wurde wenig packend auf Zelluloid gebannt. Das ist dahingehend enttäuschend, weil Regisseur JOHANNES ROBERTS zuletzt gezeigt hat, dass er es eigentlich kann. So drehte er mit THE OTHER SIDE OF THE DOOR und 47 METERS DOWN zwei gelungene Genre-Beiträge, die auch bei Kritikern und Publikum bestehen konnten. THE STRANGERS: OFERNACHT ist dagegen enttäuschend und erweckt den Eindruck, als habe der Filmemacher schnell unter Druck irgendwas drehen müssen. Das Drehbuch wurde dahingeschludert und lässt seine wenigen Figuren nur selten klug handeln. Das erhöht schnell den Nervfaktor beim Publikum, dem es erst gar nicht gelingt, Sympathien für die Protagonisten zu entwickeln, weil diese so irrational handeln. Was bleibt, ist ein wenig origineller Horrorfilm, der offenbar nur deswegen gedreht wurde, um noch einmal schnell Kasse zu machen. Was Horrorfilmfans wollten, war den Machern dabei aber egal. Normalerweise landet sowas wie THE STRANGERS: OFERNACHT direkt auf dem Videomarkt. Weil ein bekanntes Franchise dahintersteckt, musste es trotz qualitativer Schwächen auf Biegen und Brechen ins Kino gebracht werden. Damit macht man sich keine Freunde, zumal vielen weitaus besseren Filmen ein Kinostart vorenthalten wird.
 
 
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THE STRANGERS 2 – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
THE STRANGERS: OFERNACHT ist die Horrorenttäuschung des Jahres 2018. Während THE STRANGERS von 2008 noch ein Horrorfilm war, der mit erbarmungsloser psychologischer Härte schockieren konnte, ist die Fortsetzung ein schnell aufgewärmtes Horrorlüftchen, das offenbar der schnellen Mark wegen ins Lichtspielhaus gebracht wurde. Die Macher haben sich nach zehn Jahren Wartezeit nicht einmal ansatzweise Gedanken darüber gemacht, wie man den kompromisslosen Originalfilm würdig fortsetzen könnte. Warum hat man im zweiten Teil nicht versucht, die Geschehnisse aus der Sicht der Täter zu erzählen? Die bekommen zwar in der Fortsetzung ihr Fett weg, verhalten sich aber oftmals dümmer als ihre aufgescheuchten Opfer. So entpuppt sich das Ergebnis als beliebiger Horror-Slasher von der Stange, der weder Spannung aufbauen kann, noch Mitleid oder Sympathien für seine Opfer entstehen lässt. Statt Einfälle und Neuerungen gibt es noch einmal Aufgewärmtes. Erfahrene Horrorfilmkenner werden da schnell gelangweilt sein, zumal die Abläufe so schablonenartig abgearbeitet werden, dass die Fremden schnell zu Nervensägen avancieren, die hoffentlich bald vom Blitz getroffen werden. Immerhin hat es ein nennenswertes Stilmittel in die Fortsetzung geschafft. THE STRANGERS 2 schaut nämlich aus, wie ein Horrorfilm der 1980er, was offenbar zu verstehen geben soll, dass die Macher ein Herz für die Filme jener Zeit und vor allem für Altmeister JOHN CARPENTER haben. Letzterer dürfte für diesen zwanghaft konventionell gestickten Blödsinn nicht mal ein Lächeln übrig haben. Verständlich!
 
 
 


 
 
 

THE STRANGERS 2 – Zensur

 
 
 
Im direkten Vergleich zum Vorgänger ist die Fortsetzung von THE STRANGERS in Sachen Gewalt weitaus zeigefreudiger. Hier kommt das obligatorische Messer ebenso zum Einsatz, wie Axt und Schrotgewehr. Das alles ist aber derart schnell geschnitten, dass sich die Gewaltmomente nicht so hart anfühlen wie noch im Originalfilm. Hierzulande hat THE STRANGERS: OPFERNACHT eine FSK16 erhalten. Diese ist angemessen.
 
 
 


 
 
 

THE STRANGERS 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) UNIVERSUM FILM (Blu-ray im Keepcase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Strangers: Prey at Night; USA 2018

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wechselcover

Extras: Trailershow, Trailer

Release-Termin: 26.10.2018

 

The Strangers – Opfernacht [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE STRANGERS 2 – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei UNIVERSUM FILM | SQUAREONE)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Strangers (2008)
 
The Purge – Die Säuberung (2013)
 
Them (2006)
 
You’re Next (2012)

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Filmkritik: „The Eloise Asylum“ (2017)

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THE ELOISE ASYLUM

(ELOISE | THE HAUNTING OF ELOISE)

Story

 
 
 
Wegen einer Sterbeurkunde verirren sich vier Freunde in eine verlassene Irrenanstalt. Selbstverständlich spukt es darin.

 
 
 


 
 
 

THE ELOISE ASYLUM – Kritik

 
 
 
Immer mal wieder in Horrorfilmen zu sehen: Verlassene Kranken- oder schaurige Irrenhäuser. Letztere ziehen vor allem im Grusel-Genre ihren Reiz daraus, dass dort nicht selten unethische Experimente an ahnungslosen Probanden vorgenommen werden, die in der Regel zum Tod der Patienten führen. Was folgt, kennen gruselerprobte Zuschauer aus dem FF. Kaum stehen genannte Gemäuer leer, manifestiert sich darin das Böse. Da ziehen jene durch Gänge und Flure, die dort grausam ihr Leben lassen mussten und wollen denen an den Kragen, die die Gebäude aus Neugierde erkunden möchten. Auch für den Spukstreifen THE ELOISE ASYLUM trifft ebensolches Gruselmuster zu. Dahinter verbirgt sich mal wieder einer dieser Horrorfilme, dem ein realer Background zugrunde liegt. Die psychiatrische Anstalt im Film namens „Eloise“ gibt es wirklich und befindet sich im amerikanischen Michigan. Im Jahr 1982 wurde die riesige Gebäudeanlage (die sogar über eine eigene Polizeistation, Bäckerei und ein Postamt verfügte) geschlossen. Seither ranken viele Legenden und Schauergeschichten um den stillgelegten Klinik-Komplex, die geradezu prädestiniert dafür sind, daraus was Unheimliches fürs Kino zu drehen.
 
 
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Was man für Geld nicht alles tut. Im Film THE ELOISE ASYLUM (der im Original übrigens ELOISE heißt) erlebt der smarte Jacob Martin (CHACE CRWAFORD) ein Wechselbad der Gefühle. Dessen Vater hat sich mit einem Rasiermesser die Kehle aufgeschnitten, was der Mittzwanziger relativ gefasst aufnimmt. Der Grund dafür offenbart sich recht schnell. Der Vater hat dem Sohn nämlich ein stattliches Erbe vermacht mit dem es sich gut leben lässt. Leider hat die Sache nur einen Haken. Um an das Erbe zu kommen, benötigt der Frauenschwarm den Totenschein seiner verstorbenen Tante, von der er nicht einmal wusste, dass es sie gab. Um den jedoch erhalten zu können, muss er den Behördenweg gehen und die Dokumente beantragen. Weil aber Behördenmühlen bekanntermaßen langsam mahlen, will man sich die Papiere auf schnellerem Wege besorgen. Jacob bricht mit seinen Kumpels einfach in jene Anstalt ein, in der die Tante zu Lebzeiten behandelt wurde. Keine gute Idee, denn dort geht es nicht mit rechten Dingen zu. Leider kommen Ratschläge zu spät. Kaum in die Nervenheilanstalt eingebrochen, erwachen die Seelen jener aus dem Tiefschlaf, die innerhalb der Anstaltsmauern bei einem verheerenden Brand ums Leben gekommen sind. Ein extravaganter Plot – wie wir meinen – den man so vermutlich noch nie zu sehen bekommen hat.
 
 
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Auch Filmemacher müssen mutig sein. Um den Film möglichst gruselig erscheinen zu lassen, drehte man am Originalschauplatz. Die Dreharbeiten zu THE ELOISE ASYLUM erfolgten in genau jener psychiatrischen Heilanstalt im amerikanischen Michigan, die einst mit über 78 Gebäuden zu den größten psychiatrischen Einrichtungen der Welt gehörte. Das lässt die Geschehnisse gespenstiger erscheinen, gerade auch deshalb, weil echte Grundmauern dann doch authentischer wirken als bemalte Kulissen aus Gips und Pappe. Trotz gut gemeinter Absichten, ist THE ELOISE ASYLUM aber kein Gruselkracher geworden. Was nützen atmosphärische Kulissen, wenn man Gebotenes vorausahnen kann. Der Film ist nicht sonderlich originell und spult hastig ab, was man schon in Filmen wie HAUNTED HILL, GRAVE ENCOUNTERS, SESSION 9 oder HOUSE OF DUST zu sehen bekommen hat. Das bedeutet, dass sich die Freunde plötzlich mit der Vergangenheit der Anstalt auseinandersetzen müssen und ins Amerika der 1970er Jahre katapultiert werden. In einer Art Geister-Parallelwelt treffen sie auf Terminator 2-Bösewicht ROBERT PATRICK, der auch hier wieder als Unruhestifter unterwegs ist. Im Namen der Medizin konfrontiert er Insassen mit den eigenen Ängsten und macht dabei nicht vor Folterei halt. Weil fürs Operieren stets frisches Material benötigt wird, müssen die ungebetenen Einbrecher dran glauben. Einige von denen landen auf dem Untersuchungstisch des Herrn Professor, der auch als Geist weiß wie man das Skalpell blutige schwingen muss.
 
 
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Hilfe hier spukt’s – und das nicht gerade einfallsreich. THE ELOISE ASYLUM ist typisch amerikanisches Gruselfutter mit schönen Menschen, Hochglanzoptik und überschaubarer Handlung, die übrigens kaum Schockmomenten parat hält. Stattdessen werden Unglaubwürdigkeiten und Logiklücken aufgetischt. Nun gut, mag so mancher meinen – im Horrorfilm ist das die Regel. Dennoch sollte eine gewisse Grundglaubwürdigkeit vorhanden sein, um Filme überhaupt ernst nehmen zu können. So finden die Protagonisten von THE ELOISE ASYLUM allerhand haarsträubendes Zeug in einer verlassenen Psychiatrie, das da eigentlich nicht hingehören sollte. Schränke mit Patientenakten sind für jedermann zugänglich, Folterfotos von Insassen schmücken Wände und Strom scheint über 30 Jahre nach Anstaltsschließung immer noch aktiv zu sein. Das mutet mehr als seltsam, vor allem auch deshalb, weil der gesamten Gebäudekomplex vom Gesetzeshüter mit Klebeband abgesperrt wurde. Hat man hier nach Polizeiuntersuchungen aus Bequemlichkeit nicht aufräumen wollen? Nur Korrekturlesen kann helfen. Zumindest hätte man dann die offensichtlichsten Filmfehler aus dem Drehbuch radieren können. So läuft die Filmfehlersuche der Gruselei den Rang ab und macht THE ELOISE ASYLUM zum unfreiwilligen Lacher. Shit happens machmal.
 
 
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THE ELOISE ASYLUM – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Nett gefilmter Geisterfilm mit schönen Menschen, vielen Geheimnissen sowie allerhand Filmfehlern und Logiklücken. THE ELOISE ASYLUM (Originaltitel: ELOISE) muss man nicht gesehen haben, denn geboten wird nichts Neues. ROBERTO LEGATO hat den überraschungsarmen Gruselstreifen inszeniert. Bisher konnte der sich als Spezialist für visuelle Effekte bei Filmen wie AVATAR, SHUTTER ISLAND und HUGO CABRET einen Namen machen. Visuelle Effekte sind zwar in THE ELOISE ASYLUM nur selten zu sehen – dafür hinterlässt der Streifen visuell aber einen guten Eindruck. Die Kulisse ist stimmungsvoll, die Kameraarbeit passt und nach 45 Minuten wird auch das Tempo straffer. Nennenswerte Höhepunkte gibt es kaum. Dafür überrascht ein Kurzauftritt von ROBERT PATRICK. Als Gruselsnack für Zwischendurch eignet sich THE ELOISE ASYLUM perfekt. Nachdruck hinterlässt der Film aber keineswegs. Sobald der Abspann über die Mattscheibe flimmert, hat man Gesehenes schon wieder vergessen. Das zeichnet keinen guten Horrorfilm aus.
 
 
 


 
 
 

THE ELOISE ASYLUM – Zensur

 
 
 
THE ELOISE ASYLUM ist Gruselkino wie man es kennt. Das bedeutet in der Regel, dass von schaufreudigen Gemetzel kaum etwas zu sehen ist. In diesen Filmen geht es eher subtil und zurückhaltend zu, was auch für THE ELOISE ASYLUM zutrifft. Eine Spritze wird mehrmals in den Arm einer Insassin gerammt und eine Behandlung mit Stromschlägen gibt es auch zu sehen. Weitaus ungemütlicher: Wie ein Gegenstand in ein Auge gehämmert wird. Hierzulande hat es dafür eine FSK16 gegeben. Ungeschnitten versteht sich.
 
 
 


 
 
 

THE ELOISE ASYLUM – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) SquareOne | Universum Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Eloise; USA 2017

Genre: Horror, Thriller, Grusel

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.40:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 96 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 31.03.2017

 

The Eloise Asylum [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

THE ELOISE ASYLUM – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei SquareOne | Universum Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Haunted Hill (1999)
 
Haunted Hill – Die Rückkehr in das Haus des Schreckens (2007)
 
House of Dust (2013)

Kritik: „The Operator – Eine Marble Hornets Story“ (2015)

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THE OPERATOR – EINE MARBLE HORNETS STORY

(ALWAYS WATCHING: A MARBLE HORNETS STORY)

Story

 
 
 
Einige sensationshungrige Reporter entdecken bei Dreharbeiten in einem Keller merkwürdige Videobänder einer spurlos verschwundenen Familie, auf denen eine dürre Kreatur im Anzug ihr Unwesen treibt. Das Filmteam wittert eine packende Story und forscht nach.
 
 
 


 
 
 

THE OPERATOR – Kritik

 
 
 
Was lehrt uns das Horror-Genre immer wieder? Dass man besser nicht die Nase in fremde Angelegenheiten steckt, denn Neugierde wird oft in dieser Art von Filmen mit einem schrecklichen Ableben bestraft. Manchmal ist es besser, wenn man nicht im Leben fremder Menschen herumschnüffelt, denn gerade im Horrorkino ist das Böse begierigen Hobbydetektiven meist stets einen Schritt voraus – eine Weisheit, die den Freunden in THE OPERATOR – EINE MARBLE HORNETS STORY (Originaltitel: ALWAYS WATCHING – A MARBLE HORNETS STORY) womöglich das Leben gerettet hätte. Die drei Sensationsreporter gehören zu einem regionalen Nachrichtenteam und sind stets auf der Jagd nach möglichst reißerischen Titelgeschichten, um das Interesse der Zuschauer für sich gewinnen zu können. Während den Dreharbeiten zu einer Reportage über Zwangsvollstreckungen entdeckt man bei Streifzügen durch ein verlassenes Haus eine Kiste Videobänder im Keller. Auf denen beobachten die Freunde mysteriöse Dinge. Eine gesichtslose Gestalt im schwarzen Anzug scheint sich an die Fersen jener Familie geheftet zu haben, die bisher im Haus gewohnt hat. Schnell kommt man zu dem Schluss, dass die ehemaligen Eigentümer nicht von der Bank vertrieben wurden, sondern aus Angst vor einer unheimlichen Kreatur freiwillig das Weite gesucht haben. Was folgt, wird für das Reporter-Team kein gutes Ende nehmen. Sie wittern eine Topstory und versuchen das Geheimnis der Videobänder zu entschlüsseln, nichtsahnend, dass sie bald selbst ins Visier des „Operators“ geraten, der den Freunden die letzten Stunden ihres noch jungen Lebens zur Hölle machen wird.
 
 
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Sie sind wieder da: verwackelte Filmaufnahmen, die aus der Ego-Perspektive Horrorgeschichten erzählen. Was täte die Menschheit nur ohne die fiesen Schüttelorgien, die Zuschauer seit BLAIR WITCH PROJECT und PARANORML ACTIVITY regelmäßig zur Verzweiflung treiben? Vermutlich würden Hersteller von Kopfschmerzmedikamenten dann weitaus weniger Umsätze erzielen. Jegliche Kritik über die nicht enden wollende Flut an Found-Footage-Streifen scheint vergebens zu sein, denn die schwindelerregenden Filmdokumente werden wohl auch in den kommenden Jahren nicht von der Bildfläche verschwinden und weiterhin polarisieren. THE OPERATOR – EINE MARBLE HORNETS STORY ist waschechter Found-Footage, wie es im Buche steht und basiert auf der bekannten Webserie MARBLE HORNETS. Das Fanprojekt erfreute sich zwischen 2009 und 2014 im Netz großer Beliebtheit und machte sich dem Internet-Mythos des Slender Mans zu eigen. Weil sich um die Web-Reihe über Jahre eine internationale Fangemeinde gebildet hat, war es nur eine Frage der Zeit, bis das Konzept der Serie ausgeschlachtet und irgendwie gewinnbringend auf die Leinwand gebracht werden musste.
 
 
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Zugegeben, die Macher der Kinoversion wissen wie sie Found-Footage-Fans zufriedenstellen müssen, denn THE OPERATOR – EINE MARBLE HORNETS STORY ist weitaus besser, als der schlechte Ruf jener Gattung Filme. Im Unterschied zur erfolgreichen Internetvorlage geht es in der Spielfilmumsetzung wesentlich flotter zugange, so dass kaum Zeit zum Verschnaufen bleibt. In einer Art Detektivspiel werden die neugierigen Protagonisten von einer Station zur nächsten getrieben und finden Anhaltspunkte, um das mysteriöse Verschwinden der eigentlichen Videotape-Eigentümer rekonstruieren zu können. Verfolgt werden sie dabei von einer gesichtlosen Kreatur im Anzug, die nur auf Videomaterial oder durch die Kamera selbst gesehen werden kann und selbstverständlich nichts Gutes im Schilde führt. Was in THE OPERATOR – EINE MARBLE HORNETS STORY passiert ist letztendlich nicht sonderlich originell. Zu sehen gibt es die fürs Genre bekannten, stets trivialen Schreckmomente (Stichwort: Filmhund!), die trotz Vorhersehbarkeit dennoch zusammenschrecken lassen. Zudem fehlen ebenso wenig Ton- und Bildausfälle, die immer dann auftreten, wenn das Böse mit seinen Opfern abrechnen möchte.
 
 
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Was den Film aber trotzdem über weite Strecken interessant macht, ist der zugrundeliegende Mythos des beängstigenden Slender Mans – ein fiktives Wesen, geschaffen in der modernen Internetkultur, das dank kreativer Nutzer durch Fotos, Videos, Computerspielen und dem Web selbst zu beachtlicher Popularität gekommen ist. Im Film wird die Kreatur schlicht als „Operator“ betitelt. Glücklicherweise wird über deren Herkunft kaum ein Wort verloren, so dass sich immer noch genügend Grauen im Kopf des Zuschauers entwickeln darf, damit dieser Gänsehaut bekommt. Vermutlich dürfte das Kopfkino aber nicht lang Bestand haben. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass finanziell lukrative Horrorfilme in Serie gehen und ihrer Illusionen beraubt werden müssen. Da THE OPERATOR – EINE MARBLE HORNETS STORY genug Potenzial und Substanz für weitere Fortsetzungen besitzt, dürfte es nicht verwundern, wenn auch dieses Franchise so lang gemolken wird, bis es keiner mehr sehen möchte.
 
 
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THE OPERATOR – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Gänsehaut verursachender Angstmacher: THE OPERATOR – EINE MARBLE HORNETS STORY (OT: ALWAYS WATCHING – A MARBLE HORNETS STORY) ist über weite Strecken wirklich gruselig und macht jene Filmfans hellhörig, die sich immer noch nicht an Found-Footage-Streifen sattgesehen haben. Zugegeben, viel Neues gibt es hier nicht zu sehen. Dafür orientiert sich der auf der berüchtigten Webserie MARBLE HORNETS basierende Horrorbeitrag zu sehr am Einmaleins für Wackelfilme aus der Egoperspektive. Interessant macht den Film aber das eigensinnige Filmmonster, über das nicht viele Worte verschwendet wird. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass fehlende Erklärungen meist das Kopfkino des Publikums beansprucht. Das ist auch in THE OPERATOR – EINE MARBLE HORNETS STORY der Fall und wirkt weitaus verstörender, als den Film bis ins Detail zu analysieren und zu erklären, damit der Filmfan ruhig schlafen kann. Kurzum: dieser Streifen gehört zu den besseren Vertretern der Schüttelschocker.
 
 
 


 
 
 

THE OPERATOR – Zensur

 
 
 
Splatter und Gore ist hier Mangelware. Ein Held erhängt sich selbst und wandelt später als lebender Toter durch den Film. Ein anderer Protagonist wird mit einem Gewehr erschlagen. Da in THE OPERATOR – EINE MARBLE HORNETS STORY kaum Gewalt gezeigt wird, hat der Streifen hierzulande auch eine ungeschnittene FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

THE OPERATOR – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) UNIVERSUM PICTURES | SQUAREONE

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Always Watching: A Marble Hornets Story; USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 94 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailershow, Originaltrailer

Release-Termin: 11.12.2015

 

The Operator – Eine Marble Hornets Story [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE OPERATOR – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

(Die Rechte aller Grafiken liegen bei UNIVERSUM PICTURES und SQUAREONE)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Marble Hornets (2009 – 2014)
 
The Slender Man (2013)
 
Smiley (2013)
 
The Den (2014)
 

Filmreview: „Oculus“ (2013)

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OCULUS

Story

 
 
 
In einem mysteriösen Spiegel lauert das Böse. Das antike Sammlerstück manipuliert seine Besitzer und bestraft sie mit einem schrecklichen Tod. Die Geschwister Tim und Kaylie Russell haben das als Kind am eigenen Leib zu spüren bekommen, denn das unheimliche Stück Glas nahm ihnen die Eltern auf gar grausige Weise. Nun, 10 Jahre später wollen sich die beiden Waisen dem Bösen stellen und fordern die diabolische Macht des Spiegels heraus …
 
 
 


 
 
 

OCULUS – Kritik

 
 
 
Spieglein, Spieglein an der Wand, welch grotesken Schrecken bringst du uns demnächst ins Land? Zum Start des Schauerfilms OCULUS wurde in Amerika kräftig die Werbetrommel gerührt, um möglichst viele Horrorfans in die Kinos zu locken, die sich anhand des ansprechend zusammengeschnippelten Filmtrailers einen unheimlichen Gruselabend versprachen. Die Rechnung ging auf und der von MIKE FLANAGAN (ABSENTIA) inszenierte OCULUS konnte bereits am Startwochenende mehr als das doppelte an Herstellungskosten einspielen, was Platz drei der amerikanischen Kinocharts zur Folge hatte. So erfreulich die Nachricht über den überraschenden Erfolg, so enttäuscht die Gesichter vieler Gruselfans, die nach der Vorstellung erzürnt die Kinosäle verliessen, weil sie sich vom Spiegel-Horror etwas ganz anderes erhofft hatten. Schaut man sich den Werbeclip zum Schauermär an ist das auch kein Wunder, suggerieren die Macher einen weiteren MIRRORS, dessen glattgebügeltes Remake im Jahr 2008 vom französischen Splatter-König ALEXANDRE AJA gedreht und von Anhängern der etwas härteren Filmgattung gut angenommen wurde. Splatter sucht der Zuschauer in OCULUS leider vergebens, denn Regisseur MIKE FLANAGAN macht Horror für Jedermann und setzt vermehrt auf subtiles Grauen, damit zartbesaitete Gemüter auch mal wieder in den Genuss unheimlicher Gruselware kommen können, ohne sich gleich übergeben zu müssen.
 
Die Idee zu OCULUS basiert auf den Kurzfilm OCULUS: CHAPTER 3 – THE MAN WITH THE PLAN, den FLANAGAN bereits 2006 abgedreht hatte und von einem Mann erzählt, der beweisen will, dass ein antiker Spiegel ein mysteriöses Eigenleben führt. Für die Spielfilmversion seiner Kurzgeschichte hat er die Idee seines Halbstünders noch einmal überdacht und erweitert. Daraus entstanden ist ein solider Horrorfilm, der gerade aufgrund der unverbrauchten Thematik einen gewissen Unterhaltungswert bietet. OCULUS handelt von den Geschwistern Tim (BRENTON THWAITES) und Kaylie Russell (KAREN GILLAN), die als Kinder Schlimmes erlebt haben und den Mord an Mutter und Vater beiwohnen mussten. Vor allem Bruder Tim hat nach dem Ableben der Eltern kein einfaches Los gezogen. Er landet in einer Jugendheilanstalt, wo er die schrecklichen Kindheitserlebnisse verarbeiten soll. Nach über zehn Jahren Klinkaufenthalt wird er endlich entlassen und von Schwester Kaylie sehnsüchtig in die Arme geschlossen. Viel Zeit zur Freude bleibt den beiden jedoch nicht, denn Kaylie hat durch ihre Arbeit in einem Auktionshaus jenen antiken Spiegel zurückerwerben können, den sie für das damalige Verbrechen an den Eltern verantwortlich macht. Mit dem Bruder im Schlepptau will sie beweisen, dass das alte Möbelstück das Böse beherbergt. Sie kehrt mit Tim in das Haus der Eltern zurück, wo sie die unheimliche Macht des Spiegels herausfordern möchte – aufgestellte Kameras sollen den gespenstigen Spuk aufzeichnen.
 
Eigentlich war OCULUS anfänglich als atmosphärischer Anthologie-Streifen geplant. Dennoch hat sich Macher MIKE FLANAGAN am Ende doch nur für eine Episode in Spielfilmlänge entschieden, obwohl es vermutlich weitaus interessanter gewesen wäre, hätte man die skurrile Vergangenheit der 300 Jahre alten Antiquität in Episodenform erkundet. Stattdessen berichtet Protagonistin Kaylie im Eiltempo vom unheimlichen Erbe des grausigen Spiegels. Der brachte seither jedem Besitzer den Tod; den Grund hierfür hat man sich aber leider für die Fortsetzung aufgehoben. Auch wenn die Geschehnisse rund um OCULUS nicht sonderlich innovativ klingen, so überrascht die fesselnde Erzählmethodik, die FLANAGAN in seinem professionell gedrehten Grusler an den Tag legt. Die Handlung wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Während die erwachsenden Geschwister in der heutigen Zeit das Geheimnis um den mysteriösen Spiegel zu entschlüsseln versuchen, erzählt der Film in Form eines parallelen Handlungsstranges, wie die kindlichen Gegenstücke in der Vergangenheit das erste Mal mit der unheimlichen Kraft der Antiquität in Berührung kommen. Der ständige Wechsel zwischen den Zeitebenen funktioniert geradezu spielerisch und lässt sogar am Ende beide Handlungsstränge miteinander verschmelzen.
 
OCULUS ist geschickt getrickst, wenn auch nicht ganz so gruselig wie eigentlich erhofft. Der Spiegel ist hier der Bösewicht des Films, der zwar stets präsent ist, aber irgendwie nie eine eigene Persönlichkeit entwickelt. Das starre Mordwerkzeug beginnt recht früh mit seiner rastlosen Arbeit die neuen, alten Besitzer anhand fieser Illusionen hinters Licht zu führen. Da verwandelt sich ein Apfel (Grimms Schneewittchen lässt grüßen) ganz geschwind zur Glühbirne, so dass Heldin Kaylie nach einem kräftigen Biss ins vermeintliche Fruchtfleisch über schmerzhaftes Zahnfleischbluten klagt. In einer anderen Szene ergreift der Spiegel Besitz von den Eltern und befielt ihnen Schreckliches zu tun. Die meist schmerzhaften Täuschungen und die Besessenheit der Protagonisten sind hier das Salz in der Suppe, wobei vor allem am Ende selbst der Zuschauer nicht mehr erkennt, was nun eigentlich Realität ist und was der Spiegel ihm und den Helden versucht vorzugaukeln. Mit OCULUS kehrt Regisseur MIKE FLANAGAN zurück zum klassischen Horror, der geschickt mit Licht und Schatten spielt und versucht durch unheimliche Atmosphäre reichlich Unbehagen entstehen zu lassen. Axt und Motorsäge bleiben im Schuppen, stattdessen pulsiert ein allgegenwärtiger Bass aus den Boxen, der allein schon ausreicht um Gänsehaut-Feeling zu verursachen. Auch wenn hundsgemeine Schocks ausbleiben und man am Ende doch schon etwas wehmütig nach Ajas Effekte-Schlacht MIRRORS schielt, ist OCULUS ein kurzweiliger und charmanter Horrorfilm für Zwischendurch. Für den Horror-Trohn reicht es aber leider nicht.
 
 
 


 
 
 

OCULUS – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Raffiniert getrickster Spiegel-Horror für Freunde des gepflegten Gruselns. Hier haben Splatter-Fans Sendepause, denn Regisseur MIKE FLANAGAN bringt den klassischen Horror zurück auf die Leinwand. OCULUS punktet mit unverbrauchter Idee, dichter Atmosphäre und geschickter Erzählmethodik, die man in derart Form bisher nur selten im Horrorfilm erleben durfte. Leider verspricht der Trailer mal wieder viel zu viel und führt den Zuschauer unnötig in die Irre. Der vermutet nämlich einen fiesen Horror-Trip in der Machart von Ajas MIRRORS. Zwischen Alexandre Ajas bitterbösem Remake und dem hier vorliegenden OCULUS liegen jedoch Welten, denn selbstzweckhafte Gewalt und ausuferndes Morden sucht man hier vergebens. OCULUS ist Horror der alten Schule, ohne übertriebenes Blutgemetzel und somit auch für empfindsame Gemüter geeignet.
 
 
 


 
 
 

OCULUS – Zensur

 
 
 
Die Gewalt hält sich bei OCULUS in Grenzen. Es gibt hier kaum Gewaltmomente zu sehen. Immerhin darf am Ende etwas Blut fließen, denn da wird einer Protagonistin der Hals mit einer Beil-artigen Konstruktion durchtrennt. Das hat für eine ungeschnittene FSK16 gereicht.
 
 
 


 
 
 

OCULUS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universum Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Oculus; USA 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.35:1, @24 Hz (1080p)

Laufzeit: ca. 104 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Making of, Deleted Scenes, Original Kurzfilm, Audiokommentar von Mike Flanagan und Trevor Macy, Trailer

Release-Termin: 05.12.2014

 

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OCULUS – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Mirrors (2008)
 
Poltergeist 3 (1988)
 
Candyman’s Fluch (1992)
 
Bad Dreams (1988)
 

Filmreview: „Nurse 3D“ (2013)

Nurse 3D 2013
 
 
 

NURSE 3D

Story

 
 
 
Abby (Paz de la Huerta) ist ein ganz böses Mädchen. Sie arbeitet tagsüber als Pflegerin in einem Krankenhaus und schlüpft am Abend in die Rolle der kaltblütigen Rächerin, deren Lebenssinn darin besteht gerissene Ehebrecher in den Tod zu treiben …
 
 
 


 
 
 

NURSE 3D – Kritik

 
 
 
Was zeichnet eine gute Krankenschwester aus? Natürlich Diskretion, Einfühlungsvermögen und fachliche Kompetenz. Da wir auf FILMCHECKER jedoch ausschließlich böse Machwerke besprechen dürfte wohl nahe liegen, dass solche Qualifikationen in Genrefilmen wohl eher nebensächlicher Natur sind. Hier zählt stattdessen Optik, Kampfgeist und Überlebenswillen, passiert es doch im Horrorfilm nicht selten, dass männliche Protagonisten fleißigen Krankenschwestern eher an Wäsche oder Kehle wollen, als sich von ihnen fachgerecht untersuchen zu lassen. NURSE 3D heißt der neue Krankenhaus-Horror Made in Amerika, der schon seit geraumer Zeit Werbung mit nackten Tatsachen betreibt. Schauspielerin und Model PAZ DE LA HUERTA (ENTER THE VOID) hat sich nämlich nicht nur für das Filmplakat nackig gemacht; sie scheint auch im Film keinerlei Hemmungen davor zu haben textilfrei vor der Kamera zu posieren. Groteskerweise trägt sie dabei aber stets hochhackige High Heels – vermutlich, um sich nicht ganz so nackt zu fühlen.
 
PAZ DE LA HUERTA spielt hier die begehrte und charismatische Abby, die eine feindselige Haltung gegenüber Männern besitzt und sich hauptsächlich für die Belange betrogener Frauen einsetzt. Selbige scheinen oftmals gar nicht zu wissen, welch widerwärtiges Spiel der Gatte hinter dem Rücken der Liebsten veranstaltet, wenn die brave Ehefrau tagsüber ihrer Arbeit nachgeht. So lässt die selbsternannte Richterin stets im richtigen Moment ihre Reize spielen und erreicht dabei immer, dass der schwarzen Witwe die Männer wie Fliegen ins Netz gehen. Im Namen aller Frauen wird dann nach Lust und Laune gerichtet. Da wird hier ein Unfall inszeniert, dort ein Mann vom Dach eines Hochhauses geschubst, als wäre es in dieser Welt selbstverständlich Ehebrecher mit dem Tod zu bestrafen. Doch auch böse, herzlose Mädchen sind nicht vor Amors Liebespfeil sicher. Der trifft Abby just in jenem Moment, als der gemeingefährlichen Serienkillerin die schöne Danni (KATRINA BOWDEN) über den Weg läuft. Die ist noch recht neu im Schwestern-Beruf und klammert sich an die taffe Abby ohne zu wissen, dass ihre neue beste Freundin eine ziemlich kranke Psychopathin ist.
 
Es gibt Horror-Themen, die wiederholen sich immer und immer wieder. NURSE 3D ist blutiger Psychopathen-Horror, der sich der beliebten Rezeptur vom vermeintlich liebenswerten Mädel bedient, hinter deren friedliebender Fassade sich das abgrundtief Böse versteckt. Filme wie ONE HOUR PHOTO (2002), das versemmelte STEPHFATHER-Remake (2009) oder der Teenie-Thriller FEAR mit MARK WAHLBERG aus dem Jahre 1996 haben mal mehr mal weniger packend bebildert, dass sich selbst hinter dem unschuldigsten Gesichtlein, dass personifizierte Böse verstecken kann und es oftmals weder Maske oder Schlachtwerkzeug bedarf, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Trotz manchmal wirklich gruselig umgesetzter Thematik – Filme über schizophrene Irre, die geheimnisvolle Doppelleben führen, gibt es mittlerweile zu Genüge. Das neue Werk von Regisseur DOUGLAS AARNIOKOSKI revolutioniert das Psychopathen-Genre in keiner Weise, besitzt aber gut durchdachte Wendungen, ein sauber geschriebenes Drehbuch und viel Gore und Splatter, damit sich der Horrorfan zufrieden in seinen Filmsessel lehnen kann.
 
NURSE 3D folgt selbstverständlich den gleichen Regeln wie all die anderen Streifen dieser Filmgattung. Da geschehen allerhand mysteriöse Morde, deren Aufklärung irgendwie niemanden so wirklich interessieren will. Der Heldin wir eine neue mysteriöse Freundin zur Seite gestellt, deren Geheimnis es gilt aufzudecken. Die kleidet sich zwar hin und wieder auffallend erotisch, spricht aber seltsamerweise nie von und über ihre männlichen Liebschaften. Warum wird schnell klar, denn die eigensinnige Fremde hat nur Augen für die Heldin der Geschichte, die sich bald etwas arg bedrängt von den Annäherungsversuchen und Eifersüchteleien der ihr sympathischen Kameradin fühlt. Wie es bei Psychopathen üblich ist, sind die Beweggründe für das komische Verhalten in der Kindheit zu suchen, schließlich wird abnormales Handeln im Horrorfilm stets mit quälenden Traumata gerechtfertigt. Was folgt ist das obligatorische Horror-Einerlei: Das Doppelspiel der Psychopathin wird entlarvt, die Bloßgestellte verliert den Bezug zur Realität und richtet ein derbes Massaker an.
 
Während anfänglich nur Ehebrecher den Filmtod sterben müssen, sticht die schizophrene Abby am Ende wahllos und beliebig zu. Die Unschuldigen müssen dran glauben und sowohl Patienten als auch Ärzte werden auf gar blutreiche Weise in den Filmhimmel transportiert. Ein reißerischer 3D-Effekt unterstreicht hierbei den Spaßfaktor, denn wenn Blut dreidimensional von der Leinwand tropft, freut sich das Horrorherz. Ähnlich wie im Slasher-Neuaufguss zu MY BLOODY VALENTINE (2009) fliegen dem Horrorfan die Mordwerkzeuge in NURSE 3D sprichwörtlich um die Ohren. In Kombination mit allerhand greifbar nackter Tatsachen wird der Horror-Thriller zumindest für den männlichen Genrefreund zu einer spaßigen Angelegenheit. Leider schmälert die platte 2D-Variante die Freude am Horror erheblich. Denn was der dreidimensionale Schabernack geschickt zu kaschieren versteht, wirkt ohne 3D-Brille billig und unfertig. Hier verliert das blutige Massaker einen Teil seiner reizvollen Wirkung, denn die meisten der harten Effekte kommen aus dem Computer und erinnern in ihrer Machart an das Pixelgewitter aus der trashigen WRONG TURN-Reihe.
 
Auch wenn Splatter ausreichend vorhanden aber etwas an Qualität missen lässt und die Geschichte von der geheimnisvollen Psychopathin nicht gerade vor Innovationen und Ideenreichtum strotz, sei NURSE 3D allen Fans böser Filme ans Herz gelegt. Die Klischees über Krankenhäuser und dessen Personal werden in AARNIOKOSKIS Psycho-Splatter-Ding derart überspitzt durch den Kakao gezogen, dass man das ganze Szenario trotz Abbys blutreichen Racheakte partout nicht ernstnehmen kann. Hier tragen Krankenpflegerinnen ausschließlich Strapse, Pumps und knappe Uniformen bei der Arbeit und der untersetzte Chefarzt baggert grundsätzlich attraktive Kolleginnen an und hat damit auch noch Erfolg. Man sollte über die ganzen pubertären Dummheiten des Films nicht nachdenken, denn hohe Filmkunst will NURSE 3D auch nicht sein. Apropos Filmkunst: Es bedarf schon ein gewisses Können einen Film zu drehen, den man so schon dutzende Male gesehen hat und der sich den typischen Stereotypen, Klischees und Regeln des modernen Horrorkinos bedient, ohne dabei überhaupt eine Minute langweilig zu sein. NURSE 3D hat keinerlei Längen, was aufgrund der austauschbaren und überraschungsarmen Handlung schon als Kunststück zu bezeichnen ist.
 
Natürlich gelingt der Antagonistin am Ende die Flucht und der Film endet mit Hoffnung auf Nachschub. Ein solcher Abschluss dürfte nach scheinbar endlosen Horror-Serien wie der legendären FREITAG DER 13.-Reihe vermutlich keinen Filmfan mehr wundern, gehört es doch mittlerweile zur Gesetzmäßigkeit im Horrorbereich, dass das Böse am Ende überlebt um startklar für Runde zwei sein zu können. Im Fall von NURSE 3D wäre es auch fatal gewesen jene Regeln zu brechen. Denn Schauspielerin PAZ DE LA HUERTA hat mit ihrer Verkörperung der psychopathischen Abby einen wirklich göttlich kultigen Filmkiller geschaffen. Wir warten schon ganz geduldig auf die Fortsetzung …
 
 
 


 
 
 

NURSE 3D – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
In NURSE 3D wird dem Zuschauer vor lauter Splatter und sexy Kurven ganz schwindelig. Hier sieht eine Krankenschwester rot, die sich dreidimensional mit Skalpell und Tupfer durch das Fleisch skrupelloser Ehebrecher arbeitet. Männer werden in NURSE 3D zu primitiven Begattungsmaschinen deklariert, deren Jagd- und Sammlertrieb immer dann groteske Ausmaße findet, wenn sich die weiblichen Protagonisten des Streifens ihre Arbeitsuniformen überstreifen. Die erfüllt natürlich nicht den Zweck für den sie eigentlich gedacht ist, sondern dient nur als sexy Accessoires, um die weiblichen Proportionen besser in Szenen zu setzen. Bei soviel purer Erotik empfehlen wir vor Sichtung genügend eisgekühlte Getränke bereitzustellen. Die sind auf jeden Fall hier unabdinglich, denn NURSE 3D ist mit Abstand der heißeste Horrorschocker seit Jahren.
 
 
 


 
 
 

NURSE 3D – Zensur

 
 
 
NURSE 3D fängt harmlos an und steigert sich in Sachen Härte konsequent. Am Ende verteilt sich das pixelige Blut recht großzügig über die Leinwand, so dass NURSE 3D hierzulande von der FSK die höchste Freigabe erhalten hat. NURSE 3D ist mit dem roten KEINE JUGENDFREIGABE-Sticker in den Handel gekommen.
 
 
 


 
 
 

NURSE 3D – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Amaray – UNIVERSUM FILM

 
 
 
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(c) Limitiertes Steelbook – UNIVERSUM FILM

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Nurse 3D; USA 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.40:1 – @24 Hz (1080p)

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover, limitiertes Steelbook

Extras: Making of Featurettes, Originaltrailer, Audiokommentar des Regisseurs, Trailershow, 3D-Version

Release-Termin: 10.10.2014

 

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NURSE 3D – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Crush – Gefährliches Verlangen (2013)
 
Misery (1990)
 
One Hour Foto (2002)
 
Swimfan (2002)
 
Obsessed (2009)
 
The Roommate (2011)
 
Mr. Brooks – Der Mörder in Dir (2007)
 
Eine verhängnisvolle Affäre (1987)