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Filmreview: „Dead Shadows“ (2012)

Dead-Shadows
 
 
 

Dead Shadows

Story

 
 
 
Wenn in Filmen Kometen der Erde etwas zu nah geraten, bedeutet das oftmals nichts Gutes für die Beteiligten des Szenarios. So muss auch der kleine Chris die Erfahrung machen, dass einer dieser Himmelskörper für den Tod seiner Eltern verantwortlich sein muss. Denn während ein Halleyscher Komet an der Erde vorbeizieht, scheint dieses Himmelsspektakel für einige Menschen den unweigerlichen Tod zur Folge zu haben. 11 Jahre später. Chris ist zu einem adretten Teenager herangewachsen und wird regelmäßig von Angstzuständen geplagt. Da kreuzt erneut ein Komet die Umlaufbahn der Erde. Grund genug für die Menschen der Pariser Innenstadt sich mit allerhand Weltuntergangs-Theorien zu verwirren. Hierbei sprießen skurrile Kometen-Partys wie Pilze aus dem Boden, auf welcher sich alsbald auch Chris wiederfindet. Anfänglich noch guter Laune, beginnen sich einige der anwesenden Gäste auf merklich groteske Art in etwas Nichtmenschliches zu verwandeln. Ehe sich Chris versieht, ist die gesamte Straße mit etwas wahrlich Bösen infiziert, dass sich unweigerlich seinen Weg durch die engen Gassen der verträumten Metropole bahnt …
 
 
 


 
 
 

Dead Shadows – Kritik

 
 
 
Wenn in weltweiten Foren Gerüchte die Runde machen, dass die Franzosen an einem neuen Genre-Werk tüfteln, dürfte flink ein euphorischer Jubelschrei die Runde machen und sich Horrorfilmfans einmal mehr gierig danach die Hände reiben, in der Hoffnung bald wieder mit deftig schonungsloser Gewalt unterhalten zu werden. Nach Filmen, wie „High Tension„, „Inside“ und Konsorten haben unsere europäischen Nachbarn bewiesen, dass heftiges Terrorkino schon längst nicht mehr zwangsläufig aus Übersee kommen muss. Auch Frankreich scheint unlängst den Nerv der Zeit erkannt zu haben und versucht sich in einer bemerkenswerten Regelmäßigkeit mit durchweg ansprechenden Genre-Filmchen international zu behaupten. Hierbei haben drei französische Regie-Newcomer die Regeln des Horrors im 21. Jahrhundert maßgeblich vordiktiert, wobei sich von deren Schaffen vor allem amerikanische Filmemacher maßgeblich haben inspirieren lassen. Die Franzosen „Alexandre Aja“, „Xavier Gens“ und „Pascal Laugier“ haben durch ihr knüppelhartes Extremkino die Messlatte in Sachen Horror enorm nach oben getrieben, sodass gerade die Nachfolger der neuen französischen Filmgarde so ihre Probleme besitzen, der in Fankreisen bedingungslos geschürten Erwartungshaltung überhaupt gerecht werden zu können. Somit machte sich in den vergangenen Jahren ein merklich qualitativer Verschleiß des eigentlich so hochgelobten, französischen Genre-Kino bemerkbar, sodass Filme wie „Die Horde„, „Mutants“ und „Caged“ kaum bis gar nicht Beachtung beim internationalen Horrorpublikum fanden und rasch in der Bedeutungslosigkeit verschwanden.
 
Auch der kommende „Dead Shadows“ hat ein wahrlich schweres Los gezogen, soll er nun ebenso das bedeutsame Erbe seiner wegweisenden Vorgänger antreten und einmal mehr beweisen, dass französisches Genrekino noch lange nicht ausgedient hat. Regie-Neuling „David Cholewa“ hat sich hierbei jedoch keinen wirklichen Gefallen getan, denn selbst von den teilweise unzulänglichen Qualitäten jüngst erschienener, französischer Genre-Produktionen ist sein notdürftig zusammengeschusterter Science-Fiction Nonsens meilenweit entfernt. So wirklich stimmen will hier rein gar nichts mehr. Nach einem optisch ansprechenden Einstieg, bei dem der Zuschauer dem Flug eines Kometen durch das All beiwohnen darf, geht es mit „Dead Shadows“ bereits merklich bergab. Das mag vordergründig daran liegen, dass der Film nur selten homogen wirkt und die Geschichte letztendlich kaum einen Sinn ergibt. Nachdem Protagonist Chris (Fabian Wolfrom) eine zweckmäßige Charakterisierung erfahren durfte, wird dieser auch gleich in eine vollkommen an den Haaren herbeigeführten Handlung verfrachtet. Hierbei lernt er die taffe Claire kennen, die einzig dafür in die belanglose Geschichte geschrieben wurde, um Chris auf eine feuchtfröhliche Privatparty zu „locken“, welche letztendlich den Auftakt für ein unausgegorenes Splatterfest bildet. Warum Regisseur und Drehbuchautor „David Cholewa“ fast die Hälfte der knappen Filmlaufzeit von gerade einmal 77 Minuten dafür investiert, eine vollkommen sinnentleerte Anbandelei zwischen den beiden Protagonisten zu konstruieren, die eigentlich vollkommen substanzlos bleibt und keinen relevanten Sinn für den Fortgang der Geschichte besitzt, verstehe wer will. Claire segnet ab Filmmitte vollkommen uninspiriert das Zeitliche, wobei Cholowa ersichtlich darum bemüht war, ihr einen halbwegs spektakulären Filmtod zu spendieren. Ihr Ableben läutet eine ziemlich groteske „Melt“-Orgie ein, die zwar durchaus ihre Momente besitzt, aber den Film dadurch auch nicht besser macht.
 
Da zerfließen Gesichter und aus scheinbar friedliebenden Menschen, werden reißende Bestien, aus deren Gliedmaßen furchterregende Tentakel platzen. Das dürfte vor allem Freunde einer gewissen Videospielreihe erfreuen, in welcher ein mutierter T-Virus dafür verantwortlich gemacht wird, dass sich die Anhänger einer mysteriösen Sekte in todbringende Tentakel-Monster verwandeln. Scheinbar hat „David Cholewa“ die Szenarie des Videospiels „Resident Evil 4“ derart ausführlich studiert, sodass sein „Dead Shadows“ gegen Ende sich unweigerlich zu sehr in die riesige Welt eines „Resident Evils“ verirrt und dabei vollkommen vergisst, eine eigenständige Geschichte zu erzählen. Überhaupt findet „Dead Shadows“ keinen wirklichen roten Faden. Die Geschichte bedient sich allerhand erfolgversprechenden Genre-Zutaten, wirkt aber dabei stets unbeholfen und vollkommen unstrukturiert. Da verschmelzen Elemente aus bekannten Weltuntergangs-Zombie-Szenarien mit klassischem Carpenters „The Thing„-Zitaten und ekelerregender „Street Trash„-Bodymelt verbindet sich mit bluttriefender Splatterkost.
 
Leider wirkt der ambitionierte Zutaten-Cocktail teilweise zu überladen, sodass man als Zuschauer das Gefühl nicht loswerden möchte, vollkommen die Orientierung verloren zu haben. Immerhin wissen die wenigen Spezialeffekte zu überzeugen. Zeugten diese im Trailer noch von mangelnder Fingerfertigkeit, so hat man sich scheinbar die Kritik der Filmfans zu Herzen genommen und an der Umsetzung gearbeitet. Die CGI-Shots wirken überzeugend, vermitteln aber dennoch den Eindruck, als wäre das gesamte Produktionsbudget allein nur in die grafisch ansprechenden Effekt-Szenen geflossen. Vermutlich auch ein Grund dafür, warum das Drehbuch selten über das Niveau bekannter RTL Daily-Soaps hinausreicht. Die Kosten für einen anständigen Skript- und Drehbuchschreiber wären vermutlich explodiert, wobei selbst der talentierteste Drehbuchautor kläglich daran gescheitert wäre, all die merklich unlogischen Zulänglichkeiten aus der dreist zusammengeklauten Geschichte zu korrigieren.
 
Dead Shadows“ wirkt von Anfang bis Ende unfertig. Die Geschichte ist vollkommen unklar, Erklärungsversuche über den Sinn des gesamten Trubels sucht man hier vergebens. Hinzukommt, dass die wenigen Protagonisten vorwiegend improvisieren, anstatt zu interagieren. Das Drehbuch ist eine einzige Katastrophe und äußert sich durch wirre Gedankenfetzen, die den Hauptcharakter „Chris“ von einem Schauplatz zum nächsten hetzen lassen. Zudem scheint ein wahrliches Genie am Tonmischpult gesessen zu haben, das unweigerlich daran Spaß gehabt haben muss, den diversen Schlägen, Hieben und Tritten im Film einen besonderen Comic-ähnlichen Tonschlag einzuverleiben, der dem Film eine unfreiwillige Komik beschert. Hinzukommt, dass die vollkommen amateurhafte deutsche Synchronisation bereits nach nur wenigen Minuten durchaus zu nerven beginnt, aber immerhin treffend den Qualitätsgehalt des Films zu unterstreichen weiß. Trotzdem, auch wenn sich diese Kritik ziemlich negativ liest, so besitzt „Dead Shadows“ ein ziemlich überraschendes Tempo, dass gerade Liebhaber trashiger und sinnentleerter Unterhaltung gefallen dürfte. Dennoch mehr als ein kleiner, anspruchsloser Snack für Zwischendurch ist „Dead Shadows“ leider nicht geworden.
 
 
 


 
 
 

Dead Shadows – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Horrorschnellschuss mit ansprechenden Effekten, aber null Story!
 
 
 


 
 
 

Dead Shadows – Zensur

 
 
 
Die deutsche Heimkino-Fassung ist mit der „Keine Jugendfreigabe„-Kennzeichnung vollkommen ungeschnitten. Der Film selbst ist hierbei jedoch in seiner ungeschnittenen Version bereits für Jugendliche ab 16 Jahren geeignet. Vermutlich ist die 18er-Freigabe auf das Bonusmaterial der Heimkinofassung zurückzuführen.
 
 
 


 
 
 

Dead Shadows – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Dead Shadows Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dead Shadows; Frankreich 2012

Genre: Horror/Thriller

Ton: Deutsch + Französisch DTS-HD 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1080p/24, 2.35:1

Laufzeit: ca. 76 Min.

FSK: keine Jugendfreigabe

Verpackung: Edle, schwarze Amaray mit Wendecover

Extras: Teaser, Trailer, 30-minütiges Interview mit dem Regisseur (dt. UT), kurzer Einblick in die Spezialeffekte, Deleted Scenes

 
 
 
Über die Qualität der Blu-ray gibt es nichts zu meckern. Das Bild ist ordentlich und der Ton ebenso. Nur die Synchronisation wirkt billig und lieblos. Die Schärfe ist für einen Film dieser Kategorie entsprechend knackig und weiß durch eine Detailgenauigkeit zu überzeugen.
Extras machen sich dennoch rar. Es gibt einen kurzen Einblick in die Spezialeffekte, die kurz bebildern, wie man die diversen CGI-Effekte mittels Bluescreen-Verfahren realisieren konnte. Zudem hat sich ein ca. 30-minütiges Interview mit Regisseur David Cholewa auf die Blu-ray verirrt, dass löblicherweise mit deutschen Untertiteln ausgestattet wurde. Einige Trailer und Deleted Scenes runden das Gesamtpaket ab. Zwar nicht viel, aber immerhin durchaus informativ. Neben der DVD und einer Blu-ray kann der Film auch als 3D Blu-ray erworben werden.
 
 

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Dead Shadows – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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