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Filmkritik: „House of Purgatory“ (2016)

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HOUSE OF PURGATORY

Story

 
 
 

Vier junge Menschen machen sich für eine Mutprobe zu einem Haus, in dem bald Sünden aufgedeckt werden und der Terror seine Runden dreht.

 
 
 


 
 
 

HOUSE OF PURGATORY – Kritik

 
 
 
Es mag ja immer mal Filmfans geben, die informieren sich nicht über das Produkt, das sie kaufen wollen, sondern greifen blind zu, weil das Cover so ansprechend gestaltet wurde. Ein fataler Fehler, wie sich zu oft herausstellt, denn mittlerweile greifen Label gern mal zu kreativen Methoden, um Filme möglichst gewinnbringend an den Konsumenten bringen zu können. Werbung kann trügerisch sein – was auch im Falle des Horrorfilms HOUSE OF PURGATORY zutrifft. Da wirbt Anbieter I-ON NEW MEDIA mit einer gefesselten Frau auf dem Cover und erweckt den Eindruck, dass hier Folter-Horror aufgetischt wird. Die Ernüchterung folgt auf dem Fuß. Die schreiende Dame ist im Film gerade einmal vier Sekunden lang zu sehen und Blut oder Gewalt gibt es im Film bis auf eine kurze Einstellung gar nicht zu sehen. Da fühlt man sich als Käufer doch schon etwas verschaukelt. Deshalb: besser vorab informieren und dann kaufen. Das erspart so manch unerwartete Überraschung.
 
 
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In HOUSE OF PURGATORY meinen es die Drehbuchschreiber nicht gut mit ihren Protagonisten. Die bekommen es in diesem Film mit einer Geisterbahn zu tun, die sie im wahrsten Sinne des Wortes ihr Leben lang nicht mehr vergessen werden. Vier Kumpels kommen nämlich auf die Idee schaurigen Legenden auf den Grund gehen zu wollen. So soll es eine Gruselattraktion in der Nähe geben, die so unheimlich ist, dass es bisher keiner geschafft hat jeden Winkel der Spukbehausung zu erforschen. Wem es dennoch gelingt, bekommt den Eintrittspreis zurück. Eine Mutprobe, die unseren College-Kids zum Verhängnis wird. Die sind zwar anfangs vom Gänsehautpotenzial der Spukhütte beeindruckt; schnell hat man aber die Hose voll als seltsame Dinge passieren. Offenbar kennen die Veranstalter so machne Geheimnisse – auch die unserer Freude. Weil Drehbuchautoren von heute mit ihren Figuren keine Gnade kennen, wird es deshalb richtig fies. Alle vier werden mit ihren Leichen konfrontiert, die sie im Keller versteckt haben und werden für ihre Sünden bestraft.
 
 
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Willkommen im Haus des Fegefeuers. In dieser seltsamen Hütte werden die Besucher mit ihren Sünden konfrontiert – auf immer und ewig. Das klingt nach dick aufgetragen und das ist es auch. Dennoch kann man diesem Film einen gewissen Unterhaltungsfaktor nicht abstreiten. Regisseur und Drehbuchautor TYLER CHISTENSEN schafft es nämlich so etwas wie Spannung aufzubauen, in dem er einfach ein Mysterium um jene Bude webt, die im Film den Besuchern eine Heidenangst einjagen will. Bis der Zuschauer aber auf die richtige Spur gebracht wird, dauert es etwas. HOUSE OF PURGATORY beginnt nämlich wie ein gewöhnlicher Slasher und legt die Vermutung nahe, dass in diesem Halloween-Horrorhaus ein Killer seine Runde dreht. Doch der lässt lang auf sich warten. Stattdessen geht der Gruselstreifen andere Wege und verläuft sich irgendwo im Mystery-Genre. Die Schauerstimmung gibt’s inklusive.
 
 
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Was konventionell beginnt, endet ganz schön abgedreht. Von außen ist das Spukhaus eine kleine Hütte, die an so Horrorfilme wie EVIL DEAD erinnert. Von innen jedoch entpuppt sich das wohlige Gruseldomestizil als Erziehungsanstalt für fehlgeleitete Seelen, die wegen ihre Fehler auf mehreren unterirdischen Stockwerken belehrt werden. Eine groteske Idee, die aber ganz passabel funktioniert. Schnell nämlich gleitet HOUSE OF PURGATORY so ins Surreale ab und hebt sich trotz stereotyper Charakter vom Einheitsbrei ab. Leider merkt man hin und wieder das magere Budget. Die Kulissen wirken oft improvisiert und auf Spezialeffekte hat man wohl aus Geldgründen fast ganz verzichtet. Das ist ärgerlich. Dennoch – trotz vieler negativer Kritiken – gar nicht mal so dumm, wie gedacht.
 
 
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HOUSE OF PURGATORY – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Atmosphärischer Grusel, statt blutiger Gewaltrausch. Das hätte man nicht gedacht! Bei einer unterdurchschnittlichen Bewertung auf der IMDB (4 Punkte) erwartet man Schlimmes. Trotzdem waren wir überrascht, wie kurzweilig HOUSE OF PURGATORY doch ist. Zwar passt das Blu-ray-Cover so gar nicht zum Inhalt des Films und führt vermutlich deswegen viele Käufer in die Irre, dennoch ist die Geschichte des Mysterythrillers so ziemlich unverbraucht und spannend. Der Low-Budget-Grusler HOUSE OF PURGATORY hat mit seinen Ecken und Kanten eine Chance verdient. Da gab es schon weit miserablere Filme, die den Zuschauer Lebenszeit geraubt haben.
 
 
 


 
 
 

HOUSE OF PURGATORY – Zensur

 
 
 
HOUSE OF PURGATORY hat kaum grausame Szenen zu bieten. In einer Szene wird ein Mann vom Vater zusammengeschlagen. Da fließt etwas Blut aus Nase und Mund. In einer anderen Szene bringt eine junge Frau ein Kind zu Welt. Auch hier sehen wir etwas Lebenssaft. Weiterhin wird im Off eine Teenagerin vom Vater missbraucht. Der Film hat von der FSK eine Freigabe ab 16 Jahren in der ungeschnittenen Fassung erhalten. Trotzdem trägt die erhältliche Heimkinofassung – vermutlich aus Marketinggründen – einen roten FSK-Sticker. Das ist dahingehend verwunderlich, weil außer dem Filmtrailer keine weiteren Werbefilmchen auf der Scheibe zu finden sind, die hätten dazu beitragen können, dass die hiesige Blu-ray eine Erwachsenenfreigabe erhalten muss.
 
 
 


 
 
 

HOUSE OF PURGATORY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) I-ON New Media GmbH (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: House of Purgatory; USA 2016

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 75 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Cover: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: 25.01.2019

 

House of Purgatory [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

HOUSE OF PURGATORY – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei I-ON New Media GmbH | TERROR FILMS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
AfterDeath (2015)
 
Time Lapse (2014)
 
Triangle – Die Angst kommt in Wellen (2009)
 
The Windmill Massacre (2016)

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Filmkritik: „The Windmill Massacre“ (2016)

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THE WINDMILL MASSACRE

(THE WINDMILL)

Story

 
 
 
Tod allen Sündern. Einige Touristen bekommen es in THE WINDMILL MASSACRE mit einem übermenschlichen Killer zu tun. Der hat kein Erbarmen mit seinen selbstsüchtigen Opfern und bestraft sie für ihre Vergehen.

 
 
 


 
 
 

THE WINDMILL MASSACRE – Kritik

 
 
 
Komm, wie fahren nach Amsterdam: Aus dem Land der Tulpen, Coffeeshops und Windmühlen kommt mal wieder ein Horrorfilm, der wegen seines ansprechend zusammengeschnittenen Trailers zuletzt im Internet für Aufsehen gesorgt hat. Das ist dahingehen lobenswert, weil die Mehrheit aller Horrorproduktionen immer noch in den Vereinigten Staaten entstehen, wo man schon lange nicht mehr darüber nachdenkt, was Horrorfans eigentlich wollen. Dort werden nahezu im Akkord anspruchslose Horrorfilme gedreht, die die stets gleichen Geschichten nur mit ausgetauschter Besetzung erzählen – Hauptsache der Umsatz stimmt. Umso schöner zu sehen, dass sich auch andere Länder am Drehen von Horrorfilmen beteiligen. So hat vor allem Europa in den letzten Jahren mächtig Gas gegeben und einiges an Horrormaterial drehen lassen, das sich durchaus gegen die graue Masse aus Übersee behaupten konnte. Ob das auch für den niederländischen THE WINDMILL MASSCRE gilt, bei dem es sich nach DE POEL und SNEAKWEEK schon um den dritten Horrorfilm aus Holland handelt, den wir im Jahr 2016 auf FILMCHECKER vorstellen?
 
 
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Diese Windmühlen malen kein Korn, sondern die Knochen der Sünder. THE WINDMILL MASSACRE folgt der traumatisierten Jenny. Die ist wegen eines Schicksalsschlags von Amerika nach Amsterdam geflüchtet und schlägt sich nun als Au-pair und Kindermädchen bei einer gutbetuchten Familie durch. Leider ist bald Schluss mit lustig, denn der Vater ihrer Gastfamilie konfrontiert das Mädchen mit zwei Pässen und unterschiedlichen Identitäten. Aus Angst vor Konsequenzen und der Polizei sucht Jenny das Weite. In einem Reisebus mit Touristen wähnt sie sich in Sicherheit. Der klappert das niederländische Hinterland ab und fährt ländliche Sehenswürdigkeiten an, damit sich die Gäste von den Wahrzeichen des Landes ein Bild machen können. Was die Teilnehmer dieser Tourismusattraktion aber noch nicht wissen ist, dass bald ihr letztes Stündlein geschlagen hat. Weil der Bus eine Panne hat und nicht weiterfahren kann, sucht man Zuflucht in einer nahe gelegenen Windmühle. Leider bietet das morsche Gemäuer keinen Schutz, sondern bringt den Tod, denn hier treibt der geheimnisvolle Miller sein Unwesen – eine Kreatur, um die sich schaurigen Legenden ranken.
 
 
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Das ist nicht die Hölle, das ist Holland. Hinter dem holländischen Genrebeitrag steckt zumindest jemand, der schon Erfahrungen mit Horrorfilmen hat. Regisseur NICK JONGERIUS fungierte bereits als Produzent für den Found-Footage-Horror FRANKENSTEIN’S ARMY und den Gruselausflug HAUS DER TOTEN SEELEN. Nach Regiearbeiten fürs niederländische Fernsehen und einigen Kurzfilmen probiert der sich nun auch im Regieführen von Horrorfilmen aus. Entstanden ist durchaus atmsphärische Horrorware, die wegen der düsteren Kulisse ab und an Gänsehaut entstehen lässt. Trotz netter Optik, blutigen Spezialeffekten und ansprechend geschminktem Bösewicht verbirgt sich hinter THE WINDMILL MASSCRE aber nichts Großes. Der Film spult ab, was man in nahezu jedem Slasher-Film zu sehen bekommt. Ein (diesmal nichtmenschlicher) Killer macht Jagd auf Touristen und tötet sie nacheinander auf unterschiedliche Weise. Warum er das macht, wird vor jedem Mord erläutert. Die Opfer haben Dreck am Stecken und einige Leichen im Keller. Für ihre Sünden müssen sie daher bestraft werden – blutig und abwechslungsreich. Demzufolge steht das Ausradieren von Sündern im Fokus. Sonderlich geistreich ist das nicht – dafür aber immerhin kurzweilig.
 
 
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Nicht überall wo mit einem Massaker geworben wird, gibt’s auch wirklich ein Massaker zu sehen. THE WINDMILL MASSACRE tischt groß auf, wird aber den Versprechungen keinesfalls gerecht. So lassen im Film Protagonisten zwar ihr Leben; hierbei jedoch von einem Massaker zu sprechen, wirkt reichlich übertrieben. Vielmehr weckt der reißerisch gewählte Titel den Anschein, als ob man Verkäufe ankurbeln wollte. Mit THE WINDMILL (so wie der Streifen anfangs heißen sollte) hätte man da wohl kaum Interesse beim Horrorfan geweckt. Ein Massaker im Titel macht da schon neugieriger. Trotz irreführendem Filmtitel und fehlender Schlachtorgie ist THE WINDMILL MASSACRE nicht unbedingt schlecht. Der Film erinnert in seiner Machart und Ausstattung an diverse Eigenproduktionen des amerikanischen TV-Senders SYFY – freilich ohne die schlechte Effekte, welche man zwangsläufig mit den SYFY-Filmen in Verbindung bringt. Hier wäre unter anderem der SYFY-Horrorfilm SCARECROW zu nennen, der dieser holländischen Gruselproduktion nicht unähnlich ist und ebenso kurzweilige Schauer mit einem nett animierten Filmmonster bot. Wer sich dessen bewusst ist und Erwartungen herunterschraubt, könnte auch mit THE WINDMILL MASSACRE seinen Spaß haben. Demzufolge ist dieser Streifen für Slasher-Fans durchaus einen Blick wert. Wer jedoch seinen Kopf gebrauchen möchte, sollte besser nach anderen europäischen Horrorfilmen Ausschau halten. THE WINDMILL MASSACRE kopiert zu engstirnig diverse Slasher-Vorbilder, von denen viele leider dann doch aus den USA kommen. Intelligentes Horrorfutter sieht anders aus.
 
 
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THE WINDMILL MASSACRE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Für Fans der HATCHET-Reihe durchaus einen Blick wert, auch wenn THE WINDMILL MASSACRE nicht das Massaker zelebriert, das im Titel versprochen wird. Der niederländische Horrorbeitrag gefällt durch düstere Kulisse und geheimnisvollen Filmbösewicht, der kaum Worte verschwendet und schnell zur Tat schreitet. Leider ist THE WINDMILL MASSACRE letztlich aber auch nur ein weiterer Slasher-Streifen von der Stange, in dem es eigentlich nur ums Ausradieren von Filmfiguren geht. Mehr Witz, Hirn und Abwechslung hätten THE WINDMILL MASSACRE sichtlich gut getan. Stattdessen wandelt der Horrorfilm mal wieder auf bekannten Slasher-Pfaden und quält mit Klischees, Vorahnungen und Stereotypen. Trotzdem will man mit THE WINDMILL MASSACRE nicht zu hart ins Gericht gehen. Der blutige Gruseltrip ist ins sich stimmig und hat durchaus seine Momente. Zudem unterhält der Streifen trotz der bekannten Slasher-Rezeptur kurzweilig. Das ist etwas, das vielen Meuchelschockern neueren Datums nicht unbedingt gelingen möchte. Fortsetzung wir hören dich tapsen.
 
 
 


 
 
 

THE WINDMILL MASSACRE – Zensur

 
 
 
Trotz angedeutetem Massaker im Titel ist THE WINDMILL MASSACRE keine Splatter-Orgie. Ein paar kurze Gewaltmomente gibt es dennoch zu sehen. So werden mit einer Sense Füße abgetrennt, Köpfe eingetreten und abgeschlagen. Außerdem wird ein Gesicht mit einem Messer verunstaltet und sogar in einen Brustkorb gerammt. Klingt hart, ist es aber nur bedingt. Trotzdem hat der Film, hierzulande eine Erwachsenenfreigabe in ungeschnitter Form erhalten. Keine Jugendfreigabe!
 
 
 


 
 
 

THE WINDMILL MASSACRE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) METEOR FILM (Blu-ray im KeepCase)

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(c) METEOR FILM (limitiertes Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Windmill Massacre; Niederlande 2016

Genre: Horror, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Limitiertes Mediabook | KeepCase mit Wendecover und im Schuber

Extras: Audiokommentar, Making of, B-Roll, Deutscher Trailer, Originaltrailer | im Mediabook zusätzlich: Booklet und die DVD zum Film

Release-Termin: Mediabook: 28.02.2017 | KeepCase: 06.04.2017

 

The Windmill Massacre [limitiertes Mediabook mit BD & DVD] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

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THE WINDMILL MASSACRE – Mediabook

 
 
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THE WINDMILL MASSACRE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken & Packshots liegen bei METEOR FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Hatchet (2006)
 
Scarecrow – Das Grauen stirbt nie (2013)
 
The Devil’s Nightmare (1971)
 


Filmkritik: „AfterDeath“ (2015)

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AFTERDEATH

Story

 
 
 

Fünf Menschen treffen zufällig in einer Hütte aufeinander, die von Schattenwesen belagert wird. Auf der Suche nach dem „Warum“ wird man mit eigenen Dämonen konfrontiert.

 
 
 


 
 
 

AFTERDEATH – Kritik

 
 
 
Eine Hütte, fünf Helden und dämonengleiche Kreaturen – nein, AFTERDEATH ist kein weiterer Versuch den kultigen Splatter-Klassiker von SAM RAIMI zu kopieren. Vielmehr beschäftigt sich der Film mit philosophischen Fragen, die sich die Menschheit bereits seit Jahrhunderten stellt. Was passiert, wenn wir sterben? Wer richtet auf der Schwelle zwischen Leben und Tod? Gibt es Himmel und Hölle? Hinter dem etwas anderen Mystery-Thriller steckt Newcomer GEZ MEDINGER, der in der Vergangenheit mit eigener Produktionsfirma in erster Linie Extremsportfilme, TV-Dokumentationen und Musikvideos produziert hat und sich mit AFTERDEATH endlich den Traum vom ersten, eigenen Spielfilm erfüllen wollte. Für den lies er sich von einem bekanntem Theaterstück mit dem Titel GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT inspirieren, das vom französischen Schriftsteller und Philosophen JEAN-PAUL SARTRE (übrigens: dem Begründer des französischen Existentialismus) geschrieben und 1944 in Paris uraufgeführt wurde.
 
 
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AFTERDEATH erzählt von fünf jungen Erwachsenen, die eines Tages an einem Strand aufwachen und sich zu einem Haus verirren, das die Unwissenden vor große Hausausforderungen stellt. Einmal darin gemütlich gemacht, sorgen Schattenwesen dafür, dass keiner der fünf die Hütte verlassen kann. Auf der Suche nach Antworten wird bald klar, dass keiner der hier Anwesenden mehr unter den Lebenden weilt und sich nun in einer Art Fegefeuer befindet, aus dem es kein Entkommen gibt. Schnell kommt man zu dem Punkt, dass Sünden für die Misere verantwortlich sein müssen und der Besuch eines Nachtclubs die fünf Protagonisten miteinander verbindet. Leider fehlen weitere Teile des Puzzles, um eine Lösung zu finden, was die Mittzwanziger veranlasst tiefer in Abgründen zu forschen, von denen besser niemand erfahren sollte.
 
 
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Nette Idee, technisch souverän umgesetzt – aber sperrig erzählt. In einem Interview erklärte Regisseur GEZ MEDINGER, dass es über zehn lange Jahre gedauert hat, bis aus ersten unausgereiften Gedanken ein Drehbuch zu einem Spielfilm über Schuld, Gerechtigkeit und Erlösung entstand, das er mit Regie-Kollegen ROBIN SCHMIDT auf die Leinwand bringen konnte. AFTERDEATH punktet aufgrund beschränkter Kulisse ganz klar mit klaustrophobischer Atmosphäre und erfischender Geschichte, die sich vom üblichen Horroreinerlei abhebt, weil sie zur Abwechslung mal nicht nach Schema F gestrickt wurde. Für Low-Budget-Verhältnisse gibt es gute Schauspieler und passable Spezialeffekte zu sehen. Dennoch tut sich AFTERDEATH mit der Spannung schwer, die dann leider erst im letzten Drittel aus der Reserve gelockt wird. Bis dahin hält sich das Kammerspiel mit schläfriger Brotkrumen-Taktik über Wasser, die dem Zuschauer immer nur häppchenweise Informationen zuspielt, damit der die Geschehnisse entwirren kann. Das mag fürs ausgeschlafene Genrepublikum durchaus akzeptabel sein; wer jedoch nach einem Arbeitstag nicht mehr ganz so aufnahmefähig ist, dürfte aufgrund dialoglastiger und langsamer Inszenierung ganz schnell im Traumland nach Erlösung suchen.
 
 
 


 
 
 

AFTERDEATH – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Beklemmender Mystery-Grusler für Zuschauer, die gern mitraten wollen. Leider sollte man gut ausgeschlafen sein, um das Mysterium dieses Films ergründen zu können, denn AFTERDEATH überrascht zwar mit erfrischender Herangehensweise, fordert aber auch viel Aufmerksamkeit vom Zuschauer. Der bekommt hier einen Streifen über Schuld, Gerechtigkeit und Erlösung zu sehen, der trotz philosophischer Ansätze mit Spannungselementen geizt. Keine guten Voraussetzungen für einen unterhaltsamen Filmabend, schließlich bricht Langeweile den meisten Filmen rigoros das Genick. Immerhin geben die Regisseure GEZ MEDINGER und ROBIN SCHMIDT gegen Ende noch einmal Gas und lassen AFTERDEATH merklich ungemütlich erscheinen. Nur, ob die wenigen Spannungsmomente aus diesem Streifen ein gutes Filmerlebnis machen, bleibt fraglich.
 
 


 
 
 

AFTERDEATH – Zensur

 
 
 
AFTERDEATH ist kein blutiger Film. Im Film schwirren Schattenwesen durch die Kamera und die Protagonisten können nicht bluten, weil sie bereits tot sind. Dennoch wird eine der Figuren mit einem spitzen Gegenstand überwältigt. Zudem wird eine Filmfigur von einem der Schattenwesen vergewaltigt. Hierzulande ist AFTERDEATH ohne Probleme mit FSK16 in die Läden gekommen.
 
 
 


 
 
 

AFTERDEATH – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Studio Hamburg

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: AfterDeath; Großbritannien 2015

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080i)

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 02.06.2017

 

AfterDeath [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

AFTERDEATH – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen liegen bei Studio Hamburg)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Time Lapse (2014)
 
Triangle – Die Angst kommt in Wellen (2009)
 
Butterfly Effect (2004)
 


Filmkritik: „Let Us Prey“ (2014)

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LET US PREY

Story

 
 
 
Ein mysteriöser Fremder kehrt in ein schottisches Provinzstädtchen ein und stellt eine Polizeiwache auf den Kopf. Dort hat soeben die neue Polizistin Rachel ihren Dienst angetreten und erlebt in den folgenden Stunden eine Nacht, die sie vermutlich so schnell nicht wieder vergessen wird …
 
 
 


 
 
 

LET US PREY – Kritik

 
 
 
Wenn im Horrorfilm das Blut spritzt, dann freut das so manchen Fan härterer Filme, schließlich scheint mittlerweile Horrorstoff nur noch dann Aufmerksamkeit zu erhalten, wenn er die richtige Dosis Grausamkeiten beinhaltet. Statt gute Geschichten zu schreiben, liegt das Augenmerk vermehrt auf möglichst kaltschnäutziges Ausradieren. Dabei scheint es nicht mehr wirklich relevant zu sein, warum Menschen getötet werden – Hauptsache Innereien fallen zu Boden und der Lebenssaft fließt. Nichts Neues hat da LET US PREY zu erzählen. Hier wird von BRIAN O’MALLEY ein kaum vorhandenes Stück Handlung auf Spielfilmlänge geblasen, das einzig darauf hinausläuft den Fan der deftigeren Unterhaltung mit ein paar gemeinen Szenen den Tag zu versüßen. Dabei wäre eigentlich mehr möglich gewesen, denn LET US PREY reißt mit biblischer Problematik von Sünde und Vergeltung ein durchaus interessantes Thema an, dem es aber leider zu oft an nachvollziehbarer Logik, Tiefe und Glaubwürdigkeit mangelt.
 
 
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Die Guten kommen in den Himmel, die Bösen in die Hölle. Von Letzteren scheint es in dieser schottisch-irischen Koproduktion ganz schön viele zu geben, denen von einem wortkarger LIAM CUNNINGHAM die Leviten gelesen werden müssen. Der kehrt als schweigsamer Fremder in ein schottisches Provinzkaff ein, um dort all jene Seelen mit dem Tod zu bestrafen, die in ihrem Leben reichlich Unfug getrieben haben. Doch der selbsternannte Richter ist nicht allein. In Powerfrau Rachel sieht er eine Verbündete. Leider hat die Gute erst vor einigen Stunden ihren ersten Arbeitstag als Polizistin angetreten und ist vom Blutbad, das sich soeben auf dem Revier zuträgt, alles andere als begeistert.
 
 
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Dass LET US PREY nicht sonderlich intelligent geschrieben wurde, wird an der Vorhersehbarkeit der Ereignisse deutlich. Lang dauert es nicht, bis der Zuschauer die Fährte gewittert hat und versteht, dass die Fieslinge im Film bestraft werden müssen. Damit ist er den Figuren stets einen Schritt voraus, deren Vergehen im Verlauf der späteren Handlung ans Tageslicht kommen, damit im Finale das obligatorische Blutbad zelebriert werden kann. Bis dahin werden Logiklöcher mit trivialen Dialogen und dick aufgetragenen Bibelzitaten gestopft, damit das Publikum erst gar nicht in Erwähnung zieht die Ungereimtheiten des Films zu hinterfragen. Da steht am Ende ein Polizeigebäude in Flammen, aber kein Einheimischer lässt sich blicken und Polizisten planen Morde, ohne Gedanken an die rechtlichen Konsequenzen ihres fragwürdigen Treibens zu verschwenden. Weitaus unglaubwürdiger fällt jedoch die Tatsache ins Gewicht, dass jeder zweite Einwohner des Städtchens die Lust am Töten für sich entdeckt hat und Familienmitglieder aufschlitzt, Liebhaber erschlägt oder Passanten mit dem Auto überfährt. Die Fehler sind offensichtlich und trüben den Sehgenuss. Immerhin stimmt die Optik. Die Bilder sind unbequem und bewirken ein anhaltendes Gefühl des Unbehagens. Zudem verbeugt sich Regisseur BRIAN O’MALLEY im Film vor Altmeister JOHN CARPENTER. Dessen ASSAULT – ANSCHLAG BEI NACHT wird in LET US PREY nicht nur musikalisch zitiert – auch die Kulisse ist dem Klassiker nicht unähnlich. Trotzdem, so ambitioniert und blutig der Filmemacher mit seinem ersten Langfilm auch unterhalten möchte; das Niveau jenes Maestros den er zitiert erreicht er mit seinem Debüt zu keiner Minute – da ist leider noch viel Luft nach oben.
 
 
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LET US PREY – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Atmosphärischer Gewalt-Trip, der es aber nicht immer so genau mit der Logik nimmt. So sollte erst gar nicht hinterfragt werden, warum sich ausgerechnet eine schottische Kleinstadt als Vorort zur Hölle entpuppt, in dem scheinbar jeder zweite Einwohner schon einmal einen Mitmenschen ermordet hat. Die Figuren sind flach, die Handlung rudimentär und die Dialoge auch nicht sonderlich geistreich. Was den Streifen jedoch zu passabler Genre-Unterhaltung macht ist die morbide Atmosphäre und einige krude Gewaltspitzen. Denkt man die sich weg, wäre O‘ MALLEYS Debüt vermutlich auch nur austauschbares Horrorkino von der Stange. Demzufolge ist LET US PREY ein eher mittelprächtiger Genre-Beitrag aus einem Land, in dem das Genre von den HAMMER STUDIOS einst mit Gothic-Horror aus dem Tiefschlaf gerissen wurde. Mittlerweile sind einige Jahrzehnte vergangen – leider!
 
 
 


 
 
 

LET US PREY – Zensur

 
 
 
PIERROT LE FOU bringt den Streifen in dreifacher HD-Ausführung auf dem Markt. Einerseits erscheint der Film in seiner ungeschnittenen Fassung mit SPIO/JK-Freigabe im limitierten Mediabook (Auflage: 5000 Stück). Ebenfalls liegt eine ungeschnittene KeepCase-Variante in den Videotheken aus. Zudem wurde LET US PREY auch noch einmal für die Kaufhäuser von der FSK geprüft. Die geschnittene Fassung ist 37 Sekunden kürzer und besitzt den roten FSK-Flatschen auf dem Cover. Immerhin sind die Schnitte in der ungeschnittenen Filmversion nicht offensichtlich. Ob man diese Fassung als Horrorfan sein Eigen nennen möchte, ist dagegen fraglich.
 
 
 


 
 
 

LET US PREY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Pierrot le Fou (geschnittene FSK-Fassung)

 
 
 
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(c) Pierrot le Fou (ungeschnittene SPIO/JK-Fassung im limitierten Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Let Us Prey; Großbritannien, Irland

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min. (uncut) / ca. 89 Minuten (cut)

FSK: SPIO/JK geprüft: keine schwere Jugendgefährdung (ungeschnittene Fassung), Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover (geschnittene Fassung), Mediabook (ungeschnittene Fassung)

Extras: Making of, Trailer – zusätzlich im Mediabook: Booklet, Poster mit alternativem Cover-Motiv als Beilage / 50 Poster aus der Erstauflage mit Unterschrift vom Regisseur und Hauptdarsteller!

Release-Termin: 27.03.2015

 
 
 


 
 
 

LET US PREY – Mediabook

 
 
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Nach dem Frauenprügler RAZE, dem Horror-Remake SILENT NIGHT und dem kontroversen Foltermurks DADDY’S LITTLE GIRL erscheint nun mit LET US PREY Nummer 4 der hauseigenen Mediabook-Serie des Rechteinhabers PIERROT LE FOU. Diese beinhaltet wie gewohnt nicht nur den Film ungeschnitten auf DVD und Blu-ray. Auch ein informativer Buchteil lässt das Sammlerherz schneller schlagen und bereichert die Veröffentlichung durch Hintergrundinformationen zum Film. Diesmal kann in einem umfangreichen Artikel aus dem Genre-Magazin DEADLINE geschmökert werden, zudem liegt ein kleines Filmposter bei. Das Besondere hierbei: PIERROT LE FOU hat einen kleinen Teil dieser Poster vom Regisseuren Brian O’Malley und Hauptdarsteller Liam Cunningham signieren lassen. Die unterschriebenen Exemplare liegen jedem hundertsten Mediabook (Auflage: 5000 Stück) bei. Demzufolge gehört ein wenig Glück dazu, dieses einzigartige Sammlerstück ergattern zu können. Technisch ist die Blu-ray nicht zu verachten. Nur beim Bonusmaterial wurde gegeizt. Bis auf Trailer und einem knapp zehnminütigen Making-of lässt sich nichts auf der Blu-ray finden. Sammler dürfte das wohl weniger stören, fügt sich auch Nummer 4 hervorragend in die bisherige Mediabook-Reihe des Anbieter PIERROT LE FOU ein.
 
 

Let Us Prey (Blu-Ray) – Auf AMAZON bestellen

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LET US PREY – Trailer

 
 

 
 
 

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Ähnliche Filme:
 
Wes Craven’s Wishmaster (1997)


Filmkritik: „Game of Assassins“ (2013)

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GAME OF ASSASSINS

(THE GAUNTLET)

Story

 
 
 
Fünf unwissende Menschen finden sich in einer Art unterirdischem Labyrinth wieder und sind nicht bereit irgendwelche Spiele zu spielen. Doch der Weg nach draußen ist verschlossen, so dass den unfreiwilligen Teilnehmern keine andere Wahl bleibt, als sich durch eine fallenbespickte Arena vorzuarbeiten. Schnell entdeckt man Gemeinsamkeiten, denn ein jeder der hier Anwesenden soll für begangene Sünden bezahlen. So werden aus Freunden schnell Feinde, schließlich kennt das Spiel wie im richtigen Leben nur einen Sieger…
 
 
 


 
 
 

GAME OF ASSASSINS – Kritik

 
 
 
Lasst die Schlachtspiele beginnen – so zumindest verspricht es der Trailer, in dem sich scheinbar ahnungslose Protagonisten gegenseitig zerfleischen müssen, um überleben zu können! Das Grundgerüst der Geschichte ist nicht neu, denn MATT ESKANDARI ließ sich für seinen GAME OF ASSASSINS offensichtlich von Überlebensfilmen wie BATTLE ROYALE, DIE TODESKANDIDATEN und der TRIBUTE VON PANEM-Reihe inspirieren und mixt sogar etwas dezentes SAW dazu. Im Unterschied zu den genannten Actionern leidet GAME OF ASSASSINS jedoch unter seinem überschaubaren Budget, was der Freude am Mitfiebern schnell einen Dämpfer verpasst. Die mittelalterlich anmutende Kulisse schaut unverkennbar nach Pappmaschee aus und der Nervenkitzel will auch ausbleiben, weil ESKANDARI vermutlich aus Budgetgründen auf fiese Todesarten und gemeine Fallen verzichten musste. Stattdessen werden die Protagonisten in einer Art Schnitzeljagd von einem Schauplatz zum nächsten getrieben, wo sie mit Rätseln konfrontiert werden, deren Lösung meist den Tod eines Anwesenden zur Folge hat. Der wird entweder durch eine Falle ausgelöst oder durch die Hand eines Charakters, der sich nicht selten entscheiden muss wen er opfert, um dem Weg in die Freiheit ein Stück näher kommen zu können. Klingt vielversprechend – ist aber öde.
 
Ursprünglich als THE GAUNTLET betitelt, handelt es sich bei GAME OF ASSASSINS um ein Sammelsurium an Oberflächlichkeiten, Horror-Klischees, Stereotypen und faden Ideen, die hier auf knapp 75 Minuten verteilt werden, damit der Film auf seinen Spielzeit kommt. Dabei fehlt dem Film vor allem das, was ihn wahrscheinlich beim Horrorfan interessant gemacht hätte: Gewalt. Auf die wird nämlich hier weitestgehend verzichtet, obwohl die Überlebensthematik des Streifens wohl dafür prädestiniert gewesen wäre, möglichst viel selbstzweckhaftes Gemeuchel vor der Linse zu zeigen in dem sich die Protagonisten gegenseitig auf die Zwölfe hauen. Stattdessen menschlicht Regisseur MATT ESKANDARI etwas arg gekünstelt mit seinen Helden und schafft sogar das Kunststück, dass der Zuschauer keinerlei Sympathien für die Protagonisten entwickeln kann. Der Grund hierfür dürfte vermutlich in der oberflächlichen Charakterisierung der Teilnehmer liegen. Deren Schicksale werden im Eiltempo mittels eingestreuter Rückblenden überflogen, damit der Film rasch zum Punkt kommen kann. Der Zuschauer erfährt, dass jeder der Mitspieler so seine Leichen im Keller versteckt hält und daher nicht grundlos von einem bis dato noch unbekannten Initiator in einer Kampfarena eingesperrt wurde. So hat Teenager Tyler (NICK LANE) seinen Mitschüler erschossen, weil er dessen Mobbing-Attacken nicht mehr ertragen konnte; Fitness-Trainerin Lee Kim (BAI LING) hat dagegen kurzen und tödlichen Prozess mit einem aufdringlichen Spanner veranstaltet. Der Rest der kleinen Gruppe verbirgt ähnliche Geheimnisse und wird als Konsequenz für das skrupellose Vorgehen im Film mit dem Tod bestraft. Auch wenn Drehbuchautor ADAM LAWSON (der übrigens als Regieassistent an Filmen wie HATCHET 2 oder SNAKES ON A PLAN beteiligt war) jeder seiner Figuren eine kurze Hintergrundgeschichte einräumt, ist es dem Zuschauer mangels Identifikationsmöglichkeiten am Ende gleichgültig, ob und wie die eingesperrten Protagonisten das Zeitliche segnen.
 
GAME OF ASSASSINS ist überraschungsarmes Videofutter das viel Potenzial vergeudet und etwas unfertig wirkt. Die dünne Handlung spielt sich nach dem „Du-bist-der-Nächste“-Prinzip ab und besitzt einen nahezu kaum vorhandenen Spannungsbogen. Zudem schafft es ESKANDARI in den schmalen Gängen und Kammern der Katakomben nur selten eine beklemmende und klaustrophobische Stimmung zu bewirken. Drum sollte sich ein jeder, der eine Leidenschaft für diese Art von Filmen hegt, seine kostbare Lebenszeit in bessere Vertreter jener Gattung investieren. So können wir neben den oben bereit genannten auch die thematisch ähnlichen Streifen THE TOURNAMENT (2009) und THE HUMAN RACE (2013) empfehlen. Dem Letzteren dürfte in etwa das gleiche Budget zur Verfügung gestanden haben. Im Gegensatz zu GAME OF ASSASSINS glänzt der dafür aber mit bitterböser Gewalt, kritischer Botschaft und einfallsreicher Machart.

 
 
 


 
 
 

GAME OF ASSASSINS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Für gerade noch fünf Punkte hat es gereicht und auch nur deswegen, weil MATT ESKANDARI sein schwach inszeniertes Überlebenstraining kurz hält und nach 75 überraschungsarmen Minuten abrupt enden lässt. Man sollte hier seine Erwartungen dämpfen, denn wer bei dem nett zusammengeschnippelten Trailer einen Film in der Machart eines BATTLE ROYALE erwartet, dürfte schnell enttäuscht werden. GAME OF ASSASSINS fehlt der gewisse Biss und natürlich der für das Genre wichtige Gewaltpegel, um ihn bei Fans überhaupt interessant machen zu können. Zudem versucht ESKANDARI seine kämpfenden Protagonisten sympathisch erscheinen zu lassen, bewirkt aber genau das Gegenteil. In GAME OF ASSASSINS pfeift es aus allen Löchern, denn hier hat man auf ein nötiges Feintuning am Drehbuch verzichtet und Filmstoff auf Zelluloid gebannt, der mit Budget, Logik- und Plotlücken zu kämpfen hat. Demnach ist THE GAUNTLET (so wie der Film anfänglich heißen sollte) nur all denen zu empfehlen, die jede Horror-Veröffentlichungen sehen müssen und sei sie auch noch so schlecht.
 
 
 


 
 
 

GAME OF ASSASSINS – Zensur

 
 
 
Anders als erhofft ist GAME OF ASSASSINS keine Gewaltorgie, die man bei einer derartigen Geschichte vermutlich erwartet hätte. Zwar wurden einige Fallen in den unterirdischen Katakomben verstreut, wirklich viel Lied wird aber nicht gezeigt, wenn ahnungslose Protagonisten hineintreten. Einem Charakter wird das Bein aufgespießt; ein anderes Opfer von Ketten zerquetscht. Zudem kommen vermehrt Macheten und Messer zum Einsatz, die sich durch die Leiber der Überlebenden bohren – nichts Spektakuläres und eher KJ-tauglich. Demzufolge dürfte GAME OF ASSASSINS in Deutschland mit rotem Flatschen und ungeschnitten in die Händlerregal kommen.
 
 
 


 
 
 

GAME OF ASSASSINS – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Devil’s Dozen (2013)

Unter Freunden – Komm, lass uns spielen (2012)

Would You Rather (2012)

Pain (2011)

The Human Race (2013)

Die Todeskandidaten (2007)

The Tournament (2009)

Panic Button (2010)

Battle Royale (2000)

Die Tribute von Panem – The Hunger Games (2012)