Filmkritik: „Hunter Hunter“ (2020)

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HUNTER HUNTER

Story

 
 
 
Nach einigen beunruhigenden Funden muss eine abgeschieden im Wald lebende Familie drastische Entscheidungen treffen.
 
 
 


 
 
 

HUNTER HUNTER – Kritik

 
 
Auf Deutsch übersetzt hört die dritte Regiearbeit des kanadischen Regisseurs Shawn Linden auf den Namen „Jäger Jäger“, also der Jäger des Jagenden, und damit werden die später folgenden, sich wechselnden Machtverhältnisse dieses herrlich abgefuckten Streifens auch schon effektiv angedeutet – doch alles der Reihe nach.
 
 
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In der Abgeschiedenheit der bergigen, dicht bewaldeten, idyllischen kanadischen Landschaft leben Anne, Joseph und Renee ein ruhiges und toughes Leben zwischen Bärenfallen und Fellhandel, doch da die Geschäfte nicht laufen und ein Wolf vor der Tür zu wildern scheint, möchte Anne dass ihre mittlerweile 13-jährige Tochter doch in der Stadt aufwächst und zur Schule geht. Familienoberhaupt Joseph hingegen scheint gelinde gesagt von der alten Schule und vom „harten Schlag“ zu sein, was sich in wortkarger, implizit definitiv sturrsinniger, wenn nicht toxischer Maskulinität ausdrückt.
 
 

„Nothing pushes us out of our home.“

 
 
Hauptdarsteller Devon Sawa kann man dabei z.B. aus der Final Destination-Reihe oder auch dem Halloween-Kulthit „Idle Hands“ kennen, seine Frau wird von Camille Sullivan (Butterfly Effect, Sea Beast, The Traveler) gespielt, die Tochter des Paares von Summe H. Howell, die Genrefans noch aus den jüngsten beiden Filmen der Chucky-Reihe im Kopf haben dürften. Alle drei spielen sie angespannt, menschlich und realistisch genug um das Szenario zum Leben zu erwecken, was dank weniger Locations außerhalb des Walds und der Hütte sowie eines sehr überschaubaren Casts auch bitter nötig ist. Doch nicht nur aufgrund des Schauspiels, sondern auch aufgrund des schnell etablierten und nachvollziehbaren Konflikts kommt hier keine Langweile auf – natürlich will Anne ihr Zuhause auch nicht aufgeben und hat sich auch bewusst für eine isolierte Existenz entschlossen, doch sind ihre Existenzängste, nicht zuletzt aufgrund des Wolfs vor der Tür, nicht berechtigt?
 
 

„Tell momma I’m home after dark.“

 
 
Statt sich lange mit der Alltagsroutine oder den Beweggründen der Familie aufzuhalten, bricht Joseph stattdessen nach kurzer Zeit auf, den Wolf zu finden – und findet ihn tatsächlich in Rekordzeit. Doch weitere Spuren führen zu einem Fund, der höchst unerwartet ist und auf etwas deutlich Sadistischeres hindeutet, als auf einen Wolf. Und so ist also keine halbe Stunde vergangen und das Interesse des Zuschauers dürfte geweckt sein, doch als wäre das nicht genug folgt unmittelbar danach auch noch eine höchst mitreißende und unerwartet emotionale kleine Szene, in der die Beschützerinstinkte einer Mutter höchst glaubhaft und fesselnd verkörpert werden,was Sullivan mit aller Intensität zu spielen weiß.
 
 
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Abseits davon stellt sich nun langsam aber sicher der Eindruck eines zwar unterhaltsamen und teils sogar witzigen, aber eben auch recht gemütlichen Films ein, der nicht gerade vor Spannung oder Action explodiert – was kein wirklicher Kritikpunkt ist, aber einige sicher anders erwarten könnten. Nachdem Joe nämlich eine weitere Nacht alleine im Wald verbringt um weiter zu jagen, macht auch Anne unweit vom Haus eine beunruhigende Entdeckung und kontaktiert die lokalen Behörden, die sich allerdings wenig beeindruckt zeigen. Was mir an diesen Szenen besonders gefallen hat ist, dass sie nicht nur der Haupthandlung dienen und demnach schnell abgehandelt werden, sondern dass diese eigentlich unwichtigen Nebencharakter auch ihre eigenen kleinen Bögen und Motivationen haben, was für einen charakterstarken Unterhaltungsfaktor sorgt.
 
 
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Nachdem die Fallen alle ausgelegt, die Fährten angedeutet, die Stärken gezeigt und die Leitthemen grob etabliert wurden, ist es kurz nach der Hälfte des Films dann ein letzter Fund, der die Handlung relativ zügig zur Eskalation und zum Höhepunkt treibt – und meine Güte, ich kann nicht genug betonen wie wunderbar gnadenlos, bösartig, abgefuckt und charmant dieses Finale doch ist. Es kommt nicht aus dem Nichts, es ergibt Sinn, wenn man drauf achtet kann man es auch durchaus weiter deuten, problematisch oder clever finden – aber ein wenig wirkt es trotzdem so, als hätte man den Film um diese herrliche Szene drumrum geschrieben. Ohne noch irgend ein weiteres Wort über diesen solide inszenierten, gut aussehenden aber nicht sonderlich hübschen, kurzweiligen aber nicht besonders schnellen, interessanten aber nicht immer spannenden, sowie mit Genre-Elementen versehenden, aber nicht eindeutig der Horror, Thriller oder Mystery-Schiene folgenden Film zu verlieren, hier eine kleine Empfehlung für schnörkellose, wenngleich auch etwas gemächliche 90 Minuten. Wer hier bei den Credits nicht breit grinst, der hat wohl schon vorher abgeschaltet – aber es lohnt sich, wirklich.
 
 


 
 
 

HUNTER HUNTER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Sympathischer, charmanter, technisch stimmiger Thriller/Horror/Mystery-Hybrid mit guten Performances, interessanter Thematik und ikonischem Ende.
 
 


 
 
 

HUNTER HUNTER – Zensur

 
 
 
„Hunter Hunter“ ist in Deutschland ungeschnitten und frei ab 18 Jahren zu haben.
 
 
 


 
 
 

HUNTER HUNTER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Koch Films (Blu-ray im KeepCase)

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(c) Koch Films (4K-UHD + Blu-ray im Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Hunter Hunter; Kanada | USA 2020

Genre: Thriller, Drama, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 93 Minuten

FSK: FSK18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase | Mediabook

Extras: Interviews, Trailer | zusätzlich im Mediabook: Film auf UHD-Disc, Booklet

Release-Termin: KeepCase + Mediabook: 28.04.2022

 
 

Hunter Hunter [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

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HUNTER HUNTER – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Koch Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Prey (2019)
 
Demigod – Der Herr des Waldes (2021)
 

Filmkritik: „Cult of Chucky“ (2017)

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CULT OF CHUCKY

Story

 
 
 
Die Killerpuppe Chucky ist wieder da. Die treibt nun in einer psychiatrischen Anstalt ihr Unwesen und hat es auf Patientin Nica Pierce (FIONA DOURIF) abgesehen, die dem fiesen Bösewicht vor einiger Zeit schon einmal das Handwerk gelegt hat.

 
 
 


 
 
 

CULT OF CHUCKY – Kritik

 
 
 
Was waren die 1980er kreativ und abwechslungsreich. Da hat man sich was getraut und mit einfallsreichen Spezialeffekten Horrorfans Freudentränen beschert. Zu einer dieser Trick-Meisterleistungen gehört zweifelsohne die Auferstehung der Mörderpuppe Chucky, die sich vermutlich gerade wegen ausgeklügelter Tricktechnik über die Jahrzehnte zum Lieblingskiller unter Horrorfans gemausert hat. Knapp 30 Jahre nach dem ersten Leinwandauftritt ist der Plastikkiller immer noch in aller Munde und auch immer noch nicht totzukriegen. So wurde der Antiheld über die Jahre verbrannt, erschossen, in Stücke zerteilt und sogar eingeschmolzen. Dennoch kam der Mörderwicht immer wieder zurück, was vermutlich auch auf die Beliebtheit der Horror-Kreatur zurückzuführen sein dürfte. Mittlerweile gehen die Geschichten rund um Chucky und seine mehr oder weniger zähen Opfer bereits in die siebte Runde. Darin mutet man dem Zuschauer Neuerungen zu, die das langlebige Franchise dringend nötig hat.
 
 
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Um dem nunmehr siebten Abenteuer des Plastikkillers folgen zu können, sollte man den Vorgänger gesehen haben. CULT OF CHUCKY knüpft nämlich genau da an, wo CURSE OF CHUCKY geendet hat und zeigt, wie sich die im Rollstuhl sitzende Nica Pierce (FIONA DOURIF aus ARBOR DEMON) ihren Ängsten stellen muss. Die wurde in eine psychiatrische Anstalt für geisteskranke Straftäter eingeliefert, weil ihr niemand Glauben schenken möchte, dass eine Puppe viele Menschen im Teil zuvor getötet hat. Nach vier Jahren Aufenthalt ist die Patientin aber zum Entschluss gekommen, dass sie wohl selbst das Massaker an der eigenen Familien begangen hat und nicht die von einem Serienkiller besessene Puppe Chucky. Leider passieren – als habe man es geahnt – plötzlich wieder seltsame Dinge. Alles beginnt mit einer neuen Therapiemethode bei der die traumatisierte Nica mit der Vergangenheit konfrontiert werden soll. Doch der neue Heilungsansatz nimmt schnell blutige Ausmaße an. Die bösartige Horrorpuppe hat nämlich einen Weg gefunden, wie sie der ohnehin schon verstörten Heldin das Leben zur Hölle machen kann und hinterlässt dabei eine grausame Spur der Verwüstung. Gott sei Dank ist Andy Barclay (ALEX VINCENT) zur Stelle. Der bekam die finsteren Machenschaften des Mörderwichts bereits in Kindertagen zu spüren und will nun der inhaftierten Nica helfen. Hoffentlich kommt er da nicht zu spät, denn wer die Chucky-Filme gesehen hat weiß, dass die Killerpuppe zäh, hartnäckig und einfallsreich ist.
 
 
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Kleiner Mann ganz groß. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet mit CULT OF CHUCKY ein neues Kapitel in der langlebigen Chucky-Saga aufgeschlagen wird. Der mittlerweile siebte Teil geht andre Pfade und lenkt die Reihe damit in eine neue Richtung. Die Mörderpuppe hat endlich einen Weg gefunden in andere Körper zu schlüpfen und muss nun nicht mehr zwangsläufig im alten Puppenkadaver das Killer-Dasein fristen. Das öffnet dem beliebten Puppenfranchise neue Türen und bringt frischen Wind in die allmählich nicht mehr ganz so frische Horror-Serie, die im Jahr 1988 mit für damalige Verhältnisse ausgefeilter Puppenmechanik Millionen Kinofans das Fürchten lehrte. Doch damit nicht genug. CULT OF CHUCKY bleibt seiner Gruselrichtung treu. Die wurde bereits im Vorgänger CURSE OF CHUCKY eingeschlagen, weil es Horrorfans nach eher komödiantischen Ablegern der Horror-Serie so wollten. Zu sehen gibt es sterile Psychiatrie-Atmosphäre, gorige Splatter-Momente und jede Menge Schocks. Überhaupt nimmt Regisseur DON MANCINI die Meinungen und Wünsche seiner Fans ernst und hat abermals einen Fanfilm inszeniert. So scharrte er für CULT OF CHUCKY nicht nur bekannte Gesichter aus früheren Teilen vor die Kamera (unbedingt bis nach dem Abspann warten!). Auch Anspielungen und Querverweise zu den bisherigen Filmen werden endlich beantwortet und machen das Chucky-Universum zu einer runden Angelegenheit. Dennoch muss man wieder Abstriche machen. CULT OF CHUCKY ist nämlich eine Videofortsetzung, die es erst gar nichts ins Kino geschafft hat. Das sieht man der Produktion an, die trotz frostigem Klinik-Look dann doch ihre Video-Herkunft nicht verbergen kann. Dem Plastik-Killer fehlt der Detailreichtum aus den Anfangsjahren. Dort war man besonders darum bemüht Mimik und Gestik der Puppe so menschlich wie möglich zu gestalten. Wegen Budgetgründen musste darauf verzichtet werden. Chucky sieht daher nicht mehr wie ein Kino-Chucky aus, sondern eben wie eine Killerpuppe für den Videomarkt – günstig aber zweckerfüllend. Nichtsdestotrotz dürfte das eingefleischte Fans nicht weiter stören. Die bekommen das zu sehen, was man eben von einem Chucky-Film erwartet. Die Mörderpuppe tötet abwechslungsreich und hat wie eh und je einen zynischen Spruch auf den Lippen. Dass aufgrund der Beliebtheit des Killer-Spielzeugs ein offenes Ende obligatorisch ist, dürfte wohl niemanden wundern. Wegen der neuen Richtung darf man gespannt sein, was da noch kommen wird – vielleicht auch mal wieder was auf der großen Leinwand. Verdient hätte es der Freddy Krueger aus Plastik allemal.
 
 
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CULT OF CHUCKY – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Alles wie eh und je und doch irgendwie neu. Nach Schauer im Herrenhaus, einem Abstecher nach Las Vegas und blutigem Treiben beim Militär, verschlägt es die zynische Mörderpuppe nun in die Klapse. Chucky-Schöpfer und Regisseur DON MANCINI verlegt das Geschehen von CULT OF CHUCKY (vermutlich aus Budgetgründen) in eine Psychiatrie und profitiert von der Atmosphäre kühl-karger Klinikoptik. Somit werden gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Weil man für triste Irrenhauskulisse nicht sonderlich viel Ausstattung benötigt, um Schauer einjagen zu können, war mehr Geld für Puppenmechanik und Splatter-Einlagen verfügbar. Leider kann CULT OF CHUCKY seine Videoherkunft nicht verleugnen und auch sonst vermisst man den abwechslungsreich gestalteten Kinolook vergangener Streifen der beliebten Puppen-Reihe. CULT OF CHUCKY benötigt ein wenig bis er an Fahrt gewinnt. Abermals wird zu Beginn verschleiert, wer hier Schabernack treibt. Weil jeder Zuschauer weiß, wer fürs Morden verantwortlich zeichnet, ist die künstlich aufgebaute Spannung fehl am Platz. Trotzdem ist der siebte Ableger besser, als er sich hier vermutlich liest. Ein Großteil dessen ist auf Neuerungen zurückzuführen, denn CULT OF CHUCKY geht überraschend innovative Wege und haucht so dem angestaubten Horror-Franchise frischen Wind ein. Den hat die Gruselserie auch dringend nötig, entwickelten sich die letzten Teile der Reihe nicht sonderlich weiter. Trotzdem gilt auch bei CULT OF CHUCKY bekannte Faustregel: Entweder man liebt die kultige Mörderpuppe oder man mag sie eben nicht. Da man für den siebten Aufguss die bisherigen Fortsetzungen der Horror-Serie gesehen haben muss, um auch alle Anspielungen auf die Vorgänger verstehen zu können, richtet sich CULT OF CHUCKY ohnehin an eingefleischte Fans des etwas anderen Serienkillers. Wir zumindest haben uns gut unterhalten gefühlt und sind froh Chucky wieder in blutiger Aktion gesehen zu haben. Das rabenschwarze Töten hat der Antiheld freilich nicht verlernt und ist auch im siebten Teil Programm. Der ist im Übrigen reichlich splattrig ausgefallen. CHUCKY 7 gehört demnach zum blutigsten Film der Reihe.
 
 
 


 
 
 

CULT OF CHUCKY – Zensur

 
 
 
CULT OF CHUCKY hat einige sehr blutige Szenen zu bieten. Die sind zwar überschaubar, aber dennoch sehr deftig. Dabei dürfte der blutigste Moment jener sein, in dem eine Protagonistin von herabfallenden Glasscherben zerstückelt wird. Hierzulande gab es für CHUCKY 7 eine Erwachsenenfreigabe – keine Jugendfreigabe. Geschnitten musste nichts werden.
 
 
 


 
 
 

CULT OF CHUCKY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universal Pictures Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Cult of Chucky; USA 2017

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS 5.1, Italienisch DTS 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch, Niederländisch, Türkisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch, Isländisch, Arabisch, Hindi

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Unveröffentlichte Szenen (05:43), Im Wahnsinn von Cult of Chucky (06:42), Good Guy Gone Bad: Die Inkarnation Chuckys (05:01), Das Puppenhaus (07:36)

Release-Termin: 09.11.2017

 

Cult of Chucky [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

CULT OF CHUCKY – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Universal Pictures Deutschland)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Robert the Doll (2015)
 
Annabelle 2 (2017)
 
Dolly Dearest (1991)
 
Chucky – Die Mörderpuppe (1988)
 

Filmreview: „Curse of Chucky“ (2013)

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CURSE OF CHUCKY

Story

 
 
 
Nica (Fiona Dourif) erhält per Kurier ein Päckchen mit grotesken Inhalt. Irgendjemand scheint sich einen Scherz zu erlauben und hat ihr eine seltsame Puppe zugeschickt. Der Erhalt des Pakets zieht dann auch schicksalshafte Ereignisse nach sich. Erst stirbt Nicas Mutter unter mysteriösen Umständen. Wenig später verhält sich Nichte Alice reichlich merkwürdig. Sie beginnt, mit dem vermeintlichen Good Guy aus Plastik zu plappern …
 
 
 


 
 
 

CURSE OF CHUCKY – Kritik

 
 
 
ACHTUNG: Kritik beinhaltet Spoiler!
 
 
 
Schon 25 Jahre ist es nun bereits her, als TOM HOLLAND eine Ikone des modernen Horrorfilms in die Kinos brachte. CHILD’S PLAY avancierte, ähnlich wie HALLOWEEN mit Michael Myers, A NIGHTMARE ON ELM STREET mit Freddy Krueger und FREITAG DER 13. mit Jason Vorhees zu einem wichtigsten Gruselhits der 80er und in den nachfolgenden Jahren sogar vier weitere Fortsetzungen nach sich. Mit Killerpuppe CHUCKY war ein neuer Stern am Horror-Himmel aufgetaucht, der selbst 25 Jahre nach seinem Kinoeinstand immer noch zu den beliebtesten Film-Schlitzern des neuzeitlichen Horrorkinos gehört. DON MANCINI ist das kreative Genie hinter dem Killergnom. Der hat die erfolgreiche CHUCKY-Reihe einst ins Leben gerufen und sich sogar nicht die Freiheit nehmen lassen, mit SEED OF CHUCKY den 5. Teil der populären Gruselreihe im Jahre 2004 zu drehen. Erfolgreich war er jedoch mit seiner Regiearbeit nicht, denn CHUCKYS BABY (so der deutsche Titel) scheiterte nicht nur kräftig an den Kinokassen, sondern spaltete auch Fans wie Kritiker in zwei Lager. Vor allem dessen komödiantische Inszenierung war vielen Horrorfilmfreunden ein Dorn im Auge, wobei MANCINI und Produzent DAVID KIRSCHNER im Jahr 2008 verlauten ließen, mit einem Reboot den Wünschen der CHUCKY-Fans gerecht werden zu wollen. Die bösartige und unheimliche Aura des Plastik-Killers sollte in Form einer Neuverfilmung erneut in den Mittelpunkt des Franchises gerückt werden, was große Erwartungen unter Filmjüngern schüren sollte. Doch aus den erwähnten Remake-Plänen wurde nichts. Scheinbar glaubte Filmstudio UNIVERSAL an keinen weiteren Kinoerfolg der Reihe, so dass zwar ein weiteres Sequel unter dem Titel CURSE OF CHUCKY produziert, aber leider ohne Umwege direkt auf den Videomarkt gebracht wurde. Um die messerschwingende Gruselpuppe halbwegs glaubhaft agieren zu lassen, standen der Fortsetzung knausrigen acht Millionen Dollar Budget zur Verfügung – eine erschreckende Prämisse, wenn man bedenkt, dass der Original CHILD’S PLAY aus den 80er Jahren weitaus mehr Kosten verschlang. So stimmten die ersten Bilder in Form des Trailers Fans der Serie reichlich nüchtern. „… Zuviel Verwendung von CGI, Optik zu Japan-beeinflusst …“ hieß es in Filmforen und schmälerte die Vorfreude bei vielen Cineasten erheblich. All den Skeptikern sei an dieser Stelle versichert, dass CURSE OF CHUCKY langjährige Anhänger durchaus zufriedenstellen wird. Zwar erfindet Teil sechs das Rad nicht neu, bietet aber solide Horror-Unterhaltung für all jene, die einfach nicht genug von CHUCKYS Meuchelstreifzügen bekommen können.
 
CURSE OF CHUCKY knüpft direkt an den Vorgänger CHUCKYS BABY an, wobei nicht wirklich geklärt wird, wie CHUCKY plötzlich wieder zu seinem Arm gekommen ist, den er ja eigentlich am Ende des fünften Teils seinem Sohn Glen zugeschickt hatte. Zudem werfen die beiden Enden im aktuellen Sequel (unbedingt bis nach dem Abspann warten) weitere Fragen auf, was nahelegt, dass MANCINI einige Türchen für mögliche Sequels und Prequels offen lassen wollte, um die Fanbase mit weiteren Nachfolgern zu „beglücken“. Diesmal wird CHUCKY erst einmal direkt per Kurier in ein finsteres Herrenhaus geliefert, wo die querschnittsgelähmte Nica (FIONA DOURIF) zusammen mit ihrer besserwisserischen Mutter lebt. Die schottet ihr Kind nicht nur vor der Außenwelt ab, sondern nimmt ihr auch jegliche Freude am Leben. Gut, dass CHUCKY eingetroffen ist, denn der hat mit der garstigen Alten noch ein Hühnchen zu rupfen und lässt das kaltherzige Miststück erst einmal unbemerkt über die Klinge springen. Für die auf Hilfe angewiesene Nica ein schmerzlicher Verlust, muss sie doch nun mit ihrer geldgeilen und intriganten Schwester Barb (DANIELLE BISUTTI) und deren Famile um das Erbe der Mutter streiten. Die will das Haus natürlich verkaufen und scheut nicht davor, ihre behinderte Schwester skrupellos über den Tisch ziehen. Während der Familienfrieden allmählich zerfällt, schließt Nichte Alice (SUMMER H. HOWELL) mit der freundlichen Puppe CHUCKY Freundschaft, die ihr fortan vulgäre Lebensweisheiten (herrlich bissig – lang nicht mehr so gelacht) ins kindliche Ohr säuselt. Noch ahnt keiner der Anwesenden vom blutigen Vorhaben des berüchtigten Würgers CHARLES LEE RAY, dessen Seele sich seit 25 Jahren in der scheinbar friedlichen Gummipuppe versteckt hält und der so einige Rechnungen zu begleichen hat.
 
Das Bitten der CHUCKY-Fans wurde erhört. CURSE OF CHUCKY kommt erheblich düsterer und weniger komödiantisch als seine Vorgänger daher, wobei CHUCKY erfreulicherweise nicht auf seinen bitterbösen Humor verzichten muss. Er hat nach wie vor stets einen fiesen Spruch auf den Lippen, was die oftmals fast schon zu finstere Handlung aufzulockern versteht. Wie wichtig die Meinung der Fans für Regisseur und Schöpfer DON MANCINI sein muss, wird im neusten Teil deutlich. Denn CURSE OF CHUCKY versucht in fast schon übertriebenem Eifer nachzuholen, was bei den letzten Ablegern vollends aus den Augen verloren gegangen war: der Horror. Wir sehen ein gotisch angehauchtes Herrenhaus mit knarrenden Türen und einen von Spinnennetzen eingewebten Dachboden. Wirkliches CHILD’S PLAY-Feeling will da natürlich nicht im Geringsten entstehen, zumal die Szenerie unweigerlich Spukhausfilme der letzte Jahre ins Gedächtnis zurückkehren lässt. Dennoch funktioniert die Symbiose aus unheimlichen Schatten, dunklen Gängen und gewittrigem Wetter erstaunlich gut, was durchaus auch einige deftige Schocks garantiert. CHUCKY hat sich nämlich zu einem regelrechten Meister des Erschreckens entwickelt, der immer dann gruselige Dinge macht, wenn man sie am wenigsten erwartet. Leider macht sich das magere Kapital bei den Animationen der Puppe bemerkbar. Zwar ist MANCINI immer darum bemüht, CURSE OF CHUCKY so unheimlich und unvorhersehbar wie möglich erscheinen zu lassen; tritt die Puppe dann jedoch nach 45 Minuten in Aktion, könnte man UNIVERSAL für den aktuell fahrenden Geizkurs in den Allerwertesten treten. Das spiegelt sich vor allen in der steifen Mechanik des Puppenkörpers wieder. Bevorzugt sitzt und steht er, weil präzisere Bewegungen und Mimik vermutlich das Budget gesprengt hätten. Was ein wenig verwundert, ist die unerklärliche Wandlungsfähigkeit des quasselnden Schlitzers. Denn immer dann wenn sich CHUCKY vom Guten zum Bösewicht verwandelt, besitzt er einer unverkennbare Ähnlichkeit mit diversen Mangafiguren. Der Austausch der gewöhnlichen GOOD GUY-Puppe mit dem komplexeren Mechanik-CHUCKY ist in jenen Szenen offensichtlich. Zudem bleibt auch CHUCKY nicht vor CGI-Gemeinheiten befreit. Immerhin können digitale Effekte auch ihre Vorteile besitzen. So reflektieren die Gesichter der wenigen Protagonisten in Messerscheiden und Blutlachen, was nicht unwesentlich an alte Gialli aus der Feder ARGENTOS oder BAVAS erinnert. Zudem kommen die meisten der wenigen Splattereffekte nicht aus dem Computer, was ziemlich gelungen ausschaut. Hier werden Augen ausgestochen, Kiefer zermalmt und Köpfe abgesäbelt. Zimperlich geht es nicht vonstatten, so dass es etwas erstaunt, wie UNIVERSAL einen blauen FSK-Stempel für die ungeschnittene Filmversion erhalten konnte. Weitaus seichtere, unbekannte Filme wären vermutlich nicht so ungeschoren davon gekommen.
 
Zum 25. Jubiläum hat es CHUCKY erneut auf die Mattscheiben geschafft. In seiner speziellen, aber nicht minder liebenswerten unsympathischen Art, hat der FREDDY KRUEGER aus Plastik Horrorfanherzen im Sturm erobert. Um so erfreulicher, dass DON MANCINI zum Jahrestag noch einmal alle wichtigen Darsteller des Franchise zusammentrommeln konnte. Neben BRAD DOURIF und ALEX VINCENT bekommen wir auch noch einmal JENNIFER TILLY vor die Linse, die sich nicht davor scheuen mittels kleiner Storyabzweige Licht in die CHUCKY-Mythologie zu bringen. So erfährt der Zuschauer in einer Rückblende von der Vorgeschichte zum Original CHILD’S PLAY und TILLY verbindet in einem kleinen Gastauftritt CURSE OF CHUCKY mit BRIDE OF CHUCKY. Unterm Strich bleibt ein erstaunlich solides Sequel, dass weitaus besser geworden ist, als man hätte erwarten können. Die Geschichte lässt sich viel Zeit, ihre wenigen Figuren zu zeichnen. Ist das Gröbste abgehakt, geht es ab Filmmitte Schlag auf Schlag und der Antiheld darf das tun, was er wohl am Besten kann: Töten, Meucheln und Schlitzen.
 
 
 


 
 
 

CURSE OF CHUCKY – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
„..das Leben ist ein Dreck und du stirbst wie ein abgestochenes Schwein“ – CURSE OF CHUCKY ist kein Überflieger, sondern ein grundsolides Sequel, mit erstaunlichem Gruselfaktor und derbem Blutgehalt für eine Altersfreigabe ab 16. CHUCKY-Fans dürfen sich unbesorgt zurücklehnen und genießen, auch wenn der neuste Ableger nicht einmal annähernd die Raffinesse des kultigen 88er Originals erreicht.
 
 
 


 
 
 

CURSE OF CHUCKY – Zensur

 
 
 
Es ist etwas erstaunlich wie CURSE OF CHUCKY unbeschadet durch die FSK gekommen ist. Die Morde sind zwar knapp und knackig – dafür aber recht blutig. In Deutschland wurde der aktuelle Teil mit einer FSK16 abgesegnet – ungeschnitten versteht sich! Unverständlich; denn weitaus deftigere Filmchen werden nicht selten von der FSK nicht für Jugendliche freigegeben.
 
 
 


 
 
 

CURSE OF CHUCKY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Curse of Chucky; USA 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS 5.1, Spanisch DTS 5.1, Italienisch DTS 5.1, Japanisch DTS 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch, Arabisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Hindi, Italienisch, Japanisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 97 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Unveröffentlichte Szenen, Gag Reel, Das Making Of von Curse of Chucky, Chucky wird zum Leben erweckt, Chuckys Vermächtnis, Storyboard Vergleich

 
 
 
Einmal mehr erhält der Filmfreund mit einer Blu-ray aus dem Hause UNIVERSAL eine Scheibe, die für den gesamten europäischen Markt gefertigt wurde. Ein wirkliches Blu-ray-Menü gibt es daher nicht. Stattdessen muss sich der Filmfreund mal wieder durch seltsame Menübuttons klicken, die kaum erahnen lassen was sich denn nun eigentlich dahinter verbirgt. Auch wenn das schlichte Hauptmenü mit einem Standbild CHUCKYS für ein derart wichtiges Horror-Franchise etwas sehr lieblos ausgefallen ist, dürfen sich Technikfanatiker auf einer technische adäquate Umsetzung freuen. Das Transfer ist unglaublich detailreich und scharf, ein hervorragend plastisches und dreidimensional wirkendes HD-Bild weiß zu gefallen. Bildrauschen und natürliche Körnung sind nicht zu entdecken und der Schwarzwert ist durchweg als angenehm kräftig zu betiteln. Auch auf tonaler Ebene macht CURSE OF CHUCKY eine blendende Figur. Nicht nur, dass dem CHUCKY-Fan eine hervorragende deutsche Synchronisation spendiert wurde; auch die deutsche DTS 5.1-Abmischung darf als solide betrachtet werden. Das meiste spielt sich in glasklarer Qualität im Frontbereich ab und kleine Effekte sind hin und wieder aus den Rears zu vernehmen. Durch den Glöckchen-Score entsteht zudem eine angenehme Räumlichkeit, die in den Schocksequenzen mittels brachialen Subwoofer-Einsatz herrlich zusammenzucken lassen. Wer jedoch beim Ton das Maximum erleben möchte, sollte zur Originalsprache Wechseln, denn die englische Tonspur kommt weitaus natürlicher daher. Wer CHUCKY übrigens auch einmal Japanisch quasseln hören möchte, hat die Möglichkeit CURSE OF CHUCKY neben Deutsch und Englisch auch in Französisch, Italienisch, Japanisch und Spanisch zusehen – optionale Untertitel inklusive. Die Extras sind klein, aber fein, wobei hier offensichtlich ins Gewicht fällt, dass alle Beteiligten derart viel Spaß bei der Produktion des Titels hatten, dass man sich in den kurzen Features gegenseitig mit allerhand Lob überschüttet. Neben sechs unveröffentlichte Szenen (ca. 6 Minuten) gibt es noch vier Storyboard-Vergleiche (ca. 25 Minuten). Weiterhin haben es die Dokumentationen „Mit Puppen spielen: Das Making-of von CURSE OF CHUCKY“ (ca. 16 Minuten), „Lebendige Puppe: CHUCKY wird zum Leben erweckt“ (ca. 9 Minuten) und „Voodoo-Puppe: CHUCKYS Vermächtnis“ (ca. 7 Minuten) auf die Blu-ray geschafft. Hier gibt es viele Szenen aus den übrigen Teilen zu sehen und ein kurzes Effekt-Feature erklärt, dass die Spezialeffekte fast alle handgemacht sind. Abgeschlossen werden die Extras mit einem Gag-Reel (ca. 2 Minuten) mit Pannen vom Dreh. Der nette Filmtrailer des neusten Ableger hat uns UNIVERSAL unterschlagen. Dafür gibt es aber das obligatorische Wendecover ohne FSK-Flatschen für alle Puristen. Betrachtet man die bisherigen deutschen (!) Veröffentlichungen der Reihe, darf man getrost behaupten, dass die Blu-ray von CURSE OF CHUCKY bisher die umfangreichste in Sachen Boni darstellt. Zudem besitzen alle Extras deutsche Untertitel und liegen in hoher Auflösung vor.
 
 
 

Curse of Chucky [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

CURSE OF CHUCKY – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Chucky – Die Mörderpuppe (1988)

Chucky 2 (1990)

Chucky 3 (1991)

Chucky und seine Braut (1998)

Chuckys Baby (2004)